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Der neokommunikative Unterricht im digitalen Zeitalter

Fachartikel
5,99 €

Dieser Artikel zum neokommunikativen Unterricht bietet einen Überblick über didaktisch-methodische Grundsätze, die den Fremdsprachenunterricht aktuell prägen, und verweist auf digitale Anwendungen, die deren Realisierung in der Schule ermöglichen. Seit dem didaktisch-methodischen Paradigmenwechsel der 1970er Jahre ist im Fremdsprachenunterricht eine stark ausgeprägte pragmatische Orientierung unverkennbar. Kommunikation ist das große Stichwort, das in der Welt der Fremdsprachendidaktik wiederhallt. Dabei geht es grundsätzlich um die Frage, welche Kompetenzen Lernende entwickeln müssen, um in der Fremdsprache handlungsfähig zu sein und kommunikative Situationen nicht nur sprachlich, sondern vor allem funktional und im soziokulturellen Sinne angemessen zu bewältigen. Von der kommunikativen zur neokommunikativen Methode Die frühe kommunikative Methode der 1970er und 1980er Jahre lieferte bereits zahlreiche Impulse für die Gestaltung eines Fremdsprachenunterrichts, bei dem der Lerner mit seinen kommunikativen Absichten und Erfahrungen als Handelnder auftritt und formal grammatische Aspekte lediglich als Hilfsmittel erfährt. Doch die kommunikative Methode ging ab den 1990er Jahren in eine Postphase über, als die Anzahl von pragmatisch ausgerichteten Lehr- und Lerntechniken immer größer und vielfältiger wurde. Die Notwendigkeit, kommunikative Prinzipien klarer zu definieren, um die methodischen Tendenzen der neueren Zeit besser nachvollziehen zu können, führte zur Entstehung des neokommunikativen Ansatzes (Reinfried 2001: 9) / (Martinez und Meißner 2018:2). Die Prinzipien dieser neuen Methodenkonzeption bilden heute noch die Basis des Fremdsprachenunterrichts. Aber wie können Lehrende die neokommunikativen Prinzipien im Schulalltag konkret anwenden und dabei dem Auftrag der Kultusministerkonferenz zur digitalen Bildung (KMK 2016) gerecht werden? Im Folgenden wird dieser Frage nachgegangen, indem die neokommunikativen Grundsätze und deren Realisierung mittels digitaler Anwendungen erläutert werden. Handlungsorientierung Das Prinzip der Handlungsorientierung fordert, dass die Schüler aktiv in der Fremdsprache tätig werden. Ihre Mitteilungsbedürfnisse, Interessen und Vorkenntnisse sollen im Mittelpunkt des Unterrichts stehen und den Anlass zu authentischen kommunikativen Handlungen bilden. Kooperative und kreative Arbeitsformen sowie offene Unterrichtsmethoden wie Projektarbeit oder Lernen durch Lehren (LdL) ermöglichen die Realisierung dieses Prinzips. Handlungsorientiertes Lernen lässt sich mit Unterstützung von Programmen wie Padlet durchführen. Padlet ermöglicht die freie Erstellung von digitalen Pinnwänden, auf denen Informationen zusammengeführt und kreativ verknüpft werden können. Erstellte Pinnwände können zur Präsentation von Ergebnissen als Gruppen- oder Expertenpuzzle oder zur Vermittlung erworbener Kenntnisse in Form von LdL genutzt werden. Fachübergreifendes Lernen Bei diesem Prinzip geht es grundsätzlich um die Öffnung des Fremdsprachenunterrichts für andere Sprachen oder Fächer, wie es im bilingualen Sachfachunterricht oder bei mehrsprachigen Unterrichtsformen der Fall ist. Mit dem Programm Anki lässt sich fachübergreifend arbeiten. Anki ermöglicht die regelmäßige und strukturierte Wiederholung von Wissen. Die Anwendung ist als App oder als Webversion verfügbar. Das Programm funktioniert nach dem Karteikartenprinzip, wobei die Karten nicht nur mit Text, sondern auch mit Sound, Bildern und Links gestaltet werden können. Mit Anki kann man zum Beispiel mehrsprachige Lernkarten erstellen und damit fachübergreifend lernen. Ganzheitlichkeit Das Lernen mit Einbezug aller Sinne bildet den Fokus der ganzheitlichen Spracherfahrung. Am effektivsten lässt sich dieses Prinzip in authentischen und komplexen Lernsituationen realisieren, die nicht nur zur geistigen, sondern auch zur körperlichen Aktivität motivieren. Zum ganzheitlichen Sprachenlernen empfiehlt sich der Einsatz von YouTube . Die Nutzung von Videos im Fremdsprachenunterricht fördert insbesondere das Hör-Seh-Verstehen und ermöglicht somit ein mehrkanaliges Lernen. Auf YouTube findet man zudem Videos, die zu einem bewegten Lernen anregen, etwa Videos zum Mitsingen und Mittanzen. Lernerorientierung Bei diesem Prinzip liegt der Fokus auf dem Lernenden mit seinem eigenen Lernstil und seinen Lernpräferenzen. Individuelle und nach Lerntypen differenzierte Lernaufgaben bieten sich für einen lernorientierten Unterricht an. Learningapps ist eine Anwendung, die einen lernorientierten Unterricht ermöglicht. Mit der Anwendung können interaktive Aufgaben zur Einübung und Wiederholung von Lerninhalten gestaltet werden. Zur Erstellung einer Aufgabe stehen verschiedene Templates zur Verfügung, mit denen unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden können. Prozessorientierung Ein prozessorientierter Unterricht macht mentale Lernprozesse und Lernwege sichtbar und für den Lerner nachvollziehbar. Durch die Reflexion über angewandte Lernstrategien und die Erprobung unterschiedlicher Lerntechniken entwickeln Lernende ihre Lernbewusstheit. Das E-Portfolio ist die elektronische Version des herkömmlichen Lernportfolios. Es ermöglicht die digitale Sammlung und Dokumentation erbrachter Leistungen und verschafft Lernenden einen Überblick über ihre Lernprozesse.

  • DaF / DaZ / Englisch / Latein / Spanisch

Jamaican Creole – Materialien für einen rassismuskritischen Englisch-Unterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser rassismuskritischen Unterrichtseinheit (Abiturthema: Postcolonialism and migration) lernen die Schülerinnen und Schüler über das Leseverstehen und Hörverstehen (Songtextanalyse) mehr über die Entstehung, den Status und die Anwendung von Jamaikanischem Kreolisch. Die Materialien lassen sich sowohl für den Grundkurs als auch Leistungskurs (gegebenenfalls ohne die Differenzierungsaufgaben) einsetzen.In dieser Unterrichtseinheit erlernen die Schülerinnen und Schüler Informationen zur Entstehung, Geschichte und heutigen Situation des Jamaikanischen Kreolischs zunächst über ein Leseverstehen. Drei binnendifferenzierte Aufgaben stehen zur Auswahl bereit. In der zweiten Stunde lernen sie die Sprache näher kennen, indem sie den Songtext "Ain't no giving in" des Künstlers Chronixx analysieren. Der Song stammt aus der Stilrichtung Conscious Reggae , die vor allem soziale, religiöse und politische Themen in den Vordergrund stellt. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen das Lied nicht nur in Bezug auf Unterschiede zum Standard-Englisch, sondern analysieren darüber hinaus die stilistischen Mittel/die Sprache des Songs. Sowohl beim Lese- als auch Hörverstehen wird auf eine ausführliche Binnendifferenzierung geachtet, indem es für die größeren Aufgaben drei verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Diese Unterrichtseinheit eignet sich hervorragend für das Abiturthema Postcolonialism and migration . Außerdem ist die Unterrichtseinheit so konzipiert, dass sie sowohl im Präsenzunterricht (Arbeitsblätter + PowerPoint Präsentation für die Lehrkraft) als auch im Distanzunterricht (Arbeitsblätter + PowerPoint Präsentation + Videos, die die Lernenden durch die Stunde leitet) durchgeführt werden kann. Postcolonialism and migration – Jamaican Creole Der Einsatz der Einheit eignet sich im Anschluss an die Besprechung des British Empire für das Thema Postcolonialism and migration , damit die Schülerinnen und Schüler bereits historisches Hintergrundwissen zur Erstehung der Sprache sowie zum Thema "Unterdrückung und Widerstand" während der Kolonialzeit haben. Die Lernenden sollen im Rahmen dieser Einheit erfahren, dass Jamaican Creole (oder auch Jamaican Patwa ) von etwa 2,7 Millionen Jamaikanerinnen und Jamaikanern als Muttersprache gesprochen wird und Ausdruck ihrer kulturellen Identität ist. Jamaican Creole ist nur eine von über 70 Pidgin und Kreolsprachen weltweit. Die Lehrkräfte müssen kein spezielles Vorwissen mitbringen, sollten sich allerdings das Unterrichtsmaterial sowie die weiterführenden Links zu den Kreolsprachen gut anschauen. Wichtig zu wissen ist auch, dass manche Lieder aus dem Musikgenre Dancehall aus Jamaika (insbesondere in der Vergangenheit, in den letzten Jahren hat dies stark nachgelassen) sexistische und homophobe Passagen enthalten. Deshalb steht Musik aus Jamaika immer wieder in der Kritik. Der hier behandelte Song (und auch der Künstler selbst) gehören aber zur Stilrichtung Conscious Reggae , die durch Bob Marley weltweit bekannt geworden ist und insbesondere politische, religiöse und soziale Themen behandelt und zum friedlichen Miteinander aufruft. Deshalb gilt diese Kritik nicht für dieses Genre und der Song kann ohne Bedenken im Unterricht eingesetzt werden. Rassismuskritischer Englisch-Unterricht Der Leitfaden des Autor*innenKollektiv Rassismuskritischer Leitfaden empfiehlt, dass sich für einen rassismuskritischen Fremdsprachenunterricht die Auseinandersetzung mit Kreolsprachen, insbesondere über Songs, gut eignet. Diese Auseinandersetzung zeigt nämlich, dass Kreolsprachen keineswegs "gebrochene beziehungsweise falsche" Versionen europäischer Sprachen, wie zum Beispiel Englisch oder Französisch, darstellen, sondern die Sprachwissenschaft bewiesen hat, dass diese Sprachen eigenständige Sprachen sind, die deshalb auch den Status dieser verdient haben. Darüber hinaus haben sie eine wichtige Verbindung zur Identität der Sprechenden, da sie sich von der Sprache der ehemaligen Kolonialherren abgrenzen. Diese Einheit möchte dazu beitragen, Sprachhegemonien aufzubrechen und die Sprachvielfalt und Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht wertschätzen. Didaktische Analyse Mit diesem Material soll erkannt werden, dass nicht nur die in den Schulbüchern dominanten Varianten wie Canadian, British, Australian oder American English existieren, sondern es zahlreiche weitere in englischsprachigen Ländern gibt, die auch aus sprachwissenschaftlicher Sicht den gleichen Status verdient haben, meist aber nicht als gleichwertig betrachtet werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr soziokulturelles Orientierungswissen über Kreolsprachen, insbesondere in einem weiteren anglophonen Kulturraum (Jamaika). erweitern ihr Bewusstsein bezüglich der Vielfalt der englischen Sprache. reflektieren dieses erweiterte Orientierungswissen kritisch und berücksichtigen dabei die kulturelle, weltanschauliche und historische Perspektive. versetzen sich aktiv und reflektiert in Denk- und Verhaltensweisen von Menschen anderer Kulturen (Perspektivwechsel) und entwickeln aus der spezifischen Differenzerfahrung Verständnis und Empathie für den anderen sowie kritische Distanz zur eigenen Kultur. Fachbezogene Teilkompetenzen, bezogen auf die Kernkompetenzen des Lernbereichs Globale Entwicklung Die Schülerinnen und Schüler erkennen Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Lebensverhältnissen eigener und nicht vertrauter Kulturen und Länder durch Beschäftigung mit fremdsprachlichen Texten. beobachten die Entwicklung und Verbreitung von Sprachen im Globalisierungsprozess und erkennen Veränderungen. machen sich den Erwerb anderer Sprachen als Bereicherung in Bezug auf interkulturelles Verstehen und transkulturelle Verständigung bewusst. reflektieren ein eurozentristisches Weltverständnis. Text- und Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen den Songtext von Chronixx vor dem Hintergrund seines spezifischen kommunikativen und kulturellen Kontextes – vor allem den Künstler, Adressatin oder Adressat, Ort, Zeit, Anlass und Textsorte – und können die Gesamtaussage benennen sowie wichtige Details zusammenfassend wiedergeben. deuten den Song in Bezug auf Aussageabsicht, Darstellungsform und Wirkung. Dazu berücksichtigen sie die Textsortenmerkmale sowie Wechselbeziehungen von Inhalt und strukturellen, sprachlichen und akustischen Mitteln. entwickeln unter Verwendung von Belegen eine Textdeutung und beziehen unter Bezugnahme auf ihr Welt- und soziokulturelles Orientierungswissen begründet Stellung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Teamfähigkeit, indem sie sich regelmäßig über ihre Arbeitsergebnisse austauschen.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Sprechkompetenz im Fremdsprachen-Unterricht fördern: Sprechen üben mit H5P

Kopiervorlage / Interaktives

Dieses Arbeitsmaterial leitet dazu an, selbst erstellte Audiobeiträge der Lernenden im Fremdsprachen-Unterricht einzusetzen. So kann gezielt das Sprechen geübt und die Sprechkompetenz gefördert werden. In diesem Arbeitsmaterial werden interaktive Übungen im H5P -Format dafür eingesetzt, gezielt das Sprechen in der Fremdsprache zu üben. Mit dem H5P-Audiorekorder können alle Schülerinnen und Schüler mündliche Beiträge konzipieren und festhalten. Dies ermöglicht nicht nur, dass jede und jeder Einzelne das Sprechen im Unterricht trainieren kann, sondern auch, die gesprochenen Beiträge zu reflektieren, zeitversetzt zu kommentieren oder zu bewerten. So können Hemmungen, sich in der Fremdsprache auszudrücken, abgebaut und Sprachtraining ganz gezielt durchgeführt werden. Lehrkräfte können mithilfe des kostenlosen Programms Lumi sehr einfach eigene Sprech-Aufgaben erstellen. Diese können anschließend auf einer Webseite oder im Lern-Management-System der Schule hochgeladen und dort von den Lernenden bearbeitet werden. Eine Anleitung für das Erstellen und Einsetzten interaktiver Übungen steht in den Downloads bereit. Schülerinnen und Schüler konzipieren anhand der Aufgabenstellung stichwortartig einen Redebeitrag, den sie eigenständig aufnehmen, herunterladen und weiterleiten können. Die Audiodateien der Lernenden können so entweder von Mitschülerinnen und Mitschülern kommentiert oder von der Lehrkraft bewertet werden. Ein mögliches Bewertungsraster, das diesem Arbeitsmaterial beiliegt, sollte mit Schülerinnen und Schülern besprochen werden, sodass es ihnen Orientierung bei der Erstellung ihrer Sprachaufnahmen bietet. Sprechaufgaben bieten sich sowohl im Anfangsunterricht als auch für fortgeschrittene Lernende zur Reproduktion, Reorganisation und zum Transfer von Wissen an. Dabei können folgende Aufgabentypen Verwendung finden: Zusammenfassungen von Lektionstexten und Nachrichten Beantwortung eines Fragebogens mündliche Beantwortung von Fragen zum Leseverstehen Kommentar und persönliche Stellungnahme Kurzvortrag zu einem selbst gewählten Thema Erlebnisbericht Fortsetzungsgeschichte Es ist auch denkbar, mit dem H5P-Audiorekorder das laute Lesen, das Vortragen von Referaten zu üben oder Diktate aufzunehmen. Sprechkompetenz im Fremdsprachen-Unterricht Ein unabdingbares Ziel des Fremdsprachen-Unterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler zum Handeln in mehrsprachigen Situationen zu befähigen. Sie sollen an Gesprächen in der Fremdsprache teilnehmen und sich spontan äußern können. Die Gesprächsthemen sollten dabei möglichst breit gefächert sein: Das Sprechen über vertraute Themen, der Austausch von Meinungen und Informationen sowie das Berichten von Erfahrungen und anderen Sachverhalten muss im Fremdsprachen-Unterricht geübt werden. Aufgrund der begrenzten Stundenzahl ist es Lehrerinnen und Lehrern jedoch oft nicht möglich, die mündliche Sprachproduktion gezielt und differenziert zu üben. Sollen alle Lernenden sich im Unterricht mündlich äußern, können in einer Stunde nur sehr kurze Wortbeiträge formuliert werden. Üben die Schülerinnen und Schüler das Sprechen in der Fremdsprache in Gruppen, können zwar ausführlichere Gespräche stattfinden, allerdings ist es der Lehrkraft so nicht möglich, allen Lernenden zuzuhören. Didaktisch-methodische Analyse Gegenüber der mündlichen Sprachproduktion im Unterricht bieten interaktive, digitale Sprechaufgaben mehrere Vorteile. Nehmen die Lernenden Sprechbeiträge auf, können sie jederzeit abgehört werden. So können Lehrkraft oder Mitschülerinnen und Mitschüler das Gesprochene auch zu einem späteren Zeitpunkt abhören. Auf diese Weise kann jede und jeder Einzelne das Sprechen gezielt üben – unabhängig vom knappen Zeitrahmen einer Unterrichtsstunde. Außerdem hat die asynchrone Kommunikationssituation für Schülerinnen und Schüler den Vorteil, dass sie bei der Formulierung der Beiträge nicht unter Druck geraten. Sie haben Zeit, ihre Antwort zu überlegen und zu formulieren. Sind sie mit ihrem Ergebnis nicht zufrieden, können sie ihren Beitrag direkt löschen und eine neue Aufnahme starten. Mithilfe eines Konzepts kann das Formulieren von Sprechbeiträgen eingeübt werden. Erstellen die Lernenden vor dem eigentlichen Sprechen eine Stichwortsammlung in Form einer Mindmap oder eines Clusters, fällt das zusammenhängende Sprechen anschließend leichter. Eine Stichwortsammlung vermittelt den Schülerinnen und Schülern mehr Sicherheit bei der mündlichen Sprachproduktion und steigert die Motivation. Darüber hinaus vermeidet diese Methode das Wort-für-Wort-Lesen und lässt Freiraum für spontane Formulierungen. Vor allem zurückhaltende Schülerinnen und Schüler profitieren von dieser Methode, da sie ihre mündlichen Beiträge sorgfältig planen können. Das erstellte Konzept kann außerdem in die Bewertung der Sprachaufnahmen einbezogen werden. Dies entlastet Schülerinnen und Schüler, denen das Sprechen in der Fremdsprache noch schwer fällt. Ein weiterer Vorteil der Sprechaufgaben mit H5P besteht in der Permanenz der Nachrichten. Da die gesprochenen Texte gespeichert werden können, können sie jederzeit und von überall angehört werden. Dies eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Die Lernenden können das Sprechen oder Vorlesen zu Hause üben, die eigenen Beiträge reflektieren oder über eine Unterrichtsreihe hinweg asynchron mit einer Partnerin oder einem Partner zu einem vorgegebenen Thema diskutieren. Denkbar wäre es auch, mehrere Audiodateien zu einem Gemeinschaftsprodukt zusammenzufügen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler planen Sprechbeiträge mithilfe einer Stichwortsammlung. üben das Sprechen und Vorlesen gezielt. formulieren zusammenhängende Sprechbeiträge zu diversen Themen. reflektieren die eigenen Sprachaufnahmen. reagieren auf Aufnahmen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. nutzen ein Bewertungsraster zur Orientierung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich im Umgang mit interaktiven Lerninhalten. produzieren selbstständig Sprachaufnahmen. tauschen die Audiodateien über ein Lern-Management-System oder per E-Mail aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gehen respektvoll mit den Audioaufnahmen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler um.

  • Englisch / Französisch / DaF / DaZ / Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

El indefinido y el imperfecto: Vergangenheitsformen im Spanischen kennenlernen und vertiefen

Interaktives / Kopiervorlage

In diesen Materialien setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Bildung und Gebrauch des "Imperfecto" und des "Indefinido" auseinander und lernen dabei Formen, Regeln und Anwendung kennen. Anhand von Arbeitsblättern und abwechslungsreichen interaktiven Übungen vertiefen sie das Gelernte. Dieses Arbeitsmaterial befasst sich mit der Bildung und der Unterscheidung der spanischen Vergangenheitszeiten Indefinido und Imperfecto . Zunächst üben die Schülerinnen und Schüler die Bildung des Indefinido und des Imperfecto . Hierbei werden in einer Tabelle verschiedene Formen abgefragt: der Infinitiv, die für die Form verantwortliche Person und dann jeweils die Bildung des Verbes in dieser Person im Indefinido und kontrastierend dazu im Imperfecto . Gegeben ist entweder der Infinitiv, die Person im Indefinido oder entsprechend im Imperfecto . Die Tabelle muss dann um die fehlenden Informationen ergänzt werden. Hierbei wenden die Schülerinnen und Schüler also die Regeln zur Bildung der Verbformen kontrastierend an. Die zweite Übung ist eine Abfrage der Regeln zur Anwendung des Indefinido im Gegensatz zur Anwendung des Imperfecto . Gegeben ist ein Lückentext, der um die fehlenden Wörter ergänzt werden muss. Es geht hier lediglich darum, zu ergänzen, wann beide Zeiten angewendet werden. Dieses Material ist sowohl im Präsenz- als auch Distanz-Unterricht einsetzbar; es stehen dabei Erklärungen und Übungen auf Arbeitsblättern sowie interaktive Übungen zur Verfügung. Die dritte Übung ist ein Lückentext, der um das vorgegebene Verb im Indefinido oder im Imperfecto ergänzt werden muss. Die in der zweiten Übung abgefragten Regeln zur Anwendung der beiden Vergangenheitsformen werden hier angewendet. Indefinido und Imperfecto im Unterricht Übergeordnetes Ziel eines jeden Fremdsprachenunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zum Handeln in mehrsprachigen Situationen zu befähigen. Dazu gehört nicht nur, den Wortschatz zu erweitern, sondern auch das Erlernen von Grammatik-Strukturen, beispielweise, um sich zu vergangenen Ereignissen zu äußern. Das Erlernen von Vergangenheitszeiten ermöglicht es den Lernenden, über eigene zurückliegende Erlebnisse zu sprechen, Erlebnisse nachzuerzählen, Geschichten zu schreiben und vieles mehr. Mit der Einführung der Tempora der Vergangenheit eröffnet sich demnach eine neue Sprach-Welt für die Lernenden, die viele Sprech- und Schreibanlässe liefert und ihnen ermöglicht, vieles auszudrücken. Es ist also unerlässlich, aber gleichermaßen bereichernd, die Zeitformen Indefinido und Imperfecto im Spanisch-Unterricht einzuführen. Vorkenntnisse Schülerinnen und Schüler, die Französisch lernen, kennen die Verwendung verschiedener Vergangenheitsformen aus dem Französisch-Unterricht. Da es auch im Französischen hinsichtlich der Verwendung der Vergangenheitsformen ( Imparfait , Passé Composé ) von Bedeutung ist, ob Gewohnheiten, wiederkehrende Handlungen und so weiter beschrieben werden, kann diesbezüglich auf Vorkenntnisse aus dem Französisch-Unterricht zurückgegriffen werden. Ist Spanisch die erste Fremdsprache der Lernenden, können diese Materialien auch unabhängig von anderen Fremdsprachen-Kenntnissen eingesetzt werden. Grundsätzlich sollten beide Vergangenheitszeiten einzeln eingeübt werden, bevor die unterschiedliche Anwendung im Spanisch-Unterricht thematisiert wird. Didaktische Analyse Indefinido und Imperfecto sind spanische Vergangenheitszeiten, die notwendigerweise beide erlernt werden müssen, um in der Fremdsprache über Vergangenes zu sprechen. Während mit dem Indefinido Zustände, Handlungen mit fester Zeitangabe und Handlungsabfolgen in der Vergangenheit ausgedrückt werden, wird das Imperfecto eingesetzt, um Hintergrundinformationen zu nennen, Regelmäßigkeiten auszudrücken und parallel ablaufende Handlungen zu beschreiben. Da im deutschen Sprachgebrauch keine derartige Unterscheidung beim Einsatz der Vergangenheitszeiten gemacht wird, ist sie für Schülerinnen und Schüler besonders schwer zu erlernen und muss intensiv geübt werden. Es ist zum einen wichtig, dass die Lernenden sich die Anwendungsregeln bewusst machen und diese verinnerlichen. Zum anderen müssen die Formen beider Vergangenheitszeiten eingeübt und deren Unterscheidung im Satz- und Textzusammenhang geübt werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Formen des Indefinido und des Imperfecto . wenden die Formen des Indefinido und des Imperfecto an. kennen die Regeln zur Anwendung der beiden Vergangenheitszeiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können eine Tabelle um fehlende Informationen ergänzen. können Lückentexte ergänzen. nutzen interaktive Übungen in verschiedenen Formaten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Aufgaben selbstständig in ihrem eigenen Tempo.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Nomen und Artikel im Französischen

Kopiervorlage / Interaktives

Dieses Arbeitsmaterial mit interaktiven Übungen zum Thema "Nomen und Artikel im Französischen" erläutert die Merkmale und Verwendungsweisen von Nomen und deren Artikel. In abwechslungsreichen interaktiven Übungen wird die Pluralbildung und die Verwendung der Artikel gefestigt. Dieses Arbeitsmaterial behandelt das Nomen und seine Artikel im Französischen. Denn obwohl die Praxis beim Erlernen einer Fremdsprache sehr wichtig ist, darf die Grammatik nicht vernachlässigt werden: Sie ist das Fundament des Französischen. Die Kenntnisse der Grammatik von Anfang an zu vertiefen, ist unabdingbar und ein Zeitgewinn für später. Für Lernende ist nicht immer leicht zu erkennen, ob Nomen im Französischen dem maskulinen oder femininen Geschlecht zugeordnet werden, insbesondere, da sich deren Genus häufig von dem der deutschen Nomen unterscheidet. Zudem existiert das Neutrum im Französischen nicht. In manchen Sprachen ist die Unterscheidung zwischen Maskulinum und Femininum weniger bedeutend, im Französischen – wie auch im Deutschen – allerdings schon. Die wichtigsten Grammatik-Regeln bezüglich Genus und Pluralbildung, sowie dem Einsatz der Artikel, müssen Schülerinnen und Schüler daher beherrschen. Dieses Arbeitsmaterial gibt den Lernenden auf zwei Merkblättern eine umfassende Regelsammlung an die Hand, die Regeln und Besonderheiten rund um Nomen und deren Artikel zusammenfasst. Die Anwendung und Vertiefung der Lerninhalte erfolgt über interaktive Übungen, durch die Schülerinnen und Schüler Sicherheit durch häufige Wiederholungen gewinnen. Die abwechslungsreichen Übungsformate wirken sich zudem positiv auf die Motivation der Lernenden aus. Die Schülerinnen und Schüler wenden die Zuordnung des Genus mit Artikeln selbstständig an und üben die Pluralbildung, insbesondere bei Ausnahmen, ein. Das interaktive Übungsformat erlaubt zudem die eigenverantwortliche Überprüfung des erarbeiteten Wissens durch die Lernenden. Das Thema "Nomen und Artikel im Französischen" im Unterricht Als Einstieg bietet es sich an, im Unterrichtsgespäch Überlegungen anzustellen, wie in anderen Sprachen die Genus-Zuordnung erfolgt. Dies kann zum Beispiel durch eine Internetrecherche erfolgen und in eine Übersicht eingetragen werden: Welche Sprachen haben drei, zwei, einen oder gar keinen Artikel? Gibt es eventuell andere Möglichkeiten als den Artikel? Die Genuszuweisung kann sich beispielsweise in den Sprachen unterscheiden (Deutsch: der (m) Mond, Spanisch: la (f) luna, Griechisch: to(n) feggari). Insbesondere für mehrsprachige Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass Unterschiede zu ihrer Muttersprache im Fremdsprachen-Unterricht thematisiert werden und die Lehrkraft eine Vorstellung vom Genus-System der Herkunftssprachen ihrer Schülerinnen und Schüler gewinnt. Dieses Arbeitsmaterial geht gezielt auf die Genus-Zuordnung, die Plural-Bildung und die Verwendung des Artikels ein. Um die Lernenden nicht zu überlasten, wird auf die Deklination des Nomens an dieser Stelle bewusst verzichtet. Vorkenntnisse Die Übungen sind für jede Lernstufe geeignet. Da in den Übungen viele Ausnahmefälle thematisiert werden, bietet es sich an, zusätzlich zu den Grammatik-Übungen ein intensives Vokabel-Training vorzunehmen. Besonders umfangreiche Erklärungen gewährleisten, dass auch ein selbstständiges Wiederholen des Grammatik-Themas möglich ist. Didaktische Analyse Die Zuordnung von Nomen zum richtigen Geschlecht und die fehlerfreie Plural-Bildung gehören zu den Grundlagen des Fremdsprachen-Erwerbs. Obwohl der Artikel in den vielen Sprachen aus nicht mehr als drei Buchstaben besteht, erkennen Muttersprachlerinnen und Muttersprachler anhand seiner korrekten oder fehlerhaften Verwendung schnell, wie gut die Sprechenden eine Sprache beherrschen. Werden Nomen dem falschen Genus zugeordnet oder wird der Artikel falsch gesetzt, klingen Sätze schnell holprig, obwohl sie ansonsten fehlerfrei sind. Mit der Plural-Bildung verhält es sich ebenso. Beim Erlernen einer Fremdsprache ist es also besonders relevant, sich intensiv mit dem Einsatz der Artikel, dem Genus und der Plural-Bildung auseinanderzusetzen. Da die Grammatik-Regeln, denen das Französische bezüglich Genus-Zuordnung und Plural-Bildung folgt, durch viele Ausnahmen ergänzt werden, müssen die Lernenden die Lerninhalte besonders intensiv bearbeiten und wiederholen. Methodische Analyse Die Arbeitsblätter gehen kleinschrittig auf die wichtigsten Regeln und Ausnahmen der Genus-Zuordnung, Plural-Bildung und der Verwendung des Artikels im Französischen ein. Im Französisch-Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler für das Land, die Kultur und die Sprache begeistert werden, damit sie sich innerhalb und außerhalb der Schule angstfrei auf Französisch verständigen können. In abwechslungsreichen interaktiven Übungen wird das Erlernte wiederholt und gefestigt. Die digitalen Übungsformate wirken sich dabei positiv auf die Motivation der Lernenden aus. Da sich handschriftliches Schreiben allerdings besonders förderlich auf das Memorieren auswirkt, wird auch dies von den Schülerinnen und Schülern gefordert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die wichtigsten Merkmale, Formen und Funktionen des Nomens und können Wörter verschiedener Genera im gesprochenen und geschriebenen Text grammatikalisch richtig anwenden. erkennen Nomen in einem Text. können einem Nomen den passenden Artikel zuordnen. können die Einzahl und Mehrzahl von Nomen bilden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lösen konzentiert und in Stillarbeit die gestellten Aufgaben in individuellem Tempo. holen über das Internet Informationen ein. erfahren über das Angebot vielfältiger Wörterbücher Artikel von Nomen, deren Sinn im Kontext und deren Übersetzung.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kreatives Schreiben zu Gesellschaftsthemen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zeigt, wie kreatives Schreiben im Deutsch-Unterricht eingesetzt werden kann, um gesellschaftsrelevante Themen lebensnah zu bearbeiten. Er vermittelt den theoretischen Hintergrund, erläutert Methoden wie Haikus oder Akrostichons und verdeutlicht, wie Lernende so ihre Gedanken, Werte und Erfahrungen ausdrücken können. Anhand des Themas Handwerk werden zudem praxisnahe Aufgaben vorgestellt, die Schreibkompetenz, Reflexion und Persönlichkeitsentwicklung fördern. "Kreatives Schreiben" im Deutsch-Unterricht " Kreatives Schreiben" ist als Begriff inhaltlich nicht klar definiert . Innerhalb der Fach- beziehungsweise Schreibdidaktik Deutsch steht Kreatives Schreiben für variierende Ansätze und Konzepte, die Schreiben als einen kreativ-sprachlichen Prozess verstehen und sich damit von einem normierten Aufsatzunterricht abwenden : Ziel ist nicht mehr das formal "richtige" Schreiben einer bestimmten Aufsatzform, sondern vielmehr die sprachliche Umsetzung einer bestimmten Schreibhaltung (z.B. informieren, appellieren, unterhalten, …). Das Ziel besteht damit im Prozess des Schreibens selbst, wodurch Schreibhemmungen und -blockaden gelöst und eine individuelle Öffnung für die schriftsprachliche Auseinandersetzung mit einem Thema erreicht werden sollen. Aus einer zeitgemäßen Schreibdidaktik sind Verfahren und Methoden des Kreativen Schreibens nicht mehr wegzudenken (Abraham 2014: 367 ff.), und in Form des "Gestaltenden Erschließens oder Interpretierens" hat die Kultusministerkonferenz kreatives Schreiben inzwischen auch in die Bildungsstandards für das Deutschabitur aufgenommen (KMK. Online). Neben der Muttersprachendidaktik haben auch die Fremdsprachen- sowie DaF- und DaZ-Didaktik die positiven Auswirkungen des Kreativen Schreibens auf die Entwicklung der bildungssprachlichen (Lesen, Schreiben, Zuhören, Sprechen) und interkulturellen Kompetenzen der Lernenden erkannt (Bernstein 2020: 11 ff.). Fremd- oder Mehrsprachigkeit sowie Interkulturalität prägen die Unterrichtsrealität deutscher Klassenzimmer und erfordern motivierende Zugänge zum Sprachenlernen und zur aktiven Sprachanwendung. Vor diesem Hintergrund bietet Kreatives Schreiben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich sprachproduktiv mit kulturellen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, die sie selbst unmittelbar in ihrer Lebenswirklichkeit betreffen. "Kreatives Schreiben" – Raum für die Auseinandersetzung mit dem Selbst und der Welt Die Fähigkeit, sich nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich in unterschiedlichen Kontexten verständlich auszudrücken und ein bestimmtes kommunikatives Ziel verwirklichen zu können, bildet eine der grundlegenden Voraussetzungen für die gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe eines Menschen und somit der Auseinandersetzung mit der Welt an sich. Ein sich von strikten Normvorstellungen lösender, kreativer Schreibprozess bietet Lernenden dabei die Möglichkeit, die eigenen Gedanken, Gefühle und Werte und damit das eigene Selbst auszudrücken, was die Entwicklung und Entfaltung der individuellen Persönlichkeit unterstützt. Schreibaufgaben werden dabei als umso bedeutsamer empfunden, je besser sich Lernende mit ihnen identifizieren können : Die Schülerinnen und Schüler werden das Schreiben als umso sinnvoller empfinden, je höher sie den Gebrauchswert in ihrer jeweiligen Lebenssituation einschätzen (Dahmer-Geisler 2021: 48f.). Der thematische Bezug der kreativen Schreibaufgabe zur individuellen Lebenswirklichkeit der Lernenden hat daher einen großen Einfluss auf deren Schreibmotivation: Hier bietet sich die Möglichkeit, aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und Themen , welche die Schülerinnen und Schüler in ihrer eigenen Lebenswirklichkeit oder gegenwärtigen Entwicklungsphase betreffen, im Unterricht Raum zu geben. Das Handwerk als Themenfeld im "Kreativen Schreiben" Kreatives Schreiben rund um das Thema "Handwerk" ermöglicht jungen Menschen die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und stellt damit einen unmittelbaren Bezug zu ihrer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit her. Darüber hinaus werden die Lernenden mit dieser inhaltlichen Schwerpunktsetzung in der wichtigen Phase der Berufsorientierung und somit in der Entwicklung und Entfaltung ihrer individuellen Persönlichkeit unterstützt. Insbesondere die sogenannte "Generation Z" sieht aktuellen Studien zufolge ihre Zukunft eher pessimistisch (Tagesschau. Online) und sucht entsprechend nach Möglichkeiten, ihre berufliche Zukunft sinnstiftend zu gestalten (HWK. Online). Das Handwerk bietet vor diesem Hintergrund vielfältige Chancen, die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren und dadurch einen inneren Wachstumsprozess zu initiieren. So verdeutlichen Umfragen und Studienergebnisse z.B. immer wieder die große Bedeutung, die die Angst vor den Folgen des Klimawandels bei der jungen Generation hat (Der Standard. Online; Nature. Online; RND. Online). Schon jetzt leistet das Handwerk einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und kann gar als Nachhaltigkeitsmotor bezeichnet werden. Eine Beschäftigung mit den zukunftsgestaltenden Chancen, die das Handwerk jungen Menschen eröffnet, kann Möglichkeiten der persönlichen Einflussnahme und Selbstwirksamkeit aufzeigen und die damit verbundenen Zukunftsängste mildern (siehe Unterrichtsidee "Nachhaltigkeit"). Eine nicht weniger wichtige Rolle für die Berufswahl der gegenwärtigen jungen Generation spielt die persönliche Zufriedenheit im Beruf, die vor allem aus dem Grad an Selbstverwirklichung und Identifizierung mit der beruflichen Tätigkeit sowie der damit verbundenen gesellschaftlichen Wertschätzung resultiert. Studienergebnisse (Blankenberg/Binder 2020) kommen zu dem Schluss, dass insbesondere Beschäftigte im Handwerk eine besonders hohe Arbeitszufriedenheit empfinden. Gleichzeitig entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Karriere im Handwerk, was sich in einem akuten Fachkräftemangel äußert, der die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft insgesamt bedroht, sich aber auch in der mitunter schwierigen Aufrechterhaltung der alltäglichen Daseinsversorgung äußert und damit eine unmittelbare Betroffenheit herstellt (Handwerksblatt. Online). Das Themenfeld "Handwerk" verfügt somit über eine große Relevanz für die Lernenden und eignet sich daher in besonderer Weise als inhaltlicher Bezugspunkt für Varianten und Methoden des Kreativen Schreibens. Konkrete Themen, Ideen und Impulse für den Deutsch-Unterricht Im Folgenden finden sich Ideen zum Einsatz unterschiedlicher Verfahren des Kreativen Schreibens rund um das Thema "Handwerk". In Deutschland wird die Forderung nach einer Bildungswende immer lauter (ZDH. Online). Vor diesem Hintergrund erscheint die Beschäftigung mit dem Themenfeld "Handwerk" im Unterricht von größter Relevanz. Ein persönlicher Zugang zum Thema "Handwerk" (siehe Unterrichtsidee " Handwerk – Was hat das eigentlich mit mir zu tun? ") kann den Lernenden durch das Verfassen eines ABCdarium s zu der Frage, was die Lernenden persönlich mit dem Begriff "Handwerk" assoziieren, oder durch das Verfassen eines Haikus ermöglicht werden. Während sich diese Methode insbesondere zum Einstieg in eine Auseinandersetzung (Motivation) eignet, kann die Gestaltung eines Akrostichon s den Schülerinnen und Schülern am Ende der Auseinandersetzung dazu dienen, die persönlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus der Erarbeitung des Themas nochmals zu reflektieren und festzuhalten. Alle genannten Verfahren motivieren zum eigenständigen Schreiben, während das Haiku und das Akrostichon den Lernenden darüber hinaus die Möglichkeit gibt, sich in lyrischer Form auszudrücken. Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) zielen darauf ab, Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Kreatives Schreiben zu Themen rund um das Handwerk unterstützt diese Zielsetzung und kann den Deutsch- beziehungsweise Schreibunterricht inhaltlich bereichern. So kann z.B. der Impuls "Wenn ich von Beruf Klimaschützer/-in wäre, dann…" dazu genutzt werden, das freie Schreiben anzuregen und gleichzeitig darüber nachzudenken, wie der Beruf eines/-r Klimaschützers/-in aussehen könnte (siehe Unterrichtsidee " Klimaschutz und regenerative Energiegewinnung "). Alternativ kann in Paararbeit ein Interview (Dialog) mit einem/einer fiktiven, professionellen "Klimaschützer/-in" (nicht zu verwechseln mit "Klimaaktivist") verfasst werden, der/die über seinen/ihren Arbeitsalltag berichtet. Dass Klimaschutz vor allem in den Berufen des Handwerks eine Rolle spielt, und Handwerker/-innen sich daher als aktive Klimaschützer verstehen dürfen, kann einen zentralen Erkenntnisgewinn für die Lernenden darstellen. Nicht nur die Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels stellt den modernen Städtebau vor große Herausforderungen: Auch z.B. im Bereich des Wohnungsbaus, der Bereitstellung und Instandhaltung urbaner Infrastruktur sowie der Planung und Realisierung von Smart City Konzepten bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte, um die Städte auf Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten (siehe Unterrichtsidee " Rolle des Handwerks in der städtebaulichen Entwicklung "). Um die Schülerinnen und Schüler für die großen Aufgaben und Herausforderungen zu sensibilisieren, die mit dem modernen Städtebau verbunden sind, können sie z.B. im freien Schreiben eine Vorstellung von ihrer Stadt oder Gemeinde in einem anderen Zeitalter zu entwerfen. Dabei kann es sich entweder um die Entwicklung einer Zukunftsvision ("Meine Stadt in 50 Jahren") handeln, um die Herausforderungen des modernen Städtebaus aufzuspüren, oder um einen Blick in die Vergangenheit (“Meine Stadt vor 50 Jahren“), um gegenwärtige Veränderungen und Fortschritte deutlich zu machen. Eine Möglichkeit der individuellen Begegnung mit der Stadt als Lebensraum bietet das " Belauschen ": Die Lerngruppe begibt sich gemeinsam an einen Ort, der sich in besonderer Weise dazu eignet, die Geräusche der Stadt aufzunehmen (z.B. Marktplatz). Die Schülerinnen und Schüler werden dazu aufgefordert, die Augen zu schließen und sich für eine festgelegte Zeit ausschließlich auf die Umgebungsgeräusche zu konzentrieren. Anschließend notieren sie die Geräusche, die sie gehört haben. Die gesammelten Begriffe können danach weiterverarbeitet werden, indem die Lernenden z.B. aufgefordert werden, ein Haiku (Sekundarstufe I) oder ein Lautgedicht (Sekundarstufe II) zum Thema "Morgens in meiner Stadt" zu verfassen. Der assoziative Zugang kann dazu genutzt werden, zu reflektieren, wodurch der Lebensraum "Stadt" geprägt wird, und wie dieser infolge der modernen Herausforderungen zukunftsfähig gestaltet werden kann. Vor dem Hintergrund des Selbstfindungsprozesses, in dem sich Jugendliche und junge Erwachsene befinden, spielt die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Zukunft eine wesentliche Rolle. Das Verfassen eines Briefes an das eigene zukünftige Ich bietet den Lernenden Gelegenheit, über die eigenen beruflichen Ziele und Träume zu reflektieren und sich dabei der eigenen Interessen, Stärken und Fähigkeiten, aber auch Werte und Überzeugungen bewusst zu werden (siehe Unterrichtsidee " Das Handwerk und ich ", insbesondere Arbeitsblatt 3). Fazit Kreatives Schreiben eignet sich aufgrund der vielfältigen individuellen Zugangsmöglichkeiten in besonderer Weise dazu, gesellschaftsrelevante Themen im Unterricht zu bearbeiten, vorzubereiten oder zu vertiefen. Die persönliche innere Auseinandersetzung mit der Thematik, die das Kreative Schreiben ermöglicht, dient der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und fördert gleichzeitig durch die aktive und intuitive Sprachanwendung die Schreibkompetenz. Aktuelle und lebensweltnahe Themen kann das Handwerk liefern. Verwendete Literatur Abraham, Ulf: "Kreatives" und "poetisches" Schreiben. In: Deutsch-Unterricht in Theorie und Praxis, 4/2013, bes. S. 367–370. Bernstein, Nils: In fremden Sprachen kreativ schreiben. Zur Korrelation von kreativem und bildungssprachlichem Schreiben im Literatur- und Fremdsprachenunterricht. In: Zeitschrift für interkulturellen Fremdsprachenunterricht, 25/2, 2020, S. 11 ff. Blankenberg, Ann Kathrin / Binder, Martin: Zum beruflichen Selbstbild und zur Arbeits- und Lebenszufriedenheit im Handwerk in Deutschland. Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung 42, 2020. Dahmer-Geisler, Sigrun: Ziele des kreativen Schreibens im Deutsch-Unterricht In: Journal für Schreibwissenschaft 2/2021, S. 48 f. Verwendete Internetadressen Tagesschau. Online: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/studie-jugend-100.html . HWK. Online: https://www.hwk-do.de/generation-z-fuers-handwerk-begeistern/ . Der Standard. Online: https://www.derstandard.de/story/3000000201340/klimawandel-rechtsruck-inflation-die-sorgen-der-jungen-steigen-weiter . Nature. Online: https://www.nature.com/articles/s43247-023-00870-x#Abs1 . RND. Online: https://www.rnd.de/wissen/angst-vor-klimawandel-wie-die-klimakrise-junge-menschen-belastet-EHKJPBVFAJDL7MNYNCODX4MQMM.html . Handwerksblatt. Online: https://www.handwerksblatt.de/handwerkspolitik/fachkraeftemangel-bedroht-unsere-zukunftsfaehigkeit . ZDH. Online: https://www.zdh.de/bildungswende/ . KMK. Online: https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Bildungsstandards-Deutsch-Abi.pdf , S. 17.

  • Deutsch

Sancta Nox – "Stille Nacht" multilingual

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser fächerübergreifenden multikulturell ausgerichteten Unterrichtseinheit werden Lieder der Advents- und Weihnachtszeit in den Blick genommen. Diese besitzen je nach Entstehungszeit, Land und Sprache ihr ureigenes Gepräge. Die Advents- und Weihnachtszeit hält viele Lieder bereit, die je nach Entstehungszeit, Land und Sprache ihr ureigenes Gepräge besitzen und für eine fächerübergreifende multikulturell ausgerichtete Unterrichtseinheit eine ideale Ausgangsbasis bilden. Das wohl berühmteste Weihnachtslied, das weltbekannte " Stille Nacht, Heilige Nacht", das es in mehr als 350 Übersetzungen gibt, eignet sich dazu in besonderer Weise. Weihnachtslieder Das weltberühmte Lied "Stille Nacht" (Melodie: Franz Xaver Gruber , Text: Pfarrer Joseph Mohr ) verbreitete sich nach seiner Uraufführung am 24. Dezember 1818 in der St. Nicola-Kirche in Oberndorf bei Salzburg mit rasanter Geschwindigkeit zunächst im deutschsprachigen Raum und ging schließlich um die Welt. Die Entstehungsgeschichte wurde in dem modernen deutsch-österreichischen TV-Heimatfilm "Das ewige Lied" verfilmt, der in Ausschnitten im Unterricht gut gezeigt werden kann. Heute gibt es "Stille Nacht" über in über 350 Sprachen und Dialekten, die im Internet verfügbar sind. Auch lateinische Versionen existieren, von denen ausgehend man einige kurzweilige weihnachtlich inspirierte Lateinstunden mit musikalischer Akzentuierung unter fächerübergreifendem Aspekt multimedial gestalten kann. Die reizvolle Kontrastierung lateinischer und anderer fremdsprachiger Übersetzungen weitet den Aspekt in eine internationale Dimension und schärft den Blick für die Sprachverwandtschaft vor allem zwischen den romanischen Sprachen und dem Lateinischen, der "Mutter Latein und ihrer Töchter" (Carl Vossen). Das Singen von Liedern oder Besprechen von Liedtexten kommt im Lateinischen leider meist aufgrund mangelnden Unterrichtsmaterials in den modernen Lateinlehrbüchern zu kurz. Übertragungen zeitgenössischer Liedtexte sind selten, kommen jedoch auch bei älteren Schülern bis hin zur Oberstufe gut an und können sehr gewinnbringend im Lateinunterricht besprochen werden. Der Einsatz lateinischer Weihnachtslied-Versionen bietet durch den großen Bekanntheitsgrad der Musikstücke auch aufgrund der saisonalen Aktualität in der Vorweihnachtszeit eine ideale Gelegenheit, die scheinbar tote Sprache durch Hören, Singen und evtl. sogar eigene lateinische Übersetzung je nach Alter und Lernniveau ausgewählter Lieder verschiedenen Schwierigkeitsgrades lebendig zu machen. Die Behandlung lateinischer Weihnachtslieder kann grundsätzlich auf zwei Arten erfolgen, die separat oder je nach Lerngruppe und zur Verfügung stehender Zeit auch in Kombination anwendbar sind: Aktiver Einsatz – ab dem 2. Lernjahr Beim aktiven Einsatz werden bereits im Internet verfügbare lateinische Lieder zum Vorbild genommen, um gemeinsam mit Schülern ab dem 2. Lernjahr in Paar- beziehungsweise Gruppenarbeit eine Strophe oder ein Lied ins Lateinische zu übertragen. Ein für die Liedauswahl wichtiges Kriterium sind neben Alter und Lernniveau auch ein wiederkehrender Refrain und vor allem kurze Liedzeilen. Dadurch wird die Übertragung ins Lateinische sehr erleichtert. Bei "Stille Nacht" bietet sich die Übersetzung unbekannter Strophen ins Lateinische an. ... aber auch schon im 1. Lernjahr In einem früheren Stadium der Spracherlernung ermöglicht die selbständige Übersetzung von Liedtiteln unter Einsatz von Online-Wörterbüchern in Paar- oder Gruppenarbeit ein erstes Bekanntwerden mit der im Unterricht kaum geübten Version ins Lateinische. Passiver Einsatz Denkbar ist die vergleichende Analyse verschiedener lateinischer Versionen desselben Liedes, die am Beispiel von "Stille Nacht" in idealer Weise erfolgen kann. Ein bi- oder multilingualer synoptischer Textvergleich verschiedener "Stille-Nacht" -Versionen , der den Blick fürs Lateinische schärft und den Lernenden die Ausdrucksmöglichkeiten der klassischen Sprache plastisch vor Augen führt, bietet sich ebenfalls an. Wie bei kaum einem anderen Weihnachtslied eröffnet sich bei "Stille Nacht" die Möglichkeit eines reizvollen Vergleichs verschiedener romanischer Sprachen , die nicht Schulfremdsprachen sein müssen (zum Beispiel Räto-Romanisch, Rumänisch, Portugiesisch, Katalanisch, Wallonisch ), des Englischen sowie einer Kunstsprache , die auf dem Lateinischen basiert (zum Beispiel INTERLINGUA ). Die Zusammenstellung multilingualer Strophenbruchstücke zu einer internationalen "Stille-Nacht" -Strophe rundet als reizvoller Höhepunkt die vorweihnachtliche Unterrichtseinheit ab. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen das berühmte Weihnachtslied "Stille Nacht" in lateinischer und multilingualer Version kennen. erhalten anhand dieses und anderer Liedes und anderer ausgewählter cantica natalicia Latina Zugang zu lebendigem Latein. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vergleichen am Beispiel des Liedes "Stille Nacht" verschiedene fremdsprachige und lateinische Versionen mit der lateinischen Fassung mithilfe von online-Wörterbüchern. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kreieren in Paar- oder Gruppenarbeit eine multilinguale "Stille-Nacht" -Version. erfahren die weltweite Bedeutung des Weihnachtsfestes ausgehend vom Liedgut unterschiedlicher Nationen und dessen lateinischer Übertragung praktisch in einer multikulturell ausgerichteten Weihnachtsfeier .

  • Latein / Englisch / Französisch / Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Asterix multilingual

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wer kennt sie nicht, die berühmten Gallier, die den Römern das Fürchten beibringen? Seit Jahrzehnten begeistern Comics und Filme um Asterix und Obelix die ganze Welt. Auch die Nutzung diverser internationaler Websites mit aktuellen News können ein Highlight für einen fächerübergreifenden abwechslungsreichen Unterricht in Latein in Kooperation mit den modernen Fremdsprachen sein. Die Einheit richtet sich an die Sekundarstufe I/II und kann ergänzend zur Caesar-Lektüre in Klasse 10/11 eingesetzt werden. Waren die Asterix-Originale noch in französischer Sprache verfasst, so führte der Siegeszug der von René Goscinny und Albert Uderzo erfundenen Abenteuer zur Übertragung der Comics in heute mehr als 120 Sprachen und Dialekte. Neben den modernen Fremdsprachen kam dabei auch das Lateinische für einige Asterix-Bände zum Einsatz. Aufgrund der vielsprachigen Verfügbarkeit der Comics, aber auch wegen des enthaltenen realienkundlichen Fundus rund um Römer und Gallier sowie diverser anachronistischer Anspielungen bietet sich eine sinnvolle Integration multilingualer Asterix-Versionen in den modernen Lateinunterricht geradezu an. Als römisch-gallische Kriege werden eine Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen dem Römischen Reich und einigen keltischen Stämmen um 400 v. Chr. bezeichnet, die die Römer auch Gallier nannten. Die Gallier drangen von Norden nach Italien ein und versuchten mehrfach, die Stadt Rom zu erobern. Nach einigen Jahrhunderten Konflikten blieben die Römer siegreich und eroberten zunächst ehemalig keltische Gebiete in Oberitalien und schließlich Gallien im heutigen Frankreich, Belgien , Luxemburg und Teilen der westlichen Schweiz . Die sicher berühmtesten Kelten existieren heutzutage lediglich auf Papier oder virtuell in Film und Internet: Asterix und Obelix und alle anderen Bewohner eines tapferen kleinen Dorfes gehören dazu. Sie sind die Protagonisten in den von Albert Uderzo und René Goscinny , ab Band 35 dann von Jean Yves Ferri und Didier Conrad, ab Band 40 zusammen mit Fabrice Fabcaro als Texter ( Die weiße Iris ) kreierten französischen Asterix-Comics, die sich in der ganzen Welt mehr als 400 Millionen Mal verkauften. Nichtsdestotrotz betreiben renommierte Altertumsforscher immer wieder Quellenforschung, weil die Comicserie auf überraschende Art und Weise auf historisch belegbaren Fakten wurzelt . Die charakteristische Konstellation der Asterix-Bände ist fiktiv und historisch keinesfalls allumfassend belegt. Schließlich sind die Comichelden der Idee ihrer beiden Schöpfer entsprungen, dass nicht das komplette Gallien von Julius Cäsar okkupiert worden war. Das geniale Künstlerpaar schuf vielmehr im 1961er Startheft "Asterix der Gallier" ein keltisches Dörfchen auf dem heutigen Gebiet der Bretagne (Aremorica) , das sich im ständigen erbitterten Widerstand zum feindlichen Rom befand. Ihrer künstlerischen Freiheit verdanken wir, dass die Historie der Kelten hier mit Spaß genau andersherum erzählt wird, als sie in den "Commentarii de bello Gallico" des Gaius Julius Caesar nachzulesen ist. Eine multimediale, interdisziplinäre Unterrichtseinheit beziehungsweise ein derartiges Projekt rund um Asterix & Co eröffnen diverse Akzentsetzungen, die dem multilingualen historischen geographischen oder sportlichen Aspekt (Asterix Olympius verfilmen ) Rechnung tragen. Sprachliche Synergien gepaart mit Geschichts- und Geographiewissen auf der Basis medialer Kompetenz können so im Sinne einer innovativen Fachdidaktik im Fach Latein eine sehr belebende Bereicherung in der Spracherlernung sowie bei der Caesar-Übergangslektüre darstellen. Die Gewinn bringende Verknüpfung klassischer und moderner Sprachen gelingt aufgrund der hervorragenden Quellenlage und des ungebrochenen Schülerinnen- und Schülerinteresses an den Asterix-Abenteuern in hervorragender Weise. Zudem können bei der Integration der Asterix-Medien in den Lateinunterricht historische Kenntnisse rund um die Römer, Gallier, Griechen etc. auch auf unkonventionelle Weise überprüft, erweitert und gefestigt werden. Die einzelnen je nach Lernniveau individuell modifizierbaren Unterrichtsbausteine sind in beliebiger Reihenfolge konkretisierbar. Multilinguale Textvergleiche Die Standardeinleitungen der Asterix-Comics bzw. die Kurzcharakteristiken der Protagonisten zu Beginn jedes Comic-Bandes sind idealer Ausgangspunkt zur Erstellung multilingualer Arbeitsblätter. Die Internet-Recherche, die Nutzung diverser online-Wörterbücher und die Kreation optisch ansprechender Steckbriefe ermöglichen hierbei auch eine multilinguale didaktische Variante. Ausgehend von der lateinischen Fassung erarbeiten Lernende der Sekundarstufe I je nach eigenen Sprachkenntnissen eine französische, englische, spanische etc. Fassung (vergleiche den Erfahrungsbericht Asterix Olympius verfilmen mit Arbeitsmaterial auf Lehrer-Online). Asterix Internet-Rallye Die oft amüsanten Namen der Gestalten der Asterix-Comics und -Filme , die international in mannigfacher Variation zu beobachten sind, regen zur einer vor allem für jüngere Lernende spannenden Internet-Rallye an. Mit detektivischem Spürsinn gilt es, z. B. die lateinischen, spanischen, rätoromanischen, ja Esperanto-Entsprechungen zu den bekannten Benennungen der deutschen Fassung aufzuspüren. Als fakultative Arbeitsanweisung bietet sich zudem bei Wörtern lateinischer Herkunft die Frage nach der Etymologie und damit der Bedeutung der Namen an (zum Beispiel Cantorix – cantare = singen). Das häufige Suffix – ix (gallisch "rix"= König) sollte dabei als typisch gallische Wortendung, die auch bei der Caesar-Lektüre begegnet (z. B. Vercingetor ix , Orgetor ix ) thematisiert werden. (A 3: Asterix und Co international) Mit Asterix auf virtuelle Reise gehen Kaum ein anderer Comic-Held hat dank des Einfallsreichtums seiner Erfinder so viele Reisen unternommen wie Asterix. Abgesehen von seinem Heimatland Gallien hat er u. a. auch Spanien, die Schweiz, Britannien, Griechenland, den Orient und sogar Amerika aufgesucht. Virtuell können diese Abenteuer durch Arbeitsblätter (zum Beispiel Römerspuren in Britannien Latein/Englisch , oder Tour de France/ Iter Gallicum Latein-Französisch ) lebendig werden. Multilingua-Sprichwort-Mix Die in den Asterix-Comics häufig vorkommenden Sprichwörter werden multilingualen Entsprechungen in einem Arbeitsblatt zugeordnet. Dadurch wird die Sprachkompetenz im Lateinischen, aber auch zu romanischen und der englischen Sprache sowie Esperanto erweitert. Asterix-Quiz Deutsch, Latein oder multilingual Ein Asterix-Quiz kann zudem eine interessante Bereicherung des Lateinunterrichts sein. In der deutschen, englischen, französischen oder auch lateinischen Version eröffnet sich so eine weitere didaktische Facette der Behandlung der Thematik unter multilingualem Aspekt. Sie stößt bei Lernenden auf großes Interesse, fördert den Lerneifer und erweitert spielerisch das Wissen rund um Asterix & Co. Asterix-Homepage (pagina domestica Asterigis) Die Erstellung einer Homepage zur Asterix-Thematik ist eine zeitintensive lohnende Unterrichtsalternative, die am Ende einer entsprechenden Unterrichtseinheit der Ergebnissicherung dienen beziehungsweise als Projekt fächer- und klassenübergreifend durchgeführt werden kann. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit können unter anderem folgende inhaltliche Schwerpunkte realisiert werden: Vorstellung der Asterix-Erfinder Goscinny und Uderzo (beziehungsweise deren Nachfolger) sowie der wichtigsten Comic-Gestalten in Deutsch/Latein Multilingualer Textvergleich ausgewählter Passagen eines Bandes Präsentieren von internationalen Asterix-Rezepten zum Nachmachen Bildergalerie mit selbstkreierten Zeichnungen Kurzes lateinisches oder multilinguales Asterix-Hörspiel beziehungsweise Asterix-Video Erstellen eines Asterix-Newsletters (epistula Asterigis) Konzeption eines Gästebuches (liber amicorum). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass die Abenteuer von Asterix & Co weltweit in über 120 Sprachen und Dialekte übertragen wurden. sollen die international divergierende Nomenklatur den Comic-Helden zuordnen und erklären können. ihre geographischen und historischen Kenntnisse rund um Römer und Gallier spielerisch festigen und erweitern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den historischen Hintergrund der Asterix-Comics durch Internetrecherche kennenlernen. die Standard-Comic-Einleitung und die internationalen Bezeichnungen (eventuell auch die Charakterisierungen, siehe Asterix Olympius verfilmen ) der Hauptfiguren multilingual dank ihrer Lateinkenntnisse und Internet-Wörterbüchern vergleichen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler in einem Projekt eine eigene multilinguale Asterix-Homepage in Paar- beziehungsweise Gruppenarbeit erstellen. eventuell auf der Basis eines Asterix-Bandes ein lateinisches, bi- oder multilinguales Hörspiel- oder Filmskript verfassen und praktisch umsetzen.

  • Latein / Französisch / Englisch / Spanisch / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

In dulci iubilo – Weihnachten im Lateinunterricht

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Weihnachten enthält zahlreiche Vorschläge für einen gewinnbringenden Einsatz weihnachtlicher Arbeitsmaterialien im Lateinunterricht. Alle Jahre wieder wächst mit Beginn der Adventszeit die Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres: Weihnachten . Adventskalender, Adventskranz, Weihnachtsmärkte, Lieder, Kerzen stimmen ein auf dieses weltweit gefeierte christliche Fest. Auch im Lateinunterricht kann das Thema Weihnachten gewinnbringend aufgegriffen und auf vielfältige Weise ausführlich oder in Form kleiner Unterrichtsbausteine individuell je nach zur Verfügung stehender Zeit und Alter der Lernenden multimedial behandelt werden. Historische Weihnachten Das Fest der Wintersonnenwende am 21./22. Dezember und das Fest des Sonnengottes Mithras , spätrömisch des Sol Invictus, am 25. Dezember wurden zur Römerzeit in vorchristlicher Zeit gefeiert. Papst Julius (336–352 n. Chr.) beschloss per Dekret diese Feierlichkeiten durch ein christliches Fest zu ersetzen: den 25. Dezember als den Tag der Geburt Christi. Das erste Weihnachtsfest wurde 336 in Rom gefeiert. Mit einer Predigt von Johannes Chrysostomos am 25. Dezember in 386 beginnt die schriftliche Überlieferung als christliches Weihnachtsfest. Ganz sicher wurde der Termin des Heiligen Abend erst unter dem heiligen Bonifatius (673–754/55), der das heidnische Germanien missionierte. Weil der 24. Dezember der erste, wieder längere Tag ist und die längste Nacht vorüber war, feierten die Germanen das Fest der Sonnenwende. Bonifatius wollte die Geburt Christi mit diesem Ereignis als Fest zusammenführen. Der fächerübergreifende Ansatz einer multimedialen Unterrichtseinheit zum Thema Weihnachten wird im Fach Latein in eindrucksvoller Weise in der weltweiten Bedeutung des Geburtsfestes Jesu deutlich. Schon der Begriff Advent (latein . adventus, us m. – die Ankunft ) – die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest – zeigt lateinische Wurzeln. Das Weihnachtsevangelium nach Lukas in der Vulgata-Fassung ist der grundlegende Text der Weihnachtsbotschaft. Der Wunsch "Frohe Weihnachten" kann international in nahezu allen modernen Sprachen ausgedrückt werden. Auch das Lateinische steht hier nicht zurück und stellt damit seine bleibende Aktualität unter Beweis: "Natale hilare!" oder "Bonum festum nativitatis Iesu Christi!" Obwohl das Thema Weihnachten in den meisten Lateinlehrbüchern nicht auftaucht, finden sich auch im Lateinunterricht Anknüpfungspunkte, die eine Einbettung in den kontextuellen Zusammenhang erleichtern. Da der Entstehung und Entwicklung des Christentums in der Regel mehrere Lektionen gewidmet sind, bietet sich dort die ideale Ausgangsbasis für eine Unterrichtseinheit mit adventlich-weihnachtlicher Schwerpunktsetzung. Aber auch ohne Lehrbuchbezug können die in unterschiedlicher Reihenfolge variabel einsetzbaren Sequenzen einer solch saisonal motivierten Unterrichtseinheit sehr abwechslungsreich sein und den Bezug zu den modernen Schulfremdsprachen stärken. Eine fächerübergreifende Kooperation mit Religion, Musik und Kunst ist zudem bei einem derartigen multimedial orientierten Unterrichtsvorhaben sehr wünschenswert. Je nach Zeitumfang, Alter und Lernniveau der Lernenden eröffnen sich diverse didaktische Möglichkeiten zur Umsetzung der Weihnachtsthematik im Lateinunterricht: Weihnachtliches Latein Gibt es überhaupt im Lateinischen ein Wort für Weihnachten, Christkind oder Ähnliches? Ausgehend von dieser Fragestellung gehen die Lernenden mithilfe von Online-Lexika auf Vokabelsuche und erstellen ein Weihnachtsglossar . Wo lateinische Entsprechungen fehlen, ist eigene Kreativität gefragt. Als positiver Nebeneffekt werden dadurch grammatische Fähigkeiten geübt und das Vokabular spielerisch erweitert. Weihnachtsevangelium Kern weihnachtlicher Unterrichtsstunden im Fach Latein sollte die Vulgata-Übersetzung des Weihnachtsevangeliums nach Lukas sein. Biblisches Spezial-Vokabular kann aus Zeitgründen vorgegeben oder durch Aufspüren in online-Wörterbüchern erschlossen werden. Ratsam ist dabei eine Einteilung der Weihnachtsgeschichte in drei Textteile , so dass bei arbeitsteiliger Gruppen- oder Paararbeit ein zügiges Übersetzen möglich ist. Weihnachtliches Gestalten Bilder zum Thema Weihnachten hält das Internet in großem Umfang bereit. Denkbar ist beispielsweise die Zuordnung einzelner Stationen der biblischen Weihnachtsgeschichte zu jeweils von der Lehrperson vorgegebenen kurzen lateinischen Sätzen. Oder auch die Gestaltung einer lateinischen Wandzeitung beziehungsweise Collage . Eine lateinische Bastelanleitung für einen Engel erweitert das Vokabular, trainiert die Übersetzung und bringt zudem noch eine schöne Weihnachts-Deko hervor. Weihnachtslieder Darüber hinaus ermöglichen die verschiedenen Sprachversionen weltbekannter Weihnachtslieder einen multilingualen Vergleich der klassischen und modernen Sprachen (zum Beispiel In dulci Iubilo , Sancta nox ; Adeste Fideles ). Weihnachtsquiz Ein beliebig erweiterbares Weihnachtsquiz mit je drei Antwortmöglichkeiten testet auf kurzweilige Art das Wissen der Lernenden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und festigen ihr Wissen rund um Advent und Weihnachten. übersetzen das lateinische Weihnachtsevangelium. lernen ein deutsch-lateinisches Weihnachtslied kennen und übersetzen es. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler spüren im Internet lateinische Entsprechungen zu modernen Begriffen rund um Advent und Weihnachten im Internet auf beziehungsweise kreieren sie selbst. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern Dank eines lateinischen Weihnachtsquiz in Paar- oder Gruppenarbeit beziehungsweise im Plenum ihr Weihnachtswissen. erfahren beim Basteln eines Weihnachtsengels nach lateinischer Anleitung gemeinsam das vorweihnachtliche Herstellen von Geschenken.

  • Latein
  • Sekundarstufe I
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