Unterrichtsmaterialien zum Thema "Kunst"

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„König Drosselbart“ - ein multimedial erzähltes Märchen

Unterrichtseinheit

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Märchenprojekts erstellen Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse eine multimediale PowerPoint-Präsentation zum Märchen "König Drosselbart" mit animierten Bildern, Dialogen und Musik.Ausgangstext für die später entstandene PowerPoint-Präsentation ist der Grimmsche Märchentext ?König Drosselbart?. Der Text ist sehr umfangreich und inhaltlich komplex und wurde bewusst gewählt, um allen 26 Schülerinnen und Schülern der Klasse die Möglichkeit zu geben, sich mit mindestens einer Szene intensiv auseinander zu setzen. Diese sollen sie dann in Text, Illustration, Dialog, minimaler Animation und hinterlegtem Sound gestalten und auf eine PowerPoint-Folie bringen.Bei der Auseinandersetzung mit dem Märchen-Text soll Raum sein für kreative Schreibprozesse, sinnbetontes Sprechen und bildnerisches Gestalten. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert werden, wie über die oben genannten Komponenten die emotionalen Aussagen des Märchens visuell und akustisch transportiert und verdeutlicht werden können. Vorarbeiten und Erstellung des Story-Books Die Kinder entscheiden sich für die Darstellung des Märchens als Stabpuppenspiel. In einem offen angelegten Projektunterricht ensteht das Drehbuch. Die Umsetzung des PowerPoint-Projektes Bei der weitgehend selbstständigen Erstellung der einzelnen PowerPoint-Folien lernen die Schulkinder grundlegende Funktionen des Programms kennen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Märchen vorlesen und nacherzählen können. Märchen in einem kreativen Schreibprozess in verkürzter Form nachschreiben und illustrieren (Bilderbuch). Märchen als Theaterstück, Stabpuppenspiel oder, wie hier, in einer multimedialen Präsentation in Szene setzen. Inhalte erfassen Bei der Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Text ist zunächst nicht von der geplanten multimedialen Präsentation die Rede. Fest steht nur, dass das Märchen am Ende in irgendeiner Form dargestellt werden soll. Zunächst stehen das Lesen und Erfassen des Märcheninhalts im Vordergrund. Der Text wird in Szenen gegliedert und schließlich in kleine Textsequenzen von ein bis sechs Zeilen aufgeteilt. Aus der von den Kindern schriftlich fixierten Gliederung ergeben sich die Szenenbilder: Im Schloss der Prinzessin Die Prinzessin zieht fort: Landschaften In der Hütte Auf dem Markt In der Schlossküche Im Schloss des Königs Drosselbart Nun wird im Unterrichtsgespräch die mögliche Präsentationsform diskutiert. Soll es ein Theaterstück werden, ein Stabpuppenspiel? Aus verschiedenen Gründen wird letztere Möglichkeit als die geeignetere angesehen und die erste Szene vorbereitet: Wer malt das Schloss der Prinzessin für die Kulisse? Wer malt die Prinzessin und den König, schneidet die Figuren aus und befestigt sie an einem Stab? Wer bereitet einen Erzählertext vor und trägt ihn vor? Textgliederung als Grundlage Die bei der Textanalyse entstandene Gliederung des Märchens ist Grundlage für das "Story-Book". Die kleinen Textsequenzen werden den Schülerinnen und Schülern, die in Partnerarbeit arbeiten, zugeteilt mit dem Auftrag, deren Aussagen in Form von geschriebenem Text, gesprochenem Dialog, Kulissenbild und Animation auf eine Seite des Story-Books zu bringen. Fasst den Inhalt eures Textabschnittes in ein bis zwei Sätzen zusammen! Die Lehrkraft zeigt über den Beamer, wie ein Textfeld auf der Folie entsteht. Bei ihren ersten Schreibversuchen erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie umfangreich ihr später zu verfassender Text sein darf. Malt ein Bild für die Kulisse! Die Lehrerin oder der Lehrer demonstriert, wie ein Bild über den Scanner als Datei auf den Computer kommt. Sollen sich die Personen bewegen? Wie? Die Lehrkraft zeigt in Anlehnung an das zunächst geplante Stabpuppenspiel nur die dort möglichen "Animationen". Andere Animationseffekte sollen auch später, wenn die Kinder selbst mit Präsentation arbeiten, nicht verwendet werden. Beschreibe die Musik, die zu deiner Szene passen könnte! Den Schülerinnen und Schülern wird ein Pool von Sounddateien vorgestellt. Den kleinen Musikstücken werden im Unterrichtsgespräch Eigenschaften zugeordnet: festlich, traurig, lustig, ... Hinweise zur Lehrerdemonstration Die Lehrerdemonstrationen dienen an dieser Stelle nicht der Einweisung in das Programm, vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler hier eine Vorstellung erhalten, was im Laufe der Realisierung des Projektes zu tun ist und welche Möglichkeiten sich bieten. Gleichzeitig sollen sie ihre Arbeit auf die Gegebenheiten abstimmen, beispielsweise bezüglich Text- und Dialogumfang und Größe der gemalten Bilder. Offener Projektunterricht Nun beginnt das Erstellen des Drehbuchs in einem offen angelegten Projektunterricht. Begriffe, die die Schulkinder auf Arbeitsblatt 2 finden, werden geklärt: Folie, Text, Dialog, Animation, Sound. Alle 36 Folien werden im Vorfeld angelegt, damit sowohl die Lehrkraft als auch die Schülerinnen und Schüler in der Entstehungsphase einen Gesamtüberblick über das Projekt haben. Es werden drei Verzeichnisse angelegt, in denen die Kinder ihre Dateien ablegen und abrufen konnten: Personen, Hintergrundbilder und Sounds (mit vorgegebenen Sounddateien). Hintergrundbilder malen Figuren malen Dialoge üben Bilder einscannen Zusammenfügen der einzelnen Elemente In dieser zeitaufwändigen Phase arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig. Parallel dazu arbeiteten immer zwei Kinder zusammen mit der Lehrerin oder dem Lehrer an der Integration der bereits fertigen Folien-Elemente in die Präsentation. Dies geschieht am Anfang nur an einem Computer. Später, wenn einzelne Mädchen und Jungen mit guten Vorkenntnissen das Programm weitgehend alleine bedienen können, können weitere Computer eingesetzt werden. Die Anwendung der Programmfunktionen wird bei der PowerPoint-Arbeit mit den Kindern auf ein Minimum reduziert. Grafik aus einer Datei heraus einfügen, Grafik verschieben, Größe verändern transparenten Hintergrund wählen Sound einfügen aus Datei Textfeld einfügen, Text eingeben, Textfeld verschieben Benutzerdefinierte Animation: Element langsam von links, langsam von rechts einschweben lassen die Präsentationsdatei laden auf eine bestimmte Folie zugreifen von der Foliensortierung auf die Normalansicht umschalten die Bildschirmpräsentation starten die Datei speichern Animationen Experimentierfreude, insbesondere im Bereich der Animationen, ist zugelassen und erwünscht! Es zeigte sich, dass die Kinder hier eher zur Zurückhaltung ermahnt werden mussten, um den Gesamteindruck der Präsentation nicht zu stören. Tonaufnahmen Letzter Arbeitsgang war die Aufnahme der Dialoge und des Gesangsbeitrags einer Schülerin. Die Aufnahmen erfolgten im Klassenverband, als alle anderen Arbeiten erledigt waren und Stille möglich war. Nacharbeiten Für die endgültige Fertigstellung muss die Lehrkraft noch die Animationsreihenfolge und die Art und Dauer der Folienübergänge festlegen. Falls gewünscht, können auch Texte animieren werden. Vergleich mit dem Stabpuppenspiel Nach Fertigstellung der PowerPoint-Präsentation wird das Ergebnis kritisch unter die Lupe genommen. Die Präsentation wird zunächst dem ursprünglich geplanten Stabpuppenspiel gegenüber gestellt. Vorteile der Präsentation Vorteile der Präsentation werden herausgearbeitet: Unser Märchen ist - anders als ein Theaterstück - auf Dauer fest gehalten und kann immer wieder zur Verfügung stehen. Die Arbeit am Projekt ermöglicht Korrekturen und Verbesserungen. Wir können uns unser Theaterstück selbst ansehen. Andere können von unserer Arbeit profitieren. Kritische Reflexion Dann wird die Präsentation auf ihre Aussagefähigkeiten untersucht: Ist es uns gelungen, das Märchen für die Zuschauerinnen und Zuschauer verständlich darzustellen? Ist es uns gelungen, Stimmungen darzustellen - durch die Bilder, durch die gesprochenen Texte? Fazit Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b arbeiteten mit großer Freude und Einsatzbereitschaft am Projekt und sie sind stolz auf das Ergebnis.

  • Lesen und Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II