Unterrichtsmaterialien zum Thema "Entwicklungsland"

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44 Treffer zu "Entwicklungsland"
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Welthunger-Index: Hungerbekämpfung aussichtslos?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Welthunger setzen sich die Lernenden kritisch damit auseinander, warum das Thema Hungerhilfe weltweit so viel Ablehnung hervorruft.Das Thema Hunger löst bei vielen Menschen Schuldgefühle, wenn nicht sogar Abwehr und Verdrängung aus. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dem Problem lieber aus dem Weg gehen. Darüber nachzudenken, warum das Thema so viel Ablehnung hervorruft, wäre ein wichtiger Schritt für alle Lernenden. Das dieser Unterrichtsidee zugrunde liegende Arbeitsblatt wirft die Frage auf, ob Hungerbekämpfung wirklich aussichtslos ist. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ihre subjektiven Einstellungen mithilfe eines fiktiven Blog-Eintrages. Einzel- und Kleingruppenarbeit Das zum Download angebotene Arbeitsblatt sollte von allen Schülerinnen und Schülern individuell bearbeitet werden, da es hierbei um subjektive Einstellungen geht. Zusätzlich können Kleingruppen Spots (zum Beispiel von der Plattform YouTube) zusammenstellen, die sich mit dem Thema Hunger oder mit einzelnen Aspekten der Welternährung befassen und diese zur kritischen Reflexion in den Unterricht einbringen. Entwicklungserfolge kommunizieren Die meisten Hungerbilder scheinen die Botschaft zu verkünden, dass alles immer nur noch schlimmer wird. Dem sollte etwas entgegengestellt werden, zum Beispiel Hinweise auf die unbestreitbaren Entwicklungserfolge in vielen Teilen der Welt. Welternährungstag am 16. Oktober Grundlegende und aktuelle Fakten zur Welternährung sowie Materialien, Plakate und Trailer werden jedes Jahr zum Welternährungstag (World Food Day) am 16. Oktober von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zusammengestellt. Dieser Tag könnte auch für Schule und Erwachsenenbildung ein Anlass sein, sich dem Thema besonders zuzuwenden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren Globalisierungs- und Entwicklungsprozesse mithilfe des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung fachlich. beschaffen und verarbeiten themenbezogen Informationen zu Fragen der Globalisierung und Entwicklung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler schreiben einen fiktiven Blog-Eintrag, der verschiedene Positionen zum Thema Welternährung aufgreift und kommentiert. recherchieren im Internet Spots zum Thema Welternährung und stellen die wichtigsten Ergebnisse heraus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen und reflektieren eigene und fremde Werteorientierungen. beziehen durch kritische Reflexion zu Globalisierungs- und Entwicklungsfragen Stellung und orientieren sich dabei an der internationalen Konsensbildung, am Leitbild nachhaltiger Entwicklung und an den Menschenrechten. erkennen Bereiche persönlicher Mitverantwortung für Mensch und Umwelt und nehmen sie als Herausforderung an.

  • Geographie
  • Sekundarstufe II

Land am Nil – Oasenwirtschaft und Bewässerung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Nil und seinem Delta lernen die Schülerinnen und Schüler die Flussoase, die Nilschwelle und moderne Bewässerungsprojekte Ägyptens kennen.Der Nil und sein Delta sind fester Bestandteil des Geographieunterrichts der Sekundarstufe I. In dieser Unterrichtseinheit spielt die Auswertung von Satellitenbildern eine zentrale Rolle. Durch die Auswertung eines Satellitenbildes bekommen die Schülerinnen und Schüler Einblick in eine für sie neue Fachmethode. Zudem erhalten sie einen sehr anschaulichen Gesamteindruck über die Gliederung des Lebensraumes Ägypten (Wüste, "Lebensader" Nil , Niltal, Oasen, Delta, Rotes Meer, Mittelmeer). Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt in Partnerarbeit oder in Kleingruppen und präsentierten der Klasse zum Abschluss der Unterrichtseinheit ihre Ergebnisse. Erarbeitung Um Bilder "vom Boden" zu erhalten, suchen die Schülerinnen und Schüler selbstständig nach entsprechenden Internetseiten mit Bildern vom Nil und seinen Oasen, wie sie sich zum Beispiel auf einer Flussfahrt zeigen. Bei der Bearbeitung der Fragen nach der Entstehung eines Deltas und den verschiedenen Oasenwirtschaftsformen erhalten die Schülerinnen und Schüler keine vorgegebenen Internetseiten. Als besonders beeindruckend wird von den Lernenden häufig die neben dem Satellitenbild auf dem Arbeitsblatt verlinkte Animation zu einem Projekt der Bewässerungswirtschaft empfunden, die das Entstehen und Vergehen der Vegetation in Abhängigkeit von der Bewässerung im Zeitraffer und aus der Astronautenperspektive zeigt. Projekte dieser Art sind an den Grenzen des Deltas zur Wüste auch auf dem Satellitenbild auszumachen. Diese Vegetationskreise werden von den Schülerinnen und Schülern mit Begriffen wie "Graskreise in Ägypten" oder "Signs in Egypt" umschrieben. Auch der Link mit Informationen zu dem ehrgeizigen Toshka-Projekt wird vorgegeben. Diskussion und Ergebnispräsentation Die Diskussion über die Erfolgschancen der Bewässerung und des Toshka-Projektes verläuft in der Regel einhellig: Diese Form der Bewässerungswirtschaft wird langfristig nicht funktionieren. Als Gründe können zum Beispiel angeführt werden, dass die Temperaturen viel zu hoch sind, dass der Grad der Versalzung viel zu hoch ist, dass dort wo bewässert wird, auch entwässert werden müsste, dass niemand freiwillig in die Wüste zieht und schließlich dass die Desertifikation stetig fortschreitet. Ein wichtiger Kritikpunkt ist, dass das Projekt enorme Geldmengen verschlingt und Ägypten das Geld besser investieren könnte. Bei dem Vortrag der Ergebnisse können sich die Arbeitsgruppen auf stichwortartige Ausführungen stützen und dafür Folien oder Plakate benutzen, um die Ergebnisse anschaulich zu präsentieren. Dabei können auch Bilder vom Nil und Karten von Ägypten aus dem Internet verwendet werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben ein Satellitenbild und werten es aus. erklären die Entstehung eines Deltas. lernen das Prinzip einer Flussoase kennen und erläutern es. lernen das Toshka-Projekt im Süden von Ägypten kennen und diskutieren kritisch dessen Erfolgsaussichten. kennen und erklären den Begriff der Nilschwelle. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler finden selbständig im Internet nach passenden Inhalten. beschreiben und bewerten Inhalte anhand von Satellitenbildern und einer Animation. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Inhalte in Partnerarbeit oder in Kleingruppen.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Regionale Disparitäten mit WebGIS

Unterrichtseinheit

Die von der UNO nach dem HDI klassifizierten Länder werden mithilfe eines WebGIS umfassender untersucht. Es geht dabei um Merkmale, die einerseits unterentwickelte Länder, aber auch hochentwickelte Länder prägen.Seit Jahren arbeitet die UNO mit dem Human Development Index (HDI), um regionale Entwicklungsunterschiede auf Länderbasis darzustellen. Die dafür verwendeten Indikatoren bilden aber nur einen geringen Teil von Merkmalen der jeweiligen Länder ab. Weitere Merkmale zu finden und zu verallgemeinern ist ohne eine zeitintensive Datenrecherche nicht möglich. Hier bietet das in dieser Unterrichtseinheit genutzte WebGIS eine große Erleichterung. Mithilfe thematischer Karten und gezielter Abfragen können die Schülerinnen und Schüler selbstständig Merkmale von unterentwickelten und hochentwickelten Ländern finden. Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit basiert auf der Grundlage eines WebGIS-Dienstes, der kostenfrei auf dem sächsischen Bildungsserver zugänglich ist. Außer einer schnellen Internetverbindung und einem Browser wird keine Software benötigt.Geographische Informationssysteme (GIS) sind in erster Linie Werkzeuge, um komplexe Fragestellungen zu beantworten. Dies gilt umso mehr für webgestützte GIS, da sie aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionalität oft als reine "Info-GIS" fungieren. Durch eine Vielfalt aktueller thematischer Karten und die Möglichkeit, verknüpfte Datenbankabfragen der gespeicherten Merkmale von wirtschaftlichen-, sozialen- und Umweltindikatoren visualisieren zu lassen, entsteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die sonst an Einzelbeispielen gewonnen Merkmale zu verallgemeinern. Die thematische Vielfalt der Indikatoren dürfte eine weitere Datenrecherche erübrigen. Insofern dient das WebGIS einer effektiven Erarbeitung von Inhalten und spart zeitintensive Recherchen. Technische Hinweise und Unterrichtsverlauf Die Frage nach Entwicklungsunterschieden auf der Erde wird zunächst mithilfe einer HDI-Karte erarbeitet. Im weiteren Verlauf werden mithilfe des WebGIS weitere Merkmale von unterentwickelten und hoch entwickelten Ländern gefunden. Fachbezogene Ziele Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand des HDI regionale Disparitäten erkennen und räumlich beschreiben können. anhand thematischer Karten mit wirtschaftlichen und sozialen Indikatoren, sowie Indikatoren zur Umwelt Merkmale unterentwickelter beziehungsweise hochentwickelter Länder herausfinden. mit Abfragen Merkmale der genannten Ländergruppen verallgemeinern (Nutzung des WebGIS-Abfragemanagers). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. ein WebGIS als Informationsquelle nutzen. Thema Regionale Disparitäten auf der Erde Autor Jens Joachim Fach Geographie Zielgruppe ab Klasse 7 Zeitraum 1-2 Stunden Technische Voraussetzung ein Computer pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende), Beamer, Internetanschluss, Internet-Browser (Javascript und Popup-Menüs müssen zugelassen sein) Die prinzipiellen Funktionalitäten des WebGIS erschließen sich von selbst. Eine ausführliche Handreichung mit Screenshots erleichtert die Einarbeitung und steht zum Ausdrucken bereit (handling_webGIS.pdf). Die extra einfach gehaltene Oberfläche stellt keinerlei Schwierigkeiten dar. Die Indikatoren sind nach wirtschaftlichen, sozialen und Umweltindikatoren geordnet. Mit einem Klick auf einen Indikator in der Kartenebene wird die geforderte thematische Karte samt Legende aufgebaut. Wie die Kartenebenen ist auch die Anordnung der Merkmale in den aufgerufenen Tabellen zu den Ländern strukturiert. Weitere Unterstützung bietet die Hilfeseite (Buchsymbol), die an Beispielen die Funktionalität des Identifers ("i" auf schwarzem Grund) und des Abfragemanagers (Tabelle mit Fragezeichen) klärt. Letzterer sollte in der Grundeinstellung "Länder" (unter "Übersicht") genutzt werden, da die Länder der erzielten "Abfrage-Treffer" gelb eingefärbt werden, was bei farbigen Karten schnell untergeht. Mit den standardmäßigen Sicherheitseinstellungen ist das WebGIS ohne Probleme nutzbar. Zu beachten ist, dass Javascript und Popup-Menüs zugelassen sind. Die per Popup geöffneten Tabellen können per Drag and Drop in ein Tabellenkalkulationsprogramm übertragen und damit weiter bearbeitet werden. Die thematischen Karten und Legenden sind Bilder im PNG-Format und lassen sich damit in andere Programme übertragen, die dieses Format unterstützen. Der Human Development Index (HDI) Ausgangspunkt ist die Frage nach Entwicklungsunterschieden auf der Erde. Diese kann nur beantwortet werden, wenn Kriterien für eine Unterscheidung festgelegt werden. Hierzu bieten sich die WebGIS-Karte zum HDI und dessen inhaltliche Erklärung an. Für die Erklärung des Index lässt sich das kostenlose Online-Lexikon Wikipedia nutzen. Es sollte deutlich werden, dass für die Einschätzung des Entwicklungsstandes neben wirtschaftlichen auch soziale und Umweltindikatoren herangezogen werden müssen. Dabei stellt der HDI trotz aller Kritik ein wesentlich besseres Instrument dar, als die Reduzierung des Entwicklungsstandes auf das BSP (Bruttosozialprodukt). Diese Bezeichnung kann auch in die Diskussion mit aufgenommen werden, denn bewusst spricht die UN nicht von Entwicklungs- und Industrieländern oder anderen Einteilungen, die sich ausschließlich am BSP orientieren (zum Beispiel LDC, Least Developed Countries). Mit der Karte kann die regionale Verteilung auf der Erde erarbeitet werden (Arbeitsblatt "regionale_disparitäten_ab1.pdf"). Anmerkung zu Wikipedia: Die auf der Internetseite angegebenen Werte und Einteilungen für den HDI werden für das Jahr 2005 angegeben. Sie entsprechen zwar den im September 2005 aktuellsten Daten der UN - diese stammen aber aus dem Jahr 2002. Hier zeigen sich somit auch Grenzen eines ungeprüften Internet-Lexikons. Entsprechende Updates der UN werden selbstverständlich in das System eingepflegt. Merkmale unterentwickelter und hochentwickelter Länder Im weiteren Verlauf des Unterrichts geht es darum, neben den Merkmalen des HDI weitere Merkmale von unterentwickelten beziehungsweise hochentwickelten Ländern zu finden. Dies lässt sich mithilfe der thematischen Karten des WebGIS und spezieller Abfragen realisieren (Arbeitsblatt "regionale_disparitäten_ab2.pdf"). In Gruppenarbeit können hier Teams an zwei Rechnern arbeiten. Dabei stellt ein Team die Abfrage nach den unterentwickelten Ländern, die andere nach den hochentwickelten Ländern, um so Indikatoren (zum Beispiel Lebenserwartung) vergleichen und quantitativ einschätzen zu können. Auch hier sollten die Grenzen der Aussagekraft der Zahlen aufgezeigt werden, da die Durchschnittszahlen Disparitäten innerhalb eines Landes zudecken. Von "geschönten" beziehungsweise geschätzten Zahlen ganz zu schweigen. Für die Nutzung in der Sekundarstufe I ist es sicher hilfreich, die Indikatoren auf dem Arbeitsblatt vorzugeben, um eine zielgerichtete Arbeit zu garantieren.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

AIDS und Bevölkerungsentwicklung

Unterrichtseinheit

Im südlichen Afrika ist AIDS ein wesentlicher Faktor der Bevölkerungsentwicklung. Dramatische Veränderungen in der Lebenserwartung sind eine Folge, die die Entwicklung der Länder auf viele Jahre hinaus beeinflussen wird. Mit dem Online-Dienst „WebGIS Sachsen“ stellen die Lernenden Zusammenhänge zwischen der Infizierung der Bevölkerung mit HIV und der Lebenserwartung her.Seit seiner Entdeckung 1981 hat sich das Human Immunodeficiency Virus (HIV) global sehr unterschiedlich verbreitet. Heute sind insbesondere die Länder des südlichen Afrikas betroffen. Jeder fünfte Einwohner Namibias, Botswanas und Zimbabwes trägt das Virus in sich. AIDS ist südlich des Äquators zur häufigsten Todesursache geworden, und eine Änderung ist vorerst nicht in Sicht. Mit ?WebGIS Sachsen? können die Zusammenhänge zwischen der HIV-Verbreitung, der Lebenserwartung und dem Bevölkerungswachstum herausgearbeitet werden. Online verfügbare Bevölkerungspyramiden bestätigen diese Zusammenhänge und führen zu erschreckenden Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung. Hier darf der Unterricht aber nicht stehen bleiben: Welche Auswirkungen hat dies alles für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder? Mithilfe eines Wirkungsschemas erarbeiten Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge der komplexen Problematik.Inhaltlich ordnet sich diese Unterrichtseinheit in die Behandlung Afrikas ein. Geht es um die Zukunftsperspektiven des Kontinents, wird man an AIDS und dessen Auswirkungen nicht vorbeikommen. Im Geographieunterricht geht es dabei nicht um die Erkrankung und deren Prävention an sich, sondern um die Folgen und Auswirkungen des massenhaften Auftretens der Krankheit. Möglichkeiten zum fächerverbindenden Arbeiten liegen beim Thema AIDS aber auf der Hand. Es empfiehlt sich daher, mit der Kollegin oder dem Kollegen aus der Biologie vorab zu klären, ob und wie das Thema AIDS schon behandelt wurde oder behandelt werden soll. Technische Voraussetzungen und Abfragemanager Hilfen zur Arbeit mit "WebGIS Sachsen" und ein Beispiel zum Einsatz des Abfragemanagers mit Screenshots. Materialien und Hinweise zum Einsatz im Unterricht Hier können Sie die Arbeitsblätter der Unterrichtseinheit sowie die entsprechenden Lösungsvorschläge einzeln herunterladen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die wesentlichen Einflüsse von AIDS auf die Bevölkerungsentwicklung eines Landes erkennen. mit Bevölkerungspyramiden Prognosen für die Alterstruktur beschreiben. Auswirkungen von AIDS auf die Entwicklung eines Landes in Form eines Wirkungsschemas erarbeiten. Möglichkeiten der Prävention am Beispiel konkreter Maßnahmen beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. ein WebGIS als Analysewerkzeug einsetzen. Bevölkerungspyramiden auswerten. Informationen aus dem Internet recherchieren und aufbereiten. Thema AIDS und Bevölkerungsentwicklung Autor Jens Joachim Fach Geographie Zielgruppe ab Klasse 7 Zeitraum 1-2 Stunden Technische Voraussetzungen 1 Computer pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende), Beamer, Internetanschluss, Browser (Javascript und Popups müssen zugelassen sein) Die prinzipiellen Funktionalitäten des Onlinedienstes "WebGIS Sachsen" und damit auch die des Abfragemanagers (Tabellensymbol mit rotem Fragezeichen in der oberen Werkzeugleiste des WebGIS) werden in einer Kurzanleitung beschrieben, die als PDF-Datei zur Verfügung steht. Eine ausführlichere Anleitung bietet die Online-Hilfe zum "WebGIS Sachsen". Für das einwandfreie Funktionieren des Online-Dienstes müssen Popups und Javascript in den Browsereinstellungen zugelassen sein. WebGIS Sachsen Auf dem sächsischen Bildungsserver finden Sie den Online-Dienst zum Thema "Regionale Disparitäten auf der Erde". Klicken Sie dazu auf "direkt zum Dienst". Um die Übersicht unter den vielen Indikatoren nicht zu verlieren, sollten die Indikatoren mit dem Werkzeug "Indikatorauswahl" ausgewählt werden. Das Symbol für die Indikatorauswahl finden Sie in der oberen Werkzeugleiste: Die Arbeit mit dem Abfragemanager verläuft über folgende Schritte: Klicken Sie auf das Werkzeug "Abfragemanager" in WebGIS-Werkzeugleiste: Wählen Sie einen Indikator aus, legen Sie die Relation fest und tragen Sie den gewünschten Zahlenwert ein. Klicken Sie auf "Abfrage übernehmen". Klicken Sie zur Durchführung der Abfrage auf "Ausführen". Danach werden die betroffenen Länder in der Karte rot dargestellt und es erscheint ein Fenster mit einer "Treffertabelle". Abb. 2 zeigt die dem in Abb. 1 dargestelltem Abfrageergebnis zugrunde liegenden Eingaben in den Abfragemanager. Diese entsprechen auch der Aufgabenstellung von Arbeitsblatt 1 dieser Unterrichtseinheit (aids_webgis_ab1). Sollte das WebGIS-System keine Resultate anzeigen, liegt ein Eingabefehler vor. Im WebGIS-Fenster wird die zuletzt gestellte Abfrage links unterhalb der Karte in blauer Schrift dargestellt. Die häufigste Fehlerquelle bei der Arbeit mit dem Abfragemanager ist ein falsches Relationszeichen oder eine von Anführungszeichen eingeschlossene Zahl. Mit einem erneuten Aufrufen des Abfragemanagers kann nach dem Klicken auf den Butten "Letzte Abfrage" eine Korrektur der zuletzt gestellten Abfrage durchgeführt werden. Arbeit mit dem WebGIS Ausgangspunkt der Unterrichtseinheit ist die Frage nach den Auswirkungen von AIDS auf die Bevölkerungsentwicklung und darüber hinaus auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes. Um die Dramatik der Ausbreitung von AIDS sichtbar zu machen, werden zunächst die Aufgaben 1 und 2 von Arbeitsblatt 1 (aids_webgis_ab1) bearbeitet. Das Ausfüllen einer Tabelle (HIV-Infizierte, Lebenserwartung, Wachstumsrate der Bevölkerung) verdeutlicht die Folgen von AIDS in Ländern wie Botswana, Lesotho oder Swaziland. Um die Zusammenhänge deutlich zu machen, kann mithilfe des Abfragemanagers zum Beispiel folgende kombinierte Abfrage gestellt werden: "In welchen Ländern liegt die Lebenserwartung höher als 50 Jahre und der Anteil der HIV-Infizierten zugleich über 20 Prozent ?". Als Ergebnis meldet das System "Nichts gefunden", was in diesem Fall bedeutet, dass es keine Treffer gibt. Damit bestätigt sich der Zusammenhang zwischen AIDS und dem Bevölkerungswachstum. Analyse von Bevölkerungspyramiden Mit der Untersuchung und dem Vergleich von Bevölkerungspyramiden und -prognosen für Botswana aus den Jahren 2000, 2025 und 2050 von der Website des US Census Bureau lernen die Schülerinnen und Schüler auf andere Weise die Auswirkungen von AIDS eindrucksvoll kennen (Arbeitsblatt 1, Aufgabe 3). Durch die Vorgabe des Links zur Website des US Census Bureau mit den Bevölkerungspyramiden wird die Recherchezeit eingespart beziehungsweise stark abgekürzt. Die Bearbeitung der Aufgaben von Arbeitsblatt 1 sollte direkt in dem entsprechenden Dokument am Rechner erfolgen, da so die Grafiken der Bevölkerungspyramiden sowie der Screenshot aus dem WebGIS in das Arbeitsblatt hineingezogen (Drag and Drop) beziehungsweise -kopiert werden können (siehe aids_webgis_ab1_lsg). Wir bieten Ihnen das Arbeitsblatt daher im Word-RTF-Format (editierbar, aber großer Dateiumfang), im Word-DOC-Format (editierbar und kleine Dateigröße) sowie als PDF-Datei an ( Adobe-Reader [kostenloser Download] zum Lesen und Adobe-Destiller zum Editieren erforderlich). Das zweite Arbeitsblatt (aids_webgis_ab2) widmet sich den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von AIDS sowie möglichen Gegenmaßnahmen. In ein Wirkungsschema sollen vorgegebene Wortgruppen eingetragen werden. Im Rahmen von Aufgabe 2 recherchieren die Schülerinnen und Schüler auf vorgegebenen Webseiten, auf denen Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von AIDS beschrieben werden. Selbstständig und je nach Sprachkompetenz beschäftigen sie sich mit einer der angegeben Seiten (zum Teil englischsprachig). Daran sollte sich eine Diskussion über die dort dargestellten Maßnahmen anschließen.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Nachhaltige Forstwirtschaft im tropischen Regenwald

Unterrichtseinheit

Tropenholz eignet sich aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Salzwasser sehr gut für den Buhnenbau und wird seit Jahren an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns eingesetzt. Doch ist der Einsatz solch wertvollen Holzes für diesen Zweck nicht verwerflich? Wird damit etwa die Zerstörung des tropischen Regenwaldes staatlich subventioniert?Diese Fragen führen zum Thema Nachhaltige Forstwirtschaft, die eine Zukunftsperspektive für den tropischen Regenwald Süd- und Mittelamerikas und der darin lebenden Menschen aufzeigt. ?Die beste Art, tropische Wälder zu schützen, ist, diese nachhaltig zu nutzen.? Mit diesem Motto wirbt die Schweizer Firma Precious Woods AG und bewirtschaftet gewinnbringend riesige Flächen in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas nach den Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft. Der sonst recht abstrakte Begriff der Nachhaltigkeit kann mithilfe der ausführlichen Website von Precious Woods sehr anschaulich vermittelt werden. Gleichzeitig kann das verbreitete Vorurteil, dass die Nutzung von Tropenholz prinzipiell zur Zerstörung der Regenwälder beitrage und daher verwerflich sei, zumindest differenziert werden - es kommt eben auf die Art der Holzgewinnung an. Für die Schülerinnen und Schüler erwächst daraus die Einsicht, Nutzungssysteme genau zu analysieren und erst dann zu urteilen ? ein nicht zu unterschätzender Beitrag zu einer raumbezogenen Handlungskompetenz.Die Aktivitäten am Rechner erfordern lediglich Kenntnisse im Umgang mit dem Browser und einer Textverarbeitungssoftware. Inhaltlich sollen die Schülerinnen und Schüler bereits mit der Bedrohung der Regenwälder durch die Vernichtung riesiger Flächen vertraut sein. Die Unterrichtseinheit sollte daher den Abschluss der Behandlung des Themas tropischer Regenwälder bilden und die Frage beantworten, ob überhaupt tropische Regenwälder genutzt werden dürfen und wenn ja, wie dies erfolgen sollte. Für die Fragen des Klimaschutzes durch die nachhaltige Holznutzung sind entsprechende Kenntnisse der Kohlendioxidfixierung durch die Wälder aus der Biologie abzufragen oder selbst einzubringen. Didaktisches Konzept Hinweise zur Klärung des Begriffs Nachhaltigkeit sowie zur induktiven oder deduktiven Herangehensweise an das Thema. Unterrichtsverlauf und Arbeitsblätter Der Einstieg in Thematik erfolgt über Bildimpulse. Die Arbeitsblätter können Sie sich hier einzeln herunterladen. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Begriff der Nachhaltigkeit erklären können. die Nutzung des Holzes im tropischen Regenwald unter den Bedingungen der nachhaltigen Forstwirtschaft kennen und am Beispiel erläutern können. ihre Diskurs- und Urteilsfähigkeit am Beispiel der Nutzung tropischer Hölzer entwickeln. die nachhaltige Forstwirtschaft als eine Möglichkeit zur Entwicklung des Raumes kennen und bewerten. die nachhaltige Nutzung von Holz als aktiven Umweltschutz begreifen. Thema Nachhaltige Forstwirtschaft im tropischen Regenwald Autor Jens Joachim Fach Geographie Zielgruppe Klasse 8 Zeitraum 1-2 Stunden Technische Voraussetzungen Ein Rechner pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende) mit Internetanschluss, idealerweise Beamer Die Beschäftigung mit dem Thema kann induktiv oder deduktiv erfolgen: Deduktiv Ausgehend vom Begriff der Nachhaltigkeit werden das konkrete Anwendungsbeispiel behandelt und daran die Komponenten untersucht. Induktiv Zunächst wird die nachhaltige Nutzung des tropischen Regenwaldes behandelt und danach im Sinne der Nachhaltigkeit verallgemeinert. Der didaktischen Form entsprechend muss der Einstieg gewählt werden. Beim induktiven Vorgehen wäre zur Motivation der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel eine auf Gewinn orientierte Aktiengesellschaft und deren "Machenschaften" im tropischen Regenwald zu untersuchen. "Knalleffekt" wäre dann die Auflösung, dass diese AG auf die Entwicklung des Raumes sehr positiv wirkt. In jedem Fall soll der Vermittlung des Begriffes der Nachhaltigkeit viel Raum gegeben werden, da dieser sich durch den gesamten Geografieunterricht zieht. Weil auch in der Politik der Begriff der Nachhaltigkeit zunehmend inflationär verwendet wird, muss hier erst recht für eine klare Begriffsbildung gesorgt werden. Im Folgenden wird der deduktive Weg beschrieben. Am Anfang des Unterrichts steht der Begriff der Nachhaltigkeit. Er wird an die Fragestellung der nachhaltigen Nutzung des tropischen Regenwaldes gebunden. Wesentlich ist dabei, das der Begriff der Nachhaltigkeit nicht auf die Ökologie begrenzt bleibt. Der folgende "Leitsatz" aus dem Brundtland-Bericht von 1987 wird also um die ökonomischen und sozialen Belange erweitert: "Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." Es geht um die Verknüpfung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen. Im Wesentlichen soll die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensverhältnisse mit der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang gebracht werden. Gleichzeitig stellt das Leitbild der Nachhaltigkeit hohe Anforderungen an die Privatwirtschaft - in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht. Die Stellung der Ökologie an der Spitze des Dreiecks in Abb. 1 verdeutlicht, dass die Ansprüche von Wirtschaft und Gesellschaft die Natur und deren Ressourcen benötigen und beeinflussen. Im Umkehrschluss gilt daher, dass sich die Bedürfnisse ohne Ressourcen nicht befriedigen lassen. Ein schonender Ressourcenverbrauch, ganz im Sinne des Leitsatzes aus dem Brundtland-Bericht, muss die notwendige Konsequenz sein. Der Schutz der tropischen Regenwälder ist ohne eine Berücksichtigung der wirtschaftlichen Perspektiven der dort lebenden Menschen nicht möglich - eine Vernachlässigung dieses Faktors muss zu weiterem Raubbau führen. Nachhaltige Alternativen sind gefragt! Ausgangspunkt für das Anwendungsbeispiel bildet die Gegenüberstellung eines Fotos der Ostseeküste mit Buhnen (Abb. 2) und eines Fotos aus dem tropischen Regenwald. (Das in der Unterrichtseinheit verwendete Regenwaldfoto können wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht zum Download anbieten - über die Bildersuche bei Google werden Sie jedoch schnell fündig.) Die Schülerinnen und Schüler werden gefragt, was diese Fotos miteinander verbindet. Nach der Beantwortung kann der scheinbare Widerspruch noch mit der provokativen These zugespitzt werden, dass Mecklenburg-Vorpommern tropische Hölzer für den Küstenschutz verbaut und damit zur Vernichtung des Regenwaldes beitrage. Spätestens hier sind die Schülerinnen und Schüler motiviert, den Widerspruch zu lösen. In Anwendung der Kenntnisse von Arbeitsblatt 1 zu den Aspekten der Nachhaltigkeit können die Arbeitsblätter 2 und 3 von den Schülerinnen und Schülern selbstständig erarbeitet werden. Mit den entsprechenden Internetadressen stellt dies die konkrete Bezugnahme zu einem Beispiel dar. Eine arbeitsteilige Gruppenarbeit ist für eine effektive Zeitausnutzung sinnvoll. Anschließend werden die Ergebnisse vorgestellt (beziehungsweise miteinander verglichen). In dieser Phase muss auch deutlich werden, dass - gemessen am gesamten Bestand des Regenwaldes - nur eine verschwindend kleine Fläche nachhaltig genutzt wird und es daher noch ein gewaltiges Entwicklungspotenzial gibt. Die Frage des Klimaschutzes durch die nachhaltige Nutzung von Holz ist ein sehr schöner Nebeneffekt der Behandlung. Hier sollte der Maßstabswechsel zum heimischen Wald erfolgen, der auch auf dem Arbeitsblatt thematisiert wird (Arbeitsblatt 4).

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Globale Entwicklungsunterschiede differenzieren

Unterrichtseinheit

Die von der UNO herausgegebene Skalierung der Länder nach dem Human Development Index (HDI) sieht eine Dreiteilung vor. Für eine differenzierte Betrachtung ist diese Einteilung ungeeignet. Mit dem frei zugänglichen Onlinedienst „WebGIS Sachsen“ lässt sich diese Skalierung nach eigenem Ermessen verfeinern und damit für den Unterricht gebrauchsfähiger machen.Geographische Informationssysteme (GIS) sind in erster Linie Werkzeuge, die eingesetzt werden um komplexe Fragestellungen zu beantworten. Dies gilt umso mehr für webgestützte GIS (WebGIS), da diese aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionalität oft als reine ?Info-GIS? fungieren. ?WebGIS Sachsen? bietet jedoch darüber hinaus die Funktionalität des Editierens vorhandener Legenden und das Erstellen neuer thematischer Karten. Damit die Lernenden eine differenziertere Skalierung mithilfe des "WebGIS Sachsen" selbstständig durchführen können, müssen vorher wesentliche Eigenschaften des Karteneditors gemeinsam oder selbstständig mit der Online-Hilfe des WebGIS-Dienstes erarbeitet werden. Dies könnte auch zu Hause erfolgen. Voraussetzungen und Tipps zur Nutzung des Karteneditors Hinweise zu den technischen und inhaltlichen Voraussetzungen der Unterrichtseinheit sowie eine kurze Anleitung zur Nutzung des Karteneditors des Online-Dienstes "WebGIS Sachsen". Unterrichtsverlauf und Materialien Die Einheit gliedert sich in zwei Bereiche: Die Nutzung eines WebGIS als Werkzeug für die Erstellung eigener Legenden sowie die inhaltliche Auswertung globaler Entwicklungsunterschiede. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand der Einteilung der UNO eine grobe Vorstellung von Entwicklungsunterschieden entwickeln. Unzulänglichkeiten in der Skalierung einer Karte erkennen. eine eigene Legende zum HDI skalieren. differenziertere Einsichten in Entwicklungsunterschiede gewinnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die Arbeit am Computer als kommunikative und interaktive Gruppenarbeit verstehen. ein WebGIS als Informationsquelle nutzen. Kartenkritik an gegebenen Skalierungen üben. mit selbst erstellten Legenden kritisch umgehen. Thema WebGIS Sachsen: Globale Entwicklungsunterschiede differenzieren Autor Jens Joachim Fach Geographie Zielgruppe ab Klasse 10 Zeitraum 1-2 Stunden Technische Voraussetzungen 1 Computer mit Internetanschluss pro Arbeitsgruppe (2-3 Lernende), Beamer, Internet-Browser (Javascript und Popups müssen zugelassen sein) Technische Voraussetzungen Mit den standardmäßigen Sicherheitseinstellungen des Browsers ist "WebGIS Sachsen" meist nicht vollständig nutzbar. Der Karteneditor läuft als Popup. Popups sind in den Browsereinstellungen jedoch meist gesperrt. Daher müssen im Vorfeld des Unterrichts in den Browser-Menüs Popups zugelassen werden. Der Human Development Index (HDI) Inhaltliche Voraussetzung für die Durchführung dieser Unterrichtseinheit ist die Beschäftigung mit dem HDI (siehe Unterrichtseinheit Regionale Disparitäten mit WebGIS ). Die dort von der UNO verwendeten Abgrenzungen sind recht grob und lassen eine differenziertere Auswertung der Daten nicht zu. Länder wie Argentinien und Deutschland werden zum Beispiel auf eine Ebene gestellt. Asien erscheint sogar bis auf wenige Ausnahmen in einer Farbe. Die Schülerinnen und Schüler werden aus eigener Erfahrung wissen, dass dies nicht die Realität der Welt abbildet. Um ihnen ein differenzierteres Bild unserer Welt zu vermitteln, ist eine weitere Skalierung erforderlich. Funktionen des WebGIS-Dienstes kennen lernen Damit die Lernenden eine differenziertere Skalierung mithilfe des "WebGIS Sachsen" selbstständig durchführen können, müssen vorher wesentliche Eigenschaften des Karteneditors gemeinsam oder selbstständig mit der Online-Hilfe des WebGIS-Dienstes erarbeitet werden. Dies könnte auch zu Hause erfolgen. Nach erfolgter Registrierung bei "WebGIS Sachsen" können Karten auf dem sächsischen Bildungsserver gespeichert werden (über einen Klick auf das Diskettensymbol in der oberen Werkzeugleiste des WebGIS kommen Sie zum Anmeldeformular). Auch diese Funktion wird in der Online-Hilfe des WebGIS-Dienstes erläutert. Somit kann wertvolle Unterrichtszeit gespart werden. Nach der Erstellung der eigenen Legenden sollte die inhaltliche Arbeit zu Entwicklungsunterschieden der Erde erfolgen. Die prinzipiellen Funktionalitäten des WebGIS sind auf den WebGIS-Sachsen-Seiten in Form einer Kurzanleitung als PDF-Datei abrufbar. WebGIS Sachsen Auf dem sächsischen Bildungsserver finden Sie den Online-Dienst zum Thema "Regionale Disparitäten auf der Erde". Anleitung zum WebGIS "Regionale Disparitäten der Erde " Hier werden die wichtigsten Funktionen und Angebote des Online-Dienstes kurz skizziert. 1. HDI-Karte aufrufen Rufen Sie auf der "WebGIS Sachsen"-Homepage den Online-Dienst zum Thema "Regionale Disparitäten auf der Erde" auf. Klicken Sie in dem Ordner "Übersicht" auf den Punkt "HDI nach UNO differenziert". 2. Karteneditor aufrufen Klicken Sie in der oberen Werkzeugleiste auf das Symbol des Karteneditors (rotes, gelbes und grünes Quadrat). Es wird die vorgegebene Legende dargestellt. 3. Legende nach eigenen Kriterien verändern In dem Fenster des Karteneditors (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken) können Sie nun die Klassen sowie die Zahl der Klassen verändern. Achten Sie darauf, dass in der Skalierung keine Lücken in den Werten entstehen! Länder, die in diese Lücken fallen, werden in der neuen Karte nicht dargestellt. Um dies zu verhindern, sollte der Maximalwert der unteren Klasse (mathematisch mit "kleiner als" definiert) der Minimalwert der nächst höheren Klasse (mathematisch mit "größer/gleich als" definiert) sein. 4. Kartentitel eingeben Der von Ihnen in das entsprechende Feld eingegebene neue Kartentitel erscheint über der Legende in der neu erstellten Karte. 5. "Neue Legende erstellen" und "Neue Karte erstellen" Wichtig: Soll die erstellte Karte von den Schülerinnen und Schüler zu Hause oder zu einem späteren Zeitpunkt im Unterricht weiter bearbeitet und verändert werden, muss als letzter Schritt "Neue Karte erstellen" angeklickt werden. Die neue Karte erscheint dann im Ordner "Eigene Karten" im WebGIS-Browserfenster. Nur die in diesem Ordner abgelegten Karten können nach einer Registrierung gespeichert werden. Alle anderen Veränderungen der Legenden werden mit dem Schließen des Browsers gelöscht. Ausgangspunkt der Unterrichtseinheit ist das Kennenlernen des HDI als übergreifenden Indikator für den Entwicklungsstand eines Landes. Dieser kann in der ersten Stunde mithilfe der Online-Enzyklopädie Wikipedia oder mit den in allen Schulbüchern dazu angebotenen Inhalten erarbeitet werden. Wikipedia: Human Development Index Allgemeine Informationen zum Thema bei der freien Online-Enzyklopädie - nach Wikipedia-Art mit zahlreichen Querverweisen. Mit der angebotenen Skalierung in der HDI-Karte des Online-Dienstes "WebGIS Sachsen" kann ein erster Überblick über den auf dieser Basis erreichten Entwicklungsstand der Länder gewonnen werden (globale_entwicklungsunterschiede_ab1.rtf). In einer Kartenkritik wird unter anderem deutlich, dass für Asien durch die einheitliche Farbe keine differenzierte Betrachtung möglich ist. Dafür kommt nun der Karteneditor im Unterricht zum Einsatz. Alternativ kann die differenzierte Betrachtung mithilfe des Karteneditors auch als Hausaufgabe gestellt werden. Dies setzt jedoch Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in der Nutzung von Online-Hilfen voraus. Die Registrierung der Lernenden (Voraussetzung für das Abspeichern selbst erstellter Karten) sollte bereits in der Schule erfolgen, um eventuell damit verbundene Fragen sofort zu beantworten. Um annähernd gleiche Karten zu erhalten, sollten die Anzahl der in der Karte dargestellten Klassen und die Werteverteilung festgelegt werden. Es bietet sich eine Schrittfolge in Zehnteln an, beginnend bei "kleiner als 0,3" bis "größer als 0,9". Damit ergeben sich acht Klassen. Die Intervalle sollten per Hand mit vollen Zehnteln als Grenzen eingegeben werden. Da auch der Farbverlauf frei gewählt werden kann, lassen sich die Farbverläufe innerhalb der "Grobklassen" erstellen. Mit der so erstellten Karte ist nun eine differenziertere Auswertung möglich (globale_entwicklungsunterschiede_ab2.rtf).

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wasser - lokal und global

Unterrichtseinheit

Wasser ist Thema, wenn es um Gegenwart und Zukunft unserer Umwelt geht. Viele lokale Umweltinitiativen haben Wasser im Blick: Trinkwasserqualität, Sicherung der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung oder Probleme mit dem Grundwasser sind nur einige ausgewählte Themen. Wasser ist aber auch ein Thema in globalen Zusammenhängen.Wenn auch genug Wasser auf der Erde vorhanden ist, so haben doch nicht alle Menschen Zugang zu Wasser, und noch mehr Menschen fehlt ein Abwassersystem. In den "Millennium Development Goals", die im Jahr 2001 unter anderem von den Vereinten Nationen formuliert wurden, wird in Ziel 7 (Umwelt) dem Wasser ein wichtiger Schwerpunkt gewidmet. Jährlich erstellt die UNESCO einen "Weltwasserbericht", in dem Fortschritte und Probleme zur Wasserproblematik Thema sind. Um dieses Themenfeld geht es in diesem Unterrichtsvorschlag. In fünf Bausteinen werden lokale und globale Bezüge hergestellt.Um Fortschritte und Probleme rund um das Thema Wasser geht es in diesem Unterrichtsvorschlag. In fünf Bausteinen werden Aspekte wie der eigene Wasserverbrauch, globale Wasserprobleme und Wasser als Entwicklungsziel behandelt. Informationen zu den Bausteinen Die verschiedenen Themen und Schwerpunkte der fünf Bausteine werden hier in einer kurzen Übersicht dargestellt. Lehrplanbezüge und Methoden Lehrplanbezüge und didaktisch-methodische Hinweise zum Unterrichtsvorschlag finden Sie auf dieser Unterseite. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschaffen Informationen zu Fragen der Globalisierung und Entwicklung - hier insbesondere im Blick auf das Problemfeld Wasser - und verarbeiten diese themenbezogen. erkennen die soziokulturelle und natürliche Vielfalt in der Einen Welt. erkennen gesellschaftliche Handlungsebenen vom Individuum bis zur Weltebene in ihrer jeweiligen Funktion für Entwicklungsprozesse sowie Möglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen. machen sich eigene und fremde Wertorientierungen in ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung bewusst, würdigen und reflektieren sie (unter anderem bei der Suche nach Möglichkeiten, selbst zu handeln). erkennen Bereiche persönlicher Mitverantwortung für Mensch und Umwelt und nehmen sie als Herausforderung an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Kommunikationsformen des Internet (Web, E-Mail, Chat, Forum, Newsdienste) kennen und nutzen diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Information und Meinungsbildung. nutzen das Internet, E-Mail und Newsdienste als Medium zur aktuellen und authentischen Recherche und reflektieren diese Nutzung kritisch. setzen sich intensiv mit einzelnen Online-Angeboten auseinander und versuchen, diese zu bewerten. präsentieren ihre Arbeiten mithilfe von multimedialen Elementen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen interessenbestimmte und soziokulturelle Möglichkeiten in Kommunikation und Zusammenarbeit und überwinden sie bei Konfliktlösungen. sichern die gesellschaftliche Handlungsfähigkeit im globalen Wandel durch Offenheit und Innovationsbereitschaft sowie durch eine angemessene Reduktion von Komplexität. sind fähig und aufgrund ihrer mündigen Entscheidung bereit, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen. Wasser ist lebensnotwendig. Bei uns kommt es aus dem Wasserhahn und ist eines der am meisten kontrollierten Lebensmittel, das Abwasser wird zuverlässig entsorgt. In diesem Baustein wird unser täglicher Wasserverbrauch näher unter die Lupe genommen. Hintergründe und Zusammenhänge erarbeiten Auf der Erde gibt es so viel Wasser, dass selbst wenn die Menschheit weiter wächst, alle Menschen versorgt werden könnten. Was nicht in Ordnung ist, ist, dass nicht alle Menschen auf der Welt Zugang zu gesundem Wasser haben. Die UN schätzen, dass 2025 von 8,5 Milliarden Menschen drei Milliarden keinen Zugang zu Wasser haben werden. In diesem Baustein sollen Hintergründe und Zusammenhänge erarbeitet werden. Zur Arbeitsform Hier kann in Einzelarbeit oder in arbeitsgleicher Gruppenarbeit gearbeitet werden. Wichtig ist, dass in einem zweiten Schritt die Arbeitsergebnisse verglichen und in komprimierte Form, zum Beispiel als Präsentation oder Wandzeitungsbeitrag, festgehalten werden. Die UNESCO - eine Unterorganisation der Vereinten Nationen (UN) - hat am 12. März 2012 den vierten Weltwasserbericht vorgestellt. In dem globalen Programm zur Wasserbewertung arbeiten 19 UN-Organisationen mit der UNESCO zusammen. Das Thema dieses Berichts lautet "Wasserbewirtschaftung - Unsicherheiten und Risiken". Der Baustein kann ab Klassenstufe 9 eingesetzt werden. Vier Handlungsfelder festgelegt Die Millenniumserklärung ist im Jahr 2000 aus dem bis dahin größten Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York entstanden. Vertreter von 189 Ländern kamen zusammen, um die Aufgaben für die internationale Politik im 21. Jahrhundert zu beschreiben. Dabei wurden vier programmatische und sich wechselseitig bedingende Handlungsfelder bestimmt: Frieden, Sicherheit und Abrüstung Entwicklung und Armutsbekämpfung Schutz der gemeinsamen Umwelt Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung Millennium-Entwicklungsziele im Mittelpunkt des Bausteins Die Staatengemeinschaft stellt in der Millenniumserklärung dar, wie sie diesen zentralen Herausforderungen zu Beginn des neuen Jahrtausends begegnen will. Somit wurde eine neue globale Partnerschaft für die Entwicklung eingeleitet. Dieser Baustein will auf die Millennium-Entwicklungsziele aufmerksam machen und stellt das Ziel 7, eine nachhaltige Umwelt zu gewährleisten, in den Mittelpunkt. Der Baustein kann ab Klasse 8 im Unterricht eingesetzt werden. In diesem Baustein stehen Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Es geht um Tätigwerden mit Blick auf die Wassersituation am eigenen Wohnort und um Engagement hinsichtlich weltweiter Problemlagen. Der Baustein kann ab Klassenstufe 8 angewandt werden. Bezug zum Lernbereich Globale Entwicklung Die Unterrichtssequenz hat "Wasser in seinen lokalen und globalen Bezügen" im Blick. Im Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung - erstellt von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) - hat das Thema einen wichtigen Stellenwert. Es gehört in den Themenbereich "9. Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen und Energiegewinnung" und berührt die Themenbereiche "6. Gesundheit und Krankheit" sowie "19. Entwicklungszusammenarbeit und ihre Institutionen". Im Bereich weltweiter Bemühungen im Rahmen der UNO berührt es auch den Bereich "20. Global governance - Weltordnungspolitik". Umsetzbar in mehreren Unterrichtsfächern Die Sequenz ist modular einsetzbar in den Unterrichtsfächern der politischen Bildung, im Erdkundeunterricht, im Religions- und Ethikunterricht und natürlich im fächerübergreifenden Unterricht. Anknüpfung an die Lebenssituation der Lerngruppe Die Arbeit im ersten Baustein knüpft an die Lebenssituation der Lerngruppe an. Die Planungsidee, die hinter dieser Unterrichtssequenz steht, geht davon aus, dass Schülerinnen und Schüler bei intensiver Beschäftigung mit den Materialien selbst vertiefend tätig werden. Hier wird natürlich aufbauend auf die in der Klasse vorhandenen methodischen Fertigkeiten gearbeitet. Je weniger die Klasse an ein solch selbständiges Arbeiten gewöhnt ist, desto stärker sollten die Hilfestellungen durch die Lehrkraft sein. Voreinstellungen und Problembewusstsein berücksichtigen In der Erarbeitungsphase sollen die Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen mithilfe der auf den Arbeitsblättern präsentierten Adressen recherchieren. Je nach Vorerfahrungen der Lerngruppe kann dies um eigene Recherchen, zum Beispiel ausgehend von der Linkliste, ergänzt werden. Die Problemstellung für diese Phase sollte in der Lerngruppe vorher gemeinsam entwickelt werden. Dies soll sicherstellen, dass die Arbeit möglichst eng an die Voreinstellungen und das in der Klasse vorhandene Problembewusstsein anknüpft. Ähnliches gilt für die Präsentation der Gruppenarbeitsergebnisse: Auch hier sollte auf die in der Lerngruppe erprobten Möglichkeiten zurückgegriffen werden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II