Tipp der Redaktion

Fächerübergreifend

Schule der Zukunft
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Fächerübergreifend

In einem Interview klärt Berufsschullehrer und Lehrkräftefortbilder Dr. Jens Soemers darüber auf, wie zukunftsorientierter Unterricht aussehen kann.

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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

Aufnahme eines Handys, mit dem ein Stop-Motion-Film erstellt wird
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Stop-Motion-Filmabenteuer gestalten

In dieser Unterrichtsreihe zum Thema Stop-Motion-Filme arbeiten die Lernenden in Animations-Filmteams und erwecken ihre eigenen Zeichnungen zum Leben.

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Überfischung und Verschmutzung stoppen

Fischerboot wirft Netze aus
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Überfischung und Verschmutzung stoppen

In dieser Unterrichtseinheit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 14 "Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig erhalten und nutzen" erkunden die Lernenden eigenständig die Bedrohungen der Weltmeere und…

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Wissen im wunderbaren Wandel: eine neue Offenheit für digitale Bildung

Fachartikel

Dieser Fachartikel beschäftigt sich mit den Chancen des DigitalPakt Schule sowie den von den Schulen gestellten Anforderungen für eine erfolgreiche Umsetzung des digitalen und hybriden Unterrichts. Digitaler Wandel im Bildungsbereich Wie aus einer Raupe irgendwann ein Schmetterling wird, so ist auch unser teils analog ausgerichtetes Bildungssystem zunehmend im Begriff, sich einer digitalen Wandlung zu unterziehen. Dadurch erhält es eine Chance, sich neu zu definieren, eventuell in ungeahnte Höhen aufzusteigen, Horizonte zu erweitern und Grenzen zu überwinden, welche im analogen Unterricht unüberwindbar erscheinen. Um das zu erreichen, kann Offenheit hilfreich sein – sowohl in unseren Köpfen als auch auf technologischer Ebene. Der Kokon, der diese Verwandlung beflügeln soll, ist der DigitalPakt Schule. Damit stellt der Bund über fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um das digitale Upgrade an unseren Schulen zu ermöglichen: interaktive Whiteboards, Schüler- und Lehrer-Tablets, stabiles WLAN, online abrufbare Lehr- und Lerninhalte und natürlich auch der Ausbau des hybriden Unterrichts, der gerade jetzt in der Corona-Zeit deutlich in den Fokus gerückt ist. Technologie und Digitalisierung können ein neuer Standard an unseren Schulen werden, denn Kinder wachsen heutzutage mit diesen Dingen auf – nur im Unterricht müssen viele noch darauf verzichten. Ein digitales Klassenzimmer kann diese Lücke schließen und die Lernbereitschaft möglicherweise sogar verbessern. Eine Einbindung von unterschiedlichen Medien, Apps, dem Internet und Gamification-Methoden ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, die den Unterricht interaktiv, modern und spannend gestalten können. Eine Leitidee für mehr Offenheit Das erstrebenswerte Ziel des DigitalPakt Schule steht also fest. Damit jedoch auf dem Weg dorthin nicht ins Blaue digitalisiert wird, hat der Bund eine Leitidee vorgegeben. Sie gibt eine offene, dezentral organisierte und digitale Infrastruktur vor, die auf schon heute gut funktionierende Lösungen und Technologien aufbaut. Auch muss eine technologieoffene, erweiterungs- und anschlussfähige Implementierung in bereits vorhandene Systeme ermöglicht werden, egal ob es sich dabei um regionale, landesweite oder länderübergreifende Systeme handelt. Kurz gesagt: Die Leitidee fordert Systemoffenheit auf allen Ebenen. Im Unterricht kann sich dies unter anderem im Einsatz von Endgeräten bemerkbar machen. Sei es bei der Nutzung von Software und dem Zugang zu Bildungsinhalten oder der Hardware, die über die Schnittstellen mit weiteren Geräten angeschlossen werden kann: Komponenten sollen flexibel, kompatibel und erweiterbar sein. Pragmatisch, praktisch, gut? Einige Schulen haben bereits gehandelt und auf pragmatische Lösungen gesetzt. Während die einen kurzerhand Endgeräte eingekauft haben, wurden anderweitig die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise ihre Eltern angehalten, sich mit unterrichtskompatiblen Geräten auszustatten. Es heißt nicht umsonst, dass im Sturm jeder Hafen recht ist – gerade jetzt, wo wir uns durch die Pandemie bewegen. Dennoch ist eine gewisse Weitsicht gefragt und eine Lösung, die nicht nur den Einkauf von Endgeräten beinhaltet. Nach und nach rücken weitere wichtige Faktoren in den Vordergrund, die dazu führen können, dass Schulen und vor allem die Lehrkräfte vor zahlreiche Herausforderungen gestellt werden: Dinge wie beispielsweise die Datensicherheit oder der Schutz vor Viren und schädlichen Inhalten aus dem Internet, die Verwaltungsmöglichkeiten von Schülergeräten und Zugriffsrechten im Unterricht, die Bereitstellung und Installation von Anwendungen und natürlich auch der Zugang zu Lehr- und Lernmaterialien. All das sollte nicht auf den Schultern von Lehrkräften lasten. Hier kann eine übergreifende Lösung helfen, die Schulen und Lehrerkollegien diese Aufgabenstellung abnimmt und sie meistert. Eine Lösung, die Flügel verleihen kann Eine dieser Lösungen ist zum Beispiel Samsung Neues Lernen. Samsung bietet ein ganzheitliches und modulares Lösungspaket, das in bestehende Infrastrukturen von Schulen implementiert werden kann. Die Einrichtung und Konfiguration ist bei dieser Lösung recht unkompliziert gehalten, um Lehrkräften den Einstieg in den digitalen Schulbetrieb oder hybriden Unterricht zu erleichtern. Schließlich sollen diese sich auf das konzentrieren können, was am wichtigsten ist: den Unterricht.

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Das internationale Einheitensystem (SI): Vereinheitlichung durch Naturkonstanten

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit zum Thema "SI-Einheiten" beschäftigt sich mit den seit vielen Jahren zunehmenden Problemen bei der genauen Vermessung der Welt. Am 16. November 2018 kamen in Versailles die Ländervertreter für nahezu 100 Staaten zur Generalkonferenz für Maß und Gewicht zusammen und trafen einstimmig eine historische Entscheidung: Das internationale Einheitensystem (Système international d‘unités, kurz SI-System genannt) soll von Grund auf renoviert werden. In dieser Unterrichtseinheit werden die Lernenden zunächst mit den Unzulänglichkeiten des seit Jahrzehnten geltenden "alten SI-Einheitensystems" vertraut gemacht. Dazu werden anhand des in vielen physikalischen Größen benötigten Kilogramms sowie exemplarisch bei der Definition der Stromstärke gezeigt, welche weitreichenden Fehler und Ungenauigkeiten sich bei diesen "willkürlich" gewählten Einheiten in der Vergangenheit ergaben. Mit der Einführung des neuen SI-Systems im Mai 2019 gelang es, die bisher verwendeten Einheiten mithilfe von – nach heutigem Wissen – unveränderlichen Naturkonstanten zu definieren und durch Verknüpfungen der einzelnen Naturkonstanten miteinander zu kombinieren. Die Genauigkeit der sieben sogenannten Basiseinheiten Sekunde, Meter, Kilogramm, Ampere, Kelvin, Mol und Candela und der sie definierenden Naturkonstanten werden durch Präzisionsmessungen beschrieben. Durch Ableitungen und Umformungen erkennen die Lernenden die Zusammenhänge. Den Unterricht begleitend und ergänzend können den Lernenden vier kurze Videos angeboten werden, die von im Rahmen der sogenannten "Mini Lectures" (ML) zur Verfügung gestellt werden. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht . Das Thema "Neue SI-Einheiten – ihre Vereinheitlichung" im Unterricht Dieses alle Fachrichtungen der Physik umfassende Thema zeigt über die Neudefinition der veralteten SI-Einheiten, wie die sieben neuen Basiseinheiten der Physik über allgemein gültige und nach jetzigem Wissensstand unveränderliche Naturkonstanten miteinander verknüpft werden können. Dabei werden die Schwachstellen des alten SI-Systems, die vor allem mit den problematischen Definitionen des Kilogramms und daraus resultierend mit Ampere und Kelvin zusammenhängen, beseitigt. Vorkenntnisse Die für die Neugestaltung des SI-Systems wichtigen Naturkonstanten wie Lichtgeschwindigkeit, Avogadro-Konstante und Boltzmann-Konstante sollten im Rahmen des Unterrichtes der Sekundarstufen I und II bereits besprochen worden sein. Besondere Bedeutung kommt darüber hinaus dem Planck´schen Wirkungsquantum zu, dessen Kenntnis voraussetzt, dass die Grundlagen der Quantenphysik ebenfalls bereits erarbeitet wurden. Didaktische und methodische Analyse Klaus von Klitzing, der den Nobelpreis in Physik für die Entdeckung des sogenannten quantisierten Hall-Effekts im Grenobler Hochfeld-Magnetlabor erhielt, bezeichnete bei der Generalkonferenz für Maße und Gewichte im Jahr 2018 die Neuordnung des SI-Einheitensystems als "die größte Umwälzung im Einheitensystem seit der Französischen Revolution". Schul- und Lehrbücher müssen umgeschrieben werden; Naturkonstanten sind keine Messgrößen mehr, sondern besitzen exakte Werte. Physiklehrkräfte und in der Folge ihre Lernenden müssen umlernen, denn nun sind unverrückbare Naturkonstanten vorhanden: Die Werte der sieben neuen Basiseinheiten stellen keine willkürlich gewählten Ausgangsgrößen mehr dar, sondern sind umgekehrt durch Konstanten definiert und festgelegt. Allerdings ist das neue internationale Einheitensystem wesentlich abstrakter und für die Lernenden anspruchsvoller als das bisherige System. Deshalb ist es für jeden Schüler und jede Schülerin besonders wichtig, die generelle Bedeutung der Naturkonstanten in ihren Grundzügen zu verstehen und das dahinterstehende Konzept zu hinterfragen. Fragestellungen wie etwa, was Naturkonstanten überhaupt sind, warum sie so sind wie sie sind oder woher sie letztlich kommen, müssen beantwortet werden. Danach geht es erst um das Verstehen der einzelnen Naturkonstanten, was bei der Lichtgeschwindigkeit sicher noch gut nachvollziehbar ist, aber bei einer Konstante wie dem Planck´schen Wirkungsquantum mit der eigenartig anmutenden Dimension einer "Wirkung" schon deutlich komplexer wird. Schwierig wird es für die Lernenden auch dadurch, dass die ausgewählten Naturkonstanten nicht identisch die Basiseinheiten abbilden – dies würde nur "funktionieren", wenn jede Einheit ihre eigene "Konstante" bekommen hätte. Allerdings wäre es dann auch notwendig, dass diese "Konstante" dann auch die Dimension dieser Einheit hätte. Eine solche einfache Zuordnung war die frühere Definition des Meters über eine bestimmte Lichtwellenlänge als Basiseinheit. So einfach macht es das neue SI-Einheitensystem den Lernenden nicht: Vielmehr werden alle mechanischen Größen, die sich aus den Einheiten für Zeit, Länge und Masse zusammensetzen, über die drei Naturkonstanten für eine Frequenz Δv( 133 Cs), die Lichtgeschwindigkeit c und das Planck'sche Wirkungsquantum h dargestellt. Dies erfordert ein hohes Maß an Transferleistung und stellt eine durchaus große Herausforderung für die Lernenden dar - aber auch für Lehrerinnen und Lehrer, die neue didaktische und methodische Konzepte finden müssen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die Herleitung der für das neue SI-System nötigen Naturkonstanten nachvollziehen. wissen, dass die neuen Basiseinheiten keine willkürlichen Artefakte sind, sondern auf unveränderlichen Naturkonstanten beruhen. kennen die Zusammenhänge der einzelnen Basiseinheiten über die Naturkonstanten und können die Beziehungen herleiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich in Lehrbüchern und im Internet über physikalische Fakten und können entsprechende Kommentare vergleichend bewerten. können Animationen und Videos auf ihre Inhalte und sachliche Richtigkeit überprüfen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen in Partner- und Gruppenarbeit, wie man als Team optimal zusammenarbeitet. erwerben ausreichendes Fachwissen, um sich mit anderen Lernenden, aber auch Freunden und Eltern, wertfrei austauschen zu können. nehmen Erkenntnisse und Ergebnisse von Mitschülern und Mitschülerinnen auf und lernen so, die eigenen Ergebnisse richtig einzuordnen.

  • Mathematik / Rechnen & Logik / Technik / Sache & Technik
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Lehrerwitz "Wohin geht ein Mathelehrer, wenn ihm kalt ist?"

Cartoon

Bei Kälte sucht man sich gerne ein warmes Plätzchen. Aber ob 90 Grad nicht doch etwas zu warm sind? Die Schülerinnen und Schüler sind sich jedenfalls einig, dass ein rechter Winkel der perfekte Platz für eine frierende Mathematik-Lehrkraft ist!

  • Mathematik

Halbleiterphysik für Fortgeschrittene – Fragestellungen und Übungsaufgaben zum Bipolartransistor

Unterrichtseinheit
14,99 €

Zunächst lernen die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit die Unterschiede zwischen der Bewegungsrichtung von Elektronen (Minus nach Plus) und der willkürlich festgelegten technischen Stromrichtung (Plus nach Minus) kennen, was bei Schaltbildern und mathematischen Berechnungen sehr wichtig wird. Zudem werden die unterschiedlichen, den Transistor beschreibenden Kennlinien besprochen und in der Dreiquadranten-Darstellung aufgezeigt.An einfachen Beispielen werden die Lernenden mit Schaltskizzen und den jeweiligen Strom- und Spannungsverläufen in Abhängigkeit von der technischen Stromrichtung vertraut gemacht. Mit Widerständen können dabei die Stromstärken und Spannungen so gewählt werden, wie es für die Strombegrenzung und den zugehörigen Spannungsabfall nötig ist. Durch Auswertung vorgegebener Wertetabellen lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem, welche Bedeutung Begriffe wie Eingangskennlinie, Stromsteuerkennlinie und Ausgangskennlinie für die Basisstromstärke und die Kollektorstromstärke in Hinblick auf den Verstärkungsfaktor B haben. Halbleiterphysik und Bipolartransistoren als Unterrichtsthema Ohne Transistoren wäre die für uns alle selbstverständliche digitale Technologie nicht möglich, die auch von Laien ohne Kenntnis der dafür notwendigen Technik und Infrastruktur mit etwas Übung problemlos bedient werden kann. Dennoch sollten Schülerinnen und Schüler in dieser hochtechnisierten Welt mit einer Vielzahl von neuen Berufen im Hochtechnologiesektor einen Einblick in die grobe Funktionsweise im Rahmen des Schulunterrichts bekommen. Vorkenntnisse Grobe Vorkenntnisse können von Lernenden erwartet werden, die sich von klein an mit Elektronik in Form von Baukästen beschäftigt haben – für alle anderen wird die Halbleitertechnologie und im Besonderen der Transistor Neuland sein. Deshalb sollte im Unterricht auf gut nachvollziehbare Beispiele und Anwendungen zurückgegriffen werden. Es bietet sich zudem an, zuvor die Unterrichtseinheit Grundlagen des Bipolartransistors im Unterricht durchzunehmen. Didaktische Analyse Bei der Behandlung dieses Themas muss man darauf achten, dass Schülerinnen und Schüler nicht überfordert werden, was bei der Komplexität vieler Schaltungen mit Transistoren schnell passieren kann. Dies sollte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kurse in der Sekundarstufe II vorbehalten bleiben. Methodische Analyse Anhand überschaubarer Schaltskizzen in Verbindung mit Elektronikbaukästen – falls in der Physiksammlung vorhanden – können den Lernenden die Grundzüge der Funktions- und Anwendungsweise gut nähergebracht werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass man Transistoren als Schalter und Verstärker sowie vor allem als Speichermedium in extrem miniaturisierter Form für Computer dienen. kennen die verschiedenen Bauweisen von Transistoren (npn-Transistor und pnp-Transistor). können einfache Übungsaufgaben – wie etwa zur Stromverstärkung – erklären und berechnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbständig Fakten, Hintergründe und Kommentare im Internet. können die Inhalte von Videos, Clips und Animationen auf ihre sachliche Richtigkeit hin überprüfen und einordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Partner- und Gruppenarbeit das Zusammenarbeiten als Team. setzen sich mit den Ergebnissen der Mitschülerinnen und Mitschüler auseinandersetzen und lernen so, deren Ergebnisse mit den eigenen Ergebnissen konstruktiv zu vergleichen. erwerben genügend fachliches Wissen, um mit anderen Lernenden, Eltern und Freunden wertfrei diskutieren zu können.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I

Der Bipolartransistor: Funktionsweise und Aufbau von npn- und pnp-Transistoren

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Bipolartransistor wird dessen Nutzung und Anwendung genauer erläutert. Anhand von Skizzen und ausführlichen Erklärungen werden die Inhalte veranschaulicht dargestellt und verständlich vermittelt. Bipolartransistoren kommen in den unterschiedlichsten Arten von elektrischen beziehungsweise elektronischen Bauteilen zur Anwendung und gehören auch zu den grundlegenden Bausteinen moderner Schaltkreise. So können Bipolartransistoren Signale in Stromkreisen verstärken oder als einfache, elektronische Schalter fungieren. Nahezu alle Geräte, die elektronische Schaltungen zur Ausführung von Funktionen enthalten, verwenden solche Bipolartransistoren. Dabei gehört die Verstärkung von Strom oder Spannung eines Eingangssignals zusammen mit der Funktion als Schalter zu den nützlichsten Anwendungen dieser Bauteile. Arten von Bipolartransistoren Man unterscheidet zwei Arten von Bipolartransistoren, die als npn-Transistor oder pnp-Transistor bezeichnet werden. Die folgenden Abbildungen zeigen die Funktionsweise des npn-Transistors (Abb. 1a) sowie des pnp-Transistors (Abb. 1b) unter Einbeziehung des physikalischen Stromflusses.

  • Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik

Globales Lernen: öfter mal die Perspektive wechseln!

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel steht der Perspektivwechsel als eine Schlüsselqualifikation des Globalen Lernens im Vordergrund. Gleichzeitig wird am Beispiel des Diversitäts-Ansatzes die Notwendigkeit eines aktualisierten Bildungsauftrages verdeutlicht. Globales Lernen ist die pädagogische Antwort auf den Prozess der Globalisierung und trägt dazu bei, globale Zusammenhänge verständlich zu machen. Der Lernansatz und Kompetenzerwerb geht über die kognitive Lernziele vermittelnde Unterrichtspraxis hinaus, denn es bezieht auch die Persönlichkeitsbildung im Kontext der Weltgesellschaft mit ein. Das setzt eine Aktualisierung des Bildungsauftrages voraus, denn Lernen wird als ein ganzheitlicher Prozess verstanden, der beim Individuum auch eine Veränderung im Erleben und Verhalten zur Umgebung bewirkt. Zur Bewältigung dieser Herausforderung gibt das pädagogische Programm des Globalen Lernens als Lösungsansatz den Erwerb von alternativen, zukunftsorientierten Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen vor. Darin spielt der Perspektivwechsel, der Herausforderungen der Globalisierung als Chance begreifen lässt, eine zentrale und konstruktive Rolle. Perspektivwechsel als pädagogische Schlüsselqualifikation Unter Perspektivenwechsel wird im Kontext des Globalen Lernens die Fähigkeit verstanden, neben der eigenen Sicht auch andere, durch kulturelle Prägung variierende Sichten einzunehmen . Dies betrifft sowohl die Einschätzung von Situation und Ereignissen als auch die grundlegende Weltsicht. Bei kulturellen Begegnungssituationen wird die eigenkulturelle Haltung erkannt und hinterfragt, sodass neue Elemente ins Verhaltensschema integriert werden können und Empathie und Toleranz entsteht. Die Fähigkeit und Bereitschaft sich in die Werte und Standards einer oder mehrerer fremder Kulturen hineinversetzen zu können, sind im Hinblick auf die Lösung aktueller globaler Problemlagen wie zum Beispiel Armut, Menschenrechtsverletzungen, Flucht und Klimawandel von fundamentaler Bedeutung. Denn nur weltgemeinschaftlich – über Kulturen und Grenzen hinweg – ist es möglich, konstruktiv und erfolgreich an Lösungsansätzen für eine nachhaltige und menschenfreundliche Zukunftssicherung zu arbeiten. In diesem Sinne kann der Perspektivwechsel auch als ein grundlegender Baustein im pädagogischen Programm einer Friedenserziehung gelten, die wie das Globale Lernen auch, auf der Vision eines gleichberechtigten Zusammenlebens und Lernens basiert. Eine Grundvoraussetzung zur Verwirklichung dieser Vision ist die Anerkennung von Diversität als ein Überlebensprinzip für Natur, Mensch und Kultur. Ohne Vielfalt wäre die Erde ein toter Planet. Anders formuliert: Vielfalt und Unterschiede sind nicht nur wertvoll, sondern überlebenswichtig. Das gilt für das globale Ökosystem und die Menschheit gleichermaßen. Diese Einsicht ist auch für das Gelingen von einem interkulturellen Perspektivwechsel als Voraussetzung für ein (welt-) gesellschaftliches konstruktives und zukunftsfähiges Miteinander von zentraler Bedeutung. Vielfalt als Bereicherung und Chance begreifen Im Diversitäts-Ansatz geht es nicht nur um den Schutz und Erhalt von Vielfalt, sondern auch darum, die vielfältigen Leistungen und Erfahrungen von Menschen zu erkennen und sie als Potential zu nutzen. Als gesellschaftspolitischer Begriff wird Diversität vorwiegend auf folgenden Ebenen betrachtet: Ethnie, Kultur, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion und Weltanschauung. Dabei gilt die Prämisse, dass alle Menschen gleichwertig sind, unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen, kulturellen oder sozialen Identität. Und dass unterschiedliche Lebenserfahrungen von Vorteil sind. So werden neue Perspektiven berücksichtigt und bessere Lösungen für das menschliche Zusammen- und Überleben können entwickelt werden. In diesem Sinne ist die positive Interpretation von Diversität auch für den Perspektivwechsel elementar, nicht nur um neue Ideen und Innovationen aufzugreifen, sondern auch um sich fremdes Wissen und Erfahrungen zu eigen zu machen. Die Basis muss dabei in gegenseitiger Wertschätzung und nicht in der Absicht der ideellen oder materiellen Ausbeutung des Anderen liegen. Diversität zu leben und als gesellschaftskonstituierendes Element anzuerkennen bedeutet aber auch, menschenfeindliche Ideologien zu bekämpfen. Das verdeutlicht die Entstehungsgeschichte des Diversität-Konzeptes, das in der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung der USA liegt: Eine Bewegung, die großen Einfluss auf die Herausbildung weiterer sozialer Bewegungen von benachteiligten und diskriminierten Gruppen hatte und heute in der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung ihren Ausdruck findet. Material und Medieneinsatz zum Perspektivwechsel Beim Erlernen und Einüben des interkulturellen Perspektivwechsels spielt die Auswahl geeigneter Unterrichtsmaterialien eine entscheidende Rolle. In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung sind der Informationsbeschaffung kaum noch Grenzen gesetzt, aber das unüberschaubare Angebot erschwert auch die Auswahl. Eine wichtige Vorgabe bei der Materialsuche sollte die Frage nach der Authentizität von verwendeten Quellen sein. Wer ist Autorin oder Autor? Wird über andere Kontinente, Kulturen und Menschen aus europäischer Sicht geschrieben oder gibt es nicht auch einheimische Quellen zu dem spezifischen Thema, das im Unterricht vorgestellt werden soll? Ist das Material für die interkulturellen Kommunikation hilfreich oder hemmt es diese eher, indem es etablierte, menschenfeindliche Ideologien und Vorurteile transportiert? Trägt es dazu bei, sich fremde Erfahrungen zu eigen zu machen? Sind Betroffene und ihre Stellungnahmen im jeweiligen Diskurs miteinbezogen? Anders formuliert: "Wenn der Hase nur der Hyäne zuhört, wird er nie wissen, wie der Büffel wirklich ist." Dieses Sprichwort, das in vielen afrikanischen Ländern verbreitet ist, unterstreicht den Wert einer Erzählung aus erster Hand oder den Einfluss der Perspektive auf die Wahrnehmung des Anderen. Ohne Emotion keine Kognition Filme, Literatur und Musik eignen sich sehr gut dazu, fremde Lebenswelten und Erfahrungswerte zu erschließen. Insbesondere die Filmkunst ist dafür prädestiniert, denn gerade diese Branche lebt von Emotionen, die das Lernen festigen. Vision Kino bietet als Veranstalter der Schulkinowochen zahlreiches Unterrichtsmaterial zu Filmen an, die sich zum Globale Lernen sehr gut eignen. Musik spricht insbesondere Kinder und Jugendliche an. Auch wenn sie die Texte nicht verstehen: Die Lieder geben nicht nur einen Einblick in fremde Sprachen, ihren Rhythmus und ihr Klangbild, sondern vermitteln auch andere spannende Musikstile und Instrumente. Und außerdem, Musik ist, wie man so schön sagt, eine universelle Sprache, die jeder versteht. Entscheidend ist, dass sich den Schülerinnen und Schülern über Literatur, Filme und Musik neue Perspektiven und Welten eröffnen. Gleichzeitig bieten die unterschiedlichen Medien vielfältige Anknüpfungspunkte zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Kulturschaffenden aus anderen Teilen der Welt.

  • Fächerübergreifend

Lehrerwitz "Der Lehrer weiß nicht, was er will!"

Cartoon

Im Mathematikunterricht trifft die Lehrkraft immer wieder auf Unverständnis. So auch an diesem Tag, als sich die Klasse beschwert, die Lehrkraft könne sich einfach nicht entscheiden, was Ergebnisse angeht.

  • Fächerübergreifend

Beste Freundinnen im Advent

Kopiervorlage

Diese Arbeitsmaterialien für den DaF- und DaZ-Unterricht gehen auf die Themen Freundschaft und Adventszeit ein, indem zwei Freundinnen beispielhaft aus ihrem Leben berichten. Dabei wird nicht nur über deren Wohnsituation informiert, sondern auch darüber, wie sie ihre Zeit gemeinsam verbringen und was sie im Advent machen. Freundschaften haben bereits im Kindes- und Jugendalter eine große Bedeutung. Dabei spielen Aspekte wie Charaktersitika einer guten Freundschaft, gemeinsame Unternehmungen und der Umgang miteinander eine Rolle. Der Umgang mit Gleichaltrigen begleitet Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und eigenen Identitätsfindung. Dieses Arbeitsmaterial greift dieses Thema auf und knüpft so an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an. Diese lernen zwei Freundinnen kennen, die beispielhaft Teile ihres Lebens vorstellen. Kurze, einfache Sätze und authentische Fotos informieren über ihre Wohnsituation sowie gemeinsame Aktivitäten und geben Einblicke in ihr Leben und das Miteinander. Einen Rahmen dabei bildet der Winter, insbesondere die Adventszeit. Dieses Arbeitsmaterial umfasst, unabhängig von der Förderung der Lesekompetenz, viele Möglichkeiten zum Einsatz im Unterricht, wobei der Fokus unterschiedlich gesetzt werden kann. So wird farblich signalisiert, dass die grüngerahmten Bilder den Schwerpunkt auf den Advent und die Weihnachtszeit legen, die weißgerahmten Bilder thematisieren allgemein Freundschaft und Lebensumstände. Dieses Material kann je nach Schulstufe und Lerngruppe vielseitig im Unterricht eingesetzt werden und bietet eine Reihe an Verwendungsmöglichkeiten. Was macht Freundschaft aus? Einführend kann beispielsweise über verschiedene Wohnsituationen, wie Reihenhäuser, oder das eigene Zimmer gesprochen werden. Was machen die Lernenden in ihren Zimmern (zum Beispiel spielen, Hausaufgaben, Freunde treffen)? Außerdem kann, ausgehend von den Beispielen der Freundinnen (Karten spielen, Musik machen), darauf eingegangen werden, welche Aktivitäten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Freundinnen und Freunden unternehmen. Insbesondere dabei bietet es sich an, das Thema zu erweitern und darüber zu sprechen, was Freundschaft für sie bedeutet. Was ist wichtig in einer Freundschaft, was macht Freundschaft aus? Je nach Bedarf und (zeitlicher) Kapazität kann dieses Thema im Unterricht ausgeweitet werden. Dabei sollte auf einen sensiblen und wertschätzenden Umgang geachtet werden, da es sich um einen sehr persönlichen Austausch handelt. Interkulturelle Kompetenz fördern Eine wesentliche inhaltliche Rolle dieses Materials spielt die Winterzeit und als Teil davon der Advent. In diesem Zusammenhang kann über mögliche Aktivitäten im Winter gesprochen werden. Außerdem steckt die Winterzeit voller Feste und Bräuche. Als Tradition werden Adventskalender und Adventskranz aufgegriffen. Es bietet sich an, daran anzuknüpfen und als Ausgangspunkt für einen Austausch zu nutzen. Dabei sollte auf kulturelle Unterschiede und Traditionen eingegangen werden. Für viele gehören, wie auch für die Freundinnen auf den Bildern, Tee und Plätzchen zur Vorweihnachtszeit dazu. Ausgehend davon kann darüber gesprochen werden, wie die Lernenden die Adventszeit verbringen oder welche Traditionen sie feiern. Durch diesen Austausch lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur sich selbst, sondern auch andere besser kennen. Auch hier ist es wesentlich, auf einen respektvollen Umgang zu achten.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Un día de colegio en los Andes. Bilinguale Erziehung als Mittel gegen Diskriminierung

Unterrichtseinheit

In dieser Einheit werden die Lernenden zu einer virtuellen Reise nach Peru eingeladen, wo sie einem anderen, indigenen Kulturraum begegnen und eine neue Sprache kennenlernen. Durch die Auseinandersetzung finden zentrale Themen wie die Folgen von Kolonialisierung, sozialem Wandel und zunehmender Globalisierung sowie die Bedeutung der indigenen Kultur Eingang in den Unterricht. Damit leistet das Material einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung im Fremdsprachenunterricht.Das Unterrichtsmaterial von Brot für die Welt verknüpft Lernziele des Globalen Lernens mit dem Spanischunterricht. Die Beschäftigung mit der spanischen und der indigenen Sprache Quechua, das Kennenlernen der soziokulturellen Wirklichkeit in der hispanophonen Welt, die Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Geographie, Geschichte und kulturellen Ausdrucksformen in Peru sowie das Erleben der Vielfalt der unterschiedlichen Kulturräume tragen dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler zur verantwortungsvollen und aktiven Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt befähigt werden. Die fünf Module im Überblick: Modul I: Einführung und Grundlagen: Leben der indigenen Bevölkerung in den Anden Modul II: Bilingualer Unterricht in Quechua-Spanisch: Kurzfilm eines Weltwärts-Freiwilligen Modul III: Quechua zum Ausprobieren (Alphabet, grammatikalische Struktur) Modul IV: Die Mystery-Methode Modul V: Rätsel zum Abschluss "Indigene Kulturen Lateinamerikas" als Unterrichtsthema In Peru sowie in vielen Ländern Lateinamerikas wird nicht ausreichend anerkannt, dass alle Bürgerinnen und Bürger dieselben Rechte besitzen. Indigene Völker sind besonders stark von Diskriminierung betroffen. Bei Konflikten um die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums werden diejenigen, die gegen die Verhältnisse protestieren, häufig kriminalisiert. Wenn Menschenrechte verletzt werden, werden die Verantwortlichen häufig nicht zur Rechenschaft gezogen. Im ländlichen Raum sind extreme Armut und der Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben ein weiteres Problem. Das Ackerland und andere produktive Ressourcen bleiben ungleich verteilt. Vor allem junge Menschen ziehen in die größeren Städte und ins Ausland, weil Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen mangelhaft sind und innovative Ansätze fehlen, um ein Leben auf dem Land attraktiv zu machen. Mit diesem Material möchte Brot für die Welt die Arbeit der Partnerorganisation TAREA vorstellen, die als Teil der Zivilgesellschaft zur Gestaltung eines gerechten, nachhaltigen und inklusiven Entwicklungsprozesses beiträgt. TAREA leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Bürgerbeteiligung, partizipative Entwicklungsplanung und Kontrolle des staatlichen Handelns nicht nur formal in Gesetzen verankert sind, sondern auch tatsächlich umgesetzt werden. Durch das Projekt werden der Bevölkerung in ländlichen Räumen neue Lebens- und Entwicklungsperspektiven eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland sollen für diese Thematik sensibilisiert werden. Methoden- und Materialvielfalt Mit verschiedenen Materialien und Methoden, darunter ein Film, ein Mystery, Texte, Bilder und Rätsel gibt das Material den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen die Möglichkeit, sich mit einem spannenden Ansatz bilingualer Schulbildung und den damit verbundenen gesellschaftlichen Chancen auseinanderzusetzen. Damit leistet das Material einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung im Fremdsprachenunterricht. Den Schülerinnen und Schülern wird aufgezeigt, wie sie durch zivilgesellschaftliches Engagement und politisches Handeln einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung für eine zukunftsfähige Welt leisten können. Inhaltsbezogene Kompetenzen (soziokulturelles Orientierungswissen/Themen) Die Schülerinnen und Schüler entdecken Lebenswelten in Südamerika im Vergleich zur eigenen Lebenswelt (Schule, Freunde, Freizeitverhalten, Kommunikation). lernen die Alltagswirklichkeit und Zukunftsperspektiven junger Menschen in Peru kennen. lernen das Projekt von TAREA als Beispiel für Partizipation in der Zivilgesellschaft kennen. erwerben Kenntnisse der Geographie Perus. kennen Merkmale der Quechua Sprache. setzen gesehene und gehörte Informationen weitgehend selbstständig zueinander in Beziehung und verstehen sie in ihrem Zusammenhang und in ihrem kulturellen Kontext. erschließen der Leseintention entsprechend die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus den Texten und verstehen sie gegebenenfalls im Detail (Global-, Selektiv-, Detailverstehen). präsentieren ein selbstgewähltes Thema flüssig, sprachlich korrekt und adressatengerecht. Kompetenzen des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung Erkennen Die Schülerinnen und Schüler können unter Anwendung der erworbenen sprachlichen Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Mediation) Informationen zum Thema erschließen. Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Lebensverhältnissen eigener und nicht vertrauter Kulturen und Länder durch Beschäftigung mit fremdsprachlichen Texten erkennen. historische, geografische, ökonomische Gegebenheiten als Ursachen für sprachliche und kulturelle Vielfalt erkennen. anders-/fremdsprachliche Äußerungen als kulturspezifisch wahrnehmen (Dialekte, Soziolekte, Lexik). den Wandel der Lebensverhältnisse mithilfe der Zielsprache als nachhaltig/nicht nachhaltig erkennen und beschreiben. Einflussnahmen auf Entwicklungsprozesse in anderen Ländern in der Zielsprache analysieren. Bewerten Die Schülerinnen und Schüler können sich den Erwerb anderer Sprachen als Bereicherung in Bezug auf interkulturelles Verstehen und transkulturelle Verständigung bewusst machen. die Auswirkungen konkreter Entwicklungsmaßnahmen im kulturellen und sprachlichen Bereich einschätzen und bewerten. Handeln Die Schülerinnen und Schüler können in der Fremdsprache Aktionen zur Lösung von Umwelt- und gesellschaftlichen Problemen vorschlagen und sich daran aktiv beteiligen.

  • Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Dienstunfähigkeit im Lehrerberuf

Fachartikel
5,99 €

In diesem Interview beantwortet Experte Philip Wenzel Fragen zum Themenkomplex Berufs- und Dienstunfähigkeit im Lehrerberuf. Der Lehrberuf ist zwar erfüllend, aber auch mit Belastungsfaktoren wie Lärm und Stress verbunden. Diese Umstände können an den Kräften zehren. Dabei ist die persönliche Arbeitskraft ein großes Gut und sollte für viele Jahre reichen. Was aber passiert, wenn man aus gesundheitlichen Gründen dem Beruf nicht mehr nachgehen kann? Wann gilt man überhaupt als unfähig, weiterzuarbeiten? Oft ist es schwierig, sich in dem Versicherungskontext zurechtzufinden. Philip Wenzel von Worksurance, dem Portal für Arbeitskraftabsicherung, geht im Interview auf Fragen rund um Dienst- und Berufsunfähigkeit im Lehrerberuf ein. Herr Wenzel, was ist der Unterschied zwischen "Berufsunfähigkeit" und "Dienstunfähigkeit"? Berufsunfähigkeit (BU) orientiert sich in der Definition am Paragraph 172 des Versicherungsvertragsgesetzes. Demnach muss man aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich dauerhaft außerstande sein, seinem Beruf, so wie man ihn in gesunden Tagen ausgeübt hat, nachzugehen. Es könnte auch vereinbart werden, dass man erst dann berufsunfähig ist, wenn man auch andere Berufe nicht ausüben könnte, die man aufgrund seiner Fertigkeiten und Ausbildung auch übernehmen könnte. Auf diese sogenannte abstrakte Verweisung verzichten aber derzeit alle Versicherer in ihren Top-Tarifen. Außerdem hat sich mittlerweile am Markt durchgesetzt, dass ein dauerhafter Zustand nach sechs Monaten erreicht ist, auch wenn ich nicht durch eine Prognose nachweisen kann, dass ich weitere sechs Monate berufsunfähig sein werde. Das ist ein großer Vorteil, denn es gibt nur wenige Erkrankungen, bei denen sich der Arzt so weit aus dem Fenster lehnen würde und eine Verbesserung in den kommenden sechs Monaten kategorisch ausschließen würde. Der größte Unterschied zur Dienstunfähigkeit (DU) besteht darin, dass hier nicht auf den Beruf abgestellt wird, den man ausgeübt hat, sondern auf das Amt. Außerdem kann man auch innerhalb seiner Laufbahn verwiesen werden. Der Paragraph 26 des Beamtenstatusgesetzes lässt es sogar zu, dass Lehrkräfte an Umschulungsmaßnahmen teilnehmen müssten, um in ein anderes Amt im Zuständigkeitsbereich ihres Dienstherrn versetzt werden zu können. Außerdem reicht bei der DU nicht aus, dass man bereits sechs Monate krank ist. Man muss immer auch nachweisen, dass man die kommenden sechs Monate nicht wieder voll dienstfähig wird. Und zu guter Letzt führt man bei der Berufsunfähigkeit den Nachweis. Das ist mitunter sehr schwierig und ohne Hilfe so gut wie nie zu meistern. Bei der Dienstunfähigkeit führt den Nachweis der Dienstherr. Seine Entscheidung ist bei guten Klauseln auch dann für den Versicherer bindend, wenn sie nachweislich falsch ist. Was bedeutet dienstunfähig? Wann gilt eine Lehrkraft als dienstunfähig? Foul ist, wenn der Schiri pfeift und Dienstunfähigkeit ist, wenn der Dienstherr die Lehrkraft in den Ruhestand versetzt . Und das ist auch der große Vorteil. Dienstunfähigkeit ist zwar theoretisch schwieriger zu erreichen als eine Berufsunfähigkeit, aber der Dienstherr hat ja sogar ein wirtschaftliches Interesse daran, die Lehrkraft in den Ruhestand zu versetzen. Denn der Dienstherr zahlt die Besoldung und das Ruhegehalt. Die Besoldung zahlt er so lange, bis man in den Ruhestand versetzt wird. Wenn er also sparen will, muss die Lehrkraft dienstunfähig sein. Daraus folgt dann auch, dass die Lehrkraft eher mit der Absicht vor Gericht zieht, weil sie eben nicht dienstunfähig sein will, während es bei der privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung umgekehrt darum geht, den Versicherer zur Leistung zu zwingen. Denn man hat erst mit Eintritt in den Ruhestand mit finanziellen Einbußen zu rechnen. Die Frage ist, ob diese dann tatsächlich so hoch sind, dass man in seiner Existenz bedroht ist. Benötigen Lehrkräfte wirklich eine DUV? Die Frage ist nicht allgemein zu beantworten . Grundsätzlich gilt: Wer bescheiden lebt, braucht weniger zu versichern. Denn wenn man auf Lebenszeit verbeamtet wurde und die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat, hat man Anspruch auf die Mindestversorgung. Das sind Stand jetzt mindestens 1.800 Euro. Da zwei Drittel der Jahre bis zum 60. Lebensjahr mit in die Berechnung des Ruhegehalts einfließen, liegt man als Lehrkraft aber schon recht schnell darüber. Eine Absicherung benötigt man unbedingt bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit und Erfüllung der Wartezeit. Denn bis dahin würde man entlassen und rückwirkend gesetzlich versichert werden. Da hat man eine Lücke, die einen auch bei einem bescheidenen Lebensstil in der Existenz bedrohen dürfte. Der größte Vorteil der DU-Klausel ist aber der vereinfachte Nachweis über die Ruhestandsversetzung . Während sich der Leistungsfall bei der BU-Versicherung auch mal über ein Jahr ziehen kann, weil die Sachlage nur über Gutachten zu klären ist, ist der Leistungsfall mit einer echten DU-Klausel am ersten Tag entschieden. Welche Unterschiede gibt es zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften bezüglich einer DUV? Für die angestellte Lehrkraft hat die DU-Klausel zunächst mal keinen Nutzen , da sie nicht dem Alimentationsprinzip unterliegt und keinerlei Ansprüche an den Dienstherrn hat. Sie ist hier wie eine angestellte Person zu behandeln. Man würde nach einer Krankschreibung, die länger als sechs Wochen andauert, aus der Gehaltsliste des Dienstherrn fallen und würde das sogenannte Krankengeld beziehen. Bei dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen gäbe es eine sogenannte Erwerbsminderungsrente, wenn man keine drei Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Die durchschnittliche Höhe liegt hier bei 900 Euro. Das ist die Hälfte dessen, was eine verbeamtete Lehrkraft mindestens bekommt. Aber eine angestellte Lehrkraft hat zumindest die Chance auf eine Verbeamtung, weshalb eine Klausel schon auch nützlich sein kann. Worauf sollte eine Lehrkraft bei einer DUV achten? Eine DU-Klausel ist nur dann ein Mehrwert , wenn sie juristisch eine "unwiderlegliche Vermutung" darstellt. Das ist nicht der Fall, wenn der Versicherer eine Dienstunfähigkeit "ausschließlich" aus gesundheitlichen Gründen verlangt. In diesem Fall könnte der Versicherer Einblick in die Personalakte verlangen und müsste nicht leisten, wenn es auch andere als medizinische Gründe gäbe. Eine DU-Klausel ist sogar als "unecht" zu bezeichnen, wenn der Versicherer den Auslöser zweiteilt. Das liest sich dann so, dass die Person dienstunfähig sein muss UND wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird. In diesem Fall wäre die Ruhestandsversetzung nicht mehr ausreichend als Nachweis. Man müsste selbst nachweisen, dass man nach Paragraph 26 des Beamtenstatusgesetzes dienstunfähig ist. Und das ist sehr, sehr schwierig.

  • Fächerübergreifend

Der berufsbezogene Fachbericht: ein How-To

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit bereitet Auszubildende in der Oberstufe des Berufsschulunterrichts im Bildungsgang Einzelhandel auf die Anfertigung eines berufsbezogenen Fachberichts vor.Der Aufbau der Einheit bildet in chronologischer Form die Arbeitsschritte ab, die das Schreiben eines Fachberichts erfordert. Die Arbeitsblätter beziehen sich exemplarisch auf das Thema Verkaufsgespräch , das den Schülerinnen und Schülern aus dem Berufsschulunterricht in der Unterstufe sowie aus der eigenen Ausbildungspraxis vertraut ist. Neben inhaltlichen, formalen und sprachlichen Aspekten bei der Textgestaltung berücksichtigt diese Unterrichtseinheit auch die Einübung vorbereitender Arbeitsmethoden wie die Gliederung von Themenbereichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen auf der Basis dieser Materialien dazu befähigt werden, selbstständig einen Fachbericht zu einem weiteren Thema aus der Ausbildungspraxis zu verfassen. Sie lernen, bei der Gestaltung eines Fachberichts auf eine angemessene Gliederung und Textstruktur , die Verknüpfung fachlicher Kenntnisse mit praxisnahen Beispielen und treffende Formulierungen zu achten. Der berufsbezogene Fachbericht als Unterrichtsthema Die vorliegende Unterrichtseinheit hat einen vorbereitenden Charakter: Das zentrale Lernziel besteht darin, die Schülerinnen und Schüler – Auszubildende im Einzelhandel – zum selbstständigen Verfassen eines berufsbezogenen Fachberichts zu befähigen. Didaktische Analyse Im Laufe von zwei Schulstunden erarbeiten die Lernenden exemplarisch und in chronologischer Reihenfolge am Beispiel eines Fachberichts zum Thema "Verkaufsgespräch", auf welche inhaltlichen, formalen und sprachlichen Aspekte bei der Gestaltung berufsbezogener Aufsätze zu achten ist. Die fünf Materialien berücksichtigen alle wesentlichen Arbeitsschritte von der Gliederung über die Einleitung und den Hauptteil bis zum Schlussteil des Fachberichts. Methodische Analyse Die Module dieser Unterrichtseinheit fördern die Aktivität der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Sozialformen. Dabei hängt die methodische Gestaltung von den jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten und der Materialbasis ab. Zur Bearbeitung der Aufgaben bieten sich vor allem kooperative Arbeitsformen an, die einen themenbezogenen Austausch mit anderen Lernenden fördern und somit die Qualität der Ergebnisse steigern. Für den Lernzuwachs sind die anschließenden Plenumsphasen von zentraler Bedeutung: In diesen findet die Präsentation und Auswertung der Arbeitsergebnisse mit der gesamten Lerngruppe statt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler strukturieren einen berufsbezogenen Fachbericht sinnvoll (Hauptthemen und Unterpunkte). verbinden fachliche Kenntnisse mit praxisnahen Beispielen. beachten formale Gestaltungskriterien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen bei der Partnerarbeit und bei der Gruppenarbeit Verantwortung für das Teamergebnis. vertreten sachlich begründete Standpunkte, hören anderen zu und diskutieren fair. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Sprachsensibilität im Unterricht – Methoden in der Praxis

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel stellt der Autor seine Praxiserfahrungen mit diversen Methoden des sprachsensiblen Unterrichtens vor. Sprachsensibilität ist ein Thema, das angesichts zunehmender sprachlicher Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern einen wachsenden Stellenwert in der Didaktik hat, zumal fachliches Lernen an Sprache gekoppelt ist. "Sprachsensibel" unterrichten Sprache hat es manchmal in sich. Im Laufe der Sekundarstufe I und vor allem in der Sekundarstufe II werden Schülerinnen und Schüler immer häufiger mit Fachvokabular konfrontiert, das sie nicht nur verstehen, sondern auch aktiv verwenden sollen. Sowohl in als auch außerhalb der Schule – schließlich lernt man ja "fürs Leben". Für "sprachschwache" Kinder und Jugendliche, die Deutsch erst im schulpflichtigen Alter gelernt haben oder mit geringem Zugang zu Bildung aufgewachsen sind, beschränken sich die sprachlichen Stolpersteine in der Schule nicht nur auf exotisch klingende Fachbegriffe. Für diese Schülerinnen und Schüler stellt die in der Schule genutzte Bildungssprache (im Kontrast zu den verschiedenen Formen von Alltagssprache) eine Schwierigkeit an sich dar. Sprachliche Probleme können vielfältig sein und nicht nur die Wortebene, sondern auch die Syntax betreffen, indem Beziehungen zwischen den Satzteilen oder satzübergreifende Verbindungen nicht erkannt werden. Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, hat häufig auch Schwierigkeiten im Bereich der Phonetik. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass sprachliche Hürden fachliches Lernen behindern oder sogar verhindern können. Aus dieser Feststellung ergibt sich der ganzheitliche Ansatz, Sprachdidaktik und Fachdidaktik zu verknüpfen. Der sogenannte "sprachsensible" oder "sprachbewusste" Unterricht zeichnet sich durch den gezielten Einsatz sprachlicher Unterstützungstechniken aus, die – je nach Fachinhalt und Unterrichtssituation – im Vorfeld eingeplant oder aber auch spontan angewendet werden können. Das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Themas Sprachsensibilität in der Schule steigt - erkennbar an einem breiten Fortbildungsangebot zur Schulung von Lehrkräften. In diesem Fachartikel stelle ich situationsbezogen einige wichtige Methoden des sprachsensiblen Unterrichtens vor. Meine Fallbeispiele sollen demonstrieren, wie sich das Konzept praktisch umsetzen lässt und wie wichtig eine sprachbewusste Unterrichtsgestaltung für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist. Aufgabenstellungen Politik-Klausur, Aufgabe 1: "Erläutere die Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland." – In einem Schülerheft lese ich bei der Korrektur: "Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Bundesstaat." – Leider erhält der Schüler für diese Aufgabe nur einen Teil der maximalen Punktzahl. "Aufgabenstellung beachten!" , notiere ich als Randbemerkung. Ich erkläre ihm bei der Rückgabe, dass er die im Prädikat der Aufgabenstellung enthaltene Arbeitsanweisung leider nicht korrekt befolgt hat. Erläutern bedeutet eben nicht bloß auflisten oder benennen. Beispielsweise hätte der Schüler bei der Erläuterung des Begriffs Bundesstaat auf das Prinzip des Föderalismus eingehen können, aus dem sich die Einteilung des Gesamtstaates in 16 Bundesländer ergibt. Zudem hätte er das Vorhandensein der Länderebene als Kernelement der Bundesstaatlichkeit bezeichnen und die Teilung der Gesetzgebung zwischen Bund und Ländern skizzieren können. Dieser Vorfall, der sich zu Beginn meiner Lehrerlaufbahn ereignete, sensibilisierte mich als Lehrkraft für die Wichtigkeit, die in Arbeitsaufträgen enthaltenen Operationen zu verdeutlichen und mit den Lernenden im Unterricht einzuüben. Diese sprachliche Transparenz zahlt sich aus. "Aufgabenstellung beachten" ist bei meinen Korrekturen nur noch eine seltene Randbemerkung. Visualisierung "Greta Thunberg segelt über den Atlantik" , steht in einem Text über die junge schwedische Klimaaktivistin, den ich mit einer Lerngruppe im Politikunterricht besprechen möchte. Meine Schülerinnen und Schüler wissen, dass in der ersten Lesephase zunächst alle unklaren Begriffe zu markieren sind, bevor es um inhaltliche Fragen zum Text geht. Die allermeisten Jugendlichen in der Klasse haben Deutsch erst als Zweitsprache gelernt; außerdem gehören maritime Themen vermutlich nicht zu ihrem Lebensalltag. Ich rechne daher mit einem hohen Klärungsbedarf. Die erste Meldung – eine Schülerin erkundigt sich nach der Bedeutung des Wortes segelt. Von den Mitschülerinnen und Mitschülern erklärt sich niemand bereit, die Frage zu beantworten. Also ist mein Einsatz gefragt: Spontan nehme ich ein Stück Kreide und male ein einfaches, als solches klar erkennbares Segelboot an die Tafel. "Dies ist ein Segel" , erkläre ich und schreibe den Begriff an die entsprechende Stelle. "Segeln ist das dazugehörige Verb." Der Aha-Effekt in der Klasse ist groß. Eine einfache Visualisierung konnte ein zuvor unverständliches Wort verdeutlichen – ohne weitere Erklärungen. Diese Methode wirkt nachhaltig und effektiv, denn ein Bild prägt sich viel besser ein als eine wortreiche Definition. Mit etwas Kreativität lassen sich übrigens sogar abstrakte Begriffe visualisieren. Gerne drücke ich auch Schülerinnen und Schülern die Kreide in die Hand, wenn es um Visualisierungen an der Tafel geht. Schließlich muss man keine Lehrkraft sein, um die Kunst des bildlichen Erklärens zu beherrschen. Pantomime Deutschunterricht, Thema Kurzgeschichten: Auch in dieser Situation habe ich mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, dass die Textarbeit mit der Klärung unverständlicher Begriffe beginnt. Es geht um die Kurzgeschichte "Geier" von Theo Schmich; darin wird anfangs der Traum des Ich-Erzählers beschrieben, in dem mobbende Büroangestellte als Geier auf den Schränken des Büros ihres Opfers hocken. – Nach der Bedeutung dieses Verbs wird gefragt. Diesmal meldet sich ein Schüler. Er steht von seinem Platz auf, setzt sich in die Hocke und verharrt einige Sekunden in dieser Position, bis die Mitschülerinnen und Mitschüler seine pantomimische Darstellung registriert haben. Dann reden wir im Plenum über das Wort und damit verwandte Begriffe – in die Hocke gehen, herumhocken . Hocken zu visualisieren wäre mir (und auch den anderen im Klassenraum) spontan schwergefallen. In diesem Fall war Pantomime sicherlich eine geeignetere nonverbale Strategie, um die Bedeutung eines Begriffs darzustellen. Auch diese Methode gehört in das Repertoire des sprachsensiblen Unterrichtens. Umschreibung Wir bleiben in der bereits erwähnten Deutschstunde. "Harold ist zäh" , lautet ein Satz in der Kurzgeschichte "Geier". Ein Schüler erkundigt sich nach der Bedeutung des Wortes zäh . – Dieser Begriff lässt sich nicht so einfach visualisieren oder pantomimisch darstellen. Auf den ersten Blick ein schwieriger Fall. "Ich kenne zähes Fleisch" , äußert sich eine Schülerin, "das kann man nur sehr schwer kauen." Einigen Mitschülerinnen und Mitschülern geht bereits ein Licht auf. Sie übertragen die Eigenschaft des zähen Fleisches auf die literarische Figur Harold in der Kurzgeschichte "Geier". "Das heißt also, dass Harold sich nicht so leicht unterkriegen lässt" , wagt ein Klassenkamerad eine zutreffende Vermutung. "Der ist mit anderen Worten ein ganz harter Typ, den das Schicksal nicht einfach so zerbeißen kann" , fügt ein anderer Schüler hinzu. Durch die Umschreibung des Begriffs haben die Lernenden bereits eine klare Vorstellung von der Bedeutung im Kontext der Kurzgeschichte. Trotzdem werfen wir noch per Beamer einen gemeinsamen Blick in die Online-Ausgabe eines renommierten Wörterbuchs und erhalten die Bestätigung für die Richtigkeit der Aussagen: Zäh wird in Bezug auf den Charakter eines Menschen als belastbar, ausdauernd und beharrlich definiert. Gezielte Übungen Sprachsensibilität im Unterricht lässt sich auch durch gezielte Übungen praktizieren. Diese sind an die Fachinhalte gekoppelt und betonen dabei sprachliche Aspekte: Lückentexte: Durch das Einsetzen passender Fachbegriffe in einen Lückentext wird den Schülerinnen und Schülern die jeweilige Wortbedeutung im Kontext eines Satzes bewusst. Wortfelder: Die Zuordnung passender Begriffe zu einem Ausgangswort trainiert die Herstellung sprachlicher Verknüpfungen in einem Sinnzusammenhang. Fehlersuche: Bauen Sie Fehler in einen Text ein, die von Ihren Schülerinnen und Schülern gesucht und gefunden werden. Damit üben die Lernenden die Reflexion über Wörter in einem bestimmten Kontext. Legen Sie aber Wert auf eine gründliche Besprechung, sodass sich keine Fehler einprägen. Fazit Fachliches Lernen ist nur auf der Grundlage von Sprache möglich. Daher sollten Sie als Lehrkraft ein Bewusstsein für die sprachlichen Hürden in den Fächern haben, die Sie unterrichten. Thematisieren Sie die fachspezifischen sprachlichen Anforderungen in intensiver Form und wenden Sie situationsgerecht Unterstützungstechniken des sprachsensiblen Unterrichtens an. Empfehlenswert ist zudem eine Sensibilisierung des gesamten Kollegiums für die Thematik im Rahmen einer Fortbildung. Literaturtipps Sie möchten mehr über Sprachsensibilität im Unterricht erfahren? – Dann gebe ich Ihnen folgende Literaturtipps: Michalak, Magdalena; Lemke, Valerie; Goeke, Marius: Sprache im Fachunterricht. Eine Einführung in Deutsch als Zweitsprache und sprachbewussten Unterricht, Tübingen 2015. Becker-Mrotzek, Michael; Schramm, Karen; Thürmann, Eike; Vollmer, Helmut (Hrsg.): Sprache im Fach. Sprachlichkeit und fachliches Lernen, Münster 2013.

  • Fächerübergreifend

Unterrichtsmaterial und News für die Sekundarstufen

In diesem Schulstufenportal finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Fach- und fächerübergreifenden Unterricht sowie in Vertretungsstunden. Ob für das Fach Deutsch, Mathematik, Kunst, Sport, oder Englisch: Dieser Schulstufenbereich bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierter Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Unterricht. 

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