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Quantenphysik multimedial: Phase der Schallwelle

Video

Dieses Video zeigt, wie mit einer LED das Bild einer sich im Raum ausbreitenden Schallwelle aufgenommen werden kann. Um Schallwellen sichtbar zu machen, braucht es die sogenannte Phasendifferenz, also die Verschiebung des Zeigers, die sich aufgrund des Abstands vom Lautsprecher zum Mikrophon ergibt. Je weiter sich die Schallwelle vom Lautsprecher entfernt hat, desto länger ist sie unterwegs und desto stärker hat sich die Phase verschoben, relativ zur Ausgangsphase der Schallwelle beim Lautsprecher. Mit einem einfachen Trick lässt sich diese Phasenverschiebung "einfrieren": Man kopiert das Ausgangssignal des Lautsprechers zu der Position von Lampe und Mikrophon, und addiert dieses zu dem Signal, welches das Mikrophon aufnimmt. Der Winkel zwischen den drehenden Rädern, also die Phasendifferenz, bleibt nun fest und ist auch bei der sich ausbreitenden Welle sozusagen eingefroren. Die Lampe leuchtet nun bei steigendem Abstand periodisch hell und dunkel, je nach Phasendifferenz der beiden drehenden Räder. Im Minimum, also bei einer Phasenverschiebung von einer halben Wellenlänge, stehen die drehenden Räder gerade entgegengesetzt. Im Maximum, also bei einer ganzen Wellenlänge Phasenverschiebung, zeigen sie in dieselbe Richtung. Die Phasenverschiebung wächst kontinuierlich, sodass Hell und Dunkel sich im Abstand einer halben Wellenlänge der Schallwelle abwechseln. Wedelt man mit dem Stab nach oben und unten, kann man die Schallwelle im Raum abtasten und man erhält in der Langzeitbelichtung ein Abbild von Minima und Maxima der Schallwelle! Das hier vorgestellte Video ist Teil des Projektes "U2: Quantenspiegelungen" vom Institut für Didaktik der Physik der Universität Münster. Mathematisch fundierte Visualisierungen eröffnen Schritt für Schritt einen Zugang zu moderner Atomphysik – vom Wasserstoffatom bis zum Periodensystem der Elemente.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Zeitzeugenbericht von vier Flüchtlingskindern

Kopiervorlage

In diesem Zeitzeugenbericht erzählen vier Kinder aus Aleppo, Syrien, wie sie Vertreibung und Flucht nach Deutschland erlebten, und wie es ihnen nun in der Fremde geht. Anhand der bewegenden Geschichte der vier Cousins Anas (7), Abdelhamid (9), Mohamed (9) und Mahmoud (8) aus Aleppo und ihren Weg von Syrien nach Deutschland setzen sich die Schülerinnen und Schülern mit den Ängsten, Entbehrungen, Herausforderungen, aber auch mit dem neuen, teilweise noch fremden Leben der portraitierten Kinder auseinander. Aufgrund des Alters und der wörtlichen Rede in den Erzählungen der Kinder sorgt der Beitrag für Lebensnähe und Empathie und zeigt, dass hinter der aktuellen Flüchtlingswelle Schicksale von realen Personen stecken. Der Bericht ist in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Er sollte deshalb unbedingt seitens der Lehrkraft vor- und nachbereitet werden. Der Zeitzeugenbericht von "xaus Syrien" ist Teil der auf UNICEF-Blog-Serie "Kindheit kann nicht warten - Flüchtlingskinder erzählen von ihrem Schicksal". Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Situation von Flüchtlingen und der aktuellen Flüchtlingswelle. kennen Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Texten und Bildquellen. wenden elementare Schritte zur Interpretation von Texten und Aussagen an. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren, vergleichen, unterscheiden und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit. formulieren in Ansätzen begründete Werturteile bzw. revidieren bestehende Werturteile aufgrund neu gewonnener Informationen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Das deutsche Schulsystem: Landeskunde, Leseverstehen und Wortschatz

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Dieses Arbeitsmaterial informiert Schülerinnen und Schüler durch Grafiken und kurze Lesetexte mit Fragen zum Text über das deutsche Schulsystem. Zugleich lernen sie wichtigen Wortschatz zum Thema "Schulsystem in Deutschland" und üben diesen ein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten mit diesem Unterrichtsmaterial Einblicke in die Bildungslandschaft und insbesondere in das Schulsystem Deutschlands . Die Bildung spielt im Leben jedes und jeder Einzelnen eine entscheidende Rolle und beeinflusst zum großen Teil das eigene Leben. Ohne das deutsche Bildungswesen analysiert zu haben, wäre es fast unmöglich, das Leben und die Kultur Deutschlands kennenzulernen. Daher erweist es sich auch im DaF-/DaZ-Bereich als eines der wichtigen landeskundlichen Themen. In Deutschland ist die Bildungslandschaft von Komplexitäten geprägt. Außerdem verändert sich das Bild je nach Bundesland. Infolgedessen kann es den Schülerinnen und Schülern schwer fallen, die verschiedenen Schultypen, -abschlüsse und -fächer nachvollzuziehen und sich darüber einen genauen Überblick zu verschaffen. In dieser Hinsicht soll das Unterrichtsmaterial den Lernenden das Verständnis des deutschen Bildungssystems ermöglichen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Schultypen, - abschlüssen, -fächern und der Dauer. Es werden auch wesentliche Berufswege dargestellt. Die Lernenden beschäftigen sich außerdem mit themenspezifischem Vokabular und werden aufgefordert, durch verschiedene Aufgaben auf das Thema einzugehen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit themenspezifischem Vokabular. können die neu gelernten Vokabeln verwenden. können wichtige Auskünfte über das deutsche Schulsystem vermitteln. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig. besprechen die wichtigsten Inhalte der Texte miteinander und helfen sich gegenseitig beim Textverständnis, wenn nötig.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Linksextremistischer Antiimperialismus und Antiglobalisierung

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In diesem Arbeitsmaterial lernen die Schülerinnen und Schüler den Imperialismus aus dem linksextremistischen Verständnis kennen und wie die linksextremistische Szene den Antiimperialismus und die Antiglobalisierung für ihre Zwecke nutzen. Ferner lernen die Schülerinnen und Schüler demokratische Partizipationsmöglichkeiten kennen, um kritikwürdigen Folgen der Globalisierung entgegenzuwirken.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Antiimperialismus und Antiglobalisierung – Wer will eine gerechtere Welt?" im Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit dem Imperalismusbegriff nach Lenin und dem Widerspruch zwischen seiner Gerechtigkeitsforderungen und seiner Staatsführung auseinander, indem sie anhand eines Textauszuges ein Statement formulieren. Aufgrund vergangener und aktueller Ausschreitungen, wie zum Beispiel zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt 2015 und zum G20 Gipfel in Hamburg 2017, wird die Instrumentalisierung der Antiglobalisierungsbewegung veranschaulicht. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben wie genau Linksextremisten diese Bewegung für ihre Zwecke nutzen. Um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass eine kritische Haltung zur Globalisierung nicht linksextremistisch ist, sammeln sie demokratische Möglichkeiten, um negativen Folgen entgegenzuwirken. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Widerspruch zwischen Lenins Imperialismuskritik und seinem politischen Handeln, indem sie auf Grundlage eines Textauszuges zu dem Sachverhalt ein Statement schreiben. erarbeiten, wie Linksextremisten die aktuelle Antiglobalisierungsbewegung instrumentalisieren und entwickeln Vorschläge, sich demokratisch an der Bewegung zu beteiligen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität). müssen mit zielführenden Argumenten den anderen Schülerinnen und Schülern der Gruppe ihre Argumente für demokratische Mittel, um negativen Folgen der Globalisierung entgegenzuwirken, präsentieren (Sozialkonzept).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Linksextremistische Ideologien

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In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Linksextremistische Ideologien" lernen die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten linksextremistischen Lehren kennen sowie eine Auswahl an Staaten, in denen die Ideologien angewandt wurden beziehungsweise heute noch praktiziert werden. Dabei sollen auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede erarbeitet werden.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Ideologie – Wie und was Linksextremisten denken" im Unterricht. Die Einführung des Themas beginnt mit einer Auseinandersetzung mit den wichtigsten linksextremistischen Lehren: Marxismus, Sozialismus, Leninismus, Stalinismus, Maoismus, Anarchismus und Autonom. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die einzelnen Ideologien mithilfe des Plakats. Im Anschluss werden paarweise Staaten herausgearbeitet, in denen linksextremistische politische Ordnungen bestanden und/oder heute noch bestehen. Es folgt die Ergebnissicherung aller Aufgaben in einer Vorstellungsrunde im Klassenverband. Abschließend befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Gedankenexperiment zu einer autonomen/anarchistisch geführten Gesellschaft. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die sieben wichtigsten Lehren des Linksextremismus kennen, indem sie diese in eigenen Worten beschreiben und im Anschluss recherchieren, welche Staaten sie zum Vorbild hatten beziehungsweise heute noch haben. entwickeln mithilfe ihres erworbenen Wissens über die autonome Ideologie einen fiktiven autonomen Staat und hinterfragen diesen kritisch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler müssen sich arrangieren und mit zielführenden Argumenten die anderen Gruppenmitglieder von ihrer Meinung für oder gegen den Erhalt von Stalin-Statuen überzeugen (Sozialkonzept). verbessern ihre Kooperationsfähigkeit in der Pair-und-Share Phase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht. unterstützen sich gegenseitig bei Problemen (Kooperations- und Teamfähigkeit).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Globaler Linksextremismus

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Globaler Linksextremismus" erkennen die Schülerinnen und Schüler Linksextremismus als ein globales Problem. Sie identifizieren die Existenz von linksextremistischen Parteien und Gruppierungen und kennen Unterscheidungsmerkmale zur autonomen Szene.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Linksextremisten global – Linksextremismus spricht viele Sprachen" im Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Gründe für die Krise der linksextremistischen Parteien in Europa nach dem Ende der kommunistischen Sowjetunion. Eine folgende Auseinandersetzung mit den Strukturen, Legitimationsgrundlagen, politischen Auffassungen und Zielen sowie Methoden der Autonomen erfolgt, indem die Schülerinnen und Schüler eine Abgrenzung zu anderen linksextremistischen Strömungen anhand mehrerer Textauszüge vornehmen. Exemplarisch für den europäischen Linksextremismus werden die beiden Terrorgruppen PKK und RAF in den Fokus genommen. Hier recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet über die Ziele der PKK. Eine abschließende Plenumsphase zur Sicherung der von den Schülerinnen und Schülern erarbeiteten Aufgaben wird empfohlen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine Vorstellung über die historischen Hintergründe der linksextremistischen Parteienlandschaft im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. präsentieren einen Überblick über die zwei Terrorgruppen PKK und RAF, indem sie deren Entstehung, Art und Ziele darstellen. erarbeiten die Strukturen, Legitimationsgrundlagen, politischen Auffassungen und Ziele sowie Methoden der Autonomen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität). verbessern ihre Team- und Kooperationsfähigkeit in der Gruppenphase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht, zudem unterstützen sie sich gegenseitig bei Problemen.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Crossmediales Lesen: Medienkompetenz vermitteln mit der "Bloggerbande"

Fachartikel

In diesem Fachartikel zu den Themen "Crossmediales Lesen" und "Medienkompetenz" wird dargelegt, wie sich das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen durch das Internet verändert, was crossmediales Lesen bedeutet und wie die Buchreihe "Die Bloggerbande" des Lingen Verlags durch Einbindung in einen crossmedialen Deutschunterricht die Vermittlung von Medienkompetenz unterstützt. Kinder sind zunehmend eigenständig im Internet unterwegs Das Internet ist aus der Lebensrealität von Kindern nicht mehr wegzudenken. Laut der aktuellen Kinder-Medien-Studie (KMS) besitzen 59,1% der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren ein Handy oder Smartphone und 82,7% der 9- bis 13-Jährigen sind zudem häufig eigenständig im Internet aktiv (KMS-Studie, Berichtsband 2018: 44): 50% der 9- bis 13- Jährigen dürfen selbst bestimmen, welche Apps sie herunterladen und nutzen, 62,3% dürfen ohne Aufsicht im Internet surfen (ebd.: 48). Die Studie untersucht zudem die Freizeitgestaltung von Kindern und belegt, dass "Im Internet surfen" mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt: 4,3% der 6- bis 9-Jährigen surfen jeden Tag, bei den 10- bis 13-Jährigen sind es schon 41,7% (ebd.: 55). Die Beschäftigung mit dem Internet steigt demnach mit fortschreitendem Grundschulalter rasch an und nimmt einen immer größeren Teil der Freizeitgestaltung ein - umso wichtiger ist es, Kindern von Beginn an einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien näherzubringen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Leibhaftige Kommunikation III: die Bedeutung neurowissenschaftlicher Forschung für einen…

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel thematisiert leibhaftiges Kommunizieren als Ursprung und Voraussetzung unserer Kommunikation und damit auch des Unterrichtens. Der Beitrag enthält Hintergrundinformationen zum Thema, die im Schulalltag und im Unterricht eine Rolle spielen, und geht darauf ein, wie ein Vertrauensaufbau im Unterricht gelingen kann. Dabei geht es auch darum, welche Bedeutung die neurowissenschaftliche Forschung in diesem Zusammenhang spielt. In diesem Fachartikel geht es darum, wie Vertrauen im Unterricht zwischen Lehrkäften und Lernenden sowie den Schülerinnen und Schülern untereinander aufgebaut werden kann. Welche Bedeutung spielt die neurowissenschaftliche Forschung in diesem Zusammenhang, welche Aspekte spielen für den Vertrauensaufbau eine Rolle? Dieser Artikel enthält Hintergrundinformationen und eignet sich als Ergänzung zu den Arbeitsmaterialien "Feedback geben und empfangen" , "Rituale im Schulalltag: Begrüßung und Unterrichtsstart" sowie der Unterrichtseinheit " Methoden-Training "Angstfrei vortragen ". In diesen Materialien geht es um die Umsetzung im Schulalltag mit praktischen Tipps . In der Reihe außerdem erschienen ist "Leibhaftige Kommunikation I: Warum wir kooperieren" sowie "Leibhaftige Kommunikation II: spielerische Ahmung und die Folgen für den Unterricht" . Sowohl die Evolutionsbiologie ("geteilte Intentionalität") als auch die Phänomenologie ("Ahmung") hat gezeigt, dass unsere Kommunikation leibhaft situiert ist. Die neurowissenschaftliche Forschung hat bekannterweise mit dem Konzept der Spiegelneuronen ihrerseits aufgezeigt, wie Kommunikation hirnphysiologisch verankert ist und wie die Fragen zu beantworten sind: "Was löst mein Handeln im Gehirn und im Körper von anderen Menschen aus? Wie wirken wir auf andere?" (vgl. Hütter und Lang 2017: 108 ff.) Was sind Spiegelneuronen und was machen sie mit uns? Hier waren die Forschungen von Giacomo Rizzolati in den 1990er Jahren richtungsweisend. Sein Team machte die Feststellung, dass bei Affen das Gehirn dieselben Signale sendete, wenn sie selbst nach Futter griffen und wenn sie sahen, dass jemand anderes nach Futter griff. Folglich feuern unsere Nervenzellen nicht nur, wenn wir selbst eine bestimmte Handlung vollziehen, sondern auch wenn wir jemand anderen sehen, der diese Handlung vollzieht. Dies zeigt, dass "die Interaktionsmöglichkeiten mit bestimmten Objekten in prämotorischen Programmen gespeichert sind und dass schon die Beobachtung einer entsprechenden objektspezifischen Interaktion sozusagen zu einer Spiegelung der äußeren Handlung in die eigenen handlungsvorbereitenden Strukturen des Gehirns führt. Diesem Umstand verdanken die Neuronen, die diese Spiegelung ermöglichen, den Namen ' Spiegelneuronen '." (Hütter und Lang 2017: 109) Allerdings wurde diese neuronale Aktivität zunächst nur bei Affen nachgewiesen, bis dies 2010 auch bei Menschen gelang. Dennoch gibt es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die vom Mythos der Spiegelneuronen sprechen (Hütter und Lang 2017: 110). Jedoch geht es bei "der Aktivierung von Spiegelneuronen nicht primär um ein 'Verstehen' im kognitiven Sinne, sondern um eine intuitive Aktivierung von möglichen Handlungsprogrammen in Bezug auf ein Objekt oder Lebewesen. [...] Auf diese Weise wirkt auch die Beobachtung emotionaler Regungen und der entsprechenden Körperreaktionen anderer über die Spiegelneuronen auf unseren eigenen körperlichen und emotionalen Zustand zurück." (Hütter und Lang 2017: 110f.) Die Technik des Spiegelns Konkret gesagt, es macht etwas mit den Schülerinnen und Schülern , wenn wir uns ihnen zu- statt abwenden, wenn unsere Körperachse zu den Beobachtenden hingedreht ist oder weg von ihnen, wenn wir sie freundlich statt angewidert anblicken. Wenn wir das einfühlende Spiegeln trainieren, verbessern wir auch die Fähigkeit, uns anderen mitzuteilen, weil wir anders wahrgenommen werden. Das wusste auch schon der Psychotherapeut Carl Rogers, der die Technik des Spiegelns im Gespräch einsetzte und dies als aktives Zuhören bezeichnete. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler zum Beispiel von der kranken Mutter erzählt, fühlt sie/er sich vermutlich eher angenommen, wenn die Lehrperson (ihre/seine vermuteten Gefühle spiegelt und) daraufhin sagt: "Du machst dir sicher große Sorgen!", als wenn zuerst die (sachbezogene) Frage gestellt wird: "Was hat sie denn?" Das Spiegeln, sowohl sprachlich als auch nonverbal, schafft emotionale Resonanz und bereitet eine kooperative Stimmung vor. Diese Art von Resonanz nennt man auch Synchronisierungseffekt, da sie die soziale Interaktion verbessert. Wie auch die " geteilte Intentionalität " und die " Ahmung " rückt die Spiegelneuronenforschung ebenfalls das Imitationslernen von sozial nahestehenden Vorbildern in den Vordergrund – und solche sollten wir Lehrerinnen und Lehrer doch sein. Und zum Vorbild wird man vermutlich, wenn man vorlebt, was man sagt – kurz: wenn man ehrlich und authentisch ist. "Wir" und "die anderen" "Der Großteil des Verhaltens, das die sogenannte 'Gruppendynamik' ausmacht, hängt davon ab, ob wir die Menschen in unserer Umgebung als Freunde oder Feinde wahrnehmen. Belohnung und Bedrohung [...] bestimmen unser Verhalten in Gesellschaft anderer Menschen. Wir fällen augenblicklich ein Urteil über jede Person, der wir begegnen und mit der wir arbeiten. Alle Menschen werden im Grunde zwei Lagern zugeordnet: Sie gehören zu 'uns' oder zu 'den anderen'." (Fabritius und Hagemann 2021: 228) Wie schaffen wir es, Vertrauen zu schaffen, damit wir als Lehrerinnen und Lehrer zu "uns" gehören? Vertrauen aufbauen Im Folgenden werden einige Punkte auf den Unterricht angewendet, die Fabritius und Hagemann auflisten (vgl. Fabritius und Hagemann 2021: 231–239). Vertrauensbildende Maßnahmen : Man kann die Schülerinnen und Schüler so behandeln, dass sie das Gefühl haben, Wertschätzung zu genießen und wichtig für die Klasse zu sein. Oder man behandelt sie so, dass sie sich minderwertig und unbedeutend fühlen. Schlicht und einfach: Menschen wollen das Gefühl haben, wichtig zu sein. Ungewissheit erweckt unseren Selbsterhaltungstrieb und treibt einen Keil in die Klassengemeinschaft. Gewissheit dagegen schafft Vertrauen . Wenn sowohl unser Verhalten als auch das Unterrichtsgeschehen transparent sind, fühlen sich die Schülerinnen und Schüler sicher. Sie haben das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben und müssen dementsprechend nicht außer Kontrolle geraten. Autonomie ist der beste Schutz vor Stress. Das heißt, je mehr die Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben, "Herr ihres Schicksals" zu sein, desto eher übernehmen sie selbst Verantwortung (selbst Ziele, Mittel und Lösungen finden, einen eigenen Arbeitsstil wählen, selbst vereinbarte Ziele in einer vereinbarten Zeit erreichen). Zurückweisung einzelner Schülerinnen und Schüler aus der Klasse erzeugt Schmerz bei allen. Die Beobachtung einer Beschämung erzeugt Scham. Die Wahrnehmung von Leid verursacht Trauer. All das kann evolutionsbiologisch erklärt werden: Der Ausschluss aus der Gruppe war in prähistorischer Zeit ein Todesurteil. Um die Klasse zu festigen, braucht es stabile Bindungen und gute Beziehungen . Das heißt nicht, dass alle Freunde sein müssen – eine gute Arbeitsgemeinschaft ist eventuell sogar besser und leichter zu organisieren. Auch auf Unfairness reagiert unser Gehirn mit Kampf- und Fluchtreaktionen. Es geht beim Miteinander um mehr als nur gerechte Noten (darum geht es natürlich auch), aber ein fairer Umgang , der die Gemeinschaft zufriedenstellt, ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Fazit Die Mitteilung an die Lerngruppe soll lauten: Der Beitrag einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers wird geschätzt und ist wichtig für das Gelingen des Ganzen . Auf diese Weise wird das gegenseitige Vertrauen gefestigt, was für ein positives Klassenklima und einen reibungslosen Unterrichtsablauf beinahe unerlässlich ist. Literaturverzeichnis Hütter, Franz und Sandra Mareike Lang (2017). Neurodidaktik für Trainer. Bonn: managerseminare. Fabritius, Friederike und Hans Werner Hagemann (2021). Neurohacks. Gehirngerecht und glücklicher arbeiten. Frankfurt/New York: Campus. Weiterführende Literatur Kutting, Dirk (2021). Bühne frei. Ein Auftrittscoaching für Leib und Seele. Göttingen: V&R.

  • Fächerübergreifend / Pädagogik

Erfolgreich Lernen: Lerntechniken für ein effizientes Verstehen, Verarbeiten und Behalten von…

Fachartikel
5,99 €

Erfolgreiches Lernen hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber das Wissen um unterschiedliche Lerntechniken kann dabei helfen, Informationen besser zu verstehen, zu verarbeiten und langfristig zu behalten. Neben den Klassikern, wie beispielweise Eselsbrücken, Mindmaps oder Karteikarten, gibt es noch viele weitere Lerntechniken, die vielleicht weniger bekannt sind, sich aber in der Praxis bewährt haben. Fünf dieser Lerntechniken werden im Folgenden vorgestellt. Verstehen, Verarbeiten und Behalten von Informationen: Techniken für ein effizientes Lernen Lernen ist ein zentraler Bestandteil des Lebens und spielt nicht nur innerhalb der Schule eine große Rolle, sondern auch außerhalb, da es die Grundlage für persönliches Wachstum und beruflichen Erfolg bildet. Dieser Fachartikel stellt fünf Lerntechniken vor, die Schülerinnen und Schüler dabei untertützen sollen, effizient(er) zu lernen. Sie helfen sowohl dabei, Wissen besser aufzunehmen als auch auch die langfristige Erinnerung und die Fähigkeit, Gelerntes anzuwenden, zu fördern. 1. Die Feynman-Methode Bei dieser Lerntechnik geht es darum, ein Thema so einfach wie möglich zu erklären, um so zu einem tieferen Verständnis zu gelangen. Im ersten von insgesamt vier Schritten wird versucht, (1) das gewählte Thema in eigenen Worten so einfach wie möglich zu erklären , sodass es auch Personen ohne Vorkenntnisse verstehen können. Hierbei sollte die Sprache einfach gehalten und anschauliche Beispiele gewählt werden. Während der Erklärung kann man dann seine (2) Wissenslücken identifizieren . Diese fallen auf, wenn man zum Beispiel beim Erklären stockt oder auf (zu komplexe) Formulierungen zurückgreift, die nicht von einem selbst stammen. In einem nächsten Schritt kann man diese (3) Wissenslücken durch erneute Recherche schließen und somit die Erklärung durch (4) anschließende Überarbeitung weiter vereinfachen. Es kann sein, dass die Schritte (2) bis (4) mehrfach wiederholt werden müssen, bis man das Thema verstanden und verständlich vermitteln kann. Richard Feynman, der Entwickler der Methode, sah einen wesentlichen Unterschied "zwischen dem Verstehen einer Sache und dem bloßen Nachplappern von Begriffen." (Stelzel 2023) Ziel ist es, vom bloßen Auswendiglernen wegzukommen und den Kern einer Sache zu durchdringen, um somit ein Verständnis für diese zu entwickeln. 2. Loci-Methode Bei der Loci-Methode geht man davon aus, dass sie bereits im antiken Griechenland zum Memorisieren von Reden verwendet wurde, und auch von Gedächtnisweltmeistern wird diese Methode heutzutage angewendet. Sie ist besonders geeignet, um sich Sachverhalte, Fakten und Ähnliches einzuprägen. Bei dieser Gedächtnistechnik werden Lerninhalte mit Orten/Stellen verknüpft, welche entlang einer Route liegen . Dies kann der Weg zum Supermarkt oder zur Arbeit sein, das eigene Wohnzimmer oder auch der eigene Körper. Auf dieser Route setzt man sich nun Ankerpunkte. Diese könnten auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel die Haustür, eine Bushaltestelle oder Bank auf dem Weg oder auch ein bestimmtes Gebäude sein. Am eigenen Körper könnte man einen Fuß, ein Knie, die Hüfte, den Bauch et cetera als Ankerpunkte setzen. Wichtig beim Setzen dieser Punkte ist, dass sie in einer klaren Reihenfolge aufeinanderfolgen , also dass sie zum Beispiel von unten nach oben, von links nach rechts, in einer geraden Linie oder im Uhrzeigersinn angeordnet sind, damit eine geradlinige Struktur gegeben ist. Jeder Ankerpunkt wird mit einer Information verknüpft. Für diese Verknüpfung sollte ein einprägsames Bild gewählt werden – je origineller und ungewöhnlicher die Bilder, desto besser kann unser Gehirn die Inhalte abspeichern. Würde man sich eine Einkaufsliste einprägen wollen, so könnte die Butter, die man kaufen möchte, mit der Haustür verknüpft werden. Dabei stellt man sich vor, dass die Haustür wie ein Stück gekaufte Butter in Folie eingewickelt ist, oder dass die komplette Tür mit Butter beschmiert ist. Wie gesagt: Je kreativer, ungewöhnlicher oder auch abwegiger die Bilder, desto besser prägt sich unser Gehirn die Inhalte ein. Im Fall der Körperroute könnte man sich vorstellen, dass man auf Stück Butter tritt und darauf ausrutscht. Somit wäre die Butter mit dem Fuß verknüpft. Beim späteren Abrufen der Inhalte wird die gewählte Route dann gedanklich abgegangen. 3. SQ3R-Methode Diese Methode ist eine fünfschrittige Lesetechnik, mit der sowohl das Textverständnis als auch das Behalten von Informationen verbessert wird. Das Lesen ist hierbei ein sehr aktiver Prozess. Zunächst verschafft man sich einen ersten Eindruck des Textes (= S urvey): Wie ist er strukturiert? Gibt es Überschriften, Zwischenüberschriften oder Visualisierungen, wie z. B. Schaubilder? In einem zweiten Schritt werden ausgehend von dem Vorwissen, das durch die Survey-Phase entstanden ist, Fragen an den Text gestellt (= Q uestion), wodurch die Aufmerksamkeit beim Lesen gesteigert und das Textverständnis gefördert wird. Man legt sich zurecht, was man genau in Erfahrung bringen möchte, welche Inhalte der Text liefern muss, damit er für die eigenen Zwecke brauchbar ist. Im Anschluss wird der Text gelesen (= R ead), wobei man gezielt Antworten auf die zuvor gestellten Fragen findet. Diesbezüglich wichtige Textstellen werden markiert und Notizen gemacht. Nach dem Lesen wird das Gelesene in eigenen Worten wiedergegeben (= R ecite), was sowohl schriftlich als auch mündlich geschehen kann. Bei längeren Texten eignet sich eine Zusammenfassung nach Sinnabschnitten. Abschließend überprüft man, ob man die wichtigsten Inhalte verstanden und auch behalten hat (= R eview). Die Fragen, die man sich in Schritt zwei gestellt hat, sollten nun erneut beantwortet werden, ohne dass man sie nachschlägt. 4. KAWA-Methode nach Birkenbihl und ABC-Methode KAWA steht für „Kreative Ausbeute von Wort-Assoziationen“. Dabei schreibt man das zentrale Thema oder Schlüsselwort waagerecht auf ein Blatt Papier. Es werden nun Begriffe gesammelt, die mit den Buchstaben des Schlüsselworts beginnen und auch mit ihm in Zusammenhang stehen. Dabei sollte man sich auf zentrale Inhalte konzentrieren und kann das KAWA auch zusätzlich mit Bildern visualisieren. Die ABC-Methode funktioniert ähnlich. Hierbei schreibt man das Alphabet s enkrecht auf ein Blatt Papier und sammelt zu den Buchstaben des Alphabets Begriffe zum gewählten Thema. 5. Spaced Repetition (= verteilte Wiederholung) Das Prinzip der verteilten Wiederholung zielt darauf ab, dass sich unser Gehirn Inhalte gut dauerhaft einprägen kann, wenn man sie in gewissen zeitlichen Abständen wiederholt . Die Abstände zwischen den einzelnen Wiederholungen werden dabei jedes Mal größer. Eine Wiederholungsfrequenz, die für alle Lernenden oder zu allen Themen passt, gibt es nicht. Eine erste Wiederholung sollte nach dem ersten Lernen stattfinden, also zum Beispiel nach einer Stunde. Bewährt hat sich das Wiederholungsintervall 1 Stunde, 1 Tag, 3 Tage, 1 Woche, das man individuell anpassen kann, indem man Intervalle vergrößert oder verkleinert. Stellt man etwa fest, dass bereits bei der ersten Wiederholung viele Inhalte nicht abrufbar sind, so sollte die nächste Wiederholung nicht erst am nächsten Tag, sondern früher stattfinden. Je häufiger wiederholt wird, desto besser können Inhalte im Langzeitgedächtnis verankert werden. (vgl. Krüger 2019) Fazit Der Einsatz und die Verwendung verschiedener Lerntechniken kann nicht nur die Effizienz des Lernens steigern, sondern auch Spaß und Motivation der Lernenden fördern. Dabei ist es wichtig, dass jede Schülerin und jeder Schüler diverse Techniken ausprobiert und individuell entscheidet, welche sich für sie oder ihn am besten eignet. Gelingt dies, können sie diese Technik(en) – auch über die Schule hinaus – für das Aneignen von Wissen und ihre persönliche Entwicklung nutzen.

  • Fächerübergreifend

Halbzeit im Referendariat: Mündliche Prüfung und Disziplinprobleme

Blog

Hey Leute, diesmal erzähle euch wie die mündliche Prüfung im Examen abläuft und welche Herausforderungen der Schulalltag in den letzten Wochen für mich bereithielt. Unterrichtsbesuche: Planung ist alles! Bevor ich ins Thema einsteige, schulde ich euch noch ein Update aus meinem letzten Beitrag: Meine Termine für die Unterrichtsbesuche im 2. Hauptsemester stehen fest! Glücklicherweise konnte ich fast alle Wunschtermine ergattern und habe es so organisiert, dass zwischen den Besuchen jeweils mindestens eine Woche liegt. Diese Planung war mir besonders wichtig, denn zwei Unterrichtsbesuche in kurzer Zeit bedeuten nicht nur einen enormen Arbeitsaufwand, sondern auch zusätzlichen Stress. Ich kann wirklich jedem ans Herz legen, sich – wenn möglich – einen Puffer zwischen den Unterrichtsbesuchen einzubauen. Das schont nicht nur die Nerven, sondern trägt auch zur besseren Qualität der Unterrichtsbesuche bei! :) Tatsächlich war es in den letzten Wochen eine echte Erleichterung, nicht ständig an den nächsten anstehenden Unterrichtsbesuch denken zu müssen. Natürlich bleibt die Unterrichtsvorbereitung nach wie vor zeitintensiv, aber der Druck fühlt sich anders an. Dennoch bringt der Schulalltag immer wieder neue Überraschungen und Herausforderungen mit sich. Disziplinprobleme in der Klasse Bereits in einem vorherigen Beitrag hatte ich von meiner besonders herausfordernden Klasse von Verkäuferinnen und Verkäufern berichtet – und leider hat sich die Situation nicht wesentlich verändert. Trotz erhöhter Strenge und Konsequenz bleibt das Arbeitsverhalten in dieser Klasse schwierig. Ständiges Quatschen, häufige Toilettengänge und exzessive Handynutzung machen einen strukturierten Unterricht zu einer echten Geduldsprobe. Letztens ging es sogar so weit, dass ein Schüler während des Unterrichts seine E-Zigarette rauchte – ein Verhalten, das nicht nur extrem respektlos ist, sondern auch klar gegen die Schulordnung verstößt. In diesem Fall musste ich sofort reagieren und den Schüler des Unterrichts verweisen und in den Betrieb schicken. Solches und anderes Fehlverhalten wird regelmäßig mit dem Klassenlehrer besprochen und an die Betriebe weitergeleitet, welche dann über weitere Maßnahmen entscheiden. Hinsichtlich der übermäßigen Handynutzung überlege ich, ob es sinnvoll wäre, vor jeder Stunde die Handys aller Schülerinnen und Schüler einzusammeln – rechtlich wäre das durchaus erlaubt. Allerdings würde das bedeuten, dass ich als Lehrkraft die Verantwortung für die Geräte übernehme, was zusätzlichen Stress verursacht. Ein weiterer Punkt, der mich zögern lässt, ist die unterschiedliche Handhabung innerhalb des Kollegiums. Wenn nur ich diese Maßnahme in der Klasse ergreife, während andere Lehrkräfte die Handys nicht einsammeln, könnte das zu Diskussionen führen. Deshalb tendiere ich momentan dazu, das Handy nur bei einzelnen Schülerinnen und Schülern einzuziehen, die es exzessiv nutzen. Ich hoffe, dass dies eine abschreckende Wirkung hat und sich der allgemeine Umgang mit der Handynutzung dadurch verbessert. Generell werde ich weiterhin auf strikte Regeln und eine klare Linie setzen, um eine bessere Unterrichtsatmosphäre zu schaffen. Obwohl man als Lehrkraft eigentlich am längeren Hebel sitzt, fühlt es sich manchmal so an, als wäre man machtlos. Ablauf der mündlichen Prüfung im Staatsexamen Da ich mittlerweile in der Mitte meines Referendariats angekommen bin, fanden vor wenigen Wochen die Zwischengespräche am Studienseminar statt. Der Fokus lag hierbei auf der mündlichen Prüfung für das Staatsexamen , die auf einer Portfolioarbeit basiert. Als Referendare wählen wir hierfür eigenständig relevante Ausschnitte aus unserem Portfolio aus, die komplexe berufliche Handlungssituationen und pädagogische Fragestellungen dokumentieren. Dieses Portfolio wird während des gesamten Referendariats kontinuierlich erweitert und soll eine Reflexion der eigenen Unterrichtstätigkeit ermöglichen. Die Auswahl der Inhalte ist nicht fest vorgegeben, muss jedoch so gestaltet sein, dass die Prüfungskommission in maximal 45 Minuten einen Überblick erhält. Mögliche Inhalte sind Unterrichtsmaterialien, Reflexionsberichte, Förderpläne, Schülerarbeiten, Video- oder Tonaufnahmen sowie theoretische Bezüge. Ziel ist es, die theoretische Fundierung und praktische Umsetzung des eigenen Unterrichts sichtbar zu machen und die persönliche Entwicklung als Lehrkraft kritisch zu reflektieren. Da dieses Prüfungsformat noch relativ neu ist, gibt es kaum Erfahrungsberichte ehemaliger Referendarinnen und Referendare. Umso wertvoller war das Beratungsgespräch für mich – auch wenn mir bewusst ist, dass bis zur Prüfung noch einiges an Arbeit an meinem Portfolio auf mich zukommt. Wie es im Referendariat für mich weitergeht, erfahrt ihr in meinem nächsten Blogbeitrag. Liebe Grüße Euer Alex

  • Fächerübergreifend

Digital Integration Storytelling

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Beim Projekt "Digital Integration Storytelling" wird eine Methode angewandt, mittels derer an Schulen ein Austausch unter Schülerinnen und Schülern sowie auch mit den Lehrkräften zu sozialer Diversität und Integration vorangetrieben werden kann. Und zwar nicht in Form von Frontalunterricht, sondern auf eine Weise, die die Kreativität und Persönlichkeit jedes und jeder Einzelnen zum Vorschein bringt.Der Leitfaden in diesem Arbeitsmaterial ist für Lehrkräfte gedacht, die diesen Ansatz auch ohne Unterstützung durch die Projektgruppe an ihrer Schule umsetzen möchten. Es umfasst die Theorie hinter Digital Integration Storytelling (DIST) und gibt Ideen und hilfreiche Tipps zur praktischen Umsetzung von DIST in der Schule: Was gilt es bei den Vorbereitungen und hinsichtlich der Gruppengröße und -dynamik zu beachten, wie hilft man den Schülerinnen und Schülern ihre persönliche Geschichte zu entwickeln und wie kann man das Teilen dieser Geschichten gestalten? Somit kann dieser Leitfaden durch den gesamten Prozess der Umsetzung begleiten. Natürlich hat jede Klasse und jede Lehrkraft unterschiedliche Ansprüche und thematische Schwerpunkte. Eine Vielzahl von entstandenen Videos beziehungsweise 'Digital Stories' sind auf dem YouTube Channel des Projekts zu finden. Was ist Digital Storytelling? Formal sind digitale Geschichten kurze Videoclips von zwei bis drei Minuten. Die Tonspur besteht üblicherweise aus dem vom Autor oder der Autorin selbst eingesprochenen Text und gegebenenfalls Musik. Die Bebilderung kann sich aus unterschiedlichen Bildmedien zusammensetzen, wie zum Beispiel Fotos, Zeichnungen, Powerpoint-Folien, Videos. Die Zusammensetzung und Bearbeitung dieser Medien erfolgt mit einer geeigneten Videoschnittsoftware. Inhaltlich geben digitale Geschichten die persönliche Perspektive der Erzählerin oder des Erzählers zu einem bestimmten Thema wieder. Der Kern der Geschichte bezieht sich dabei möglichst auf einen critical incident , das heißt ein wichtiges außergewöhnliches Ereignis, welches für den Erzähler oder die Erzählerin eine besondere Situation darstellt (im DIST-Projekt ging es um Erfahrungen der Zugehörigkeit beziehungsweise Fremdheit). Diese soll von den Lernenden in den Videoclips sicht- und nachvollziehbar gemacht werden. Die Präsentation dieser Videos vor der Klasse, beim Elternabend oder Ähnliches eröffnet die Möglichkeit einer persönlichen und kreativen Form des Wissensaustauschs. Didaktisch wertvoll ist vor allem der Produktionsprozess der digitalen Geschichten, im Rahmen dessen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen und ihr Wissen in Bezug auf ein bestimmtes Thema reflektieren und in einer Geschichte komprimieren. Den grundlegenden Lernformen nach ist Digital Storytelling somit nichts Neues: Denn es handelt sich letztendlich um die Bewusstmachung und lernrelevante Verdichtung bestimmter Inhalte durch die Transformation zwischen verschiedenen Medien, ausgehend vom eigenen (episodischen) Gedächtnis und geschriebenem und gesprochenem Text, Bilder/-sequenzen bis hin zur Musik. Allerdings erweitern die heutigen technischen Möglichkeiten den Handlungsraum deutlich gegenüber früherem 'analogen' Storytelling, beispielsweise Aufnahme der eigenen Stimmen, (automatische) Übersetzungen, Effekte und so weiter. Der Ansatz "Digital Integration Storytelling" Dem DIST-Projekt lag es am Herzen, den interkulturellen Austausch sowie die gesamtgesellschaftliche Integration der modernen, durch Diversität geprägten, Gesellschaft zu fördern. Digital Storytelling verschafft auf eine sehr unmittelbare Art verdichtete Einblicke in die Lebens- und Erfahrungswelt der jugendlichen Geschichtenerzählenden. Sie ermöglicht es durch das Zuhören (story listening), sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie besser zu verstehen und Empathie für ihre Erfahrungen zu entwickeln. Durch die Pluralität der individuellen Geschichten und Erfahrungen wird auch die tatsächliche Vielfalt der Gesellschaft sichtbar. Missverständnisse darüber, was Integration bedeutet sowie damit einhergehende bedenkliche Erwartungen sind allgegenwärtig. In Schulen und darüber hinaus kann dies zu Konflikten und Verhärtungen führen. Es ist daher wichtig, schon junge Menschen in ihren Fähigkeiten zu stärken, die eigene Perspektive darzulegen, anderen respektvoll zuzuhören und über verschiedene Sichtweisen zu sprechen. Das Geschichtenerzählen beziehungsweise Zuhören hat dafür großes Potential. Wie die im Rahmen von DIST produzierten Videos zeigen, kann Digital Integration Storytelling Stereotype aufbrechen und die soziale Inklusion im schulischen Kontext und auf lange Sicht auch die gesamtgesellschaftliche Integration stärken. Persönliche Geschichten, die sonst keine Plattform finden, wurden und werden gehört – das gibt Selbstbewusstsein und ermutigt. Durch das Erfahren der Geschichten anderer wurden neue Perspektiven eröffnet. Didaktisch-methodische Hinweise Es bietet sich an, den unterrichtlichen Ablauf in fünf Schritte zu untergliedern: 1. Vorbereitung 2. Erzählen und Schreiben: a) Story Circle, b) Storyboard, c) Script 3. Audio und die Medien zusammenstellen 4. Video-Produktion 5. Screening - Präsentation der Videos Eine nähere Erläuterung der 5 Methodenschritte finden Sie im DIST-Manual. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren Videos zum Thema Integration. lernen eigene Probleme mittels Videoproduktion darzustellen. erfahren mehr bezüglich der Nutzung von Bild- und Tonmaterial sowie zum Urheberrecht. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden hinsichtlich der Integrationsthematik sensibilisiert. identifizieren sich mit eigenen und fremden Integrationsproblemen. lernen innerhalb des Klassenverbunds verschiedene Blickwinkel kennen.

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  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wenn das Referendariat startet und das Ungewisse wartet…

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Das Studium ist endlich nach x Hochschulsemestern, etlichen Klausuren und mehr oder weniger sinnvollen Seminaren geschafft – ein ordentlicher Anlass zum Feiern und Freuen! Doch die Freude währt nicht lange, denn als Lehramtsabsolventin weiß ich, dass der wirklich spannende Teil der Ausbildung noch bevorsteht – das Referendariat! Und das scheint sich mittlerweile auch schon herumgesprochen zu haben:

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