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Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen

Fachartikel

Der Europarat hat mit dem "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen" (GER) ein Instrument geschaffen, das Transparenz und Kohärenz in die Sprachlernprozesse bringen soll. Diese Empfehlung liefert klare Standards, mit denen das sprachliche Niveau der Lernenden und die Ergebnisse ihrer sprachlichen Produkte sprachübergreifend bewertet werden können. Der "Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, lehren, beurteilen" beschreibt auf verständliche Weise: die für die Kommunikation nötigen Kompetenzen. die dazu gehörigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Kommunikationssituationen und -bereiche. Diese Orientierungshilfen sollen Lehrerinnen und Lehrern, sowie an der Kurs- und Lehrbuch-Entwicklung Beteiligten die Einschätzung des sprachlichen Niveaus der Lernenden erleichtern. Der Referenzrahmen bei Lehrer-Online Zielgruppe der Unterrichtseinheiten Vor dem Hintergrund dieser Ziele ordnet auch Lehrer-Online den veröffentlichten Unterrichtseinheiten für den Fremdsprachenunterricht die Stufen des Referenzrahmens zu. Schnellere Einschätzung des Sprachniveaus Wenn Sie sich als Lehrkraft mit dem Referenzrahmen befassen, werden Sie schnell erkennen, nach welchen Kriterien und Abstufungen die Skala eingeteilt ist. Ebenso schnell werden Sie sehen, welche Niveau-Stufen in Ihren Lerngruppen existieren. So können Sie sich schnell einen Überblick darüber verschaffen, welche Unterrichtsmaterialien von Lehrer-Online sich für den Einsatz bei Ihren Lernenden eignen. Referenzniveaus Um die Referenzniveaus Ihrer SchülerInnen zu bestimmen, genügt es meist schon, einige schlagwortartige Kriterien zu überprüfen. A – Elementare Sprachverwendung A1 (Breakthrough) Der/die Lernende kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden. Fragen zur Person stellen und beantworten. sich auf einfache Art verständigen, wenn die GesprächspartnerInnen langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen. A2 (Waystage) Der/die Lernende kann häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen (etwa Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). sich in routinemäßigen Situationen mit dem Ziel des Informationsaustausches verständigen. die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben. B – Selbstständige Sprachverwendung B1 (Threshold) Der/die Lernende kann die Hauptpunkte aus Texten in Standardsprache zu Arbeit, Schule oder Freizeitthemen verstehen. die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und kurze Begründungen oder Erklärungen geben. B2 (Vantage) Der/die Lernende kann Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen. im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen verstehen. sich so fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit MuttersprachlerInnen ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben. C – Kompetente Sprachverwendung C1 (Effective Operational Proficiency - EOP) Der/die Lernende kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. die Sprache im gesellschaftlichen, beruflichen und ausbildungsbezogenen Leben wirksam und flexibel gebrauchen. sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden. C2 (Mastery) Der/die Lernende kann praktisch alles, was er oder sie liest oder hört, mühelos verstehen. Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.

  • Englisch / Französisch / Polnisch / Spanisch / DaF / DaZ

Quantenphysik multimedial: Schallwellen und Schallintensität

Video

In diesem Lehrvideo wird demonstriert, wie mit einer LED die Schallintensität, die von einem Mikrophon aufgenommen wird, in ein Lichtsignal umgewandelt werden kann. Schallwellen sind nur hörbar, nicht sichtbar. Um Schall sichtbar zu machen, braucht man einen Lautsprecher, einen Frequenzgenerator und einen Verstärker. Wird der Ton aus dem Lautsprecher mit einem Mikrophon aufgenommen und das Signal über den Verstärker zu einer Lampe geleitet, dann ergibt die Helligkeit der Lampe ein Maß für die Lautstärke des Tons. Je weiter das Mikrophon von der Schallquelle entfernt wird, desto leiser ist der Ton und desto dunkler wird die Lampe. Ein Sinuston mit einer bestimmten Frequenz lässt sich symbolisch durch ein drehendes Rad darstellen - die Umdrehungsfrequenz entspricht der Schallfrequenz, der Radius der Schallamplitude. Durch das Mikrophon wird der Schall aufgenommen und über den Verstärker als elektrisches Signal zur Lampe geleitet. Die Lautstärke nimmt mit dem Abstand ab, der Radius des Rades wird daher immer kleiner. Aber wo ist denn nun die Welle? Um diese sichtbar zu machen, braucht man die sogenannte Phasendifferenz, also die Verschiebung des Zeigers, die sich aufgrund des Abstands vom Lautsprecher zum Mikrophon ergibt. Das hier vorgestellte Video ist Teil des Projektes "U2: Quantenspiegelungen" vom Institut für Didaktik der Physik der Universität Münster. Mathematisch fundierte Visualisierungen eröffnen Schritt für Schritt einen Zugang zu moderner Atomphysik – vom Wasserstoffatom bis zum Periodensystem der Elemente.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

GeoGebra entdecken: Geraden- und Punktwerkzeug

Interaktives / Video

Dynamische Geometriesoftware – wie GeoGebra – ist aus einem zeitgemäßen Mathematikunterricht nicht mehr wegzudenken. Dabei sollte die Software nicht nur als Vorführinstrument genutzt werden, sondern vielmehr sollten es die Lernenden sein, die damit arbeiten. Dieses Arbeitsmaterial widmet sich der Thematik "Geraden- und Punktwerkzeug" und zeigt diesbezüglich Arbeitsmöglichkeiten mit GeoGebra auf. Im Video wird erklärt, welche Möglichkeiten man durch das Geraden- und Punktwerkzeug der dynamischen Geometriesoftware GeoGebra hat. Es wird beispielsweise dargestellt, wie man senkrechte und parallele Geraden zeichnet. Außerdem wird erklärt, wie man Punkte innerhalb und auf dem Rand von Objekten zeichnet sowie animiert. Dafür werden unterschiedliche Beispiele Schritt für Schritt vorgestellt, sodass die Lernenden die Möglichkeit haben, die einzelnen Schritte nachzuvollziehen und bei Bedarf gleichzeitig durchzuführen. Ein hierauf abgestimmtes Arbeitsblatt sowie eine GeoGebra-Datei unterstützen das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen senkrechte und parallele Geraden sowie Winkelhalbierende und Punkte innerhalb und auf dem Rand von Objekten mithilfe von dynamischer Geometriesoftware darzustellen. wiederholen durch das Schauen des Videos wichtige Fachbegriffe der Geometrie. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit der dynamischen Geometriesoftware GeoGebra.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

"Salam Online" Unterrichtsmaterial zu Online-Hate Speech und Islam

Kopiervorlage

Das Unterrichtsmaterial "Salam Online" bietet Hintergrundinformationen und drei Unterrichtseinheiten zur umfassenden Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Salafismus und seiner medialen Repräsentation.Salafismus ist in Deutschland ein wachsendes Problem und besonders Jugendliche sind eine gefährdete Zielgruppe salafistischer Werbungsstrategien. "Salam Online" bietet Lehrkräften fundiertes Hintergrundwissen zum Salafismus in Deutschland und seinem Auftreten im Internet. In drei Unterrichtseinheiten erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich theologisch und medienkritisch mit dem Phänomen "Salafismus" auseinanderzusetzen. Die Unterrichtseinheiten behandeln die Themen: "Wir und die Anderen - Die Wandlung von einem exklusivistischen zu einem inklusitivistischen Religionsverständnis am Beispiel von Malcom X", "Propaganda Pics - die Kraft der Bilder" und "Videoprediger und Internet Dschihadisten". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Unterschiede eines exklusivistisch und inklusivistisch aufgefassten Islams. können argumentativ die Vielfältigkeit des Islams wiedergeben. kennen und erkennen rhetorische Mittel von Hate Speech. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich in einer Gruppe aus und erarbeiten eine gemeinsame Position. erkennen (religiöse) Diversität unter ihren Mitschülern und achten diese. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können im Drei-Schritt-Schema Bilder und Grafiken analysieren und ihre Kernaussagen herausarbeiten. gehen kritisch mit Aussagen und Darstellungen in den Medien um.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Nachrichtensendungen verstehen und selbst erstellen

Kopiervorlage

In diesem Unterrichtsvorschlag gestalten die Schülerinnen und Schüler eigenständig ein Nachrichtenformat, wodurch die Funktions- und Arbeitsweise einer Nachrichtenproduktion praktisch erfahrbar und nachvollziehbar wird.Nachrichtensendungen sind ein - auch bei Jugendlichen - akzeptierter Informationsvermittler. Sie geben meist in nüchterner Form einen Überblick über das, was wir als Zuschauer wissen sollten, jedenfalls nach der Auffassung der Redaktion, die die Nachrichten zusammengestellt hat. Gerade weil Nachrichten in einer objektiven Weise daherkommen, ist es zu ihrem Verständnis und ihrer Einordnung für Kinder und Jugendliche wichtig, einen Einblick in die Produktionsbedingungen zu erhalten. Die Unterrichtseinheit, in der sich die Schülerinnen und Schüler mit Nachrichtensendungen auseinandersetzen, umfasst die drei Module "Verstehen und Analysieren von Nachrichtensendungen", "Entstehung von Nachrichtensendungen" und "Produktion einer Nachrichtensendung". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Unterschiede zwischen Unterhaltungs- und Informationsformaten. arbeiten allgemeine Merkmale von Nachrichtensendungen und deren Funktion heraus und vergleichen diese mit den Funktionen von anderen Formaten. lernen die Arbeitsbereiche und Produktionsabläufe einer Nachrichtensendung kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren verschiedene Nachrichtenformate, um so gemeinsame Qualitätsmerkmale und Beeinflussungsmöglichkeiten durch unseriöse Berichterstattung zu erkennen. lernen, die Nachrichtenqualität kritisch zu bewerten. vergleichen mehrere Nachrichtensendungen in Bezug auf deren Funktions- und Qualitätsmerkmale. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gestalten in Teamarbeit eine Nachrichtensendung. führen eine Redaktionskonferenz durch.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Feedback mit der "Handmethode"

Kopiervorlage

Süß, kreativ, spaßig und äußerst konkret: Mit dieser Feedback-Methode in verschiedenen Sprachen holen Sie präzise Rückmeldungen Ihrer Schülerinnen und Schüler zu Ihrem Unterricht – zum Beispiel am Ende eines Schuljahres – ein. Wie? Durch Zeichnen des eigenen Handumrisses und Beantwortung vorgegebener Fragen pro Handabschnitt. Spaß und konstruktives Feedback garantiert! Mit dieser Handreichung können Sie Feedback zu Inhalten, Gestaltung, Lernzielen oder Atmosphäre im Unterricht einfach, spielerisch und kreativ einholen. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen dafür ihren Handumriss auf das Material und nutzen ihre Finger beziehungsweise ihre Handfläche als Gedankenstütze auf folgende Fragen, die je nach Intention oder Fragebedürfnis durch die Lehrkraft individuell abgeändert werden können: Daumen: Was hat mir gut gefallen? Zeigefinger: Was habe ich gelernt? Mittelfinger: Was fand ich weniger hilfreich? Was hat mir nicht gefallen? Ringfinger: Wie war die Atmosphäre? Kleiner Finger: Was ist zu kurz gekommen? Handfläche: Das wünsche ich mir für den Unterricht. Fingernägel: Daran könnte meine Lehrerin / mein Lehrer noch feilen. Die "Handmethode" ist so gestaltet, dass sie sich problemlos für jede Schulstufe und für jeden (Fach-)Unterricht anpassen lässt, um somit ein möglichst konkretes und zielführendes Feedback der Schülerinnen und Schüler zum Unterricht erhalten zu können. Sie finden sie in deutscher, englischer und französischer Sprache.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Elementarbildung, Berufliche Bildung

Dynamische Mathematiksoftware

Fachartikel

Dieser Fachartikel zum Thema "Dynamische Mathematik" zeigt die Möglichkeiten auf, die sich durch die Nutzung dynamischer Mathematiksoftware ergeben. Neben Visualisierungen, die mit traditionellen Medien nicht realisierbar sind, fördert die Software einen aktiv-entdeckenden Zugang zu mathematischen Inhalten. Lernprozesse werden dadurch wirkungsvoll unterstützt – und das nicht nur in der Mathematik! Mithilfe dynamischer Geometriesoftware können Sie Konstruktionen erstellen, die im Gegensatz zu "klassischen" Darstellungen im Heft oder an der Tafel beweglich sind: Durch einfaches Ziehen mit der Maus lassen sich geometrische Figuren am Bildschirm verändern. Die Möglichkeiten von Programmen wie GEONExT oder GeoGebra (die kostenlos zur Verfügung stehen!) gehen über herkömmliche dynamische Geometrie hinaus: Integrierte Computeralgebrasysteme schlagen eine Brücke zwischen Geometrie, Algebra und Analysis. So können Konstruktionen quantitativ ausgewertet werden, indem man Streckenlängen, Winkelgrößen oder Punktkoordinaten automatisch messen lässt und die Werte als Grundlage für weitere Berechnungen nutzt. Ihr Unterricht muss dafür nicht unbedingt im Computerraum stattfinden - es genügt schon ein einzelner Rechner, um in einer Gruppenarbeit oder einem Stationenbetrieb dynamisch zu experimentieren. Um die in diesem Artikel vorgestellten Materialien nutzen zu können, benötigen Sie das Plugin Java Runtime Environment (kostenfreier Download von der java.com-Website).

  • Mathematik / Rechnen & Logik

Den Schulanfang in Klasse 1 gestalten

Fachartikel

Die vorliegende Ideen- und Materialsammlung soll dabei helfen, der Lehrperson sowie den Schülerinnen und Schülern einen gelungenen Schulstart zu ermöglichen. Schulische Abläufe sollen transparent vermittelt und Orientierung im Raum "Schule" gegeben werden, sodass der neue Lebensraum zu einem bekannten und vertrauten Ort wird. Dabei teilt sich der Fachartikel in die vier Themenblöcke "Vor der Einschulung", "Tag der Einschulung", "Die ersten Schultage" sowie "Kennenlernspiele". Für Erstklässlerinnen und Erstklässler in ganz Deutschland steht ein großer Tag bevor: Sie werden eingeschult! Diese Tipps für den Schulstart in der Grundschule hilft Lehrpersonen, Schulanfängerinnen und Schulanfängern einen wunderbaren Anfang ihrer Schullaufbahn zu gestalten. Das hier vorgestellte Material ist als Sammlung einzelner Module zu verstehen, die in die einzelnen Schulstunden eingebaut werden können. Schwerpunktmäßig nimmt das Material Bezug zu basalen Kompetenzen, ohne die eine erfolgreiche Mitarbeit in der Grundschule nicht denkbar ist. Dem "sozialen Miteinander" wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, damit Konflikte erst gar nicht – oder so wenig wie möglich – erfahrbar sind, sondern von vornherein respektvolles und entgegenkommendes Verhalten erwartet und gelehrt und gelernt werden kann. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Kennenlernen Ihrer neuen Klasse!

  • Pädagogik

Mental Load und Gefühlsarbeit in der Schule: ein (Video-)Interview

Fachartikel / Video-Tutorial
5,99 €

In diesem Interview beantwortet Ann-Marie Backmann, Lehrerin, Bloggerin und Lehrkräfte-Coach, Fragen rund um die Themen Mental Load im Lehrberuf und Gefühlsarbeit in der Schule. Es geht darum, wieso besonders Lehrkräfte von Mental Load – sowohl im schulischen Umfeld als auch zu Hause – betroffen sind sowie um konkrete Strategien und Tipps, für eine persönliche Stressreduktion und beziehungsstärkere Lernkultur in der Schule. Lehrkräfte übernehmen eine Fülle an Aufgaben. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten und nicht in Stress zu geraten! Die To-dos aus privatem und schulischem Umfeld können dazu führen, dass sich der Mental Load von Lehrerinnen und Lehrer erhöht und sich nicht nur auf ihre Gesundheit, sondern auch auf die Beziehungen zu ihren Schülerinnen und Schülern auswirkt. Deshalb ist es umso wichtiger, Strategien und Tipps gegen Mental Load zu entwickeln und die Gefühlsarbeit in der Schule zu fördern , denn davon profitieren sowohl Lehrende als auch Lernende. In diesem Interview mit Lehrkräfte-Coach Ann-Marie Backmann geht es um folgende Aspekte: Aufgabenbereiche von Lehrkräften Warum diese Berufsgruppe so von Mental Load betroffen ist und welche Faktoren spielen eine Rolle? Gefühlsarbeit in der Schule Konkrete Strategien und Tipps gegen Mental Load und für mehr Gefühlsarbeit in der Schule

  • Fächerübergreifend

Deutsche Einheit inklusiv

Fachartikel

Das Bildungsangebot "Deutsche Einheit inklusiv" in Einfacher Sprache und die begleitenden Unterrichtseinheiten beleuchten die Sichtweisen von Menschen mit nichtdeutscher Herkunft auf die Umbrüche der 1980er-Jahre, den Mauerfall und die ersten Jahre der deutschen Einheit. Wie gestaltete und veränderte sich ihr Leben im geteilten und wiedervereinten Deutschland? Die Jahre 1989/1990 gelten als zentrale Wendepunkte der deutschen Geschichte. Auch für Eingewanderte und deren Nachkommen änderte sich mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung vieles. Sie waren als Arbeitskräfte, Studierende oder Schutzsuchende in die Bundesrepublik und die DDR gekommen und berichten bis heute von der Freude über Mauerfall und deutsche Einheit – aber auch von Ausgrenzung, Rassismus und Arbeitslosigkeit. Wenn im Geschichtsunterricht von der Friedlichen Revolution die Rede ist, werden die Sichtweisen von Eingewanderten und ihren Nachkommen nur selten beachtet, obwohl sich mit dem Fall der Mauer auch ihre Lebensbedingungen stark veränderten. Gerade die Geschichte der deutschen Teilung, Vereinigung und Transformation wird bisher nahezu ausschließlich aus der nationalen Perspektive – als Geschichte der Ostdeutschen und Westdeutschen – unterrichtet, in der die Erfahrungen und Erzählungen von Eingewanderten und ihren Nachkommen kaum eine Rolle spielen. Das Bildungsangebot Deutsche Einheit Inklusiv für Jugendliche und Lehrkräfte nimmt die deutsche Einheit aus der Perspektive von Eingewanderten und deren Nachkommen in den Blick. Die Website www.einheit-interkulturell.de/einheit-inklusiv bietet zahlreiche Materialien und Inhalte, die über die Geschichte der zwei Staaten informieren und dabei die vielfältigen Sichtweisen der Menschen mit einbeziehen. Inhalte Das bestehende Angebot "Deutsche Einheit Interkulturell" wurde um drei Module in Einfacher Sprache erweitert. Diese thematisieren die Geschichte vor und nach 1990 mit Fokus auf der Migrations- und Integrationsgeschichte der beiden deutschen Staaten. Wie erlebten Eingewanderte und deren Nachkommen den Mauerfall und welchen Einfluss hatten die ersten Jahre der deutschen Einheit auf ihr Leben? Die Module beinhalten: Lesetexte und Arbeitsmaterialien über die deutsch-deutsche Geschichte in Einfacher Sprache (auch als PDF) Broschüre "Friedliche Revolution 1989/1990 in Einfacher Sprache" interaktive Statistiken und Lernbausteine Videointerviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Bild- und Textquellen Jedes Modul wird durch eine Unterrichtseinheit begleitet, in denen die Lesetexte und Arbeitsmaterialien des Moduls erarbeitet werden. Jede Unterrichtseinheit beinhaltet: Didaktisch-methodischer Kommentar Unterrichtsablauf (2 Doppelstunden) Arbeitsblätter Zielgruppe Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 mit Sprach- und Lernschwierigkeiten in heterogenen Lerngruppen an mittleren Schulen; Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, die an mittleren Schulen inklusiv oder in Förderschulen beschult werden; Lehrerinnen und Lehrer an mittleren Schulen, insbesondere der Fächer Geschichte, Politik / Sozialkunde / Gemeinschaftskunde, Gesellschaftslehre

  • Geschichte / Früher & Heute

Netzwerken für Lehrkräfte: Brauchen pädagogische Fachkräfte ein berufliches Netzwerk?

Fachartikel

Der Fachartikel zeigt, warum berufliche Netzwerke auch für Lehrkräfte sinnvoll sein können – unabhängig davon, ob ein Stellenwechsel geplant ist. Am Beispiel von Plattformen wie LinkedIn wird deutlich, wie Sichtbarkeit, Wissensaustausch und berufliche Weiterentwicklung gezielt durch das aktive Agieren auf diesen Plattformen gefördert werden können. Als größtes weltweit genutztes Business-Netzwerk bringt beispielsweise LinkedIn Arbeitnehmende, Jobsuchende, Firmen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Organisationen und Verbände zusammen. Über die verschiedenen Funktionen der Plattform kann man ein aussagekräftiges Profil aufbauen, Kolleginnen und Kollegen sowie Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner zu den Kontakten hinzufügen, dem aktuellen Diskurs in der eigenen Branche folgen, Stellenausschreibungen finden oder auch selbst von Recruitern gefunden werden. Ob man nun gerade aktiv auf Jobsuche ist oder erst einmal das eigene Netzwerk langfristig ausbauen möchte – ein gut gepflegter LinkedIn-Account gehört heutzutage wie selbstverständlich zum beruflichen Selbstmarketing dazu. Mit rund 24 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern in der DACH-Region ist LinkedIn das führende Karrierenetzwerk im deutschsprachigen Raum, auf dem sich viele anmelden, um sich beruflich zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und sich weiterzuentwickeln. Für Vertriebskräfte/Vertriebsmitarbeitende, freiberuflich Tätige und andere Berufsgruppen, die von ihrer Sichtbarkeit und dem Ausbau ihrer Kontakte leben, liegt der Wert solcher Plattformen auf der Hand. Doch auch Pädagoginnen und Pädagogen können LinkedIn sinnvoll nutzen. Denn die Präsenz in professionellen Netzwerken ist nicht nur eine Möglichkeit, um sich von der besten Seite zu präsentieren. Sie kann durch die gezielte Vernetzung von Interessengruppen und Communities auch den Wissensaustausch anregen. Social Media für die Karriere: Was ist professionelles Networking und wozu dient es? Für die meisten Lehrkräfte auf Jobsuche wirkt diese Art der Selbstdarstellung in Bezug auf die Einstellungschancen eher wenig erfolgsversprechend. Denn wer im öffentlichen Schuldienst arbeiten will, wird für gewöhnlich nicht von Recruiting-Spezialisten und Spezialistinnen über Social Media angeworben. Stattdessen bewerben sich die Kandidatinnen und Kandidaten beim zuständigen Landesschulamt und werden anschließend nach festen Kriterien - den beamtenrechtlichen Voraussetzungen - eingestellt. Gerade angesichts des beklagten Lehrkräftemangels ist der Konkurrenzdruck zudem vielerorts deutlich geringer als bei anderen Berufsgruppen. Der Lehrkräftemangel hat jedoch auch deutliche negative Folgen. Die Belastung von Lehrkräften nimmt weiterhin zu , die ohnehin sehr hohen Anforderungen wachsen stetig weiter. Wer sich letztendlich für einen Wechsel aus der Lehrtätigkeit im öffentlichen Schulsystem entscheidet – beispielsweise in die Erwachsenenbildung, an eine Privatschule oder in den medialen Bereich – sollte dem aktiven Netzwerken offen gegenüberstehen und die eigenen Fähigkeiten und Talente überzeugend präsentieren können. Viele Plattformen ermöglichen es bereits, den gesamten Bewerbungsprozess direkt über das Portal oder die App abzuwickeln. Mit den zusätzlichen Funktionen, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, ist auch LinkedIn längst mehr als ein einfaches Tool für die Jobsuche: Um von Recruiting-Spezialistinnen und Spezialisten entdeckt und kontaktiert zu werden, können Nutzerinnen und Nutzer ihren Lebenslauf online erstellen , folgend in dem Netzwerk hochladen und dort ein aussagekräftiges Profil anlegen. Der Vorteil dabei: Die gesamte Kommunikation mit potenziellen Arbeitgebenden läuft direkt über die Plattform. So fördert das LinkedIn-Konzept eine ganzheitliche berufliche Entwicklung, indem es nicht nur die Vernetzung mit relevanten Personen, Organisationen und Institutionen erleichtert, sondern auch das Personal Branding stärkt. Personal Branding zielt darauf ab, die eigenen Werte, Stärken und beruflichen Fähigkeiten authentisch darzustellen. Dadurch wird sowohl die Sichtbarkeit und der Wiedererkennungswert in der Branche gesteigert als auch eine persönliche "Marke" aufgebaut. Neben ihren fachlichen Schwerpunkten und Kompetenzbereichen können Lehrkräfte auf LinkedIn eventuelle freiberufliche Nebentätigkeiten, Zuverdienste oder eigene Projekte bewerben, um ihre Reichweite zu steigern und neue Aufträge zu akquirieren, beispielsweise für Sprachunterrichts- oder Nachhilfeangebote oder den Verkauf eines selbstgeschriebenen Lehrbuchs. Voraussetzung dafür ist eine vorherige Genehmigung sowie die Einhaltung der Bestimmungen des § 40 BeamtStG . Lehrkräfte benötigen die Zustimmung ihrer Dienstbehörde, bevor sie Nebentätigkeiten oder freiberufliche Projekte ausüben, um Überschneidungen mit ihren dienstlichen Pflichten zu vermeiden. Weiterbilden, vernetzen, austauschen: So nutzen pädagogische Fachkräfte berufliche Netzwerke LinkedIn ermöglicht es Lehrkräften, Lehramtsstudierenden, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie weiteren Expertinnen und Experten im Bildungswesen über Landesgrenzen hinaus Kontakte zu knüpfen und professionelle Netzwerke aufzubauen. Viele Bildungseinrichtungen, Fachorganisationen und Verbände sind in dem Karrierenetzwerk aktiv und können über ihre Mitglieder und Kontakte von den Nutzerinnen und Nutzern der Plattform leicht gefunden werden. Über den Beitritt in verschiedenste Gruppen, beispielsweise für den eigenen Unterrichtsbereich oder die eigene Region, können pädagogische Fachkräfte mit Kolleginnen und Kollegen in den Austausch treten, Ressourcen und Erfahrungen teilen oder Veranstaltungen finden. Vereine, Verbände und staatliche Institutionen wie Bundes- und Landesministerien oder öffentliche Verwaltungseinrichtungen informieren in ihren Beiträgen über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Aktivitäten. Sie teilen zudem Fachartikel , Studienergebnisse und Berichte, was den Zugang zu aktuellen Trends und Informationen im Bildungssektor erleichtert. Fachwissen lässt sich auf LinkedIn sowohl direkt als auch indirekt teilen. Ausführliche und relevante Kommentare unter interessanten Beiträgen werden vom LinkedIn-Algorithmus positiv bewertet und tragen somit zur Erhöhung der eigenen Sichtbarkeit bei. So lässt sich die eigene Reichweite durch das Kommentieren fundierter Standpunkte und durchdachter Argumentationen steigern, da dies zum Austausch anregt und idealerweise zu einer erweiterten Vernetzung führt. Daneben können Pädagoginnen und Pädagogen vor allem auch durch selbsterstellte Beiträge ihre Expertise unter Beweis stellen, die Reputation in ihrem Fachbereich festigen und den allgemeinen pädagogischen Fachdiskurs stärken. LinkedIn-Profil abrunden: Zertifikate und Online-Badges Lehrkräfte sind angehalten, sich kontinuierlich fortzubilden , ihre Kenntnisse auszubauen und ihr Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Bandbreite an Fort- und Weiterbildungsangeboten reicht dabei von Lehrgängen bei staatlich zugelassenen Bildungsträgern bis hin zu digitalen Selbstlernkursen, wie sie beispielsweise von der Lehrer-Online Akademie angeboten werden. Entsprechend unterscheiden sich auch die Qualifikationsnachweise, die im Rahmen einer Fort- oder Weiterbildung erhältlich sind. Gerade niedrigschwellige Fortbildungsangebote sowie das Engagement in verschiedenen Projekten oder Gremien werden mittlerweile vermehrt durch digitale Lernabzeichen abgebildet. Online-Badges entsprechen dem verbreiteten Open Badge-Standard 2.0 und lassen sich mit wenigen Klicks in Social Media-Profile oder die eigene Website einbinden. Fazit Ob man es nun beabsichtigt, die eigene berufliche Laufbahn als Pädagogin oder Pädagoge voranzutreiben, Fortbildungen zu entdecken oder mit Expertinnen und Experten aus dem Bildungssektor in den Austausch zu treten, eines gilt immer: Ein gut gepflegtes Profil in populären Karrierenetzwerken wie LinkedIn schadet nicht. Selbst wenn man nicht aktiv auf dem plattformeigenen Stellenmarkt stöbert, lassen sich dort doch stets interessante Erkenntnisse gewinnen. So erhält man durch eine Gruppenmitgliedschaft z. B. fachliche Tipps und Anregungen, Einblicke in den aktuellen Stand der Wissenschaft oder auch die Diskurse rund um übergeordnete gesellschaftsrelevante Themen wie neueste Ansätze zur Digitalisierung im Alltag oder den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Auch wenn die aktive Suche nach neuen beruflichen Perspektiven nicht im Vordergrund steht, bietet das Netzwerken auf sozialen Plattformen für Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit, über den Bildungssektor hinaus interessante Einblicke in andere Branchen zu gewinnen und sich interdisziplinär weiterzuentwickeln.

  • Fächerübergreifend
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