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Digitales Lehrwerk "Extremismusprävention und interkulturelles Lernen"

Dossier

Die Anerkennung des Grundgesetzes und der Menschenrechte ist die Grundlage unserer liberalen demokratischen Gesellschaft. Politische und religiöse Extremisten sprechen dieser Grundlage ihre Gültigkeit ab und setzen stark vereinfachende und häufig menschenverachtende Dogmen und Weltbilder an ihre Stelle. Besonders Jugendliche sollen durch die Verbreitung von Propaganda in sozialen Medien, durch Musik und Videos angesprochen und für extremistische Ideen gewonnen werden. Schülerinnen und Schüler über Strategien von Extremisten aufzuklären und für ein demokratisches und tolerantes Zusammenleben zu begeistern, ist die beste Prävention gegen eine Radikalisierung – diesem Ziel sieht sich das Digitale Lehrwerk verpflichtet. Die fünf Themenschwerpunkte widmen sich dabei den verschiedenen extremistischen Weltanschauungen, entlarven ihre Ideologien, zeigen auf wie sie versuchen besonders im Internet Jugendliche anzusprechen und animieren Schülerinnen und Schüler dazu, sich in einer demokratischen Gesellschaft zu engagieren und einzubringen. Das Digitale Lehrwerk richtet sich an Lehrkräfte der Klassenstufe fünf bis zehn der Sekundarstufe I aller Schulformen und außerschulische Pädagogen. Einsatzmöglichkeiten bieten dabei die Fächer Politik, Ethik, Religion und Geschichte. Alle Materialien im Dossier stehen als freie Bildungsinhalte zur Verfügung. Sie können somit rechtssicher genutzt und angepasst werden. Mehr zum Digitalen Lehrwerk, den Projektpartnern und dem Fachbeirat erfahren Sie hier .

  • Fächerübergreifend

Stars der Rock- und Pop-Musik

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zu Stars der Rock- und Pop-Musik erhalten die Schülerinnen und Schüler spielerisch einen Überblick über 60 Jahre Musikgeschichte. Anhand ausgewählter Hör- und Videobeispiele lernen sie verschiedene Stilrichtungen kennen, beginnend in den 1950er Jahren bis in die 2000er Jahre. Dabei wiederholen sie sowohl bekannte Stile wie etwa Pop-Musik, Rock'n'Roll, Hard Rock und Heavy Metal, aber auch möglicherweise weniger geläufige Richtungen wie Soul, Funk oder R&B und beschäftigen sich mit Musikerinnen, Musikern und Bands, die die populäre Musikwelt in den vergangenen sechzig Jahren nachhaltig geprägt haben. Schwerpunkte der Einheit In dieser Unterrichtseinheit reisen die Schülerinnen und Schüler durch neuere Musikgeschichte der vergangenen 60 Jahre. Die Klasse lernt verschiedene Musikrichtungen kennen, beginnend in den 1950er Jahren mit dem Rock' n Roll, Elvis Presley und den Beatles, bis in die 2000er mit Dance-Pop und Techno. Dabei wiederholen sie anhand ausgewählter Musikbeispiele verschiedene Stile Rock- und Popmusik und beschäftigen sich mit Musikerinnen, Musikern und Bands, die durch ihr Schaffen und Wirken ihr Genre nachhaltig beeinflusst haben. Diese Unterrichtseinheit ist eher als Überblick und ein Eintauchen in die Rock- und Popwelt gedacht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso lässt sie bewusst aktuelle Pop- und Rockbands und Trends weg. Viele der Musikerinnen, Musiker und Bands sind bereits verstorben oder befinden sich in den letzten Zügen ihrer langen Karriere. Zielsetzung Diese Unterrichtseinheit dient als Einführung in einen größeren Themenkomplex zur Pop- & Rock-Musik und vermittelt den Schülerinnen und Schülern einen groben Überblick über die vergangenen 60 Jahre populäre Musik. Beginnend in den 1950er Jahren mit Elvis Presley bis hin zu Stars wie Bruce Springsteen oder AC/DC, die bis in die Gegenwart wirken, hört und betrachtet die Klasse unterschiedlichste Sängerinnen und Sänger, Bands und Musikstile. Nach einer kurzen Hinführung als Einstieg verlässt diese Unterrichtseinheit bewusst den Bereich der aktuellen Musik und der gerade angesagten Künstlerinnen, Künstler und Trends. Die Klasse soll Musikerinnen, Musiker und Bands und deren musikalische Stile kennenlernen, die durch ihr Schaffen und ihre langjährige Karriere die Musikwelt nachhaltig beeinflusst haben. Da es sich um ein sehr weit gefasstes Themengebiet handelt und man nahezu auf beliebige Weise Schwerpunkte setzen könnte, steht im Zentrum dieser Unterrichtseinheit ein selbsterstelltes Kartenspiel. Dieses besteht aus 32 stiltypischen Musikerinnen, Musiker und Bands, die man alle zu den kommerziell erfolgreichsten aber auch zu den einflussreichsten der letzten Jahrzehnte zählen kann. Das Kartenspiel kann analog in Papierform oder digital auf einem iPad gespielt werden. Ein Großteil der ausgewählten Musikstücke sollte vielen Schülerinnen und Schülern vom Hören bekannt sein. Manche Gruppen, Künstlerinnen und Künstler mit ihren Stücken sind vielleicht neu und dienen zur Erweiterung des musikalischen Horizonts. Am Ende der Unterrichtseinheit haben die Schülerinnen und Schüler einen groben Überblick über die neuere Musikgeschichte aus dem Pop- und Rockbereich anhand ausgewählter Stars und deren Werke erhalten. Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren musikalischen Horizont und lernen zahlreiche Musikstücke, stilprägende Musikerinnen, Musiker und Bands der vergangenen 60 Jahre kennen. Die Lernenden lernen neue Musikstile und ihre musikalischen vertretenden Personen kennen und können einzelne Musikstücke leichter einem bestimmten Stil oder einem bestimmten Jahrzehnt zuordnen. Dabei kommen moderne Medien und technische Geräte, wie das iPad oder das Smartphone zum Einsatz, indem QR-Codes zu Filmclips eingescannt werden können. Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit steht das Ansehen, bzw. Anhören von Musikstücken und das Beschäftigen mit den Biografien ausgewählter Bands, Musikerinnen und Musiker. Relevanz des Themas Das Thema Stars der Rock- und Popmusik kann in verschiedenen Jahrgangsstufen durchgenommen werden, da das Singen und das sich Beschäftigen mit populärer Musik in nahezu allen Jahrgangsstufen in unterschiedlichen Ausprägungen eingestreut werden kann. Bei diesem Thema haben jede Schülerin und jeder Schüler eine eigene Meinung und kann sich auf ihre oder seine Weise einbringen. Vorkenntnisse Für die Durchführung dieser Unterrichtseinheit zu Stars der Rock- und Pop-Musik sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Es ist jedoch von Vorteil, wenn die Schülerinnen und Schüler über ein Basiswissen hinsichtlich verschiedener Musikstile, Künstlerinnen, Künstler und Bands verfügen. Viele der Melodien der Hörbeispiele sind den Schülerinnen und Schülern sicher aus dem Radio und privaten Alltag geläufig. Es ist sinnvoll, dass die Schülerinnen und Schüler mit einem QR-Code umgehen können und die entsprechenden technischen Voraussetzungen erfüllen, um die darin hinterlegen Filme ansehen zu können. Didaktisch-methodische Analyse Jede Schülerin und jeder Schüler haben mit dem Begriff Pop- und Rockmusik eine andere, jedoch meist durchaus positive Assoziation. Man ist täglich durch die verschiedenen Streamingportale mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten ausgestattet, bequem die präferierte Musik zu konsumieren. Auch wenn die ausgesuchten Hörbeispiele nicht dem aktuellen Chart entsprechen, so sollten die meisten doch sehr geläufig sein. Ansonsten sollte die Lehrkraft dazu in der Lage sein, für ein offenes und respektvolles Klassenklima zu sorgen, damit man sich der Musik der Eltern und Großeltern widmen kann, denn manchen Bands und Musikstile werden dennoch der heutigen Jugend eher unbekannt sein. Pop- & Rockmusik besteht aus unterschiedlichsten Richtungen, und es gibt unzählige erfolgreiche Bands, Künstlerinnen und Künstler, die für eine gewisse Zeit oder für einen Musikstil einflussreich und prägend waren oder und deren Wirken und Schaffen bis heute nachhallt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in dieser Unterrichtseinheit einen Überblick über die Pop- und Rock-Musik der 1950er bis 2000er Jahre und können viele Musikstile zeitlich einordnen. Die Auswahl der Hörbeispiele bildet den Facettenreichtum der letzten 60 Jahre Pop- und Rock-Musik in unterschiedlichsten Ausprägungen ab, ohne jedoch den Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. So fehlen im Kartenspiel, das im Zentrum der Unterrichtseinheit steht, zum Beispiel Bands wie The Eagles, Depeche Mode, Oasis, The Doors oder Deep Purple, die aufgrund ihres Schaffens durchaus eine Berechtigung gehabt hätten, näher behandelt zu werden. Sollte man als Lehrkraft nach dieser Unterrichtseinheit zum Beispiel Referatsthemen ausgeben wollen, kann man diese Bands dabei berücksichtigen. Je nach Belieben können die Musikbeispiele auch ausgetauscht werden. In dieser Unterrichtseinheit besteht die Möglichkeit, dass sich die Lernenden mit ihren Liederwünschen selbst einbringen können und auch die Lehrkraft ihre persönliche Musikpräferenz miteinfließen lassen kann. Durch ein Kartenspiel zu unterschiedlichen Musikstilen, Musikerinnen und Musikern der letzten 60 Jahre erweitern die Schülerinnen und Schüler ihren meist auf aktuelle Charts beschränkten Begriff von Pop- und Rockmusik. Darüber hinaus bietet die Unterrichtseinheit zahlreiche Möglichkeiten, mithilfe der angegebenen Links und QR-Codes den eigenen musikalischen Horizont zu erweitern. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während des Spiels die Möglichkeit, sich bei Verfügbarkeit des Internets und Smartphones ausgewählte Musikstücke auf YouTube anzusehen. In einer Mind-Map werden die Ergebnisse am Ende auf einem Arbeitsblatt festgehalten. Den Abschluss der Unterrichtseinheit kann das Betrachten ausgewählter Musikvideos oder das gemeinsame Singen eines populären Pop- oder Rockstücks bilden. Vorbereitung Wenn sich die Lehrkraft dazu entscheidet, das Spiel analog in Papierform durchzuführen, dann ist ein hohes zeitliches Maß an Vorbereitungszeit erforderlich. Es muss der Spielkartensatz in ausreichender Form kopiert und idealerweise laminiert werden. Besser wäre es, wenn die Klasse flächendeckend über digitale Endgeräte, zum Beispiel iPads verfügt und das Spiel digital an die Lernenden verteilt. Es ist ratsam, dass die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von QR-Codes im Unterricht vorhanden sind. Damit die Filmvideos geladen werden können, ist eine Datenverbindung oder WLAN im Klassenzimmer zwingend erforderlich. Die Unterrichtsstunde funktioniert aber genauso ohne Datenverbindung, da die Schülerinnen und Schüler die QR-Codes gegebenenfalls zu Hause im eigenen WLAN scannen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reaktivieren und erweitern ihr bereits vorhandenes Vorwissen. lernen neue beziehungsweise nicht geläufige Musikstile, Musikerinnen, Musiker und Bands aus der Rock und Pop-Geschichte kennen. ordnen die verschiedenen Bands, Musiker und Musikstile grob zeitlich ein. singen gemeinsam ausgewählte populäre Stücke und bereiten gegebenenfalls kleine Referate vor. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem iPad und dem Betrachten von Videos auf YouTube. je nach Ausstattung arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit dem iPad, sowie dem Smartphone. setzten ihre Smartphones ein und lernen den Umgang mit QR-Codes kennen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Betrachten von Videos. arbeiten gut und respektvoll mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. halten sich an die Regeln zur Verwendung von Smartphones im Unterricht. sind offen und respektvoll und hören sich verschiedene Meinungen an.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Filmmusik: Einführung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Einstieg in das Thema Filmmusik erhalten die Lernenden einen ersten Überblick über den weiten Bereich der Filmmusik und nehmen eine grobe Eingrenzung des Begriffs vor. Mithilfe ausgewählter Musikstücke beziehungsweise Videos und eines spielerischen Zugangs zum Thema wird die Motivation der Lernenden gefördert, da die meisten Hörbeispiele bekannt sein dürften. Ein gemeinsames Erraten der Titel schafft zudem Vorfreude auf zwei weitere Unterrichtsstunden zum Thema Filmmusik. Schwerpunkte der Einheit In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Filmmusiken kennen. Sie grenzen den Begriff "Filmmusik" ein und erfahren, was die Aufgaben von Musik in Filmen ist. Im Zentrum der Unterrichtseinheit steht das Hören. Die Schülerinnen und Schüler sollen in Form eines Rätsels die Filme zu bekannten und weltberühmten Filmmusiken erraten und diese nach der persönlichen Präferenz bewerten. Darüber hinaus wird die Wirkung von Musik in Filmen beleuchtet. Zielsetzung Filme und Serien erfreuen sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Ein wichtiger Bestandteil der meisten Filme ist die dazugehörige Filmmusik. Auch in der jüngeren Filmgeschichte gibt es nur sehr wenige Filme, die beinahe ohne oder nur mit sehr wenig Musik ausgekommen sind (etwa "Cast – Verschollen", oder "WALL-E – der Letzte räumt die Erde auf"). Oftmals bleibt die Titelmelodie des Films länger im Gedächtnis als der Film selbst. Ebenso war die Filmmusik oftmals bereits vorher bekannt oder sie wird durch den Film kommerziell erfolgreich. Diese Unterrichtsstunde stellt den Einstieg in eine Unterrichtsreihe zum Thema Filmmusik dar. Dazu wurden 13 Filmmusiken und Soundtracks ausgewählt und auf einem Arbeitsblatt zusammengestellt. Die Auswahl erfolgte rein subjektiv und kann je nach Belieben der Lehrkraft durch andere Beispiele ersetzt werden. Es hätte noch unzählige ebenso bekannte Filmmusiken gegeben, die sich einen Platz in der Liste verdient hätten. Deshalb beinhaltet diese Unterrichtseinheit zusätzlich einige Rätsel, bei welchen man die Filmtitel zu den entsprechenden Musiken erraten soll. Ebenso enthalten die Lernenden zu jedem Stück einen QR-Code, hinter welchem sich das dazugehörige Filmplakat verbirgt. Die Schülerinnen und Schüler können nun entweder bevor sie das Stück hören mit ihrem Mobiltelefon den Code scannen und rätseln, welche Musik sich dahinter verbirgt, oder nach dem Anhören des Soundtracks. So kann ein lernorientierter Zugang zum Thema Filmmusik geschaffen werden. Dies kann auch im Stil eines kleinen Wettbewerbs stattfinden, bei dem eine Klassensiegerin oder ein Klassensieger gekürt wird, der oder die die meisten Filme erraten hat. Alternativ oder ergänzend lässt sich eine Statistik erstellen, welche Stücke in der Klasse am beliebtesten sind, da die Schülerinnen und Schüler die Musikstücke mit Schulnoten bewerten. Am Ende der Unterrichtsstunde soll das gemeinsame Erarbeiten einer Definition des Begriffs "Filmmusik" stehen, indem die Lernenden erkennen, welcher Unterschied zwischen Soundtrack und Score vorhanden ist. Ebenso soll die Wirkung und die Aufgaben von Filmmusik beleuchtet werden. Der Abschluss dieser Unterrichtseinheit bildet zugleich einen Ausblick auf die folgende Unterrichtseinheit "Filmmusik: Geschichte" , indem am Beispiel von "Spiel mir das Lied vom Tod" die Wirkung von Filmmusik beleuchtet wird. Als Hausaufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler eine Filmdokumentation ansehen und einen entsprechenden Fragebogen bearbeiten. Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren musikalischen Horizont und lernen nicht nur den Begriff "Filmmusik" kennen, sondern zusätzlich auch viele bekannte und weltberühmte Filmmusiken. Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit steht das aktive Hören und das Erfahren, welche Wirkung und welche Aufgaben die Musik in Filmen hat. Relevanz des Themas Das Thema "Filmmusik" ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrplans im Fach Musik in der 9. oder 10. Jahrgangsstufe. Diese Stunde stellt eine interessante und abwechslungsreiche Einführung in diese Themenkomplex dar und soll die Klasse motivieren. Egal wie musikalisch erfahren die Schülerin oder der Schüler ist bei diesem Thema, besonders in dieser Einführungsstunde sollte jeder Lernende etwas beitragen können. Vorkenntnisse Grundsätzlich sind für die Durchführung dieser Unterrichtsstunde zu Filmmusik keine speziellen Vorkenntnisse auf Seiten der Lernenden notwendig. Die Schülerinnen und Schüler haben aus ihrem privaten Umfeld sicherlich die meisten Filmmusiken schon einmal gehört, nur dass sie diese möglicherweise nicht unmittelbar einem bestimmten Film zuordnen können. Didaktisch-methodische Analyse Mit diesem Unterrichtsmaterial zu Filmmusik kann auf vielfältige, moderne Weise die unglaubliche Bandbreite des Genres Filmmusik vorgestellt werden. Der Wiedererkennungswert der Filmmelodien sollte bei einem Großteil der Schülerinnen und Schüler sehr hoch sein, und auch durch einen möglichen Einsatz der Mobiltelefone zum Einscannen der QR-Codes kann die Motivation gefördert werden. Jede Person in der Klasse kann etwas beitragen und auch eigene Filmmusiken vorschlagen. Am Ende der Unterrichtsstunde werden eine Definition und eine Abgrenzung des Begriffs "Filmmusik" erarbeitet und die unterschiedliche Wirkung von Filmmusik beleuchtet. Ebenso können die Schülerinnen und Schüler selbst als Filmkomponisten tätig werden und so die Wirkung der Musik an einer Szene ausprobieren. Diese Unterrichtseinheit dient als Vorbereitung auf die folgenden Stunden der Unterrichtsreihe zum Thema Filmmusik. Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser Unterrichtsstunde einen Überblick über verschiedene Arten von Filmmusiken erhalten und den Umgang mit QR-Codes üben. Das gemeinsame Erraten der Filmmusiken mit einem Wettbewerbscharakter steht dabei im Vordergrund. Ebenso kann jede Schülerin und jeder Schüler für sich selbst mit Schulnoten bewerten, welche Art von Musik der persönlichen Präferenz entspricht. Der Umgang mit Filmen und modernen Medien, wie dem Smartphone und QR-Codes, weckt und hält die Begeisterung für das Fach Musik aufrecht und knüpft so ganz aktuell, trotz manch älterer Hörbeispiele, an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an. Vorbereitung Für die Lehrkraft ist es sinnvoll, dass sie sich die entsprechenden Hörbeispiele, Rätsel und Dokumentationen im Vorfeld bereits einmal angehört hat. Es ist auch ratsam, dass die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von QR-Codes im Unterricht bereits bekannt sind und sich die Schülerinnen und Schüler eine QR-Code-App aus dem Appstore oder dem Playstore geladen und auf ihrem Mobiltelefon installiert haben. Grundsätzlich sollte sich die Lehrkraft vorab im Klaren darüber sein, ob die Stunde eher analog oder digital, z.B. mit iPads stattfinden soll. Damit die Filmplakate geladen werden können, ist eine mobile Datenverbindung oder WLAN im Klassenzimmer zwingend erforderlich. Die Unterrichtsstunde funktioniert aber genauso gut, ohne dass man die QR-Codes scannt – die Schülerinnen und Schüler können dies dann gegebenenfalls zu Hause im eigenen WLAN machen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler aktivieren ihr Vorwissen und lernen verschiedene Filmmusiken auf eine spielerische, wettbewerbsorientierte Art und Weise kennen. erarbeiten eine Definition des Begriffs Filmmusik und deren Aufgaben. gewinnen Einblicke in die Wirkung von Filmmusik und probieren sie mit selbsterstellten Tonbeispielen an einer Szene aus. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem iPad, eventuell der App Garageband, der Aufnahmefunktion und dem Betrachten von Videos auf YouTube. je nach Ausstattung arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit dem iPad. lernen den Umgang mit Smartphones und QR-Codes im Unterricht. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Betrachten von Videos. arbeiten gut und respektvoll mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. halten sich an die Regeln zur Verwendung von Smartphones im Unterricht. sind offen und respektvoll und hören sich verschiedene Meinungen an.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Musik und Instrumente aus Afrika

Unterrichtseinheit
14,99 €

Musik ist eine universelle Sprache, die Grenzen überwindet und viel zum Kulturaustausch beiträgt. In dieser Einheit über Musik aus Afrika lernen die Schülerinnen und Schüler neue Instrumente und darüber auch unterschiedliche afrikanische Länder kennen. Im Internet können sie dazu interaktiv arbeiten. Musikalische Beiträge machen sie mit einigen afrikanischen Sprachen, angesagten Weltstars aus Nigeria und Südafrika sowie neuen Hörwelten bekannt. Diese Unterrichtseinheit zum Globalen Lernen vermittelt Einblicke in afrikanische Musikkulturen. Klassische und zeitgenössische Instrumente aus verschiedenen Regionen Afrikas werden vorgestellt und sinnlich erfahrbar gemacht – mit dem Ziel, den Reichtum und die Diversität afrikanischer Musik kennenzulernen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler einige Länder Afrikas kennen (Mali, Simbabwe und Nigeria). Globales Lernen im Musik-Unterricht anhand des Themas "Musik und Instrumenten aus Afrika" "Gerade im Musikunterricht in Deutschland ist eine lange Tradition eurozentrischer Sichtweisen auf Musiken festzustellen, die im 19. Jahrhunderts global verbreitet wurde und bis heute in weiten Teilen akzeptiert wird. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Musik erfordert in einem ersten Schritt, sich mit diesem Blickwinkel reflektierend auseinanderzusetzen und durch Perspektivenwechsel die eigenen musikbezogenen Praxen (das heißt den vielfältigen Umgang mit Musik) wahrzunehmen" (Clausen, Mascher, Vogels; in: Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung ; S. 192). Anhand der Beschäftigung mit Musik und Instrumenten aus Afrika wird insbesondere der Themenbereich 1 "Vielfalt der Werte, Kulturen und Lebensverhältnisse: Diversität und Inklusion" (vgl. KMK-Papier Seite 197) bedient und wichtige Kompetenzen wie der Perspektivenwechsel und Empathiefähigkeit sowie das Erkennen von Vielfalt geschult. Vorkenntnisse Interesse und Vorwissen zu afrikanischen Musikkulturen und aktueller Popmusik aus Afrika sind wünschenswert, aber nicht Bedingung. Grobe Unterschiede zwischen klassischer, moderner und Popmusik sollten bekannt sein. Didaktische Analyse Die Unterrichtseinheit trägt zu einer Erweiterung und Korrektur des Afrika-Bildes bei. Denn auch in Schulbüchern gibt es nur wenige positive Beispiele zum afrikanischen Kontinent. Die anschaulichen Beispiele über Musik und Instrumente aus Afrika sollen zur positiven Wahrnehmung Afrikas und seiner Menschen beitragen und den kulturellen Reichtum afrikanischer Länder verdeutlichen. Das bedeutet für die Lernenden, sich eine differenzierte Perspektive zu bilden und Vorurteile zu überdenken. Methodische Analyse Die Darstellung sinnlich erfahrbarer Beispiele, wie durch die Hörbeispiele afrikanischer Instrumente und das Kennenlernen weltweit gefeierter Popstars aus Nigeria, stellt Bezüge zum Alltagsleben der Kinder her und bietet die Möglichkeit zur positiven Identifikation. Die kulturelle Diversität unseres Nachbarkontinents wird sicht- und erfahrbar gemacht. Fachbezogene Teilkompetenzen bezogen auf die Kernkompetenzen des Lernbereichs Globale Entwicklung Die Schülerinnen und Schüler erfahren etwas über die afrikanische Musikgeschichte. entdecken afrikanische Instrumente, Musikerinnen und Musiker und damit neue Musikkulturen. nehmen verschiedene musikalische Stilistiken hörend wahr und belegen sie mit Beispielen. öffnen sich noch nicht vertrauter Musik einfühlend und gehen der Wertschätzung, die diese Musik durch andere erfährt, nach. verstehen Musik als transkulturelles Phänomen, das uns ermöglicht, die Vielfalt der Musikwelten über die Wahrnehmung des Fremden in uns zu erschließen. beziehen zur Kommerzialisierung von Musik im Zuge der Globalisierung Stellung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler rufen vorgegebene Webseiten auf, suchen dort passende Informationen und stellen diese zusammen. präsentieren ihre Ergebnisse vor der Klassengemeinschaft. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen. können rassistische und diskriminierende Vorurteile abbauen und lernen sie zu hinterfragen. üben sich im Perspektivwechsel und erkennen Diversität als Bereicherung menschlichen Lebens. lernen Diversität auch im eigenen Klassenzimmer zu schätzen. üben sich in interkultureller Kompetenz.

  • Musik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Aktuelle Popmusik

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler auf moderne, lebensweltnahe und spielerische Weise mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern der aktuellen Popmusik. Daneben wird der Begriff "Popmusik" erarbeitet sowie über die Bereiche Musikkonsum und Charts nachgedacht und die eigene Musiknutzung reflektiert. Schwerpunkt der Einheit "Wir spielen das Aktuellste aus den Charts, das Beste der vergangenen Jahre und die Hits von Morgen" – Mit Slogans wie diesen kämpfen Radiosender um die Gunst der Zuhörenden und versuchen dies, indem sie ein möglichst abwechslungsreiches, modernes und aktuelles Programm für die breite Masse anbieten. Aktuelle Popmusik bietet bei vielen Sendern einen wesentlichen Bestandteil. Sie begleitet uns tagein und tagaus, bewusst oder unbewusst zum Aufwecken, am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Schule oder Arbeit und wieder nach Hause. Das Internet und die Verfügbarkeit von Musikstreaming-Diensten machen aktuelle Popmusik rund um die Uhr verfügbar und somit ist jedes Musikstück der Welt auf Knopfdruck auf den unterschiedlichsten Kanälen abrufbar. Demnach hat auch so ziemlich jede Schülerin und jeder Schüler eine eigene Meinung zu dieser Thematik und meist gefällt, was der Peer Group oder dem Freundeskreis auch gefällt. Zielsetzung In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern der aktuellen Popmusik. Interaktive Übungen in Memory- oder Quiz-Form unterstützen mit ihrem spielerischen Charakter den Lernzuwachs. Darüber hinaus wird eine Definition des Begriffs "Popmusik" erarbeitet sowie wichtige Merkmale der Musikrichtung. Außerdem werden Gründe erarbeitet, weshalb Musik allgemein für die Menschen einen sehr hohen Stellenwert und eine nicht zu leugnende Relevanz bei der Bewältigung des Alltags hat. Zuletzt beleuchten die Lernenden in einer Umfrage ihr eigenes Musik-Konsumverhalten, sie reflektieren über ihre Hörgewohnheiten, vergleichen sie mit aktuellen Trends und diskutieren über den Begriff "Charts". Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über verschiedene Künstlerinnen und Künstler der Popmusik aus und reflektieren ihren eigenen Musikgeschmack, ebenso denken sie über ihr eigenes Musikkonsumverhalten nach und vergleichen es anhand aktueller Grafiken und Statistiken mit den Trends in Deutschland. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die moderne Musikindustrie. Relevanz des Themas Aktuelle Popmusik ist im Lehrplan des Musikunterrichts in der Sekundarstufe I im Laufe des Schuljahres immer wieder ein Thema. Es gibt wohl kaum eine Thematik wie aktuelle Popmusik, zu der nicht alle Lernenden etwas beitragen können. Mit welcher Ausführlichkeit und in welcher Jahrgangsstufe dieses Thema behandelt wird, kann die Lehrkraft bestimmen. Vorkenntnisse Die Vorkenntnisse seitens der Schülerinnen und Schüler sind unterschiedlich ausgeprägt, ebenso die der Lehrkraft, je nach eigener Musikpräferenz. Es ist jedoch ein Vorteil, wenn die Schülerinnen und Schüler ein Basiswissen über verschiedene Artists und Bands verfügen. Viele der Melodien der Hörbeispiele sollten den Schülerinnen und Schülern aus dem Radio und privaten Alltag geläufig sein. Anhand der Mind-Map zu Beginn der Stunde kann das Vorwissen aktiviert und abgeprüft werden. Didaktisch-methodische Analyse In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern der aktuellen Popmusik. Die Auswahl erfolgte rein subjektiv und ist demnach nicht repräsentativ und umfassend für die ganze Szene, dennoch bildet sie einen Querschnitt populärer Musik ab. Ein Großteil der Bands und Künstlerinnen und Künstler sollten den Lernenden bekannt sein, sodass alle schon etwas Vorwissen und eine eigene Meinung mitbringen. Es wechseln sich unterschiedliche Sozialformen und Unterrichtsphasen ab. Durch Rätsel und spielerische Elemente in Paar- und Gruppenarbeit wird die Motivation zusätzlich gesteigert. Durch die sowohl spielerische als auch durch die Möglichkeit des Einsatzes digitaler Übungen, erweitern die Schülerinnen und Schüler ihren meist auf aktuelle Charts beschränkten Begriff von Popmusik. Besonders durch die Bereitstellung verschiedener interaktiver Übungen bewirkt diese Einheit bei den Schülerinnen und Schülern eine besonders hohe Motivation. Daher kann die Einheit in allen Jahrgangsstufen, unabhängig vom Lehrplan und der aktuellen Thematik als Exkurs, gehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nicht nur einen groben Überblick über aktuelle Popmusik, ebenso wird der Begriff "Popmusik" und dessen musikalische Merkmale sowie der Begriff "Charts" geklärt. Außerdem reflektieren die Lernenden ihren eigenen Musikkonsum. Vorbereitung Je nach Ausstattung können die spielerischen Elemente digital oder in Papierform erfolgen. Auf analogem Wege sollte das Memory-Spiel und das Rätsel von der Lehrkraft im Vorfeld vorbereitet werden. Ebenso ist es ratsam, wenn sich die Lehrkraft die entsprechenden Grafiken und Statistiken ansieht, um entsprechend reagieren zu können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reaktivieren und erweitern ihr bereits vorhandenes Vorwissen. verschaffen sich einen Überblick über aktuelle Trends sowie Musikerinnen und Musiker der Popmusik. erhalten spielerisch neue Informationen zu ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern und Bands. reflektieren über ihr eigenes Musik-Konsumverhalten und lernen Fachbegriffe aus dem Bereich der Popmusik kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem iPad; einer digitalen Tafel, PC/Laptop beim Bearbeiten der interaktiven Übungen. lernen den Umgang mit der Dokumentenkamera und dem Beamer. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Arbeiten mit dem PC, beziehungsweise iPad und der digitalen Tafel. arbeiten gut und respektvoll mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner und in der Gruppe.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Amerikanische Popularmusik des 20. Jahrhunderts

Unterrichtseinheit

Ist die Popularmusik Unterrichtsthema, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten zur Aufbereitung des Lernstoffs an. Einerseits ist es wichtig, einen Überblick über die verschiedenen Epochen und deren musikalisch Tätige zu vermitteln, zum anderen ist es notwendig, die Entwicklungsschritte der Popularmusik nachvollziehbar zu machen. Das Materialangebot des Autors versucht, diese Anforderungen zu erfüllen. Auf MindMaps werden alle Epochen der amerikanischen Popularmusik des 20. Jahrhunderts dargestellt. Zu Interpreten und Gruppen sind Infotafeln abrufbar, die mit aktuellen Internetangeboten der Künstler verknüpft sind. Ein interaktiver Stammbaum stellt die Entwicklungsgeschichte dar. Charakteristika jeder Stilart werden durch Infotexte erläutert, zu wichtigen Stationen sind Hörbeispiele abrufbar. Durch Arbeitsblätter können die Lernenden die musikalische Entstehungsgeschichte nachbereiten, mit den Online-Übungen lässt sich der Lernerfolg überprüfen. Abgerundet wird das Angebot durch multimediale Übungen, in denen stilistische Merkmale, Infos zu Musikerinnen und Musikern sowie Hörbeispiele den entsprechenden Stilarten und diese wiederum einer Zeitleiste zugeordnet werden. Die Inhalte wurden speziell für den schulischen Einsatz aufbereitet und ins Netz gestellt. So ist in unterrichtlichen Kontexten sichergestellt, dass zentrale Inhalte allen Lernenden zugänglich sind. Die Links ins Internet aus diesem Bereich heraus bieten weitergehende Nutzungsmöglichkeiten an. Sachanalyse Die Entwicklung der amerikanischen Popularmusik - ein kurzer Überblick von den Anfängen bis heute. Popularmusik im Unterricht Grundlegende Gedanken zur populären Musik im Unterricht. Unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten Das Unterrichtsmaterial kann auf verschiedene Arten und Weisen in den Musikunterricht eingebaut werden. Der Autor stellt Ihnen einen examplarischen Ablauf und weitere Einsatzmöglichkeiten vor. Inhalte der Website Damit Sie auf einen Blick sehen, welche Teile des Materials Sie in Ihrem Unterricht nutzen möchten, finden hier eine Inhaltsübersicht. Die Schülerinnen und Schüler sollen wichtige Stilarten, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Beziehung zueinander kennen lernen. diese durch Benennung wesentlicher Merkmale unterscheiden. wichtige Musikerinnen, Musiker und Gruppen den Stilarten und Epochen zuordnen können. das Internet und seine Quellen nutzen. Thema Amerikanische Popularmusik des 20. Jahrhunderts Autor Armin Düpmeier Fach Musik, Englisch Zielgruppe erprobt in der Hauptschule, Jahrgangsstufe 8 Zeitbedarf beliebig, ab 1 Doppelstunde Medien möglichst ein PC mit Internetzugang für zwei bis drei Lernende Schwarze und weiße Musik Die ursprünglichen Formen dessen, was heute in seiner Gesamtheit als Pop- und Rockmusik bezeichnet wird, sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstanden. Weiße Musiker bedienten sich musikalischer Elemente der Schwarzen; ihr Repertoire ist häufig nichts anderes als nachgesungenes Liedmaterial schwarzer Musiker gewesen. So sind die meisten aller entstandenen Stile durch ein Verschmelzen bereits bestehender Arten oder aufgrund einer Beeinflussung durch externe Stilrichtungen entstanden. Weitere Verschmelzungen Lateinamerikanische Rhythmik in Verbindung mit Rockmusik brachte beispielsweise den Latin Rock hervor, durch die Integration klassischer Elemente in die Rockmusik entstand der Art Rock. Wurde in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch davon ausgegangen, dass Popularmusik eine vorübergehende Modeerscheinung sei, so ist die Bedeutung dieser Vermischung afrikanischer und europäischer Musikkultur heute nicht mehr strittig. Woodstock Es gab aber auch musikalische Entwicklungen, die eher einen sozialen Ursprung hatten. Der Macht des amerikanischen Establishments setzten die Hippies Flower Power entgegen, fast 500.000 Jugendliche feierten ihr neues Wertesystem beim Woodstock Festival. TV-Einflüsse Eine weitere Facette entstand durch das Fernsehen, das seit den 80er Jahren die Entwicklung der Popularmusik in zunehmendem Maße beeinflusst. Videoclips bekamen eine große Bedeutung, Musiksender wie MTV oder Viva sind aus dem heutigen populären Musikleben nicht mehr wegzudenken. Durch die Verbreitungsmöglichkeiten dieses Massenmediums lässt sich auch das Phänomen der Superstars erklären. Michael Jackson, Prince, Bruce Springsteen oder Madonna wurden zu Idolen und beeinflussen bis heute das Leben ihrer Fans. Jenseits dieses Massenspektakels haben andere Musiker wie Peter Gabriel oder Paul Simon durch Rückbesinnung auf musikalische Wurzeln oder eine erneute Öffnung hin zu anderen Musikkulturen versucht, eine Weiterentwicklung in Richtung World Music voranzutreiben. Digitalisierung Der vorläufig letzte Schritt in der Entwicklung der Popularmusik wurde durch die Erfindung der Digitalisierung von Musik eingeleitet. Die technischen Möglichkeiten des Computers revolutionierten den Bereich der Musikproduktion, Stilarten wie House oder Techno hätten ohne seine Verwendung nicht entstehen können. Internet und MP3 Aber auch das Internet hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, deren Ende noch nicht absehbar ist. MusikerInnen betreiben eigene Internetsites, durch die Einbindung multimedialer Elemente wird Musik zu einem Teil eines größeren künstlerischen Produktes. Die Einführung neuer Dateiformate (MP3) schafft neue Möglichkeiten des Musikvertriebs. Musiker wie etwa Prince veröffentlichen ihre Musik zum Teil nur noch über das Internet. Das Herunterladen und Brennen von Musikdateien wird einerseits zu einem immer größeren Problem der Musikindustrie, eröffnet andererseits neue Möglichkeiten der Musikproduktion. Da die Pop- und Rockmusik ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Musikunterrichts in jeder Schulform ist, wird es für jede Musiklehrerin und jeden Musiklehrer notwendig sein, sich mit ihrer Geschichte und auch mit ihren aktuellen Formen auseinanderzusetzen. Wie beschrieben, haben sich allerdings mittlerweile derart viele unterschiedliche Stilarten entwickelt, dass es schwer fällt den Überblick zu behalten. An dieser Stelle knüpft das hier vorgestellte Angebot an. MindMaps Über MindMaps werden alle wichtigen Stilarten der amerikanische Popularmusik aufgelistet und hinsichtlich ihrer Entstehung und Bedeutung einer Epoche zugeordnet. Für jeden Stil sind bedeutende MusikerInnen oder Gruppen ausgewählt worden. Über Infotafeln sind grundlegende Informationen über Leben und musikalisches Schaffen abrufbar, Links eröffnen die Möglichkeit sich weiter zu informieren. Die verknüpften Seiten sind insbesondere bei den aktuellen MusikerInnen häufig persönlich autorisiert und oft auch multimedial anspruchsvoll gestaltet. Die MindMaps im Unterricht Neben der Vermittlung eines zeitlichen Überblicks kann das Angebot auch zur Recherche in ausgewählten Bereichen dienen. Dies ist sowohl zum Zweck der Unterrichtsvorbereitung nützlich als auch für die Schülerhand gedacht, etwa im Rahmen einer unterrichtlichen Gruppenarbeit oder auch als Grundlage für ein Referat. Die MindMaps können auch als Bilder einzeln ausgedruckt werden und dann als Arbeitsblätter oder Folien im Unterricht als direkte Quelle eingesetzt oder als eigenes Material aufbereitet werden. Interaktiver Stammbaum Auf fünf durch eine Zeitliste miteinander verbundenen Tafeln wird die Entwicklungsgeschichte der amerikanischen Popularmusik in Form eines Stammbaums dargestellt. Die Navigation ist durch die Zeitliste oder ein aufrufbares Menü möglich. Durch Anklicken wird zu jeder Stilart eine Infotafel eingeblendet. Zu wichtigen Stilarten lassen sich kurze Hörbeispiele im Midiformat aufrufen. Stammbaum der amerikanischen Popularmusik Arbeitsblätter Unterteilt in die einzelnen Epochen befindet sich auf fünf Arbeitsblättern der Stammbaum der Popularmusik, die Sie von der Website einzeln downloaden können. Es sind jeweils zwei Versionen aufrufbar. In der Schülerfassung müssen die Stilarten noch eingetragen werden, in der Lehrerfassung sind sie bereits vorgegeben. Ein weiteres Worddokument beinhaltet eine Vorlage, in die Merkmale, MusikerInnen und deren aktive Zeit eingefügt werden können. All dieses Material finden Sie auch auf der Einstiegsseite dieser Unterrichtseinheit in einem Download . Onlineübungen Zu jeder Epoche ist jeweils eine Online-Übung aufrufbar. Roots-1960 Multiple-Choice-Übung 1960-1970 Zuordnungsübung 1970-1980 Kreuzworträtsel 1980-1990 - Rock Zuordnungsübung 1980-1990 - Rap Zuordnungsübung (Drag'n'drop) 1990-2000 - Rock/Soul Einsetzübung mit Hilfestellungen 1990-2000 - Rap Einsetzübung mit Hilfestellungen 1990-2000 - House Einsetzübung mit Hilfestellungen Multimediale Übungen Einige Übungen stehen aufgrund ihrer Größe auf der Website als gezippter Download zur Verfügung. Sie müssen nach dem Herunterladen mit einem Standardprogramm wie Winzip extrahiert werden und können dann aufgerufen werden. Übung 1 Drag-and-Drop Übung: Die Stilarten dieser Zeitepochen müssen einer Zeitliste zugeordnet werden. Übung 1: Roots-1970 Übung 2 Stilsitische Merkmale, Musiker/innen und Hörbeispiele müssen der jeweiligen Stilart zugeordnet werden. Übung 2a: Roots-1960 Übung 2b: 1960-1970 Übung 2c: 1970-1980 Übung 2d: 1980-1990 Inhalte der Info-Tafeln sind: Name des Interpreten unterlegt mit einer Verknüpfung Ggf. Geburtsname Geburtsdatum und -ort Ggf. Sterbedatum und -ort Instrumente Aktive Zeit Je zwei bedeutende Lieder und Alben Name der Gruppe unterlegt mit einer Verknüpfung Namen der Mitglieder der Gruppe mit Angabe zu den jeweiligen Instrumenten (Bei wechselnden Bandbesetzungen werden die wichtigsten MusikerInnengenannt) Aktive Zeit Je zwei bedeutende Lieder und Alben Farbige Button stellen die unterschiedlichen Stilarten dar Die Bezüge zwischen den Stilarten sind durch Pfeile gekennzeichnet Durch Anklicken der Button wird eine Infotafel und bei elementaren Stilarten ein Lautsprechersymbol eingeblendet: Infotafeln: Erläuterung wesentlicher Merkmale Meist viertaktiges Hörbeispiel im Midiformat Navigation durch Pfeile der Zeitleiste oder aufrufbare Menüführung Thema der Unterrichtsreihe ist die Entwicklung der amerikanischen Popularmusik. Die Schülerinnen und Schüler sollen wichtige Stilarten, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Beziehung zueinander kennen lernen, sie durch Benennung wesentlicher Merkmale unterscheiden und wichtige Musikerinnen, Musiker und Gruppen zuordnen können. Hier wird für eine Epoche eine mögliche Verlaufsplanung gezeigt. Diese lässt sich auf die anderen Zeitabschnitte übertragen, da alle Materialien (Arbeitsblätter sowie interaktive Übungen) identisch aufgebaut sind. Eine solche Sequenz kann allein stehen oder wiederholend beziehungsweise gruppenweise aufgeteilt für alle Epochen eingesetzt werden. Das gesamte Unterrichtsmaterial ist in fünf zeitliche Einheiten unterteilt. Die Epochen lassen sich sowohl einzeln behandeln, als auch in zeitlicher Abfolge. Teile des Materials Beispielsweise können Sie Teile des Materials an bestimmten Stellen in Ihren Unterricht einbauen. So ist es möglich, in eine Reihe zum "Rock'n'Roll" die entsprechenden MindMaps der 60er und 70er Jahre einzubauen. Das gesamte Material Wenn das Unterrichtsmaterial komplett verwendet wird, entsteht auf den Arbeitsblättern ein vollständiger Stammbaum der amerikanischen Popularmusik, der ergänzt werden kann durch die ausgefüllten Arbeitsblätter zu Merkmalen, Musiker/innen und Zeitangaben der einzelnen Stilarten. Das Material aufteilen Wird das Material zu den einzelnen Epochen in Gruppenarbeit erstellt, ergibt sich nach Beendigung der Unterrichtseinheit eine Gemeinschaftsarbeit, die im Klassen- oder Musikraum aufgehängt werden kann. Natürlich können auch individuelle Produkte erstellt werden. Durch ein abschließendes Zusammenfügen aller Ergebnisse entsteht ein Poster, das die Entwicklungsgeschichte des gesamten Jahrhunderts darstellt. Das Material punktuell zugänglich machen Die MindMaps sind so konzipiert, dass sich ihr Inhalt sehr leicht erschließen lässt. So ist es möglich, dass auch Lernende niedrigerer Lernniveaus mithilfe des angebotenen Materials eigene Arbeiten oder kleine Präsentationen erstellen können.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Pädagogische Bewertung von Musik-Computerspielen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Lernenden mit Fragen wie: Geht der Einsatz von Musik in Computer-Musikspielen über die bloße Unterhaltung hinaus? Und gibt es einen echten (musik-)pädagogischen "Mehrwert" solcher Spiele? "Guitar Hero", "Singstar" und "Wii Music" sind Beispiele für elektronische Musikspiele, die nicht nur die Computerspielbranche umkrempeln, sondern auch die Musikindustrie, die von illegalen Downloads und sinkenden Verkaufszahlen gebeutelt ist. Plattenlabels verdienen heute nicht mehr nur mit CDs und Konzerten, sondern auch mit Musik-Computerspielen Millionenbeträge. Auch aktuelle Spiele wie Grand Theft Auto IV bringen den Plattenfirmen enorme Umsätze, da alle Titel, die man im Spiel in virtuellen Radiosendern hört, aus dem Spiel heraus gekauft werden können. In dieser Unterrichtssequenz finden Sie Vorschläge, wie man kostenlos erhältliche Musikspiele am Computer in den Schulunterricht integrieren kann. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der Fragestellung auseinander, ob elektronische Musikspiele "pädagogisch wertvoll" sein können. Dafür bewerten sie Computerspiele, in denen Musik eine zentrale Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Fragebogen, der die Lernenden dazu anregen soll, sich genauer mit dieser Sorte Spiel zu beschäftigen. Alle für diese Unterrichtseinheit benötigten Spiele lassen sich legal und kostenlos im Internet herunterladen. Die Auswertung des Fragebogens sollte idealerweise mit dem ebenfalls kostenfrei erhältlichen Statistikprogramm GrafStat erfolgen. Ablauf der Unterrichtssequenz Die Schülerinnen und Schüler bewerten verschiedene Musik-Computerspiele anhand eines Fragebogens. Die Ergebnisse werden präsentiert und kritisch reflektiert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten Fragebögen aus, erstellen eine Statistik und präsentieren diese. bilden Urteilsfähigkeit und Ästhetikbewusstsein in Bezug auf Computerspiele aus. gehen der Frage nach, ob Musikspiele die klassische Musikalität fördern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Medienkonsum kritisch. denken in einer zunehmend virtuellen Medienwelt über die Realität und Authentizität von Musik nach. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten arbeitsteilig ihre Ergebnisse aus. üben Diskussionsverhalten und die Meinung der Mitschülerinnen und Mitschüler zu respektieren. Musikalität und Musikspiele Die Stunde beginnt mit der Frage, was die Schülerinenn und Schüler unter dem Begriff "Musikalität" verstehen. Die Ergebnisse werden an der Tafel gesichert und anschließend mit einem Lexikonartikel verglichen. Anschließend werden die Lernenden gefragt, ob sie bereits Erfahrungen mit Musikspielen am Computer gesammelt haben und ob diese ihrer Meinung nach die Musikalität fördern. Auch die Namen dieser Spiele werden an der Tafel notiert. Dance Dance Revolution Guitar Hero Singstar PaRappa the Rapper Audiosurf Wii Music Anschließend findet ein kurzer Austausch über Erfahrungen mit diesen Spielen statt. Leitfragen hierbei können beispielsweise sein: Spielst du Musikspiele am Computer alleine oder mit Freundinnen und Freunden? Was gefällt dir besonders an Musikspielen? Wäre das Spielprinzip auch ohne den Einsatz von Musik umsetzbar? Bringen dich diese Spiele dazu, selbst ein Instrument zu lernen oder in einem Chor zu singen? Sollte man die Zeit, die man in Musikspiele wie "Guitar Hero" investiert, nicht besser mit dem Erlernen eines echten Instruments verbringen? Bewertung einzelner Musikspiele In der zweiten Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit den vier ausgewählten Musikspielen am Computer beschäftigen und sie bewerten. Am einfachsten ist es, die Spiele mithilfe eines Beamers vom Lehrerrechner aus vorzuführen und jeweils ein oder zwei Lernende zu bitten, das Spiel zu spielen. Möglich ist jedoch auch, die Spiele auf den Schülerrechnern zu installieren, was jedoch aufgrund der notwendigen Hardware (Mikrofon, Lautsprecher et cetera) etwas aufwändig ist. Ausfüllen des Fragegebogens Pro Spiel sollen circa 15 Minuten veranschlagt werden; in dieser Zeit sollten die Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Spalten auf dem Fragebogen ausfüllen. Am Ende der Präsentation sollen sie in Gruppenarbeit unter dem Punkt "Fazit" auf dem Fragebogen die Vor- und Nachteile des Spielens von Musikspielen und des Erlernens eines Instruments sammeln. Auswertung und Präsentation der Ergebnisse Die Auswertung der Fragebögen erfolgt idealerweise mit dem kostenlosen Programm GrafStat. Die Bedienung des Programms ist sehr einfach; wenn die Lernenden jedoch noch nie damit gearbeitet haben und keine Zeit für eine Erläuterung der Funktionen zur Verfügung steht, kann die Auswertung auch "per Hand" vorgenommen werden. Hierbei bietet es sich an, die Gruppe der Instrumentenspieler getrennt zu betrachten, um herauszufinden, ob sie die Computerspiele anders bewerten. Anschließend sollen die Gruppen ihre Ergebnisse kurz präsentieren. Kritische Reflexion und Abschlussdiskussion Das pädagogische Fazit, das Sie unter die Unterrichtseinheit setzen möchten, hängt natürlich vom Ausgang der Umfrage ab. Es empfiehlt sich jedoch auf jeden Fall, die Schülerinnen und Schüler in einer Abschlussdiskussion ausgiebig zu Wort kommen zu lassen, um ihnen eine kritische Reflexion des eigenen Medienkonsums zu ermöglichen.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Global Pop: die aktuelle Musikszene in Nigeria

Unterrichtseinheit
14,99 €

Globales Lernen im Musikunterricht: Die Schülerinnen und Schüler erhalten vielfältige Einblicke in die Musikszene Nigerias, lernen einige der aktuell angesagtesten Künstlerinnen und Künstler kennen und entdecken die kulturelle Vielfalt des westafrikanischen Landes, die sich nicht nur in der Musik wiederspiegelt. Musik kennt keine Grenzen! Das war schon immer so, aber in Zeiten der globalen Digitalisierung und von Social Media bekommt diese Aussage noch eine stärkere Dimension. Ein anschauliches Beispiel dafür bietet die aktuelle Musikszene in Nigeria, von wo aus Popstars ihren Siegeszug in die globale Popwelt starten. Afrika ist der zweitgrößte Kontinent der Erde und der "jüngste" Kontinent, was die Bevölkerung betrifft. Die Chancen stehen daher gut für die jetzt schon florierenden Musikmärkte und die wachsenden Streamingdienste insbesondere in den Metropolen Afrikas. Heute brauchen Afrikas Superstars Europa oder die USA nicht mehr, um im globalen Musikmarkt erfolgreich zu sein. Denn auch in der afrikanischen Diaspora in Europa und den USA werden Superstars wie zum Beispiel Burna Boy oder Yemi Alade aus Nigeria gefeiert und verehrt. Das Thema "Global Pop" im Unterricht Mit dieser Unterrichtseinheit wird den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Afrika als Musikmarkt der Zukunft am Beispiel Nigerias vorgestellt. Dabei wird auch die Problematik von Geschlechterrollen in Musikvideos am Beispiel von nigerianischen Popstars verdeutlicht und das Yoruba als eine der vorherrschenden Sprachen des Landes und in den Musikvideos vorgestellt. Vorkenntnisse zum Thema Global Pop, insbesondere aus Afrika, wären von Vorteil. Didaktische Analyse Die Unterrichtseinheit trägt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Entwicklung und Veränderung in der globalen Musikindustrie bei und vermittelt dabei fundierte und konkrete Einblicke in die Musikszene Nigerias mit ihren zahlreichen Superstars. Gleichzeitig wird am Beispiel der Musikvideos ermöglicht, das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche zu überdenken. Methodische Analyse Die Darstellung der vorgegebenen Beispiele zum Thema Global Pop aus Nigeria erfolgt durch das Sichten kurzer Videobeiträge. Einen umfassenden Einblick in das Thema liefert der Arbeitstext, der auch als Basis zur Bearbeitung der Gruppen-Arbeitsaufträge dient. Die unterschiedlichen Aufgabenstellungen helfen dabei, das komplexe Thema aufzuschlüsseln und verständlicher zu machen. Gleichzeitig werden so auch Bezüge zum Alltagsleben der Jugendlichen hergestellt und Möglichkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit der globalen Musikindustrie, aber auch mit Geschlechtergerechtigkeit geboten. Dabei werden zentrale Methoden des Globalen Lernens wie die Förderung von Perspektivwechsel, Empathie und Solidarität umgesetzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Globale Musikindustrie am Beispiel der nigerianischen Popmusik und ihrer Superstars kennen. lernen die sogenannten angesagten Afrobeats als weltweites und populäres Phänomen kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren und kooperieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Teamarbeit. lernen lösungsorientierte Hinweise zur kritischen Analyse von Musikvideos. erhalten am Beispiel von Global Pop aus Afrika Einblicke in einen fremden Kulturraum und erhalten am Beispiel der weltweit populären "Afrobeats" einen positiv besetzten Zugang zum afrikanischen Kontinent.

  • Musik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Jazz: Einführung, Überblick, Motivation

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Jazz erhalten die Lernenden einen Überblick über die Musikrichtung und nehmen eine grobe Eingrenzung des Begriffs "Jazz" vor. Durch ausgewählte Musikstücke sollen mögliche Vorbehalte und Hemmschwellen gegenüber dieser Musikrichtung abgemildert oder sogar abgebaut werden. Des Weiteren soll die Motivation der Schülerinnen und Schüler für nachfolgende Unterrichtsstunden, in welchen die Geschichte des Jazz und seine verschiedenen musikalischen Ausprägungen behandelt werden, gesteigert und Vorfreude und Interesse geweckt werden, indem sie erkennen, dass Jazz auch heute eine aktuelle und durchaus interessante Musikrichtung sein kann. Schwerpunkte der Einheit Jazz ist erfahrungsgemäß keine Musikrichtung, die auf große Popularität bei Jugendlichen stößt. Bei vielen Jugendlichen hat sie den Ruf, eher langweilig, uninteressant und eine Musik für ältere Leute zu sein. Dies rührt daher, dass viele Jugendliche einerseits keine klare Vorstellung von der Musikrichtung und andererseits auch nur wenige Berührungspunkte damit haben, da Jazz in den einschlägigen, auf jugendliches Zielpublikum ausgerichteten Radiostationen oder Playlists ihrer Musikstreaming-Dienste nur sehr selten zu hören ist. Diese beiden Hemmschwellen sollen mit dieser Unterrichtseinheit überwunden werden. Zielsetzung Die Schülerinnen und Schüler hören beziehungsweise sehen 24 ausgewählte stilprägende Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen des Jazz, erweitern so ihren musikalischen Horizont und bauen mögliche Hemmschwellen durch den eindeutigen Wiedererkennungswert der Stücke ab. Einige der Melodien sollten der Klasse aus ihrem privatem Erfahrungshorizont, zum Beispiel aus Filmen, Werbung, Computerspielen, et cetera bekannt vorkommen, ohne, dass ihnen vielleicht bewusst war, dass es sich bei dem Musikstück um Jazz handelt. Die Auswahl der Hörbeispiele erfolgte auf Basis des musikalischen Geschmacks des Autors dieser Unterrichtseinheit und ist rein subjektiv. Sie bildet jedoch den Facettenreichtum des Jazz in allen Ausprägungen ideal ab und stellt einen Bogen von den Anfängen bis heute her. Die Hörbeispiele sind beliebig austauschbar, ebenso kann je nach vorhandener Zeit ausgewählt werden, ob man tatsächlich alle 24 Jazz-Stücke nur kurz anspielt, um einen akustischen Eindruck zu bekommen oder manche sogar in ihrer ganzen Länge mit Video vorstellt. Den Abschluss der Unterrichtseinheit kann eine Klassen-Hitparade und ein gemeinsames Singen des bekannten Gospels "Oh Happy Day" bilden. Ebenso könnte man die Dokumentation "Die Geschichte des Jazz" ansehen und so die Anfänge der Musikrichtung thematisieren. Möglicherweise sind bereits Informationen aus dem Englischunterricht bekannt. Als Vertiefung können Sie im Anschluss an diese Unterrichtseinheit mit Ihrer Lerngruppe die Unterrichtseinheiten Worksongs: Vorläufer und Anfänge des Jazz und Jazz: Louis Armstrong durchführen. Ergänzend können die Schülerinnen und Schüler zudem interaktive Übungen zum Thema "Jazz" selbständig am Computer beziehungsweise iPad bearbeiten. Kompetenzerwerb Die Schülerinnen erweitern ihren musikalischen Horizont, indem sie erkennen, dass die Musikrichtung Jazz sehr abwechslungs- und facettenreich ist und durchaus modern sein kann. Sie lernen verschiedene stiltypische Musikstücke aus dem weiten Feld des Jazz kennen und reflektieren dabei über ihren Musikgeschmack. Zuletzt wird gemeinsam das Stück "Oh Happy Day" musiziert. Relevanz des Themas Das Thema Jazz ist ein fester Bestandteil im Lehrplan Musik an der Sekundarstufe 1. Diese Unterrichtseinheit dient zur Einführung in den großen Themenkomplex. Er soll den Lernenden die Scheu vor dieser vermutlich eher unbekannten Musikrichtung nehmen, ihnen einen subjektiven Überblick geben und somit ihr Interesse und ihre Motivation steigern. Vorkenntnisse Grundsätzlich sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Es ist jedoch ein Vorteil, wenn die Schülerinnen und Schüler über ein Basiswissen zu den verschiedenen Instrumenten und deren Klang verfügen. Viele der Melodien der Hörbeispiele sollten den Schülerinnen und Schülern aus Filmen oder aus der Werbung bekannt sein. Den Begriff "Jazz" sollte der Großteil der Schülerinnen und Schüler schon einmal gehört haben, ohne jedoch sehr genaue Vorstellungen davon zu haben, was er bedeutet. Didaktisch-methodische Analyse Die Musikrichtung Jazz ist bei Jugendlichen eher negativ belegt und gilt vermutlich als "angestaubt" und unmodern. Indem man mit den Hörbeispielen von 1890 bis heute einen Bogen von den Anfängen bis zum Heute schlägt, können mögliche Hemmschwellen abgebbaut und eine gewisse Voreingenommenheit überwunden werden. Die Unterrichtseinheit enthält umfassendes Unterrichtsmaterial zum Thema "Jazz". Die Schülerinnen und Schüler lernen die Musikrichtung in ihrem breiten musikalischen Spektrum kennen und erarbeiten eine Definition und die zentralen Merkmale von Jazz. Sie erleben Jazz außerdem am eigenen Körper, indem gemeinsam das Stück "Oh Happy Day" gesungen wird. Die Lernenden sollen im Laufe der ein bis zwei Unterrichtsstunden erkennen, dass es keinen Grund gibt, Jazz mit einer ablehnenden Haltung zu begegnen. Es gibt viele bekannte Melodien und Stücke, die die Lernenden bereits unbewusst aus ihrem Alltag (Filme, Werbung, Computerspiele et cetera) kennen und die im weiter gefassten Sinn dem Jazz zugeordnet werden. Anhand der ausgewählten Hörbeispiele, ebenso wie durch die eher spielerischen Elemente in der Umsetzung und den kleinen Wettkampfaspekt, sollen Hemmungen oder Vorbehalte der Lernenden gegenüber Jazz überwunden werden. Die ausgesuchten Videos zeigen die facettenreiche Bandbreite dieser Stilrichtung. Dadurch, dass die Lernenden die Jazz-Stücke bewerten und sie sich eher unter spielerischen Aspekten zu Gemüte führen, kann manche ablehnende Haltung überwunden werden und ein Interesse für die unbekannten Stilrichtung geweckt werden. Dies kann ebenso durch das gemeinsame Singen des Stücks "Oh Happy Day" erreicht werden. Vorbereitung Die Lehrkraft sollte sich die Hörbeispiele vorab zu Gemüte führen und sich eventuell einzelne Ausschnitte aus den Videos überlegen. Ebenso sollte die Lehrkraft die Karten mit den Titeln und den Stilrichtungen ausschneiden und laminieren, damit sie an die Tafel geheftet werden können. Möglicherweise sollte sich die Lehrkraft vorab das Stück "Oh Happy Day" auf dem Klavier ansehen und üben. Gegebenenfalls können weitere Filmausschnitte und Hörbeispiele gezeigt werden. Die benötigte digitale Kompetenzen von Lehrkräften hängt von der Ausstattung des Raumes ab; ein sicherer Umgang mit einer digitalen Tafel und einem iPad, sowie dem Internet (YouTube) ist von Vorteil. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reaktivieren und erweitern ihr bereits vorhandenes Vorwissen und bauen mögliche Hemmungen und negative Voreinstellungen gegenüber der Musikrichtung Jazz ab. lernen die Musikrichtung Jazz in ihrer Bandbreite an Stilrichtungen durch ausgewählte Musik- und Videobeispiele kennen und sind somit dieser "neuen" Musikrichtung gegenüber offen. erarbeiten den Begriff "Jazz" und die zentralen Merkmale von Jazz. erleben Jazz beim gemeinsamen Singen des Gospels "Oh Happy Day" und erfahren mehr über die Anfänge das Ansehen einer gemeinsamen Dokumentation. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hören und sehen unbekannte Musikstücke unter Berücksichtigung der vorhandenen Möglichkeit zum Abspielen von Audiodateien. üben den Umgang mit laminierten Karten an der Tafel sowie dem iPad (je nach Ausstattung). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch beim Erstellen einer Klassen-Hitparade. sind diszipliniert beim Anhören von unbekannten Stücken. arbeiten gut und respektvoll mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner und akzeptieren und respektieren die Meinung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Die rechte Musikszene: Thema im Unterricht

Unterrichtseinheit

"Musik von Rechts“ ist nach wie vor die Einstiegsdroge Nummer 1 in die rechte Gewaltszene. Der fachdidaktische Artikel liefert Hintergrundinformationen, denn Rechtsrock sollte im Musikunterricht durchaus ein Thema sein. Ende 2003 gab es in Deutschland nach Angaben des Verfassungsschutzes 169 rechtsextremistische Organisationen und Gruppen. Damit ging ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zurück. Dennoch sind rechtsextreme Bands und Organisationen weiter sehr aktiv - auch im Internet. Mit Hintergrundinformationen zur Szene, zur Bedeutung ihrer Musik und zu den Vertriebswegen will dieser Artikel Lehrerinnen und Lehrern die Behandlung des Themas im Unterricht erleichtern. Leichter Rückgang des Rechtsextremismus Rechtsrock ist schon mehrfach Gegenstand musikpädagogischer Beiträge und Diskussionen gewesen. Auch wenn der Verfassungsschutzbericht 2004 einen leichten Rückgang des rechtsextremistischen Personenpotenzials konstatiert, spielt die rechtsextremistische Skinhead-Musikszene nach wie vor eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Festigung von Gruppen rechtsextremistischer gewaltbereiter Jugendlicher. Rechtsrock ist nach wie vor die Einstiegsdroge Nummer 1 ins Milieu. Rechte Konzerte nehmen zu Rechtsrock-Bands sind keine Randerscheinung. Die Zahl der Konzerte ist seit Jahren erstmals wieder gestiegen, was sich durch einen vermehrten Rückzug der Szene in privat genutzte Räumlichkeiten erklärt. Nach Angaben der Verfassungsschützer existieren circa 90 Faschobands und 50 Labels in Deutschland. Der Versandhandel über das Internet und mehr als 30 Läden blüht, ebenso der Vertrieb von Fanzines. Rund 1.000 deutsche rechtsextremistische Homepages sind bekannt. Die Szene ist sehr aktiv und stets im Wandel begriffen. Die Rechtsrock-Szene Die Anhänger der rechten Szene werden immer jünger. Rechtsrock als Musikform Rechtsrock lässt sich nicht auf einen einzigen Musikstil beschränken. Textmerkmale des Rechtsrock Die Analyse im Unterricht zeigt, dass Rechtsrock-Texte keinesfalls harmlos sind. Hohe Fluktuation bei Anhängern Das rechte Milieu zeichnet sich durch eine gewisse Offenheit und Durchlässigkeit aus. Zum einen gelangen Jugendliche leicht in das rechte Milieu, verlassen es aber ebenso schnell wieder. Wer jedoch schon teilweise durch die rechte Gewalt-Szene sozialisiert wurde, kommt schwerer wieder heraus. Anhänger kommen aus der Action-Szene, aber auch von den Manieristen (Angestellten-Milieu, Erlebnisgesellschaft). Arbeitslosigkeit, Konflikte mit Institutionen, niedrige Bildung können eine rechtsradikale Orientierung verstärken, doch der Anschluss an Jugendgruppen erfolgt oft situativ, weil sich beispielsweise die Freunde angeschlossen haben. Teilweise besteht hinsichtlich der völkischen Orientierung auch eine Übereinstimmung zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern. (Baacke 2000, S. 84-105) Geringe Schulbildung, größere Anfälligkeit Eine neue Studie, bei der über 5.000 bayerische Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen befragt wurden, zeigt, dass mit der Schulbildung die Gewaltakzeptanz und die rechtsextremistische Orientierung abnehmen. Eine besonders starke Affinität zu rechtsextremen Positionen und zugleich zur Gewalt gibt es bei Haupt-, Berufs- und Realschülern, wobei es sich um ein dominant männliches Phänomen handelt. Eine besondere Rolle spielen die Cliquenzugehörigkeit und die Orientierung an bestimmten Jugendkulturen. Weitere Untersuchungen belegen, dass in diesen Gruppen Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Ethnozentrismus, eine positive Haltung zum Nationalsozialismus, Antisemitismus und eine Ideologie der Ungleichheit vorherrschen. Zwar sind die ermittelten Werte insgesamt relativ gering, doch durchaus signifikant und deshalb auch beachtenswert. (Fuchs u.a. 2002) Vielschichtige Motive Die Gründe für den Einstieg in die rechte Szene sind vielschichtig. Im Osten zählen dazu etwa die Schließung von Freizeittreffs. Die sozialen Lebensräume, die Arbeitslosigkeit oder der Alltag in der Schule werden als sinnlos empfunden. Bei Ungerechtigkeit (Ausländer und Fremde werden vermeintlich vom Staat bevorzugt), Ausgrenzung und Benachteiligung oder immer dann, wenn akzeptierte Werte wie Erfolg, Lebensfreude oder Selbstverwirklichung nicht erreichbar scheinen, wird der Rechtsextremismus als neuer Weg und neue Symbolwelt angesehen. (Baacke 2000, S. 97f) Musik als Mittel der Abgrenzung Begünstigt wird diese Entwicklung durch die veränderte Musikszene und die Einstellung zur Musik von Jugendlichen und Erwachsenen seit den 90er Jahren. Die Rock-/Popmusik in Deutschland ist in die gesellschaftliche Mitte gerückt. War diese Musik früher ein Mittel der Abgrenzung der Jugendlichen von den Erwachsenen, ist sie heute auch immer mehr die Musik der Erwachsenen und des etablierten Kulturbetriebes. Sogar Politiker nutzen Popmusik zum Aufpolieren ihres Images, wenn beispielsweise auf der Expo 2000 der deutsche Bundeskanzler zusammen mit den Scorpions auftritt. Extreme Pessimisten vertreten die Auffassung, dass ein Protest der Jugend gegen die Eltern über die "normale" Pop-/Rockmusik nicht mehr möglich sei, da die Eltern ja bereits mit dieser Musik - wenngleich auch mit anderen Gruppen - aufgewachsen sind. Als Ausweg bliebe nur noch der Rechtsrock, da dieser allgemein ein Negativimage hat. Motivation für die Musik Die Fans der Musik bilden sich nach Klaus Farin (Archiv der Jugendkulturen, S. 96f.) aus drei verschiedenen Motivationssträngen heraus: Ein Teil der Fans hört diese Musik aus ideologischer Übereinstimmung. Rechtsextreme und junge Rassisten lassen sich durch nazistische und rassistische Musik emotional wie ideologisch aufrüsten und in ihrer politischen Identität bestätigen. Für sie ist Rechtsrock der Sound zum Rassenkrieg. Ein kleiner Teil ist vorwiegend oder sogar ausschließlich an der Musik interessiert, nicht an den Inhalten. Ein weiterer Teil der Fans interessiert sich zwar für die Texte, ist aber selbst nicht unbedingt klar rechtsextrem orientiert. Wie stellt sich die Musik des Rechtsrocks heute dar? Über lange Zeit war Rechtsrock auf die Skinhead-Szene beschränkt - wenngleich nur ein Teil der Skinheads rechtsradikal ist - und Oi-Musik der Inbegriff der Szenemusik. Heute zeichnet sich ein wesentlich vielschichtigeres Bild ab. Die rechtsextremen Organisationen versuchen immer mehr, die musikalischen Abgrenzungen aufzuheben und infiltrieren möglichst viele Arten von Musik und Jugendkulturen. Das Spektrum reicht von Skinhead-Bands (Kraftschlag, Noie Werte), NS-Black-Metal (Burzum, Möbus von Absurd), Techno-Musik (etwa in Gabba), HipHop (MC Danana, Ronald Mac Donald), Hatecore als rechter Ableger von Hardcore (Wandteufel), volkstümlicher Musik (Zillertaler Türkenjäger), bis zu klassischer Bardenmusik (Annette, Rennicke), die gleichsam aus der Mitte der Gesellschaft kommt, oder der Gothic-Szene, die sich so sehr auf ihre Romantik in Schwarz beruft, und im Neofolk (Death in June) eine rechte Ausprägung erfahren hat. (Funk-Hennigs 1994; Baacke 2000; Archiv der Jugendkulturen 2001; Dornbusch 2002; im Internet: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW ) Eminem oder Rammstein: rechts ist schick Auch der Mainstream bleibt von rechten Einflüssen nicht verschont. Die Böhsen Onkelz haben sich offiziell von ihrer rechten Vergangenheit distanziert und konnten inzwischen im Mainstream Fuß fassen. Der amerikanische Rapper Eminem macht sich auf einer rein rhetorischen Ebene über Minderheiten wie Schwule lustig. Wo die Popmusik früher gerade die Rechte von Minderheiten eingeklagt hat, ist es heute eher schick geworden, den Erfolg auf Kosten von Minderheiten aufzubauen. Ein drittes Beispiel: Die Gruppe Rammstein, die zur "neuen deutschen Härte" zu rechnen ist, zitiert in ihrem Videoclip "Stripped" rechten Bildervorrat als bloße Ästhetik. Es handelt sich um eine Montage aus Aufnahmen von Leni Riefenstahls "Olympiade"-Film. (Büsser 2003, S. 41) Musik wird politisch instrumentalisiert Es wäre allerdings voreilig, jede der oben genannten Musikrichtungen als rechtsradikal einzustufen. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass Musik grundsätzlich unpolitisch ist. Dadurch wird sie aber anfällig für politische Vereinnahmungen. Erst der (Kon)Text macht die Musik politisch. Dadurch ist keine Musikrichtung vor dem Angriff der rechtsextremen Szene gefeit. Handel, Internet und Konzerte Der Vertrieb erfolgt über Läden (circa 30), Labels (circa 50), den Handverkauf bei Konzerten oder anderen Szeneveranstaltungen (besonders in Tschechien und Polen), den legalen Versandhandel (zum Beispiel Deutsche Stimme-Verlag, Schwarze Fahne, Neue Doitsche Welle, Signal-Verlag, Thule Multimedia-Verlag, Wikingerversand, Nordversand) über das Internet (Mp3, Shopping, Radiosendungen) und natürlich den illegalen Markt. Adressen finden sich in einschlägigen Fanzines (zum Beispiel Blood & Honour-Magazin, Landser, Foier Frei!, Hamburger Sturm, White Supremacy, Signal, RockNORD). Vertrieb über das Ausland Restriktive staatliche Maßnahmen haben dazu geführt, dass viele Bands den Weg in den Untergrund angetreten haben. Die Produktion von CDs und anderen Fanartikeln wurde ins Ausland verlagert, oftmals auf verschiedene Firmen verteilt, so dass sich diese im Einzelnen oft gar nicht bewusst sind, was sie vertreiben. Besonders die nordischen und östlichen Länder werden hierbei bevorzugt. (Baacke 2000, S. 160-172) Die Texte des Rechtsrock sind geprägt durch ein Weltbild, in dem die Gewalt als konstitutives Spaß- und Erlebnismoment beschrieben wird. Deutschland wird ebenso wie die weiße Rasse verherrlicht ("White-Power"-Ideologie) und soll gegen verschiedene Feindbilder verteidigt werden. Neben einem archaischen Germanenkult zeigen viele Texte einen deutlichen Antisemitismus. Bei einer eingehenden, vergleichenden Analyse lassen sich allgemeine Merkmale herausarbeiten (Textauszüge gibt es beispielsweise in den Publikationen des Verfassungsschutzes oder anderer offizieller Stellen). National(sozialistisch)e Sturmtruppen fungieren als eine Art SA der Neuzeit. "Treue" und "Ehre" gelten als oberste Tugenden. Die deutsche Wehrmacht wird verherrlicht und beschönigt. Zur Rechtfertigung der eigenen Gewalttaten werden die Opfer angeführt, Verursacher sind nicht etwa die Täter. Der Tod wird mit apodiktischen Wendungen und Zeitadverbien beschrieben ("bis zum Schluss", "niemals", "ewig" …). Wegen härterer Repressionen greifen die Texte auf ältere Helden aus dem Kelten- und Germanenkult zurück ("Odins Krieger"). Frauen gibt es nur als Beiwerk oder Objekt unter der Parole "Ausländer nehmen uns unsere deutschen Frauen weg". "Emanzen" sind Feindbilder. Weibliche Skinheads werden in der Szene "Renees" genannt. Bier und Alkohol werden in der Szene kultisch gefeiert. Gegenüber anderen Drogen nimmt die rechte Szene jedoch eine ablehnende, fundamentalistische Haltung ein. Oberstes Feindbild sind Ausländer. Neben Asylanten und Schwarzen werden auch Einwanderer oder Juden zu ihnen gezählt. Rassistische Überfremdungsfantasien, Ängste und Neidgefühle sind Ursprung dieser Haltung. Die Texte verbreiten Thesen wie "Ausländer sind kriminell, bedrohen unsere Frauen, leben vom Staat auf unsere Kosten, nehmen uns Arbeitsplätze weg." Linke werden mit negativen Naturmetaphern (Affe, Gorilla, "Kommischweine" und so weiter) beschrieben. Zum feindlichen linken Spektrum zählen Antifas, Autonome, Punks und Hippies. Rechtsextremisten sind zwar für einen starken Staat, aber gegen eine Zensur und die vermeintliche Ungleichbehandlung zwischen linker und rechter Szene. Auch engagierte Christen zählen zu den Feindbildern. (Vergleiche Archiv der Jugendkulturen 2001, S. 36ff.) Verbote werden geschickt umgangen Um den staatlichen Verboten zu entgehen, werden Juristen angeheuert, die die Texte überprüfen und an die Grenzen der Legitimität führen. Barden wie etwa Frank Rennicke müssen die politischen Botschaften oftmals gar nicht aussprechen, denn zum einen singt das Publikum die Texte - damit ist die Band für die Polizei nicht greifbar - zum anderen genügen Anspielungen wie etwa "Rasse ist klasse", wobei als Pointe am Schluss des Songs der deutsche Schäferhund genannt wird. Jedem ist aber die eindeutige rechtsextreme Aussage klar. Archiv der Jugendkulturen (Hg.): Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland, Berlin 2001. Baacke, Dieter / Farin, Klaus / Lauffer, Jürgen (Hg.): Rock von Rechts II. Milieus, Hintergründe und Materialien, Berlin 2000. Büsser, Martin: Vom Protestsong zum Rechtsrock. Der politische Bedeutungswandel in der Popkultur; in: nmz 3/2003. Dornbusch, Christian/Raabe, Jan (Hg.): RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien, Münster 2002. Fuchs, Marek / Lamnek, Siegfried / Wiederer, Ralf: Querschläger. Jugendliche zwischen rechter Ideologie und Gewalt, Opladen 2003. (Bei dieser aktuellen Untersuchung wurden über 5.000 bayerische Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 befragt.) Funk-Hennigs, Erika: Über die Rolle der Musik in der Alltagskultur der Skinheads; in: Beiträge zur Popularmusikforschung 13 (Hg. Helmut Rösing), Karben 1994, S. 46-78. Terhag, Jürgen: Rechtsradikale Jugendkulturen - Ein heikles Thema für den Musikunterricht; in: Musik in der Schule 2/2001, S. 4-9.

  • Politik / WiSo / SoWi / Musik
  • Sekundarstufe I

Filmmusik: Geschichte

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Filmmusik erhalten die Schülerinnen und Schüler einen groben Überblick über die Geschichte der Filmmusik anhand ausgewählter, stiltypischer Beispiele. So erfahren die Lernenden, wie sich die Filmmusik von den Anfängen des Stummfilms bis in die 1960er Jahre entwickelte und können sich mithilfe von QR-Codes originale Filmclips ansehen. Schwerpunkte der Einheit In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der Filmmusik in groben Zügen anhand ausgewählter Filmbeispiele kennen. Sie lernen berühmte Persönlichkeiten wie beispielsweise Charlie Chaplin kennen, einen wichtigen Vertreter der Stummfilmzeit. Die Klasse erfährt den Übergang des Stummfilms in die Tonfilmzeit, sowie den Übergang von der "Hollywood-Sinfonik" zur Filmmusik in der Nachkriegszeit, die gerne mit den Popstars der damaligen Zeit besetzt wurde. Zielsetzung Das Thema Filmmusik ist bei Schülerinnen und Schülern ein durchaus willkommenes Thema. Filme und Serien erfreuen sich großer Beliebtheit und die dazugehörige Filmmusik ist ein wichtiger Bestandteil. Somit sollte die Motivation der Lernenden hoch sein, obwohl es sich um ein geschichtliches Thema handelt. Diese Unterrichtseinheit gibt einen groben Überblick, beginnend mit dem Übergang vom Stumm- zum Tonfilm und endet mit der modernen Filmmusik der Nachkriegszeit. Sie kann eigenständig verwendet werden, aber auch im Anschluss an die Unterrichtseinheit "Filmmusik: Einführung" . Am Ende der Unterrichtseinheit kennt die Klasse Namen wie Charlie Chaplin oder Filme, wie beispielsweise "The Jazz Singer", "King Kong" oder "Frühstück bei Tiffany". Kompetenzerwerb Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren musikalischen Horizont und lernen nicht nur wichtige Etappen in der Geschichte der Filmmusik kennen, sondern erhalten Einblicke in ausgewählte Filmszenen, die wichtig für die Entwicklung des Films waren. Dabei kommen moderne Medien und technische Geräte, wie das iPad oder das Smartphone zum Einsatz. Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit steht das Ansehen von ausgewählten Filmclips und das Hören von stilprägender Filmmusik. Relevanz des Themas Das Thema "Filmmusik" ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrplans im Fach Musik in der neunten oder zehnten Jahrgangsstufe. Dieser Themenkomplex umfasst auch geschichtliche Zusammenhänge. Dies geschieht auf eine interessante, abwechslungsreiche Art und Weise mit zahlreichen, anschaulichen Videos. Vorkenntnisse Grundsätzlich sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Die Schülerinnen und Schüler kennen möglicherweise aus einer Vorstunde verschiedene Filmmusiken und sind bereits aus dem privaten Umfeld mit dem Stummfilm vertraut. Weitere Stationen der Geschichte der Filmmusik (beginnend mit dem Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm, bis hin zur modernen Filmmusik in den Nachkriegsjahren) sind einem Großteil der Lernenden vermutlich nicht bewusst bekannt. Didaktisch-methodische Analyse Mit diesem Unterrichtsmaterial zum Thema Geschichte der Filmmusik kann auf vielfältige, moderne Weise die unglaubliche Bandbreite der Entwicklung der Musik in Filmen beginnend vom Stummfilm bis hin zu der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg aufgezeigt werden. Manche der verwendeten Beispielfilme könnten den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt sein, einige, insbesondere sehr alte Beispiele, jedoch eher nicht. Umso interessanter sollte es für die Klasse sein, in diese Historie der Filmgeschichte einzutauchen und mit "The Great Train Robbery" aus dem Jahr 1903 einen der ersten Filme überhaupt zu sehen zu bekommen. Die Klasse macht Bekanntschaft mit einem Star dieser Zeit: Charlie Chaplin. Ein wichtiger Bestandteil ist der Film "The Jazz Singer" aus dem Jahr 1927. Dieser stellt mit dem ersten gesprochenen Dialog nicht nur den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm dar, sondern zeigt die damals übliche "Black Face Performance". Die filmische Reise geht über die "Hollywood-Sinfonik" bis zu den Stars der Nachkriegsjahre: Elvis Presley und die Beatles. Ein motivierender Anreiz für die Lernenden ist die Möglichkeit, durch das Einscannen bereitgestellter QR-Codes ausgewählte Szenen – auch zu Hause – erneut ansehen zu können. Am Ende der Unterrichtseinheit haben die Schülerinnen und Schüler einen groben Überblick über die Geschichte der Filmmusik erhalten und üben außerdem den Umgang mit QR-Codes. Das gemeinsame Erarbeiten verschiedener Epochen der Geschichte der Filmmusik steht im Vordergrund. Der Umgang mit Filmen und modernen Medien wie dem Smartphone und QR-Codes weckt das Interesse und hält die Begeisterung für das Fach Musik aufrecht. So knüpft die Unterrichtseinheit trotz manch älterer Hörbeispiele an die aktuelle Lebenswelt der Lernenden an. Zudem wechseln sich verschiedene Sozialformen in dieser Unterrichtseinheit ab, wenngleich der Lehrkräftevortrag auch ein Baustein ist und für Abwechslung sorgt. Vorbereitung Für die Lehrkraft ist es sinnvoll, dass sie sich die entsprechenden Videos im Vorfeld angesehen und sich in die Thematik - falls notwendig - eingelesen hat. Gerade die Phase "Lehrkräftevortrag" bedarf etwas an Einarbeitungszeit. Auf Arbeitsblatt 6 finden sich einige zusätzliche Filmbeispiele, die sich lohnen, in den Stunde mit eingebaut zu werden. Es ist auch ratsam, dass die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von QR-Codes im Unterricht gegeben sind (Installation einer QR-Code-App, falls nötig). Grundsätzlich sollte sich die Lehrkraft vorab im Klaren darüber sein, ob die Stunde eher analog oder digital stattfinden soll. Damit die Filmplakate geladen werden können, ist eine mobile Datenverbindung oder WLAN im Klassenzimmer erforderlich. Die Unterrichtsstunde funktioniert aber genauso gut, ohne dass man die QR-Codes scannt – die Schülerinnen und Schüler können dies dann gegebenenfalls zu Hause im eigenen WLAN machen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler aktivieren ihr Vorwissen und lernen anhand von Texten und originalen Videoclips die Geschichte der Filmmusik in Grobzügen kennen. lernen den Übergang von Stummfilm mit Charlie Chaplin zum Tonfilm "The Jazz Singer" kennen und erfahren etwas über die "Hollywood-Sinfonik". gewinnen Einblicke in zahlreiche historische Filme und ihre Musikstücke. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit dem iPad und dem Betrachten von Videos auf YouTube. lernen den Umgang mit Smartphones und QR-Codes im Unterricht. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an Gesprächsregeln im Unterrichtsgespräch. sind diszipliniert beim Betrachten von Videos. arbeiten gut und respektvoll innerhalb der Gruppe. halten sich an die Regeln zur Verwendung von Smartphones im Unterricht.

  • Musik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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