Die Urheberrechtsreform der Europäischen Union im Unterricht
Unterrichtseinheit
14,99 €
In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Lernenden mit der EU-Urheberrechtsreform und ihren Folgen für das Internet auseinander. Sie untersuchen die zentralen Neuerungen des Urheberrechts, rekonstruieren die kontroverse Debatte um Plattformhaftung und sogenannte Uploadfilter und überprüfen, welche damaligen Befürchtungen und Erwartungen sich seit Inkrafttreten der Reform bestätigt haben. Das Hochladen, Teilen und Weiterverwenden von Bildern, Videos, Musik und anderen Inhalten gehört für viele Lernende selbstverständlich zum digitalen Alltag. Dabei ist häufig nicht unmittelbar klar, welche Inhalte urheberrechtlich geschützt sind, wie sie genutzt werden dürfen und welche Verantwortung Nutzerinnen und Nutzer sowie Plattformen tragen. Mit der EU-Urheberrechtsreform wurden die Regeln für den digitalen Binnenmarkt neu gefasst und unter anderem die Rechte von Urheberinnen und Urhebern sowie die Verantwortung bestimmter Online-Plattformen neu geregelt. Die Richtlinie wurde 2019 verabschiedet und musste bis Juni 2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Soziale Netzwerke, Video-Plattformen und Messenger-Dienste sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt vieler Jugendlicher. Die Unterrichtseinheit greift diese Erfahrungen auf und vermittelt den Lernenden grundlegende Kenntnisse zur EU-Urheberrechtsreform und zu ihren Auswirkungen auf die Nutzung und Veröffentlichung von Inhalten im Netz. Dabei reflektieren sie zugleich ihr eigenes Verhalten im Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material und erweitern ihre Medienkompetenz. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich außerdem mit der kontroversen Debatte, die die Reform während des Gesetzgebungsverfahrens begleitet hat. Sie untersuchen unterschiedliche Argumente zu den Rechten von Urheberinnen und Urhebern, zur Verantwortung von Plattformen und zu technischen Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen. Dabei setzen sie sich auch mit der damaligen Kritik auseinander, insbesondere mit Befürchtungen hinsichtlich sogenannter Uploadfilter, der Meinungsfreiheit und eines offenen Internets. Auf dieser Grundlage prüfen sie, wie die damaligen Argumente vor dem Hintergrund der inzwischen geltenden Regelungen und ihrer praktischen Anwendung einzuordnen sind. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die Lernenden dazu zu befähigen, unterschiedliche Interessen und Positionen zum Urheberrecht im digitalen Raum nachzuvollziehen, Informationen kritisch zu prüfen und auf dieser Grundlage einen eigenen begründeten Standpunkt zu entwickeln. Das Unterrichtsmaterial eignet sich für den Einsatz in den berufsbildenden Schulen und wir durch EU-Urheberrechtsreform: Arbeitsblätter für die Sekundarstufen ergänzt. Das Thema "Urheberrechtsreform der Europäischen Union" im Unterricht Das Hochladen und Teilen von Inhalten ist ein fester Bestandteil der Internetkultur und kaum ein Schulreferat kommt heute noch ohne Bilder aus dem Internet aus. Ob und welche Verwendungszwecke erlaubt sind, spielt meist nur eine zweitrangige Rolle. Während Facebook, Youtube und weitere soziale Netzwerke mit diesen fremden Inhalten Millionen verdienen, sehen die Urheber meist keinen Cent. Dies zu ändern und das Urheberrecht an die Bedingungen im Internet anzupassen, ist Ziel der Europäischen Urheberrechtsreform. Allerdings ist die Reform bei den Internetusern und auch bei Teilen der Urheber auf heftige Kritik gestoßen. Die Unterrichtseinheit soll Ihren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das umstrittene Gesetz ermöglichen und sie dazu befähigen, die Reform kritisch zu betrachten. Vorkenntnisse Die Unterrichtsreihe orientiert sich an der Lebenswelt der Jugendlichen und ist so angelegt, dass Sie als Lehrkraft keine besonderen Vorkenntnisse benötigen. Wenn Sie sich bisher bereits in den Medien über das Thema informiert haben, sind Sie ebenso wie Ihre Lernenden ausreichend vorbereitet. Es ist davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler bereits von der Diskussion um die Urheberrechtsreform und ihre möglichen Folgen für das Internet gehört haben, andernfalls bietet Arbeitsblatt 1 die Möglichkeit, sie zunächst in die Problematik einzuführen. Didaktische Analyse Die vorliegende Unterrichtseinheit soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler sich kritisch mit der Urheberrechtsreform auseinandersetzen. Die Lernenden erarbeiten sich wichtige Hintergrundinformationen, die sie dazu befähigen, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden und diese zu vertreten. Methodische Analyse Die Urheberrechtsreform ist ein sehr komplexes Thema, und für Laien sind die Gesetzestexte kaum verständlich. Ziel der Unterrichtsreihe ist es daher im Sinne der Schüleraktivität, die wesentlichen Punkte, die auch den Alltag der Jugendlichen betreffen, aufzugreifen und allgemeinverständlich zu vermitteln. Die Einheit soll den Jugendlichen durch die entsprechende didaktische Reduktion die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild zu der Problematik zu machen und zum Nachdenken anregen. Je nach technischer Ausstattung wird ein Quiz zum Urheberrecht im Alltag in motivierender interaktiver Form sowie alternativ auf einem Arbeitsblatt angeboten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit der Urheberrechtsreform der Europäischen Union auseinander und prüfen, was sich die Neuerungen verändert. hinterfragen ihren eigenen Umgang mit dem Urheberrecht kritisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren unterschiedliche Internetauftritte auf ihren Umgang mit dem Urheberrecht. arbeiten Informationen auf und setzen diese um. informieren sich selbstständig zu einem Thema. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich am Beispiel der Urheberrechtsreform mit einem in der Gesellschaft kontrovers diskutierten Thema auseinander hinterfragen ihren eigenen Standpunkt und bilden sich eine eigene Meinung. arbeiten zielorientiert in Gruppen zusammen.
- Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
- Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II