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Leben und Wirtschaften im Mittelalter: Grundherrschaft in der Ständegesellschaft

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wie lebten die Menschen im Mittelalter? Die Unterrichtseinheit "Leben und Wirtschaften im Mittelalter: Grundherrschaft in der Ständegesellschaft" führt die Lernenden in Form von Spielszenen an das Thema "Mittelalterliche Gesellschaft" heran. Durch Identifikation mit den handelnden Figuren werden sie für die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen und Abhängigkeiten der Menschen im Mittelalter sensibilisiert. Ein Rollenspiel, in dem ein Bauer um seine Freiheit kämpft, führt die Lernenden in dieser Unterrichtseinheit schülernah an die mittelalterliche Ständegesellschaft heran. Indem sie sich in den verzweifelten Bauern, der von einem Adeligen hinters Licht geführt wird, hineinversetzen, gewinnen sie einen Einblick in das Leben und Wirtschaften im Mittelalter . Der didaktische Schwerpunkt der Unterrichtseinheit liegt darin, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die politische, soziale und wirtschaftliche Situation der Menschen im Mittelalter zu geben und umfasst die folgenden Themenschwerpunkte: politisch: erschwerte Verwaltung durch "Reisekönigtum", geringe Rechtssicherheit, örtlicher Kleinadel und örtliches Rittertum als Grundherren, die Folgen fehlender Geldwirtschaft und geringer Schriftlichkeit für die Verwaltung, Probleme eines Aufgebotsheeres mit freien Bauern wirtschaftlich-sozial: Formen der Abhängigkeit der freien sowie unfreien Landbevölkerung vom örtlichen Adel sowie von Waren und Dienstleistungen im Tausch sozial: Entwicklung der freien Landbevölkerung hin zur Hörigkeit im Verlauf des Mittelalters Rolle der Klöster als Machtfaktoren und in Bezug auf die Schriftlichkeit Ziele und Interessen der beteiligten Personengruppen, auch "stummer Gruppen" Das Thema "Grundherrschaft in der Ständegesellschaft" im Unterricht Bauern, Adelige, Ritter, ... Für Kinder bietet das Mittelalter zahlreiche spannende Anknüpfungspunkte. Aus historischer Perspektive ist das Thema " Grundherrschaft und Ständegesellschaft " aus unterschiedlichen Gründen relevant. Zum einen wird die Landbevölkerung oft als "Verlierergruppe" des Mittelalters dargestellt. Die Bauernfamilien als größte Bevölkerungsgruppe des Mittelalters bleiben dennoch in den Quellen weitgehend "stumm", da sie selbst nicht über die Mittel verfügten, ihre Lage, Ansichten und Meinungen schriftlich festzuhalten. Zum anderen ist es relevant, sich mit der Regierungsform auseinanderzusetzen. So gab es Probleme der Durchsetzung von Rechtssicherheit aufgrund der geringen Schriftlichkeit und des Reisekönigtums. Auf die heutige Zeit übertragen ergeben sich aus der Themenstellung weitere Fragen. Anhand dieser kann diskutiert werden, wie wirtschaftlich Schwächere geschützt werden können. Dies können beispielsweise ungelernte oder angelernte Arbeitskräfte sein, die zu unfairen Arbeitsbedingungen gedrängt werden. Solche Ungleichgewichte müssen immer wieder in den Blick genommen werden. Außerdem wird durch das Rollenspiel als Alteritätserfahrung Lebensweltbezug hergestellt. Das Mittelalter bleibt uns letztlich eine fremde Welt, die wir uns erst erschließen müssen, wobei hier zugleich affektiv Identifizierung und Perspektivübernahme ermöglicht werden soll. Vorkenntnisse Die Lerngruppe sollte am Beispiel des römischen Reiches bereits ein (Regierungs-)System kennengelernt haben. Es sollte ihnen durch dieses Beispiel eine auf Rechtssicherheit durch Schriftlichkeit und mit Durchsetzung der Zentralgewalt basierende Regierung bekannt sein, sodass Vergleiche gezogen werden können. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass historische Verhältnisse wie die Grundherrschaft in einem multikausalen Geflecht zusammen hängen. Dabei spielen sowohl Interessen und Ziele der Beteiligten wie auch strukturelle, zum Beispiel wirtschaftliche, Voraussetzungen ein Rolle. Das (An-)Erkennen von Multikausalität und Multiperspektivität ist ein wichtiger Schritt zu einem abgewogenen Urteil und steht monokausalen Ursachenzuweisungen entgegen. Methodische Analyse Im Wechsel von Textarbeit und kreativen Elementen (Erstellung von Spielszenen), moderiertem Unterrichtsgespräch und freier Diskussion haben die beiden Stunden eine abwechslungsreiche Struktur und ausreichend große Zeitblöcke für Erarbeitung und Sicherung. Die Sicherungsphasen ermöglichen sowohl die Präsentation im Rollenspiel als auch die Sicherung im Plenum. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten aus den Materialien die politische, wirtschaftliche und soziale Struktur der mittelalterlichen Gesellschaft: Bevölkerungsgruppen und ihre Interessen, Elemente der Grundherrschaft, Zunahme der Hörigkeit, Machtposition auch des niederen Adels, Bedeutung von Tauschwirtschaft und Schriftlichkeit, geringe Rechtssicherheit, "Reisekönigtum". untersuchen die Inhalte der Texte kriteriengeleitet. erarbeiten multikausale und multiperspektivische Zusammenhänge. bewerten Entwicklungen und Gegebenheiten des Mittelalters differenziert und vor dem Hintergrund der Gegenwart. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Sachtexten und an Quellenmaterialien. dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse. wählen verschiedene Formen der Präsentation. setzen dabei unter gegebenen Voraussetzungen digitale Medien ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Gruppen. diskutieren sachbezogen und argumentativ. bewerten die Ergebnisse anderer sachbezogen und begründet.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I

Lernfeld 1: Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zu Lernfeld 1 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Rolle im Betrieb auseinander. Sie lernen grundlegende betriebliche Strukturen, Rechte und Pflichten im Ausbildungsverhältnis, Mitbestimmung sowie wirtschaftliche Verantwortung kennen und übertragen dieses Wissen auf ihren Ausbildungsalltag. Die Unterrichtseinheit zu Lernfeld 1 "Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten" bildet den Einstieg in den Bildungsgang Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement und legt die fachlichen, rechtlichen und orientierenden Grundlagen für die gesamte weitere Ausbildung. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer neuen Rolle als Auszubildende im Betrieb sowie mit den Strukturen und Rahmenbedingungen beruflichen Handelns. Inhaltlich setzt die Einheit mehrere Schwerpunkte: Die Lernenden lernen ihren Ausbildungsbetrieb als wirtschaftliche Organisation kennen, befassen sich mit grundlegenden betrieblichen Strukturen und Arbeitsprozessen und reflektieren ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Team. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Ausbildungsverhältnis mit seinen Rechten und Pflichten, gesetzlichen Regelungen zu Arbeitszeit und Jugendarbeitsschutz sowie auf Formen der Mitbestimmung im Betrieb, insbesondere durch Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung. Ergänzend thematisiert die Einheit wirtschaftliche Verantwortung von Betrieben und Auszubildenden im Spannungsfeld von Effizienz, Nachhaltigkeit und sozialem Handeln. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, den Schülerinnen und Schülern einen sicheren und reflektierten Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen. Sie sollen Handlungssicherheit im betrieblichen Alltag entwickeln, rechtliche Grundlagen kennen und ihre Rolle bewusst wahrnehmen können. Im Verlauf der Einheit erwerben die Lernenden fachliche, soziale und personale Kompetenzen: Sie beschreiben und erklären betriebliche Zusammenhänge, analysieren einfache berufliche Situationen, begründen Entscheidungen und reflektieren ihr eigenes Handeln. Durch vielfältige Sozialformen, Fallbeispiele und Transferaufgaben wird die Fähigkeit gefördert, erworbenes Wissen auf reale Ausbildungssituationen anzuwenden und verantwortungsvoll im Betrieb zu handeln. Überblick über die thematischen Inhalte der Stunden: Doppelstunde 1: Der Ausbildungsbetrieb als wirtschaftliche Organisation Doppelstunde 2: Rolle, Aufgaben und Verantwortung von Auszubildenden Doppelstunde 3: Rechte und Pflichten im Ausbildungsverhältnis Doppelstunde 4: Mitbestimmung im Betrieb Doppelstunde 5: Wirtschaftliche Verantwortung von Betrieben Doppelstunde 6: Sicherung, Transfer und Reflexion Das Lernfeld 1 besitzt eine hohe Relevanz für den Ausbildungsstart, da es zentrale Orientierungs-, Rechts- und Rollenfragen aufgreift, die für den betrieblichen Alltag der Auszubildenden unmittelbar bedeutsam sind. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im Betrieb, mit Rechten und Pflichten im Ausbildungsverhältnis sowie mit Mitbestimmung und Verantwortung unterstützt die Entwicklung von Handlungssicherheit und trägt zur Professionalisierung der Lernenden bei. Gleichzeitig leistet die Einheit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundbildung. Die Unterrichtseinheit knüpft an die heterogenen Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler an. Während einige Lernende bereits erste betriebliche Erfahrungen gesammelt haben, verfügen andere über vorwiegend schulisches Vorwissen aus allgemeinbildenden Fächern. Diese Unterschiede werden gezielt aufgegriffen, indem persönliche Erfahrungen aus dem Ausbildungsalltag als Lernanlässe genutzt und fachliche Grundlagen systematisch erarbeitet werden. Didaktisch-methodisch ist die Einheit handlungs- und kompetenzorientiert angelegt. Durch abwechslungsreiche Methoden wie Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit, Fallbeispiele, Perspektivwechsel und die Erstellung von Lernprodukten werden die Schülerinnen und Schüler aktiv in den Lernprozess einbezogen. Die Binnendifferenzierung erfolgt über unterschiedliche Anforderungsniveaus, offene Aufgabenformate und Wahlaufgaben, sodass alle Lernenden entsprechend ihrer Fähigkeiten arbeiten können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und erklären grundlegende betriebliche Strukturen, Arbeitsprozesse sowie ihre eigene Rolle im Ausbildungsbetrieb. erläutern und wenden zentrale rechtliche Grundlagen des Ausbildungsverhältnisses an, insbesondere Rechte und Pflichten, Arbeitszeitregelungen und Mitbestimmung. analysieren und beurteilen einfache betriebliche Situationen im Hinblick auf wirtschaftliche Verantwortung, Mitbestimmung und verantwortungsvolles Handeln. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Medien zielgerichtet, um Informationen zu betrieblichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Themen zu recherchieren und aufzubereiten. erstellen einfache digitale Darstellungen (zum Beispiel Schaubilder, Lernprodukte oder Präsentationen), um betriebliche Zusammenhänge verständlich darzustellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten verantwortungsbewusst und kooperativ in unterschiedlichen Sozialformen und bringen eigene Erfahrungen konstruktiv in den Lernprozess ein. kommunizieren sachlich und respektvoll über betriebliche Situationen, Rechte, Pflichten und unterschiedliche Interessenlagen. reflektieren ihr eigenes Verhalten im Betrieb und entwickeln Strategien für ein verantwortungsvolles und teamorientiertes Handeln im Ausbildungsalltag.

  • Orga / Bürowirtschaft
  • Berufliche Bildung

Widerstand gegen den Nationalsozialismus neu gedacht – das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl…

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit "Widerstand gegen den Nationalsozialismus neu gedacht – das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl im Unterricht" klärt Schülerinnen und Schüler über die junge Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um die Geschwister Hans und Sophie Scholl auf und gibt ihnen einen reflektierten Einblick in das Multimedia-Projekt @ichbinsophiescholl. Im Jahr 2021 wäre die junge Widerstandskämpferin Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass riefen der Südwest-Rundfunk und der Bayerische Rundfunk ein Social-Media-Projekt ins Leben, das jungen Menschen Einblicke in das Leben von Sophie Scholl liefert. In dieser Unterrichtseinheit wird der Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Beispiel von Sophie Scholl und der Gruppe "Weiße Rose" thematisiert. Neben klassischen Unterrichtsmedien wird auch das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl in die Unterrichtseinheit einbezogen und kritisch beleuchtet. Das Projekt startete im Mai 2021 auf der Plattform Instagram, einem sozialen Netzwerk, das bei jungen Menschen beliebt ist. Tägliche Videos, die Ausschnitte aus dem Leben von Sophie Scholl zeigen sollen, richten sich an jüngere Internetnutzerinnen und -nutzer, denen das Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" näher gebracht werden soll. In den kurzen Clips werden nicht nur die für den Geschichtsunterricht wichtigen Fakten dargestellt. Vielmehr geht es auch darum, den Menschen Sophie Scholl kennenzulernen. Nachdem die Lernenden sich zunächst mithilfe von Arbeitsblättern und dem Geschichtsbuch näher mit den historischen Fakten zum Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Sophie Scholl auseinandergesetzt haben, bearbeiten sie dieses Thema auch kreativ, indem sie fiktive Instagram-Posts erstellen. Anschließend lernen sie das Multimedia-Projekt @ichbinsophiescholl kennen und beurteilen kritisch, inwiefern es sinnvoll ist, ein sensibles Thema wie den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mithilfe von neuen Medien aktuell und jugendnah aufzubereiten. Diese Unterrichtseinheit arbeitet mit vielen Videos und Zitaten, um das Unterrichtsthema "Sophie Scholl" aus einer schülernahen Perspektive mit digitalen Medien aufzugreifen. Eine PowerPoint-Präsentation, die auch im Unterricht genutzt werden kann, fasst alle Medien für Lehrerinnen und Lehrer zusammen. Auch die Schülerinnen und Schüler sollten für einige Aufgaben digitale Endgeräte zur Verfügung haben. Hier reicht auch ein Smartphone aus. Weiterführende Hintergrundinformationen finden Sie in dem ergänzenden Fachartikel . Das Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus" im Unterricht Inzwischen liegt die Zeit des NS-Regimes und der Zweite Weltkrieg fast 100 Jahre zurück. Noch immer ist diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte nicht vollständig aufgearbeitet. Gleichzeitig wird die Zahl der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen immer kleiner und der Populismus in Europa sowie in Deutschland scheint in den vergangenen zehn Jahren wieder auf dem Vormarsch zu sein. Daher ist es wichtig, die Erinnerung an den Nationalsozialismus , seine Opfer und den Widerstand gegen das NS-Regime aufrecht zu erhalten. Im Geschichtsunterricht sollten Schülerinnen und Schüler daher faktenbasiert in das Thema eingeführt werden und für die Gefahren des Populismus sensibilisiert werden. Didaktische Analyse In dieser Unterrichtseinheit wird der Widerstand gegen den Nationalsozialismus anhand des Beispiels von Sophie Scholl und der "Weißen Rose" aufgearbeitet. Die junge Studentin war zum Zeitpunkt ihres Einsatzes gegen das NS-Regime mit 21 Jahren kaum älter als die Schülerinnen und Schüler. Die Lernenden können sich also gut in die Widerstandskämpferin hineinversetzen, wodurch ihnen das Thema besonders nahe ist. Darüber hinaus holt das Social-Media-Projekt @ichbinsophiescholl die junge Frau in die Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts und mit Instagram auch in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Unter Einbezug des Projekts löst sich der Geschichtsunterricht von trockenen Fakten und macht Sophie Scholl auch als Menschen mit Sorgen, Ängsten, Wut und Hoffnungen greifbar und erfahrbar. Aufbau der Unterrichtseinheit In der ersten Unterrichtsstunde sollen die Lernenden direkt durch die Rede von Jana aus Kassel als Beispiel aus der Gegenwart mit dem Namen "Sophie Scholl" konfrontiert werden. So werden sie auf die zeitgenössische Bedeutsamkeit von Sophie Scholl aufmerksam gemacht. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler in der vorherigen Stunde mit Sophie Scholl als Person beschäftigt haben, folgt in der zweiten Stunde nun die Hinwendung zur "Weißen Rose" anhand eines Zitats von einem Flugblatt der Gruppe. In der dritten Unterrichtsstunde wird das zuvor eng gefasste Unterrichtsbeispiel auf andere Gruppen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus erweitert. Außerdem markiert diese Stunde einen Übergang vom faktenbasierten Arbeiten, gestützt durch klassische Unterrichtsmedien, hin zur kreativen Arbeit mit sozialen Medien. Indem sie selbst eine Widerstandsgruppe in einem Social-Media-Post darstellen, werden sie sich der Problematik bewusst, dass hier zwischen Darstellung und Wirkkraft des Posts und bedeutsamen historischen Fakten abgewogen werden muss. Dies bereitet sie auf die umfassende Analyse und Bewertung des Projektes @ichbinsophiescholl vor, die in den letzten beiden Unterrichtsstunden durchgeführt wird. Kritische Betrachtung des Social-Media-Projekts Das Social-Media-Projekt von SWR und BR zog bei seiner Veröffentlichung viel Aufmerksamkeit auf sich. Dabei wurde die Geschichtsaufarbeitung in ihrem ungewöhnlichen Format nicht nur positiv bewertet. Kritische Stimmen gaben zu bedenken, dass es sich bei dem Projekt kaum um eine angemessene historische Würdigung handele. Außerdem wurde angemerkt, dass das Projekt in erster Linie darauf ausgelegt sei, Klicks zu generieren und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ohne dabei Grenzen einzuhalten. Im Sinne eines kritischen Geschichtsbewusstseins und der Förderung der Medienkompetenz bilden sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit eine eigene Meinung zu dem Projekt und diskutieren die Vor- und Nachteile der Aufbereitung von zeitgeschichtlichen Ereignissen und historischen Persönlichkeiten mit modernen Medien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Biographie und die Leistungen der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. untersuchen die Arbeit der Widerstandsgruppe "Weiße Rose". erstellen Social-Media-Profile weiterer Gruppen, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben. bewerten ein Projekt, das die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus modern aufbereitet, kritisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich im Internet über Sophie Scholl und die "Weiße Rose". analysieren Instagram-Posts und beurteilen diese kritisch. stellen die Ansichten historischer Gruppierungen in Social-Media-Posts dar. untersuchen die Vor- und Nachteile des Social-Media-Projekts @ichbinsophiescholl und ziehen ein eigenes Fazit. entnehmen Texten fachbezogene Informationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein kreatives Arbeitsprodukt in Kleingruppen. verfassen einen Kommentar in Partnerarbeit. gehen mit den Beiträgen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler wertschätzend um.

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Gesundheitssystem der Zukunft: eine internationale Perspektive

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit zum Gesundheitssystem der Zukunft konfrontiert die Lernenden mit den zentralen Fragen dazu, wie die soziale Absicherung der Menschen in einem Staat grundsätzlich organisiert sein sollte. Dies geschieht mithilfe von mehreren methodisch abwechslungsreichen Lern-Szenarien.Die aktuellen Diskussionen in den USA über die über die Wiederabschaffung der gerade erst eingeführten gesetzlichen Krankenversicherung ("Obamacare") oder die Demonstrationen in Großbritannien gegen die Abschaffung des National Health Systems nach erfolgtem Brexit eröffnen eine höchst aktuelle, unverbrauchte und interessante Perspektive, um die grundsätzlichen Ordnungsprinzipien von Sozialversicherungssystemen völlig neu, ohne ideologischen Ballast und ohne Überfrachtung mit den überaus detaillierten und komplizierten Einzelheiten des deutschen Gesundheitssystems zu thematisieren. Es geht bei dieser Unterrichtseinheit nicht um Einzelheiten der Krankenversicherung, sondern um die großen ordnungspolitischen Weichenstellungen unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Lernenden sollen nicht nur die möglichen Ordnungsprinzipien eines Gesundheitssystems herausarbeiten, sie sollen auch ihre interessenspolitischen Implikationen erkennen und für sich selbst bewerten. Diese Fragen sollen sie im Verlauf mehrerer Lernrunden ausloten und dabei ein fundiertes Werturteil entwickeln. Intention Das deutsche Sozialversicherungssystem ist nach vielen Reformschritten nicht nur für Jugendliche kaum noch durchschaubar. Insbesondere die Finanzierungsströme in der gesetzlichen Krankenversicherung über den Gesundheitsfonds erscheinen als Blackbox. Gleichzeitig können Jugendliche von heute mit dem genossenschaftlichen und gemeinwirtschaftlichen Solidargedanken kaum noch etwas anfangen. Demgegenüber steht der Gedanke, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist - bei gleichzeitig selbstverständlicher Einforderung einer staatlichen Sorge für den eigenen individuellen gesellschaftlichen Aufstieg. Die Unterrichtseinheit will die Schülerinnen und Schüler daher mit den Grundkonzeptionen eines staatlichen Gesundheitssystems konfrontieren, um sie im Verlauf mehrerer Lernrunden zu einem fundierten persönlichen Werturteil zu führen. Eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenvielfalt Die fünf Lernrunden reichen von Textinterpretationen und Präsentationen über Pro- und Contra-Diskussionen, Argumentationsfindungen und -bewertungen, Abstimmungen, Podiumsdiskussionen bis hin zu individuellen Online-Kommentaren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die drei grundlegenden wirtschaftspolitischen Ordnungsprinzipien von Gesundheitssystemen kennenlernen, unterschieden können und reflektierten. setzen sich mit den gängigen politischen Argumenten von Gesundheitsreformen auseinander und befürworten oder kritisieren diese. bilden sich ein Werturteil über eine wünschenswerte Organisationsform des deutschen Gesundheitswesens vertreten dieses. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesundheitspolitische Darstellungen und Argumente im Internet kritisch zu analysieren, zu hinterfragen und zu beurteilen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, sich in der Gruppe Informationen zu erarbeiten und diese gemeinschaftlich zu bewerten. können fremde und eigene Positionen zur Gesundheitspolitik in Talkshows und freien Diskussionen gegenüber anderen Menschen vertreten und kritisieren.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Schülerfirmen erfolgreich führen

Unterrichtseinheit

Marktanalysen, Finanzplanung, Projektmanagement: mithilfe der Unterrichtseinheit erarbeiten die Lernenden praxisnah, wie sie Schülerfirmen erfolgreich führen. Die Schülerinnen und Schüler wachsen in einer sozialen Marktwirtschaft auf und werden sich nach ihrem Schulabschluss beruflich in dieser bewegen. Daher ist wichtig, dass wirtschaftliche Zusammenhänge bereits in der Schule vermittelt werden. Die Erfahrung zeigt: Je stärker die Lernenden mit dem Unterrichtsinhalt involviert sind, desto größer ist der Lerneffekt. In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler selbst zu Akteuren. Praxisnah und projektbezogen erschließen sie sich, wie sie eine Schülerfirma erfolgreich führen. Sie erleben sich selbst als Unternehmer und erkennen, dass wirtschaftlicher Erfolg Spaß macht. Im Rahmen der Unterrichtseinheit eignen sich die Lernenden das notwendige Know-how für das Führen einer Schülerfirma an. Sie erhalten einen Überblick über Methoden der Unternehmensführung, die sie praxisbezogen auf ihre eigene Schülerfirma anwenden. Schülerinnen oder Schüler ohne eigene Schülerfirma können die Unterrichtsinhalte anhand von Beispielfirmen erarbeiten. Unter anderem erfahren die Lernenden, wie sie Standortfaktoren beim Führen einer Schülerfirma berücksichtigen, sie berechnen Einnahmen und Ausgaben, wenden die SWOT-Analyse zur Positionierung einer Schülerfirma an und lernen weitere Managementmethoden kennen. Zudem erarbeiten die Lernenden, wie sie die Anforderungen an den Datenschutz in einer Schülerfirma umsetzen und wie Schülerfirmen die Digitalisierung für sich nutzen können. Dem Thema Nachhaltigkeit wird ebenfalls Rechnung getragen: Anhand eines Fallbeispiels erschließen sich die Lernenden, wie eine Schülerfirma ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell nachhaltig handeln kann. Mithilfe einer Checkliste überprüfen sie, in welchem Umfang Schülerfirmen Nachhaltigkeit berücksichtigen. Das erfolgreiche Führen von Schülerfirmen im Unterricht üben Schülerfirmen sind wie reale Unternehmen in vereinfachter Form. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern, eigenverantwortlich zu agieren und sich so auf die Berufswelt vorzubereiten. Die Lernenden werden in ihrer wirtschaftlichen Bildung gestärkt, indem sie mit hohem Bezug zur Lebenswelt an reale ökonomische Fragestellungen herangeführt werden und Anleitungen für die mögliche Umsetzung erhalten. Die Unterrichtseinheit vermittelt den Lernenden, wie Schülerfirmen nach ihrer Gründung erfolgreich geführt werden können. Damit baut sie auf der Unterrichteinheit Schülerfirmen planen und gründen auf, kann aber auch unabhängig von dieser durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert, ihre eigene Schülerfirma mithilfe von Managementmethoden zum Erfolg zu führen (Lernende ohne eigene Schülerfirma verwenden für die praktischen Übungen Beispielfirmen). Vorkenntnisse Die Unterrichtseinheit ist so aufgebaut, dass die Schülerinnen und Schüler eine gemeinsame Basis an Fachwissen aufbauen. Deshalb sind keine Vorkenntnisse notwendig. Bereits vorhandene Erfahrungen bei der Führung von Schülerfirmen können die Lernenden in den Unterricht mit einbringen. Didaktische Analyse Das Unterrichtsmaterial vermittelt den Schülerinnen und Schülern Hintergrundwissen, das sie für das Führen einer Schülerfirma benötigen. Ihr Grundwissen vertiefen die Lernenden anhand verschiedener Übungen. So führen sie zum Beispiel eine Standortanalyse durch und überprüfen anhand einer Checkliste die Nachhaltigkeit einer Schülerfirma. Methodische Analyse Der Einstieg über ein praktisches Beispiel weckt das Interesse der Schülerinnen und Schüler. Die verschiedenen Sozialformen sorgen für Eigenaktivität sowie den Austausch untereinander und im gesamten Klassenverband. Frontalunterricht wird dabei vermieden. Das notwendige Wissen wird unter anderem durch eine eigenständige Auseinandersetzung mit Methoden der Unternehmensführung vermittelt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine Marktanalyse und ein Benchmarking für eine Schülerfirma durch. erstellen einen Finanzplan und ermitteln die Rentabilität eines Beispielunternehmens. kennen und wenden Methoden an, die beim Führen einer Schülerfirma helfen. erfahren, wie Datenschutz in einer Schülerfirma umgesetzt werden kann. erarbeiten, auf welche Weise Schülerfirmen von der Digitalisierung profitieren können. erfahren, wie eine Schülerfirma ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell handeln kann und überprüfen Nachhaltigkeit anhand einer Checkliste. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren anhand vorgegebener Internetquellen relevante, themenbezogene Informationen. werten Filmbeiträge anhand von Leitfragen aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich darin, in Gruppenarbeit komplexe Sachverhalte auszuwerten. präsentieren dem Plenum ihre Arbeitsergebnisse auf strukturierte und verständliche Weise.

  • Politik / WiSo / SoWi / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gesellschaft und Kultur: Alltagsgeschichte in der DDR

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Alltagsgeschichte in der DDR" setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Anspruch auseinander, den die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) sowohl gegenüber der DDR-Bevölkerung als auch gegenüber dem Westen formulierte. In ihrem offiziellen Selbstverständnis war die Deutsche Demokratische Republik (DDR) der "bessere" deutsche Staat und beanspruchte, ein politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Gegenentwurf zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) zu sein.Im Rahmen dieser Einheit untersuchen Schülerinnen und Schüler vor allem, inwieweit der Anspruch der SED und die Wirklichkeit im alltäglichen Leben übereinstimmten, welche Probleme die Bürgerinnen und Bürger aufgrund der wirtschaftlichen Situation zu bewältigen hatten und wie diese tatsächlich bewältigt wurden. In einem weiteren Schritt vollziehen die Schülerinnen und Schüler nach, welche Ansatzpunkte der DDR-Alltag im vereinten Deutschland bis heute für eine nachträgliche Verklärung ("Ostalgie") bietet.Bei der Erarbeitung der Themen kommen unterschiedliche Internet-Quellen zum Einsatz und auch die Ergebnissicherung und -vertiefung erfolgt in methodisch vielfältiger Weise. Hier steht die Nutzung des Internets im Vordergrund. Einsatz im Unterricht Die Unterrichtseinheit kann ab der 9. beziehungsweise 10. Jahrgangsstufe in der Realschule und am Gymnasium sowie an Berufsschulen und Fachoberschulen eingesetzt werden. Die Themenbereiche Alltag, Wirtschaft- und Sozialpolitik in der DDR finden sich in den Lehrplänen der verschiedenen Bundesländer. Didaktisch-methodische Hinweise zur Unterrichtseinheit "Alltagsgeschichte in der DDR" Die Schülerinnen und Schüler sollen einen differenzierten Einblick in das Alltagsleben der Bürgerinnen und Bürger im SED-Staat gewinnen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Probleme der Versorgung mit Lebensmitteln und Gebrauchsgütern kennen. erkennen die Funktion und Schwierigkeiten der Planwirtschaft. erfahren Mythen über das Alltagsleben, die soziale Situation und Sicherheit in der DDR und hinterfragen diese kritisch. lernen die sozialpolitische Grundausrichtung von DDR und BRD kennen. lernen die historischen Geschehnisse anhand unterschiedlicher Quellen kennen. gelangen zu einem kritisch-historischen Bild des Alltags im realexistierenden Sozialismus. nehmen Objekte als Quellen wahr und werten diese aus. erfahren Museen als Orte des kollektiven Gedächtnisses. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet nach Informationen. erproben Textarbeit am Bildschirm zielgerichtet. sichern die Rechercheergebnisse im virtuellen Klassenzimmer, verarbeiten diese weiter und tauschen sie aus. üben den gewinn- und erkenntnisbringenden Umgang mit Internetkommunikationsformen (Chat) ein oder vertiefen diesen. lernen, sach- und fachgerechte Online-Lexikoneinträge (Wikis) zu verfassen. erlangen die Befähigung, mit den Recherchequellen angemessen umzugehen und das Urheberrecht zu respektieren (richtiges Zitieren, Vermeiden der reinen Copy-Paste-Technik, Angabe der Quellen). präsentieren Rechercheergebnisse anspruchsvoll und angemessen. üben, im Team (online) zu arbeiten. lernen, die Einzel- und Teamarbeit selbstständig zu organisieren. Alltag und Versorgung in der Planwirtschaft Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Zeitzeugenaussagen und zeitgenössisches Film- und Tonmaterial nachvollziehen, mit welchen Problemen und Sorgen die Menschen in der DDR Tag für Tag konfrontiert wurden (begrenzte Lebensmittelauswahl und Versorgungsengpässe). Sie lernen so die Mangelwirtschaft der DDR kennen und erfahren, wie sich das planwirtschaftliche Handeln auf den Einzelnen im Alltag auswirkte: einerseits günstige Preise beispielsweise für Grundnahrungsmittel, andererseits hohe Preise und wenige Produkte im Bereich der sogenannten Luxuswaren. Am für die Schülerinnen und Schüler sehr lebensnahen Beispiel des PKWs werden die Defizite der DDR-Planwirtschaft verdeutlicht. Geschichtserinnerung In einem weiteren Arbeitsschritt befassen sich die Schülerinnen und Schüler dann mit den Aspekten des DDR-Alltags, die bis heute Ansatzpunkte für die Verklärung des realsozialistischen Systems bieten, zum Beispiel Arbeitsplatzsicherheit, Versorgung mit Kinderkrippen und günstige Preise. Sie hinterfragen deren Wahrheitsgehalt. "Ostalgie" Darauf aufbauend beschäftigen sich die Lernenden mit der Problematik der individuellen und kollektiven Geschichtserinnerung an die DDR und der Mythenbildung im Zug der vor allem durch das Fernsehen verursachten "Ostalgie"-Welle. Dabei sollen sie die Befähigung erlangen, anhand selbst erarbeiteter Fakten derartige Geschichtsmythen, etwa die gute Versorgung mit Kinderkrippen, kritisch zu hinterfragen und zu einer eigenen Urteilsbildung zu kommen. Erweiterungsaspekt: Sozialpolitik im Systemwettbewerb Zur Abrundung der alltags- und sozialgeschichtlichen Durchdringung der DDR befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Systemvergleich auf sozialpolitischer Ebene. Dabei sollen sie nicht nur die faktischen Unterschiede zusammentragen, sondern auch deren ideologischen Impetus erkennen. Abschluss und Höhepunkt Der Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig kann und soll den Abschluss sowie den Höhepunkt der Unterrichtseinheit bilden. Dort wird das bisher Erarbeitete vertieft und erweitert. Die Begegnung mit Geschichte anhand der Ausstellungsgegenstände - die "Faszination des Objekts" - soll das "Begreifen" der Vergangenheit fördern und den Schülerinnen und Schülern klar machen, dass Geschichte nicht etwas ist, das nur in Büchern stattfindet, sondern dass Geschichte immer auch gelebtes Leben umfasst. Die Exkursion nach Leipzig ist aber nicht obligatorisch, die Unterrichtseinheit kann auch ohne diese durchgeführt werden. Verschiedene Arbeitsmaterialien verfügbar Das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig stellt eine Reihe von Arbeitsmaterialien zur Verfügung, anhand derer die Schülerinnen und Schüler die Dauerausstellung selbstständig in Kleingruppen erforschen können. Im Anschluss an eine Führung bietet sich hier noch die Möglichkeit einer Vertiefung und/oder Erweiterung der bisherigen thematischen Erarbeitung an. Frauen in der DDR So sind beispielsweise zur Vertiefung des Themas "Alltag in der DDR" acht einfache Arbeitsbögen zur politischen, privaten und beruflichen Situation von Frauen in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und DDR verfügbar. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Kleingruppen jeweils einen Aspekt (Bearbeitungszeit zirka 20 Minuten) und präsentieren anschließend ihre Ergebnisse (Präsentationsdauer rund 40 Minuten). So erhalten alle Lernenden einen guten Überblick über das gesamte Thema. Wolle, Stefan Die heile Welt der Diktatur: Herrschaft und Alltag in der DDR 1971 - 1989. 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Berlin 2009. Großbölting, Thomas (Hrsg.) Friedensstaat, Leseland, Sportnation. DDR-Legenden auf dem Prüfstand. Berlin 2009. Wehler, Hans-Ulrich Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1949 - 1990. München 2008. Roeseler, Jörg Ostdeutsche Wirtschaft im Umbruch. Bonn 2003 (Zeitbilder; Bundeszentrale für politische Bildung). Heydemann, Günther "Gesellschaft und Alltag in der DDR" sowie "Entwicklung der DDR bis Ende der 80er Jahre". In: Deutschland in den 70er/80er Jahren, Informationen zur politischen Bildung (Heft 270). Sabrow, Martin (Hrsg.) Erinnerungsorte der DDR. Bonn 2011. Judt, Matthias DDR-Geschichte in Dokumenten. Bonn 1998. Wengst, Udo und Hermann Wentker Das doppelte Deutschland. Bonn 2008. Port, Andrew I. Die rätselhafte Stabilität der DDR. Arbeit und Alltag im sozialistischen Deutschland. Bonn 2010.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Medienwirkungstheorien und mediale Gewalt

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtsstunde zu Medienwirkungstheorien und medialer Gewalt lernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Medienwirkungstheorien kennen, nehmen kritisch zu ihnen Stellung und beurteilen die Relevanz der Theorien in der sozialpädagogischen Praxis. Es gibt verschiedene Theorien zum Einfluss medial dargestellter Gewalt auf die Gewaltbereitschaft Jugendlicher. Helfen Sie bei der Entscheidung, wie viel Gewaltdarstellung in Medien Jugendlichen zugemutet werden kann? Die Theorie-Kenntnisse sowie Kenntnisse von Fallbeispielen aus der sozialpädagogischen Praxis, die in dieser Unterrichtsstunde erworben werden, vertiefen die Reflexion des persönlichen Verhaltens der Schülerinnen und Schüler beim Medienkonsum. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in arbeitsteiligen Zufallsgruppen den Inhalt der Medienwirkungstheorien, stellen sich die wesentlichen Aspekte der Theorien in Expertenrunden gegenseitig vor und nehmen kritisch zu ihnen Stellung. Des Weiteren bewerten sie, inwiefern Theorien eine Hilfe zur Beurteilung medialer Gewalt in der sozialpädagogischen Praxis sein können. Die Schülerinnen und Schüler lernen eine Medienwirkungstheorie vertieft und weitere Theorien zur Medienwirkung oberflächlich kennen. finden Pro- und Contra-Argumente zu den verschiedenen Medienwirkungstheorien und können diese begründet vortragen. erkennen die begrenzte Einsetzbarkeit der Medienwirkungstheorien in der sozialpädagogoischen Praxis. arbeiten in Zufallsgruppen ergebnisorientiert zusammen und präsentieren sich gegenseitig die Arbeitsergebnisse.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Technik / Sache & Technik / Informationstechnik / Pädagogik / Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Die Stadt im Mittelalter: Stadtrat, Rechte und Zünfte

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Die Unterrichtseinheit zur Stadt im Mittelalter führt in Form von Spielszenen an das Thema "Gesellschaft im Mittelalter: neue Lebensformen in der Stadt" heran. Durch Identifikation mit den handelnden Figuren werden die Lernenden für die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, Interessen und Abhängigkeiten der Menschen in den neuen Städten (auch in Abgrenzung zur Grundherrschaft) sensibilisiert. Dabei geht es um Alteritätserfahrung und Perspektivwechsel. Der didaktische Schwerpunkt der Unterrichtseinheit liegt darin, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das Entstehen von Städten und in die politische, soziale und wirtschaftliche Situation der Menschen dort zu geben – Sie umfasst die folgenden Themenschwerpunkte : politisch: nach außen: das Streben der Städte nach Autonomie durch zunehmende Selbstverwaltungsrechte, zum Beispiel Mauerrecht und Münze (auch gegenüber den Stadtherren) nach innen: die Verwaltung durch den gewählten Stadtrat (bestehend aus Kaufleuten) und damit Ansätze von Demokratie, die Auseinandersetzung um mehr Partizipation (zum Beispiel der Zünfte) wirtschaftlich-sozial: die Kaufleute als Adressaten der Stadtgründung, die Selbstverwaltung der Zünfte, "Freiheit" der Stadtbewohner in Abgrenzung zur Grundherrschaft außerhalb der Stadt, Bedingungen des Handels und Rolle des Marktes sozial: die Stadt als attraktiver Lebensraum für geflohene Hörige; Ziele und Interessen der beteiligten Personengruppen, auch "stummer Gruppen" methodisch: Gestaltung eigener Rollenspiele durch die Lerngruppen Das Thema "Die Stadt im Mittelalter" im Unterricht Mit den Städtegründungen beginnt im Zuzug in die Städte ein Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Zugleich eröffnet das Stadtleben neue Lebensweisen auf allen Gebieten, die durchaus konträr diskutiert werden können. Notwendige Vorkenntnisse sind die Verhältnisse in der Grundherrschaft . Didaktisch-methodische Analyse Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Entstehung von Städten im Mittelalter in einem multikausalen Interessengeflecht zu sehen ist. Dabei spielen sowohl die Ziele der Beteiligten (Stadtgründer, Kaufleute, Handwerker und andere) wie auch strukturelle , wie zum Beispiel wirtschaftliche Voraussetzungen ein Rolle. Bei der Entstehung der Zünfte beschäftigt sich die Lerngruppe implizit mit der Kulturentstehungstheorie von "challenge & response": die Gründung und Entwicklung von – mit Autonomieversprechen ausgestatteten – Städten als Antwort auf strukturelle Schwächen der Grundherrschaft . Das (An-)Erkennen von Multikausalität und Multiperspektivität ist dabei ein wichtiger Schritt zu einem abgewogenen Urteil und steht monokausalen Ursachenzuweisungen entgegen. Angesichts anhaltender Verstädterung gewinnen die Lernenden einen eigenen, begründeten Standpunkt. Methodische Analyse Im methodischen Wechsel von Textarbeit und kreativen Elementen (Erstellung von Spielszenen), moderiertem Unterrichtsgespräch und freier Diskussion haben die vier Stunden eine abwechslungsreiche Struktur und ausreichend große Zeitblöcke für Erarbeitung und Sicherung. Zur Wissensüberprüfung stehen außerdem vier interaktive Übungen zur Verfügung. Die Sicherungsphasen ermöglichen sowohl die Präsentation der Gruppenarbeit im Rollenspiel als auch die anschließende Sicherung im Plenum. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten aus den Materialien die Motive für die Stadtgründungen, die Kaufleute als erste Adressatengruppe und die Rolle des Marktes. erkennen die Bedeutung und Erweiterung der Stadtrechte als Voraussetzung für Autonomie. erarbeiten aus den Materialien die politische, wirtschaftliche und soziale Struktur der mittelalterlichen Stadtgesellschaft, Bevölkerungsgruppen und ihre Interessen (insbesondere: die Vormachtstellung der Kaufleute im Stadtrat, die Rolle der Zünfte und ihre Aufgaben, das Ringen der Zünfte um Mitbestimmung und Partizipation). erkennen die Bedeutung der Städte als Orte persönlicher Freiheit. erkennen Elemente der Grundherrschaft. untersuchen die Inhalte der Texte kriteriengeleitet. erarbeiten multikausale und multiperspektivische Zusammenhänge. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Sachtexten und an Quellenmaterialien. dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse. wählen verschiedene Formen der Präsentation und setzen dabei unter gegebenen Voraussetzungen digitale Medien ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren in Gruppen. diskutieren sachbezogen und argumentativ. bewerten die Ergebnisse anderer sachbezogen und begründet. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler bewerten Entwicklungen und Gegebenheiten des Mittelalters differenziert und vor dem Hintergrund der Gegenwart.

  • Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I

Eine Kurzgeschichte zu Kommunikation analysieren

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klassen 7–8 vermittelt den Schülerinnen und Schülern literarische Analysefähigkeiten und Kommunikationsverständnis anhand der Kurzgeschichte „Ein bisschen taub". Die Lernenden analysieren die Merkmale einer Kurzgeschichte und verfassen eine Inhaltsangabe und Charakterisierungen. Thematisch werden Kommunikationsbarrieren durch Hörbeeinträchtigung erkundet und die Gebärdensprache als alternative Kommunikationsform erprobt. Die Unterrichtseinheit setzt sich auf verschiedenen Ebenen mit der Kurzgeschichte "Ein bisschen taub" von Anja Willner auseinander. Sie verbindet literarisches Lernen mit alltagsnahen Fragen von Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe hörbeeinträchtigter Menschen. Ausgangspunkt des ersten Arbeitsblattes ist die Frage, wann Kommunikation gelingt oder misslingt. Dabei werden zentrale Einflussfaktoren wie Ausdrucksfähigkeit, Inhalt der Nachricht, Hör- und Verstehensbedingungen sowie Lautstärke berücksichtigt. Anschließend hören die Schülerinnen und Schüler den Anfang der Kurzgeschichte in einer bewusst veränderten Audiofassung , die eine Hörminderung simuliert. So erhalten sie einen realitätsnahen Eindruck eingeschränkter Hörwahrnehmung und werden für das Thema sensibilisiert. Abschließend analysieren die Lernenden verschiedene Formen und Bedingungen von Kommunikation. Das zweite Arbeitsblatt führt schrittweise in zentrale Aspekte literarischen Arbeitens ein. Zunächst erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Merkmale einer Inhaltsangabe und verfassen eine eigene Zusammenfassung. Darauf aufbauend charakterisieren sie die Hauptfigur Mara und berücksichtigen dabei insbesondere die Auswirkungen ihrer Hörbeeinträchtigung auf Verhalten, Wahrnehmung und soziale Beziehungen. Auf diese Weise lernen sie, literarische Figuren differenziert zu analysieren und Perspektiven nachzuvollziehen. Abschließend überprüfen sie die Kurzgeschichte anhand zentraler Gattungsmerkmale. Im dritten Arbeitsblatt rücken Möglichkeiten zur Überwindung von Kommunikationsbarrieren in den Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erproben grundlegende Elemente der Deutschen Gebärdensprache, um Hemmschwellen abzubauen und einen sensiblen Umgang mit sprachlicher Vielfalt zu fördern. In kreativen Schreibaufgaben auf unterschiedlichen Niveaustufen entwickeln sie eigene Lösungsansätze für Kommunikationssituationen und entwerfen alternative Handlungsverläufe für die Protagonistin. Die Unterrichtseinheit verbindet analytische, produktive und reflektierende Zugänge und fördert sowohl literarische als auch kommunikative und soziale Kompetenzen. Die Unterrichtseinheit greift mit dem Thema Kommunikation und Hörbeeinträchtigung einen relevanten Lebensbereich auf, denn Verständigung ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Teilhabe, schulisches Lernen und zwischenmenschliche Beziehungen. Die Kurzgeschichte "Ein bisschen taub" bietet eine fiktionale jugendliche Perspektive und ermöglicht den Lernenden dadurch Empathie zu fördern und Kommunikation und deren Schwierigkeiten zu reflektieren. Hinzu kommt das Anbahnen der Sensibilisierung für Vielfalt und unterschiedliche Voraussetzung jeder einzelnen Person im Alltag. Die Schülerinnen und Schüler verfügen in der Regel schon über Grundlagen zum Thema " Kommunikation " (zum Beispiel das Sender-Empfänger-Modell) und haben Erfahrungen im Umgang mit literarischen Texten wie Kurzgeschichten. Dies wird in der Unterrichtseinheit aufgegriffen und systematisch erweitert, so beispielsweise durch kommunikative Ausdrucksformen (verbal, nonverbal, paraverbal), die Merkmale von Kurzgeschichten oder den analytischen Umgang mit Figuren und Konflikten in der Kurzgeschichte. Didaktisch-methodisch ist die Reihe kompetenzorientiert angelegt und verbindet Sachwissen mit analytischen, handlungs- und produktionsorientierten Zugängen. Der Einstieg über die Höraufgabe problematisiert und sensibilisiert die Lernenden von Beginn an für das Thema Höreinschränkungen und schafft somit einen problemorientierten Zugang. Der Text wird schrittweise erschlossen, sodass immer wieder Möglichkeiten des Austausches mit der Lerngruppe und den Lehrkräften möglich sind. Das profunde Textverständnis und die Analyse der Figuren und Situationen bildet die Grundlage für die kreativen Aufgabenformate, bei denen die Lernenden ihre individuellen Perspektiven und Lösungsansätze einbringen können und dies schriftlich formulieren müssen. Für die Vorbereitung ist wichtig, dass abgesehen von den Arbeitsblättern und der Textgrundlage, die den Schülerinnen und Schülern vorliegen sollten, die Lehrkraft das Abspielen des Audiotextes einplant und es auch den Schülerinnen und Schülern möglich ist, die verlinkten Webseiten über die QR-Codes selbstständig abzurufen. Zudem sollte auf sensible Gesprächsführung geachtet werden, da persönliche Erfahrungen mit Beeinträchtigung thematisiert werden könnten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren eine Kurzgeschichte hinsichtlich inhaltlicher und struktureller Aspekte. erkennen typische Merkmale der Textsorte Kurzgeschichte und wenden sie an. charakterisieren Figuren in Bezug auf unterschiedliche Schwerpunkte. wenden grundlegende Kommunikationsmodelle auf einen literarischen Text und Alltagssituationen an. verfassen eigene Texte adressaten- und situationsgerecht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Medien und QR-Codes zur Informationsbeschaffung. entnehmen Informationen aus Hörtexten und Videos. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Perspektiven und Lebenssituationen zu respektieren und reflektieren. entwickeln Empathie für Menschen mit unterschiedlichen Kommunikationsvoraussetzungen. lernen Gebärdensprache und somit eine Möglichkeit sozialer Interaktion kennen.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Virtueller Zoo-Besuch: ein Ausflug mit der Klasse durch das Internet

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit "Virtueller Zoo-Besuch" unternehmen die Lernenden virtuell einen Ausflug mit der Klasse durch das Internet. Sie verabreden sich online, um einen Zoo oder Tierpark zu erkunden, Tiere zu beobachten sowie über Skype gemeinsam zu picknicken und üben dabei Kompetenzen wie Schreiben, Berichten, Beschreiben, Argumentieren und Sprechen. Da reale Ausflüge im Klassenverbund nicht immer umzusetzen sind, wird in der Einheit "Virtueller Zoo-Besuch" das Internet als Medium genutzt. Als Klassenlehrerin oder Klassenlehrer haben Sie die Aufgabe, mit der Klasse einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Teamfähigkeit. Dieses Unterrichtsmaterial für die Grundschule sowie die Sekundarstufe I eignet sich als Vorbereitung für einen Zoo-Besuch. Auch in der virtuellen Variante bietet der außerschulische Lernort Zoo viele fachliche Lerngelegenheiten, aber auch Anlässe für Austausch, Kommunikation und soziales Miteinander. An den Ausflug schließen Aufgaben und Spiele an wie zum Beispiel die Beschreibung der Tiere, Erlebnisberichte, Recherchen, Rate- und Buchstabenspiele. Damit fördert das Material neben der Erlebniserfahrung im Fach Deutsch Sprach- und Schreibkompetenzen durch Beschreibungen, Berichte, Recherchen und Sprachspiele. Darüber hinaus eignet sich das Unterrichtsmaterial für den fächerübergreifenden Einsatz mit Sachunterricht beziehungsweise Biologie. Selbstverständlich ist es daher nicht nur für das Lernen zu Hause, sondern auch für den Unterricht in der Schule sowie für eine Projektwoche geeignet. Virtueller Zoobesuch – soziale und fachliche Lerngelegenheiten im Homeschooling Wie bei "echten" Ausflügen gilt es zunächst für die Lehrkraft, die Klasse für das Ausflugsziel zu begeistern, was bei einem Zoobesuch nicht schwerfällt. Ein Probebesuch im Zoo ist unnötig, Sie sollten lediglich im Internet von Zoo zu Zoo "reisen" und sich informieren, was Sie dort erwartet. Auf manchen Arbeitsblättern können Sie auch andere Zoos einsetzen. Vorkenntnisse Kenntnisse im Umgang mit dem Computer, insbesondere mit einem Schreibprogramm, werden vorausgesetzt. Die Lernenden müssen außerdem in der Lage sein, Materialien und Bücher aus dem Unterricht selbstständig zu nutzen. Wenn es noch nicht klappt: Jetzt ist Zeit, es zu lernen! Didaktische Analyse Die Didaktik dieses Unterrichtsvorschlags setzt auf eigenverantwortliches fachliches Lernen . Zur Bewältigung der unterschiedlichen Übungen und Schreibaufgaben erhalten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Impulse, ihr Vorwissen zu aktivieren. Wo immer es möglich ist, werden Anlässe zur echten Kommunikation geschaffen, um den sozialen Aspekt allen Lernens trotz der besonderen Situation des Homeschooling in Krisenzeiten zu berücksichtigen. Methodische Analyse Fast alle Kinder lieben Tiere! Das Interesse an einem virtuellen Zoobesuch ist also leicht zu wecken, der Austausch über Pläne, Beobachtungen und Erlebnisse lässt sich dank digitaler Medien problemlos organisieren. Aber auch die fachlichen Kompetenzen der Lernenden können Sie aus dem Homeoffice heraus fördern, um wichtige Lernziele zu erreichen. Am Beispiel der Aufsatzart Erlebnisbericht sei dies erläutert: Im normalen Präsenz-Unterricht führen Sie als Lehrkraft die Aufsatzart Schritt für Schritt ein, gehen vom mündlichen spontanen Erzählen in unterschiedlichen Sozialformen zum schriftlichen Berichten über, lassen Teilaufgaben einüben und schließlich einen kompletten Text schreiben. In jeder Phase geben Sie Rückmeldungen zu den Lernfortschritten , helfen bei Schwierigkeiten und organisieren schließlich eine Schreibkonferenz , in der die Schülerinnen und Schüler sich Tipps für die Korrektur und Optimierung ihrer Texte geben. Dann sind Sie "dran" mit dem Korrigieren und Benoten einer Hausaufgabe oder Klassenarbeit. Auf den ersten Blick sind viele dieser Aktivitäten auf reale Nahkontakte angewiesen. Dank digitaler Medien lässt sich das meiste aber auch in der Schule daheim arrangieren. Denn das in der Schule Gelernte ist ja nicht einfach weg, sondern im Kopf, in Schulheften und im Deutschbuch festgehalten. Die Kinder sollen es nutzen, um Vorwissen zu aktivieren und sich neues Wissen anzueignen. Einige der Texte, die zu Hause verfasst werden, richten sich an echte Adressaten wie zum Beispiel ein Brief oder eine Postkarte an die Großeltern, andere werden mit der Bitte um Rückmeldung an Mitschülerinnen und Mitschüler gesendet oder den Eltern vorgelegt. Sie als Lehrkraft sollten sich mit Angeboten zur Korrektur und Rückmeldung eher zurückhalten, um sich nicht zu überlasten. Vertrauen Sie darauf, dass Mitschülerinnen und Mitschüler, Geschwister, Väter und Mütter kritische Leserinnen und Leser sind und den Kindern ehrliches Feedback geben. Informieren Sie die Schülerinnen und Schüler von Beginn an darüber, welche Texte Sie selbst lesen und bewerten wollen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler berichten mündlich und schriftlich von Erlebnissen. beschreiben Tiere und erweitern dabei ihren Wortschatz. führen Gespräche mit Kindern und Erwachsenen und nehmen Perspektivwechsel vor. formulieren Argumente für und wider Zoo-Berufe. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Lern- und Informationsmedium. tauschen sich mittels verschiedener analoger und digitaler Medien aus. gestalten Text- und Bild-Produkte mithilfe von Medien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kooperieren und helfen sich gegenseitig. gestalten virtuelle Treffen durch einen Zoo-Spaziergang oder ein Picknick.

  • Lesen und Schreiben
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Erwachsenwerden in den 1980er-Jahren: Jugend zwischen Anpassung und Protest?

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieser Unterrichtseinheit zum E-Magazin "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" setzen sich Schülerinnen und Schüler mit der Umbruchszeit der 1980er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen sowie den Auswirkungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf dem Alltagsleben junger Menschen und wie dieses von den Umbrüchen geprägt wurde. Das Material kann sowohl für den Präsenz- als auch Distanz-/Online-Unterricht genutzt werden.Innerhalb der Unterrichtseinheit, die auf den Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" aufbaut, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Auswirkungen und Folgen, die die politischen Umbrüche in den 1980er-Jahren für die Lebenswelt Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen hatten. Dabei wird der Fokus vergleichend auf die Lebenswirklichkeit und den Alltag der Jugendlichen in den unterschiedlichen Ländern gerichtet. Die Unterrichtseinheit bietet sich für den Einsatz in hybriden Lern- und Lehrszenarien an und stellt als Arbeitsmaterial neben dem E-Magazin auch digitale Lernbausteine zur Verfügung, die eigenständig von Schülerinnen und Schülern in den Erarbeitungsphasen bearbeitet und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Lerngruppe abgestimmt werden können. Vorgesehen ist eine weitestgehend selbstständige Bearbeitung der Aufgaben. Die Lehrkraft sollte die didaktisch-methodischen Hinweise als Vorschläge verstehen, die hinsichtlich der individuellen organisatorischen Voraussetzungen und der Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe modifiziert oder ergänzt werden können (zum Beispiel Bearbeitungszeit, Sozialformen, Bereitstellung von Hilfsmitteln, Einteilung von Arbeitsgruppen für die Projektphase, Bereitstellung von Lösungen zum Abgleich). Die Unterrichtseinheit verbindet die soziale Interaktion des Präsenzunterrichts mit dem individuellen Lernen und Zugängen des E-Learnings. Dabei sieht das Lernarrangement unterschiedliche Aktivitäten und Sozialformen vor, die im Kern unabhängig davon sind, ob sie in analogen oder digitalen Räumen realisiert werden (hybrides Lernen). Insbesondere in Bezug auf individualisiertes Lernen, ermöglichen solche Szenarien ein ortunabhängiges, selbstständiges und -gesteuertes Lernen. Die Unterrichtseinheit bezieht sich auf die multimedialen Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" . Diese Unterrichtseinheit ist Teil des Themendossiers "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" . Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" im Unterricht Die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern ist gegenwärtig geprägt von enormen Umbrüchen auf vielerlei Ebenen. Die Gesellschaft, in der sie leben, verändert sich kontinuierlich, was mitunter mit Orientierungslosigkeit und Zukunftsängsten verbunden ist. Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten", das in dieser Unterrichtseinheit am Beispiel der 1980er-Jahre in der Bundesrepublik und Polen erarbeitet wird, bietet die Möglichkeit, sich am historischen Beispiel auch mit der eigenen Erfahrungswelt auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse und Anknüpfungsmöglichkeiten Das Thema ist entsprechend der jeweiligen Curricula der Bundesländer (9./10. Klasse) grundsätzlich an die Auseinandersetzung mit der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Zerfall der Sowjetunion anknüpfbar. Die Schülerinnen und Schüler sollten über Vorwissen zur Entwicklung der unterschiedlichen Staatssysteme und der gesellschaftlichen Realität von DDR und Bundesrepublik verfügen. Außerdem sollten sie ein Basiswissen zur Situation und Entwicklung der Sowjetunion haben. Didaktisch-methodische Hinweise Die Einheit ist insgesamt über sechs Unterrichtsstunden (zwei Einzel- und zwei Doppelstunden) angelegt und gründet auf den Darstellungen und multiperspektivischen, multimedialen Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten" . Sie beginnt mit einer Annäherung an das Thema "Leben im Europa der 1980er-Jahre" ( Einführung, circa 45 Minuten ), in der eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext der 1980er-Jahre erfolgt. Die Einführung in den historischen Kontext ist mit einem digitalen Lernbaustein verknüpft, den die Schülerinnen und Schüler in der Erarbeitungsphase zur Vertiefung bearbeiten und ihren Wissensstand eigenständig überprüfen können. Die Frage, inwiefern die Umbrüche der 1980er-Jahre die Jugendlichen in der Bundesrepublik und Polen prägten, leitet über zu den beiden Erarbeitungsphasen, in denen ein Vergleich der Lebenswirklichkeit deutscher ( Erarbeitung Bundesrepublik und Jugend, circa 90 Minuten ) sowie polnischer ( Erarbeitung Polen und Jugend, circa 90 Minuten ) Jugendlicher während der Umbruchszeit vorgenommen wird. In jeder Erarbeitungsphase werden die wesentlichen Auswirkungen der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche auf das Leben und den Alltag erarbeitet. Die Erarbeitungsphasen sind mit zwei digitalen Lernbausteinen verknüpft, mit denen die Schülerinnen und Schüler sich selbständig dem Lerngegenstand annähern, diesen bearbeiten und ihr erworbenes Wissen überprüfen können. Sie können darüber hinaus unabhängig von der Unterrichtseinheit eigenständig genutzt werden. Die abschließende Unterrichtsstunde ( Aktualisierung, circa 45 Minuten ) öffnet den Blick für die Bedeutung der Umbruchserfahrungen für europäische Jugendliche in den 1980er-Jahren und heute. Die Unterrichtseinheit schließt ab, indem die Arbeitsergebnisse gebündelt und einer Aktualisierung zugeführt werden. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, über ihr eigenes Europabild zu reflektieren und sich auszutauschen. Die Aufgaben sind so angelegt, dass ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Sozialformen stattfindet und sowohl im Präsenz- als auch Distanzlernen umgesetzt werden können. Je nach Lerngruppengröße und Lernsituation (Leistungsniveau der Gruppe, Klassen- oder Hybridunterricht) sollten die Sozialformen durch die Lehrkraft individuell modifiziert werden. So wäre je nach individueller Ausgangslage zum Beispiel auch ein arbeitsteiliger Vergleich der Situation in der Bundesrepublik und Polen, eventuell verbunden mit einer Präsentation, denkbar. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen (und der Sowjetunion) der 1980er-Jahre erklären. können die Auswirkungen auf das Alltagsleben und die Gesellschaft benennen. können die Lebenswelten deutscher und polnischer Jugendlicher beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen unterschiedliche Medien- sowie Darstellungs- und Quellenformate zur Erarbeitung von Informationen und Fachinhalten. üben sich in der Weiterentwicklung von Suchstrategien/Anwendungen im digitalen Bereich. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken in der gemeinsamen Erarbeitung ihre Teamfähigkeit. üben sich im sachlichen und konstruktiven Diskutieren in der Gruppe. stärken ihr Empathievermögen durch die Übernahme anderer Perspektiven.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Ich und meine Klasse – Gemeinsam sind wir stark!

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit für den inklusiven Unterricht beschäftigen sich die Lernenden mit ihren Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Begabungen. Dabei erkennen sie, dass jeder von ihnen unterschiedlich ist und diese Unterschiede sie alle für die Klassengemeinschaft wertvoll und einzigartig machen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in dieser Unterrichtseinheit mit ihrer Persönlichkeit und ihrer Klassengemeinschaft auseinander. Mithilfe verschiedener Arbeitsblätter und Lernspiele lernen sie sich und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler besser kennen. Gemeinsam reflektieren die Lernenden ihre Interessen, Gefühle und Wünsche. Indem sie sich in andere hineinversetzen und versuchen, diese zu verstehen, lernen sie wichtige Sozialkompetenzen für das Zusammenleben in der Schule. Die Lernenden begreifen, dass sie alle unterschiedlich sind, sie aber auch Gemeinsamkeiten haben. Dabei erkennen sie, dass sie trotz der Unterschiede als Gruppe stark sind. Das Thema "Zusammenleben in der Klasse" im Unterricht Diese Unterrichtseinheit thematisiert die Einzigartigkeit und Individualität der Schülerinnen und Schüler als Stärke einer Klassengemeinschaft – unabhängig von möglichen körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der eigenen Person erfahren die Lernenden mit allen Sinnen, dass sie – genau wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler – Stärken und Fähigkeiten besitzen, die sie einzigartig und besonders machen. Dabei erkennen die Lernenden, dass diese Eigenschaften auch ihre Klasse charakterisieren. Auf diese Weise wird das Gemeinschaftsgefühl im Klassenverband gestärkt. Das Thema "Zusammenleben in der Klasse" ist nicht nur für die Entwicklung der Sozialkompetenzen der Lernenden bedeutsam. In vielen Bundesländern ist es auch lehrplanrelevant. Didaktische Analyse Dies geschieht nicht nur über die thematische Auseinandersetzung, sondern auch mithilfe der gewählten Methoden. Offene Lernformen, wie zum Beispiel der Projektunterricht, eignen sich besonders gut für den Einsatz in heterogenen Gruppen, da die Schülerinnen und Schüler sich in den einzelnen Projektphasen gegenseitig helfen und unterstützen, aber auch eigene Beiträge zum Projekt leisten. Dabei erkennen sie möglicherweise nicht nur an sich selbst, sondern auch an ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Fähigkeiten und Kompetenzen, die ihnen vorher gar nicht – oder kaum – bewusst waren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, was sie selbst und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auszeichnet. setzen sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinander. erkennen, dass jede Person unterschiedlich ist (und dass das gut so ist). erkennen, dass körperliche und geistige Defizite kein Hindernis sein müssen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, und dass jeder wertvoll ist. trainieren ihre verbale Ausdrucksfähigkeit und das freie, zusammenhängende Sprechen vor dem Klassenverband. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren im Rahmen von Partner- und Gruppenarbeit ihre Teamfähigkeit. üben, Aufgaben untereinander selbstständig, gerecht und entsprechend der verschiedenen Kompetenzen aufzuteilen. schulen das aktive Zuhören. trainieren, logisch und sachlich zu argumentieren. reflektieren gemeinsam die Arbeitsergebnisse.

  • Ich und meine Welt / Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Spezieller Förderbedarf
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