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Sichelzellanämie – die Ursachen einer Krankheit

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler in Paararbeit die genetische Ursache der Sichelzellanämie, indem sie die Auswirkungen einer Punktmutation in einem gegebenen DNA-Abschnitt auf die Aminosäuresequenz untersuchen. Diese Aufgabe ist als Übungsaufgabe zum Vertiefen und Anwenden des Wissens über die Proteinbiosynthese gedacht und kann zur Einführung in das Thema Mutationen genutzt werden. Die Sichelzellanämie wird im Zusammenhang mit dem Themenkomplex Vererbung behandelt. Dabei geht es nicht nur um die Cytogenetik und die klassischen Vererbungsregeln nach Mendel, sondern auch um die Grundlagen der Molekulargenetik. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler den Aufbau der DNA sowie die universellen Prinzipien der Codierung genetischer Information kennen. Daran anschließend wird überblicksweise die Proteinbiosynthese besprochen. Auch Mutationen und Erbkrankheiten werden thematisiert. Die Sichelzellanämie ist eine in der afrikanischen Bevölkerung häufig auftretende Erbkrankheit, die ihre Ursachen in der Molekulargenetik hat: Auf dem Gen der β-Globin-Protein-Untereinheit des Hämoglobins auf Chromosom 11 liegt an sechster Position eine Punktmutation vor, sodass statt Glutaminsäure die Aminosäure Valin verwendet wird. Die Erythrozyten, die dieses veränderte Hämoglobin tragen, verformen sich bei Sauerstoffarmut zu der typischen Sichelform. Im tropischen Afrika sind bis zu 40 % der Bevölkerung davon betroffen. Die Krankheit kann homozygot (alle β-Ketten betroffen) oder auch heterozygot (nur ein Teil der β-Ketten betroffen) vorkommen. Entsprechend treten die Krankheitssymptome unterschiedlich stark auf. Das vorliegende Arbeitsmaterial hilft dabei, die komplexen Vorgänge der Proteinbiosynthese zu verinnerlichen und vereinfacht anzuwenden. Dafür werden die Vorgänge des Prozesses an dem konkreten Beispiel Sichelzellanämie wiederholt. Den Lernenden liegt ein kurzer DNA-Abschnitt von gesunden und erkrankten Personen vor, den sie schrittweise angeleitet in Aminosäuresequenzen übersetzen. Dabei erkennen sie den Austausch der Aminosäure als Ursache der Krankheit und lernen so Punktmutationen und ihre Folgen kennen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen biologische Sachverhalte (zum Beispiel Strukturen, Funktionen oder Zusammenhänge) dar oder überführen sie in eine sach-, adressaten- und situationsgerechte Darstellungsform im Hinblick auf die Zielgruppe. verwenden eine vereinfachte biologische Fachsprache, um Sachverhalte und biologische Zusammenhänge sachgerecht zu beschreiben, sie adressatengerecht weiterzugeben beziehungsweise den Basiskonzepten der Biologie zuzuordnen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bringen sich mit eigenen Ideen ein und diskutieren einen gemeinsamen Lösungsvorschlag. können entsprechend ihrer Selbsteinschätzung weiterführendes Material bearbeiten.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Fitness Challenge: Zirkeltraining für zu Hause

Kopiervorlage

Diese Fitness-Challenge für zu Hause kombiniert intensives Zirkeltraining mit motivierendem Wettbewerb. Lernende trainieren selbstständig und stärken ihre Ausdauer sowie Kraft. Die Unterrichtseinheit bietet ein vielseitiges und differenziertes Konzept für ein Zirkeltraining als Fitness-Challenge , das sowohl im Unterricht als auch eigenständig zu Hause durchgeführt werden kann. Im Fokus steht ein intensives Intervalltraining , bei dem verschiedene Muskelgruppen gezielt angesprochen und die allgemeine körperliche Fitness gefördert werden. Das Material umfasst zwei unterschiedlich anspruchsvolle Trainingspläne: einen für jüngere Lernende der Klassen 3 bis 6 mit kürzeren Belastungsphasen sowie eine erweiterte Variante für ältere Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 mit intensiveren Übungen. Dadurch wird eine leistungsdifferenzierte Umsetzung ermöglicht, bei der die Lernenden ihr individuelles Tempo und Trainingsniveau selbst anpassen können. Die insgesamt zwölf Übungen – darunter Klassiker wie Hampelmann, Liegestütze, Kniebeugen oder Unterarmstütz – werden durch anschauliche Abbildungen unterstützt und können mit minimalem Materialaufwand durchgeführt werden. Das Training eignet sich daher besonders gut als Home-Workout und fördert gleichzeitig Selbstorganisation und Eigenverantwortung. Zudem kann dieses Video zum Workout genutzt werden. Ergänzend wird empfohlen, vorab Aufwärmübungen durchzuführen und zwischen den Belastungsphasen kurze Pausen einzulegen. Die Unterrichtseinheit kann zudem durch Reflexionsphasen oder weiterführende Sequenzen zum Thema Zirkeltraining ergänzt werden, um Bewegungserfahrungen auszuwerten und die korrekte Ausführung der Übungen zu sichern. Insgesamt unterstützt das Material einen motivierenden, gesundheitsorientierten Zugang zu Bewegung und stärkt sowohl körperliche als auch personale Kompetenzen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler führen grundlegende Fitnessübungen korrekt und sicher aus. beschreiben und reflektieren eigene körperliche Belastung und Leistungsfähigkeit. wenden Prinzipien des Zirkeltrainings und Intervalltrainings an. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen visuelle Anleitungen (Bilder/Videos) zur eigenständigen Durchführung von Übungen. reflektieren die eigene Ausführung anhand von bereitgestellten Materialien. dokumentieren Trainingsfortschritte eigenständig. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler motivieren sich selbst und andere im Rahmen einer Fitness-Challenge. vergleichen respektvoll eigene Leistungen mit denen anderer. übernehmen Verantwortung für die eigene Gesundheit und Trainingsgestaltung.

  • Sport / Bewegung
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Zukunftsvisionen zeichnen: Mein Traumhaus

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für die Grundschule im Fach Kunst unterstützt Schülerinnen und Schüler der Primarstufe dabei, über ihr Leben in 20 Jahren nachzudenken, ein Zukunftshaus zu gestalten und die entstandenen Ideen anschließend im Klassenverband zu besprechen. Die as Arbeitsblatt ermöglicht einen kreativen und zugleich reflexiven Zugang zu Zukunftsvorstellungen in der Grundschule. Ausgangspunkt ist die Frage, wie die Lernenden in 20 Jahren leben möchten. Auf dieser Grundlage entwerfen sie ihr persönliches Traumhaus der Zukunft und halten ihre Ideen zeichnerisch fest. Das Material setzt damit einen klaren Impuls für Kreativität, Imagination und bildnerisches Gestalten . Die Aufgabe ist bewusst offen angelegt und lädt dazu ein, eigene Wünsche, Bedürfnisse und Zukunftsbilder sichtbar zu machen. Die Lernenden können beim Zeichnen Gegenstände, Räume oder technische Ideen einbeziehen, die heute noch nicht existieren. Dadurch entsteht ein motivierender Gestaltungsanlass, der Fantasie fördert und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig setzen sich die Kinder mit ihrer eigenen Lebenswelt auseinander und entwickeln erste Vorstellungen davon, wie Wohnen und Leben in der Zukunft aussehen könnten. Das Material eignet sich für den Einsatz in Kunst / Kultur in der Primarstufe und ist laut Materialseite als Arbeitsblatt sowie Didaktik/Methodik ausgewiesen. Nach der Einzelarbeitsphase werden die Traumhäuser im Klassenverband besprochen. Dieser Austausch eröffnet Gesprächsanlässe über Zukunftswünsche, technische Entwicklungen und die Frage, welche Ideen vielleicht einmal Wirklichkeit werden könnten. Die Unterrichtseinheit unterstützt damit nicht nur gestalterische Prozesse, sondern auch mündliche Ausdrucksfähigkeit, Reflexion und wertschätzenden Austausch über unterschiedliche Zukunftsentwürfe. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gestalten ein eigenes Traumhaus der Zukunft auf der Grundlage persönlicher Zukunftsvorstellungen. beschreiben bildnerisch und mündlich, wie sie in 20 Jahren leben möchten. reflektieren Zukunftsideen und vergleichen, welche Vorstellungen realistisch oder besonders fantasievoll erscheinen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein analoges Arbeitsblatt, um Ideen strukturiert festzuhalten und gestalterisch umzusetzen. visualisieren eigene Zukunftsvorstellungen in einer Zeichnung mit erkennbaren Details. präsentieren ihre Arbeitsergebnisse verständlich und adressatengerecht im Klassenverband. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich respektvoll über unterschiedliche Zukunftswünsche und Gestaltungsideen aus. würdigen kreative Ergebnisse anderer Lernender im gemeinsamen Gespräch. diskutieren im Klassenverband, welche Träume und Ideen in Zukunft Wirklichkeit werden könnten.

  • Kunst / Kultur
  • Primarstufe

Selbstbewusstsein stärken: Mut-Bild gestalten

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für Kunst eignet sich für Einzelarbeit in der Grundschule und Sekundarstufe I. Die Schülerinnen und Schüler gestalten eine motivierende Ausmalvorlage, die ihnen im Alltag Mut machen kann. Die Kopiervorlage bietet Lehrkräften ein niedrigschwelliges Arbeitsmaterial, um das Thema Mut, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gestalterisch aufzugreifen. Im Mittelpunkt steht das Schriftbild " Trau dich!" , dessen Rahmen und Buchstaben die Lernenden ausmalen. Dadurch entsteht eine persönliche, motivierende Vorlage, die die Schülerinnen und Schüler anschließend als stärkenden Impuls nutzen können. Das Material ist für Kunst ausgewiesen und kann in der Primarstufe sowie in der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Die Aufgabe ist klar strukturiert und bewusst einfach gehalten: Die Lernenden arbeiten in Einzelarbeit , wählen Farben aus, gestalten Flächen sorgfältig und setzen sich dabei mit einer ermutigenden Botschaft auseinander. So verbindet das Arbeitsblatt kreatives Tun mit einem pädagogisch bedeutsamen Thema der Persönlichkeitsentwicklung. Die Unterrichtseinheit ermöglicht kurze, ruhige Gestaltungsphasen und eignet sich laut Materialseite für eine Kunststunde zwischendurch, den Vertretungsunterricht oder als Hausaufgabe . Besonders sinnvoll ist der Einsatz in Situationen, in denen Lernende Zuspruch, Motivation oder eine positive Selbstansprache gebrauchen können. Das Ausmalbild kann anschließend aufgehängt oder mit nach Hause genommen werden und erinnert die Kinder und Jugendlichen daran, sich etwas zuzutrauen. Neben feinmotorischen und gestalterischen Fähigkeiten fördert das Material die bewusste Wahrnehmung von Worten, Farben und Wirkung. Es eröffnet zudem Gesprächsanlässe darüber, wann Mut gebraucht wird, was Mut machen kann und wie eine Klasse wertschätzend miteinander umgehen kann. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gestalten ein motivierendes Schriftbild durch bewusste Farbwahl und sorgfältiges Ausmalen. beschreiben die Wirkung von Farben, Schrift und Gestaltung auf die Aussage "Trau dich!". reflektieren die Bedeutung von Mut und Selbstvertrauen im eigenen Alltag. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler entnehmen einem analogen Arbeitsblatt Gestaltungsvorgaben und Arbeitsauftrag. nutzen eine Ausmalvorlage, um eine Botschaft visuell hervorzuheben. präsentieren oder platzieren ihr gestaltetes Ergebnis als persönlichen Motivationsimpuls. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert und eigenverantwortlich an einer kreativen Einzelaufgabe. entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie stärkende Worte Mut machen können. tauschen sich wertschätzend darüber aus, in welchen Situationen Menschen Ermutigung brauchen.

  • Kunst / Kultur
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Poster: Ansteckung vermeiden in der Grippe-Saison

Kopiervorlage

Das Poster "Ansteckung vermeiden in der Grippe-Saison" für den Klassenraum erinnert die Lernenden der Sekundarstufen vor allem bei Krankheitswellen in der kalten Jahreszeit an Hygiene-Maßnahmen und Verhaltensregeln, damit sich Viren nicht weiter verbreiten. Es ist wieder Grippe-Zeit und damit Saison von Viren und Bakterien : Jedes Jahr erkranken zwischen einer und sieben Millionen Menschen an Influenza , in einer Saison mit starker Grippewelle auch deutlich mehr. Dazu kommen neuartige hochinfektiöse Atemwegskrankheiten . Die hohe Zahl der Infizierten sowie die Zahl der Grippe-Toten rufen Besorgnis nicht nur bei Ärzten und Krankenhäusern hervor, sondern auch bei der Bundesregierung. Sie fordert die Bevölkerung zu Hygiene-Maßnahmen auf, damit sich Viren nicht weiter verbreiten. Bei besonders drastischen Krankheitswellen werden Menschen gar dazu angehalten, Massenveranstaltungen zu meiden und bereits bei den ersten Symptomen einer Erkältung zu Hause zu bleiben. Nachweislich Infizierte stehen je nach Erreger unter Umständen in Quarantäne. Auch für die Schule bedeutet das, dass Lehrkräfte entsprechende Verhaltensregeln vermitteln und den Schülerinnen und Schülern deutlich machen sollen, dass sie alle etwas tun können, um eine Ansteckungswelle zu vermeiden . Dieses Poster kann in der Klasse aufgehängt werden, um die Lernenden daran zu erinnern, gründlich die Hände zu waschen, in die Armbeuge zu niesen oder auch Körperkontakt zu vermeiden. Es eignet sich für die weiterführenden Schulen ebenso wie für die Berufsschulen oder auch das Lehrerzimmer. Eine entsprechende Vorlage für die Grundschule ist in Bearbeitung und wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Bleiben Sie gesund! Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erläutern grundlegende Übertragungswege von Viren und Bakterien sowie geeignete Maßnahmen zur Infektionsvermeidung. beurteilen typische Alltagssituationen in Schule und Berufsschule hinsichtlich ihres Ansteckungsrisikos. wenden Hygieneregeln und gesundheitsförderliches Verhalten in Krankheitssituationen sachgerecht an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ntnehmen einem Informationsposter gezielt zentrale Aussagen und Handlungsanweisungen. bewerten die Verständlichkeit und Gestaltung eines Posters im Hinblick auf seine Informations- und Warnfunktion. nutzen visuelle Informationsmedien adressatengerecht, um Gesundheitsregeln verständlich weiterzugeben. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bernehmen Verantwortung für den Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer. handeln in Krankheitsphasen rücksichtsvoll und orientieren sich an gemeinsam vereinbarten Verhaltensregeln. verständigen sich in der Gruppe über sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Ansteckung im Schulalltag.

  • Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wiesentiere: Arten, Merkmale und Lebensraum entdecken

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für die Grundschule eignet sich für den Sachunterricht rund um den Lebensraum Wiese. Lernende testen ihr Wissen über Tiere auf der Wiese, nehmen jahreszeitliche Veränderungen wahr und vervollständigen zeichnerisch ein Spinnennetz. Die Kopiervorlage ermöglicht Grundschulkindern eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Wiese . Im Mittelpunkt stehen gemischte Fragen zu verschiedenen Tierarten, die auf und zwischen Gräsern, Blumen und Pflanzen leben. Die Schülerinnen und Schüler testen ihr Vorwissen, erschließen neue Informationen und beschäftigen sich mit ausgewählten Wiesentieren wie Schnecke, Biene, Heuschrecke, Raupe und Schmetterling . Das Material ist für die Primarstufe konzipiert und fachlich bei Biologie sowie Ich und meine Welt verortet. Es eignet sich besonders für den Sachunterricht im Frühling und Sommer, wenn sich die Tierwelt der Wiese gut beobachten lässt. Die Lernenden setzen sich mit Merkmalen einzelner Tiere auseinander und werden dafür sensibilisiert, Natur in ihrer näheren Umgebung bewusster wahrzunehmen. Dabei können sie Veränderungen im Jahresverlauf beschreiben und eigene Beobachtungen mit den Aufgaben auf dem Arbeitsblatt verbinden. Neben den Wissensfragen enthält das Arbeitsmaterial eine zeichnerische Aufgabe: Die Kinder vervollständigen ein Spinnennetz und trainieren dabei auch feinmotorische Fähigkeiten. Dadurch verbindet die Kopiervorlage naturkundliches Lernen mit genauem Hinsehen und gestalterischem Arbeiten. Lehrkräfte können das Arbeitsblatt ohne großen Vorbereitungsaufwand einsetzen, etwa als kurze Übungsphase, zur Aktivierung von Vorwissen, im Vertretungsunterricht oder in Stunden vor Feiertagen im Mai und Juni. So unterstützt das Material Sachkompetenz, Naturwahrnehmung und konzentriertes Arbeiten in einem alltagsnahen Kontext. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler benennen ausgewählte Wiesentiere wie Schnecke, Biene, Heuschrecke, Raupe und Schmetterling. beschreiben Merkmale verschiedener Tiere im Lebensraum Wiese. erklären einfache Zusammenhänge zwischen Jahreszeit, Lebensraum Wiese und beobachtbarer Tierwelt. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein Arbeitsblatt strukturiert zur Bearbeitung von Fragen zu Wiesentieren. entnehmen den Aufgabenstellungen relevante Informationen über Tiere und ihren Lebensraum. dokumentieren Naturbeobachtungen und gestalterische Elemente durch das Vervollständigen eines Spinnennetzes. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über eigenes Vorwissen und Beobachtungen zu Wiesentieren aus. vergleichen Antworten und Vermutungen in Partnerarbeit oder im Unterrichtsgespräch. entwickeln Wertschätzung für Tiere und Natur in der näheren Umgebung.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Ich und meine Welt
  • Primarstufe

Weihnachtliche Mandalas

Kopiervorlage

Mit diesen weihnachtlichen Mandalas lässt sich der Unterricht in der Grundschule und Sekundarstufe I in der Adventszeit kreativ gestalten. Die Lernenden schulen dabei ihre feinmotorischen Fähigkeiten und stimmen sich auf Weihnachten ein. Die Kopiervorlage bietet Lehrkräften unkompliziert einsetzbare Arbeitsmaterialien für kreative Phasen in der Adventszeit . Die Schülerinnen und Schüler malen weihnachtliche Mandalas aus und setzen sich dabei konzentriert mit Formen, Mustern und Farbgestaltung auseinander. Das Material ist für die Primarstufe und Sekundarstufe I ausgewiesen und dem Bereich Kunst zugeordnet. Die Unterrichtsmaterialien eignen sich besonders für kreative Aufgaben zwischendurch, für den Kunstbereich oder als zusätzliches Angebot im Sinne der individuellen Förderung . Durch das Ausmalen der Mandalas trainieren die Lernenden ihre feinmotorischen Fähigkeiten , üben sorgfältiges Arbeiten und gestalten eigene Farbkombinationen innerhalb einer vorgegebenen Struktur. Neben zwei weihnachtlichen Mandala-Vorlagen enthält das Material auch ein Arbeitsblatt, auf dem die Kinder einen Weihnachtsstern einfärben. Der Einsatz ist flexibel möglich: als ruhige Einzelarbeit, als kurze kreative Sequenz in der Vorweihnachtszeit oder als gestalterischer Abschluss einer Unterrichtsstunde. Die fertigen Bilder können anschließend im Klassenraum aufgehängt werden und tragen so zu einer weihnachtlichen Lernumgebung bei. Dadurch verbindet das Material künstlerisches Gestalten, Konzentration, Feinmotorik und jahreszeitliche Einstimmung auf einfache und motivierende Weise. Lehrkräfte erhalten eine direkt nutzbare Vorlage, die ohne großen Vorbereitungsaufwand eingesetzt werden kann und sowohl ästhetisches Empfinden als auch Ausdauer und Sorgfalt stärkt. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler gestalten weihnachtliche Mandalas und einen Weihnachtsstern durch bewusste Farbwahl. wenden feinmotorische Fähigkeiten beim sorgfältigen Ausmalen von Formen und Mustern an. erkennen Mandalas als strukturierte Bildvorlagen mit wiederkehrenden gestalterischen Elementen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Arbeitsblatt-Vorlagen strukturiert zur Umsetzung einer kreativen Gestaltungsaufgabe. entnehmen den Bildvorlagen Formen, Muster und Flächen für die eigene Farbgestaltung. dokumentieren ihre Gestaltungsidee sichtbar durch Farbwahl, Ausführung und fertige Arbeitsergebnisse. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konzentriert und rücksichtsvoll in ruhigen kreativen Arbeitsphasen. wertschätzen unterschiedliche Farbgestaltungen und individuelle ästhetische Entscheidungen. tragen mit ihren fertigen Bildern gemeinsam zur weihnachtlichen Gestaltung des Klassenraums bei.

  • Kunst / Kultur
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Die Friedliche Revolution in der DDR

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "Die Friedliche Revolution in der DDR" erarbeiten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf der Friedlichen Revolution und die Bedeutung der Runden Tische für den Transformationsprozess.Das Arbeitsmaterial ist eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Friedlich für Demokratie und Menschenrechte. Die Friedliche Revolution in der DDR 1989/1990" im Unterricht. In den 1980er Jahren entwickelte sich in der DDR zunehmend eine der SED und der DDR gegenüber kritisch eingestellte Bürgerrechtsbewegung. Sie prangerte Missstände an und suchte nach Wegen zu einer demokratischeren und offeneren Gesellschaft. Gegen Ende der 1980er Jahre bildete diese Bewegung die Keimzelle für die Friedliche Revolution. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten den Ablauf der Friedlichen Revolution und erstellen eine Zeitleiste. Anschließend setzen sie sich mit den Runden Tischen und ihrer Funktion für den Wendeprozess auseinander. Zum Abschluss diskutieren die Schülerinnen und Schüler die Folgen der Wende für die Menschen in der ehemaligen DDR und versuchen eine Erklärung dafür zu finden, warum auch heute noch viele Jugendliche in den neuen Bundesländern die DDR für demokratisch halten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Ablauf der Friedlichen Revolution und erstellen eine Zeitleiste. erklären die Ziele und die Bedeutung der Runden Tische. diskutieren die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die Menschen der ehemaligen DDR. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität). verbessern ihre Kooperationsfähigkeit in der Gruppenphase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht. unterstützen sich gegenseitig bei Problemen (Kooperations- und Teamfähigkeit).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Einführung des Extremismusbegriffs

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema Extremismusverständnis definieren die Schülerinnen und Schüler den Begriff Extremismus, entwickeln eine Vorstellung für mögliche Gründe sich zu radikalisieren und erarbeiten den Unterschied zwischen radikal und extremistisch.Das Arbeitsmaterial zum Thema "Einführung des Extremismusbegriffs" stellt eine Erweiterung zur Behandlung des Plakats "Was ist Extremismus?" dar. Im ersten Schritt werden die Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler sowie die Vorerfahrungen im Umgang mit dem Thema Extremismus durch Beschreibung und Erklärung des Begriffs und mögliche Gründe für eine Radikalisierung in Einzel-, Partner- und Plenumsarbeit thematisiert. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler trotz unterschiedlicher Wissensniveaus gemeinsam das Thema diskutieren und erarbeiten. So können sie ihrem Leistungsniveau entsprechend gefordert werden und sich beteiligen. Darüber hinaus können Fehlvorstellungen erkannt und problematisiert werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine Vorstellung über die Bedeutung von Extremismus, indem sie ihre Vorkenntnisse mit denen des Nachbarns abgleichen und sich Motive für eine Radikalisierung überlegen und im Plenum diskutieren. benennen die drei in Deutschland am stärksten vertretenen Extremismusformen, beschreiben deren jeweilige Ziele und erläutern Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede, indem sie das Plakat als Informationsquelle nutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausreden zu lassen und sie zu akzeptieren (Rücksichtnahme und Solidarität). verbessern ihre Kooperationsfähigkeit in der Pair-und-Share Phase, wodurch sich der Reichtum an Lösungsideen erhöht, zudem unterstützen sie sich gegenseitig bei Problemen (Kooperations- und Teamfähigkeit).

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Stereotype und Geschlechterrollen im Wandel

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Politik / Wirtschaft der Klassen 8–10 regt Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich geprägten Berufsbildern und Geschlechterrollen an. Ausgehend vom Beispiel des Gerüstbauhandwerks reflektieren die Lernenden Stereotype, analysieren soziale Erwartungen und recherchieren Maßnahmen zur Gleichstellung. Das Material fördert die Urteilsbildung und unterstützt eine kritische Auseinandersetzung mit individueller und gesellschaftlicher Genderkompetenz. Dieses Arbeitsblatt ergänzt die Unterrichtseinheit " Projektplanung und -umsetzung am Beispiel einer Baustelle " und beschäftigt sich mit der Frage: Gibt es heutzutage noch typische Männer- und Frauenberufe? Dieses Beispiel aus dem Gerüstbauhandwerk will zu einer Reflektion dieser Frage beitragen und gliedert sich daher in drei Teilbereiche: Zunächst tauschen sich die Schülerinnen und Schüler darüber aus, was für sie typische Männer- und Frauenberufe sind. In einem nächsten Schritt erfahren sie mithilfe eines kurzen Informationstextes grundlegende Informationen zu den Gründen von Berufsstereotypen. Im Folgeschritt tauschen sie sich mit dem Sitzpartner / der Sitzpartnerin verbal darüber aus, ob der Berufszweig Gerüstbauhandwerk (un-)typisch für Männer ist. Ihre Meinungen und Diskussionsergebnisse verschriftlichen sie im Anschluss auf einem separaten Blatt. Anhand eines Videos über eine Handwerksmeisterin und Chefin einer Gerüstbaufirma wird ein audiovisueller Einblick in einen aktuell männlich dominierten Berufsbereich gewährt. Im abschließenden Arbeitsteil recherchieren die Schülerinnen und Schüler exemplarisch nach Fördermaßnahmen des Gerüstbauhandwerks, um den Frauenanteil in diesem Berufszweig dauerhaft zu erhöhen, um danach den Blick auch auf andere Berufszweige auszuweiten

  • Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Trainingsprinzipien als Erklärvideo

Video

Das Video erläutert die grundlegenden Trainingsprinzipien als zentrale Planungsgrundlage sportlichen Trainings. Anhand einer einprägsamen Eselsbrücke werden fünf zentrale Prinzipien vorgestellt und verständlich erklärt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ein strukturiertes Verständnis dafür zu vermitteln, wie Training planmäßig, gezielt und systematisch aufgebaut wird, um die körperliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Ausgehend von der Definition sportlichen Trainings werden die Trainingsprinzipien als theoretisches Fundament vorgestellt. Das Video fasst die in der Fachliteratur beschriebenen Prinzipien zu fünf übergeordneten Gruppen zusammen: S pezialisierung und Individualisierung: Anpassung des Trainings an Alter, Leistungsstand, Geschlecht und individuelle Voraussetzungen der Sportlerinnen und Sportler. P rogression (Belastungssteigerung): Notwendigkeit einer schrittweisen Steigerung der Trainingsbelastung zur weiteren Leistungsentwicklung. O ptimale Belastungsfolge und Variation: Sinnvolle Reihenfolge der Trainingsinhalte innerhalb einer Trainingseinheit zur Vermeidung vorzeitiger Ermüdung. R egeneration und Superkompensation: Bedeutung von Erholungsphasen zur Leistungssteigerung und zur Vermeidung von Übertraining. T rainingswirksamer Reiz: Erforderliche Mindestintensität des Trainings, um physiologische Anpassungen auszulösen. Die Inhalte werden ohne rechnerische Vertiefung erklärt und sind auf das schulische Lernen ausgerichtet. Aus den Anfangsbuchstaben der Trainingsprinzipien ergibt sich das Wort SPORT, das sich sehr gut als Eselsbrücke eignet. Thematische Anknüpfungspunkte für den Unterricht Das Video bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten für weiterführende Unterrichtssequenzen, unter anderem zu: Trainingsplanung und Periodisierung Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitstraining Belastungsnormative und Trainingssteuerung Superkompensation und Regenerationsprozesse Übertraining und Verletzungsprävention Analyse realer Trainingspläne aus Schule, Verein oder Leistungssport Abiturvorbereitung: Trainingslehre / Trainingsprinzipien Das Video eignet sich besonders zur Einführung oder Wiederholung der Trainingsprinzipien im Leistungskurs Sport. Die klare Struktur und die Eselsbrücke unterstützen das Behalten zentraler Begriffe und Zusammenhänge. Es kann sowohl im Unterricht als Impuls, als auch zur selbstständigen Wiederholung im Rahmen der Abiturvorbereitung eingesetzt werden. Durch die anschaulichen Beispiele wird ein direkter Bezug zwischen Theorie und Trainingspraxis hergestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die grundlegenden Trainingsprinzipien sportlichen Trainings. erklären die Bedeutung von Belastungssteuerung und Regeneration für die Leistungsentwicklung. analysieren Trainingsmaßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit. wenden theoretische Prinzipien auf praktische Trainingsplanung an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen ein digitales Lehrvideo gezielt zur Informationsgewinnung und Wiederholung. entnehmen fachliche Inhalte aus grafischen Darstellungen und audiovisuellen Medien. reflektieren den Nutzen digitaler Lernmedien für die individuelle Prüfungsvorbereitung (zum Beispiel Abitur). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich über Trainingsprinzipien und deren Anwendung in unterschiedlichen Sportarten aus. diskutieren Trainingsplanung unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen von Sportlerinnen und Sportlern. entwickeln Verständnis für unterschiedliche Leistungsstände und Belastbarkeiten innerhalb einer Lerngruppe.

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe II

Reflexionsraum als Maßnahme gegen Unterrichtsstörungen – ein Erfahrungsbericht

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel ist ein Erfahrungsbericht über die praktische Umsetzung des Trainingsraum-Konzepts an einer weiterführenden Schule unter der Bezeichnung "Reflexionsraum". Unterrichtsstörungen: "Stop and go" statt "Flow" Kennen Sie einen Beruf, in dem man während der Ausübung der Arbeit so häufig mit Störungen konfrontiert wird wie im Lehrerberuf? Unterrichtsstörungen und der Umgang damit beschäftigen Lehrerinnen und Lehrer – mehr oder weniger – während des gesamten Berufslebens. Leidtragende sind aber nicht nur Lehrkräfte, sondern vor allem die lernbereiten Schülerinnen und Schüler, deren Recht auf ungestörten Unterricht durch Mitschülerinnen und Mitschüler verletzt wird. Dass eine Schulstunde nicht von einem "Flow", sondern von einem nervenzehrenden "Stop-and-go" geprägt wird, ist leider oft traurige Realität. Der Reflexionsraum als Instrument zum Umgang mit Unterrichtsstörungen Seit vielen Jahren versuchen Schulen mit dem sogenannten "Trainingsraum-Konzept", das ich selbst an einer weiterführenden Schule unter dem Namen "Reflexionsraum" kennengelernt habe, dem Problem der Unterrichtsstörungen zu begegnen, die Interessen der Lehrkräfte und der lernwilligen Schülerinnen und Schüler zu wahren und den Störenden nach einer strukturierten Aufarbeitung des Fehlverhaltens eine neue Chance zu geben. Um die wissenschaftliche Fundierung des "Trainingsraum-Konzepts", das unter anderem von Dr. Stefan Balke (Bielefeld) entwickelt wurde, soll es in meinem Fachartikel nicht gehen. Im Vordergrund steht vielmehr die praktische Umsetzung, die ich persönlich als Lehrer erlebt und mitgestaltet habe. Wichtig ist mir der Hinweis, dass die hier beschriebene Realisierung der Grundidee durchaus von der Praxis an anderen Schulen abweichen kann. Ein Ausdruck der individuellen Umsetzung ist beispielsweise die Verwendung des Begriffs "Reflexionsraum" anstelle von "Trainingsraum". Der Reflexionsraum lässt sich prägnant als Instrument zur Aufarbeitung von Unterrichtsstörungen bezeichnen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass es sich beim Reflexionsraum weder um eine "Therapieanstalt", noch um ein "Rausschmeißprogramm" für problematische Schülerinnen und Schüler handelt. Das Konzept basiert auf drei Prinzipien: Jede(r) Lernende hat das Recht, ungestört zu lernen. Jede Lehrkraft hat das Recht, ungestört zu unterrichten. Es ist eine elementare Aufgabe der Lehrkraft, die Interessen der lernwilligen Schülerinnen und Schüler zu vertreten. Die praktische Umsetzung lässt sich folgendermaßen beschreiben: Wer in einer Unterrichtssituation zum ersten Mal die Rechte anderer (siehe oben) verletzt, wird per Ermahnung daran erinnert und verpflichtet sich zur Einhaltung ("Gelbe Karte"). Wer seine Selbstverpflichtung nicht befolgt um zum zweiten Mal stört, wird in den Reflexionsraum geschickt ("Rote Karte"). Mit der Aufarbeitung der Störung im Reflexionsraum wird den Störenden signalisiert, dass dieses Verhalten ernst genommen wird. – Gleichzeitig kann der Unterricht im Sinne der lernwilligen Schülerinnen und Schüler fortgesetzt werden. Die schriftliche Reflexion wird der entsprechenden Fachlehrkraft übergeben, welche die Aufzeichnungen mit der Schülerin beziehungsweise dem Schüler bespricht. Gegebenenfalls wird der Inhalt der Reflexion mit der Klassenlehrkraft und der Schulsozialarbeit thematisiert. Die schriftliche Reflexion – Kern des Konzepts Jede Lehrkraft, die den Reflexionsraum nutzt, ist mit Laufzettel-Vordrucken ausgestattet, die bei Bedarf eingesetzt werden, um eine Störung zu dokumentieren. Dieser Laufzettel sollte folgende Angaben enthalten, die von der jeweiligen Fachlehrkraft eingetragen werden: Name der Schülerin beziehungsweise des Schülers Klasse Name oder Kürzel der Fachlehrkraft Datum, Schulstunde und Zeitpunkt der ausschlaggebenden Unterrichtsstörung Störungsart – beispielsweise: unaufgefordertes Sprechen, respektlose Äußerung, demonstrative Leistungsverweigerung, motorische Unruhe, unaufgefordertes Aufstehen, aggressives Verhalten (Felder zum Ankreuzen vereinfachen das Ausfüllen) Unterschrift der Fachlehrkraft Der störende Schüler oder die störende Schülerin geht mit dem Laufzettel direkt in den Reflexionsraum. Die Aufsichtskraft protokolliert den Zeitraum des Aufenthalts und unterschreibt den Laufzettel schließlich. Nun erhält die Schülerin beziehungsweise der Schüler die Anweisung, auf dem Laufzettel zu folgenden Punkten eine schriftliche Reflexion zu verfassen: Weshalb musste ich den Unterricht verlassen? Welche Auswirkung(en) hat mein Fehlverhalten für den Unterricht? Welche Ursache(n) hat mein Fehlverhalten? Ich verpflichte mich, mein Verhalten durch folgende Grundsätze zu verbessern: ... Mit seiner Unterschrift übernimmt die Schülerin beziehungsweise der Schüler Verantwortung für seine Reflexion. Selbstverständlich werden alle Angaben vertraulich behandelt. Der ausgefüllte Laufzettel bleibt bis zum Ende des Schultages im Reflexionsraum und wird von der letzten Aufsichtskraft in das Postfach der Lehrkraft gelegt, bei der die Störung stattgefunden hat. Die Aufsichtsperson überprüft die Seriosität der Reflexion (Ermessenssache) und schickt die Schülerin beziehungsweise den Schüler bei angemessener Reflexion in den Unterricht zurück. Die Verweigerung einer angemessenen Reflexion wird der Schulleitung gemeldet und führt zu Ordnungsmaßnahmen. Die Lehrkraft, die Aufsicht führt, kann die Zeit im Reflexionsraum, in der sie nicht "gefordert" wird, für Unterrichtsvorbereitungen beziehungsweise Korrekturen nutzen. Praktische Organisation Die praktische Umsetzung des Reflexionsraum-Konzepts basiert auf folgenden Organisationsprinzipien: Der Reflexionsraum ist täglich in der Kern-Unterrichtszeit (1. bis 6. Stunde) mit einer Lehrkraft besetzt. Alle Lehrerinnen und Lehrer haben die Möglichkeit, störende Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit in den Reflexionsraum zu schicken. Die störende Schülerin beziehungsweise der störende Schüler reflektiert im Reflexionsraum schriftlich über ihr beziehungsweise sein Fehlverhalten und wird spätestens in der Folgestunde wieder in den Unterricht der Klasse eingegliedert. Die den Reflexionsraum betreuende Lehrkraft protokolliert die Anwesenheit der Schülerin beziehungsweise des Schülers und leitet die schriftliche Reflexion an die jeweilige Fachkollegin oder den jeweiligen Fachkollegen weiter. Eine Reflexionsraumbeauftragte beziehungsweise ein Reflexionsraumbeauftragter wertet wöchentlich die Protokolle über die Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern im Reflexionsraum aus; diagnostizierte Auffälligkeiten werden bei Bedarf mit der Schulsozialarbeit besprochen. Der Einsatz einer Lehrkraft als Aufsicht Reflexionsraum beruht auf Freiwilligkeit. Die Anrechnung der Aufsichtstätigkeit wird schulintern geregelt – zum Beispiel: 1 Schulstunde Aufsicht = Anrechnung als 1/3 Stunde, (da kein Vorbereitungs- und Korrekturaufwand anfällt). Die zur Betreuung eingesetzten Lehrkräfte können die Zeit im Reflexionsraum unter Umständen auch zur eigenen Unterrichtsvorbereitung oder für Korrekturen nutzen. Auch die Nutzung des Reflexionsraums für Nachschreibklausuren ist im begrenzten Umfang möglich. Diese Funktionsweise wurde an meiner Schule durch ein Team in Absprache mit der Schulleitung erarbeitet. Zur Schulung der Aufsichtskräfte des Reflexionsraums fand im Vorfeld der Einführung (2008) eine Fortbildung mit (dem bereits erwähnten) Dr. Stefan Balke statt. Daran nahmen im Übrigen auch die Klassensprecherinnen und Klassensprecher teil. Im Folgenden möchte ich im Sinne eines "Erfahrungsberichts" aus meiner Praxis auf positive Effekte, aber auch auf Probleme und Herausforderungen bei der Umsetzung des Reflexionsraum-Konzepts eingehen. Ich bleibe aber bei der Problembeschreibung nicht stehen, sondern liefere jeweils erfahrungsbasierte Lösungsansätze. Positive Effekte Das Vorhandensein des Instruments Reflexionsraum hat in erster Linie eine Signalwirkung an die Schülerinnen und Schüler: Die Schule legt Wert auf gegenseitigen Respekt und nimmt dementsprechend Störungen ernst. Transparente Regeln und eine konsequente Umsetzung des Konzepts haben einen spürbaren positiven Effekt auf den Unterrichtsalltag. Bereits nach kurzer Zeit wird das Verfahren im Umgang mit Unterrichtsstörungen – "gelbe Karte", "rote Karte", Ausfüllen des Laufzettels durch die Lehrkraft, schriftliche Reflexion im Reflexionsraum - für alle Beteiligten zur Routine. Erfahrungsgemäß finden Unterrichtsstörungen vor allem am späten Vormittag statt, wenn bei vielen Lernenden die Konzentration nachlässt. Auch bestimmte Stressphasen im Verlauf eines Schuljahres – wie die hektische Zeit vor den Halbjahreszeugnissen – sind für viele Schülerinnen und Schüler eine besondere Belastung, die zu vermehrtem "Fehlverhalten" im Unterricht führen kann. Das Instrument Reflexionsraum hilft gerade in diesen Situationen, einen "Flow" des Unterrichts zu gewährleisten und die Rechte der Lehrkräfte sowie die lernbereiten Schülerinnen und Schüler zu wahren. Bewährt hat sich vor allem die Einschaltung der Schulsozialarbeit, wenn Schülerinnen und Schüler mehrfach in den Reflexionsraum geschickt wurden. Auf diese Weise lassen sich die Ursachen für das Fehlverhalten tiefgründig analysieren und auch nachhaltige pädagogische Konsequenzen ziehen. Insofern bietet ein Reflexionsraum eine hervorragende Chance, schulische und persönliche Probleme von Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und als Schule angemessen zu intervenieren. Probleme, Herausforderungen – und Antworten Trotz klarer Regeln lässt sich natürlich eine "Empörung" störender Schülerinnen und Schüler, die über ihr Fehlverhalten reflektieren müssen, nicht vermeiden. Ein Beispiel: "Kevin und Justin haben auch gestört, aber nur ich werde in den Reflexionsraum geschickt. Das ist unfair." – In dieser Situation hilft es, als Lehrkraft die Rolle eines "Schiedsrichters" einzunehmen, wie auf dem Fußballplatz: Pfiff ist Pfiff, auch wenn elf Spieler einer Mannschaft sich darüber aufregen. Eine Diskussion über die "Schiedsrichterentscheidung" findet nicht statt. Die Metaphern "gelbe Karte" und "rote Karte" unterstützen dieses Vorgehen in Anlehnung an den Sport. Bei der Umsetzung des Reflexionsraum-Konzepts kann es noch zu weiteren – viel grundsätzlicheren – Schwierigkeiten kommen: Selbst wenn eine große Mehrheit des Kollegiums dieses Instrument unterstützt und in der Praxis nutzt, kann es problematisch sein, Aufsichtskräfte zu rekrutieren, wenn der Einsatz im Reflexionsraum nicht gebührend angerechnet wird. – Die Anrechnung der Aufsicht sollte von der Schulleitung möglichst attraktiv gestaltet werden, mindestens mit 1/3 Stunde. Der Mehrwert eines Reflexionsraums für den Unterrichtsalltag rechtfertigt auf jeden Fall eine gewisse Ressourceninvestition. In den Händen der Schulleitung liegt es auch, dass Aufsichtskräfte im Reflexionsraum nicht für Vertretungen in anderen Klassen "abgezogen" werden, sodass der Raum plötzlich unbesetzt ist und Schülerinnen und Schüler "vor verschlossener Tür" stehen. – Auch in personell schwierigen Phasen des Schuljahres, beispielsweise bei hohem Krankenstand im Kollegium oder bei Abschlussprüfungen, sollte der Reflexionsraum besetzt bleiben, um das Konzept nicht zu verwässern. Ebenso ist es erforderlich, beim Ausfall einer Aufsichtskraft eine Vertretung einzusetzen. Schließlich sollte die eventuell gewährte Möglichkeit, den Reflexionsraum für Nachschreibarbeiten zu nutzen, nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden. – Der Erfolg des Konzepts hängt davon ab, dass der Reflexionsraum nicht für andere Zwecke "missbraucht" wird. Dies sollte dem Kollegium stets bewusst sein. Fazit Stimmen die organisatorischen Rahmenbedingungen – fester Raum, festes Team, klare Regeln – und findet das Konzept im Kollegium ernsthafte Unterstützung, kann ein Reflexionsraum seine positive Wirkung als Instrument zur nachhaltigen Optimierung des Unterrichtsklimas voll entfalten. Dies verbessert nicht nur den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, sondern erleichtert auch die Berufsausübung der Pädagoginnen und Pädagogen. Von einem "Flow" im Unterricht profitieren letztlich alle Beteiligten im Klassenraum. Weiterführende Literatur Bründel, H. und Simon, E.: Die Trainingsraum-Methode. Unterrichtsstörungen – klare Regeln, klare Konsequenzen, Beltz-Verlag, 2013. Staufenbiel, C.: Der Trainingsraum. Ein Konzept zum Umgang mit Unterrichtsstörungen, Grin-Verlag, 2015 (Examensarbeit).

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