Die Zeitformen im Latein-Unterricht: das Perfekt
Interaktives / Video / Kopiervorlage
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In diesem Arbeitsmaterial beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der lateinischen Zeitform Perfekt, einem Tempus mit einer hohen Dichte an Variationen und Unregelmäßigkeiten in den Verbformen. Ein Lernvideo bietet Hilfestellung und Erklärungen und anhand interaktiver Übungen wird das Gelernte gefestigt. Das Arbeitsmaterial ermöglicht es Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, das Perfekt spielerisch näherzubringen. Die Grundstrukturen der lateinischen Zeitform sollten den Lernenden bereits vor dem Einsatz des Materials bekannt sein, denn das Arbeitsmaterial eignet sich besonders gut als Intensivierungs- oder Wiederholungsstunde. Es kann aber auch bei leistungsstärkeren Klassen dazu verwendet werden, um das Tempus von Beginn an in einer ansprechenden Form darzubieten. Das begleitende Lernvideo fungiert als auflockerndes Medium und unterstützt zugleich das Verständnis rund um die Bildung und Anwendung des Perfekts. Auch auf Unregelmäßigkeiten wird eingegangen. Es enthält zudem interaktive Elemente, die ein Passivwerden bei den Lernenden verhindern und eine konstant hohe Aufmerksamkeitsspanne fördern. Das Video eignet sich auch dazu, stückweise angeschaut zu werden und die verschiedenen Arten, das Perfekt zu bilden, nacheinander zu thematisieren. Die interaktiven Übungen überzeugen durch die Steigerung des Schwierigkeitsgrades. Während in der ersten Übung Stammformen mit unregelmäßiger Bildung oder ungewöhnlich lautenden Formen dem passenden Infinitiv zugeordnet werden sollen, beinhaltet die zweite interaktive Übung eine Mixtur aus den behandelten Inhalten. Dabei wurde auf eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Unregelmäßigkeiten geachtet. Der Lernerfolg stellt sich durch die Möglichkeit ein, die Übungen selbstständig zu bearbeiten und sie beliebig oft zu wiederholen. In beiden Übungen erhalten Lernende eine Rückmeldung über ihr Können. Zusätzlich sind beide Übungen auf zwei Schwierigkeitsstufen verfügbar. Ablauf der Unterrichtseinheit Zum Einstieg in die Einheit wird das Lernvideo im Plenum angeschaut. So erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Übersicht über das Thema der Stunde. Im Verlauf des Unterrichts können die Lernenden beliebig oft auf das Video zurückgreifen. In der Festigungsphase sind die Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt, mittels einer interaktiven Übung das Gelernte einzuüben. Der hier zu leistende Transfer wirkt Leichtsinnsfehlern und Ungenauigkeiten bei der Bearbeitung der interaktiven Übung entgegen. Bevorzugt soll die Übung in Einzelarbeit bearbeitet werden, um einen möglichst hohen Anteil an eigener Leistung überprüfen zu können. Nach einer Bearbeitungszeit von circa zehn bis 15 Minuten erfolgt die Besprechung der Übungen. Da die interaktiven Übungen über die Richtigkeit der Eingaben informieren, kann diese Zeitspanne genutzt werden, um etwaige Unklarheiten oder Nachfragen zu klären. Schwierig wahrgenommene Formen können an der Tafel festgehalten werden. So wird der Spagat zwischen digitalen und lehrkraftgeleiteten Inhalten geleistet und lernschwächere Schülerinnen und Schüler fallen nicht zurück. Ebenfalls erscheint es sinnvoll, einzelne Lernende ihre Lösungen präsentieren zu lassen, um einen schülerzentrierten Unterricht zu gewährleisten. Das Arbeitsblatt aus dem Download-Bereich sowie die zweite interaktive Übung sind als Hausaufgabe gedacht. Die intensive Einheit zur lateinischen Zeitform Perfekt kann dann mit der Hausaufgaben-Besprechung abgeschlossen werden, in der Unklarheiten angesprochen und Hilfestellungen gegeben werden sollen. Das Perfekt im Latein-Unterricht Im Lateinischen ist wohl eines der größten Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler der Gesichtspunkt der Grammatik, genauer gesagt die verschiedenen Tempora, die alle im Laufe des Spracherwerbs von den Schülerinnen und Schülern beherrscht werden müssen. Als das am häufigsten auftretende Tempus kann das Perfekt bezeichnet werden, das vor allem durch die zahlreichen andersartigen Bildungsweisen oft schwer mit nur einer Regel erklärt werden kann und demnach eine der größten potenziellen Fehlerquellen darstellt. Dieses Arbeitsmaterial möchte genau hierfür eine übersichtliche Lösung bieten, durch die es den angehenden Latinistinnen und Latinisten ermöglicht werden soll, ohne große Schwierigkeiten einen guten Überblick über das Perfekt zu erhalten. Didaktisch-methodische Analyse Mit viel Spaß und Anschaulichkeit wird das Ziel verfolgt, den Lernenden das Perfekt näherzubringen und es mit wenigen Übungen sowohl in der Schule als auch zu Hause präzise festigen zu können. Besonders soll der Fokus aber auf der Verständlichkeit und auf dem Lernerfolg der Lernenden liegen, damit sie nicht bereits im ersten oder zweiten Lernjahr Gefahr laufen, die Motivation zu verlieren. In diesem Zusammenhang kann es sich anbieten, das Video stückweise zu schauen und die verschiedenen Arten der Perfekt-Bildung kennenzulernen, um gegebenenfalls einer Überforderung vorzubeugen. In diesem Zusammenhang wird außerdem einer Binnendifferenzierung Rechnung getragen: Schülerinnen und Schüler können in eigenem Tempo Video und Aufgaben bearbeiten. In einer Mischung aus Interaktion, eigenverantwortlichem Lernen und Hilfestellungen durch die Lehrkraft soll ein optimales Lernklima erzeugt werden, in dem große Lernfortschritte für jede Schülerin und jeden Schüler erzielbar sind. Auch durch die Möglichkeit der Tandemarbeit kann die soziale Kompetenz geschult werden. Ein reger Austausch und die ständige Progression erschweren ein Passivwerden. Das begleitende Arbeitsblatt kann sehr gut als Zusatz am Ende der Stunde verwendet werden und fungiert zugleich als Sicherung und Orientierung für die Lernenden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, genau auf die lateinische Sprache und deren Endungen zu achten, und erweitern somit ihren Blick für die Sprache. erhalten einen tieferen Einblick in das Sprach- und Grammatiksystem und lernen dessen Funktionsweise sowie Ausnahmen kennen. lernen, das neu erworbene Wissen anzuwenden und in anderen Kontexten modifiziert zu dechiffrieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, Informationen aus dem Lernvideo zu analysieren, auszuwerten und für ihr eigenes Handeln nutzbar zu machen. lernen, bei eigenständiger Bearbeitung, Informationen aus der digitalen Umgebung zu sichern, abzurufen, angemessen anzuwenden und das Gelernte strukturiert aufzubewahren. wenden die Vergangenheitsregeln in einer digitalen Umgebung an. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nehmen auf Mitschülerinnen und Mitschüler Rücksicht und verhalten sich während einer Abfrage fair und angemessen. werden in einer Partnerarbeit helfend und unterstützend tätig. lernen durch eine angenehme Fehler-Kultur, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen und vermitteln diesen Eindruck an schwächere Lernende, sodass eine positive Lern-Atmosphäre entsteht, in der das Miteinander durch die hohe Dichte an Gruppen- und Plenumsarbeit im Vordergrund steht.