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Nachwachsende Rohstoffe und Klimaschutz

Unterrichtseinheit

Rohstoffe, die nachwachsen. Das klingt vielversprechend. Aber können diese Rohstoffe die Erwartungen an sie erfüllen? Wie sieht zum Beispiel die CO2-Bilanz aus? Dieser WebQuest, der im Rahmen des Ch@t der Welten von InWEnt in Kooperation mit der Universität Frankfurt entwickelt wurde, lässt Schülerinnen und Schüler gezielt nachforschen.Der globale Klimawandel gilt als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Der weltweite Temperaturanstieg und die Zunahme von Fluten, Dürren und Stürmen sind Anzeichen dieses Klimawandels. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die vergleichsweise rasche Erwärmung der Erdatmosphäre auf den vermehrten Ausstoß von Kohlendioxid durch die Verwendung von fossilen Brennstoffen, wie zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas, zurückzuführen ist. Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den so genannten Nachwachsenden Rohstoffen (NAWARO) zu? Welche Chancen bringen NAWARO für die Landwirtschaft in Deutschland und für Entwicklungsländer und welche Folgen bringt ein vermehrter Einsatz von NAWARO für die Umwelt mit sich? Erkunden Sie die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Folgen des Einsatzes Nachwachsender Rohstoffe mithilfe dieses WebQuest. Zielsetzung und Ansatz des WebQuests Dieser WebQuest leitet die Schülerinnen und Schüler auf ausgewählte Internetseiten zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe und Klimaschutz ". Durch die vorher sorgfältig ausgewählten Quellen werden die Lernenden zum einen schneller zu relevanten Informationen geleitet, zum anderen wird verhindert, dass sie sich im WorldWideWeb "verirren". Aufbau des WebQuests Der WebQuest "Nachwachsende Rohstoffe und Klimaschutz" gliedert sich in Einleitung, Aufgabe, Vorgehen, Materialien, Bewertung und Fazit. Einleitung Die Einleitung dient dazu, die Schülerinnen und Schüler auf das Thema einzustimmen. Aufgabe Hier wird die Aufgabe umrissen, wobei das zu bewältigende Projekt im Zentrum steht. Meist wird die Art, wie die gefundene Lösung präsentiert werden soll, genannt, die Schritte dorthin werden hingegen nicht erläutert. Die Präsentation kann als Plakat, als Rollenspiel oder Theaterstück, als Ausstellung oder in Form einer digitalen Präsentation erfolgen. Vorgehen Die Schritte, die zur Bewältigung der Aufgabe erforderlich sind, werden hier beschrieben. Dabei sollte nicht mehr als nötig vorgegeben werden. Kann der Kurs sehr frei arbeiten, braucht man nur wenige Hinweise. Andere Kurse benötigen detaillierte Anweisungen. Der Umgang mit Material und Quellen, Suche und Bearbeitung von Informationen, konkrete Fragen und Anweisungen, Art der Zusammenarbeit sowie der Präsentation werden hier beschrieben. Bewertung Die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler werden hier tabellarisch dargestellt. Die Lernenden erfahren so schon zu Beginn ihrer Arbeit die Kriterien, die zur Bewertung ihrer Arbeit verwendet werden. Dies kann von den Schülerinnen und Schülern als Hilfestellung genutzt werden, um die Erwartung des Lehrers oder der Lehrerin an das Produkt zu erfüllen. Wir haben uns auf zwei Niveaus beschränkt, die eher gute und sehr gute Leistungen beschreiben. Fazit Günstigerweise ist das Fazit mit der Einleitung inhaltlich verbunden und kann so einen Ausblick auf weitere interessante Fragen oder einen Anschluss an die Lebenswelt bilden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, welchen Beitrag Nachwachsende Rohstoffe zum Klimaschutz leisten können. die Chancen abschätzen können, welche die Nachwachsenden Rohstoffe für die Landwirtschaft bringen. die Folgen der vermehrten Nutzung Nachwachsender Rohstoffe für die Umwelt kennen lernen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Internet als Informationsquelle nutzen. ihre Recherche-Ergebnisse angemessen zusammenfassen und ansprechend präsentieren. Thema Nachwachsende Rohstoffe und Klimaschutz Autor Prof. Dr. Volker Albrecht Fach Politik/SoWi, Geographie Zielgruppe Jahrgangsstufen 11 bis 13 Zeitraum circa 4 Unterrichtsstunden, gegebenenfalls kommt die Zeit für eine Exkursion hinzu Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang, Präsentationssoftware

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Segmenti: Lese- und Rechtschreibtraining mit Morphemen

Fachartikel

Segmenti will Schülerinnen und Schüler mithilfe von attraktiven Spielen dazu motivieren, sich selbstständig mit den häufigsten Strukturen der deutschen Orthografie auseinanderzusetzen. Das Programm ist kostenlos erhältlich und wurde gezielt zum selbstständigen Lernen entwickelt. Bei Rechtschreibschwierigkeiten in der Sekundarstufe wurden oft die orthografischen Strukturen noch nicht erkannt - auf diese will Segmenti die Aufmerksamkeit lenken. Durch spielerisches Üben sollen die Schülerinnen und Schüler diese Strukturen verinnerlichen. Es handelt sich also nicht so sehr um ein Üben des individuellen Fehlerwortes als vielmehr um ein Verinnerlichen der übergreifenden Regelhaftigkeiten. Dieses Vorgehen geht viel weiter als ein bloßes Rechtschreibtraining der Fehlerwörter und unterstützt den Transfer.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ

fosbosenglisch.de: Sprachliche Fähigkeiten verbessern

Fachartikel

Die Seite www.fosbosenglisch.de richtet sich vornehmlich an Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Oberstufe die die Fachhochschulreife beziehungsweise die Allgemeine Hochschulreife erlangen wollen. Das Angebot kann aber auch für Lernende anderer Schularten eine Fundgrube sein. Die Website, die fortlaufend überarbeitet, ergänzt und ausgebaut wird, bietet umfangreiches Material zu den im Fach Englisch üblichen Prüfungsformaten. Insbesondere im Bereich "Writing" werden zahlreiche ausgearbeitete und kommentierte Beispiele, etwa zur Bildbeschreibung (Cartoon, Foto, Zeichnung), zur Beschreibung sämtlicher Statistik-Varianten (Tortendiagramm, Säulendiagramm, Kurve, Tabelle) sowie zum Thema "Composition" und "Letter" zur Verfügung gestellt.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Informationstechnik / Pädagogik / Fächerübergreifend

Die spannende Welt der Batterien

Unterrichtseinheit

Das Lehrmaterial der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem für Batterien (GRS Batterien) liefert Antworten auf alle Fragen rund um die Funktion, Systematik und Entsorgung der "starken Typen" und gibt anhand von verständlichen Beispielen einen faszinierenden Einblick in die spannende Welt der Batterien.Da für Schülerinnen und Schüler ein Leben ohne Smartphone, Laptop und andere Endgeräte unvorstellbar ist, gehört der praktische "Strom to go" selbstverständlich zu ihrem Alltag. Welche chemischen Prozesse in den kleinen Energiebündeln ablaufen, warum ein Smartphone ohne Stromkabel funktioniert und ein Akku wieder aufladbar ist – all dies erklärt die "spannende Welt der Batterien" mit zahlreichen Illustrationen. Hier wird gezeigt, wie Strom zu fließen beginnt, wie das Innenleben der Kraftpakete aussieht und welche unterschiedlichen Batterie-Systeme es gibt. Wichtige Begriffe wie Elektrolyt, Ionenstrom und Ampère werden in diesem Zusammenhang erläutert. Auch leere Batterien sind nicht nutzlos Nicht nur die Funktionsweise der Energiespender wird dargestellt. Es wird erklärt, dass Batterien und Akkus im leeren Zustand alles andere als nutzlos sind. In ihnen stecken wertvolle Rohstoffe wie Zink, Eisen und Mangan, die recycelt und vielseitig wiederverwendet werden können. Die leichteste Umweltschutzübung der Welt GRS Batterien sammelt und verwertet die kleinen Kraftbündel und macht in seinem Lehrmaterial deutlich, wie einfach es für jede Schülerin und jeden Schüler ist, selbst einen Beitrag zum Batterie-Recycling – der leichtesten Umweltschutzübung der Welt – zu leisten. Recycling-Stationen der Batterie Sie lernen in der "spannenden Welt der Batterien", dass leere Energiespender nicht in den Hausmüll, sondern in die grüne BATT-Box im Handel gehören, warum sie vor dem Recycling sortiert werden müssen und wie die nützlichen Rohstoffe am Ende wieder gewonnen werden. In diesem Zusammenhang zeigt das Lehrmaterial, wie ein Hochofen aufgebaut ist und wofür die neugewonnenen Metalle eingesetzt werden. Spielerisch das Wissen testen Im Vordergrund der "spannenden Welt der Batterien" steht die theoretische Wissensvermittlung in Kombination mit praktischen Versuchen. In jede Wissenseinheit sind Experimente, Lernspiele und Rätselaufgaben integriert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Anleitung zum Bau einer Kartoffel-Batterie und im "Buchstaben-Recycling" werden neu gelernte Begriffe rund um Batterien abgefragt. Auf der letzten Seite des Lehrmaterials findet sich als Abschluss ein Rätsel, bei dem die Lernenden beweisen können, dass sie das Zeug zum Batterie-Experten haben.

  • Physik / Astronomie / Chemie / Natur & Umwelt
  • Sekundarstufe I

Keine Angst vor dem Internet!

Fall des Monats

In der Nelly-Sachs-Gesamtschule sollen zukünftig digitale Medien im Unterricht genutzt werden. Nun diskutieren die Lehrkräfte über die Tragweite der Aufsichtspflicht für den Interneteinsatz in der Schule. Anna Lanius, die Schulleiterin der Nelly-Sachs-Gesamtschule in Weimar, teilt ihrem Kollegium mit, dass sie die Medienkompetenz an ihrer Schule fördern möchte. Ein örtlicher Sponsor hat die Schule mit 30 modernen Computern ausgestattet, diese sollen nun an das Internet angeschlossen werden. Doch eine Lehrkraft hat Bedenken und fragt sich, wer die Verantwortung für die Internetnutzung durch die Schülerinnen und Schüler trägt: Alleine die Schulleitung oder im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht auch die Lehrkräfte? Es entbrennt im Kollegium eine lautstarke Diskussion, die aber zu keinem klaren Ergebnis führt. Damit sich dies nicht in Ihrer Schule wiederholt, zeigen wir Ihnen, wer die Verantwortung für den Interneteinsatz in der Schule trägt und ob sich diese auch auf die Nutzung außerhalb des Unterrichts erstreckt.

  • Fächerübergreifend

Wundertafel – in die Zukunft blicken

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird die Wundertafel vorgestellt, mit der esoterische Methoden der Wahrsagerei kritisch reflektiert werden.Sich die Zukunft voraussagen zu lassen, übt nicht nur auf leichtgläubige Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe eine große Faszination aus. Es fordert auch den kritisch-analytischen Verstand älterer Lernender bis in die Oberstufe beziehungsweise Berufsschule hinein, um die esoterische Methode der Wahrsagerei kritisch zu reflektieren. Das Modell der "Wundertafel", die nach (stillem) Stellen einer persönlichen Frage und durch fünfschrittiges Abzählen der Buchstaben auf der Wahrsagetafel eine philosophisch passende Antwort gibt, wurde für diese Unterrichtseinheit in digitaler Form zur eigenen Konstruktion durch die Lernenden konzipiert.Man kann die Wundertafel sowohl im Religions- als auch Philosophieunterricht benutzen und somit induktiv in die Behandlung des Themas Esoterik/Okkultismus einsteigen. Dabei machen das übersichtliche Layout und die einfache Bedienung das Programm auch für jüngere und medial ungeübte Schülerinnen und Schüler interessant. Der Ablauf der Unterrichtseinheit Zur Einstimmung kündigt die Lehrkraft der Klasse eine Wundertafel an, mit deren Hilfe die Lernenden Antworten auf persönliche oder geheime Fragen ihres Lebens erhalten könnten. Der Ablauf der Unterrichtseinheit - Teil 2 Der Vorteil der eigenen Konstruktion der Wundertafeln liegt im sprachlichen Bereich vor allem in der Nähe zur schülergerechten Sprache. Die Schülerinnen und Schüler lernen eine angebliche Wundertafel kennen, die ihnen philosophische Antworten auf ihre geheimsten Fragen geben kann. konstruieren selbst Wundertafeln, um sich des Prinzips der mathematischen Konstruktion dieser Wahrsagerei-Methode bewusst zu werden. reflektieren Zweck, Mittel und Wirkung esoterischer Praktiken am exemplarischen Beispiel der Wundertafel. Einstimmung ins Thema Durch eine optisch-olfaktorisch passende Umgebung, beispielsweise Kerzenlicht, einen leicht verdunkelter Raum, Meditationsmusik, Räucherstäbchen oder Aromakerzen, und eine ruhig-konzentrierte Atmosphäre im Klassen- oder Kursraum kann man der Thematik eine passend esoterisch/okkulte Färbung geben. Die Schülerinnen und Schüler sollen in stiller Konzentration Fragen über ihr Leben, ihre Zukunft oder eine anstehende Entscheidung stellen. Anschließend erhalten sie Arbeitsblatt 1 als Wundertafel ausgehändigt. Die Wundertafel wird benutzt ... Mit ihrem Finger sollen sie nun über die Buchstaben kreisen und in einem intuitiv wichtigen Moment auf einen der vorliegenden Buchstaben tippen. Jetzt sollen sie diesen und von hier aus jeden fünften Buchstaben über alle Reihen hinweg abzählen und jeweils auf einem extra Blatt notieren. Die sich so ergebende Antwort muss als "Schleife" gelesen werden. Das heißt, Anfang und Ende des Satzes und der darin stehenden Wörter muss gegebenenfalls etwas neu getrennt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden jedoch bei wiederholtem Tippen und eventuellem Einzeichnen der abgezählten Buchstaben auf die Lösung der Wundertafel kommen, dass es sich um fünf symmetrisch angeordnete, vorbereitete Lösungssätze handelt, die sich dementsprechend in ihrer Antwort für jeden Lernenden wiederholen. und sogleich entschlüsselt Die Anordnung der Buchstaben erfolgt mathematisch gesprochen nach dem im Bild dargestellten System: Die Buchstaben 1 bis 19 ergeben den ersten Lösungssatz, die Buchstabenfolge 21 bis 39 den zweiten und so weiter. Hier kann bereits eine erste Reflexion über das eigene Verhalten bei der Durchführung der Übung erfolgen, die anschließend zu einer Reflexion über den Umgang und die Erwartungshaltung gegenüber esoterischen Methoden verallgemeinert werden kann. Eine Wundertafel selbst erstellen Die zweite Unterrichtsstunde, idealerweise die zweite Hälfte einer Doppelstunde, dient dem sachlichen, konstruktiv-kritischen Umgang mit der Thematik. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren selbst spielerisch Wundertafeln mithilfe des vorbereiteten Programms. Hierbei öffnet sich beim Starten des "Wundertafel"-Programms zunächst ein Eingabefeld mit fünf möglichen Lösungssätzen mit jeweils 20 Buchstaben. Passende Antworten erfinden Die Schülerinnen und Schüler müssen sich nun fünf grammatisch sinnvolle und orthografisch korrekte Antworten aussuchen, die idealerweise möglichst allgemein und philosophisch "wertvoll" klingen. Sollten sie nicht in der Lage sein, sich fünf eigene (neue) Sätze auszudenken, können sie gegebenenfalls auf einige bereits bekannte aus der Beispiel-Wundertafel (Arbeitsblatt 2) zurückgreifen. Zur besseren Bedienung zählen die Reihen dabei die Anzahl der Buchstaben zurück, sodass sie am Ende der jeweiligen Reihe sehen, wie viele Kästchen sie noch auszufüllen haben. In jedem Feld können bis zu drei Buchstaben (also auch Doppellaute, Vorsilben und so weiter) "gepresst" werden, um die Antworten etwas flexibler konstruieren zu können. Endprodukt ausdrucken Anschließend bestätigen die Lernenden die Eingabe, die durchgängig nur in Großbuchstaben erfolgt, und erhalten eine grafisch nur leicht aufbereitete Wundertafel, die beim Ausdruck für Mitlernenden jedoch kaum mehr Druckertoner benötigt als eine farblose Untermalung. Die farbige Gestaltung auf dem Computerlayout dient einzig der Motivation der Schülerinnen und Schüler. Weitergabe an Mitlernende Nach der Eingabe der Buchstaben kann das Programm durch die Befehle "Drucken" ausgedruckt, "NEU" neu gestartet oder "BEENDEN" beendet werden. Die Autorinnen und Autoren können damit ihre Ergebnisse ausdrucken und an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler verteilen, die die Befragung wiederholen und die Lösungssätze der anderen unter die Tafel notieren können. Als Beispiele können die Ergebnisse einer neunten Jahrgangsstufe dienen, die in Arbeitsblatt 2 enthalten sind. Die Jugendlichen greifen Antworten auf, die sie in ihrem eigenen Wortschatz und zu möglichen Themen ihrer eigenen Lebenswelt finden. Durch den deduktiven Zugang erleben sie die mögliche Faszination solcher Praktiken, die sie anschließend selbst als Zauber- beziehungsweise mathematischen Trick entlarven. Das Modell einer Wahrsagetafel findet sich in einem Arbeitsheft des Halbfas-Religionsbuches. Hier heißt es als Erläuterung, Wahrsagetafeln hätten eine mehrtausendjährige Tradition und seien im Zusammenspiel von "Zahlen, Buchstaben und astrologischen Berechnungen" bereits im Alten Orient bekannt gewesen. Wie bereits zu Beginn angedeutet, kann die Thematik als Einstieg in das Thema Esoterik beziehungsweise Okkultismus genutzt und weiterführend Stellungnahmen Jugendlicher oder Bibelstellen zum Thema (Arbeitsblatt 3) besprochen werden. Anschließend an die Übung zur Wundertafel könnte man daher in Gruppenarbeit diverse okkulte Techniken definieren und präsentieren lassen, jeweils verbunden mit einer von der Praxis der Wundertafel abgeleiteten Kritik an diesen Handlungen (Arbeitsblatt 4) und, vertiefend, Stellungnahmen der Bibel (Arbeitsblatt 5). In einem Wiki okkulte Techniken definieren Bei den Definition durch die Lernenden ist darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst knapp und paraphrasierend formulieren. Nur so können die anderen Klassen- oder Kursmitglieder die Ergebnisse anschließend zeitökonomisch lesen und verstehen. Außerdem schult man dadurch den Umgang mit der Informationsflut des Internet und regt die Jugendlichen dazu an, Themen auf ihrem eigenen sprachlichen Niveau und, der Wiki-Funktion entsprechend, in kurzen Lexikonartikel aufzubereiten. Eine mediendidaktische Alternative für eine Doppelstunde wäre daher auch die Präsentation der (Kurz-)Definitionen esoterischer Praktiken im Rahmen eines Wiki-Eintrags. Per Chat und Forum interaktiv austauschen Anschließend könnten alle Lernenden gegenseitig gruppenteilig die Artikel Korrektur lesen und sich im Chat über mögliche offene Fragen, Rechtschreib- oder Ausdrucksfehler verständigen. Nach einer Revision der Artikel, die sodann alle Gruppenmitglieder lesen sollten, könnte ein interaktiver Austausch über die gewonnenen Erkenntnisse im Forum erfolgen. Ergebnisse werden so gesichert und können gegebenfalls in einer weiterführenden Unterrichtsstunde fortgesetzt oder aufgegriffen werden. Zudem dient diese Rückmeldung einer Ergebnissicherung, bei der die Lehrkraft nachverfolgen kann, inwieweit alle Gruppen sich aktiv an der Diskussion beteiligt haben und wie eigenständig die Fähigkeit zur Reflexion der Fragestellung erfolgte. Die weiterführende Aufgabe des Vergleichs mit biblischen Aussagen gegen übernatürliche Praktiken kann anschließend als schriftliche Hausaufgabe gegeben werden (Arbeitsblatt 5).

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Energie-Detektive in der Schule

Unterrichtseinheit

Angesichts der hohen Zukunftsbedeutung des Klimawandels, gerade für die Generation der heutigen Kinder, und ihrer hohen Bereitschaft, beim Energiesparen aktiv zu werden, sollte dieses wichtige Thema schon im Grundschulalter einen zentralen Platz einnehmen. Der Klimawandel wird unser weiteres Leben und vor allem das der Kinder immer stärker prägen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Kinder schon früh damit auseinandersetzen, welchen Einfluss sie auf die weitere Entwicklung des Klimas haben. So können beispielsweise durch das Einsparen von Energie die Kohlenstoffdioxid-Emissionen gesenkt werden. Die Schule ist ein geeigneter Ort, um die Kinder frühzeitig auf die Suche zu schicken, wo sie Wärme, Wasser und Strom verbrauchen und vor allem, wo und wie sie diese einsparen können. Hierzu bieten wir kindgerechte Materialien an, um Energie-Detektive in der Schule einzuführen und sie zu informieren, was sie tun können, um den Energie- und Wasserverbrauch in ihrer direkten Umgebung (in der Schule oder auch zu Hause) zu senken. Die Einführung in die Aufgaben der Energie-Detektive bietet einen sehr guten und einfachen Einstieg in das Thema Energiesparen und Klimaschutz. Die Kinder erfahren, wo in ihrer direkten Umgebung Strom, Wärme und Wasser genutzt und verbraucht werden. Sie bekommen einfache und kindgerechte Hinweise, wie sie in ihrer Schule Energie und Wasser einsparen können. Dabei ist es wichtig, dies nicht als einmalige Aktion sondern als nachhaltige Aufgabe wie zum Beispiel Tafel- oder Kakaodienst zu begreifen und immer wieder zu überlegen, wie die Arbeit der Detektive noch verbessert und unterstützt werden kann (zum Beispiel durch Poster, Wettbewerbe, Buttons). Unterrichtsverlauf Die Einführung des Themas kann durch einen Film, den Kinder aus Bremerhaven gedreht haben, stattfinden. Darüber hinaus stehen weitere Materialien zur Verfügung. Links zum Thema Hier finden Sie eine Liste von Internetadressen, die für die Bearbeitung der Unterrichtseinheit notwendig sind sowie Links zu weiterführenden Informationen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen verschiedene Formen der Energienutzung (Strom, Wärme) in Ihrer Schule kennen. wissen, wo an der Schule Wasser genutzt wird. die Aufgaben der Energie-Detektive für Strom, Wasser und Wärme kennen. wissen, wer in der Klasse die Aufgabe als Energie-Detektiv für Strom-, Wasser- und Heizung übernommen hat und kontrollieren, ob diese erfüllt werden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zur Thematik aus einem Film entnehmen und die wesentlichen Aufgaben der Energie-Detektive kennen lernen. die Nutzung von Erneuerbarer Energie als weitere Möglichkeit zum Klimaschutz kennen lernen. Gestaltungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen überlegen, wie sie die Arbeit der Energie-Detektive unterstützen können, zum Beispiel durch Poster, Teamarbeit oder regelmäßige Treffen der Energie-Detektive. Rollenspiel Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich in einem Vorgespräch auf das Thema Energiesparen vor. Die zentrale Frage hierfür lautet: "Warum ist es wichtig für uns alle, Energie einzusparen?" Als Einstieg kann auch ein Rollenspiel durchgeführt werden, zum Beispiel zu der Frage "Denkt Euch in die Rolle des Stromfressers und überlegt, wo und wie er aktiv wird in Eurer direkten Umgebung?" Die Rollen könnten folgendermaßen verteilt sein: Familie mit Kindern, Elektrogeräte, Stromfresser, Energie-Detektive. Die Kinder könnten als Einstieg auch Bilder zum Einsatz elektrischer Energie malen, einzeln oder in einer Kleingruppe. Film als ansprechender Einstieg Zum Ende der Einführung können sich die Kinder den Film "Energie-Detektive" (circa sieben Minuten) ansehen. Er bietet einen kurzweiligen Einstieg in das Thema und macht klar, welche Aufgaben Energie-Detektive haben. Die Infoblätter und das Namensblatt können anschließend in jeder Klasse aufgehängt werden und sind jeden Tag als Information zugänglich. Über das Energiesparen ergibt sich gleichzeitig auch ein Einstieg in die Themen "Klimawandel" und "Treibhauseffekt", die gesondert und intensiver bearbeitet werden sollten (siehe Unterrichtseinheit Unsichtbarer Feind - auf den Spuren des Klimawandels ). Es ergeben sich auch Möglichkeiten, die Funktion und Arbeitsweise von Elektrogeräten aufzugreifen und zu untersuchen, wieviel Energie sie täglich oder für einzelne Arbeiten benötigen. Anschließend können die Kinder in Gruppen klären, welches die konkreten Aufgaben der Strom-, Wasser- und Heizungs-Detektive sind. Als Informationsquellen stehen ihnen Arbeitsblätter mit Erklärungen für die drei Bereiche zur Verfügung. Dann könnten sie sich in der Schule auf die Suche begeben, wo überall Wasser, Wärme und Strom verbraucht werden. Im nächsten Schritt gilt es, zu überlegen, wie bei diesen Verbrauchern sinnvoll gespart werden kann. Vor allem das Thema Heizung (Thermostatventile, kontrolliertes Lüften) erfordert auch die Rücksprache mit der Lehrerin oder dem Lehrer, zum Beispiel wenn es um das Ab- oder Andrehen von Heizungsventilen geht. In einer weiteren Doppelstunde könnten die zentralen Begriffe zum Klimawandel und Treibhauseffekt (Kohlenstoffdioxid, was ist das und wo kommt es her?) erarbeitet werden mit konkreten Vorschlägen, was wir im Alltag zum Klimaschutz beitragen können. Zur Einführung in das Thema kann die Unterrichtseinheit ~ili"Unsichtbarer Feind"~787449~, die sich auf den gleichnamigen Film bezieht genutzt werden. Auch können Versuche zum Energieverbrauch konkreter Geräte (Energie-Monitor, Messungen, Standby-Verbrauch…) oder auch zum Treibhauseffekt durchgeführt werden.

  • Technik / Sache & Technik / Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie
  • Elementarbildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Spezieller Förderbedarf, Berufliche Bildung

Der Wahl-O-Mat im Unterricht

Unterrichtseinheit

Wahlrechtsreform und Verkleinerung des Bundestags: Im Wahljahr 2025 ist vieles neu beim Wahl-O-Mat. Zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 hat die Bundeszentrale für politische Bildung wieder den Wahl-O-Mat online geschaltet. Auf zahlreiche Nachfragen von Lehrerinnen und Lehrern, die den Wahl-O-Mat in der Schule einsetzen möchten, hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) Unterrichtsbausteine erstellen lassen. Für Eilige gibt es Kurzmodule zum Einsatz des Wahl-O-Mat in einer Unterrichtsstunde und "best practices" aus der Schulpraxis. In kleinen Projekten können Lerngruppen sich mit ihren Partei-Images und den Themen des Wahlkampfs auseinandersetzen, politische Diskussionen gestalten oder selbst einen "Mini-Wahl-O-Mat" entwickeln. Die zur Verfügung stehenden Unterrichtsbausteine nehmen die innere Dynamik des Wahl-O-Mat auf, um sie im Unterricht für die weitere Bearbeitung von inhaltlichen Aspekten und sozialen Kompetenzen nutzbar zu machen. Im Zentrum der Unterrichtsbausteine steht der Wahl-O-Mat, dessen Einsatzmöglichkeit im Unterricht der Baustein "Wahl-O-Mat im Unterricht" beschreibt. Drei Hauptaspekte werden mit dem Einsatz des Wahl-O-Mat aufgegriffen: Motivation Der Wahl-O-Mat bietet durch die Internetpräsenz und durch seinen spielerischen Ablauf eine hohe Motivation, ihn auch mehrfach zu durchlaufen. Dies wird vor allem dadurch verstärkt, dass die Nutzerinnen und Nutzer direkt angesprochen werden, um zu unterschiedlichen Fragestellungen eigene Position zu beziehen. Wahrnehmung und Wahlmotive Im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Einsatz des Wahl-O-Mat sollten die Erwartungsdifferenzen der Nutzerinnen und Nutzer thematisiert werden. Wie habe ich die Parteien eingeschätzt und welche Positionen haben sie zu den Thesen tatsächlich eingenommen? Wodurch wird die eigene Wahlentscheidung geprägt (Familie, Peergroup, Werbung, Information et cetera)? Weiterführende Informationen Fehlende Informationen beim Durchlauf des Wahl-O-Mat können als Impuls aufgegriffen und vielfältig in die bereits vorhandene Unterrichtsplanung eingebunden werden. Umfangreiches Unterrichtsmaterial zum Wahl-O-Mat Zahlreiche Unterrichtsbausteine zum Wahl-O-Mat gibt es für die Jahrgangsstufen 10 bis 13, von einer Unterrichtseinheit für eine Schulstunde bis zum Klassenprojekt. Dazu kommen weitere Informationsmaterialien und Online-Lernspiele. Beispielhafte Unterrichtsprojekte Die folgenden Beispiele sind für die Projektarbeit und den fächerübergeifenden Unterricht vorgesehen und werden hier zum Download angeboten:

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II

Roberta - ein Projekt zur Mädchenförderung

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt das Roberta-Projekt vor, welches unter dem Motto "Mädchen erobern Roboter" bei Mädchen und jungen Frauen mithilfe eines ganz besonderen LEGO-Bausteins Interesse für Technik, Naturwissenschaften und Informatik weckt und das Verständnis für technische Systeme fördert. Im Informatikunterricht der Sekundarstufe I ist es immer wieder eine Herausforderung, Themengebiete zu erarbeiten, die den inhaltlichen Anforderungen des Informatikunterrichts entsprechen, die die Interessen der Lernenden befriedigen, eine handlungsorientierte Auseinandersetzung mit einem theoretischen Problem ermöglichen und sich technisch einfach umsetzen lassen. Roberta, ein Projekt des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin bei Bonn, bietet diese Möglichkeiten und spricht dabei ganz gezielt Schülerinnen an.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co.

Das Spektrum der Wega

Unterrichtseinheit

Vor etwas mehr als 100 Jahren erhielten die Astronomen die Möglichkeit, auf der Grundlage von Sternspektren die Physik der Sternatmosphären zu erforschen. Der helle Stern Wega besitzt ein sehr übersichtliches Spektrum, für dessen Auswertung und Interpretation Kenntnisse der Oberstufen-Schulphysik genügen.In der Schulsternwarte der Geschwister-Scholl-Realschule in Betzdorf wurde das Spektrum des Sterns Wega im Sternbild Leier mit einem DADOS-Spektrographen der Firma Baader-Planetarium aufgenommen. Basierend auf dieser Aufnahme können unter Verwendung einer Energiesparlampe als Kalibrierlichtquelle die Wellenlängen der im Wega-Spektrum beobachtbaren Absorptionslinien vermessen werden. Für die Interpretation des Spektrums genügt die Kenntnis der wesentlichen Aussagen des Bohrschen Atommodells. Das in der vorliegenden Unterrichtseinheit beschriebene Vorgehen betrachtet die klassischen Themen Wellenoptik und Atommodelle des Oberstufenlehrplans Physik unter astrophysikalischem Aspekt und verknüpft sie mit modernen Methoden rechnergestützter Datenverarbeitung und Auswertung.Das alleinige Erstellen des Spektrums der Wega aus den beiden Bilddateien ("wega_spektrum.jpg" und "spektrum_ESL.jpg") lässt sich als isolierte Unterrichtseinheit auffassen. Man sollte dafür einen Zeitbedarf von zwei Unterrichtsstunden ansetzen. Sinnvoller erscheint es jedoch, die Thematik in einen übergeordneten Zusammenhang zu stellen. Dies erfordert Grundkenntnisse zur Emission beziehungsweise Absorption von Licht im Wasserstoffatom und zur Spektralklassifikation von Sternen. Die wesentlichen Informationen zu beiden Themen können Schülerinnen und Schüler im Internet recherchieren. Wenn allerdings, zum Beispiel aus Zeitgründen, auf eine Internetrecherche verzichtet werden soll, können die in diesem Beitrag dargestellten fachlichen Grundlagen (Datei "wegaspektrum_grundlagen.pdf") als eine kurze Einführung in die Thematik dienen. Grundlagen: Wasserstoffspektrum & Spektralklassen Zum Verständnis des Wega-Spektrums ist die Kenntnis der Theorie zur Lichtabsorption und -emission in Atomen erforderlich. Auch die Spektralklassen der Sterne sollten bekannt sein. Der Stern Wega Der noch junge, bläulich-weiße Stern der Spektralklasse A hat eine Lebenszeit von weniger als einem Zehntel unserer Sonne. Möglicherweise besitzt Wega einen Planeten. Vermessung der Absorptionslinien im Wega-Spektrum Die Verfahrensweise und das Ergebnis werden hier ausführlich vorgestellt und diskutiert. Alle Materialien zur Unterrichteinheit können Sie hier einzeln herunterladen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Lichtemission und Lichtabsorption im Bohrschen Atommodell beschreiben und erklären können. Grundlegendes zu den Spektralklassen der Sterne erfahren. verstehen, warum die Spektralklassensequenz der Sternspektren eine Temperatursequenz ist. wesentliche Eigenschaften des Sterns Wega kennen lernen. einen Gitterspektrographen anhand des bekannten Spektrums einer Energiesparlampe kalibrieren. aus einer digitalen Bilddatei das (Absorptions-)Spektrum des Sterns Wega in Form einer Funktion extrahieren, die jeder Wellenlänge im sichtbaren Bereich eine Intensität zuordnet. die Absorptionslinien im Wega-Spektrum als Linien der Balmerserie des atomaren Wasserstoffs erkennen. Thema Das Spektrum der Wega Autoren Peter Stinner, Steffen Urban Fach Physik, Astronomie, Astronomie-AGs Zielgruppe Jahrgangstufe 11-13 Zeitraum 2-5 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Rechner mit Internetzugang (Internetrecherche zu fachlichen Grundlagen und zur Auswertung der Spektren) Software Astroart oder kostenlose Astroart-Demoversion zur Erstellung von Intensitätsprofilen längs beliebiger gerader Linien in Bilddateien; Tabellenkalkulation (hier MS Excel) Steffen Urban ist Schüler der Jahrgangstufe 12 am Kopernikus-Gymnasium Wissen. In seiner Facharbeit beschäftigte er sich mit der Kalibrierung des DADOS-Spaltspektrographen. Das Bohrsche Atommodell Nach dem Bohrschen Atommodell gibt es für Elektronen in einem Atom oder Ion verschiedene diskrete Energieniveaus, so genannte Quantenzustände. Es ist nicht möglich, dass die Elektronenenergie Zwischenwerte annimmt. Niels Bohr (1885-1962) schrieb jedem dieser Zustände eine bestimmte Kreisbahn eines Elektrons um den Atomkern zu. Energieniveaus und Spektrallinienserien des Wasserstoffatoms Normalerweise hält sich das Elektron in einem Wasserstoffatom im Grundzustand auf (Quantenzahl: n = 1), also auf der Stufe mit der niedrigsten Energie. Der Begriff "Grundzustand" rührt daher, dass ein mittels Energiezufuhr auf einen höheren Zustand befördertes Elektron nach kurzer Zeit wieder in diesen Grundzustand zurückfällt. Theoretisch gibt es in einem Atom unendlich viele Quantenzustände für Elektronen, deren Energiedifferenzen mit größeren Quantenzahlen jedoch immer geringer werden, und deren Energien gegen einen bestimmten Wert, die Ionisationsgrenze, konvergieren. Wenn man die Gesamtenergie eines Elektrons im Wasserstoffatom an der Ionisierungsgrenze zu Null Elektronenvolt (eV) festlegt, dann hat es im Grundzustand eine Energie von -13,6 Elektronenvolt. Zur Ionisierung eines Wasserstoffatoms im Grundzustand ist also eine Mindestenergie von 13,6 Elektronenvolt erforderlich. Die Energieniveau-Schemata der Atome anderer Elemente sind deutlich komplizierter. Allen gemeinsam ist aber das Auftreten von diskreten Energieniveaus. Aufnahme und Abgabe von Energie in einem Atom Der Wechsel eines Elektrons zwischen zwei diskreten Energiestufen ist mit der Aufnahme oder der Abgabe von Energie verbunden. Dies erfolgt entweder strahlungslos durch eine Kollision mit einem anderen Teilchen, oder aber durch Absorption (Energie wird aufgenommen) oder Emission (Energie wird abgegeben) eines Lichtquants, eines so genannten Photons, der Energie W = h•f. Die Vorgänge der Aufnahme und Abgabe von Energie in einem Atom durch Elektronensprünge ("Quantensprünge") illustriert Abb. 2. Neben den im Wasserstoffatom existierenden Energiezuständen zeigt Abb. 1 auch, welche Übergänge zwischen solchen Zuständen möglich sind, das heißt welche Spektrallinien im Wasserstoffspektrum zu erwarten sind. Im sichtbaren Bereich des Spektrums liegen dabei ausschließlich Linien der Balmerserie. Damit Linien dieser Serie emittiert werden können, müssen Wasserstoffatome sich in einem Quantenzustand mit n = 3 oder höher befinden. Linien der Balmerserie treten im Absorptionsspektrum von Wasserstoff nur dann auf, wenn hinreichend viele Atome sich im Zustand mit n = 2 aufhalten. Wann und warum diese Bedingung von Sternen erfüllt wird, wird im Folgenden erläutert. Planck-Funktion und Absorptionsspektren Sterne existieren in einem sehr großen Oberflächen-Temperaturbereich von etwa 3.000 Kelvin bis über 100.000 Kelvin, wobei die Sonne an der Oberfläche etwa 6.000 Kelvin heiß ist. Sterne strahlen ihre Energie gemäß der Planck-Funktion ab, die in Abb. 3 (zur Vergrößerung bitte anklicken) logarithmisch dargestellt ist. Die Kurvenform ist temperaturunabhängig, die Maxima verschieben sich mit steigender Temperatur nach links. Dadurch erscheinen kühlere Sterne rötlich, heiße Sterne sind bläulich. Betrachtet man neben der spektralen Verteilung der abgestrahlten Energie die Spektren verschiedener Sterne, so erscheint die Situation auf den ersten Blick deutlich unübersichtlicher. Abb. 4 zeigt Spektren von sieben verschiedenen Sternen. Man erkennt, dass alle diese Spektren Absorptionsspektren sind, das heißt in einem eigentlich kontinuierlichem Spektrum fehlt Licht diverser diskreter Wellenlängen. Die dunklen Linien in den Spektren nennt man Absorptionslinien, da Licht der entsprechenden Farbe beziehungsweise Wellenlänge in den Sternatmosphären absorbiert wird. Spektraltypen Die Klassifizierung der Sterne in Spektraltypen erfolgte anfänglich nur anhand von Merkmalen im Spektrum. So nimmt die Intensität mancher Absorptionslinien von einer Klasse zur nächsten manchmal zu oder auch ab. Später erkannte man, dass die Oberflächentemperatur eines Sterns für das Aussehen seines Spektrums verantwortlich ist. Die Spektralklassen wurden in eine Temperatursequenz umgeordnet (Abb. 5), wobei die Oberflächentemperaturen von der Spektralklasse O (für ganz heiße Sterne mit etwa 30.000 bis 50.000 Kelvin Temperatur) über B, A, F, G und K bis hin zu M (etwa 2.000 bis 3.350 Kelvin) abnehmen. Das Merken dieser Reihenfolge erleichtert der Satz " O B*e *A* *F*ine *G*irl, *K iss M e!". Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Spektralklassensequenz in jüngerer Zeit um die Klassen L und T für Zwergsterne erweitert wurde. Eigenschaften der Spektralklassen In den Atmosphären sehr heißer Sterne der Spektralklassen O, B und A können keine Moleküle existieren. Die heftige thermische Bewegung der beteiligten Atome würde jegliche chemische Bindung sprengen. Auf weniger heißen Sternen der Klassen K und M existieren Moleküle. Deren Spektrallinien tauchen als Absorptionslinien in den Spektren auf und machen diese recht unübersichtlich. In K- und M-Spektren gibt es im sichtbaren Wellenlängenbereich keine Linien aus Atomspektren. Die Elektronenhüllen aller Atome befinden sich im energetischen Grundzustand, und alle Absorptionslinien, die durch Lichtabsorption eines Atoms im Grundzustand zustande kommen können, liegen im ultravioletten Bereich. Dagegen ist die Situation bei den heißen Sternen anders gelagert: Die aufgrund ihrer Wärmebewegung große kinetische Energie der Atome führt bei Stößen der Atome untereinander zur Beförderung der Elektronen in höher gelegene Quantenzustände. Derart "angeregte" Atome absorbieren, wie oben erläutert, auch sichtbares Licht. Das Wega-Spektrum Beim Stern Wega (Spektralklasse A) ist die Situation besonders übersichtlich: Das Spektrum enthält im Sichtbaren ausschließlich Absorptionslinien, die zur Balmerserie des atomaren Wasserstoffs gehören. Die Oberflächentemperatur des Sterns und damit die Bewegungsenergie der Wasserstoffatome in der Sternatmosphäre sind nämlich groß genug, dass ständig viele Wasserstoffatome durch Stöße untereinander in den Quantenzustand mit n = 2 gelangen. Damit sind die Bedingungen für das Auftreten sichtbarer Absorptionslinien gegeben (vergleiche Abb. 1). Wega ist der Hauptstern des Sternbilds Leier. Diese Konstellation ist durch den berühmten Ringnebel (M 57) bekannt. Wega bildet zusammen mit Deneb (Hauptstern im Sternbild Schwan) und Atair (Hauptstern im Adler) das so genannte Sommerdreieck (Abb. 6). Sie ist etwa 25,3 Lichtjahre von der Sonne entfernt und damit ein relativ nahe gelegener Stern. Zusammen mit Arktur und Sirius ist Wega einer der hellsten Sterne in der Nachbarschaft der Sonne. Wega diente als Nullpunkt zur Kalibrierung der astronomischen fotometrischen Helligkeitsskala. Sie ist ein bläulich-weißer Stern der Spektralklasse A, der in seinem Kern Wasserstoff zu Helium fusioniert. Mit einem Alter von ungefähr 400 bis 500 Millionen Jahren zählt Wega zu den noch ziemlich jungen Sternen. Wega weist die doppelte Masse und die 37-fache Leuchtkraft der Sonne auf. Das sichtbare Spektrum wird durch Absorptionslinien des Wasserstoffs, speziell durch Linien der Balmerserie, dominiert. Die Linien der anderen Elemente sind nur ganz schwach ausgeprägt. Da massereiche Sterne ihren Wasserstoff viel schneller als kleinere Sterne zu schwereren Elementen fusionieren, ist die Lebenszeit von Wega mit einer Milliarde Jahre vergleichsweise gering. Das entspricht etwas weniger als einem Zehntel der Lebenszeit der Sonne. Mit Lebenszeit ist hier die Zeit gemeint, während der ein Stern Energie aus der Fusion von Wasserstoff freisetzt. Danach wird sich Wega zu einem roten Riesen der Spektralklasse M aufblähen, um schließlich als Weißer Zwerg zu enden. Durch die vermehrte Abstrahlung im Infrarotbereich weiß man, dass Wega von einer Gas- und Staubscheibe umgeben ist. Im Jahr 2003 berechneten britische Astronomen, dass die Eigenschaften dieser Scheibe vermutlich am besten durch einen Planeten, der dem Neptun ähnelt, erklärt werden können. Trotz intensiver Suche konnte bei Wega bis heute aber noch kein Planet nachgewiesen werden. Aufnahme des Wega-Spektrums Die dieser Unterrichtseinheit zugrunde liegenden Spektren der Wega und einer Energiesparlampe wurden mit einem DADOS-Spektrographen der Firma Baader-Planetarium am C8-Teleskop der Schulsternwarte der Geschwister-Scholl-Realschule in Betzdorf gewonnen. Die Methode der Technik der Gewinnung von Spektren als Bilddateien wird ausführlich in der Unterrichtseinheit Spektroskopie an galaktischen Gasnebeln beschrieben. Nachdem das Spektrum der Wega (Abb. 7) zur Verfügung steht, stellt sich die Frage, welche Lichtwellenlänge von welchem Ort im Bild des Spektrums repräsentiert wird. Zur Beantwortung dieser Frage muss der Spektrograph kalibriert (geeicht) werden. Eine Energiesparlampe als Kalibrierlichtquelle Als so genannte Kalibrierlichtquelle verwendet man eine externe Lichtquelle, die hinreichend viele und möglichst genau bekannte Wellenlängen emittiert, die über das gesamte sichtbare Spektrum verteilt sind. Diese Anforderungen erfüllen handelsübliche und preiswerte Energiesparlampen. Diese benötigen im Gegensatz zu den üblicherweise in Physiksammlungen vorhandenen Spektrallampen weder Vorschaltgeräte noch eine Hochspannungsversorgung. Auch das Problem der Erhitzung spielt keine Rolle. Energiesparlampen sind also auch in einer beengten Sternwarte problemlos und gefahrlos zu betreiben. Steffen Urban hat das Referenzspektrum einer Energiesparlampe (ESL) im Rahmen seiner Facharbeit mit großer Genauigkeit vermessen (Abb. 8). Die Fehler bei den Wellenlängenwerten liegen typischerweise um 0,1 Nanometer. Erster Schritt: Das Spektrum der Kalibrierlampe Zu Beginn wird der Spektrograph auf der Grundlage des bekannten Spektrums einer Energiesparlampe (siehe Abb. 8) kalibriert. Wir wählen dazu das untere der drei Spektren im Bild "spektrum_ESL.jpg", das (genau wie das Wega-Spektrum im Bild "spektrum_wega.jpg") mit dem 35 Mikrometer breiten Spalt des DADOS-Spektrographen aufgenommen wurde. Nun gilt es, mithilfe des Programms Astroart und einer Tabellenkalkulationssoftware (hier MS Excel) daraus ein Intensitätsprofil längs einer Strecke durch das Spektrum zu erstellen. Die kostenfreie Demoversion von Astroart reicht für unsere Zwecke aus. Als Endergebnis der Prozedur entsteht ein Diagramm, wie es in Abb. 9 in den Spalten D bis G (oben) zu sehen ist. Abb. 9 zeigt einen Screenshot der Exceldatei "wega_muster_auswertung.xls". Zweiter Schritt: Die Kalibrierfunktion Auf der Erzeugung des Intensitätsprofils des Kalibrierlampen-Spektrums folgt die Ermittlung der Kalibrierfunktion, die jeder Pixelnummer aus Spalte A in Abb. 9 eine Wellenlänge zuordnet. Dabei entsteht die rote Wertetabelle der Kalibrierfunktion in den Spalten P und Q von Abb. 9. Zu dieser Tabelle erstellt man dann ein Diagramm (unteres Diagramm in den Spalten D bis G, Abb. 9). Dritter Schritt: Das Wega-Spektrum Wie oben für das Energiesparlampen-Spektrum beschrieben, verfährt man nun mit dem Wega-Spektrum (Datei "spektrum_wega.jpg"). In Astroart wird von dem Spektrum ein Profil mit den gleichen Endpunkten wie zuvor beim Energiesparlampen-Spektrum erzeugt. Vom Spektrum der Wega liegt dann eine Funktion vor, die jeder Pixelnummer die entsprechende Intensität zuordnet. Mithilfe der im zweiten Schritt gewonnenen Kalibrierfunktion werden dann die Pixelnummern durch Wellenlängen ersetzt. Aus den Spalten J und I (Abb. 9) entsteht schließlich das Wega-Spektrum in seiner endgültigen Form (Spalten L bis O, unteres Bild in Abb. 9). Aus dem Intensitätsprofil des Wega-Spektrums lokalisiert man die ungefähre Lage der drei auffallenden Absorptionslinien. Die Intensitätswerte aus Spalte I in Abb. 9 helfen bei der genauen Festlegung der Intensitätsminima. Das Verfahren ist bei der Ermittlung der Linienmaxima im Energiesparlampen-Spektrum ausführlich beschrieben. Abb. 10 zeigt die Ergebnisse dieser Prozedur und gleichzeitig eine Möglichkeit, die Daten anschaulich darzustellen. Unter den von uns gemessenen Wellenlängen der Absorptionslinien sind die Literaturwerte ergänzt. Die in der Literatur als sichtbar beschriebenen Balmerlinien H-delta (410,2 Nanometer) und H-epsilon (397,0 Nanometer) fehlen hier. Ursache ist ein UV-Sperrfilter vor dem Sensor der verwendeten Kamera. Dieser blockiert sämtliches Licht mit Wellenlängen unter 415 Nanometern. Man erkennt die drei Absorptionslinien H-alpha, H-beta und H-gamma der Balmerserie (vergleiche Abb. 1 ). Damit ist zum Beispiel nachgewiesen, dass die Atmosphäre der Wega größere Mengen an atomarem Wasserstoff enthält. Außerdem kann man daraus schließen, dass diese Wasserstoffatome vergleichsweise hohe Temperaturen haben. Atome, die Licht der Balmerwellenlängen absorbieren, müssen sich im "ersten angeregten Energiezustand" (Quantenzahl n = 2) befinden. Dieser ist nur bei hohen Temperaturen ausreichend besetzt. Wega - ein geeignetes Objekt für den Einstieg in die Spektroskopie Für eine erste Betrachtung des Spektrums eines Himmelsobjekts eignet sich das Spektrum der Wega besonders gut. Da es im sichtbaren Bereich nur die Linien der Balmerserie zeigt, ist es auch für Anfänger auf dem Gebiet der Spektroskopie leicht zu überschauen und zu interpretieren. Abweichung von den Literaturwerten Die in unserer Musterauswertung (siehe Abb. 9) ermittelten Wellenlängen der Absorptionslinien im Wega-Spektrum (Abb. 10) weichen von den Literaturwerten um etwa ein Nanometer ab. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass wir uns bei der Festlegung der Orte der Spektrallinien - sowohl im Kalibrier-, als auch im Wega-Spektrum - auf ganzzahlige Pixelwerte beschränkt haben. Wer bereit ist, mehr Aufwand zu betreiben, kann die Linienorte in den Spektren durch Betrachtung der jeweiligen Linienprofile auf etwa 0,1 Pixel genau festlegen und die Abweichungen von den Literaturwerten damit nennenswert reduzieren. (Informationen zur Vorgehensweise finden Sie in der Unterrichtseinheit "Spektroskopie an galaktischen Gasnebeln" im Abschnitt Spektren planetarischer Nebel .) Eine weitere Fehlerursache liegt darin, dass die Funktion "Trendlinie" in Excel, die die Kalibrierfunktion liefert, die Koeffizienten der Terme zweiter und höherer Ordnungen nur auf eine geltende Ziffer genau angibt. Mit anderer Software (zum Beispiel dem Open-Source-Programm Qtiplot) sind exaktere Kalibrierfunktionen konstruierbar. Wikipedia: QtiPlot QtiPlot ist ein Open-Source-Programm zur Analyse und Visualisierung von Daten. Steffen Urban ist Schüler der Jahrgangstufe 12 am Kopernikus-Gymnasium Wissen. In seiner Facharbeit beschäftigte er sich mit der Kalibrierung des DADOS-Spaltspektrographen.

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe II

Tipp für Schulen: Verwaltung von Passwörtern mit Clipperz

Fachartikel

Dieser Fachartikel beschäftigt sich mit Clipperz, einem verschlüsselten, kostenfrei nutzbaren Online-Passwort-Tresor, der besonders für Lehrkräfte viele Vorteile bietet. Kennen Sie das? Sie brauchen ein Passwort für Ihr E-Mailkonto, für die schulische Lernplattform, für den Online-Stundenplan, für den Schulbuchverlag, für den internen Bereich der Homepage und so weiter. Im Internet gibt es kaum noch Dienste, für die man sich nicht registrieren muss. Entsprechend müssen Lehrkräfte, natürlich auch Schülerinnen und Schüler, heutzutage jede Menge Zugangsdaten verwalten. Doch wie behält man den Überblick über die verwendeten Benutzernamen und Passwörter, und wie lassen sich gegebenenfalls die täglichen, lästigen Anmeldungen auf den verschiedenen Webseiten vereinfachen?

  • Fächerübergreifend

Unsichtbarer Feind – auf den Spuren des Klimawandels

Unterrichtseinheit

Anhand eines Schülerfilmprojekts sollen sich die Kinder darüber informieren, was eigentlich Klimawandel und Treibhauseffekt bedeuten und wie sich beides auswirkt. Lisa, Olga, Markus und John sind genervt: Seit Jahren gibt es keinen Schnee mehr und kein Eis, um Schlitten oder Schlittschuh zu fahren. Sie wollen wissen, warum das so ist und verlassen deshalb die Schule, interviewen Wissenschaftler und erfahren dabei viel über den Klimawandel und Treibhauseffekt, zum Beispiel wo überall das Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) entsteht. Anschließend machen sie sich Gedanken, was sie oder auch ihre Eltern gegen diesen Klimawandel und seine Folgen unternehmen können. Das und vieles mehr halten Sie in einem Film für andere Kinder fest. Thema mit hoher Bedeutung Die Themen "Klimawandel" und "Treibhauseffekt" begegnen den Kindern über die Medien schon sehr früh, ohne dass sie mit den Begriffen konkret etwas verbinden können. Angesichts der hohen Zukunftsbedeutung der Themen, gerade für die Generation der Kinder, und ihrer hohen Bereitschaft, beim Energiesparen aktiv mitzumachen, soll der Klimawandel für junge Schülerinnen und Schüler schon im Grundschulalter behandelt werden. Film als ansprechender Einstieg Das Thema ist jedoch nicht leicht verständlich, darum wird der Treibhauseffekt über eine kindgerechte kurzweilige Geschichte mit fachlichen Hintergrundinformationen und vielen Bildern erklärt. Dabei sollen die Kinder angesichts der dramatischen Veränderungen nicht vorrangig Angst bekommen, sondern überlegen, wie dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Der Film spricht Grundschulkinder ab ungefähr der dritten Klasse an, eignet sich aber auch für ältere Schülerinnen und Schüler bis Klasse 7 und bietet sicher auch Erwachsenen einen leicht verständlichen und "amüsanten" Einstieg in das komplexe Thema. Unterrichtsverlauf Die Einführung des Themas kann durch einen Film, den Kinder aus Bremerhaven gedreht haben, begleitet werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche Arbeitsblätter zur Verfügung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Begriff Klimawandel kennenlernen. den Unterschied zwischen dem natürlichen und dem anthropogenen (von Menschen verursachten) Treibhauseffekt kennen. die Ursachen und Folgen des anthropogenen Treibhauseffekts benennen. einige Folgen des Klimawandels auch für den eigenen Wohnort kennenlernen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zur Thematik aus dem Film entnehmen und wesentliche Aussagen verstehen. Fragen oder unklare Begriffe über die Erklärungshilfen (unterschiedliche Schwierigkeitsgrade - mit und ohne Bilder) in Erfahrung bringen. das Gelernte anhand vorgefertigter Arbeitsblätter (unterschiedliche Differenzierungsstufen) oder mit kleinen eigenen Texten oder Bildern wiedergeben. Gestaltungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Vorschläge entwickeln, wie Treibhausgase eingespart werden können (Energie-Detektive an der Schule, Tipps für zuhause...). sich und andere motivieren können, gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Anhand eines Schülerfilmprojekts sollen sich die Kinder darüber informieren, was eigentlich Klimawandel und Treibhauseffekt bedeuten und wie sich beides auswirkt. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich in einem Vorgespräch auf das Thema Klimawandel und Treibhauseffekt vor. Die zentrale Frage hierfür lautet: "Was habt Ihr davon schon gehört?" Als Einstieg kann auch ein Rollenspiel durchgeführt werden, zum Beispiel zu der Frage "Warum gibt es bei uns kaum noch Schnee und woran könnte das liegen?" Die Rollen könnten folgendermaßen verteilt sein: Kinder mit Schlitten und Schnee, Kinder mit Vorschlägen, wie wieder Schnee und Eis kommen könnten, Interviews mit Kindern: "Woran könnte es liegen, dass wir weniger Schnee und Eis haben?". Eine weitere Option ist, Bilder dazu malen zu lassen. Zum Ende der Einführung sehen sich die Kinder den Film "Unsichtbarer Feind" an (circa 30 Minuten) an. Anschließend können die Kinder in Gruppen Fragen klären. Als Informationsquellen stehen Ihnen Arbeitsblätter mit Erklärungen wichtiger Begriffe in verschiedenen Differenzierungsstufen zur Verfügung. In Gruppen- oder Partnerarbeit sollen sie Ideen entwickeln, wie sie etwas gegen den Klimawandel unternehmen können. In einer weiteren Doppelstunde könnten die zentralen Begriffe und Projekte bearbeitet und auf die eigene Schule übertragen werden. Beispielsweise könnten Energiedetektive an der Schule oder auch zuhause zum Thema tätig werden. Hierfür liegen Arbeitsblätter in verschiedenen Differenzierungsstufen vor. Auch können Versuche zum Treibhauseffekt durchgeführt werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I
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