Unterrichtsmaterialien zum Thema "Unternehmen"

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Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Weihnachtsgeschäft informieren sich die Schülerinnen und Schüler durch gezielte Internet-Recherchen zu den Aufgaben des Einzelhandels und ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung.Auf das vierte Quartal freut sich der Handel spätestens im August: Wenn das berühmte Sommerloch für Ebbe in der Firmenkasse sorgt, hoffen alle auf das Weihnachtsgeschäft. Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes ist für den Einzelhandel traditionell sehr groß. Oft macht das Weihnachtsgeschäft ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes aus. Besonders bedeutend ist das Weihnachtsgeschäft in den Branchen Spielwaren, Uhren und Schmuck sowie Bücher inklusive Zeitschriften und Schreibwaren. Wer dieses Geschäft nicht der Konkurrenz überlassen will, muss einen guten Riecher beweisen und die richtigen Produkte in seinem Sortiment zusammen stellen und entsprechend bewerben. Um im Weihnachtsgeschäft nicht plötzlich vor einem Engpass zu stehen, müssen die Händler ihre Lager rechtzeitig füllen und frühzeitig ordern.Die Aufgaben des Einzelhandels und seine gesamtwirtschaftliche Bedeutung werden mithilfe der Rechercheaufgaben erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Arbeitsaufgaben für die geleitete Recherche im Internet, die die Analyse von Grafiken und Statistiken beinhaltet. Aufgaben des Einzelhandels Jedes Handelsunternehmen erfüllt bestimmte Aufgaben, damit die Waren vom Hersteller zu den Konsumenten gelangen können. Diese Aufgaben werden in einem ersten Schritt zusammengestellt und erörtert. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels Im zweiten Schritt wird die Bedeutung des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft und die spezielle Rolle des Weihnachtsgeschäfts beleuchtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Aufgaben des Einzelhandels kennen. können die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Einzelhandels in Deutschland einschätzen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine gezielte Internet-Recherche durch. Aufgaben des Einzelhandels Die Schülerinnen und Schüler sollen sich anhand der genannten Internetquellen mit den Aufgaben des Handels beschäftigen. Die sechs wichtigsten Aufgaben des Einzelhandels sollen die Lernenden anhand von sechs Begriffen benennen und in die Abbildung eintragen. Als zusätzliche Hilfe sind einige Begriffe angegeben, aus denen die Schülerinnen und Schüler die sechs Begriffe zu den Aufgaben des Handels auswählen sollen. Die Aufgaben des Handels sollen die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Worten nun selbst kurz skizzieren. Dabei können sie einerseits auf die in den Internetquellen gegebenen Informationen zurückgreifen. Die Informationen des Textes reichen jedoch zur Beantwortung der Aufgabe nicht aus. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich anknüpfend daran noch eigene Gedanken, machen, welche Funktion genau mit den Begriffen verbunden sind und welche Aspekte zu den einzelnen Aufgaben gehören. Die Erläuterungen sollten möglichst kurz und präzise formuliert werden und in die Kästen der Abbildung eingetragen werden. Die PPT-Datei enthält eine mögliche Lösung. Verhältnis von Handel und Herstellern Die Funktion des Handels soll im Rahmen der folgenden Aufgabe noch einmal von einer anderen Seite beleuchtet werden. Zu diesem Zweck sollen die Schülerinnen und Schüler sich einmal überlegen, welche Diskrepanzen zwischen Herstellern und Händlern zu überwinden wären, wenn es den Handel nicht gäbe. Die Diskrepanzen sind räumlicher Art Ort der Herstellung und die Orte des Verbrauchs stimmen nicht überein. zeitlicher Art Lagerhaltung wird beispielsweise notwendig, wenn der Verbrauch oder die Produktion saisonalen Schwankungen unterliegen. quantitativer Art Herstellung erfolgt oft in großen Mengen, während der Verbraucher kleine Mengen benötigt. qualitativer Art Vorstellungen der Verbraucher in Bezug auf Reifegrad, Mischungsverhältnis, Verpackung, Präsentation sind meist anders als es der Hersteller selbst anbieten kann. Diese Diskrepanzen zu überwinden ist die Gesamtaufgabe des Handels. Es macht die Produktivität des Handels aus und begründet damit auch seine Existenzberechtigung und die große Bedeutung, die er gesamtwirtschaftlich einnimmt. Internetrecherche Der Einzelhandel nimmt in Deutschland gesamtwirtschaftlich gesehen eine bedeutende Rolle ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen einer kleinen Internetrallye Zahlen und Fakten zum Einzelhandel recherchieren, die diese Bedeutung unterstreichen. Die Recherche ist auf die Seiten des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels beschränkt. Im ersten Teil der Aufgaben geht es zunächst um allgemeine Kennzahlen des Einzelhandels wie Umsatzgrößen und Beschäftigte im Einzelhandel. Im zweiten Teil der Aufgaben geht es speziell um die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes. Dabei wird eine aktuelle Pressemitteilung des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels vom 23.11.2005 konsultiert und die zugehörigen Grafiken interpretiert. Anteil des Weihnachtsgeschäftes am Jahresumsatz Der Anteil des Weihnachtsumsatzes am Jahresumsatz beträgt durchschnittlich um die 20%, also circa ein Fünftel. Daran wird deutlich, wie stark das Wohlergehen der Branche von den Umsätzen vor Weihnachten abhängt. Abhängigkeit der Branche vom Weihnachtsgeschäft Zur Beantwortung dieser Frage müssen sich die Schülerinnen und Schüler in die Rubrik "Grafik" klicken und die Grafik "Weihnachtsgeschäft einzelner Branchen" anklicken. Besonders groß ist der Anteil des Weihnachtsumsatzes in der Branche Spielwaren (mit 36,1%). Des weiteren sind Uhren und Schmuck sowie Bücher und Zeitschriften die Branchen mit der höchsten Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Im Weihnachtsgeschäft 2005 werden über 125.000 Aushilfskräfte zusätzlich eingestellt. Dies hat einen entlastenden Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Entwicklung in den letzten zehn Jahren Zur Beantwortung der Frage müssen die Schülerinnen und Schüler die Grafik "Weihnachtsgeschäft 2004" auswerten. Seit 1996 hat sich der Weihnachtsumsatz unterschiedlich entwickelt. Während es zwischen 1997 und 2001 eine Belebung gegeben hat, sinkt der Weihnachtsumsatz seit 4 Jahren in Folge. Auch für 2005 hat der Handel wenig Hoffnung auf eine Belebung. Nach Angaben des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels wertet der Handel es bereits als Erfolg, wenn der Umsatz von 2004 wieder erreicht wird. Diese Entwicklung deckt sich auch mit der konjunkturellen Entwicklung. Während es Ende der 90er Jahre eine leichte konjunkturelle Erholung gab, hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage seit 2001 von Jahr zu Jahr verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Menschen müssen mehr Mittel für ihre private Altersvorsorge aufbringen und die Angst um den Arbeitsplatz lässt viele Menschen sparen. Weihnachtsgeschäft und Konjunktur Einerseits wird der Weihnachtsumsatz von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Andererseits ist das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel von so tragender Bedeutung, dass es wiederum selbst Einfluss auf die Konjunktur ausübt. Geht es der Volkswirtschaft insgesamt gut, lässt das auf ein gutes Geschäft vor Weihnachten hoffen: Zusätzliche Kräfte werden eingestellt und höhere Einkommen in der Branche erzielt. Eine Rezession wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Ist die Stimmung in der Wirtschaft und beim Konsumenten ohnehin schon getrübt, so wirkt sich ein schlechtes Weihnachtsgeschäft zusätzlich negativ auf die Konjunktur aus. Im Extremfall müssen sogar Geschäfte, die im Weihnachtsgeschäft nicht den benötigten Umsatz gemacht haben, aus dem Markt ausscheiden und die Beschäftigten entlassen. Weihnachtsgeschäft und Konjunktur Einerseits wird der Weihnachtsumsatz von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Andererseits ist das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel von so tragender Bedeutung, dass es wiederum selbst Einfluss auf die Konjunktur ausübt. Geht es der Volkswirtschaft insgesamt gut, lässt das auf ein gutes Geschäft vor Weihnachten hoffen: Zusätzliche Kräfte werden eingestellt und höhere Einkommen in der Branche erzielt. Eine Rezession wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Ist die Stimmung in der Wirtschaft und beim Konsumenten ohnehin schon getrübt, so wirkt sich ein schlechtes Weihnachtsgeschäft zusätzlich negativ auf die Konjunktur aus. Im Extremfall müssen sogar Geschäfte, die im Weihnachtsgeschäft nicht den benötigten Umsatz gemacht haben, aus dem Markt ausscheiden und die Beschäftigten entlassen.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II