Unterrichtsmaterialien zum Thema "Handy"

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Projekt "Handy-Führerschein"

Unterrichtseinheit

Das Handy hält inzwischen schon in der Grundschule Einzug ins Klassenzimmer. Kinder frühzeitig im verantwortlichen Umgang mit diesem mittlerweile allgegenwärtigen Medium zu schulen, ist Ziel dieses Unterrichtsprojekts.Mobile Kommunikation ist eine Schlüsseltechnologie, die unseren Alltag laufend verändert. Gerade in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat das Handy mittlerweile eine wichtige Funktion: Es beeinflusst, wie man miteinander kommuniziert, sich in der Freizeit zusammen findet und auch das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe. Für den Unterricht bedeutet das: Lehrerinnen und Lehrer können das Medium nutzen, um Schülerinnen und Schüler schon im Grundschulalter für bestimmte Lerninhalte zu motivieren. Gleichzeitig kann mit anschaulichen Themen verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten und Risiken mobile Kommunikation hat. Die so vermittelte Medienkompetenz soll frühzeitig zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen. Zielsetzung des Projekts Nach Ablauf des Projekts sollen die Schulkinder in der Lage sein, mobile Kommunikation zu verstehen, für sich sinnvoll und verantwortungsvoll zu nutzen und sich über die damit verbundenen gesellschaftlichen Anforderungen, Chancen, aber auch Risiken klar zu werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus ihrer Perspektive und aus ihren Bedürfnissen heraus an die Themen und Inhalte herangeführt werden, so dass ihre Medienrealität, ihr Medienalltag und ihre Medienerfahrungen für den Unterricht genutzt werden können. Organisation und Ablauf Insgesamt besteht das Projekt aus sechs Modulen: Fünf fachbezogene Unterrichtssequenzen vermitteln Inhalte rund um den Mobilfunk, darauf aufbauend werden in einer abschließenden, sechsten Unterrichtssequenz mittels Fragebogen Wissen und Ergebnisse gesichert und in Form eines "Handy-Führerscheins" dokumentiert. Die verschiedenen Unterrichtsmodule können zielgerichtet in einzelnen Fächern stundenweise bearbeitet werden. Auch ein umfangreicheres fächerübergreifendes Projekt ist denkbar. Handynutzung im Unterricht Diese Unterrichtseinheit kann ohne den Einsatz von echten Handys durchgeführt werden, denn mit den selbst gebastelten Handys aus dem Modul "Bedienungsanleitung" lassen sich alle Lerninhalte vermitteln (Ausnahme: Unterrichtssequenz "Mobilfunk-Übertragung"). Lehrkräfte können sich aber auch für den Einsatz der eigenen Handys der Kinder - sofern vorhanden - entscheiden, wodurch diese den Umgang mit dem Medium unmittelbar und unter Anleitung erlernen können. In diesem Fall fallen jedoch Kosten an! Lehrende sollten daher nach eigenem Ermessen und nach Absprache mit den Eltern entscheiden. Bedienungsanleitung Bei der Gestaltung eines eigenen Papp-Handys lernen die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Begriffe und Funktionen eines Handys kennen. Mobilfunk-Übertragung Durch handlungsorientierte Versuche gewinnen die Mädchen und Jungen erste Erkenntnisse zur Mobilfunk-Übertragung. Spielregeln im Umgang mit dem Handy Die Schulkinder lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy im öffentlichen Raum, in Notfallsituationen und in Bezug auf die eigene Gesundheit. Handykosten Die Kinder lernen die Kosten mobiler Kommunikation in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenartigen Anwendungen kennen. SMS schreiben Die Mädchen und Jungen lernen die besonderen Eigenschaften der Kommunikation per SMS kennen und vergleichen diese mit anderen Kommunikationsformen. Lernzielkontrolle und Projektabschluss Mittels Multiple-Choice-Test werden die Erkenntnisse und das Wissen zum Handy und zur mobilen Kommunikation abgefragt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die besonderen Eigenschaften der Kommunikationsform SMS kennen lernen und mit anderen Kommunikationsanlässen und -formen vergleichen. sich mit gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks auseinandersetzen. die Kosten mobiler Kommunikation in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenartigen Anwendungen (Telefonat, SMS) kennen lernen. das Gelernte in einer Handy-Führerschein-Prüfung dokumentieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die technischen Grundlagen der mobilen Kommunikation verstehen. ein Mobilfunkgerät bedienen können und die Basis-Funktionen eines Handys verstehen lernen. Erkenntnisse gewinnen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in der Gruppe auseinandersetzen und das Medium Handy als Kommunikations-Instrument einschätzen lernen. Das Basteln eines Handys eignet sich als Einstieg in das Thema "mobile Kommunikation". Vermittelt werden sollen hierbei die Grundvoraussetzungen für das Telefonieren mit einem Handy: Die Kinder lernen die wichtigsten Komponenten eines Mobilfunkgeräts kennen, die man zum Telefonieren braucht und die zur Mobilfunkübertragung unbedingt notwendig sind. Durch das gebastelte Handy erhalten die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Zugang zu einem Mobilfunkgerät und können so die technischen Begriffe in einer kreativen Umsetzung lernen. Mittels der Bastelvorlage können die Schülerinnen und Schüler sich ihr eigenes Handy gestalten - dabei lernen sie die wichtigsten Begriffe kennen. Als Bastelmaterial werden Pappe, Schere, Kleber und Buntstifte benötigt. Mit dem Papp-Handy können anschließend im Rollenspiel auch Gesprächsituationen und Kommunikationsanlässe geübt werden. Funkwelle und Funkzelle Handys brauchen zur Übertragung von Information keine Leitungen, sondern ein Mobilfunknetz. Zwei Begriffe sind von besonderer Bedeutung: Funkwelle und Funkzelle. Informationen werden per Funkwellen übertragen (physikalisch-elektromagnetische Welle), solange das Handy in einer Funkzelle ist. Das Wichtige an einer Funkzelle ist, dass sich in jeder eine Basisstation befindet, die die Funkwellen in digitale Signale übersetzt. Das Mobilfunknetz Zentrale eines Mobilfunknetzes ist die Vermittlungsstelle: Hier werden Informationen zwischen zwei Handys oder von Handys in das Festnetz vermittelt. Ein Handy kann also nur dann empfangen und senden, wenn es sich in einem Mobilfunknetz befindet - dies ist an der Balkenanzeige im Display jedes Handys abzulesen. Hat ein Handy keine Verbindung zu einem Mobilfunknetz, beispielsweise in einem Funkloch, so wird dies auf dem Display des Handys angezeigt. Wie verändert sich des Balken-Symbol auf dem Display des Handys an unterschiedlichen Orten? Was passiert, wenn sich an einem Ort, an dem das Handy nicht funktioniert, ein zweites Handy in unmittelbarer Nähe befindet? Holzkiste, Kunststoffdose oder Metallkasten - in welchem Behältnis klingelt das Handy, wenn man es anruft? Zum Gesamtverständnis wird mittels Arbeitsblatt anschaulich erklärt, welche Komponenten bei der mobilen Kommunikation per Handy notwendig sind. Begriffe wie Basisstation, Vermittlungsstelle, Funkwelle und Funkzelle werden in einen Zusammenhang gestellt. Mobilfunk-Übertragung Durch diese anschaulichen Versuchen erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass ein Handy für die Übertragung von Informationen "etwas" benötigt. Dadurch wird die Neugier geweckt herauszufinden, wie die Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Die Kinder können für ihre Versuche zu Expeditionen durch das Schulhaus angeregt werden, auch eine gemeinsame Exkursion in die Umgebung ist denkbar. Abschließend erfolgt die Dokumentation der Experimente in kurzen Versuchsprotokollen. Erfahrungsaustausch im Gesprächskreis Im Anschluss können die jeweiligen Teams ihre Erfahrungen den anderen Schulkindern der Klasse berichten. Im Gespräch werden Vermutungen oder Fragen diskutiert und zusammen mit der Lehrerin oder dem Lehrer geklärt. Auf einem Plakat oder mit einer Wandzeitung stellen die Schulkinder ihre Ergebnisse aus: Die aufgesuchten Orte werden mit einem Balkensymbol versehen, um so das Versuchsergebnis zu präsentieren. Eine Exkursion außerhalb der Schule lässt sich sogar mit Fotos dokumentieren, die zu den Arbeitsergebnissen gestellt werden können. Auf der Website "Polly und Fred" können die Kinder Übungsszenen eines Handykurses nachspielen. Sie entdecken dabei gemeinsam mit den Comicfiguren Polly und Fred die wichtigsten Funktionen eines Handys - so auch, wie eine Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Die Website ergänzt die dazu gehörende Lernsoftware "Handy-Kurs mit Polly und Fred" . Polly und Fred Auf der Website zur Lernsoftware „Handy-Kurs mit Polly und Fred“ können Kinder Teile der Übungsszenen von der CD-ROM nachspielen. Zum Thema SAR-Wert Beim mobilen Telefonieren wirken hochfrequente elektromagnetische Felder (Funkwellen) auf den Körper ein. Die Energie dieser Felder wird im Gewebe absorbiert und in Wärme umgewandelt. Es gibt eine Maßeinheit, um die Absorption elektromagnetischer Felder im Körpergewebe zu messen, dies ist die Spezifische Absorptionsrate (SAR-Wert). Zum Schutz der Gesundheit wurde gesetzlich ein maximal erlaubter SAR-Grenzwert für Mobiltelefone festgelegt: Zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Wie hilft das Handy im Notfall? Wichtig ist neben dem nationalen Polizeinotruf 110 auch die Nummer 112, der internationale Notruf. Der Notruf 112 funktioniert in den Mobilfunknetzen weltweit. Er alarmiert Feuerwehr und Rettungsdienst. Man kann den Notruf von jedem Handy gebührenfrei absetzen, sogar ohne eingelegte SIM-Karte oder PIN-Code. Einzige Voraussetzung ist, dass das Handy eingeschaltet ist und Netzempfang hat. Wichtig ist darüber hinaus, den eigenen Standort benennen zu können. Rollenspiel Das Nachspielen bestimmter Situationen aus der Lebenswelt der Kinder schafft ein Bewusstsein dafür, wann man in der Öffentlichkeit das Handy benutzt, es besser ausstellt oder überhaupt nicht verwenden darf. Dies dient dem Beachten von Handy-Verboten, aber auch dem Erlernen von Rücksichtnahme Anderen gegenüber beim Telefonieren im öffentlichen Raum. Bilder malen Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eigene Bilder, in denen sie bestimmte Situationen bezeichnen. Möglich ist auch das Entwerfen eines Plakats mit dem Handy-Verbotsschild, das im Gesprächskreis als Anstoß dienen kann. Gesprächskreis Die Mädchen und Jungen erzählen sich gegenseitig, wo sie ein Handy-Verbotsschild schon gesehen haben. Im Stuhlkreis diskutieren die Kinder über Situationen, in denen sie sich selbst vom Klingeln eines Handys gestört fühlen würden. Eine Notfallsitualion durchspielen Mit dem Papp-Handy üben die Schülerinnen und Schüler, wie man im Notfall Hilfe herbei telefoniert. Im Rahmen eines Rollenspiels überlegen sie sich eine Notfall-Situation, in der das Handy zum Einsatz kommen kann. Genaue Ortsangabe Die Lehrkraft weist die Kinder darauf hin, dass Hilfe nur bei einer genauen Ortsangabe erfolgen kann. Denn in Deutschland werden zwar mehr als die Hälfte aller Notrufe - über zehn Millionen pro Jahr - per Mobiltelefon getätigt. Aber nur jeder dritte Anrufer kennt den eigenen, genauen Standort. Keine Scherze! Außerdem sollte den Kindern erklärt werden, dass ein Notruf nicht "einfach nur zum Spaß" abgesetzt werden darf und dass man dafür strafrechtlich verfolgt werden kann. Betrifft dies Kinder, müssen die Eltern sich gegebenenfalls für die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verantworten. Grundwissen zum SAR-Wert Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass das Handy beim Senden und Empfangen etwas "leisten" muss und dafür Funkwellen benötigt werden, die im Körper geringe Mengen von Wärme erzeugen. Die Lehrkraft erklärt, dass der SAR-Wert eines Handys Auskunft darüber gibt, wie hoch diese Erwärmung sein kann. Tipps für den Umgang mit dem Handy In Kleingruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Empfehlungen zum gesundheitsbewussten Umgang mit dem Handy, zum Beispiel: Auf einen guten Empfang achten: Dann telefonieren, wenn möglichst viele Balken im Display angezeigt werden. Möglichst kurz sprechen. Eine Freisprechanlage nutzen. Eine SMS schicken statt zu telefonieren. Anschließend tragen die Teams ihre Ergebnisse der ganzen Klasse vor. Interviews oder Umfrage Die Kinder können zu diesem Thema ("Was muss man beachten, um gesundheitsbewusst mit dem Handy zu telefonieren?") in Teams eine kleine Umfrage starten. Auf dem Schulhof (Befragung älterer Schülerinnen und Schüler mit Handys), zu Hause im Familienkreis oder auf der Straße sammeln sie Meinungen und tragen sie anschließend in der Klasse vor. Empfehlungen der deutschen Jugendämter zum Taschengeld: 2 bis 5 Jahre: 0,5 Euro wöchentlich maximal 6 bis 7 Jahre: 1,5 Euro wöchentlich, maximal 2 Euro 8 bis 9 Jahre: 2 Euro wöchentlich, maximal 2,5 Euro 10 bis 12 Jahre: 10 Euro monatlich 13 bis 15 Jahre: 20 Euro monatlich Rollenspiel Zur Verdeutlichung können die Beträge mit Spielgeld veranschaulicht werden. Zu Hause fragen Eine Übung zur Eigenrecherche besteht darin, die Kinder zu Hause nachfragen zu lassen, was ältere Geschwister oder Freunde an Kosten für ihre mobile Kommunikation aufwenden. Im Unterricht werden diese Kosten dann in Beziehung zu Beträgen gesetzt, die die Schülerinnen und Schüler kennen, wie beispielsweise Kosten für ein Comic-Heft, den Eintritt ins Schwimmbad oder einen Schokoriegel. Die Ergebnisse der Interviews zu Hause diskutieren die Kinder anschließend im Stuhlkreis. Mögliche Fragen sind: "Wie groß oder wie klein sind die Beträge?" "Findet ihr die Kosten fürs Telefonieren mit dem Handy hoch oder nicht so hoch?" "Was kann man tun, um diese Kosten im Griff zu behalten?" Die Kinder können zu diesem Thema in Teams eine kleine Umfrage starten: Im Klassenzimmer untereinander, auf dem Schulhof (Befragung älterer Schülerinnen und Schüler mit Handys) oder sogar auf der Straße. Mögliche Fragen sind: "Wie viel Taschengeld sollte man für das Handy ausgeben? "Haben Sie das Gefühl, Ihre Handykosten sind zu hoch?" "Wie kann man die Ausgaben kontrollieren?" Das Portal "Die Internauten" bietet unter anderem kindgerecht aufgearbeitete Informationen zum Thema "Kinder und Mobilfunk". Die Website ist ein Angebot der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), des Deutschen Kinderhilfswerks und MSN Deutschland. Die Internauten Besonders das interaktive Comic-Spiel „Einsatz gegen das Handy-Monster“ sensibilisiert Kinder für Kosten rund ums Handy. Per Handy kann man Textnachrichten (SMS: Short Message Service) verschicken - mit einer Länge von 160 Zeichen. Die formalen Bestandteile eines Briefes finden sich auch in einer SMS wieder: Anrede, Mitteilung, Grußwort und Unterschrift. Im Unterschied zum Brief ist bei einer SMS der Informationsträger jedoch ausschließlich die digital übertragene und auf dem Mini-Display eines Handys lesbare Schrift. Eine persönliche Note - wie Handschrift oder Papier beim Brief oder der Tonfall bei einem Telefonat - fehlt bei der SMS. Trotzdem bietet die SMS mittlerweile eine eigene, unverwechselbare Textsorte, die wegen ihrer starken Verkürzung mehr enthält, als zunächst sichtbar erscheint. Sie ist daher auch für den Deutschunterricht zunehmend interessant. Schreiben üben Durch das Schreiben kurzer SMS-Texte lernen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit schriftlichen Mitteilungen und die Bestandteile eines "Briefs" (einer Nachricht) kennen. Rollenspiele Kommunikationsanlässe wie "etwas erzählen, eine Nachricht übermitteln, sich verabreden, Fragen stellen, Antworten geben, plaudern, anderen nahe sein" können auch Anlässe für eine SMS sein. Dies lässt sich im Rollenspiel, eventuell mit den gebastelten Papp-Handys, im Unterricht gut erarbeiten. Variante: Abkürzungen Die Kinder können sich Alternativen zu üblichen Grußworten (Begrüßung und Verabschiedung) ausdenken. Auch die Verwendung von Abkürzungen wie "LG" für "Liebe Grüße" oder ein Smiley für "Freude" kann geübt werden. Dialoge führen Im simulierten "Hin-und-her-Schicken" von SMS üben die Mädchen und Jungen, einen Dialog zu führen. Die Zeitverzögerung beim Schreiben ist hierbei durchaus hilfreich, da man sich dadurch darüber klar werden kann, was man sagen will und wie man Inhalte strukturiert. In Partner- oder Gruppenarbeit schreiben die Schülerinnen und Schüler jeweils Briefe, SMS oder E-Mails (am Computer - je nach Ausstattung an der Schule). Die Kinder berichten den anderen Teams, welche Erfahrungen sie mit der jeweiligen Kommunikationsform gemacht haben (Kürze des Textes, Versandform und -zeit, notwendige Voraussetzungen, Spaßfaktor et cetera). Die im Projektverlauf entstandenen Arbeitsergebnisse (Papp-Handy, Arbeitsblätter, Skizzen et cetera) sind die fachlichen Grundlagen für den Handy-Führerschein. Zum Erlangen des Handy-Führerscheins werden einzelne Inhalte abgefragt, die zuvor in den fünf fachbezogenen Unterrichtsmodulen gelernt wurden. Der Handy-Führerschein ist somit die zusammenführende Ergebnissicherung des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler sichern sich selbst durch das Beantworten einfacher Fragen einen Nachweis ihrer Medienkompetenz in Sachen Handy. Multiple-Choice-Fragebogen Mittels Fragebogen beantworten die Kinder im Multiple-Choice-Verfahren jeweils eine Frage zu den vorangegangenen fünf Unterrichtsmodulen. Der Fragebogen kann in ausgedruckter Form als Test bearbeitet oder online am Computer ausgefüllt werden. Online werden die Fragen am Ende des Tests ausgewertet, für die analoge Auswertung gibt es ein Lösungsblatt für Lehrkräfte. Ein persönlich gestaltetes Dokument Nach "erfolgreicher Prüfung" erhalten die Schülerinnen und Schüler ihren Handy-Führerschein: Sie tragen selbst ihren Namen ein und können den Führerschein persönlich gestalten. Der Handy-Führerschein dokumentiert sichtbar ihre neu erworbenes Wissen. Eine eigene Projekt-Website erstellen Eine Klasse, die das Projekt "Handy-Führerschein" durchlaufen hat, kann gemeinsam mit ihrer Lehrkraft ihre Arbeitsbeispiele und -ergebnisse mit einer eigenen Website im Internet präsentieren. Ganz einfach geht das mit dem Homepage-Generator Primolo von Schulen ans Netz e. V. Für die Schülerinnen und Schüler ist dies eine gute Möglichkeit, sich dem Medium Internet anzunähern und ihre Projektergebnisse anderen zugänglich zu machen. Bilder der selbst gebastelten "Traum-Handys" Fotos und Texte der Umfragen und Interviews Ergebnisse der Handy-Experimente Foto-Dokumentation einer nachgespielten Notfallsituation oder anderer Rollenspiele Einzelne Handy-Führerscheine der Schülerinnen und Schüler Bredenkötter, Jens; Ring, Martin (2004): Benny Blu Handy - Telefone und Funklöcher. Regensburg: Kinderleicht Wissen Schubert, Ulli (2003): Leselöwen Handygeschichten. Bindlach: Loewe

  • Computer, Internet & Co.  / Sache und Technik
  • Primarstufe

WhatsApp – Fluch oder Segen?

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "WhatsApp – Fluch oder Segen?" lernen Schülerinnen und Schüler durch Internet- und Handyrecherche die beliebte Smartphone-App "WhatsApp" näher kennen, erarbeiten Pro- und Contra-Argumente und setzen sich kritisch mit der Nutzung auseinander.Nahezu jeder junge Mensch besitzt inzwischen ein Smartphone und kommuniziert über "WhatsApp" mit dem Freundeskreis. Die beliebte Smartphone-App ist schnell installiert und ermöglicht Kommunikation und Interaktion, wann und wo immer gewollt. Die Nutzung ist meist kostenfrei im WLAN mittels Internetflatrate möglich. Doch trotz aller Vorteile kommt es auch hier häufiger zu Mobbing und die Ablenkung im Lernalltag ist groß. Daher sollten sich Schülerinnen und Schüler mit der App genauer auseinandersetzen, Vor- und Nachteile erkennen und das eigene Verhalten kritisch reflektieren. Lernrunden Die Schülerinnen und Schüller sollen sich in Lernrunde 1 zunächst mit dem Thema und dem Medium WhatsApp auseinandersetzen, damit alle auf dem gleichen Stand sind. In Lernrunde 2 lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre eigene Nutzung der App und die der anderern zu bewerten. In Lernrunde 3 wird eine Klassendiskussion vorbereitet, in der der eine Teil die Für-, der andere die Gegenargumente der Nutzung von Whatsapp beleuchtet. Auch die Suchtgefahr und ein Vergleich mit der SMS und dem sozialen Netzwerk Facebook sollen vorgenommen werden. Inwiefern die Kommunikation oder gar die deutsche Sprache durch kurze Nachrichten oder Emoticons gefährdet werden kann, wird in Lernrunde 4 besprochen und an Beispielen diskutiert. Abschließend betrachtet die Lernrunde 5 einen anderen Verwendungszweck zu dieser App, die von Polizistinnen und Polizisten in Mumbai genutzt wird. Auf dieser Idee aufbauend sollen die Schülerinnen und Schüler weitere Nutzungsmöglichkeiten erörtern. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, unabhängig von der eigenen Meinung zu argumentieren. arbeiten im Team und kommen zu gemeinsamen Ergebnissen. setzen sich kritisch mit dem Thema Mediennutzung auseinander. recherchieren und bewerten Informationen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen kritischen Umgang mit dem Smartphone. lernen, mit einer App umzugehen. nutzen das Internet, um Informationen zu sammeln. visualisieren Ergebnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den vernünftigen Umgang mit Chats. lernen die Kommunikation anderer kennen und verstehen. lernen, einen sorgfältigen Umgang mit der deutschen Sprache in Chats.

  • Deutsch  / Politik / SoWi
  • Sekundarstufe I

Nicht alles, was geht, geht: das Handy

Unterrichtseinheit

Das Handy bietet unzählige Möglichkeiten, aber auch diverse Risiken, die in dieser Unterrichtseinheit thematisiert werden. Anhand einer produktionsorientiert angelegten Auseinandersetzung mit Fallbeispielen sollen die Schülerinnen und Schüler Recht und Unrecht und dabei vor allem den korrekten Umgang mit der Handykamera und Bluetooth-Funktionalitäten erkennen.Den Schülerinnen und Schülern soll klar werden, in welchen Fällen mit dem Handy teilweise aus Unwissenheit, teilweise auch mit Vorsatz im schlimmsten Fall sogar strafrechtlich relevante Verstöße begangen werden. Gearbeitet wird im Unterricht mit Fallbeispielen, die auf die zentralen Problembereiche der Handynutzung eingehen, wie zum Beispiel "Happy-Slapping" oder die Weiterverbreitung peinlicher Fotos und Filmszenen. Fachbezug Deutsch Im Sinne der Forderungen des Kerncurriculums Deutsch der Haupt- und Realschule (beispielsweise in Niedersachsen) erweitern die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtseinheit ihre Medienkompetenz. Darüber hinaus nutzen sie - wie für die Schuljahrgänge 5 und 6 sowie 7 und 8 gefordert - Formen des produktiven Textumgangs beziehungsweise verwenden produktive Verfahren zur Deutung von Texten. Fachbezug Politik Im Sinne der Forderungen des Kerncurriculums Politik in Niedersachsen werden in dieser Unterrichtseinheit die Bereiche "Normative Grundlagen" und "Konflikte" aus dem für die Schuljahrgänge 7 und 8 verbindlichen Themenfeld "Zusammenleben in der demokratischen Gesellschaft" aufgegriffen. Ablauf der Unterrichtseinheit Einstieg in die Unterrichtseinheit Hier werden zwei Möglichkeiten des Einstiegs in die Unterrichtseinheit vorgestellt. Wahlweise kann ein Unterrichtsgespräch oder eine Gruppenarbeit als Einführung dienen. Erarbeitungsphasen In den Erarbeitungsphasen setzen sich die Lernenden mit Chancen und Risiken der Handynutzung sowie der missbräuchlichen Herstellung von Handyfilmen auseinander. Vertiefung und Auswertung In dieser Phase nehmen die Schülerinnen und Schüler die Perspektive der Beteiligten ein und hinterfragen kritisch das Verhalten der Täter. Sicherung und Festigung Die Lernenden wenden die gewonnenen Erkenntnisse auf die Fallbeispiele an und reflektieren das neu Gelernte. Die Schülerinnen und Schüler betrachten Medienprodukte kritisch und tauschen sich darüber aus. setzen sich produktiv mit Texten auseinander. beschäftigen sich mit dem Zusammenleben und möglichen Konflikten in der demokratischen und medial bestimmten Gesellschaft. Der Einstieg mithilfe des auf der Tafel oder Folie präsentierten Zitats "Ohne mein ... könnte ich nicht leben!" soll die Schülerinnen und Schüler zum Thema der Stunde führen und ihnen zugleich aufzeigen, welche große Bedeutung dem Handy in ihrem alltäglichen Leben zukommt. Am Ende dieses Einstiegs sollte die Überschrift "Das Handy" für den Rest der Stunde an der Tafel stehen. Erstellen von Partnerinterviews Sollte insgesamt mehr als eine Doppelstunde Zeit zur Verfügung stehen, bieten sich ergänzend oder alternativ zum Einstieg Partnerinterviews an. Dies dient dazu, den Schülerinnen und Schülern eine freie und ungezwungene Einführung in die Stundenthematik zu ermöglichen. Sie werden sich über die gestellten Fragen darüber bewusst, dass das Handy aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken ist und eine Schlüsselrolle im Rahmen der jugendlichen Lebenswelt einnimmt. Für die Interviews werden zunächst die drei Interview-Fragen an die Tafel geschrieben: "Seit wann hast Du ein eigenes Handy?", "Was machst Du am liebsten mit Deinem Handy?" und "Hast du dich schon mal über dein Handy geärgert?". Während der Interviews machen sich die Lernenden Notizen für eine nachfolgende Präsentation der Interview-Ergebnisse. Präsentation der Interview-Ergebnisse Anschließend stellen einzelne Schülerinnen und Schüler ihre Interviews vor. Nach zwei bis drei Interview-Vorstellungen sollten nur noch ergänzende oder andersartige Beiträge zur zweiten und dritten Frage präsentiert werden. Während der Präsentationen sollten Rückfragen der Schülerinnen und Schüler zugelassen werden, zum Beispiel Fragen nach Gründen. Nach diesem alternativen Einstieg kann direkt zur zweiten Frage der folgenden Erarbeitung übergeleitet werden. Spontane Äußerungen zu Aspekten der Handynutzung In dieser ersten Erarbeitung soll den Schülerinnen und Schülern deutlich werden, dass das Handy ein tolles Multifunktionsgerät ist, welches zahlreiche Funktionen und damit Chancen bietet, das aber auch etliche Probleme mit sich bringt. Dafür bietet es sich an, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst spontane Äußerungen zu positiven und negativen Aspekten des Handys machen, indem sie auf die Frage "Warum ist das Handy für euch so wichtig?" und anschließend auf die Frage "Wenn das Handy für euch so wichtig ist, warum darf es dann in der Schule nicht oder nur sehr eingeschränkt benutzt werden?" reagieren. Bei der zweiten Frage wäre es gut, wenn ein direkter Bezug zur jeweiligen Schulordnung hergestellt würde. Vertiefende Gruppenarbeit Diese ersten spontanen Äußerungen leiten die anschließende Gruppenarbeit ein, bei der die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Plakate erstellen, auf welchen sie positive und negative Aspekte der Handynutzung tabellarisch gegenüberstellen. Alternativ können die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit auch auf Folie festgehalten werden, würden dann jedoch nicht dauerhaft präsent bleiben können. Ein oder zwei der entstandenen Plakate werden im Anschluss an die Gruppenarbeit vorgestellt. Spätestens nach der zweiten Gruppe sollte nur noch ergänzend präsentiert werden. Kritische Gedanken als Übergang zur nächsten Phase Vermutlich werden in dieser Phase noch keine kritischen Gedanken bezüglich des missbräuchlichen Erstellens und Weiterleitens von Bild- und Filmmaterial angeführt. Sollten diese dennoch erfolgen, können sie als Aspekte als Überleitung zur folgenden Phase verwendet werden. Fallbeispiele lesen und einschätzen In dieser Phase sollen sich die Lernenden individuell in Fallbeispiele aus ihrer Lebenswelt einlesen, bei denen Jugendliche mit dem Handy missbräuchlich Filme herstellen, an deren Erstellung mitwirken oder Filme anderer weiterleiten. Dazu erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Kopie von vier Fallbeispielen (Arbeitsblatt MS1). Nach einem ersten Lesen sollen die Lernenden spontan in einer Tabelle (Arbeitsblatt MS2 oben) festhalten, wie problematisch sie das Verhalten der Filmenden beziehungsweise Filme-Verbreitenden finden, und diese Einschätzungen je nach zur Verfügung stehender Zeit auch begründen. Kein Bewusstsein für strafrechtliche Relevanz zu erwarten Zu erwarten ist, dass den Schülerinnen und Schülern die Tragweite und die strafrechtliche Relevanz in den einzelnen Fällen nicht bewusst sind und sie deshalb die Schwere der Vergehen zu gering einschätzen. Diese erste Einschätzung soll die Vorkenntnisse festhalten und es ermöglichen, in der späteren Sicherungsphase die im weiteren Verlauf gewonnenen Erkenntnisse und damit den Lernerfolg zu verdeutlichen. Zeitsparendes, arbeitsteiliges Lesen als Variante Um diese und die beiden folgenden Phasen zu verkürzen, könnte das erste Fallbeispiel weggelassen werden. Gegen ein eventuell zeitsparendes, arbeitsteiliges Lesen und anschließendes Vorstellen der Fallbeispiele spricht hingegen, dass eine derartige Vorstellung automatisch subjektiv gefärbt ist und dabei gerade auf Grund einer möglicherweise eintretenden Verharmlosung entscheidende Details verloren gehen können. Somit könnten sich nicht mehr alle Beteiligten auf Grundlage derselben Fakten ein eigenes Bild von den Situationen machen. Perspektive der Beteiligten einnehmen In dieser Phase sollen die Lernenden die Perspektive einer Opfer- oder Täterfigur einnehmen, um sich die verletzten Gefühle und die empfundene Machtlosigkeit aufseiten der Opfer sowie die niederen Beweggründe und das Unrechtsbewusstsein beim Handeln der Täter bewusst zu machen. Dafür bietet sich das Schreiben innerer Monologe an, in denen die Schülerinnen und Schüler Gedanken und Gefühle während beziehungsweise nach der Tat (Ängste, Motive und so weiter) in der Ich-Perspektive versprachlichen. Bei diesem handlungs- und produktionsorientierten Schreiben liegt der besondere Anspruch darin, sich in die jeweilige literarische Figur hineinzuversetzen und einen Text zu produzieren, der mit den zuvor erschlossenen Informationen stimmig ist. Einzel- oder Partnerarbeit Beim Schreiben der inneren Monologe kann sich je nach Lerngruppe eine individuelle Einzelarbeit oder eine bereichernde Partnerarbeit anbieten. Es ist wichtig, dass zu jeder Figur mindestens ein innerer Monolog entsteht, um im weiteren Verlauf die konträren Emotionen in den unterschiedlich gelagerten Fallbeispielen abbilden und weiter vertiefen zu können. Bei der Verteilung der Rollen sollte darauf geachtet werden, dass damit nicht individuell problematische gruppenspezifische Strukturen aufgegriffen und verstärkt werden. Unrechtsbewusstsein stärken In dieser Phase sollen die in der vorherigen arbeitsteiligen Phase gewonnenen Einblicke in die Gefühle und Gedanken der einzelnen Opfer- und Täterrollen allen Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht werden. Das jeweilige Verhalten der Täter wird kritisch hinterfragt und bewertet. Insbesondere sollen hier das Unrechtsbewusstsein gestärkt sowie die zuvor vermutlich unterschätzte Tragweite und Schwere der Taten der Filmenden und der Filme-Verbreitenden erkannt werden. Präsentation der inneren Monologe Um alle auf einen gemeinsamen Kenntnisstand zu bringen, treten zunächst die zwei oder drei an einem Fallbeispiel beteiligten Figuren vor die Klasse und präsentieren nacheinander ihre inneren Monologe. Im Sinne des zu erreichenden Ziels sollten die inneren Monologe der jeweils Filmenden beziehungsweise der Filme-Verbreitenden zuletzt präsentiert werden. Zugunsten einer kohärenten Präsentation sollte zu jeder Figur nur ein innerer Monolog vorgestellt werden. Im Rahmen der sechs folgenden Besprechungen können weitere, bisher noch nicht angeführte Aspekte eingebracht und gewürdigt werden. Vertiefung der Einzelfälle Um eine intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Fallbeispielen zu gewährleisten, sollte jedes einzelne direkt im Anschluss an dessen Präsentation kommentiert und weiter vertieft werden, bevor das nächste Fallbeispiel angesprochen wird. Zunächst werden dabei die zwei oder drei vorgestellten inneren Monologe gewürdigt und kommentiert. Hierbei muss insbesondere überprüft werden, ob der produktive Umgang mit der Textgrundlage gelungen ist, das heißt ob die inneren Monologe mit den Informationen aus den Fallbeispielen stimmig sind und die Darstellung der Beweggründe und Gefühle vor dem Hintergrund der jeweiligen Situation überzeugen können, wobei hier auch mögliche Ergänzungs- oder Verbesserungsvorschläge gemacht werden könnten. Die jeweils präsentierenden Schülerinnen und Schüler berichten anschließend (je nach Gruppenzusammensetzung vielleicht auf freiwilliger Basis) kurz über ihre Gefühle bei der Rollenübernahme. Dies kann zu einer Verstärkung der Wirkung des Dargestellten beitragen. Bewertung des Täterverhaltens Wenn daraufhin sichergestellt ist, dass allen Schülerinnen und Schülern in dem jeweils präsentierten Fallbeispiel die Schwere der seelischen Verletzungen aufseiten der Opferfiguren beziehungsweise das Ausmaß des Einflusses der Handykamera auf die Taten bewusst ist, kann darauf aufbauend eine Bewertung des Verhaltens der Filmenden oder Filme-Verbreitenden eingeleitet werden. Schließlich nehmen alle Schülerinnen und Schüler (auch die Präsentierenden) Stellung zum Verhalten dieser zuletzt genannten Figuren, indem sie auf die folgenden Fragen reagieren: "Warum hat sich Tobi/Laura/Lea/Anne so verhalten?" und "Wie schlimm findet ihr das Verhalten von Tobi/Laura/Lea/Anne?". Bewusstsein über unrechtes Verhalten Am Ende der jeweiligen Stellungnahme zu einem Fallbeispiel sollte den Schülerinnen und Schüler deutlich geworden sein, dass es sich jeweils um niedere Motive aufseiten der Filmenden beziehungsweise der Filme-Verbreitenden handelt und dass diese sich ihres unrechten Verhaltens sowie der Tragweite ihrer Taten nicht ausreichend bewusst sind. Damit müsste das eingangs für diese Phase formulierte Ziel erreicht sein. Erneute Einschätzungen In dieser Phase sollen die Schülerinnen und Schüler die neu gewonnenen Erkenntnisse zu den Fallbeispielen anwenden und sichern sowie über die rechtliche Situation in diesen Zusammenhängen informiert werden. Zunächst wenden sie ihre Erkenntnisse an, indem sie die Fallbeispiele (siehe Erarbeitung I) auf Basis der veränderten Kenntnislage auf dem Arbeitsblatt erneut einschätzen. Zu erwarten ist, dass sie die jeweiligen Taten nun als problematischer einstufen. Veränderungen in den Einschätzungen im Plenum vorstellen Nachfolgend sollten die Schülerinnen und Schüler im Plenum über Veränderungen in ihren Einschätzungen berichten. Sollte sich zeigen, dass sie die Schwere der Vergehen weiterhin unterschätzen, muss dies spätestens nach dem folgenden Vortrag über die strafrechtliche Situation angesprochen und angepasst werden, damit sichergestellt ist, dass sich bei allen eine angemessene Einschätzung als Sicherung auf dem Arbeitsblatt befindet. Lehrervortrag zur rechtlichen Situation Damit deutlich wird, dass es sich dabei nicht nur um moralisch verwerfliche Handlungen, sondern um Straftaten handelt, die schwere Sanktionen nach sich ziehen können, werden die Schülerinnen und Schüler über einen Lehrervortrag darüber informiert, dass es sich in allen Fällen aufseiten der Filmenden beziehungsweise Filme? Verbreitenden um Straftaten handelt. Gegebenenfalls kann zuvor eine spontane Einschätzung der Lernenden bezüglich der strafrechtlichen Relevanz eingeholt werden. Bei der Darstellung der rechtlichen Situation sollte besonderes Gewicht auf die Rechte des Opfers gelegt werden, da diese den Jugendlichen vermutlich nicht ausreichend bekannt sind, aber eine wesentliche Stärkung der Position des Opfers bedeutet. Weiterführend bietet sich hier die Frage danach an, wie sich die Opfer in den jeweiligen Fallbeispielen verhalten könnten oder sollten. Anwendung des neu Gelernten Diese Phase dient der Anwendung und Festigung des neu Gelernten. Die Lernenden kreuzen in einer vorbereiteten Tabelle an, ob die jeweiligen Handlungen erlaubt oder verboten sind. Anschließend werden die Ergebnisse verglichen und eventuell korrigiert, was mit Unterstützung einer Lösungsschablone auf Folie oder Papier erfolgen kann. Bedienungsanleitung zum Umgang mit dem Handy Die Aufgabe kann auch als Hausaufgabe vergeben werden. Alternativ wäre es auch möglich, in einer Folgestunde oder als Hausaufgabe daraus eine Art Bedienungsanleitung zum Umgang mit dem Handy im Zusammenhang mit Bild? und Filmmaterial zu erstellen, die als gegenüberstellende Tabelle "Erlaubt - Verboten" auf Plakate übertragen und dauerhaft präsent bleiben könnte. In der Schlussphase soll das neu Gelernte herausgestellt und reflektiert werden. Bei verbleibender Unterrichtszeit könnte abschließend thematisiert werden, was man als Unbeteiligte oder Unbeteiligter in Fällen mit entsprechend missbräuchlichem Umgang mit Bild? und Filmmaterial tun kann (zum Beispiel die Opfer stärken, über ihre Rechte informieren, Lehrkräfte oder andere Erwachsene einschalten).

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Tangenten und Normalen mit Mobiltelefon-Unterstützung

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Tangenten und Normalen wird die Mathematik-Software "Analysis mobil" vorgestellt, die die Untersuchungen von Funktionen ermöglicht und gemeinsam mit dem Mobiltelefon genutzt wird.In der Behandlung der Analysis bietet sich zur Veranschaulichung stetiger und differenzierbarer Funktionen ein Funktionsplotter an. Kurvendiskussionen sollen in einer Skizze des Graphen münden, die weiterführende Berechnungen vorbereiten soll. Wenn nun noch Tangenten und Normalen auf Funktionsgraphen ermittelt werden müssen, ist zur Kontrolle des Ergebnisses wiederum die Anschauung gefragt. Diese wird in der hier vorgestellten Unterrichtseinheit mithilfe des Mobiltelefons und der Software "Analysis mobil" erzielt.Bei den Kurvendiskussionen müssen die Schülerinnen und Schüler das in der Analysis Gelernte anwenden und in komplexer Form umsetzen. Dabei geht einigen schon einmal der Überblick verloren, und es entstehen Fragen wie: "Muss ich jetzt f, f' oder f'' verwenden?". Dies lässt sich durch übersichtliche Schrittfolgen vermeiden. Kommen aber Anwendungsaufgaben wie die zu Tangenten und Normalen hinzu, kann die als erreicht geglaubte Sicherheit wieder schwinden. Hier können Visualisierungen helfen, die Ergebnisse zu kontrollieren. Von den Lernenden mit Bleistift und Millimeterpapier erstellte Graphen reichen hier oft noch nicht aus, da der Erfahrungsschatz an bereits gesehenen Funktionen und deren Graphen noch zu klein ist. Überdies hängt die Richtigkeit des Graphen direkt von den Rechenfertigkeiten ab. Ein Computerprogramm mit einer Funktionseingabe und einer grafischen Funktionsanzeige (Funktionsplotter) kann hier die Anschauung gut unterstützen und eine unabhängige Kontrolle bieten. Der Computer ist in dem hier vorgestellten Fall ein Mobiltelefon, ein Gerät, das die Schülerinnen und Schüler in der Regel ständig parat haben. Allgemeine Hinweise und Materialien Ausgangssituation, Motivation und Zielstellung, allgemeine Anmerkungen zum Softwareeinsatz und Hinweise zum Einsatz der Materialien Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können ganz- und gebrochen-rationale Funktionen sicher ableiten. können Funktionswerte berechnen. können Geradengleichungen bestimmen. überprüfen ihr Ergebnis anhand einer grafischen Darstellung selbst. können zu einem Punkt des Graphen einer Funktion die Tangente und die Normale bestimmen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler geben Funktionsterme in einen Computer (hier: Mobiltelefon) ein. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits Kurvendiskussionen zu ganz-rationalen und gebrochen-rationalen Funktionen durchgeführt. Die Rechenfertigkeiten beim Ableiten sind fortgeschritten, aber noch nicht als gefestigt zu bezeichnen. Das Verständnis der Ableitung als Anstieg einer Tangente an den Graphen droht durch das schematische Durchrechnen von Kurvendiskussionen langsam in Vergessenheit zu geraten. Die Bestimmung von Tangenten und Normalen stellt diese Zusammenhänge in einem anderen Licht dar und festigt so den bereits gelernten Stoff. Die Gerade, die als Ausgangspunkt zur Bestimmung des Differentialquotienten diente, die Tangente an den Graphen der Funktion f im Punkt (x;f(x)), soll nun rechnerisch bestimmt werden. Die ihr verwandte Gerade namens Normale soll ebenso bestimmt werden, nachdem sie als Begriff eingeführt worden ist. Veranschaulichung der Rechenergebnisse Die in dem Dokument "tangenten_normalen_aufgaben.pdf" vorgestellten drei Aufgaben sind von ansteigendem Schwierigkeitsgrad und verlangen einige Abstraktion, da nicht immer der gleiche Sachverhalt berechnet werden muss. Damit unterscheiden sich diese Aufgaben von den Kurvendiskussionen insofern, als die Lernenden das sicher geglaubte Terrain der immer ähnlichen Schrittfolge verlassen müssen. Das Selbstvertrauen kann aber durch die Veranschaulichung der Rechenergebnisse durch den Funktionsplotter gestärkt werden. Erst wenn die Sachverhalte im Bild klargemacht werden, kann für einige Schülerinnen und Schüler die Aufgabe zum Ziel führend und motivierend gelöst werden. Abb. 1 zeigt die Lösung einer Aufgabe mit dem Mobiltelefon. Der Computer nimmt nicht das Denken ab! Werden die Sachverhalte nicht deutlich gemacht, rauscht der Unterricht ab einem bestimmten Punkt an den Lernenden vorbei, und sie haben wenige Möglichkeiten des Wiedereinstiegs. Gerade in den komplexen Weiten der Analysis ist Anschauung oft notwendig, um sich in den immer höher abstrahierten Begriffen und deren Abhängigkeiten zurechtzufinden. Von den Zahlenfolgen und ihren Grenzwerten über Grenzwerte von Funktionen haben sich die Lernenden an den Differenzen- und Differentialquotient, an Extrempunkte und Wendestellen herangearbeitet, so dass die Anwendung des gelernten Wissens manchmal schwer fällt. Die Anwendung moderner Technik hat hier einen Beitrag geleistet, Probleme besser zu verstehen und eigene Ergebnisse verifizieren zu können. Die Anwendung eines Computerprogramms soll nicht das Lösen der Aufgaben ersetzen. Sie soll das Denken unterstützen. Aufgabenstellungen und Einsatz des Mobiltelefons Neben den Aufgabenstellungen finden Sie in dem Dokument "tangenten_normalen_aufgaben.pdf" auch eine Beschreibung der Lösungswege sowie didaktisch-methodische Hinweise und zahlreiche Screenshots, die die Darstellung der Zwischenschritte und der Ergebnisse auf dem Display des Mobiltelefons veranschaulichen (Abb. 2). Software Die Software "Analysis mobil" (JavaME-Programm) sollte auf den Mobiltelefonen aller Schülerinnen und Schüler installiert sein (Shareware, 10 € pro Einzellizenz). Lehrpersonen, die mit ihrem Kurs gemeinsam das Programm nutzen möchten, können sich für eine kostenlose Klassen-Lizenz an den Autor wenden: mail-at-analysismobil.com). Die Übertragung der Software auf das Mobiltelefon erfolgt am einfachsten per Bluetooth oder Datenkabel. Analysis mobil Auf dieser Seite ist das Programm mit seiner Funktionsweise beschrieben. Neue Versionen werden dort angezeigt.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe II

Anna Gavalda: Petites pratiques germanopratines

Unterrichtseinheit

Die Kurzgeschichte "Petites pratiques germanopratines" von Anna Gavalda wird in dieser Einheit auf verschiedenen Ebenen analysiert und bietet darüber hinaus vielfältige Sprech- und Schreibanlässe.Diese Unterrichtseinheit zu Anna Gavaldas "petites practiques germanopratines" ist in großen Teilen sehr handlungsorientiert ausgerichtet. Im Rahmen der Kurzgeschichte wird neben den eher praktisch orientierten Themenbereichen "Auf Französisch flirten" und "Mit dem Handy telefonieren" unter anderem das Pariser Viertel St. Germain des Prés thematisiert. Die Einheit eignet sich auch als Einführung in die Arbeit mit französischsprachiger Literatur, denn neben Sagan und Baudelaire geht es hier auch um triviale Liebesromane.Parallel zur eher klassischen Behandlung der Lektüre bietet das umfangreiche Arbeitsmaterial viele Möglichkeiten zur Internetrecherche. Die thematische Strukturierung der Informationen erfolgt anhand gezielter Arbeitsaufträge. Neun Arbeitsaufträge (zusammengefasst in der Datei "Arbeitsblätter") begleiten die Lernenden bei der Analyse der Kurzgeschichte. Pro Unterrichtsstunde wird ein Arbeitsauftrag erteilt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten aus literarischen und nicht-literarischen Texten gezielt Informationen, fassen Informationen zusammen und diskutieren diese. erarbeiten sich das Vokabular zu den Themenbereichen "Auf Französisch flirten" und "Telefonieren mit dem Handy". durchleben verschiedene Situationen in selbst geschriebenen Rollenspielen und vorführen diese vor. schreiben selbst kreative Texte in der Zielsprache. äußern und begründen ihre Meinung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit französischsprachigen Internetseiten. erproben den Umgang mit Präsentationssoftware, indem sie recherchierte Informationen weiterverarbeiten und präsentieren. Adosurf Die für Jugendliche sicherlich sehr interessante Seite "Adosurf", die an das deutsche Jugendmagazin "Bravo" erinnert, bietet kurze Artikel zum Thema und interessante Statistiken. Adosurf: Comment draguer les mecs Adosurf: Ce qu'il faut savoir pour bien draguer les filles Adosurf: Le mec idéal Adosurf: La fille idéale Phraseologie des Telefonierens Der Hueber-Verlag bietet hier online die gesamte Phraseologie des Telefonierens auf ansprechend gestalteten Arbeitsblättern mit deutscher Übersetzung. hueber.de: Je voudrais parler à ... hueber.de: Laisser un message hueber.de: Pourriez-vous répéter, s'il vous plaît ... hueber.de: Fixer un rendez-vous ...

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Handy in der Schule: Chancen und Risiken

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtsmaterialien von Saferinternet.at unterstützen Lehrkräfte dabei, kompetent mit Chancen und Risiken umzugehen und Smartphone oder Tablet kreativ in den Unterricht einzubinden.Das Smartphone nimmt in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert ein. Für die Schule ist es daher allenfalls eine kurzfristige Lösung, die mobilen Geräte zu verbieten. Vielmehr zeigt sich die Notwendigkeit, die Handynutzung in ein medienpädagogisches Konzept zu integrieren. Die vorliegenden Materialien unterstützen Lehrkräfte dabei. Inhaltlicher Aufbau der Broschüre Teil 1 beinhaltet eine kurze Einführung zum Thema sowie zehn Übungen, die Chancen und Risiken des Handys gleichermaßen in den Blick nehmen. Lehrkräfte erhalten zudem konkrete Hilfestellungen für das aktive Einbinden des Handys in den Unterricht. Teil 2 enthält weitere Unterrichtsbeispiele sowie zehn praktische Tipps zum Handy in der Schule. Hinweis Bitte beachten Sie, dass die Materialien von Saferinternet.at aus Österreich kommen und daher auch von der österreichischen Rechtslage ausgehen. Gegebenenfalls sind also nicht alle geschilderten Szenarien eins zu eins auf Deutschland übertragbar.Die Materialien wurden durch Saferinternet.at unter Mitarbeit von erfahrenen Lehrenden und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF) erstellt. Saferinternet.at unterstützt vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Die Initiative wird im Auftrag der Europäischen Kommission im Rahmen des CEF Telecom Programms umgesetzt.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Mobile Kommunikation – Technik, die fasziniert

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtsmaterialien des Informationszentrums Mobilfunk vermitteln technische und physikalische Zusammenhänge, die grundlegend für das Verständnis der Mobilfunktechnologie sind. Alle Inhalte wurden gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe entwickelt.Eine Welt ohne mobile Kommunikation? Heute kaum noch vorstellbar. Auch wenn die ständige Erreichbarkeit manchmal lästig sein kann, so ist doch das Handy für viele unentbehrlich geworden. In wohl kaum einem anderen Bereich ist der technische Fortschritt so rasant und für alle spürbar. Warum sollte »Mobile Kommunikation« in der Schule behandelt werden? Zum einen wegen der großen gesellschaftlichen Relevanz, aber aus naturwissenschaftlicher Sicht auch deshalb, weil dabei grundlegende physikalische und technische Aspekte thematisiert werden können. Dies betrifft die Eigenschaften elektromagnetischer Wellen ebenso wie die Struktur des Mobilfunknetzes. Mit Handy und Smartphone stehen Geräte zur Verfügung, mit denen sich eine Vielzahl von anschaulichen Experimenten kostengünstig durchführen lässt.Die Materialien dienen der Förderung der Medienkompetenz durch die Auseinandersetzung mit den technischen und physikalischen Bedingungen mobiler Kommunikation. Sie sind für die Sekundarstufen I und II geeignet und knüpfen an die Lehr- und Bildungspläne für den Physikunterricht und für technische Unterrichtsfächer an. Sie bestehen aus vier Einzelthemen, für die neben praktischen Unterrichtsanregungen präzise erläutert wird, welche Kompetenzen bei den Lernenden durch die Behandlung der Themen gestärkt werden sollen. Die Anregungen und Aufgaben decken unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ab. Sie sind sowohl für einen Einstieg in das Themenfeld als auch für eine tiefergehende Behandlung geeignet. Grundlagen mobiler Kommunikation Zum Einstieg befassen sich die Schülerinnen und Schüler sowohl mit der Vergangenheit als auch der Zukunft der Mobilfunktechnik. Elektromagnetische Wellen Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der Betrachtung von Funkwellen, Frequenzen und Übertragungsverfahren. Mobilfunknetze und -antennen Die Schülerinnen und Schüler erfahren Wissenswertes über Standorte und Aussehen von Mobilfunkantennen. Wechselwirkungen mit Körper und Materie Die Schülerinnen und Schüler setzen sich sowohl mit Einflüssen auf die Mobilfunkübertragung als auch mit der Wirkung des Mobilfunks auf den Körper auseinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen Techniken zur Übertragung von Informationen kennen. nehmen technische Geräte in Gebrauch und bedienen sie sachgemäß. führen Versuche durch und werten sie aus. lernen Eigenschaften elektromagnetischer Wellen kennen. verwenden physikalische Begriffe, Größen und Einheiten angemessen. nutzen physikalisches Wissen zum Bewerten von Risiken und Sicherheitsmaßnahmen bei Experimenten, im Alltag und bei modernen Technologien. stellen Messwerte grafisch dar. Der Erklärfilm "Geschichte des Mobilfunks" des Informationszentrums Mobilfunk e. V. kann einleitend angesehen oder zur Bearbeitung des Arbeitsblattes "Vom ersten Funken bis zur neusten Welle" herangezogen werden. Um sich einen Überblick über wichtige Begriffe und Standards der Mobilfunktechnik zu verschaffen, halten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Kurzreferate. Als Referatsthemen eignen sich unter anderem: Die ersten Mobilfunknetze A-, B- und C-Netz; das D- und E-Netz; GSM; UMTS; LTE und WLAN. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Mobilfunkanwendungen, die sie sich in Zukunft vorstellen können. Ob realistisch oder futuristisch - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Werden wir zum Beispiel bald per Handy unsere Wohnungstür aufschließen oder es als smarte Uhr ständig am Körper tragen? Zur Ideenfindung und gegenseitigen Inspiration können die Jugendlichen in Kleingruppen zusammenkommen und jeder schreibt in drei Minuten drei Ideen auf ein Blatt. Die Blätter werden innerhalb der Gruppe herumgegeben und der Nächste hat drei Minuten Zeit, die Ideen weiterzuentwickeln oder neue hinzuzufügen. Dies wird weitergeführt, bis jeder sein Blatt wieder vor sich hat. Nun einigt sich jede Gruppe auf die besten drei Ideen und stellt sie der Klasse vor. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet, welche Anwendungen tatsächlich in der Entwicklung sind und an welchen Möglichkeiten derzeit geforscht wird. Hilfreiche Stichwörter für die Eingabe in Suchmaschinen sind: digitale Anwendungen, E-Government, E-Health, E-Learning, Forschung, Kommunikation, Machine-to-Machine (M2M), M-Commerce, Mobilfunk, Navigation, Telematik. Die Lernenden vergleichen die Funde mit ihren eigenen Ideen: Gibt es Übereinstimmungen? Was halten sie von den Entwicklungen? Verbindungszeit zwischen zwei Handys messen Um zu verdeutlichen, welche verschiedenen Prozesse ablaufen, um ein Telefonat einzuleiten, legen die Schülerinnen und Schüler zwei Handys, die das gleiche Mobilfunknetz verwenden, nebeneinander und rufen eines der Handys mit dem anderen an. Die Zeit vom ersten Freizeichen bei Handy 2 bis zum ersten Klingelton bei Handy 1 wird gestoppt. In einem weiteren Versuch werden die beiden Handys möglichst weit auseinander positioniert und der Vorgang wird wiederholt. Auch die Verbindungszeit zwischen zwei Handys, die unterschiedliche Netze verwenden, wird in einem weiteren Versuch gestoppt. Aufgrund des relativ geringen Zeitunterschiedes empfiehlt es sich, die Versuche mehrfach durchzuführen. Vergleich der gemessenen Zeiten Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgangsstufen können auch eine Statistik anlegen, mit deren Hilfe sie die gemessenen Zeiten vergleichen. Dabei werden sie feststellen, dass die räumliche Entfernung zwischen Sender und Empfänger unbedeutend ist (denn die Funkwellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus; die Handys kommunizieren zudem nicht direkt), der Verbindungsaufbau in ein anderes Netz jedoch länger dauert (der Anruf muss vom einen Netz in das andere übermittelt werden). Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zunächst selbst überlegen, woran dies liegen könnte. Was glauben sie, passiert in der Zeit zwischen Freizeichen und Klingelton? Welcher Weg ist bis zum Empfänger zurückzulegen? Zur Nachbesprechung können Sie die Grafik "Der Weg vom Sender zum Empfänger" an die Schülerinnen und Schüler ausgeben und besprechen. Betriebsarten GSM und UMTS Legen Sie ein GSM-Handy oder ein auf die Betriebsart GSM umgestelltes Handy neben eine Stereoanlage, ein Radio oder einen Computer-Lautsprecher. Die Schülerinnen und Schüler beobachten, was passiert, wenn sie das Handy aus- und wieder einschalten, wenn sie es anrufen oder ihm eine SMS schicken. Zu hören sind jeweils "Knackgeräusche". Überlegen Sie gemeinsam, was die Geräusche verursacht: Die Funkwellen des Handys werden vom Lautsprecher aufgefangen. Die Geräusche sind also immer dann zu hören, wenn das Handy Funkwellen sendet. Beim Ein- und Ausschalten meldet sich das Handy beim Mobilfunknetz an und ab. Beim Empfang einer SMS ist das Geräusch bereits zu hören, bevor man den SMS-Ton hört. Die Basisstation nimmt als Erstes Kontakt zu dem Handy auf, um sich den Standort "bestätigen" zu lassen. Erst dann werden die Informationen an das Handy weitergeleitet. Auch wenn man ein Handy für mehrere Stunden neben einen Lautsprecher legt, können Knackgeräusche ertönen, denn auch ein unbenutztes Handy meldet sich in regelmäßigen Abständen bei der Basisstation an, um zu zeigen, dass es empfangsbereit ist. Ist das Handy auf die Betriebsart UMTS gestellt, ist kein "Knacken" zu hören, da bei UMTS mit einem kontinuierlichen Signal gearbeitet wird. Die Geräusche aber entstehen durch das Versenden der Informationen in Paketen. Song "Knackgeräusche" als Einleitung In einigen Songs elektronischer Musik werden die "Knackgeräusche" auch absichtlich verwendet und sind deutlich hörbar. Um die Aufmerksamkeit Ihrer Schülerinnen und Schüler zu wecken, können Sie den Versuch mit einem solchen Song einleiten und die Lernenden fragen, was ihnen an dem Lied auffällt. Erkennen sie die Geräusche? Die Schülerinnen und Schüler klemmen ein elastisches Kunststofflineal auf ihre Tischplatte und lassen es dabei einige Zentimeter über die Tischkante hinausragen. Den in der Luft hängenden Teil des Lineals versetzen sie in Schwingung, indem sie ihn nach unten drücken und dann loslassen. Das Lineal schwingt auf und ab, wodurch einige Luftzonen verdichtet, andere verdünnt werden: Es entstehen fortschreitende Schallwellen. Die Lernenden können das schwingende Ende nun im Wechsel verkürzen und verlängern und beobachten, wie sich die Tonhöhe dabei verändert. Erläutern Sie gemeinsam anhand der Beobachtungen den Zusammenhang zwischen Wellenlänge und Frequenz: Je kürzer das schwingende Ende, desto höher die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und damit auch die Tonhöhe (Frequenz). Andersherum gilt: Je länger das überstehende Ende ist, desto länger sind auch die erzeugten Wellen. Gleichzeitig ist der zu hörende Ton aber tiefer, die Frequenz also niedriger. Um den Zusammenhang zwischen Wellenlänge und Frequenz für sich zu veranschaulichen, zeichnen die Schülerinnen und Schüler auf einer Zeitachse von mindestens zwei Sekunden eine Schwingung mit sechs Hertz ein. Die verschiedenen Vielfachzugriffsverfahren In einem Funknetz telefonieren viele Menschen gleichzeitig, ihre Telefonate müssen auseinandergehalten werden. Damit nicht alle Signale durcheinandergeraten, nutzt der Mobilfunk verschiedene Vielfachzugriffsverfahren: Der GSM-Standard nutzt das Zeitmultiplexverfahren (TDMA), bei dem Gespräche über Zeitschlitze zugeordnet werden, und das Frequenzmultiplexverfahren (FDMA), bei dem über Frequenzen zugeordnet wird. Die Standards UMTS und LTE nutzen das Codemultiplexverfahren (CDMA). Bei diesem Verfahren gelingt der Vielfachzugriff über Codes. Sehen Sie sich zur Erklärung die Grafik "Unterscheidung FDMA, TDMA und CDMA" mit Ihren Schülerinnen und Schülern an. Zur Veranschaulichung dienen zudem die folgenden beiden Anregungen. Stimmengewirr und Signalsalat Um den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen der Zuordnung nach Zeit und nach Code verständlich zu machen, simulieren Sie mit der Klasse ein Schulfest. Zunächst sprechen alle laut durcheinander bis zu einem vorher abgesprochenen Zeichen - die Schülerinnen und Schüler werden merken, dass sie sich kaum verständigen können. Eine Verständigung wie bei TDMA sähe im übertragenen Sinne so aus: Alle Schülerinnen und Schüler sprechen nur nacheinander, also in »Zeitschlitzen«. So können sie sich zwar gut verstehen, der Nachteil ist allerdings, dass sie ihr Gespräch ständig unterbrechen müssten. Bei CDMA dagegen können alle gleichzeitig reden. Dabei ist es so geregelt, dass jedes Gesprächspaar einen eigenen Code zur Verständigung nutzt - dies kann zur Verdeutlichung ein bestimmtes Geräusch oder eine bestimmte Sprache (Deutsch, Englisch et cetera) sein. Auf diese Weise hört jeder Jugendliche seinen Gesprächspartner aus dem Stimmengewirr heraus, obwohl sich alle gleichzeitig unterhalten. Viele Wege führen von A nach B Um zu veranschaulichen, wie Daten beim Zeit- und beim Frequenzmultiplexverfahren übertragen werden, stellen Sie in einigen Metern Abstand voneinander zwei Tische auf. Auf beiden Tischen werden acht Spalten (sinnbildlich für verschiedene Handys) markiert. Auf Tisch A werden in jede Spalte acht kleine Gegenstände (zum Beispiel Bausteine) gelegt. Für die Verdeutlichung von FDMA führen auf dem Boden acht Kreidelinien (sinnbildlich für die Frequenzen) jeweils von einer Spalte auf Tisch A zu der dazugehörigen Spalte auf Tisch B. Vor jede Spalte auf Tisch A stellt sich ein Jugendlicher und nimmt einen Gegenstand aus seiner Spalte. Sie laufen gleichzeitig auf ihrer jeweiligen Kreidelinie von Tisch A nach Tisch B und legen dort die Gegenstände in der jeweiligen Spalte ab. Um alle Gegenstände von Tisch A nach Tisch B zu transportieren, müssen die Schülerinnen und Schüler den Weg achtmal zurücklegen. Für die Veranschaulichung von TDMA gibt es anstelle der acht Kreidewege nur einen einzigen. Eine Schülerin oder ein Schüler legt acht Gegenstände einer Spalte von Tisch A auf ein Tablett und transportiert sie in die dazugehörige Spalte auf Tisch B. Der Vorgang wird achtmal wiederholt. Vergleichen Sie gemeinsam die beiden Verfahren: Die gleiche Datenmenge wurde übertragen. Beim Zeitmultiplexverfahren musste dafür aber weniger gelaufen bzw. gesendet werden, da mehr Daten auf einmal übertragen werden können. Das kurze Video »Wie funktioniert Mobilfunk?« zeigt die technischen Hintergründe eines Handygesprächs und den Weg der Signale vom Sender- zum Empfängerhandy. In Kleingruppen erzählen sich die Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen mit dem Telefonieren oder dem Verschicken einer SMS in der Silvesternacht oder bei einem großen Festival. Was ist passiert und woran könnte das liegen? Anschließend wird gemeinsam diskutiert. In der Standortdatenbank für Funkanlagen der Bundesnetzagentur können Ihre Schülerinnen und Schüler herausfinden, an welchen Stellen in der Umgebung ihrer Schule Basisstationen positioniert sind. Die Standorte tragen sie in eine Karte der Umgebung ein. Begeben Sie sich gemeinsam auf die Suche nach den in der Datenbank gefundenen Mobilfunkantennen und fotografieren Sie diese ab. Die Fotos können der Karte hinzugefügt werden. An schwer einsehbaren Stellen (zum Beispiel auf Hausdächern) positionierte Antennen können gegebenenfalls über die Satellitenansicht von Online-Kartenprogrammen ausfindig gemacht werden. Diskutieren Sie, warum die Mobilfunkantennen an den jeweiligen Standorten aufgestellt wurden: Welche Bereiche versorgen sie vermutlich? Um den Lernenden zu verdeutlichen, dass Funkwellen in gebündelter Form am besten genutzt werden, bietet sich der Vergleich zu gebündeltem Licht an. Hängen Sie dazu in einem abgedunkelten Raum ein Bild an die Wand und beleuchten Sie es aus gleichem Abstand einmal mit einer Halogenlampe mit Reflektor und einmal mit einer Halogenlampe gleicher Leistung ohne Reflektor. Die Schülerinnen und Schüler werden feststellen, dass gezielt ausgerichtetes Licht das Bild besser ausleuchtet. Ebenso verhält es sich mit Funkwellen. Gebündelte Energie ist also effizienter. Die Jugendlichen suchen auf den Seiten von Antennenanbietern Bilder von Mobilfunkantennen. Sie können außerdem auf die in der Umgebung geschossenen Fotos (Anregung »Antennen der Umgebung«) zurückgreifen und die Bildersuche von Suchmaschinen verwenden. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die gefundenen Antennen so detailliert wie möglich und unterscheiden dabei verschiedene Typen. Das Erklärvideo »Wie wird der SAR-Wert eines Handys gemessen?« zeigt, wie Wissenschaftler prüfen, ob ein Handy den gesetzlichen Vorgaben zur Spezifischen Absorptionsrate entspricht. Feldstärke abhängig vom Aufenthaltsort Um zu verdeutlichen, dass die Feldstärke vom Aufenthaltsort abhängt, teilen Sie den Klassenraum mit Kreidelinien in Felder von etwa einem Quadratmeter Größe ein. Zeichnen Sie den Raum mit den Feldern an der Tafel nach. Für den Versuch sollte der Empfang im Raum nicht zu gut sein. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich nun in die gezeichneten Felder und geben die Balkenzahl ihrer Handys an. An der Tafel werden die Zahlen übernommen. Welche Unterschiede werden festgestellt? Verschiedene Netze vergleichen Auch der Vergleich verschiedener Netze kann interessante Ergebnisse hervorbringen. Als Weiterführung können die Lernenden zudem den Empfang im Schulgebäude erkunden. Dabei untersuchen sie zum Beispiel den Unterschied zwischen dem Empfang im Keller und im Dachgeschoss, im Klassenzimmer bei offenem und bei geschlossenem Fenster sowie vor dem Schulgebäude und innerhalb der Schule. Die Untersuchung kann auch auf die Umgebung ausgeweitet werden: Wie ist der Empfang in einem Aufzug (bei offener und geschlossener Tür), in einem Tunnel, in einem (Kirch-)Turm oder der U-Bahn? Das "verpackte" Handy In Kleingruppen wickeln die Schülerinnen und Schüler ein Handy komplett in Alufolie ein oder legen es in eine Brotbüchse aus Metall. Mit einem zweiten Handy rufen sie das »verpackte« Handy an. Was passiert? Das Handy empfängt die Funkwellen von der Basisstation nicht, da diese durch Metalle reflektiert werden, also nicht bis zum Handy gelangen. Fallen Ihren Schülerinnen und Schülern Beispiele aus dem Alltag ein, bei denen der Handyempfang durch Metall abgeschirmt wird? Welche Stoffe lassen Funkwellen durch? Nun legen die Jugendlichen das Handy in ein Schraubdeckelglas und beobachten die Balkenanzeige. Wie verändert sich diese, wenn sie das Glas rundum mit Fliegengitter oder Maschendraht umwickeln? Was ist zu beobachten, wenn sie das Glas in eine Schüssel voll Wasser halten? Auf der Basis ihrer Feststellungen überlegen die Lernenden: Welche Stoffe lassen die Funkwellen durch, welche nicht? Geben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eigenständig weitere Versuche durchzuführen. Sie können ein Handy mit verschiedenen Stoffen einwickeln und versuchen, es anzurufen. Um zu veranschaulichen, wie Funkwellen durch Reflexion einen Bereich versorgen können, der keine direkten Funkwellen empfängt, empfiehlt sich der Vergleich mit Lichtwellen: Stellen Sie ein großes Buch hochkant auf einen Tisch und leuchten Sie mit einer Taschenlampe von schräg oben darauf, sodass ein Teil des Lichts über das Buch hinweg auf die Tischplatte fällt, direkt hinter dem Buch aber ein Schatten entsteht. Haben Ihre Schülerinnen und Schüler eine Idee, wie auch der im Schatten liegende Bereich ausgeleuchtet werden könnte? Stellen Sie zur Auflösung einen Spiegel so hinter das Buch, dass er das Licht reflektiert und der Schatten verschwindet. Die Spezifische Absorptionsrate beziffert den Anteil der von elektromagnetischen Feldern erzeugten Energie, der im Körper aufgenommen (absorbiert) und in Wärme umgewandelt wird. Für die Stärke der elektromagnetischen Felder von Handys und Basisstationen gibt es jeweils gesetzlich festgelegte Grenzwerte. Der SAR-Grenzwert für Handys beträgt zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Die Schülerinnen und Schüler überlegen, ob die Sendeleistung eines Handys in den folgenden Situationen eher stark oder gering ist und was das für die Spezifische Absorptionsrate am Kopf bedeutet: Verbindungsaufbau für ein Telefonat, Telefonat bei gutem und bei schlechtem Empfang sowie während einer Autofahrt, Versenden einer SMS. Dabei unterscheiden sie jeweils, ob ein GSM- oder ein UMTS-Handy benutzt wird. Für Situationen, in denen die Spezifische Absorptionsrate hoch ist, überlegen sich die Lernenden Strategien zur ihrer Reduzierung wie zum Beispiel das Verwenden eines Headsets. Schülerduden Physik, 7. aktualisierte Auflage, Bibliographisches Institut, Mannheim, 2010 Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 2 - Elektromagnetismus, 9. Auflage, De Gruyter, 2006 Alois Krischke: Rothammels Antennenbuch, aktualisierte und stark erweiterte 13. Auflage, DARC Verlag, 2013 Technik erleben: Materialien für einen schülerzentrierten Unterricht, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 2007 Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Er informiert unter anderem über gesundheitliche, rechtliche und gesellschaftliche Themen mobiler Kommunikation sowie über Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit im Mobilfunk.

  • Astronomie  / Informatik  / Physik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Mein Handy und der Krieg im Kongo

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit analysieren die Schülerinnen und Schüler kritisch Internetquellen zum Konflikt um den Coltan-Abbau im Kongo und zur globalisierten Handyproduktion.Dass der Kauf des eigenen Handys etwas mit Kriegen, Massakern und Tausenden von Toten und Verletzten in Afrika zu tun haben könnte, klingt zunächst sehr unwahrscheinlich. Deutsche Medien verweisen nur spärlich auf das Problem, vereinzelt gibt es Quellen im Internet. In das öffentliche Bewusstsein ist die Verbindung zwischen dem Coltan-Abbau im Kongo, der Handy-Produktion in Europa und der politischen Stabilität in Zentralafrika noch nicht gedrungen. Lehrplanbezüge Diese Unterrichtseinheit ist für den Gemeinschaftskundeunterricht der Klassen 8 bis 10 konzipiert. In Klasse 8 knüpft sie an die Lernfelder "Probleme des Verbraucherverhaltens, Jugendliche als Verbraucher" an, in Klasse 9 an den Aspekt "Mitverantwortung der Industriestaaten für die Situation in den Entwicklungsländern". In Klasse 10 lässt sie sich problemlos an den Bereich "Welthandel und Europäischer Binnenmarkt" anbinden (vergleiche den Realschul-Lehrplan für Baden-Württemberg sowie den neuen Fächerverbund "Erdkunde-Wirtschaftslehre-Gemeinschaftskunde"). Die Unterrichtseinheit im Überblick Mehr Informationen zu den einzelnen Phasen des Unterrichts finden Sie hier. Hintergrundwissen: Coltan-Vorkommen im Kongo Coltan ist ein hochwertiges Erz, das zur Herstellung von Mikro-Chips in Handys und Computern verwendet wird. 80 Prozent der weltweiten Coltan-Vorkommen werden in Afrika vermutet. Mit Devisen aus dem Coltan-Handel finanzieren verschiedene politische Gruppierungen in Zentralafrika ihren Kampf gegeneinander. Diese Unterrichtseinheit leitet zur Erarbeitung von Hintergrundinformationen, zum medienkritischen Hinterfragen von Internetquellen und zur Bewertung des Problems an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Rohstoffe, die für die Handyproduktion notwendig sind, und die Rohstoffgewinnung. erkennen an einem Beispiel den Zusammenhang zwischen Rohstoffvorkommen, Produktnachfrage und kriegerischen Konflikten. informieren sich über Privatisierungsbeispiele in Entwicklungsländern und ihre Folgen. reflektieren ihr eigenes Konsumverhalten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entschlüsseln Informationen im Internet und bewerten diese kritisch. präsentieren ihre Arbeitsergebnisse (zum Beispiel mit Powerpoint). Die Übersicht spiegelt die zentralen Phasen und Bausteine der Unterrichtseinheit wider. Selbstverständlich sind - je nach inhaltlicher oder mediendidaktischer Zielsetzung - Vertiefungen oder Abwandlungen möglich. Anregungen für alternative Unterrichtsoptionen werden daher in den folgenden Unterkapiteln ebenfalls angerissen. Erforderliche Vorkenntnisse Die Klasse muss im Rahmen dieser Unterrichtseinheit über Grundkenntnisse der Browserbedienung verfügen, das heißt die Lesezeichenverwaltung, das Navigieren, die History-Funktion sowie das Herunterladen von Internetseiten und Grafiken beherrschen. Sie sollte auch die erforderlichen Schritte für den Datentransfer von Internetseiten in Office-Produkte kennen. Internetrecherche und Quellenanalyse Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet in dieser Unterrichtseinheit als Recherchemedium. Die gefundenen Inhalte sollen sie nicht nur hinsichtlich ihrer Darstellungsweise (Informationsgehalt, Wertungen) kritisch hinterfragen, sondern sie auch in eigene Schlussfolgerungen und Werturteile einbeziehen. Eine systematische Glaubwürdigkeitsanalyse der Internetseiten ermöglicht der Rechercheleitfaden "Checkliste-Medienkritik". Er kann übrigens auch auf andere Inhalte übertragen werden, da alle Fragen nicht auf ein spezielles Thema, sondern auf den allgemeinen Aufbau einer Internetseite ausgerichtet sind. Materialpool wird vorgegeben Wer bei Google die Suchwörter "Coltan Handy Kongo" eingibt, dem zeigt die Suchmaschine 298 Ergebnisse an. Da der Schwerpunkt dieser Unterrichtseinheit jedoch weniger auf dem Rechercheweg als auf der Bewertung der angezeigten Quellen liegt, erhalten die Schülerinnen und Schüler einen vorgegebenen Materialpool, der aus den ersten Trefferseiten von Google zusammengestellt wurde. Quellen von Online-Medien wie der Süddeutschen Zeitung oder der Welt wurden ergänzt. Sie landen bei Google lediglich auf den hinteren Trefferseiten, sind beim Quellenvergleich aber eine wichtige Materialbasis. Thematische Einführung Zur Problembestimmung werden die Schülerinnen und Schüler mit dem Zeitungsartikel aus den Nürnberger Nachrichten vom 21.06.2003 konfrontiert. "Armes, reiches Land: Millionen müssen für die Bodenschätze im Kongo sterben" titelt das Blatt. Die wichtigsten Aspekte des Konflikts lassen sich mit dem Textauszug erschließen. Armes, reiches Land: Millionen müssen für die Bodenschätze im Kongo sterben Online gibt es den Artikel aus den Nürnberger Nachrichten vom 21. Juni 2003 auf der Seite cbgnetwork.de. Internetquellen im Vergleich Als Einführung in die Quellenkritik dient eine Website von medico international. Wer bei Google die Suchwörter "Coltan Handy Kongo" eingibt, bekommt sie als ersten Treffer angezeigt. Am Beispiel der Website wird den Schülerinnen und Schülern das Vorgehen bei einer qualifizierten Internetrecherche demonstriert. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Wer hat die Seiten publiziert? Welche Personen oder Personengruppen stehen hinter der Website? Welche Interessen und Ziele verfolgen diese Personen? Welche sonstigen Informationen enthält die Website? Wohin verlinkt sie? Ist sie gepflegt und aktuell? Sind die Internetseiten inhaltlich glaubwürdig? Sind die Internetseiten optisch glaubwürdig? Ergebnisse der Quellenanalyse Bei einer genauen Analyse der Wortwahl sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Wortwahl nicht neutral und sachlich ist, sondern eindeutig Position bezogen wird (zum Beispiel beim Titel "Die Leidensgeschichte des Kongo" oder bei "satte Gewinne" auf der zweiten Unterseite). Der Urheber des Textes wird erst am Ende der Seite deutlich beziehungsweise dann, wenn die URL www.medico.de angeklickt wird. Am Ende der Seite werden Forderungen erhoben, die klar auf die Position der Initiative verweisen. Trotz der angegebenen Literatur und Fachberichte (zum Beispiel der UN) sowie der angegebenen Fakten ist die Seite also nicht unparteiisch. Von einer guten, informativen Quelle darf mehr Ausgewogenheit erwartet werden. Die Tatsache, dass Google die Seite als ersten Treffer anzeigt, sagt also nichts über die inhaltliche oder formale Qualität einer Seite aus. Medico international: Die Leidensgeschichte des Kongo Hier geht es direkt zur Seite, die im Plenum formal und inhaltlich analysiert wird. Information oder Manipulation Aktuelle Informationen zur Coltan-Gewinnung und zur Lage im Kongo sind vielfach nur über das Internet zu bekommen. Dabei besteht immer das Problem zu beurteilen, ob die Informationen und Darstellungen richtig sind. Man kann die Glaubwürdigkeit von Internetseiten nur dann besser einschätzen, wenn man weiß, wer die Informationen ins Netz gestellt hat, was die Betreiber der Homepage außerdem publizieren, welche weiteren Inhalte die Website bietet, welche Links auf der Seite verwendet werden, welche anderen Internetpublizisten auf diese Seite verweisen und so weiter. Nur so lässt sich einschätzen, welche Zielsetzungen und Interessen der Internetpublizist mit seiner Online-Präsenz verfolgt. Wichtig ist außerdem zu prüfen, ob die Informationen seriös präsentiert werden, also nicht marktschreierisch, verkürzt oder mit dem erkennbaren Ziel, andere zu manipulieren. Bereits einzelne Unwahrheiten oder Unstimmigkeiten im Text sollten die Internetuser, also auch die Schülerinnen und Schüler, nachdenklich stimmen. Medienkritik in Gruppenarbeit Im Rahmen der medienkritischen Analyse untersuchen die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit einen Materialpool (siehe auch Arbeitsblatt) von 17 Internetadressen. Je nach Klassengröße können Internetadressen doppelt vergeben und die Ergebnisse der Gruppen dann verglichen werden. Das Material setzt sich zusammen aus Artikeln überregionaler Medien (Süddeutsche Zeitung, Welt, Financial Times Deutschland) und Websites von privaten Initiativen, die auf ihren Seiten teilweise Medienberichte übernommen haben. Dazu gehören studentische, kirchliche und ökologische Gruppierungen und Interessenverbände. Um die Unterschiede bei der inhaltlichen wie optischen Darstellung zu erkennen, sollte jede Gruppe mindestens zwei Internetseiten analysieren. Neben medienkritischen Fragen stehen bei der Analyse auch inhaltliche Aspekte im Vordergrund. Wer hat die Informationen ins Netz gestellt oder wer verbirgt sich hinter dieser Internetadresse? Welche Interessen dürfte diese Person oder Personengruppen gegenüber dem Thema verfolgen? Welche Informationen sind in der Internetseite enthalten? Welche Position vertreten die Verfasser der Seite gegenüber der Ausgangsproblematik? Erscheinen die Informationen und Begründung der Position glaubwürdig? Enthält die Seite Informationen über den kriegerischen Konflikt? Gibt es Informationen über die Rolle der Metalle Tantal und Coltan in diesem Konflikt? Werden Informationen über die Beteiligung ausländischer Unternehmen in diesem Konflikt genannt? Wie glaubwürdig erscheinen die Informationen? Alternativen im Unterricht Steht weniger Zeit zur Verfügung, lässt sich die Analyse auch auf die Berichte in den überregionalen Zeitungen (Süddeutsche Zeitung, Welt, Financial Times Deutschland) beschränken. Untersucht werden kann dabei, inwieweit sich die Fakten oder die Schwerpunktsetzung der Artikel - gegebenenfalls im zeitlichen Vergleich - unterscheiden. Gegenübergestellt werden könnte diesen bekannten Medien der Bericht von Indymedia, dem linksalternativen bis -autonomen Online-Portal. Bei den Stellungnahmen von privaten Initiativen bietet es sich an zu schauen, ob sich die Argumentation von kirchlichen und ökologischen Gruppierungen unterscheidet. Diskussion der Arbeitsergebnisse Nach der Erarbeitungsphase tragen die Gruppen unter Verwendung von Internet und Beamer reihum ihre Arbeitsergebnisse vor. Bei der gemeinsamen Aussprache im Plenum stehen die folgenden Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie ist die aktuelle Situation im Kongo? Welche Rolle spielte Coltan in den kriegerischen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre? Gibt es Anhaltspunkte für eine Beteiligung ausländischer Unternehmen an diesen Konflikten? Wenn ja, wie ist diese Beteiligung zu bewerten? Inwieweit haben Handykäufer in Deutschland Schuld an diesem Konflikt? Können Handykäufer in Deutschland derartige Konflikte beeinflussen? Wie realistisch ist die Erwartung, dass Handykäufer in Deutschland auf derartige Konflikte in Entwicklungsländern reagieren werden? Vertiefungsmöglichkeiten Selbstverständlich lassen sich die letzten drei Fragen zunächst auch in Gruppen bearbeitet, bevor sie im Plenum diskutiert werden. Bei Bedarf können zusätzliche landeskundliche Informationen von den folgenden Seiten hinzugezogen werden: Wikipedia: Demokratische Republik Kongo Der Lexikonartikel in der freien Online-Enzyklopädie informiert übersichtlich über die politische und wirtschaftliche Situation im Kongo. Außerdem gibt es weiterführende Links. Konsum mit Verantwortung Zum Abschluss der Unterrichtsreihe sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinandersetzen, ob das Telefonieren mit Handys und der regelmäßige Kauf neuer Handys noch vertretbar sind. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine verbale Verurteilung einzelner Unternehmen. Stattdessen sollen sich die Jugendlichen ihrer eigenen Betroffenheit und Verantwortung als Konsumenten und Wähler bewusst werden. Handlungsoptionen der privaten Haushalte in Bezug auf das Kaufverhalten und politische Einflussmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Pro- und Contra-Verhandlung Um die Rechercheergebnisse im Plenum zu besprechen, ist neben dem freien Unterrichtsgespräch eine fiktive Talkshow oder die Pro-und-Contra-Methode geeignet. Die Pro- und Contra-Anwälte sprechen nach einer ersten Probeabstimmung ihre Eingangsstatements. Anschließend können sie drei Zeugen beziehungsweise Sachverständige aufrufen (zum Beispiel Vertreter von Gesundheits- oder Menschenrechtsorganisationen im Kongo, Vertreter der Bundesregierung, der UNO oder Unternehmenssprecher von Bayer, H.C. Starck, Nokia, Alcatel oder anderen Handyherstellern, jugendliche Handybesitzer, Aktionäre von Bayer, Manfred Krug als Werbefigur und so weiter). Nach einem Schlussplädoyer der Anwälte erfolgt die Schlussabstimmung. Anschließend geht es an die Auswertung und Diskussion des Abstimmungsergebnisses. Artikel, Flugblätter und Collagen Kreative, produktionsorientierte Handlungsverfahren sind ebenfalls möglich. Die Schülerinnen und Schüler können beispielsweise ein Flugblatt für jugendliche Konsumenten mit einem Aufruf zum Handy-Boykott gestalten. Vielleicht gibt es eine Gruppe, die einen Artikel und eine Collage für die Schülerzeitung entwerfen will. Im Rahmen von Projektwochen wäre auch eine Ausstellung mit Plakatwänden zu verschiedenen Aspekten des Themas denkbar. Selbstverständlich können Artikel, Collagen, Flugblätter wiederum zu einer multimedialen Präsentation zusammengefügt werden, die die Ergebnispräsentation aus der Erarbeitungsphase ergänzt.

  • Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Blutige Handys

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler an die Problematik der Handyherstellung herangeführt. Sie setzen sich kritisch mit ihrer Rolle als Verbraucherinnen und Verbrauchern auseinander und lernen, den negativen Folgen der Handyherstellung im Alltag entgegenzuwirken.Das Handy ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Insbesondere für Jugendliche ist das Leben ohne Smartphone nicht vorstellbar, doch als Verbraucherinnen und Verbraucher tragen sie auch Verantwortung. Immer wieder geraten Handyhersteller in die Schlagzeilen, weil die Rohstoffe, die in unseren Handys stecken, unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Der Abbau zerstört ganze Landstriche und finanziert Kriege. In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler der Handyherstellung mit all ihren Folgen auf den Grund und werden sich ihrer Verantwortung als Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst.Diese Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass sich die Schülerinnen und Schüler das Thema weitgehend selbstständig erarbeiten können. Bei den einzelnen Aufgaben wird darauf geachtet, dass sie einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen haben und sie die Lernenden als Verbraucherinnen und Verbraucher ansprechen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, sich über Folgen der Handyherstellung zu informieren, diese Informationen kritisch zu beleuchten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen ihr eigenes Verhalten in Bezug auf Handys. erwerben Kenntnisse über Produktion, Vertrieb und Konsum von Smartphones. setzen sich selbstständig mit einem komplexen Thema auseinander. entwickeln eine eigene Meinung zum Thema und können diese argumentativ vertreten. erkennen den Zusammenhang zwischen Handyindustrie und Ausbeutung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig im Internet. lernen, unterschiedliche Webseiten kritisch zu analysieren und deren Inhalte zu hinterfragen. entwerfen eine Wandzeitung und einen Flyer. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Standpunkte kennen und akzeptieren. arbeiten im Team. stellen gemeinsam ihre Arbeiten vor. lernen Kompromisse zu schließen und diese zu akzeptieren. erfahren ihre eigene Verantwortung bezüglich des Themas und hinterfragen ihr eigenes Verhalten. lernen, ihren Standpunkt argumentativ und vor Publikum zu vertreten. Die folgenden Links können von Ihren Schülerinnen und Schülern zur Recherche und Bearbeitung der Arbeitsaufträge genutzt werden. regenwald-schuetzen.org: Coltan - das begehrte Erz Auf dieser Seite erhalten die Jugendlichen fundierte Hintergrundinformationen über das begehrte Erz Coltan. kongo-kinshasa.de: Handy und Krieg "Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun?" - Die Antwort auf diese Frage beantwortet diese Internetseite. gesichter-afrikas.de: Coltan Diesen Link können Ihre Schülerinnen und Schüler ebenfalls nutzen, um sich über "Coltan" zu informieren. Ideen für die Präsentation Für die anschließende Präsentation vor dem Klassenplenum ist eine Doppelstunde ausreichend. Die SchülerInnen sollen die erarbeiteten Ergebnisse in einer HTML-Datei zusammenstellen und als klasseneigene 'EU-Website' präsentieren. Dabei werden die jeweiligen Arbeitsergebnisse mündlich im Klassenplenum besprochen und diskutiert. Andere mögliche Präsentationsformen können eine Wandzeitung oder die PowerPoint-Präsentationen sein.

  • Religion / Ethik / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Smartphones im Unterricht

Unterrichtseinheit

Heutzutage besitzt fast jede Schülerin und jeder Schüler ein Mobiltelefon, in den meisten Fällen handelt es sich um ein Smartphone. Im Unterricht ist deren Nutzung oftmals verboten. Folgender Beitrag soll verdeutlichen, dass der Einsatz von Smartphones das unterrichtliche Geschehen aber durchaus auch positiv beeinflussen kann.Smartphones spielen im Leben der Lernenden eine wichtige Rolle. So nutzen sie die mobilen und internetfähigen Geräte unter anderem zur alltäglichen Kommunikation und Organisation. Dieser Unterrichtsvorschlag zeigt, dass ein Verbot nicht der einzige Weg ist, wie Lehrkräfte mit Smartphones im Unterricht umgehen können. Über Risiken und Chancen aufklären Smartphones gehören zur Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern und sind fest in deren Alltag integriert. Für Lehrkräfte stellt sich nicht nur die Aufgabe, Jugendliche über das Missbrauchs- und Gefahrenpotenzial von Smartphones aufzuklären und sie in ihrer Medienkompetenz zu schulen, es gilt auch, das Potenzial der Geräte für den Unterricht zu erkennen und zu nutzen. Wie dies gelingen kann, zeigt diese Unterrichtseinheit. Ablauf Einsatz von Smartphones im Unterricht Einige allgemeine Informationen zu Smartphones sowie konkrete Tipps für den Einsatz der Geräte im Unterricht stehen Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wissen, was Applikationen sind und wissen, wie man sie nutzt. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen mithilfe des Smartphones nach Informationen. notieren sich Termine im Kalender ihres Mobiltelefons. erlernen, wie sie verschiedene Apps sinnvoll im Schullalltag anwenden können (zum Beispiel Fremdsprachen-Lexika, das Periodensystem, Stundenpläne). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler halten sich an die Regel, ihre Smartphones nur für schulische Zwecke zu nutzen und nicht für private Angelegenheiten. sind sich darüber bewusst, dass ein Schummeln in Prüfungen mithilfe eines Smartphones untersagt ist. schaden keinem anderen durch die Nutzung ihres Smartphones (zum Beispiel Unterlassen bloßstellender Aufnahmen von Mitschülerinnen und Mitschülern im Unterricht). Was ist ein Smartphone? Im Gegensatz zu älteren Modellen agieren Smartphones eher wie ein Computer. Über sie hat man die Möglichkeit, im Internet zu surfen und verschiedene Applikationen , Softwareprogramme und Anwendungen auf das Gerät herunterzuladen. Nutzungsgewohnheiten von Jugendlichen 96 Prozent aller 12- bis 19-jährigen besitzen nach der aktuellen JIM-Studie inzwischen ein eigenes Mobiltelefon (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest/JIM-Studie 2013). Auch der Zugang zu mobilem Internet hat sich weiter verbreitet - und damit die Nutzung von Apps. Vorteile, die sich aus der Nutzung für den Unterricht ergeben Gerade weil das Smartphone als fester Bestandteil der Lebenswelt der Lernenden gelten kann und sich viele Schülerinnen und Schüler sowieso über dessen Verbot an Schulen hinwegsetzen, sollte über einen produktiven Gebrauch der mobilen Geräte im Unterricht nachgedacht werden. Zum einen kommen Sie so den Lernenden entgegen, zum anderen können Sie die mobilen Endgeräte sehr vielfältig ins unterrichtliche Geschehen integrieren. Für kleinere Recherchen im Internet reichen Smartphones zum Beispiel vollkommen aus. Praktisch kann das vor allem dann sein, wenn nicht für jede Schülerin und jeden Schüler ein Laptop oder ein Computer zur Verfügung steht. Auch Termine und Hausaufgaben können einfach und übersichtlich im Smartphone abgespeichert werden, was den jugendlichen Nutzungsgewohnheiten oft stärker entspricht als das schriftliche Eintragen in einem Hausaufgabenheft. Nachteile, die sich aus der Nutzung für den Unterricht ergeben Natürlich hat die Nutzung von Smartphones im Unterricht nicht nur positive Seiten. Während Klassenarbeiten erleichtern sie das Spicken und auch die Aufnahme von Videos oder Fotos von Mitschülerinnen und Mitschülern, aber auch von Lehrkräften, kann zu erheblichen Problemen führen. Generell erfolgt die Arbeit mit dem Smartphone im Unterricht auf Vertrauensbasis, die Lehrkraft hat kaum eine Möglichkeit, wirklich zu kontrollieren, für welchen Zweck die Lernenden ihr Smartphone im Unterricht nutzen. Dennoch scheint es der bessere Weg zu sein, Smartphones zu akzeptieren und sie sinnvoll einzusetzen, anstatt sie gänzlich zu verbieten. Unterrichtsbeispiel 1: Nutzung eines Kalenders Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern das Angebot, dass sie ihr Smartphone im Unterricht einsetzen dürfen, solange sie damit zuverlässig arbeiten und es nicht als Ablenkung gebrauchen. So können sie beispielsweise ihre Termine in der Kalender-Anwendung ihres Smartphones notieren statt einen Papier-Kalender dafür zu benutzen. Vereinbaren sie gemeinsam einen Zeitraum, in dem die Lernenden unter Beweis stellen können, dass sie Ihr Vertrauen nicht missbrauchen und die mobilen Geräte nur zu schulischen Zwecken verwenden. Funktioniert der Einsatz von Smartphones im Unterricht, gibt es eigentlich keinen Grund, sie zu verbieten. Natürlich muss ein solches Vorhaben mit dem Kollegium und der Schulleitung abgesprochen werden. Unterrichtsbeispiel 2: Anwendung nützlicher Applikationen Sammeln Sie zusammen mit Ihrer Klasse Beispiele für nützliche Applikationen - kurz Apps - für den Schulalltag. Das können zum Beispiel Fremdsprachen-Lexika, das Periodensystem oder Stundenplan-Apps sein. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler wird sich besser auskennen als Sie selbst. Sie sollten demnach bereit sein, auch Hilfe von den Lernenden anzunehmen. Es gibt viele nützliche Programme, die sich gut im Unterricht einsetzen lassen. Die Liste lässt sich von Zeit zu Zeit ergänzen. Es bietet sich an, eine verbindliche Vereinbarung mit den Lernenden zu treffen. Sie können mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam festlegen, für welche Zwecke sie ihr Smartphone im Unterricht nutzen dürfen. Zum Beispiel kann die Nutzung bestimmter Apps im Unterricht erlaubt sein, das Schreiben von Nachrichten oder das Nutzen von sozialen Netzwerken jedoch nicht. Alle diese vorgestellten Argumente scheinen dafür zu sprechen, dass die Erlaubnis von Smartphones im Unterricht zumindest einen Versuch wert ist. Missbrauchen die Lernenden die Erlaubnis, ist ein Verbot schnell wieder eingeführt. Versuchen Sie also, Handys durch die Nutzung von sinnvollen Apps in den Unterricht einzubinden. Wenn Sie sich vorher selbst über geeignete Applikationen informieren wollen, können Sie im Internet eine ganze Menge Informationen finden. Wenn Sie ein eigenes Smartphone besitzen, bietet es sich an, die Apps vorher auszuprobieren, um aus eigener Erfahrung sprechen zu können.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II