Unterrichtsmaterialien zum Thema "Brauchtum"

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Halloween – Party Preparation with the Internet

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Halloween gestalten die Lernenden eine Halloween-Party. Hierzu werden Hintergrund-Informationen erarbeitet und in Form von Gruppenreferaten der Klasse präsentiert.Nach einer, eventuell zwei Stunden Recherche im Internet haben die Schülerinnen und Schüler umfassende Informationen für kurze Referate zu Themen rund um Halloween vorbereitet, der landeskundliche Teil ist damit abgedeckt. Außerdem bekommen Freiwillige den Auftrag, zu Hause typische Halloween-Gerichte vorzubereiten. Rezepte hierzu finden Sie ebenfalls im Internet. Die Unterrichtseinheit enthält eine Liste vorselektierter Links zu Internetseiten, die sich mit dem Thema Halloween, seiner Geschichte sowie mit Ideen für Halloween-Parties befassen, sowie einen detaillierten Ablaufplan der Unterrichtsstunden zu Halloween.Halloween ist ein geeigneter Zeitpunkt, um Abwechslung in den Unterricht zu bringen und sich einmal von der alltäglichen Textarbeit zu lösen. Dabei hat es als Unterrichtsinhalt durchaus seine Berechtigung: Zum einen spielt der landeskundliche Hintergrund ohne Zweifel eine große Rolle. Zum anderen werfen Industrie und Medienwelt in den letzten Jahren immer mehr Halloween-Produkte auf den Markt, versuchen, ein Fest einer anderen Kultur auf dem deutschen Markt zu etablieren. Die Hintergründe dieser Tendenz zu erklären, kann Ziel der Sequenz sein. Es bietet sich also aus zweierlei Hinsicht an, die wahren Hintergründe des Halloween-Festes zu erarbeiten. Ablauf der Unterrichtssequenz Auf dieser Seite finden Sie detaillierte Informationen über den Ablauf der Unterrichtseinheit "Halloween - Party Preparation with the Internet". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen Vokabelnetze und erschließen unbekannte Wörter. verstehen Texte verschiedener sprachlicher Ebenen. verinnerlichen selbstgesteuert fremdsprachliche Strukturen. erweitern ihre Kompetenzen im Bereich der Sprachproduktion. erstellen und präsentieren ein Kurzreferat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen im Internet Informationen zum landeskundlichen Thema Halloween und werten diese aus. sortieren die im Netz gefundenen Informationen nach ihrer Relevanz und Wertigkeit. Wenig Vorbereitungszeit Die Arbeit mit diesem Projekt zum landeskundlichen Thema Halloween fordert von der Lehrkraft wenig Vorbereitung. Zwei bis drei Stunden können leicht ohne großen Arbeitsaufwand mit sehr befriedigendem Ergebnis durchgeführt werden. Ausstattung Benötigt wird ein Computerraum mit genügend Arbeitsplätzen, sodass sich zwei Schülerinnen und Schüler einen Rechner teilen können. Die Rechner müssen alle an das Internet angeschlossen sein. Notizen auf Papier oder als Bookmarks Ein Drucker ist nicht unbedingt notwendig. Die Schülerinnen und Schüler sollen lesen und sich Notizen machen, sie tendieren sonst dazu, alles auszudrucken. Wenn möglich, sollten die Lernenden jeweils ein persönliches Profil am Rechner erstellen können, damit sie sich Bookmarks anlegen können. Sonst helfen für die wichtigen Adressen auch Papier und Bleistift. Zeitkalkulation Die benötigte Zeit ist zum einen stark von den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler abhängig, zum anderen natürlich von der Geschwindigkeit der Rechner im Internet. Vorgesehen sind ein bis zwei Stunden zu 45 Minuten, weitere Internetrecherchen und das Kochen oder Backen sollten zu Hause geschehen. Die Linkliste als Startpunkt Auf einer vorbereiteten Linkliste finden die Schülerinnen und Schüler genaue Arbeitsanweisungen. Unter anderem befassen sich die Links mit der Geschichte des Festes Halloween, mit Jack-O-Lantern, mit Halloween-Streichen und besonders gruseligen Geschichten. Eine Gruppe hat zudem die Aufgabe, typische Kochrezepte zu finden. Recherche und Referatnotizen Die Arbeit im Computerraum nimmt maximal zwei Stunden in Anspruch. Sollten einzelne Schülerinnen und Schüler mehr Zeit benötigen, so kann dies als Hausaufgabe aufgegeben werden. In der Regel reicht aber die Zeit in der Schule völlig, um genug Information zu beschaffen. Die Vorbereitung der Referate und das Kochen oder Backen können dann als Hausaufgabe aufgegeben werden. Für die Präsentation sollten Sie eine weitere Stunde einplanen. Diese kann durch die Ergebnisse der Koch-Gruppe versüßt oder im Ganzen als Halloween-Party gestaltet werden.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Weltreligion Buddhismus

Unterrichtseinheit

Die Religion Buddhismus wird in der heutigen Zeit im Vergleich zu anderen Religionen – etwa zum Christentum – recht positiv beurteilt. Es gibt vermutlich keine Religion, die weniger in der Kritik steht als der Buddhismus.Bekannte Sportler, Schauspieler und auch Popstars bekennen sich zu ihm. Hier wären Richard Gere und Tina Turner zu nennen. Diese - für den Buddhismus erfreuliche und in vieler Hinsicht auch verdiente - Sicht kann aber auch zu Vergröberungen und Idealisierungen führen, die einer genauen Betrachtung nicht standhalten. Vielfach entsteht so ein Gegenbild zum Christentum, indem all das auf diese traditionell fremde Religion projiziert wird, was man am Christentum vermisst. Den beiden genannten Religionen gemeinsam ist ihre universale Ausrichtung. Hierin unterscheiden sie sich, wie auch übrigens der Islam, vom Judentum und vom Hinduismus, den beiden ältesten Weltreligionen.Die Schülerinnen und Schüler sollen sich über das Leben des Buddha informieren. die Lehre des Buddha in Grundzügen kennen lernen. etwas über die geographische Verbreitung des Buddhismus erfahren. sich in einer ersten Annährung mit der Frage "Was ist Buddhismus?" auseinandersetzen. Bekannte Sportler, Schauspieler und auch Popstars bekennen sich zu ihm. Hier wären Richard Gere und Tina Turner zu nennen. Diese - für den Buddhismus erfreuliche und in vieler Hinsicht auch verdiente - Sicht kann aber auch zu Vergröberungen und Idealisierungen führen, die einer genauen Betrachtung nicht standhalten. Vielfach entsteht so ein Gegenbild zum Christentum, indem all das auf diese traditionell fremde Religion projiziert wird, was man am Christentum vermisst. Den beiden genannten Religionen gemeinsam ist ihre universale Ausrichtung. Hierin unterscheiden sie sich, wie auch übrigens der Islam, vom Judentum und vom Hinduismus, den beiden ältesten Weltreligionen. In dieser Unterrichtseinheit sollen sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Informationen aus dem Internet einen ersten Überblick über wesentliche Aspekte des Buddhismus verschaffen. Dass einiges im weitergehenden Unterricht noch vertieft werden muss, ist selbstverständlich. Dabei sind besonders Internetseiten zu berücksichtigen, die Grundkenntnisse bereitstellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand eines Arbeitsblattes die Informationen zu den unterschiedlichen Themengebieten aus verschiedenen Internetseiten zusammentragen. So kann durch diese "Internetrallye" ein Eindruck von der Vielfältigkeit der Informationsquellen im Internet vermittelt werden. Der Beschäftigung mit (Welt-)Religionen im Unterricht kommt eine wachsende Bedeutung zu. Im "Global Village" kann sich niemand der Begegnung mit fremden Kulturen und damit auch fremden Religionen entziehen. Beim Buddhismus kommt hinzu, dass er die im Westen am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft ist. Gleichzeitig ist der Buddhismus unserem geschichtlich anders geprägten Denken in vielem, zumindest bei näherem Hinschauen, fremd. Unser Denken, das nicht zuletzt durch die jüdisch-christliche Tradition, bei allen Brechungen durch die Moderne und Postmoderne, seine Richtung erhält, lässt nicht so schnell eine sachgerechte Zuordnung der fremden Gehalte dieser östlichen Religion zu. Grundlegende Kenntnisse In dieser Unterrichtsreihe kann aufgrund der Informationen, die das Internet bereitstellt, deshalb auch nur ein Grundgerüst an Kenntnissen erarbeitet werden, die optimalerweise an einigen Stellen im weiteren Unterricht vertieft werden sollten. Wünschenswert und sehr sinnvoll wären auch originale Begegnungen mit Vertretern dieser Religionsgemeinschaft. Zu diesen Grundkenntnissen, die dieses Grundgerüst formieren, zählt zweifelsfrei das Leben Siddhartas. Wozu sicherlich auch Legendarisches, wie die "Vier Ausfahrten", zu zählen ist. Letzteres ist meines Erachtens für ein erstes Verständnis vom Wesen dieser Religion unabdingbar. Ebenso wichtig sind elementare Kenntnisse der Lehre des Buddhismus. Um von vornherein der Vorstellung vorzubeugen, der Buddhismus sei ein homogenes Gebilde, rechne ich auch die Kenntnis der unterschiedlichen Wege und einiger Richtungen innerhalb des Buddhismus zum grundlegenden Wissen. Die geographische Verbreitung dieser ersten universalen Weltreligion wahrzunehmen, gehört gleichfalls zum elementaren Wissenserwerb. Sinnvoll und meist auch aus Platzgründen notwendig ist beim Arbeiten mit Computern in der Schule Partnerarbeit. Als sehr hilfreich hat es sich erwiesen, im Umgang mit Computer und Internet erfahrene Schülerinnen und Schüler als Experten zur Unterstützung der anderen Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Die Ergebnisse werden dann am PC auf der Basis des vorliegenden Arbeitsblattes eingetragen. Wichtig ist es auch, deutlich auf die Sicherung der Dateien hinzuweisen. Dazu sollte man auch möglichst Disketten nutzen. Eine gute Möglichkeit stellt zum Beispiel die interaktive Arbeitsplattform www.lo-net.de bereit. Die Ergebnisse können während eines sogenannten "Webquest" in ein Arbeitsblatt eingetragen werden, das im virtuellen Klassenzimmer im Dateiaustausch zur Verfügung steht und nach der Erarbeitung der Lehrkraft vorgelegt wird. Für die Erarbeitung anderer wichtiger Themen, die den Überblick über den Buddhismus ergänzen, sollten m.E. auch noch andere Medien herangezogen werden. Hier ist an Filme, Folien- und Diasammlungen zu denken. Das Ordensleben im Buddhismus z.B. kann sicherlich durch Filmeinsatz eindrucksvoll dargestellt werden. Hierzu wäre der Film "Eine Spur von Buddha" zu empfehlen. Um das Erarbeitete anschaulich zu vertiefen, wären außerdem folgende Filme zu nennen: Grundsätzlich wäre auch eine umgekehrte Reihenfolge des Medieneinsatzes denkbar: Ausgehend von den Eindrücken eines Films könnte die Internetrallye dazu dienen, diese Eindrücke zu vertiefen und in Kenntnisse überzuleiten. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Arbeitsaufträge für die Schülerinnen und Schüler, die als Arbeitsblatt (s. Download) zur Verfügung stehen. Hier erhaltet ihr Informationen zu der Weltreligion des Buddhismus. Arbeitet mit einer Partnerin oder einem Partner zusammen. Mithilfe folgender Internetadressen findet ihr die Informationen, die ihr braucht, um die Aufgaben zu bearbeiten:

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Glaubensinhalte des Islam

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtssequenz vermittelt anhand ausgewählter Internetquellen wesentliche Kenntnisse zu wichtigen gesellschaftlichen und religiösen Bereichen des Islam. Sie befasst sich unter anderem mit eschatologischen Vorstellungen, dem Rechtssystem, Wirtschaftsethik und religiösen Gruppen im Islam.Die Unterrichtssequenz setzt sich aus zwei Doppelstunden zusammen. Die Themen der ersten Doppelstunde "Was kommt nach dem Tod" auf der einen und "Recht und Gesetz" sowie "Islamische Wirtschaftsethik" auf der anderen Seite greifen ineinander: Die Grundlagen des islamischen Glaubens werden nicht zuletzt durch das islamische Recht, die Scharia, festgelegt. Als konkretes Beispiel für das islamische Recht wird der Bereich der Wirtschaftsethik behandelt. Die zweite Doppelstunde befasst sich mit den Themen "Gruppen im Islam" und "Islam und andere Religionen". Da viele Schülerinnen und Schüler die Haltung des Islam zu anderen Religionen aufgrund der die Medienberichterstattungen dominierenden Haltung der Islamisten häufig als aggressiv und intolerant beurteilen ist es für sie wichtig, systematisches Wissen zu diesen Themen zu erlangen.Das islamische Recht, die Scharia, ist den Schülerinnen und Schülern dem Namen nach bekannt, die weitergehende Bedeutung des Begriffs dürften sie jedoch kaum kennen. Eschatologische Aussagen des Islam dürften ihnen ebenfalls kaum bekannt sein. Gleiches gilt für die islamische Wirtschaftsethik. Auch ihr Vorwissen bezüglich der verschiedenen im Islam vertretenen religiösen Gruppen ist eher gering. In den zwei Doppelstunden dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Lerngruppen durch ein Lernen an Stationen die genannten Bereiche islamischer Kultur und Religion und halten ihre Ergebnisse in einem Lernweg-Heft fest. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden. Diesseitige Verpflichtungen und jenseitige Verheißungen Der Islam begreift das Leben als Prüfung und das Paradies als Ziel des Lebens. Im Rahmen dieser Prüfung müssen Muslime den Grundlagen ihres Glaubens folgen. Islamische Gruppen und die Haltung zu anderen Religionen Um am gesellschaftlichen und interreligiösen Diskurs teilnehmen zu können, ist es unerlässlich, Grundkenntnisse unterschiedlicher islamischer Gruppen zu besitzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eschatologische Aussagen des Islam mit den Positionen anderer Religionen vergleichen. die Scharia mit der in Deutschland herrschenden Rechtssituation vergleichen. Merkmale islamischer Aktienfonds schildern. die Ausgangssituation zum islamischen Zinsverbot beurteilen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Sunniten und Schiiten aufzeigen. die Haltung des Islam gegenüber anderen Religionen darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Vorstellungen zur Frage "Was kommt nach dem Tod?" in einem Brainwriting festhalten. Informationen zu den behandelten Themengebieten aus dem Internet auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg-Heft") festhalten. ihren Lernfortschritt in Kreuzworträtseln überprüfen. Thema Glaubensinhalte des Islam Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik, SoWi Zielgruppe Sekundarstufe I und II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind die Begriffe "tot" und "und dann ... ?" zu lesen. Die Folie wird sukzessive aufgedeckt. Dies soll das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktivieren und sie auf das Thema fokussieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Konzentrationsphase ihre Gedanken zu den dargestellten Begriffen still auf einem Blatt festhalten. In der anschließenden Austauschphase diskutieren sie im Plenum ihre Gedanken zu der Frage "Was kommt nach dem Tod?". In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der anschließenden Informationsphase werten die Lernenden in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu eschatologischen Aussagen des Islam aus. Dabei informieren sie sich sowohl über das individuelle Ergehen nach dem Tod als auch zur Frage des Jüngsten Gerichts. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest, bevor sie diese in einem Kreuzworträtsel überprüfen. Anschließend vergleichen die Schülerinnen und Schüler die (individual-) eschatologischen Aussagen des Islam mit ihnen bekannten Positionen anderer Religionen. In der folgenden zweiten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind Schlagzeilen zu besonders drastischen Strafen aus der Scharia festgehalten. In der Spontanphase beschreiben die Schülerinnen und Schüler nun im Plenum den dargestellten Sachverhalt. Sie nennen ihr Vorwissen und äußern eigene Gedanken zur Scharia. Nach dieser Einstimmung informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zu Quellen, Geltungsbereich und Grenzen der Scharia. Dabei arbeiten sie heraus, dass kein einheitliches islamisches Recht existiert. Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest. Schnelle Schülerpaare können ihr Wissen in einem Kreuzworträtsel überprüfen. Abschließend vergleichen die Lernenden den grundsätzlichen Geltungsanspruch des islamischen Rechts mit der in Deutschland herrschenden Rechtssituation der Trennung staatlicher und religiöser Gesetzgebung. In einer dritten Motivationsphase wird den Schülerinnen und Schülern eine provokant formulierte Overheadprojektor-Folie präsentiert zu der sie im Plenum spontan ihre Meinungen und Erfahrungen schildern. Ausgehend von dieser Situation informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zum islamischen Zinsverbot und zu islamischen Aktienfonds. Ihre Ergebnisse kontrollieren sie mittels eines Kreuzworträtsels, nachdem sie sie in ihrem Lernweg-Heft festgehalten haben. In einer abschließenden Rekursionsphase beurteilen die Lernenden anhand ihrer neu erworbenen Kenntnisse den Sachverhalt der Ausgangsfolie. In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt auf der die Figuren dargestellt sind, die die abrahamischen Religionen repräsentieren. Judentum und Christentum erscheinen als klein und gespalten, der Islam hingegen als groß und einig. Damit soll eine affektive Ebene der Mädchen und Jungen angesprochen und die in den Medien mitunter suggerierte Bedrohung durch den Islam aufgegriffen werden. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Lernenden dann in der Spontanphase den dargestellten Sachverhalt im Plenum beschreiben. Sie nennen ihr Vorwissen und eigene Gedanken zur Einheit des Islam. In der Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der folgenden Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu Gruppen im Islam aus. Dabei informieren sie sich sowohl über die Großgruppen der Schiiten und Sunniten als auch über Sufitum, Aleviten und Ahmadiyya. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest bevor sie sie in einem Kreuzworträtsel überprüfen. In einer Rekursion bewerten die Lernenden nun auf Grundlage ihrer neuen Kenntnisse kritisch die Aussage der Einstiegsfolie. In der folgenden zweiten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind Schlagzeilen mit islamischen Gerichtsurteilen gegenüber Christen festgehalten. In der Spontanphase beschreiben die Schülerinnen und Schüler nun im Plenum den dargestellten Sachverhalt. Sie nennen ihr Vorwissen und äußern eigene Gedanken zur Haltung des Islam gegenüber anderen Religionen. Nach dieser Einstimmung informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zur Haltung des Islam gegenüber "Schriftbesitzern" und "Polytheisten". Dabei erarbeiten sie sich auch den Bedeutungsgehalt des Begriffes der "Dhim-mis". Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest und überprüfen ihr Wissen in einem Kreuzworträtsel. In einer abschließenden Transferphase beurteilen die Lernenden die Haltung des Islam zu anderen Religionen. Zudem beurteilen sie unter Anwendung ihrer neuen Kenntnisse die Angriffe von Islamisten hinsichtlich deren Übereinstimmung mit dem Islam. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Islam im Alltag

Unterrichtseinheit

Viele Schülerinnen und Schüler kennen keine oder nur wenige Aspekte muslimischen Alltagslebens, doch ihr Interesse an diesem Themengebiet ist aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Relevanz hoch. Diese Unterrichtssequenz vermittelt Einblicke anhand ausgewählter Internetseiten.Die Unterrichtssequenz setzt sich aus zwei Doppelstunden zusammen. In der ersten Doppelstunde werden die Themen "Essen und Trinken", "Geschlechter und Sexualität" sowie "Bilder und Symbole" angesprochen. In der zweiten Doppelstunde geht es um die Themen "Feste im Jahr" und "Stationen im Leben". Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Aspekte muslimischen Alltagslebens. Dabei ist zu betonen, dass es gerade im Alltagsleben starke konfessionelle Unterschiede gibt. Ziel soll es sein, Grundgemeinsamkeiten islamischen Alltags aufzuzeigen. Des Weiteren informieren sich die Schülerinnen und Schüler anhand ausgewählter Festtage über muslimische Feste.Die Schülerinnen und Schüler sind über Speisevorschriften und Geschlechterrollen im Islam eher nur oberflächlich informiert. Das islamische Bilderverbot ist über den "Karikaturenstreit" in ihr Bewusstsein gerückt. Die theologische Begründung des Bilderverbots ist ihnen jedoch nicht bekannt. Ebensowenig sind die Schülerinnen und Schüler über die mit den Lebensstationen Geburt, Beschneidung, Hochzeit und Sterben verbundenen islamischen Riten informiert. Auch zu den muslimischen Festen im Jahreskreis ist das Vorwissen gering. In den zwei Doppelstunden dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die genannten Bereiche islamischen Alltags und halten ihre Ergebnisse in einem Lernweg-Heft fest. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden. 3S im Alltag - Speisen, Sexualität und Symbole Alle Inhalte der Unterrichtseinheit werden reduziert betrachtet. Auf ethisch-kulturelle Unterschiede wird in der Regel nicht eingegangen. Feste im Jahr und Stationen im Leben Die muslimischen Feste sind besonders anschaulich und beleuchten eine in der medialen Öffentlichkeit wenig beachtete freundlich-fröhliche Seite des Islam. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zu islamischer Ernährung nennen. ihre Vorstellung von islamischen Geschlechterrollen mit der muslimischen Position vergleichen und die islamische Haltung zur Sexualität darstellen. das islamische Bilderverbot beschreiben und christliches und islamisches Bilderverständnis miteinander vergleichen. wichtige Ereignisse im Lebensverlauf eines Menschen nennen und christliche und islamische Begleitung von Lebenssituationen miteinander vergleichen. ihr Vorwissen zu islamischen Feiertagen nennen sowie Anlass und Begehensweise ausgewählter islamischer Feiertage darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zu Alltagsaspekten des Islam sowie zu islamischen Feiertagen und Lebensstationen aus dem Internet auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg-Heft") festhalten. ein Brainstorming zu islamischen Geschlechtervorstellungen durchführen. zwei bildliche Darstellungen des Propheten Mohammed beschreiben. ihren Lernfortschritt in Kreuzworträtseln überprüfen. Thema Islam im Alltag Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe I und II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist ein junger Mann zu sehen, der seinen muslimischen Freund zu einem Snack einlädt. In einer Gedankenblase wird dieser Snack als Currywurst und Weizenbier dargestellt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zu muslimischen Ernährungsgewohnheiten aktivieren. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen zu islamischen Ernährungsgewohnheiten aus dem Internet aus. Zudem informieren Sie sich über die Möglichkeit der Zertifizierung islamisch korrekter Lebensmittelproduktion. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Alltag" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels (Hot Potatoes). Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Zur zweiten Motivation werden an der Tafel zwei Plakate angebracht. Auf diesen sind Symbole für Männer (Ampelmann) und Frauen (Ampelfrau) dargestellt. In einer zweiten Spontanphase nennen die Schülerinnen und Schüler in einem Brainstorming Begriffe, die sie mit den islamischen Rollenbildern von Mann und Frau verbinden. Diese Begriffe werden durch die Lehrkraft an der Tafel festgehalten. In der anschließenden zweiten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum islamischen Verständnis von Geschlechtern und Sexualität aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest und können sie erneut mittels eines Kreuzworträtsels überprüfen. Nun vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihre neu gewonnenen Erkenntnisse mit den zuvor im Brainstorming gesammelten Begriffen. Die Plakate können dann im Rahmen des Themas "Konflikte mit dem Islam" noch einmal aufgehängt werden. In einer dritten Motivationsphase werden Schlagzeilen zu den durch die Mohammedkarikaturen ausgelösten Reaktionen mittels einer Overheadprojektor-Folie dargeboten. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler noch einmal fokussieren. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nun Gelegenheit, sich spontan zu den Schlagzeilen zu äußern. In einer letzten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit zu Symbolen des Islam (Halbmond, grüne Farbe) und zum islamischen Bilderverbot. Anschließend finden sich in einer Austauschphase je zwei Schülerpaare zusammen, um ihre Arbeitsergebnisse miteinander zu vergleichen. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum das islamische Bilderverbot mit der christlichen Haltung zu Bildern. Zu Beginn der Stunde erhalten die Schülerinnen und Schüler in einer Konzentrationsphase Gelegenheit, auf einem Arbeitsblatt in Einzelarbeit eine "Fieberkurve des Lebens" zu zeichnen. In dieser halten sie fest, wie intensiv das Leben ihrer Meinung nach in unterschiedlichen Altersstufen ist. Zudem markieren sie wichtige Ereignisse des Lebens. Diese Arbeitsergebnisse stellen die Schülerinnen und Schüler einander in der anschließenden Austauschphase zunächst in Paaren und dann in Vierer-Gruppen vor (think - pair - share). In einer Auswertungsphase werden dann die Kurven der einzelnen Gruppen am Overhead-Projektor deckend übereinander gelegt. Im Plenum werden Übereinstimmungen und Unterschiede besprochen. Die wichtigsten Lebensstationen werden an der Tafel festgehalten. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der folgenden Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu wichtigen Lebensstationen (Geburt, Pubertät, Hochzeit, Sterben) und ihrer biographischen Begleitung durch den Islam aus. Ihre Lernfortschritte können die Schülerinnen und Schüler in einem Kreuzworträtsel überprüfen. In einer zweiten Austauschphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum die islamischen Passageriten mit ihren christlichen Äquivalenten (Kindstaufe, Erstkommunion/Konfirmation/Firmung, Hochzeit, Sterbebegleitung/Krankensalbung). Sollten wichtige Lebensphasen nicht erfasst worden sein, kann eine freie Internetrecherche zu diesem Thema vereinbart werden. In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist das E-Mail-Konto eines fiktiven Schülers zu sehen. Er wird von seinem türkischen Freund zum Zuckerfest eingeladen. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zum Zuckerfest (Fest des Fastenbrechens) im Speziellen und zu muslimischen Festen im Allgemeinen aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und eigene Gedanken zu muslimischen Festen und zur eigenen Teilnahme daran äußern. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerabeit Informationen zu islamischen Festen im Jahreskreis (unter anderem Fest des Fastenbrechens, Opferfest, Mevlid) aus dem Internet aus. Sie halten die Informationen zu diesen Festen auf Kalenderblättern nachgebildeten Feldern im "Lernweg-Heft" fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. In einer abschließenden Rekursion nehmen die Schülerinnen und Schüler begründet Stellung zu der Frage, ob sie der Einladung des türkischen Freundes folgen würden. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Die Grundlagen des Islam

Unterrichtseinheit

Der Begriff "Islam" ist allen Schülerinnen und Schülern aus den Nachrichten hinreichend bekannt, der persönliche Umgang mit Musliminnen und Muslimen in der Schule ist alltäglich. Dennoch fehlt es häufig an elementaren Kenntnissen über die Religion des Islam. Diese Einheit vermittelt Grundwissen.Obwohl der Islam bereits in der Sekundarstufe I auf dem Lehrplan steht, ist das tatsächliche Wissen über den Islam eher rudimentär. Meinungen, Wissen und Vermutungen mischen sich. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler eingehende Kenntnisse über das Verbreitungsgebiet des Islam oder Mohammeds Biographie besitzen. Mit dem Islam verbinden sie in erster Linie die Türkei und arabische Staaten. Um an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen sind außerdem Kenntnisse über die Moschee, den Koran und die fünf Säulen des Islam wichtig.In zwei Doppelstunden erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die Grundlagen des Islam. In einem Lernweg-Heft notieren sie ihre Ergebnisse. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden, eventuell fächerübergreifend. Ebenso gibt es regionale Fragestellungen, die den Lebensweltbezug herstellen können, wie zum Beispiel der Bau einer Moschee in der Gemeinde oder Stadt. Didaktische Überlegungen Hier werden einige didaktische Überlegungen zu Themenauswahl und Einbindung in den Unterricht erläutert. Unterrichtsablauf: "Islam und Mohammed" In der ersten Doppelstunde werden alle Inhalte des Themas "Grundlagen des Islam" zunächst reduziert betrachtet. Unterrichtsablauf: "Koran, fünf Säulen und Moschee? In der zweiten Doppelstunde wird das Thema "Moschee" zunächst nur in religionskundlicher Hinsicht betrachtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zum Islam auffrischen. das Verbreitungsgebiet des Islam darstellen können. das grundlegende Gottesbild des Islam verstehen. den Offenbarungsweg und das Übersetzungsverbot des Korans kennen lernen. die fünf Säulen des Islam und das Verhalten von Muslimen in der Moschee kennen lernen. Bibel und Koran, Jesus Christus und Mohammed, Kirche und Moschee miteinander vergleichen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Fragen zum Islam formulieren. aus dem Internet allgemeine Informationen zum Islam, zur Biografie Mohammeds, zum Koran, den fünf Säulen des Islam und der Moschee auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg") festhalten und präsentieren. Thema Grundlagen zum Islam Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler Planung Verlaufsplan Islam 1 Verlaufsplan Islam 2 Das Thema "Islam" ist von hoher Gegenwartsrelevanz für die Schülerinnen und Schüler, da eine ständige Medienberichterstattung stattfindet. Diese fokussiert sich meist auf aktuelle Problemfelder wie Terrorismus, "Ehrenmorde", Kopftuch oder diskutiert beispielsweise die Errichtung muslimischer Moscheen. Den Schülerinnen und Schülern können auch die Medienberichte über angebliche "Koran-Schändungen" und die heftigen Reaktionen der muslimischen Welt noch im Gedächtnis sein. Zudem gibt es bei den Lernenden einen hohen Lebensweltbezug, sei es durch die eigene Geschichte (eher im Ethik- als im Religionsunterricht) oder durch Freunde und Bekannte. Bei den Schülerinnen und Schülern ist demnach eine Fragehaltung gegenüber dem Islam zu erwarten. Wie aktuelle Zeitungsmeldungen betonen, ist die derzeitige Haltung vieler Deutscher dem Islam gegenüber eher ablehnend. Aktuelle Schlagzeilen lauten zum Beispiel: "Deutsche fühlen sich durch Islam bedroht" oder "Demo gegen Moschee: Rechte marschierten mit". Um sich in der zukünftigen Gesellschaft zurechtzufinden und an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen auf lokaler Ebene ist es darüber hinaus Voraussetzung, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was in einer Moschee überhaupt geschieht. Zentral dafür sind auch Kenntnisse über den Koran und die fünf Säulen des Islam. Exemplarität Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über wesentliche Grundlagen des Islam, insbesondere über die Themen "fünf Säulen des Islam" und "Moschee". Zugänglichkeit Die Themen "Grundlagen des Islam", "Koran", "fünf Säulen des Islam" und "Moschee" sind für die Schülerinnen und Schüler zunächst abstrakter Natur. Durch die Auswahl gut verständlicher Internetseiten soll die Zugänglichkeit verbessert werden. Diese Quellen tragen unter anderem durch das verwendete Bildmaterial zu einer höheren Anschaulichkeit und verbesserten Motivation bei. Dies gilt insbesondere beim Thema "Moschee". In der ersten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie mit Fotos einer Moschee und betender Muslime aufgelegt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren, ihr Vorwissen und ihre affektive Haltung zum Islam aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und erste Gedanken zum Islam äußern. In der folgenden Konzentrationsphase haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Vorwissen. Sie halten für sich selbst im Lernweg-Heft die Antworten auf die Fragen "Was weiß ich vom Islam?", "Was will ich wissen?", "Was stört mich am Islam?" und "Was finde ich gut?" fest. In der Sammelphase nennen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihr Vorwissen und äußern ihre Fragen zum Islam. Die Lehrkraft notiert diese in Stichpunkten auf drei verschiedenen Plakaten. Diese Plakate zeigen gegebenenfalls den speziellen Informations- oder Diskussionsbedarf der Schülerinnen und Schüler. Die Plakate werden im Verlauf der Unterrichtsreihe als Einstieg in neue Themengebiete verwendet. Die Lehrkraft sollte auf die Vielschichtigkeit und Differenziertheit des Islam hinweisen, zum Beispiel auf das umfassende Verbreitungsgebiet und die Richtungen innerhalb des Islam. Auf die Plakate wird auch am Ende der Unterrichtsreihe noch einmal zurückgegriffen, um den Lernfortschritt zu überprüfen. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit allgemeine Informationen zum Islam aus dem Internet aus. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorstunde bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft aufgeblendet. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islam ist. Zur Sicherung lösen die Schülerinnen und Schüler ein mit HotPotatoes erstelltes Kreuzworträtsel. Hier können die Schülerinnen und Schüler selbstständig überprüfen, welche Informationen sie behalten haben. Bei Unsicherheiten bietet das Programm Tipps an. Offene Fragen werden anschließend im Plenum geklärt. Vor der anschließenden zweiten Informationsphase werden die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Spielkarten in drei Informationsgruppen (Pik, Herz, Karo) eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen werden Paare gebildet, die sich anhand ausgewählter Links über die Bedeutung der Propheten im Islam und über die Biografie Mohammeds informieren. Die Ergebnisse dieser arbeitsteiligen Partnerarbeit halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Paare, die die Informationsauswertung frühzeitig fertiggestellt haben, können ihr Wissen in einem digitalen Kreuzworträtsel überprüfen. Zu der folgenden Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Spielkarten (7, 8, 9, 10, Bube …) in neuen Gruppen zusammen. In diesen Gruppen erklären sie einander die Ergebnisse ihrer Partnerarbeit. Sie ergänzen ihre eigenen Informationen gegebenenfalls um die Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum den Propheten Mohammed mit Jesus Christus. In der Motivationsphase wird den Schülerinnen und Schülern ein Koranexemplar gezeigt. An der Tafel werden die in der Vorwoche erstellten Stichwort-Plakate angebracht. Anhand des Koranexemplars können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase ihr Vorwissen zum Koran äußern. Mitschülerinnen und Mitschüler mit einem eigenen Lebensweltbezug zur Ausübung der Religion sollten in den Unterricht eingebunden werden. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum Koran aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft beziehungsweise auf einer Overheadprojektor-Folie fest. Auf geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Schnelle Schülerpaare überprüfen ihr Wissen mittels eines Kreuzworträtsels. So kann der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen werden. Ein Schülerpaar präsentiert nun seine Ergebnisse im Plenum. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Im Unterrichtsgespräch findet ein kurzer Vergleich zwischen Koran und Bibel statt. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorwoche bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft projiziert. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islams ist. Auch hier sollten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht eingebunden werden. Vor der zweiten Informationsphase werden die Schülerpaare durch farbige Zettel in fünf Gruppen eingeteilt. Die Schülerinnen und Schüler werten nun in arbeitsteiliger Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu je einer Säule des Islam aus. Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest. Geeignete Internetseiten entnehmen sie der Power-Point-Datei "Lernweg Islam Grundwissen". In der Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Nummern auf den farbigen Zetteln in neuen Gruppen zusammen. Sie erklären in der Gruppe ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Ergebnisse zu "ihrer" Säule des Islam. Anschließend hören sie den Erklärungen der anderen Mitglieder zu und ergänzen ihr Lernweg-Heft um die Informationen zu den anderen Säulen. In einer dritten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet über Moscheen. Die aus den in der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" angegebenen Links entnommenen Informationen halten sie im Lernweg-Heft fest. Bei diesem Thema bietet sich eine Recherche der Moscheen in der näheren Umgebung an. Es gibt vielleicht Mitschülerinnen und Mitschüler, die hier eigene Erfahrungen einbringen können. Abschließend sichern die Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen durch die Bearbeitung eines digitalen Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Sollten zeitliche Probleme auftreten, lösen die Schülerinnen und Schüler das Kreuzworträtsel als Hausaufgabe. Dazu wird ihnen die Datei per E-Mail zugesandt. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Wellness im alten Rom

Unterrichtseinheit

Wenn man ein Schwimmbad besucht, stellt man fest, dass der Luxus der Badefreuden nicht ohne die Technik möglich wäre, die im Laufe des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde. Doch wie sah das im alten Rom aus?Dieser Beitrag liefert Anregungen, wie das Thema "Baden wie die alten Römer" multimedial vermittelt werden kann. Lässt man seine Gedanken nun 2.000 Jahre in die Vergangenheit schweifen, bemerkt man erstaunt, dass bereits die Thermaltechnik der Römer von einem großen technischen und architektonischen Wissen zeugte, und dass sie der unseren in mancher Hinsicht überlegen war.In fast allen modernen Latein-Lehrbüchern finden sich Lese- und Informationstexte zu den römischen Thermen. Aber auch wenn keine entsprechenden Lese- oder Informationsstücke im Lehrbuch vorhanden sind, bietet sich sicherlich eine Möglichkeit, die römische Badekultur im Unterricht zu behandeln. Ein Thermenmodell für "Schüler experimentieren" Ein Erfahrungsbericht: Für ein Schülerprojekt wurde im Netz recherchiert und per E-Mail kommuniziert. Sachanalyse Für die eigene Umsetzung: Hintergrundinformationen, die Ihnen den Einstieg erleichtern und einige Recherchearbeit abnehmen. Das Thema in den Lehrbüchern Lehrbuchanbindung: Die Autorin stellt vor, an welchen Stelle der Lehrbuchprogression die Arbeit an Online-Quellen zum Thema "Badekultur" Platz finden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Gewohnheit des gemeinsamen Badens als kulturelles Erbe der Römer erkennen. das themenspezifische Vokabular kennen lernen. Fakten rund um die Geschichte des Badens kennen lernen. über diese Fakten Zugang zu authentischen Texten finden. Webseiten als Informationsquellen kennen lernen. Thema Baden wie die alten Römer - Römische Thermen Autorin Christine Groß Fach Latein; evtl. fächerübergreifend mit Geschichte, Kunst Zielgruppe Sek. I Medien Internet, Lateinlehrbücher, Jugend- und Sachbücher, Dias, CD/DVD-ROMs, Arbeitsblatt Technische Voraussetzungen Computer mit Internet-Zugang, Scanner, Drucker Eine Projektwoche, eine Arbeitsgemeinschaft oder die Teilnahme an einem Wettbewerb wie "Schüler experimentieren" oder "Jugend forscht" sind Gelegenheiten, die antike Technik begreifbar zu machen. In einem mehrfach preisgekrönten Wettbewerbsbeitrag eines Schülers meiner Latein-AG für "Schüler experimentieren" wurden die wesentlichen Elemente einer Thermenanlage in einem Modell der Kaiserthermen in Trier dargestellt. Das Modell sollte möglichst originalgetreu die Thermaltechnik der damaligen Zeit mit Hypokaustsystem (Fußbodenheizung) wiedergeben. Ein Klick auf das Bild zeigt das Modell der Kaiserthermen in Trier. Reduktion des Umfangs Aus Gründen der Übersichtlichkeit, der Stabilität und somit auch der Mobilität wurde der Gesamtkomplex jedoch teilweise gestaucht: Unfunktionelle Räume wie die Apodyteria oder raumintensive Teile wie die Palaestra wurden weggelassen. Ebenfalls fehlen die Sudatoria, die mit dem Tepidarium bis auf die Temperatur übereinstimmen, jedoch mit einem zweiten Praefurnium (Heizungsfeuer) gespeist werden müssten, was aber eine allgemeine thermale Instabilität zur Folge hätte. Als letzte Änderung wurde eine Verschiebung des Kaltwasserbeckens in das Frigidarium vorgenommen, was auf das Gesamtbild der Funktionsweise jedoch keine Auswirkungen hat und der Mobilität des Modells zugute kommt. Die grundsätzliche Problemstellung der Projektes waren die Temperaturentwicklung sowohl im Wasser als auch in der Luft und die Messung der Luftfeuchtigkeit. Recherche im Netz Die für die Rekonstruktion der Thermen nötigen technischen Angaben stellte der Schüler problemlos dank einiger Vitruv-Texte zusammen, die man in den gängigen Internet-Sammlungen lateinischer Autoren finden kann. In Ergänzung dazu studierte er diverse Internet-Seiten mit Texten und Abbildungen zur römischen Bautechnik und den Thermen. Projekt-Betreuung via E-Mail Da ich den Schüler nicht selbst unterrichte und in der Schule nur selten sah, kommunizierten wir während der Bauphase fast täglich per E-Mail. Durch diese im Vergleich zu Telefonaten weitaus kostengünstigere Variante wurde ich schnell über die Fortschritte des Modells informiert. Gleichzeitig stand ich jederzeit für Fragen zur Verfügung und gab Tipps zu Arbeitsmaterialien, -technik, Größenverhältnissen, Messgeräten für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Neben der Herstellung des Modells war eine schriftliche Arbeit für den Wettbewerb vonnöten, die Vorgehensweise, Versuchsaufbau und Ergebnisse mit Tabellen und Schaubildern beinhaltet. Die einzelnen Kapitel erhielt ich zur Korrektur per E-Mail. Auf demselben Weg leitete ich die durchgesehene Fassung mit eingescannten Abbildungen an meinen Schüler zurück. Multimediale Präsentation Nach Fertigstellung des Modells und der schriftlichen Arbeit erstellte er schließlich eine computergestützte Präsentation für den Wettbewerbstag. Zusätzlich zu den obligatorischen Plakaten und einem Thermen-Würfelspiel für die Gestaltung des eigenen Standes setzte er die CD-ROM "Vitalis und Artula" (zu beziehen beim Rheinischen Landesmuseum und der Touristinformation Trier) ein, in der zwei virtuelle Stadtführer durch das römische Trier - auch zu den Kaiserthermen - führen. Außerdem speicherte er aus dem Internet ein 3D-Modell der Caracalla-Thermen in Rom. Teile davon wurden abwechselnd mithilfe des mitgebrachten Computers und Monitors der Jury und den Besuchern vorgeführt. Die römische Badekultur ist ein gutes Beispiel dafür, dass antike Bautechnik und Freizeitgestaltung auch nach 2000 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. Römische Thermen werden bis heute in Thermalbädern genutzt, der Gedanke, das Baden mit anderen entspannenden Freizeitaktivitäten zu verbinden, lebt in den heutigen Erlebnis- und Spaßbädern fort. Für die Behandlung der Thermen im Lateinunterricht eröffnet der Einsatz von Computer und Internet in Ergänzung zu den vorhandenen Lese- und Informationstexten der Lateinbücher für Lehrende und Lernende vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Neben der Recherche von Bildern , Sachinformationen und Texten lateinischer Schriftsteller sowie der Präsentation von Arbeitsergebnissen kann hier auch die Kommunikation bei der Exkursionsvorbereitung sowie bei der Online-Betreuung von Unterrichts-Projekten zum Tragen kommen. Betrachtet man die römische Thermaltechnik genauer, kann man, isoliert von den Umkleide- und Eingangsräumen und Kleiderspinden, ein immer gleiches System von Räumen entdecken, die den zentralen Badetrakt bilden: das Caldarium (Heißbad, ca. 33 - 42°C) das Tepidarium ((Lau)warmbad, ca. 23°C) das Frigidarium (Kaltbad ohne Heizung) und letztendlich die Palaestra (Sportplatz). Die ersten drei liegen innerhalb des Gebäudes, die letzte im Freien. Dazu kamen je nach "Ausstattung" weitere Räume. Nach Zahlen des Eintrittspreises, der für Frauen bei einheitlich ½ As und für Männer bei einheitlich ¼ As lag, betrat man den Eingangsraum und begab sich von da aus ins Apodyterium , den Umkleideraum, wo es Bänke und Ablagefächer gab. Nun begann der vielstündige Aufenthalt in den Thermen mit dem sportlichen Teil: Sport und Spiel fanden in der Palaestra statt, einer etwa 20 mal 50 Meter großen, teilweise überdachten Fläche. Nach den Leibesübungen betrat der Thermenbesucher nun das Sudatorium , den Schwitzraum, worauf er in das Caldarium , einen sehr heißen und humiden Raum mit alvei, teilweise in den dicken Estrichboden eingelassene Wannen, wechselte. Der Boden des Caldariums war so heiß, dass man dicke Holzsandalen anziehen musste. Danach ging man ins Tepidarium , das mit dem Sudatorium vergleichbar ist, jedoch eine geringere Wärme aufbieten sollte und konnte, da es als Abschwitzraum diente und mit der Restwärme des Caldariums gespeist wurde. Nach dem Aufenthalt hier hatte der Körper jedoch oft noch nicht aufgehört zu schwitzen. Schließlich folgte der reinliche Römer dem Rundgang ins Frigidarium*, wo sich entweder ein Kaltwasserbecken befand oder wo dieses als Durchgang zur *Piscina (Natatio), einem Kaltwasserbecken im Freien, fungierte. Zum römischen 'Wellness-Programm' in den Thermen gehörten zudem meist eine Massage, eine Friseur- oder Arztbehandlung, entspannendes Lesen in der Bibliothek, Vorträge - und ein Besuch der Taberne. In Ergänzung zu den hier vorhandenen Texten über Zirkusspiele und Theateraufführungen kann der Thermenaufenthalt als beliebte römische Freizeitgestaltung gewinnbringend im Unterricht behandelt werden. Dies könnten anhand von Informationen und Abbildungen aus dem Internet Dias ("Römische Thermen" von Klett) CD- oder DVD-ROMs ("Das alte Rom" von Alive) Sach- und Jugendbüchern (Sachbuch zu "FELIX", "Res Romanae", Macauly's "Eine Stadt wie Rom" von dtv) oder Lexika ("Der Kleine Pauly") geschehen. Lehrbuch Lektionen Lesestücke Informationstexte Bilder ROMA B 44 "In römischen Thermen" I-Stück, bilingualer Seneca-Text (Z-Stück) - FELIX B 37 "Badekultur - natürlich auch in Cambodunum" I-Stück Collage: Thermen von Cambodunum (Kempten) CURSUS CONTINUUS 3 "Hochbetrieb in den Thermen" "Thermen" Zeichnung SALVETE 4 «Rufus et Quintus thermas intrant», «Quis aquam frigidam timet? » - Stabianer Thermen ITER ROMANUM 30 «Im Bad von Baiae» "Im Bad von Baiae" Thermen von Baiae OSTIA ALTERA 18 «Der Kleiderdieb»,"In den Thermen" - Stabianer Thermen (heute und Rekonstruktion) LATEIN DREI 15, 16 "In den Thermen" (15), "Der Preis des Vergnügens" (16) Geschichte "Ein Tag in Rom 2" I-Texte in L 15 und 16 Caracalla-Thermen, Thermen des Diokletian (15), Trier, Thermen (16)

  • Latein
  • Sekundarstufe I

"Schneller - höher - weiter!" - Sport in der Antike

Unterrichtseinheit

Moderne Medien und lebendige Archäologie ergänzen sich bei der Behandlung des Themas "Sport in der Antike" in idealer Weise. Die unterrichtlich thematisierte Symbiose zweier so verschiedener Fächer wie Latein und Sport lässt unsere sportliche Vergangenheit plastisch erscheinen und macht das Weiterleben mancher antiker Sportart begreifbar.Sport gehört in seiner zeittypischen Ausprägung zur Kultur einer Gesellschaft. In ihm wird das Verhältnis des Menschen zu sich selbst, seinen Mitspielern oder Kontrahenten offenbar. In der griechischen und römischen Antike ist Sport zudem nicht nur Spiegel von Selbstverständnis und Menschenbild, sondern er übernimmt auch - bedingt durch den religiösen Charakter der antiken Sportfeste - die Funktion eines Abbildes des herrschenden Weltbildes. Facetten eines zeitlosen Themas Im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum antiken Sport im Lateinunterricht empfiehlt es sich, nach einer kursorischen Behandlung der griechischen Ursprünge mit dem Schwerpunkt "Olympische Spiele" die hier genannten Bereiche - in beliebiger Reihenfolge - als Sequenzen zu thematisieren. Antiker Sport und moderne Medien Da das Thema "Sport in der Antike" in den modernen Lateinlehrbüchern einen festen Platz hat, bieten sich unter Einsatz moderner Medien vielfältige Anknüpfungspunkte, um spezielle Aspekte zu vertiefen und neue ergänzende Schwerpunkte zu setzen. Finale: Learning by doing Das theoretische Wissen rund um den Sport der Antike kann schließlich durch das Ausprobieren der Sportarten nach antikem Vorbild im Sinne experimenteller Archäologie in die Praxis umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Begriffen aus dem antiken Sport, die sich bis heute erhalten haben (Arena, Gymnasium, Athlet, Olympiade, Stadion), und deren Bedeutung vertraut werden. die antiken Sportarten und Sportstätten mit heutigen vergleichen. sich über die Verwurzelung des Sports im religiös-kultischen Bereich und über die wichtigsten religiösen Festspiele der Römer informieren. einen (kritischen) Einblick in das Phänomen der römischen Gladiatorenkämpfe erhalten. durch die Beschäftigung mit dem antiken Sport motiviert werden, sich auch mit anderen Bereichen römischen Lebens auseinander zu setzen. Ausprägungen Schon bei den Griechen und Römern begegnet uns die sportliche Betätigung, die heute in den verschiedensten Facetten als Leistungs-, Freizeit-, Breiten-, Volks-, Individual-, Mannschaftssport existiert, in unterschiedlichen Ausprägungen: als Wettkampfsport nach bestimmten Regeln (Leistungsmessung und -vergleich) als Teil gesunder Lebensführung ("Mens sana in corpore sano") als Ausdruck bestimmten Sozialverhaltens (wie in den Thermen) zur Unterhaltung aus der Zuschauerperspektive Kritik Es gab auch im Altertum kritische Stimmen zum Thema "Sport", vor allem was die Gladiatoren, die als Leistungssportler (Ringen, Fechten) im heutigen Sinn gelten können, betrifft. vgl. hierzu: Iuvenals "Panem et Circenses"-Kritik, X 76 - 80. Im Wesentlichen lassen sich vier Bereiche der Wettkampfkultur unterscheiden: munera gladiatoria: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater ludi circenses: Wagenrennen im Circus certamina Graeca: Übernahme griechischer Traditionen im Stadion thermae: Ausgleichssport / Wellness wie Schwimmen, Ballspiele in den Thermen Die munera gladiatoria sind allerdings nicht mit dem Bereich, der mit dem modernen Begriff "Sport" umrissen wird, identisch, da die Teilnahme nicht freiwillig war und wegen der oft unterschiedlichen Bewaffnung der Kämpfer ein unfairer Leistungsvergleich stattfand. Medieneinsatz in Gruppenarbeit Die Variationsbreite des Medieneinsatzes reicht von der Nutzung des Computers mit Internetanschluss und des Beamers bis zur Integration audiovisueller Medien (Video, CD, DVD, Dias, Audio-Kassetten) in den Unterrichtsverlauf. Bei der Fülle der hierbei zur Verfügung stehenden didaktischen Alternativen ist mitunter bei knapp bemessener Unterrichtszeit Gruppenarbeit mit verschiedener Aufgabenstellung empfehlenswert. Computer und Internet bieten vielschichtige Einsatzmöglichkeiten: Internetrecherche Wettkampfstätten virtuelle Entdeckungsreise zu den antiken Wettkampfstätten (Olympia, Delphi, Korinth, Nemea; Rom) via Bildsuchfunktion von Google Internetrecherche Sportarten Internetrecherche nach Darstellungen von Athleten, Sportarten und -geräten der griechischen und römischen Antike; Besprechung der Abbildungen Gestaltung einer "Sportschau" Gestaltung einer "Sportschau" / einer Wandzeitung durch Nachzeichnen der gefundenen antiken Wettkampfszenen, ergänzt durch eigene Informationstexte Internet-Sport-Rallye Durchführung einer Internet-Sport-Rallye anhand eines vorgegebenen Fragekatalogs oder einer auszufüllenden Tabelle Ein Quiz im Netz Die deutsche und die lateinische Kopiervorlage aus AU 2/2004: "Spiele 2004 - Sport in der Antike", S. 61-64: Das Olympia-Quiz beim Friedrich Verlag Kreation "neuer" lateinischer Sportarten Ausfindigmachen oder Kreieren lateinischer Entsprechungen zu modernen Sportarten mithilfe von Online-Lexika und neulateinischer Lexika (wie des "Lexicon recentis Latinitatis") Wortfeldarbeit Zusammenstellung von Wortfeldern zu bestimmten Sportarten (etwa Fußball); darauf aufbauend die Erstellung eines eigenen lateinischen "Sport-Lexikons", das durch die antiken Sportarten ergänzt und auf Datenträgern gespeichert werden sollte Textarbeit Übersetzen und Bearbeiten lateinischer Originaltexte zum Thema (aus der Klett-Textsammlung "Sport in der Antike" oder aus Online-Bibliotheken), die von der Lehrperson auf Diskette/CD-ROM vorbereitet und den Schülerinnen und Schülern in digitaler Form als Arbeitsgrundlage vorgelegt werden Ergebnisvorstellung Präsentation der Arbeitsergebnisse auf Diskette/CD-ROM (mit Einsatz eines Beamers) und/oder deren Veröffentlichung auf der Schulhomepage Audio-Präsentationen Vorführen von Dias (Klett-Diareihe "Römische Thermen") und/ oder Video-Ausschnitten (Wagenrennen aus "Ben Hur" oder "Gladiator") zum Thema "Sport" Hörspiel-Erstellung Entwicklung und Aufnahme einer deutsch-lateinischen Sportreportage als Hörspiel oder Videoclip, die in eine selbst erstellte Internetpräsentation oder die Schulhomepage integriert werden kann Ein Olympischer Tag Höhepunkt einer solchen Unterrichtsreihe oder eines fächerübergreifenden Projektes kann ein Sportfest mit Siegerehrung nach antikem Vorbild - beispielsweise ein Olympischer Tag - sein, das sinnvollerweise in Kooperation mit Sportkollegen durchgeführt wird. Anregungen Das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland gibt hierzu auf seiner Homepage einige Anregungen. Deutscher Olympischer Sportbund

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Erfahrungsbericht: Minimix et Magnifix in ludis Olympiis

Unterrichtseinheit

Die Fächer Latein und Sport können auf vielfältige Weise gewinnbringend miteinander verbunden werden. Die Möglichkeiten reichen von der Lektüre antiker Texte und der Besprechung antiker Darstellungen über ein Sportfest nach antikem Muster bis zur Exkursion zu antiken Sportstätten. In diesem Fall wurde sogar ein multimediales Projekt durchgeführt - mit begeisterten Lernenden!Ein solches multimediales Projekt, das klassen- und fächerübergreifend etwa in einer Arbeitsgemeinschaft oder im Rahmen einer Projektwoche entstehen kann, ermöglicht die Integration verschiedenster Unterrichtsformen. Die unterschiedlichen Begabungen der Schülerinnen und Schüler im sprachlichen, sportlichen und künstlerischen Bereich können auf diese Weise gefördert und nutzbringend in eine Gemeinschaftsarbeit eingebracht werden. Unterrichtsprojekt als Wettbewerbsbeitrag Die Teilnahme am Gruppenwettbewerb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen eröffnet nach meinen Erfahrungen die Möglichkeit, Motivation und Engagement für das Fach Latein zu erhöhen und seine Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu stärken. Meine aus Neuner-Klassen entstandene Latein-AG, die diesmal ein rein lateinisches Stück auf die Bühne oder auf's Video bringen wollte, reizten die im Jahr 2004 anstehenden Olympischen Spiele, die wieder in ihrem Ursprungsland Griechenland stattfinden, als Thema. Da einige AG-Mitglieder musikalisch aktiv sind, sollte dabei auch dieser Bereich nicht zu kurz kommen. Einsatz digitaler Medien Neueste Technik, digitale Videoaufnahme und ein Computerschnitt-Programm sollten zudem zur Perfektionierung der Ton- und Bildqualität zum Einsatz gebracht werden. Computer und Internet boten uns bei der Recherche, der Erstellung und graphischen Gestaltung des Drehbuchs sowie des Video-Covers und der schnellen internen Kommunikation eine unschätzbare Hilfe. Die Schülerinnen und Schüler sollen selbsttätig und kreativ zu einem Thema des Lateinunterrichts arbeiten. verschiedene Recherchequellen wie Lexika, Internet und Fachbücher nutzen und beurteilen. für den weiteren Lateinunterricht motiviert werden. die digitalen Medien als Mittel zur kreativen Gestaltung fundierter Inhalte erkennen und nutzen. Thema "Citius-altius-fortius. Minimix et Magnifix in ludis Olympiis»: Olympiade in der Antike - Adaptation von «Asterix Olympius" Autorin Christine Groß Fach Latein; evtl. fächerübergreifend mit Sport, Musik, Bildende Kunst, Geschichte Zielgruppe Sekundarstufe I Medien Internet, Lateinlehrbücher; "Asterix Olympius" (Ehapa-Verlag); Sachbücher, Lexika Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang, Scanner, Drucker; Digitale Videokamera; Computer-Schnittprogramm, Bildbearbeitungsprogramm Minimix ist Olympiateilnehmer Die unverkennbaren Charaktere, die seit Jahrzehnten Groß und Klein begeistern, sind größtenteils in unser Stück integriert und mit treffenden neuen Namen ausgestattet. Der ewig junge Konflikt Gallier versus Römer wird auf unterhaltsame Weise im griechischen Olympia bei den olympischen Spielen ausgetragen. Obwohl in der Antike nur Griechen und Römer zur Teilnahme berechtigt waren, gelingt es den schlauen Galliern, ihren besten Mann - von uns Minimix (alias Asterix) genannt - als Teilnehmer einzuschleusen. Citius - altius - fortius Getreu dem Olympischen Motto "Citius - altius - fortius" gelingt es ihm, seine Gegner in Schach zu halten und in einem packenden Endkampf den Sieg zu erringen. In Anlehnung an den Asterix-Band "Asterix Olympius" entwickelten die Schülerinnen und Schüler eine für die Verfilmung umsetzbare Version des Comics, die ihrer Interessenlage gemäß den sportlichen Aspekt betont und die für die olympischen Spiele der Antike und der Neuzeit standardisierten Handlungen zum Teil anachronistisch integriert. Doping und Fan-Kult Bei der Konzeption des Drehbuchs legten die Lernenden großen Wert darauf, dass der berühmte Zaubertrank aufgrund der geltenden olympischen Regeln und der sportlichen Fairness keine Rolle in ihrem Stück spielen sollte. Sie thematisierten den Einmarsch der beteiligten Nationen und Städte, den Olympischen Eid, das Entzünden des Olympischen Feuers und sogar den Fan-Kult, der in der Person des alten Senilix (alias Methusalix) karikiert wird. Bei der Umsetzung des Video-Projekts mit sportlicher Akzentsetzung sollten zunächst unnötige Risiken vermieden und Vorüberlegungen zur Praktikabilität eines solchen Vorhabens angestellt werden. Pentathlon Problematisch war die Auswahl der darzustellenden Sportarten. Nach der Recherche im Internet, in Lexika und Fachbüchern einigten wir uns darauf, im Unterschied zur Asterix-Vorlage den klassischen olympischen Pentathlon wieder aufleben zu lassen, aus dem sich der heutige moderne Fünfkampf entwickelt hat. Sieger des aus den fünf Disziplinen Weitsprung, Speerwurf, Diskuswurf, 200-Meter-Lauf und Ringen bestehenden Wettkampfes war, wer zuerst drei Disziplinen für sich entscheiden konnte. Die gefilmten Disziplinen Für das zu drehende Video entschieden wir uns für Weitsprung Aufgrund der Zeitvorgabe von 15 Minuten für das Video wurde für diese zweite ausgewählte Disziplin der Umfang auf einen Versuch der Athleten reduziert - statt der in der Antike üblichen fünf. Zudem wurde diese Disziplin ohne die damals üblichen hantelförmigen Gewichte durchgeführt. Diskuswerfen Zur Vermeidung der Verletzungsgefahr wählten wir hier einen selbst gebastelten, bronzefarbenen "Diskus" aus zwei bemalten Papptellern statt der in der Antike gebräuchlichen 5 kg schweren Scheiben aus Bronze, Eisen oder Blei. Ringen nach griechisch-römischer Art Diese Disziplin fand auf einer handelsüblichen Gymnastikmatte statt. Zwei Disziplinen im Trainingscamp Die beiden anderen Disziplinen werden wegen des Verletzungsrisikos und des mangelnden Platzes nur ansatzweise in der ersten Szene sozusagen noch in der "Trainingsphase" in den gallischen Wäldern vorgeführt. Idealerweise sollten Sportaufnahmen möglichst in Sportstadien durchgeführt werden. Wegen der kalten Witterung an den Drehterminen im Dezember waren uns Außenaufnahmen jedoch leider unmöglich. Der beengte Drehort, ein größerer Klassenraum unseres Gymnasiums, erschwerte den Schülerinnen und Schülern die Umsetzung ihrer vielfältigen Ideen. Aber mit viel Fantasie und Geschick gelang es ihnen und unserem Kameramann, einem ehemaligen Schüler, aus der Not eine Tugend zu machen, indem vieles - wie etwa der Riesensatz beziehungsweise -wurf von Minimix - durch geschickte Film- und Schnitttechnik einfach nur angedeutet wurde. Bei unseren zahlreichen Vorbereitungstreffen in den großen Pausen oder am Wochenende sammelten wir die Ideen für Drehbuch, Kostüme und Requisiten. Da ich nur eines der 17 AG-Mitglieder selbst unterrichte, erfolgte die von mir koordinierte detaillierte Ausarbeitung zum großen Teil zu Hause via Computer, Internet und E-Mail. Mittels E-Mail kommunizierten die einzelnen Gruppen miteinander, halfen sich bei grammatischen Problemen und tauschten ihre Zwischenergebnisse aus. Mithilfe der von mir zur Verfügung gestellten deutsch-lateinischen Lexika, der lateinischen Fassung "Asterix Olympius" und verschiedenen Grammatiken entstand so sukzessive im Laufe von mehreren Wochen in Arbeitsteilung die lateinische Rohfassung. Das Drehbuch Das Drehbuch wurde von den Schülerinnen und Schülern, die Latein als zweite Fremdsprache (drittes Lernjahr) erlernen, zunächst in deutscher Sprache verfasst und auf Diskette festgehalten. Bei der anschließenden Übertragung ins Lateinische wurden die einzelnen Szenen auf Kleingruppen verteilt. Wortfeld Olympia* Neben grammatischen Problemen ergab sich zudem die Schwierigkeit einer adäquaten lateinischen Übersetzung moderner Begriffe und Redewendungen. Hier waren das "Lexicon recentis Latinitatis", das "Lexicon auxiliare" und Online-Lexika (wie imperiumromanum.com ) für uns sehr hilfreich. Wörter wie "Fan" oder "Doping" wurden neulateinisch mit "admirator studiosissimus" beziehungsweise "excitatio drogaria" wiedergegeben. Wo die passende lateinische Wendung nicht aufzufinden war, bewiesen die Schülerinnen und Schüler Ideenreichtum und kreierten ihre eigenen Wortschöpfungen (ein Beispiel: der Fanshop "taberna fanatica"). *Filmmusik Für die stilgerechte musikalische Gestaltung ihres ehrgeizigen Filmprojektes recherchierten die Gruppenmitglieder im Internet und stießen mithilfe von Suchmaschinen wie Google beziehungsweise Google Latina , Yahoo und Lycos auf Originaltexte bekannter aktueller und älterer Popsongs. Nach dem Sammeln der für die Version ins Lateinische geeigneten Liedvorschläge einigten sich die Schülerinnen und Schüler auf zwei eingängige, rhythmisch und textlich einfachere Klassiker, die jedem Sportbegeisterten bekannt sein dürften: Queen's "We will rock you" wurde zum gallischen Schlachtruf "Gallia vincet", der Klassiker "We are the champions" zur gallischen Nationalhymne "Victores sumus, nos Galli" umgedichtet, die zum krönenden Abschluss von Cantorix (alias Troubadix) angestimmt wird. Die Endfassung Nach Begutachtung und Korrektur der mir zugemailten Arbeitsergebnisse der Kleingruppen wurden die Einzelszenen schließlich dem Plenum vorgelegt und in gemeinsamer redaktioneller Bearbeitung die Endfassung komponiert, die die Zustimmung aller fand. Genderaspekte Voll Begeisterung rissen sich die Schülerinnen und Schüler vor allem um die Hauptrollen, wobei die Parts der Titelhelden Magnifix (alias Obelix) und Minimix in unseren Augen nahezu optimal besetzt waren. Die Rolle der Stadionsprecherin wurde gar dreifach, die des römischen "Super-Athleten" Musculus kurioserweise mit einem Jungen und einem Mädchen besetzt, das kurzfristig für den "Schauspiel-Kollegen" einsprang. Die Tatsache, dass Frauen ursprünglich das Olympia-Stadion weder als Teilnehmer noch als Zuschauer betreten durften, wurde von den Lernenden kurzerhand angesichts der vielen weiblichen Schauspieler entsprechend der heute geltenden Praxis geändert. Kostüme Viel Spaß bereitete den AG-Mitgliedern die Herstellung der Kleider und vor allem das Spielen in den Gallier-Kostümen; der in der Antike üblichen Nacktheit der Athleten wurde schmunzelnd zugunsten der neuzeitlichen Kleidungsgepflogenheiten eine Absage erteilt. Musik Die sportlichen Talente der einen, die musikalischen Talente der anderen (Trompetenfanfaren beim Einmarsch der Teilnehmer, vor den Einzeldisziplinen und der Siegerehrung; Flötenmusik, wie in der Antike üblich, zur Untermalung des Weitsprungs) konnten ideal in das Theaterstück integriert werden. Kulisse Die ruhigeren Projekt-Beteiligten sorgten für die Requisiten (gemalte Zeus-Statue, Fähnchen der Fans, olympische Fackel/Feuer, lateinische Bandenwerbung, Megaphon der Stadionsprecher, Anzeigetafel, Siegerpodest, Ölbaumzweig für den Olympiasieger), malten in häuslicher Arbeit die Hintergrundbilder - eine Wald- und die Stadionkulisse - und wirkten beim Drehen im Publikum mit. Dreharbeiten Die mehrstündigen Dreharbeiten machten allen Beteiligten trotz großer Anstrengung viel Freude. Einige schauspielerische Einlagen und besonders die teilweise überschäumende Spielfreude mancher Darsteller haben uns immer wieder zum Lachen gebracht und die samstäglichen "Überstunden" wie im Flug vergehen lassen. Bearbeitung am PC Die diffizile Bearbeitung des filmischen Rohmaterials wurde schließlich von einem der Schüler am eigenen PC mithilfe einer speziellen Video-Schnittsoftware in den Weihnachtsferien vorgenommen. Für die perfekte grafische Gestaltung des Video-/DVD-Covers und des Drehbuchs nutzten die AG-Mitglieder diverse Bilder aus dem Internet, eingescannte Asterix-Vorlagen und ein Bildbearbeitungsprogramm. Erfolgserlebnis Unser fertig gestelltes Werk mit dem Titel "Citius - altius - fortius. Minimix et Magnifix in ludis Olympiis" wurde beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2003 auf Landesebene mit dem 1. Preis und dem erstmals verliehenen Preis der Freunde der Antike e. V. prämiert. Als besondere Auszeichnung durften drei Schüler das Video im Bereich Medien beim Bundessprachenfest in Hildesheim präsentieren. Ansatzpunkt für Projektarbeit Die Olympischen Spiele in Athen sind ein lohnender Ansatz, sich im Unterricht - in Latein, Geschichte, Sport oder Kunst - mit diesem Thema zu beschäftigen. Eine multimediale interdisziplinäre Unterrichtseinheit oder ein ebensolches Projekt eröffnen dazu vielfältige Alternativen, die je nach Lehrer- oder Schülerinteresse verschiedene Akzentuierungen haben können. Digitale Medien motivieren Durch die Kombination dieser Unterrichtsthematik mit dem Einsatz moderner Medien zur Recherche, Kommunikation und Präsentation kann dabei das Lateinische für die Schülerinnen und Schüler begreifbar und die bleibende Aktualität der Antike eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.

  • Latein
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial zu "Der Hodscha und die Piepenkötter"

Unterrichtseinheit

2011 erschien Birand Bingüls Roman „Der Hodscha und die Piepenkötter”. In der spannenden Geschichte werden verschiedene Aspekte der Integration und eines friedlichen Miteinanders thematisiert, die im Unterricht aufgegriffen werden können.Im Mittelpunkt der Kleinstadt-Komödie stehen die um ihre Wiederwahl besorgte Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter und Nuri Hodscha, der neue Vorstand der türkischen Gemeinde. Letzterer kündigt zum Einstand an, eine prächtige Moschee bauen zu wollen. Ursel Piepenkötter muss nun also eine Brücke zwischen ihren christlichen Bürgerinnen und Bürgern und den türkischstämmigen Moslems schlagen. Im Zuge des Konflikts werden dabei verschiedene Aspekte angesprochen, die Thema im Unterricht sein können: Vom Moscheebau in Deutschland über das Thema Kopftuch bis hin zu sprachlichen Auffälligkeiten liefert das Buch unterschiedliche Anknüpfungspunkte.Aus einer größeren Anzahl möglicher Themen und Aspekte des Romans wurden verschiedene Stundenskizzen ausgearbeitet. Die jeweiligen Einheiten sollen Verständnis für andere Kulturen wecken beziehungsweise dieses vertiefen. Für die unterrichtliche Behandlung ist es nötig, dass die Schülerinnen und Schüler den gesamten Text bereits vor Unterrichtsbeginn gelesen haben. Die jeweils einschlägigen Textstellen werden gesondert angegeben und können dann aktuell in den Zusammenhang eingeordnet werden. Eventuell sollten sich die Lernenden außerdem vor der ersten Stunde mit dem jeweiligen Thema in der Tagespresse oder im Internet informieren. Umsetzung der Stundenthemen im Unterricht Hier erhalten Sie Informationen zu Lehrplanbezügen, kulturellen Hintergründen und dem Einsatz des Buches im Unterricht. Stundenthema 1: Moscheebau in Deutschland Mögliche Reaktionen auf den Bau von Moscheen in Deutschland werden gesammelt und zum Aufbau des Romans in Beziehung gesetzt. Stundenthema 2: Das Kopftuch Die Stellung der Frau im Islam spielt im Roman in verschiedenen Schattierungen eine Rolle. Am Beispiel des Kopftuches wird das Thema aufgearbeitet. Stundenthema 3: Streitkultur und Ehre Im Roman kommt es immer wieder zum Streit. Die Erwachsenen streiten sich ums politische Überleben, bei den Jugendlichen steht die persönliche Ehre auf dem Spiel. Stundenthema 4: Zur Personenkonstellation In dieser Stunde soll ein Aspekt der herkömmlichen Lektürebehandlung aufgearbeitet werden: die Personenkonstellation. Stundenthema 5: Sprachliche Auffälligkeiten Bei jeder literarischen Unterrichtsskizze verdient auch die Sprache der Textvorlage besondere Beachtung. Stundenthema 6: Interview mit dem Autor In der letzten Stunde zum Roman soll der Autor selbst zu Wort kommen. Bingül war jahrelang Fachjournalist für Integrationsfragen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden für Probleme sensibilisiert, die im Aufeinandertreffen zweier Kulturen, in diesem Fall der türkischen und der deutschen, entstehen. lernen, politische und religiöse Aspekte im Zusammenleben mit einer starken Minderheit zu berücksichtigen. erhalten einen Einblick in die Besonderheiten islamischer Kultur und des islamischen Alltags in Deutschland (zum Beispiel Freitagsgebet, Kopftuch, Schwimmunterricht, Alkoholverbot, Familienehre). entwickeln Respekt für den Eigenwert einer anderen Kultur, speziell des Islams. lernen formale und inhaltliche Aspekte des Romans "Der Hodscha und die Piepenkötter" kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen und bewerten die Rolle der Medien im Roman und in der Realität. nutzen das Internet als Recherchemedium. bearbeiten Arbeitsblätter am Computer. Voraussetzungen Der Themenbereich Integration - Ausländerfeindlichkeit - Migration - Islam ist für Schülerinnen und Schüler etwa ab Jahrgangsstufe 9 von Bedeutung. Seine Darstellung im Buch erfordert einerseits gewisse Grundkenntnisse über den Islam, der in Bayern in der Jahrgangsstufe 7 im Lehrplan für Religionslehre und Ethik steht. Da eine Handlungsebene des Romans die aufkeimende Liebe zwischen einer Muslima und einem Deutschen darstellt, sollten die Jugendlichen im entsprechenden Alter sein: Im Roman gehen die Kinder der Protagonisten in eine 10. Klasse. Für die politischen Verwicklungen in einen Wahlkampf und die religiösen Aspekte der Migration bis hin zu extremen, islamistischen Äußerungen ist jedoch eine reifere Einstellung und eine gewisse Lebenserfahrung nötig, die Leserinnen und Leser ab der Oberstufe oder aber Erwachsene aufbringen. Themenorientierter Kontext Der Lehrplan der Oberstufe in Deutsch ist in der Regel literaturgeschichtlich orientiert. Trotzdem kann man den Roman in einem themenorientierten Kontext unter den Aspekten Heimat, Lokalpolitik, Integration, Liebe, Streitkultur und Islam unterbringen. Vor allem die humoristische Komponente und verschiedene Ansatzmöglichkeiten zur Identifikation dürften die Lektüre für Schülerinnen und Schüler annehmlich machen. Lokale Gegebenheiten Zu bedenken ist, dass die Themen Migration und Integration zwar im ganzen Land diskutiert werden, dass aber das Zusammentreffen mit türkischstämmigen Familien vor allem in Großstädten und Gebieten mit viel Industrie spürbar wird. Dagegen gibt es ländliche Räume, in denen die Bevölkerung weitgehend homogen ist und die im Roman dargestellten Auseinandersetzungen kein Pendant im persönlichen Erfahrungsbereich haben. Auch lässt sich das Verhältnis der Deutschen zu türkischstämmigen Mitbürgerinnen und -bürgern nicht ohne Weiteres auf das Verhältnis zu Migranten aus Osteuropa übertragen. Interessen der Altersgruppe Da der Roman verschiedene Altersgruppen anspricht und daher zur sogenannten All-Age-Literatur gezählt werden kann, ergibt sich für den Einsatz in der Schule die Notwendigkeit, bestimmte Aspekte der Romanhandlung herauszugreifen, die für die jeweilige Altersgruppe angemessen sind, während andere Bedeutungsebenen zurückgestellt und eventuell nur bei gezielten Nachfragen der Schülerinnen und Schüler behandelt werden sollten. Unterschwellige Vorurteile Aus einer größeren Anzahl möglicher Themen und Aspekte des Romans wurden verschiedene Stundenskizzen ausgearbeitet. In den skizzierten Einheiten soll Verständnis für eine andere Kultur geweckt beziehungsweise vertieft werden. Im Unterrichtsgespräch ist darauf zu achten, dass nicht unterschwellige Vorurteile geschürt oder gar Fronten verhärtet werden. Wenn Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund anwesend sind, kann dies als Chance genutzt werden, die Perspektive zu ändern und weitere Hintergrundinformationen aus erster Hand zu erhalten. Diskriminierungen jeglicher Art verbieten sich von selbst. Aber gerade bei einem derart sensiblen Thema wird von der Lehrkraft ein besonders umsichtiges Vorgehen verlangt. Moscheebau: Pro und Kontra Als motivierender Einstieg könnte die Frage diskutiert werden, welche Konflikte Moscheebauten in Deutschland auslösen. Pro- und Kontra-Stellungnahmen können diskutiert werden, zum Beispiel anhand von Zeitungsartikeln, die die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld recherchieren. Nach einem kurzen Unterrichtsgespräch zu den Argumenten für und wider den Moscheebau in Deutschland werden die Stichwörter auf der Folie aufgedeckt. Im Heft der Lernenden werden diese mit weiteren Aspekten eingetragen. Überleitung zu Inhalt und Aufbau des Romans Im Buch werden die Seiten 18 ("Helfen Sie mir, Meierlein ...") bis 19 ("... immer zur Kirche ging.") gelesen. Die Argumente für und wider den Moscheebau in der Lektüre werden zu den vorher gefundenen Aspekten in Beziehung gesetzt und als Grundlage für den sich entspinnenden Konflikt gesehen. Inhalt und Aufbau Der Konflikt um den Moscheebau spiegelt sich im Aufbau des Romans wider. Stationen im Verlauf dieses Konflikts werden gemeinsam an der Tafel oder der Overhead-Folie gesammelt und im Heft oder auf dem Arbeitsblatt festgehalten. Da eine Unterrichtsstunde wahrscheinlich nicht für den gesamten Romanaufbau reicht, werden die verbleibenden Handlungsschritte als Hausaufgabe in Stichpunkten notiert. Vielfältige Hintergrundinformationen zum Moscheebau in Deutschland sind auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz zu finden. Auf dbk-shop.de und cibedo.de , der Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz, können beispielsweise PDFs zum Thema heruntergeladen werden. Die Seite von CIBEDO ist generell zu empfehlen für alle Fragen des christlich-islamischen Dialogs. Hinführung zum Stundenthema Zur Motivation wird ein Foto eines muslimischen Mädchens mit Kopftuch projiziert. Das Foto wird zunächst durch eine Schülerin oder einen Schüler beschrieben. Mit der Frage, was das abgebildete Kopftuch von einem "normalen" Kopftuch unterscheidet (Antwort: Es bedeckt die Haare vollständig und wird auch bei höheren Temperaturen getragen), wird auf das Stundenthema hingeführt. Gründe für das Tragen von Kopftüchern Im Buch wird von Seite 75 ("Es war Hülyas erster Schultag ...") bis Seite 76 ("... das erste Mal.") gelesen. Im Gespräch werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Vorbereitung auf den ersten Schultag zwischen verschiedenen Jugendlichen genannt. Auch Vermutungen darüber, warum Hülya ein Kopftuch trägt, obwohl das zum Beispiel in ihrer türkischen Heimat verboten ist, können angestellt werden. Textarbeit Die Schülerinnen und Schüler lesen die folgenden Textstellen selbstständig und bearbeiten im Anschluss die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt. Danach werden die Antworten vorgelesen und besprochen. Seite 160 (unten: "Versteh mich nicht falsch ...") bis Seite 165 ("Ich will das mal ganz sehen.") Seite 172 ("Kurz nach Mitternacht ...") bis Seite 175 (unten: "... und streichelte sie") Anleitung zum Binden eines muslimischen Kopftuches Wenn noch Zeit bleibt und ein Internetanschluss vorhanden ist beziehungsweise ein Youtube-Video im Klassenraum projiziert werden kann, wird eine Anleitung zum Binden eines muslimischen Kopftuches betrachtet. Eine mögliche Fragestellung könnte sein, warum diese (und alle anderen) Anleitungen nicht ganz von vorne beginnen. Die Antwort muss sein, dass auch im Internet die Haare von muslimischen Frauen nicht offen gezeigt werden dürfen. Folie mit Titelbild als Einstieg Als Einstieg in die Stunde wird eine Abbildung projiziert, die an das Titelbild des Romans angelehnt ist. Körperhaltung und Stellung der beiden abgebildeten Personen zueinander machen deutlich, dass sie sich im Streit befinden. Der Text unter der Abbildung bleibt vorerst abgedeckt. Je nach den Englischkenntnissen in der Klasse kann die Folie mit der englischen Originalversion oder die mit der deutschsprachigen Übersetzung verwendet werden. Stationen der Eskalation des Konflikts Im Roman kommt es immer wieder zum Streit, der sogar zu Handgreiflichkeiten und Körperverletzung führt. Als Beispiel dafür wird ein Ausschnitt aus dem ersten Kapitel gelesen (Seite 30 oben "Die Piepenkötter räusperte sich ..." bis Seite 33 "... knallte die Tür zu und war fort."). Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mithilfe des Arbeitsblatts die Stationen der Eskalation dieses Konflikts. Optional: Konflikt zwischen den Teenagern bearbeiten Wenn noch Zeit bleibt oder auch parallel zur obigen Aufgabe kann der Konflikt zwischen den Teenagern bearbeitet werden. Dazu lesen die Schülerinnen und Schüler im Buch Seite 195 ("Dieses Schwein ...") bis Seite 196 ("... und drückte Hülya."). Hier fragt der Hodscha, ob Hülya vielleicht ihre Jungfräulichkeit und damit ihre Ehre verloren habe. Angesichts der Ohrfeige, die die Tochter ihrem Vater gibt, ist das Ehrverständnis dieser türkischen Familie zu hinterfragen. Als Hintergrundinformation für die Schülerinnen und Schüler wird jetzt der Text auf der Folie aufgedeckt und gelesen. Außerdem lesen die Schülerinnen und Schüler im Buch die Seiten 296 ("Hülya warf einen Stein ...") bis 297 ("... Verliebte sich küssen."). In diesem Abschnitt formuliert Patrick eine nicht unbegründete Sorge nach einer eventuellen Verlobung Hülyas. Folgende Fragen werden darauf basierend diskutiert: Wie kann die Tugend eines Mädchens in der Türkei verletzt werden? Welche Bedeutung hat die Tugend eines Mädchens für die Ehre seiner Familie? Wie kann die Tugendhaftigkeit eines Mädchens gesichert werden? Was bedeutet "in der Türkei schon vergeben?" Wie könnte die Beziehung zwischen Hülya und Patrick weiter gehen (Ausblick)? Tafelbild 1 Mithilfe der Fragen wird im Unterrichtsgespräch nach und nach das skizzierte Tafelbild entwickelt. Im ersten Tafelbild wird die "Tugend der Tochter" rot durchgestrichen und somit auch die Verletzung der "Familienehre" verdeutlicht. Tafelbild 2 Im zweiten Tafelbild wird die rote Durchstreichung gelöscht. Es wird verdeutlicht, dass die Sicherung der Familienehre durch die Heirat der Tochter gewährleistet wird. Die Problematik einer deutsch-türkischen Teenagerliebe könnte in einer Diskussion angesprochen werden. Folgende Aspekte sollten dabei zur Sprache kommen: Unterschiedliche moralische Ansprüche und sittliche Verhaltensweisen Unterschiedliche Vorstellungen von einer vorehelichen Liebesbeziehung Auswirkungen der Religion auf die Beteiligten (Beschneidung, Konversion?) Belastung des Alltags durch kulturelle Unterschiede (Sprache, Essen, Heimatverbundenheit) Erarbeitung der Personenkonstellation Zunächst wird im gemeinsamen Gespräch die Personenkonstellation erarbeitet und an der Tafel skizziert. Alternativ kann die dargestellte Abbildung als Overhead-Folie projiziert werden. Auseinandersetzung mit einzelnen Personen In einer Phase der Einzelarbeit nähern sich die Schülerinnen und Schüler einzelnen dieser Personen, indem sie jeweils einen der folgenden Arbeitsaufträge schriftlich ausführen. Weitere Themen können angeboten werden. Unter Umständen bietet sich ein Auslosen der Themen an. Die Arbeitszeit sollte 20 bis 30 Minuten betragen. Die Texte sollten ein bis eineinhalb Seiten Umfang haben. Für eine Bewertung ist relevant, wie weit sich die jeweiligen Verfasser in das Romangeschehen hineindenken konnten und auf dieses Geschehen in ihrer Ausarbeitung Bezug nehmen. Verfasse eine genaue Personenbeschreibung Ursel Piepenkötters (mit Seitenangaben der Belegstellen). Beschreibe Nuri Hodscha (Aussehen und Charakter, Seitenangaben der Belegstellen). Beschreibe Patrick Piepenkötter (Aussehen und Charakter, Seitenangaben der Belegstellen). Beschreibe Hülya (Aussehen und Charakter, Seitenangaben der Belegstellen). Verfasse eine kämpferische Wahlrede für Ursel Piepenkötter. Verfasse eine Presseerklärung der Oberbürgermeisterin, in der sie ihre Haltung zur islamischen Gemeinde beschreibt. Verfasse Florian Meiers (Meierleins) Bewerbungsschreiben um die Stelle als persönlicher Referent der Oberbürgermeisterin. Verfasse eine flammende Rede des Populisten Kress, in der er sich gegen die Politik Piepenkötters ausspricht. Verfasse einen Leserbrief Hermelindes von der Frauenunion an Bob Winter für die Zeitung. Verfasse eine Denkschrift Hermelindes an die Oberbürgermeisterin über die Stellung der Frau im Islam. Verfasse einen Tagebucheintrag Patricks, in dem er sich über den Spionageauftrag seiner Mutter auslässt. Verfasse einen Brief Hülyas an den Schulleiter, in dem sie ihn um einen Gebetsraum bittet. Verfasse einen Liebesbrief Patricks an Hülya. Verfasse eine Antwort Hülyas auf einen Liebesbrief Patricks. Verfasse eine kurze Predigt des Hodschas vor dem Moscheegemeinde. Verfasse einen Brief des Hodschas an Kör Ibrahim. Verfasse einen Brief des Hodschas an die Tante in der Türkei, wobei er sich über Hülyas Verhalten auslässt. Verfasse einen Tagebucheintrag Hülyas über ihre erste Liebe in Deutschland. Verfasse den Brief, mit dem Metin den bereits eingeladenen Hassprediger Fikret Hodscha wieder auslädt. Verfasse eine Stellenbeschreibung für den Fahrer Osman, der vielseitig eingesetzt wird. Verfasse den Polizeibericht über die Verunstaltung des Kreuzes vor der Moschee. Verfasse einen Polizeibericht über den nächtlichen Überfall auf Patrick. Verfasse Bob Winters Zeitungsbericht über die Ankunft Nuri Hodschas. Verfasse Bob Winters Zeitungsbericht über die Podiumsdiskussion zur Rolle der Frau im Islam. Verfasse Bob Winters Reportage über das Fußballspiel der Religionen. Verfasse einen Brief Kör Ibrahims an Metin über eine mögliche Zusammenarbeit. Verfasse einen Brief Patricks an seine Mutter von der Klassenfahrt. Verfasse einen Brief Hülyas an ihren Vater über die Klassenfahrt. Verfasse einen Brief Osmans an die Religionsbehörde in der Türkei. Das Thema lautet: Nuri Hodschas Erfolge in Deutschland. Verfasse einen Brief Kör Ibrahims an die Religionsbehörde in der Türkei. Das Thema lautet: Nuri Hodschas Erfolge in Deutschland. Kiezdeutsch als Einstieg Als Motivation schreibt die Lehrkraft einige typische Formulierungen an die Tafel, zum Beispiel aus dem Buchtitel "Kiezdeutsch: Ein neuer Dialekt entsteht" von Heike Wiese (Verlag: C.H. Beck, 2. durchgesehene Auflage 2012). Lassma Kino gehen. Ich frag mein Schwester. Die guckt so zu dir so. Die Schülerinnen und Schüler erkennen schnell, dass diese Sätze das "gebrochene" Deutsch vieler Migrantinnen und Migranten nachahmen beziehungsweise karikieren. Auch im Roman "Der Hodscha und die Piepenkötter" wird mit der Sprache bestimmter Figuren authentisches Lokalkolorit erzeugt. Sprachliche Besonderheiten am Beispiel des "Kanak-Sprak" Auf dem Arbeitsblatt wird zunächst die Definition der sogenannten Kanak-Sprak gelesen und kurz besprochen. Im Anschluss lesen die Lernenden die Beispielsätze aus dem Roman und versuchen, deren sprachliche Besonderheiten kurz zu notieren. Im anschließenden Gespräch werden die Beobachtungen zusammengeführt und gegebenenfalls korrigiert. Deutsch-türkisches Wörterbuch Da im Buch auch mehrere türkische Ausdrücke vorkommen, deren Bedeutung nicht selbstverständlich ist, bietet es sich an, ein kleines Wörterbuch dieser Begriffe zu erstellen und die deutschen Bedeutungen aus dem Zusammenhang zu erschließen oder, wenn möglich, durch anwesende türkisch-sprechende Mitschülerinnen und -schüler zu erläutern. Die Tabelle auf dem Arbeitsblatt wird entsprechend ergänzt. Witzige Videos als Abschluss Wenn am Ende der Stunde noch Zeit bleibt, kann das eine oder andere Online-Video betrachtet werden, in dem die Komiker Bülent Ceylan oder Kaya Yanar in türkisch-deutscher Dialektmischung sprechen. Selbstverständlich sind diese Videos nicht ganz ernst zu nehmen, worauf die Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler auch hinweisen sollten. Bild des Autors als Einstieg Eine Abbildung des Autors Birand Bingül wird im Klassenzimmer projiziert. Dabei werden die unter der Abbildung enthaltenen Informationen und die Fragestellungen zunächst abgedeckt. Die Frage nach dem typischen Aussehen des Autors führt vermutlich zu dem Ergebnis, dass man ihm seine türkische Herkunft nicht ansieht. Inwieweit kann also die Erwartung "typisch türkischen" Aussehens als Vorurteil gewertet werden? Weitere Informationen über den Autor werden aufgedeckt und kurz angesprochen. Sie sollen verdeutlichen, dass Herr Bingül scheinbar ein "voll integrierter" Mitbürger türkischer Herkunft ist. Erarbeitung von Motiven, Stilmitteln und Vorbildern Das Arbeitsblatt mit Auszügen aus dem Interview wird ausgeteilt. Dazu werden die auf der Folie im unteren Bereich enthaltenen Fragestellungen aufgedeckt. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Aussagen des Autors zu diesen Fragestellungen. Tafelbild Nach ausreichender Arbeitszeit (circa 15 Minuten) wird im gemeinsamen Unterrichtsgespräch die folgende Tafelskizze erarbeitet. Weitere Fragen an den Autor Wenn am Ende der Stunde noch Zeit bleibt, können weitere Fragen an den Autor formuliert werden, wie auf dem Arbeitsblatt intendiert. Eventuell können diese Fragen von der Lehrkraft gebündelt und in einem Chat oder per E-Mail direkt an den Autor gerichtet werden. Da Birand Bingül bei Facebook registriert ist, kann eine Kontaktaufnahme über diese Plattform von der Lehrkraft vorbereitet werden. Zur Abrundung der Unterrichtseinheit können bei Bedarf weitere Medien eingesetzt werden, zum Beispiel: Interview mit dem Autor im MP3-Format auf der Seite www.hoerbuchfm.de . Wenn man auf der Startseite nach "Bingül" sucht, findet man die Datei "Interview - Birand Binguel.mp3" zum direkten Anhören oder Herunterladen. virtuelle Dichterlesung mit Birand Bingül auf YouTube Buchbesprechung zu "Der Hodscha und die Piepenkötter" auf YouTube

  • Deutsch / Politik / SoWi / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Easter Eggs

Unterrichtseinheit

Dieser Unterrichtsvorschlag bietet die Möglichkeit, ein Internet-Mitmachprojekt mit den Kindern zu realisieren und dabei in einfachen Sätzen die Verwendung der richtigen englischen Präpositionen zu üben.Die Verwendung der richtigen Präpositionen im Englischen bereitet vielen Schülerinnen und Schülern Schwierigkeiten. Dies liegt vielleicht auch daran, dass es eine reichhaltige Auswahl gibt. Einige Präpositionen lernen die Schulkinder durch diesen Unterrichtsvorschlag kennen und richtig einzusetzen. Durch die Bildung einfacher Sätze ergeben sich zudem Sprechanlässe. Das hier vorgestellte Internet-Mitmachprojekt motiviert zusätzlich durch den Wettbewerbscharakter der virtuellen Ostereier-Suche.Im Internet gibt es wenige kindgerechte Seiten für Schülerinnen und Schüler im ersten und zweiten Lernjahr Englisch (Grundschule). Meist enthalten diese Seiten zu viel Text und zu wenig auditive beziehungsweise audiovisuelle Inhalte. Deshalb haben wir versucht, eine eigene englische Webseite zu erstellen. Die kurzen einfachen Texte werden durch Bilder unterstützt. Und ganz wichtig: Die Schülerinnen und Schüler können sich die Texte sogar vorlesen lassen, original gesprochen von Kindern aus unserer Partnerschule in den USA. Der Wettbewerbscharakter (Ostereiersuche), sorgt für zusätzliche Motivation. Vorbereitung und Durchführung Die Schülerinnen und Schüler erstellen das gemeinsame Suchbild und gestalten die einzelnen Bilder. Webseitenerstellung mit Primolo Mit dem Homepage-Generator für die Grundschule lassen sich kinderleicht im Unterricht Webseiten erstellen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Wörter aus dem Bereich Natur / Tiere lernen. Präpositionen bei der Satzbildung benutzen. mit den verwendeten Wörtern einfache Sätze bilden (Sprechen, Schreiben). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen das Malprogramm Paint kennen lernen und damit arbeiten. den Homepage-Generator Primolo oder den Webseiten-Editor Netscape-Composer kennen lernen und damit Internetseiten erstellen. Erfahrungen im Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm sammeln. mit dem Windows-Audiorecorder am Computer Texte aufnehmen und abspeichern. E-Mails schreiben und versenden/empfangen, entweder mit einem Standard-E-Mailprogramm oder mit der E-Mailfunktion bei Primolo. Erstellung von Wortkarten Die Schülerinnen und Schüler entwerfen zusammen ein gemeinsames Bild eines Gartens in Plakatform. Dabei sollen nur Gegenstände gemalt werden, die von den Kindern auf Englisch benannt werden können. Die Lehrkraft notiert die Wörter auf Wortkarten. Anschließend werden die Wortkarten den Gegenständen zugeordnet. Dann werden verschiedene Ostereier gemalt und im Gartenbild versteckt. Nun wird die Wortkarte "look" präsentiert und über das Bild gehängt. "Look under the flowers!" Die Lehrerin fordert die Schülerinnen und Schüler auf, die Ostereier zu suchen: "Look under the flowers!" Die Schülerinnen und Schüler zeigen auf das entsprechende Osterei und hängen die Wortkarte mit der Präposition "under" zu dem Osterei. So werden nach und nach verschiedene Ostereier mit möglichst unterschiedlichen Präpositionen gesucht. Bald formulieren die Kinder selbst Suchaufträge. Nun werden die verschiedenen Orte, an denen die Ostereier versteckt wurden, verteilt. Zwei Varianten Die Schülerinnen und Schüler überlegen nun, wie sie ihre drei Suchbilder gestalten wollen und entwerfen Skizzen auf einem Probeblatt. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die Präposition wird gewechselt Der Schülerinnen und Schüler erstellen mit dem einfach zu bedienenden Programm Paint ein Bild auf dem ein Busch zu sehen ist. Zuletzt fügen Sie das Osterei an der richtige Stelle, also unterhalb des Buschs, ein. Das Bild wird abgespeichert. Das Osterei wird aus dem Bild wieder entfernt und auf den Busch gemalt. Wieder muss das Bild gespeichert werden. Diesmal aber unter einem anderen Namen. Noch ein weiteres Mal wird das Osterei an einer anderen Position eingefügt, zum Beispiel hinter den Busch. Achtung! Das erneute Abspeichern unter einem neuen Dateinamen nicht vergessen! Der Gegenstand wird gewechselt Zum Beispiel: "Look on the bench!". Diesmal müssen drei verschiedene Bilder gemalt werden. Jedes Mal befindet sich das Ei auf dem gemalten Gegenstand, zum Beispiel auf der Bank, auf einem Hund, auf der Blume. Statt mithilfe des Computers Bilder zu malen, kann auch - sofern an der Schule vorhanden - eine digitale Kamera zum Einsatz kommen. Ostereier werden draußen in passender Kulisse fotografiert. Von Nachteil ist, dass wohl nur wenige Schulen über mehrere Kameras verfügen und deshalb immer nur eine Schülergruppe beschäftigt ist. Ebenfalls können von den Kinder handgemalte Bilder eingescannt und verwendet werden. Eine Kombination dieser Möglichkeiten ist ohne weiteres möglich. Voraussetzung, um mit Primolo Internetseiten zu erstellen, ist, dass in der Schule Computer mit Internetzugang zur Verfügung stehen, und dass die Lehrkraft ein Projekt bei Primolo anmeldet. Das geht einfach und schnell: Alle Informationen befinden sich unter www.primolo.de/Lehrerzimmer . Für Sie als Lehrerin oder Lehrer ist eine vorhergehende Einarbeitung mit Primolo notwendige Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Eine Zeitinvestition, die Ihnen bei weiteren Unterrichtsprojekten zu Gute kommt. Planen Sie dafür entsprechend etwa zwei bis drei Stunden Zeit ein. Schritt für Schritt Die Erstellung der Seiten erfolgt gemeinsam, Schritt für Schritt. Besondere Vorkenntnisse bei den Schülerinnen und Schüler sind nicht nötig. Allerdings ist es gut, wenn sie am Computer und mit der Nutzung des Internets schon erste Erfahrungen gesammelt haben. Seitengestaltung Insgesamt stehen vier Layoutvarianten zur Verfügung. Die Kinder können sich, sofern sie zu mehreren an einem Computer arbeiten, an der Tastatur abwechseln. Erstellen von Bildern Grundlage für die Projektseiten sind die Bilder. Aus rechtlichen Gründen sollte nur eigenständig erstelltes Bildmaterial verwendet werden. Lassen Sie sich von den Eltern bestätigen, dass von den Kindern erstellte Bilder im Internet veröffentlicht werden dürfe. Vorsicht ist beim Herunterladen von Bildern aus dem Internet geboten, da hier ebenfalls das Urheberrecht beachtet werden muss. Informieren Sie sich bei Lehrer-Online im Bereich Recht zum Thema Copyright. Dort finden Sie auch Mustertexte/Kopiervorlagen für Einverständniserklärungen der Eltern.

  • Englisch
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Harpastum est globosum - Fußball-Latein international

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche zum Thema Fußball und erkunden, woher die Idee zur beliebten Ballsportart stammt und ob es bereits einen Vorläufer in der Antike gab.Internationale Großereignisse wie WM, EM oder Olympische Spiele sind ideale Gelegenheiten, die spannende Spurensuche nach den antiken Ursprüngen des Sports auch im Lateinunterricht zu thematisieren. Zudem bieten sportlich orientierte Lektionstexte (zu Themen wie antike Wellness in den Thermen, Gladiatorenkämpfe, Circusspiele) interessante Anknüpfungspunkte für fächerübergreifende multilinguale Unterrichtssequenzen und Projekte. Einsatzmöglichkeiten im Lateinunterricht Auf den ersten Blick hat das Thema Fußball wenig mit den traditionellen Lerninhalten des Fachs Latein zu tun. Dennoch bieten sich reizvolle Ansatzpunkte für eine zeitgemäße motivierende Unterrichtseinheit im Kontext der Lehrbucharbeit der Spracherlernungsphase oder während der Lektüre. Die neueren Lateinlehrwerke eröffnen hierzu vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten. Ausgehend von sportlich orientierten Lesestücken (zu Thermen, Gladiatorenkämpfen oder Circusspielen), dazu passenden Abbildungen und Informationstexten, tragen einzelne, variabel einsetz- und an die jeweilige Lerngruppe adaptierbare Unterrichtsbausteine zu einer bei Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen sehr beliebten Aktualisierung der Sportthematik bei. Historische Vorläufer des modernen Fußballspiels Bereits in den außereuropäischen Hochkulturen und in der europäischen Antike waren Ballspiele bekannt. Sie erfreuten sich nach dem Zeugnis literarischer Quellen großer Beliebtheit. Den Archäologen ist es jedoch aufgrund der minimalen antiken Regelangaben nur in einigen Fällen möglich, diese Spiele zu benennen und zu rekonstruieren. Die Geschichte des Fußballs Dieser Überblick zur Geschichte des Fußballs liefert Hintergrundinformationen. Harpastum - Das römische Ballspiel Auf dieser Seite finden Sie mehr zum Harpastum, der vermeintlichen "Ur-Version" des Fußballs. Didaktische Alternativen Es gibt eine Vielzahl von Varianten zur praktischen Umsetzung einer Unterrichtseinheit oder eines Projekts zum Thema Fußball im Lateinunterricht. Je nach Zeitumfang, Alter und Lernniveau der Schülerinnen und Schüler eröffnen sich verschiedene didaktische Möglichkeiten. Didaktische Alternativen Hier finden Sie Materialien zur Umsetzung des Themas "Fußball" im Lateinunterricht für verschiedene Anlässe und Zielgruppen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die historischen Wurzeln des Fußballsports (vor allem das Harpastum-Spiel) in antiken Texten und Abbildungen kennen und ziehen Vergleiche zu modernen Ballsportarten. identifizieren den lateinischen Ursprung moderner Fachbegriffe aus dem Bereich Fußball und erstellen ein eigenes deutsch-lateinisches Fußball-Glossar. entdecken die internationale Dimension des Fußballsports anhand von multilingualen Übungen in Korrelation zur romanischen Muttersprache Latein und wenden sie praktisch an. übersetzen lateinische Nachrichtentexte zur Fußballthematik. ordnen Flaggen und Geo-Thumbs von Fußballnationen lateinischen Ländernamen zu. kreieren eine multilinguale "Sport-Schau" zum Thema Fußball und realisieren sie in einem fächerübergreifenden Multimedia-Projekt. Die ältesten Überlieferungen von Formen fußballartiger Spiele, die eher Geschicklichkeitswettbewerben, Kampfspielen oder Ringkämpfen mit dem Ball ähnelten, stammen aus China 4./3. Jahrhundert v. Chr.; Geschicklichkeitsübung "Ts´uh Küh": "Ts`uh" - "mit dem Fuß stoßen", "Küh" - "Ball", Japan ab dem 8. Jahrhundert: "Kemari" - zeremonielle, heute noch gepflegte Geschicklichkeits- und Konzentrationsübung, Kreisfußballspiel und von den Hochkulturen Mittelamerikas: Olmeken um 1300 v. Chr.: "Ulama" - "Ballspielen" Maya und Azteken "Tlachtli" - "Ballspielplatz" Griechischer Fußball von Rehakles' Ahnen Wie die außereuropäischen Ballspiele, so zeigen auch die griechisch-römischen Fußballvarianten nur geringe Ähnlichkeit zum modernen Fußballspiel. Die Griechen kannten antiken Quellen zufolge vor allem folgende Mannschafts- und Ballspiele: Sphairomachia Platon empfiehlt diese Ballschlacht, die vor allem in Sparta sehr populär war, als vormilitärische Übung. Spielfeld war die Rennbahn, auf der die Akteure zur Begeisterung des Publikums um den Ballbesitz kämpften und sich auch prügelten. Jeder männliche Spartaner musste sich dieser Mannbarkeitsprüfung unterziehen, um "die Bürger insgesamt für das ganze Leben tüchtig zu machen". Wer die festen Spielregeln nicht einhielt, wurde ausgepeitscht. Der Sieger wurde mit dem Ehrentitel "sphaireis" ausgezeichnet. Episkyros (Phaininda) Etwa 2000 v. Chr. entwickelten die Griechen ein weiteres Ballspiel, das Episkyros oder Phaininda genannt wurde. Es wurde hauptsächlich von Männern gespielt. Das Spielfeld, auf dem mit Gips ("skyros") eine Mittellinie gezogen wurde, weist bereits Übereinstimmungen mit dem heutigen Fußballfeld auf. Römischer Fußball Wahrscheinlich ausgehend vom griechischen Phaininda entwickelten und betrieben die Römer etwa 200 v. Chr. ein als "Harpastum" ("Raffballspiel", "Spiel mit dem kleinen Ball") bekanntes Ballspiel, das 700 bis 800 Jahre lang populär war. Nachfolger des Römerspiels Nach dem Untergang des Römischen Reiches existierte die römische Ballsportart in einigen Gegenden weiter oder wurde durch Einfluss neuer Spielideen weiterentwickelt. Die Ballspiele, die sich im Mittelalter in verschiedenen Ländern herausbildeten, gehen möglicherweise auf das Harpastum der Römer zurück: England folk football: Mannschafts-Ballspiele ganzer Dörfer; später 30 bis 40 Männer pro Dorf, zwei Büsche fungierten als Tore Italien um 1460 in Florenz: "Calcio" - "Fußtritt"; Mannschaften à 27 Spieler: 15 Stürmer, 5 Zerstörer, 4 Läufer, 3 Verteidiger; Ballberührung mit der Hand war verboten Frankreich seit dem 12. Jahrhundert: "Soule"/ "Choule" -> lateinisch "cepulla" - Zwiebel, hier: mit Heu, Kleie oder Moos ausgestopfter Lederball; Varianten: Soule au pied, Soule à la crosse Deutschland Auch hierzulande sind frühe Fußballformen belegt. Fußball und Rugby Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den Vorläufern der Antike und des Mittelalters allmählich zwei verschiedene Sportarten heraus: Fußball und Rugby. Erste Fußball-Turniere 1883 kam es zu der uns als WM-System geläufigen Fußball-Aufstellung: ein Torwart, fünf Verteidiger, drei Läufer und zwei Stürmer. Der internationale Spielverkehr begann bereits vor der Jahrhundertwende. 1904 wurde der Internationale Fußballverband, die FIFA, bereits vier Jahre zuvor der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet. Seit 1908 sind Fußballturniere Bestandteil der Olympischen Sommerspiele. Die erste Fußball-Weltmeisterschaft wurde im Jahre 1930 ausgetragen. Ein Spiel für alle Der römische Schriftsteller Galenus verweist in seiner "Abhandlung über das Spiel mit dem kleinen Ball" auf den aufgrund der einfachen Ausstattung für alle Bevölkerungsschichten egalitären sowie vielseitigen Charakter des Spieles. Harpastum war ein rohes, aber durchaus anspruchsvolles Spiel, bei dem Schnelligkeit, Technik und Intelligenz von Bedeutung waren. Spielort Die Römer spielen auf einem rechteckigen Spielfeld, das durch Grundinien begrenzt und durch eine Mittellinie halbiert war. Es war etwas kleiner als ein heutiges Fußballfeld. Unterlage waren Gras, Sand oder Asche. Es gab Spielfelder in Palästen, Thermen (palaestra), auf Privatgelände und auf dem Marsfeld. Spielgerät Gespielt wurde mit einem kleinen, harten Ball von etwa acht Inch Durchmesser, der aus Leder oder Tierfell hergestellt und mit Schwämmen ausgestopft war. Spielerzahl Beim Harpastum kämpften zwei Mannschaften mit jeweils fünf bis zwölf Spielern um den Sieg. Einige antike Berichte deuten gar Hunderte von Spielern auf beiden Seiten an. Spielregeln Vor Spielbeginn wurde eine Münze geworfen. Das Gewinnerteam begann das Match in seiner Spielhälfte. Ziel des Spiels Jedes Team musste den Ball möglichst lange in seiner Hälfte in der Luft halten. Die gegnerische Mannschaft versuchte, in Ballbesitz zu gelangen und den Ball in ihre Hälfte zu befördern. Tore, Punkte, Strategie Strittig ist, wie "Tore" erzielt wurden. Manche Historiker vermuten, dass bei Ballberührung auf dem Boden des eigenen Spielfelds Punkte vergeben wurden. Es galt den Ball hinter die Grundlinie des Gegners zu befördern. Nur der Spieler, der im Ballbesitz war, durfte attackiert werden. Man entwickelte Passkombinationen, spielte taktisch, täuschte den Gegner. Die Mannschaftsmitglieder hatten bereits verschiedene taktische Aufgaben. Körpereinsatz Der Fuß spielte nur eine geringe Rolle. Da es jedoch öfter zu regelrechten Ringkämpfen um den Ball kam, besaß Harpastum eine gewisse Ähnlichkeit zum heutigen Rugby. Bedeutung und Ausbreitung des Spiels Das römische Harpastum wurde von Julius Caesar und seinen Generälen als eine Art Militärtraining zur Verbesserung der körperlichen Fitness und Kampfbereitschaft der römischen Armee genutzt. Im Zuge der römischen Expansion verbreitete sich die Sportart mit den römischen Legionären in Europa und erreichte auch die Britischen Inseln. Antiken Überlieferungen zufolge soll es ein Harpastum-Match zwischen den Römern und den Britanniern gegeben haben. Eine multimedial angelegte Unterrichtsreihe zur Fußball-Thematik ist unter Integration vielfältiger fächerverbindender, handlungsorientierter und multilingualer Akzente eine sehr motivierende didaktische Facette. Durch sie kann die bleibende Aktualität des Lateinischen eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Auf diese Weise ist - in Anlehnung an das Motto der FIFA-WM 2006 - "die Welt zu Gast" im Lateinunterricht. Mit einem Klick gelangen Sie zu den Unterseiten, die die Unterrichtsideen näher beschreiben und mit Arbeitsmaterialien und weiterführenden Links ausgestattet sind. Wortlisten erstellen Wörter wie "Verteidiger" (defensor) oder "Tor" (porta) stellen bei der Übersetzung keinerlei Schwierigkeit dar, da sie von den Lernenden aus dem klassischen Lehrbuchvokabular abgeleitet werden können. Schwierigere Fachausdrücke wie "Abseits", "Elfmeter", "Linienrichter" oder "Viererkette" bieten Raum für kreative Wortschöpfungen seitens der Lernenden. Verschiedene Quellen nutzen Der zusätzliche Einsatz neulateinischer Wörterbücher (Christian Helfers "Lexicon auxiliare", "Neues Latein-Lexikon" oder PONS Wörterbuch des Neuen Latein) erweist sich häufig als wertvolle Unterstützung. Ähnliches gilt für im Internet verfügbare kleinere Fußballglossare (etwa das von Wolfram Kautzky ). In Kombination all dieser didaktischen Aspekte entsteht so ein klasseneigenes lateinisches Fußball-Glossar. Ausgehend von einem in Eigenregie zusammengestellten lateinischen Glossar wichtiger Fußball-Fachbegriffe kann die sprachverbindende Rolle der "Mutter Latein" eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Im Netz verfügbare fremdsprachige Fußball-Glossare, aber auch Fußball-Wörterbücher geben ein sprachliches Reservoir an Hand, mit dessen Hilfe man kreative multilingual ausgerichtete Arbeitsblätter konzipieren kann. Die im Internet als Textversion zum Teil mit Vokabelangaben oder sogar als Audio-Datei zugänglichen lateinischen Nachrichten zu aktuellen Themen halten auch zur Gestaltung einer lateinischen "Fußball-Stunde" interessantes Material bereit. Es kann je nach Schwierigkeitsgrad und Lernniveau der Lernenden schon ab dem zweiten Lernjahr eingesetzt werden. Empfehlenswert ist es auch, für die Unterrichtsvorbereitung in den online zugänglichen Archiven der Nuntii Latini herumzustöbern: beim Finnischen Rundfunk von Radio Bremen von dem Lateinlehrer Wolfram Kautzky im Kurier/Wien Linguistische und historische Recherchen Neben dem sprachlichen Schwerpunkt ist sicherlich auch der historische Hintergrund bei der unterrichtlichen Umsetzung der Fußball-Thematik von Interesse. Anstelle längerer Lehrervorträge ist hierbei eine autonome Schülerarbeit in Kleingruppen unter Einsatz neuer Medien sehr empfehlenswert. Anhand digital konzipierter Arbeitsblätter mit tabellarischen Vergleichen etwa des römischen Harpastum, des modernen Fußballs und des Rugbys gilt es, in einer Internet-Rallye Fehlendes via Suchmaschinen aufzuspüren. Finden und präsentieren Hilfreiche Informationen können die Lernenden dabei der in mehreren Sprachen - auch im Lateinischen - verfügbaren Internet-Enzyklopädie Wikipedia entnehmen. Die Ergebnisse der Rallye präsentieren die Internet-Detektive schließlich via Beamer ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Das römische Harpastum-Spiel und dessen griechischen Vorbilder sind bei antiken Autoren mehrfach bezeugt. Kurze, in Online-Textsammlungen (etwa in The Latin Library ) zugängliche Martial-Epigramme bieten sich als Original-Lektüre, die längere Abhandlung des Gladiatorenarztes Galenus über "Die Übung mit dem kleinen Ball" hingegen auch als Übersetzungslektüre an. Der griechische Text des Athenaios kann darüber hinaus den Lernenden in englischer Version vorgelegt werden. Anhand der dazu passenden, für Einzel- oder Gruppenarbeit konzipierten Arbeitsaufträge gewinnen die Lernenden hierbei wertvolle Informationen zum historischen Kontext des Fußballspiels und rekonstruieren im Sinne experimenteller Archäologie aus Puzzlestückchen antike Ballspielregeln. Recherchieren Eine "Sportschau" im wahrsten Sinne des Wortes ermöglicht die Herstellung einer Wandzeitung, die mit Bildmaterial aus dem Internet, aus Lexika, Sachbüchern oder Schülerzeichnungen zur historischen Entwicklung des Fußballsports von der Antike bis heute bereichert wird. Die Bildsuche von Google liefert zu den Suchwörtern "Harpastum" und "Episkyros" interessante Abbildungen antiker Reliefs oder Nachzeichnungen. Strukturieren Komplettiert durch strukturierende Überschriften zu den einzelnen Epochen und Völkern, Bildunterschriften und kurze Infotexte entsteht so auf Tapete oder Plakatpappe eine sehenswerte historische Fußball-Sportschau, die sich sehr gut zur unterrichtsbegleitenden Dekoration des Klassenraumes oder für eine kleine Ausstellung als Ergebnis der Behandlung des Fußball-Themas im Latein-, Sport- oder Geschichtsunterrichts eignet. Reportagen schreiben Als Fußball-Reporter tätig zu werden, ist für viele Schülerinnen und Schüler eine spannende Herausforderung. So können sie das Gesehene live oder im Nachhinein sachlich korrekt und mitreißend versprachlichen. Was im Deutschen bereits gewisser Übung bedarf, ist von den Lernenden ad hoc sicherlich nicht in die lateinische Sprache zu übertragen. ... und übersetzen Bei vorliegender deutscher Version allerdings ist es nicht mehr so schwer, mithilfe von Fußball-Glossaren, Wörterbüchern, Lexika sowie Grammatiken in Gruppenarbeit die eigenen Texte zu übersetzen. Ein solch anspruchsvolles Unterrichtsvorhaben passt allerdings nur in den Lateinunterricht im fortgeschrittenen Lernstadium und ist am besten analog einer phantasievollen Internet-Textvorlage zu realisieren. Deutsch-Lateinisches Fußballquiz Das beliebte Fernsehquiz "Wer wird Millionär?" steht in der lateinischen Version Pate für ein Fußballquiz namens "Quis millionarius fit?". In Anlehnung an die Fernsehvorlage wird ein von den Lehrenden vorgegebener Katalog mit beliebiger Fragenzahl und je vier Antwortmöglichkeiten via Computer zum Einsatz gebracht. Möglich ist die Einführung eines Zeitlimits zur Beantwortung der einzelnen Fragen, um den Eifer der in Kleingruppen mitfiebernden Lernenden zu steigern. Statt der üblichen Joker ist die alternative Lösung einer Zusatzfrage sinnvoll. Alternativen und Möglichkeiten zur Weiterarbeit Bei Schülerinnen und Schülern mit noch geringen Lateinkenntnissen ist auch die Lösung der deutschen Version denkbar. Sehr motivierend ist überdies der Einsatz von drei bis fünf Fragen als Appetithäppchen zum Stundeneinstieg. Im Anschluss daran wird mitunter der Ehrgeiz mancher Lernender geweckt, selbst als Quiz-Autoren aktiv zu werden und ausgehend von der deutschen Fassung mithilfe von Lexika in Gruppenarbeit oder als Hausaufgabe selbst ein lateinisches Fußballquiz für die Klassenkameraden zu erstellen. Basteln Ein selbst gebasteltes Fußball-Würfelspiel ist vor allem für jüngere Schülerinnen und Schülern eine sehr Gewinn bringende didaktische Alternative, um den handlungsorientierten Aspekt - in Kooperation mit dem Fach Kunst - in den Lateinunterricht zu integrieren. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Basteln der Materialien macht die kreative Phase im sonst durch Grammatik und Übersetzung geprägten Lateinunterricht zum Erlebnis. Zu erstellen sind: ein Spielbrett (alveus lusorius) aus Pappe oder Holz als Fußballfeld oder Stadion selbst kreierte Spielfiguren (figurae ludi) aus Ton oder Fimo; alternativ auch im Handel erhältliche Tipp-Kick-Figuren ein spezieller Fußball-Würfel (alea), etwa mit aufgemalten Bällen in der jeweiligen Augenzahl eine von den Lernenden selbstständig entwickelte Spielregel (regula ludi) Spielen Das Ergebnis kann als Abschluss sofort ausprobiert werden. Die sprachliche oder historische Seite kommt auch hierbei nicht zu kurz, da bei Vorrücken auf markierte Felder Fragen zur Geschichte des Fußballsports, zu Fußballfachbegriffen und Fußballnationen je nach Altersstufe in deutscher, lateinischer oder multilingualer Version zu beantworten sind. Flaggen finden und erkennen Ein schöner Farbklecks in einer Unterrichtseinheit zur Fußballthematik, aber auch anderer international ausgerichteter Einheiten oder Bausteine für den Lateinunterricht ist eine Übung zu den Flaggen der Fußballnationen weltweit. Im Internet bieten zahlreiche Seiten hierzu gutes Bildmaterial, das auch als Malvorlage heruntergeladen werden kann. Flagge und Form Eine ausgefallenere Idee sind dabei sogenannte "Geo-Thumbs", die die Länderumrisse mit den jeweiligen Landesfarben ausfüllen. Unter Einsatz solcher "Geo-Thumbs" sind lateinische, aber auch multilinguale Zuordnungsübungen konkretisierbar, die den Schülerinnen und Schüler in digitaler Form präsentiert werden und die Recherche im Netz integrieren. Fangesänge antik ... Auch wenn koordinierte Gesänge in der griechisch-römischen Antike nicht bezeugt sind, mag es lautstarke Rufe einzelner Zuschauer und Ausschreitungen zwischen Zuschauergruppen mit Schmähliedern (Tacitus XIV, 17) schon damals gegeben haben. Skandierende Zwischenrufe, Anfeuerungen und Ähnliches in den Sprachen der agierenden Mannschaften sollten daher bei einer szenischen Umsetzung eines nach antiken Regeln rekonstruierten Harpastum-Matches nicht fehlen. ... und aktuell Und auch die in den Fußballstadien heute zu hörenden Fangesänge können als anachronistisches i-Tüpfelchen durchaus zur Begeisterung der Schülerinnen und Schüler integriert werden. Musik als völkerverbindendes Element zeigt sich im sportlichen Bereich vor allem in den zu Beginn eines Länderspiels vorgetragenen Nationalhymnen der gegnerischen Mannschaften. Ein reizvoller multilingualer Textvergleich der Hymnen ausgewählter Fußballnationen hält in Ergänzung zu der idealerweise in Kooperation mit dem Musikunterricht durchgeführten musikalischen Analyse auch die Integration textpragmatischer und metaphorischer Interpretationsschwerpunkte bereit. Fächer verbinden Krönung und Abschluss einer vom Fußball inspirierten, multimedial konzipierten Unterrichtseinheit im Lateinunterricht ist ein, durch bereits erwähnte Bausteine sukzessive vorbereitetes fächerübergreifendes Projekt. Es kann auch moderne Fremdsprachen, die Fächer Sport, Geschichte, Musik, Kunst und Informatik einbeziehen. Den einzelnen fachspezifischen Aspekten kann dabei wie folgt Rechnung getragen werden. Übertragen der Namen der Teilnehmer der WM-Endrunde ins Lateinische und in moderne Fremdsprachen Erstellen von Fußball-Glossaren in den jeweiligen Sprachen Gestalten lateinischer oder multilingualer Spieler-Steckbriefe Untersuchen von Kontinuanten des Lateinischen in den Nationalhymnen der Fußballnationen und erschließen von deren Inhalt lateinische/multilinguale Fangesänge Learning by doing: Nachstellen eines römischen Harpastum-Spiels nach den zuvor besprochenen Regeln im Sinne experimenteller Archäologie Vergleichen von Text und Melodie ausgewählter Nationalhymnen der teilnehmenden Länder Integrieren von ins Lateinische oder in moderne Fremdsprachen übertragenen modernen Fangesänge und Anfeuerungsrufen Identifizieren und Basteln von Landesflaggen oder Geo-Thumbs der WM-Teilnehmer Kreieren von Kostümen der Harpastum-Mannschaften Einsatz von Computer und Internet zur Recherche Präsentation der Arbeitsergebnisse bzw. Kommunikation der Arbeitsgruppen untereinander Erstellen einer multilingualen Fußball-Homepage, integriert in die Schulhomepage Drehen eines Spiel- oder Dokumentarfilms zur Entstehung des Fußballs und der möglichen Vorläufer des Fußballs bei Griechen und Römern (unter Einsatz einer digitaler Videokamera, Bildbearbeitungs-/ Schneide-Software etwa von Pinnacle)

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial "Weihnachten mit allen Sinnen"

Unterrichtseinheit

In diesem Stationenlernen erleben Kinder Weihnachten mit allen Sinnen: sie basteln Geschenke, backen Plätzchen, spielen die Weihnachtsgeschichte nach und vieles mehr. Am Computer entwerfen sie Weihnachtsrätsel, recherchieren Weihnachtsbräuche im Internet und befassen sich mit Lernsoftware zum Thema.Es empfiehlt sich, diese Unterrichtseinheit "Weihnachten mit allen Sinnen" als einen Projektvormittag durchzuführen, an dem die Kinder außer Schreibsachen, Schere, Klebstoff und Frühstück sowie einer kleinen Keksdose nichts mitzubringen brauchen. Solch ein ganzer Vormittag ist erfahrungsgemäß hervorragend dafür geeignet, um sich auf kreative Art und Weise mit kirchenjahreszeitlichen Themen (zum Beispiel auch Erntedank oder Ostern) zu beschäftigen und sich vertieft und auf anregende Weise damit auseinander zu setzen. Die fächerübergreifend angelegte Unterrichtseinheit ist in Lernstationen unterteilt, die auch auf mehrere Wochen verteilt werden und so eine vorweihnachtliche Unterrichtsreihe bilden können. Zudem können einzelne Stationen ausgesucht und in den vorweihnachtlichen Unterricht eingebaut werden.Vor Beginn des Projekttages müssen die sieben Lernstationen vorbereitet werden. Dazu stattet die Lehrkraft sie mit den entsprechenden Arbeitsblättern, Materialien und der dazugehörigen Software aus. Vor Beginn werden den Schülerinnen und Schülern die einzelnen Stationen erklärt und Rückfragen beantworten. Außerdem werden die Kinder darauf hingewiesen, die Arbeitsanweisungen gut durchzulesen und selbstständig zu arbeiten. Für die richtige Weihnachtsstimmung bietet es sich an, einen CD-Player und Weihnachts-CDs für die Hintergrundmusik mitzubringen. Passende Musik-Tipps finden Sie in der Linkliste Durchführung des Projekttages "Weihnachten mit allen Sinnen" Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen sieben Lernstationen mit fest umrissenen Arbeitsaufträgen. An drei Stationen arbeiten sie mit digitalen Medien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit dem biblischen Hintergrund der Weihnachtsgeschichte. setzen sich kreativ mit dem weihnachtlichen Geschehen auseinander. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Informationsquelle. lernen eine Lernsoftware sowohl spielerisch als auch zur Informationsgewinnung kennen und nutzen sie. nutzen den Computer als Medium zur Erstellung von Aufgaben (hier: Rätsel). Zu Beginn des Projekttages beziehungsweise der Unterrichtsreihe wird der erste Teil der Geschichte vom kleinen Stern gezeigt. Für diese ansprechende Einführung ins Thema benötigt man Laptop, Lautsprecher und Beamer sowie die Präsentations-Software "Kleiner Stern ganz groß". Dazu wird unter dem Hauptmenü, das beim Öffnen der CD-ROM erscheint, auf "Präsentation mit Ton" geklickt". Nun werden die Bilder gezeigt und dazu der gesprochene Text. Es bietet sich an, an dem Punkt aufzuhören, an dem der kleine Stern sehr traurig ist (7. Bild, Zwei Weise in Großaufnahme). Der letzte Satz ist dann: "Die drei Männer saßen ratlos auf ihren Kamelen, und oben am Himmel weinte der kleine Stern leise vor sich hin." Alternativ kann auch das Bilderbuch verwendet werden (siehe Literaturhinweise). Jetzt werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, sich über den kleinen Stern Gedanken zu machen und ihm zu helfen. Wer möchte, kann mit Station 1 beginnen. Kreatives Schreiben, Malen oder Basteln Die Kinder denken sich ein schönes Ende für die Geschichte aus, schreiben dem kleinen Stern einen Brief oder basteln ein Geschenk für ihn. Benötigt werden ... Arbeitsblatt 1, weiße gelochte Blätter Gruppengröße Beliebig viele Knder Walnussplätzchen backen Wichtig ist, dass am Projekttag zwei Ladungen der Weihnachtsplätzchen gebacken werden, damit jedes Kind ein paar Plätzchen essen oder mit nach Hause nehmen kann. Daher sollten sich für diese Station gleich zu Beginn drei bis fünf Kinder finden und später, etwa nach der Hälfte des Projekttages, noch einmal eine Gruppe. Benötigt werden ... Zutaten des Rezepts (Arbeitsblatt 2), drei Kuchenbleche, Backpapier, Handrührgerät oder Küchenmaschine, Gabeln, Platz im Kühlschrank, Backofen, Gruppentisch mit genügend Platz zur Zubereitung der Plätzchen Gruppengröße Drei bis fünf Kinder Internetrecherche Auf der Website Advent ist im Dezember recherchieren die Mädchen und Jungen zu weihnachtlichen Bräuchen. Sie finden hier zum Beispiel Informationen zum Adventskalender, zu Heiligabend und zu Weihnachtsliedern. Benötigt werden ... Computer mit Internetanschluss, Arbeitsblatt 3, weiße gelochte Blätter Gruppengröße Zwei Kinder Theater spielen Die Schülerinnen und Schüler lesen die Weihnachtsgeschichte (Arbeitsblatt 4) und überlegen sich, wie sie diese als Theaterstück umsetzen können. Sie machen sich Gedanken über benötigte Kostüme und Requisiten und üben das Theaterstück, das später auch der Klasse vorgeführt werden kann. Benötigt wird ... Arbeitsblatt 4 Gruppengröße Beliebig viele Kinder Weihnachtsbastelei Hier stehen drei bis vier verschiedene Bastelangebote mit Bastelanleitungen und kopierten Bastelvorlagen für die Schulkinder zur Verfügung. Bereits fertige Bastelarbeiten werden zur Veranschaulichung ausgestellt. Es bieten sich beispielsweise Sterne, Kerzenhalter oder Fensterbilder an. Oftmals gibt es in den Lehrerzimmern bereits Ordner mit einer guten Auswahl an weihnachtlichen Bastelvorlagen. Falls nicht, finden Sie zwei Buchvorschläge in der Literaturliste. Benötigt werden ... Arbeitsblatt 5, Bastelvorlagen (kopiert), fertige Bastelarbeiten, Bastelmaterial Gruppengröße Sechs Kinder Rätsel selber ausdenken Die Kinder denken sich Rätsel zu weihnachtlichen Begriffen aus. Dafür machen sie sich zunächst eine Liste mit Begriffen, die zu Weihnachten passen, und denken sich dann zu jedem gefundenen Wort eine Frage aus. Die Aufgabe kann auch am Computer erledigt werden, wenn ein PC-Arbeitsplatz frei ist. Benötigt werden ... Arbeitsblatt 6, gelochte weiße Blätter, eventuell Computer mit Drucker Gruppengröße Beliebig viele Kinder Mit Wido Weihnachten entdecken Die Mädchen und Jungen setzten sich mithilfe der "Klick-Bibel 1" am Computer mit der Advents- oder Weihnachtsgeschichte auseinander. Anschließend können sie zur ausgewählten Geschichte unter "Spiele" das passende Spiel spielen und im "Malbuch" ein Bild anmalen und ausdrucken. Es ist für diese Station wichtig, dass die Lehrkraft die Software schon selbst ausprobiert hat und den Schulkindern bei eventuellen Fragen behilflich sein kann. Benötigt werden ... Arbeitsblatt 7, Computer, eingelegte und gestartete CD-ROM "Klick-Bibel 1" (Bei der Druckfunktion des Computers sollte der Farbdruck eingestellt sein.) Gruppengröße Zwei Kinder Vorstellung der Ergebnisse Im Sitzhalbkreis zeigen die Kinder ihre Basteleien, stellen ihre Rätsel und lesen ihre Geschichten vor oder zeigen ihr Theaterstück. Sehr wahrscheinlich braucht man für die Präsentation der Ergebnisse zusätzliche Zeit und kann dafür noch eine Stunde am nächsten Tag ansetzen. Um die Arbeit der Kinder zu würdigen, ist die Vorstellung und Vorführung ein sehr wichtiger Punkt. In dieser Runde sollten auf jeden Fall einige Texte vorgelesen werden, die an der Station 1 entstanden sind. "Kleiner Stern" - Teil 2 Zum Schluss des Projekttages oder der Unterrichtsreihe wird nun der Schluss der Geschichte vom kleinen Stern (ab 8. Bild) gezeigt. Danach kann eine kurze Austauschrunde erfolgen. Das Ende kann so zusammengefasst werden: Jeder Mensch, selbst der allerkleinste, den niemand sieht, ist für Gott wichtig und wertvoll. Gott hat für jeden Menschen eine wichtige Aufgabe! Nicht vergessen: Plätzchen! Ganz zum Schluss müssen natürlich auch noch die Plätzchen verteilt werden! Jedes Kind nimmt sich welche mit nach Hause.

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