Unterrichtsmaterialien zum Thema "Brauchtum"

  • Schulstufe
  • Klassenstufe
  • Schulform
  • Fach
  • Materialtyp
  • Quelle 6
    zurücksetzen

Weiteres Unterrichtsmaterial finden Sie im Lehrer-Online-Shop.

27 Treffer zu "Brauchtum"
Sortierung nach Datum / Relevanz
Kacheln     Liste

Halloween – Party Preparation with the Internet

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Halloween gestalten die Lernenden eine Halloween-Party. Hierzu werden Hintergrund-Informationen erarbeitet und in Form von Gruppenreferaten der Klasse präsentiert.Nach einer, eventuell zwei Stunden Recherche im Internet haben die Schülerinnen und Schüler umfassende Informationen für kurze Referate zu Themen rund um Halloween vorbereitet, der landeskundliche Teil ist damit abgedeckt. Außerdem bekommen Freiwillige den Auftrag, zu Hause typische Halloween-Gerichte vorzubereiten. Rezepte hierzu finden Sie ebenfalls im Internet. Die Unterrichtseinheit enthält eine Liste vorselektierter Links zu Internetseiten, die sich mit dem Thema Halloween, seiner Geschichte sowie mit Ideen für Halloween-Parties befassen, sowie einen detaillierten Ablaufplan der Unterrichtsstunden zu Halloween.Halloween ist ein geeigneter Zeitpunkt, um Abwechslung in den Unterricht zu bringen und sich einmal von der alltäglichen Textarbeit zu lösen. Dabei hat es als Unterrichtsinhalt durchaus seine Berechtigung: Zum einen spielt der landeskundliche Hintergrund ohne Zweifel eine große Rolle. Zum anderen werfen Industrie und Medienwelt in den letzten Jahren immer mehr Halloween-Produkte auf den Markt, versuchen, ein Fest einer anderen Kultur auf dem deutschen Markt zu etablieren. Die Hintergründe dieser Tendenz zu erklären, kann Ziel der Sequenz sein. Es bietet sich also aus zweierlei Hinsicht an, die wahren Hintergründe des Halloween-Festes zu erarbeiten. Ablauf der Unterrichtssequenz Auf dieser Seite finden Sie detaillierte Informationen über den Ablauf der Unterrichtseinheit "Halloween - Party Preparation with the Internet". Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen Vokabelnetze und erschließen unbekannte Wörter. verstehen Texte verschiedener sprachlicher Ebenen. verinnerlichen selbstgesteuert fremdsprachliche Strukturen. erweitern ihre Kompetenzen im Bereich der Sprachproduktion. erstellen und präsentieren ein Kurzreferat. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler suchen im Internet Informationen zum landeskundlichen Thema Halloween und werten diese aus. sortieren die im Netz gefundenen Informationen nach ihrer Relevanz und Wertigkeit. Wenig Vorbereitungszeit Die Arbeit mit diesem Projekt zum landeskundlichen Thema Halloween fordert von der Lehrkraft wenig Vorbereitung. Zwei bis drei Stunden können leicht ohne großen Arbeitsaufwand mit sehr befriedigendem Ergebnis durchgeführt werden. Ausstattung Benötigt wird ein Computerraum mit genügend Arbeitsplätzen, sodass sich zwei Schülerinnen und Schüler einen Rechner teilen können. Die Rechner müssen alle an das Internet angeschlossen sein. Notizen auf Papier oder als Bookmarks Ein Drucker ist nicht unbedingt notwendig. Die Schülerinnen und Schüler sollen lesen und sich Notizen machen, sie tendieren sonst dazu, alles auszudrucken. Wenn möglich, sollten die Lernenden jeweils ein persönliches Profil am Rechner erstellen können, damit sie sich Bookmarks anlegen können. Sonst helfen für die wichtigen Adressen auch Papier und Bleistift. Zeitkalkulation Die benötigte Zeit ist zum einen stark von den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler abhängig, zum anderen natürlich von der Geschwindigkeit der Rechner im Internet. Vorgesehen sind ein bis zwei Stunden zu 45 Minuten, weitere Internetrecherchen und das Kochen oder Backen sollten zu Hause geschehen. Die Linkliste als Startpunkt Auf einer vorbereiteten Linkliste finden die Schülerinnen und Schüler genaue Arbeitsanweisungen. Unter anderem befassen sich die Links mit der Geschichte des Festes Halloween, mit Jack-O-Lantern, mit Halloween-Streichen und besonders gruseligen Geschichten. Eine Gruppe hat zudem die Aufgabe, typische Kochrezepte zu finden. Recherche und Referatnotizen Die Arbeit im Computerraum nimmt maximal zwei Stunden in Anspruch. Sollten einzelne Schülerinnen und Schüler mehr Zeit benötigen, so kann dies als Hausaufgabe aufgegeben werden. In der Regel reicht aber die Zeit in der Schule völlig, um genug Information zu beschaffen. Die Vorbereitung der Referate und das Kochen oder Backen können dann als Hausaufgabe aufgegeben werden. Für die Präsentation sollten Sie eine weitere Stunde einplanen. Diese kann durch die Ergebnisse der Koch-Gruppe versüßt oder im Ganzen als Halloween-Party gestaltet werden.

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Weltreligion Buddhismus

Unterrichtseinheit

Die Religion Buddhismus wird in der heutigen Zeit im Vergleich zu anderen Religionen – etwa zum Christentum – recht positiv beurteilt. Es gibt vermutlich keine Religion, die weniger in der Kritik steht als der Buddhismus.Bekannte Sportler, Schauspieler und auch Popstars bekennen sich zu ihm. Hier wären Richard Gere und Tina Turner zu nennen. Diese - für den Buddhismus erfreuliche und in vieler Hinsicht auch verdiente - Sicht kann aber auch zu Vergröberungen und Idealisierungen führen, die einer genauen Betrachtung nicht standhalten. Vielfach entsteht so ein Gegenbild zum Christentum, indem all das auf diese traditionell fremde Religion projiziert wird, was man am Christentum vermisst. Den beiden genannten Religionen gemeinsam ist ihre universale Ausrichtung. Hierin unterscheiden sie sich, wie auch übrigens der Islam, vom Judentum und vom Hinduismus, den beiden ältesten Weltreligionen.Die Schülerinnen und Schüler sollen sich über das Leben des Buddha informieren. die Lehre des Buddha in Grundzügen kennen lernen. etwas über die geographische Verbreitung des Buddhismus erfahren. sich in einer ersten Annährung mit der Frage "Was ist Buddhismus?" auseinandersetzen. Bekannte Sportler, Schauspieler und auch Popstars bekennen sich zu ihm. Hier wären Richard Gere und Tina Turner zu nennen. Diese - für den Buddhismus erfreuliche und in vieler Hinsicht auch verdiente - Sicht kann aber auch zu Vergröberungen und Idealisierungen führen, die einer genauen Betrachtung nicht standhalten. Vielfach entsteht so ein Gegenbild zum Christentum, indem all das auf diese traditionell fremde Religion projiziert wird, was man am Christentum vermisst. Den beiden genannten Religionen gemeinsam ist ihre universale Ausrichtung. Hierin unterscheiden sie sich, wie auch übrigens der Islam, vom Judentum und vom Hinduismus, den beiden ältesten Weltreligionen. In dieser Unterrichtseinheit sollen sich die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Informationen aus dem Internet einen ersten Überblick über wesentliche Aspekte des Buddhismus verschaffen. Dass einiges im weitergehenden Unterricht noch vertieft werden muss, ist selbstverständlich. Dabei sind besonders Internetseiten zu berücksichtigen, die Grundkenntnisse bereitstellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand eines Arbeitsblattes die Informationen zu den unterschiedlichen Themengebieten aus verschiedenen Internetseiten zusammentragen. So kann durch diese "Internetrallye" ein Eindruck von der Vielfältigkeit der Informationsquellen im Internet vermittelt werden. Der Beschäftigung mit (Welt-)Religionen im Unterricht kommt eine wachsende Bedeutung zu. Im "Global Village" kann sich niemand der Begegnung mit fremden Kulturen und damit auch fremden Religionen entziehen. Beim Buddhismus kommt hinzu, dass er die im Westen am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft ist. Gleichzeitig ist der Buddhismus unserem geschichtlich anders geprägten Denken in vielem, zumindest bei näherem Hinschauen, fremd. Unser Denken, das nicht zuletzt durch die jüdisch-christliche Tradition, bei allen Brechungen durch die Moderne und Postmoderne, seine Richtung erhält, lässt nicht so schnell eine sachgerechte Zuordnung der fremden Gehalte dieser östlichen Religion zu. Grundlegende Kenntnisse In dieser Unterrichtsreihe kann aufgrund der Informationen, die das Internet bereitstellt, deshalb auch nur ein Grundgerüst an Kenntnissen erarbeitet werden, die optimalerweise an einigen Stellen im weiteren Unterricht vertieft werden sollten. Wünschenswert und sehr sinnvoll wären auch originale Begegnungen mit Vertretern dieser Religionsgemeinschaft. Zu diesen Grundkenntnissen, die dieses Grundgerüst formieren, zählt zweifelsfrei das Leben Siddhartas. Wozu sicherlich auch Legendarisches, wie die "Vier Ausfahrten", zu zählen ist. Letzteres ist meines Erachtens für ein erstes Verständnis vom Wesen dieser Religion unabdingbar. Ebenso wichtig sind elementare Kenntnisse der Lehre des Buddhismus. Um von vornherein der Vorstellung vorzubeugen, der Buddhismus sei ein homogenes Gebilde, rechne ich auch die Kenntnis der unterschiedlichen Wege und einiger Richtungen innerhalb des Buddhismus zum grundlegenden Wissen. Die geographische Verbreitung dieser ersten universalen Weltreligion wahrzunehmen, gehört gleichfalls zum elementaren Wissenserwerb. Sinnvoll und meist auch aus Platzgründen notwendig ist beim Arbeiten mit Computern in der Schule Partnerarbeit. Als sehr hilfreich hat es sich erwiesen, im Umgang mit Computer und Internet erfahrene Schülerinnen und Schüler als Experten zur Unterstützung der anderen Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Die Ergebnisse werden dann am PC auf der Basis des vorliegenden Arbeitsblattes eingetragen. Wichtig ist es auch, deutlich auf die Sicherung der Dateien hinzuweisen. Dazu sollte man auch möglichst Disketten nutzen. Eine gute Möglichkeit stellt zum Beispiel die interaktive Arbeitsplattform www.lo-net.de bereit. Die Ergebnisse können während eines sogenannten "Webquest" in ein Arbeitsblatt eingetragen werden, das im virtuellen Klassenzimmer im Dateiaustausch zur Verfügung steht und nach der Erarbeitung der Lehrkraft vorgelegt wird. Für die Erarbeitung anderer wichtiger Themen, die den Überblick über den Buddhismus ergänzen, sollten m.E. auch noch andere Medien herangezogen werden. Hier ist an Filme, Folien- und Diasammlungen zu denken. Das Ordensleben im Buddhismus z.B. kann sicherlich durch Filmeinsatz eindrucksvoll dargestellt werden. Hierzu wäre der Film "Eine Spur von Buddha" zu empfehlen. Um das Erarbeitete anschaulich zu vertiefen, wären außerdem folgende Filme zu nennen: Grundsätzlich wäre auch eine umgekehrte Reihenfolge des Medieneinsatzes denkbar: Ausgehend von den Eindrücken eines Films könnte die Internetrallye dazu dienen, diese Eindrücke zu vertiefen und in Kenntnisse überzuleiten. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Arbeitsaufträge für die Schülerinnen und Schüler, die als Arbeitsblatt (s. Download) zur Verfügung stehen. Hier erhaltet ihr Informationen zu der Weltreligion des Buddhismus. Arbeitet mit einer Partnerin oder einem Partner zusammen. Mithilfe folgender Internetadressen findet ihr die Informationen, die ihr braucht, um die Aufgaben zu bearbeiten:

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Glaubensinhalte des Islam

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtssequenz vermittelt anhand ausgewählter Internetquellen wesentliche Kenntnisse zu wichtigen gesellschaftlichen und religiösen Bereichen des Islam. Sie befasst sich unter anderem mit eschatologischen Vorstellungen, dem Rechtssystem, Wirtschaftsethik und religiösen Gruppen im Islam.Die Unterrichtssequenz setzt sich aus zwei Doppelstunden zusammen. Die Themen der ersten Doppelstunde "Was kommt nach dem Tod" auf der einen und "Recht und Gesetz" sowie "Islamische Wirtschaftsethik" auf der anderen Seite greifen ineinander: Die Grundlagen des islamischen Glaubens werden nicht zuletzt durch das islamische Recht, die Scharia, festgelegt. Als konkretes Beispiel für das islamische Recht wird der Bereich der Wirtschaftsethik behandelt. Die zweite Doppelstunde befasst sich mit den Themen "Gruppen im Islam" und "Islam und andere Religionen". Da viele Schülerinnen und Schüler die Haltung des Islam zu anderen Religionen aufgrund der die Medienberichterstattungen dominierenden Haltung der Islamisten häufig als aggressiv und intolerant beurteilen ist es für sie wichtig, systematisches Wissen zu diesen Themen zu erlangen.Das islamische Recht, die Scharia, ist den Schülerinnen und Schülern dem Namen nach bekannt, die weitergehende Bedeutung des Begriffs dürften sie jedoch kaum kennen. Eschatologische Aussagen des Islam dürften ihnen ebenfalls kaum bekannt sein. Gleiches gilt für die islamische Wirtschaftsethik. Auch ihr Vorwissen bezüglich der verschiedenen im Islam vertretenen religiösen Gruppen ist eher gering. In den zwei Doppelstunden dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Lerngruppen durch ein Lernen an Stationen die genannten Bereiche islamischer Kultur und Religion und halten ihre Ergebnisse in einem Lernweg-Heft fest. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden. Diesseitige Verpflichtungen und jenseitige Verheißungen Der Islam begreift das Leben als Prüfung und das Paradies als Ziel des Lebens. Im Rahmen dieser Prüfung müssen Muslime den Grundlagen ihres Glaubens folgen. Islamische Gruppen und die Haltung zu anderen Religionen Um am gesellschaftlichen und interreligiösen Diskurs teilnehmen zu können, ist es unerlässlich, Grundkenntnisse unterschiedlicher islamischer Gruppen zu besitzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eschatologische Aussagen des Islam mit den Positionen anderer Religionen vergleichen. die Scharia mit der in Deutschland herrschenden Rechtssituation vergleichen. Merkmale islamischer Aktienfonds schildern. die Ausgangssituation zum islamischen Zinsverbot beurteilen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Sunniten und Schiiten aufzeigen. die Haltung des Islam gegenüber anderen Religionen darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Vorstellungen zur Frage "Was kommt nach dem Tod?" in einem Brainwriting festhalten. Informationen zu den behandelten Themengebieten aus dem Internet auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg-Heft") festhalten. ihren Lernfortschritt in Kreuzworträtseln überprüfen. Thema Glaubensinhalte des Islam Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik, SoWi Zielgruppe Sekundarstufe I und II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind die Begriffe "tot" und "und dann ... ?" zu lesen. Die Folie wird sukzessive aufgedeckt. Dies soll das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktivieren und sie auf das Thema fokussieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Konzentrationsphase ihre Gedanken zu den dargestellten Begriffen still auf einem Blatt festhalten. In der anschließenden Austauschphase diskutieren sie im Plenum ihre Gedanken zu der Frage "Was kommt nach dem Tod?". In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der anschließenden Informationsphase werten die Lernenden in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu eschatologischen Aussagen des Islam aus. Dabei informieren sie sich sowohl über das individuelle Ergehen nach dem Tod als auch zur Frage des Jüngsten Gerichts. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest, bevor sie diese in einem Kreuzworträtsel überprüfen. Anschließend vergleichen die Schülerinnen und Schüler die (individual-) eschatologischen Aussagen des Islam mit ihnen bekannten Positionen anderer Religionen. In der folgenden zweiten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind Schlagzeilen zu besonders drastischen Strafen aus der Scharia festgehalten. In der Spontanphase beschreiben die Schülerinnen und Schüler nun im Plenum den dargestellten Sachverhalt. Sie nennen ihr Vorwissen und äußern eigene Gedanken zur Scharia. Nach dieser Einstimmung informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zu Quellen, Geltungsbereich und Grenzen der Scharia. Dabei arbeiten sie heraus, dass kein einheitliches islamisches Recht existiert. Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest. Schnelle Schülerpaare können ihr Wissen in einem Kreuzworträtsel überprüfen. Abschließend vergleichen die Lernenden den grundsätzlichen Geltungsanspruch des islamischen Rechts mit der in Deutschland herrschenden Rechtssituation der Trennung staatlicher und religiöser Gesetzgebung. In einer dritten Motivationsphase wird den Schülerinnen und Schülern eine provokant formulierte Overheadprojektor-Folie präsentiert zu der sie im Plenum spontan ihre Meinungen und Erfahrungen schildern. Ausgehend von dieser Situation informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zum islamischen Zinsverbot und zu islamischen Aktienfonds. Ihre Ergebnisse kontrollieren sie mittels eines Kreuzworträtsels, nachdem sie sie in ihrem Lernweg-Heft festgehalten haben. In einer abschließenden Rekursionsphase beurteilen die Lernenden anhand ihrer neu erworbenen Kenntnisse den Sachverhalt der Ausgangsfolie. In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt auf der die Figuren dargestellt sind, die die abrahamischen Religionen repräsentieren. Judentum und Christentum erscheinen als klein und gespalten, der Islam hingegen als groß und einig. Damit soll eine affektive Ebene der Mädchen und Jungen angesprochen und die in den Medien mitunter suggerierte Bedrohung durch den Islam aufgegriffen werden. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Lernenden dann in der Spontanphase den dargestellten Sachverhalt im Plenum beschreiben. Sie nennen ihr Vorwissen und eigene Gedanken zur Einheit des Islam. In der Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der folgenden Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu Gruppen im Islam aus. Dabei informieren sie sich sowohl über die Großgruppen der Schiiten und Sunniten als auch über Sufitum, Aleviten und Ahmadiyya. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest bevor sie sie in einem Kreuzworträtsel überprüfen. In einer Rekursion bewerten die Lernenden nun auf Grundlage ihrer neuen Kenntnisse kritisch die Aussage der Einstiegsfolie. In der folgenden zweiten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser sind Schlagzeilen mit islamischen Gerichtsurteilen gegenüber Christen festgehalten. In der Spontanphase beschreiben die Schülerinnen und Schüler nun im Plenum den dargestellten Sachverhalt. Sie nennen ihr Vorwissen und äußern eigene Gedanken zur Haltung des Islam gegenüber anderen Religionen. Nach dieser Einstimmung informieren sie sich in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet zur Haltung des Islam gegenüber "Schriftbesitzern" und "Polytheisten". Dabei erarbeiten sie sich auch den Bedeutungsgehalt des Begriffes der "Dhim-mis". Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest und überprüfen ihr Wissen in einem Kreuzworträtsel. In einer abschließenden Transferphase beurteilen die Lernenden die Haltung des Islam zu anderen Religionen. Zudem beurteilen sie unter Anwendung ihrer neuen Kenntnisse die Angriffe von Islamisten hinsichtlich deren Übereinstimmung mit dem Islam. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Islam im Alltag

Unterrichtseinheit

Viele Schülerinnen und Schüler kennen keine oder nur wenige Aspekte muslimischen Alltagslebens, doch ihr Interesse an diesem Themengebiet ist aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Relevanz hoch. Diese Unterrichtssequenz vermittelt Einblicke anhand ausgewählter Internetseiten.Die Unterrichtssequenz setzt sich aus zwei Doppelstunden zusammen. In der ersten Doppelstunde werden die Themen "Essen und Trinken", "Geschlechter und Sexualität" sowie "Bilder und Symbole" angesprochen. In der zweiten Doppelstunde geht es um die Themen "Feste im Jahr" und "Stationen im Leben". Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Aspekte muslimischen Alltagslebens. Dabei ist zu betonen, dass es gerade im Alltagsleben starke konfessionelle Unterschiede gibt. Ziel soll es sein, Grundgemeinsamkeiten islamischen Alltags aufzuzeigen. Des Weiteren informieren sich die Schülerinnen und Schüler anhand ausgewählter Festtage über muslimische Feste.Die Schülerinnen und Schüler sind über Speisevorschriften und Geschlechterrollen im Islam eher nur oberflächlich informiert. Das islamische Bilderverbot ist über den "Karikaturenstreit" in ihr Bewusstsein gerückt. Die theologische Begründung des Bilderverbots ist ihnen jedoch nicht bekannt. Ebensowenig sind die Schülerinnen und Schüler über die mit den Lebensstationen Geburt, Beschneidung, Hochzeit und Sterben verbundenen islamischen Riten informiert. Auch zu den muslimischen Festen im Jahreskreis ist das Vorwissen gering. In den zwei Doppelstunden dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die genannten Bereiche islamischen Alltags und halten ihre Ergebnisse in einem Lernweg-Heft fest. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden. 3S im Alltag - Speisen, Sexualität und Symbole Alle Inhalte der Unterrichtseinheit werden reduziert betrachtet. Auf ethisch-kulturelle Unterschiede wird in der Regel nicht eingegangen. Feste im Jahr und Stationen im Leben Die muslimischen Feste sind besonders anschaulich und beleuchten eine in der medialen Öffentlichkeit wenig beachtete freundlich-fröhliche Seite des Islam. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zu islamischer Ernährung nennen. ihre Vorstellung von islamischen Geschlechterrollen mit der muslimischen Position vergleichen und die islamische Haltung zur Sexualität darstellen. das islamische Bilderverbot beschreiben und christliches und islamisches Bilderverständnis miteinander vergleichen. wichtige Ereignisse im Lebensverlauf eines Menschen nennen und christliche und islamische Begleitung von Lebenssituationen miteinander vergleichen. ihr Vorwissen zu islamischen Feiertagen nennen sowie Anlass und Begehensweise ausgewählter islamischer Feiertage darstellen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Informationen zu Alltagsaspekten des Islam sowie zu islamischen Feiertagen und Lebensstationen aus dem Internet auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg-Heft") festhalten. ein Brainstorming zu islamischen Geschlechtervorstellungen durchführen. zwei bildliche Darstellungen des Propheten Mohammed beschreiben. ihren Lernfortschritt in Kreuzworträtseln überprüfen. Thema Islam im Alltag Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe I und II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist ein junger Mann zu sehen, der seinen muslimischen Freund zu einem Snack einlädt. In einer Gedankenblase wird dieser Snack als Currywurst und Weizenbier dargestellt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zu muslimischen Ernährungsgewohnheiten aktivieren. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen zu islamischen Ernährungsgewohnheiten aus dem Internet aus. Zudem informieren Sie sich über die Möglichkeit der Zertifizierung islamisch korrekter Lebensmittelproduktion. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Alltag" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels (Hot Potatoes). Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Zur zweiten Motivation werden an der Tafel zwei Plakate angebracht. Auf diesen sind Symbole für Männer (Ampelmann) und Frauen (Ampelfrau) dargestellt. In einer zweiten Spontanphase nennen die Schülerinnen und Schüler in einem Brainstorming Begriffe, die sie mit den islamischen Rollenbildern von Mann und Frau verbinden. Diese Begriffe werden durch die Lehrkraft an der Tafel festgehalten. In der anschließenden zweiten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum islamischen Verständnis von Geschlechtern und Sexualität aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest und können sie erneut mittels eines Kreuzworträtsels überprüfen. Nun vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihre neu gewonnenen Erkenntnisse mit den zuvor im Brainstorming gesammelten Begriffen. Die Plakate können dann im Rahmen des Themas "Konflikte mit dem Islam" noch einmal aufgehängt werden. In einer dritten Motivationsphase werden Schlagzeilen zu den durch die Mohammedkarikaturen ausgelösten Reaktionen mittels einer Overheadprojektor-Folie dargeboten. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler noch einmal fokussieren. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nun Gelegenheit, sich spontan zu den Schlagzeilen zu äußern. In einer letzten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit zu Symbolen des Islam (Halbmond, grüne Farbe) und zum islamischen Bilderverbot. Anschließend finden sich in einer Austauschphase je zwei Schülerpaare zusammen, um ihre Arbeitsergebnisse miteinander zu vergleichen. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum das islamische Bilderverbot mit der christlichen Haltung zu Bildern. Zu Beginn der Stunde erhalten die Schülerinnen und Schüler in einer Konzentrationsphase Gelegenheit, auf einem Arbeitsblatt in Einzelarbeit eine "Fieberkurve des Lebens" zu zeichnen. In dieser halten sie fest, wie intensiv das Leben ihrer Meinung nach in unterschiedlichen Altersstufen ist. Zudem markieren sie wichtige Ereignisse des Lebens. Diese Arbeitsergebnisse stellen die Schülerinnen und Schüler einander in der anschließenden Austauschphase zunächst in Paaren und dann in Vierer-Gruppen vor (think - pair - share). In einer Auswertungsphase werden dann die Kurven der einzelnen Gruppen am Overhead-Projektor deckend übereinander gelegt. Im Plenum werden Übereinstimmungen und Unterschiede besprochen. Die wichtigsten Lebensstationen werden an der Tafel festgehalten. In der folgenden Phase der Arbeitsplanung hält die Lehrkraft das Stundenthema an der Tafel fest. Zudem informiert sie kurz über den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde. In der folgenden Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu wichtigen Lebensstationen (Geburt, Pubertät, Hochzeit, Sterben) und ihrer biographischen Begleitung durch den Islam aus. Ihre Lernfortschritte können die Schülerinnen und Schüler in einem Kreuzworträtsel überprüfen. In einer zweiten Austauschphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum die islamischen Passageriten mit ihren christlichen Äquivalenten (Kindstaufe, Erstkommunion/Konfirmation/Firmung, Hochzeit, Sterbebegleitung/Krankensalbung). Sollten wichtige Lebensphasen nicht erfasst worden sein, kann eine freie Internetrecherche zu diesem Thema vereinbart werden. In der Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie aufgelegt. Auf dieser ist das E-Mail-Konto eines fiktiven Schülers zu sehen. Er wird von seinem türkischen Freund zum Zuckerfest eingeladen. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren und ihr Vorwissen zum Zuckerfest (Fest des Fastenbrechens) im Speziellen und zu muslimischen Festen im Allgemeinen aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und eigene Gedanken zu muslimischen Festen und zur eigenen Teilnahme daran äußern. In der Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerabeit Informationen zu islamischen Festen im Jahreskreis (unter anderem Fest des Fastenbrechens, Opferfest, Mevlid) aus dem Internet aus. Sie halten die Informationen zu diesen Festen auf Kalenderblättern nachgebildeten Feldern im "Lernweg-Heft" fest. In einer Sicherungsphase überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernfortschritt mithilfe eines Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. In einer abschließenden Rekursion nehmen die Schülerinnen und Schüler begründet Stellung zu der Frage, ob sie der Einladung des türkischen Freundes folgen würden. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Die Grundlagen des Islam

Unterrichtseinheit

Der Begriff "Islam" ist allen Schülerinnen und Schülern aus den Nachrichten hinreichend bekannt, der persönliche Umgang mit Musliminnen und Muslimen in der Schule ist alltäglich. Dennoch fehlt es häufig an elementaren Kenntnissen über die Religion des Islam. Diese Einheit vermittelt Grundwissen.Obwohl der Islam bereits in der Sekundarstufe I auf dem Lehrplan steht, ist das tatsächliche Wissen über den Islam eher rudimentär. Meinungen, Wissen und Vermutungen mischen sich. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler eingehende Kenntnisse über das Verbreitungsgebiet des Islam oder Mohammeds Biographie besitzen. Mit dem Islam verbinden sie in erster Linie die Türkei und arabische Staaten. Um an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen sind außerdem Kenntnisse über die Moschee, den Koran und die fünf Säulen des Islam wichtig.In zwei Doppelstunden erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler durch ein Lernen an Stationen die Grundlagen des Islam. In einem Lernweg-Heft notieren sie ihre Ergebnisse. Falls das Thema im Ethikunterricht stattfindet, wird es eigene Erfahrungen bei den Lernenden mit der Religion geben, im Religionsunterricht dagegen weniger. Daher bietet es sich an, die direkten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht einzubinden, eventuell fächerübergreifend. Ebenso gibt es regionale Fragestellungen, die den Lebensweltbezug herstellen können, wie zum Beispiel der Bau einer Moschee in der Gemeinde oder Stadt. Didaktische Überlegungen Hier werden einige didaktische Überlegungen zu Themenauswahl und Einbindung in den Unterricht erläutert. Unterrichtsablauf: "Islam und Mohammed" In der ersten Doppelstunde werden alle Inhalte des Themas "Grundlagen des Islam" zunächst reduziert betrachtet. Unterrichtsablauf: "Koran, fünf Säulen und Moschee? In der zweiten Doppelstunde wird das Thema "Moschee" zunächst nur in religionskundlicher Hinsicht betrachtet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Vorwissen zum Islam auffrischen. das Verbreitungsgebiet des Islam darstellen können. das grundlegende Gottesbild des Islam verstehen. den Offenbarungsweg und das Übersetzungsverbot des Korans kennen lernen. die fünf Säulen des Islam und das Verhalten von Muslimen in der Moschee kennen lernen. Bibel und Koran, Jesus Christus und Mohammed, Kirche und Moschee miteinander vergleichen. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigene Fragen zum Islam formulieren. aus dem Internet allgemeine Informationen zum Islam, zur Biografie Mohammeds, zum Koran, den fünf Säulen des Islam und der Moschee auswerten. ihre Arbeitsergebnisse auf einem Lösungsblatt ("Lernweg") festhalten und präsentieren. Thema Grundlagen zum Islam Autor Andreas Otte Fach Religion/Ethik Zielgruppe Sekundarstufe II, Gymnasium und Berufskolleg Zeitraum zwei Doppelstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetanschluss, Beamer, OHP, je ein Computer für 2 Schülerinnen und Schüler Planung Verlaufsplan Islam 1 Verlaufsplan Islam 2 Das Thema "Islam" ist von hoher Gegenwartsrelevanz für die Schülerinnen und Schüler, da eine ständige Medienberichterstattung stattfindet. Diese fokussiert sich meist auf aktuelle Problemfelder wie Terrorismus, "Ehrenmorde", Kopftuch oder diskutiert beispielsweise die Errichtung muslimischer Moscheen. Den Schülerinnen und Schülern können auch die Medienberichte über angebliche "Koran-Schändungen" und die heftigen Reaktionen der muslimischen Welt noch im Gedächtnis sein. Zudem gibt es bei den Lernenden einen hohen Lebensweltbezug, sei es durch die eigene Geschichte (eher im Ethik- als im Religionsunterricht) oder durch Freunde und Bekannte. Bei den Schülerinnen und Schülern ist demnach eine Fragehaltung gegenüber dem Islam zu erwarten. Wie aktuelle Zeitungsmeldungen betonen, ist die derzeitige Haltung vieler Deutscher dem Islam gegenüber eher ablehnend. Aktuelle Schlagzeilen lauten zum Beispiel: "Deutsche fühlen sich durch Islam bedroht" oder "Demo gegen Moschee: Rechte marschierten mit". Um sich in der zukünftigen Gesellschaft zurechtzufinden und an einem Dialog mit dem Islam sinnvoll teilnehmen zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über den Islam besitzen. Für die verantwortliche Teilnahme an Diskussionen auf lokaler Ebene ist es darüber hinaus Voraussetzung, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was in einer Moschee überhaupt geschieht. Zentral dafür sind auch Kenntnisse über den Koran und die fünf Säulen des Islam. Exemplarität Anhand ausgewählter Internetseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über wesentliche Grundlagen des Islam, insbesondere über die Themen "fünf Säulen des Islam" und "Moschee". Zugänglichkeit Die Themen "Grundlagen des Islam", "Koran", "fünf Säulen des Islam" und "Moschee" sind für die Schülerinnen und Schüler zunächst abstrakter Natur. Durch die Auswahl gut verständlicher Internetseiten soll die Zugänglichkeit verbessert werden. Diese Quellen tragen unter anderem durch das verwendete Bildmaterial zu einer höheren Anschaulichkeit und verbesserten Motivation bei. Dies gilt insbesondere beim Thema "Moschee". In der ersten Motivationsphase wird eine Overheadprojektor-Folie mit Fotos einer Moschee und betender Muslime aufgelegt. Dies soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren, ihr Vorwissen und ihre affektive Haltung zum Islam aktivieren. Anhand der Overheadprojektor-Folie können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase die dargestellte Situation beschreiben und erste Gedanken zum Islam äußern. In der folgenden Konzentrationsphase haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Vorwissen. Sie halten für sich selbst im Lernweg-Heft die Antworten auf die Fragen "Was weiß ich vom Islam?", "Was will ich wissen?", "Was stört mich am Islam?" und "Was finde ich gut?" fest. In der Sammelphase nennen die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihr Vorwissen und äußern ihre Fragen zum Islam. Die Lehrkraft notiert diese in Stichpunkten auf drei verschiedenen Plakaten. Diese Plakate zeigen gegebenenfalls den speziellen Informations- oder Diskussionsbedarf der Schülerinnen und Schüler. Die Plakate werden im Verlauf der Unterrichtsreihe als Einstieg in neue Themengebiete verwendet. Die Lehrkraft sollte auf die Vielschichtigkeit und Differenziertheit des Islam hinweisen, zum Beispiel auf das umfassende Verbreitungsgebiet und die Richtungen innerhalb des Islam. Auf die Plakate wird auch am Ende der Unterrichtsreihe noch einmal zurückgegriffen, um den Lernfortschritt zu überprüfen. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit allgemeine Informationen zum Islam aus dem Internet aus. Auf hierfür geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorstunde bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft aufgeblendet. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islam ist. Zur Sicherung lösen die Schülerinnen und Schüler ein mit HotPotatoes erstelltes Kreuzworträtsel. Hier können die Schülerinnen und Schüler selbstständig überprüfen, welche Informationen sie behalten haben. Bei Unsicherheiten bietet das Programm Tipps an. Offene Fragen werden anschließend im Plenum geklärt. Vor der anschließenden zweiten Informationsphase werden die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Spielkarten in drei Informationsgruppen (Pik, Herz, Karo) eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen werden Paare gebildet, die sich anhand ausgewählter Links über die Bedeutung der Propheten im Islam und über die Biografie Mohammeds informieren. Die Ergebnisse dieser arbeitsteiligen Partnerarbeit halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Paare, die die Informationsauswertung frühzeitig fertiggestellt haben, können ihr Wissen in einem digitalen Kreuzworträtsel überprüfen. Zu der folgenden Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Spielkarten (7, 8, 9, 10, Bube …) in neuen Gruppen zusammen. In diesen Gruppen erklären sie einander die Ergebnisse ihrer Partnerarbeit. Sie ergänzen ihre eigenen Informationen gegebenenfalls um die Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. In einer abschließenden Transferphase vergleichen die Schülerinnen und Schüler im Plenum den Propheten Mohammed mit Jesus Christus. In der Motivationsphase wird den Schülerinnen und Schülern ein Koranexemplar gezeigt. An der Tafel werden die in der Vorwoche erstellten Stichwort-Plakate angebracht. Anhand des Koranexemplars können die Schülerinnen und Schüler dann in der Spontanphase ihr Vorwissen zum Koran äußern. Mitschülerinnen und Mitschüler mit einem eigenen Lebensweltbezug zur Ausübung der Religion sollten in den Unterricht eingebunden werden. In der ersten Informationsphase werten die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zum Koran aus. Ihre Ergebnisse halten sie im Lernweg-Heft beziehungsweise auf einer Overheadprojektor-Folie fest. Auf geeignete Internetseiten werden sie mithilfe der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" geleitet. Ihre Arbeitsergebnisse halten die Schülerinnen und Schüler im Lernweg-Heft fest. Schnelle Schülerpaare überprüfen ihr Wissen mittels eines Kreuzworträtsels. So kann der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen werden. Ein Schülerpaar präsentiert nun seine Ergebnisse im Plenum. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Im Unterrichtsgespräch findet ein kurzer Vergleich zwischen Koran und Bibel statt. Zur zweiten Motivation wird die aus der Vorwoche bereits bekannte Overheadprojektor-Folie (Moschee und Muslime beim Gebet) durch die Lehrkraft projiziert. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die dargestellte Situation. Die Lehrkraft informiert nun kurz darüber, dass das Gebet eine der fünf Säulen des Islams ist. Auch hier sollten Lebenswelterfahrungen von Mitschülerinnen und Mitschülern in den Unterricht eingebunden werden. Vor der zweiten Informationsphase werden die Schülerpaare durch farbige Zettel in fünf Gruppen eingeteilt. Die Schülerinnen und Schüler werten nun in arbeitsteiliger Partnerarbeit Informationen aus dem Internet zu je einer Säule des Islam aus. Ihre Arbeitsergebnisse halten sie im Lernweg-Heft fest. Geeignete Internetseiten entnehmen sie der Power-Point-Datei "Lernweg Islam Grundwissen". In der Austauschphase finden sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Nummern auf den farbigen Zetteln in neuen Gruppen zusammen. Sie erklären in der Gruppe ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Ergebnisse zu "ihrer" Säule des Islam. Anschließend hören sie den Erklärungen der anderen Mitglieder zu und ergänzen ihr Lernweg-Heft um die Informationen zu den anderen Säulen. In einer dritten Informationsphase informieren sich die Schülerinnen und Schüler in arbeitsgleicher Partnerarbeit im Internet über Moscheen. Die aus den in der PowerPoint-Datei "Lernweg Islam Grundwissen" angegebenen Links entnommenen Informationen halten sie im Lernweg-Heft fest. Bei diesem Thema bietet sich eine Recherche der Moscheen in der näheren Umgebung an. Es gibt vielleicht Mitschülerinnen und Mitschüler, die hier eigene Erfahrungen einbringen können. Abschließend sichern die Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen durch die Bearbeitung eines digitalen Kreuzworträtsels. Offene Fragen werden im Plenum geklärt. Sollten zeitliche Probleme auftreten, lösen die Schülerinnen und Schüler das Kreuzworträtsel als Hausaufgabe. Dazu wird ihnen die Datei per E-Mail zugesandt. Bei der Recherche über Suchmaschinen kann man auf Seiten von Organisationen gelangen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sie sollten sich die Links, die an die Lernenden weiter gegeben werden, genau anschauen. Für das Nachschlagen von Begriffen ist die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu empfehlen.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe II

Harpastum est globosum - Fußball-Latein international

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche zum Thema Fußball und erkunden, woher die Idee zur beliebten Ballsportart stammt und ob es bereits einen Vorläufer in der Antike gab.Internationale Großereignisse wie WM, EM oder Olympische Spiele sind ideale Gelegenheiten, die spannende Spurensuche nach den antiken Ursprüngen des Sports auch im Lateinunterricht zu thematisieren. Zudem bieten sportlich orientierte Lektionstexte (zu Themen wie antike Wellness in den Thermen, Gladiatorenkämpfe, Circusspiele) interessante Anknüpfungspunkte für fächerübergreifende multilinguale Unterrichtssequenzen und Projekte. Einsatzmöglichkeiten im Lateinunterricht Auf den ersten Blick hat das Thema Fußball wenig mit den traditionellen Lerninhalten des Fachs Latein zu tun. Dennoch bieten sich reizvolle Ansatzpunkte für eine zeitgemäße motivierende Unterrichtseinheit im Kontext der Lehrbucharbeit der Spracherlernungsphase oder während der Lektüre. Die neueren Lateinlehrwerke eröffnen hierzu vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten. Ausgehend von sportlich orientierten Lesestücken (zu Thermen, Gladiatorenkämpfen oder Circusspielen), dazu passenden Abbildungen und Informationstexten, tragen einzelne, variabel einsetz- und an die jeweilige Lerngruppe adaptierbare Unterrichtsbausteine zu einer bei Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen sehr beliebten Aktualisierung der Sportthematik bei. Historische Vorläufer des modernen Fußballspiels Bereits in den außereuropäischen Hochkulturen und in der europäischen Antike waren Ballspiele bekannt. Sie erfreuten sich nach dem Zeugnis literarischer Quellen großer Beliebtheit. Den Archäologen ist es jedoch aufgrund der minimalen antiken Regelangaben nur in einigen Fällen möglich, diese Spiele zu benennen und zu rekonstruieren. Die Geschichte des Fußballs Dieser Überblick zur Geschichte des Fußballs liefert Hintergrundinformationen. Harpastum - Das römische Ballspiel Auf dieser Seite finden Sie mehr zum Harpastum, der vermeintlichen "Ur-Version" des Fußballs. Didaktische Alternativen Es gibt eine Vielzahl von Varianten zur praktischen Umsetzung einer Unterrichtseinheit oder eines Projekts zum Thema Fußball im Lateinunterricht. Je nach Zeitumfang, Alter und Lernniveau der Schülerinnen und Schüler eröffnen sich verschiedene didaktische Möglichkeiten. Didaktische Alternativen Hier finden Sie Materialien zur Umsetzung des Themas "Fußball" im Lateinunterricht für verschiedene Anlässe und Zielgruppen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die historischen Wurzeln des Fußballsports (vor allem das Harpastum-Spiel) in antiken Texten und Abbildungen kennen und ziehen Vergleiche zu modernen Ballsportarten. identifizieren den lateinischen Ursprung moderner Fachbegriffe aus dem Bereich Fußball und erstellen ein eigenes deutsch-lateinisches Fußball-Glossar. entdecken die internationale Dimension des Fußballsports anhand von multilingualen Übungen in Korrelation zur romanischen Muttersprache Latein und wenden sie praktisch an. übersetzen lateinische Nachrichtentexte zur Fußballthematik. ordnen Flaggen und Geo-Thumbs von Fußballnationen lateinischen Ländernamen zu. kreieren eine multilinguale "Sport-Schau" zum Thema Fußball und realisieren sie in einem fächerübergreifenden Multimedia-Projekt. Die ältesten Überlieferungen von Formen fußballartiger Spiele, die eher Geschicklichkeitswettbewerben, Kampfspielen oder Ringkämpfen mit dem Ball ähnelten, stammen aus China 4./3. Jahrhundert v. Chr.; Geschicklichkeitsübung "Ts´uh Küh": "Ts`uh" - "mit dem Fuß stoßen", "Küh" - "Ball", Japan ab dem 8. Jahrhundert: "Kemari" - zeremonielle, heute noch gepflegte Geschicklichkeits- und Konzentrationsübung, Kreisfußballspiel und von den Hochkulturen Mittelamerikas: Olmeken um 1300 v. Chr.: "Ulama" - "Ballspielen" Maya und Azteken "Tlachtli" - "Ballspielplatz" Griechischer Fußball von Rehakles' Ahnen Wie die außereuropäischen Ballspiele, so zeigen auch die griechisch-römischen Fußballvarianten nur geringe Ähnlichkeit zum modernen Fußballspiel. Die Griechen kannten antiken Quellen zufolge vor allem folgende Mannschafts- und Ballspiele: Sphairomachia Platon empfiehlt diese Ballschlacht, die vor allem in Sparta sehr populär war, als vormilitärische Übung. Spielfeld war die Rennbahn, auf der die Akteure zur Begeisterung des Publikums um den Ballbesitz kämpften und sich auch prügelten. Jeder männliche Spartaner musste sich dieser Mannbarkeitsprüfung unterziehen, um "die Bürger insgesamt für das ganze Leben tüchtig zu machen". Wer die festen Spielregeln nicht einhielt, wurde ausgepeitscht. Der Sieger wurde mit dem Ehrentitel "sphaireis" ausgezeichnet. Episkyros (Phaininda) Etwa 2000 v. Chr. entwickelten die Griechen ein weiteres Ballspiel, das Episkyros oder Phaininda genannt wurde. Es wurde hauptsächlich von Männern gespielt. Das Spielfeld, auf dem mit Gips ("skyros") eine Mittellinie gezogen wurde, weist bereits Übereinstimmungen mit dem heutigen Fußballfeld auf. Römischer Fußball Wahrscheinlich ausgehend vom griechischen Phaininda entwickelten und betrieben die Römer etwa 200 v. Chr. ein als "Harpastum" ("Raffballspiel", "Spiel mit dem kleinen Ball") bekanntes Ballspiel, das 700 bis 800 Jahre lang populär war. Nachfolger des Römerspiels Nach dem Untergang des Römischen Reiches existierte die römische Ballsportart in einigen Gegenden weiter oder wurde durch Einfluss neuer Spielideen weiterentwickelt. Die Ballspiele, die sich im Mittelalter in verschiedenen Ländern herausbildeten, gehen möglicherweise auf das Harpastum der Römer zurück: England folk football: Mannschafts-Ballspiele ganzer Dörfer; später 30 bis 40 Männer pro Dorf, zwei Büsche fungierten als Tore Italien um 1460 in Florenz: "Calcio" - "Fußtritt"; Mannschaften à 27 Spieler: 15 Stürmer, 5 Zerstörer, 4 Läufer, 3 Verteidiger; Ballberührung mit der Hand war verboten Frankreich seit dem 12. Jahrhundert: "Soule"/ "Choule" -> lateinisch "cepulla" - Zwiebel, hier: mit Heu, Kleie oder Moos ausgestopfter Lederball; Varianten: Soule au pied, Soule à la crosse Deutschland Auch hierzulande sind frühe Fußballformen belegt. Fußball und Rugby Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den Vorläufern der Antike und des Mittelalters allmählich zwei verschiedene Sportarten heraus: Fußball und Rugby. Erste Fußball-Turniere 1883 kam es zu der uns als WM-System geläufigen Fußball-Aufstellung: ein Torwart, fünf Verteidiger, drei Läufer und zwei Stürmer. Der internationale Spielverkehr begann bereits vor der Jahrhundertwende. 1904 wurde der Internationale Fußballverband, die FIFA, bereits vier Jahre zuvor der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet. Seit 1908 sind Fußballturniere Bestandteil der Olympischen Sommerspiele. Die erste Fußball-Weltmeisterschaft wurde im Jahre 1930 ausgetragen. Ein Spiel für alle Der römische Schriftsteller Galenus verweist in seiner "Abhandlung über das Spiel mit dem kleinen Ball" auf den aufgrund der einfachen Ausstattung für alle Bevölkerungsschichten egalitären sowie vielseitigen Charakter des Spieles. Harpastum war ein rohes, aber durchaus anspruchsvolles Spiel, bei dem Schnelligkeit, Technik und Intelligenz von Bedeutung waren. Spielort Die Römer spielen auf einem rechteckigen Spielfeld, das durch Grundinien begrenzt und durch eine Mittellinie halbiert war. Es war etwas kleiner als ein heutiges Fußballfeld. Unterlage waren Gras, Sand oder Asche. Es gab Spielfelder in Palästen, Thermen (palaestra), auf Privatgelände und auf dem Marsfeld. Spielgerät Gespielt wurde mit einem kleinen, harten Ball von etwa acht Inch Durchmesser, der aus Leder oder Tierfell hergestellt und mit Schwämmen ausgestopft war. Spielerzahl Beim Harpastum kämpften zwei Mannschaften mit jeweils fünf bis zwölf Spielern um den Sieg. Einige antike Berichte deuten gar Hunderte von Spielern auf beiden Seiten an. Spielregeln Vor Spielbeginn wurde eine Münze geworfen. Das Gewinnerteam begann das Match in seiner Spielhälfte. Ziel des Spiels Jedes Team musste den Ball möglichst lange in seiner Hälfte in der Luft halten. Die gegnerische Mannschaft versuchte, in Ballbesitz zu gelangen und den Ball in ihre Hälfte zu befördern. Tore, Punkte, Strategie Strittig ist, wie "Tore" erzielt wurden. Manche Historiker vermuten, dass bei Ballberührung auf dem Boden des eigenen Spielfelds Punkte vergeben wurden. Es galt den Ball hinter die Grundlinie des Gegners zu befördern. Nur der Spieler, der im Ballbesitz war, durfte attackiert werden. Man entwickelte Passkombinationen, spielte taktisch, täuschte den Gegner. Die Mannschaftsmitglieder hatten bereits verschiedene taktische Aufgaben. Körpereinsatz Der Fuß spielte nur eine geringe Rolle. Da es jedoch öfter zu regelrechten Ringkämpfen um den Ball kam, besaß Harpastum eine gewisse Ähnlichkeit zum heutigen Rugby. Bedeutung und Ausbreitung des Spiels Das römische Harpastum wurde von Julius Caesar und seinen Generälen als eine Art Militärtraining zur Verbesserung der körperlichen Fitness und Kampfbereitschaft der römischen Armee genutzt. Im Zuge der römischen Expansion verbreitete sich die Sportart mit den römischen Legionären in Europa und erreichte auch die Britischen Inseln. Antiken Überlieferungen zufolge soll es ein Harpastum-Match zwischen den Römern und den Britanniern gegeben haben. Eine multimedial angelegte Unterrichtsreihe zur Fußball-Thematik ist unter Integration vielfältiger fächerverbindender, handlungsorientierter und multilingualer Akzente eine sehr motivierende didaktische Facette. Durch sie kann die bleibende Aktualität des Lateinischen eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Auf diese Weise ist - in Anlehnung an das Motto der FIFA-WM 2006 - "die Welt zu Gast" im Lateinunterricht. Mit einem Klick gelangen Sie zu den Unterseiten, die die Unterrichtsideen näher beschreiben und mit Arbeitsmaterialien und weiterführenden Links ausgestattet sind. Wortlisten erstellen Wörter wie "Verteidiger" (defensor) oder "Tor" (porta) stellen bei der Übersetzung keinerlei Schwierigkeit dar, da sie von den Lernenden aus dem klassischen Lehrbuchvokabular abgeleitet werden können. Schwierigere Fachausdrücke wie "Abseits", "Elfmeter", "Linienrichter" oder "Viererkette" bieten Raum für kreative Wortschöpfungen seitens der Lernenden. Verschiedene Quellen nutzen Der zusätzliche Einsatz neulateinischer Wörterbücher (Christian Helfers "Lexicon auxiliare", "Neues Latein-Lexikon" oder PONS Wörterbuch des Neuen Latein) erweist sich häufig als wertvolle Unterstützung. Ähnliches gilt für im Internet verfügbare kleinere Fußballglossare (etwa das von Wolfram Kautzky ). In Kombination all dieser didaktischen Aspekte entsteht so ein klasseneigenes lateinisches Fußball-Glossar. Ausgehend von einem in Eigenregie zusammengestellten lateinischen Glossar wichtiger Fußball-Fachbegriffe kann die sprachverbindende Rolle der "Mutter Latein" eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Im Netz verfügbare fremdsprachige Fußball-Glossare, aber auch Fußball-Wörterbücher geben ein sprachliches Reservoir an Hand, mit dessen Hilfe man kreative multilingual ausgerichtete Arbeitsblätter konzipieren kann. Die im Internet als Textversion zum Teil mit Vokabelangaben oder sogar als Audio-Datei zugänglichen lateinischen Nachrichten zu aktuellen Themen halten auch zur Gestaltung einer lateinischen "Fußball-Stunde" interessantes Material bereit. Es kann je nach Schwierigkeitsgrad und Lernniveau der Lernenden schon ab dem zweiten Lernjahr eingesetzt werden. Empfehlenswert ist es auch, für die Unterrichtsvorbereitung in den online zugänglichen Archiven der Nuntii Latini herumzustöbern: beim Finnischen Rundfunk von Radio Bremen von dem Lateinlehrer Wolfram Kautzky im Kurier/Wien Linguistische und historische Recherchen Neben dem sprachlichen Schwerpunkt ist sicherlich auch der historische Hintergrund bei der unterrichtlichen Umsetzung der Fußball-Thematik von Interesse. Anstelle längerer Lehrervorträge ist hierbei eine autonome Schülerarbeit in Kleingruppen unter Einsatz neuer Medien sehr empfehlenswert. Anhand digital konzipierter Arbeitsblätter mit tabellarischen Vergleichen etwa des römischen Harpastum, des modernen Fußballs und des Rugbys gilt es, in einer Internet-Rallye Fehlendes via Suchmaschinen aufzuspüren. Finden und präsentieren Hilfreiche Informationen können die Lernenden dabei der in mehreren Sprachen - auch im Lateinischen - verfügbaren Internet-Enzyklopädie Wikipedia entnehmen. Die Ergebnisse der Rallye präsentieren die Internet-Detektive schließlich via Beamer ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Das römische Harpastum-Spiel und dessen griechischen Vorbilder sind bei antiken Autoren mehrfach bezeugt. Kurze, in Online-Textsammlungen (etwa in The Latin Library ) zugängliche Martial-Epigramme bieten sich als Original-Lektüre, die längere Abhandlung des Gladiatorenarztes Galenus über "Die Übung mit dem kleinen Ball" hingegen auch als Übersetzungslektüre an. Der griechische Text des Athenaios kann darüber hinaus den Lernenden in englischer Version vorgelegt werden. Anhand der dazu passenden, für Einzel- oder Gruppenarbeit konzipierten Arbeitsaufträge gewinnen die Lernenden hierbei wertvolle Informationen zum historischen Kontext des Fußballspiels und rekonstruieren im Sinne experimenteller Archäologie aus Puzzlestückchen antike Ballspielregeln. Recherchieren Eine "Sportschau" im wahrsten Sinne des Wortes ermöglicht die Herstellung einer Wandzeitung, die mit Bildmaterial aus dem Internet, aus Lexika, Sachbüchern oder Schülerzeichnungen zur historischen Entwicklung des Fußballsports von der Antike bis heute bereichert wird. Die Bildsuche von Google liefert zu den Suchwörtern "Harpastum" und "Episkyros" interessante Abbildungen antiker Reliefs oder Nachzeichnungen. Strukturieren Komplettiert durch strukturierende Überschriften zu den einzelnen Epochen und Völkern, Bildunterschriften und kurze Infotexte entsteht so auf Tapete oder Plakatpappe eine sehenswerte historische Fußball-Sportschau, die sich sehr gut zur unterrichtsbegleitenden Dekoration des Klassenraumes oder für eine kleine Ausstellung als Ergebnis der Behandlung des Fußball-Themas im Latein-, Sport- oder Geschichtsunterrichts eignet. Reportagen schreiben Als Fußball-Reporter tätig zu werden, ist für viele Schülerinnen und Schüler eine spannende Herausforderung. So können sie das Gesehene live oder im Nachhinein sachlich korrekt und mitreißend versprachlichen. Was im Deutschen bereits gewisser Übung bedarf, ist von den Lernenden ad hoc sicherlich nicht in die lateinische Sprache zu übertragen. ... und übersetzen Bei vorliegender deutscher Version allerdings ist es nicht mehr so schwer, mithilfe von Fußball-Glossaren, Wörterbüchern, Lexika sowie Grammatiken in Gruppenarbeit die eigenen Texte zu übersetzen. Ein solch anspruchsvolles Unterrichtsvorhaben passt allerdings nur in den Lateinunterricht im fortgeschrittenen Lernstadium und ist am besten analog einer phantasievollen Internet-Textvorlage zu realisieren. Deutsch-Lateinisches Fußballquiz Das beliebte Fernsehquiz "Wer wird Millionär?" steht in der lateinischen Version Pate für ein Fußballquiz namens "Quis millionarius fit?". In Anlehnung an die Fernsehvorlage wird ein von den Lehrenden vorgegebener Katalog mit beliebiger Fragenzahl und je vier Antwortmöglichkeiten via Computer zum Einsatz gebracht. Möglich ist die Einführung eines Zeitlimits zur Beantwortung der einzelnen Fragen, um den Eifer der in Kleingruppen mitfiebernden Lernenden zu steigern. Statt der üblichen Joker ist die alternative Lösung einer Zusatzfrage sinnvoll. Alternativen und Möglichkeiten zur Weiterarbeit Bei Schülerinnen und Schülern mit noch geringen Lateinkenntnissen ist auch die Lösung der deutschen Version denkbar. Sehr motivierend ist überdies der Einsatz von drei bis fünf Fragen als Appetithäppchen zum Stundeneinstieg. Im Anschluss daran wird mitunter der Ehrgeiz mancher Lernender geweckt, selbst als Quiz-Autoren aktiv zu werden und ausgehend von der deutschen Fassung mithilfe von Lexika in Gruppenarbeit oder als Hausaufgabe selbst ein lateinisches Fußballquiz für die Klassenkameraden zu erstellen. Basteln Ein selbst gebasteltes Fußball-Würfelspiel ist vor allem für jüngere Schülerinnen und Schülern eine sehr Gewinn bringende didaktische Alternative, um den handlungsorientierten Aspekt - in Kooperation mit dem Fach Kunst - in den Lateinunterricht zu integrieren. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Basteln der Materialien macht die kreative Phase im sonst durch Grammatik und Übersetzung geprägten Lateinunterricht zum Erlebnis. Zu erstellen sind: ein Spielbrett (alveus lusorius) aus Pappe oder Holz als Fußballfeld oder Stadion selbst kreierte Spielfiguren (figurae ludi) aus Ton oder Fimo; alternativ auch im Handel erhältliche Tipp-Kick-Figuren ein spezieller Fußball-Würfel (alea), etwa mit aufgemalten Bällen in der jeweiligen Augenzahl eine von den Lernenden selbstständig entwickelte Spielregel (regula ludi) Spielen Das Ergebnis kann als Abschluss sofort ausprobiert werden. Die sprachliche oder historische Seite kommt auch hierbei nicht zu kurz, da bei Vorrücken auf markierte Felder Fragen zur Geschichte des Fußballsports, zu Fußballfachbegriffen und Fußballnationen je nach Altersstufe in deutscher, lateinischer oder multilingualer Version zu beantworten sind. Flaggen finden und erkennen Ein schöner Farbklecks in einer Unterrichtseinheit zur Fußballthematik, aber auch anderer international ausgerichteter Einheiten oder Bausteine für den Lateinunterricht ist eine Übung zu den Flaggen der Fußballnationen weltweit. Im Internet bieten zahlreiche Seiten hierzu gutes Bildmaterial, das auch als Malvorlage heruntergeladen werden kann. Flagge und Form Eine ausgefallenere Idee sind dabei sogenannte "Geo-Thumbs", die die Länderumrisse mit den jeweiligen Landesfarben ausfüllen. Unter Einsatz solcher "Geo-Thumbs" sind lateinische, aber auch multilinguale Zuordnungsübungen konkretisierbar, die den Schülerinnen und Schüler in digitaler Form präsentiert werden und die Recherche im Netz integrieren. Fangesänge antik ... Auch wenn koordinierte Gesänge in der griechisch-römischen Antike nicht bezeugt sind, mag es lautstarke Rufe einzelner Zuschauer und Ausschreitungen zwischen Zuschauergruppen mit Schmähliedern (Tacitus XIV, 17) schon damals gegeben haben. Skandierende Zwischenrufe, Anfeuerungen und Ähnliches in den Sprachen der agierenden Mannschaften sollten daher bei einer szenischen Umsetzung eines nach antiken Regeln rekonstruierten Harpastum-Matches nicht fehlen. ... und aktuell Und auch die in den Fußballstadien heute zu hörenden Fangesänge können als anachronistisches i-Tüpfelchen durchaus zur Begeisterung der Schülerinnen und Schüler integriert werden. Musik als völkerverbindendes Element zeigt sich im sportlichen Bereich vor allem in den zu Beginn eines Länderspiels vorgetragenen Nationalhymnen der gegnerischen Mannschaften. Ein reizvoller multilingualer Textvergleich der Hymnen ausgewählter Fußballnationen hält in Ergänzung zu der idealerweise in Kooperation mit dem Musikunterricht durchgeführten musikalischen Analyse auch die Integration textpragmatischer und metaphorischer Interpretationsschwerpunkte bereit. Fächer verbinden Krönung und Abschluss einer vom Fußball inspirierten, multimedial konzipierten Unterrichtseinheit im Lateinunterricht ist ein, durch bereits erwähnte Bausteine sukzessive vorbereitetes fächerübergreifendes Projekt. Es kann auch moderne Fremdsprachen, die Fächer Sport, Geschichte, Musik, Kunst und Informatik einbeziehen. Den einzelnen fachspezifischen Aspekten kann dabei wie folgt Rechnung getragen werden. Übertragen der Namen der Teilnehmer der WM-Endrunde ins Lateinische und in moderne Fremdsprachen Erstellen von Fußball-Glossaren in den jeweiligen Sprachen Gestalten lateinischer oder multilingualer Spieler-Steckbriefe Untersuchen von Kontinuanten des Lateinischen in den Nationalhymnen der Fußballnationen und erschließen von deren Inhalt lateinische/multilinguale Fangesänge Learning by doing: Nachstellen eines römischen Harpastum-Spiels nach den zuvor besprochenen Regeln im Sinne experimenteller Archäologie Vergleichen von Text und Melodie ausgewählter Nationalhymnen der teilnehmenden Länder Integrieren von ins Lateinische oder in moderne Fremdsprachen übertragenen modernen Fangesänge und Anfeuerungsrufen Identifizieren und Basteln von Landesflaggen oder Geo-Thumbs der WM-Teilnehmer Kreieren von Kostümen der Harpastum-Mannschaften Einsatz von Computer und Internet zur Recherche Präsentation der Arbeitsergebnisse bzw. Kommunikation der Arbeitsgruppen untereinander Erstellen einer multilingualen Fußball-Homepage, integriert in die Schulhomepage Drehen eines Spiel- oder Dokumentarfilms zur Entstehung des Fußballs und der möglichen Vorläufer des Fußballs bei Griechen und Römern (unter Einsatz einer digitaler Videokamera, Bildbearbeitungs-/ Schneide-Software etwa von Pinnacle)

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Wellness im alten Rom

Unterrichtseinheit

Wenn man ein Schwimmbad besucht, stellt man fest, dass der Luxus der Badefreuden nicht ohne die Technik möglich wäre, die im Laufe des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde. Doch wie sah das im alten Rom aus?Dieser Beitrag liefert Anregungen, wie das Thema "Baden wie die alten Römer" multimedial vermittelt werden kann. Lässt man seine Gedanken nun 2.000 Jahre in die Vergangenheit schweifen, bemerkt man erstaunt, dass bereits die Thermaltechnik der Römer von einem großen technischen und architektonischen Wissen zeugte, und dass sie der unseren in mancher Hinsicht überlegen war.In fast allen modernen Latein-Lehrbüchern finden sich Lese- und Informationstexte zu den römischen Thermen. Aber auch wenn keine entsprechenden Lese- oder Informationsstücke im Lehrbuch vorhanden sind, bietet sich sicherlich eine Möglichkeit, die römische Badekultur im Unterricht zu behandeln. Ein Thermenmodell für "Schüler experimentieren" Ein Erfahrungsbericht: Für ein Schülerprojekt wurde im Netz recherchiert und per E-Mail kommuniziert. Sachanalyse Für die eigene Umsetzung: Hintergrundinformationen, die Ihnen den Einstieg erleichtern und einige Recherchearbeit abnehmen. Das Thema in den Lehrbüchern Lehrbuchanbindung: Die Autorin stellt vor, an welchen Stelle der Lehrbuchprogression die Arbeit an Online-Quellen zum Thema "Badekultur" Platz finden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Gewohnheit des gemeinsamen Badens als kulturelles Erbe der Römer erkennen. das themenspezifische Vokabular kennen lernen. Fakten rund um die Geschichte des Badens kennen lernen. über diese Fakten Zugang zu authentischen Texten finden. Webseiten als Informationsquellen kennen lernen. Thema Baden wie die alten Römer - Römische Thermen Autorin Christine Groß Fach Latein; evtl. fächerübergreifend mit Geschichte, Kunst Zielgruppe Sek. I Medien Internet, Lateinlehrbücher, Jugend- und Sachbücher, Dias, CD/DVD-ROMs, Arbeitsblatt Technische Voraussetzungen Computer mit Internet-Zugang, Scanner, Drucker Eine Projektwoche, eine Arbeitsgemeinschaft oder die Teilnahme an einem Wettbewerb wie "Schüler experimentieren" oder "Jugend forscht" sind Gelegenheiten, die antike Technik begreifbar zu machen. In einem mehrfach preisgekrönten Wettbewerbsbeitrag eines Schülers meiner Latein-AG für "Schüler experimentieren" wurden die wesentlichen Elemente einer Thermenanlage in einem Modell der Kaiserthermen in Trier dargestellt. Das Modell sollte möglichst originalgetreu die Thermaltechnik der damaligen Zeit mit Hypokaustsystem (Fußbodenheizung) wiedergeben. Ein Klick auf das Bild zeigt das Modell der Kaiserthermen in Trier. Reduktion des Umfangs Aus Gründen der Übersichtlichkeit, der Stabilität und somit auch der Mobilität wurde der Gesamtkomplex jedoch teilweise gestaucht: Unfunktionelle Räume wie die Apodyteria oder raumintensive Teile wie die Palaestra wurden weggelassen. Ebenfalls fehlen die Sudatoria, die mit dem Tepidarium bis auf die Temperatur übereinstimmen, jedoch mit einem zweiten Praefurnium (Heizungsfeuer) gespeist werden müssten, was aber eine allgemeine thermale Instabilität zur Folge hätte. Als letzte Änderung wurde eine Verschiebung des Kaltwasserbeckens in das Frigidarium vorgenommen, was auf das Gesamtbild der Funktionsweise jedoch keine Auswirkungen hat und der Mobilität des Modells zugute kommt. Die grundsätzliche Problemstellung der Projektes waren die Temperaturentwicklung sowohl im Wasser als auch in der Luft und die Messung der Luftfeuchtigkeit. Recherche im Netz Die für die Rekonstruktion der Thermen nötigen technischen Angaben stellte der Schüler problemlos dank einiger Vitruv-Texte zusammen, die man in den gängigen Internet-Sammlungen lateinischer Autoren finden kann. In Ergänzung dazu studierte er diverse Internet-Seiten mit Texten und Abbildungen zur römischen Bautechnik und den Thermen. Projekt-Betreuung via E-Mail Da ich den Schüler nicht selbst unterrichte und in der Schule nur selten sah, kommunizierten wir während der Bauphase fast täglich per E-Mail. Durch diese im Vergleich zu Telefonaten weitaus kostengünstigere Variante wurde ich schnell über die Fortschritte des Modells informiert. Gleichzeitig stand ich jederzeit für Fragen zur Verfügung und gab Tipps zu Arbeitsmaterialien, -technik, Größenverhältnissen, Messgeräten für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Neben der Herstellung des Modells war eine schriftliche Arbeit für den Wettbewerb vonnöten, die Vorgehensweise, Versuchsaufbau und Ergebnisse mit Tabellen und Schaubildern beinhaltet. Die einzelnen Kapitel erhielt ich zur Korrektur per E-Mail. Auf demselben Weg leitete ich die durchgesehene Fassung mit eingescannten Abbildungen an meinen Schüler zurück. Multimediale Präsentation Nach Fertigstellung des Modells und der schriftlichen Arbeit erstellte er schließlich eine computergestützte Präsentation für den Wettbewerbstag. Zusätzlich zu den obligatorischen Plakaten und einem Thermen-Würfelspiel für die Gestaltung des eigenen Standes setzte er die CD-ROM "Vitalis und Artula" (zu beziehen beim Rheinischen Landesmuseum und der Touristinformation Trier) ein, in der zwei virtuelle Stadtführer durch das römische Trier - auch zu den Kaiserthermen - führen. Außerdem speicherte er aus dem Internet ein 3D-Modell der Caracalla-Thermen in Rom. Teile davon wurden abwechselnd mithilfe des mitgebrachten Computers und Monitors der Jury und den Besuchern vorgeführt. Die römische Badekultur ist ein gutes Beispiel dafür, dass antike Bautechnik und Freizeitgestaltung auch nach 2000 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. Römische Thermen werden bis heute in Thermalbädern genutzt, der Gedanke, das Baden mit anderen entspannenden Freizeitaktivitäten zu verbinden, lebt in den heutigen Erlebnis- und Spaßbädern fort. Für die Behandlung der Thermen im Lateinunterricht eröffnet der Einsatz von Computer und Internet in Ergänzung zu den vorhandenen Lese- und Informationstexten der Lateinbücher für Lehrende und Lernende vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Neben der Recherche von Bildern , Sachinformationen und Texten lateinischer Schriftsteller sowie der Präsentation von Arbeitsergebnissen kann hier auch die Kommunikation bei der Exkursionsvorbereitung sowie bei der Online-Betreuung von Unterrichts-Projekten zum Tragen kommen. Betrachtet man die römische Thermaltechnik genauer, kann man, isoliert von den Umkleide- und Eingangsräumen und Kleiderspinden, ein immer gleiches System von Räumen entdecken, die den zentralen Badetrakt bilden: das Caldarium (Heißbad, ca. 33 - 42°C) das Tepidarium ((Lau)warmbad, ca. 23°C) das Frigidarium (Kaltbad ohne Heizung) und letztendlich die Palaestra (Sportplatz). Die ersten drei liegen innerhalb des Gebäudes, die letzte im Freien. Dazu kamen je nach "Ausstattung" weitere Räume. Nach Zahlen des Eintrittspreises, der für Frauen bei einheitlich ½ As und für Männer bei einheitlich ¼ As lag, betrat man den Eingangsraum und begab sich von da aus ins Apodyterium , den Umkleideraum, wo es Bänke und Ablagefächer gab. Nun begann der vielstündige Aufenthalt in den Thermen mit dem sportlichen Teil: Sport und Spiel fanden in der Palaestra statt, einer etwa 20 mal 50 Meter großen, teilweise überdachten Fläche. Nach den Leibesübungen betrat der Thermenbesucher nun das Sudatorium , den Schwitzraum, worauf er in das Caldarium , einen sehr heißen und humiden Raum mit alvei, teilweise in den dicken Estrichboden eingelassene Wannen, wechselte. Der Boden des Caldariums war so heiß, dass man dicke Holzsandalen anziehen musste. Danach ging man ins Tepidarium , das mit dem Sudatorium vergleichbar ist, jedoch eine geringere Wärme aufbieten sollte und konnte, da es als Abschwitzraum diente und mit der Restwärme des Caldariums gespeist wurde. Nach dem Aufenthalt hier hatte der Körper jedoch oft noch nicht aufgehört zu schwitzen. Schließlich folgte der reinliche Römer dem Rundgang ins Frigidarium*, wo sich entweder ein Kaltwasserbecken befand oder wo dieses als Durchgang zur *Piscina (Natatio), einem Kaltwasserbecken im Freien, fungierte. Zum römischen 'Wellness-Programm' in den Thermen gehörten zudem meist eine Massage, eine Friseur- oder Arztbehandlung, entspannendes Lesen in der Bibliothek, Vorträge - und ein Besuch der Taberne. In Ergänzung zu den hier vorhandenen Texten über Zirkusspiele und Theateraufführungen kann der Thermenaufenthalt als beliebte römische Freizeitgestaltung gewinnbringend im Unterricht behandelt werden. Dies könnten anhand von Informationen und Abbildungen aus dem Internet Dias ("Römische Thermen" von Klett) CD- oder DVD-ROMs ("Das alte Rom" von Alive) Sach- und Jugendbüchern (Sachbuch zu "FELIX", "Res Romanae", Macauly's "Eine Stadt wie Rom" von dtv) oder Lexika ("Der Kleine Pauly") geschehen. Lehrbuch Lektionen Lesestücke Informationstexte Bilder ROMA B 44 "In römischen Thermen" I-Stück, bilingualer Seneca-Text (Z-Stück) - FELIX B 37 "Badekultur - natürlich auch in Cambodunum" I-Stück Collage: Thermen von Cambodunum (Kempten) CURSUS CONTINUUS 3 "Hochbetrieb in den Thermen" "Thermen" Zeichnung SALVETE 4 «Rufus et Quintus thermas intrant», «Quis aquam frigidam timet? » - Stabianer Thermen ITER ROMANUM 30 «Im Bad von Baiae» "Im Bad von Baiae" Thermen von Baiae OSTIA ALTERA 18 «Der Kleiderdieb»,"In den Thermen" - Stabianer Thermen (heute und Rekonstruktion) LATEIN DREI 15, 16 "In den Thermen" (15), "Der Preis des Vergnügens" (16) Geschichte "Ein Tag in Rom 2" I-Texte in L 15 und 16 Caracalla-Thermen, Thermen des Diokletian (15), Trier, Thermen (16)

  • Latein
  • Sekundarstufe I

"Schneller - höher - weiter!" - Sport in der Antike

Unterrichtseinheit

Moderne Medien und lebendige Archäologie ergänzen sich bei der Behandlung des Themas "Sport in der Antike" in idealer Weise. Die unterrichtlich thematisierte Symbiose zweier so verschiedener Fächer wie Latein und Sport lässt unsere sportliche Vergangenheit plastisch erscheinen und macht das Weiterleben mancher antiker Sportart begreifbar.Sport gehört in seiner zeittypischen Ausprägung zur Kultur einer Gesellschaft. In ihm wird das Verhältnis des Menschen zu sich selbst, seinen Mitspielern oder Kontrahenten offenbar. In der griechischen und römischen Antike ist Sport zudem nicht nur Spiegel von Selbstverständnis und Menschenbild, sondern er übernimmt auch - bedingt durch den religiösen Charakter der antiken Sportfeste - die Funktion eines Abbildes des herrschenden Weltbildes. Facetten eines zeitlosen Themas Im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum antiken Sport im Lateinunterricht empfiehlt es sich, nach einer kursorischen Behandlung der griechischen Ursprünge mit dem Schwerpunkt "Olympische Spiele" die hier genannten Bereiche - in beliebiger Reihenfolge - als Sequenzen zu thematisieren. Antiker Sport und moderne Medien Da das Thema "Sport in der Antike" in den modernen Lateinlehrbüchern einen festen Platz hat, bieten sich unter Einsatz moderner Medien vielfältige Anknüpfungspunkte, um spezielle Aspekte zu vertiefen und neue ergänzende Schwerpunkte zu setzen. Finale: Learning by doing Das theoretische Wissen rund um den Sport der Antike kann schließlich durch das Ausprobieren der Sportarten nach antikem Vorbild im Sinne experimenteller Archäologie in die Praxis umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Begriffen aus dem antiken Sport, die sich bis heute erhalten haben (Arena, Gymnasium, Athlet, Olympiade, Stadion), und deren Bedeutung vertraut werden. die antiken Sportarten und Sportstätten mit heutigen vergleichen. sich über die Verwurzelung des Sports im religiös-kultischen Bereich und über die wichtigsten religiösen Festspiele der Römer informieren. einen (kritischen) Einblick in das Phänomen der römischen Gladiatorenkämpfe erhalten. durch die Beschäftigung mit dem antiken Sport motiviert werden, sich auch mit anderen Bereichen römischen Lebens auseinander zu setzen. Ausprägungen Schon bei den Griechen und Römern begegnet uns die sportliche Betätigung, die heute in den verschiedensten Facetten als Leistungs-, Freizeit-, Breiten-, Volks-, Individual-, Mannschaftssport existiert, in unterschiedlichen Ausprägungen: als Wettkampfsport nach bestimmten Regeln (Leistungsmessung und -vergleich) als Teil gesunder Lebensführung ("Mens sana in corpore sano") als Ausdruck bestimmten Sozialverhaltens (wie in den Thermen) zur Unterhaltung aus der Zuschauerperspektive Kritik Es gab auch im Altertum kritische Stimmen zum Thema "Sport", vor allem was die Gladiatoren, die als Leistungssportler (Ringen, Fechten) im heutigen Sinn gelten können, betrifft. vgl. hierzu: Iuvenals "Panem et Circenses"-Kritik, X 76 - 80. Im Wesentlichen lassen sich vier Bereiche der Wettkampfkultur unterscheiden: munera gladiatoria: Gladiatorenkämpfe im Amphitheater ludi circenses: Wagenrennen im Circus certamina Graeca: Übernahme griechischer Traditionen im Stadion thermae: Ausgleichssport / Wellness wie Schwimmen, Ballspiele in den Thermen Die munera gladiatoria sind allerdings nicht mit dem Bereich, der mit dem modernen Begriff "Sport" umrissen wird, identisch, da die Teilnahme nicht freiwillig war und wegen der oft unterschiedlichen Bewaffnung der Kämpfer ein unfairer Leistungsvergleich stattfand. Medieneinsatz in Gruppenarbeit Die Variationsbreite des Medieneinsatzes reicht von der Nutzung des Computers mit Internetanschluss und des Beamers bis zur Integration audiovisueller Medien (Video, CD, DVD, Dias, Audio-Kassetten) in den Unterrichtsverlauf. Bei der Fülle der hierbei zur Verfügung stehenden didaktischen Alternativen ist mitunter bei knapp bemessener Unterrichtszeit Gruppenarbeit mit verschiedener Aufgabenstellung empfehlenswert. Computer und Internet bieten vielschichtige Einsatzmöglichkeiten: Internetrecherche Wettkampfstätten virtuelle Entdeckungsreise zu den antiken Wettkampfstätten (Olympia, Delphi, Korinth, Nemea; Rom) via Bildsuchfunktion von Google Internetrecherche Sportarten Internetrecherche nach Darstellungen von Athleten, Sportarten und -geräten der griechischen und römischen Antike; Besprechung der Abbildungen Gestaltung einer "Sportschau" Gestaltung einer "Sportschau" / einer Wandzeitung durch Nachzeichnen der gefundenen antiken Wettkampfszenen, ergänzt durch eigene Informationstexte Internet-Sport-Rallye Durchführung einer Internet-Sport-Rallye anhand eines vorgegebenen Fragekatalogs oder einer auszufüllenden Tabelle Ein Quiz im Netz Die deutsche und die lateinische Kopiervorlage aus AU 2/2004: "Spiele 2004 - Sport in der Antike", S. 61-64: Das Olympia-Quiz beim Friedrich Verlag Kreation "neuer" lateinischer Sportarten Ausfindigmachen oder Kreieren lateinischer Entsprechungen zu modernen Sportarten mithilfe von Online-Lexika und neulateinischer Lexika (wie des "Lexicon recentis Latinitatis") Wortfeldarbeit Zusammenstellung von Wortfeldern zu bestimmten Sportarten (etwa Fußball); darauf aufbauend die Erstellung eines eigenen lateinischen "Sport-Lexikons", das durch die antiken Sportarten ergänzt und auf Datenträgern gespeichert werden sollte Textarbeit Übersetzen und Bearbeiten lateinischer Originaltexte zum Thema (aus der Klett-Textsammlung "Sport in der Antike" oder aus Online-Bibliotheken), die von der Lehrperson auf Diskette/CD-ROM vorbereitet und den Schülerinnen und Schülern in digitaler Form als Arbeitsgrundlage vorgelegt werden Ergebnisvorstellung Präsentation der Arbeitsergebnisse auf Diskette/CD-ROM (mit Einsatz eines Beamers) und/oder deren Veröffentlichung auf der Schulhomepage Audio-Präsentationen Vorführen von Dias (Klett-Diareihe "Römische Thermen") und/ oder Video-Ausschnitten (Wagenrennen aus "Ben Hur" oder "Gladiator") zum Thema "Sport" Hörspiel-Erstellung Entwicklung und Aufnahme einer deutsch-lateinischen Sportreportage als Hörspiel oder Videoclip, die in eine selbst erstellte Internetpräsentation oder die Schulhomepage integriert werden kann Ein Olympischer Tag Höhepunkt einer solchen Unterrichtsreihe oder eines fächerübergreifenden Projektes kann ein Sportfest mit Siegerehrung nach antikem Vorbild - beispielsweise ein Olympischer Tag - sein, das sinnvollerweise in Kooperation mit Sportkollegen durchgeführt wird. Anregungen Das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland gibt hierzu auf seiner Homepage einige Anregungen. Deutscher Olympischer Sportbund

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Christi Himmelfahrt: Das unverstandene Fest

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird die Erzählung von der Himmelfahrt Jesu Christi problematisiert. "Himmelfahrt" wird als ein Aspekt der Auferstehung Jesu verstanden. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Deutungen des Festes kennen und überlegen, wie man das Fest feiern kann.Die Lernenden sollen während dieser Unterrichtseinheit eigene Vorstellungen zur Bedeutung und zur Feier des Festes entwickeln. Wichtiges Ausgangsmaterial sind die biblischen Erzählungen zu Christi Himmelfahrt (Apg 1, Luk 24). Zum besseren Verständnis dieser Bibelstellen wird der Klasse eine Verfilmung der Himmelfahrts-Geschichte gezeigt. Weiteres Arbeitsmaterial sind zwei Zitate von der Himmelfahrt des Elias und des Romulus sowie verschiedene kurze Beiträge aus Artikeln zum Fest. Ein YouTube-Clip zu Luk 24,46 ff. und ein Himmelfahrtslied regen zur Deutung des Festes an. Visualisierung von "Himmelfahrt" Zunächst arbeiten die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede der beiden biblischen Erzählungen (Apg 1 und Luk 24) heraus, um die "Erzählbarkeit" von "Himmelfahrt" zu relativieren. Anschließend soll die visuelle Darstellung der Himmelfahrt in einer Verfilmung diskutiert werden (Arbeitsblatt 1). Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Himmelfahrt Jesu Christi in Grundzügen zu deuten: Bedeutung der 40 Tage der Gemeinschaft, zeitgenössische Vorstellungen einer "Himmelfahrt", moderne theologische Deutung (Arbeitsblatt 2). Deutungsarbeit Die Deutungsarbeit wird mittels verschiedener Medien (Filme, Texte) fortgesetzt und auf die Deutung des Festes ausgeweitet. Zum Schluss gibt es die Gelegenheit, sich über die Zukunft des Festes Gedanken zu machen (Arbeitsblatt 3). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen relevante biblische Texte zur "Himmelfahrt Jesu Christi" kennen. erkennen im Vergleich, dass kein "erzählbares" Geschehen erfolgt ist. nutzen historische Erklärungen zum Verständnis der Texte. setzen sich mit verschiedenen Deutungen des "Vorgangs" und des Festes auseinander. entwickeln eigene Vorstellungen zur Bedeutung und zur Feier des Festes. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, mit Bibeltexten umzugehen. nutzen Filme (YouTube) zum Verständnis biblischer Texte. nutzen ein kirchliches Lied (YouTube) zum Verständnis des Festes. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich offen mit "schwierigen" biblischen Texten auseinander. lernen diese Texte zu verstehen und zu deuten. gewinnen ein eigenes Verständnis von der Bedeutung eines kirchlichen Festes.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Fronleichnam: Das katholischste aller Feste

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit wird die Fronleichnamsprozession thematisiert. Im Kontext der katholischen Theologie erfahren die Schülerinnen und Schüler ansatzweise die sich darin äußernde eucharistische Frömmigkeit. Sie hören und verstehen den Hymnus "Pange lingua" von Thomas von Aquin und lernen, wie eine Monstranz funktioniert.Die Lernenden sollen während dieser Unterrichtseinheit eigene Vorstellungen zur Bedeutung des Festes entwickeln. Video-Clips auf der Plattform YouTube zeigen die Fronleichnamsprozession und den Gesang. Artikel aus alten Lexika mit verlinkten Erklärungen einzelner Begriffe repräsentieren den Stand des Wissens aus der Zeit, als die Prozession ein großes Ereignis war. Die Schülerinnen und Schüler hören und verstehen den Hymnus "Pange lingua" des Thomas von Aquin, dem das weltweit über Jahrhunderte gesungene "Tantum ergo" entnommen ist. Das "Tantum ergo" wird im Hymnus "Pange lingua" als gregorianischer Choral wie auch in der volkstümlichen Melodie des Kaspar Ett gehört. Der biblische Hintergrund, die Überlieferung vom letzten Abendmahl Jesu, wird kurz angeschnitten. Visualisierung von "Fronleichnam" Zunächst soll das Fest für die Schülerinnen und Schülern veranschaulicht werden. Das geschieht anhand von YouTube-Clips (siehe Verlaufsplan) von der Prozession und dem Gesang des Hymnus "Pange lingua" beziehungsweise zur Visualisierung dessen fünfter und sechster Strophe, dem "Tantum ergo", das über Jahrhunderte vor dem sakramentalen Segen gesungen wurde. Ein weiterer Video-Clip zeigt, wie eine Monstranz (wörtlich: Gerät zum Zeigen - nämlich die heilige Hostie) funktioniert. Verständnis des Festes Anhand von zwei Lexikonartikeln aus der Zeit der großen Prozessionen sollen die Schülerinnen und Schüler ein besseres Verständnis des Festes erlangen (Arbeitsblatt 1). In den Lexikonartikeln sind die Erklärungen zentraler Begriffe über Links abrufbar. Mithilfe einer kurzen Analyse des Hymnus "Pange lingua" sollen die Lernenden die spezifische Frömmigkeit des Festes verstehen. In der Würdigung des pointiert katholischen Festes wird die Lehre von der Transsubstantiation angesprochen und die Frömmigkeit des anbetenden Schauens von der Frömmigkeit der aktiven Teilnahme am eucharistischen Mahl abgegrenzt. Die Lernenden erfahren, dass in Zeiten ökumenischer Annäherung der alte Glanz des katholischen Festes verblasst. Die Diskussion der Einsetzungsworte und des Priesteramtes wird ausgeklammert, sollte der Lehrperson aber als theologischer Hintergrund bewusst sein. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bekommen eine Vorstellung von der Fronleichnamsprozession. lernen die Geschichte und den Ursprung des Festes kennen. verstehen die dahinterstehende Theologie im Ansatz. lernen den bedeutenden Hymnus "Pange lingua" kennen. beziehen die Aussagen des Hymnus auf das Fronleichnamsfest. unterscheiden verschiedene Formen eucharistischer Frömmigkeit. verstehen die geschichtliche Veränderung von Festen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen die wesentlichen Aussagen von Lexikonartikeln. nutzen die verlinkten Erklärungen dieser Artikel. stellen eine Verbindung zwischen der Visualisierung des Festes anhand von YouTube-Clips und den verlinkten Erklärungen der Artikel her. nutzen Video-Clips auf YouTube zum Verständnis des Festes. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler vergleichen und bewerten ihre Auswertung von Lexikonartikeln. setzen sich mit ihnen fremden Formen von Musik wie dem gregorianischen Choral auseinander. gewinnen ein eigenes Verständnis von der Bedeutung eines kirchlichen Festes. gewinnen Zugang zu einem religiösen Phänomen des Mittelalters.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I