Bleiben Sie neugierig: Entdecken Sie unsere Fachartikel zu praxisnahen Themen und lernen Sie neue Methoden und Werkzeuge kennen, um die täglichen Herausforderungen im Schulalltag zu meistern. 

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Internet entdecken: Mitmach-Heft für die Klassen 1 und 2

Fachartikel

Das neue Unterrichtsmaterial "Mein erstes Internet-ABC" ermöglicht es Lehrkräften erstmals, mit leseunkundigen Kindern die Themen Internet und Medien spielerisch zu erarbeiten.

  • Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Technik / Sache & Technik

Referate und Präsentationen im Unterricht: vorbereiten, anleiten und bewerten

Fachartikel
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Dieser Fachartikel zum Thema Schülerreferate im Unterricht beschreibt, wie Präsentationen und Referate vorbereitet, angeleitet und transparent bewertet werden, sodass die ganze Klasse davon profitiert. Ein Bewertungsbogen und ein Feedbackbogen für die Grundschule sowie die Sekundarstufen helfen bei der transparenten Bewertung. Referate und Präsentationen sinnvoll einsetzen Die Übernahme von Referaten durch Schülerinnen und Schüler hat eigentlich viel Potenzial: Die Lernenden können zur Binnendifferenzierung Themen entsprechend ihren eigenen Neigungen und Fähigkeiten wählen. Die Methode ist aktivierend , da Schülerinnen und Schüler im Zentrum des Geschehens stehen. Die Rollenverteilung der Lehrenden und der Lernenden wird bei einem Vortrag von Schülerinnen und Schülern zumindest für eine kurze Zeit relativiert. Die Methode Lernen durch Lehren kann durch eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Thema nachhaltig zur Festigung des Lernstoffs beitragen. Und doch sieht die Realität oft anders aus: Verängstigte Kinder und Jugendliche verstecken sich aufgrund mangelnder Präsentationskompetenz hinter ihren Notizzetteln und lesen kaum hörbar davon ab. Die Klasse hört dem Referat eher aus Höflichkeit als aus Interesse zu. Am Ende gibt es keine Fragen. Motivation und Lernenergie bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Welche Faktoren können also dazu beitragen, dass Schülerreferate ihr Potenzial entfalten können anstatt im skizzierten Szenario zu enden? Vorbereitende Überlegungen Wichtig für die Motivation der Schülerinnen und Schüler sind Themen , die als Lerninhalte auch für den Rest der Klasse relevant sind. Häufig werden in der Sekundarstufe II keine Themen vergeben, sondern die Aufgabe gestellt, "ein Referat zu halten". Bei den Schülerinnen und Schülern kann so der Eindruck entstehen, es handele sich ausschließlich um eine Prüfungsleistung zu den Präsentationskompetenzen eines oder einer Einzelnen, für die sie selbst lediglich als Publikum oder Statisten agieren. Bilden die Inhalte der Referate jedoch wesentliche Teile des Lernstoffs zu einem bestimmten Überthema und werden so präsentiert, dass der Lerneffekt für alle transparent wird, steigt die Motivation normalerweise auf beiden Seiten. Ein weiterer Faktor, der zu mehr Lernerfolg führen kann, ist das Aufbrechen der frontalen Situation. Was im konventionellen Unterricht mit einer professionellen Lehrkraft nur in begrenztem Rahmen sinnvoll ist, kann nicht die Methode der Wahl sein, wenn Lernende einander Wissen vermitteln. Planen Sie Referate und Präsentationen mit den Schülerinnen und Schülern so, dass verschiedene Sozialformen angeregt werden. Zur Bearbeitung eines Textes können die Vortragenden beispielsweise zunächst den Text lesen lassen, schriftlich oder mündlich ein Brainstorming dazu anregen oder am Ende Aufgaben stellen, die möglicherweise in Partner- oder Gruppenarbeit gelöst werden. Wichtig ist die Unterstützung bei der Vorbereitung . Geben Sie verschiedene Phasen der Präsentation vor, die dann, in festgelegter oder freier Reihenfolge, berücksichtigt werden sollten. Beispielsweise kann es hilfreich sein, wenn Referate grundsätzlich eine Einleitung, eine Inputphase, eine Aufgabe in Partner- oder Gruppenarbeit, den Vergleich der Ergebnisse aus der Klasse und eine Zusammenfassung durch die Präsentierenden beinhalten. Die Bearbeitung prüfungsrelevanter Themen durch Referate stellt häufig einen besonderen Anreiz für Verständnisfragen dar. Entsprechend ist aber auch die Lehrkraft gefordert, wenn sie Verständnislücken bei den Präsentierenden bemerkt, da die gründliche Erarbeitung prüfungsrelevanter Inhalte natürlich im Verantwortungsbereich der Lehrkraft verbleibt. Auswahl der Themen und inhaltliche Bearbeitung Inhaltlich kann die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern zunächst Hilfestellung geben, indem sie Material und/oder Quellen für die Recherche vorbereitet. Auch ein Materialpool, aus dem die Lernenden in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit das Passende für ihr Thema aussuchen, ist denkbar. Wie frei und selbstständig die inhaltliche Arbeit von den Schülerinnen und Schülern vorbereitet wird, entscheidet die Lehrkraft abhängig von der Klassenstufe, dem zu bearbeitenden Themenkomplex und der Gewöhnung im Umgang mit selbstgesteuertem Lernen. Je nach Lernziel können auch Leitfragen vorgegeben oder aber auch, um diesen Schritt als grundlegende Kompetenz zu trainieren, selbstständig erarbeitet werden. Mit dem bereitgestellten Material entwickeln die Lernenden zunächst eine grobe inhaltliche Planung und machen sich erste Gedanken zur didaktischen Präsentation. Wird dieser Arbeitsschritt während der Unterrichtszeit durchgeführt, bleibt die Lehrkraft ansprechbar und kann den Prozess unterstützend begleiten. Wenn ein Entwurf zur Grobplanung steht, kann er in Bezug auf Inhalt, Aufbau und Präsentationsmedium mit der Lehrkraft besprochen werden. Entsprechende Rückmeldungen helfen bei der Weiterarbeit. Der Einsatz digitaler Medien und interaktiver Elemente kann angeregt werden. Anschließend verteilen die Lernenden die anstehenden Aufgaben und erarbeiten das Referat oder die Präsentation. Vortragen und Präsentieren üben Je nach Bedarf in der Klasse können vor dem Vortrag noch einmal Kritierien für eine gute Präsentation besprochen werden. Dazu können Sie beispielsweise Videos von Vorträgen im Internet ansehen und gemeinsam bewerten. Im Idealfall nehmen Sie die Bewertung anhand der Kriterien vor, die Sie auch bei der Bewertung der Schülerleistungen zugrunde legen. Die Lernenden können ihren Teil des Vortrags zu Hause vor Familienmitgliedern oder vor dem Spiegel üben. Bewertung: Kriterien transparent machen Auch wenn die Vortragsweise im Unterricht nicht mehr explizit thematisiert werden soll, weil die Lernenden beispielsweise schon viel Erfahrung im Präsentieren haben, sollten Bewertungskriterien transparent gemacht werden. Diese können auch von den Schülerinnen und Schülern selbst formuliert werden. Die Bewertung eines Referats berücksichtigt häufig die Punkte Inhalt, Struktur, Didaktisierung sowie Sprache und Körpersprache. Qualitätskritierien zu Inhalt, Struktur und Didaktisierung sollten bei der Erarbeitung der jeweiligen Punkte bereits definiert werden. Vor der Präsentation können sie noch einmal wiederholt und um die Bewertungsmaßstäbe für Sprache und Körpersprache erweitert werden. Bei einer Gruppenarbeit kann außerdem die Mitarbeit in der Gruppe bewertet werden. Feedback geben Basierend auf den Bewertungskriterien kann ein Feedbackbogen gestaltet werden. Damit ist einerseits ein einfaches Lehrerfeedback möglich, das im Anschluss in der Gruppe oder in Einzelgesprächen besprochen werden kann. Dabei sollten die Lernenden jedoch nicht in Rechtfertigungen verfallen, um ihre Noten im Nachhinein aufzubessern. Falls einzelne Schülerinnen und Schüler dies versuchen, hilft der Hinweis, dass es gut ist, dass die betreffende Person die Gründe für die Schwächen ihres Referats erkannt hat, und dass diese Erkenntnis eine gute Grundlage für das nächste Referat bildet. Auf Basis von Feedbackbögen lassen sich auch Rückmeldungen aus der Klasse abfragen. Je nach Lerngruppe sollten Einzelpersonen dabei nicht dem ungefilterten Feedback von Mitschülerinnen und Mitschülern ausgesetzt werden. Der Prozess lässt sich zum Beispiel steuern, indem die Bögen nur für die Gruppenleistung ausgefüllt und keine Personennamen genannt werden. Die Integration eines freien Kommentarfeldes birgt unter Umständen auch eine gewisse Gefahr für verletztende Inhalte und Mobbing. Sollte es Schwierigkeiten damit in der Klasse und wenig Vertrauen in das soziale Miteinander geben, können die Bögen erst eingesammelt, gesichtet und dann an die betreffenden Schülergruppen weitergegeben werden. Fazit Schülerreferate sind eine Unterrichtsmethode, deren Erfolg stark von einer guten Durchführung abhängt. Um sie erfolgreich einzusetzen, sind die thematische Einbindung der Referate in den Unterricht und eine gute Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler ebenso wichtig wie die betreute Erarbeitung der Inhalte und Vermittlungsmethoden, eine transparente Bewertungsgrundlage und geeignete Feedback-Methoden .

  • Fächerübergreifend

Einstiegswissen zu Fake News

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zu Fake News möchte grundlegende Inhalte (Definition, Relevanz und Wirksamkeit von Fake News) für die Behandlung dieses Themas im Unterricht vermitteln. Die Stärkung der Informationskompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für die kompetente Teilhabe an unserer Wissensgesellschaft. Skizzierung der Ausgangslage Auch wenn es durch die Diskussionen in den letzten Jahren den Anschein hat: Fake News sind kein neues Phänomen. Dieser Eindruck kann zwar durch eine besonders eklatante Häufung und damit Medienpräsenz des Themas entstehen: Ursächlich sind unter anderem die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 und der daraus hervorgegangene Amtsinhaber sowie eine ganze Reihe von politisch meist rechtspopulistischen beziehungsweise rechtsextremen Strömungen, die europaweit im Kontext der Flüchtlingsbewegung seit 2015 für die verstärkte, oft unterschwellige Verbreitung von Fake News sorgen. Fake News haben aber gerade in Deutschland zuvor schon eine weite Verbreitung gehabt – zum Beispiel eingebunden in die Propaganda des Nationalsozialismus, im politischen System der DDR oder durch den Sensationsjournalismus der Boulevardmedien. Daher sind Fake News leider als ein althergebrachter Bestandteil unserer (Medien-)Gesellschaft zu werten. Neu ist hingegen die Möglichkeit für jeden und jede, bei der Erstellung mitzumachen sowie die Omnipräsenz von Fake News, die bewusst, massenhaft, schnell und einfach verbreitet werden können: Das Internet bietet die passende Infrastruktur. Verschärfend hinzu kommen problematische beziehungsweise rechtswidrige Umgangsformen wie zum Beispiel die Zunahme von Hate Speech (Hassbotschaften) , gerade in Sozialen Netzwerken und Kommentarfunktionen von Webseiten: "Hate Speech und Fake News bilden ein Tandem der Beeinflussung, gefährlich speziell im politisch-gesellschaftlichen Diskurs, fatal aber auch in allen anderen Bereichen, in denen Kommunikation als Grundlage einer funktionierenden Demokratie schon dient oder erst eingeübt werden soll (Information und Meinungsbildung)" (Hajok/Selg 2018: 2). Relevanz der Thematik bei Schülerinnen und Schülern Mit diesen Entwicklungen werden Schülerinnen und Schüler zwangsläufig konfrontiert: Das Internet beziehungsweise Soziale Netzwerke stehen bei ihnen im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Sie verbringen immer mehr Zeit mit den von ihnen am häufigsten zu Information, Orientierung und Kommunikation oder Freizeitgestaltung verwendeten Online-Angeboten, insbesondere YouTube, WhatsApp, Instagram, Snapchat, Google und Facebook, (vergleichen Sie hierzu die jeweils aktuellen KIM- und JIM-Studien ). Dies bedeutet auch: Fake News können nicht nur bei der gezielten Informationssuche (beispielsweise für die Lösung einer schulischen Aufgabe) aufgenommen werden, sondern auch "nebenbei" beim Surfen . Kinder und Jugendliche müssen jedoch, wie viele Erwachsene auch, das Handwerkszeug für die Entlarvung von Fake News allerdings erst noch lernen, selbst wenn ihnen das Phänomen zunehmend bewusst wird ("Bedenken und Verunsicherung" gegenüber dem Vorhandensein von Fake News empfinden 51 % von ihnen, vergleiche N.N. 2019: 30f). Definitionsvorschlag und Abgrenzungen Für die schulische Auseinandersetzung mit Fake News sollte möglichst Klarheit darüber herrschen, was diese im Kern ausmacht und was nicht. Unter der Einbeziehung verschiedener Ansätze (vergleiche zum Beispiel Antos 2017: 9; Sängerlaub/Meier/Rühl 2018: 11) bietet sich folgende Definition an: Fake News sind gezielt erstellte und medial verbreitete, falsche bzw. gefälschte oder irreführende und damit manipulative Informationen, die jemandem (Person, Gruppe, Organisation) gezielt Schaden zufügen sollen und/oder allgemein der zielgerichteten Beeinflussung des Meinungsklimas dienen. Von Fake News abzugrenzen sind unter anderem: Spaßmeldungen beziehungsweise Satire : Sie haben in der Regel eine unterhaltsame, entlarvende oder aufklärerische Absicht und bleiben durch ihre Rahmung erkennbar (zum Beispiel Publikationsort: Satire-Magazin, Erscheinungszeit: 1. April). Werbung/PR : Diese Beiträge sind in der Regel gekennzeichnet ("Anzeige") und ihre Platzierung wird bezahlt; ihre Absicht ist es, (Kauf-)Anreize zu setzen beziehungsweise ein positives Image aufzubauen. versehentliche Falschmeldungen oder vorschnelle Meldungen: Sie stellen sich als falsch heraus (zum Beispiel bei Live-Berichterstattungen die Wertung eines Ereignisses als Terroranschlag). Wichtig ist hier eine zeitnahe und öffentlichkeitswirksame Korrektur. Letzteres deutet darauf hin, dass die gängige, einfache Übersetzung von Fake News als "Falschmeldung" nicht erkennen lässt, ob Entstehung und Verbreitung unabsichtlich oder absichtlich geschieht, eine Absicht in der aktuellen Diskussion aber als ein Kern von Fake News gewertet wird (zur ausführlichen Herleitung und Unterscheidung von verwandten Phänomenen siehe Selg/Hajok 2018). Verbreitung und Wirksamkeit Warum haben Fake News eine weite Verbreitung und Wirksamkeit, obwohl man meint, dass oftmals der gesunde Menschenverstand ausreichen müsste, um sie zu entlarven? Hier gibt es eine Reihe von Anhaltspunkten: Fake News können vielfältig in allen Mediengattungen (Print, Fernsehen, Radio, Internet) und in allen Medienformen (Text, Foto/Grafik, Video, Audio; als Nachrichten, Meldungen, Kommentare, Postings und so weiter) auftreten. Wesentlich erleichtert wird ihre Verbreitung und Wirksamkeit durch die Reduzierung auf kurze, zugespitzte Texte (oft angereichert mit Hate Speech) oder Fotos, die das Gegenüber meistens emotional-affektiv (beispielsweise über die Erzeugung von Ärger, Wut, Angst sowie durch Übertreibungen) und selten sachlich-nüchtern ansprechen. Inhaltlich werden bestehende Vorurteile durch Behauptungen unterfüttert, die wie Tatsachen klingen ; besonders anfällig, auch für Verschwörungstheorien, sind dafür sozial isolierte Menschen ('Außenseiter'). Es werden einfache Erklärungen und damit eine einfache Weltsicht (gut—böse, richtig—falsch) angeboten . Sie erleichtern vermeintlich die Orientierung in einer immer komplexeren Welt. Zudem wird eine schnelle, unüberlegte Reaktion durch die Funktionalität des Internets und Sozialer Medien unterstützt, durch einfache Funktionen wie Verlinken, Teilen beziehungsweise Retweeten und die permanente Verfügbarkeit von Smartphones und Apps. Dies hat zur Folge, dass Fake News für Personen, die nur wenige unterschiedliche Informationsquellen verwenden und deren Internetnutzung überdurchschnittlich hoch ist (insbesondere Soziale Medien, Effekt von Echokammer/Filterblase), gehäuft auftreten und somit als 'Wahrheit' gewertet werden. Abhilfe: Stärkung der Informationskompetenz Viele der oben genannten Punkte begründen die besondere Bedeutung, die Fake News als Thema im schulischen Kontext haben müssen: Hier werden Informationsbeschaffung und (politische) Meinungsbildung eingeübt, hier festigen sich im Laufe der Schulzeit nach und nach Einstellungen zu bestimmten Themen. Dies geschieht im Idealfall aufgrund der Kenntnis fundierter Tatsachen beziehungsweise Fakten. Wie letztere aus den Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) herausgefiltert werden und wie seriöse von unseriösen Quellen unterschieden werden, gehört zu den unabdingbaren Kernkompetenzen einer Informations- beziehungsweise Wissensgesellschaft. In diesem Zusammenhang befinden sich die Schülerinnen und Schülern in einem besonderen Dilemma: Die Angebote des von ihnen am liebsten genutzten Mediums Internet (siehe oben unter "Relevanz") sind zugleich die potenziell am wenigsten vertrauensvollsten, da sie beispielsweise keine journalistischen Qualitätsstandards erfüllen. Literaturverzeichnis Antos, Gerd (2017): "Fake News. Warum wir auf sie reinfallen. Oder: 'Ich mache euch die Welt, so wie sie mir gefällt'". In: Der Sprachdienst, 61. Jahrgang, Heft 1/2017, S. 1-20. Hajok, Daniel und Olaf Selg (2018): "Kommunikation auf Abwegen? Fake News und Hate Speech in kritischer Betrachtung." In: JMS-Report, 41. Jahrgang, Heft 4/2018, S. 2-6. Online N.N. (2019): "Zusammenfassung". In: Deutsche Shell Holding GmbH (Hg.): Jugend 2019. 18. Shell Jugendstudie. Hamburg: Beltz Verlag. S. 13-33. Online Sängerlaub, Alexander / Miriam Meier und Wolf-Dieter Rühl (2018): Fakten statt Fakes: Verursacher, Verbreitungswege und Wirkungen von Fake News im Bundestagswahlkampf 2017. Berlin: Stiftung Neue Verantwortung. Online Weiterführende Literatur Brodnig, Ingrid (2018): Lügen im Netz. Wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren. Wien: Brandstätter.

  • Politik / WiSo / SoWi / Fächerübergreifend

Woran erkennt man gute Bildungsmedien? Tipps für Lehrkräfte im Umgang mit digitalen Lehrmaterialien

Fachartikel
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Im Zuge des Digitalpakts blicken Schulen in eine moderne Zukunft. Dabei bieten technische Neuerungen Lehrern und Schülern facettenreiche Möglichkeiten für einen digitalen Unterricht. Als wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung unterstützen sogenannte digitale Bildungsmedien den Lernprozess. Holger Kistermann, Marketing- und Vertriebsleiter des FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, beantwortet in diesem Artikel Fragen zu guten Bildungsmaterialien, neuen Herausforderungen für Lehrkräfte und den Unterricht der Zukunft. Welche medialen Formate umfasst der Begriff "Bildungsmedien"? Alle Unterrichtsmaterialien - ob analog oder digital -, die den Wissenserwerb fördern, zu einer hohen Partizipation im Klassenzimmer führen und die einzelnen Phasen des Lernprozesses unterstützen, zählen zu den Bildungsmedien. Was machen gute digitale Bildungsmedien aus? Welchen Qualitätsansprüchen müssen sie gerecht werden? Das Rezeptionsverhalten der Heranwachsenden ändert sich heutzutage ständig. Entsprechend unterliegen auch Bildungsmaterialien einem stetigen Wandel. Anstatt Overheadprojektor und Tafelkreide nutzen Schulen heute moderne Technik, die Interaktionen im Unterricht verstärkt und fördert. Getreu dem Motto "Bring Your Own Device" greifen Bildungseinrichtungen auf verschiedene Endgeräte zurück. Trotzdem orientieren sich moderne Medien strikt an den schulischen Leitlinien und beachten den individuellen Leistungsstand des Einzelnen. Durch binnendifferenziertes Material und einfache Sprache können sie außerdem Rücksicht auf verschiedene Lerntempi nehmen. Das bedeutet: Damit Bildungsmedien dem neuesten Stand der Didaktik entsprechen, sollten sie von Pädagogen und Experten mit dem nötigen Fachwissen erstellt sein. Als weiteres Qualitätsmerkmal spielt das Rechtliche eine große Rolle. Diesbezügliche Materialien sind juristisch geprüft und ohne Bedenken einsetzbar - auch wenn sie von Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Wichtig ist zudem die Verankerung von Multimedia im Schulentwicklungskonzept. Können Sie konkrete Beispiele für besonders gute Bildungsmedien nennen? Als geeignete Option präsentieren sich gemeinnützige Lösungen wie die des FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht. Neben über 8.000 teils interaktiven audiovisuellen Materialien in der kostenpflichtigen FWU-Mediathek bietet das Institut unter anderem mit dem kostenfreien Portal OER.schule sowohl pädagogischen Fachkräften als auch Heranwachsenden die Möglichkeit, kostenlos auf sogenannte freie Bildungsmedien zurückzugreifen, die von engagierten Lehrerinnen und Lehrern erstellt wurden. Versehen mit offenen Lizenzen erhalten solche Lern- und Lehrmaterialien im schulischen Kontext eine größere Bedeutung. Denn Open Educational Resources erlauben eine neue Art der Erstellung, Nutzung, Bearbeitung sowie Verteilung von Informationen. Pädagogische Fachkräfte können FWU-Medien kostenlos in ihrem kommunalen Medienzentrum erhalten - auch online. Welche Tipps kann man Lehrkräften geben, gute Bildungsmedien zu erkennen? Geeignete digitale Unterrichtsmedien halten sich an länderspezifische Lehrpläne und aktuelle schulische Standards, wodurch sie Pädagoginnen und Pädagogen Sicherheit bei der Verwendung geben. Dabei sollten entsprechende Medien ausschließlich für den schulischen Kontext konzipiert sein. Sie berücksichtigen das Urheberrecht und garantieren den Anwendern Rechtssicherheit. Außerdem entlasten sie Lehrbeauftragte, da sie neue, moderne Kommunikationskanäle öffnen und sich nicht auf bestimmte Hardware beschränken. Zudem erleichtern passgenaue Lehrmaterialien den Wissenserwerb von Schülerinnen und Schülern. Sie geben Anreize zur aktiven Teilnahme im Plenum, fördern Kreativität und funktionieren intuitiv. Was macht für Sie guten Unterricht aus? Welchen Stellenwert haben digitale Bildungsmedien im Unterricht? Kommunikative Rahmenbedingungen sowie ein sinnvolles Strukturieren des Unterrichts spielen für erfolgreiches Lernen eine große Rolle. Für den zielorientierten Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden holen Lehrbeauftragte die einzelnen Heranwachsenden auf ihrem individuellen Leistungsstand ab. Technologische Neuerungen dienen dabei als Unterstützung, nicht aber als Ersatz für diese Prozesse. Die Digitalisierung öffnet neue Kommunikationskanäle, die im Unterricht ihre Verwendung finden können: Chatten im Netz, audiovisuelles Präsentieren des Gelernten oder digitale Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten sind nur einige der sich ergebenden Möglichkeiten. Dank technologischer Unterstützung lässt sich das Unterrichten fachspezifischer Inhalte vereinfachen, da komplexe Sachverhalte audiovisuell aufbereitet sind. Gute Bildungsmedien machen noch lange keinen guten Unterricht. Was brauchen Lehrkräfte, um Bildungsmedien zielführend im Unterricht einsetzen zu können? Nur Menschen können digitale Strukturen mit Inhalten füllen und ihnen so einen Mehrwert geben. Eine Interaktion zwischen Pädagoginnen und Pädagogen und Lernenden sollte daher auch zukünftig im Vordergrund stehen. Technische Neuerungen verschaffen Lehrbeauftragten dabei nur größere Freiräume, um den Lernerfolg des Einzelnen individuell zu fördern. So unterstützen sie die Wissensvermittlung über digitale Kommunikationskanäle, indem sie einen spielerischen Zugang zu komplexen Sachverhalten liefern. Pädagogen dürfen die fortschrittliche Technik also nicht als Gegner sehen, sondern als ein zukunftsweisendes Instrument, welches sie zum Vermitteln ihrer Inhalte verwenden. Doch ohne entsprechende konzeptionelle Vorbereitung und pädagogische Routine kann moderner Unterricht nicht funktionieren. Lehrerinnen und Lehrer müssen auf kommende Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet werden. Fortbildungen, die Distanz zwischen Theorie und Praxis überwinden, sind hierbei hilfreich. Wo bekommen Lehrkräfte qualitativ hochwertige und rechtssichere Bildungsmedien her? Öffentliche Einrichtungen wie das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht zeigen sich als sinnvolle Lösung. Schon jetzt ermöglichen sie deutschen Bildungseinrichtungen den Zugriff auf digitale, audiovisuelle Medien, die den analogen Unterricht unterstützen und wirksam ergänzen. Das gemeinnützige Institut bietet interaktive Materialien, die neuen pädagogischen Erkenntnissen entsprechen und so Anreize für das selbstständige Lernen schaffen. Dabei tragen Sequenzen, Arbeitsblätter sowie Bilder, Grafiken und kleinere Lernspiele zum Lernerfolg der Schüler bei. Im Medienangebot finden sich Themen, die beispielsweise aktuelle Umweltfragen aufgreifen, wie die Palmöl-Produktion oder gesellschaftlich relevante Probleme wie Mobbing und globale Disparitäten. Wie sieht für Sie der Unterricht der Zukunft aus? Statt bekannte Lernsettings beizubehalten und das Wissen nur digital zu konservieren, präsentieren sich interaktive, audiovisuelle Medien als zukunftsfähige Materialien für eine digitale Lernkultur. Sie helfen den Unterricht der pädagogischen Fachkräfte und Schüler einfacher, anschaulicher und angenehmer zu gestalten. In neuen Unterrichtsszenarien schaffen moderne Bildungsmedien sogenannte digitale Lernräume. Dadurch lernen sie unabhängig vom Aufenthaltsort — Zuhause mit eigenen Endgeräten oder in der Bibliothek mit einer Lerngruppe.

  • Fächerübergreifend

Schülerin stürzt auf Klassenfahrt von Bett – Haftet die gesetzliche Unfallversicherung?

Fall des Monats

In der Schule und auch auf Klassenausflügen sind Schülerinnen und Schüler gesetzlich unfallversichert. Aber fällt unter diesen Versicherungsschutz auch der Sturz von einem Bett? Darüber entschied jüngst das Hessische Landessozialgericht. Der konkrete Fall Ein siebzehnjähriges Mädchen, das eine Förderschule im Landkreis Fulda besucht, nahm an einer Klassenfahrt teil. Weil sie an Epilepsie und neurologischen Ausfallerscheinungen leidet, wurde sie auf der Klassenfahrt von einer Teilhabe-Assistenz begleitet. Diese setzte die Schülerin auf der Klassenfahrt auf ihr Bett, nachdem sie vor dem Frühstück einen krankheitsbedingten Krampfanfall hatte. Aus unbekannten Gründen fiel das Mädchen jedoch vom Bett und zog sich Verletzungen an den Zähnen zu. Die Unfallkasse weigerte sich, eine Entschädigung zu zahlen. Denn ihrer Auffassung nach sei der Unfall wegen der Erkrankung der Schülerin und nicht im Rahmen des Schulbetriebes passiert – und dafür müsse die gesetzliche Unfallkasse nicht haften. Die Entscheidung des Gerichts Auch das Gericht sah die Ursache des Unfalls nicht im Schulbetrieb und schloss sich der Meinung der Unfallkasse an (Az. L 3 U 7/18). Zwar sind Schülerinnen und Schüler auch auf Klassenfahrten versichert, allerdings trifft das nur auf Verrichtungen zu, die im sachlichen Zusammenhang mit der grundsätzlich versicherten Tätigkeit als Schülerin oder Schüler stünden. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Rein persönliche Unternehmungen oder Aktionen von Schülern unterbrechen den Versicherungsschutz nach Ansicht der Unfallkasse und des Gerichts. Während solcher Aktivitäten sind Schüler also nicht versichert. Darunter fällt laut Gericht auch der Unfall. Schließlich wurde die Schülerin wegen ihrer Erkrankung und nicht wegen Ursachen, die mit dem Schulausflug zusammenhängen, auf das Bett gesetzt. Auf dem Bett sollte das Mädchen warten, bis es gemeinsam mit der Teilhabe-Assistentin den Raum verlassen konnte. Diese Tätigkeit gehört laut Gericht nicht zum versicherungspflichtigen Rahmen. Auch durch ihr Umfeld und etwaige auf dem Boden liegenden Gegenstände, wie beispielsweise Taschen oder Koffer, war die Schülerin nicht gefährdet.

  • Fächerübergreifend

Der Wald als außerschulischer Lernort: Wald-Fallstudien

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel wird die Makromethode der Wald-Fallstudie (Forest Case Study, FCS) erläutert. Bei Wald-Fallstudien handelt es sich um eine handlungsorientierte Lehr- und Lernform aus Schweden und Finnland, die Elemente des problemorientierten Lernens, des selbstgesteuerten Lernens sowie der Lernortverlagerung verbindet.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten

Feedback-Methoden für den Unterricht

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel über Feedback-Methoden finden Sie Vorschläge, mit welchen methodischen Ansätzen Sie von den Lernenden Rückmeldungen zum Unterricht bekommen oder sich die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion gegenseitig konstruktiv Feedback geben können. Methoden zur Rückmeldung der Ergebnisse wie die Fünf-Finger-Methode, das Blitzlicht oder die Zielscheibe werden ebenso erläutert wie die Bedeutung von Regeln, Zielen und Konsequenzen der Rückkopplung zur Optimierung von Unterricht. Warum überhaupt Feedback? Im konventionellen Frontalunterricht hat das Schülerfeedback lange Zeit eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Lehrkraft definierte Inhalte und Methoden, die Schülerinnen und Schüler lernten den Stoff, um ihn anschließend zu reproduzieren. Doch der Bildungsbegriff wandelt sich: Offene Lernformen gewinnen an Popularität. Durch das selbstgesteuerte Lernen trainieren die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen wie die kreative Entwicklung von Lösungsstrategien , selbstbestimmtes Zeitmanagement , das Gewähren und Annehmen von Hilfestellungen und nicht zuletzt die kritische Wahrnehmung sowie die realistische Selbsteinschätzung . Gleichzeitig bieten diese Lernformen ganz neue Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung im Sinne der individuellen Förderung . Doch auch in offeneren Unterrichtssituationen sind wirksame Mechanismen der Qualitätssicherung wichtig. Dazu gehört, dass Schülerinnen und Schüler in der Evaluation ihren eigenen Lernprozess reflektieren . Die Einschätzung der eigenen Leistung können sie durch Feedback von Gleichaltrigen lernen. Darüber hinaus eröffnen Feedbackmethoden der Lehrkraft die Möglichkeit, zur Optimierung des Unterrichts bei der Planung auf individuelle Bedürfnisse der Lernenden einzugehen sowie Ansätze und Methoden kritisch zu beleuchten. Lernen wird durch gezielte Rückmeldung zum Prozess, zu dem alle Beteiligten einen Beitrag leisten können und müssen. Je nach Lerngruppe ist vorab die gemeinsame Erarbeitung von Regeln notwendig. Dabei legen die Lernenden selbst fest, was ihnen bei einem Feedback von Gleichaltrigen in der Klasse wichtig ist. So empfiehlt sich beispielsweise, mit einer positiven Bewertung zu beginnen und die Gedanken von anderen zu Ende führen zu lassen, bevor Rückfragen gestellt werden können. Welche Feedback-Methode passt? Die Frage, welche Methode zu einer gegebenen Unterrichtssituation passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich sind aber folgende Faktoren zu bedenken: Wie groß ist die Gruppe? In einer kleinen Gruppe kann Feedback gründlicher ausfallen. Doch gerade bei kleinen Gruppen sollten Sie sich als Lehrkraft nicht dazu hinreißen lassen, ungesteuertes mündliches Feedback als Standardlösung einzuführen. Zu leicht bestimmen dann diejenigen, die schnell antworten oder überzeugend argumentieren, den Diskurs, während leisere Stimmen oder vermeintlich leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler untergehen. Auch in kleinen Gruppen sollte jedes Mitglied die Möglichkeit bekommen, sich eine eigene Meinung unabhängig von den anderen zu bilden und diese zu formulieren. Wie alt sind die Schülerinnen und Schüler? Damit einher geht die Frage, wie differenziert die Lernenden die Unterrichtssituation wahrnehmen können und wie gut sie mit möglichen Visualisierungen umgehen können. Andererseits ist das Geben von Feedback auch ein Lernfeld, auf dem sich die Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit weiterentwickeln sollten. Es empfiehlt sich, möglichst früh zumindest den eigenen Beitrag zum Unterrichtsgeschehen aus der Gesamtsituation herauszulösen und getrennt zu beleuchten. Bei schriftlichen Evaluationen kann das beispielsweise durch die Frage geschehen: "Wie viel Mühe habe ich mir bei der Aufgabe gegeben?" Was ist das Ziel des Feedbacks und wie differenziert muss es sein? Das Ziel des Feedbacks sollte möglichst allen Beteiligten klar sein. Bei der Besprechung der Ergebnisse lassen sich daraus Handlungsempfehlungen für die zukünftige Unterrichtsgestaltung ableiten. Der Grad der Differenzierung hängt einerseits vom Alter der Schülerinnen und Schüler ab, andererseits aber auch davon, welcher Erkenntnisgewinn gerade wünschenswert ist. Grundsätzlich ist abzuwägen zwischen einer schnellen, unkomplizierten Durchführung des Feedbacks einerseits und umfassendem Erkenntnisgewinn andererseits. Nonverbale Feedback-Methoden Nonverbale Feedback-Methoden leben von präzisen Fragestellungen, deren Antworten sich auf einer (häufig dreischrittigen) Skala einordnen lassen. Sie können dazu die Farben einer Ampel rot, gelb und grün oder Smileys mit drei Gesichtsausdrücken (lächelnd, neutral, negativ) verteilen. Alternativ benutzen die Schülerinnen oder Schüler spontan und ohne Vorbereitung den Daumen (hoch, neutral, runter), um Rückmeldung zu geben. Mit dieser Methode können Sie auch in größeren Gruppen durch Anzeigen der Lernenden ein schnelles Stimmungsbild einfangen. Eine Differenzierung können Sie über Ihre Fragestellungen vornehmen. Dabei kann am Anfang eine globale Fragestellung stehen wie: "Wie hat dir die Stunde gefallen?" Anschließend äußern sich die Kinder und Jugendlichen zu Detailfragen: "Wie gut kannst du jetzt einer fremden Person einen Weg erklären?" oder "Wie viel Mühe hast du dir bei der Gruppenarbeit gegeben?" Eine weitere Methode zur nonverbalen Evaluation eines Arbeitsprozesses ist die Zielscheibe . Dafür stehen die Schülerinnen und Schüler auf und versammeln sich um eine Mitte. Rund um die Mitte wird ein großer Kreis gezogen, sodass ein Zentrum und ein Rand erkennbar sind. Auf die Fragen der Lehrkraft positionieren sich die Schülerinnen und Schüler nun innerhalb des Kreises, wobei die größte Zustimmung in der Mitte des Kreises liegt, Zweifel oder Ablehnungen dagegen im Randbereich. Eine mögliche Frage wäre zum Beispiel: "Wie hat euch das freie Arbeiten in der letzten Unterrichtseinheit gefallen?" Diese Methode lässt sich auch im kleineren Rahmen schriftlich realisieren: Auf einer Zielscheibe an der Tafel können die Schülerinnen und Schüler ihr Feedback auch in Form von Punkten oder Magneten geben. Zur Anonymisierung können Sie als Lehrkraft in dieser Phase bei Bedarf auch den Raum verlassen. Die körperliche Positionierung im Raum ist jedoch eine andere Form der Erfahrung, die häufig zu einer besonders gründlichen Reflexion einlädt. Mündliche Feedback-Methoden Wenn die Lernenden beispielsweise eine neue Unterrichtsmethode oder auch eine Präsentation von Gleichaltrigen mündlich einschätzen sollen, empfiehlt es sich, das Feedback zu strukturieren. Die Fünf-Finger-Methode kann eingeführt werden, um jederzeit spontan eine Rückmeldung der Lerngruppe zu erhalten. Die Lernenden nutzen dabei ihre Finger als Gedankenstütze für die folgenden Fragen: Daumen: Was hat mir gut gefallen? Zeigefinger: Worauf muss ich (noch) achten? Wobei muss man aufpassen? Mittelfinger: Was hat mir nicht gefallen? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Ringfinger: Was bleibt mir? Was habe ich gelernt? Kleiner Finger: Was ist zu kurz gekommen? Was würde ich mir noch wünschen? Die Flammende Rede eignet sich für kleinere Gruppen. Jede Person bekommt einen Streichholz und darf so lange sprechen, wie das Streichholz brennt. Dann ist die nächste Person an der Reihe. Es empfiehlt sich, den Schülerinnen und Schülern kurz Zeit zu geben, um den eigenen Redebeitrag vorzubereiten. Als Lehrkraft sollten Sie außerdem darauf achten, dass tonangebendere Schülerinnen und Schüler möglichst nicht zuerst sprechen. Sollten Streichhölzer im Raum schwierig zu realisieren sein, können sie natürlich auch durch andere Taktgeber ersetzt werden. Dann wird die Methode eher als Blitzlicht bezeichnet, funktioniert aber nach demselben Prinzip. Schriftliche Feedback-Methoden Durch einen Fragebogen für ein geleitetes Feedback geben Sie allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich noch einmal gründlich mit der entsprechenden Lernsituation auseinanderzusetzen, bevor die Ergebnisse besprochen werden. Ein anschließender Vergleich kann Diskussionen anstoßen und zur weiteren Reflexion beitragen. Ein Grundschema, mit dem Sie auch spontan das Stimmungsbild abfragen und die Selbstreflexion in Gang setzen können, bieten auch hier die Fragen der Fünf-Finger-Methode. Ein Vorteil schriftlicher Feedback-Methoden ist der dokumentarische Charakter. Gerade im Hinblick auf die Selbstreflexion kann es den Schülerinnen und Schülern helfen, wenn sie ihren Feedback-Bogen im Nachhinein mit denen aus der Vergangenheit vergleichen können. So sehen sie, welche Rückmeldungen sich gegebenenfalls wiederholen oder inwieweit Lernzuwachs und Leistungssteigerung bereits verzeichnet werden können. Eine spielerische, weniger komplexe Möglichkeit des schriftlichen Feedbacks ist die Methode Satz um Satz . Schreiben Sie dazu das Thema der Rückmeldung auf einen Zettel, zum Beispiel: "Notiere in einem Satz, wie dir die Partnerarbeit gefallen hat." Geben Sie den Zettel dann der ersten Person, die einen Satz schreibt. Die zweite Person kann den Satz lesen und einen eigenen Satz schreiben. Anschließend wird das Blatt immer so geknickt, dass nur der letzte Satz lesbar ist, und anschließend weitergereicht. Wenn die Sätze am Ende gesammelt vorgelesen werden, sind die Ergebnisse meist recht lustig. Gleichzeitig setzen sich die Beiträge häufig zu einem Mosaik zusammen, das auf ganz eigene Weise eine Rückmeldung zur erlebten Unterrichtseinheit ausdrückt. Fazit Diese Auswahl an Feedback-Methoden kann Ihren Unterricht sowie das Arbeiten der Lernenden in der Schule enorm bereichern und in besonderer Weise nachhaltig positiv beeinflussen. Einerseits haben sie die aktivierende Funktion , Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsprozess einzubinden. Andererseits schulen sie die Selbstwahrnehmung . Für verschiedene Fragestellungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Feedbacks, die außerdem je nach Gruppengröße und Altersgruppe ausgewählt werden sollten. Es lohnt sich für die Zusammenarbeit in neuen Lerngruppen, Zeit und Energie in das Erlernen verschiedener Feedback-Methoden sowie die Erarbeitung von Regeln zu stecken, um bei Bedarf zielgerichtet Rückmeldungen abfragen zu können. Die Ergebnisse der gemeinsamen Reflexion sollten im Anschluss im Plenum besprochen werden und Konsequenzen für die Weiterarbeit haben.

  • Fächerübergreifend

Stationenlernen und Lerntheke: Möglichkeiten und Voraussetzungen für offene Lernformen im Unterricht

Fachartikel
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Dieser Fachartikel zum "Stationenlernen und Lerntheke" diskutiert Möglichkeiten und Voraussetzungen dieser beiden offenen Lernformen, erläutert Unterschiede und zeigt ihren Einsatz sowie ihre Durchführung im Unterricht auf. Die Vorbereitung des Unterrichtsmaterials, die Funktion der Lehrkraft, Formen der Selbsteinschätzung sowie Begriffe wie selbstgesteuertes Lernen, Laufzettel und Portfolio werden dabei erläutert. Offene Lernformen: Wann, warum und für wen? Offene Lernformen, die Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen, freien Lernen animieren, sind spätestens seit der Reformpädagogik bekannt. So beobachtete beispielsweise Maria Montessori schon das selbstvergessene, spielerische Lernen kleiner Kinder und erkannte darin die enorme Energie, die beim selbstgesteuerten Lernen freigesetzt wird. Bei der Förderung grundlegender sowie fachlicher Kompetenzen stoßen frontale Unterrichtsmethoden, bei denen die Lehrkraft präsentiert, während die Lernenden rezipieren und reproduzieren, an ihre Grenzen. Übergeordnetes Ziel soll es vielmehr sein, durch Kooperatives Lernen die Motivation zu erhalten und Lernfreude zu steigern, damit Kinder und Jugendliche das schulische Lernen nicht nur als fordernd und belastend empfinden, sondern sich aktiv mit neuem Lernstoff auseinandersetzen können. Methoden wie das Stationenlernen und die Lerntheke bieten einen Kompromiss zwischen vordefinierten Lerninhalten, die die Schülerinnen und Schüler sich aneignen müssen, um das Schuljahr zu bestehen, und freier Zeiteinteilung der Kinder und Jugendlichen. Auch die Sozialform kann selbst gewählt werden, sofern die Lehrkraft diese Option zugesteht. So vermitteln die beiden Methoden zwischen dem Lehrplan einerseits und den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler andererseits. Durch entsprechende Feedback-Methoden im Anschluss kann Lernen dadurch nachhaltig Erfolg bringen. Selbstständiges Lernen in offenen Formen bietet darüber hinaus Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung , da sich die einzelnen Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Fähigkeiten einbringen und dadurch individuell gefördert werden können. Auf diese Weise können auch inklusive und integrative Klassen in besonderer Form profitieren. Darüber hinaus können offene Lernphasen mit Stationen oder einer Lerntheke in Ganztagsschulen am Nachmittag angeboten werden, wenn die Konzentration nachlässt und Frontalunterricht ohnehin aus unterschiedlichen Gründen gar nicht möglich ist. Die Selbststeuerung beim offenen Lernen kann hier ganz frische Energien freisetzen, sodass die Unterrichtszeit am Nachmittag effizienter genutzt wird und das Lernen mehr Freude bereitet. Stationenlernen und Lerntheke: Wo ist der Unterschied? Das Grundprinzip beider Lernformen ist tatsächlich recht ähnlich: Beide Methoden eignen sich vor allem zur Vertiefung von Unterrichtsinhalten . Der offenen Arbeit kann eine frontal organisierte Input-Einheit vorgeschaltet werden, in der die Schülerinnen und Schüler Wissen und Informationen erhalten, die sie für die selbstständige Arbeit benötigen. Im Laufe der Zeit, wenn die Klasse mehr Erfahrung mit offenen Lernformen hat, kann dieser Input allerdings immer geringer ausfallen. Mit den wachsenden Selbstlernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler können Sie diesen zunehmend mehr aktive Wissensaneignung zutrauen, sodass das Lernen an Stationen sowie die Lerntheke dann auch zur Erarbeitung neuer Inhalte genutzt werden können. Bei beiden Lernformen stehen den Schülerinnen und Schülern verschiedene Materialien zur Verfügung. Sie bearbeiten die Aufgaben im Sinne der Schülerorientierung möglichst selbstständig, teilen sich die Zeit selbst ein, setzen Arbeitsanweisungen eigenständig um und können auch die Sozialform selbst bestimmen. Wer möchte, bearbeitet die Aufgaben in Einzelarbeit, wer lieber im Team arbeitet, in Partner- oder Gruppenarbeit. Als Lehrkraft sind Sie primär unterstützend und beratend tätig. Unterschiede in Umfang und Struktur der beiden Methoden werden im Folgenden erläutert: Im kleinen Rahmen: Stationenlernen auch für eine einzelne Unterrichtsstunde Das Lernen an Stationen ist auch im kleineren Rahmen realisierbar. Außerdem können Sie es mit Schülerinnen und Schülern ausprobieren, die im selbstgesteuerten Lernen noch wenig Erfahrung haben. So ist diese Methode als Einstieg in das selbstgesteuerte Lernen relativ gut geeignet. Eine offene Unterrichtseinheit sollte gut vorbereitet sein. Das bedeutet, dass die Inhalte der Input-Sequenz so aufbereitet sein müssen, dass die Lernenden die Materialien an den Stationen selbstständig bearbeiten können. Die Inhalte der Lernstationen sollten auf den geplanten Input abgestimmt sein. Lösungen zur Selbstkontrolle zur Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit können an dieser Stelle sinnvoll sein. Die Lernstationen sollten thematisch zusammengehören, aber unterschiedliche Zugänge bieten. Besonders vorteilhaft ist die Ansprache unterschiedlicher Lerntypen . Bereiten Sie also nach Möglichkeit visuelles Material (Fotos, Illustrationen, bebilderte Artikel), auditives Material (Audio-Tracks oder Vorleseaufgaben) und haptisches Material (Experimente, Bausätze, Materialien zum Anfassen) in die Stationen ein. Reine Textstationen sollte es möglichst wenig geben. Zur Vorbereitung gehört außerdem ein Laufzettel für jeden Lernenden, auf dem die bearbeiteten Stationen abgehakt werden. Auch die Möglichkeit für ein Feedback kann hier gegeben werden oder aber am Ende der Unterrichtseinheit im Plenum erfolgen. Wichtig ist in jedem Fall, dass jede Schülerin und jeder Schüler den eigenen Lernvorgang reflektiert. Dabei ist einerseits Kritik an den Stationen erlaubt, andererseits soll die Selbsteinschätzung beim Lernen trainiert werden. Größer gedacht: Die Lerntheke als Unterrichtskonzept Die Lerntheke folgt einem ähnlichen Konzept, ist aber größer angelegt. Statt des Laufzettels erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Lernthekenheft . Das Heft bereiten Sie als Lehrkraft vor Beginn der Einheit vor. Sie formulieren dabei die Lernziele , wie sie im Lehrplan vorgegeben sind, so um, dass sie für die Kinder und Jugendlichen der entsprechenden Altersklasse verständlich sind. Das Heft bildet während des Unterrichts die Grundlage für die Selbststeuerung der Schülerinnen und Schüler. In heterogenen Klassen mit unterschiedlichen Lernzielen können diese Hefte natürlich unterschiedlich gestaltet sein. Da die Schülerinnen und Schüler zeitgleich an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten, ist es nicht erforderlich, einheitliche Vorgaben zu machen. Lediglich der Aufwand bei der Vorbereitung ist höher, wenn Sie die Lernziele individuell formulieren. Auch bei der Lerntheke sind Input-Einheiten in Form von frontalem Unterricht im Vorfeld möglich. Anschließend können die Lernenden selbstständig auf vorbereitete Materialien zurückgreifen, mit denen sie das Thema aus verschiedenen Perspektiven erfassen können. Materialien werden einerseits in einem dafür eingerichteten Bereich im Klassenraum bereitgestellt, andererseits kann die Schulbibliothek genutzt werden, bei Bedarf auch Internetarbeitsplätze. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre Lernerfahrungen in einem Portfolio . Als Lernzielkontrolle dienen mündliche oder schriftliche Tests . Anders als im konventionellen Unterricht entscheiden die Schülerinnen und Schüler allerdings selbst, wann sie sich bereit fühlen, einen solchen Test zu absolvieren. Sie melden sich dann bei der Lehrkraft an und erhalten sofort den Testbogen zur Bearbeitung. Auch Bewertung und Feedback werden zeitnah und individuell vorgenommen. Vor allem für jüngere Lernerinnen und Lerner ist es wichtig, dass zwischen dem Moment der Selbsteinschätzung, des Testens und der Rückmeldung nicht zu viel Zeit liegt. Schließlich stellt die realistische Selbsteinschätzung ein wichtiges Lernziel bei dieser Form des Unterrichts dar. Fazit Das offene Lernen im Allgemeinen und die beiden vorgestellten Methoden des Stationenlernens und der Lerntheke im Besonderen erfordern ein hohes Maß an Vorbereitung . Während der Unterrichtszeit allerdings herrscht oft eine entspannte, konzentrierte Atmosphäre, von der alle Beteiligten profitieren. Je geübter die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit offenen und selbstgesteuerten Lernformen sind, desto mehr Spielraum hat die Lehrkraft im Sinne einer individuellen Förderung, sich Lernenden zuzuwenden, die möglicherweise besondere Unterstützung benötigen. Eine weitere Stärke dieser Lernformen liegt darin, dass die Vorlieben und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler wesentliche Berücksichtigung im Unterricht erfahren. Außerdem trainieren die Kinder und Jugendlichen selbstständig und kreativ Problemlösungsstrategien und lernen, sich realistisch selbst einzuschätzen.

  • Fächerübergreifend

Interactive Stories: Bilderbuch-Geschichten multimedial erzählen

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt ein Konzept zur multimedialen Gestaltung von Bilderbuch-Geschichten im Grundschulunterricht vor. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Literatur auseinander und produzieren dazu einfache Hörspiel- und Trickfilmsequenzen. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Programms "Digitales Lernen Grundschule".

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Natur und Kultur "erspielen"– Geogames gestalten im Sachunterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt Grundschullehrkräften eine Projektidee zur Arbeit mit digitalen Medien im Sachunterricht der Klassenstufe 4 vor. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung einer digitalen Schnitzeljagd zur Baumerkundung. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Programms "Digitales Lernen Grundschule". Hintergründe zum Projekt "Natur und Kultur erspielen mit Geogames!" entstand im Rahmen des Projekts "Digitales Lernen Grundschule – Stuttgart/Ludwigsburg" (dileg-SL). In diesem kooperierten zwei Bereiche der Erziehungswissenschaft (Medienpädagogik und Pädagogik der Primarstufe) sowie verschiedene Fächer der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg mit der Rosenstein-Grundschule in Stuttgart. Mit Unterstützung der Dozentinnen und Dozenten gestalteten Studierende des Grundschullehramts zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Rosensteinschule eine digitale Schnitzeljagd zur Baumerkundung im Rosensteinpark mit der internetbasierten Anwendung Actionbound und verarbeiteten das Material mithilfe der App BookCreator zu einem multimedialen Artefakt. Im Folgenden werden die Projektergebnisse und -erkenntnisse so dargestellt, dass Grundschullehrkräfte sie als Anregung für ihren eigenen Sachunterricht nutzen können. Lehr- und Lernziele des Unterrichtsprojekts Im Fokus des Projekts steht die Erprobung produktiv-spielorientierter Lehr- und Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule. Das Projekt schärft bei Lehrkräften den Blick für die Möglichkeiten und Hindernisse beim Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht. Die Potenziale des ortsbezogenen Lernens in Verbindung mit digitalen Medien werden erfahrbar gemacht und reflektiert. Voraussetzungen und Vorkenntnisse Die Gestaltung und Durchführung des Unterrichtsprojekts basiert auf den Anwendungen Actionbound und BookCreator. Zur Durchführung in Kleingruppenarbeit wird demnach eine ausreichende Anzahl an Smartphones und/oder Tablets benötigt. Lehrkräfte sollten vertraut mit der eingesetzten Technik (Smartphones, Tablets, Actionbound, BookCreator) und den verwendeten Methoden (ortsbezogenes Lernen, Digital Storytelling) sein. Ablauf des Unterrichtsprojekts "Geogames" Vorbereitung: Gestaltung des Geogames In Vorbereitung auf das Unterrichtsprojekt sollten Lehrkräfte sich zunächst mit Actionbound vertraut machen. Actionbound ist eine interaktive Anwendung, die vielfältig nutzbar ist und sich zur spielerischen Vermittlung von Lerninhalten in Bildung und Ausbildung eignet. Die sogenannten Bounds ermöglichen es, den Unterricht zu einer multimedialen Erlebnistour zu machen. Da die meisten Lehrerinnen und Lehrer bisher nicht mit Actionbound gearbeitet haben, sollten sie vor dem Start des Unterrichtsprojekts selbst einen Schulhof-Bound ausprobieren . Idealerweise erkunden die Lernenden anschließend mithilfe desselben Bounds das Schulgelände eigenverantwortlich in Kleingruppen und werden so an die App Actionbound herangeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei schülerzentrierte Unterrichtskonzepte rund um das Thema Bäume . Die Lehrkräfte ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen, "ihren" Baum zu erkunden und mithilfe von Smartphones oder Tablets die Ergebnisse in Text und Bild festzuhalten. Bei ausreichend Unterrichtszeit werden die Schülerinnen und Schüler bereits hier unterstützt, um für sie interessante Baumsteckbriefe zur erstellen. Diese einzelnen Gruppen-Ergebnisse werden von der Lehrkraft verwendet, um daraus im Anschluss einen gemeinsamen Bound zu erstellen. Im Sinne einer kindgerechten Gestaltung des Actionbounds bietet es sich an, diesen in eine Rahmenhandlung einzubetten (Stichwort: Digital Storytelling). Durchführung des Unterrichtsprojekts Anschließend wird der Bound / das Geogame gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen gespielt. Im Sinne einer positiven Gruppendynamik bietet es sich an, im Vorfeld Team-Building-Maßnahmen durchzuführen. Die Lerngruppen erkunden die von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bearbeiteten Bäume auf dem Schulhof beziehungsweise in einem nahe gelegenen Park, lösen dazu mithilfe von Tablets die Actionbound-Aufgaben und erlangen dafür Punkte. Die gesammelten Materialien zu den Bäumen bündeln sie anschließend mithilfe der App BookCreator in einem E-Book. Gelingensbedingungen Es ist von großer Bedeutung, zwischen den einzelnen Arbeitsphasen ausreichend Zeit für Reflexionsprozesse einzuräumen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in der Regel motiviert an derartigen Projekten und freuen sich über jede gelöste Actionbound-Aufgabe, gleichzeitig sollte in regelmäßigen Reflexionsprozessen stets die Gruppendynamik im Auge behalten werden, um eine zielführende Ergebnissicherung zu gewährleisten. Eine weitere Gelingensbedingung besteht darin, dass sich Lehrkräfte auf die individuelle kognitive Leistungsfähigkeit der Grundschülerinnen und -schüler einlassen und insbesondere die Rolle der Sprache bei der Gestaltung mediengestützter Unterrichtskonzepte reflektieren. Die geringe Kenntnis bezüglich bestimmter (Fach-)Begriffe kann die Arbeit mit Geogames erschweren. Hier ist darauf zu achten, die erweiterten Möglichkeiten der digitalen Medien, die eben nicht nur auf (schrift-)sprachliches Leistungsvermögen ausgerichtet sind, zu nutzen (insbesondere die Integration von Bildern und Bewegtbildern).

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Technik / Sache & Technik

Haben Lernende Anspruch auf die Aufnahme an eine bestimmte Schule?

Fall des Monats

Ein Schüler bewarb sich für das Schuljahr 2019/2020 an seinen beiden Wunschschulen. Obwohl er den Aufnahmeanforderungen der Schulen entsprach, wurde er abgelehnt. Ob dies rechtens ist, überprüfte vor kurzem das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main.

  • Fächerübergreifend

So funktionieren Instagram und Snapchat: Informationen für Lehrkräfte

Fachartikel
5,99 €

Dieser Artikel zum Thema Instagram und Snapchat liefert Lehrkräften Informationen zu den beiden Online-Plattformen sowie Unterrichtstipps und ein Mini-Quiz. Kommunikationsverhalten Jugendlicher Anstatt wie früher stundenlang das Telefon zu belegen, hat sich das Kommunikationsverhalten von Jugendlichen mit der Nutzung von Smartphones und Apps grundlegend gewandelt. Schülerinnen und Schüler kommunizieren heute in erster Linie über ihr Smartphone. Dazu benutzen sie bestimmte Online-Portale und Apps, von denen sich zwei in den letzten Jahren ganz besonders durchgesetzt und verbreitet haben: Instagram und Snapchat. Flexibel, mobil und blitzschnell werden Bilder, Texte und Videos auf dem eigenen Kanal hochgeladen. Diese können kommentiert, geliked und weitergeleitet werden (Instagram) oder sie sind nur für einen kurzen Blick gedacht und löschen sich nach kurzer Zeit von selbst (Snapchat). Viele Jugendliche nutzen die Kommunikationsapps rund um die Uhr und teilen Informationen an Freunde und Bekannte fast in Echtzeit. Diese werden durch Push-Nachrichten und charakteristische Signale über jede neue Nachricht informiert, solange das Smartphone eingeschaltet ist. Schattenseiten von Kommunikationsapps In der Flut von Nachrichten liegt eines der Probleme. Es können Angst und sozialer Druck entstehen, durch das Abschalten des Smartphones oder der Smart-Watch nicht mehr am aktuellen Geschehen teilzuhaben. Weiterhin kann über die sozialen Medien Ausgrenzung bis hin zum Mobbing erfolgen und sich unkontrolliert ausbreiten. Auch die Funktionen von Persönlichkeits- und Sicherheitseinstellungen können nicht verhindern, dass Fotos, Fakes und negative Nachrichten verbreitet werden. Außerdem wird eine Scheinwelt konstruiert, indem Fotos und Videos durch zahlreiche Filter bis zur perfekten Darstellung verändert werden können. Instagram im Überblick Was ist Instagram? Instagram (gehört seit 2012 zu Facebook) ist eine App für Smartphones, mit der Nutzerinnen und Nutzer Bild- und Videonachrichten erstellen und über das Netzwerk verbreiten können. Die kostenfreie Software beinhaltet verschiedene Bildbearbeitungsfilter, um etwa Fotos und Videos zu verfremden. Mit Instagram können Bilder und Videos nicht nur innerhalb der Instagram-Community geteilt werden, sondern auch in anderen Netzwerken. Instagram hat bereits 1 Milliarde Nutzerinnen und Nutzer weltweit. Diese Plattform zur Selbstinszenierung durch Fotos und kurze Videos wird auch von vielen prominenten Persönlichkeiten genutzt. Die eigenen Fotos und kurzen Videos erscheinen in einer typisch quadratischen Form und ergeben in ihrer Menge das persönliche Profil des Kanals. Hier geht es darum, so viele Follower wie möglich zu erreichen und Likes zu sammeln. Kanäle und Personen mit großem Einfluss können es auf Instagram zur Berühmtheit bringen und sogenannte Influencerinnen und Influencer werden. Diese erfahren viel Zuspruch und können ab einer hohen Follower-Anzahl mit ihren Fotos Werbung machen und Geld verdienen. Zurzeit (2019) wird Instagram umgebaut und immer mehr zu einem Marketing-Kanal , in dem alles erhältlich ist. Viele Markenfirmen nutzen die Plattform, um ihre Produkte zu verkaufen. Das müssen Jugendliche bei Instagram beachten: erlaubt ab 13 Jahre Musik, Videos und Fotos auf Fremdrechte überprüfen (Urheberrecht) Privatsphäre und Sicherheit einstellen, bevor Inhalte gepostet werden Werbung von persönlichen Posts schwer zu unterscheiden eventuell verstörende Wirkung von negativen Kommentaren oder Hass-Kommentaren Snapchat im Überblick Was ist Snapchat? Snapchat ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst (ähnlich einem Tagebuch), der 203 Millionen Nutzerinnen und Nutzer hat. Es handelt sich dabei um eine Foto- und Messenger-App, mit der sich Fotos und Videos einfach bearbeiten und versenden lassen. Die Besonderheit: In der App verschwinden diese Snaps – je nach Einstellung – innerhalb von bis zu zehn Sekunden. Werden Bilder zur "Story" hinzugefügt, sind sie bis zu 24 Stunden sichtbar. Mittlerweile hat die App ihre Funktionen erweitert und verändert. Bilder und Videos können gespeichert und nachträglich bearbeitet werden. Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer miteinander chatten und Gruppen von bis zu 16 Personen bilden. Besonders rege Nutzerinnen und Nutzer erhalten als Belohnung ein kleines Flammen-Symbol oder Smiley, wenn sie drei Tage am Stück mit einer Person Snaps ausgetauscht haben oder viele Freunde haben. Besonders kritisch: Mit der neuesten Funktion Snap Map können der eigene Standort geteilt und die Standorte anderer Nutzerinnen und Nutzer eingesehen werden. Das müssen Jugendliche bei Snapchat beachten: erlaubt ab 13 Jahre Ortungsfunktion prüfen und eventuell ausstellen sich nicht auf die Lösch-Funktion der Inhalte verlassen (alle können kopiert werden, zum Beispiel durch ein Bildschirmfoto) Privatsphäre und Sicherheit einstellen, bevor Inhalte gepostet werden Unterrichtstipp: Fotos, Filter und Eindrücke hinterfragen Hochwertige Fotos und Videos herzustellen gelingt nur mit entsprechendem Aufwand. Das ist vielen Jugendlichen nicht bewusst. Es bietet sich an, im Unterricht die Inhalte der beliebtesten Kanäle kritisch zu hinterfragen und eventuell zu versuchen, gute Fotos "nachzubauen". Dabei können die folgenden Fragen helfen. Sehen die gezeigten Personen wirklich so aus? Gibt es eine Schokoladenseite? Welches Licht wird benötigt? Welche Umgebung passt zum Kanal? Welche Filter gibt es und welche wurden angewendet? Wie viel Zeit braucht ein gutes Foto? Welches Equipment ist dafür notwendig?

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Fortbildungsangebot in Form von Fachartikeln

Lehrer-Online ist eine zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte, die eine umfassende Sammlung an Fachartikeln bereitstellt, um Lehrerinnen und Lehrern in ihrer täglichen Arbeit und Weiterbildung zu unterstützen. Mit einer breiten Palette an Themen, von Didaktik und Methodik über Klassenmanagement bis hin zu den neuesten Trends in der Bildungslandschaft, bietet Lehrer-Online wertvolle Einblicke und praktische Tipps, die direkt im Klassenzimmer angewendet werden können. Unsere Fachartikel sind von Expertinnen und Experten verfasst und auf die Bedürfnisse moderner Lehrkräfte zugeschnitten.

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