Bleiben Sie neugierig: Entdecken Sie unsere Fachartikel zu praxisnahen Themen und lernen Sie neue Methoden und Werkzeuge kennen, um die täglichen Herausforderungen im Schulalltag zu meistern. 

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Recht am eigenen Bild - Darf ein Kind über eine Veröffentlichung entscheiden?

Fachartikel
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Dieser Fachartikel zum Urheberrecht an Schulen befasst sich mit dem Recht von Kindern und Jugendlichen am eigenen Bild. Der Artikel beantwortet unter anderem die Frage, ob ein Kind über die Veröffentlichung entscheiden darf. Das Urheberrecht in Deutschland regelt unter anderem die Rechte eines Menschen am eigenen Bild. Diese gelten nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch für Kinder. Wird ein Kind während einer Schulveranstaltung oder auf einer Klassenfahrt fotografiert, müssen die Lehrkräfte Sorge tragen, dass diese Bilder nicht ohne Erlaubnis des Kindes oder eines Erziehungsberechtigten veröffentlicht, verbreitet oder vervielfältigt werden. Andernfalls müssen die Lehrkräfte mit juristischen Konsequenzen rechnen. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. klärt auf seinem kostenlosen Ratgeberportal auf. Was versteht man unter dem "Urheberrechtsgesetz"? Unser tägliches Leben wird durch eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften bestimmt und geregelt. Eines davon ist das sogenannte Urheberrechtsgesetz, kurz UrhG, bei dem es sich um eine Zusammenstellung von Rechtsvorschriften rund um das Urheberrecht handelt und welches auch in der Schule und während schulischer Veranstaltungen Anwendung findet. Definiert wird im Urheberrechtsgesetz zum Beispiel, welche Werke als schützenswert gelten, welche Rechte ein Urheber hat, wie lang das Urheberrecht gilt und welche Ansprüche bei einer widerrechtlichen Urheberrechtsverletzung bestehen. Was versteht man unter dem "Recht am eigenen Bild"? Das Recht am eigenen Bild wird in Deutschland durch die Urheberrechtsgesetze geregelt. Grundsätzlich definiert es das Recht eines jeden Menschen, selbst darüber zu entscheiden, ob ein Foto, auf dem man zu sehen ist, veröffentlicht oder vervielfältigt werden darf. Daher dürfen Fotos, die fremde oder dritte Personen abbilden, nur mit deren Einverständnis im Internet hochgeladen oder anderweitig verbreitet werden. Welche Rechte gelten für Kinder? Wie schon erwähnt, gilt das Recht am eigenen Bild für jede Person, egal ob es sich dabei um Erwachsene oder Minderjährige handelt. Daher dürfen grundsätzlich auch Kinder selbst entscheiden, ob ein Bild von ihnen verbreitet werden darf oder nicht. Diese Vorschrift wird durch das sogenannte "Kunsturheberrechtsgesetz" (KunstUrhG) definiert und stellt einen wichtigen Bestandteil der Persönlichkeitsrechte eines jeden Menschen dar. Die Persönlichkeitsrechte sollen wiederum dazu beitragen, dass jeder Mensch seine Persönlichkeit frei entfalten kann und vor Eingriffen in die Lebens- oder Freiheitsbereiche geschützt wird. Daher gilt das Kunsturheberrechtsgesetz sowohl für Kinder als auch für Erwachsene - und das nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch bis zu zehn Jahre nach dem Tod der jeweiligen abgebildeten Person. Wer entscheidet über das Recht am eigenen Bild bei Kindern? Obwohl Kinder und Jugendliche grundsätzlich das Recht haben, selbst über die Veröffentlichung ihrer Bilder zu entscheiden, gestaltet sich dies in der Realität häufig etwas schwieriger. Das gilt besonders für Kleinkinder: Diese verstehen in der Regel nicht, worum es sich beim Recht am eigenen Bild handelt und welchen Zweck das Gesetz verfolgt. Doch auch Grundschulkindern und teilweise auch Jugendlichen fehlt häufig die Weitsicht und Erfahrung, um einschätzen zu können, welche Auswirkung die Veröffentlichung eines Bildes für sie haben kann. Daher sieht das Gesetz bestimmte Altersgrenzen vor, bis zu dem die Eltern über das Recht am Bild eines Kindes entscheiden. Bis zum siebten Lebensjahr können ausschließlich die Eltern darüber entscheiden, welches Foto ihres Kindes veröffentlicht wird. Lehrkräfte, die Fotos von Kindern zu schulischen Zwecken schießen und veröffentlichen möchten, zum Beispiel bei einer Ausstellung in der Schule oder auf der Webseite der Schule, sind demnach dazu verpflichtet, die Eltern um Erlaubnis zu bitten. Dies schließt vor allem die Verbreitung über die sozialen Netzwerke oder WhatsApp ein. Ab dem achten und bis zum siebzehnten Lebensjahr teilen sich die Eltern die Entscheidungsgewalt mit den Sprösslingen. Nur, wenn beide Parteien mit der Veröffentlichung einverstanden sind, darf diese auch stattfinden. Das bedeutet, dass ein Kind nicht völlig selbstständig entscheiden darf, welche Fotos es auf den sozialen Plattformen hochlädt. Ebenso wenig darf ein Elternteil jedoch ein Bild des Kindes ohne dessen Einverständnis veröffentlichen. Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V., einem Zusammenschluss von Rechtsjournalistinnen und Rechtsjournalisten sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen arbeitsvertrag.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen. Der Verband wurde im August 2015 von dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche relevanten Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem wird ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufgebaut und gepflegt. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an.

  • Fächerübergreifend

Ist das Streikverbot für Beamte verfassungsgemäß?

Fall des Monats

Das Streikverbot ist ein Grundsatz des Beamtentums in Deutschland – und bleibt als solcher bestehen. Es steht nicht dem Grundsatz der Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes entgegen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Denn die Zuerkennung eines Streikrechts würde das System des deutschen Beamtenrechts infrage stellen. Aber warum ist das so?

  • Fächerübergreifend

Albert Camus' "L'hôte" genau lesen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zu zu Camus Erzählung "L'hôte" (1952-1957) beruht auf dem literaturdidaktischen Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder, 2017). Er erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zugrunde liegen.

  • Französisch

Angebote zu entwicklungspolitischen Themen

Fachartikel

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat sich globale Ziele für eine bessere Welt gesetzt. Die Kinderhefte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereiten die entwicklungspolitischen Themen Hunger und Armut, fairer Handel sowie Meeresschutz kindgerecht auf.

  • Ich und meine Welt / Geographie / Jahreszeiten / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt

Können Bugwellenstunden am Ende der Laufbahn finanziell abgegolten werden?

Fall des Monats

Endlich die Seele baumeln lassen können: Der lang ersehnte Ruhestand steht bevor. Doch was passiert mit den Überstunden, die über die reguläre Arbeitszeit hinaus geleistet wurden und nicht abgebaut werden konnten? Werden noch offene am Ende der Laufbahn ausbezahlt?

  • Fächerübergreifend

MINT-Berufe im Fokus: Technik und Ingenieurwesen

Fachartikel

Berufsorientierung für junge Frauen: Die Technik-Broschüre von "Komm, mach MINT" gibt spannende Einblicke in den Berufsalltag von Ingenieurinnen und liefert Informationen zu Fachgebieten sowie Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

  • Mathematik / Rechnen & Logik / Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik

Was die DSGVO für Ihre Schule bedeutet

Fall des Monats

Seit Ende Mai 2018 gilt in Deutschland die Europäische Datenschutz-Grundverordnung – kurz EU-DSGVO. Doch was bedeutet die neue Verordnung für Schulen und insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer?

  • Fächerübergreifend

Migrationshintergrund: Lernbiografien mit Fluchterfahrungen

Fachartikel
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In diesem Fachartikel zum Thema Flucht und Lernbiografien werden einige wichtige Faktoren vorgestellt, die in den Lernbiografien von geflüchteten Jugendlichen für den weiteren Schulbesuch unter anderem im DaF-/DaZ-Unterricht eine Rolle spielen können. Betrachtet man Lernbiografien von geflüchteten Jugendlichen in Deutschland, ist zunächst zu beachten, dass jede Lernbiografie individuell ist. Dieser Artikel soll daher keineswegs dazu einladen, pauschalisierende Vorannahmen über Geflüchtete unterschiedlichster geografischer und sozialer Herkunft zu fördern. Ziel ist es vielmehr, die Lehrkraft im Vorfeld für die Möglichkeiten zu sensibilisieren und Problemlösungsstrategien zu erörtern, um ihr beispielsweise im Unterricht von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache zu helfen. Schulunterricht im Herkunftsland Viele Jugendliche mit Fluchthintergrund kennen aus ihrem Herkunftsland frontalen Schulunterricht, in dem vor allem reproduktive Fertigkeiten geschult werden. Das Mitlesen im Chor, die Alphabetisierung über das Auswendiglernen des Alphabets und das Fehlen von Partner- und Gruppenarbeit charakterisieren die Unterrichtserfahrung vieler Schülerinnen und Schüler. Mit kooperativen und eigenverantwortlichen Lernformen umzugehen, muss daher teilweise erst geübt werden. Erfahrungen mit neuen Lernformen Die Praxis zeigt jedoch, dass sich Jugendliche schnell auf neue Unterrichtsformen einlassen können, wenn sie den Lernerfolg erkennen. Zu Anfang eines Schuljahres bieten sich daher spielerische, stark aktivierende Unterrichtseinheiten an, bei denen die Schülerinnen und Schüler den effektiven Lerngewinn nach jeder Einheit klar vor Augen haben. Auch offene Diskussionen in der Klasse, bei denen Schülerinnen und Schüler von ihren Lernerfahrungen erzählen, regen zur Reflexion an. Die Lehrkraft kann in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich lernen. Sie werden nicht von der Lehrkraft mit Wissen gefüllt, sondern eignen sich Fertigkeiten und Kenntnisse selbst an. Dabei hilft es, aktiv zu sein, was allerdings für viele Flüchtlingskinder neu ist und erst geübt werden muss. Erfahrungen mit körperlichen Strafen in der Schule Im Zusammenhang mit den bisher erlebten Unterrichtsmethoden steht auch die Anwendung von Gewalt durch die Lehrkraft. Je nach Herkunftsland und besuchtem Schultyp, teilweise auch abhängig von einzelnen Lehrkräften, bringen viele Schülerinnen und Schüler Erfahrungen von körperlicher Gewalt und Demütigungen vor der Klasse mit. Klassische Bestrafungsmethoden bestehen neben Schlägen auch darin, dass Schülerinnen und Schüler in anstrengenden und demütigenden Positionen verharren müssen. Wenn sie sich bewegen, weil sie sich abstützen oder anders entlastende Positionen einnehmen wollen, werden sie noch zusätzlich bestraft. Das passiert normalerweise vor den Augen der Klasse. Gründe für Bestrafungen können mangelnde Konzentration, eine falsche Antwort oder auch nur ein unangespitzter Bleistift sein. Vermittlung von Sicherheit vor körperlichen Strafen im Unterricht Eine zielführende Methode, um die Angst vor Strafen im Unterricht abzubauen, ist ein Klassengespräch über die Rechtslage in Deutschland. Es sollte nicht in den allerersten Stunden eines neuen Schuljahrs stattfinden, sondern erst, wenn sich eine gewisse Vertrauensbasis in der Klasse herausbilden konnte. Viele Jugendliche beeindruckt es sehr, wenn sie erfahren, dass eine prügelnde Lehrkraft in Deutschland von der Polizei abgeholt werden würde. Inwieweit in diesem Gespräch auf die Erfahrungen der Jugendlichen eingegangen wird, sollte ihnen selbst überlassen bleiben. Die Rolle der Lehrkraft besteht vor allem darin, die Situation in Deutschland darzustellen. Falls Jugendliche von Strafen berichten und dabei lachen, was nicht ungewöhnlich ist, sollte dieser Schutzmechanismus nicht durchbrochen werden. Er ist ein wichtiges Werkzeug dafür, sich vor der Klasse mitteilen zu können, ohne das Gesicht zu verlieren. Wenn der Verdacht besteht, dass schwere Traumatisierungen in diesem Zusammenhang vorliegen, sollte das Gespräch kurz und auf die deutschen Verhältnisse bezogen bleiben. Dem oder den betreffenden Schülern sollte unter vier Augen die Betreuung durch eine pschologische oder pädagogische Fachkraft angeboten werden. Diskontinuität als erlebte Normalität Viele internationale Jugendliche müssen sich erst daran gewöhnen, dass die Schulpflicht in Deutschland konsequent durchgesetzt wird. Viele Lernbiografien sind von Diskontinuität gekennzeichnet. Faktoren wie weite Schulwege ohne Verkehrsanbindung, die Verpflichtung zur Lohnarbeit oder mangelnde Aufsicht und Kontrolle des Schulbesuchs auch bei kleinen Kindern führen dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht an Kontinuität gewöhnt sind. Der immer gleiche Tagesablauf, den Kinder und Jugendliche in Deutschland spätestens mit der Einschulung kennenlernen, stellt unter Umständen eine ermüdende, zermürbende Erfahrung dar. Ihr eigener Gestaltungsspielraum in Bezug auf ihren Tagesrhythmus ist für den größten Teil des Tages minimiert. Gewöhnung an den täglichen Schulbesuch Um die Kontinuität des Schulbesuchs zu fördern, ist eine gute Betreuung außerhalb der Schule wichtig. Daher sollte bei häufigen Fehlzeiten die Wohngruppe, die zuständigen Sozialarbeiterin oder den Sozialarbeiter, die Familie oder die Pflegefamilie kontaktiert werden. Teilweise ist zudem in den Familien Aufklärungsarbeit nötig. Auch der Umgang mit Krankheiten ist in verschiedenen Kulturen unterschiedlich. Während für einige Jugendliche Kopfschmerzen oder eine leichte Erkältung ein Grund sind, sich einen Tag zu erholen, sind deutsche Jugendliche daran gewöhnt, trotz kleiner Beschwerden, möglicherweise mithilfe von Medikamenten, zum Unterricht zu erscheinen. Hier muss jede Lehrkraft für sich abwägen, zu welchem Verhalten sie in diesem Fall rät. Einerseits ist Überbeanspruchung ungesund, vor allem, wenn dafür schon bei Kindern und Jugendlichen Medikamente verwendet werden, andererseits sollte die spätere Wirklichkeit im Arbeitsleben nicht außer Acht gelassen werden. Besondere Herausforderungen und die eigene Abgrenzung Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung bringen möglicherweise traumatische Belastungen mit, die von der Lehrkraft nicht aufgefangen werden können. Wenn Jugendliche in der Klasse depressive Symptomatiken zeigen, auffällig oft über Gewalt oder Tod sprechen, zeitweise nicht "ganz da" oder "sie selbst" zu sein scheinen oder andere Auffälligkeiten zeigen, sollte die Lehrkraft nicht versuchen, mit der Situation allein zurechtzukommen. Hier ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und sich früh Unterstützung durch psychologische oder pädagogische Fachkräfte zu holen. Die Überleitung an die Fachkraft Die Lehrkraft kann die Schülerin oder den Schüler in solchen Fällen unter vier Augen ansprechen und sagen, dass sie wahrgenommen hat, dass es dem oder der Jugendlichen nicht gut geht. Wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkraft und Schülern stabil ist, möchten diese dann häufig die Lehrkraft ins Vertrauen ziehen, die auch möglichst nichts weitersagen soll. Hier muss die Lehrkraft klar sagen, dass sie selbst keine psychologische Hilfe geben kann. Sie verweist an die entsprechende Fachkraft und vermittelt im Idealfall persönlich an diese, indem beispielsweise der erste Termin gemeinsam vereinbart wird. Viele Schülerinnen und Schüler finden es anfangs schwer, einer fremden Person persönliche Dinge anzuvertrauen. Die Lehrkraft kann an dieser Stelle unterstützend tätig sein, indem sie einerseits ihr eigenes Vertrauen gegenüber der Fachkraft zum Ausdruck bringt und sich andererseits inhaltlich aus der psychologischen Arbeit heraushält, sodass der oder die Jugendliche eine Bindung zur Fachkraft aufbaut.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ

Den Schulhund von der Steuer absetzen?

Fall des Monats

In ihrer jährlichen Einkommenssteuererklärung machte eine Lehrerin aus Rheinland-Pfalz die Kosten für ihren Hund zu 50 Prozent steuerlich geltend. Diese beliefen sich auf über 250 Euro, zu denen noch einmal pauschal 600 Euro für das Futter des Tieres hinzukamen. Wie entschied das Gericht?

  • Fächerübergreifend

Goethes "Ganymed" genau lesen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zu Goethes Gedicht "Ganymed" (vermutlich 1774) beruht auf dem literaturdidaktischen Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder, 2017). Er erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zu dem Gedicht zugrunde liegen. Eine ausführlichere Download-Version des Fachartikels vertieft die hier skizzierten fachdidaktischen Darlegungen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Alphabetisierungsgrade und Bildungshintergründe in gemischten Klassen

Fachartikel
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Dieser Fachartikel zu unterschiedlichen Alphabetisierungsgraden in Übergangs- oder gemischten Klassen im DaF-/DaZ-Unterricht vermittelt Hintergrundwissen zu verschiedenen Stufen der Lese- und Schreibfähigkeit und stellt Bezüge zu typischen Lernerbiografien her. Eine wesentliche Aufgabe des Lehrberufs besteht darin, Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Stärken und Schwächen individuell zu fördern. Insbesondere für den DaF-/DaZ-Unterricht ergibt sich jedoch durch zumeist stark heterogene Gruppen dabei eine Reihe von Schwierigkeiten. In Klassen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft steht die Lehrkraft schließlich zunächst einmal vor der Herausforderung, mit vielfältigen Alphabetisierungsgraden in lateinischer Schrift umgehen zu müssen. Unterschiedliche Niveaus und Umgang mit Vermeidungsstrategien Da viele Schülerinnen und Schüler mit geringem Alphabetisierungsgrad gelernt haben, ihre vermeintliche Schwäche zu verbergen, lohnt es sich deshalb, zu Beginn des Schuljahres oder bei neuen Lernenden vorab einen Alphabetisierungstest durchzuführen. Dabei ist es besonders wichtig, den betroffenen Schülerinnen und Schülern Angst und Scham zu nehmen sowie ihnen zu vermitteln, dass Vermeidungsstrategien nicht zielführend sind. Häufig spielt die Angst vor Strafen eine wichtige Rolle beim Vermeidungsverhalten. Die Lehrkraft kann daher Hilfe leisten, indem sie betont, dass "Nicht-Können" in der Klasse nicht bestraft wird und dass "Nicht-Lesen-Können" nur bedeutet, dass man noch nicht lesen kann. In harmonischen Klassen kann ein offenes Gespräch über die Lernerbiografien und Alphabetisierungsgrade der Schülerinnen und Schüler sehr wirksam sein, um Hänseleien in der Klasse zu unterbinden und fehlende Lese- und Schreibkenntnisse zu enttabuisieren. Dabei zeigt sich oft, dass Schülerinnen und Schüler mit hohem Alphabetisierungsgrad durchaus bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen, indem sie Helferrollen übernehmen und damit selbst durch diese Vermittlerrolle profitieren. Die angemessene Einschätzung des Lese- und Schreibniveaus der Lernenden in gemischten Klassen wie im DaF-/DaZ-Unterricht stellt eine Grundvoraussetzung für die individuelle Förderung im Anschluss dar. Aus diesem Grund geht es im Folgenden um unterschiedliche Stufen der Alphabetisierung und damit verbundenen Anforderungen an den Unterricht. Primärer Analphabetismus Primärer Analphabetismus liegt vor, wenn eine Person in keiner Sprache und keinem Schriftsystem bisher lesen und schreiben gelernt hat. Das betrifft häufiger Schülerinnen und Schüler aus Ländern, in denen das Schulsystem nicht allen Menschen zugänglich ist, aber es gibt immer auch individuelle Gründe, warum Kinder nicht zur Schule gegangen sind oder in der Schule nicht lernen konnten. Daher sollte der Alphabetisierungsgrad aller Jugendlichen kontrolliert werden, aus welchem Herkunftsland sie auch kommen mögen. Hinweise darauf, dass es sich bei Lernenden um primäre Analphabeten handelt, ergeben sich häufig schon bei Abschreibeübungen: Einzelne Buchstaben sind gespiegelt, Wortgrenzen auch von bekannten Wörtern werden nicht erkannt und die Buchstaben werden einzeln abgemalt. Freies Schreiben ist nicht möglich. Beim Lesen werden Buchstaben einzeln aufgezählt und nicht zum Wort kombiniert oder die Buchstaben sind noch gänzlich unbekannt. Diese Lernenden benötigen besondere Förderung beim Lernen von Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache, die in einer gemischten Klasse ohne zusätzliche Betreuung sehr schwer zu leisten ist. In Klassen mit primären Analphabeten sollte ein bestimmter Teil der Unterrichtszeit der Alphabetisierung auf dem Niveau der Schülerinnen und Schüler gewidmet sein. Dafür ist eine zusätzliche Lehrkraft oder zusätzliche Zeit mit der Klassenlehrkraft unbedingt nötig. In diesem Teil des Unterrichts werden Laute und Buchstaben eingeführt, phonologische Bewusstheit gefördert und das verstehende Lesen und mitteilende Schreiben geübt. Die Lehrkraft sollte Fachwissen aus dem Bereich Alphabetisierung mitbringen. Funktioneller Analphabetismus Der Begriff "Funktioneller Analphabetismus" trifft auf die Lernenden zu, deren Lese- und Schreibkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterrichtsgeschehen in vergleichbarem Maß zu folgen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch im Alltag und vor allem später im Berufsalltag ergeben sich dann häufig Schwierigkeiten, denen durch gezielte Förderung im Unterricht vorgebeugt werden kann. Die größere Zahl der Schülerinnen und Schüler mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen hat im Heimatland bereits ein oder sogar zwei Schriftsysteme kennengelernt. Für den Lernerfolg in der deutschen Klasse ist dabei vor allem wichtig, wie hoch der Alphabetisierungsgrad in der Muttersprache oder in der Schulsprache ist und ob diese Sprache in lateinischer Schrift geschrieben wird. Eine relativ typische Lernerbiografie einer Schülerin oder eines Schülers mit hohem Förderbedarf umfasst häufig drei bis vier Jahre oft unregelmäßigen Schulbesuchs. Die Klassen sind meist sehr groß, sodass die Lernenden teilweise im Chor lesen, ohne dass das Textverständnis trainiert wird. Vermeidungsstrategien funktionieren an dieser Stelle relativ gut. Schreiben als Mittel der Kommunikation spielt häufig eine eher untergeordnete Rolle. Auch diese Lerner profitieren daher sehr von gezielter Lese- und Schreibförderung, die abseits des Regelunterrichts angeboten wird. Die Schülerinnen und Schüler lernen unter anderem verstehend zu lesen und das Schreiben als Mittel zum Ausdruck zu verwenden. Dabei sollte zunächst die Mitteilung im Fokus stehen. Erst im Laufe der Zeit nimmt die orthografische Korrektheit eine wichtigere Rolle ein. Auch auf höheren Niveaus ist häufig noch gesonderte Förderung nötig, diese kann aber unter Umständen durch eine zweite Lehrkraft in der Klasse geleistet werden. Hier wird das selbstständige Erfassen eines Arbeitsblattes mit seiner Strukturierung anhand des Layouts geübt, außerdem werden verschiedene Lesetechniken aus den vorangehenden Jahrgangsstufen gelernt. Beim Schreiben wird vermehrt auf eine korrekte Rechtschreibung geachtet. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler gern und möglichst viel schreiben. Zweitschriftlerner Zweitschriftlerner beherrschen ein anderes Schriftsystem als das lateinische souverän, die lateinische Schrift dagegen ist neu für sie. Diese Schülerinnen und Schüler machen häufig deutlich schnellere Fortschritte als funktionelle oder primäre Analphabeten. Sie sind mit Schriftlichkeit als Mittel der Kommunikation in verschiedenen Facetten vertraut. Je nach zuerst gelerntem Schriftsystem ergeben sich dennoch häufig typische Schwierigkeiten. Die arabische Schrift ist wie die lateinische eine Buchstabenschrift. Ein Unterschied besteht darin, dass Vokale häufig nicht mitgeschrieben werden, doch das bereitet eher weniger Probleme beim Zweitschrifterwerb. Die umgekehrte Schriftführung in der lateinischen Schrift dagegen, von links nach rechts, ist für viele Schülerinnen und Schüler ungewohnt und führt häufig dazu, dass die einzelnen Buchstaben in umgekehrter Richtung geschrieben werden, sodass der Schreibfluss sich nicht zügig entwickelt. Eine Methode, den Lernenden die Umständlichkeit dieser Schreibweise vor Augen zu führen, besteht darin, sich beispielsweise den eigenen Namen in arabischer Schrift zeigen zu lassen und dann jeden Buchstaben ebenfalls in umgekehrter Richtung zu schreiben. Die äthiopische Schrift wird vor allem in Äthiopien und Eritrea verwendet. Da es sich hierbei um eine Silbenschrift handelt, ist das Umdenken auf die lateinische Buchstabenschrift komplizierter. Umso wichtiger ist es, Buchstaben lautierend einzuführen ("p" statt "pe", "m" statt "em"). Die kyrillische und georgische Schrift sind wiederum Buchstabenschriften, die von links nach rechts geschrieben werden, sodass der Zweitschrifterwerb keine besondere Schwierigkeit darstellt. Fazit Den Lernstand Ihrer Schülerinnen und Schüler angemessen einschätzen zu können erfordert ein hohes Maß an diagnostischer Kompetenz. Die dargestellten Tipps und Handlungsempfehlungen ergeben sich aus Erfahrungen mit Lernern unterschiedlicher Herkunftsländer und dienen dazu, Lernschwierigkeiten besser verstehen und lösen zu können.

  • DaF / DaZ

Sprachsensibler Fachunterricht mit Lingo MINT

Fachartikel

Lingo MINT bietet Materialien für das integrierte Sprach- und Fachlernen (CLIL) zu mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Themen für Lernende mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache. Lingo MINT ist konzipiert für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache (DaF, DaZ). Die Materialien legen den inhaltlichen Fokus auf die MINT-Fächer und beinhalten Alltagsphänomene aus Technik, Mathematik und den Naturwissenschaften . Durch den phänomenbasierten Ansatz eignet sich das Material weltweit für den Unterricht in fächerübergreifenden Lernumgebungen als Fremd- und Zielsprache. Es wird ebenso in Schulen im Ausland mit Deutschschwerpunkt sowie für Lernende mit Migrationshintergrund in Deutschland eingesetzt. Inhalte für Kinder und Jugendliche Kinder von 8 bis 12 Jahren entdecken mit dem "Lingo macht MINT"-Magazin interessante Sprachthemen und können selbst Experimente machen.

  • DaF / DaZ / Mathematik / Rechnen & Logik / Technik / Sache & Technik / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Chemie / Natur & Umwelt / Physik / Astronomie

Fortbildungsangebot in Form von Fachartikeln

Lehrer-Online ist eine zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte, die eine umfassende Sammlung an Fachartikeln bereitstellt, um Lehrerinnen und Lehrern in ihrer täglichen Arbeit und Weiterbildung zu unterstützen. Mit einer breiten Palette an Themen, von Didaktik und Methodik über Klassenmanagement bis hin zu den neuesten Trends in der Bildungslandschaft, bietet Lehrer-Online wertvolle Einblicke und praktische Tipps, die direkt im Klassenzimmer angewendet werden können. Unsere Fachartikel sind von Expertinnen und Experten verfasst und auf die Bedürfnisse moderner Lehrkräfte zugeschnitten.

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