Bleiben Sie neugierig: Entdecken Sie unsere Fachartikel zu praxisnahen Themen und lernen Sie neue Methoden und Werkzeuge kennen, um die täglichen Herausforderungen im Schulalltag zu meistern. 

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Der App-Hefter© – das Nachschlagewerk für den digitalen Unterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt verschiedene Apps vor, die sich für den Einsatz im Unterricht eignen. Anhand des SAMR-Modells wird erläutert, wie diese Apps Lehr- und Lernprozesse bereichern können. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Social Media-Stress als Thema in Schule und Unterricht

Fachartikel
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Dieses Experten-Interview widmet sich der Frage, inwiefern soziale Medien Stress verursachen, wie sich dieser Stress in Schule und Unterricht bemerkbar machen kann und was Lehrkräfte zur Aufklärung ihrer Schülerinnen und Schüler beitragen können. Kann der Konsum sozialer Medien wirklich krank machen? Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Und welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Diese und weitere Fragen hat uns Saskia Eilers von WERTE LEBEN – ONLINE beantwortet. WERTE LEBEN – ONLINE ist ein bundesweites Online-Projekt, bei dem sich Jugendliche für mehr Mitgefühl und Toleranz im Netz stark machen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Inwiefern können soziale Medien Stress verursachen? Dank WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. sind wir heutzutage immer up-to-date und erreichbar. Wer allerdings rund um die Uhr online verfügbar ist und selten abschaltet, der kommt schnell an seine Grenzen. Die Prämisse der ständigen Erreichbarkeit bedeutet im Umkehrschluss, dass wir uns kaum mehr Ruhepausen und Schutzräume vor dem digitalen Miteinander zugestehen. Das betrifft nicht nur Jugendliche, sondern auch uns Erwachsene. Eine unreflektierte Nutzung sozialer Medien kann auf unterschiedlichen Ebenen ein erhöhtes Stress-Empfinden hervorrufen: Wir schreiben beispielsweise mit mehreren Menschen zeitgleich in unterschiedlichen Chats. Nebenbei checken wir noch unsere aktuelle Followerzahl auf Instagram. Die Angebotsfülle und Dynamik sozialer Medien führt oftmals zu einer regelrechten Reizüberflutung . Wir konzentrieren uns nicht mehr nur auf eine Sache, sondern versuchen an mehreren digitalen Schauplätzen gleichzeitig zu agieren und so viel wie möglich mitzubekommen. Unsere Kommunikation über WhatsApp gleicht nicht selten einer unaufhaltsamen Nachrichtenflut, die mit einem gewissen Antwort-Druck verbunden ist. "Wieso schreibst du mir nicht? Ich hab doch gesehen, dass du online warst!" Auch soziale Dynamiken im Gruppenchat , wie zum Beispiel Beleidigungen, Ausgrenzung, Missverständnisse oder Spam-Nachrichten, können Stress verursachen. Ebenso rufen negative Netzphänomene wie Cybermobbing oder Hate Speech verstärkt emotionalen Stress hervor, welcher nicht selten zu ernsthaften psychischen Belastungen führen kann. Auch die Themen Selbstdarstellung und soziales Feedback sind eng mit Stressfaktoren verknüpft. Eine Vielzahl bekannter Influencerinnen und Influencer präsentieren uns fragwürdige Schönheitsideale und materielle Werte, die im realen Leben fast unerreichbar wirken. Vor allem junge Nutzerinnen und Nutzer eifern diesen Vorbildern gerne nach und messen ihren eigenen Selbstwert an der Anzahl an Likes und Followern, die sie zum Beispiel auf Instagram für das "perfekte Bild" erhalten. Der Wunsch nach positivem Feedback und Bestätigung in den sozialen Medien geht daher oftmals mit einem regelrechten Druck zur Selbstoptimierung einher. In den Medien kursieren häufiger Berichte über die Social Media-Krankheit oder das Social Media-Burnout. Was hat es damit auf sich? Diese Begriffe sind heutzutage in aller Munde. Manche Menschen stehen dieser "Modediagnose" eher kritisch gegenüber, andere sehen darin ein alarmierendes Symptom unseres digitalen Zeitalters. An dieser Stelle sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Meines Wissens nach gibt es bisher keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Themenbereich. Das Phänomen ist schließlich noch recht neu. Allerdings zeigt sich hierdurch, dass der gesellschaftliche Blick zunehmend auf die Schattenseiten und problematischen Aspekte einer unreflektierten und übermäßigen Social-Media-Nutzung trifft, die definitiv nicht zu unterschätzen sind und durchaus psychische wie physische Gesundheitsfolgen beeinflussen können. Es gibt durchaus Annahmen, dass die sogenannte "Fear of Missing out" zu einem erhöhten Stressempfinden, Schlafproblemen, innerer Unruhe, Angstzuständen oder auch Depressionen führen kann. Hier müssen allerdings stets die jeweiligen Hintergründe und psychischen Faktoren der Einzelperson mit einbezogen werden. Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Für Jugendliche sind soziale Medien ganz natürliche Austausch- und Artikulationsplattformen. Plattformen wie Instagram, YouTube, Snapchat & Co. treffen mit ihren interaktiven Nutzungsmöglichkeiten wie maßgeschneidert auf den Wunsch nach Zugehörigkeit, Orientierung und Identitätsarbeit im Jugendalter. Daher nehmen soziale Medien in der jugendlichen Lebenswelt eine meist größere Bedeutung ein. Stressfaktoren und negative Phänomene, die in diesem Rahmen auftreten, können Jugendliche daher stärker beeinflussen als uns Erwachsene. Ebenso wirken sich ein unausgereiftes Reflexionsvermögen sowie fehlende Abgrenzungskompetenzen auf die Stressbelastung durch Social-Media-Nutzung aus. Ein zeitweiliges Handyverbot löst das Problem daher nicht, sondern kann eine ganz andere Form von Stress bedingen: Die Angst etwas zu verpassen und von den eigenen Peers abgekoppelt zu sein. Vielmehr ist die Vermittlung von Handlungsstrategien und Kompetenzen an Jugendliche gefragt, um negativen (Stress-) Phänomenen im eigenen Online-Alltag kritisch und selbstbewusst begegnen zu können. Wie kann sich der durch soziale Medien ausgelöste Stress auch in Schule und Unterricht bemerkbar machen? Wenn zum Beispiel bis spät in die Nacht noch auf WhatsApp geantwortet oder die eigene Instagram-Story erstellt werden muss, kann das zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche im Unterricht führen. Bei langanhaltenden kurzen Nächten oder viel digitaler Ablenkung bei den Hausaufgaben können gegebenenfalls nachlassende schulische Leistungen die Folge sein. Anhaltender emotionaler Stress durch Cybermobbing und Hasskommentare kann sich außerdem dadurch zeigen, dass die Schülerin oder der Schüler oft krank ist, sich generell zurückzieht oder die Schule schwänzt. Mobbing via Smartphone und Mobbing im realen Leben gehen oft Hand in Hand. So können sich zum Beispiel Lästereien oder Ausgrenzung aus dem WhatsApp-Klassenchat auch auf dem Schulhof bemerkbar machen. Ist der Stress, den soziale Medien verursachen, für Jugendliche ein anderer als beispielsweise Klausuren-Stress? Sowohl bei Klausuren als auch bei sozialen Medien entsteht ein gewisser Leistungsdruck. Die Bewertungsmechanismen und der Trend zur Selbstoptimierung auf Instagram & Co. können hier als Beispiele genannt werden. Im Unterschied zur täglichen Social-Media-Nutzung ist das Stress-Empfinden in Klausuren-Phasen jedoch meist zeitlich begrenzt. Mit dem Smartphone als Alltagsbegleiter wirkt sich der Stress vielmehr rund um die Uhr auf junge Menschen aus. Hier spielt zudem die soziale Komponente eine weitaus größere Rolle. Welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Gemeinsam können die verschiedenen (Privatsphäre-) Einstellungen von WhatsApp, Instagram & Co. besprochen werden. Diese technischen Kompetenzen ermöglichen es Jugendlichen, die Kontrolle über ihre Social-Media-Profile zu behalten und zum Beispiel selbst zu entscheiden, wer ihre Bilder sehen darf, ihnen eine Nachricht schreiben kann oder ob der Sender eine Lesebestätigung erhält. Auch die Deaktivierung des "Zuletzt online"-Status auf WhatsApp kann helfen, um dem Antwortdruck zu entgehen. Für ein entspanntes Miteinander im Klassenchat sind Regeln wichtig . Gemeinsam kann im Klassenkontext festgelegt werden, welche Themen und Verhaltensweisen in den Gruppenchat gehören und was nicht erlaubt ist. Ein Admin sollte festgelegt werden, der Verantwortung für den Chatverlauf übernimmt und auf Fairness und die Einhaltung dieser Regeln achtet. Handyfreie Zeiten und Zonen , zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder abends im Bett, ermöglichen es Jugendlichen, sich kleine Ruhepausen zu gönnen und bewusst wahrzunehmen, wie es sich anfühlt, einmal nicht erreichbar zu sein. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sich Jugendliche den Ort oder Zeitpunkt selbst auswählen und die Social-Media-Pause selbstbestimmt in ihren Alltag einbauen. Wichtig ist außerdem, jungen Menschen nahezulegen, sich an Vertrauenspersonen wie Freunde, Eltern oder Lehrkräfte zu wenden, wenn der Social-Media-Stress zu einer echten Belastung wird. Bei der Online-Beratung www.juuuport.de helfen Jugendliche anderen Jugendlichen beispielsweise anonym und kostenlos bei Problemen im Netz. Welche Materialien und Netzwerkpartner zum Thema Social Media-Stress empfehlen Sie Lehrkräften? Unser Kooperationspartner, die EU-Initiative klicksafe.de , bietet medienpädagogische Materialien für den Schulunterricht an. Das Heft "Always ON" der Reihe Mobile Medien – Neue Herausforderungen enthält zum Beispiel kurze Unterrichtseinheiten zur Nutzung mobiler Medien vor dem Hintergrund der Omnipräsenz von Smartphones und Internetzugang. Das jugendaffine Informationsportal handysektor.de hat 10 goldene Regeln für den Gruppenchat erstellt, die vor allem im Hinblick auf den eigenen Klassenchat besprochen werden können. Hier gibt es außerdem eine "Real Life Challenge", die auf spielerische Weise zur Reflektion der eigenen Smartphone-Nutzung anregt. Zudem bietet unser Projekt WERTE LEBEN – ONLINE ein Webinar zum Thema Kein Stress auf WhatsApp – Messenger respekt- und sinnvoll nutzen an, welches jungen Menschen Tipps für eine entspannte WhatsApp-Nutzung und für ein faires Miteinander im Gruppenchat vermittelt. Per Webcam schalten sich unsere Scouts live ins Klassenzimmer und informieren über das Thema. Das online-basierte Seminar kann kostenlos von Schulklassen (5. bis 9. Klassenstufe) gebucht werden. Ihr Projekt WERTE LEBEN – ONLINE bildet ja auch jugendliche Scouts aus, die Gleichaltrige beraten. Was sind die Vorteile dieses Ansatzes? Bei WERTE LEBEN – ONLINE bilden wir Jugendliche zu Scouts aus, die ihr Wissen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Der Peer-Education-Ansatz bietet viele Vorteile für die medienpädagogische Arbeit. Die Wissensvermittlung erfolgt auf Augenhöhe und ohne erhobenen Zeigefinger. Insbesondere im Hinblick auf die sozialen Medien gibt es durchaus Generationsunterschiede bezüglich Wissen, Perspektive und Nutzung dieser Angebote. Jugendliche wissen selbst am besten, welche Themen und Herausforderungen die junge Netzgeneration gerade umtreibt. Ihre Tipps und Ratschläge sind daher authentisch und zielgruppennah und werden von Gleichaltrigen oftmals leichter angenommen.

  • Fächerübergreifend

Organisationsentwicklung: Erstellen von Technik-Konzepten

Fachartikel

Dieser Fachartikel liefert hilfreiche Informationen und Tipps zur Erstellung von Technik-Konzepten an Schulen. Diese sind Teil der Medienentwicklungspläne (MEP), die Schulen zur Beantragung von Mitteln aus dem "DigitalPakt Schule" vorlegen müssen. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Organisationsentwicklung: Medienbildungskonzept für Schulen

Fachartikel

Dieser Fachartikel unterstützt mit konkreten Tipps, Hintergrundinformationen und Best Practice-Beispielen bei der Erstellung eines Medienkonzepts als Teil der Schulentwicklung. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Sind Lernende auch außerhalb der Schule unfallversichert?

Fall des Monats

Ein Schüler wird auf dem Heimweg von einer Projektarbeit, die er auf Anordnung seiner Lehrkraft außerhalb der Schule mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern fertigstellt, schwer verletzt und ist fortan auf einen Rollstuhl angewiesen. Wer muss für einen Unfall außerhalb der Schule haften?

  • Fächerübergreifend

Lernen mit Lernvideos: was Schülerinnen und Schüler wissen sollten

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Thema Lernvideos im Internet werden die Risiken und Chancen von selbstständigem Lernen mit Videos in Ergänzung zum Unterricht dargestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Lernvideos auf ihre Seriosität hin zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen dabei Lernvideos der Plattform YouTube, da diese bei Jugendlichen besonders beliebt ist. Nutzung von Lernvideos durch Kinder und Jugendliche Immer mehr Schülerinnen und Schülern nutzen Lernvideos aus dem Internet. Besonders YouTube ist beliebt und hat inzwischen nicht nur einen riesengroßen Fundus an Lernvideos anzubieten, sondern wird von den Besucherinnen und Besuchern immer öfter auch als Suchmaschine benutzt. Die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer unter den Kindern und Jugendlichen wächst stetig. Kinder und Jugendliche, und natürlich auch sehr viele Erwachsene, beziehen ihr Wissen aus diesem Kanal. Dabei ist es nicht immer leicht festzustellen, ob es sich um qualifizierte Inhalte handelt oder um Videos mit ungeprüften Informationen und möglicherweise falschen oder unvollständigen Erklärungen. Lernvideos können den Unterricht ergänzen Gute Lernvideos sind keine Konkurrenz zum Unterricht, sondern sie ergänzen aktuelle Lerneinheiten und ermöglichen den Kindern und Jugendlichen einen zusätzlichen Zugang zum Thema. Da sehr viele Schülerinnen und Schüler diesen Weg beim Lernen nutzen, kann die Schule das nicht ignorieren. Im Sinne der Medienkompetenzförderung müssen Schülerinnen und Schüler allerdings lernen, den Wahrheitsgehalt und die Seriosität von Lernvideos selber herauszufinden. Gelingt das, kann das Lernen mit Videos als außerschulische Lernmethode zum Lernerfolg beitragen. Die Vorteile von Lernvideos sind: Sie können unabhängig von Uhrzeit oder Tageszeit angeschaut werden. Sie können so oft wie nötig angeschaut werden. Sie können an jedem Punkt des Videos gestoppt werden. Durch die grafische Aufbereitung können Inhalte viel leichter erklärt werden. Häufig bieten sie die Möglichkeit zum Dialog, beispielsweise in den Kommentaren. Sie können von jedem Ort mit Internetzugang angeschaut werden, also auch unproduktive Wartezeiten verkürzen. Sie sind oft unterhaltsam und bringen Wissen auf den Punkt. Viele Lernvideos sind für die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos (außer Werbeeinblendungen). Die Nachteile von Lernvideos sind: Der Wahrheitsgehalt ist oft nur schwer zu überprüfen. Fast alle Videos sind werbefinanziert. Gute Videos zu einem bestimmten Unterrichtsthema sind nicht immer leicht zu finden, da das Angebot groß ist und es keinen Wegweiser durch den Kanal gibt. Schülerinnen und Schüler schalten im Unterricht ab, weil sie den Lernstoff zu Hause per Video nachholen können. Fünf Schritte, um die Qualität von Lernvideos zu prüfen Es ist wichtig, den jugendlichen Nutzerinnen und Nutzern von Lernvideos Kriterien zu vermitteln, mit denen sie deren Qualität überprüfen können. Mit den folgenden fünf Schritten kann jedes Video bereits recht gut eingeschätzt werden. Seriöse Lernvideos liegen auf einem Kanal, der offen kommuniziert , welche Personen, Marke oder Einrichtung dahinter steht. Über den Kanal-Namen oder das Logo (oben rechts) gelangt man auf die Kanal-Seite und findet dort bei seriösen Seiten über den Menüpunkt "Kanal-Info" auch das Impressum. Nun kann der Betreibername , falls er nicht selbsterklärend ist, im Netz gesucht werden. Vertrauenswürdig sind Fachleute (Lehrkräfte, Dozentinnen und Dozenten, pädagogische Fachkräfte) oder ältere Schülerinnen und Schüler, die sich auf spezielle Lerninhalte konzentrieren und diese auf ihre eigene Art erklären. Auch der Umfang und das Gründungsjahr des Kanals sind aufschlussreich. Wenn regelmäßig Videos hochgeladen werden, der Kanal schon einige Jahre alt ist und ein großes Portfolio hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seriös ist. Interessant sind auch die Zugriffszahlen . Videos mit vielen Zugriffen werden in der Regel oft weiter empfohlen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie qualitativ gut sind, ist hoch. Zufriedene Benutzerinnen und Benutzer hinterlassen oft einen positiven Kommentar, unzufriedene kritisieren. Kommentare durchzulesen macht also durchaus Sinn, um zu erfahren, wie andere Besucherinnen und Besucher auf die Lernvideos reagieren, was sie an diesem Video gut finden und was nicht so gut ist. Über die Finanzierung von Lernvideos sprechen Hochwertige Lernvideos herzustellen kostet viel Zeit und ist sehr aufwendig. Wenn Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern schon Filmprojekte realisiert haben, können sie daran anknüpfen. Natürlich stellt sich dann auch die Frage, wie dieser Aufwand finanziert wird. Bei Videos auf YouTube sind das unterschiedliche Werbeformen, die der Kanal-Betreibende für jedes einzelne Video individuell einstellen kann. Diese Monetarisierung ist bei vielen Betreiberinnen und Betreibern der Antrieb, überhaupt Videos bei YouTube hochzuladen. Je häufiger ein Video angesehen wird, desto mehr Geld verdient der Betreibende. Schülerinnen und Schüler sollten sich also überlegen, welche Absicht hinter den Lernvideos steht. Da die Monetarisierung oft in keinem Aufwand zur Arbeit steht, kann der Kanal-Betreiber auch andere Gründe haben. Mögliche Zielsetzungen von Kanal-Betreiberinnen und -Betreibern : Große Marken wollen ihre Bekanntheit durch die Präsenz auf YouTube steigern. Bildung ist dafür immer ein glaubwürdiger und seriöser Ansatzpunkt. Klassische Printmedien oder öffentlich-rechtliche Anstalten versuchen sich auch in der digitalen Welt einen Namen zu machen und damit neue Interessenten zu gewinnen. Influencerinnen und Influencer versuchen bestimmte Produkte bekannt zu machen und zu verkaufen, indem sie diese in Bildungsthemen einbinden. Virale Videos , also Videos mit sehr hohen Aufruf-Raten, generieren ein schönes Nebeneinkommen. Je klarer ist, welche Absicht hinter einem Video steht, desto besser. Grundsätzlich ist es nicht verwerflich, mit guten Lernvideos über Werbung Einnahmen zu erzielen. Über die Qualität eines Videos sagt die Zielsetzung des Betreibers häufig nichts aus, sie sollte für die Nutzerinnen und Nutzer jedoch klar zu erkennen sein.

  • Fächerübergreifend

Berufsschulen: Fortbildungsplanung im Zeitalter der Digitalisierung

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt Berufsschulen Materialien zur Verfügung, mit denen sie Lehrerfortbildungen rund um den Einsatz digitaler Medien im Unterricht planen können. Er führt grundsätzliche Überlegungen zum Thema Lehrerfortbildung im digitalen Zeitalter auf und bietet konkrete Übersichts- und Checklisten zum Download an. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Neues Schulfach Digitalkunde? – Chancen und Herausforderungen

Fachartikel
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Dieses Experten-Interview beantwortet Fragen zur derzeit vielfach geforderten Einführung des Schulfachs Digitalkunde. Doktor Frederik Weinert hat kürzlich ein Buch zum Thema veröffentlicht, in dem er ein Konzept zur Etablierung des Fachs vorstellt. Braucht es wirklich ein eigenes Schulfach Digitalkunde? Welche Methoden und Inhalte sollten bei einem solchen Schulfach im Vordergrund stehen? Und was benötigen Schulen und Lehrkräfte, um Digitalkunde als Schulfach erfolgreich zu etablieren? Diese und weitere Fragen hat uns Doktor Frederik Weinert beantwortet, unter anderem Autor der Bücher "Digitalkunde als Schulfach" und "Hilfe, mein Kind ist ein Smombie. Unsere Kids im digitalen Rausch". Herr Doktor Weinert ist Medienwissenschaftler und als Medienexperte für Digitalisierung und Medienbildung tätig. Sie halten öffentlich ein Plädoyer dafür, Digitalkunde als Schulfach einzuführen. Warum? Viele Kinder und Jugendliche lernen bereits jetzt effizient mit YouTube, Learning-Apps und ihren Smartphones. Von Verblödung oder gar digitaler Demenz kann keine Rede sein. Das Potenzial ist gigantisch, doch es gibt ein Problem. Die meisten Kids kennen sich in den digitalen Welten zwar extrem gut aus, was die Bedienung von Apps, Social Media und Spielen angeht, allerdings sind sie dabei sehr unachtsam. Die Kids verbringen zu viel Zeit mit ihren Smartphones, werden süchtig nach Likes oder machen sich in den Sozialen Medien angreifbar. Aus diesem Grund plädiere ich für eine professionelle Medienerziehung, die allumfassend sein muss. Die meisten Eltern können diese Aufgabe nicht übernehmen, also muss das Schulsystem ran. Mit dieser Meinung stehe ich ja auch nicht alleine da, denn die CSU um Staatsministerin Dorothee Bär hat exakt das gleiche Ziel. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Schulfach Digitalkunde kommen wird. Aber braucht es wirklich ein eigenes Schulfach oder ist es nicht sinnvoller, digitale Bildung in die bestehende Fächerstruktur zu integrieren? Ich wünsche mir ganz klar das neue Schulfach Digitalkunde. Die Forderung eines eigenen Schulfachs hat auch damit zu tun, dass wir Lehrpersonal brauchen, das entsprechend ausgebildet ist. Ich kann dem 60-jährigen Deutschlehrer nicht zumuten, zig Fortbildungen zu besuchen und sich mit Urheberrecht auf YouTube auseinanderzusetzen. Oder doch? Das würde dann aber einen Aufschrei geben. Der Plan ist, dass die Lehrerausbildung an den Hochschulen revolutioniert wird. Nichtsdestotrotz sollten möglichst auch in die aktuellen Fächer innovative Lehrinhalte integriert werden. Welche Inhalte sollte das Schulfach Digitalkunde haben beziehungsweise welche Kompetenzen sollten vermittelt werden? Für das Schulfach Digitalkunde habe ich ein innovatives Vier-Säulen-Modell entwickelt. Ganz wichtig ist die medienpädagogische Säule , also Medienerziehung und Medienbildung sowie Methodik und die Ausbildung von Medienkompetenz. Da geht es dann beispielsweise um den Umgang mit digitalen Wortgefechten und Shitstorms in den Sozialen Medien, Medienproduktion und Online-Recherche. Die fachspezifische Säule orientiert sich an den klassischen Schulfächern wie Deutsch, Englisch, Geschichte, Sozialkunde, Musik und Kunst. Neu ist, dass sich die Inhalte des Digitalkunde-Unterrichts nicht an den offiziellen Lehrplan halten müssen. Das hat den Vorteil, dass Platz für hochmoderne Themen ist, die genau jetzt im Trend liegen. Wie funktioniert digitale Werbung? Welchen Vorteil haben fremdsprachige YouTube-Videos? Wie wird das Dritte Reich in Computerspielen wie Call of Duty dargestellt? Wie lassen sich historische Meilensteine als Hashtags verschlagworten? Das alles sind spannende Fragen mit noch spannenderen Antworten. Die dritte Säule orientiert sich dann an den Lehrplänen , stellt jedoch das Smartphone und Tablet als Arbeitsgerät heraus. Ebenso plädiere ich für eine Stärkung der Informatik, weil Programmier-Kenntnisse einfach wichtig sind, um in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Die anwendungsinnovative Säule ist so konzipiert, dass Medien-Camps, schulübergreifende Großprojekte und vor allem Kooperationen mit der Wirtschaft vorgesehen sind. Es lässt sich darüber streiten, ob Digitalkunde ab der ersten Klasse eingeführt werden sollte. Grundsätzlich ist Digitalkunde ein Fach für alle Schülerinnen und Schüler, denn es geht hier auch um soziale Gleichstellung und die Bereitstellung von Geräten, die sich nicht alle Eltern leisten können. Konkurriert das Fach Digitalkunde inhaltlich nicht mit dem Fach Informatik? Das Schulfach Digitalkunde versteht sich nicht als Konkurrenzprodukt zur Informatik. Die Digitalkunde möchte das Schulfach Informatik sogar stärken, indem die digitale Medienbildung in Zukunft in den Bereich des Schulfachs Digitalkunde fällt. Auf diese Weise kann die projekt- und anwendungsbezogene Informatik (Programmierung, Softwareentwicklung und so weiter) intensiviert werden, um die Schülerinnen und Schüler auf das spätere Berufsleben ideal vorzubereiten. Ob die Informatik als Schulfach eigenständig bleibt oder mit dem neuen Schulfach Digitalkunde gemeinsam eine starke Einheit bildet, entscheidet letztlich die Politik. Welche Methoden sollten im Schulfach Digitalkunde im Vordergrund stehen? Digitale Präsentationstechniken sind nicht nur in der Schule wichtig, sondern auch im Studium und Berufsleben. Referate sind zwar seit jeher ein beliebtes didaktisches Mittel, das Arbeiten mit Tageslichtprojektor, Tafel und Farbkreide ist jedoch steinzeitlich. In Sachen Medienkompetenz müssen die Lehrkräfte natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Voraussetzung ist sowohl technisches als auch medienpädagogisches Know-how. Wie schließe ich ein modernes Tablet an den Schul-Beamer an? Welche Adapter werden benötigt? Brauche ich eine Tonausgabe? Wie erstelle ich eine Präsentation am Tablet? Neben den Tablets ist die Arbeit mit dem Smartphone wichtig. Das Smartphone ist nämlich ein mächtiges Arbeitsgerät, sofern es vom Benutzer als solches erkannt und eingesetzt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Kids zu schulen, um das Potenzial des Smartphones als Arbeitsgerät optimal auszuschöpfen. Ich wünsche mir außerdem eine in regelmäßigen Abständen angebotene App-Stunde im Schulgebäude . In dieser Zeit haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sach- und altersgerechte Apps zu testen. Hierfür werden nicht die privaten Smartphones oder Tablets genutzt, sondern Schulgeräte. Entsprechend ausgebildete Lehrkräfte betreuen die App-Stunde. Übrigens: Hausaufgaben machen im Schulfach Digitalkunde gar keinen Sinn. Aus Sicht der Medienpädagogik ist es ja gerade der pädagogisch-begleitende Unterricht in der Schule, der das Schulfach Digitalkunde so wichtig und attraktiv macht. In ihrer Freizeit können die Kinder und Jugendlichen schließlich nicht betreut werden, und die Eltern sind meist nicht hinreichend (aus-)gebildet, um dieser Aufgabe nachzukommen. Sie schreiben in Ihrem Buch, dass Digitalkunde als Schulfach auch außerhalb der Schule stattfinden sollte. Was meinen Sie damit genau? Ja, Digitalkunde als Schulfach sollte auch außerhalb der Schule stattfinden. Das allerdings nicht in Form einer passiven Hospitation, sondern aktiv, indem erworbene Kompetenzen angewandt werden. Der neue Digitalkunde-Unterricht berücksichtigt den Wunsch der Wirtschaft und gestaltet den schulpraktischen Unterricht so praxistauglich wie möglich. Der gewonnene Input im Unterricht sollte frühzeitig nach außen getragen werden, um außerschulpraktische Erfahrungen zu sammeln. Kooperiert werden könnte mit Social-Media-Agenturen und Startups. Doch auch Behörden und alteingesessene Betriebe brauchen Hilfe im Bereich Digitalisierung und Soziale Medien. Solche Praktika eignen sich vor allem für ältere Schülerinnen und Schüler. Denkbar sind ebenfalls mehrtägige Medien- und Programmiercamps. Das alles klingt natürlich sehr herausfordernd. Aus diesem Grund schlage ich in meinem Buch vier Phasen vor: Konzeptionsphase, Erprobungsphase, Evaluationsphase und Praxisphase. Wir haben in Deutschland sehr viele kluge Köpfe. Deshalb bin ich mir sicher, dass das Schulfach Digitalkunde langfristig gelingen wird. Was brauchen Schulen und Lehrkräfte denn konkret, um Digitalkunde erfolgreich als Schulfach zu etablieren? Die Schulen brauchen natürlich Geld, Geld und nochmals Geld. Von der SPD kam bereits die Forderung, dass alle Schülerinnen und Schüler mit einem Schul-Tablet ausgerüstet werden sollten. Wenn man bedenkt, dass so ein Teil rund 500 Euro kostet, kommt da eine beträchtliche Summe zusammen. Außerdem brauchen die Schulen schnelles WLAN. Das Lehrpersonal muss ebenfalls entsprechend ausgebildet werden, beispielsweise durch Workshops, Vorträge und Fortbildungen. Wichtig ist, dass sich die Politik, und damit meine ich alle Parteien, mit dem Thema Digitalkunde beschäftigt und Entscheidungen trifft. Schon jetzt können die Lehrkräfte allerdings den Schulunterricht digitalisieren. Ich denke da an E-Learning und Unterrichtsstunden, in denen über Cyber-Mobbing, Social Media und Computerspiele gesprochen wird. Viele Lehrkräfte stehen der Digitalisierung ihres Unterrichts trotz aller Ideen und Bemühungen skeptisch gegenüber – aus Mangel an Zeit und den nötigen Kompetenzen. Was entgegnen Sie diesen Lehrkräften? Die Angst ist verständlich, sie bringt uns und vor allem die Kinder aber nicht weiter. Digitalkunde soll Spaß machen – auch den Lehrkräften. Von den Schülerinnen und Schülern wird täglich erwartet, die Komfortzone zu verlassen. Wie fühlt sich wohl ein Kind, das zum ersten Mal ein Referat hält? Von den Lehrkräften darf ebenfalls erwartet werden, den eigenen Horizont zu erweitern.

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Cyber Security: Tipps für Schulen

Fachartikel
5,99 €

In diesem Interview beantwortet IT-Expertin Christine Deger Fragen rund um den Themenkomplex Cyber Security an Schulen und schulinterne Sicherheit. Sie erklärt die aktuelle Bedrohungslage für Schulen und gibt Tipps für Maßnahmen, die Schulen ergreifen sollten. Was können Schulen organisatorisch tun, um die schulinterne Sicherheit technisch gegen Angriffe von außen zu erhöhen? Welche Maßnahmen müssen sie erfüllen, um zumindest den minimalen Standard zu erfüllen? Und brauchen Schulen eigene IT-Expertinnen und -Experten? Diese und weitere Fragen hat uns Christine Deger beantwortet. Frau Deger ist seit 18 Jahren in der IT-Branche tätig und hat gerade ihr Buch "Cyber Security – Momentaufnahme. Maßnahmen. Möglichkeiten" veröffentlicht, in dem sie die aktuelle Angriffslage in Deutschland darstellt und generelle Schutzmaßnahmen aufzeigt. Sie schreiben in Ihrem Buch, dass die vernetzte Welt immer mehr Sicherheit braucht. Warum? Der Hauptfokus der Digitalisierung liegt derzeit in der Entwicklung neuer Produkte und in der automatisierten Vernetzung von Systemen wie zum Beispiel Smart Home-Geräten für eine intelligente Haussteuerung. Das macht das Leben auf den ersten Blick einfacher und bequemer. Wir vergessen dabei, dass diese Art der Vernetzung im Hintergrund den Austausch von Daten erfordert. Das bedeutet, für Nutzende ist es nicht mehr transparent, wo diese Daten überall verwendet werden. Das greift in unseren Alltag ein. Beispielsweise landen die Sprachdaten, die wir einem Sprach-Assistenten wie Alexa mitgeteilt haben, in der Datenbank eines Herstellers. Ob sie dort sicher sind oder mit den Daten anderer Sprachdaten-Nutzenden vertauscht werden können, hängt alleine vom Sicherheitsniveau dieses Herstellers ab. Auf den verlassen wir uns oft, ohne das zu hinterfragen. Und wir "bezahlen" mit diesen Daten die kostenlose Nutzung von Diensten im Internet. Dazu erhalten wir zusätzlich Werbung (auf die Persönlichkeit angepasst). Diese Werbekanäle werden leider immer wieder ausgenutzt, um Schadsoftware auf Geräte einzuschleusen. So dreht sich das Modell im Kreis. Sie gehen in Ihrem Buch auch auf die aktuelle Bedrohungslage für zum Beispiel Großunternehmen oder die Bundeswehr ein. Wie schaut die Bedrohungslage für Schulen aus? Schulen haben zunächst mal Daten von Kindern und Jugendlichen in ihren Datenbanken. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO-EU) stellt exakt diese Daten unter einen besonderen Schutz. Das bedeutet für die Schulen, dass sie zum einen ihre technische Infrastruktur noch besser absichern sollten. Dasselbe gilt für die Prozesse in der Verarbeitung der Daten im Schulalltag. Der sichere Datenaustausch mit Eltern und dem Kollegium ist ein weiteres Thema. Ein Austausch über schulische Belange, die eventuell vertrauliche Informationen enthalten, erfordert zum Beispiel eine Verschlüsselung im Mailverkehr oder einen verschlüsselten Datenaustausch über eine sichere Cloud. Ich nehme wahr, dass diese Kommunikation aktuell sehr viel über Dropbox und Whatsapp erledigt wird. Und leider ist das nicht sicher genug. Welche Maßnahmen der Cyber Security muss eine Schule durchführen, um zumindest den minimalen Standard zu erfüllen? Ein Schritt ist, die Kommunikation auf sichere Kanäle lenken. Es gibt sichere Alternativen zu Whatsapp und Dropbox. E-Mailverschlüsselung kann eingerichtet werden. Die Absicherung der Datenbanken , in denen die personenbezogenen (und -beziehbaren) Daten von Kindern und Jugendlichen liegen, ist oberstes Gebot. Genau wie eine regelmäßige, zweifache Datensicherung . Das Netzwerk sollte den aktuellen "best practice"-Empfehlungen entsprechend aufgebaut sein (Stichwort "Netzdesign"). Und es ist wichtig, jemanden zur Hand zu haben, der sich auskennt, wenn etwas passiert, zum Beispiel einen IT-Dienstleister, der im Notfall helfen kann. Dazu geben die Kultusministerien inzwischen ebenfalls ganz gute Empfehlungen. ­­­­­­­­­­­­­ Was können Schulen organisatorisch tun, um die schulinterne Sicherheit technisch gegen Angriffe von außen zu erhöhen? Welche Prozesse sind sinnvoll und wie lassen sie sich reibungslos in einen normalen Schulalltag integrieren? Am besten ist es, jemanden vor Ort und im Schulteam zu haben, der sich gut auskennt und den Überblick über die IT-Infrastruktur hat. Diese Person kann auch die Steuerung eines IT-Dienstleisters übernehmen und für eine transparente, schlanke Dokumentation sorgen. Das ist hilfreich bei Personalwechsel oder Vertretungsregelung (und wird leider oft vernachlässigt). Die technische Absicherung im Netzwerk umfasst zum einen das Netzwerkdesign (Security by Design), also die Aufteilung in verschiedene Netzsegmente, sowie einige Alarmierungssysteme , mit denen rechtzeitig erkannt wird, ob jemand versucht, in das Netzwerk einzudringen. Die Server (Betriebssysteme, Anwendungssysteme und Datenbanken) und die Rechner, Tablets oder Laptops müssen regelmäßig mit (Security-)Updates versorgt werden. Dazu braucht es einen Überblick, welche Geräte im Einsatz und welche Bedrohungen aktuell sind. Die Integration der Prozesse in den Schulalltag ist nicht ganz einfach. Das kommt auf die Schule an und wie viel personelle Kapazität für die IT Betreuung vorhanden ist. Wichtig sind die Aufnahme-, Änderungs- und Deaktivierungsprozesse für Benutzerdaten (wie Schüler-, Eltern- und Lehrkraft-Daten). Diese müssen regelmäßig kontrolliert werden und die "Datenbereinigung" mindestens 1 mal pro Jahr ist in der DSGVO-EU ebenfalls vorgesehen. Ein regelmäßiger Datensicherungsprozess ist wichtig. In der Regel läuft dieser automatisiert und kann überwacht werden, sodass nur im Fehlerfall eine Reaktion erforderlich ist. Und ich empfehle jeder Organisation einmal im Jahr eine Notfall-Übung für die IT . Damit testen wir die Prozesse rückwärts und "verproben" sie in der Praxis. Benötigt eine Schule einen eigenen IT-Spezialisten oder können die Aufgaben auch von fachfremden Personen erledigt werden? Ich halte es für sinnvoll, wenn die IT-Betreuung in Abstimmung mit der Schulorganisation arbeitet. Dazu ist es besser, die Kollegin oder der Kollege ist in das Kollegium integriert beziehungsweise für diese sichtbar und ansprechbar. Für die reine IT-Betreuung ist Pädagogik-Kenntnis nicht unbedingt erforderlich, kann aber sehr hilfreich sein. In Baden-Württemberg werden öfter Lehrkräfte für die IT-Betreuung mit einem Stunden-Anteil beschäftigt. Das hat Vor-und Nachteile. Wichtig ist bei dieser Lösung, dass zusätzliche Unterstützung angefordert werden kann, falls notwendig. Ich erlebe oft, dass diese Kolleginnen und Kollegen sich allein gelassen fühlen und die IT-Betreuung als zusätzliche Last empfinden. Das ist nicht sinnvoll. In diesem Fall empfehle ich der Schulorganisation eine Trennung der Rollen oder eine temporäre externe Unterstützung. So können gemeinsam eine Struktur und sinnvolle gelebte Prozesse organisiert werden. Auf dieser Basis kann eine Regelbetreuung gut funktionieren. Reichen die gemeinhin bekannten Sicherheitsprogramme überhaupt noch aus, um sich langfristig allumfassend zu schützen? In der Regel ja, in der Kombination mit gut gelebten Prozessen, einem best-practice-Technik-Ansatz und angemessenen Verhaltensweisen ist man als Schulorganisation schon auf dem richtigen Weg. Und je mehr Wissen im Kollegium vorhanden ist, desto weniger passieren Fehler. Die "Schwachstelle Mensch" bleibt ein Risiko. Wir Menschen sind nun mal bequem und wollen rasch von A nach B. Da ist IT-Sicherheit manchmal hinderlich. Und wenn doch Fehler passieren – die Ruhe bewahren und Hilfe holen.

  • Fächerübergreifend

Ausschluss von der Klassenfahrt nach Fehlverhalten?

Fall des Monats

Ein Schüler fällt bereits vor einer Klassenfahrt mehrmals durch schlechtes Benehmen und Missachtung von Lehreranweisungen auf. Darf er deshalb von einer bevorstehenden Klassenfahrt ausgeschlossen werden? Der konkrete Fall Ein Sechstklässler einer Gesamtschule im Kreis Heidelberg wurde wegen mehrmaligen Fehlverhaltens von einer bevorstehenden Klassenfahrt ausgeschlossen. Dagegen klagten er und seine Eltern vor dem Verwaltungsgericht Aachen (Az. 9 L 752/19). Der Junge war bereits im Vorfeld der Klassenfahrt durch acht Klassenbucheinträge innerhalb eines Monats wegen schlechten Benehmens aufgefallen. Die Schulleitung schaltete daraufhin einen Sonderpädagogen ein, der sich mit ihm und vier Mitschülern über die Auseinandersetzungen unterhielt. Das Gespräch wurde von dem Jungen jedoch mehrmals unterbrochen – unter anderem dadurch, dass er seine Schuhe auszog und sie einem seiner Mitschüler gegen die Nase hielt. Aus diesem Grund brachte der Sonderpädagoge den Jungen in einen nahen Unterrichtsraum und forderte ihn auf zu warten. Während der Sonderpädagoge das Gespräch mit den Mitschülern weiterführte, verließ der Sechstklässler die Schule ohne vorherige Rücksprache. Als er im Rahmen des Elternsprechtags unter Anwesenheit seiner Eltern darauf angesprochen wurde, stellte der Schüler klar, dass er keinen Redebedarf sähe. Das sah das Kollegium Anfang Juni 2019 zum Anlass, den Schüler in einer Teilkonferenz wegen Missachtung von Lehreranweisungen von der Klassenfahrt, die für Anfang Juli geplant war, auszuschließen. Die Entscheidung des Gerichts Das Verwaltungsgericht Aachen stellte sich nun auf die Seite der Pädagogen. Die Ordnungsmaßnahme sei besonders vor dem Hintergrund der Klassenbucheinträge und den Schilderungen der beteiligten Lehrkräfte sowie des Sonderpädagogen rechtmäßig. Denn dort habe der Schüler gezeigt, dass er kaum oder nicht dazu bereit wäre, auf Anweisungen der Lehrer zu hören. Der Schüler und seine Eltern beriefen sich im Verfahren darauf, dass die Schilderungen nicht zutreffen würden und ungerecht seien. Eine eigene Schilderung zu den Vorfällen wiesen sie jedoch nicht vor. Letztendlich sind Lehrkräfte insbesondere bei Klassenfahrten darauf angewiesen, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Anweisungen befolgen, damit sie ihrer Aufsichtspflicht nachkommen können. Deshalb ist Fehlverhalten laut Gericht besonders ernst zu nehmen. Besonders, wenn Eltern und Schule nicht zusammenarbeiten würden, damit sich das Verhalten eines Schülers oder einer Schülerin ändert, sei es rechtens, rein pädagogische Maßnahmen früher aufzugeben und stattdessen auf Schulordnungsmaßnahmen zurückzugreifen. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend

Pubertätswegweiser für Jugendliche: "Bin ich richtig?"

Fachartikel
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In diesem Fachartikel wird der Pubertätswegweiser für Jugendliche "Bin ich richtig?" vorgestellt. Das Interview beantwortet Fragen zur Entstehung, zu einzelnen Kapiteln sowie zur Kern-Botschaft des Ratgebers und informiert über Anlaufstellen und Ansprechpartner bei auffälligen Störungsbildern. Die Pubertät ist eine der schwersten Lebensphasen, die man durchlaufen muss. Der Körper verändert sich und die Gefühle spielen verrückt. Fast alle Jugendlichen fragen sich beispielsweise, wer sie sind, ob sie richtig sind oder ob sie gemocht werden. Der Pubertätswegweiser für Jugendliche soll ihnen dabei helfen, diese kritische Zeit zu bewältigen. Was es mit diesem Ratgeber auf sich hat, erfahren Sie in unserem Interview mit Dr. Hans Hopf. Wie entstanden die Idee und die Fragen zum "Pubertätswegweiser"? Die Idee zu diesem Buch stammt von Corinna Leibig. Aus ihrer Arbeit mit Jugendlichen hat sie die Fragen entwickelt und das gesamte Buch gestaltet. Der Mabuse Verlag hat uns beide zusammengeführt, weil wir Autoren des Verlags sind. Corinna Leibig: In meiner Arbeit mit Jugendlichen tauchten immer wieder unterschwellig die gleichen Fragen auf und ich hatte die Idee, diese Fragen zu sammeln. Als Jugendliche hatte ich mir immer eine Art schlaues Buch, einen Lebensratgeber gewünscht. Während der Konzeptionsphase zu "Bin ich richtig?" fand ich im Buchhandel nur Ratgeber für Eltern oder Pädagoginnen und Pädagogen, aber nicht für Jugendliche selbst. Daraus entstand die Vision, etwas auf Augenhöhe zu schaffen, das Jugendliche auch visuell anspricht, ihnen Spaß macht und im besten Fall Anstoß zur Selbsthilfe gibt. Mit Herrn Hopf habe ich dafür einen kompetenten Projekt-Partner gefunden, der viel Erfahrung und Empathie mitbringt. Warum hat das Buch den Titel "Bin ich richtig?" und nicht zum Beispiel "Wer bin ich?"? Corinna Leibig: In der Konzeptionsphase von "Bin ich richtig?", habe ich das Buch "Du bist einzigartig" von Dan Svarre gelesen – es hat mich sehr inspiriert. Er unterscheidet zwischen Selbstwert und Selbstvertrauen. Ein intakter Selbstwert ist wie ein stabiles Fundament unter einem Haus. Wenn das Gefühl wertvoll und richtig zu sein in der Kindheit nicht genügend vermittelt werden konnte, kann man zu einem gewissen Teil selbst daran arbeiten. Mit "Bin ich richtig?" will ich so früh wie möglich den Anstoß dazu geben, das Selbstwertgefühl zu stärken. Dafür habe ich Affirmationen und Übungen entwickelt, die dabei helfen können. Je früher man lernt, sich selbst zu helfen, beziehungsweise aktiv Hilfe einzufordern, desto leichter hat man es später im Leben. Stellen junge Frauen in der Pubertät dieselben Fragen wie junge Männer? In dem von mir verfassten Ratgeberteil weise ich auf die unterschiedlichen Verarbeitungsformen von Mädchen und Jungen hin. Die Verarbeitung von Konflikten ist bei Mädchen deutlich nach innen gerichtet und autoaggressiv, darum können sie in der Pubertät und danach Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten und Depressionen entwickeln. Jungen haben mehr Probleme mit der Beherrschung von aggressiven Affekten, sie neigen darum zu sozial störenden Verhaltensweisen mit Aggressionen und Hyperaktivität. Darum haben junge Frauen und junge Männer unterschiedliche Probleme und stellen auch andere Fragen. Welche Fragen sind aus Ihrer Erfahrung heraus für die meisten Jugendlichen besonders relevant? Gibt es eine "Kern-Botschaft" für Jugendliche? Drei zentrale Konflikte müssen gelöst werden: Im Tierreich ist Sexualität ein reines Triebgeschehen, der Geschlechtsakt ist ein ausschließlich physischer Vorgang. Menschliche Sexualität spielt sich jedoch überwiegend in Gedanken und Fantasien ab. Darum lassen die erotischen und sexuellen Fantasien, Absichten und Handlungen die Adoleszenz zu einem aufwühlenden Abenteuer werden. Auf diesen Ansturm der Sexualität ist ein Kind nur selten vorbereitet. Eine weitere zentrale Aufgabe der Adoleszenz ist es, dass sich sowohl Mädchen als auch Jungen von ihren Eltern lösen und einen Partner suchen und meist finden. Im Laufe der Zeit finden sie zu einer eigenen Identität. "Wer bin ich?" ist die zentrale Frage! Die ererbten Anlagen werden mit den Ansprüchen aus Familie und Gesellschaft und mit den sozialen Bezügen verbunden. Diese neue Struktur heißt auch Identität, sie zu finden ist ein lebenslanger Vorgang. Haben Sie ein Lieblingskapitel? Es existieren zwei krisenreiche Zeiten im Leben: Die Pubertät und das Alter. Zu beiden Zeiten machen sich Traumafolgen besonders bemerkbar, weil die Fähigkeit, Konflikte zu bewältigen und Ängste abzuwehren, jetzt geringer ist. Das Kapitel "Tod, wohin bringst Du mich?" ist eine Verbindung dieser beiden Lebensstufen. Die Übungen und Hilfestellungen klingen einfach und einleuchtend, aber die Umsetzung gestaltet sich vermutlich schwieriger. Was ist, wenn die Übungen nicht greifen? Übungen und Hilfestellungen sind bei normalen Entwicklungen sehr nützlich, doch sie greifen nur im Normalfall. Auch Entspannungsübungen und Autogenes Training können bei schweren Störungen nur begrenzt weiterhelfen. Bei einer krankheitswertigen Symptomatik sollte eine Psychotherapie angestrebt werden. In Deutschland bezahlen die Krankenkassen die analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie. Bei Fragen zum Thema kann man sich an folgende Anlaufstellen wenden, die im Buch aufgegriffen werden: Schulpsychologische oder Psychologische Beratungsstellen niedergelassene Kinder- und Jugendlichen-Psychiater oder -Psychotherapeuten (Informationen dazu über Krankenkassen, im Internet oder bei Berufsverbänden) "Nummer gegen Kummer" (kostenfreie Telefonberatung für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland) "GeFühle fetzen" (Webseite für Jugendliche in Krisen) Was raten Sie Lehrkräften und Eltern im Umgang mit Pubertierenden? Welches Verhalten ist sinnvoll, welches ist eher hinderlich? Gibt es auch einen Wegweiser für Erwachsene zur Begleitung von Pubertierenden? Ich war Vater von drei Kindern in der Pubertät, Lehrer und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut. Was Jugendliche nicht mögen, sind "Besserwisserei und Klugscheißerei" – wie einer meiner Söhne einst feststellte. Notwendig ist fortwährendes Verständnis dafür, in welch krisenreicher Zeit sich junge Menschen befinden. Jugendliche, sowohl weibliche wie männliche, können sehr arrogant sein und Erwachsene zielsicher an jener Stelle treffen, an der sie besonders verletzlich ist. Dies kann in ihnen blitzartig heftige Gefühle und Rachebedürfnisse mobilisieren. Hier liegt die größte Gefahr, dass vorschnell gehandelt wird, in Worten oder Aktionen. In der Regel erzeugen wir damit Situationen, die wir wenig später bedauern. Bei heftigen Affekten sollten wir also immer erst durchatmen und nachdenken! Welche Signale können darauf hinweisen, dass es sich nicht mehr um übliche Pubertätsfragen, sondern um Störungsbilder handelt? Was raten sie Lehrkräften oder Eltern in solchen Fällen? Wie im Buch erwähnt, können während der Pubertät so gut wie alle psychischen, somatoformen und psychosomatischen Symptome kurzzeitig aufflammen. Sie bilden sich in den meisten Fällen genauso zurück, wie sie entstanden sind. Sollte ein Symptom längere Zeit anhalten, so ist es ratsam, praktizierende Fachleute oder Beratungsstellen aufzusuchen. Entscheidend ist auch die Qualität des Störungsbildes. Besonders hellhörig sollte man bei Essstörungen, Zwangsstörungen und depressiven Entwicklungen sein. Gab es so kurz nach der Veröffentlichung schon Resonanz auf den Wegweiser? Wenn ja, nehmen Pubertierende den Wegweiser an beziehungsweise ernst? Einige Kolleginnen und Kollegen von mir haben das Buch im Wartezimmer liegen. Sie haben beobachtet, dass es von vielen Eltern fotografiert wurde. Einige Eltern haben mir auch berichtet, dass sie das Buch ihren jugendlichen Kindern geschenkt haben. Bislang weiß ich jedoch nicht, wie Jugendliche mit dem Buch umgehen. Ich habe ja meine E-Mail-Adresse im Buch vermerkt, falls jemand weitere Fragen hat. Bislang hat mir noch niemand geschrieben.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Pädagogik

EU-Datenschutz-Grundverordnung an Schulen: Häufig gestellte Fragen

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Dieser Fachartikel beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Datenschutz an Schulen. Seit der Verabschiedung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) im Mai 2018 richten sich viele Schulleitende und Lehrkräfte mit solchen oder ähnlichen Fragen an ihre gesetzlich vorgeschriebenen Behördlichen Datenschutzbeauftragten. Im Folgenden beantwortet Jost Baum, Datenschutzbeauftragter in Nordrhein-Westfalen, häufig an ihn herangetragene Fragen von Schulleitenden zum Thema Datenschutz. Seit der Verabschiedung der EU-DSGVO muss für jede öffentliche Schule eine Datenschutzbeauftragte oder ein Datenschutzbeauftragter (DSB) benannt werden. Gemäß Artikel 37 Absatz 3 EU-DSGVO kann für mehrere Schulen unter Berücksichtigung ihrer Organisationsstruktur und Größe ein gemeinsamer DSB benannt werden. Das wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Der DSB wird auf der Grundlage seiner beruflichen Qualifikation und insbesondere des Fachwissens benannt, das er sich auf dem Gebiet des Datenschutzrechts und der Datenschutz-Praxis angeeignet hat. Er sollte möglichst nicht der (erweiterten) Schulleitung angehören, da sonst Interessenkonflikte auftreten können. Er sollte weiterhin möglichst einen informatischen Hintergrund haben und sich aber auch mit den gesetzlichen Vorgaben und Organisationsstrukturen in Schulen auskennen. Zu den Aufgaben des DSB gehören insbesondere: die Unterrichtung und Beratung der Schule, insbesondere der Schulleitung und der dort Beschäftigten, hinsichtlich ihrer datenschutzrechtlichen Rechte und Pflichten die Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften sowie der Datenschutz-Strategien des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters einschließlich der Zuweisung von Zuständigkeiten, der Sensibilisierung und Schulung der an den Verarbeitungsvorgängen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der diesbezüglichen Überprüfungen die Beratung – auf Anfrage – im Zusammenhang mit der Datenschutz-Folgen-Abschätzung und Überwachung ihrer Durchführung die Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Die Schule muss gewährleisten, dass der DSB ordnungsgemäß und frühzeitig in alle mit dem Schutz personenbezogener Daten zusammenhängenden Fragen eingebunden wird. Dies gilt insbesondere für die Einführung neuer Software, mit der personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die Schulleitung, und die zuständige Behörde, müssen sicherstellen, dass der DSB bei der Erfüllung seiner Aufgaben keine Weisungen bezüglich der Art und Weise erhält, wie er seine Aufgaben erfüllt. Betroffene Personen (also unter anderem Schülerinnen und Schüler, Personensorgeberechtigte oder Lehrkräfte der Schule) können den DSB zu allen Fragen zu Rate ziehen, die mit der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten und mit der Wahrnehmung ihrer Rechte gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen im Zusammenhang stehen. Die Schule veröffentlicht die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten in der Regel auf der Homepage der Schule.

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Fortbildungsangebot in Form von Fachartikeln

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