Krankschreibung ab Tag eins geplant - Bedeutung für den Schulalltag

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veröffentlicht am 21.07.2026

Die schwarz-rote Koalition will die Regeln für Krankschreibungen deutlich verschärfen: Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung soll künftig schon ab dem ersten Krankheitstag Pflicht sein. Auch die telefonische Krankschreibung soll wegfallen.

Krankschreibung soll früher Pflicht werden

Die Bundesregierung plant Änderungen bei der Krankschreibung, die auch für Lehrkräfte und andere Beschäftigte relevant sind. Nach Angaben der Tagesschau soll die verpflichtende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag vorgeschrieben werden; bislang gilt diese Pflicht erst ab dem vierten Tag.

Zusätzlich soll die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden. Damit müssten Erkrankte bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit früher eine Arztpraxis aufsuchen, um eine Bescheinigung zu erhalten. Welche genauen Ausnahmen es geben wird, ist nach derzeitigem Stand noch offen.

Kritik von Ärzten und Gewerkschaften

Die Pläne stoßen auf deutliche Kritik. Der Hausärzteverband warnt vor einer weiteren Belastung der Praxen und hält die Annahme, die telefonische Krankschreibung führe zu mehr Missbrauch, für nicht belegt. Auch Gewerkschaften sehen die Reform kritisch, weil sie zusätzlichen Druck auf Beschäftigte und Gesundheitswesen erzeugen könnte.

Die Koalition begründet die Verschärfung dagegen mit zu hohen Krankentagen in Deutschland. Arbeitgeber begrüßen die Pläne überwiegend, weil sie sich davon weniger Fehlzeiten erhoffen. Für Schulen und andere Arbeitsbereiche stellt sich damit die Frage, wie krankheitsbedingte Ausfälle künftig organisiert werden, wenn Bescheinigungen früher vorgelegt werden müssen.

Was das für den Schulalltag bedeuten kann

Gerade im Schulbereich könnten die Änderungen Folgen für Vertretungsplanung und kurzfristige Organisation haben. Wenn Lehrkräfte sich künftig früher krankschreiben lassen müssen, kann das den Verwaltungsaufwand erhöhen, gleichzeitig aber auch mehr Klarheit über Ausfälle schaffen.

Wie stark sich die Regelung tatsächlich auf den Alltag auswirkt, hängt von der konkreten gesetzlichen Ausgestaltung ab. Fest steht aber schon jetzt: Die geplante Reform würde die Krankschreibung im Arbeitsleben spürbar verändern.

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