Klickhit des Jahres 2024 im Fach Französisch

Décrire et trouver le chemin – die Wegbeschreibung auf Französisch

Richtung Wegbeschreibung
Klickhit des Jahres 2024 im Fach Französisch

Décrire et trouver le chemin – die Wegbeschreibung auf Französisch

Entdecken Sie unseren Klickhit des Jahres 2024 im Fach Französisch! Die Unterrichtseinheit bereitet auf die mündliche und schriftliche Beschreibung von Wegen vor.

Tipp der Redaktion

Satzbau: L'ordre des mots

L'ordre des mots
Tipp der Redaktion

Satzbau: L'ordre des mots

In diesem Arbeitsmaterial lernen die Schülerinnen und Schüler die Stellung der Satzglieder im Französischen Aussagesatz kennen und festigen diese in interaktiven Übungen.

Tipp der Redaktion

Les verbes en -er

Tafel Konjugation "aimer"
Tipp der Redaktion

Les verbes en -er

In diesem Arbeitsmaterial erschließen die Lernenden die Regeln der Bildung der regelmäßigen Verben auf -er im Französischen und üben die Konjugation der Verben in Sätzen.

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Wie gut kennen Sie sich mit Sprachen aus? Machen Sie den Test!

Tool-Tipp

Welche ist die meist gesprochene Muttersprache in der EU, und wie viele Sprachen gibt es eigentlich weltweit? Dieses Sprachen-Quiz nimmt Sie mit auf eine idiomische Entdeckungsreise! Also: Pust' nachnutsya igry! - würde man in Russland sagen.

  • Englisch / Französisch / Latein / Spanisch / DaF / DaZ

Sprech- und Schreibanlässe für den Französisch-Unterricht

Kopiervorlage
5,99 €

Diese Sprech- und Schreibanlässe für den Französisch-Unterricht regen die Lernenden durch Impulse aus dem Alltag dazu an, sich auf Französisch über ihre Person, ihre Interessen und die Gesellschaft auszutauschen. Die Schülerinnen und Schüler üben den französischen Wortschatz sowie die Grammatik an und trainieren die Sprechkompetenz in geschütztem Raum. Im Kontakt mit Menschen aus dem Zielsprachenland werden unsere Schülerinnen und Schüler mehr Hören und Sprechen als Lesen und Schreiben. Für den Fremdsprachenunterricht ist deshalb eine alltägliche Aufgabe, motivierende und authentische Sprechanlässe zu schaffen, denn die Sprechkompetenz ist mit der Hörverstehenskompetenz diejenige Fähigkeit, die es intensiv zu schulen gilt. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen beschreibt den Anforderungsbereich der "Mündlichen Interaktion allgemein" auf dem Niveau B1 wie folgt: Der Lernende kann "ein breites Spektrum einfacher sprachlicher Mittel einsetzen, um die meisten Situationen zu bewältigen, die typischerweise beim Reisen auftreten. "ohne Vorbereitung an Gesprächen über vertraute Themen teilnehmen, persönliche Meinungen ausdrücken und Informationen austauschen über Themen, die vertraut sind, persönlich interessieren oder sich auf das alltägliche Leben beziehen." Diese Schreib- und Sprechanlässe für den Französisch-Unterricht eignen sich als Ausgangspunkt bei der Suche nach Übungsmöglichkeiten für das dialogische Sprechen . Sie können und sollten dem jeweiligen Niveau der Lerngruppe angepasst (oder binnendifferenzierend eingesetzt) werden und schaffen motivierende und authentische Sprechanlässe. Die Lernenden werden durch die einzelnen Karten dazu herausgefordert, sich auf den dialogischen Austausch auf Reisen in das Land der Zielsprache vorzubereiten. Dadurch, dass sich die Schülerinnen und Schüler ausgehend von authentischen Fragen auf Französisch über ihre Familie, Hobbys, Arbeit, Reisen und das aktuelle Geschehen austauschen, kommunizieren die Lernenden untereinander in der Fremdsprache und wenden den im Unterricht erlernten Wortschatz sowie die Grammatik zielorientiert an. Die Impulskarten eignen sich sowohl für den Anfängerunterricht als auch durch entsprechend umfangreichere Fragen für den fortg eschrittenen Fremdsprachenunterricht .

  • Französisch
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

À la découverte de la France

Kopiervorlage

Mit dem Unterrichtsmaterial "À la découverte de la France" begeben sich die Lernenden zur Landeskunde nach Frankreich: Sie erarbeiten sich die Politik, die Geografie, die Wirtschaft sowie die Kultur des Landes, erschließen sich den Wortschatz und schulen zugleich ihre Lese-, Hör- und Sprechfertigkeiten. Der Text steht zusätzlich als Audio-Datei zur Verfügung. Im Französischunterricht der Sekundarstufe geht es neben dem Fremdspracherwerb auch darum, das Land beziehungsweise die Länder der Zielsprache näher kennenzulernen. Mit diesem Unterrichtsmaterial nähern sich deshalb der Politik (P), der Geografie (G), der Wirtschaft (économie) (E) und der Kultur (C) Frankreichs. Dazu erhalten alle Lernenden zunächst ein Arbeitsblatt mit Fragen sowie ein Kärtchen. Im Anschluss lesen oder hören die Schülerinnen und Schüler dann einen Informationstext und erschließen sich das entsprechende Vokabular. Die Schülerinnen und Schüler mit der gleichen Zahl auf dem Kärtchen finden sich dann zu einem Team zusammen. Jeweils ein Lernender übernimmt die Rolle des Spezialisten (!) und beantwortet vier Fragen zu einem Thema, die die Partnerin oder der Partner (?) ihm stellt. Bei verbleibender Zeit können die Schülerinnen und Schüler noch einmal ihre Karten tauschen. Abschließend werden alle Fragen im Plenum beantwortet und diskutiert. Je nach Lerngruppe, Lernstand und Lernziel entscheiden Sie als Lehrkraft, ob Sie den Quelltext zum Beispiel vorlesen, die Audio-Datei nutzen und/oder Sie den Text verteilen, sodass die Schülerinnen und Schüler den Text selbst leise lesen. Die Arbeit mit dem Hörtext, gelesen vom muttersprachlichen Autor dieses Materials, kann leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zusätzlich motivieren und den Grad der Authentizität erhöhen. Je nach Schwerpunktsetzung fördern Sie dann entsprechend die Lesekompetenz oder das Hörverstehen. Durch die Austauschphase in Partnerarbeit erhöhen Sie den Redeanteil der Schülerinnen und Schüler, dadurch, dass die Lernenden selbst in geschütztem Raum miteinander kommunizieren. Der Hinweis, die Gespräche in der Fremdsprache zu führen, dient dazu, die kommunikative Handlungskompetenz in Französisch zu schulen.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Digitale Bildung im (Französisch-) Unterricht: Medien analysieren und reflektieren

Fachartikel

Der Fachartikel "Digitale Bildung im (Französisch-) Unterricht: Medien analysieren, bewerten, verstehen und reflektieren" beleuchtet mit dem Verstoß gegen journalistische Qualitätsstandards wie die objektive Berichterstattung im Internet ein Risiko der Digitalisierung und plädiert für eine kritische Medienerziehung in der Schule. Die im Medienbildungskonzept der Kultusministerkonferenz (KMK 2016) formulierten Kompetenzbereiche 6.1. und 6.2 "Medien analysieren und bewerten" sowie "Medien verstehen und reflektieren" (KMK 2016) sind mit gutem Grund gewählt: Zunehmend ist als Problem zu beobachten, dass in unserer Gesellschaft ein über lange Jahre sicher geglaubter Konsens verloren geht. Konsens bestand darüber, als Leserin und Leser von Nachrichten anzuerkennen, dass die traditionellen Medien journalistischen Qualitätsstandards folgend objektiv über die gesellschaftlichen Realitäten berichteten und dass sie dabei unterschiedliche Perspektiven angemessen berücksichtigen. Diese Anerkennung der Massenmedien als legitime 4. Gewalt, die in unserer Gesellschaft die Aufgabe demokratischer Machtkontrolle übernimmt, schwindet. Und inzwischen ist es mühelos möglich, durch das digitale Veröffentlichen von Nachrichten zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Facebook und X an den traditionellen Massenmedien vorbei öffentliche Debatten zu beeinflussen. Es haben sich Gegenöffentlichkeiten gebildet, die sich gezielt gegen den klassischen Journalismus der etablierten Tageszeitungen sowie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk positionieren. Einige Akteure auf diesem Feld der Öffentlichkeit leisten eine punktuell durchaus berechtigte Kritik an Blindstellen in der Berichterstattung des etablierten Journalismus und verweisen in ihrer Kritik darauf, wenn journalistische Qualitätskriterien verletzt werden. Sie erinnern daran, dass den Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dem sogenannten Qualitätsjournalismus der zumeist überregionalen Tageszeitungen und politischen Magazine die Rolle zukommt, die demokratische Meinungsbildung maßgeblich mitzugestalten, indem sie Indikatoren als Maßstäbe hinsichtlich journalistischen Umgangs mit Informationen festlegen und diese befolgen: den Kodex des deutschen Presserates , die Charte des journalistes en France aus dem Jahr 1938 oder die Münchner Déclaration des devoirs et des droits des journalistes aus dem Jahr 1971, die als verlässliche Qualitätsstandards dienen können und deren Einhaltung kritisch kontrolliert werden muss. "Informationsblasen" in Blogs und bei X durch "Digital-Journalisten" Eine solche Qualitätskontrolle betreibt der klassische Print- und Rundfunkjournalismus auch selbst von innen. So bemühen sich nicht nur in Frankreich Journalisten wie zum Beispiel Daniel Schneidermann seit Langem darum, durch kritische Selbstbeobachtung über die Einhaltung journalistischer Qualitätskriterien zu wachen, indem sie wie zuletzt 2018 im Fall des SPIEGEL-Journalisten Claas Relotius die Verletzung journalistischer Standards analysieren und wenn nötig skandalisieren. Und Kritiker wie Hans-Magnus Enzensberger (Baukasten zu einer Theorie der Medien, 1970), Baudrillard (Requiem für die Medien, 1972), Pierre Bourdieu (Sur la télévision, 1996), Noam Chomsky (Media control, 2003) oder Serge Halimi (Les nouveaux chiens de gardes, 1997/2005) haben den klassischen Journalismus von außen kritisiert und wiederholt auf die Verletzung journalistischer Qualitätsmaßstäbe hingewiesen. Die Hoffnung, dass es mit den Neuen digitalen Medien leichter sein könnte, journalistische Qualitätsstandards in der politischen Öffentlichkeit durchzusetzen, hat sich als nur wenig realistisch erwiesen. Beispielhaft für andere hatte Meyer-Lucht diese Hoffnung der Anfangszeit der Digitalisierung wie folgt formuliert: "Die demokratische Öffentlichkeit hängt nicht davon ab, dass ihr von ihren traditionellen Inhabern in den etablierten Medien mitgeteilt wird, was sie denken soll. … [Sie] emanzipiert sich erst im Internet" (Meyer-Lucht 2008). Meyer-Lucht positioniert sich hier gegen einen von Jürgen Habermals zur gleichen Zeit formulierten kritischen Einwand (Habermas, Jürgen, 2008, S. 161f.). Tatsächlich ist es zwar zu einer Aufhebung der von Baudrillard beklagten "Nicht-Kommunikation" zwischen Informationsempfängern und -sendern gekommen. Inzwischen weiß man jedoch aus empirischen Studien, dass eine zunehmend große und überaus einflussreiche Anzahl an "Digital-Journalisten" in Blogs und sozialen Netzwerken in der sogenannten digitalen Gegenöffentlichkeit Grundregeln missachten, die in der Nachrichtenöffentlichkeit beachtet werden müssen. Durch gezielt einseitige und auf häufig fremdenfeindliche Emotionen zielende Berichterstattung erzeugen sie digitale Informationsblasen. "Digitale Blasen" im Unterricht Im (Fremd)Sprachen-Unterricht kann und sollte das Thema "digitale Informationsblasen" in den Blick genommen werden, um entsprechend "Medien analysieren und bewerten" zu lernen (KMK 2016). Die Unterrichtseinheit " Digitale Bildung im Französischunterricht: die Proteste der "Gilets Jaunes" in den Medien " zeigt zur Förderung der Medienkompetenz exemplarisch einen Weg auf, digitale Informationsblasen im schulischen Unterricht zu untersuchen. Die Berichterstattung über die Protestbewegung der gilets jaunes in den unterschiedlichen Medien wird von den Schülerinnen und Schülern verglichen und mithilfe der journalistischen Qualitätsstandards, die in der Déclaration des devoirs et des droits des journalistes aufgestellt worden sind, bewertet. Literatur Habermas, Jürgen (2008): Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI, Frankfurt. KMK (2016): Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt". Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.12.2016, Online Meyer-Lucht, Robin (2008): Habermas, die Medien, das Internet, Online

  • Französisch

Incendie de Notre-Dame de Paris: compréhension et production orale

Kopiervorlage

In diesem Unterrichtsmaterial zum Notre-Dame erarbeiten die Lernenden Hintergründe zum Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Zur Förderung der Sprachkompetenz bereiten sich die Lernenden mit einem aktuellen Ereignis in Frankreich anhand eines Videos und eines didaktisch aufbereiteten Zeitungsartikels auf eine mündliche Prüfungssituation vor. Im April 2019 brennt die Kathedrale Notre-Dame in Paris: Im Rahmen einer Doppelstunde setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Französischunterricht mit diesem Material nun inhaltlich und sprachlich mit diesem Ereignis auseinander. Dabei trainieren sie ihr Hörverstehen, erarbeiten den entsprechenden Wortschatz, lesen einen Zeitungstext und führen eine Diskussion darüber durch. Das Material eignet sich damit unter anderem auch als Training für die DELF-B1-Prüfung, für Hörverstehensklausuren in der Oberstufe oder anderen mündlichen Prüfungen. Als Einstieg wird über die Empfindungen gesprochen, die die Lernenden hatten, als sie die Bilder der brennenden Kathedrale gesehen haben. Dabei führt die Lehrkraft erste Vokabeln ein, die für das Verständnis des Videos hilfreich sind. Pendant l'écoute: Die Klasse hört die kurze Sequenz zum Notre-Dame von 1jour1actu und füllt währenddessen den Bogen zum Hörverstehen aus. Nach der Besprechung lesen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen den Zeitungsartikel von 1jour1actu und bekommen zunächst ein Arbeitsblatt zum Wortschatz. Danach bearbeiten sie die Aufgaben zum globalen Textverständnis zum Beispiel als vorbereitende Aufgabe für eine mündliche Prüfungssituaton, bei der die Lernenden ihre Meinung dazu äußern, ob der Notre-Dame wieder aufgebaut werden soll. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit einem aktuellen Ereignis in Frankreich auseinander. lernen die kunstgeschichtliche und emotionale Bedeutung der Kathedrale Notre-Dame kennen. entnehmen einer Videosequenz sowie einem Zeitungsartikel die wesentlichen Informationen. erarbeiten den historischen und kunstgeschichtlichen Wortschatz und wenden ihn in einem Monolog an. drücken ihre Meinung zum Wiederaufbau von Notre-Dame aus. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bilden sich eine eigene Meinung zu den Informationen der Internetseite. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler versetzen sich in die Rolle des Prüflings oder des Prüfenden.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Digitale Bildung im Französischunterricht: die Proteste der "Gilets Jaunes" in den Medien

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zu den Protesten der "Gilets Jaunes" analysieren, bewerten und reflektieren die Lernenden unterschiedliche Berichterstattungen über die Demonstrationen der "Gelbwesten".Im Rahmen der Digitalisierung ist zunehmend zu beobachten, dass in unserer Gesellschaft ein über lange Jahre sicher geglaubter Konsens verloren geht. Längst gehen nicht mehr alle davon aus, dass traditionelle Medien journalistischen Qualitätsstandards folgend objektiv über die gesellschaftlichen Realitäten berichteten und unterschiedliche Perspektiven und Meinungspluralität angemessen berücksichtigen. Die Anerkennung der Massenmedien als legitime vierte Gewalt schwindet im Zuge von Fake News und es haben sich mit neuen digitalen Möglichkeiten zur Veröffentlichung von Informationen alternative Öffentlichkeiten gebildet. Weiterführende Informationen zu diesem Thema liefert der Fachartikel " Digitale Bildung im (Französisch-) Unterricht: Medien analysieren und reflektieren ". In der vorliegenden Unterrichtseinheit nehmen die Lernenden anhand der Berichte um die Gelbwestenbewegung in Frankreich zur Förderung der Medienkompetenz mit "medialen Blasen" einen Aspekt dieser Entwicklung in den Blick. Vorschnell wird das Thema häufig darauf reduziert, dass Filterblasen vor allem als digitale Blasen im Internet entstünden. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass ebenso die klassischen Massenmedien vor dem Phänomen nicht gefeit sind. Auch im modernen Französischunterricht spielt die mediale Berichterstattung eine Rolle: Anhand von authentischen Texten setzen sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Unterrichtsmaterial sowohl mit der französischen Landeskunde als auch im Bereich der Medienkompetenz mit übergreifenden Themen auseinander. Die übergeordnete Frage ist demnach: Qui est-ce qui se trouve dans une bulle médiatique? Das Thema "Digitale Bildung" im Französischunterricht Anhand der Berichterstattungen über die "Gelbwesten-Demonstrationen" in Paris gerät in der vorliegenden Unterrichtseinheit mit "medialen Blasen" etwas in den Blick, was mit Habermas als ein Aspekt einer beunruhigenden Entwicklung bezeichnet werden könnte - als ein Aspekt der "Auflösung der traditionellen nationalen Öffentlichkeiten". Gemäß der Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) "Bildung in der digitalen Welt" sollen die Lernenden "Medien analysieren und bewerten" sowie "… verstehen und reflektieren" (KMK 2016). Didaktische Analyse In dieser Einheit wird der oben beschriebene veränderte Stellenwerts der traditionellen Medien thematisiert. Den Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dem sogenannten Qualitätsjournalismus der zumeist überregionalen Tageszeitungen sowie der politischen Magazine kam früher die Rolle zu, objektiv zu berichten, indem sie Indikatoren als Maßstäbe hinsichtlich journalistischen Umgangs mit Informationen festlegten: Der Kodex des deutschen Presserates , die "Charte des journalistes en France" aus dem Jahr 1938 oder die Münchner "Déclaration des devoirs et des droits des journalistes" der Fédération internationale des journalistes aus dem Jahr 1971 schienen verlässliche Standards zu sein, deren Einhaltung auch von innen heraus kritisch überwacht werden konnte. So bemühen sich nicht nur in Frankreich Journalisten wie zum Beispiel Daniel Schneidermann darum, durch kritische Selbstbeobachtung über die Einhaltung journalistischer Qualitätskriterien zu wachen, indem sie die Verletzung journalistischer Standards skandalisieren. Darüber hinaus haben Kritiker wie Hans-Magnus Enzensberger (Baukasten zu einer Theorie der Medien, 1970), Baudrillard (Requiem für die Medien, 1972), Pierre Bourdieu (Sur la télévision, 1996), Noam Chomsky (Media control. Wie uns Medien manipulieren, 2003) oder Serge Halimi (Les nouveaux chiens de gardes, 1997/2005) früh auf die Grenzen der vermeintlichen journalistischen Objektivität hingewiesen. Aber auch die Hoffnung, dass es mit den Neuen Medien zu einer Aufhebung der "Nicht-Kommunikation" zwischen nicht antworten könnenden Informationsempfängern und (nach Baudrillard manipulativen) sendenden Massenmedien kommen würde, konnte bislang unzureichend realisiert werden. Methodische Analyse Die Unterrichtseinheit ist methodisch in drei Phasen gegliedert: In einer ersten Phase wird im Plenum das Vorwissen aktiviert und für die Problematik sensibilisiert. In der zweiten Phase betreiben die Schülerinnen und Schüler aktiv Sozialforschung, indem sie die Geschehnisse rund um die Demonstrationen der gilets jaunes aus zwei Unterschiedlichen Perspektiven nachvollziehen: aus der Perspektive der sozialen Medien, die die gilets jaunes nutzen und zweiten aus der Perspektive der sogenannten klassischen Medien. In der Auswertung der Untersuchung ergibt sich aus einem Vergleich der Berichterstattung, dass es schwierig ist, eindeutig festzustellen, wer der beiden Lager sich in einer digitalen Blase, einer bulle médiatique bewegt. In einer dritten Phase analysieren die Lernenden verschiedene Positionen zur Frage der Unterrichtseinheit, um dann abschließend in einer vierten Phase zu diskutieren, welche Konsequenzen sich für sie selbst aus der Arbeit am Unterrichtsgegenstand ergeben: Diskutiert werden soll unter anderem, ob man sich mehr oder weniger in sozialen Netzwerken über die gesellschaftliche Realität informieren sollte. Aus der Diskussion ergeben sich im Idealfall Handlungsmaxime für eine kritische Mediennutzung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Lesekompetenz, indem sie journalistische Stellungnahmen zur Fragestellung genau lesen. trainieren ihre Sprachkompetenz im Bereich des Hörverstehens, indem sie Videos die zentralen Informationen entnehmen und auswerten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Handlungskonzepte zu einem kritischen Umgang mit medialen Darstellungen der sozialen Wirklichkeit. analysieren bewerten und reflektieren Medien, indem sie unterschiedliche Berichterstattungen zu einem Thema miteinander vergleichen. Literatur Habermas, Jürgen (2008): Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI, Frankfurt. KMK (2016): Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt". Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.12.2016. Online Meyer-Lucht, Robin (2008): Habermas, die Medien, das Internet. Online

  • Französisch
  • Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Ma scène, c’est le métro: Hörverstehen anhand von Zeitungsartikeln üben

Kopiervorlage

Diese Unterrichtsmaterialien zum Thema "Gesellschaft" geben anhand eines Zeitungsartikels der Sprachzeitung "Revue de la Presse" einen Einblick in den Alltag Pariser Metromusiker. Mit fünf Millionen Passagieren pro Tag gilt die Pariser Metro als eine der begehrtesten Bühnen der französischen Hauptstadt. Mithilfe der ergänzenden Übungsmaterialien werden sowohl der Wortschatz als auch das Hör-/Leseverständnis trainiert (Referenzniveau B1/B2). Der Zeitungsartikel "Ma scène, c’est le métro" beschreibt in kurzen Leseabschnitten, was Künstler sich davon erhoffen in der Pariser Metro zu spielen und wie sie an die begehrten Auftrittsgenehmigungen kommen. Immerhin haben es schon einige Künstler aus der Pariser Metro an die Spitze der Hitparaden geschafft. Das Unterrichtsmaterial dient somit sowohl zum Erwerb von landeskundlichen Kenntnissen über das Pariser Alltagsleben als auch der Prüfungsvorbereitung. Die ergänzenden Übungsmaterialien bieten mit einer unterhaltsamen Wortschatzübung einen Einstieg ins Thema. Im Anschluss werden mit einem Multiple-Choice-Fragebogen sowohl das globale als auch das selektive Hör-/Leseverständnis trainiert. Als dritte Aufgabe dient die Suche nach Synonymen zur Vertiefung der Wortschatzkenntnisse. Zum Schluss bietet das Material eine Übung zu Kürzeln (zum Beispiel: la RATP), die die französische Alltagssprache prägen. Ein Lösungsteil ist enthalten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler konsolidieren ihre Lesestrategien. trainieren ihre Strategien im Bereich Hörverstehen (global, selektiv). bauen ihre Wortschatzkenntnisse aus und festigen diese. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden im Umgang mit Printmedien geschult: Sie lernen, Berichte zu verstehen und diese gegebenenfalls kritisch zu hinterfragen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ mit einem Partner oder einer Partnerin beziehungsweise in Kleingruppen. entwickeln interkulturelle Kompetenz, indem sie ihr Verständnis der französischen Gesellschaft, insbesondere für Metro-/Straßenmusiker, vertiefen.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Einführung neuer Grammatik im Französisch-Unterricht am Beispiel des Imperfekts

Unterrichtseinheit

Neue Grammatik einführen in Französisch ist das übergeordnete Thema dieser Unterrichtseinheit. Am Beispiel des Imperfekts lernen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht eine neue grammatische Struktur der französischen Sprache kennen. Sie wenden das Phänomen nach der ersten Begegnung im Sinne des induktiven Grammatik-Unterrichts aktiv an, indem sie mit der Vergangenheitsform einen Zustand in ihrer früheren Kindheit beschreiben.Diese Unterrichtseinheit skizziert exemplarisch, wie lehrwerkbegleitend im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe I die Elemente, die als hoch lernwirksam geltende "direkte Instruktion" (Wellenreuther 2014) für einen induktiven Grammatik-Unterricht nach dem Lehrphasenmodell (Zimmermann 1988) genutzt werden kann. Die Stunde konkretisiert eines von drei in der Ausbildung von Französisch-Lehrkräften langjährig erprobten Stundenformaten, die neben der sogenannten Lexikstunde Une interview - mit neuer Lexik kommunizieren sowie einer entsprechenden Textstunde zentrale Pfeiler der Ausbildung für Französisch-Lehrkräfte sein können. In der Grammatikstunde lernen die Schülerinnen und Schüler im 3. Lernjahr eine neue grammatische Struktur kennen und mit ihr zu kommunizieren, indem sie mit der Vergangenheitsform des Imparfait positive Erinnerungen an einen Zustand in ihrer früheren Kindheit beschreiben. Zugleich wird die Arbeit mit dem Lektionstext eines Lehrwerkes durch eine didaktische Reduktion von Lernschwierigkeiten vorentlastet. Das Thema "Einführung neuer Grammatik im Französisch-Unterricht am Beispiel des Imperfekts" im Unterricht Die Grammatik-Stunde folgt in Anlehnung an Zimmermann (1988) einem Vier-Phasen-Modell. In einer ersten Phase erfolgt im Plenum in einem dialogisch-kommunikativen Verfahren eine verständliche Einführung und Erklärung einer neuen grammatischen Struktur durch die Lehrkraft. In einer zweiten Phase wird die Regel kognitiv erarbeitet: Die Lernenden analysieren die Struktur und leiten induktiv eine Regel induktiv her, die sie in Schülersprache formulieren. In einer dritten Phase wird die Anwendung des Gelernten im Plenum von den Schülerinnen und Schülern an einer geschlossenen Aufgabe geübt. Eine Binnendifferenzierung der Arbeit wird wie folgt ermöglicht: Wer die neuen Formen schnell sicher beherrscht, kann gleich an der Aufgabe der nächsten Stufe arbeiten. Wer die neuen Formen langsamer erlernt, erläutert die Regel in einem Lerntempoduett einer Mitschülerin oder einem Mitschüler (und wiederholt gegebenenfalls den Lückentext), bis sie oder er ein Mindestniveau an Kenntnis und Fertigkeit erreicht hat. Die Lehrkraft begleitet diesen Prozess mit individueller Diagnose und Förderung, indem sie darauf achtet, ob die Lernenden die neue Form sicher mit nur wenigen Fehlern bilden können. Häufig in der Klasse gemachte Fehler können als Lerngelegenheit im Plenum besprochen werden. In einer vierten Phase (der Anwendungsphase, die in der hier exemplarisch konkretisierten Stunde in das Verfassen und Vorlesen von eigenen oder fremden Kindheitserinnerungen mündet) erhalten die Lernenden die Gelegenheiten, das neu Gelernte anhand einer offenen, "komplexen und authentischen" (Fäcke 2010, 142) kooperativ zu bearbeitenden Aufgabe in einer kommunikativen Situation selbstständig anzuwenden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihr Wissen im Bereich der Grammatik um eine neue Struktur. schulen ihre Fähigkeit (Performanz), das französische Imperfekt kommunizierend anzuwenden. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werten in der Differenzierungsphase Internetquellen aus, indem sie eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens recherchieren und eine Kindheitsbeschreibung verfassen, die als Rätsel in der nächsten Stunde vorgestellt werden soll. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler hören sich gegenseitig aktiv zu und arbeiten kooperativ zusammen. Fäcke, Christiane (2010): Fachdidaktik Französisch, Tübingen: Francke. Wellenreuther, Martin (2014): Zusammenfassung meines Beitrags "Direkte Instruktion" in der Zeitschrift "Pädagogik", Heft 1, 2014. Online Zimmermann, Günther (1988): Lehrphasenmodell für den fremdsprachlichen Grammatikunterricht, in: Dahl, Jürgen / Weiß, B. (Hg.): Grammatik im Unterricht, Goethe-Institut München, 160-176.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Einführung der Farbadjektive über intuitives Sprachenlernen und mithilfe der simultanen…

Fachartikel
5,99 €

Das Ziel dieses Artikels ist es, das intuitive Lernen der Endungen der französischen Farbadjektive darzustellen. Methodisch wird dabei auf die simultan piktografische Visualisierung und einige Metaphern zurückgegriffen. Lernen mit allen Sinnen In unserem Vorgehen beziehen wir uns auf die direkte Methode mit dem intuitiven Ansatz, der alle Sinne mit einbezieht. Schon der Französisch-Didaktiker Heribert Rück (2004) hat die Wichtigkeit der (Satz-)Melodie, des Rhythmus und der Bewegung im Fremdsprachenunterricht hervorgehoben und die Berücksichtigung der elementaren Sinneseindrücke gefordert. In einem weiteren Sinne sprach der französische Reformpädagoge Célestin Freinet (1950) von einer psychologie sensible . Er prägte den Begriff des tâtonnement expérimental , des entdeckenden und forschenden Lernens. Gérald Schlemminger (1993) hat diesen Begriff für den Sprachenunterricht weiterentwickelt. Ein solch sensibler und direkter Ansatz ermöglicht es, sich auch schon im Anfangsunterricht der Fremdsprache (in der Grundschule) mit abstrakteren Themen wie dem Nachdenken über das Funktionieren der Sprache - der sogenannten Grammatik - zu befassen. Ausgehend von diesem Bezugsrahmen werden wir zunächst die Einführung von Farben bei Sprachanfängern in der Sekundarstufe I der weiterführenden Schule mit dem Lernmittel Carte-mot-dessin (Christelle Morisset-Dammann 2013; siehe auch: Gérald Schlemminger 2018) vorstellen und die intuitive Einordnung der Farbadjektive nach der Empfindung von sogenannten kalten oder warmen Farben darstellen. Wir wollen damit aufzeigen, wie eine sprachlich relativ komplexe Frage - die Endungen und Angleichung der Endungen der Farbadjektive in den Singular- und Pluralformen - intuitiv und in Aushandlung mit den Schülerinnen und Schülern eigentlich sehr einfach behandelt werden kann. Schülerinnen und Schüler mögen Comics, Bücher, und kleine Geschichten. Genau darauf greifen wir zurück, wenn wir auf einfache Art und Weise die Funktionsweise und die Regelmäßigkeiten -der französischen Sprache veranschaulichen wollen. Und Humor darf auch nicht fehlen. Er ist eine gute Hilfe, um sich die Sachverhalte einer Sprache besser zu merken.

  • Französisch

Claude Nougaros Chanson "Bidonville" genau lesen

Fachartikel

Dieser sich auf das literaturdidaktische Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder 2017) beziehende Fachartikel zu Claude Nougaros Chanson "Bidonville" (1966) erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der gleichnamigen Unterrichtseinheit zugrunde liegen.

  • Französisch

Genau lesen im Französisch-Unterricht: Claude Nougaros Chanson "Bidonville"

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Claude Nougaros Chanson "Bidonville" (1966) zur Förderung der Lesekompetenz gehen die Lernenden der zentralen Frage des Textes nach, warum die Verbrüderung der zwei lyrischen Ichs im Liedtext auf eine zeitlich unbestimmte Zukunft verschoben wird. Diese Unterrichtseinheit zu Claude Nougaros Chanson "Bidonville" (1966) zur Leseförderung konkretisiert ein literaturdidaktisches Modell , das darauf abzielt, literarische Texte zunächst "genau" und auf die Reaktionen der Leserinnen und Leser hörend zu lesen, um sie im Folgenden in ihrem historischen Kontext und im Kontext ihrer Rezeption zu analysieren. Die Materialien zeigen exemplarisch, wie im Unterricht von den Irritationen, Fragen und Hypothesen der Schülerinnen und Schüler ausgegangen werden kann. Im Zentrum der Behandlung des Textes steht eine Frage, die von Lesenden so oder ähnlich in einem literarischen Gespräch gestellt und kontrovers diskutiert wird: "Pourquoi est-ce que la fraternisation entre les deux moi lyrique est reporté à un futur lointain?" Um diese zentrale Frage zu klären, soll der Text "Bidonville" von Claude Nougaro zunächst textimmanent analysiert, dann im sozial-historischen Kontext und abschließend bezogen auf andere Interpretationen gelesen werden, um die in einer textimmanenten "genau lesenden" Analyse erarbeiteten Deutungsergebnisse zu kontrastieren und gegebenenfalls zu erweitern. Eine Frage der Lernenden zum Ausgangspunkt der Interpretationsarbeit zu machen, bedeutet auch, literarische Texte als Kunstwerke ernst zu nehmen, die immer etwas Irritierendes und Rätselhaftes haben (Lösener 2006, 191, 196; Adorno 1998). Lesen Sie hier den Fachartikel "Claude Nougaros Chanson "Bidonville" genau lesen" mit weiteren Informationen sowie möglichen Analyseergebnissen. Exemplarisches Arbeiten an einer Kernfrage, über die Uneinigkeit herrscht: "Pourquoi est-ce que la fraternisation est repoussé?" Literarisches Gespräch und textimmanente Analyse So lautet die auf eine befremdliche Leseerfahrung bezogene zentrale Fragestellung, die von Lesenden häufig so oder ähnlich in einem literarischen Gespräch zum Text gestellt wird. Kontextbezogene Analyse Liest man das Chanson Bidonville im sozial-historischen Kontext, können die folgenden Erkenntnisse erarbeitet werden: Über eine Kontextualisierung des Chanson können verschiedene Bedeutungen des Liedes aufgezeigt werden: Das Chanson Bidonville entsteht in einer Zeit, in der sich in Frankreich ein Bewusstseinswandel vollzieht. Die in den banlieues lebenden Menschen werden nicht mehr wie zuvor in der Tradition kolonialen Denkens als classe dangereuse et criminelle wahrgenommen, die es zu kontrollieren gilt, sondern als zu schützende Mitmenschen, die Solidarität verdient haben. Die Weigerung des lyrischen Ichs, die bidonvilles zu verlassen, ist eine Reaktion auf die Wohnungsbaupolitik der sechziger Jahre, durch die auf dem Gelände der unwirtlichen bidonvilles viele der heute als soziale Brennpunkte bekannte Vorstadtsiedlungen errichtet wurden. Das lyrische Ich im Lied ahnt also bereits, dass die cités das Problem der Armut nicht werden lösen können. Die Einsicht des zweiten, den Refrain singenden lyrischen Ichs lautet folgerichtig, dass eine Versöhnung des Gegensatzes von Arm und Reich, von immigrés und etablierter Bevölkerung größerer Anstrengungen bedarf. Damit kann auch eine plausible Antwort auf die zweite erkenntnisleitende Deutungsfrage gefunden werden. Die Verbrüderung auf eine zeitlich unbestimmte Zukunft wird verschoben, weil die in der Gegenwart sichtbare Perspektive, durch eine Umsiedlung der Banlieuebewohnerinnen und -bewohner eine Aufhebung von Armut und Ausgrenzung zu erreichen, aus der Perspektive der lyrischen Ichs nicht realistisch erscheint. Rezeptionsbezogene Analyse Eine Rezeptionsanalyse zeigt, dass alle Versuche, den Text ohne eine präzise Situierung des Textes in den sozial-historischen Kontext seiner Entstehung zu interpretieren, mehr von den persönlichen Vorstellungen der Rezipienten als vom Wortlaut des literarischen Textes selbst geprägt sind. Eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und bestimmten Traditionen im Literaturunterricht ermöglicht es den Lernenden, erste Vorstellungen eines guten Unterrichts mit literarischen Texten zu formulieren. Sie können der Lehrkraft auf diese Weise ein Feedback zu ihrem Unterricht geben. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Verstehensbarrieren und nehmen sie zum Anlass eines textnahen Lesens. stellen Bezüge der Texte zu Kontexten her. versetzen sich unter Nutzung von zeitgenössischen Fotografien in literarische Figuren hinein und drücken in deren Rolle in der Fremdsprache auf den sozial-historischen Kontext bezogene Lebenserfahrungen aus. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beziehen Kenntnisse wissenschaftlicher Sekundärtexte und historischer Abhandlungen in die Kontextualisierung literarischer Werke ein. nutzen Fotografien, um den historischen Kontext eines literarischen Textes zu rekonstruieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen die in literarischen Werken enthaltenen Herausforderungen und Fremdheitserfahrungen kritisch zu eigenen Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepten in Beziehung. Adorno, Theodor W. (1998): Ästhetische Theorie, Frankfurt: Suhrkamp. Chirollo, Natalie / Schröder, Achim (2017): Literarisches Verstehen durch "genaues Lesen": ein Drei-Phasen-Modell zur Planung von Literaturunterricht. Online Lösener, Hans (2006): Zwischen Wort und Wort. Interpretation und Textanalyse. München: Fink.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Albert Camus' "L'hôte" genau lesen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zu zu Camus Erzählung "L'hôte" (1952-1957) beruht auf dem literaturdidaktischen Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder, 2017). Er erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zugrunde liegen.

  • Französisch

Unterrichtsmaterial und News für das Fach Französisch

Hier finden Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II kostenlose und kostenpflichtige Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungen mit Lösungsvorschlägen zum Download und für den direkten Einsatz im Französisch-Unterricht oder in Vertretungsstunden. Ob Materialien zu Wortschatz, Grammatik, interkulturellem Lernen, Landeskunde, Leseverstehen oder Lektürearbeit: Dieses Fachportal bietet Lehrerinnen und Lehrern jede Menge lehrplanorientierte Unterrichtsideen, Bildungsnachrichten sowie Tipps zu Apps und Tools für ihren Französischunterricht an Gymnasien, Gesamt-, Real-, Haupt- und Mittelschulen. 

Nutzen Sie unsere Suche mit ihren zahlreichen Filterfunktionen, um einfach und schnell lehrplanrelevante Arbeitsmaterialien für Ihren Unterricht zu finden.

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