Unterrichtsmaterialien zum Thema "gedichtanalyse"

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Gedichtanalyse mit PowerPoint

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit analysieren und interpretieren die Lernenden das klassische Gedicht "Mächtiges Überraschen" (1827) von Johann Wolfgang von Goethe hinsichtlich seines Symbolgehalts. PowerPoint und die Methode des verzögerten Lesens helfen, das Thema des literarischen Textes durch Vorgabe von Reizwörtern zu antizipieren."Mächtiges Überraschen" (1827) von Johann Wolfgang von Goethe gilt als typisches Beispiel für das Kunstprogramm der ästhetischen Erziehung und der Vorstellung von einem harmonischen Menschenbild in der deutschen "Klassik". Es besitzt aber auch "bewegte" Elemente der vorausgegangenen Epoche des "Sturm und Drang". Im Anschluss an diese Unterrichtsstunde könnten die Schülerinnen und Schüler über die Methode des Gedichtvergleichs vertiefend Goethes Symbolbegriff erarbeiten (beispielsweise mit Goethes Sonett "Dauer im Wechsel").Goethes Gedicht "Mächtiges Überraschen" kann als Einstieg in die Thematik des Symbolbegriffes in der deutschen Klassik genutzt werden. Um den Schülerinnen und Schülern eine Annäherung an die Bilderwelt des Gedichtes zu ermöglichen, wird ein rein induktives Verfahren gewählt, das die Lerngruppe zunächst davon abhalten soll, bereits mit möglichen Vorkenntnissen über die Epochen des "Sturm und Drang" und der "Klassik", über Stilmittel oder gar biografische Informationen an die Thematik heranzugehen. Den Schülerinnen und Schülern kann allerdings bekannt gemacht werden, dass sie im Folgenden ein Gedicht interpretieren sollen, welches ihnen anfangs noch nicht "als Ganzes" vorgelegt wird. Umsetzung der Unterrichtseinheit Mithilfe der Methode des verzögerten Lesens sollen die Lernenden das Thema des literarischen Textes durch Vorgabe von Reizwörtern antizipieren. Die Schülerinnen und Schüler interpretieren "Mächtiges Überraschen" als ein Gedicht, das die individuelle Entwicklung weg vom "Sturm und Drang" zum harmonischen Menschenbild der "Klassik" widerspiegelt. Dazu analysieren sie den Symbolgehalt des Sonetts detailliert. äußern sich assoziativ zu einzeln eingeblendeten Begriffen (Nomen, Verben, Adjektiven) im Gedicht, die sie schrittweise in einer PowerPoint-Präsentation an den passenden "Stellen" des später im Ganzen eingeblendeten Gedichtes wahrnehmen. nutzen ihre subjektiven Vorstellungen zu diesen Schlagworten als Interpretationsansätze zu der Bildlichkeit in Goethes Gedicht. Dazu bringen sie ihre Assoziationen als Vorverständnis mit in die immanente Textanalyse des Gedichtes ein. sehen die Interpretation des Gedichts als eine Versinnbildlichung menschlicher Entwicklung von der Epoche des "Sturm und Drang" zur "Klassik". Sie erraten das letzte Wort des Werkes und setzen ihre Interpretationsansätze zum biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergrund des Autors in Beziehung. Einstieg Die Schülerinnen und Schüler erhalten zunächst nur einen Blick auf wenige Nomen des Gedichtes, die dem Thema Wasser angehören. Danach folgen die Nomen der weiteren Natur, anschließend erscheinen die Verben der Bewegung und am Ende die Adjektive. Die Präsentation erfolgt mittels einer PowerPoint-Präsentation, wobei jedes Wort durch Mausklick von der Lehrkraft einzeln aufgerufen werden kann. So ist, je nach Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Lerngruppe, ein individuelles Lerntempo steuerbar. Die entstehenden Bilder sollen von der Lerngruppe assoziativ näher beschrieben werden: Welche Merkmale verbinden sie mit den Worten, was haben die Begriffe gemeinsam, was trennt sie? Zielsetzung Ziel dieser Methode der Textpräsentation in Etappen ist nicht, die Lernenden nach der richtigen Formulierung oder dem richtigen Zusammenhang der Wörter suchen zu lassen, sondern allen Zeit zu geben, aus einem Anstoß heraus mögliche Vorstellungen mit Überlegung und Begründung auszuwählen, die ihm oder ihr plausibel sind. Ziel ist der Aufbau eines Sinnhorizonts. Die verschiedenen, eventuell miteinander in Konflikt geratenden Sinnhorizonte können im weiteren Unterrichtsgespräch thematisiert werden. Vortrag und Begriffsklärung In der nun folgenden zweiten Unterrichtsphase präsentiert die Lehrkraft durch einen weiteren Mausklick in die PowerPoint-Präsentation das vollständige Gedicht bis auf das letzte Wort (die Präsentation läuft nach diesem Klick selbst ab). Während die Lehrperson jeweils die einzelnen Verse und Strophen des Gedichtes selbst betont vorträgt, gibt sie einige Worterklärungen vor (Oreas - Bergnymphe; dämonisch - hier: im Sinne von "Urkraft") und fragt nach weiteren möglichen Verständnisschwierigkeiten. Assoziation und Interpretation Die Schülerinnen und Schüler sollten Gelegenheit bekommen, ihre Assoziationen mit den nun nachzulesenden Gedichtstrophen zu vergleichen, die sie paraphrasieren können sollten. Die Lehrkraft fordert dann den Kurs auf, über das letzte, fehlende Nomen des Gedichts zu spekulieren, und präsentiert es nach einer angemessenen Zeit der Diskussion durch einen abschließenden Mausklick ("Leben"). Das Thema des Gedichtes, das das Symbol des Wassers als Metapher für das menschliche Leben nutzt, müsste nun herausgestellt werden. Textarbeit mit dem PC Idealerweise sollte die weitere Arbeit am Rechner erfolgen, denn der Arbeitsauftrag an die Lerngruppe lautet, in Gruppen-, besser noch in Partnerarbeit, die zuvor erarbeiteten Ergebnisse am originalen Text zu belegen. Dies soll durch Kopieren der Folie und ihr Einfügen an zweiter, dritter oder vierter Stelle der PowerPoint-Datei geschehen, so dass auf den neu entstandenen Folien Anmerkungen zu den Begriffen oder Strophen eingefügt werden können (durch Ergänzungen, Einfärbungen und so weiter). Kenntnisse erweitern Die Lernenden trainieren so ihre Kenntnisse in PowerPoint, sichern die Ergebnisse und können sie sogar erweitern, indem man sie beispielsweise auffordert, noch weitere Nomen, Verben oder Adjektive oder etwa die Neologismen ergänzend "aufzurufen" und zu kommentieren (mögliche Ergebnisse: Merkmale zu Größe, Dynamik, Gewalt, Macht, Gefühle der Bedrohung, Vernichtung. Wasser folgt Gesetzen der Natur - plötzliche Änderung - Wasser reagiert, Weg hin zur See - Neuordnung der Elemente, Beruhigung nach der Gegenbewegung, Stille). Hintergründe recherchieren Je nach Leistungsstärke des Kurses könnte die Lehrkraft zusätzliche Dokumente (beispielsweise in Word als Kopiervorlage für PowerPoint) mit einer Definition zur Sonett-Form, aber auch - wenn mehr Zeit zur Verfügung steht - mit Hinweisen zur Biografie Goethes, Zitaten Goethes und der Entstehungszeit des Gedichtes zur Verfügung stellen, die die Interpretation des Werkes noch erweitern könnten. Zusammenhänge erkennen Die Interpretation verbleibt am Ende nicht mehr auf der Ebene des Naturgedichtes, wenn herausgestellt wird, dass das zentrale Bild der ruhigen Wasserfläche mit den sich in ihr spiegelnden Gestirnen für das Menschenbild der Klassik steht (mögliche Ergebnisse: Menschbild symbolisch dargestellt - beruhigte Wasseroberfläche - Vollendung, neuer Sinn). Abraham, Ulf u. a.: Praxis des Deutschunterrichts. Donauwörth: Auer 1998

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I