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Ängste und Stress bei Kindern: Was können Lehrkräfte und Eltern tun?

Fachartikel
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Dieser Fachartikel behandelt das Thema Ängste und Stress bei Kindern. Dabei geht es um Entstehung und Vorbeugung, den Ansatz des Kindermentaltrainings sowie Übungen für den Schulunterricht. Woher kommen Ängste und Stress bei Kindern? Wie können Eltern und Lehrkräfte vorbeugen oder intervenieren? Was versteht man unter Kindermentaltraining? Gibt es spezielle Übungen für den Schulunterricht? Der Kindermentaltrainer, Kinesiologe und memotional Coach Marcus Kerti steht im Interview Frage und Antwort. Wie entstehen Ängste und Stress bei Kindern? Stress kann durch Ängste und andere Emotionen ausgelöst werden. Somit ist Stress die zwangsläufige Folge von Angst. Bei jedem Kind äußert sich Angst unterschiedlich, und das kann sowohl körperlich als auch physisch sein. Bei Kindern entstehen die meisten Ängste in den ersten sieben Lebensjahren. In dieser Phase des Lebens werden alle Einflüsse aus unserer Umgebung ungefiltert aufgenommen und im Unterbewusstsein als Wahrheit abgespeichert. Daraus ergeben sich immer wiederkehrende Ängste und gleiche Verhaltensmuster. Diese bewirken, dass Neurotransmitter wie Adrenalin oder Kortisol ausgeschüttet werden, was wiederum den Stress im Körper begünstigt. Entscheidend ist es, dass nicht nur die tatsächlichen Erlebnisse Kinder ängstigen. Es sind oftmals "nur" ihre Gedanken an eine Situation oder ein Erlebnis, die den gleichen Effekt auslösen. Deshalb sollten Kinder früh lernen, sich zu entspannen. Dadurch kann zum Beispiel vermieden werden, dass ein "Gedankenkarussell" startet, das oftmals zu Ängsten führt. Wie können Eltern und Lehrkräfte Ängsten und Stress bei Kindern vorbeugen? Wenn sich Kinder wohl und geborgen fühlen, nehmen Ängste keinen so großen Raum ein. Dazu brauchen Kinder einen sicheren Ort, an den sie sich jederzeit zurückziehen können. Der erste Schritt zur Vorbeugung von Ängsten und Stress bei Kindern ist es also, eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich sicher und geborgen fühlen. Begegnet man zudem Kindern mit aufrichtiger Zuwendung, trägt das ebenfalls zu einer Wohlfühlatmosphäre bei, in der sich Kinder weitestgehend ohne Ängste und Stress entwickeln können. Eltern können in erster Linie mit bedingungsloser Liebe ihren Kindern, deren Verhalten und auch sich selbst gegenüber Ängsten und Stress vorbeugen. Schon in der Schwangerschaft werden Emotionen und somit auch Ängste auf Ungeborene übertragen, deshalb kann bereits in dieser Zeit mit der Vorbeugung von Ängsten und Stress begonnen werden. Lehrerinnen und Lehrer können vor allem durch individuelle Kommunikation mit Kindern und der Begegnung auf Augenhöhe präventiv handeln. Strahlen Lehrkräfte oder Eltern generell Ruhe aus, so macht sich das zusätzlich bei den Kindern bemerkbar. Sind Erwachsene ruhig und gelasssen, so hat das in der Regel einen postiven Einfluss auf Kinder, indem sich die Ruhe auf sie überträgt. Was sind Anzeichen dafür, dass ein Kind unter Ängsten und Stress leidet? Grundsätzlich sollte nicht jede kleinste Verhaltensänderung bei Kindern als Anzeichen von Ängsten und Stress gedeutet werden. Oftmals sind es die Eltern selbst, die Stress erzeugen. Deshalb ist es ratsam, bei ersten Anzeichen zunächst Ruhe zu bewahren und das Kind eine Zeit lang zu beobachten. Treten jedoch gravierende Veränderungen über einen längeren Zeitraum auf, sollten diese in jedem Falle hinterfragt werden. Ängste und Stress können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen: Es kann vorkommen, dass ein Kind auf einmal wiederholt über Bauchschmerzen klagt, wenn es in die Schule gehen soll. Hier zeigt sich der Stress in körperlichen Symptomen. Auch die Konzentration kann durch Stress beeinflusst werden. Ist ein Kind mit vielen Gedanken und Emotionen beschäftigt, kann es dadurch abgelenkt und in der Konzentration gebremst werden. Stress kann sich außerdem in Aggressionen niederschlagen, insbesondere auch anderen Kindern gegenüber. Ein weiterer Hinweis kann eine Verhaltensänderung sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn sich ein lebensfrohes, extrovertiertes Kind plötzlich zum Gegenteil entwickelt. Was sind sinnvolle Strategien für den Umgang mit Ängsten und Stress bei Kindern? Treten bei Kindern Ängste und Stress auf, ist es essentiell, sie ernst nehmen. Häufig verniedlichen Erwachsene das Ganze oder ziehen es ins Lächerliche mit Aussagen wie: "Komm, so schlimm ist das doch nicht!", "Gespenster gibt es doch nicht, du bist doch kein Baby mehr!" oder "Brauchst doch keine Angst haben!". Doch jede Angst hat ihre Berechtigung. Und die wichtigste aller Fragen – "Vor was hast du denn Angst?" – gibt dem Kind das Gefühl, dass es ernst genommen wird. Erwachsene sollten daher Verständnis zeigen, sich der Situation annehmen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Es ist es sinnvoll, dem Kind eine "Heldin" oder ein "Helden" für schwierige Situationen an die Seite zu stellen, um konkret gegen Ängste und Stress vorzugehen. Sie oder er sollte die Fähigkeiten besitzen, die für das Kind relevant sind, um seine Ängste zu bewältigen. Wie schon erwähnt, ist es zudem wichtig, für betroffene Kinder spielerische Lösungen zu finden. Gibt es Übungen und Techniken, die Lehrkräfte in den Unterricht integrieren können? Zur Vermeidung oder zum Abbau von Stress gibt es außerdem einfache Methoden, die im Schulunterricht eingesetzt werden können: Zunächst sollte in der Schule von Lehrkräften eine angenehme Umgebung geschaffen werden, in der sich Kinder wohlfühlen, die sie gerne besuchen und die sie mitgestalten können. Da viele Kinder und auch Lehrkräfte schon gestresst und voller Angst zur Schule kommen, sollte jeder Tag idealerweise mit Entspannungsübungen starten. Hier kann schon eine kurze Phantasiereise Wunder wirken. Durch Entspannungstechniken verlieren Stress und Ängste ihre Energie und Aufmerksamkeit. Am besten sind Übungseinheiten von fünf Minuten am Morgen. Dazu bieten sich beispielsweise Entspannungsmusik, Klangschalen, Geschichten oder das sogenannte "Palmieren" an. Hierbei werden die Handflächen aneinander gerieben und dann die warmen Handinnenseiten auf die geschlossenen Augen gelegt. Was zeichnet ein Kindermentaltraining aus? Vereinfacht gesagt, ist Mentaltraining die gedankliche Vorbereitung auf beziehungsweise das Hineinfühlen in eine bestimmte Situation oder Emotion. Das Besondere am Kindermentaltraining ist es, dass alles sehr spielerisch und erlebnisorientiert angelegt ist. Durch Entspannungs- und Besinnungsübungen, Phantasiereisen oder Vorstellungsübungen, bei denen die gesamte Vielfalt des Wahrnehmungs- und Erlebnisspektrums abgedeckt werden kann, geraten die Kinder und Jugendlichen in einen emotionalen und Emotionen stimulierenden Zustand mit entsprechenden Körperempfindungen. Anhand von Übungen, die gezielt an bestehende körperliche und emotionale Zustände anknüpfen, kann einzeln und in Gruppen gearbeitet werden. Spaß und spielerische Elemente sowie die Möglichkeit, vieles auszuprobieren und selbst zu erleben sollten dabei immer im Vordergrund stehen. Wie läuft ein Mentaltraining ab? Können Lehrkräfte mit der ganzen Klasse ein Mentaltraining starten? Beim Mentaltraining geht es um Üben und Trainieren von mentalen Techniken, die regelmäßig gezielt und nach einem bestimmten Muster erfolgen. Kinder werden dadurch für bestimmte Situationen im Leben gestärkt. Sie lassen sich leicht begeistern, sind wissbegierig, wollen Neues entdecken und sind offen. Eine ideale Mischung, um die schlummernden Fähigkeiten der Kinder zu stärken und an die Oberfläche zu bringen. Die Übungen fördern Konzentration, Achtsamkeit, Entspannung, inneres Gleichgewicht, Selbstbewusstsein und den Umgang mit Ängsten beziehungsweise Emotionen. Dadurch werden Verbindungen zwischen Kopf und Körper geschaffen. Das Mentaltraining führt also aus lernpsychologischer Sicht durch die Nutzung verschiedener Erlebnisebenen zur besseren Verankerung neuer Verhaltensweisen. Wie wird der Erfolg des Mentaltrainings gemessen? Erfolgreiches Mentaltraining zeichnet sich dadurch aus, dass sich Kinder nach dem Training besser fühlen und mit stressigen Situationen entspannter umgehen können. Aber auch am gesamten Verhalten ist ein Erfolg sehr schnell zu erkennen. Erwachse müssen sich eingestehen, dass ihnen Kinder in diesem Thema um Welten voraus sind. Sie zweifeln nicht an den Möglichkeiten, hinterfragen nicht alles, brauchen keine Beweise und wissenschaftlichen Studien. Sie probieren aus und hören auf ihr Gefühl, und es hilft ihnen. Kinder sind von dieser Art der Arbeit sehr begeistert und nehmen die Übungen gerne an, um sie in den passenden Situationen in ihrem Leben einzusetzen. Mentaltraining kann mit der Kinesiologie auch der erste Schritt bei der Behandlung von Lernblockaden sein, sogar noch vor der Nachhilfe. Wo finden Eltern und Lehrkräfte mehr Informationen zur Vorbeugung? Ich empfehle sowohl Lehrkräften als auch Eltern, sich einen Tag zum Thema "Kindermentaltraining" in Form eines Workshops zu gönnen und selbst am eigenen Körper zu erleben, welche großartigen Möglichkeiten diese Methode bietet und wie einfach sie anzuwenden ist. Der Mehrwert für Lehrkräfte ist insbesondere auf den Schulalltag ausgelegt. Bei Eltern geht es darum, wie das Mentaltraining im privaten Bereich unterstützend wirken kann. Das betrifft den Bereich der Ruhe und Entspannung der Eltern, aber auch die Stärkung der Kinder. Zu guter Letzt bedeutet es für jeden Teilnehmenden eine Weiterentwicklung seiner eigenen Persönlichkeit in Bezug darauf, mit bestimmten Situationen besser umgehen zu können. Sicherlich können wir zum Thema viel Literatur verschlingen, jedoch ist nichts so effektiv wie die eigene praktische Erfahrung mit Methoden zur Vorbeugung gegen Ängste und Stress.

  • Fächerübergreifend / Ich und meine Welt / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Sport / Bewegung / Religion / Ethik

Sprachsensibilität im Unterricht – Methoden in der Praxis

Fachartikel
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In diesem Fachartikel stellt der Autor seine Praxiserfahrungen mit diversen Methoden des sprachsensiblen Unterrichtens vor. Sprachsensibilität ist ein Thema, das angesichts zunehmender sprachlicher Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern einen wachsenden Stellenwert in der Didaktik hat, zumal fachliches Lernen an Sprache gekoppelt ist. "Sprachsensibel" unterrichten Sprache hat es manchmal in sich. Im Laufe der Sekundarstufe I und vor allem in der Sekundarstufe II werden Schülerinnen und Schüler immer häufiger mit Fachvokabular konfrontiert, das sie nicht nur verstehen, sondern auch aktiv verwenden sollen. Sowohl in als auch außerhalb der Schule – schließlich lernt man ja "fürs Leben". Für "sprachschwache" Kinder und Jugendliche, die Deutsch erst im schulpflichtigen Alter gelernt haben oder mit geringem Zugang zu Bildung aufgewachsen sind, beschränken sich die sprachlichen Stolpersteine in der Schule nicht nur auf exotisch klingende Fachbegriffe. Für diese Schülerinnen und Schüler stellt die in der Schule genutzte Bildungssprache (im Kontrast zu den verschiedenen Formen von Alltagssprache) eine Schwierigkeit an sich dar. Sprachliche Probleme können vielfältig sein und nicht nur die Wortebene, sondern auch die Syntax betreffen, indem Beziehungen zwischen den Satzteilen oder satzübergreifende Verbindungen nicht erkannt werden. Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, hat häufig auch Schwierigkeiten im Bereich der Phonetik. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass sprachliche Hürden fachliches Lernen behindern oder sogar verhindern können. Aus dieser Feststellung ergibt sich der ganzheitliche Ansatz, Sprachdidaktik und Fachdidaktik zu verknüpfen. Der sogenannte "sprachsensible" oder "sprachbewusste" Unterricht zeichnet sich durch den gezielten Einsatz sprachlicher Unterstützungstechniken aus, die – je nach Fachinhalt und Unterrichtssituation – im Vorfeld eingeplant oder aber auch spontan angewendet werden können. Das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Themas Sprachsensibilität in der Schule steigt - erkennbar an einem breiten Fortbildungsangebot zur Schulung von Lehrkräften. In diesem Fachartikel stelle ich situationsbezogen einige wichtige Methoden des sprachsensiblen Unterrichtens vor. Meine Fallbeispiele sollen demonstrieren, wie sich das Konzept praktisch umsetzen lässt und wie wichtig eine sprachbewusste Unterrichtsgestaltung für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist. Aufgabenstellungen Politik-Klausur, Aufgabe 1: "Erläutere die Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland." – In einem Schülerheft lese ich bei der Korrektur: "Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Bundesstaat." – Leider erhält der Schüler für diese Aufgabe nur einen Teil der maximalen Punktzahl. "Aufgabenstellung beachten!" , notiere ich als Randbemerkung. Ich erkläre ihm bei der Rückgabe, dass er die im Prädikat der Aufgabenstellung enthaltene Arbeitsanweisung leider nicht korrekt befolgt hat. Erläutern bedeutet eben nicht bloß auflisten oder benennen. Beispielsweise hätte der Schüler bei der Erläuterung des Begriffs Bundesstaat auf das Prinzip des Föderalismus eingehen können, aus dem sich die Einteilung des Gesamtstaates in 16 Bundesländer ergibt. Zudem hätte er das Vorhandensein der Länderebene als Kernelement der Bundesstaatlichkeit bezeichnen und die Teilung der Gesetzgebung zwischen Bund und Ländern skizzieren können. Dieser Vorfall, der sich zu Beginn meiner Lehrerlaufbahn ereignete, sensibilisierte mich als Lehrkraft für die Wichtigkeit, die in Arbeitsaufträgen enthaltenen Operationen zu verdeutlichen und mit den Lernenden im Unterricht einzuüben. Diese sprachliche Transparenz zahlt sich aus. "Aufgabenstellung beachten" ist bei meinen Korrekturen nur noch eine seltene Randbemerkung. Visualisierung "Greta Thunberg segelt über den Atlantik" , steht in einem Text über die junge schwedische Klimaaktivistin, den ich mit einer Lerngruppe im Politikunterricht besprechen möchte. Meine Schülerinnen und Schüler wissen, dass in der ersten Lesephase zunächst alle unklaren Begriffe zu markieren sind, bevor es um inhaltliche Fragen zum Text geht. Die allermeisten Jugendlichen in der Klasse haben Deutsch erst als Zweitsprache gelernt; außerdem gehören maritime Themen vermutlich nicht zu ihrem Lebensalltag. Ich rechne daher mit einem hohen Klärungsbedarf. Die erste Meldung – eine Schülerin erkundigt sich nach der Bedeutung des Wortes segelt. Von den Mitschülerinnen und Mitschülern erklärt sich niemand bereit, die Frage zu beantworten. Also ist mein Einsatz gefragt: Spontan nehme ich ein Stück Kreide und male ein einfaches, als solches klar erkennbares Segelboot an die Tafel. "Dies ist ein Segel" , erkläre ich und schreibe den Begriff an die entsprechende Stelle. "Segeln ist das dazugehörige Verb." Der Aha-Effekt in der Klasse ist groß. Eine einfache Visualisierung konnte ein zuvor unverständliches Wort verdeutlichen – ohne weitere Erklärungen. Diese Methode wirkt nachhaltig und effektiv, denn ein Bild prägt sich viel besser ein als eine wortreiche Definition. Mit etwas Kreativität lassen sich übrigens sogar abstrakte Begriffe visualisieren. Gerne drücke ich auch Schülerinnen und Schülern die Kreide in die Hand, wenn es um Visualisierungen an der Tafel geht. Schließlich muss man keine Lehrkraft sein, um die Kunst des bildlichen Erklärens zu beherrschen. Pantomime Deutschunterricht, Thema Kurzgeschichten: Auch in dieser Situation habe ich mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, dass die Textarbeit mit der Klärung unverständlicher Begriffe beginnt. Es geht um die Kurzgeschichte "Geier" von Theo Schmich; darin wird anfangs der Traum des Ich-Erzählers beschrieben, in dem mobbende Büroangestellte als Geier auf den Schränken des Büros ihres Opfers hocken. – Nach der Bedeutung dieses Verbs wird gefragt. Diesmal meldet sich ein Schüler. Er steht von seinem Platz auf, setzt sich in die Hocke und verharrt einige Sekunden in dieser Position, bis die Mitschülerinnen und Mitschüler seine pantomimische Darstellung registriert haben. Dann reden wir im Plenum über das Wort und damit verwandte Begriffe – in die Hocke gehen, herumhocken . Hocken zu visualisieren wäre mir (und auch den anderen im Klassenraum) spontan schwergefallen. In diesem Fall war Pantomime sicherlich eine geeignetere nonverbale Strategie, um die Bedeutung eines Begriffs darzustellen. Auch diese Methode gehört in das Repertoire des sprachsensiblen Unterrichtens. Umschreibung Wir bleiben in der bereits erwähnten Deutschstunde. "Harold ist zäh" , lautet ein Satz in der Kurzgeschichte "Geier". Ein Schüler erkundigt sich nach der Bedeutung des Wortes zäh . – Dieser Begriff lässt sich nicht so einfach visualisieren oder pantomimisch darstellen. Auf den ersten Blick ein schwieriger Fall. "Ich kenne zähes Fleisch" , äußert sich eine Schülerin, "das kann man nur sehr schwer kauen." Einigen Mitschülerinnen und Mitschülern geht bereits ein Licht auf. Sie übertragen die Eigenschaft des zähen Fleisches auf die literarische Figur Harold in der Kurzgeschichte "Geier". "Das heißt also, dass Harold sich nicht so leicht unterkriegen lässt" , wagt ein Klassenkamerad eine zutreffende Vermutung. "Der ist mit anderen Worten ein ganz harter Typ, den das Schicksal nicht einfach so zerbeißen kann" , fügt ein anderer Schüler hinzu. Durch die Umschreibung des Begriffs haben die Lernenden bereits eine klare Vorstellung von der Bedeutung im Kontext der Kurzgeschichte. Trotzdem werfen wir noch per Beamer einen gemeinsamen Blick in die Online-Ausgabe eines renommierten Wörterbuchs und erhalten die Bestätigung für die Richtigkeit der Aussagen: Zäh wird in Bezug auf den Charakter eines Menschen als belastbar, ausdauernd und beharrlich definiert. Gezielte Übungen Sprachsensibilität im Unterricht lässt sich auch durch gezielte Übungen praktizieren. Diese sind an die Fachinhalte gekoppelt und betonen dabei sprachliche Aspekte: Lückentexte: Durch das Einsetzen passender Fachbegriffe in einen Lückentext wird den Schülerinnen und Schülern die jeweilige Wortbedeutung im Kontext eines Satzes bewusst. Wortfelder: Die Zuordnung passender Begriffe zu einem Ausgangswort trainiert die Herstellung sprachlicher Verknüpfungen in einem Sinnzusammenhang. Fehlersuche: Bauen Sie Fehler in einen Text ein, die von Ihren Schülerinnen und Schülern gesucht und gefunden werden. Damit üben die Lernenden die Reflexion über Wörter in einem bestimmten Kontext. Legen Sie aber Wert auf eine gründliche Besprechung, sodass sich keine Fehler einprägen. Fazit Fachliches Lernen ist nur auf der Grundlage von Sprache möglich. Daher sollten Sie als Lehrkraft ein Bewusstsein für die sprachlichen Hürden in den Fächern haben, die Sie unterrichten. Thematisieren Sie die fachspezifischen sprachlichen Anforderungen in intensiver Form und wenden Sie situationsgerecht Unterstützungstechniken des sprachsensiblen Unterrichtens an. Empfehlenswert ist zudem eine Sensibilisierung des gesamten Kollegiums für die Thematik im Rahmen einer Fortbildung. Literaturtipps Sie möchten mehr über Sprachsensibilität im Unterricht erfahren? – Dann gebe ich Ihnen folgende Literaturtipps: Michalak, Magdalena; Lemke, Valerie; Goeke, Marius: Sprache im Fachunterricht. Eine Einführung in Deutsch als Zweitsprache und sprachbewussten Unterricht, Tübingen 2015. Becker-Mrotzek, Michael; Schramm, Karen; Thürmann, Eike; Vollmer, Helmut (Hrsg.): Sprache im Fach. Sprachlichkeit und fachliches Lernen, Münster 2013.

  • Fächerübergreifend

Maßnahmen gegen Fake News

Fachartikel
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Dieser Fachartikel zu Fake News möchte Lehrkräfte dabei unterstützen, ihre Schülerinnen und Schüler zum kritischen Umgang mit Medieninhalten anzuregen, damit sie lernen, zwischen geeigneten Informationen (Fakten, redlichen Meinungen) und ungeeigneten Informationen (Fake News, Lügen) zu unterscheiden. Skizzierung der Ausgangslage Bei der Auseinandersetzung mit Fake News betreten wir weder allgemein in unserer Gesellschaft noch speziell in der Schule neues Terrain: Schon immer sollten die Nutzerinnen und Nutzer von Medien die enthaltenen Informationen bezüglich ihres Wahrheitsgehaltes kritisch hinterfragen. Allerdings erfordert die dauerhafte Präsenz von Informationen in den verschiedensten Medienkanälen eine Verstärkung dieser Anstrengungen beziehungsweise provoziert den fahrlässigen Umgang mit Informationen. Eine 2019 erschienene Studie verdeutlicht den Handlungsbedarf bei jungen Menschen. Untersucht wurden "die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen (computer and information literacy, kurz: CIL)" von Schülerinnen und Schülern der achten Jahrgangsstufe. Hervorzuheben ist zunächst, worum es genau geht, da der gängige Begriff der Informationskompetenz hier weiter gefasst wird: CIL werden "als individuelle Fähigkeiten einer Person definiert, die es ihr erlauben, digitale Medien zum Recherchieren, Gestalten und Kommunizieren von Informationen zu nutzen und diese zu bewerten, um am Leben im häuslichen Umfeld, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft erfolgreich teilzuhaben [...]" (Eickelmann u. a. 2018: 9, Herv. d. d. Verf.). Die Studie stellt ausführlich die Anforderungen und Entwicklungen in diesem Bereich dar, auch im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2013. Es lohnt sich, sich ausführlicher in die Darstellungen einzulesen, da erst dann die ganze Komplexität der Thematik und damit auch das breite Aufgabenfeld für Lehrkräfte erkennbar werden. Hier sei lediglich ein wesentliches, alarmierendes Ergebnis zitiert: "Ein Drittel (33.2%) der Schülerinnen und Schüler in Deutschland, und damit ein erheblicher Teil, lässt sich auf den unteren beiden Kompetenzstufen verorten und verfügt damit lediglich über rudimentäre und basale computer- und informationsbezogene Kompetenzen" (Eickelmann u. a. 2018: 13, Herv. d. d. Verf.). Studienleiterin Eickelmann betont in einem Interview unter anderem die Empfänglichkeit für Fake News und sagt: "Wenn man mal genau schaut, was diese Schülerinnen und Schüler können, dann ist das vor allen Dingen das Anklicken eines Links oder das Öffnen einer E-Mail. Und was sie eben nicht können - und das ist wirklich etwas, was uns Sorge geben sollte -, ist, dass sie eben keine Information reflektiert bewerten können" (Eickelmann 2019). Die ganze Gesellschaft ist gefordert Zwar haben Schulen und andere Bildungseinrichtungen eine große Verantwortung hinsichtlich der oben genannten Vermittlung von CIL, sie sind jedoch nicht alleine zuständig und auch nicht alleine in der Lage, das Problem Fake News zu bewältigen (vgl. Selg 2017). Wichtig ist die verstärkte professionelle Entlarvung von Fake News durch Rechercheteams beziehungsweise Fact-Checking-Websites . Notwendig und gegebenenfalls durch gesellschaftlichen Druck und Gesetze einzufordern ist die Verantwortung der Inhalteanbieter (zum Beispiel Facebook/WhatsApp/Instagram, YouTube). Bei den Angeboten gibt es inzwischen Meldefunktionen, die beim Erkennen von Fake News genutzt werden können. Überprüft werden kann die rechtliche Handhabe gegen Fake News. Gerade in Verbindung mit Hate Speech (Hassrede) sind viele Inhalte schon jetzt strafbewehrt (unter anderem Verleumdung, Volksverhetzung, Leugnung des Holocaust). Bei Kontrolleinrichtungen wie beispielsweise jugendschutz.net können alle Bürgerinnen und Bürger Inhalte melden. Allgemeine Handlungsempfehlungen Pädagogen, Eltern und andere Erziehende sollten... ein Bewusstsein für die Gesamtsituation schaffen und Kinder darauf hinweisen, dass die Informations- und Nachrichtenverbreitung - und in ihrem Gefolge auch Fake News - ein schnelllebiges Geschäft sind. Daher gibt es auch Webseiten mit reißerischen Informationen in Text und Bild, die alleine der Beeinflussung des Klickverhaltens (sogenannte Klick-Köder, Clickbaiting) dienen, da die Anbieter mit jedem Klick Geld durch Werbung verdienen. eine kritische Haltung gegenüber Medieninhalten fördern und Kinder dazu anhalten, sich die Zeit zur Überprüfung einer Information zu nehmen, wenn sie sich unsicher sind. Der Leitspruch lautet: Erst denken und prüfen – dann liken und teilen. den Informations- und Meinungsaustausch mit Vertrauenspersonen fördern, damit Kinder zum Beispiel Eltern, Freunde, Geschwister und Lehrkräfte zu Themen und Medieninhalten befragen. die Bereitschaft zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung über mehrere Angebote beziehungsweise Medien - und nicht nur über Social Media-Kanäle - fördern und aktiv mitmachen. Wichtig ist es auch, den ganz unterschiedlichen Charakter von Informationen darzustellen: Es gibt durch Fakten belegbare "objektive" Tatsachen, "persönliche" Meinungen beziehungsweise "subjektive" Bewertungen von Tatsachen/Fakten und gerade in Fake News die Vortäuschung von durch Fakten belegbare "Objektive Tatsachen" in Form von Tatsachenbehauptungen (beziehungsweise Gerüchte, Lügen, getarnt als "alternative Fakten"), was oftmals erst durch Nachprüfung deutlich wird. Selbsthilfe-Checkliste zu Fake News Die Überprüfung eines Medienbeitrags (Text, Foto/Grafik, Video, Audio) kann über eine Reihe von Fragen erfolgen und betrifft sowohl den Anbieter als auch den Beitrag hinsichtlich Aktualität, Gestaltung und Inhalt (vgl. Selg/Hajok 2017), zum Beispiel: "Kann das stimmen?" Wirken Überschriften/Schlagzeilen und Inhalt/Bilder/Videos glaubwürdig oder übertrieben beziehungsweise reißerisch und unwahrscheinlich? Kann der Beitrag als Witz gemeint oder Satire sein? Werden (emotionale) Behauptungen und Verallgemeinerungen bis hin zu Beleidigungen geäußert? Oder werden (sachliche) überprüfbare Argumente mit Fakten angeführt? Werden Zitate gekennzeichnet und Fakten mit nachprüfbaren Quellen belegt? Werden Rechtschreibung und Grammatik beachtet? (unseriöse Anbieter verwenden viele Ausrufungszeichen!!!) Könnte eine digitale Bild- beziehungsweise Videofälschung (statt nur Bildoptimierung) vorliegen? Wer ist laut Impressum verantwortlich oder fehlt es? Handelt es sich um einen bekannten seriösen Anbieter und gibt es die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme für Beschwerden? Was berichten andere Medienangebote zum selben Thema (Vergleich zum Beispiel per Suchmaschine)? Allgemeine Aufklärungsangebote im Internet Die von professionellen Institutionen betriebene Entlarvung von Fake News ist unabdingbar als klares Signal, dass Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt nicht missbraucht werden dürfen. Die journalistischen Faktenchecker von CORRECTIV bieten ein breites Spektrum an aktuellen Beispielen und Grundlagenwissen zu Fake News. Dargestellt wird auch die Zusammenarbeit mit Facebook. Ein tagesaktuelles Angebot ist der Faktenfinder unter tagesschau.de . Leider ist das ursprünglich wesentlich umfassendere Angebot inzwischen reduziert worden. Aufklärungsvideos können am besten den aktuellen Trend der Videofälschung (Deep Fakes) zeigen, zum Beispiel Neue Zürcher Zeitung (NZZ): So erkennt man manipulierte Videos (Kurzbeitrag). Angebote für Jüngere Auf spezielles Unterrichtsmaterial zu Fake News wird bei den Internetadressen hingewiesen. Zusätzlich gibt es Angebote für Jüngere, die sich der Thematik spielerisch-interaktiv nähern und darüber hinaus einen Selbstlernprozess auf Tablets und Smartphones ermöglichen. So kann zunächst eine Auseinandersetzung mit Fake News angeregt werden, die dann im Unterricht vertieft werden sollte. Ein interaktives Informationsangebot der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): fakefilter.de Ein interaktives Browserspiel zum Mitmachen des Südwestrundfunks (SWR), in dem Beispiele überprüft werden müssen: swrfakefinder.de Die Lern-App Fake News Check von Neue Wege des Lernens e. V. dient der Sensibilisierung. Literaturverzeichnis Eickelmann, Birgit im Gespräch mit Manfred Götzke. Ein Drittel der Schüler könne "nur klicken und wischen". Deutschlandfunk, 05.11.2019. Online Eickelmann, Birgit, Wilfried Bos, Julia Gerick, Frank Goldhammer, Heike Schaumburg, Knut Schwippert, Martin Senkbeil, Jan Vahrenhold (Hrsg.). ICILS 2018 #Deutschland. Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im zweiten internationalen Vergleich und Kompetenzen im Bereich Computational Thinking. Münster, New York: Waxmann. Selg, Olaf und Daniel Hajok (2017). Fachartikel "Fake News - Ein aktuelles Phänomen" mit Selbsthilfe-Checkliste. München: Stiftung Medienpädagogik Bayern (Referentennetzwerk) Selg, Olaf (2017). "Fake News". tvdiskurs.de, 21.03.2017. Online Weiterführende Literatur Brodnig, Ingrid (2018): Lügen im Netz. Wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren. Wien: Brandstätter.

  • Fächerübergreifend

Schüler muss wegen Attacke auf Lehrer zum Sozialtraining

Fall des Monats

Weil er seinen Lehrer auf einer Klassenfahrt mit einem Schnürsenkel attackiert und gewürgt hatte, muss ein Schüler aus Niedersachsen nun zum Sozialtraining. Dieses Urteil des Landgerichts Hannover bestätigte der Bundesgerichtshof nun und widersprach damit der Forderung der Staatsanwaltschaft (Az. 34 KLs 12/14). Der Vorfall ereignete sich bei einer Klassenfahrt des Gymnasiums nach Goslar. Der Lehrer nahm dem damals 14-Jährigen das Handy ab. Darüber geriet dieser so in Rage, dass er wenig später seinem Lehrer im Treppenhaus der Jugendherberge auflauerte und ihn von hinten mit einem Schnürsenkel bewaffnet angriff. Der Lehrer konnte nur mithilfe anderer Schüler befreit werden und erlitt daraufhin Würgemale und einen Sehnenabriss im Finger. Der Schüler flog daraufhin vom Gymnasium und floh aus Angst vor Konsequenzen nach Russland. Dort wurde er allerdings festgenommen und nach einiger Zeit in russischer Auslieferungshaft den deutschen Behörden übergeben. Diese ermittelten wegen versuchten Totschlags.

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Mobbing an der Schule: Wer ist bei Schutzmaßnahmen der richtige Adressat?

Fall des Monats

Mobbing an der Schule setzt Betroffene oft massiv unter Druck, sodass schnelles Handeln gefragt ist. Eine Schülerin fordert Schutz vor Übergriffen. Doch vor Gericht entscheidet nicht nur der Inhalt, sondern eine entscheidende Formalie: Wer ist überhaupt der richtige Adressat? Wenn Schülerinnen oder Schüler im Schulalltag Opfer von Mobbing oder Gewalt werden, ist schnelles Handeln erforderlich. Oftmals suchen Eltern den rechtlichen Weg, um Schutzmaßnahmen wie Kontaktverbote oder pädagogische Konsequenzen gegenüber beteiligten Lehrkräften oder Mitschülerinnen und Mitschülern zu erzwingen. In der juristischen Praxis stellt sich dabei jedoch eine entscheidende Hürde: Gegen wen muss sich der gerichtliche Eilantrag richten? Die Unterscheidung zwischen dem Schulträger, meist der Stadt, und dem Land als Dienstherr der Lehrkräfte ist für den Erfolg eines Verfahrens essenziell. Ein falscher Adressat kann dazu führen, dass selbst inhaltlich begründete Schutzersuchen allein aus formalen Gründen scheitern. Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat am 24. Februar 2026 entschieden, dass Schutzmaßnahmen gegen Mobbing und körperliche Übergriffe im Schulbetrieb nicht gegen den Schulträger gerichtet werden können (AZ: 19 B 34/26, 19 E 17/26). Wie das Rechtsportal anwaltauskunft.de mitteilt, wies das Gericht die Beschwerde einer Schülerin zurück. Das Gericht stellte klar, dass eine Verletzung der gerichtlichen Hinweispflicht nicht vorliegt, wenn ein anwaltlich vertretener Antragsteller trotz deutlicher Signale des Gerichts keine Korrektur des Antragsgegners vornimmt. Streit um Zuständigkeit bei Mobbing-Vorwürfen an Sekundarschule In dem Verfahren hatte eine Schülerin im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes beantragt, dass Schutzmaßnahmen gegen Mobbing, körperliche Übergriffe und psychische Belastungen im Schulbetrieb getroffen werden. Außerdem sollte erreicht werden, dass zwei Mitarbeiterinnen einer Sekundarschule bis zur Entscheidung in der Hauptsache keinen pädagogischen oder betreuenden Kontakt mehr zu ihr haben. Die Antragstellerin richtete ihren Antrag auf einstweilige Anordnung gegen die Stadt Gelsenkirchen in ihrer Funktion als Schulträgerin. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wies den Antrag in erster Instanz ab, da die Stadt für schulfachliche Angelegenheiten nicht die richtige Antragsgegnerin sei. Im Beschwerdeverfahren rügte die Schülerin unter anderem, das Gericht hätte sie deutlicher auf den notwendigen Wechsel des Antragsgegners hinweisen müssen. Innere Schulangelegenheiten liegen im Verantwortungsbereich des Landes Das Oberverwaltungsgericht folgte der Argumentation der Vorinstanz. In den Urteilsgründen hieß es, das Verwaltungsgericht habe bereits in der Eingangsverfügung darauf hingewiesen, dass die Zuständigkeit der Stadt als Schulträgerin zweifelhaft sei. Rechtlich müsse strikt zwischen äußeren Schulangelegenheiten, für die der Schulträger zuständig ist (z. B. Gebäude, Sachausstattung), und inneren Schulangelegenheiten unterschieden werden. Schutz- und Unterlassungsansprüche, die den pädagogischen Kernbereich und das Schulverhältnis betreffen, fallen in die Zuständigkeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Beteiligtenwechsel im laufenden Beschwerdeverfahren wurde als nicht sachdienlich abgelehnt, da dies den Rechtsstreit erheblich verzögert hätte. Was bedeutet das für Betroffene? Die Entscheidung verdeutlicht die Komplexität des Schulrechts bei Haftungs- und Schutzfragen. Für die Durchsetzung von Rechten im Schulalltag ist die korrekte Bestimmung des Antragsgegners entscheidend. Ansprüche, die auf das Verhalten von Lehrkräften oder die Gestaltung des Unterrichts abzielen, müssen gegen das jeweilige Bundesland gerichtet werden. Ein Irrtum in dieser Frage kann, wie der vorliegende Fall zeigt, auch bei dringenden Schutzbedarfen zum Prozessverlust führen, wenn Hinweise des Gerichts nicht unmittelbar zur Antragsänderung genutzt werden. Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Unprofessionelles Lehrerhandeln – zu wenig Distanz zu Schülerinnen und Schülern als Kündigungsgrund?

Fall des Monats

Lehrerinnen und Lehrer müssen hohen Ansprüchen gerecht werden. Ihr Verhalten sollte stets von Professionalität gekennzeichnet sein, denn sie stehen tagtäglich in der Öffentlichkeit. Wahren Lehrkräfte hier nicht die notwendige Distanz zu Schülerinnen und Schülern, so riskieren sie ihr Ansehen. Doch riskieren sie auch ihren Beruf? Der konkrete Fall: Handy-Kontakte, Privateinladungen, Angebot einer Fußmassage Der Kläger arbeitet seit 2007 als Lehrer bei der Beklagten. Nachdem Ende 2020 ein Schüler der Schulleitung geschildert hatte, dass der Lehrer ihn mehrfach über WhatsApp kontaktiert und ihm Treffen im privaten Bereich und außerhalb der Schule vorgeschlagen habe, erging im Dezember 2020 eine Dienstanweisung. Der Schüler hatte geschildert, dass er sich dadurch unwohl gefühlt habe. Auch der Lehrer räumte in der daraufhin durchgeführten Anhörung ein, dass sein Verhalten unangemessen war. Zur gleichen Zeit hatte der Kläger schon in ähnlicher Weise mit einem anderen Schüler kommuniziert. Dies teilte er der Beklagten aber nicht mit. Im Oktober 2020 fand sogar ein Treffen mit diesem Schüler bei dem Kläger zu Hause statt. Der Kläger hatte ihm sogar angeboten, ihm die Füße zu massieren. Nachdem sich der Schüler im März 2022 der Interventionsbeauftragten der Schule anvertraut hatte, wurde das in der Schule und beim Schulträger eingerichtete Verfahren zur Intervention beziehungsweise Risikoeinschätzung in Gang gesetzt. Dem Lehrer wurde im April 2022 – unter Mitwirkung der in der Schule gebildeten Mitarbeitervertretung – außerordentlich fristlos gekündigt. Die Beklagte führte zur Begründung auch an, dass sie von weiteren ähnlichen Vorfällen zwischen dem Kläger und Schülern in früheren Jahren erfahren habe. Kündigungsschutzklage – Kündigung ohne Abmahnung möglich? Der Kläger bestritt, sich seinen Schülern gegenüber in der geschilderten Weise unangemessen verhalten zu haben. Er habe lediglich versucht, sie zu fördern und zu unterstützen. Es sei auch üblich, dass große Teile des Lehrerkollegiums über WhatsApp mit den Schülerinnen und Schülern kommunizieren. Daher erhob er Kündigungsschutzklage. Das Arbeitsgericht in Essen bewertete am 16. August 2022 (AZ: 2 Ca 650/22) die Kündigung als rechtsunwirksam. Es hätte vorher eine Abmahnung des Klägers geben müssen. Gegen diese Entscheidung legte die Beklagte Berufung ein, beschäftigte den Lehrer aber weiter und stellte ihn nicht frei. Das Landesarbeitsgericht in Düsseldorf hielt das geschilderte Verhalten für unangemessen. Anders als die erste Instanz war das Landesarbeitsgericht der Überzeugung, eine außerordentliche Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei gerechtfertigt. Statt Urteil – Vergleich der Parteien Allerdings müssten die von der Beklagten benannten Schüler als Zeugen vernommen werden. Auch besprach das Gericht mit den Parteien, welche rechtlichen Folgen es hat, dass die Beklagte den Kläger trotzdem nach der erstinstanzlichen Entscheidung an der Schule vorläufig weiterbeschäftigt hat. Hierzu war sie weder verurteilt worden noch habe sie mit dem Kläger über die Konditionen dieser Weiterbeschäftigung eine schriftliche Vereinbarung getroffen. Sollte sich die Kündigung als wirksam herausstellen, wäre in einem weiteren Prozess zu klären, ob durch die Beschäftigung ein neues Arbeitsverhältnis zustande gekommen ist. Vor dem Hintergrund dieser verworrenen prozessualen Situation hat das Gericht den Parteien dringend angeraten, Möglichkeiten einer einvernehmlichen Beilegung des Konflikts zu suchen. Dem Wunsch nach außergerichtlich Vergleichsverhandlungen kamen die Parteien nach. Weitere Informationen: www.anwaltauskunft.de

  • Fächerübergreifend

Namensnennung in Buch

Fall des Monats

Nürnberg (D-AH/js) – Eine Lehrerin, die ein Buch über ihre ehemaligen Grundschüler schreibt, darf vollständige, richtige Namen nicht ohne Zustimmung nennen. Das gilt besonders dann, wenn die Schülerin negativ dargestellt wird. So entschied der Bundesgerichtshof (Az. VI ZR 175/14). Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, sollte ein als hochbegabt eingestuftes Mädchen die zweite Klasse überspringen. Die Lehrerin dieser Klasse war allerdings dagegen und versuchte, sie ohne Einverständnis der Schulleitung wieder in die zweite Klasse zurück zu versetzen. Die Grundschülerin, deren Mutter und die Lehrerin stritten sich daraufhin über mehrere Monate. Vier Jahre später veröffentlichte die Lehrerin ein Buch, indem sie den Vorfall schilderte. Sie beschrieb das Mädchen als "Möchtegernüberspringerin" und "Pseudo-Hochbegabte" mit mangelhaften Schreib- und Rechenfähigkeiten. Da sie auch den vollen Namen der Schülerin nannte, klagte das Kind mit seiner Mutter.

  • Fächerübergreifend

Rechte Links erlaubt?

Fall des Monats

Ein Artikel auf der Schulhomepage verlinkt auf die Unterseite einer Internetdomain mit rassistischen und volksverhetzenden Inhalten. Muss der Link entfernt werden oder ist er im Rahmen der Meinungs-, Wissenschafts- oder Pressefreiheit geschützt? Das Felix-Klein-Gymnasium in Erlangen betreibt seit einigen Jahren eine gut besuchte Schulhomepage. Im virtuellen Klassenzimmer dieser Internetseite können Schülerinnen und Schüler Informationen und Artikel hochladen und im Netz veröffentlichen. Mit der Aufsicht der Internetseiten hat die Schulleitung den Vertrauenslehrer Herrn Erben beauftragt. Der Schüler Anton bemerkt, dass ein Artikel auf der Schulhomepage, der die Geschichte des Dritten Reichs behandelt, zu der Unterseite einer Internetdomain in den USA mit rassistischen und volksverhetzenden Inhalten verlinkt. Anton ist der Meinung, dass das Verlinken derartiger Inhalte verboten ist und wendet sich an Herrn Erben. Der Vertrauenslehrer möchte nun wissen, ob der Link entfernt werden muss oder im Rahmen der Meinungs- beziehungsweise Pressefreiheit geschützt ist.

  • Fächerübergreifend

Instrumentenkunde I: Instrumente und Instrumentengruppen

Kopiervorlage / Interaktives / Video

Instrumente und Instrumentengruppen kennen und erkennen lernen – so einfach wie ein C-Dur Akkord? Vermitteln Sie Instrumente und Instrumentengruppen anschaulich und interaktiv für Ihre Lernenden. Beginnen Sie mit einer Präsentation, bauen Sie ein kurzes Video ein, schaffen Sie den Transfer mit einer Kopiervorlage und enden Sie mit einem digitalen Quiz. Das Unterrichtsmaterial richtet sich an die Klassenstufen fünf und sechs und führt grundlegend in Instrumente und Instrumentengruppen ein. Dabei geht es einführend und exemplarisch vor, indem es Bilder, Hörbeispiele sowie Übungen mit einbezieht. Durch das zugehörige Video kann eine grundlegende begriffliche und definitorische Einordnung des Themas audio-visuell vermittelt werden. Die Kopiervorlage geht gesondert auf das Thema Aufbau und Spielweise ein und schafft den Transfer mit einer Rechercheaufgabe für die Schülerinnen und Schüler. Der H5P-Inhalt kann als abschließende, spielerische Überprüfung und zur Diskussion genutzt werden. Die PowerPoint-Präsentation kann als theoretischer Input zur Thematik genutzt werden. Sie enthält folgende Inhalte: Einführung, Instrumente und Instrumentengruppen, Instrumente im Orchester; Exkurs: Elektronische Instrumente. Das Video kann zusätzlich zur Präsentation oder als Hausaufgabe zur Festigung/Wiederholung des Wissens angesehen werden. Es stellt zunächst den Begriff Instrument vor und, warum man Instrumentenkunde betreibt. Weiterhin werden Beispiele gebracht, die die Wichtigkeit des Wissens um Instrumente verdeutlichen. Die Kopiervorlage kann zur Vervielfältigung genutzt und für Lernende ausgeteilt werden. Die Lösung derer kann präsentiert und anschließend gemeinsam besprochen werden. Hier geht es konkret um das Tamburin und die Gitarre sowie bei der Recherche-Aufgabe um ein eigens gewähltes Instrument. Zudem kann sie als Verbindung von theoretischem Input und praktischen Anteilen zur Erarbeitung eines bestimmten Instruments dienen. Der interaktive H5P-Inhalt kann am Ende eingesetzt werden, um das Gelernte zu überprüfen. Alternativ kann dieser auch zu Beginn und am Ende eingesetzt werden, damit Lernverläufe und -zuwächse verdeutlicht werden. Er bündelt dabei Fragen, die sich auf die Präsentation beziehen. Außerdem geht er auch darüber hinaus, indem er beispielsweise weitere interessante Fragen (zum Beispiel welcher Instrumentengruppe der Dudelsack zugehörig sein könnte) aufwirft und somit fortführendes Interesse am Thema wecken kann. Die übergeordneten Lernziele sind: Instrumente und Instrumentengruppen vom Aussehen und Klang erkennen, sie zu Gruppen zuordnen zu können, sie generell beschreiben und deren Funktionsweise erklären zu können, Beispiele deren Einsatzes in der Praxis kennen/erklären zu können (zum Beispiel im Orchester / als Soloinstrument / in der Band). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können theoretisches Wissen anwenden. lernen den Unterrichtsgegenstand praktisch kennen und wiederzuerkennen. können ihre eigene Erfahrung (zum Beispiel durch das Musizieren in einer Musikschule) mit in den fachbezogenen Unterricht einfließen lassen und ihn damit bereichern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können digital selbst nach Instrumenten suchen sowie relevante Informationen fokussieren und diese entsprechend aufbereiten. können audio-visuelle Elemente als spielerische Vermittlungsform von theoretischen Inhalten erleben. können selbst den Umgang mit interaktiven Lernmedien (wie H5P) lernen oder diesen gemeinsam in der Klasse anwenden. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wertschätzen und akzeptieren sich, beim Erraten der Hörbeispiele und beim Lösen des Quiz. lernen andere Meinungen zu akzeptieren oder über diese konstruktiv zu diskutieren. erfahren ein Teamgefühl/Teamgeist, indem die Recherchearbeit vorgetragen und durch aktive Diskussion und Interesse am Thema gewürdigt wird. Instrumentenkunde: unterrichtsbegleitendes Video

  • Musik
  • Sekundarstufe I

Häuser und Gebäude - Wie wohnen Menschen?

Kopiervorlage

Das fünfseitige Arbeitsmaterial für den Sachkunde-Unterricht in der Grundschule stellt anhand von Bildern, kurzen Erläuterungen und einem Bilderrätsel Häuserarten und besondere Gebäude vor. Außerdem greift es unterschiedliche Formen des Wohnens in verschiedenen Teilen der Welt auf. Vor 2,5 Millionen Jahren lebten Menschen noch nicht an einem festen Platz, sondern sie suchten Schutz in Höhlen. Vor 10.000 Jahren gab es schon Hütten, in denen Menschen einen festen Wohnplatz hatten. Heute gibt es auf der Welt die unterschiedlichsten Gebäude und Formen des Wohnens, wobei Menschen auch derzeit nicht immer in festen Behausungen oder an bestimmten Orten wohnen. Die Arbeitsblätter informieren darüber, wie Menschen vor langer Zeit lebten, stellen Häuser und Gebäude aus der heutigen Zeit vor und bilden besondere Gebäude der Welt ab. Sie zeigen zudem, in welch unterschiedlichen Behausungen Menschen derzeit auf der Welt leben. Wohnhäuser In Deutschland und in vielen anderen Teilen der Welt leben Menschen in Wohnhäusern an einem festen Ort. Die Häuser unterscheiden sich in ihrer Größe und Funktionalität und beherbergen einzelne Familien, mehrere Familien oder viele verschiedene Bewohner in unterschiedlich großen Wohnungen von der Einzelperson bis hin zur Familie. Die Hausformen werden auf den Arbeitsblättern mit Bildern vorgestellt, kurz erläutert und mit den entsprechenden Begriffen belegt: Es wird zwischen Mehrfamilienhäusern, Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Hochhäusern unterschieden. Besondere Gebäude Das Arbeitsmaterial bildet außerdem bedeutende Gebäude der Welt mit den relevanten Daten und Fakten ab: Das höchste Gebäude befindet sich in Dubai, das älteste Gebäude in Ägypten, das größte Schloss in Madrid, das größte und teuerste Wohnhaus in Indien und der schiefe Turm von Pisa in Italien. Bilderrätsel "Ein großes Haus mit vielen Zimmern" Auf diesem weiteren Arbeitsblatt ist ein Haus mit vielen verschiedenen Zimmern zu sehen. Die vorgegebenen Begriffe wie Küche, Kinderzimmer oder Treppe müssen den entsprechenden Hausbereichen zugeordnet werden. Die Kinder können aber auch eigene Namen für die Zimmer und Bereiche vergeben. Wie wohnen Menschen auf der Welt? Das Arbeitsmaterial enthält auch Informationen und Bilder darüber, wie unterschiedlich Menschen in verschiedenen Regionen der Welt leben. Hochhäuser findet man in Städten, da dort wenig Platz vorhanden ist und viele Menschen auf mehreren Etagen untergebracht werden können. Es gibt aber auch schwimmende Häuser in Vietnam, Iglus in der Antarktis, Baumhäuser in Papua-Neuguinea oder Pfahlhäuser in Thailand. In Afrika in der Wüste leben die Menschen sogar in Zelten. Lehmhäuser dagegen gibt es auf der ganzen Welt. Lebensweltbezug und Vorwissen Das Thema des Arbeitsmaterials für den Sachkunde-Unterricht hat einen starken Bezug zur Lebenswelt der Kinder, da sie selbst in Wohnungen beziehungsweise Häusern mit verschiedenen Wohnräumen leben. Bekannte Gebäude wie den schiefen Turm von Pisa haben sie vielleicht schon einmal im Urlaub zu Gesicht bekommen. Dadurch haben die Lernenden ein gewisses Vorwissen, an das sie anknüpfen und das sie vertiefen können. Lernerfahrung Anhand des Arbeitsmaterials setzen sich Grundschulkinder mit verschiedenen Häusern beziehungsweise Behausungen und Wohnformen sowie bekannten Gebäuden auseinander: Sie lernen verschiedene Häuserarten kennen und vertiefen mit dem Bilderrätsel ihr Wissen darüber, welche Bereiche und Zimmer ein Haus haben kann. Außerdem lernen sie die wichtigsten Fakten über einige bedeutende Gebäude der Welt. Sie erfahren außerdem, wie Menschen früher gewohnt haben, welche Arten des Wohnens es heute weltweit gibt und dass die örtlichen Gegebenheiten Einfluss auf die Art der Häuser und das Wohnen haben.

  • Geschichte / Früher & Heute / Technik / Sache & Technik
  • Primarstufe

Grundwortschatz: Herbst und Halloween

Interaktives / Kopiervorlage
0,00 €

Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe des Arbeitsblatts, Vokabeln zum Thema Herbst zuzuordnen, Halloween-Aktivitäten zu benennen und einem Text gezielt Informationen zu entnehmen. In interaktiven Übungen kann das Gelernte eigenständig wiederholt werden. Das Arbeitsmaterial nutzt das Interesse der Kinder an Herbst und Halloween als Sprach- und Leseanlass im DaF- und DaZ-Bereich. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe der Arbeitsblätter, Vokabeln zum Thema Herbst zuzuordnen und Sätze zu einem themenbezogenen Text zu vervollständigen. Im ersten Schritt ordnen die Lernenden Wörter zum Thema Herbst zu. Im nächsten Schritt werden die Vokabeln des Textes vorentlastet, indem einige Halloween-Aktivitäten mithilfe von Bildern aufgelistet werden. Die Schülerinnen und Schüler lesen einen kurzen Text über Halloween in der Schule und vervollständigen Sätze. Darüber hinaus können sie das Gelernte mithilfe von interaktiven Übungen selbstständig wiederholen und festigen. Ein Memory hilft den Kindern, sich gedanktlich in das Thema einzufinden. Anschließend suchen sie in einem Wortgitter erste Herbst-Vokabeln. Ein buntes Halloween-Bild motiviert die Schülerinnen und Schüler, kurze Vokabel-Umschreibungen zu lesen. Anschließend werden die neuen Vokabeln mithilfe von Bildkarten abgefragt. Hier müssen die Lernenden die erlernten Wörter auch richtig schreiben können. Ein Quiz formt den motivierenden Abschluss. Wenn es im Herbst wieder kühler wird, benötigt man außerdem ganz andere Kleidung als im Sommer. Das Arbeitsmaterial "Grundwortschatz: Kleidung und Farben" bietet sich als optimale Ergänzung an, um im DaZ-Unterricht über die Jahreszeit zu sprechen. Das Thema "Herbst und Halloween" im Unterricht Die Tage werden kürzer, man muss sich wieder wärmer anziehen und die Blätter beginnen zu fallen. Der Herbstanfang bringt viele spürbare Veränderungen mit sich! Wenn die Kinder erleben, wie sich ihre Lebenswelt verändert, kann dies im DaF- und DaZ-Unterricht eingebunden werden. Auch das Halloween-Fest, das Gelegenheit bietet, sich zu verkleiden und viele Süßigkeiten zu erbeuten, begeistert die Schülerinnen und Schüler. Der Herbst bietet also viele Sprechanlässe, die in diesem Unterrichtsmaterial aufgegriffen werden. Didaktische Analyse Dieses bunte und lebensweltnahe Arbeitsmaterial motiviert die Schülerinnen und Schüler, neue Worte passend zur kühleren Jahreszeit zu lernen. Viele Bilder helfen den Lernenden nicht nur, die neuen Vokabeln mit ihrer Umwelt zu verknüpfen und diese so besser zu memorieren, sondern ermöglichen ihnen auch, die Übungsaufgaben eigenständig zu bearbeiten. So wird neben der Sprachkompetenz auch das Selbstbewusstsein der Lernenden gestärkt. Methodische Analyse Die Arbeitsblätter zum Thema "Herbst und Halloween" setzen viele unterschiedliche Übungsformate ein, die unterschiedliche Kompetenzen der Lernenden fördern. Einfache Zuordnungsaufgaben ermöglichen es den Lernenden sich spielerisch im neuen Thema einzufinden und die ersten neuen Worte zum Thema "Herbst" zu lernen. Kurze Lesetexte zu Halloween-Aktivitäten bereiten die Schülerinnen und Schüler darauf vor, im Anschluss einen längeren Text zu lesen und diesem Informationen zu entnehmen. Eine Progression des Schwierigkeitsgrades fordert die Lernenden immer weiter heraus. Ergänzend zu den Arbeitsblättern können die interaktiven Übungen eingesetzt werden, in denen die Lernenden das Thema "Herbst und Halloween" eigenständig wiederholen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich Herbst und Halloween. entnehmen einem Text gezielt Informationen, indem sie Sätze vervollständigen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen themenbezogene Vokabeln mithilfe von Bildern zu. bearbeiten interaktive Übungen und erlangen grundlegende Computer-Navigationskenntnisse. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre Ausdrucksfähigkeit, indem sie Sätze vervollständigen. trainieren ihre Selbstkomptenz durch das eigenständige Bearbeiten der Arbeitsblätter und interaktiven Übungen.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Weihnachtsbingo: Begriffe sammeln und spielerisch festigen

Kopiervorlage

Bei dieser Spielidee eines Weihnachtsbingos für die Vorweihnachtszeit werden Weihnachtsbegriffe gesammelt und anschließend in einem Spielfeld notiert. Wer die richtigen Begriffe aufschreibt, gewinnt mit etwas Glück das Klassen-Bingo! Die Kopiervorlage bietet Lehrkräften ein flexibel einsetzbares Lernspiel für die Vorweihnachtszeit . Die Schülerinnen und Schüler sammeln zunächst Weihnachtsbegriffe und tragen diese anschließend in ein Bingo-Spielfeld ein. Je nach Schwierigkeitsstufe stehen Vorlagen mit 9 oder 16 Bingo-Feldern zur Verfügung. Gewonnen wird, wenn passende Begriffe aufgerufen oder über Bildkarten eingebunden werden und sich daraus ein vollständiges Bingo ergibt. Das Material ist fächerübergreifend angelegt und für Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und berufliche Bildung ausgewiesen. Besonders geeignet ist es für Klassenleiterstunden, Vertretungsstunden oder den Unterricht kurz vor Weihnachten, wenn eine aktivierende, kommunikative und zugleich strukturierte Lernphase gefragt ist. Auch im Fremdsprachen-Unterricht lässt sich die Spielidee nutzen, etwa zur Wiederholung thematischer Wortfelder oder zur Festigung von Vokabeln. Neben der weihnachtlichen Variante eröffnet das Bingo weitere Einsatzmöglichkeiten: Die Spielidee kann mit anderen Bildkarten zu Festen und Feiertagen wie Karneval, Ostern oder Halloween umgesetzt werden. Ebenso sind fachliche Anpassungen denkbar, etwa mit Tierarten im Biologie- oder Sachkunde-Unterricht oder mit Wortfeldern wie Lebensmitteln in Englisch, Spanisch oder Französisch. Lehrkräfte erhalten mit dem Weihnachtsbingo ein niedrigschwelliges Material, das Wortschatzarbeit , Kommunikation, Konzentration und spielerische Wiederholung verbindet. Die ausgedruckten Bingo-Vorlagen, Bildkarten sowie einfache Zusatzmaterialien wie Magnete oder Klebeknete ermöglichen einen schnellen Einsatz im Unterricht. Vorbereitung des Bingospiels Kleben Sie die Bildkarten mit etwas Platz an die Tafel. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Anschluss alle Bilder beschriften. Ideal ist diese Übung im Fremdsprachen-Unterricht, da man hier die Begriffe und damit neues Vokabular in der Fremdsprache sammeln kann. Aber ebenso gut lassen sich damit auch in anderen Fächern beispielsweise Fachbegriffe üben. Spielanleitung Erklären Sie der Klasse anschließend die Spielregeln des Weihnachtsbingos: Jeder Lernende muss in sein Bingo-Feld 9 oder 16 Begriffe von der Tafel eintragen. Kein Begriff darf doppelt vorkommen. In der ersten Runde ist die Lehrkraft die Spielleitung und nennt einen ersten Begriff. Alle Lernenden, die den Begriff auf ihrem Bingo-Feld notiert hatten, dürfen diesen nun mit einem Kreuz durchstreichen. Im Anschluss folgt ein zweiter Begriff. Wieder dürfen alle Schülerinnen und Schüler ihr Kreuz setzen, wenn Sie den Begriff notiert hatten. Dies wird solange fortgesetzt, bis ein Lernender drei Begriffe in einer Reihe -entweder horizontal, vertikal oder diagonal - durchstreichen konnte. Dieser Lernende ruft nun laut "BINGO!" und zeigt der Lehrkraft das ausgefüllte Bingo-Feld. Ist das Blatt richtig ausgefüllt, so kürt die Lehrkraft den Gewinner. Der Lernende darf nun entweder neuer Spielleiter beziehungsweise neue Spielleiterin werden oder sich einen Gewinn aussuchen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sammeln thematisch passende Weihnachtsbegriffe und ordnen sie einem Bingo-Spielfeld zu. festigen bekannten Wortschatz durch spielerische Wiederholung und gezielte Auswahl. übertragen die Bingo-Spielidee auf weitere Themenfelder, Feste, Fachinhalte oder Fremdsprachen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen Bingo-Vorlagen und Bildkarten strukturiert für ein regelgeleitetes Lernspiel. entnehmen Bildkarten oder aufgerufenen Begriffen relevante Informationen für das eigene Spielfeld. dokumentieren ausgewählte Begriffe übersichtlich in einem 9er- oder 16er-Bingo-Raster. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler spielen nach vereinbarten Regeln fair und aufmerksam in der Lerngruppe. vergleichen eigene Begriffsauswahlen mit denen anderer Lernender. stärken durch gemeinsames Spielen, Zuhören und Mitfiebern die Klassengemeinschaft in der Adventszeit.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung
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