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Landwirtschaft heute – ihre Bedeutung und Herausforderungen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Landwirtschaft heute" erfahren die Schülerinnen und Schüler, was unter dem Begriff Landwirtschaft zu verstehen ist, welche Bedeutung die Landwirtschaft hat und welche Herausforderungen daraus entstehen. Auch ein Ausblick darauf, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte, wird gegeben. Als Teil des Themendossiers "Bestäubervielfalt und Landwirtschaft" liegt der inhaltliche Schwerpunkt der Unterrichtseinheit auf dem Anbau pflanzlicher Produkte.Die Unterrichtseinheit "Landwirtschaft heute - ihre Bedeutung und Herausforderungen" ist Teil des Themendossiers Bestäubervielfalt und Landwirtschaft . Sie nimmt die gegenwärtige und zukünftige Bedeutung von Landwirtschaft in den Blick und beschreibt Herausforderungen, die sich für die Landwirtschaft durch eine wachsende Weltbevölkerung ergeben: Die Landwirtschaft steht vor der Aufgabe, auf begrenzten Anbauflächen auch in den kommenden Jahrzehnten ausreichend Lebensmittel für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren. Effiziente Bestäubung von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen und innovative Pflanzenschutz-Technologien helfen dabei, Ernteerträge zu verbessern. Die weiteren Unterrichtseinheiten des Themendossiers enthalten Unterrichtsvorschläge und -materialien zu den Themen Bienen und Biodiversität sowie Bienengesundheit: Honigbienen und Wildbienen . Das Ziel der Unterrichtseinheiten im Themendossier ist es, Schülerinnen und Schülern die Bedürfnisse von und Gefahren für Bienen und andere Bestäuber näherzubringen, ihnen zu vermitteln, was zur Unterstützung der Bestäubergesundheit getan werden kann und ihnen die Anforderungen und Herausforderungen der modernen Landwirtschaft aufzuzeigen. Differenzierung An einigen Stellen im Ablaufplan und in den Arbeitsblättern werden Alternativen genannt, sodass die Lehrkraft oder die Schülerinnen und Schüler selbst über die Aufgabe entscheiden können – je nach Leistungsniveau, Interesse und fokussierten Lernzielen. Zusätzlich zu den bereitgestellten Internetseiten werden insbesondere für jüngere Klassenstufen Begriffserläuterungen bereitgestellt, um das Verständnis zu erleichtern. Bei den Internet-Recherchen werden die Schülerinnen und Schüler zudem angeleitet, indem die Aufgaben jeweils eine Auswahl an Links zum entsprechenden Thema enthalten. Diese sind teilweise unterschiedlich anspruchsvoll und dementsprechend durch einen Stern (leichter) oder zwei Sterne (schwieriger) gekennzeichnet. Während der intensiven Arbeit und Auseinandersetzung mit den Internet-Quellen sollten die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu angeleitet werden, die Inhalte, die Herkunft und die Absichten der Quellen kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren. Ablauf der Unterrichtseinheit "Landwirtschaft heute" Über diese Link gelangen Sie zu einem detaillierten didaktisch-methodisch kommentierten Ablaufplan der Unterrichtseinheit "Landwirtschaft heute - ihre Bedeutung und Herausforderungen". Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler erfahren, was man unter dem Begriff "Landwirtschaft" versteht und welchen Stellenwert die Landwirtschaft hat. befassen sich mit der Thematik einer wachsenden Bevölkerung und der Herausforderung eines steigernden Bedarfs an benötigten Lebensmitteln in einer globalisierten Welt. erarbeiten sich, welche Hilfsmittel für eine funktionierende Landwirtschaft notwendig sind. wissen, was ökologische und konventionelle Landwirtschaft ist, wie diese sich voneinander unterscheiden und welche Form der Landwirtschaft in Deutschland derzeit eher vorherrscht. erarbeiten sich Informationen zu Pflanzenschutzmitteln und ihrer Rolle in der Landwirtschaft. erfahren, welche Regulierungen in Deutschland und der EU hinsichtlich Pflanzenschutzmitteln gelten. wägen in einer Diskussion ab, wie die Landwirtschaft aus welchen Gründen in der Zukunft überwiegend gestaltet werden sollte, um nachhaltig zu sein. Medien- und Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Partnerinnen beziehungsweise Partnern oder in Kleingruppen konstruktiv und ergebnisorientiert zusammen. sind in der Lage, ihre Standpunkte in einer Diskussion zu vertreten und zu begründen und achten dabei auf die notwendigen Gesprächsnormen. nutzen das Internet, um sich Informationen selbständig zu erarbeiten. Soziale und personale Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler stärken ihr Selbstkonzept durch den Austausch in Partner- oder Gruppenarbeit. erweitern ihre Team- und Kooperationsfähigkeit durch die intensive kooperierende Partner- oder Gruppenarbeit. gewinnen an Sozialkompetenz, indem sie Informationen gemeinsam erarbeiten und austauschen. In der Einstiegsphase aktivieren die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen zum Thema Landwirtschaft und/oder befassen sich kurz mit dem Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft, wobei sie Internetquellen bereits erstmals kritisch beleuchten. Diese Phase findet im Plenum statt. Erarbeitung I: Bedeutung der Landwirtschaft und Anforderungen In der darauffolgenden Erarbeitungsphase beschäftigen die Schülerinnen und Schüler sich als Grundlage für die Weiterarbeit kurz mit der Thematik einer wachsenden Weltbevölkerung und der Herausforderung eines steigernden Bedarfs an benötigten Lebensmitteln in einer globalisierten Welt, bevor sie in Einzel- oder Partnerarbeit herausarbeiten, welche Hilfsmittel für eine funktionierende Landwirtschaft erforderlich sind. Erarbeitung II: Stationenlernen zu Formen der Landwirtschaft, Erfordernissen und EU-Richtlinien Weiterführend arbeiten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einem Partner beziehungsweise einer Partnerin an drei verschiedenen Stationen zu a) verschiedenen Formen der Landwirtschaft, b) Erfordernissen und c) rechtlichen Vorgaben. Die Stationen werden – zum besseren Verständnis – in einer vorgegebenen Reihenfolge, aber zeitlich individuell bearbeitet. Während der Stationenarbeit nutzen die Schülerinnen und Schüler das Internet und bereitgestellte Quellen, um sich Informationen zu erarbeiten, diese kritisch zu reflektieren und anschließend Aufgaben dazu zu bearbeiten. Zwischensicherung Die Ergebnisse werden nach der Stationenarbeit gemeinsam an der Tafel festgehalten. Zwischensicherungen in Form von Plenumsgesprächen, Tafelanschriften oder ausgelegten Lösungsvorschlägen sind möglich. Als weitere Option können die Schülerinnen und Schüler arbeitsteilig Plakate erstellen, um die Informationen festzuhalten und für alle durch das anschließende Vorstellen und Aufhängen sichtbar zu machen. Erarbeitung III: Zukunft der Landwirtschaft Nach der Sicherung und Besprechung der Ergebnisse sollen die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der erarbeiteten Aspekte zum ganzheitlichen Denken angeregt werden: Sie reflektieren, welche Landwirtschaftsformen in der Zukunft wichtig sein werden und wie Landwirtschaft nachhaltig gestaltet werden kann – auf Basis aller vorhandenen Optionen. Sicherung Für jüngere Schülerinnen und Schüler bietet es sich an, Vor- und Nachteile herauszuarbeiten, diese zu diskutieren und anschließend einen Zeitungsartikel, ein Rollenspiel, ein Interview oder Ähnliches zu erstellen. Eine weitere Option ist das Erstellen von Werbe-Plakaten zur Landwirtschaft der Zukunft. Als Vorbereitung dieser Zukunftsprognose dienen das Internet sowie Vorgaben zu Aspekten, welche mit in die Überlegungen einbezogen werden sollten. Festigung: Diskussion Die anschließend geführte Diskussion mit der Fishbowl-Methode oder einer klassischen Diskussionsrunde lässt Spielraum für begründete Meinungsäußerungen unter Nutzung von Fachwissen. Die Ergebnisse werden schriftlich fixiert. Als Festigung wird je nach Klassenstufe in Einzelarbeit ein Zeitungsartikel, ein Brief, eine Erörterung oder eine andere Textsorte verfasst.

  • Geographie / Jahreszeiten / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Impfungen: Herdenimmunität

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Herdenimmunität erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie sie durch Impfungen sich selbst und andere Menschen vor Krankheiten schützen und zur Ausrottung von Krankheiten beitragen können. Die Unterrichtsmaterialien können auf Deutsch und auf Englisch (für den englisch-bilingualen Unterricht) heruntergeladen werden. Zum Einstieg in die Unterrichtseinheit "Impfungen: Herdenimmunität" machen die Lernenden sich zunächst Gedanken über ihren persönlichen Vorteil, den sie von Impfungen haben, und tauschen sich darüber mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aus. Anschließend erfahren sie anhand des Videos "Impfungen II: Herdenimmunität (2019)" , dass sich impfen zu lassen auch bedeutet, Verantwortung für andere zu übernehmen. Die Funktion der Herdenimmunität kann den Schülerinnen und Schülern zusätzlich durch eine kleine Demonstration greifbarer verdeutlicht werden. Diese Unterrichtseinheit ist in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau entstanden, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs näherbringen möchte. Die Unterrichtseinheit ergänzt dabei das Materialangebot der Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen um konkrete Umsetzungsvorschläge für die Unterrichtspraxis in den Sekundarstufen. Weitere Unterrichtseinheiten aus diesem Projekt finden Sie im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht. Das Thema Herdenimmunität im Unterricht Das Thema Impfung, insbesondere in Hinblick auf den Aspekt der Herdenimmunität und die Diskussion um die Einführung einer Impfpflicht für Masern, wird in der Öffentlichkeit zurzeit kontrovers diskutiert. Hintergrundwissen hilft den Lernenden, sich eine fundierte Meinung dazu zu bilden und Verantwortung für ihren eigenen Gesundheitszustand zu übernehmen. Gleichzeitig soll ihnen bewusst werden, dass es beim Impfen auch darum geht, Verantwortung für andere zu übernehmen. Vorkenntnisse Für die Durchführung der Unterrichtseinheit "Impfungen: Herdenimmunität" brauchen die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse zum menschlichen Immunsystem und der Krankheitsabwehr. Sie sollten mit der Wirkweise von Heil- und Schutzimpfungen bereits vertraut sein. Hierfür eignet sich beispielsweise die Unterrichtseinheit "Impfungen: aktive und passive Immunisierung" , die zur Vorbereitung auf die Unterrichtseinheit "Impfungen: Herdenimmunität" durchgeführt werden kann. Didaktische Analyse Das Arbeitsmaterial zum Thema Herdenimmunität soll den Lernenden verständlich machen, dass Impfungen neben dem positiven Aspekt für die eigene Gesundheit noch einen ganz anderen Nutzen haben, nämlich den Aufbau einer Herdenimmunität. Die Verantwortung für andere und ihr Schutz vor Krankheiten treten in den Vordergrund. Den Schülerinnen und Schülern wird das Prinzip der Herdenimmunität mithilfe eines Lehrvideos, durch die Beantwortung von Fragen zum Film sowie durch eine Demonstration am Beispiel der eigenen Klasse verständlich und greifbar gemacht. In einer Vertiefungsphase können die Lernenden sich je nach eigenem Interesse entweder damit beschäftigen, auf welcher Basis in Deutschland geimpft wird, oder sie setzen sich mit Argumenten für und gegen das Impfen auseinander und entwickeln dabei eine eigene, reflektierte Haltung zum Thema. Methodische Analyse Im Zentrum der Unterrichtseinheit steht der Lehrfilm "Impfungen II: Herdenimmunität (2019)" . Optimal wäre es, wenn die Lernenden den Film nicht im Plenum, sondern mit einer Partnerin beziehungsweise einem Partner ansehen könnten, sodass für die Bearbeitung der Fragen einzelne Sequenzen wiederholt angesehen werden können. Durch die Beantwortung der Fragen entsteht ein "Spickzettel" zum Thema Herdenimmunität, der eine gute Zusammenfassung darstellt. Die Demonstration in der zweiten Erarbeitungsphase zeigt danach ganz einfach und deutlich, wie man sich die Herdenimmunität in der Praxis vorstellen kann. Die Lernenden können förmlich sehen, dass jeder einzelne von ihnen dabei eine Rolle spielt. Die Vertiefungsphase motiviert die Lernenden durch eine individuelle Auswahl der Fragestellung und die Internet-Recherche. Damit die Menge an unterschiedlich komplexen Informationen auf die Schülerinnen und Schüler nicht überfordernd wirkt, werden mögliche Quellen angegeben und die Recherche dadurch auf die Beantwortung der Fragen gelenkt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen verschiedene Maßnahmen und Verhaltensweisen zur Erhaltung der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer. wenden geeignete Modelle zur Veranschaulichung von Zusammenhängen an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Quellen bei der Recherche naturwissenschaftlicher Informationen. geben das in einem Video dargestellte Wissen strukturiert wieder. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv und kooperativ in Partner- oder Gruppenarbeit. erkennen die Bedeutung einer Verantwortungsübernahme jedes Individuums für das Wohl der Gesellschaft.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Globalisierung als Treiber von Pandemien?

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit thematisiert vor dem Hintergrund der Corona-Krise die Ausprägung und Auswirkung einer Pandemie in Zeiten der Globalisierung.In dieser fächerübergreifenden Unterrichtseinheit widmen sich die Lernenden der Frage, ob die fortschreitende Globalisierung die Ausbreitung von Pandemien begünstigt. Dabei lernen sie auch zwischen Epidemie und Pandemie zu unterscheiden und erfahren, was Herdenimmunität bedeutet. Die Unterrichtseinheit ist Teil des Materialpakets " Impfungen: kleiner Piks – große Wirkung ", das in Zusammenarbeit mit dem Fonds der Chemischen Industrie (dem Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie e. V.) entstanden ist. Das Materialpaket beinhaltet vier weitere Unterrichtseinheiten zu den Themen " Funktionsweise des Immunsystems ", " Schutz- und Heilimpfungen ", " Impfstofftypen " und " Biotechnologische Verfahren: PCR und Antigen-Schnelltest " sowie einen einführenden Leitartikel .Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, die Ausprägung und Auswirkung einer Pandemie wie der Corona-Krise in einer vernetzten Welt zu durchleuchten. Die Durchführung eignet sich in Verbindung mit dem Rahmenthema "Globalisierung". Im Laufe von vier Unterrichtsstunden erarbeiten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Themenaspekte, denen folgende Arbeitsblätter zugeordnet sind: Arbeitsblatt 1 liefert die Textgrundlage für die erste Unterrichtsstunde. Darin geht es thematisch um den Begriff "Pandemie" als Epidemie mit globalem Ausmaß. Die Schülerinnen und Schüler grenzen die Verbreitung des Coronavirus von einer jährlichen Grippewelle ab. Der Einstieg erfolgt über das gemeinsame Schauen eines Videos zum Unterschied zwischen Epidemie und Pandemie. Abschließend machen sie sich die Merkmale der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts bewusst und setzen sich mit der Frage auseinander, ob die Globalisierung den Ausbruch von Pandemien fördert. Arbeitsblatt 2 enthält ein Bild und zwei Texte zur Bearbeitung in der zweiten Unterrichtsstunde. Als Einstieg dient ein Bildimpuls mit dem Titel "Reisebeschränkungen", welches das Thema der Stunde andeutet. Die Schülerinnen und Schüler entnehmenden beiden Texten im Rahmen einer arbeitsteiligen Paararbeit, welche Auswirkungen staatliche Maßnahmen während der Corona-Pandemie auf die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger hatten. Text 1 bezieht sich dabei auf Deutschland, während Text 2 die Thematik in einem globalen Kontext beleuchtet. Durch einen Vergleich werden markante Unterschiede sichtbar. Arbeitsblatt 3 thematisiert in der dritten Stunde die "Herdenimmunität". Die Schülerinnen und Schüler definieren diesen Begriff und stellen verschiedene Wege zur "Herdenimmunität" sowie die damit verbundenen Probleme dar. Daraufhin erarbeiten sie die Faktoren, von denen die für eine "Herdenimmunität" benötigte Impfquote abhängt. Abschließend beurteilen sie die Möglichkeit einer globalen "Herdenimmunität". Arbeitsblatt 4 besteht aus einem Bild, das als Einstieg in die vierte Unterrichtsstunde dient sowie aus einem Text über Erfolge und Probleme der weltweiten Covax-Initiative. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Covax-Konzept kurz dar, erläutern die Schwierigkeiten bei der globalen Umsetzung und gehen daraufhin auf die Lösungsvorschläge der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" ein. Zuletzt beurteilen sie die Erfolgsaussichten für eine globale "Impfgerechtigkeit". Die Module dieser Unterrichtseinheit fördern die Aktivität der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Sozialformen. Dabei hängt die methodische Gestaltung von den jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten und der Materialbasis ab. Grundsätzlich bieten sich kooperative Arbeitsformen an, die einen themenbezogenen Austausch mit anderen Lernenden fördern und somit die Qualität der Ergebnisse steigern. Für den Lernzuwachs sind die anschließenden Plenumsphasen von zentraler Bedeutung: In diesen findet die Präsentation und Auswertung der Arbeitsergebnisse mit der gesamten Lerngruppe statt. Dieses fächerübergreifende Material eignet sich zum Einsatz im Politik- beziehungsweise Gemeinschafts- und Sozialkundeunterricht ab Jahrgangsstufe 10. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen den Begriffen "Epidemie" und "Pandemie". machen sich die "Normalität" von Pandemien in der Geschichte bewusst. erkennen den Einfluss globaler Vernetzung auf die Ausbreitung von Pandemien. bewerten die Corona-Politik in Deutschland im weltweiten Vergleich als insgesamt verhältnismäßig und maßvoll. definieren den Begriff "Herdenimmunität". machen sich bewusst, dass das Impfen derzeit der einzige vertretbare Weg zum Erreichen von "Herdenimmunität" ist. beurteilen die Möglichkeit einer globalen "Herdenimmunität". erarbeiten die Konzeption der Covax-Initiative. beurteilen die Erfolgsperspektive einer globalen "Impfgerechtigkeit". Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen bei Paararbeit und Gruppenarbeit Verantwortung für das Teamergebnis. vertreten sachlich begründete Standpunkte, hören anderen zu und diskutieren fair. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum.

  • Politik / WiSo / SoWi / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klasse 11 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Kommunikationsmodelle und fördert Sprachreflexion. Ausgehend vom Sender-Empfänger-Modell analysieren die Lernenden Missverständnisse und deren Ursachen sowie sprachliche Mehrdeutigkeit. Durch Gesprächsanalyse entwickeln sie Strategien zur Verständnissicherung und Kompetenzen für achtsame Kommunikation. Kommunikation bestimmt unseren Alltag. Im schulischen Umfeld, in der Freizeit oder in der Familie begegnen Jugendliche regelmäßig Situationen, in denen Gespräche gelingen oder scheitern. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Ein Satz kann ganz unterschiedlich verstanden werden, abhängig vom Tonfall, Kontext, persönlichen Erfahrungen und individuellem Hörvermögen. Diese Unterrichtseinheit vermittelt, wie Kommunikation funktioniert und wie Missverständnisse vermieden werden. Auf Arbeitsblatt 1 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Sender-Empfänger-Modell auseinander. Dieses Modell erklärt die grundlegende Struktur von Kommunikationsprozessen und macht deutlich, dass Botschaften auf dem Weg zwischen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern unterschiedlich aufgefasst oder gestört werden können. Mithilfe von Arbeitsblatt 2 lernen die Schülerinnen und Schüler das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun kennen. Es verdeutlicht, dass jede Aussage mehrere Botschaften enthält, die auf verschiedenen Ebenen wirken. Mithilfe eines realitätsnahen Dialogs analysieren die Lernenden, wie es zu Missverständnissen kommt, obwohl beide Seiten sich als klar verständlich wahrnehmen. Dabei üben sie, Aussagen auf der Sachebene, der Beziehungsebene, der Selbstoffenbarung und der Appellebene zu deuten und kritisch zu reflektieren. Auf Arbeitsblatt 3 wenden die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse auf eigene Erfahrungen an. Sie analysieren, wie sich eine Hörschwäche auf die Kommunikation auswirken kann und reflektieren, wie Kommunikation barrierefrei gestaltet werden kann, insbesondere im Hinblick auf Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Diese Unterrichtseinheit knüpft bewusst an die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler an und thematisiert Kommunikationsprozesse als zentrales Element sozialer Interaktion. Ausgangspunkt ist die alltägliche Erfahrung, dass Gespräche oft anders verstanden werden als beabsichtigt. Die Lernenden entwickeln ein Verständnis für grundlegende Modelle der Kommunikationspsychologie und übertragen diese auf konkrete Gesprächssituationen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Inhalt und Wirkung sprachlicher Äußerungen. Dabei wird der Einfluss von Körpersprache, Mimik, Gestik und Tonfall ebenso thematisiert wie sprachliche Gestaltungsmittel. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr eigenes Kommunikationsverhalten, erweitern ihre Ausdrucksfähigkeit und lernen, Gespräche aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Die methodische Anlage der Einheit ist klar strukturiert und auf aktive Beteiligung ausgelegt. Analytische Phasen wechseln sich mit praktischen Übungen ab. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sowohl in Einzelarbeit als auch im Austausch mit Partnerinnen und Partnern oder in Gruppen. Perspektivwechsel und Rollenspiele fördern Empathie und stärken die Teamfähigkeit. Darüber hinaus trägt die Einheit zur Sensibilisierung für inklusive Kommunikation bei. Die Lernenden erkennen, dass erfolgreiche Verständigung nicht selbstverständlich ist und lernen, auf unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Die Einheit eignet sich insbesondere für den Deutschunterricht in der Sekundarstufe II, lässt sich aber auch sinnvoll in fachübergreifenden Kontexten mit sozialem oder medienpädagogischem Schwerpunkt einsetzen. Sie fördert zentrale Kompetenzen im Bereich Sprache, Reflexion und soziales Miteinander. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kommunikationsprozesse mithilfe des Sender-Empfänger-Modells. erkennen Ursachen für Missverständnisse und reflektieren deren Auswirkungen. wenden das Vier-Ohren-Modell gezielt auf konkrete Gesprächssituationen an. beurteilen die Wirkung unterschiedlicher Kommunikationsformen im Alltag. entwickeln Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Gesprächskultur. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen digitale Medien zur Präsentation und Dokumentation von Kommunikationsergebnissen ein. reflektieren die Rolle digitaler Kommunikationskanäle (z. B. Chat, Sprachnachricht) für gelingende Verständigung. analysieren medienvermittelte Sprache und ihre Wirkung. erkennen Chancen und Grenzen digitaler Kommunikation im schulischen und privaten Kontext. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Fähigkeit zum Perspektivwechsel, insbesondere im Umgang mit Missverständnissen. entwickeln mehr Empathie für Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner mit Hörbeeinträchtigungen. fördern ihre Selbstreflexion im Hinblick auf eigenes Sprachverhalten. arbeiten kooperativ in Gruppen, begründen Entscheidungen und präsentieren Ergebnisse gemeinsam. erweitern ihr Verständnis für inklusive Kommunikation und die Vielfalt individueller Wahrnehmung.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II

Europa und Proserpina: Frauenraub im Mythos

Unterrichtseinheit
14,99 €

Das in der Antike des Öfteren anzutreffende Mythologem Frauenraub ist im Lateinunterricht ein für die Lernenden motivierendes Thema, das in verschiedenen Altersstufen und Schwierigkeitsgraden gewinnbringend als Text, Kunstwerk oder Theaterprojekt realisiert werden kann. Der Raub von Frauen ist ein häufiges Motiv in Schriften des Altertums – im Mythos und in der Realität. Gemeint ist die gewaltsame Entführung eines Mädchens gegen oder mit dessen Willen zur Eheschließung. Frauenraub – historischer Hintergrund Mit Ägypten, Griechenland und dem alten Rom, aber auch der übrigen europäischen Vor- und Frühgeschichte sind hier viele Kulturräume betroffen. Berichte aus Ägypten stellen Frauen häufig als Teil der Kriegsbeute dar. Die antiken Geschichtsschreiber Titus Livius und Plutarch erzählen von der galatischen Prinzessin Chiomara, die als Ehefrau eines Keltenfürsten in Kleinasien in römische Gefangenschaft gerät, wo sie vergewaltigt wird; ihren Peiniger lässt sie nach ihrer Befreiung enthaupten ( Ab urbe condita 38, 24, 1-11 ). Im neugegründeten Rom kam es wegen Frauenmangels zum berühmten Raub der Sabinerinnen (Ab urbe condita I, 9-13) . Die Gründe für den antiken " Frauenraub " sind vielfältig: Oft wurden Frauen zum Zweck der Vermählung entführt, da sie Ehepartner außerhalb der eigenen sozialen Gruppe heiraten sollten. Häufig kam es auch im Kontext von Kriegen und Raubzügen zu Verschleppungen von Frauen, die von den plündernden Soldaten als Teil der Beute betrachtet und als Sklavinnen entführt wurden. Weitere Motive sind Begierde , Eifersucht oder die erzwungene Herstellung von Verwandtschaftsbeziehungen zwischen zwei verfeindeten Parteien. Frauenraub – im Mythos Da der Fokus im Lateinunterricht neben Geschichte auf der griechisch-römischen Mythologie liegt, empfiehlt es sich, zwei bekannte Mythen exemplarisch herauszugreifen und miteinander aufgrund des Mythologems " Frauenraub " zu vergleichen: den Mythos um die Nationalallegorie unseres Kontinents Europa den Raub der Proserpina durch den Herrscher der Unterwelt. Das Thema Mythologie ist in allen Latein-Lehrbüchern präsent. Die Auswahl der Texte ist jedoch verschieden, so dass nicht bei Lernenden vom selben Mythenwissen ausgegangen werden kann. Zum Grundwissen gehört aber durchgehend die Thematisierung der griechisch-römischen Götterwelt im Latein-, Geschichts- und Religionsunterricht bereits in der Unterstufe, spätestens zu Beginn der Mittelstufe. Die Namensgeberin unseres Kontinents Europa ist den Lernenden durchweg bekannt, der Gründungsmythos taucht mitunter in den Lateinlehrbüchern in verschiedener Variation und Schwierigkeitsgrad auf. Die Liebesgeschichte von Pluto und Proserpina hingegen ist eher selten zu finden. Eventuell werden die beiden Unterweltgötter im Zusammenhang mit den Mythen bekannter Unterweltsbüßer wie Tantalus und Sisyphus erwähnt. Didaktische Alternativen Ein einführender Mythen-Vergleich der Europa und Proserpina-Geschichte kann durch Internetrecherche in zeitsparender arbeitsteiliger Paar- oder Gruppenarbeit erfolgen (Arbeitsblatt 1). Gewinnbringend ist die Visualisierung des Mythologems durch die Analyse von Kunstwerken , bei Europa zum Beispiel durch das Gemälde " Rape of Europa " von Walentin Serow , bei Proserpina mit der berühmten Bernini-Skulpturengruppe " The rape of Proserpina " (Arbeitsblatt 6) . Das Herausarbeiten des Mythologems kann je nach Alter, Lernniveau und Interesse ausgehend von Lehrbuchtexten, adaptierten Texten und leichter Prosa (Hygin, lateinische Übersetzung von Lukian, Arbeitsblatt 2 und Arbeitsblatt 3 ) in der Spracherlernungsphase erfolgen. In der Oberstufe ist die Identifizierung des Raub-Motivs anhand von Originallektüre (zum Beispiel Ovid Metamorphosen: Europa 2, 833-875 und 6,103ff ; Metamorphosen: Proserpina 5, 385-424; Arbeitsblatt 4 und Arbeitsblatt 5 ) zu empfehlen. Auch interaktive Übungen zur Mythologie (zum Beispiel Europa ) sind im Internet verfügbar oder können in Paar- oder Gruppenarbeit von den Lernenden selbst erstellt werden. Die Rezeption der Mythenstoffe in der Musik ist ebenfalls eine je nach Lerngruppe interessante Ergänzung zur Textlektüre (zum Beispiel Kammeroper " Europa und der Stier " ). Ein mythisches Theater- beziehungsweise Filmprojekt Im Rahmen einer AG oder Projektwoche ist es für die Lernenden eine große Freude, den spannenden Stoff "Frauenraub" in ihrer eigenen Version auf die Bühne beziehungsweise auf den Film zu bringen. Nach Auswahl des oder der Mythen für die szenische Umsetzung erfolgt die Erstellung des deutsch-lateinischen oder rein lateinischen Skripts in Gruppenarbeit ausgehend von den gelesenen Texten zu Europa oder Proserpina (Arbeitsblatt 7 und 8). Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten das Thema "Frauenraub im Mythos" exemplarisch anhand der beiden Mythen von Europa und Proserpina. lernen die beiden Mythen abhängig vom Lernniveau in jeweiligen Schwierigkeitsstufen anhand von Originaltexten (Hygin, Lukian, Ovid) kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übersetzen die lateinischen Originaltexte zu dem Europa- beziehungsweise Proserpina-Mythos mittels Online-Wörterbüchern. erstellen Visualisierungen der Mythen selbst als Zeichnung beziehungsweise interpretieren vorhandenes Bildmaterial mittels eines Arbeitsblattes oder aus dem Internet. bearbeiten interaktive Übungen im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Paararbeit die Übersetzung adaptierter beziehungsweise originaler Mythentexte zu den beiden Mythenfiguren. erstellen als Projektarbeit eine eigene Theaterszene zum Europa- oder Proserpina-Mythos auf der Basis der gelesenen lateinischen Texte in Paar- oder Gruppenarbeit.

  • Latein
  • Sekundarstufe II

Ablativus absolutus

Unterrichtseinheit
14,99 €

Neben AcI und PC ist der Ablativus absolutus eine typisch lateinische Konstruktion, die die Lateinschülerinnen und Lateinschüler in verschiedenen Variationen bisweilen vor Herausforderungen beim Erkennen sowie der Wahl der Übersetzungsalternative stellt. Völlig losgelöst – lateinisch absolut(us) – ist die lateinische Konstruktion des Abl. abs. alias Ablativus absolutus alias AmP alias Ablativ mit Prädikativum . Er ist aus der Satzkonstruktion herausgelöst und wird getrennt übersetzt. Wichtig für die Lateinlernenden ist es zunächst, diese Konstruktion im Satz mit detektivischem Spürsinn zu erkennen. Dann gilt es, sie treffend zu übersetzen. Variationen des Ablativus absolutus Ablativ mit Partizip Häufig steht der Ablativ beim Abl. abs. mit einem Partizip im selben Kasus (KNG-Regel). Er ist aber von einem P.C. (Participium coniunctum) zu unterscheiden, das mit Subjekt oder Objekt verbunden ist. Ablativ mit Nomen (nominale Wendung) An Stelle des Partizips kann auch ein Nomen (Substantiv oder Adjektiv) im Ablativ stehen. Die Anzahl solcher nominaler Wendungen ist begrenzt und eignet sich daher als Merkvokabular. Übersetzungsmöglichkeiten Adverbialsatz ( temporal oder logisches Verhältnis ) präpositionaler Ausdruck Beiordnung mit und + temporaler oder logischer Satzverknüpfung Im Unterschied zum PC ist die wörtliche Übersetzung ausgeschlossen, die Wiedergabe mit Relativsatz sehr selten. Wichtig ist wie bei Partizipialkonstruktionen das Zeitverhältnis (gleichzeitig, vorzeitig) durch das verwendete Partizip: Partizip Präsens bzw. der Gleichzeitigkeit Aktiv/PPA oder Partizip Perfekt/Vorzeitigkeit Passiv/PPP. Dem entsprechend sind bei der temporalen Übersetzung die unterordnenden Subjunktionen (während, als, nachdem ) anzupassen. die Präpositionen ( während, nach ) anzupassen. die beiordnenden Konjunktionen ( währenddessen, dann, danach ) anzupassen. Ebenso ist das Tempus der deutschen Übersetzung des Abl. abs. korrekt zu wählen: bei Vorzeitigkeit/Vergangenheitstempus: Plusquamperfekt. bei Gleichzeitigkeit/ präsentischen Handlungen: Perfekt. Der Ablativus absolutus ist ein zentrales grammatisches Thema, das in der Spracherlernungsphase der lateinischen Sprache in jedem Lateinlehrwerk Kernbestandteil ist. Er wird häufig in Verbindung mit Partizipialkonstruktionen in den Lehrbüchern eingeführt. Da die Übersetzungsmöglichkeiten beider grammatikalischer Erscheinungen fast identisch sind, können die lateinischen Partizipien in diesem Zusammenhang wiederholt und vertieft werden. Einübung und ständige Wiederholung ist beim Abl. abs. durch abwechslungsreiche Arbeitsblätter und auch interaktive Online-Übungen zu empfehlen. Neben den Übungssätzen beziehungsweise Übersetzungsstücken des jeweiligen Lehrbuchs bietet sich die Festigung des Lernstoffs durch Bearbeitung des Grammatikstoffes in Paar- und Gruppenarbeit an. Dabei können je nach Lernniveau und zur Verfügung stehender Zeit selbst komponierte Einzelsätze oder ein adaptierter Text mit dem Grammatikschwerpunkt zum Einsatz kommen. Bewährt hat sich ein Merkblatt, das Schritt für Schritt die Vorgehensweise bei der Textbearbeitung trainiert. Das Bilden und Deklinieren der Partizipien kann zeitsparend mündlich im Schüler-Lehrer-Gespräch – eventuell auch in einem kleinen Wettbewerb – trainiert werden. Die nominalen Abl. abs. Wendungen sind überschaubar und daher sehr gut von den Lernenden in einer Zusammenstellung zu übersetzen und als Hausaufgabe zusammen mit dem Vokabular einzuprägen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Ablativus absolutus als satzwertige typisch lateinische Konstruktion kennen. identifizieren den Abl. abs. in Übungssätzen und Übungstexten und unterscheiden ihn vom PC. üben die verschiedenen Übersetzungsvarianten des Abl. abs. ein. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Hilfe von digitalen Arbeitsblättern den Abl. abs. erkennen, bilden und übersetzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Paar- beziehungsweise Gruppenarbeit Arbeitsblätter zum Ablativus absolutus.

  • Latein
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kreatives Schreiben: ein gemeinsames E-Book erstellen

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum kreativen Schreiben werden mithilfe digitaler Medien Schreibkompetenzen entwickelt beziehungsweise gefestigt. Als Motivation dient die Aussicht, das fertige "Klassenbuch" online als E-Book zu veröffentlichen.Der wirkungsvollen Formulierung und Darstellung eigener Texte kommt im Deutsch-Unterricht zentrale Bedeutung zu. Schulaufsätze werden aus Sicht der Lernenden allerdings normalerweise für die Lehrkraft geschrieben. Viel motivierender ist es jedoch, für eine breitere Öffentlichkeit (Eltern, Schulgemeinschaft, alle Menschen, je nach Wunsch) zu schreiben. Dieses Bewusstsein regt zu mehr Sorgfalt beim Schreiben an und erhöht die Motivation, einen einmal formulierten Text so lange zu überarbeiten, bis er präsentabel ist. Die fertige Text-Sammlung kann als E-Book kostenlos publiziert werden. Bei Bedarf können die Texte durch Zeichnungen ausgeschmückt oder ergänzt werden. Hier besteht die Möglichkeit zur fachübergreifenden Zusammenarbeit mit dem Fach Kunst. Das Thema "Kreatives Schreiben - ein E-Book erstellen" im Unterricht Die Lehrkraft sollte die Merkmale der gewählten Stilform (Erlebnis-, Phantasieerzählung, Bericht, Schilderung, Brief et cetera) kennen. Sie muss in der Lage sein, die Lernenden bei der Ausarbeitung ihrer Texte zu beraten. Die Überarbeitung der Texte in häuslicher Einzelarbeit kann mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit findet "normaler" Unterricht mit anderen Inhalten statt. Mit der Erstellung des E-Books kann erst begonnen werden, wenn alle Texte in der Endfassung vorliegen. Die Lehrkraft hat die schwierige Aufgabe, auf grobe inhaltliche Schwächen der Texte hinzuweisen und auf deren Beseitigung zu bestehen: Es dürfen keine persönlichen Beleidigungen enthalten sein. Auch ein gewisses geistiges Anspruchsniveau, der jeweiligen Jahrgangsstufe angemessen, sollte eingehalten werden, damit sich kein Schüler bei einer Publikation blamiert. Vorkenntnisse Die Lernenden sollten die gewünschte Stilform bereits kennen, denn erste Schreibversuche in einer neuen Aufsatzart eignen sich meist nicht zur Veröffentlichung. Gut wäre eine gewisse Übung in kooperativen Schreibformen; diese ist aber nicht unbedingt Voraussetzung zum Gelingen des Projekts. Die Beherrschung des 10-Finger-Tastschreibens ist wünschenswert. Didaktische Analyse Die Lernenden üben in erster Linie ihre Schreibfertigkeit. Mit zunehmendem Alter werden dabei höhere Anforderungen an die stilistische Ausgestaltung der jeweiligen Texte gestellt. Durch den Projektcharakter können in der Unterrichtseinheit "Kreatives Schreiben: ein gemeinsames E-Book erstellen" auch Stilformen weiter verfeinert werden, die nicht vom jeweiligen Lehrplan vorgegeben oder gefordert werden. Methodische Analyse Da das Projektziel ein elektronisches Buch ist, sollten die Schülertexte möglichst auch in elektronischer Form erstellt werden. Im Rahmen der digitalen Bildung erwerben und üben die Schüler daher Kompetenzen im Umgang mit Computer und Schreibprogramm sowie der Kommunikation über E-Mail beziehungsweise das Internet im Allgemeinen. Textfassungen in Handschrift müssen oder können von geübten Mitschülerinnen und Mitschülern in einem Textverarbeitungsprogramm abgetippt werden. Dadurch und durch das gemeinsame Überarbeiten der Texte erwerben die Lernenden schließlich auch soziale Kompetenzen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben und üben Kompetenzen im Verfassen von Texten verschiedener Stilformen. erfahren die Bedeutung einer formal korrekten Orthographie und Zeichensetzung. erhöhen ihre Bereitschaft, eigene Texte formal, inhaltlich und stilistisch zu überarbeiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben und üben Kompetenzen im Umgang mit Computer und Textverarbeitungsprogramm. lernen, wie man eine Text-Datei als Anhang einer E-Mail verschickt. lernen, wie man Grundsätze der Höflichkeit (Nettiquette) im E-Mail-Verkehr einhält. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man gemeinsam an einem Projekt arbeitet, indem man sich gegenseitig unterstützt und hilft. stärken die Klassengemeinschaft durch ein gemeinsames Projekt. lernen, dass man vor allem bei Veröffentlichungen Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte Dritter nehmen muss.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I

Papst Franziskus: Wer ist Jorge Mario Bergoglio?

Unterrichtseinheit

Als die Kurie 2013 Papst Franziskus als neuen Papst verkündete, hielt die Welt den Atem an – ein südamerikanischer Papst und ein Jesuit. Die Zeichen standen auf Aufbruch und von Beginn an setzte der Papst Zeichen einer neuen Kirche. Er behielt seine schwarzen Schuhe, verzichtete auf päpstliche Privilegien und zog einfache Symbole goldenen Kreuzen vor. Als er bei seinem Besuch im Weißen Haus in einem kleinen Fiat vorfuhr, hätten die Kontraste nicht größer sein können. Diese Einheit gibt Schülerinnen und Schülern der Unterstufe einen Einblick in die Person Jorge Mario Bergoglio beziehungsweise "Papst Franziskus".Gerade in unserer säkularisierten Welt erfahren Schülerinnen und Schüler immer weniger über religiöse Persönlichkeiten und die Geschehnisse im Vatikan. Häufig werden sie dann mit Religion konfrontiert, wenn es Negativschlagzeilen in den Medien gibt. Mit Papst Franziskus werden die Schülerinnen und Schüler einer Person gegenübergestellt, die für viele das repräsentiert, was Kirche sein sollte: bescheiden, arm, demütig, volksnah und liebevoll. In dieser Einheit geht es darum, die Person Jorge Mario Bergoglio (Papst Franziskus) näher kennen zu lernen. Schüler erfahren Gewöhnliches und Außergewöhnliches über den Papst. Sie erkennen, dass sie es hier mit einem Menschen zu tun haben, der einer von ihnen sein möchte. Sie erleben, dass dieser Papst durch seine Lebenshaltung und seine Lebensweise deutlich machen will was es heißt, in der Nachfolge Christi zu stehen. In Gruppenarbeiten und im Klassengespräch erkunden die Schülerinnen und Schüler die Person Papst Franziskus, werden überrascht und erstaunt. Sie lernen wichtige Lebensstationen des Papstes kennen und begreifen, dass dieser Papst seine Zeichen sehr bewusst setzt, um Jesu Anliegen zu vermitteln. Anhand eines Kurzvideos begegnen sie wichtigen Würdenträgern der katholischen Kirche Deutschlands und erfahren von diesen, was sie an der Person Franziskus so fasziniert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten anhand des Materials einen Einblick in die Person Papst Franziskus. Eine Person wie er kann natürlich in einer Unterrichtseinheit nur angerissen werden. Während der Papst in der Mittel- und Oberstufe für viele eine Reizfigur ist, ist er in der Unterstufe eher noch mit einer gewissen Neugierde und Neutralität versehen. Gerade in der Unterstufe wird man auch auf theologische Lehren verzichten müssen. Dennoch dürfte es anhand der konkreten Beispiele seines Lebens gelingen, die Einzigartigkeit dieser Persönlichkeit herauszustellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass mit Papst Franziskus ein Papst an der Spitze der katholischen Kirche steht, der die Botschaft Jesu ernst nimmt. Viele der Aktionen werden positiv auf die Schülerinnen und Schüler wirken. In dieser Einheit wird bewusst auf eine kritische Begegnung mit dem Papst verzichtet. Gerade Franziskus bietet durch sein Leben genügend Möglichkeiten, den Papst in einem positiven Licht zu sehen. Dies soll hier genützt werden. Die Stunde bietet gerade in Phase zwei viele Möglichkeiten über Einzelaspekte des Papstes zu reden (Namensgebung, Reichtum, Gehalt, Botschaft, Tagesablauf). Je nach Zeit und Interesse der Klasse kann und darf dies gerne eine weitere Stunde in Anspruch nehmen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen die Person "Papst Franziskus" beziehungsweise Jorge Mario Bergoglio näher kennen. erfahren, dass Papst Franziskus durch seine bewusste Zeichensetzung die katholische Kirche zu einer "armen Kirche für die Armen" machen will. verstehen, Zeichen und Insignien des Papsts genauer zu deuten. entnehmen Sachtexten Informationen und vergleichen diese dann mit eigenen Klischees und stereotypischen Annahmen. setzen Ideen und Gedanken über die eigene Person und ihren Glauben kreativ um. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen, tauschen sich aus und halten Besprochenes schriftlich fest.

  • Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Alter und Altern

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Alter(n) befasst sich mit den physiologischen und pathologischen Alterungsprozessen. Darüber hinaus wird der demografische Wandel thematisiert sowie unterschiedliche (Alters-)theorien. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Altersstruktur in Deutschland stark gewandelt. Die Bevölkerung wird immer älter. Dies ist sowohl dem medizinischen Fortschritt zu verdanken als auch den sich stetig verbessernden hygienischen Bedingungen, dem sich verändernden Ernährungsverhalten und den heutigen Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die Unterrichtseinheit befasst sich daher mit den Facetten des Alter(n)s. Als Leitfaden für den Unterricht dient eine PowerPoint-Präsentation . Einführend diskutieren die Lernenden darüber, was sie mit dem Begriff "Alter" assoziieren. Daraufhin wird eine Stellwandbefragung durchgeführt, bei welcher die Schülerinnen und Schüler notieren, was sie mit den vorgegebenen Begrifflichkeiten verknüpfen. Es werden im Anschluss zwei Strategien für ein stabiles, subjektives Wohlbefinden erläutert. Es folgt eine Darstellung des SOK-Modells , welches die Lernenden daraufhin in einem Fallbeispiel anwenden. Als letzter Schwerpunkt wird der demografische Wandel thematisiert. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bilden sechs Alterstheorien , die von den Lernenden erarbeitet werden. Zu der Unterrichtseinheit gehören drei interaktive Übungen und sechs zusammenhängenden Arbeitsblätter. Angesichts der alternden Bevölkerung ist es von hoher Bedeutung, sich über die damit in Verbindung stehenden gesellschaftlichen und individuellen Folgen bewusst zu werden. Die Unterrichtseinheit beleuchtet nicht nur den demografischen Wandel und die daraus resultierenden Folgen, sondern in erster Linie den Alterungsprozess und die Frage "Wie sieht (gesundes) Altern heute aus?" Der Unterricht wird sowohl durch wechselnde Sozialformen als auch durch verschiedene Informations- beziehungsweise Erarbeitungsangebote wie Arbeitsblätter, interaktive Übungen und eine Filmsequenz abwechslungsreich gestaltet. Darüber hinaus gibt es mehrere Diskussionsfragen, die im Plenum besprochen werden. Der zeitliche Rahmen wird mit etwa drei Unterrichtsstunden à 90 Minuten angegeben. Je nachdem, wie viel Raum für Diskussionen zur Verfügung steht und wie viel Zeit die Lernenden für ihre Recherchearbeit benötigen, kann diese Angabe variieren. Der Film " Altern ohne Last " ist ein Zusatzangebot für die Lernenden, ist aus didaktischer Sicht jedoch nicht von Nöten. Auf den insgesamt sechs zusammenhängenden Arbeitsblättern tragen die Schülerinnen und Schüler zunächst mögliche physiologische Veränderungen im Alter ein. Im Anschluss überlegen sie, welche Erkrankungen beziehungsweise pathologischen Veränderungen im Alter auftreten können, und notieren die Definition von Multimorbidität. In Aufgabe 4 überlegen die Lernenden in Paararbeit, was sie mit den Begriffen "finanziell", "gesellschaftlich", "biologisch", "biografisch" und "sozial" verknüpfen. Außerdem notieren die Schülerinnen und Schüler, welche Entwicklungsaufgaben mit zwei vorgegebenen Altersspannen in Verbindung stehen können. In Aufgabe 6 wenden die Lernenden ihre Kenntnisse über das SOK-Modell auf ein Fallbeispiel an. Aufgabe 7 thematisiert den demografischen Wandel. Die Lernenden überlegen, welche gesellschaftlichen und individuellen Folgen hiermit in Verbindung stehen. Abschließend recherchieren die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit zu einer der zugewiesenen Alterstheorien. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die unterschiedlichen Alterstheorien und betrachten diese kritisch. kennen typische physiologische Veränderungen im Alter und erkennen pathologische Abweichungen. können das SOK-Modell anhand eines eigenen Beispiels erläutern. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Rahmen einer Gruppenarbeit eigenständig nach wissenschaftlichen Quellen im Internet. erarbeiten sich Lerninhalte mittels interaktiver Übungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen eine konstruktive Diskussion miteinander. geben sich im Anschluss an die Präsentationen ein konstruktives Feedback.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Gedichtform: das Elfchen

Kopiervorlage

Die Schülerinnen und Schüler lernen das Elfchen als Gedichtform im Deutschunterricht kennen und üben kreatives Schreiben. Anhand eines Beispiels entdecken sie den besonderen Aufbau dieser Gedichtform, bevor sie ihre eigenen Elfchen schreiben. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Elfchen als Gedichtform kennen und üben das freie beziehungsweise kreative Schreiben. Sie lesen das Beispiel-Elfchen zum Thema Frühling und entdecken den besonderen Aufbau dieser Gedichtform: Ein Elfchen ist aus fünf Zeilen aufgebaut und besteht aus elf Wörtern . Zeile Wörter Was steht drin? 1 1 Nomen oder Adjektiv 2 2 Eine Sache oder eine Person zum Adjektiv aus der ersten Zeile 3 3 Wo oder wie ist die Sache/Person? Was tut sie? 4 4 Ich-Satz 5 1 Schlusswort Das Arbeitsblatt bietet eine kleinschritte Anleitung zum Schreiben eines Elfchens : Die Lernenden schreiben bei der ersten Aufgabe ein eigenes Elfchen zu einem eigenen Gedichtthema und nutzen das Beispielgedicht zum Frühling als Vorlage. Bei der zweiten Aufgabe suchen sich die Lernenden eine Schreibpartnerin oder einen Schreibpartner, um ein gemeinsames Elfchen zu schreiben. Wichtig ist der Hinweis, dass sich ein Elfchen keinesfalls reimen muss! Die Schülerinnen und Schüler können demnach frei assoziieren und üben sich somit im Umgang mit Sprache . Der kreative Schreibprozess, das Experimentieren mit Sprache, Mustern und Strukturen soll Spaß machen und nebenbei den Wortschatz erweitern beziehungsweise das Sprachbewusstsein schärfen. Abschließend bietet sich die Vorstellung der Gedichte in der Klasse an sowie das künstlerische Verzieren oder Malen zum eigenen Gedicht (fächerübergreifender Unterricht möglich!). Dieses Arbeitsmaterial ist in Vertretungsstunden im Fach Deutsch in der dritten Klassenstufe in der Grundschule gut und schnell einsetzbar. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen das Elfchen als Gedichtform und dessen besonderen Aufbau im Deutschunterricht kennen. üben kreatives Schreiben. schreiben eigene Ergänzungen zum Beispielelfchen. schreiben ein eigenes Elfchen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkompetenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben. schreiben ein gemeinsames Elfchen mit der Schreibpartnerin oder dem Schreibpartner.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe, Elementarbildung

Sprachsensible Methoden für Lernende mit gravierenden sprachlichen Problemen

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel stellt "sprachsensible" Methoden vor, die Lernenden mit gravierenden sprachlichen Problemen im Unterricht konkrete "Soforthilfen" bieten. Er richtet sich an Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, die Jugendliche mit Deutsch als Zweitsprache und beziehungsweise oder erheblichen Bildungsdefiziten unterrichten. Dieser Artikel bietet eine Ergänzung zu den beiden Fachartikeln "Sprachbarrieren im Unterricht – und wie sie beseitigt werden können" sowie "Sprachsensibilität im Unterricht – Methoden in der Praxis" von Lars Fedeler über Sprachbarrieren, Sprachbildung und Sprachsensibilität im Allgemeinen. Gravierende sprachliche Probleme im Fachunterricht In allen Schulformen und Jahrgangsstufen kann der Sprachgebrauch im Unterricht für Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung darstellen. In diesem Fachartikel geht es allerdings nicht um die Gymnasiastin, die in einer Leistungskursklausur mit einem lateinischen Fremdwort überfordert ist. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Lernende, die der Fachunterricht an weiterführenden Schulen vor viel größere und grundsätzlichere sprachliche Probleme stellt, da sie Deutsch erst als Zweitsprache gelernt haben oder – nach bundesdeutschen Maßstäben – erhebliche Bildungsdefizite aufweisen, deren Ursachen äußerst vielfältig sein können. Die Schwierigkeiten dieser sprachlich benachteiligten Jugendlichen betreffen das Verstehen , das Sprechen und das Schreiben . In vielen Fällen ist damit eine Angst vor dem Sprachgebrauch verbunden, manchmal zeigen sich aber auch (verständlicherweise) Frustration und Ungeduld – zum Beispiel bei der Auseinandersetzung mit längeren Texten. Fehlende Sprech- und Leseerfahrungen , eine mangelnde Regelkenntnis sowie ein begrenzter Wortschatz sind die "Wurzeln" für Folgeprobleme, die sich daraus entwickeln: Die damit belasteten Schülerinnen und Schüler verstehen die Ausdrucksweise der Lehrkraft nur mit Mühe und sind mit Fachtexten schnell überfordert. Verständnisschwierigkeiten zeigen sich auch beim Umgang mit Tabellen, Schaubildern und Grafiken. Ihre Sprechweise ist meist stockend und unstrukturiert; zudem neigen sie dazu, "Ein-Wort-Antworten" zu geben. Einfachste Satzstrukturen werden auch auf der Ebene des Schreibens verwendet. Beim Formulieren erreichen sie nur selten ein fachsprachlich angemessenes Niveau. Vor dem Hintergrund dieser Problematik stelle ich im Folgenden auf der Grundlage meiner Praxiserfahrungen konkrete Maßnahmen und Methoden vor, die im Fachunterricht in Klassen mit sprachlich benachteiligten Lernenden als "Soforthilfen" nützlich sind.

  • Fächerübergreifend / Mathematik / Rechnen & Logik / Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co. / Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin / Chemie / Natur & Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik / Elektrotechnik / Informationstechnik / Metalltechnik / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi / Religion / Ethik / Pädagogik / Kunst / Kultur / Musik / Sport / Bewegung / DaF / DaZ / Englisch / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch / Arbeitsschutz / Arbeitssicherheit / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht / Orga / Bürowirtschaft / Rechnungswesen / Wirtschaft
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