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Bildung im Bundestagswahlkampf 2002

Unterrichtseinheit

Weder Arbeitslosigkeit noch Steuerreform oder gar die Umweltpolitik bestimmten das Wahlkampfgeschehen vor der Sommerpause und der Jahrhundertflut. Das PISA-Debakel, das Erfurter Blutbad und die Klagen der Wirtschaft und Universitäten über zu wenig Studenten führten dazu, dass die Bildungspolitik das wichtigste Thema der ersten heißen Wahlkampftage wurde.Ausgehend von der PISA-Studie und deren Ergebnissen lassen sich schulische Aufgaben, Defizite und deren Ursachen heraus arbeiten - eventuell mit Einsatz des Internets. Sicher erkennen die SchülerInnen schnell, warum das Thema im Bundestagswahlkampf derart präsent ist. Einstieg Ausgehend von der PISA-Studie und deren Ergebnissen lassen sich schulische Aufgaben, Defizite und deren Ursachen heraus arbeiten - eventuell mit Einsatz des Internets. Sicher erkennen die SchülerInnen schnell, warum das Thema im Bundestagswahlkampf derart präsent ist. Abgrenzen verschiedener Meinungen Die Einstellungen der politischen Parteien zum augenscheinlichen "Wahlkampfthema Nummer 1" sind in den Wahlprogrammen, die wiederum auf den Websites der Parteien einzusehen sind, zu entdecken. Diese können in Relation zu den grundsätzlichen Einstellungen der Parteien gesetzt werden. Recherche einer Diskussionsgrundlage Die Kulturhoheit der Länder spricht dagegen, dass Bildungspolitik Wahlkampfthema wird. Dennoch werden Stimmen laut, die Bildung zur Bundesaufgabe machen wollen. Eine Diskussion kann auf Basis der im Internet gewonnenen Informationen geführt werden.Die SchülerInnen sollen das Thema Bildung als politische Dimension begreifen. die unterschiedlichen Einstellungen der Parteien erkennen und beurteilen. selbstständig im Internet nach weiter gehenden Informationen suchen. Bildung als kulturhoheitliche Aufgabe der Länder verstehen und zu bundespolitischen Fragestellungen abgrenzen. Gerhard Schröder (SPD) erkannte dies und gab, eine Premiere in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, am 13. Juni 2002 als erster Bundeskanzler eine Regierungserklärung zum Thema "Bildung" ab. In ihr bezeichnete er die Bildungsfrage als "die soziale Frage des 21. Jahrhunderts". Stritten sich in der Vergangenheit die Parteien heftig um den richtigen Weg in der Bildungspolitik, sind sie in diesen Tagen programmatisch wesentlich näher beisammen. Niemand bezweifelt beispielsweise, dass Bildung die Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Weiterentwicklung ist. Doch nach der Erfurter Bluttat finden auch Forderungen nach einer Rückbesinnung auf traditionelle Erziehungswerte ihren Platz in einigen Wahlprogrammen. Diese Unterrichtseinheit wurde in Kooperation mit politik-digital und Wahlthemen erstellt. Weiterführende Beiträge, Informationen sowie interaktive Angebote für den Unterricht finden Sie bei: Als eine erste Reaktion auf PISA beschloss die rot-grüne Bundesregierung, den Bundesländern in den nächsten Jahren rund vier Milliarden Euro zur Einrichtung von 10.000 Ganztagsschulen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus forderte Schröder eine "nationale" Bildungsreform. Kulturhoheit der Länder Damit löste er eine Welle der Empörung bei Länderregierungen und Opposition aus, denn die Bildungspolitik fällt im Wesentlichen in den Kompetenzbereich der Bundesländer. Artikel 30 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland regelt, dass die Zuständigkeiten für das Bildungswesen und die Kultur bei den Ländern liegen (Kulturhoheit der Länder). Kultusministerkonferenz Zur Koordination der einzelnen Länderpolitiken treffen sich die 16 Kultusminister regelmäßig in der so genannten Kultusministerkonferenz (KMK). Die KMK hat laut ihrer Geschäftsordnung die Aufgabe, "Angelegenheiten der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung und der Vertretung gemeinsamer Anliegen" zu behandeln, doch eine bundesweit einheitliche Bildungspolitik existiert damit noch lange nicht. Bildung als Wahlkampfthema In der Vergangenheit wurde das föderale Bildungssystem nicht grundsätzlich in Frage gestellt, doch nach dem miserablen PISA-Abschneiden wagte sich die rot-grüne Bundesregierung an dieses Thema. Doch Widerspruch kam prompt und war zu Wahlkampfzeiten unmissverständlich. Wahlkampf ohne viele Gegensätze Im Wahlkampf thematisieren alle Parteien die Bildungspolitik und setzen dabei ihre Akzente nur geringfügig anders. Sie sind sich in der Diagnose weitgehend einig und auch die Rezepte der Parteien erscheinen, wie die angeführten Beispiele zeigen, recht ähnlich. Die WählerInnen müssen schon ganz genau hinschauen und die Aussagen der Parteien miteinander vergleichen, um die Unterschiede zu erkennen und ihre Wahlentscheidung zu treffen. Ganztagsbetreuung Die SPD setzt mehr Erwartungen in eine verbesserte ganztägige Betreuung. Die bereits erwähnten vier Milliarden Euro waren dabei ein erster Schritt. Bildungsministerin Edelgrad Bulmahn (SPD) verwies in der Bundestagsdebatte nach Schröders Regierungserklärung zur Bildungspolitik darauf, dass die rot-grüne Bundesregierung "die Trendwende eingeleitet und den Etat in nur vier Jahren um 21,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro erhöht" habe. ...früh beginnen In dem SPD-Leitantragsentwurf "Bildung entscheidet über unsere Zukunft" stellt der Parteivorstand seine Vorschläge für die Zukunft vor. Wichtige Kernpunkte sind dabei die möglichst früh einsetzende Förderung von Bildungspotenzialen, eine neue Lehr- und Lernkultur an den Schulen, die gezielte Förderung des lebenslangen Lernens und ein besserer Umgang mit den neuen Medien. Eltern und fremde Kulturen integrieren Auch der Koalitions- und Regierungspartner der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, legt einen Schwerpunkt der politischen Arbeit auf das Bildungsthema. Als Reaktion auf die PISA-Studie forderten Niombo Lomba, Mitglied des Bundesvorstands, und Sybille Volkholz, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung, dass u.a. die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern verbessert werden, "fremde Kulturen" besser integriert und die Schulen insgesamt mehr Autonomie erhalten müssten. Gerechtigkeit Auch Joschka Fischer, grüner Spitzenkandidat und amtierender Außenminister, äußerte sich Ende Juni 2002 zum Thema Bildung. Er sprach sich dagegen aus, Bayern als "Vorbild für die Bildungspolitik" zu nehmen. Er halte es lieber mit Finnland, das bei PISA sehr gut abschnitt. Bildung sei für ihn mehr denn je eine Frage der Gerechtigkeit. Die Grünen setzen sich außerdem noch für kleinere Klassen und eine bessere Lehrerausbildung ein. Föderalismus... Für die CDU/CSU ist der föderale Wettbewerb um das beste Bildungskonzept das "Zukunftsmodell zur Qualitätsverbesserung", so die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan und der Kanzlerkandidat Edmund Stoiber in einer gemeinsamen Erklärung. Trotzdem fordern sie, dass "vergleichbare Bildungsstandards zwischen allen 16 Ländern für alle Schularten" vereinbart werden sollen. Denn nur so könnten die "dramatischen Leistungsunterschiede" innerhalb Deutschlands wirksam bekämpft werden. ...versus Zentralismus Gleichzeitig spricht sich die CDU/CSU aber gegen einen "Zentralismus" bei pädagogischen Konzepten und dem Fächerkanon aus. Statt dessen soll ein neun Punkte umfassender "Qualitätspakt Bildung" Deutschland wieder in die internationale Bildungsspitze führen. Darunter versteht die CDU/CSU u.a. eine bessere Integration ausländischer Jugendlicher, mehr Selbständigkeit für die Schulen sowie mehr Respekt für die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Der Ausbau von Ganztagsschulen, die nach Ansicht der CDU/CSU nicht "generell zu einer Verbesserung der Qualität" beitragen, soll "bedarfsorientiert" erfolgen. Kinderbetreuung Für die FPD und ihren Kanzlerkandidaten Guido Westerwelle steht nicht nur die Zahl "18" im Mittelpunkt des Wahlkampfes, denn die Bildung sei "unser wichtigster Rohstoff", so eine Wahlkampfsite der FDP. In ihrem Positionspapier "Familien stärken - Kinderbetreuungsangebot ausbauen" schreiben sie, dass die "Kinderbetreuung der zentrale Schlüssel für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit" sei. Abschaffung der Kultusministerkonferenz PISA habe "gezeigt, wie entscheidend für die soziale Chancengerechtigkeit die Förderung des Sprachvermögens und der Lernmotivation im Vorschulalter" sei. Daher spricht sich auch die FPD an erster Stelle für den gezielten Ausbau der ganztägigen Betreuung ein und fordert vor allem mehr Wettbewerb zwischen den Einrichtungen. Außerdem tritt sie für die Abschaffung der Kultusministerkonferenz ein und "fordert unabhängige Qualitätssicherungsagenturen, die als Stiftung oder GmbH geführt werden". Chancengleichheit Auch die PDS positioniert das Thema ganz oben auf der politischen Prioritätsliste: "Bildung braucht jeder Mensch für ein reiches selbstbestimmtes Leben", heißt es auf einer Wahlkampfsite der PDS. Für sie steht die "Chancengleichheit" beim Bildungszugang an erster Stelle. PISA habe nach Meinung der PDS nachgewiesen, dass "der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland besonders stark ausgeprägt" sei. Gebührenfreiheit Daher brauche das Bildungswesen Strukturen, die "individuelle Förderung im Rahmen integrierter Bildungsformen" möglich machen. Die PDS will, dass niemand aus finanziellen Gründen auf Bildung verzichten müsse. Daher fordern sie"Gebührenfreiheit beim Bildungszugang und einen "Existenz sichernden Unterhalt von der Kita bis zur Weiterbildung". Problematisch erscheint der Umstand, dass die Bildungs- und Schulpolitik im Bundestagswahlkampf derart offensiv thematisiert wird, denn Bildungspolitik ist primär Sache der Bundesländer. Insofern stehen alle Versprechungen und Vorhaben, die jetzt von den Parteien im Wahlkampf publiziert werden, in Konflikt mit dem föderalen Aufbau des deutschen Bildungswesens. Bildung bleibt Ländersache? Welche Ankündigungen letztlich konkret vor Ort umgesetzt werden, hängt also nicht unbedingt mit dem Abschneiden bei der Bundestagswahl zusammen. Dafür sind die 16 Länderregierungen zuständig, die sich bislang mit Erfolg gegen eine Zentralisierung der Bildungspolitik gewehrt haben.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Primarstufe, Sekundarstufe I
Produktbild Allgemein Hotinhere

Planspiel "It’s getting hot in here! Klimapolitik in der EU"

Interaktives
95,00 €

In diesem Planspiel geht es um die Klimapolitik in der Europäischen Union. Bis wann soll die Klimaneutralität erreicht werden, und wer übernimmt die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen? Im Rat der Europäischen Union verhandeln die Mitgliedstaaten dazu einen Entwurf mit zwei Artikeln, jedes Land hat eine Stimme. Diese interaktive Unterrichtseinheit ermöglicht es Schülerinnen und Schülern ab der zehnten Klasse, die komplexen Entscheidungsprozesse der Europäischen Union im Bereich Klimapolitik realitätsnah zu erfahren. Im Planspiel übernehmen die Teilnehmenden die Rollen von Ministerinnen und Ministern und simulieren eine Entscheidung im Rat der EU. Sie verhandeln über Klimaziele und Fördermaßnahmen, bilden Allianzen und lernen dabei zentrale Mechanismen politischer Entscheidungsfindung kennen. Das Material ist für den direkten Einsatz im Unterricht konzipiert und fördert neben Fachwissen zur europäischen Klimapolitik auch Kompetenzen in den Bereichen Argumentation, Kooperation und Problemlösung. Das Paket umfasst: Spielkonzept: Detailliertes Szenario mit Rollenprofilen, Entscheidungsartikeln und Verhandlungsoptionen. Digitale Plattform mit Delegationsräumen, Nachrichtenfunktionen, Abstimmungstools und Glossar. Zwei Sprachversionen: Deutsch und Englisch (B1/B1+), inklusive vereinfachter Sprachvariante und Vokabelliste zur Förderung der Fremdsprachenkompetenz. Unterstützende Materialien: Eine detaillierte Handreichung mit Ablaufplan, methodischen Hinweisen und Präsentationsunterstützung; eine PowerPoint-Präsentation zur Einführung; Namens- und Tischschilder als Druckvorlage Dies wird über die Plattform Senaryon der Firma planpolitik ermöglicht. Senaryon führt Ihre Teilnehmenden dabei weitestgehend selbstständig durch die Spiele und nimmt Ihnen somit einen Großteil der Arbeit ab. Weitere Materialien müssen Sie nicht vorbereiten. Die Spiele werden hybrid vor Ort durchgeführt – Ihre Teilnehmenden brauchen nur ein digitales Endgerät (Tablet, Laptop oder Smartphone). Der Moderationsbereich hilft Ihnen dabei, alles Wichtige im Blick zu behalten und das Spiel zu steuern – auch ohne vorherige Schulung. Die Reflexion und Evaluierung der Spiele geschieht ebenfalls auf Senaryon. Mit "It’s getting hot in here!" werden Lernende befähigt, aktuelle Konflikte und Zielkonflikte der europäischen Klimapolitik zu verstehen, eigene Positionen zu entwickeln und diese im politischen Diskurs zu vertreten.

  • Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

"Energie macht Schule": Nachhaltige Melange aus Grundlagenfragen und Zukunftsthemen zu Energie

Fachartikel / Video-Tutorial

Vor dem Hintergrund hochaktueller Themen wie Klimawandel und Energiewende porträtiert der Fachartikel das seit 2013 bestehende Lehr- und Lernportal "Energie macht Schule". Dabei geht er auf dessen Themen und Ziele ein und zeigt, wie aktuelle und bildungsplanrelevante Themen Eingang in den Unterricht finden können.

  • Physik / Astronomie / Technik / Sache & Technik / Elektrotechnik

Google Arts & Culture – Videotutorial und Fortbildungsmaterial für Lehrkräfte

Kopiervorlage / Video-Tutorial

Dieses Arbeitsmaterial zu "Google Arts & Culture" zeigt Optionen, Potenziale und Schritte in der Durchführung der digitalen Anwendung im Kunstunterricht auf. Mit ihr lassen sich Kunst- und Bauwerke weltweit erkunden, Persönlichkeiten kennenlernen und Traditionen, Bräuche oder Geschichten entdecken, womit ein digitaler und interaktiver Bezug zu Kultur geschaffen werden kann.Das Material demonstriert Schritt für Schritt die Anwendung Google Arts & Culture. Dazu zeigt es die Funktionen in dieser auf, welche unter anderem darin bestehen, Exponate, Werke oder Orte besichtigen zu können, sich vergrößerte Aufnahmen in hoher Qualität von Kunstwerken anzusehen und diese näher zu analysieren, neue Künstlerinnen und Künstler oder weltbekannte Museen kennenzulernen oder eigene Sammlungen und Kollektionen mit Werken anzulegen und zu pflegen. Dazu werden in einem Tutorial die Oberfläche sowie verschiedene Funktionen in der Browserversion der Anwendung erklärt und auf die verschiedenen Modi der Anmeldung eingegangen. In einem Fachartikel wird auf Hintergründe und bildungs- sowie lerntheoretische Annahmen eingegangen, die den Einbau der Anwendung in die Lehre betreffen. In einem Arbeitsblatt werden verschiedene Möglichkeiten für die Umsetzung der Anwendung in der eigenen Lehre aufgezeigt. Dazu werden Szenarien des möglichen Einsatzes demonstriert. Die übergeordneten Ziele sind: digitale Kompetenzen zu erwerben und mit fachbezogenem Wissen zu verknüpfen, individuelle Lernumgebungen für Schülerinnen und Schüler schaffen zu können, innovative Lehrkonzepte umsetzen zu können. Im Arbeitsmaterial befinden sich: ein Video , welches die Anwendung Google Arts & Culture demonstriert. In ihm werden die Funktionen überblicksartig vorgestellt und deren Bedienung vorgeführt. Das Tutorial kann als Einführung in die Arbeit mit der Anwendung genutzt werden. ein Fortbildungsmaterial , welches die anwendungsinterne Funktion Galerien-Erstellen genauer thematisiert und hierzu mögliche Themen der Einbettung in die eigene Lehre aufzeigt. Begleitet wird es durch einen Fachartikel , der Google Arts & Culture in seiner Entstehung und Hintergründen beschreibt sowie dessen Einbindung in ein Lehr-Lern-Szenario.Das Material ist in erster Linie für Lehrende gedacht, die die Anwendung kennen- und nutzen lernen wollen. Wird sie in die Lehre eingebettet, lassen sich die folgenden Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern evozieren. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen ein Fachthema auf kreative und künstlerische Art und Weise. verknüpfen Theorie und Praxis miteinander und schaffen so eigene Relevanzen für Wissen. lernen weiterführende oder anknüpfende Themen des eigentlichen Unterrichtsgegenstandes kennen und einordnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, digitale Anwendungen nutzen und einsetzen zu können. lernen, mediale und digitale Aspekte reflektieren und diskutieren zu können. entwickeln digital basierte Herangehensweisen und erproben individuelle Lösungsstrategien. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten allein oder im Team Aufgabenstellungen und lernen gegenseitige Wertschätzung bei der Präsentation in der Gruppe. testen Strategien zur Erkundung und zum Erleben von Wissen aus und stärken damit eigene Kompetenzen sowie jene im Klassenverband. Google Arts & Culture für den Kunst-Unterricht

  • Kunst / Kultur
  • Fort- und Weiterbildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Grundzüge russlanddeutscher Migrationsgeschichte in kulturhistorischer Perspektive

Kopiervorlage

Welche Spuren und Einflüsse der Migrationsgeschichte lassen sich in der Kulturgeschichte der Russlanddeutschen erkennen? Dies ist Gegenstand dieses Artikels. Die Kulturgeschichte der Russlanddeutschen ist stark von der Migration geprägt. Unterschiedliche Einflüsse haben zu einer bemerkenswert vielfältigen kulturellen Ausprägung dieser "Community" geführt. Der Artikel von Kornelius Ens, der auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung einsehbar ist setze sich damit auseinander. Dabei geht es unter anderem auch um die Bereiche Bildung, Sprache, Presse und Religion. Jedoch ist der Bericht in keinen methodisch-didaktisch Kontext eingebettet. Er sollte er seitens der Lehrkraft deshalb vor- und nachbereitet werden. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Migrationsbewegungen auch auf Sprache, Kultur und Bildung haben. erfahren, welche Einflüsse die Migration von Russlanddeutschen auf ihre Kulturgeschichte hatte. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler benennen die Hauptgedanken eines Textes, stellen gedankliche Verknüpfungen dar und erschließen die Bedeutung von Wörtern und Sätzen. wenden elementare Schritte der Interpretation von Textquellen an. vergleichen Informationen, stellen Verbindungen zwischen ihnen her und erklären Zusammenhänge. Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet. lernen, kritische Deutungen historischer Sachverhalte vorzunehmen und dabei Quellen in angemessener Weise mit in die eigene Argumentation einzubeziehen.

  • Politik / WiSo / SoWi / Geschichte / Früher & Heute
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Dynamische Mathematiksoftware

Fachartikel

Dieser Fachartikel zum Thema "Dynamische Mathematik" zeigt die Möglichkeiten auf, die sich durch die Nutzung dynamischer Mathematiksoftware ergeben. Neben Visualisierungen, die mit traditionellen Medien nicht realisierbar sind, fördert die Software einen aktiv-entdeckenden Zugang zu mathematischen Inhalten. Lernprozesse werden dadurch wirkungsvoll unterstützt – und das nicht nur in der Mathematik! Mithilfe dynamischer Geometriesoftware können Sie Konstruktionen erstellen, die im Gegensatz zu "klassischen" Darstellungen im Heft oder an der Tafel beweglich sind: Durch einfaches Ziehen mit der Maus lassen sich geometrische Figuren am Bildschirm verändern. Die Möglichkeiten von Programmen wie GEONExT oder GeoGebra (die kostenlos zur Verfügung stehen!) gehen über herkömmliche dynamische Geometrie hinaus: Integrierte Computeralgebrasysteme schlagen eine Brücke zwischen Geometrie, Algebra und Analysis. So können Konstruktionen quantitativ ausgewertet werden, indem man Streckenlängen, Winkelgrößen oder Punktkoordinaten automatisch messen lässt und die Werte als Grundlage für weitere Berechnungen nutzt. Ihr Unterricht muss dafür nicht unbedingt im Computerraum stattfinden - es genügt schon ein einzelner Rechner, um in einer Gruppenarbeit oder einem Stationenbetrieb dynamisch zu experimentieren. Um die in diesem Artikel vorgestellten Materialien nutzen zu können, benötigen Sie das Plugin Java Runtime Environment (kostenfreier Download von der java.com-Website).

  • Mathematik / Rechnen & Logik

Prompts für KI-Tools

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel erfahren Sie mehr über die Unterrichtsstrategie des "Undoings" in Bezug auf die Erstellung von Quiz. Außerdem geht der Artikel auf die Erstellung von zielsicheren und effektiven Prompts in KI-Tools ein, was hier am Beispiel von Quiz dargestellt wird. Am Ende des Artikels erhalten Sie außerdem ein Beispiel für eine derartige Prompt-Formulierung. Seit über 30 Jahren werden weltweit bereits KI-Tools für die Pädagogik entwickelt. Aber gerade in den letzten Monaten ist die Liste dieser Tools enorm gewachsen. Meist zielen diese jedoch auf nur zwei Kategorien ab. Einmal die Erstellung von Inhalten und zum Anderen die von Quiz. Letztere sind zum Beispiel die neu auf den Markt gekommenen Quiz-Generatoren Quiz Gecko und Questgen . Diese Tools generieren mithilfe von KI in kürzester Zeit Fragen und Antworten auf der Grundlage von Informationen, die vom Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Ein großer Vorteil davon ist definitiv die Zeitersparnis, denn diese Tools funktionieren wirklich gut und die Ergebnisse sind über einen Link einfach mit der Lerngruppe teilbar. Weitere Infos zu den Apps können Sie in unserem Fundstück lesen. Forschungen in den letzten Jahren haben nun aber ergeben, dass Quizspiele oftmals nur einen begrenzten pädagogischen Wert haben, da sie Missverständnissen und alternativen Konzepten nicht effektiv entgegenwirken, sich auf unmittelbares Erinnern konzentrieren und nur oberflächliches Verständnis fördern. Neue Technologien, wie Quiz-Generatoren, imitieren diese schlechten Praktiken, anstatt sie zu verbessern. Es gibt jedoch gute Neuigkeiten! Durch die Verwendung von präzisen und durchdachten Anfragen können Lehrkräfte KI-Modelle, wie zum Beispiel Chat GPT oder Neuroflash, nutzen, um die Effektivität ihrer Unterrichtsmethoden zu steigern. Wie könnte sich ein besserer Einsatz von Quiz, die durch KI erstellt wurden, in der Bildung gestalten? Hier kommt das "Undoing" ins Spiel. Unter Undoing versteht man im Großen und Ganzen die didaktische Idee des Rückgängigmachens. Konkret bedeutet das im Unterricht, dass irrtümliche Grundideen und Annahmen aufgedeckt, in Frage gestellt und neu formuliert werden – ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die Lernenden genaue Grundinformationen sinnvoll abrufen und verarbeiten können. Insgesamt kann Undoing helfen, eine positive und förderliche Lernumgebung zu schaffen, in der Schülerinnen ihre Erfahrungen erfolgreich verarbeiten und ihre Lernziele erreichen können. Diese Unterrichtsstrategie lässt sich auch auf das Erstellen von Quizspielen durch KI-Tools übertragen. Diese hinterfragen oftmals nicht die verschiedenen Aspekte zu einem bestimmten Thema und hinterlassen möglicherweise falsche Ideen und Annahmen bei den Lernenden. Somit wird ein sinnvolles Erinnern und auch die Verarbeitung grundlegender Informationen übergangen. Folglich ergibt sich die Wichtigkeit konkreter und zielführender Prompts bei KI-basierenden Quiz-Generatoren. Die Ergebnisse eines KI-Tools sind nur so gut wie die Qualität der Eingaben Die Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass der Prompt sowohl inhaltlich als auch strukturell für die bestmögliche Ausgabequalität optimiert ist. Die Aufforderung sollte idealerweise aus den folgenden sieben Hauptmerkmalen bestehen: Definierte Rolle für die KI: Je mehr Kontext das KI-Tool über die Rolle hat, die es spielt, desto besser. (zum Beispiel "Du bist Lehrer einer Hauptschule") Informationen über die Lerngruppe , zum Beispiel Alter, Fachgebiet, Verständnisniveau und Fähigkeiten: Wenn Sie dem KI-Tool Informationen über Ihre Lernenden geben, kann es für sie relevante Ergebnisse besser erzeugen. Fachwissen , das heißt Informationen über Unterrichtsstrategien: Indem Sie dem KI-Tool Ihr Fachwissen mitteilen – in diesem Fall, was Undoing ist und wie es sich von Quizfragen unterscheidet – greift es auf die effektivsten Ansätze zurück. Ohne die Undoing-Informationen wird das KI-Tool zum Beispiel gängige Quizformen wählen, ähnlich wie bei einem Tool wie Quiz Gecko. Ein Titel und ein Thema : Das KI-Tool mag Struktur. Durch das Hinzufügen eines Titels und eines Themas lenken wir den Fokus auf die Informationen, die am wichtigsten sind. Ein Beispiel : Beispiele sind ein guter Weg, um ein gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, wie eine gute Struktur und ein guter Inhalt aussehen. Eine klar definierte Aufgabe : Geben Sie klare Anweisungen, was das KI-Tool tun soll und wie. Eine klar definierte Ausgabe : Sagen Sie dem KI-Tool, was Sie wollen und wie es die Informationen präsentieren soll.

  • Fächerübergreifend

Spielerisch lernen: Vorschläge für den Sprachunterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel bietet Vorschläge für das spielerische Lernen im Sprachunterricht. Sprache ist die Basis der Kommunikation. Durch sie können wir miteinander in Kontakt treten, Meinungen und Ideen austauschen, Kulturen kennenlernen und unsere Überzeugungen kundtun. Moderne Medien erleichtern das Lernen und den Umgang mit Sprache. Sei es die eigene Muttersprache oder eine neu zu erlernende Fremdsprache - die Art und Weise, wie man sich mit einer Sprache auseinandersetzt und wie man sie lernt, hat einen wesentlichen Einfluss auf die spätere Sprachkompetenz. Zunächst müssen die Bausteine der Sprache erfasst werden: die Wörter. Die nächste Ebene bezieht sich auf den Satzbau und die grammatikalischen Herausforderungen. Zu guter Letzt gilt es, das Haus der Sprache fertig zu stellen und zu "designen": Der richtige Begriff am richtigen Ort, stilistisch korrekte Formulierungen und eine zielgruppengerechte Ansprache - so wird Sprache zum Tor zur Kreativität.

  • DaF / DaZ / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Englisch / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch

Die Rechtschreibwerkstatt

Fachartikel

Die Rechtschreibwerkstatt ist ein vom Diplom-Psychologen Norbert Sommer-Stumpenhorst entwickeltes Rechtschreiblernkonzept, das auf einem regelbasierten Vorgehen beim Erwerb der Schriftsprache beruht. Wie lernen Kinder die Rechtschreibung? Über diese schon seit langer Zeit diskutierte Frage herrscht nach wie vor Uneinigkeit zwischen Wissenschaftlern, Lehrkräften und Eltern. Sicher ist aber, dass es den Weg zum richtigen Schreiben nicht gibt. Das Konzept nach Norbert Sommer-Stumpenhorst orientiert sich an bereits lange veröffentlichten Untersuchungen aus der Lernpsychologie, die aber von vielen Lehrkräften und Schulbuchverlagen immer noch ignoriert werden. Dieser Artikel stellt kurz das Konzept und die Theorie der Rechtschreibwerkstatt vor.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Europawahl: Europa wählt ein neues Parlament

Fachartikel

Dieser Fachartikel zur Europawahl informiert über das Europäische Parlament und erläutert das Wahlprozedere. Konkrete Arbeitsaufträge zeigen, wie das Europäische Parlament im Unterricht behandelt werden kann. Alle fünf Jahre sind die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) aufgerufen, das Europäische Parlament neu zu wählen. Mit zuvor 785 Abgeordneten aus 28 Ländern, 24 Amtssprachen und drei Dienstsitzen übertrifft das Europäische Parlament alle parlamentarischen Dimensionen in Europa. Dennoch sank der Zuspruch der europäischen Wählerinnen und Wähler in den letzten Jahrzehnten stetig. Im Jahr 2004 Mal erreichte die Wahlbeteiligung in Deutschland einen absoluten Tiefpunkt: In Deutschland gaben nur 43 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab, der europäische Durchschnitt lag mit 45,6 Prozent nur unwesentlich darüber. Mit 42,6 Prozent Wahlbeteiligung im europäischen Durchschnitt lag die Wahlbeteiligung 2014 in Europa sogar noch niedriger. Teilaspekte des Artikels Dieser Beitrag zur Europawahl widmet sich auf den Unterseiten bestimmten Teilaspekten des Themas. Diese einzelnen Seiten können Sie nutzen, um den Lernenden Texte zu diesen Teilaspekten zur Verfügung zu stellen. Zudem bieten sie Anregungen zur weiteren thematischen Recherche. Die Wahl des Europäischen Parlaments Informationen zum Wahlmodus und zur Arbeit der Abgeordneten. Das Europaparlament Die historische Entwicklung und die aktuellen Befugnisse des Europaparlaments.

  • Politik / WiSo / SoWi

Lernen mit dem Wochenplan: Grundlagen und Vorteile des Offenen Unterrichts

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel zum Thema Wochenplan-Arbeit gibt einen Überblick über Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten der Methode im fachbezogenen oder fächerübergreifenden Unterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufen. Vorteile der Wochenpläne wie eigenverantwortliches Lernen und Zeitmanagement werden dabei ebenso diskutiert wie nötige Voraussetzungen und mögliche Schwierigkeiten. Grundlagen der Arbeit mit dem Wochenplan Die Wochenplanarbeit ist ein Unterrichtsmodell, bei dem Schülerinnen und Schüler innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens – meistens einer Woche – selbstständig und selbstgesteuert Inhalte erarbeiten. Als Grundlage dient der Wochenplan, in dem Lernziele und Arbeitsschritte konzipiert sind. Hier ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig: Das Lernziel muss formuliert und in Teilschritte heruntergebrochen werden. Die Arbeitsmaterialien müssen zielgruppengerecht ausgewählt, beschafft und bereitgestellt werden. Und schließlich muss auch die Klasse die Arbeitsweise mit Wochenplänen erst lernen. Bevor aber die Vorbereitung und Einführung des Wochenplans erfolgen kann, geht es wie hier um eine Annäherung an die Methode. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptprinzipien, nach denen Wochenplanarbeit organisiert werden kann: Bei offenen Wochenplänen definieren die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Lernziele, Lerninhalte und Arbeitsformen selbst. Diese Organisationsform setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenmotivation voraus, sodass sie sich vor allem für Schülerinnen und Schüler eignet, die bereits Erfahrungen mit geschlossenen oder halboffenen Wochenplänen haben. Daher sollen sie in diesem Artikel nicht im Mittelpunkt stehen. Geschlossene Wochenpläne werden von der Lehrkraft vorgegeben. Die Lehrkraft definiert dabei Lernziele und -inhalte, konzipiert entsprechende Aufgaben und stellt die benötigten Materialien und Hilfsmittel zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können auf Grundlage dieser Vorbereitung im eigenen Rhythmus arbeiten. Durch die Gliederung in Pflicht- und Wahlbereiche kann die Lehrkraft den Lernenden außerdem die Möglichkeit eröffnen, inhaltlich eigene Schwerpunkte zu setzen. Zusätzlich können später ganz freie Zusatzaufgaben hinzukommen, die die Schülerinnen und Schüler noch einen Schritt weiter in Richtung selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen anleiten. Wochenpläne können entweder an ein Fach gebunden sein, das mehrfach in der Woche auf dem Stundenplan steht, oder an eine Lehrkraft, die in der Klasse mehrere Fächer unterrichtet. Auch in Zusammenarbeit mit einer oder mehreren anderen Lehrkräften lassen sich fächerübergreifende Wochenpläne organisieren. Wichtig ist dabei die Sicherung der Ergebnisse und der gemeinsame Abschluss der Arbeit am Ende der Woche. Vorteile der Wochenplanarbeit Wochenpläne arbeiten stärker als konventioneller Frontalunterricht mit der intrinsischen Motivation der Schülerinnen und Schüler. Als reformpädagogisches Konzept setzen sie darauf, dass sich Kinder und Jugendliche aus eigenem Interesse mit der Welt auseinandersetzen, sich Wissen erarbeiten und lernen möchten. Diese natürliche Neugier kommt im Frontalunterricht nur selten zum Tragen: Durch die passive Haltung, die Schülerinnen und Schüler hier einnehmen, verlernen sie, das eigene Interesse und die eigene Neugier als Antrieb zum Lernen zu nutzen. Mithilfe der Wochenplanarbeit lernen Schülerinnen und Schüler, ihren Wunsch nach Verständnis in aktive Lernprozesse umzusetzen. Dabei verändert sich das Rollenverhältnis zwischen ihnen und der Lehrkraft: Die Lernenden sind aktiv , die Lehrkraft spielt eine unterstützende Rolle . Ein weiterer Vorteil der Wochenplanarbeit liegt in ihrem Potenzial zur Binnendifferenzierung im Sinne einer individuellen Förderung : Nicht nur Arbeitstempo, Reihenfolge und Lernmethoden können individuell bestimmt werden. Auch die Lernziele und -inhalte können variieren. In der geschlossenen Wochenplanarbeit kann die Lehrkraft auch individuelle Pläne erstellen, die auch Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, geringen Deutsch-Kenntnissen oder überdurchschnittlicher Begabung berücksichtigen. Nicht zuletzt fördert die Wochenplanarbeit die methodischen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler: Sie lernen ihren persönlichen Lerntyp , ihr Lernverhalten sowie ihre Vorlieben besser kennen und können bezogen auf ihr Zeitmanagement die Dauer ihres Lernprozesses besser einschätzen. Außerdem können sie bei entsprechender Aufgabenstellung Inhalte gemeinsam mit anderen erarbeiten, anstatt sie von der Lehrkraft zu übernehmen. Die erfolgreiche Arbeit mit diesem Konzept setzt allerdings wie eingangs erwähnt eine gute Vorbereitung voraus. Einerseits sollte die Lehrkraft vorhandene Lernstände und Lernfähigkeiten in der Klasse kennen. Andererseits benötigt sie einen relativ großen, gut organisierten Materialpool, aus dem sich die Schülerinnen und Schüler bedienen können. Dabei sollten visuelle, auditive und haptische Materialien so gemischt sein, dass verschiedene Lerntypen berücksichtigt werden. Eine weitere Herausforderung besteht in der Motivation der Schülerinnen und Schüler, sofern sie in der geschlossenen Wochenplanarbeit Inhalte lernen sollen, die nicht ihrem intrinsischen Interesse entsprechen. Grundsätzlich kann es einfacher sein, kleinere Kinder an die Wochenplanarbeit heranzuführen, und später auf diesen Grundlagen aufzubauen. Auch eine bewusste Entscheidung, welche Themen sich in einer bestimmten Klasse für diese Arbeitsform eignen, kann helfen. Nicht jeder Inhalt, der auf dem Lehrplan steht, eignet sich in demselben Maße für den Einsatz in der Wochenplanarbeit mit einer möglicherweise ungeübten Klasse. Des Weiteren bieten Materialien und Hilfsmittel die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren. Bei kleineren Kindern können das spielerische Elemente sein, bei Jugendlichen möglicherweise digitale interaktive Formate . Fazit Wochenpläne sind eine wertvolle, reformpädagogisch orientierte Ressource für den Schulalltag . Sie schulen Kompetenzen und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler und ermöglichen der Lehrkraft, auch in heterogenen Klassen mit unterschiedlichem Lernstand erfolgreiche Binnendifferenzierung. Den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sie, ihren eigenen Bedürfnissen und Neigungen entsprechend zu lernen. Wichtig sind eine gute Vorbereitung des Wochenplans und eine schrittweise Heranführung der Klasse an diese Arbeitsweise. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in dem Artikel

  • Fächerübergreifend

CC-lizenzierte Musik im Unterricht nutzen

Fachartikel

Dieser Fachartikel richtet sich an Lehrkräfte, die im Rahmen Ihres Unterrichts mit Musik arbeiten möchten. Es werden verschiedene Plattformen vorgestellt, die mit einer freien Lizenz versehene Musik anbieten. Darüber hinaus erfahren Lehrkräfte, wie sie Audiodateien selbst bearbeiten oder sogar selbst produzieren können. Medienkompetenz wird an Schulen groß geschrieben, mobile Endgeräte sind bei vielen Lehrenden und Lernenden vorhanden, auch die Ausstattung der Schulen hält digitale Geräte, mit denen sich Videos und Podcasts produzieren lassen, mittlerweile immer öfter bereit. Warum also nicht mit der eigenen Lerngruppe etwas produzieren, um Medienkompetenz handlungsorientiert zu fördern? Wo und wie man die entsprechende kostenlos nutzbare Musik dazu finden kann, wie man sie sogar selbst remixed oder produziert und welche Lizenzen und Software dafür benötigt werden, zeigt dieser Fachartikel. Welche Musik darf ich nutzen? Neulich im Unterricht Schüler: "Wir möchten diesen Song für unser Video als Hintergrundmusik benutzen und es dann auf YouTube posten, ist das ok?" Lehrkraft: "Nein, das geht leider nicht, das Musikstück steht nicht unter einer freien Lizenz zur Verfügung, sondern unter Copyright. Wenn ihr es nutzen wollt, müsstet ihr dafür ein Nutzungsentgelt an den Rechteinhaber zahlen, sonst macht ihr euch strafbar!" "Och, das ist ja total doof und was machen wir jetzt? Wo finden wir eine passende Musik für das Video?" Gefahr Urheberrechtsverletzung Wer in seinem Unterricht Videos, Hörspiele, Podcasts oder Mashups (ein Mix verschiedener Musikstücke) mit Lernenden erstellt und diese im Netz teilen möchte, kennt diesen oder ähnliche Dialoge nur zu gut. Generell gilt: Musik, mit der wir in unserem Alltag umgehen, ist zum größten Teil mit Copyright geschützt und nicht als freie Musik verfügbar. Dies schließt sie von jeder weiteren Nutzung aus, ohne vorher zumindest mit den Rechteinhabern Rücksprache gehalten zu haben. Ein aufwändiges Verfahren, für das im enggetakteten Berufsalltag keine Zeit bleibt, ganz abgesehen von der diffusen Angst, sich strafbar zu machen und der fehlenden Kenntnis der Rechtslage. Alternativen kennen Die schwierige und unklare Rechtslage führt nicht selten zu folgenden Ergebnissen: Das Videoprojekt scheitert wegen nicht vorhandener Musik, es wird gar nicht erst in Angriff genommen oder die Klasse nutzt Musik, die rechtlich geschützt ist. Nach der Lektüre dieses Fachartikels sollten sich die Leserinnen und Leser in keiner dieser drei Situationen mehr wiederfinden, denn sie wissen, wo sie freie Musik finden, kennen sich im Dschungel der freien Lizenzen (Creative Commons) aus oder stellen die Musik mit einer entsprechenden App gleich selbst oder zusammen mit den Lernenden her. Was sind Creative Commons-Lizenzen? Frei verfügbare Materialien Um herauszufinden, welche Materialien für schulische Projekte ohne Bedenken genutzt werden können, bedarf es heute keiner komplizierten Recherche mehr. Die sogenannten "freien Lizenzen" erleichtern die Suche nach geeigneten Materialien bedeutend. In Deutschland werden besonders häufig die Creative Commons-Lizenzen genutzt, um Materialien anderen Nutzerinnen und Nutzern unter klar definierten Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile gibt es auch einen großen Fundus an Musik, die unter einer freien Lizenz im Netz zugänglich ist. Bedingungen für die Lizenznutzung Was ist nun mit unter einer Creative Commons-Lizenz stehender Musik gemeint? Zunächst ist Creative Commons (CC) eine gemeinnützige Organisation. Sie stellt Materialien unter freien Lizenzen zur Verfügung. Diese Standardlizenzen räumen den Nutzern eine weitere Verwendung ein, ohne dazu mit den Urhebern Rücksprache halten zu müssen. Grundsätzlich gilt aber, dass auch diese freien Materialien von einem Urheber erschaffen wurden und man bei ihrer Nutzung die Pflicht hat, ihn und die entsprechende Lizenz zu nennen und dies bei einer Weiterverarbeitung zu beachten. Vier Grundmodule Bei den Creative Commons-Lizenzen unterscheidet man vier Grundmodule in verschiedenen Kombinationen, die im folgenden Abschnitt kurz dargestellt werden. Ausführliche Informationen zu den Creative Commons-Lizenzen, den Modulen und den sechs aktuellen Lizenz-Kombinationen finden Sie hier .

  • Musik
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