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Samia - interkulturelle Begegnungen

Unterrichtseinheit
14,99 €

Die Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Klassenstufe 10–13 (Sekundarstufe II) nähert sich über den preisgekrönten Spielfilm „Samia“ den aktuellen Themen der interkulturellen Identität, traditionellen Erziehung und religiösen Differenzen im heutigen Frankreich. Die Lernenden erschließen sich den Alltag eines heranwachsenden Mädchens algerischer Abstammung in Marseille durch digitale Medienrecherche und Filmanalyse. Der Umgang mit gesellschaftlichen Realitäten, Migration und dem Konflikt zwischen Tradition und Moderne ist ein zentraler Baustein des modernen Fremdsprachenunterrichts in der Oberstufe. Diese Unterrichtseinheit führt Ihre Schülerinnen und Schüler mitten in das Leben von Samia, einer jungen Französin algerischer Herkunft, die in den Vorstädten von Marseille ihren eigenen Weg zwischen familiären Erwartungen und dem Wunsch nach persönlicher Freiheit sucht. Die Einheit verbindet klassische Filmanalyse mit modernen, digitalen Arbeitsweisen. Vor dem Kinobesuch oder dem gemeinsamen Anschauen im Klassenzimmer erschließen sich die Lernenden die Handlung, die Charaktere und die Atmosphäre des Films selbstständig über französische Kinoportale und Trailer. Während und nach der Filmvorführung sichern strukturierte, französischsprachige Aufgaben das Verständnis und regen zu tiefgründigen Diskussionen an. Die Ergebnisse können flexibel in digitalen Präsentationen, Textdokumenten oder Portfolios festgehalten werden. Eine vollständig ausgearbeitete Klausur rundet das Paket ab und ermöglicht eine direkte Leistungsüberprüfung. Diese Unterrichtseinheit verknüpft die klassische Filmanalyse im Französischunterricht systematisch mit modernen, schülerorientierten Recherchemethoden. Um den Einstieg in die französischsprachige Originalfassung sprachlich und inhaltlich vorzuentlasten, arbeiten die Lernenden zunächst mit authentischen französischen Kinoportalen wie Allociné und Filmdatenbanken. Sie analysieren den offiziellen Trailer, deuten ausdrucksstarke Szenenfotos und stellen erste Hypothesen über die Handlung und die zentralen Konflikte auf. Diese selbstständige Internetrecherche schult nicht nur die Medienkompetenz, sondern baut auch das thematische Vokabular auf, das für das spätere Verständnis des Films unerlässlich ist. Während der Filmvorführung führt ein engmaschiges, chronologisches Frageraster die Lernenden durch die Schlüsselszenen des Films. Die Fragen lenken den Blick gezielt auf die feinen Nuancen der Handlung – von Samias wegweisendem Gespräch mit der Berufsberaterin über alltägliche familiäre Konflikte bis hin zum symbolträchtigen, offenen Ende auf der Fähre. Diese detaillierte Begleitung stellt sicher, dass auch sprachlich schwächere Schülerinnen und Schüler der Handlung problemlos folgen können und wichtige Details für die spätere Analyse im Gedächtnis behalten. Nach der Filmvorführung widmen sich die Lernenden der vertiefenden Charakterisierung der acht Hauptfiguren, darunter Samia, ihr strenger Bruder Yacine, die traditionelle Mutter und die ältere Schwester Amel. Sie untersuchen dabei auch die Symbolik der Handlungsorte in der engen Wohnung und im Außenbereich, analysieren die bedrückende Atmosphäre bestimmter Räume und setzen sich mit den filmischen Gestaltungsmitteln auseinander. Die Auseinandersetzung mit den großen gesellschaftlichen Themen des Films – wie dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, ungleichen Rollenbildern, Familienehre und der Identitätssuche junger Menschen maghrebinischer Abstammung in Frankreich – fördert das kritische Denken und die interkulturelle Kompetenz. Zum Abschluss vergleichen die Schülerinnen und Schüler echte französische Zuschauerbewertungen und verfassen eigene, begründete Filmkritiken oder kreative Texte, wie etwa eine E-Mail an Freunde in Frankreich oder eine Fortsetzung der offenen Filmhandlung. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler analysieren und verstehen einen französischen Spielfilm im Original sowohl als Ganzes als auch in ausgewählten Schlüsselszenen. beantworten komplexe Fragestellungen zu ziellandspezifischen religiösen, philosophischen sowie kulturellen Aspekten präzise in der Zielsprache. rekonstruieren die Rezeptionsgeschichte des Films, indem sie sich diese zunächst unvoreingenommen und später mit fundierter Kenntnis des Werks erarbeiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren selbstständig im Internet, um gezielte Informationen über den Inhalt und die Rezeption des Films auf authentischen französischen Webseiten zu sammeln. generieren durch Lesestrategien wie Skimming und Scanning relevante inhaltliche Informationen aus französischsprachigen Online-Quellen. erstellen optional eine digitale Ergebnispräsentation in Form einer PowerPoint-Präsentation oder eines Textverarbeitungsdokuments und führen diese strukturiert im Plenum durch. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Rahmen von kooperativen Arbeitsformen (Paar- und Gruppenarbeit) gemeinsam über sensible Themen wie traditionelle Rollenbilder, Generationenkonflikte und persönliche Freiheit. vollziehen einen Perspektivenwechsel, indem sie die teils widersprüchlichen Verhaltensweisen der Filmcharaktere diskutieren, und entwickeln Empathie für die Lebensrealitäten junger Menschen in multikulturellen Kontexten. vertreten in abschließenden Diskussionen und Rollenspielen eigene Standpunkte respektvoll und setzen sich konstruktiv mit den Meinungen ihrer Mitschülerinnen und Schüler auseinander.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II

Aufbau und Wirkung von Tensiden

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Chemie der Klassen 12–13 vermittelt vertiefendes Wissen zur Stoffklasse der Tenside. Die Lernenden befassen sich mit dem chemischen Aufbau und der Wirkung von Tensiden anhand des Struktur-Eigenschafts-Konzepts. Experimente zur Oberflächenspannung und Mizellenbildung vertiefen das Verständnis der Abläufe auf molekularer Ebene. Auch gesundheitliche und ökologische Aspekte sowie die Osmose-Reinigung als nachhaltige Alternative zum Tensideinsatz werden thematisiert. Tenside sind in modernen Reinigungsmitteln kaum noch wegzudenken. Nicht nur die Profis aus dem Gebäudereiniger-Handwerk sind auf sie angewiesen. Auch im Alltag haben Tenside viele Einsatzbereiche – und das nicht nur beim Waschen und Putzen. Die praktischen Helfer bringen aber auch Herausforderungen mit sich: Sie können Umwelt und Gesundheit belasten, insbesondere, wenn sie nicht fachgerecht eingesetzt werden. Umso wichtiger ist ein fachgerechter sowie bewusster Umgang mit diesen Stoffen. Die Lernenden erhalten ein weitreichendes Wissen rund um die Stoffklasse der Tenside. In diesem Zusammenhang werden zunächst grundlegende Kenntnisse über den chemischen Aufbau von Tensiden sowie ihre Eigenschaften besprochen. Dadurch lernen die Schülerinnen und Schüler die Anwendung des Struktur-Eigenschafts-Konzeptes kennen. ( Arbeitsblatt 1 ) Im weiteren Verlauf der Einheit wird dann auf die Waschwirkung im Detail und die damit verbundenen reinigungstechnischen Eigenschaften von Tensiden eingegangen. Dabei wird zum einen die Herabsetzung der Oberflächenspannung durch waschaktive Substanzen anhand eines Experiments thematisiert und zum anderen die Ausbildung von Mizellen sowie deren Struktur behandelt. In diesem Zusammenhang wird auch die Wirkweise von Tensiden als Emulgatoren und Dispersionsmittel angesprochen. ( Arbeitsblatt 2 ) Im Anschluss werden anhand fächerübergreifender Aufgabenstellungen die ökologischen und gesundheitlichen Aspekte von Tensiden beleuchtet und so ein Bezug zum Thema Nachhaltigkeit geschaffen. Der Fokus liegt dabei auf der durch Tenside hervorgerufenen Umweltbelastung und dem Kennenlernen verschiedener Zertifikate, die dabei helfen sollen, nachhaltige Produkte zu identifizieren. Darüber hinaus wird das nachhaltige Verfahren der Osmose-Reinigung erarbeitet. ( Arbeitsblatt 3 ) Das Thema Tenside ist aus dem Alltag eines jeden Menschen nicht mehr wegzudenken. Das Anwendungsgebiet der Tenside erstreckt sich über alle Lebensbereiche der Schülerinnen und Schüler. Neben den offensichtlichen Anwendungsbereichen wie der Kosmetikindustrie oder den Haushaltsreinigern, werden Tenside auch als Emulgatoren für Lebensmittel oder in der Farb- und Lackindustrie genutzt. Vor allem aber auch mit Blick auf die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung eines ressourcenschonenden Umgangs mit Reinigungsmitteln auseinandersetzen und ihren eigenen Konsum kritisch reflektieren. Diese Unterrichtseinheit kann in den Rahmenlehrplan der Sekundarstufe II eingeordnet und für das Fach Chemie genutzt werden. Sie bietet detailliertes Wissen über Tenside in naher Anlehnung an den Alltag. Das Material besitzt ebenso fächerübergreifende Aspekte und ermöglicht damit das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Unterricht zu integrieren. Ein gewisses chemisches Vorwissen bezüglich der organischen Chemie wird für die Bearbeitung der Aufgaben vorausgesetzt. So sollten Kenntnisse über funktionelle Gruppen sowie Bau- und Ordnungsprinzipien organischer Stoffe bereits vorliegen. Für das Lösen der verschiedenen Aufgabenstellungen stehen Arbeitsblätter mit Infotexten zur Verfügung. In einigen Aufgabenstellungen wird zusätzlich die eigene Recherchefähigkeit entwickelt und auch das kritische Hinterfragen gefördert. Kleine Experimente unterstützen dabei, die zuvor besprochenen theoretischen Kenntnisse zu vertiefen. Ein breites Spektrum an Lernmethoden und Sozialformen ermöglicht es den Unterricht abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den chemischen Aufbau und die daraus resultierenden Eigenschaften von Tensiden. können die Wirkungsweise von Tensiden und deren Waschwirkung erklären. wenden das Struktur-Eigenschafts-Konzept an. kennen Gefahren und Risiken beim Tensideinsatz. vergleichen Ökosiegel, die zur Kennzeichnung von Reinigungsmitteln eingesetzt werden. beurteilen Tenside in Hinblick auf Nachhaltigkeit. kennen nachhaltige Alternativen zum Tensideinsatz (Osmose-Reinigung). führen chemische Experimente eigenständig durch. nutzen ihr Wissen, um fächerübergreifende Fragestellungen zu beantworten. setzen sich kritisch mit den ökologischen Aspekten von Tensiden auseinander und bewerten den oft vermehrten Einsatz. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Medienangebote für ihre Recherche. wählen digitale Inhalte selbstständig aus und hinterfragen diese vorher kritisch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren sachlich und bearbeiten verschiedene Aufgabenstellungen in Zusammenarbeit mit anderen Schülerinnen und Schülern.

  • Chemie
  • Sekundarstufe II

4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch der Klasse 11 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Kommunikationsmodelle und fördert Sprachreflexion. Ausgehend vom Sender-Empfänger-Modell analysieren die Lernenden Missverständnisse und deren Ursachen sowie sprachliche Mehrdeutigkeit. Durch Gesprächsanalyse entwickeln sie Strategien zur Verständnissicherung und Kompetenzen für achtsame Kommunikation. Kommunikation bestimmt unseren Alltag. Im schulischen Umfeld, in der Freizeit oder in der Familie begegnen Jugendliche regelmäßig Situationen, in denen Gespräche gelingen oder scheitern. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Ein Satz kann ganz unterschiedlich verstanden werden, abhängig vom Tonfall, Kontext, persönlichen Erfahrungen und individuellem Hörvermögen. Diese Unterrichtseinheit vermittelt, wie Kommunikation funktioniert und wie Missverständnisse vermieden werden. Auf Arbeitsblatt 1 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Sender-Empfänger-Modell auseinander. Dieses Modell erklärt die grundlegende Struktur von Kommunikationsprozessen und macht deutlich, dass Botschaften auf dem Weg zwischen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern unterschiedlich aufgefasst oder gestört werden können. Mithilfe von Arbeitsblatt 2 lernen die Schülerinnen und Schüler das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun kennen. Es verdeutlicht, dass jede Aussage mehrere Botschaften enthält, die auf verschiedenen Ebenen wirken. Mithilfe eines realitätsnahen Dialogs analysieren die Lernenden, wie es zu Missverständnissen kommt, obwohl beide Seiten sich als klar verständlich wahrnehmen. Dabei üben sie, Aussagen auf der Sachebene, der Beziehungsebene, der Selbstoffenbarung und der Appellebene zu deuten und kritisch zu reflektieren. Auf Arbeitsblatt 3 wenden die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse auf eigene Erfahrungen an. Sie analysieren, wie sich eine Hörschwäche auf die Kommunikation auswirken kann und reflektieren, wie Kommunikation barrierefrei gestaltet werden kann, insbesondere im Hinblick auf Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Diese Unterrichtseinheit knüpft bewusst an die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler an und thematisiert Kommunikationsprozesse als zentrales Element sozialer Interaktion. Ausgangspunkt ist die alltägliche Erfahrung, dass Gespräche oft anders verstanden werden als beabsichtigt. Die Lernenden entwickeln ein Verständnis für grundlegende Modelle der Kommunikationspsychologie und übertragen diese auf konkrete Gesprächssituationen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Inhalt und Wirkung sprachlicher Äußerungen. Dabei wird der Einfluss von Körpersprache, Mimik, Gestik und Tonfall ebenso thematisiert wie sprachliche Gestaltungsmittel. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr eigenes Kommunikationsverhalten, erweitern ihre Ausdrucksfähigkeit und lernen, Gespräche aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Die methodische Anlage der Einheit ist klar strukturiert und auf aktive Beteiligung ausgelegt. Analytische Phasen wechseln sich mit praktischen Übungen ab. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sowohl in Einzelarbeit als auch im Austausch mit Partnerinnen und Partnern oder in Gruppen. Perspektivwechsel und Rollenspiele fördern Empathie und stärken die Teamfähigkeit. Darüber hinaus trägt die Einheit zur Sensibilisierung für inklusive Kommunikation bei. Die Lernenden erkennen, dass erfolgreiche Verständigung nicht selbstverständlich ist und lernen, auf unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Die Einheit eignet sich insbesondere für den Deutschunterricht in der Sekundarstufe II, lässt sich aber auch sinnvoll in fachübergreifenden Kontexten mit sozialem oder medienpädagogischem Schwerpunkt einsetzen. Sie fördert zentrale Kompetenzen im Bereich Sprache, Reflexion und soziales Miteinander. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kommunikationsprozesse mithilfe des Sender-Empfänger-Modells. erkennen Ursachen für Missverständnisse und reflektieren deren Auswirkungen. wenden das Vier-Ohren-Modell gezielt auf konkrete Gesprächssituationen an. beurteilen die Wirkung unterschiedlicher Kommunikationsformen im Alltag. entwickeln Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Gesprächskultur. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen digitale Medien zur Präsentation und Dokumentation von Kommunikationsergebnissen ein. reflektieren die Rolle digitaler Kommunikationskanäle (z. B. Chat, Sprachnachricht) für gelingende Verständigung. analysieren medienvermittelte Sprache und ihre Wirkung. erkennen Chancen und Grenzen digitaler Kommunikation im schulischen und privaten Kontext. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Fähigkeit zum Perspektivwechsel, insbesondere im Umgang mit Missverständnissen. entwickeln mehr Empathie für Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner mit Hörbeeinträchtigungen. fördern ihre Selbstreflexion im Hinblick auf eigenes Sprachverhalten. arbeiten kooperativ in Gruppen, begründen Entscheidungen und präsentieren Ergebnisse gemeinsam. erweitern ihr Verständnis für inklusive Kommunikation und die Vielfalt individueller Wahrnehmung.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe II
Titelbild: Unterrichtsreihe Raum – Zwischen Architektur und Kunst

Unterrichtsreihe Raum – Zwischen Architektur und Kunst

Unterrichtseinheit
19,99 €

Erkunden Sie mit Ihren Schülerinnen und Schüler die faszinierende Schnittstelle zwischen Architektur und Kunst. Diese Unterrichtsreihe fördert kreative Raumwahrnehmung und vermittelt zentrale Gestaltungsprinzipien. Die Unterrichtsreihe „Raum – Zwischen Architektur und Kunst“ eröffnet Lernenden der Sekundarstufe II einen spannenden Zugang zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Raum und Architektur. Im Zentrum steht die Frage, wie Raum als künstlerisches Ausdrucksmittel gestaltet, erlebt und reflektiert werden kann. Anhand bedeutender Positionen aus Kunstgeschichte, Architekturtheorie und zeitgenössischer Raumkunst analysieren die Schüler zentrale Prinzipien wie Maßstab, Perspektive, Lichtführung, Materialität und Funktion. Gestalterische Aufgaben fordern zur kreativen Auseinandersetzung auf – beispielsweise durch Modellbau, Collage, digitale Raumkonzepte oder performative Rauminszenierungen. Besonderes Augenmerk gilt der Wechselwirkung zwischen gebautem Raum und individueller oder kollektiver Wahrnehmung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren, wie Raum auf Menschen wirkt und wie dieser gezielt gestaltet werden kann, um bestimmte Wirkungen zu erzielen – etwa Offenheit, Enge, Bewegung oder Struktur. Die 52-seitige Unterrichtsreihe ist kompetenzorientiert aufgebaut, berücksichtigt methodische Vielfalt (Analyse, Diskussion, kreative Umsetzung) und lässt sich sowohl interdisziplinär als auch im Rahmen fächerübergreifender Projekte einsetzen. Auch außerschulisches Lernen – etwa durch Museums- oder Architekturbesuche – kann eingebunden werden.

  • Kunst / Kultur
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II
Titelbild: John Heartfield und William Kentridge- Unterrichtsreihe

John Heartfield und William Kentridge- Unterrichtsreihe

Unterrichtseinheit
19,99 €

Die Unterrichtsreihe zu John Heartfield und William Kentridge ermöglicht eine vertiefende Auseinandersetzung mit politischer Kunst. Mit Stationenlernen, Texten, didaktischer Aufbereitung und Aufgaben für Schülerinnen und Schüler unterstützt das Material einen reflektierten, handlungsorientierten Kunstunterricht. Die 37-seitige Unterrichtsreihe „John Heartfield und William Kentridge“ eignet sich besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe II im Fach Kunst. Sie bietet Lehrkräften eine umfangreiche, methodisch vielseitige Grundlage zur Behandlung zweier bedeutender Künstler, die sich mit politischen, gesellschaftlichen und historischen Themen auseinandersetzen. Das Material umfasst acht thematisch strukturierte Texte zu Leben, Werk und Wirkung der beiden Künstler sowie ein vollständiges Stationenlernen mit vielfältigen Aufgabenformaten. Diese fördern sowohl die analytische als auch die kreative Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den gestalterischen Mitteln und Botschaften politischer Kunst. Ergänzt wird die Reihe durch didaktische Hinweise zur Umsetzung im Unterricht, Multiple-Choice-Fragen zur Lernstandsüberprüfung sowie kompakte Zusammenfassungen für Schülerinnen und Schüler zur Ergebnissicherung. Die Materialien eignen sich sowohl für den Präsenzunterricht als auch für hybride oder digitale Lernszenarien. Die Unterrichtsreihe ist darauf ausgerichtet, Lernende zu eigenständigem Denken, kritischer Bildanalyse und gestalterischer Reflexion anzuregen. Sie unterstützt Lehrpersonen bei der Vermittlung zeitgenössischer Bildkompetenz und kunsttheoretischer Inhalte auf anschauliche und praxisnahe Weise.

  • Kunst / Kultur
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Verkehrserziehung: Risikoverhalten Jugendlicher

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Risikoverhalten im Straßenverkehr" setzen sich die Jugendlichen mit eigenen Handlungsmustern und dem Einfluss von Peergroups auf riskantes Verhalten im Straßenverkehr auseinander. Sie diskutieren Dilemma-Situationen in Form von Rollenspielen und lösen ein Wissensquiz zum Thema mit dem Ziel eines bewussten, verkehrssicheren Umgangs mit entsprechenden Situationen im Straßenverkehr. Junge Menschen weiten ihre Aktionsräume Schritt für Schritt aus. Zunächst zu Fuß und per Rad, später oft mit motorisierten Zweirädern und dann mit dem Pkw bewegen sie sich in immer größeren Verkehrsräumen. Sie werden selbstständiger, testen sich aus und schlagen bisweilen auch über die Stränge. Unterschiedliche psychologische Studien zum Risikoverhalten Jugendlicher, wie beispielsweise des Max-Plack-Instituts, bestätigen, dass Jugendliche ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko aufweisen: Als Fahranfänger neigen sie dazu, ihre Fertigkeiten zu überschätzen, während sie gleichzeitig die Gefahren des Straßenverkehrs unterschätzen. Zusammen mit einer alterstypischen Risikobereitschaft sowie der Vorstellung von "Freiheit und Abenteuer" und "Mir passiert schon nichts!" ist dies ein Gefüge, das immer wieder zu Unfällen führt. Die häufigste Ursache von Verkehrsunfällen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen bei der Führung von Krafträdern oder Pkw, aber auch gefährliche Überholmanöver. Diese Unterrichtseinheit will einen Beitrag dazu leisten, Jugendliche für riskantes Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Mithilfe eines Videos zum Thema "Risiko im Straßenverkehr" reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Handlungsmuster und die Handlungsmuster von anderen. Sie werden anhand von Rollenspielen, der Beschäftigung mit Risikogruppen und mithilfe eines Quiz motiviert, in ihrem Freundeskreis für ein regelkonformes Verhalten zu werben, das stärker auf Sicherheit ausgerichtet ist, und an dem sie sich selbst orientieren können. Das Thema "Risikoverhalten Jugendlicher im Straßenverkehr" im Unterricht In dieser Unterrichtseinheit stellen sich die Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 17 Jahren ihrer eigenen Risikobereitschaft und ihren Einstellungen zu Gefahren, indem sie in Rollenspielen unterschiedliche Handlungsmuster und Entscheidungen erproben. Sie setzen sich zudem auch mit der Rolle von Peergroups auseinander, die bisweilen riskantes Verhalten als besonders mutig oder cool betrachten und somit solche Verhaltensweisen fatalerweise fördern, wenn nicht sogar einfordern, um akzeptiert zu werden. Die Unterrichtseinheit nimmt zwei Studien der Bundesanstalt für Straßenwesen als Grundlage ( "JUFA"-Studie und "RISCOM"-Studie ), die das Gefahrenbewusstsein von Jugendlichen hinsichtlich unterschiedlicher Lebensstilgruppen untersuchen und unterschiedliche Risikogruppen definieren (Action-Typ, kicksuchender Typ, Fashion-Typ, häuslicher Typ und kritischer Typ). Jugendliche können sich in diesen Musterpersönlichkeiten teilweise wiedererkennen und ihre eigenen Handlungsmuster vergleichen und diskutieren. Mithilfe von Dilemma-Situationen in den Rollenspielen improvisieren die Jugendlichen ihre eigenen Entscheidungen: Darf ich schneller fahren, als ich mir zutraue, um einmalig einen Freund oder eine Freundin rechtzeitig zum Vorstellungsgespräch zu fahren? Wie verhalte ich mich, wenn ich in einer Fahrgemeinschaft mit riskanten Manövern einiger Gruppenmitglieder nicht einverstanden bin, ohne ausgeschlossen zu werden? In anschließenden Diskussionen erfolgt dann eine bewusste Selbstevaluation und Wertereflexion. Damit sich im Unterricht lebhafte Diskussionen über konkrete riskante Situationen im Straßenverkehr entwickeln können, wird ein Wissenserwerb zur Thematik in Quizform angeboten. Kleingruppen treten gegeneinander an und erschließen die zutreffenden Antworten. Die Lernenden können dabei im Verlauf des Unterrichtsgeschehens selbst wahrnehmen, inwiefern sich die Einstellungen der Schüler zur Risikobereitschaft durch das Wissen über Unfallstatistiken, Gefahrensituationen oder soziale Konstellationen in Peergroups ändert. In gemeinsamen Gesprächen entwickeln sie einen Wertekonsens mit Verhaltensregeln und trainieren, sich selbstbestimmt einem Gruppendruck zu behaupten. Die Unterrichtsphasen Die Unterrichteinheit besteht aus vier Elementen: Video (Einstieg, Sensibilisierung, erste Wissensgrundlage) Risikotypen (Diskussion/Selbstreflexion) Quiz (Wissensvermittlung) Rollenspiel (Diskussion, Wertereflexion) Detailierte Beschreibung der Unterrichtsphasen Lesen Sie hier eine detailierte Beschreibung der vier Unterrichtsphasen mit Hinweisen zur Umsetzung für Ihren Unterricht. Beispiele für Lehrplananbindung Diese Übersicht zeigt fächerübergreifende Beispiele für eine Lehrplananbindung in den Sekundarstufen I und II. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand sozialwissenschaftlicher Studien den Zusammenhang zwischen Peergroup, Lebensstil und Risikoverhalten. lernen anhand von verkehrsunfallstatistischen Daten das Unfallrisiko aufgrund von riskantem Verhalten kennen und erfahren, wie man solche Gefahrensituationen vermeidet. Medien- und Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Unterrichtsmethode des Rollenspiels, um ihre Lebenswirklichkeit und typische Alltagssituationen, Probleme und Konflikte rund um riskantes Verhalten im Straßenverkehr nachzuvollziehen, um Einstellungen und Verhaltensweisen zu verdeutlichen und Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen gemeinsam zu erarbeiten. nutzen audiovisuelle Medien als Informationsquelle. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler überlegen, welche Rolle Gruppenzwang sowie die Werte und Normen der Peer-Group für die Bereitschaft spielen, sich bewusst Risikosituationen auszusetzen und erörtern Strategien, wie sie verantwortungsvolles und regelkonformes Handeln als akzeptierte Grundhaltung im Freundeskreis stärken können. diskutieren über Lösungen und Entscheidungen, um Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden, in denen sie selbst gefährdet sind und andere gefährden könnten. unterstützen sich gegenseitig, um Quizaufgaben zu lösen, indem sie über die richtige Lösung diskutieren und ihre Fähigkeiten sowie ihr Allgemeinwissen für ihr Team einsetzen. Den Einstieg in die Unterrichtssequenz bildet der Film "Das Gesetz der Straße 4: Das Risiko auf der Straße". Das Video dient als Anstoß, im Unterricht selbst erlebte Gefahrensituationen im Straßenverkehr oder das eigene Risikoverhalten zu diskutieren. Zudem kann das Video als Informationsquelle für das Quiz herangezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein Arbeitsblatt ausgehändigt, das Risikotypen mit Vorlieben und Verhaltensmustern (Musik, Hobbies, Werte, Gefahrenbewusstsein) vorstellt. Sie lesen die typisierten Darstellungen von Jugendlichen und entscheiden, mit welcher Lebensstilgruppe sie sich selbst am ehesten identifizieren können. Sie vergleichen anschließend ihre Einschätzungen mit den Ergebnissen der JUFA-Studie, die aus Umfrageergebnissen diese Kategorisierung entworfen hat. Hierbei können die Schülerinnen und Schüler erschließen, welche Einstellungen, wie das Ablehnen von Normen oder eine starke Vorliebe für Autos und Autothemen, statistisch gesehen mit einer höheren Unfallrate korrelieren. Hierbei sollte eine Diskussion über Lebensstile, Identitäten, Peergroups, Risikobereitschaft und den eigenen Handlungsmustern entstehen. Vermittlung von Fachkompetenzen mittels eines Quiz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen in einer Wettbewerbssituation Auswahl-Antworten zu den Quizfragen. Die Antworten können zum Teil aus dem Video oder aus den Informationen über die Risikotypen erschlossen werden (Einstieg I und II). Weitere Fragen greifen typische Gefahrensituationen im Straßenverkehr auf und helfen somit den Jugendlichen, sich auf solche Konstellationen einzustellen. Die Gruppen sollten dabei so ausgewählt werden, dass solche mit eher gutem Allgemeinwissen und schwächere Schülerinnen und Schüler gemischt werden, damit Chancengleichheit gewährt ist und gleichzeitig eine Binnendifferenzierung erzielt wird. Zum Abschluss dieser Unterrichtssequenz gibt es eine Feedbackrunde mit Erläuterungen der richtigen Lösungen. Den Lehrkräften steht eine Lehrerversion des Quiz mit den Lösungen und mit Links zu weiterem Hintergrundwissen zur Verfügung. Lerninhalte, die mittels des Quiz vermittelt werden (Fachkompetenz): Basis-Fragen 1. Riskant fahren - und die Einstellungen dazu im Freundeskreis 2. Gründe für das Risikoverhalten von Jugendlichen 3. Das Überholspiel 4. Gründe für die Unfallbeteiligung von jungen Fahrern 5. Riskant oder nicht riskant? 6. Angepasste Geschwindigkeit 7. Müdigkeit im Straßenverkehr 8. Abstand halten Weiterführende Fragen 9. Wie lang ist der Anhalteweg? 10. Den Anhalteweg nach einer Formel berechnen 11. Unfallstatistik 12. Unterwegs in der Stadt Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Quiz als Unterrichtsphase zum Wissenserwerb durchlaufen haben, erproben sie ihre eigenen Handlungsmuster in Rollenspielen. Es werden zwei Situationen vorgegeben, um Handlungsoptionen oder Dilemma-Situationen weiterzuführen und in unterschiedlichen Varianten durchzuspielen: 1. "Das Vorstellungsgespräch" und 2. "Auf dem Weg zur Schule". Varianten bei der Umsetzung: Klassisches Rollenspiel: Die Jugendlichen spielen intuitiv die vorgegebene Situation nach und geben ihr spontan eine neue Wendung. Sie verhalten sich dabei so, wie sie selbst handeln würden. Diese Variante eignet sich für spielfreudige Lerngruppen, in denen Schülerinnen und Schüler wenig scheu sind, in eine Rolle zu schlüpfen und vor dem Plenum ein kurzes "Improvisationstheater" vorzustellen. Dilemma-Diskussion: Die Jugendlichen stellen die Konfliktsituation vor, in dem sie ihre Rollenkarten im Plenum vorlesen. Sie sammeln Vorschläge aus der Lerngruppe und bauen daraus einen Dialog auf und/oder diskutieren im Plenum Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Handlungsalternativen. Die Rollenspiele enden mit einer Feedback-Runde, in der die Jugendlichen alternative Verhaltensmuster diskutieren, konstruktive Lösungswege für schwierige Entscheidungen suchen oder Möglichkeiten finden, in sozialen Konfliktsituationen zu schlichten. Beispiele für Lehrplananbindung Baden-Württemberg Realschule Sek I Klasse 8 Erdkunde, Wirtschafts- und Gemeinschafts-kunde Leben in einem Rechtsstaat: Straßenverkehrsrecht Baden-Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 5/6 Sport Fahren, Rollen, Gleiten und die verantwortungsbewusste Teilnahme am Straßenverkehr Baden-Württemberg Gymnasium Sek I Klasse 7/8 Physik Aus Kenntnissen der Mechanik Regeln für sicheres Verhalten im Straßenverkehr ableiten, zum Beispiel Reaktionszeit Bayern Realschule Sek I Klasse 7 Evangelische Religion Mit Konflikten konstruktiv umgehen, zum Beispiel anhand von aktuellen Auseinandersetzungen; Rollenspiele auch anhand von Beispielen aus dem Straßenverkehr Bayern Gymnasium Sek I Klasse 5/6 Ethik Einsichten in Bedingungen der Selbstbestimmung wie Wahl von Freundschaften; Zusammenhang zwischen freier Entscheidung und Verantwortung; Entscheidungsfindung in verschiedenen Handlungsbereichen wie Anwendung von Regeln im Straßenverkehr; Einsicht in Grenzen der persönlichen Freiheit und Bereitschaft zur Selbstbegrenzung Bayern Gymnasium Sek I Klasse 8 Sozialkunde Der Einzelne als Teil der Gemeinschaft; Jugendliche Lebenswelten; Konflikte und Konfliktregelung Bayern Gymnasium Sek II Klasse 11/12 Psychologie Verkehrspsychologie: menschliches Erleben/Verhalten und technische Verkehrssysteme/Verkehrsumfelder, Fahreignungsdiagnostik Nordrhein-Westfalen Realschule Gesamtschule Sek I Klasse 5-10 Physik Die Angemessenheit des eigenen Verhaltens im Straßenverkehr reflektieren und beurteilen, u.a. Sicherheitsabstände oder Einhalten von Geschwindigkeitsvorschriften Nordrhein-Westfalen Gymnasium Sek I Klasse 5 Biologie Sicher im Straßenverkehr - Sinnesorgane helfen Saarland Berufsschule Berufsgrund-bildungsjahr Sozialkunde Ich in der Peer-Group: Konflikte in der Gruppe/Gruppendruck; Meine Rolle in der Gesellschaft; Engagement und Zivilcourage Sachsen Mittelschule Sek I Klasse 10 Ethik Anwenden der Begriffe Freiheit, Verantwortung und Gewissen auf ethische Entscheidungssituationen, z.B. bei Verkehrsregeln Sachsen Gymnasium Sek I Klasse 9 Physik Verknüpfen quantitativer kinematischer und dynamischer Betrachtungen und Schlussfolgerungen für das Verhalten im Straßenverkehr; Gefahren bei Bremsvorgängen Sachsen Gymnasium Sek II Klasse 11 Physik Sicherheit im Straßenverkehr: Reaktionszeit; Werteorientierung; Einblick gewinnen in Probleme des Straßenverkehrs sowie in die Hauptursachen für Unfälle; Anwenden der Gesetze der Kinematik und Dynamik auf Vorgänge im Straßenverkehr; Verantwortungsbereitschaft z.B. bei Überholvorgängen, Einholvorgängen und Bremsvorgängen

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I, Berufliche Bildung

Wirtschaftliches Denken und Handeln fördern

Fachartikel

Der Fachartikel zeigt, wie das Kraftfahrzeug-Handwerk als anschauliches Beispiel genutzt werden kann, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln. Er erläutert Bezüge zu lehrplanrelevanten Themen aus Politik und Wirtschaft der Sekundarstufe I und II und liefert konkrete Beispiele aus den Bereichen Kosten, Gewinn, Produktion, Fachkräftegewinnung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die Lehrkräfte im Unterricht aufgreifen können. Wirtschaftliche Herausforderungen: Gewinne, Kosten, Leistung Die Automobilbranche ist vielleicht in der schwersten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik. Diese Herausforderung legt schonungslos offen, dass auch das Kfz-Handwerk marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage unterliegt. Jedes Unternehmen, so auch handwerkliche Betriebe, muss Gewinne erzielen, um bestehen zu können. Gewinne wiederum sind abhängig von den Einnahmen des Unternehmens einerseits, den Kosten andererseits. Betriebe müssen zudem fähig sein, ihre Leistungen überhaupt zu erbringen, was wiederum von Personal, Arbeitsmitteln, Rohstoffen und vielen anderen Faktoren wie beispielsweise gesetzlichen Auflagen abhängig ist. Kfz-Betriebe können daher auf Dauer nur bestehen, wenn ihre Einnahmen größer als die Ausgaben für Arbeitskräfte, Fahrzeuge, Werkstattausrüstung, Werkzeuge, Materialverbrauch, Werbung, Lizenzen und Kredite sind und noch ein finanzieller Spielraum für neue Investitionen, Rücklagen für Krisenzeiten und den Gewinn dem Unternehmen verbleibt.

  • Wirtschaft
Titelbild: Rebecca Horn: Kunst im Dialog von Körper und Technik

Rebecca Horn: Kunst im Dialog von Körper und Technik

Unterrichtseinheit
19,99 €

Das Unterrichtsmaterial zu Rebecca Horn ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit der Verbindung von Körper, Technik und Raum. Mit Texten, Stationenlernen, didaktischen Hinweisen und Aufgaben fördert es Analysefähigkeit und kreatives Denken im Kunstunterricht der Sekundarstufe II. Das 41-seitige Unterrichtsmaterial „Rebecca Horn: Kunst im Dialog von Körper und Technik“ bietet Lehrkräften im Fach Kunst eine fundierte Grundlage zur Vermittlung einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen im Oberstufenunterricht. Im Zentrum steht Rebecca Horns intermediales Werk, das Körper, Bewegung, Mechanik und Raum zu einem poetischen wie technologischen Gesamtausdruck vereint. Die acht thematisch aufbereiteten Texte stellen zentrale Werke, biografische Hintergründe sowie kunst- und medientheoretische Bezüge vor. Das ergänzende Stationenlernen eröffnet Lernenden eigenständige Zugänge zu Horns performativen Objekten, installativen Arbeiten und filmischen Inszenierungen. Didaktische Hinweise, methodische Tipps sowie Multiple-Choice-Fragen zur Lernstandsüberprüfung erleichtern die Planung und Umsetzung im Unterricht. Zusammenfassungen bieten Schülerinnen und Schülern eine prägnante Ergebnissicherung für die Weiterarbeit oder Prüfungsvorbereitung. Das Material unterstützt Lehrpersonen bei der Gestaltung eines kompetenzorientierten, differenzierten und medienreflexiven Kunstunterrichts. Es fördert ästhetische Urteilskompetenz und regt zur kreativen Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen von Mensch, Technik und künstlerischem Ausdruck an – sowohl im Kontext der Gegenwartskunst als auch im interdisziplinären Lernumfeld.

  • Kunst / Kultur
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe II

Wann "zündet" die Idee der Kernfusionstechnologie?

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler lernen den Unterschied zwischen der in der Sonne ablaufenden und der technisch kontrollierten Kernfusion sowie die damit verbundenen verschiedenen Reaktortypen kennen. Vorgänge auf der Teilchenebene werden anhand einer Flash-Animation des Max-Planck Instituts für Plasmaphysik visualisiert. Auf der Grundlage der im Physikunterricht erworbenen Kenntnisse über Atomkerne sollen sich die Schülerinnen und Schüler ein Bild von der Kernfusion machen. Sie lernen die Chancen und Risiken dieser Technologie kennen und erfahren, welche Hindernisse Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überwinden müssen, damit die verlockende Vision der Kernfusion Realität und zum "global player" im Energie-Mix der Zukunft wird. Das Thema knüpft unmittelbar an die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler an (Ölpreissteigerungen, Störfälle in Atomkraftwerken). Die Unterrichtseinheit bietet einen ersten Einblick in eine vielversprechende und innovative Methode der Energieerzeugung und verdeutlicht die Bedeutung und Notwendigkeit der Grundlagenforschung. Die Materialien der Unterrichtseinheit werden durch einen ITER - der Weg zu neuer, sauberer Energie ergänzt. Er informiert über die experimentelle Fusionsforschungsanlage der großen Industrienationen. Bis zum Jahr 2020 soll ITER im südfranzösischen Cadarache seinen Dienst aufnehmen. Die Materialien der Unterrichtseinheit sind ein Angebot der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. Auf der Webseite max-wissen.de finden Sie weitere Materialien für den Unterricht und Hintergrundinformationen zu aktuellen Forschungsthemen aus Physik, Chemie, Biologie und Erdkunde. An allen max-wissen-Beiträgen sind Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft beteiligt: Aktualität und fachliche Richtigkeit sind somit gewährleistet. Ein weiteres Angebot der Gesellschaft ist das Fragen-Portal : Lernende und Lehrpersonen können hier Fragen an Forscherinnen und Forscher stellen. Unterrichtsverlauf und Materialien Fachliche Voraussetzungen, Einbettung des Themas in den Unterricht und der Verlauf der Doppelstunde werden hier skizziert. ITER - der Weg zu neuer, sauberer Energie Für die Fortführung des Themas im Unterricht finden Sie hier weitere Informationen, Grafiken und Links zur internationalen Fusionsforschungsanlage. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Vorgänge bei der Fusionsreaktion von Deuterium und Tritium sowie das Ergebnis beschreiben können. das Funktionsprinzip des Magnetfeldkäfigs zum Einschließen des heißen Plasmas am Beispiel der beiden grundlegenden Reaktortypen Stellarator und Tokamak kennenlernen und erklären können. die Gefahren bei der Nutzung der Kernfusion erarbeiten und im Vergleich mit anderen Formen der Energieerzeugung bewerten. die Kernfusion als potenzielle, nahezu unerschöpfliche Energiequelle der Zukunft erkennen. Thema Wann "zündet" die Idee der Kernfusionstechnologie? Autorinnen und Autor Roland Wengenmayr, Dieter Lohmann, Sabina Griffith Fach Physik Zielgruppe Sekundarstufe II, nach didaktischer Reduktion auch Klasse 9 und 10 Zeitraum 2 Stunden Technische Voraussetzungen Rechner mit Internetanschluss in ausreichender Anzahl (Arbeit in Kleingruppen), Adobe Animation Planung Tabellarischer Verlaufsplan Fachliche Voraussetzungen Bevor die Unterrichtseinheit durchgeführt werden kann, müssen die Schülerinnen und Schüler bereits grundlegende Kenntnisse über den Aufbau von Atomkernen erworben und die Sonne als Ort für natürlich ablaufende Kernfusionsreaktionen kennengelernt haben. Auch die dort dominierende "Proton-Proton-Reaktion 1" sollte bereits bekannt sein. Für einen schnellen Wissenszugewinn wäre es zudem hilfreich, wenn die Lernenden Vorwissen über andere Formen der Energiegewinnung - erneuerbare Energien, Kernkraft oder fossile Brennstoffe - besitzen. Einsatz (nicht nur) in der Oberstufe Die Unterrichtseinheit ist in erster Linie für den Physik- und Technikunterricht der Sekundarstufe II an Gymnasien und Gesamtschulen konzipiert. Nach einer Anpassung der Arbeitsblätter (Erklärung von Fachbegriffen, geringerer Schwierigkeitsgrad der Arbeitsaufträge) ist auch eine Nutzung in den Jahrgangsstufen 9 und 10 an Gymnasien, Realschulen oder Gesamtschulen möglich. Anbindung an Lehrpläne In (fast) allen Bundesländern bieten die Lehrpläne und Richtlinien Einsatzmöglichkeiten für die hier vorgestellte Unterrichtseinheit. Ausführliche Informationen dazu und Vorschläge für einen fächerübergreifenden Unterricht zum Thema Kernfusion finden Sie auf der Webseite max-wissen.de (siehe "Links zum Thema"). Natürliche und technisch kontrollierte Kernfusion Um das bereits erworbene Grundlagenwissen aufzufrischen und zu festigen, beginnt die Doppelstunde mit einer Sicherungsphase, in der die Schülerinnen und Schüler das Prinzip der Kernfusion in der Sonne ausführlich beschreiben und erklären. Danach zeigt die Lehrperson das Bild eines geplanten Fusionsreaktors. Die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst selbstständig einen Zusammenhang zwischen den Motiven herstellen und die "künstliche", also technisch kontrollierte, Kernfusion als Thema der Doppelstunde benennen. Unterrichtsimpulse per Beamer oder Tageslichtprojektor Schon hier wird von den Lernenden erwartet, einfache Hypothesen zur Funktionsweise von "künstlichen" Reaktoren auf der Basis ihres Vorwissens aufzustellen. Diese Vorschläge sollen dann in der Diskussion mit anderen Lernenden gegebenenfalls präzisiert, korrigiert oder widerrufen werden. Je nach Leistungsstand des Kurses kann die Lehrerin oder der Lehrer in dieser Phase zusätzliche Unterrichtsimpulse (Folien mit Grafiken oder Bildern, Texte) bereithalten, damit ein schneller und motivierender Lernforschritt gelingt. Um die Erarbeitungsphase effektiv zu gestalten und Schülerinnen und Schüler zu motivieren, werden alt bewährte Medien (Arbeitsblätter mit Texten und Abbildungen) mit digitalen Medien kombiniert. Eine Flash-Animation vom Max-Planck Institut für Plasmaphysik verbildlicht abstrakte Inhalte wie die Deuterium-Tritium-Kernfusionsreaktion und liefert zusätzliche Informationen. Schülerinnen und Schüler können dabei auch die Zündungsbedingungen für die Fusionsreaktion experimentell erkunden. Zeiteinteilung Der Zeitbedarf der Unterrichtseinheit beträgt 90 Minuten. Bietet der Stundenplan nur kürzere Einheiten, kann der Unterricht nach der ersten Erarbeitungsphase, dem Zusammentragen der Resultate, der Ergebnissicherung sowie der zweiten Problemfindungsphase beendet werden (siehe Verlaufsplan). Das Arbeitsblatt 2 und die dazugehörigen Begleitinformationen ("Ein Käfig für das heiße Plasma") können dann im Rahmen der Hausaufgabe zum Einsatz kommen. Thema der folgenden Unterrichtsstunde wäre dann "Kernfusion und Radioaktivität" (Arbeitsblatt 3). Die Fusionsforschungsanlage ITER Nach der Doppelstunde kann das vollständige Schema eines zukünftigen Fusionskraftwerks erarbeitet werden (siehe MAX-Heft "Die Sonne im Tank"). Eine ausführliche Auseinandersetzung mit der in Planung befindlichen internationalen Fusionsforschungsanlage ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) kann das Wissen der Schülerinnen und Schüler weiter ausbauen. Bis zum Jahr 2020 soll ITER im südfranzösischen Cadarache seinen Dienst aufnehmen. Wenn alles klappt, könnten in der Mitte des 21. Jahrhunderts erste kommerzielle Fusionsanlagen mit der Produktion von Strom und Wärme beginnen. Besuch eines außerschulischen Lernorts Wenn möglich, sollte die Unterrichtsreihe durch den Besuch einer Forschungseinrichtung abgerundet werden. Als Exkursionsorte kommen folgende Ziele in Frage: Garching: ASDEX Upgrade Der Tokamak ging 1991 in Betrieb. Die Anlage untersucht Kernfragen der Fusionsforschung unter kraftwerksähnlichen Bedingungen. Greifswald: Wendelstein 7-X Der Stellarator, der gegenwärtig im IPP-Teilinstitut entsteht, wird ein optimiertes Magnetfeld testen, das die Probleme früherer Stellarator-Konzepte überwinden soll. Karlsruhe:Tritiumlabor, Institut für Technische Physik (ITEP) Der Arbeitsschwerpunkt des Labors liegt auf der Fusionsforschung für ITER und dem Karlsruher Tritium Neutrino Experiment (KATRIN). Energieversorgung der Zukunft Der globale Energieverbrauch wird sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts verdreifachen, schätzen die Experten. Gleichzeitig schwinden unsere Vorräte an fossilen Brennstoffen und die ökologischen Folgen ihrer Nutzung belasten die Umwelt gravierend. Damit drängen sich zwei Fragen auf: Wie werden wir in Zukunft die Energieversorgung der Menschen gewährleisten? Und wie können wir dies tun, ohne dabei klimaschädliche Treibhausgase freizusetzen? Nationales Handeln ist unzureichend "Angsichts der Dimension dieser Herausforderung ist nationales Handeln allein völlig unzureichend", sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, im September 2007 in seiner Rede zur Klimapolitik. "Keine Nation kann diese Aufgabe alleine meistern. Keine Region kann sich von den Folgen des Klimawandels abkapseln." Mit der Unterzeichnung des ITER-Vertrages haben sich die großen Industrienationen, darunter China, Europa, Indien, Japan, Korea, Russland und die USA, zusammengeschlossen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. ITER (lateinisch "der Weg") soll demonstrieren, dass sich durch Kernfusion Energie in großem Maßstab erzeugen lässt. Russische Pionierarbeit ITER basiert auf dem Tokamak-Prinzip, das im Jahr 1952 von den sowjetischen Physikern Andrei Sacharow (1921-1989) und Igor Jewgenjewitsch Tamm (1895-1971) am Kurtschatow-Institut in Moskau entwickelt wurde. In einem Tokamak-Reaktor schließen zwei sich überlagernde Magnetfelder das Plasma ein: erstens ein toroidales Feld, das durch äußere Spulen erzeugt wird, und zweitens das Feld eines im Plasma fließenden Kreisstroms. In dem aus den beiden Feldern kombinierten Magnetfeld laufen die Feldlinien dann schraubenförmig um. Die größte Fusionsmaschine Zusätzlich benötigt der Tokamak noch ein drittes, vertikales Feld, das die Lage des Stroms im Plasmagefäß fixiert und den Plasmarand formt. Abb. 2 und Abb. 3 (zur Vergrößerung der Ausschnitte bitte anklicken) zeigen Schemata des Reaktors. Das heiße Plasma ist in Abb. 2 pinkfarben dargestellt. Aus den Grafiken wird durch die eingezeichneten Menschen die Dimension der Anlage deutlich. Die Bilder können Sie hier in höherer Auflösung herunterladen. Viele weitere Grafiken, Fotos und Informationen finden Sie auf der englischsprachigen ITER-Homepage . ITER ist eine experimentelle Anlage Viele Fusionsreaktoren sind seit den ersten Pioniertagen gebaut worden und haben bewiesen, dass die Kernfusion - die Reaktion, die Sonne und Sterne erstrahlen lässt - auch auf der Erde möglich ist. ITER, die bis heute größte jemals gebaute Fusionsmaschine, soll nun beweisen, dass Kernfusion eine Alternative zur Lösung des weltweiten Energie- wie des Umweltproblems ist. Auch wenn ITER selber noch keinen Strom produzieren wird, so werden doch im Rahmen dieses Projekts die Technologie und die Materialien auf ihre Serienreife hin getestet, sodass der nächste Schritt hin zu einem kommerziellen Fusionskraftwerk nicht mehr weit ist. Sommer 2010 - Baubeginn in Frankreich Standort von ITER ist Cadarache in Südfrankreich. Im Sommer 2010 beginnen der Bau der ersten Gebäude und die Aushebung des Tokamak-Fundaments. Währenddessen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit mit weiteren Vorarbeiten beschäftigt. So wird zum Beispiel in Karlsruhe an Prototypen für die Vakuumpumpen gearbeitet, während in Hefei (China) die riesigen toroidalen Magnetfeldspulen für ITER gebogen werden (Abb. 4, zur Vergrößerung bitte anklicken).

  • Physik / Astronomie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Sprechen und Schreiben üben durch Impulse im Deutsch-Unterricht

Kopiervorlage
5,99 €

Die Kompetenzen Sprechen und Schreiben üben die Lernenden mit diesen Impulskarten für den Unterricht in Deutsch, DaF oder DaZ. Die ansprechend gestalteten Schreib- und Sprechanlässe sind jederzeit spontan einsetzbar und helfen dabei, die Kommunikation im Klassenraum zu fördern, den deutschen Wortschatz zu trainieren sowie im Fremdsprachenunterricht ausgewählte Grammatik im Kontext zu wiederholen. Im muttersprachlichen Deutschunterricht der Sekundarstufen I und II geht es neben der Reflexion von Texten und Medien, dem Literaturunterricht und der Sprachreflexion auch darum, die Fähigkeiten adressaten- und situationsangemessener sprachlicher Kommunikation weiter auszubauen. Diese 60 Impulskarten für den mündlichen oder schriftlichen Austausch im Unterricht stellen daher bewusst einmal das Inhaltsfeld Kommunikation in den Vordergrund. Alltägliche Themen und Fragen regen die Lernenden zum Small Talk in der Klasse mit einer Partnerin oder einem Partner an. Dabei üben die Lernenden Argumentieren, Sachverhalte sprachlich angemessen darzustellen, aktives Zuhören, Mimik, Gestik, Betonung und Artikulation in eigenen Redebeiträgen funktional einzusetzen sowie eigene Positionen zu fachspezifischen Sachverhalten zu entwickeln und argumentativ zu vertreten. Im kommunikativen Kontext schulen die Lernenden Empathiefähigkeit, indem sie sich auf ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einstimmen sowie auf andere Meinungen eingehen und reagieren. Darüber hinaus werden grammatische Phänomene der deutschen Sprache wie der Konjunktiv I und II durch Redebeiträge im geschützten Raum angewendet und eingeübt. Die Sprech- und Schreibanlässe können in unterschiedlichen Unterrichtssituationen funktional eingesetzt werden. Streuen Sie die Karten gezielt ein, um die gewöhnliche Struktur aufzubrechen, die Atmosphäre in der Klasse aufzulockern und damit ein positives Lernklima zu schaffen. Ausgewählte Fragen können zum (besseren) Kennenlernen genutzt werden sowie zum Austausch über persönliche Ängste und Pläne anregen. Die Schülerinnen und Schüler sprechen dabei zum Beispiel über ihre Hobbys, zitieren die längste Sprachnachricht, die sie je bekommen haben und diskutieren darüber, ob ihre Schule plastikfrei werden oder sich der veganen Ernährung verpflichten sollte. In Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache dienen die kurzen Gespräche unter Gleichaltrigen vor allem dazu, den bereits erarbeiteten deutschen Wortschatz sowie die Grammatik im Kontext anzuwenden, das Vokabular zu erweitern sowie Hemmungen bei der Kommunikation in der Zielsprache abzubauen. Selbstverständlich können Sie mit den zum Teil kontrovers zu diskutierenden Impulsen auch die Schreibkompetenz der Lernenden fördern, indem sie Schülerinnen und Schüler die Fragen schriftlich beantworten und in Einzelarbeit kurze Texte verfassen, in denen sie ihren Standpunkt beispielsweise zum Umweltschutz vertreten und begründen.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Haiti – Katastrophenhilfe aus dem All

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Naturkatastrophen interpretieren die Lernenden Satellitenbilder zu den Folgen des Erdbebens in Haiti im Januar 2010. Dabei wenden sie mithilfe des virtuellen Globus Google Earth Methoden der Fernerkundung zur Beurteilung der Schäden an. Die Materialien sind auf Deutsch und auf Englisch verfügbar und somit auch im englisch-bilingualen Unterricht einsetzbar.Anfang des Jahres 2010 hat sich mit dem Erdbeben in Haiti die verheerendste Naturkatastrophe seit dem Tsunami im Indischen Ozean 2004 ereignet. Eine Vielzahl an ortsfremden Rettungskräften und Hilfsorganisationen waren bei der Bewältigung der Katastrophe im Einsatz. Um Aussagen über die Folgen des Ereignisses machen zu können und den Hilfskräften möglichst aktuelle und präzise Informationen in Form von Karten und Koordinaten geben zu können, bietet sich der Einsatz von Fernerkundungsdaten an. Indem die Schülerinnen und Schüler mit Google Earth Pro die Lage vor Ort analysieren, können sie Schäden kartieren und geeignete Schadenskategorien erstellen. Die Unterrichtseinheit ist im Rahmen des Projekts "Fernerkundung in Schulen" (FIS) am Geographischen Institut der Universität Bonn entstanden. FIS beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Einbindung des vielfältigen Wirtschafts- und Forschungszweiges der Satellitenfernerkundung in den naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufen I und II.Ziel der Unterrichtseinheit "Haiti – Katastrophenhilfe aus dem All" ist es, mithilfe des virtuellen Globus Google Earth eine Kartierung der Erdbebenfolgen in einem kleinen Gebiet der Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince durchzuführen. Dabei sollen Veränderungen, die sich in dem Gebiet zwischen zwei Zeitpunkten ergeben haben, analysiert werden. Dieses Vorgehen simuliert auf kleiner Ebene und mit ähnlichen Werkzeugen die Arbeitsweise von Zivil- und Katastrophenschutzeinrichtungen. Darüber hinaus ist die Gewinnung von Informationen aus Multimedia-Angeboten und aus internetbasierten Geoinformationsdiensten ein wichtiger Aspekt. Technische Hinweise und Unterrichtsverlauf Mithilfe der Anwendung Google Earth Pro führen die Lernenden eine Kartierung der Erdbebenfolgen in einem kleinen Gebiet der Hauptstadt Haitis durch. Die Schülerinnen und Schüler können die Schäden der Erdbeben in Haiti ermitteln und einschätzen. können durch einen visuellen Vergleich Unterschiede zwischen Bildern benennen. nehmen eine Kartierung der Schäden vor. machen eigene gestalterische Vorschläge zur Klassifizierung von Schadenskategorien. beherrschen die Grundfunktionen von Google Earth. Einweisung in Google Earth (Pro) Zunächst machen sich die Schülerinnen und Schüler ein Bild von der geographischen Lage, der Größe und der Umgebung Haitis. Dies können sie, indem sie erste Erfahrungen mit den Grundfunktionen des Programms sammeln. Die wichtigsten Funktionen sind intuitiv verständlich und darüber hinaus im Tutorial anschaulich erklärt. In einem Gruppengespräch setzen sich die Schülerinnen und Schüler in die Lage eines Helferteams hinein und machen sich gemeinsam Gedanken zur Erstellung einer Karte. Die Lehrkraft stellt daraufhin die Aufgabe vor und teilt den Teams jeweils ein Untersuchungsgebiet mit vier Teilgebieten zu. Dabei kann ein Untersuchungsgebiet auch mehrmals vergeben werden. Haben sich die Lernenden orientiert und sich ein Bild über die Schäden im Untersuchungsgebiet gemacht, kann mit der Kartierung der Schäden begonnen werden. Hierzu sollen die vorgegebenen vier Teilgebiete von jeder Gruppe sinnvoll in Kategorien unterschiedlichen Schadensausmaßes eingeteilt werden. Eine sinnvolle Kategorisierung und deren Darstellung soll durch die Schülerinnen und Schüler entwickelt und umgesetzt werden. Besprechung und Ergebnissicherung In der Sicherungsphase sollen Beobachtungen, Vorgehensweisen und Probleme der einzelnen Gruppen vorgestellt und besprochen werden. Es bietet sich an, über den Nutzen der Fernerkundung, das Vorgehen beim Erstellen einer kartographischen Darstellung und Kategorisierung zu diskutieren. Eine weitergehende Frage ist, was mit den Kategorien passiert, wenn man das Untersuchungsgebiet auf alle Gebiete erweitert. Straßen Analog zur Kategorisierung der Gebäudeschäden kann auch der Zustand der Straßen des jeweiligen Untersuchungsgebietes analysiert und bewertet werden. Dabei ist es sinnvoll, mithilfe der Zeitfunktion auf den Zeitpunkt unmittelbar nach dem Erdbeben zu wechseln (13. Januar 2010). Zu diesem Zeitpunkt sind die Schäden und Blockaden der Straßen noch stärker vorhanden. Klickt man auf das Uhrsymbol, wird ein Schieberegler mit einer Zeitskala eingeblendet. Bei dieser Aufgabe erstellen die Schülerinnen und Schüler selbst Vektordaten, indem sie mit der Funktion "Pfad" die Straßen selbst kartieren. Erdbebensicherheit Um die Anfälligkeit verschiedener Gebäude für Erdbeben zu untersuchen, können beispielsweise die Hafengebäude im Nord-Westen der Stadt zu verschiedenen Zeitpunkten (04. März 2008 / 27.07.2010) betrachtet werden. Diese Vorgehensweise erlaubt Spekulationen über das Alter der Gebäude und deren Bauweise.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Erstellen von Bevölkerungspyramiden mit Excel

Unterrichtseinheit

Bevölkerungspyramiden sind zentrale Arbeitsmaterialien des Geographieunterrichts. Stehen nur die „nackten“ Daten zur Verfügung, können Schülerinnen und Schüler diese mit geeigneter Software grafisch aufbereiten, um sie besser interpretieren zu können.Tabellenkalkulationsprogramme werden viele Schülerinnen und Schüler über ihre Schulzeit hinaus verfolgen. Unter dem Motto "Entdecke die Möglichkeiten" sollten daher im Fachunterricht die sich bietenden Gelegenheiten zum Einsatz entsprechender Software bei Simulationen, Auswertungen und Visualisierungen genutzt werden. Im Rahmen der hier vorgestellten Unterrichtseinheit erstellen die Schülerinnen und Schüler mit Excel eine Bevölkerungspyramide für Deutschland und vergleichen diese mit denen anderer Länder. Die jeweiligen Daten und Diagramme werden der Website des U.S. Census Bureau entnommen. Obwohl das Erstellen eines eigenen Diagramms mit dem Tabellenkalkulationsprogramm nur "Nebensache" war, wurde das Engagement der Schülerinnen und Schüler bei der Interpretation von Bevölkerungspyramiden dadurch deutlich beflügelt. Gründe für die Erstellung "eigener" Diagramme Obwohl das Erstellen eines eigenen Diagramms im Rahmen der Unterrichtseinheit nur marginalen Charakter hatte, entwickelte sich daraus eine positive Schubkraft für den gesamten Themenkomplex. Die Schülerinnen und Schüler sollen vorgegebene demographische Werte in eine Excel-Tabelle sinnvoll einpflegen. eine Bevölkerungspyramide von Deutschland mit Excel erstellen. die selbstständig erstellte Bevölkerungspyramide mit den Bevölkerungspyramiden anderer Länder vergleichen und auswerten. Bevölkerungspyramiden den drei Grundtypen (pyramidenförmig, glockenförmig und urnenförmig) zuordnen können. Thema Erstellen von Bevölkerungspyramiden mit Excel Autorin Sandra Schmidtpott Fach Geographie Zielgruppe Klasse 10 Zeitraum 1-2 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Rechner in ausreichender Anzahl (Partnerarbeit) mit Internetanschluss, Beamer Software Excel (oder andere Tabellenkalkulationsprogramme) Keine Verankerung in den Lehrplänen Bevölkerungspyramiden sind beim Vergleich von Entwicklungs- und Industrieländern in der Sekundarstufe I und II wichtige Arbeitsmaterialien, um das ungleiche Bevölkerungswachstum auf der Erde zu dokumentieren. In der Regel werden die Schülerinnen und Schüler dabei mit dem "fertigen Material" konfrontiert, das selbstständige Erstellen von Bevölkerungspyramiden im Unterricht sehen die Lehrpläne nicht vor. Die korrekte Interpretation der Diagramme fällt den Lernenden oft sehr schwer. Bei der Behandlung des Themas in einer zehnten Klasse bin ich vom üblichen Weg abgewichen und habe eine Bevölkerungspyramide exemplarisch in Eigenarbeit erstellen lassen. Aus dem Internet wurden die entsprechenden Rohdaten von der Website des U.S. Census Bureau (siehe unten) recherchiert und mithilfe von Excel grafisch aufbereitet und interpretiert. Eigene Aufbereitung ist besser als "Fertigfutter" Die Option, eigene Diagramme zu erstellen, ist besonders dann hilfreich, wenn die Daten des untersuchten Landes lediglich in Tabellenform und nicht als Bevölkerungspyramide vorliegen. Der zusätzliche Arbeitsprozess "am Rande" erwies sich als spannende Bereicherung des Unterrichts und setzte bei den Schülerinnen und Schülern ungeahnten Arbeitseifer frei. Die Motivation, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und die Aussagen der Bevölkerungspyramiden zu diskutieren, hat davon deutlich profitiert. Auf der Website des U.S. Census Bureau finden sich Bevölkerungsdaten von zahlreichen Ländern der Erde. Neben den Rohdaten stehen dort auch Bevölkerungspyramiden zur Verfügung. Man kann die Daten zu einzelnen Jahren abfragen, wobei auch die voraussichtlichen Entwicklungen (zurzeit bis 2050) berücksichtigt werden. Diese lassen sich auch dynamisch darstellen. Die Nutzung der englischsprachigen Website hat in Klasse 10 keine Schwierigkeiten bereitet. In unteren Klassenstufen sollte man die wichtigsten Begriffe jedoch übersetzten oder entsprechende Hilfen zur Verfügung stellen. Vorbereitung und Unterrichtsverlauf Da der Klasse der Umgang mit Excel bereits seit zwei Jahren auch aus anderen Fächern vertraut war, erfolgte keine allgemeine Vorstellung des Programms. Das Verfahren zum Erstellen eigener Bevölkerungspyramiden wurde jedoch zunächst mithilfe eines Beamers vorgestellt. Als weitere Hilfe stand den Schülerinnen und Schülern ein Arbeitsblatt mit der Aufgabenstellung sowie einer Anleitung zur Erstellung von Bevölkerungspyramiden mit Excel zur Verfügung. Das Diagramm der aktuellen Bevölkerungspyramide von Deutschland wurde in Partnerarbeit erstellt. Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit haben die Schülerinnen und Schüler die voraussichtlichen Bevölkerungspyramiden von Bangladesch, den USA und Deutschland für das Jahr 2050 miteinander verglichen, die drei Grundtypen von Bevölkerungspyramiden und die Begriffe Geburtenrate, Sterberate und Fertilität sowie das Modell des demographischen Übergangs kennen gelernt. Dabei wurde auf die "einsatzbereiten" Bevölkerungspyramiden des U.S. Census Bureau zurückgegriffen.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe II
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