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Sprechkompetenz im Fremdsprachen-Unterricht fördern: Sprechen üben mit H5P

Kopiervorlage / Interaktives

Dieses Arbeitsmaterial leitet dazu an, selbst erstellte Audiobeiträge der Lernenden im Fremdsprachen-Unterricht einzusetzen. So kann gezielt das Sprechen geübt und die Sprechkompetenz gefördert werden. In diesem Arbeitsmaterial werden interaktive Übungen im H5P -Format dafür eingesetzt, gezielt das Sprechen in der Fremdsprache zu üben. Mit dem H5P-Audiorekorder können alle Schülerinnen und Schüler mündliche Beiträge konzipieren und festhalten. Dies ermöglicht nicht nur, dass jede und jeder Einzelne das Sprechen im Unterricht trainieren kann, sondern auch, die gesprochenen Beiträge zu reflektieren, zeitversetzt zu kommentieren oder zu bewerten. So können Hemmungen, sich in der Fremdsprache auszudrücken, abgebaut und Sprachtraining ganz gezielt durchgeführt werden. Lehrkräfte können mithilfe des kostenlosen Programms Lumi sehr einfach eigene Sprech-Aufgaben erstellen. Diese können anschließend auf einer Webseite oder im Lern-Management-System der Schule hochgeladen und dort von den Lernenden bearbeitet werden. Eine Anleitung für das Erstellen und Einsetzten interaktiver Übungen steht in den Downloads bereit. Schülerinnen und Schüler konzipieren anhand der Aufgabenstellung stichwortartig einen Redebeitrag, den sie eigenständig aufnehmen, herunterladen und weiterleiten können. Die Audiodateien der Lernenden können so entweder von Mitschülerinnen und Mitschülern kommentiert oder von der Lehrkraft bewertet werden. Ein mögliches Bewertungsraster, das diesem Arbeitsmaterial beiliegt, sollte mit Schülerinnen und Schülern besprochen werden, sodass es ihnen Orientierung bei der Erstellung ihrer Sprachaufnahmen bietet. Sprechaufgaben bieten sich sowohl im Anfangsunterricht als auch für fortgeschrittene Lernende zur Reproduktion, Reorganisation und zum Transfer von Wissen an. Dabei können folgende Aufgabentypen Verwendung finden: Zusammenfassungen von Lektionstexten und Nachrichten Beantwortung eines Fragebogens mündliche Beantwortung von Fragen zum Leseverstehen Kommentar und persönliche Stellungnahme Kurzvortrag zu einem selbst gewählten Thema Erlebnisbericht Fortsetzungsgeschichte Es ist auch denkbar, mit dem H5P-Audiorekorder das laute Lesen, das Vortragen von Referaten zu üben oder Diktate aufzunehmen. Sprechkompetenz im Fremdsprachen-Unterricht Ein unabdingbares Ziel des Fremdsprachen-Unterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler zum Handeln in mehrsprachigen Situationen zu befähigen. Sie sollen an Gesprächen in der Fremdsprache teilnehmen und sich spontan äußern können. Die Gesprächsthemen sollten dabei möglichst breit gefächert sein: Das Sprechen über vertraute Themen, der Austausch von Meinungen und Informationen sowie das Berichten von Erfahrungen und anderen Sachverhalten muss im Fremdsprachen-Unterricht geübt werden. Aufgrund der begrenzten Stundenzahl ist es Lehrerinnen und Lehrern jedoch oft nicht möglich, die mündliche Sprachproduktion gezielt und differenziert zu üben. Sollen alle Lernenden sich im Unterricht mündlich äußern, können in einer Stunde nur sehr kurze Wortbeiträge formuliert werden. Üben die Schülerinnen und Schüler das Sprechen in der Fremdsprache in Gruppen, können zwar ausführlichere Gespräche stattfinden, allerdings ist es der Lehrkraft so nicht möglich, allen Lernenden zuzuhören. Didaktisch-methodische Analyse Gegenüber der mündlichen Sprachproduktion im Unterricht bieten interaktive, digitale Sprechaufgaben mehrere Vorteile. Nehmen die Lernenden Sprechbeiträge auf, können sie jederzeit abgehört werden. So können Lehrkraft oder Mitschülerinnen und Mitschüler das Gesprochene auch zu einem späteren Zeitpunkt abhören. Auf diese Weise kann jede und jeder Einzelne das Sprechen gezielt üben – unabhängig vom knappen Zeitrahmen einer Unterrichtsstunde. Außerdem hat die asynchrone Kommunikationssituation für Schülerinnen und Schüler den Vorteil, dass sie bei der Formulierung der Beiträge nicht unter Druck geraten. Sie haben Zeit, ihre Antwort zu überlegen und zu formulieren. Sind sie mit ihrem Ergebnis nicht zufrieden, können sie ihren Beitrag direkt löschen und eine neue Aufnahme starten. Mithilfe eines Konzepts kann das Formulieren von Sprechbeiträgen eingeübt werden. Erstellen die Lernenden vor dem eigentlichen Sprechen eine Stichwortsammlung in Form einer Mindmap oder eines Clusters, fällt das zusammenhängende Sprechen anschließend leichter. Eine Stichwortsammlung vermittelt den Schülerinnen und Schülern mehr Sicherheit bei der mündlichen Sprachproduktion und steigert die Motivation. Darüber hinaus vermeidet diese Methode das Wort-für-Wort-Lesen und lässt Freiraum für spontane Formulierungen. Vor allem zurückhaltende Schülerinnen und Schüler profitieren von dieser Methode, da sie ihre mündlichen Beiträge sorgfältig planen können. Das erstellte Konzept kann außerdem in die Bewertung der Sprachaufnahmen einbezogen werden. Dies entlastet Schülerinnen und Schüler, denen das Sprechen in der Fremdsprache noch schwer fällt. Ein weiterer Vorteil der Sprechaufgaben mit H5P besteht in der Permanenz der Nachrichten. Da die gesprochenen Texte gespeichert werden können, können sie jederzeit und von überall angehört werden. Dies eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Die Lernenden können das Sprechen oder Vorlesen zu Hause üben, die eigenen Beiträge reflektieren oder über eine Unterrichtsreihe hinweg asynchron mit einer Partnerin oder einem Partner zu einem vorgegebenen Thema diskutieren. Denkbar wäre es auch, mehrere Audiodateien zu einem Gemeinschaftsprodukt zusammenzufügen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler planen Sprechbeiträge mithilfe einer Stichwortsammlung. üben das Sprechen und Vorlesen gezielt. formulieren zusammenhängende Sprechbeiträge zu diversen Themen. reflektieren die eigenen Sprachaufnahmen. reagieren auf Aufnahmen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. nutzen ein Bewertungsraster zur Orientierung. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sich im Umgang mit interaktiven Lerninhalten. produzieren selbstständig Sprachaufnahmen. tauschen die Audiodateien über ein Lern-Management-System oder per E-Mail aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gehen respektvoll mit den Audioaufnahmen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler um.

  • Englisch / Französisch / DaF / DaZ / Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

The handmaid's tale: interaktive Einführung

Interaktives

Dieses interaktive Booklet führt in den Roman "The handmaid's tale" ein. Dabei wird ein Lebensweltbezug zu den Lernenden durch audiovisuelle Inputs hergestellt und allerlei Gesprächsanlässe geboten, um eine empathische Brücke zu Atwoods Dystopie zu schlagen. Dieser Einstieg eignet sich sowohl für den Präsenz- als auch für den Distanz-Unterricht. Margaret Atwoods Dystopie "The handmaid's tale" aus dem Jahre 1985 ist ein absoluter Literatur-Klassiker, der auch nach all der Zeit jede Menge Diskussionsstoff über aktuelle gesellschaftskritische Aspekte liefert. So lassen sich allein in diesem Roman zahlreiche kontroverse Themen verorten: von Feminismus, Gleichberechtigung und Unterdrückung über Rassismus , Patriachat, theokratische und totalitäre Machstrukturen bis hin zu Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit. Kein Wunder, dass dieses kontrovers-rezipierte Meisterwerk mehrfach verfilmt wurde, zuletzt in einer auf bekannten Streaming-Diensten laufenden Serie . Atwoods Roman knüpft damit an die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler an und lädt zu einer intensiven und multimedial gestaltbaren Auseinandersetzung mit aktuellen Themen sowie persönlichen und gesellschaftsfundierten Werten und Normen ein. Dieses Unterrichtsmaterial bietet einen möglichen, ganzheitlich ausgerichteten und Interesse weckenden Auftakt in eine Unterrichtsreihe durch ein interaktives Booklet an, welches sich für den Präsenz- und Distanz-Unterricht eignet. Dystopien und Utopien sind Bestandteil eines englischen Fachcurriculums der Oberstufe und laden zu einer intensiven Auseinandersetzung mit eigenen und gesellschaftsfundierten Werten und Normen, gesellschaftskritischen Themen sowie mit der eigenen Lebenswirklichkeitsgestaltung ein. Da auch Ganzschriften in der Sekundarstufe II zu lesen sind, bietet es sich hier an, Atwoods Dystopie , dessen filmische Umsetzung in einer Serie vielen Schülerinnen und Schülern bekannt sein dürfte, zu wählen. Dieses Booklet eignet sich als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu "The handmaid's tale". Dabei kann es von den Schülerinnen und Schülern eigenständig an einem mobilen Endgerät bearbeitet werden – zum Beispiel im Distanz-Unterricht – oder aber im Präsentationsmodus im Klassenraum projiziert und im Plenum oder in Gruppenarbeiten besprochen werden. Ziel ist es, einen das limbische System ansprechenden Einstieg zu ermöglichen, in dem die Lernenden in der Zielsprache spontan reflektieren und erläutern, welche Bücher sie als für sie selbst oder für Gesellschaften wichtig erachten, durch einen zunächst stummen, dann hörbaren audiovisuellen Input erste Ideen zu diesem Roman sammeln und formulieren, durch eine Wortwolke erste wichtige Hinweise in Kombination mit partiell neuem, dem Roman entnommenen Wortschatz erhalten und darauf aufbauend weiter zum Inhalt des Romans spekulieren, letztlich einen persönlichen Lebensweltbezug erhalten, indem sie mit der Aktualität und Popularität des Romans mithilfe von kritischen Bewertungen einerseits sowie mithilfe der bekannten Serie "The handmaid's tale" andererseits konfrontiert werden. Zum möglichen Unterrichtsablauf Den Lernenden wird das Einstiegsvideo des Booklets ohne Kommentierung präsentiert. Sie äußern sich spontan zum Gesehenen und formulieren begründete Antworten, welche Bücher für sie persönlich oder für die Gesellschaft wichtig und daher Klassiker sind. Die Lehrkraft präsentiert den Lernenden die Wortwolke im Booklet mit relevanten Hinweisen und partiell noch unbekanntem Vokabular zum Roman. Die Lernenden spekulieren über den Inhalt des Buchs und recherchieren gegebenenfalls mit mobilen Endgeräten nach unbekannten Wörtern. Synonyme und Definitionen werden in der Zielsprache zentral (zum Beispiel an der Tafel) festgehalten. Den Schülerinnen und Schülern wird das erste Video des Booklets zum Roman zunächst stumm (und in Ausschnitten, beispielsweise nur die ersten beiden Minuten) präsentiert. Assoziationen zu Personen, Handlung und Stimmung werden gesammelt und (an der Tafel) in einer Mindmap fixiert. Dabei ist auch die Farbgebung des Videos zu diskutieren. Im Anschluss wird das gesamte Video mit Audio gezeigt – weitere Aspekte werden in der Mindmap ergänzt. Die Lernenden erhalten durch die vierte Seite des Booklets einen ersten Überblick über Bewertungen des Romans, welche sie online über mobile Endgeräte aufrufen können. In Paar- oder Kleingruppenarbeit sollen sie die kritischen Bewertungen stichpunktartig aufschreiben und im Plenum anschließend diskutieren. Sie resümieren daraus, warum dieser Roman für sie (nicht) interessant sein könnte. Die Lernenden sehen sich den Trailer zur ersten Staffel der Serie "The handmaid's tale" an und ziehen daraus weitere Rückschlüsse auf den Inhalt des Romans. Sie formulieren dazu ihre Empfindungen und ersten Eindrücke. Im Anschluss an diese Einführung kann mit einem gemeinsamen Lesen des ersten Kapitels begonnen werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler formulieren Eindrücke zu audiovisuellem Material spontan. erweitern ihren themenbezogenen Wortschatz. suchen themenbezogene Informationen, verarbeiten sie und präsentieren sie sprachlich angemessen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen multimediale Zugänge zu einem literarischen Werk. recherchieren im Internet nach relevanten Informationen. Sozialkompetenz arbeiten kooperativ. Warum sollte man "The handmaid's tale" lesen?

  • Englisch
  • Sekundarstufe II

Struktur organischer Moleküle

Kopiervorlage / Interaktives

Die Präsentation virtueller 3D-Moleküle auf einer digitalen Tafel, auf Tablets oder Computerbildschirmen liefert Schülerinnen und Schülern einen tieferen Einblick in den Aufbau und die Struktur von Molekülen. Mit geeigneten digitalen Werkzeugen werden Strukturen analysiert und Eigenschaften ableitbar. Molekülmodelle werden im Unterricht in der organischen Chemie notwendig, wenn den Schülerinnen und Schülern eine räumliche Vorstellung vom Molekülbau vermittelt werden soll. Dies kann sehr gut über Molekülbaukästen erfolgen. Schülerinnen und Schüler haben damit die Möglichkeit, selbstständig 3D-Modelle aufzubauen und gleichzeitig ein Verständnis für die räumliche Organisation der Atome in Molekülen zu entwickeln. Im Unterrichtsgespräch wird der Aufbau von Molekülen in Bezug auf ihre äußere und innere Struktur verbalisiert. Die Visualisierung durch die "klassische" Verfahrensweise, das Hochhalten von Molekülmodellen oder Kugelgitter-Modellen zur Verknüpfung des konkreten Objektes mit entsprechenden Begriffen, ist in seiner Wirkung durch die geringe Größe der Modelle jedoch begrenzt. Eine wirksamere Alternative bietet hier die großflächige Projektion virtueller und dynamischer (manipulierbarer) 3D-Moleküle per Beamer auf einer Leinwand oder auf der digitalen Tafel. Dadurch rückt das Objekt im Unterrichtsgespräch visuell und kognitiv stärker in den Fokus der Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam am gleichen Objekt und unter gleichem Blickwinkel zu arbeiten, erhöht die Motivation, die Konzentration und Kommunikation in der Lerngruppe. Der hier vorgestellte Molekül-Viewer läuft im Browser auf einem Tablet oder PC. Die Oberfläche ist zweigeteilt. Sie besteht aus der Präsentationsfläche und einer rechts angeordneten Werkzeugleiste. In einer kleinen Molekülsammlung wurden Standardvertreter der Alkane, Alkene, Alkine, Alkanole, Alkanone, Carbonsäuren, Aromaten, Komplexverbindungen, Biomoleküle und einige wenige anorganische Verbindungen aufgenommen. Wurde ein Molekül über die Stoffauswahl ins Präsentationsfenster geladen, kann man mit den Werkzeugen die Darstellung des jeweiligen Moleküls verändern. Hierzu gehören zum Beispiel die Vergrößerung der Atome (Kalottenmodell), die Ergänzung einer Moleküloberfläche, das Hinzufügen von Transparenz oder zum Beispiel das Anzeigen von Symbolen. Bei Molekülen mit Heteroatomen oder Mehrfachbindungen lässt sich ein elektrostatisches Potential in Form einer farbigen Oberfläche berechnen und anzeigen. Für einige Moleküle sind konkrete Zusatzfunktionen installiert. Diese findet man rechts unten in einem Zusatzfenster. Damit lassen sich geometrische Strukturen, Bindungselektronen, vereinfachte Orbitaldarstellungen, Winkel unter anderem bei den folgenden Molekülen hervorheben: Methan, Ethan, Ethen, Ethin, Benzol, Wasser, Ammoniak, EDTA-Ca-Komplex, Hexaaquacobalt(II)-Komplex; für die Darstellung eines DNA-Abschnitts existiert eine Einzeldarstellung (siehe Menüleiste oben). Technische Informationen zum Molekülviewer Für den Einsatz im Unterricht sind ein Computer oder Tablet mit Internetzugang erforderlich. Der Molekülviewer wird im Browser dargestellt. Die Bedienung kann mittels Maus, Zeichenstift oder Finger erfolgen. Ein Link zu Bedienungshinweisen findet man rechts unten am Bildschirmrand. Moleküle, die nicht in Molekül-Sammlung enthalten sind, findet man eventuell in Moleküldatenbanken im Internet, kann sie downloaden und in den Molekül-Viewer laden. Alternativ kann man mit dem kostenlosen Programm Chemsketch Moleküle zeichnen und als mol-Dateien abspeichern. Sollte man bestimmte Funktionen, zum Beispiel das Selektieren von Atomen oder Atomgruppen und gezielte Veränderungen zum Beispiel für Lernenden-Vorträge oder Präsentationen von Facharbeiten benötigen, kann über die Werkzeugleiste die "Konsole" aufgerufen werden. Über diese lassen sich mit JSMOL-Befehlen (Dokumentationen im Internet) konkrete Manipulationen durchführen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Aufbau und die dreidimensionale Struktur einfacher organischer Moleküle kennen. erkennen, dass Moleküle nicht aus "Kugeln" und "Stäbchen" bestehen, sondern raumerfüllte Objekte sind. erkennen, dass sich die räumliche Anordnung der Atome in Molekülen mit dem Elektronenpaar-Abstoßungsmodell begründen lässt. analysieren beispielhaft die Moleküle von Methan, Ammoniak und Wasser und begründen die geometrischen Formen mit dem EPA-Modell. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können nach Linkvorgabe eine Online-Animation aufrufen und starten. analysieren und erklären mithilfe digitaler Moleküldarstellungen dreidimensionale Molekülstrukturen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten konstruktiv beim Umgang mit digitalen Molekül-Viewer zusammen und analysieren gemeinsam unter Beachtung der Fachsprache und formal-chemischen Gesichtspunkten Molekülstrukturen.

  • Chemie / Natur & Umwelt
  • Berufliche Bildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Arbeitsblatt und Schaubild "Berufsunfähig - was nun?"

Arbeitsblatt der Woche

Den Unterschied zwischen Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit lernen die Schülerinnen und Schüler mithilfe dieses Arbeitsmaterials kennen. Die Stiftung Jugend und Bildung bietet Materialien an, mit denen die Lücken in der Unterrichtsversorgung geschlossen werden. Ergänzende Unterrichtsmaterialien der Stiftung zur politischen, sozialen und ökonomischen Bildung erscheinen regelmäßig neu und sind immer aktuell und kostenfrei. Die Materialien können unter www.jugend-und-bildung.de kostenfrei heruntergeladen werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Populismus als Phänomen der Netz- und Jugendkultur

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel zum Thema Populismus als Phänomen der Netz- und Jugendkultur erklärt Dr. Frederik Weinert, wie sich Rassismus und Beleidigungen in den Schulalltag einschleichen. Vor allem in WhatsApp-Gruppen entwickelt sich schnell eine gefährliche Eigendynamik. Warum Populismus im Netz? Mutproben wie Selfies auf Bahngleisen und gefilmte Schlägereien sind seit Jahren Bestandteil der digitalen Kindheit. Horrorclowns und Gewaltvideos stürzen wasserfallartig in das Kinderzimmer, das schon lange kein geschützter Raum mehr ist (vergleiche Weinert 2019: 31). Kinder, die zu ihrer sozialen Gruppe dazugehören wollen, schauen sich diese schockierenden Inhalte bis zum Ende an und leiten sie an Klassenkameradinnen und -kameraden weiter. Schnell wird klar: Wer cool sein will, muss Grenzen überschreiten. Das gilt auch für politische Ansichten. Flüchtlingskrise, Holocaust und Adolf Hitler – all das sind Themen, über die wir in Deutschland lieber mit Bedacht sprechen sollten. Die Regeln der politischen Korrektheit sollten eingehalten werden, denn ansonsten kommt es zum Skandal. Allerdings wissen sowohl Kinder als auch Erwachsene, dass verbotene Früchte besonders süß schmecken. In einer polarisierten Gesellschaft ist derjenige, der polarisiert, auch medial präsent. Das führt Prominente sowie Politikerinnen und Politiker in Versuchung, Normen zu brechen. Die Comedy-Branche als Vorbild Populismus hat das Ziel, die Gunst der Massen zu gewinnen. Politikerinnen und Politiker sprechen das aus, was Wählerstimmen bringt. Deutschlands bekannteste Komiker überspitzen gerne die politische Lage, auch wenn der Humor vielleicht nicht immer politisch korrekt ist. Entscheidend ist, dass das Publikum lacht. Nazi-Witze und Anspielungen auf das Dritte Reich sind plötzlich salonfähig, das zeigt regelmäßig auch die heute show im ZDF. Aufgrund der eigenen Nazi-Vergangenheit sind die Deutschen sehr vorsichtig, was sie sagen dürfen – und was nicht! Beinahe wohltuend scheint es dann zu sein, wenn Kabarettisten und Komiker über die Stränge schlagen. "Der Humor ist der Regenschirm der Weisen", sagte nämlich einst schon Erich Kästner. Das bedeutet: Humor ist eine der subklinischen Arten, schlimme Ereignisse zu verarbeiten. Doch wie viel Humor ist eigentlich erlaubt? Bülent Ceylan ist ein bekannter Vertreter der so genannten Ethno-Comedy. Ceylan kokettiert mit deutschen und türkischen Stereotypen, ohne das wirklich böse zu meinen. Auf YouTube kursiert ein Video, das Ceylan bei einer Hitler-Parodie zeigt. "Hipp, hipp", ruft er. Das Publikum ergänzt unisono: "Hurra!" Doch plötzlich schreit der Komiker: "Sieg!" Und tatsächlich: Einige aus dem Publikum kontern mit einem amüsierten "Heil", ebenso Bülent Ceylan, der danach noch uniformierte Männer einmarschieren lässt und von "Gestapo" spricht (vergleiche Weinert 2018a: 185). Das Live-Publikum ist begeistert, und die YouTube-User, darunter viele Jugendliche, verteilen fleißig Likes. Auf ähnliche Weise provozierte einst Late-Night-Legende Harald Schmidt mit seinem "Nazometer". Das Nazometer war ein fiktives Gerät, das Nazi-Vokabeln wie "Blitzkrieg" mittels Signalton meldete. Entsprechend grotesk sah der Dialog mit Oliver Pocher aus, der nur darauf aus war, dass das Messgerät möglichst oft anschlägt. Das Publikum lachte trotzdem – oder auch gerade deshalb. Polen-Witze sind vor allem unter jungen Menschen beliebt. Politisch korrekt ist das nicht. Wohl kaum jemand hätte gedacht, dass Thomas Gottschalk, der immer für Spiel und Spaß im deutschen Fernsehen stand, selbst in ein solches Fettnäpfchen treten könnte. Doch am 27. Januar 2018 verkündete Thomas Gottschalk via Twitter, er habe seine DNA aufschlüsseln lassen: "Afrika war ja klar. Aber über 50 Prozent Osteuropäer! Deswegen habe ich als Kind so geklaut" (Passauer Neue Presse 2018). Der Tweet deutet an, dass Osteuropäerinnen und Osteuropäer gerne klauen, auch wenn Gottschalk das wohl nicht so gemeint hat. Zum Shitstorm kam es trotzdem. Rassismus im Chat – Beispiele aus dem Alltag Jugendlicher Provokationen sind in den Sozialen Medien an der Tagesordnung , um überhaupt erst aufzufallen. Möglichst bunt und schrill muss es sein. Ähnlich verhält es sich auf dem Schulhof. Die lautesten Jungs, also die Draufgänger und Spaßvögel, gelten als besonders cool. Sie trauen sich Dinge, die sich andere nicht trauen – wie beispielsweise das Ansehen von harten Porno-Videos oder das Weiterleiten von gruseligen Sprachnachrichten im Messenger-Dienst WhatsApp. Kids, die wegschauen und nicht mitmachen, werden schnell zu Außenseiterinnen und Außenseitern. Das kann zu Mobbing und Cyber-Mobbing führen, weshalb es wichtig ist, dass Lehrkräfte und Eltern hinschauen, was die Kids mit ihren Smartphones so treiben. Denn viele riskante Inhalte sind harmlos verpackt. Denn was bitte soll daran gefährlich sein, wenn drei gelbe Küken ein schwarzes Küken aus der Stadt jagen? Das ist doch lustig – eben nicht! Da gibt es nämlich diese Grafik, die im Internet kursiert: Süße Entenbabys trappeln über eine kleine Steinmauer. Sie sind gelb befiedert und knuffig. Ganz in der Nähe steht ein schwarzes Küken und fuchtelt wild mit den noch nicht ganz ausgewachsenen Flügelchen. Von den gelben Küken geht eine Sprechblase aus: "Jesus Maria, ein Asylant!!!" Die Urheber solcher Grafiken sind meist unbekannt oder haben sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht. Kinder, die darüber lachen, sind nicht unbedingt ausländerfeindlich. Bezeichnungen wie "Asylant" schleichen sich allerdings schnell in den Wortschatz ein. Kürzlich kursierte sogar ein Nazi-Kettenbrief, der via WhatsApp an Jugendliche verschickt wurde. Kurios: Der Angeschriebene wird mit Erhalt des Kettenbriefs "gehitlert". Zu sehen ist ein Hakenkreuz und die Aufforderung, den Brief an zehn weitere Kids weiterzuleiten, um "ein Führer zu werden" (Weinert 2018b: 285). Der Erhalt des Nazi-Kettenbriefs ist natürlich kein krimineller Akt, doch die Weiterleitung ist verboten. Gerade das macht den Reiz aus. Das zeigt sich auch am Beispiel einiger Polizeianwärter in Hessen, die sich in einer WhatsApp-Gruppe ein Bild schickten, das Juden in einem Deportationszug zeigt (vergleiche Pfitzenmaier 2019). Dazu der Text: "Genieß das Leben in vollen Zügen!" Mindestens genauso makaber ist es dann, wenn Teenager aus dem Wort "Holocaust" das Wort "Yolocaust" machen. Zur Erinnerung: Das Akronym YOLO steht für you only live once. Zivilcourage – ja oder nein? Digitale Wortgefechte und Diskussionen sind Teil der demokratischen Streitkultur in den Sozialen Medien. Das ist einerseits gut und wichtig, weil das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch geschichtlich betrachtet, ein wertvolles Kulturgut ist. Andererseits tut es keiner Kinderseele gut, selbst im digitalen Kreuzfeuer zu stehen. Der Upload eines Profil-Bildes kann genügen, um beschimpft zu werden. Dass Kinder und Jugendliche mit ihren Smartphones den ganzen Tag online sind, ist nicht gerade ein Schutzschild. Doch wie verhält man sich, wenn Freunde und Klassenkameraden rassistische Bildchen verschicken? Junge Menschen, die sich tolerant und weltoffen zeigen, laufen nämlich Gefahr, für ihre Sichtweise verbal attackiert zu werden. Im November 2017 erhält die 15-jährige Emilia aus Dresden den Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus. Es ist ein ganz normaler Schultag in ihrer Klasse. Plötzlich amüsieren sich die Schülerinnen und Schüler, weil der Akku nur noch 88 Prozent anzeigt – die 88 steht in der rechten Szene für "Heil Hitler". Diese Art von Humor schaukelt sich hoch. Irgendwann taucht das Foto einer Rauchwolke mit der Bildunterschrift "Jüdisches Familienfoto" auf. Emilia wehrt sich dagegen und meldet die Schülerinnen und Schüler. Nicht ohne Folgen: Ein Mitschüler beschimpft Emilia und meint, sie habe "wohl zu viele tote Juden eingeatmet" (Weinert 2018b: 135). Zivilcourage ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Wer sich einmischt, wird möglicherweise aufgemischt. Fazit Lehrkräfte sollten mit den Schülerinnen und Schülern darüber sprechen, welche Strategien in den Sozialen Medien einen gewissen Schutz gewährleisten und wann sie das Gespräch mit den Lehrkräften suchen sollten. Aufklärung ist wichtig, denn schließlich ist es prinzipiell demokratiefördernd, die eigene Meinung zu äußern. Populismus kann mit Mut und den richtigen Argumenten entschärft und aufgedeckt werden. Das ist Teil der Medienerziehung und Medienbildung im Zeitalter der Digitalisierung. Literaturverzeichnis Pfitzenmaier, Marc (2019). Hitlerbilder und "Judensterne" im Chat angehender Lehrer. Welt.de . Online: www.welt.de/politik/deutschland/article204006968/Antisemitismus-Hitlerbilder-in-WhatsApp-Chat-fuer-Lehramtsstudenten.html Weinert, Frederik (2018a). Promis und Populismus in den Sozialen Medien. Wie Stars und Sternchen mit rechter Sprache umgehen. In: Altmeppen, Dieter/Filipovic, Alexander (Herausgeber): Communicatio Socialis. Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft, 51. Jahrgang Baden-Baden, Seite 182-191. Weinert, Frederik (2018b). Die Sprache der Rechten. Wie wir täglich manipuliert werden. Baden-Baden: Tectum. Weinert, Frederik (2019). Digitalkunde als Schulfach. München: UVK/UTB. Weiterführende Literatur Weinert, Frederik (2019): Hilfe, mein Kind ist ein Smombie. Unsere Kids im digitalen Rausch. Baden-Baden: Tectum.

  • Politik / WiSo / SoWi

Handy, Laptop und Tablet im Unterricht: schulorganisatorische Überlegungen

Fachartikel
5,99 €

Dieser Artikel zur Nutzung von Tablets, Laptops und Smartphones im Unterricht fokussiert schulorganisatorische Überlegungen. "Get your own device" (GYOD) oder "Bring your own device" (BYOD): Was sind die Vor- und Nachteile der Arbeit mit eigenen oder geliehenen mobilen Geräten in der Schule? Schulisches Lernen soll aktuell und möglichst nah an der Zielgruppe sein. Das bedeutet – insbesondere auch im Zusammenhang mit der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" – nahezu zwangsläufig eine zunehmende Digitalisierung des Unterrichts: Angesichts der Herausforderungen des digitalen Wandels für den Bildungssektor sollen mithilfe eines Handlungskonzepts die Lehr-Lern-Szenarien des Fachunterrichts an allen deutschen Schulen systematisch und fächerübergreifend in digitale Lernumgebungen eingebettet werden. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, an wessen mobilen Geräten die Schülerinnen und Schüler lernen sollen. Möglich sind in diesem Zusammenhang zwei unterschiedliche Konzepte, die in diesem Artikel aus schulorganisatorischer Perspektive erläutert und diskutiert werden: Die Arbeit an schülereigenen Handys, Laptops und Tablets oder die Arbeit an schuleigenen mobilen Endgeräten. Get Your Own Device (GYOD) Bei diesem Modell stellt die Schule den Schülerinnen und Schülern sowie auch den Lehrkräften alle mobilen Endgeräte kostenlos zur Verfügung. Die Lernenden können diese dann beispielsweise über ein bestimmtes Leihsystem dauerhaft oder aber auch nur stundenweise beziehen. Vorteile die Geräte verbleiben in der Schule das Schulnetz ist besser vor Viren geschützt die Geräte sind entsprechend konfiguriert die notwendige Apps und weitere Anwendungen sind enthalten die Internetanbindung ist gewährleistet keine finanzielle Belastung bei den Eltern die Steuerung der Geräte über eine Klassenverwaltungs-App ist möglich Nachteile hoher Organisationsaufwand die Zuständigkeiten sind zum Teil ungeklärt der Ablauf von Reparaturen muss genau bestimmt werden Ersatzgeräte müssen gegebenenfalls verfügbar sein hoher Beschaffungs- und Wartungsaufwand Bring Your Own Device (BYOD) Bei diesem Modell arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihren eigenen Geräten. Dabei kann es sich zum einen um technisch heterogene Geräte handeln oder zum anderen um Geräte, die einheitlich und primär für den Schuleinsatz konfiguriert sind und damit technisch homogen sind. Diese beiden Varianten von BYOD werden durch die Eltern finanziert. Vorteile geringer administrativer Aufwand die Verantwortung der Finanzierung und Wartung der Geräte liegt bei den Eltern kein logistischer Aufwand vor Stundenbeginn (zum Beispiel Medienwagen buchen und ins Klassenzimmer transportieren oder einen geeigneten Raum reservieren) die Geräte sind jederzeit verfügbar und einsatzbereit Volumenlizenzen ermöglichen Bildungsrabatte für Schulen beim Software-Kauf Nachteile auf den eigenen Geräten kann auch "schulfremde" Software installiert sein Haftungsfragen müssen geklärt werden erhöhte Missbrauchgefahr erhöhter Wartungsaufwand zur Arbeit an unterschiedlichen Betriebssystemen Konkurrenz unter den Lernenden bei der Arbeit mit heterogenen Geräten die Finanzierung ist nicht für alle tragbar Weiterführende Überlegungen Grundsätzlich gilt, dass die Entscheidung auf Grundlage der landesabhängigen Verordnungen und Gesetze in der Schulleitung diskutiert werden sollte. Zur Arbeit mit mobilen Endgeräten sollte die Klasse darüber hinaus über entsprechende Projektionsmöglichkeiten verfügen. Andernfalls sind Phasen der Ergebnissicherung im Plenum nur bedingt möglich. Über zentrale Projektionsflächen wird die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler nach vorn gelenkt. Um dem Unterrichtsgeschehen uneingeschränkt folgen zu können, sollten die Lernenden ihre eigenen Geräte in dieser Zeit ausschalten. Eine wesentliche weitere technische Voraussetzung zur Arbeit an mobilen Endgeräten im Unterricht ist eine kabellose Übertragung in der Klasse, damit Bildschirminhalte zum Beispiel vom Tablet der Lehrkraft auf den Geräten der Lernenden sichtbar werden können, ohne dass man sie beispielsweise über Mail oder USB-Sticks übermitteln muss. Empfehlenswert ist eine kabellose Übertragung weiterhin, damit Dateien problemlos von verschiedenen Betriebssystemen überführt und auch mehrere Bildschirme gleichzeitig präsentiert werden können. Eine mögliche, allerdings kostenpflichtige Lösung für diese Anforderung ist zum Beispiel die Software AirServer . Diese kann auf einem an den Fernseher oder Beamer angeschlossenen Computer installiert werden und ermöglicht dann eine kabellose Bildschirmübertragung von plattformübergreifenden Geräten, die sich im gleichen Netzwerk befinden. Fazit Die hier dargestellten Möglichkeiten zur Beschaffung mobiler Endgeräte haben die Schwierigkeiten mit der Arbeit an eigenen wie auch an geliehenen Geräten aufgezeigt. In jedem Fall scheint für Schulen ein gewisser Pool an Ausleih-Geräten sinnvoll, damit bei Bedarf in allen Klassen ausreichend Tablets, Laptops und Smartphones zur Verfügung stehen und soziale Härten ausgeglichen werden können. Selbstverständlich ist dafür eine Phase des Übergangs einzuplanen, in der beispielsweise eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern an einem Gerät arbeitet oder die digitalen Medien pro Lerngruppe jeweils nur an einzelnen Tagen eingesetzt werden. Sofern Anwendungsbereiche oder auch Spezialanwendungen für verschiedene Fachschaften abgeschätzt sind, können eine Plattform bestimmt und bei vorhandenen Mitteln spezielle Geräte angeschafft werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, für die verantwortungsbewusste Nutzung von Tablets, Laptops und Smartphones in der Schule in Abstimmung mit der Schulordnung individuelle Regeln auszuarbeiten. Die Arbeit mit mobilen Endgeräten kann Ihren Unterricht enorm bereichern. Nutzen Sie diese Chance für sich und Ihre Lerngruppen!

  • Fächerübergreifend

Die Bibliothek der ungelesenen Bücher: Unterrichtsprojekt zur Leseförderung

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsmaterial enthält konkrete Vorschläge zur Umsetzung zum Projekt "Die Bibliothek der ungelesenen Bücher". Ziel ist es, das Potenzial ungelesener Bücher erfahrbar zu machen und diese nicht mehr als Mangel, sondern als einen Schatz zu begreifen, den die Lesenden jederzeit heben können. In Zeiten der Digitalität nutzen Kinder und Jugendliche zunehmend Medien; viele haben häufiger Smartphone, Tablet und Co. als Bücher in der Hand. Dabei ist das Lesen von Büchern wichtig, bereichernd und sogar gesund! Es wirkt sich unterstützend auf die Entwicklung vieler Bereiche aus, unter anderem wird die Sprachentwicklung ausgeweitet, aber auch Kreativität, Empathie und weitere Fertigkeiten geschult. Es kann zur Stressreduktion beitragen und spielt außerdem eine große Rolle, um am kulturellen Leben teilzunehmen. Viele gute Gründe also, die für das Lesen sprechen! Neben dem familiären Umfeld kommt dem schulischem Rahmen für die Leseförderung eine große Bedeutung zu: Im Unterricht können Leselust und - freude unterstützt und Lesekompetenz gefördert werden. Dieses Arbeitsmaterial kann in verschiedenen Klassenstufen eingesetzt werden, um die Lernenden zum Lesen zu motivieren und die Lesekompetenz nachhaltig zu fördern. Dabei geht es um einen besonderen Zugang zu Büchern: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich im Rahmen einer Projektarbeit mit Büchern auseinander, die sie (noch) nicht gelesen haben. In diesem Zusammenhang wird auch Sachwissen über Bibliotheken, den Buchmarkt und die Besonderheiten digitalen Lesens vermittelt. In den vorliegenden Arbeitsblättern werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, Interviews zu ungelesenen Büchern vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten und dieser Fachartikel bietet Hintergrundinformationen und Tipps zur Umsetzung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, dass viele Bücher gekauft, aber nicht gelesen werden. befragen eine Interviewpartnerin oder einen Interviewpartner zu ungelesenen Büchern. aktivieren mithilfe ihres Vorwissens über (insbesondere) erzählende Literatur ihre Vorstellungskraft. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Internetrecherchen. sichern ein Interview mit geeigneten Medien (Smartphone). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kommunikationskompetenz (zuhören, Fragen stellen, ein Gespräch beginnen, am Laufen halten, abschließen). treffen verbindliche Verabredungen. setzen sich mit anderen, auch kontroversen Meinungen auseinander.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Projekt Büchertausch: "Wer nicht liest, ist doof!"

Kopiervorlage

Das Arbeitsmaterial zum Thema Büchertausch beschreibt ein Projekt, das Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4 zu nachhaltiger Leselust motiviert. Ausgelesene Bücher der Kinder werden eingesammelt, auf einem Büchertisch ausgelegt und laden somit zum "Schnuppern" in aller Ruhe ein. Dies gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre abgelegten und ausgelesenen Bücher ohne finanzielle Aufwendung untereinander zu tauschen. Projektbeschreibung Über einen festgelegten Zeitraum (zum Beispiel 14 Tage) werden ausgelesene und abgelegte Bücher der Schülerinnen und Schüler eingesammelt. Die abgegebenen Bücher werden hinsichtlich möglicher (störender) Gebrauchsspuren durchgesehen und anschließend abgelegt. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält eine "Bücherkarte", auf der die Abgabe des Buches oder mehrerer Bücher mit einem Stempel vermerkt wird. Das kann ein Stempel des Klassentieres oder des Lieblingstieres der meisten Kinder sein, aber auch Sticker können hierzu verwendet werden. Am Tag des Büchertausches werden die abgegebenen Bücher ausgelegt und übersichtlich (zum Beispiel nach Kategorien – Abenteuer, Sachbuch, Märchen, Kinderkrimi und so weiter) präsentiert. Auch besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler ihr Lieblingsbuch vorstellen, um anderen Kindern einen besseren Einblick in ihren Lieblingsschmöker zu gewähren. Der Titel des Buches wird notiert und andere Schülerinnen und Schüler können weitere Buchempfehlungen auf einem Flipchart oder Ähnlichem notieren. Am Projekttag hat jedes Kind ausreichend Zeit, die einzelnen Bücher zu betrachten, zu schmökern und sich neue Bücher auszusuchen. Für jeden auf der Bücherkarte eingetragenen Stempel kann ein neues Buch vom Büchertisch eingetauscht werden. Zusatztipp: Eltern können für diese Idee begeistert werden und sich am Tag des Büchertauschs engagiert beteiligen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bauen durch das vielfältige Angebot neuer Leselektüre eine nachhaltige Lesemotivation auf. können eigene Leseinteressen äußern. verschaffen sich durch einen gezielten Überblick entsprechende Informationen. können aufgrund der eingeholten Informationen und ihrem Interesse entsprechend eine Buchauswahl treffen. verstehen die Absichten und Ziele des Projekttages und können den Erkenntnisgewinn durch das Lesen von Büchern benennen und begründen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren und empfehlen sich gegenseitig Leselektüre.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / DaF / DaZ
  • Primarstufe

Arbeitsblatt: Das Kanzleiteam

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt informiert über Berufe rund um Digitalisierung, Wirtschaft, Steuern, IT und Büromanagement am Beispiel Steuerkanzlei. Das Berufsfeld Steuerberatung spiegelt beispielhaft viele aktuelle Entwicklungen und Innovationen in der Berufsbildung und am Arbeitsmarkt wider. Im Zuge der Digitalisierung, Online-Vernetzung und der verstärkten Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen neue Ausbildungswege und Studienfächer. Auch in Steuerkanzleien arbeiten nicht mehr nur Steuerfachkräfte, sondern zunehmend auch Datenanalystinnen, Controller oder Online-Veranstaltungsmanagerinnen. Mithilfe des Arbeitsblattes „Das Kanzleiteam – Von der Steuerfach-Angestellten bis zum Fibutroniker“ lernen die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt von Ausbildungen, Fortbildungen und Spezialisierungen kennen, die man auch – aber nicht nur – in Steuerkanzleien findet. Der Beruf „Fibutroniker/in (Finanzbuchhalter-Mechatroniker/in)“ beispielsweise, eine Kombination aus IT, Steuerberatung und Finanzbuchhaltung, wurde speziell auf die Bedürfnisse von Steuerkanzleien in Zeiten der Digitalisierung zugeschnitten. Steuerkanzleien werden daher immer attraktiver für Fachleute aus dem IT-Bereich aber auch für Quereinsteigerinnen und -einsteiger mit Spezialisierungen. Die Schülerinnen und Schüler erörtern auf dem Arbeitsblatt aktuelle technische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entwicklungen, die neue Berufsbilder erfordern und beziehen diese auf die vielfältigen Aufgaben einer Steuerkanzlei. In einem zweiten Schritt fertigen Sie in Gruppenarbeit ein Handout zu Steuerberufen an und entwickeln abschließend in einem Brainstorming neue, fiktive Zukunftsberufe, indem sie aktuelle Entwicklungen einbeziehen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erörtern, welche (neuen) Berufsbilder und Aufgabengebiete es an der Schnittstelle von IT, Wirtschaft und Steuern gibt. erfahren, wieso die Arbeit in Steuerkanzleien auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger interessant ist. setzen sich detailliert mit Berufsbildern, Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten von Berufsbildern aus dem Berufsfeld Steuerberatung auseinander. reflektieren, wie sich die Arbeit in Steuerkanzleien durch die Digitalisierung künftig wandeln wird. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren anhand vorgegebener Internetquellen Hintergrundinformationen zu Berufen in Steuerkanzleien. erarbeiten anhand des Schülermagazins zum Berufsfeld Steuerberatung, welche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten das Berufsfeld Steuerberatung bietet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeitsergebnisse strukturiert und verständlich dem Plenum. üben sich darin, in Teamarbeit komplexe Sachverhalte auszuwerten. organisieren sich in Kleingruppen und erarbeiten gemeinsam Handouts.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gruppenarbeit mit Rollenkärtchen optimieren – in allen Fächern

Kopiervorlage

Gruppen-Management mit Rollenkärtchen – vom Zeit-Manager zur Moderatorin hin zur Schriftstellerin oder dem Lautstärkeregler: Mithilfe dieses Materials optimieren die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit im Team – in allen Fächern. In diesem Arbeitsmaterial finden Sie Rollenkärtchen, einen strukturellen Ablaufplan für die Gruppenarbeit sowie Vorlagen für Arbeitsaufträge und Auswertungsraster. Teamwork wird im Arbeitsalltag großgeschrieben und in der Schule häufig eingesetzt. Unabhängig von fachlichen Inhalten konzentriert sich dieses Arbeitsmaterial ­­– bestehend aus insgesamt drei Kopiervorlagen – auf das Methoden training. Das Material sollte mit simplen Arbeitsaufträgen eingeführt werden. Bei regelmäßigem Einsatz können die Aufträge dann Schritt für Schritt komplexer und/oder umfangreicher werden. Es bietet sich außerdem an, die Gruppenarbeit im Anschluss gemeinsam zu reflektieren und auszuwerten. In diesem Arbeitsmaterial finden Sie Rollenkärtchen, einen strukturellen Ablaufplan für die Gruppenarbeit (für die Zeit-Managerin beziehungsweise für den Zeit-Manager besonders wichtig) sowie Vorlagen für Arbeitsaufträge und Auswertungsraster , die sich selbstverständlich individualisieren und an die Lerngruppen anpassen lassen. Die erste Kopiervorlage enthält sechs verschiedene Rollenkärtchen und zwei Blanko-Vorlagen für zusätzliche Ideen der Schülerinnen und Schüler oder der Lehrkräfte. Die Rollenkärtchen sollten zu Beginn der Gruppenarbeit selbstständig im Team verteilt werden. Selbstverständlich kann jedes Teammitglied mehrere Rollen übernehmen. Der Ablaufplan in der zweiten Kopiervorlage sollte dem Team jederzeit vorliegen, er dient auch zur zeitlichen Orientierung. Die zeitliche Struktur ist exemplarisch für eine Unterrichtsstunde von 45 Minuten zu verstehen und kann selbstverständlich je nach Dauer der Unterrichtseinheit individualisiert werden. Die drei hier genannten Bewertungskriterien (Vollständigkeit, äußere Form, Anzahl der Fehler), die in der dritten Kopiervorlage aufgegriffen werden, sind dabei als Vorschlag zu verstehen. Die dritte Kopiervorlage enthält zum einen die Vorlage für fachspezifische Arbeitsaufträge und zum anderen ein Auswertungsraster für die Gruppenarbeit . Der Arbeitsauftrag kann zusätzlich in einem verschlossenen Umschlag überreicht werden, was der Erfahrung nach die Motivation enorm steigert. Das Auswertungsraster spiegelt die fachlichen Leistungen der einzelnen Gruppenmitglieder. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten methodisch im Team. arbeiten strukturiert und selbstorganisiert. können Verantwortung für ihren Aufgabenbereich übernehmen.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Attrappenversuche

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial erörtern die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse von Attrappenversuchen an Silbermöwen-Küken und sie gewinnen Einsichten über einen möglichen Versuchsablauf von Attrappenversuchen. Nebenbei vertiefen sie ihr Verständnis über Schlüsselreize. Im Rahmen des Themengebiets Verhaltensbiologie in der Q3 werden sowohl im Grund- als auch im Leistungskurs angeborene und erlernte Verhaltensweisen gelehrt. Exogene und endogene Faktoren beeinflussen die proximaten Ursachen angeborenen Verhaltens. Schlüsselreize stellen dabei einen großen exogenen Faktor dar. Sie sind Reizmuster, die bei Wahrnehmung mit einer Instinkthandlung beantwortet werden. Schlüsselreize sind oft auffällig, einfach und eindeutig. Sie können visuell, akustisch oder taktiler Art sein. Bei Attrappenversuchen werden künstliche Reize verwendet. Der Schlüsselreiz wird hierbei leicht oder stark verändert. Es kann dadurch ermittelt werden, welche Merkmale oder Einzelreize das angeborene Verhalten trotzdem noch hervorrufen kann. Schlüsselreize sowie das Prinzip der Attrappenversuche sind Gegenstand des Unterrichtsstoffs in der Q3. Das vorliegende Arbeitsblatt beschreibt verschiedene Attrappenversuche zu Silbermöwen. Jungtiere picken bei Hunger an den roten Punkt an der unteren Schnabelhälfte der Mutter. Dieses Verhalten kann unmittelbar nach der Geburt beobachtet werden. Scheinbar löst der rote Punkt als Schlüsselreiz ein bestimmtes Verhalten aus. Die Zusammenhänge zwischen Bettelverhalten und dem Schlüsselreiz wurden Mitte des letzten Jahrhunderts von Nobelpreisträger Nikolaas Tinbergen untersucht. Hierfür wurden verschiedene Schnabelattrappen verwendet, wobei die Form des Schnabels oder die Farbe des Flecks variiert wurden. Das Ergebnis lässt eindeutig darauf schließen, dass das Bettelverhalten angeboren ist. Eine Instinkthandlung also, hervorgerufen durch den Schlüsselreiz des roten Punktes. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können naturwissenschaftliche Untersuchungen planen, durchführen, auswerten und Ergebnisse interpretieren (E1). reflektieren den Prozess naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und charakterisieren die Naturwissenschaften als wissenschaftliche Disziplin (E3). erschließen sich Informationen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge (K1). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sortieren die Informationen in einer Abbildung nach Relevanz und Fragestellung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bringen sich mit eigenen Ideen ein und diskutieren einen gemeinsamen Lösungsvorschlag.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II
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