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Cartoon der Woche: Erlebnispädagogik

Cartoon

Dass es auf Klassenfahrten oder Schulhöfen zwischen Schülerinnen und Schülern zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, ist jedem klar und gehört irgendwie dazu. Oder ob es sich bei dieser Auseinandersetzung eigentlich um ein pädagogisch wertvolles Experiment handelt?

  • Fächerübergreifend

Kreativer Unterricht – Besser lernen mit allen Sinnen

Fachartikel

Dieser Artikel ist ein Plädoyer für ein anderes Lernen durch die Künste. Dass Lernen mit allen Sinnen zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen führt, hat die Neurowissenschaft schon lange bewiesen. Diese Erkenntnisse greift das Programm "Generation K" in Rheinland-Pfalz auf. An sechs Referenzschulen wird innerhalb des Rahmenprogramms "Kreativpotentiale" eine kreative Unterrichtspraxis als wesentlicher Baustein für eine kulturelle Schulentwicklung erprobt.

  • Fächerübergreifend

Vulkane auf Mars und Erde

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zu Vulkanen auf dem Mars und auf der Erde vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Maßstäbe und Verhältnisse, lernen Vulkanbauten kennen und tauschen sich über Forschungsmöglichkeiten und Forschungsfragen aus.Die Unterrichtseinheit "Berge auf Mond und Erde" wurde im Rahmen der Projekte ESERO Germany und "Columbus Eye - Live-Bilder von der ISS im Schulunterricht" an der Ruhr-Universität Bochum entwickelt. In der Übungsreihe "Vulkane auf Mars und Erde" lernen die Schülerinnen und Schüler in Einzel- und in Gruppenarbeit, Parallelen und Unterschiede zwischen Vulkanen auf der Erde und auf dem Mars zu erkennen und zu berechnen. Sie vertiefen dabei ihr Gefühl für Maßstäbe und Maßeinheiten. Sie lernen außerdem, wie sie unterschiedliche Objekte maßstabsgetreu und in korrektem Größenverhältnis zueinander zeichnen können. Die Unterrichtsmaterialien der Einheit sind optimal an die deutschen Geographie-Lehrpläne angepasst und fördern zusätzlich sowohl Rechen- als auch Lese-, Schreib und Kommunikationskompetenzen. Die Materialien können sowohl im Unterricht als auch als Hausaufgabe eingesetzt und anschließend im Plenum in einer Diskussionsrunde besprochen werden. Für die Bearbeitung des Arbeitsblattes sollten die Schülerinnen und Schüler das Rechnen mit Maßstäben aus der fünften und sechsten Klasse kennengelernt haben.Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihr Wissen über Maßstäbe und Verhältnisse. verstehen die Erde als Teil eines größeren Systems. lernen die unterschiedlichen Vulkanbauten und ihre Eigenschaften kennen. begreifen den Einfluss der Gravitation. identifizieren Georisiken auf der Erde und Forschungsmöglichkeiten auf dem Mars. tauschen sich über Forschungsmöglichkeiten und Forschungsfragen aus.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Der Bock. Das zum Gerät gewordene Unheil.

Blog

Sport-Unterricht. Jeder, der sich an seine eigene Schulzeit zurückerinnert, weiß, dass es im Sportunterricht diesen einen besonders fiesen Gegner gab: den Bock. Kein anderes Sportgerät sorgte für mehr Angstschweiß und besorgte Gesichter. Besonders hinterhältig war die Tatsache, dass man beim Beobachten des Scheiterns seiner Mitschülerinnen und -schüler am Gerät zwar einerseits herzlich und teilweise auch voller Spott lachte, dann aber selbst hilflos genau jenem Spott ausgesetzt war, wenn man selbst zum Anlauf ansetzte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Bock – ein scheinbar nicht zu bezwingender Hühne. Ein schmerzvoller Begleiter in jeder Turneinheit. Das zum Gerät gewordene Unheil.

  • Fächerübergreifend

Der App-Hefter© – das Nachschlagewerk für den digitalen Unterricht

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt verschiedene Apps vor, die sich für den Einsatz im Unterricht eignen. Anhand des SAMR-Modells wird erläutert, wie diese Apps Lehr- und Lernprozesse bereichern können. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Typischer Lehrerspruch: Konzentriert euch die letzten Minuten nochmal!

Cartoon

Haben schon alle Schülerinnen und Schüler den Blick auf die Uhr gerichtet und läutet gleich die Schulglocke, dann wird es schnell unruhig im Klassenzimmer. Nervöses Rascheln, Aufbruchstimmung, fast ist die Stunde geschafft. Da ist es schon vorhersehbar, dass die Lehrkraft mahnt: "Konzentriert euch die letzten Minuten nochmal!", um ihre kurze Unterrichtszeit von nur 45 Minuten voll ausnutzen zu können.

  • Fächerübergreifend

Erarbeitung des Handstützüberschlages rückwärts (Flick Flack) unter dem Aspekt der Differenzierung

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Flick Flack soll der Handstützüberschlag rückwärts am Boden unter dem Aspekt der Differenzierung erarbeitet werden. Mehrere Stationen zu verschiedenen Leistungsniveaus mit dazugehörigen Stationenkarten ermöglichen das schrittweise und selbstständige Erlernen des Flick Flacks. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten das Element und die jeweilige Hilfestellung kooperativ, selbstständig und individuell.Die Einheit zum Thema Flick Flick zielt darauf ab, Schülerinnen und Schülern das Element unter differenzierten Methoden und Maßnahmen nahe zu bringen. Im angeleiteten Stationenbetrieb werden Vorübungen zum Handstützüberschlag rückwärts erarbeitet. Im Folgenden dienen weitere Stationen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus dazu, den Flick Flack zu erlernen oder zu verbessern. Je nach Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler kann individuell entschieden werden, an welcher Station gearbeitet wird. Dies erfordert, dass die Turnenden sich selbst einschätzen lernen können und auch anderen Schülerinnen und Schülern Rückmeldungen geben. Füllstationen helfen den Schülerinnen und Schülern je nach Fehlerbild an ihren Problemstellungen zu arbeiten. Durch Rückmeldung der Lernenden an den jeweiligen Stationen können die Turnenden zu Füllstationen gesendet werden und dann wieder die Übungsphase an der Station zum Flick Flack aufnehmen. Hierzu ist notwendig, dass die Lernenden den Flick Flick biomechanisch verstehen und auch Fehlerbilder theoretisch erarbeiten und in der Praxis erkennen. Stationskarten führen durch den Unterrichtsbetrieb. Die Lehrkraft hat eine unterstützende Rolle. Der Handstützüberschlag rückwärts als Thema im Sport-Unterricht Der "Handstützüberschlag rückwärts" am Boden ist Teil des Lehrplans in der Sekundarstufe II, vor allem im Leistungskurs Sport. Das Element lässt sich hervorragend in eine Turn-Unterrichtsreihe von Überschlägen einreihen (Rad, Radwende, Handstützüberschlag). Der Flick Flack ist dabei das anspruchsvollste Element, welches ohne Vorkenntnisse von Überschlägen nicht thematisiert werden sollte. Der Flick Flack fordert leistungsstarke Schülerinnen und Schüler und ermöglicht gleichzeitig schwächeren Lernenden eine Vorstufe zu erlernen. Vorkenntnisse Es bietet sich an den Flick Flack in eine Überschlagreihe einzureihen. Die Lernenden sollten bis dahin Bewegungserfahrungen über Kopf gesammelt haben und sich bereits biomechanisch und bezüglich der Hilfestellung mit anderen Überschlägen vertraut gemacht haben. Didaktische Analyse Die Unterrichtsreihe zum Flick Flack muss differenziert durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Ausgangssituationen bezüglich ihres Könnensstandes sowie ihrer mentalen Stärke. Das Material der Methodikkarten dient dahingehend dazu, jeden Schüler und jede Schülerin auf seinem beziehungsweise ihrem Niveau abzuholen, zu fördern oder zu fordern. Die Karten beginnen beim Zeitlupen-Flick Flack für Anfänger. Hierbei kann die Rückwärtsbewegung in zeitlich verlangsamter Form mit Hilfestellung ausgeführt werden. Turnende mit wenig Mut oder Angst werden hier auf ihren Händen getragen. Ausschlaggebend ist hierbei die richtige Hilfestellung, die vorher erarbeitet und beim Ausführen von der Lehrkraft überwacht werden soll. Mithilfe der Stationen können sich die Schülerinnen und Schüler steigern und selbstständig entscheiden, wann sie welchen Flick Flack ausführen möchten. Die Hilfestellenden geben Ratschläge zur Entwicklung. Mithilfe deren Feedback können Füllstationen dazu dienen Problemstellungen zu bearbeiten. Nach dem Zeitlupen-Flick Flack kann die Station des dynamischen Flick Flacks genutzt werden. Im Anschluss daran wäre der Könner-Flick Flack auf einer Ebene durchführbar. Von Station zu Station baut sich die Höhe des Kastens ab, sodass am Ende auf einer Ebene geturnt wird. Für die Lernenden ist es eine Herausforderung selbstständig Feedback zu geben und auch sich selbst einschätzen zu können. Dabei kann die Lehrkraft unterstützend eingreifen. Das Erarbeiten der biomechanischen Aspekte sowie der Entwicklung einer theoretischen Bewegungsvorstellung dient in der vorgeschalteten Kognitionsphase dazu, das Element zu verstehen und während des Übens analysieren zu können. Da es sich allerdings um komplexe Bewegungsabläufe handelt, muss das Bewegungssehen und auch das Ausführen dieser Bewegung über mehrere Stunden erarbeitet werden. Differenziert an mehreren Stationen zu arbeiten, fordert außerdem die Lehrkraft einen Gesamtüberblick zu behalten, Schwierigkeiten einzuschätzen und diesen entgegenzuwirken und individuell auf die Lernenden einzugehen. Es sollte daher genügend Zeit darauf verwendet werden, die Materialien anfangs zu erläutern und mit den Turnenden den Ablauf und die Hilfestellung eingehend zu erarbeiten. Methodische Analyse Die Methodikkarten müssen so besprochen sein, dass die Schülerinnen und Schüler damit umgehen können. Das erleichtert die Organisation einer sehr komplexen Stunde. Durch die Möglichkeit genügend Stationen absolvieren zu können, kann jeder Schüler und jede Schülerin gefordert oder gefördert werden. Es wird garantiert, dass alle aktiv in der Übungsphase arbeiten. Füllstationen müssen ebenfalls eingehend besprochen werden, um deren Nutzen zu gewährleisten. Die Schülerinnen und Schüler müssen trainiert werden ihre Mitschülerinnen und Mitschüler je nach Fehlerbild zu den Füllstationen zu senden. Um grundlegend ein Bewegungsverständnis zu erzielen, ist es sinnvoll, die Station 1 gemeinsam einzuführen und auszuführen. Im Anschluss an die erste Station kann dann differenziert an Station zwei gearbeitet werden. Station zwei besteht aus mehreren Kastenstationen, die vor Beginn der Übungsphase erläutert werden müssen. Motorische Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen einen Flick Flack in Grobform entsprechend ihrer Leistungsniveaus mit Partnerhilfe aus. gelangen aus der Sitzposition in eine rückwärts gerichtete Rotation. ziehen die Arme aus der Vor- oder Hochhalte gestreckt am Kopf vorbei und führen folgend ein schulterbreites Aufstützen mit geöffnetem Arm-Rumpf-Winkel aus. gelangen, nachdem sie in der Handstandposition eine gestreckte Körperposition einnehmen, durch gleichzeitiges Absenken der Beine in den Stand. führen die adäquaten Helfergriffe aus. Fachkompetenz/Kognitive Kompetenz Die Schülerinnen und Schüler beschreiben anhand eines Reihenbildes die Bewegungsabfolge des Flick Flacks und benennen die Schlüsselmerkmale sowie die Drehachsen der Zielbewegung. verbessern die Bewegungsabläufe ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen mithilfe von Methodikkarten. bestimmen ihr individuelles Anforderungsniveau, indem sie ihr Lerntempo und den Schwierigkeitsgrad ihren Fähigkeiten mithilfe von Methodikkarten, differenzierten Übungsformen und Hilfestellungen anpassen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übernehmen durch gegenseitige Hilfestellung Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

  • Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe II

Organisationsentwicklung: Erstellen von Technik-Konzepten

Fachartikel

Dieser Fachartikel liefert hilfreiche Informationen und Tipps zur Erstellung von Technik-Konzepten an Schulen. Diese sind Teil der Medienentwicklungspläne (MEP), die Schulen zur Beantragung von Mitteln aus dem "DigitalPakt Schule" vorlegen müssen. Der Beitrag entstand im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts "Berufsschule digital".

  • Fächerübergreifend

Poster: Wochenplan für Klassendienste

Kopiervorlage
2,99 €

Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler organisieren mit diesem Wochenplan die Klassendienste oder andere wichtige Aufgaben der Woche und sparen wertvolle Unterrichtszeit. Diese ansprechend gestalteten Vorlagen können ausgedruckt und aufgehängt werden, damit die Lernenden für alle sichtbar Verantwortung übernehmen, sich im Pflichtbewusstsein üben und einen Beitrag für eine gute Klassengemeinschaft leisten. An so einem Tag in der Schule ist immer was los! Neben dem Unterricht muss so einiges geplant und organisiert werden, damit erfolgreiches Lernen in der Klasse mit zwanzig oder gar dreißig Schülerinnen und Schülern überhaupt möglich ist. Die Einführung von Klassendiensten ist dabei eine Möglichkeit, einen reibungslosen Ablauf von Unterricht zu gewährleisten. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler durch kleinere Aufgaben Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Aber wer kümmert sich eigentlich diese noch mal um Tafeldienst, Pflanzendienst und Ordnungsdienst? Mit diesem Wochenplaner behalten Sie nicht nur als Klassenlehrerin oder Klassenlehrer im Blick, wer beispielsweise die Blumen gießen, das Pausenspielzeug aufräumen oder den Fußboden kehren muss. Der Wochenplan für Klassendienste liefert als Orientierungshilfe klare verlässliche Regeln, spart wertvolle Unterrichtszeit, vermittelt Routine und zeigt den Lernenden für alle sichtbar, welche Verantwortung sie für die Klasse übernommen haben. Der Planer steht Ihnen als Kopiervorlage in DIN A4 zur Verfügung. Wählen Sie für Ihre Klasse das passende Layout und motivieren Sie die Lernenden dadurch zusätzlich, besondere Aufgaben zu übernehmen und sich beispielsweise auch freiwillig für bestimmte Klassendienste einzutragen. Die Schülerinnen und Schüler sowie auch die Lehrkräfte können die Dienste in dieser Übersicht strukturieren und sich damit die Organisation erleichtern. Auf diese Weise sparen Sie echte Lernzeit ein, da beispielsweise die Verantwortlichen für den Tafeldienst nicht mehr zu Beginn der Stunde ermittelt werden müssen. Die Vorlage kann laminiert auf das Lehrkräftepult gelegt, an die Wand gehängt werden oder aber selbstverständlich auch an die Lernenden verteilt werden. Als Teil der Klassenraumgestaltung kann der Wochenplan damit zur Individualisierung des Klassenraums beitragen sowie eine positive Lernatmosphäre schaffen. Einsetzbar sind die Vorlagen in der Grundschule ebenso wie insbesondere die Versionen 4 und 5 auch für die Orientierungsstufe und Sekundarstufe.

  • Fächerübergreifend
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Social Media-Stress als Thema in Schule und Unterricht

Fachartikel
5,99 €

Dieses Experten-Interview widmet sich der Frage, inwiefern soziale Medien Stress verursachen, wie sich dieser Stress in Schule und Unterricht bemerkbar machen kann und was Lehrkräfte zur Aufklärung ihrer Schülerinnen und Schüler beitragen können. Kann der Konsum sozialer Medien wirklich krank machen? Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Und welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Diese und weitere Fragen hat uns Saskia Eilers von WERTE LEBEN – ONLINE beantwortet. WERTE LEBEN – ONLINE ist ein bundesweites Online-Projekt, bei dem sich Jugendliche für mehr Mitgefühl und Toleranz im Netz stark machen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Inwiefern können soziale Medien Stress verursachen? Dank WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. sind wir heutzutage immer up-to-date und erreichbar. Wer allerdings rund um die Uhr online verfügbar ist und selten abschaltet, der kommt schnell an seine Grenzen. Die Prämisse der ständigen Erreichbarkeit bedeutet im Umkehrschluss, dass wir uns kaum mehr Ruhepausen und Schutzräume vor dem digitalen Miteinander zugestehen. Das betrifft nicht nur Jugendliche, sondern auch uns Erwachsene. Eine unreflektierte Nutzung sozialer Medien kann auf unterschiedlichen Ebenen ein erhöhtes Stress-Empfinden hervorrufen: Wir schreiben beispielsweise mit mehreren Menschen zeitgleich in unterschiedlichen Chats. Nebenbei checken wir noch unsere aktuelle Followerzahl auf Instagram. Die Angebotsfülle und Dynamik sozialer Medien führt oftmals zu einer regelrechten Reizüberflutung . Wir konzentrieren uns nicht mehr nur auf eine Sache, sondern versuchen an mehreren digitalen Schauplätzen gleichzeitig zu agieren und so viel wie möglich mitzubekommen. Unsere Kommunikation über WhatsApp gleicht nicht selten einer unaufhaltsamen Nachrichtenflut, die mit einem gewissen Antwort-Druck verbunden ist. "Wieso schreibst du mir nicht? Ich hab doch gesehen, dass du online warst!" Auch soziale Dynamiken im Gruppenchat , wie zum Beispiel Beleidigungen, Ausgrenzung, Missverständnisse oder Spam-Nachrichten, können Stress verursachen. Ebenso rufen negative Netzphänomene wie Cybermobbing oder Hate Speech verstärkt emotionalen Stress hervor, welcher nicht selten zu ernsthaften psychischen Belastungen führen kann. Auch die Themen Selbstdarstellung und soziales Feedback sind eng mit Stressfaktoren verknüpft. Eine Vielzahl bekannter Influencerinnen und Influencer präsentieren uns fragwürdige Schönheitsideale und materielle Werte, die im realen Leben fast unerreichbar wirken. Vor allem junge Nutzerinnen und Nutzer eifern diesen Vorbildern gerne nach und messen ihren eigenen Selbstwert an der Anzahl an Likes und Followern, die sie zum Beispiel auf Instagram für das "perfekte Bild" erhalten. Der Wunsch nach positivem Feedback und Bestätigung in den sozialen Medien geht daher oftmals mit einem regelrechten Druck zur Selbstoptimierung einher. In den Medien kursieren häufiger Berichte über die Social Media-Krankheit oder das Social Media-Burnout. Was hat es damit auf sich? Diese Begriffe sind heutzutage in aller Munde. Manche Menschen stehen dieser "Modediagnose" eher kritisch gegenüber, andere sehen darin ein alarmierendes Symptom unseres digitalen Zeitalters. An dieser Stelle sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Meines Wissens nach gibt es bisher keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Themenbereich. Das Phänomen ist schließlich noch recht neu. Allerdings zeigt sich hierdurch, dass der gesellschaftliche Blick zunehmend auf die Schattenseiten und problematischen Aspekte einer unreflektierten und übermäßigen Social-Media-Nutzung trifft, die definitiv nicht zu unterschätzen sind und durchaus psychische wie physische Gesundheitsfolgen beeinflussen können. Es gibt durchaus Annahmen, dass die sogenannte "Fear of Missing out" zu einem erhöhten Stressempfinden, Schlafproblemen, innerer Unruhe, Angstzuständen oder auch Depressionen führen kann. Hier müssen allerdings stets die jeweiligen Hintergründe und psychischen Faktoren der Einzelperson mit einbezogen werden. Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Für Jugendliche sind soziale Medien ganz natürliche Austausch- und Artikulationsplattformen. Plattformen wie Instagram, YouTube, Snapchat & Co. treffen mit ihren interaktiven Nutzungsmöglichkeiten wie maßgeschneidert auf den Wunsch nach Zugehörigkeit, Orientierung und Identitätsarbeit im Jugendalter. Daher nehmen soziale Medien in der jugendlichen Lebenswelt eine meist größere Bedeutung ein. Stressfaktoren und negative Phänomene, die in diesem Rahmen auftreten, können Jugendliche daher stärker beeinflussen als uns Erwachsene. Ebenso wirken sich ein unausgereiftes Reflexionsvermögen sowie fehlende Abgrenzungskompetenzen auf die Stressbelastung durch Social-Media-Nutzung aus. Ein zeitweiliges Handyverbot löst das Problem daher nicht, sondern kann eine ganz andere Form von Stress bedingen: Die Angst etwas zu verpassen und von den eigenen Peers abgekoppelt zu sein. Vielmehr ist die Vermittlung von Handlungsstrategien und Kompetenzen an Jugendliche gefragt, um negativen (Stress-) Phänomenen im eigenen Online-Alltag kritisch und selbstbewusst begegnen zu können. Wie kann sich der durch soziale Medien ausgelöste Stress auch in Schule und Unterricht bemerkbar machen? Wenn zum Beispiel bis spät in die Nacht noch auf WhatsApp geantwortet oder die eigene Instagram-Story erstellt werden muss, kann das zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche im Unterricht führen. Bei langanhaltenden kurzen Nächten oder viel digitaler Ablenkung bei den Hausaufgaben können gegebenenfalls nachlassende schulische Leistungen die Folge sein. Anhaltender emotionaler Stress durch Cybermobbing und Hasskommentare kann sich außerdem dadurch zeigen, dass die Schülerin oder der Schüler oft krank ist, sich generell zurückzieht oder die Schule schwänzt. Mobbing via Smartphone und Mobbing im realen Leben gehen oft Hand in Hand. So können sich zum Beispiel Lästereien oder Ausgrenzung aus dem WhatsApp-Klassenchat auch auf dem Schulhof bemerkbar machen. Ist der Stress, den soziale Medien verursachen, für Jugendliche ein anderer als beispielsweise Klausuren-Stress? Sowohl bei Klausuren als auch bei sozialen Medien entsteht ein gewisser Leistungsdruck. Die Bewertungsmechanismen und der Trend zur Selbstoptimierung auf Instagram & Co. können hier als Beispiele genannt werden. Im Unterschied zur täglichen Social-Media-Nutzung ist das Stress-Empfinden in Klausuren-Phasen jedoch meist zeitlich begrenzt. Mit dem Smartphone als Alltagsbegleiter wirkt sich der Stress vielmehr rund um die Uhr auf junge Menschen aus. Hier spielt zudem die soziale Komponente eine weitaus größere Rolle. Welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Gemeinsam können die verschiedenen (Privatsphäre-) Einstellungen von WhatsApp, Instagram & Co. besprochen werden. Diese technischen Kompetenzen ermöglichen es Jugendlichen, die Kontrolle über ihre Social-Media-Profile zu behalten und zum Beispiel selbst zu entscheiden, wer ihre Bilder sehen darf, ihnen eine Nachricht schreiben kann oder ob der Sender eine Lesebestätigung erhält. Auch die Deaktivierung des "Zuletzt online"-Status auf WhatsApp kann helfen, um dem Antwortdruck zu entgehen. Für ein entspanntes Miteinander im Klassenchat sind Regeln wichtig . Gemeinsam kann im Klassenkontext festgelegt werden, welche Themen und Verhaltensweisen in den Gruppenchat gehören und was nicht erlaubt ist. Ein Admin sollte festgelegt werden, der Verantwortung für den Chatverlauf übernimmt und auf Fairness und die Einhaltung dieser Regeln achtet. Handyfreie Zeiten und Zonen , zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder abends im Bett, ermöglichen es Jugendlichen, sich kleine Ruhepausen zu gönnen und bewusst wahrzunehmen, wie es sich anfühlt, einmal nicht erreichbar zu sein. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sich Jugendliche den Ort oder Zeitpunkt selbst auswählen und die Social-Media-Pause selbstbestimmt in ihren Alltag einbauen. Wichtig ist außerdem, jungen Menschen nahezulegen, sich an Vertrauenspersonen wie Freunde, Eltern oder Lehrkräfte zu wenden, wenn der Social-Media-Stress zu einer echten Belastung wird. Bei der Online-Beratung www.juuuport.de helfen Jugendliche anderen Jugendlichen beispielsweise anonym und kostenlos bei Problemen im Netz. Welche Materialien und Netzwerkpartner zum Thema Social Media-Stress empfehlen Sie Lehrkräften? Unser Kooperationspartner, die EU-Initiative klicksafe.de , bietet medienpädagogische Materialien für den Schulunterricht an. Das Heft "Always ON" der Reihe Mobile Medien – Neue Herausforderungen enthält zum Beispiel kurze Unterrichtseinheiten zur Nutzung mobiler Medien vor dem Hintergrund der Omnipräsenz von Smartphones und Internetzugang. Das jugendaffine Informationsportal handysektor.de hat 10 goldene Regeln für den Gruppenchat erstellt, die vor allem im Hinblick auf den eigenen Klassenchat besprochen werden können. Hier gibt es außerdem eine "Real Life Challenge", die auf spielerische Weise zur Reflektion der eigenen Smartphone-Nutzung anregt. Zudem bietet unser Projekt WERTE LEBEN – ONLINE ein Webinar zum Thema Kein Stress auf WhatsApp – Messenger respekt- und sinnvoll nutzen an, welches jungen Menschen Tipps für eine entspannte WhatsApp-Nutzung und für ein faires Miteinander im Gruppenchat vermittelt. Per Webcam schalten sich unsere Scouts live ins Klassenzimmer und informieren über das Thema. Das online-basierte Seminar kann kostenlos von Schulklassen (5. bis 9. Klassenstufe) gebucht werden. Ihr Projekt WERTE LEBEN – ONLINE bildet ja auch jugendliche Scouts aus, die Gleichaltrige beraten. Was sind die Vorteile dieses Ansatzes? Bei WERTE LEBEN – ONLINE bilden wir Jugendliche zu Scouts aus, die ihr Wissen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Der Peer-Education-Ansatz bietet viele Vorteile für die medienpädagogische Arbeit. Die Wissensvermittlung erfolgt auf Augenhöhe und ohne erhobenen Zeigefinger. Insbesondere im Hinblick auf die sozialen Medien gibt es durchaus Generationsunterschiede bezüglich Wissen, Perspektive und Nutzung dieser Angebote. Jugendliche wissen selbst am besten, welche Themen und Herausforderungen die junge Netzgeneration gerade umtreibt. Ihre Tipps und Ratschläge sind daher authentisch und zielgruppennah und werden von Gleichaltrigen oftmals leichter angenommen.

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