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Stockbrot machen – am Beispiel einer Winter-Aktivität sprachliche und interkulturelle Kompetenzen…

Kopiervorlage

In diesen Materialien für den DaF- und DaZ-Unterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Winter-Thematik mit dem Stockbrot machen auseinander. Dabei erweitern sie nicht nur ihren Wortschatz und die interkulturelle Kompetenz, sondern lernen auch, wie man Stockbrot selbst machen kann. Guten Appetit! Wenn es draußen dunkler und kälter wird und der Winter hereinbricht, wird es Zeit für Lichter, die Wärme und Glanz bringen, und gemeinsame Aktivitäten, die ein gemütliches Miteinander schaffen. Die Jahreszeit bietet eine Fülle an möglichen Winter-Aktivitäten für Kinder und Jugendliche , auch für draußen. Besonders beliebt ist beispielweise das Stockbrot machen: Wer freut sich nicht auf die Wärme des Feuers und warmes, frisch gebackenes Brot, wenn es draußen kalt ist? Außerdem macht es Spaß, den Teig selbst um einen Stock, den man vielleicht sogar im Wald gefunden hat, zu wickeln und mit seinen Freundinnen und Freunden das Zusammensein zu genießen. Diese Arbeitsmaterialien greifen demnach ein Thema auf, das an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpft: Einige haben möglicherweise schon selbst einmal Stockbrot gebacken, andere kennen die Aktivität zumindest oder lernen sie kennen. Kurze, einfache Sätze und authentische Fotos informieren die Kinder über die Herstellung des Teigs sowie das Backen und worauf sie achten müssen. Wortschatzerweiterung und Förderung von Lese- und Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz rund um das Thema: der Stock, der Teig, das Würstchen,... Was braucht man beim Stockbrot machen? Des Weiteren werden sie über Mengenangaben und deren Abkürzungen informiert und lernen beispielhaft eine Back-/Kochanleitung kennen. Ein Kreuzworträtsel vertieft das Gelernte. Die Arbeitsblätter dienen sowohl der Förderung von Lese- als auch Sprachkompetenz , denn sie bieten zahlreiche Sprechanlässe. Landeskunde und interkulturelle Kompetenz Außerdem kann das Material zur Förderung der interkulturellen Kompetenz eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Stockbrot machen als "Klassiker" einer winterlichen Aktivität kennen. Welche anderen kennen sie noch oder machen sie gerne? Je nach Schulstufe und Lerngruppe kann das Thema erweitert und zum Austausch über Traditionen, Feste und andere Aktivitäten im Winter genutzt werden.

  • DaF / DaZ / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Primarstufe

Arduino-Kurs mit Tinkercad

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erarbeiten sich die Lernenden selbständig die Grundlagen zur Programmierung eines Mikrocontrollers und den Aufbau zugehöriger Schaltungen in Tinkercad. Tinkercad erlaubt den Aufbau, die Programmierung und die Simulation von Schaltungen mit verschiedenen Mikrocontrollern. Die Arbeitsergebnisse können vom Lehrenden eingesehen und gemeinsam bearbeitet werden. Tinkercad ist somit für den Einsatz im Distanzunterricht besonders gut geeignet. Mit diesem Arbeitsmaterial können erste einfache Programmieraufgaben in Tinkercad mit dem Arduino-Mikrocontroller durchgeführt werden (Ampelschaltung, Lichtorgel, dimmbare LED). Die Schülerinnen und Schüler lernen sowohl Sensoren als auch Aktoren kennen, die digital und analog ausgewertet beziehungsweise angesteuert werden. Die Grundlagen im Umgang mit Tinkercad sollten vorhanden sein. Für die erste Aufgabe wird der Programmcode zunächst vorgegeben und untersucht. Die Vorgaben werden in den nachfolgenden Aufgaben sukzessive verringert und die Lernenden programmieren zunehmend selbständig. Nach einer kurzen Vorstellung des Mikrocontrollers Arduino Uno und der Programmierumgebung in Tinkercad wird in der ersten Aufgabe "Hello World" zunächst der vorgegebene Code untersucht, indem ein Parameter verändert wird. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler die Kommentarfunktion kennen sowie die allgemeine Struktur eines Programms. Aufbauend darauf werden beim Bau einer Ampel die digitale Ansteuerung mehrerer LEDs, das Auslesen eines Pins mit angeschlossenem Taster sowie die Ansteuerung eines Buzzers für ein Blindensignal erlernt. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der analogen Auswertung von Spannungssignalen. Ein Drehregler steuert hier die Blinkgeschwindigkeit einer LED und in der zweiten Aufgabe eine Lichtorgel. Im letzten Teil kommt dann die analoge Steuerung der Helligkeit einer LED sowie einer Farb-LED hinzu. Im Anschluss an den Kurs kann optional ein Projekt (Automatischer Teebereiter) durchgeführt werden, in dem die Lernenden ihre Kenntnisse umsetzen und erweitern können. In Meilensteinen werden die notwendigen Schritte beschrieben. Vorkenntnisse Die Lernenden benötigen keine Vorkenntnisse in Programmierung. Sie sollten aber über grundlegende Computerkenntnisse und den Umgang mit Tinkercad verfügen. Didaktisch-methodische Analyse Technik nimmt in unserem Leben einen immer höheren Stellenwert ein. Die Programmierung von Mikrocontrollern bietet hier einen einfachen Zugang und gleichzeitig motivierende Erfolgserlebnisse durch den Bau funktionierender Prototypen. Über verschiedene Stufen nähern sich die Lernenden der Programmierung des Arduino Mikrocontrollers mittels Tinkercad an. Die einzelnen Arbeitsblätter bauen aufeinander auf und sind Voraussetzung für das (optionale) Absolvieren der Lernzielkontrolle und des Projekts zum automatischen Teezubereiter. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich die Grundlagen des Programmierens. lernen den Arduino als Beispiel für einen Mikrocontroller kennen. nutzen Tinkercad, um verschiedene Schaltungen aufzubauen und zu simulieren. lernen, wie Technik (hier am Beispiel eines Teeautomats) in seinen Grundzügen funktioniert. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Wert des Tools Tinkercad, um reale Arduino Schaltungen zu simulieren, ohne dabei zum Beispiel LEDs bei falscher Verkabelung zu zerstören. sichern ihre Arbeitsergebnisse digital auf Tinkercad. nutzen den Computer darüber hinaus zur Recherche und zur Programmierung Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig (gegebenenfalls mit einem Partner oder einer Partnerin) mit vorbereitetem Material.

  • Technik / Sache & Technik / Informatik / Wirtschaftsinformatik / Computer, Internet & Co.
  • Sekundarstufe I

Mehr als funktional: Wälder erleben und erkennen

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Mehr als funktional: Wälder erleben und erkennen" erlangen Lernende verschiedene Kenntnisse über Nutzungsformen und Funktionen von Wäldern, um sich selbst eine begründete Meinung zu bilden.Das Projekt "Brennpunkt Wald" ist eine aktivierende Informations- und Aufklärungskampagne für Jugendliche zum Themenkomplex Waldbrandprävention. Im Zentrum des Projekts steht das niedrigschwellige Informationsangebot auf den Social-Media-Kanälen Instagram und YouTube . Auf der Projektwebsite finden Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Informationen und Unterrichtsmaterialien zum Themenfeld Waldbrände. Wozu brauchen wir alle den Wald? Es gibt mehr als eine Funktion des Walds, das wissen die meisten Lernenden in der Sekundarstufe I schon. Aufbauend auf diesem Vorwissen vermittelt diese Unterrichtseinheit Wissen über die Nutzungsformen von Wäldern und die Veränderungen, die durch den Klimawandel in der Nutzung von Wäldern auftreten. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler den Wald, die Waldgesellschaften in Deutschland und seine Funktionen kennen. Zunächst tragen Schülerinnen und Schüler die theoretischen Grundlagen zu Waldgesellschaften und deren Nutzung in Deutschland zusammen und diskutieren über Nutzungsformen von Wäldern. Danach bestimmen die Lernenden die Waldgesellschaft in ihrer schulischen Umgebung. Bestimmungsbücher waren gestern: Heute helfen Apps bei der Exkursion dabei, den Wald zu entdecken. Zur Einschätzung der vergangenen und zukünftigen Entwicklung von Wäldern, betrachten die Lernenden das Beispiel "Rotbuche". Abschließend enthält die Unterrichtseinheit einen Forschungsauftrag, der die Perspektiven auf den Wald regional ergänzt. Zunächst tragen Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen zum Thema in einer Mindmap zusammen. Darauf erfolgt die Erarbeitung der theoretischen Grundlagen zu Waldgesellschaften und deren Nutzung in Deutschland und eine Diskussion über die Nutzungsformen von Wäldern aus Perspektive einzelner Interessenvertreterinnen und -vertreter. Danach bestimmen die Lernenden die Waldgesellschaft in ihrer schulischen Umgebung. Bestimmungsbücher waren gestern: Heute helfen Apps bei der Exkursion dabei, den Wald zu entdecken. Zur Einschätzung der vergangenen und zukünftigen Entwicklung von Wäldern, betrachten die Lernenden das Beispiel „Rotbuche“. Abschließend besteht die Unterrichtseinheit aus einem Forschungsauftrag, der die Perspektiven auf den Wald regional ergänzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Wälder komplexe Ökosysteme sind. erarbeiten sich Hintergrundwissen über verschiedene Waldgesellschaften in Deutschland und deren Funktionen. erfassen den Einfluss von Klima und Waldbau auf ihre Umwelt. diskutieren über die Nutzung und Funktion von Wald in Deutschland und werden befähigt sich ein begründetes Urteil dazu zu bilden Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen eine App auf einem Smartphone oder Tablet, um die Waldgesellschaft vor Ort zu bestimmen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in Gruppen. begeben sich in Rollen und diskutieren die Vor- und Nachteile menschlicher Nutzungsformen. begründen ihre persönliche Meinung in der Gruppe.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I

Wälder und Klimawandel in Deutschland

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit durch Deutschlands und Europas Wälder. Im Rahmen des Projekts "Brennpunkt Wald" informiert sie Jugendliche zum Themenkomplex Waldbrandprävention. Das Projekt "Brennpunkt Wald" ist eine aktivierende Informations- und Aufklärungskampagne für Jugendliche zum Themenkomplex Waldbrandprävention. Im Zentrum des Projekts steht das niedrigschwellige Informationsangebot auf den Social-Media-Kanälen Instagram und YouTube . Auf der Projektwebsite finden Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Informationen und Unterrichtsmaterialien zum Themenfeld Waldbrände. Diese Unterrichtseinheit begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit durch Deutschlands und Europas Wälder: Wie werden Wälder in Deutschland wohl zukünftig aussehen? Trockenstress, Käferplage und erhöhte Waldbrandgefahr, all das sind Umweltgefährdungen, denen das Ökosystem Wald ständig ausgesetzt ist. Um die Zukunft des Waldökosystems betrachten zu können, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Diese Unterrichtseinheit für Lernende der Sekundarstufe I betrachtet die Klimageschichte von Wäldern und gibt einen Ausblick auf die Veränderungen der Vegetationszonen durch den anthropogenen Klimawandel. Wälder verändern sich mit dem Klimawandel. Dass das schon vor vielen Jahrhunderten so war, zeigt diese Unterrichtseinheit. Veränderungen gibt es also schon immer und sie sind für Wälder eher normal als bedrohlich? Ganz und gar nicht. Denn Wälder können sich nur langsam und langfristig auf Veränderungen in den Vegetationszonen einstellen. Während sich die verschiedenen Waldgesellschaften im Laufe der Zeit langsam an die Veränderungen anpassen konnten, werden sie jetzt durch den menschgemachten Klimawandel vielen verschiedenen Umweltgefährdungen auf einmal ausgesetzt. Diese Unterrichtseinheit richtet den Blick auf die Vergangenheit des Ökosystems Wald in Deutschland und schärft so das Problembewusstsein der Lernenden für die Umweltgefährdungen durch den menschgemachten Klimawandel. Dabei betrachten die Lernenden auch die Bedeutung von Waldbränden für Waldökosysteme von Kalifornien bis Brandenburg. Wälder in Deutschland werden in dieser Unterrichtseinheit Waldökosystemen mit pyrophilen Pflanzen abgegrenzt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen und ordnen Klimaereignisse in einer zeitlichen Reihenfolge ein. können Klimaereignisse in ihrer zukünftigen Entwicklung einschätzen. differenzieren zwischen internationalen und lokalen Einflüssen des Klimawandels. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Karten und können Daten darin ergänzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten kooperativ Aufgaben und kommen zu gemeinsamen Ergebnissen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I

Erwachsenwerden in den 1990er-Jahren: Jugend im Wandel?

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieses Unterrichtsmaterials zum E-Magazin "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten" setzen sich die Schülerinnen und Schüler am Beispiel der Transformationszeit der 1990er-Jahre im wiedervereinigten Deutschland und Russland mit der Frage auseinander, was es für damalige Jugendliche bedeutete, die eigene Adoleszenz in historischen Umbruchszeiten zu erleben. Sie reflektieren abschließend über Umbruchfaktoren, die ihre eigene Adoleszenz gegenwärtig prägen. Innerhalb der Unterrichtseinheit, die auf den Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten" aufbaut, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit der Frage nach der grundsätzlichen Bedeutung der Adoleszenz als Lebensphase und reflektieren über die persönlichen Interessen und Bedürfnisse. Hieran anknüpfend setzen sie sich mit den Auswirkungen und Folgen auseinander, die die Umbruchs- beziehungsweise Transformationszeit der 1990er-Jahre für die Lebenswelt Jugendlicher in Ost- und Westdeutschland sowie in Russland mit sich brachte. Der Fokus wird vergleichend auf die unmittelbaren Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit und den Alltag der Jugendlichen in den unterschiedlichen Ländern gerichtet, bevor an ausgewählten Beispielen gezeigt wird, inwiefern historische Umbruchserfahrungen in der Adoleszenz auch langfristig Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie auf die Entwicklung einer Gesellschaft haben können. Die Unterrichtseinheit endet mit einer Aktualisierung, indem die Lernenden reflektieren, inwiefern ihre eigene Lebenswelt von Umbruchsfaktoren bestimmt wird und welche Auswirkungen damit verbunden sind. Die Unterrichtseinheit bietet sich für den Einsatz in hybriden Lern- und Lehrszenarien an und stellt als Arbeitsmaterial auch digitale Lernbausteine zur Verfügung, die eigenständig von Schülerinnen und Schülern in den Erarbeitungsphasen bearbeitet und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Lerngruppe abgestimmt werden können. Vorgesehen ist eine weitestgehend selbstständige Bearbeitung der Aufgaben. Die Lehrkraft sollte die didaktisch-methodischen Hinweise als Vorschläge verstehen, die hinsichtlich der individuellen, organisatorischen Voraussetzungen und der Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe modifiziert oder ergänzt werden können (zum Beispiel Bearbeitungszeit, Sozialformen, Bereitstellung von Hilfsmitteln, Arbeitsgruppen für die Projektphase, Bereitstellung von Lösungen). Die Unterrichtseinheit verbindet die soziale Interaktion des Präsenzunterrichts mit dem individuellen Lernen und Zugängen des E-Learnings. Dabei sieht das Lernarrangement unterschiedliche Aktivitäten und Sozialformen vor, die im Kern unabhängig davon sind, ob sie in analogen oder digitalen Räumen realisiert werden (hybrides Lernen). Insbesondere in Bezug auf individualisiertes Lernen, ermöglichen solche Szenarien ein ortsunabhängiges, selbstständigeres und -gesteuertes Lernen. Bei der Bearbeitung der Unterrichtseinheit empfiehlt es sich, das E-Magazin "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" mit einzubinden. Diese Unterrichtseinheit ist Teil des Themendossiers "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" . Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" Die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern ist gegenwärtig geprägt von enormen Umbrüchen auf vielerlei Ebenen. Die Gesellschaft, in der sie leben, verändert sich kontinuierlich, was mitunter Orientierungslosigkeit und Zukunftsängste insbesondere bei denjenigen auslösen kann, die sich in der Adoleszenz und damit auf der Suche nach der eigenen Identität befinden. Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten", das in dieser Unterrichtseinheit am Beispiel der 1990er-Jahre in Deutschland und Russland erarbeitet wird, bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich am historischen Beispiel mit der eigenen Erfahrungswelt auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse und Anknüpfungsmöglichkeiten Das Thema ist entsprechend der jeweiligen Curricula der Bundesländer (9./10. Klasse) grundsätzlich an die Auseinandersetzung mit der Wiedervereinigung Deutschlands anknüpfbar. Die Schülerinnen und Schüler sollten über Vorwissen zur Entwicklung der unterschiedlichen Staatssysteme und der gesellschaftlichen Realität von der DDR und Bundesrepublik verfügen; außerdem sollten sie ein Basiswissen zur Situation und Entwicklung der Sowjetunion, insbesondere in den 1980er-Jahren, haben. Didaktisch-methodische Hinweise Die Einheit ist insgesamt für sechs Unterrichtsstunden (zwei Einzel- und zwei Doppelstunden) angelegt und gründet auf den Darstellungen und multiperspektivischen, multimedialen Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten" . Sie beginnt mit einer Annäherung an das Thema "Erwachsenwerden" ( Einführung, circa 45 Minuten ), indem eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Begriff "Adoleszenz" erfolgt, die an die Lebenswirklichkeit der Lernenden angebunden wird. Die Frage, inwiefern Erfahrungen, die Menschen in der Adoleszenz machen, besonders prägend sein können, leitet über zu den beiden Erarbeitungsphasen, in denen ein Vergleich der Lebenswirklichkeit ost- und westdeutscher ( Erarbeitung I, circa 90 Minuten ) sowie russischer ( Erarbeitung II, circa 90 Minuten ) Jugendlicher während der Transformationszeit der 1990er-Jahre vorgenommen wird. In jeder Erarbeitungsphase werden dabei zunächst mit Bezug zum E-Magazin die historischen Hintergründe der entsprechenden Transformation beleuchtet, und hiernach wesentliche Auswirkungen der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche auf das Leben und den Alltag der jeweiligen Jugendlichen erarbeitet. Die Erarbeitungsphasen sind mit den drei hier zur Verfügung gestellten digitalen Lernbausteinen verknüpft, mit denen die Schülerinnen und Schüler sich selbständig dem Lerngegenstand annähern, diesen bearbeiten und ihr erworbenes Wissen überprüfen können. Sie können darüber hinaus unabhängig von der Unterrichtseinheit eigenständig genutzt werden. Eine anknüpfende Transferaufgabe ( Aktualisierung, circa 45 Minuten ) öffnet den Blick der Lernenden für die Bedeutung, die Umbruchserfahrungen in der Jugend grundsätzlich haben können. Die Einheit schließt ab, indem die Arbeitsergebnisse gebündelt und einer Aktualisierung zugeführt werden. Hierbei sollen die Lernenden darüber reflektieren, inwiefern sie selbst in einer Umbruchszeit leben und darüber zu diskutieren, welche Folgen damit für ihre eigene Persönlichkeit sowie für die Gesellschaft verbunden sind. Als Diskussionsanlass wird in der abschließenden Aufgabenstellung die Klimakrise vorgeschlagen. Je nach Interesse der Lerngruppe sind auch andere Gegenstände (Covid-19-Pandemie, Digitalisierung, Social Media oder andere) oder eine gänzlich offene Herangehensweise denkbar. Die Aufgaben sind so angelegt, dass ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Sozialformen stattfindet. Je nach Lerngruppengröße und Lernsituation (Leistungsniveau der Gruppe, Klassen- oder Hybridunterricht) sollten die Sozialformen durch die Lehrkraft individuell modifiziert werden. So wäre je nach individueller Ausgangslage zum Beispiel auch ein arbeitsteiliger Vergleich der Situation in Deutschland und Russland, eventuell verbunden mit einer Präsentation, denkbar. Um dem individuellen Lern- und Arbeitstempo unterschiedlicher Lerngruppen gerecht zu werden, findet sich in den Erarbeitungsphasen jeweils ein optionaler Aufgabenvorschlag, der als Differenzierungsangebot eingesetzt werden kann. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können den Begriff "Transformationszeit" den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen in Deutschland und Russland in den 1990er-Jahre zuordnen. wissen, dass historische Umbrucherfahrungen während der Adoleszenz Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung wie auch die Entwicklung einer Gesellschaft haben können. können eine Verbindung zwischen den historischen Ereignissen der 1990er-Jahre und ihrer eigenen Gegenwart herstellen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen unterschiedliche Medien- sowie Darstellungs- und Quellenformen zur Erarbeitung von Informationen und Fachinhalten. üben sich in der Weiterentwicklung von Suchstrategien/Anwendungen im digitalen Bereich. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken in der gemeinsamen Erarbeitung ihre Teamfähigkeit. üben sich im sachlichen und konstruktiven Diskutieren in der Gruppe. stärken ihr Empathievermögen durch die Übernahme anderer Perspektiven.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Erwachsenwerden in den 1980er-Jahren: Jugend zwischen Anpassung und Protest?

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieser Unterrichtseinheit zum E-Magazin "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" setzen sich Schülerinnen und Schüler mit der Umbruchszeit der 1980er-Jahre in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen sowie den Auswirkungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf dem Alltagsleben junger Menschen und wie dieses von den Umbrüchen geprägt wurde. Das Material kann sowohl für den Präsenz- als auch Distanz-/Online-Unterricht genutzt werden.Innerhalb der Unterrichtseinheit, die auf den Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" aufbaut, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Auswirkungen und Folgen, die die politischen Umbrüche in den 1980er-Jahren für die Lebenswelt Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen hatten. Dabei wird der Fokus vergleichend auf die Lebenswirklichkeit und den Alltag der Jugendlichen in den unterschiedlichen Ländern gerichtet. Die Unterrichtseinheit bietet sich für den Einsatz in hybriden Lern- und Lehrszenarien an und stellt als Arbeitsmaterial neben dem E-Magazin auch digitale Lernbausteine zur Verfügung, die eigenständig von Schülerinnen und Schülern in den Erarbeitungsphasen bearbeitet und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Lerngruppe abgestimmt werden können. Vorgesehen ist eine weitestgehend selbstständige Bearbeitung der Aufgaben. Die Lehrkraft sollte die didaktisch-methodischen Hinweise als Vorschläge verstehen, die hinsichtlich der individuellen organisatorischen Voraussetzungen und der Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe modifiziert oder ergänzt werden können (zum Beispiel Bearbeitungszeit, Sozialformen, Bereitstellung von Hilfsmitteln, Einteilung von Arbeitsgruppen für die Projektphase, Bereitstellung von Lösungen zum Abgleich). Die Unterrichtseinheit verbindet die soziale Interaktion des Präsenzunterrichts mit dem individuellen Lernen und Zugängen des E-Learnings. Dabei sieht das Lernarrangement unterschiedliche Aktivitäten und Sozialformen vor, die im Kern unabhängig davon sind, ob sie in analogen oder digitalen Räumen realisiert werden (hybrides Lernen). Insbesondere in Bezug auf individualisiertes Lernen, ermöglichen solche Szenarien ein ortunabhängiges, selbstständiges und -gesteuertes Lernen. Die Unterrichtseinheit bezieht sich auf die multimedialen Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" . Diese Unterrichtseinheit ist Teil des Themendossiers "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" . Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" im Unterricht Die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern ist gegenwärtig geprägt von enormen Umbrüchen auf vielerlei Ebenen. Die Gesellschaft, in der sie leben, verändert sich kontinuierlich, was mitunter mit Orientierungslosigkeit und Zukunftsängsten verbunden ist. Das Thema "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten", das in dieser Unterrichtseinheit am Beispiel der 1980er-Jahre in der Bundesrepublik und Polen erarbeitet wird, bietet die Möglichkeit, sich am historischen Beispiel auch mit der eigenen Erfahrungswelt auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse und Anknüpfungsmöglichkeiten Das Thema ist entsprechend der jeweiligen Curricula der Bundesländer (9./10. Klasse) grundsätzlich an die Auseinandersetzung mit der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Zerfall der Sowjetunion anknüpfbar. Die Schülerinnen und Schüler sollten über Vorwissen zur Entwicklung der unterschiedlichen Staatssysteme und der gesellschaftlichen Realität von DDR und Bundesrepublik verfügen. Außerdem sollten sie ein Basiswissen zur Situation und Entwicklung der Sowjetunion haben. Didaktisch-methodische Hinweise Die Einheit ist insgesamt über sechs Unterrichtsstunden (zwei Einzel- und zwei Doppelstunden) angelegt und gründet auf den Darstellungen und multiperspektivischen, multimedialen Materialien des E-Magazins "Erwachsenwerden in Umbruchzeiten" . Sie beginnt mit einer Annäherung an das Thema "Leben im Europa der 1980er-Jahre" ( Einführung, circa 45 Minuten ), in der eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext der 1980er-Jahre erfolgt. Die Einführung in den historischen Kontext ist mit einem digitalen Lernbaustein verknüpft, den die Schülerinnen und Schüler in der Erarbeitungsphase zur Vertiefung bearbeiten und ihren Wissensstand eigenständig überprüfen können. Die Frage, inwiefern die Umbrüche der 1980er-Jahre die Jugendlichen in der Bundesrepublik und Polen prägten, leitet über zu den beiden Erarbeitungsphasen, in denen ein Vergleich der Lebenswirklichkeit deutscher ( Erarbeitung Bundesrepublik und Jugend, circa 90 Minuten ) sowie polnischer ( Erarbeitung Polen und Jugend, circa 90 Minuten ) Jugendlicher während der Umbruchszeit vorgenommen wird. In jeder Erarbeitungsphase werden die wesentlichen Auswirkungen der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche auf das Leben und den Alltag erarbeitet. Die Erarbeitungsphasen sind mit zwei digitalen Lernbausteinen verknüpft, mit denen die Schülerinnen und Schüler sich selbständig dem Lerngegenstand annähern, diesen bearbeiten und ihr erworbenes Wissen überprüfen können. Sie können darüber hinaus unabhängig von der Unterrichtseinheit eigenständig genutzt werden. Die abschließende Unterrichtsstunde ( Aktualisierung, circa 45 Minuten ) öffnet den Blick für die Bedeutung der Umbruchserfahrungen für europäische Jugendliche in den 1980er-Jahren und heute. Die Unterrichtseinheit schließt ab, indem die Arbeitsergebnisse gebündelt und einer Aktualisierung zugeführt werden. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, über ihr eigenes Europabild zu reflektieren und sich auszutauschen. Die Aufgaben sind so angelegt, dass ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Sozialformen stattfindet und sowohl im Präsenz- als auch Distanzlernen umgesetzt werden können. Je nach Lerngruppengröße und Lernsituation (Leistungsniveau der Gruppe, Klassen- oder Hybridunterricht) sollten die Sozialformen durch die Lehrkraft individuell modifiziert werden. So wäre je nach individueller Ausgangslage zum Beispiel auch ein arbeitsteiliger Vergleich der Situation in der Bundesrepublik und Polen, eventuell verbunden mit einer Präsentation, denkbar. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen (und der Sowjetunion) der 1980er-Jahre erklären. können die Auswirkungen auf das Alltagsleben und die Gesellschaft benennen. können die Lebenswelten deutscher und polnischer Jugendlicher beschreiben. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen unterschiedliche Medien- sowie Darstellungs- und Quellenformate zur Erarbeitung von Informationen und Fachinhalten. üben sich in der Weiterentwicklung von Suchstrategien/Anwendungen im digitalen Bereich. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken in der gemeinsamen Erarbeitung ihre Teamfähigkeit. üben sich im sachlichen und konstruktiven Diskutieren in der Gruppe. stärken ihr Empathievermögen durch die Übernahme anderer Perspektiven.

  • Geschichte / Früher & Heute / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Colours: an interactive colour studio

Unterrichtseinheit
14,99 €

Mit diesen Unterrichtsmaterialien zum Thema Farben lernen und üben die Schülerinnen und Schüler den Einsatz englischer Farbadjektive in komplexen Situationszusammenhängen in einer Farben-Werkstatt. Ein bunte Mischung aus interaktiven und klassischen Aktivitäten kann dabei binnendifferenziert eingesetzt werden.Zu Beginn des Englischunterrichts im dritten Schuljahr nimmt die Einführung der Farbadjektive einen breiten Raum ein. Das Lernen der englischen Farbbezeichnungen ist grundlegend für den weiteren Unterricht. Die Kinder nutzen die Farben, um Personen, Tiere und Dinge des täglichen Lebens zu beschreiben. Die Nutzung dieser Adjektive hat einen hohen Aufforderungscharakter zum aktiven Sprechen. Im vierten Schuljahr erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie die gelernten Farbadjektive in größeren Situationszusammenhängen nutzen können. In einer englischen Farben-Werkstatt gehen sie kommunikativ mit dem Wortschatz um und üben und festigen das bekannte Wortmaterial. Bei etlichen Aufgabenstellungen werden ansprechende Internetressourcen mit spielerischen Angeboten genutzt, die Motivation und Medienkompetenz stärken. Der unterschiedliche Schwierigkeitsgrad der frei wählbaren Arbeitsaufträge trägt zur Binnendifferenzierung bei und fördert die Selbsteinschätzung.Voraussetzung für diese Werkstattarbeit ist, dass die Schülerinnen und Schüler bereits fortgeschrittene Kenntnisse im Umgang mit dem Computer haben. Die Kinder müssen nicht alle Aufgaben bearbeiten, sondern wählen einige Übungen aus. Dazu sollten sie ihre Englischkenntnisse zutreffend einschätzen können und sich für leichtere oder schwierigere Aufgaben entscheiden. Auch die Lehrkraft kann binnendifferenzierend vorwirken, indem sie die einzelnen Aufgaben in beispielsweise drei Schwierigkeitsstufen vorsortiert. Das Üben des Farben-Wortschatzes kann eine, zwei oder drei Unterrichtsstunden in Anspruch nehmen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben und vertiefen die englischen Farbadjektive in komplexen Situationszusammenhängen. hören kurze Online-Texte und setzen die neuen Informationen auf einem Arbeitsblatt ein. lesen und verstehen kurze Texte mit bekanntem Wortmaterial. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler rufen im Internet verschiedene Webseiten auf. bearbeiten in einem Textverarbeitungsprogramm Autoformen und Wörter. drucken aus dem Internet ein Colour-Book aus. Zunächst teilen sich die Schülerinnen und Schüler in Partnergruppen auf, wobei darauf zu achten ist, dass mindestens ein Gruppenmitglied weiß, wie man im Internet eine Website aufruft (colourwerkstatt_ab01_internetzugang.pdf) oder im Textverarbeitungsprogramm die AutoFormen und das Formatieren kennt (colourwerkstatt_ab02_zeichnen.pdf). Die Lehrkraft stellt die Arbeitsaufträge auf dem Aufgabenblatt(colourwerkstatt_ab03_arbeitsauftraege.zip) vor und gibt kurze Erläuterungen zu den einzelnen Aufgaben. Einige Arbeitsblätter werden am Computer im Textverarbeitungsprogramm bearbeitet, andere erfordern das Anhören einer Story auf einer Website, woran sich dann ein Arbeitsblatt zur Verständniskontrolle anschließt. Ausgabe der Arbeitsblätter Die Dateien für die Aufgaben, die am Computer bearbeitet werden sollen (ab06_mice.rtf, ab07_underline.rtf, ab08_names.rtf), liegen bereits auf dem Desktop und können von dort aufgerufen werden. Die übrigen Arbeitsblätter (ab04_rainbow.zip, ab05_quiz.zip) werden für die Schülerinnen und Schüler ausgedruckt bereit gestellt. Die Partnergruppen suchen sich Aufgaben aus und führen sie am Computer durch. Die Lehrkraft gibt Hilfestellungen zum Verständnis der Aufträge und bei der Handhabung am Rechner. Nach Abschluss der Arbeiten stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor. Die Kinder sollen ihre Arbeit selbstkritisch betrachten und ausdrücken, was sie in der Colour-Werkstatt gelernt haben.

  • Englisch
  • Primarstufe

Erwachsenwerden in Umbruchszeiten

Dossier

Wie war es in den 1980er- und 1990er-Jahren in Europa, jung zu sein? Was bewegte Jugendliche von damals? Wofür traten sie ein? Ähnlich wie Jugendliche bei "Fridays For Future" heute, haben auch in den 1980er- und 1990er-Jahren viele junge Menschen gegen die Entscheidungen in der Erwachsenenwelt und der Politik rebelliert und protestiert: für ein Ende des Kalten Krieges und gegen die Nutzung der Atomkraft 1986, für einen demokratischen Wandel und gegen die Zerstörung der Umwelt. Das Themendossier "Erwachsenwerden in Umbruchszeiten" beleuchtet die Erfahrungswelten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland, Polen und Russland der 1980er- und 1990er-Jahre. Das interaktive E-Magazin beschäftigt sich vergleichend mit den Erfahrungswelten Jugendlicher und junger Erwachsener und bietet einen Überblick zu den historischen und politischen Entwicklungen dieser beiden Jahrzehnte, die weitreichende Auswirkungen für unsere Gegenwart hatten. Multimediale Inhalte, Film-, Ton- und Bildmaterialien sind unmittelbar im E-Magazin verknüpft und laden Schülerinnen und Schüler zum Entdecken ein. Begleitend zum E-Magazin stehen zwei Unterrichtseinheiten zur Verfügung, die Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Umbruchs- und Transformationszeit der 1980er- und 1990er-Jahre in Deutschland, Polen und Russland geben. Die Unterrichtsmaterialien eignen sich zum Einsatz in hybriden Lern- und Lehrszenarien und sind mit interaktiven Lernbausteinen verknüpft. Einsatzmöglichkeiten des E-Magazins Das Unterrichtsmaterial und digitale Angebot ist für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II konzipiert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fach Geschichte. Aber auch Gesellschaftslehre, Sozialkunde sowie Politik und Wirtschaft bieten Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Material steht kostenfrei auf Lehrer-Online zur Verfügung und kann für den eigenen Unterricht rechtssicher verwendet werden.

  • Fächerübergreifend
  • Geschichte, Politik und Gesellschaftswissenschaften

Zoonosen – krank durch Tiere?

Unterrichtseinheit
14,99 €

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler, dass Krankheiten auch zwischen Menschen und Tieren übertragbar sind. Sie erfahren, was eine Zoonose ist, lernen die bekanntesten Zoonosen kennen und erarbeiten, wie sie sich vor den Krankheitserregern schützen können. Zoonosen sind Krankheiten, die durch Erreger ausgelöst werden, die sowohl den Menschen, als auch Tiere befallen können und zwischen Mensch und Tier übertragen werden können. Die wohl bekannteste Zoonose aktuell ist das Corona-Virus. Eine der Ursprungshypothesen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgestellt haben, geht davon aus, dass die Krankheit sich zunächst bei Fledermäusen ausbreitete, bevor sich der Mensch mit der ersten Virus-Variante von SARS-CoV-2 infizierte. Ob die Fledermaus jedoch der Überträger war oder ob es noch einen weiteren Zwischenwirt gab, ist bisher nicht abschließend geklärt. Sicher belegt ist allerdings, dass auch verschiedene Tierarten sich beim Menschen angesteckt haben. So erkrankten beispielsweise Zootiere am Corona-Virus, die sich bei Pflegenden angesteckt hatten. Obwohl der Begriff "Zoonose" zunächst einschüchternd klingt und insbesondere im Zusammenhang mit dem Corona-Virus mit einer Gefahr für den Menschen assoziiert wird, geht von vielen Erregern zunächst keine besondere Gefahr aus. Fast zwei Drittel aller Krankheitserreger, die Infektionskrankheiten bei Menschen auslösen können, können von Tieren übertragen werden. Dies betrifft sowohl einfache Erkältungsviren als auch Krankheiten mit bedrohlicherem Verlauf wie die Tollwut oder BSE. Eine Übertragung kann durch direkten Kontakt oder Lebensmittel, aber auch durch tierische Zwischenwirte wie Zecken oder Mücken erfolgen. In dieser Unterrichtseinheit für den Sachkunde-Unterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Zoonosen auseinander. Nachdem sie den Begriff 'Zoonose' kennengelernt haben, erarbeiten sie sich mithilfe einer Zuordnungsaufgabe die bekanntesten Zoonosen und deren Überträger. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler das Risiko einzuschätzen, an Zoonosen wie Borreliose, Tollwut oder Malaria zu erkranken. Abschließend erarbeiten die Lernenden mithilfe eines Lückentextes Hygienemaßnahmen, mit denen sie sich vor der Ansteckung mit einer Zoonose schützen können. Das Thema "Zoonosen" im Unterricht Auf den ersten Blick mag das Thema "Zoonosen" Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter kaum betreffen. Innerhalb der vergangenen Jahre hat das Corona-Virus jedoch auch schon Kindern aufgezeigt, dass es gefährliche Krankheiten gibt, die zwischen Mensch und Tier übertragbar sind. Die Sachkunde-Unterrichtseinheit aus dem Bereich der Biologie muss jedoch gar nicht an einer pandemischen Viruserkrankung aufgezogen werden. Deutlich näher an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sind die eigenen Haustiere. Auch diese können erkranken und ihre Besitzenden anstecken. Außerdem können auch Menschen unsere tierischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner mit Krankheiten infizieren. Hat die ganze Familie eine Erkältung, kann es durchaus passieren, dass auch der Hund sich damit infiziert. Wissen wird in der Unterrichtseinheit "Zoonosen – krank durch Tiere?" an konkreten Beispielen aufgearbeitet. Auf diese Weise bleibt es für die Lernenden kein abstrakter Unterrichtsinhalt, sondern wird durch den Lebensweltbezug deutlich greifbarer. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler eigene Erfahrungen in Bezug auf kranke Haustiere in den Unterricht einbringen. Didaktische Analyse An der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler orientiert, erklärt der Einstieg in die Unterrichtseinheit das Thema 'Zoonosen' anhand von Zootieren, die am Corona-Virus erkrankt sind. Da den Lernenden bewusst gemacht werden soll, dass verschiedene, alltägliche Krankheiten zwischen Mensch und Tier übertragen werden können, wird die Begriffseinführung nun am Beispiel von Haustieren weitergeführt. Eine Zuordnungsaufgabe erweitert das Wissen der Schülerinnen und Schüler über die Übertragungsmöglichkeiten von Zoonosen. Eine anschließende Risikobewertung soll den Lernenden nicht nur verdeutlichen, in welchen Situationen sie Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Ansteckung mit Zoonosen ergreifen sollten (beispielsweise das Absuchen nach Zecken im Anschluss an einen Waldbesuch und die anschließende Beobachtung des Zeckenbisses), sondern ihnen auch die Angst nehmen, sich mit bestimmten Zoonosen zu infizieren. Anschließend werden die Lernenden über Hygienemaßnahmen aufgeklärt, die sie ergreifen können, um sich vor Zoonosen zu schützen. Auf diese Weise wird die Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Infektionskrankheiten gestärkt. Methodische Analyse Das Thema 'Zoonosen' wird in dieser Unterrichtseinheit mithilfe von Arbeitsblättern erarbeitet. Unterschiedliche Aufgabentypen gestalten die Arbeitsmaterialien abwechslungsreich und schülernah. Ein kurzer Informationstext erklärt den Lernenden zunächst, was eine Zoonose ist. Eine Eselsbrücke in bildlicher Form soll ihnen helfen, den komplizierten Begriff 'Zoonose' zu verstehen und zu behalten. Das zweite Arbeitsblatt gibt den Schülerinnen und Schülern in einer Zuordnungsaufgabe einen Überblick über bekannte Zoonosen. So werden sie spielerisch über die Infektionskrankheiten und ihre Überträger informiert. Der Lückentext, der die Unterrichtseinheit abschließt, fasst die wichtigsten Informationen zu Zoonosen noch einmal zusammen. Die Wiederholung zum Anschluss festigt das Gelernte. Abschließend wird im Plenum noch einmal aufgegriffen, wie gefährlich Zoonosen tatsächlich sind. Den Schülerinnen und Schülern soll so das Risiko einer Ansteckung verdeutlicht und die Angst vor Zoonosen genommen werden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich den Begriff 'Zoonose'. beurteilen die Gefahr, sich durch ein (Haus-)Tier mit einer Krankheit zu infizieren. erweitern ihr Wissen zu Infektionskrankheiten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler interpretieren Bildaussagen und Sachtexte. bringen Informationen aus den Medien themengerecht in den Unterricht mit ein. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler helfen sich bei Bedarf gegenseitig. gehen wertschätzend miteinander um. präsentieren Ergebnisse adressatengerecht.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Primarstufe

Exillyrik: Leben im Exil

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Exillyrik vermittelt den Schülerinnen und Schülern einen Eindruck vom Leben im Exil. Der Unterrichtsvorschlag beleuchtet die Zusammenhänge gattungstypischer Motive in einem epochenübergreifenden Vergleich.Die literaturgeschichtliche Tradition der Exillyrik beginnt in der Antike bereits mit Ovid und Vergil und bestimmte in der Renaissance Dantes "Göttliche Komödie". Den exilierten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts stand Heinrich Heine nahe, dessen berühmte Verse aus "Deutschland - ein Wintermärchen" zu einem Leitmotiv wurden. Der Unterrichtsvorschlag beleuchtet die Zusammenhänge gattungstypischer Motive in einem epochenübergreifenden Vergleich. Einen Brückenschlag zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert schafft beispielsweise die Gegenüberstellung von Heines Gedichten mit denen der expressionistischen Lyrikerin Else Lasker-Schüler. Persönliche Schicksale im Exil Die Auseinandersetzung mit der Exillyrik soll über die historisch-politische Dimension des Nationalsozialismus hinausweisen. Durch das Aufgreifen zentraler Motive wie Heimweh, Entwurzelung und Identitätsverlust wird der Zugang zu persönlichen Schicksalen der Exilantinnen und Exilanten ermöglicht. Des Weiteren sollen die Schülerinnen und Schüler den Aspekt des Schreibens als Therapie kennenlernen. Ein assoziativer Einstieg soll es den Lernenden ermöglichen, sich in das Leben von Menschen, die in das Exil gegangen sind, hineinzuversetzen. Je nach Lerngruppe kann dabei in den Sozialformen differenziert werden. In einer Internetrecherche finden die Schülerinnen und Schüler weitere Informationen zur Exillyrik und ihren Autoren und Autorinnen. Dabei wird nach Wörtern gesucht, die die Schreibenden für ihre Situationsbeschreibung im Exil verwendet haben. Abschließend stellen die Lernenden die Gedichte aus verschiedenen Epochen gegenüber und vergleichen sie hinsichtlich der erarbeiteten Wortwahl, Symbolik et cetera. In einer abschließenden Arbeitsphase werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, ein Gedicht mithilfe eines Textverarbeitungsprogramms in einen Zeitungsartikel oder eine Reportage umzuwandeln und auf diese Weise ein vertiefendes Verständnis für das Gedicht zu erlangen. Alternativ lassen sich Gedichte darüber hinaus auch sehr anschaulich als Powerpoint-Präsentation oder Website aufbereiten. Die hier ausgewählten Gedichte können auch im fächerübergreifenden Deutsch- und Geschichtsunterricht der Klassenstufe 9 bis in die Oberstufe eingesetzt werden. Dabei ist anzumerken, dass diese Gedichte in aller Regel dem Copyright-Schutz unterliegen. Daher sollte die Lerngruppe auf Anthologien und Gedichtbände zugreifen können und mithilfe der Lehrkraft ein passendes Gedicht auswählen. Fachkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler können Motive der "Exillyrik" nennen. lernen die Möglichkeit der Bewältigung der Exilsituation mithilfe der Lyrik kennen. stellen Beispiele aus der Lyrik vor und interpretieren sie parallel zur Biografie. Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Gedichte aus dem deutschsprachigen Exil über die Jahrhunderte miteinander (Heine, Brecht, Lasker-Schüler, Sachs, et cetera). wandeln ein ausgewähltes Gedicht der Exillyrik (1933-1945) in eine Geschichte/Reportage um.

  • Geschichte / Früher & Heute / Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Sekundarstufe I

Einführung in das allgemeine Verwaltungsrecht für Schulen

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel geht es um das Thema "Allgemeines Verwaltungsrecht für Schulen". Dr. Florian Schröder, Jurist und Experte für Schulrechtsfragen, behandelt dabei Verwaltungsakte im Schulbereich, deren Rechtmäßigkeit sowie Rechtswidrigkeit und rechtliche Mittel wie Widerspruch, Klage, Berufung, Revision und einstweiliger Rechtsschutz. Der vorliegende Beitrag setzt die systematische Einführung in das Schulrecht und schulrelevante weitere Rechtsgebiete fort, die mit dem Teil Verfassungs- und grundrechtliches Fundament von Schule begonnen hat. Da Schulrecht in wesentlichen Teilen Landesrecht ist, ist es nicht möglich, auf die Rechtslage jedes der 16 Bundesländer im Detail einzugehen. Dort, wo landesrechtliche Regelungen maßgeblich sind, wird in der Beitragsserie daher stellvertretend für die Flächenländer jeweils anhand des niedersächsischen Landesrechts erläutert; stellvertretend für die Stadtstaaten steht das hamburgische Landesrecht. Verwaltungsrecht Als Allgemeines Verwaltungsrecht bezeichnet man alle Regelungen, die die Organisation der öffentlichen Verwaltung und den Ablauf des Verwaltungshandelns regeln. Grundlegende Normen sind dabei die Verwaltungsverfahrensgesetze (VwVfG) der Länder, welche das Verfahrensrecht für alle Behörden "vor die Klammer ziehen", ehe im zweiten Schritt das Besondere Verwaltungsrecht, also das inhaltliche ("materielle") Recht (zum Beispiel das Schulgesetz) ins Spiel kommt. Der Einfachheit halber verweisen die meisten Landes-Verwaltungsverfahrensgesetze auf das Bundes-Verwaltungsverfahrensgesetz oder enthalten vergleichbare Regelungen, so dass nachfolgend dieses in Bezug genommen wird. Zentraler Begriff des Allgemeinen Verwaltungsrechts ist der sogenannte Verwaltungsakt (VA, umgangssprachlich auch "Bescheid"), welchen § 35 Satz 1 des Bundes-Verwaltungsverfahrensgesetzes definiert als "jede Verfügung, Entscheidung oder andere hoheitliche Maßnahme, die eine Behörde zur Regelung eines Einzelfalls auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts trifft und die auf unmittelbare Rechtswirkung nach außen gerichtet ist". Nur, wenn das Verwaltungshandeln in Form eines Verwaltungsakts erfolgt, sind hiergegen die klassischen Rechtsmittel des Widerspruchs und der anschließenden Klage möglich (dazu sogleich). Die wichtigsten Verwaltungsakte im Schulbereich sind: Abschluss- und Versetzungszeugnis, (Ablehnung der) Aufnahme von Schülerinnen und Schüler, (Ablehnung der) Beurlaubung und Befreiung, Ordnungsmaßnahmen, (Nicht-) Zulassung zur Prüfung, Entlassung aus der Schule und Entscheidungen einer Inklusions-Förderkommission. Grundsätzlich keine Verwaltungs-, sondern nur sogenannte Realakte sind hingegen zum Beispiel Halbjahreszeugnisse (auch, wenn sie epochale Noten enthalten: Diese sind erst mit dem Schuljahresend-Zeugnis anfechtbar) und Erziehungsmittel (Ermahnungen, "Strafarbeiten", Nachsitzen et cetera). Damit ein Verwaltungsakt Wirkung entfaltet, muss er der oder dem Betroffenen bekanntgegeben werden, erst ab diesem Zeitpunkt und nur mit dem bekanntgegebenen Inhalt gilt er. Die Bekanntgabe kann, sofern es kein normiertes Schriftformerfordernis gibt (wie zum Beispiel bei Zeugnissen oder Ordnungsmaßnahmen), auch mündlich erfolgen, wobei zwecks Dokumentation und Nachvollziehbarkeit die Schriftform empfehlenswert ist. Ob ein Verwaltungsakt rechtmäßig oder rechtswidrig ist, spielt zunächst keine Rolle (!). Auch ein rechtswidriger Verwaltungsakt erwächst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist in sogenannter Bestandskraft und ist dann nicht mehr angreifbar. Solange gegen einen Verwaltungsakt also keine Rechtsmittel eingelegt werden, ist er in der Welt und wirksam ("Wo kein Kläger, da kein Richter."). Wird er hingegen angegriffen, ist er umfassend auf formelle (also das Entstehungsverfahren betreffende) und materielle (also inhaltliche) Fehler zu überprüfen. Hinsichtlich formeller Fehler helfen dabei häufig Unbeachtlichkeitsnormen (zum Beispiel § 46 VwVfG, wonach Fehler unbeachtlich sind, wenn sie sich auf das Ergebnis nicht ausgewirkt haben) und bestehen Heilungsmöglichkeiten (zum Beispiel § 45 VwVfG, wonach unterbliebene oder mangelbehaftete Verfahrensschritte innerhalb des Rechtsmittelverfahrens nachge- oder wiederholt werden können). Rechtsmittel: Widerspruch, Klage/ Berufung/ Revision, einstweiliger Rechtsschutz Fühlt sich jemand durch einen Verwaltungsakt rechtswidrig behandelt, so ist in den meisten Bundesländern zunächst Widerspruch zu erheben. Das Widerspruchsverfahren (auch Vorverfahren) richtet sich nach §§ 68 ff. der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO). Der Widerspruch ist danach binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Verwaltungsakts zu erheben (§ 70 Abs. 1 VwGO), enthielt er keine Rechtsbehelfsbelehrung ist die Frist ein Jahr (§§ 70 Abs. 2, 58 VwGO). Im Widerspruchsverfahren werden Recht- und Zweckmäßigkeit des Verwaltungsakts auf den Prüfstand gestellt, womit das Widerspruchsverfahren weiter geht als eine Klage, bei der vom Verwaltungsgericht (VG) nur noch die Rechtmäßigkeit der Maßnahme überprüft werden darf. Liegt ein Widerspruch vor, so muss die Schule zunächst eine sogenannte Abhilfeprüfung durchführen, bei welcher die Person oder das Gremium, die/das den angegriffenen Verwaltungsakt erlassen hat, die Entscheidung unter Berücksichtigung der Argumente aus dem Widerspruch nochmals überprüft. Ergibt die Abhilfeprüfung, dass die Entscheidung aus formalen oder inhaltlichen (materiellen) Gründen ganz oder teilweise falsch war, so wird der Verwaltungsakt von der Schule (!) ganz oder teilweise aufgehoben oder abgeändert ("abgeholfen"). Wird nicht oder nur teilweise abgeholfen, so wird (erst dann) die Akte zur Entscheidung an die Schulbehörde weitergeleitet, welche eine erneute Abhilfeprüfung durchführt und schließlich einen Widerspruchsbescheid erlässt. (Erst) Gegen den Widerspruchsbescheid kann sodann binnen eines Monats nach seiner Bekanntgabe (Anfechtungs-) Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben werden. Das Klageverfahren (auch Hauptsacheverfahren) wird durch die Schulbehörde geführt, die involvierten Lehrkräfte müssen aber für Auskünfte beziehungsweise als Zeuginnen oder Zeugen bereitstehen. Die Bearbeitungszeiten von Klageverfahren sind lang, die erste Instanz kann durchaus zwei Jahre dauern. Wird gegen die erstinstanzliche Entscheidung Berufung zum Oberverwaltungsgericht (in einige Bundesländern heißt es Verwaltungsgerichtshof) und gegebenenfalls gegen die zweitinstanzliche Entscheidung Revision zum Bundesverwaltungsgericht eingelegt, so ergeben sich ganz erhebliche Verfahrensdauern. Aus diesem Grund kommt dem sogenannten einstweiligen Rechtsschutz besondere Bedeutung zu. Hierbei können Betroffene beim Verwaltungsgericht beantragen, dass ein Verwaltungsakt bis zur späteren Entscheidung über das Klageverfahren nicht vollzogen werden darf (§ 80 Abs. 5 VwGO) oder eine andere vorläufige Regelung (zum Beispiel vorläufige Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe) getroffen wird (§ 123 VwGO). In diesen Eilverfahren entscheiden die Gerichte schnell, bei Bedarf innerhalb weniger Tage. Widerspruch und Klage entfalten in der Regel eine sogenannte aufschiebende Wirkung, das heißt, der angegriffene Verwaltungsakt bleibt zwar wirksam, darf aber einstweilen nicht vollzogen werden (§ 80 VwGO). Diese Grundregel gilt, solange keine Ausnahme normiert ist. Im schulischen Bereich sind insbesondere bei Ordnungsmaßnahmen unterschiedlichste Ausnahmeregelungen in den Landesschulgesetzen zu finden. Während etwa in Hamburg (bis auf den speziellen Fall des § 49 Abs. 9 Satz 3 HmbSG) die vorgenannte Grundregel gilt, differenziert beispielsweise Niedersachsen nach der Art der Ordnungsmaßnahme (§ 61 Abs. 4 NSchG). Entfaltet ein Rechtsmittel schon durch seine Erhebung aufschiebende Wirkung, besteht für die Schule die Möglichkeit, dies zu verhindern, indem die sogenannte sofortige Vollziehung angeordnet wird (§ 80 Abs. 2 Nr. 4 in Verbindung mit Abs. 3 Satz 1 VwGO). Dies ist zulässig, wenn die sofortige Vollziehbarkeit im öffentlichen oder überwiegenden Interesse eines Beteiligten liegt (zum Beispiel bei Gewaltvorfällen) und hierzu eine schriftliche Begründung erfolgt. Die sofortige Vollziehung kann zusammen mit der ursprünglichen Entscheidung oder jederzeit danach angeordnet werden. Weiterführende Literatur Schröder, Florian (2019). Ein Wegweiser durch das Schulrecht. Köln: Carl Link Verlag.

  • Fächerübergreifend

Interaktive Wiederholung: glaziale Serie und Gletscher

Interaktives / Kopiervorlage

Das Arbeitsmaterial zu den Themen "glaziale Serie" und "Gletscher" mit interaktiven Übungen und Arbeitsblatt greift Lerninhalte der Themen auf und fragt den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler zum Abschluss einer Unterrichtseinheit ab.Mithilfe dieses Arbeitsmaterials können die Lernenden ihr erworbenes Wissen über die Geschichte, die Entstehung und den Aufbau von Gletschern am Ende einer Unterrichtseinheit anwenden und festigen. Interaktive Übungen und Arbeitsblatt eignen sich, um zum Abschluss einer Unterrichtseinheit zum Thema "Gletscher" oder "Alpen" Lerninhalte zu wiederholen. In drei interaktiven Übungen können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen eigenständig überprüfen. In der ersten interaktiven Übung befassen sich die Lernenden mit dem typischen Aufbau eines Gletschers, indem sie eine schematische Darstellung beschriften. Mithilfe eines Lückentextes kann in der zweiten Übung das sinnerfassende Lesen sowie das Verständnis verschiedener Fachbegriffe zum Thema "Gletscher" geschult werden. Der Lückentext hilft den Schülerinnen und Schülern auf spielerische Art und Weise, das Wissen über Gletscher anzuwenden und zu vertiefen. Schließlich geht es bei dem Quiz als Lernspiel darum, erworbenes Wissen zu reproduzieren. Relationen zwischen Namen, Daten und Fakten zum Thema Gletscher lassen sich ebenso auf spielerische Art herstellen. Das Arbeitsblatt fragt systematisch Wissen zum Thema "Glaziale Serie und Gletscher" ab. Die Schülerinnen und Schüler wiederholen die Entstehung des Gletschers, Fachbegriffe zum Aufbau des Gletschers und zur glazialen Serie und erstellen eine Concept-Map, die ihr gesamtes Wissen bündelt. Das Entwerfen von Concept-Maps hilft dabei, Wissen zu strukturieren und zu verknüpfen, sodass es im Langzeitgedächtnis verankert wird. Diese Methode eignet sich optimal, um sich beispielsweise auf einen Test vorzubereiten. Das Thema "Gletscher" im Unterricht Das Wort "Gletscher" bedeutet wörtlich übersetzt eigentlich Eis oder Ferner. Der Gletscher zeigt sich dem Betrachter als ein kilometerlanger fließender Eisstrom, welcher ein festes Einzugsgebiet aufweist. Ein Gletscher bewegt sich aufgrund der Hangneigung, der Masse und der Struktur des Eises stetig. Daher rührt auch der Ausdruck "Der Gletscher fließt.". Zu finden sind Gletscher entweder im Hochgebirge oder in Polargebieten. Oftmals werden Gletscher – je nach geografischer Lage – auch als Ferner (im süddeutschen oder tirolischen Raum) oder als Kees (in Österreich) sowie als Firn (in der Schweiz) bezeichnet. Ein Gletscher entsteht vereinfacht gesagt aus kompaktem Altschnee oder Firn, der sich in einem langen Prozess – einer Schneemetamorphose – von zunächst lockerem Schnee zu festem Altschnee (Firn) umwandelt. Hierfür müssen große Mengen an Schnee vorhanden sein, um einen Gletscher entstehen zu lassen. Aus circa 80 cm Neuschnee entsteht circa 1 cm Gletschereis. Über mehrere Jahre hinweg muss der Schnee im Sommer liegen bleiben, um einen Gletscher wachsen zu lassen. Gletscher spielen für den Süßwasservorrat der Erde eine große Rolle, da sie circa 70 % des Süßwasservorrats speichern. Sie stellen neben den Ozeanen den größten Wasserspeicher der Erde dar. Gletscher erfüllen nicht nur global betrachtet eine wichtige Aufgabe im Klimageschehen, sondern formten insbesondere in den Eiszeiten unsere Landschaft, wie zum Beispiel die typische Eiszerfallslandschaft. Der Rückgang der Gletscher begann schon Mitte des 19. Jahrhunderts und verstärkt sich in den Zeiten des Klimawandels und der weiteren globalen Erwärmung immer mehr. In Bayern gibt es derzeit nur noch vier Gletscher: den Schneeferner und Höllentalgletscher auf der Zugspitze sowie den Blaueis- und den Watzmanngletscher in Berchtesgaden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den typischen Aufbau eines Gletschers. können erklären, wie ein Gletscher entsteht. können Fachbegriffe aus dem Themenbereich "Glaziale Serie und Gletscher" erklären. bündeln ihr Wissen zum Thema "Glaziale Serie und Gletscher" in einer Concept-Map. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen interaktive Arbeitsmaterialien zum eigenständigen Wiederholen. gliedern ihr Wissen in einer Concept-Map. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wiederholen die Lerinhalte selbstständig in individuellem Tempo.

  • Geographie / Jahreszeiten
  • Sekundarstufe I
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