Unterrichtsmaterialien zum Thema "Politik"

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Kinder der Welt: Zwischen Konsum und Armut

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit für den integrierten Deutsch-Unterricht zeigt den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen Konsum und Armut für die Kinder dieser Welt auf. Arbeitsgrundlage ist das Deutschbuch, das durch gezielte Recherchen im Internet ergänzt wird.Auf der einen Seite erleben Kinder in den Medien und konkret vor Ort den Überfluss einer Gesellschaft, die auf Konsum aufbaut und für die Advent und Weihnachten wichtige Wirtschaftsfaktoren sind. Auf der anderen Seite flattern neben den Hochglanzprospekten der Supermärkte fast täglich Informationsmaterialien von humanitären Hilfsorganisationen ins Haus. Dieses Unterrichtsprojekt setzt bei diesen Erfahrungen an, thematisiert sie und nutzt sie, um weitere Informationen einzuholen, auszuwerten, zu verarbeiten und weiterzugeben - und führt schließlich vielleicht sogar zum Handeln. Arbeitsgrundlage ist dabei das Deutschbuch, das durch gezielte Recherchen im Internet ergänzt wird. Integrierter Deutschunterricht Das Prinzip des "integrierten Deutschunterrichts", der die neuen Medien sinnvoll und funktional einbezieht, wird immer noch von vielen Kolleginnen und Kollegen mit Skepsis betrachtet. Meine Unterrichtserfahrung bestärkt mich darin, im "ganz normalen" Deutschunterricht Computer und Internet einzusetzen. Nicht nur die hohe Motivationskraft der digitalen Medien, auch die vielfältigen Möglichkeiten der schnellen, umfassenden, die Fächergrenzen überschreitenden Informationsbeschaffung stellen eine Bereicherung der klassischen Unterrichtssituation dar. Differenzierung und Individualisierung Schließlich ist auch zu bedenken, dass das vielfältige Angebot der digitalen Medien einen hohen Grad an Differenzierung und Individualisierung von Unterricht ermöglicht und dabei auch die Lehrkraft entlasten kann. Voraussetzung ist ein einigermaßen sicherer Umgang mit der Technik und eine sorgfältige, gut durchdachte Vorbereitung. Im Lehrerteam: Materialien austauschen Die Investition von Zeit und Mühe lohnt sich, besonders dann, wenn sich Kollegien auf den Weg der Teambildung machen und ihre Materialien austauschen. Ablauf der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Zweierteams erst mit dem Buch dann am Computer oder vice versa. Beobachtungen im Unterricht Der viel geforderte "neue Unterricht" ist ganz einfach zu erreichen - stellt man im Verlauf dieser Einheit fest. Die Schülerinnen und Schüler nutzen gezielt das Internet als Medium der Recherche. beschreiben und untersuchen eine Website genau (Aufbau, Navigation, Adressatenkreis, Publikationsabsicht). beurteilen eine Website begründet. stellen eigene Ergebnisse vor. Während der vergangenen Stunden hat sich ein kleines vorweihnachtliches Ritual gebildet, das die Kinder sichtlich genießen: Wir öffnen ein "Türchen" an unserem literarischen Adventskalender. Nach Texten über den Adventskranz, die heilige Barbara und den Nikolaus zeigt sich heute eine Geschichte mit dem Titel "Der Teppich aus Schiras". Im Gespräch über den Text kommen wir auf das Thema Kinderarbeit, zu dem die Kinder schon eine ganze Menge wissen. Zum Thema "Kinderrechte" bietet auch unser Deutschbuch ein Kapitel mit einem vielfältigen Textangebot. In der Unterrichtseinheit sollen diese Texte selbstständig gelesen, erschlossen und bearbeitet werden. Alle Aufgaben stehen im Buch und sind schriftlich in Einzelarbeit zu erledigen. Ergänzend dazu sollen die Kinder im Internet weitere Informationen über Kinder in fremden Ländern suchen. Bevor wir damit beginnen, besprechen wir, was "Recherche" bedeutet und wie man im Internet recherchiert. Auch Schwierigkeiten und Gefahren werden angesprochen, denn jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass man nach stundenlangem Surfen im Netz zwar einen dicken Packen Material zum gewünschten Thema hat, das meiste davon aber nicht brauchen kann oder gar nicht versteht. Deshalb ist es wichtig, mit klaren Zielvorstellungen und einer begrenzten Zeitvorgabe ans Werk zu gehen. Arbeitsauftrag Die Kinder erhalten ein Arbeitsblatt mit Aufgaben, die sie in etwa 30 Minuten erledigen sollen. Danach ist Arbeitsplatzwechsel. Dabei sollen die Kinder, die zuerst am PC waren, ihren Arbeitspartner kurz über ihre Rechercheergebnisse informieren. Bevor sich alle an die Arbeit machen, suchen sich die Kinder einen Arbeitspartner und sprechen ab, wer mit der Arbeit im Buch und wer am PC beginnt. Für die PC-Arbeit stehen Arbeitsblätter für zwei verschiedene Internetadressen - www.kindernet.at und www.unicef.de/kids - zur Verfügung. Jedes Tandem wählt ein Arbeitsblatt aus, arbeitet also arbeitsgleich. Damit hier keine Verwechslungen entstehen, empfiehlt es sich, die Arbeitsblätter auf verschiedenfarbiges Papier zu kopieren. Hausaufgabe Die Doppelstunde ist wie im Flug vergangen, und die Kinder würden am liebsten gleich in der nächsten Stunde weitermachen. Zum Glück haben wir erst wieder übermorgen Deutsch - Zeit genug, das Thema zu Hause zu vertiefen. Wer keinen Internetanschluss hat, verabredet sich mit einem Kind, das "am Netz" ist, und macht nachmittags weiter. Auch unser virtueller Klassenraum bei lo-net kommt uns jetzt wieder einmal zugute. Im Chat kann man sich treffen und wichtige Fragen besprechen, im Forum ist der Austausch von (vorläufigen) Ergebnissen möglich, per Mail-Anhang kann man dem Arbeitspartner eventuell die Lösung einer Aufgabe schicken. Weiterarbeit im Team In der nächsten Doppelstunde in der Schule findet der Unterricht wieder ganz normal im Klassenzimmer statt. Die Kinder tun sich mit ihrem Arbeitspartner zusammen und werten die Ergebnisse ihrer Internetrecherche aus. Ergebnis der Webrecherche Ziel ist ein Kurzvortrag von fünf Minuten, in dem die Teams der Klasse ihre Website vorstellen (siehe Arbeitsblatt). Es handelt sich dabei gegenüber dem Teil der Klasse, der die jeweils andere Website untersucht hat, um eine echte Informationssituation. Aber auch die Kurzvorträge zur "eigenen" Website bieten durch die offene Aufgabenstellung genügend Variationsmöglichkeiten und Diskussionsanlass, so dass keine Langeweile aufkommt. Ergebnispräsentation der Buchrecherchen Die Ergebnisse der Aufgaben aus dem Buch können auf verschiedene Arten besprochen und ausgewertet werden: im klassischen Unterrichtsgespräch, durch Einsammeln der Ordner (oder Hefte), oder durch kleine Schreibkonferenzen, die mithilfe eines von der Lehrerin formulierten Erwartungshorizonts in eine gemeinsame Lösung münden (auf einer Folie oder einem Plakat, das von der Gruppe vorgestellt wird). Da bei heutigen Klassengrößen von 30 und mehr Schülerinnen und Schülern nicht alle Kinder mit ihrem Kurzvortrag drankommen werden, sollte man baldestmöglich für eine ähnliche Präsentationsgelegenheit sorgen. Individuelles Arbeiten Wenn alles Technische reibungslos klappt, alle PCs laufen, vergessene Passwörter neu erteilt, falsche Einlog-Namen erkannt und korrigiert sind, kehrt allmählich eine produktive Ruhe im Raum ein. Alle sind mit Eifer bei der Sache, und auch die Kinder, die erst einmal "nur" mit dem Buch arbeiten dürfen, kommen - in unterschiedlichem Tempo - voran. Kreative Zusatzaufgabe Motivierend wirkt hier die Aufgabe, für das neue Thema im Deutschordner (oder im Deutschheft) eine schön gestaltete Auftaktseite mit einer Überschrift, Bildern und Texten zu entwerfen. Veränderte Lehrerrolle hilft helfen Auch an den PCs wird konzentriert gearbeitet. Die veränderte Lehrerrolle im Unterricht erlaubt es mir, die Kinder individuell zu beobachten und zu beraten. Wer wenig Übung im Umgang mit PC und Internet hat, braucht länger, um sich auf der angegebenen Website zu orientieren und fragt bei mir oder seinem Nachbarn nach, wenn etwas nicht klappt. Auch die Suche nach Informationen über "Kinderarbeit" erfordert Strategien und logisches Denken. Hier kann ich mit Fragen und Denkanstößen weiterhelfen.

  • Deutsch
  • Sekundarstufe I

Les traités de Rome - mehrsprachig Europa erkennen

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit für eine multilinguale Sequenz im Französisch-Unterricht thematisiert die Unterzeichnung der Römischen Verträge, mit denen eine wesentliche Grundlage für die heutige Europäische Union geschafften wurde. Neben Französisch kommen im Unterricht auch Italienisch und Spanisch zum Einsatz.Mehrsprachigkeit ist im heutigen Europa nicht nur vorrangiges Bildungsziel, sondern auch eine grundlegende Notwendigkeit für die Verständigung. Dem Französischen als der für die deutsche Wirtschaft nach dem Englischen bedeutendsten Fremdsprache kommt dabei eine wichtige Brückenfunktion zu: Auf der Grundlage von Französischkenntnissen können unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit, aber auch in ihrer lebenslangen Weiterbildung, vereinfacht und beschleunigt weitere romanische Sprachen erlernen. Grund genug, ihnen aus aktuellem Anlass einen Einblick in die europäische Mehrsprachigkeit zu geben, sie Erkenntnisse über die Transferpotentiale des Französischen gewinnen zu lassen und für das Erlernen weiterer romanischer Sprachen zu motivieren.Die beiden vorliegenden Arbeitseinheiten sind komplementär, aber auch unabhängig voneinander einsetzbar. Sie zielen zum einen auf das Erschließen von Inhalten in einem italienischen oder spanischen Lesetext (Arbeitsblatt 1). Zum anderen visieren sie einen grundlegenden Sprachvergleich anhand ausgewählter sprachlicher Phänomene an. Anhand dieses Vergleichs sollen die Schülerinnen und Schüler Transferpotentiale, aber auch Interferenzrisiken exemplarisch erkennen (Arbeitsblatt 2). Ablauf der Unterrichtseinheit In zwei Unterrichtsstunden nähern sich die Lernenden der multilingualen Arbeit an. Auf der Basis ihrer Französisch-Kenntnisse erarbeiten sie Kernpunkte der italienischen und spanischen Fassung des EWG-Vertrags. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlangen Einblicke in das offizielle Online-Informationsangebot der EU. erwerben Grundkenntnisse über die Römischen Verträge. werden für die weitere, idealerweise lebenslange Beschäftigung mit verschiedenen romanischen Sprachen auf der Grundlage des Französischen motiviert. Language(s) awareness Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Bewusstsein für die Sprachenvielfalt Europas. gewinnen ein Bewusstsein über die Bedeutung und Einblicke in die Möglichkeiten von Interkomprehension (Leseverstehen). bauen ein Bewusstsein über die Bedeutung des Französischen als Ausgangssprache für eine romanische Mehrsprachigkeit auf. stellen Reflexionen über den eigenen Umgang mit (Fremd-)Sprachen an. Vorentlastung Im Vorfeld sollten Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler über Europa aktiviert und Grundzüge der europäischen Einigungsgeschichte etwa im Unterrichtsgespräch erarbeitet werden. Je nach Lernstadium und Vertrautheit der Lerngruppe mit dem europäischen Einigungsprozess können dabei grundlegende Lexeme in Erinnerung gerufen oder eingeführt werden (wie le traité, entrer en vigueur, la communauté, le marché commun). Einbindung eigener Erfahrungen Anschließend sollten Reflexionen über die sprachliche Situation in Europa angestellt werden: Hier könnten mehrsprachige Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen. Es sollte auf die geradezu unzähligen Sprachenpaare bei der Übersetzung offizieller Dokumente innerhalb der EU hingewiesen und an die drei großen Sprachenfamilien der EU - romanisch, germanisch, slawisch - erinnert werden. Eventuell können gerade romanophone Schülerinnen und Schüler oder solche mit slawischer Muttersprache auf ihre interkomprehensive Kompetenz innerhalb der jeweiligen Sprachenfamilie angesprochen werden, und so kann zur Aufgabenstellung übergeleitet werden. Les traités de Rome: les débuts de l´Union Européenne (1957) Nun wird Arbeitsblatt 1 ausgegeben oder online zur Verfügung gestellt. Einleitung und Aufgabenstellungen werden besprochen. Dabei wird auf die Hilfestellungen des Arbeitsblattes hingewiesen, die angeben, in welchem Abschnitt des online zu konsultierenden Textes die Antwort auf eine Frage zu finden ist. Die Verträge Bei dem auszuwertenden Text handelt es sich aus didaktischen Gründen nicht um den Originaltext der Verträge (dessen Einsatz wäre bei ausgeprägterem Hintergrundwissen und größerer Sprachkompetenz zum Beispiel in einem Leistungskurs zu erwägen), sondern um eine von der EU zur Verfügung gestellte kurze (etwa vier Bildschirm-Seiten) Einführung in Bedeutung, Inhalte und Struktur vor allem des EWG-Vertrages. Auseinandersetzung mit fremden Sprachen Die Fragen, die insbesondere auf das suchende Lesen (scanning) in einer bisher noch nicht erlernten Fremdsprache abzielen, können in Einzel- oder Partnerarbeit bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler können frei wählen, ob sie das Dokument in seiner italienischen oder seiner spanischen Fassung aufrufen wollen. Die Antworten sollen in französischer Sprache notiert werden. Hilfestellung in bekannten Sprachen Man kann den Lernenden erlauben, sie sogar darauf hinweisen, dass sie punktuell auch die französische Version des Dokumentes zur Formulierung der Antworten heranziehen, eventuell sogar die deutsche Version zur Verständnissicherung konsultieren können. Gerade in schwächeren Lerngruppen wäre alternativ auch möglich, die Antworten auf Italienisch oder Spanisch notieren zu lassen und sie erst während der Besprechung im Plenum ins Französische zu übersetzen. Ein "Missbrauch" dieser unterstützenden Möglichkeiten konnte bei der wiederholten Durchführung der Unterrichtseinheit nicht festgestellt werden. Ende der ersten Stunde Anschließend werden die Fragen im Plenum besprochen und anhand der einzelnen Punkte die Bedeutung der Römischen Verträge vertieft. Im Regelfall nimmt diese Einheit eine Unterrichtsstunde in Anspruch. Les traités de Rome: travail sur la langue française, italienne et espagnole Der zweite Teil des Unterrichtsmodells mit Arbeitsblatt 2 hat eine exemplarische Bewusstmachung des mehrsprachigen Verstehensprozesses zum Ziel. Auch hierfür ist eine Unterrichtssunde vorzusehen. Begegnung mit vermeintlich unbekannten Sprachen Nun werden neben dem Französischen das Italienische und das Spanische einbezogen. Anhand bestimmter, recht eng gefasster Abschnitte des bereits in der vorausgegangenen Stunde untersuchten Dokuments sollen verschiedene sprachliche Erscheinungen erfasst werden: zum einen die Lexik, zum anderen ausgewählte Aspekte der Morphologie (bestimmter Artikel, Infinitive der Verben, abgeleitete Adverbien). Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Entsprechungen vorgegebener französischer Wörter nicht nur in beiden Sprachen finden und notieren. Sie sollen zudem jeweils auch vermerken, ob ihnen das Wiedererkennen in der jeweiligen Fremdsprache - ausgehend vom Französischen - eher leicht oder schwer gefallen ist. Gleichzeitig reflektieren sie, inwieweit der Erkennungsprozess ihrer Ansicht nach von ihren Französischkenntnissen beeinflusst war. Das Französische als sprachlicher Fundus Am Ende werden die Schülerinnen und Schüler über ihre Einschätzung des Einflusses von Französischkenntnissen auf ihre Arbeit mit anderen, bisher nicht erlernten romanischen Sprachen befragt: « Finalement, travailler sur l'italien et l'espagnol à partir du français pour moi est plutôt facile / difficile. » Die eigene Meinung zu den neu kennen gelernten Sprachen Schließlich werden sie um Stellungnahme zu ihrem affektiven Bezug zu den beiden Sprachen gebeten: « Entre l'italien et l'espagnol, la langue qui me plaît les plus, c'est ... ». Ausblick auf die zukünftige Sprach-Vita Folglich sind bei der abschließenden Besprechung nicht nur die richtigen Lösungen festzuhalten, sondern auch die angewandten Verstehensstrategien, die Beurteilung von Transferpotential und Interferenzrisiken. Zudem sind motivationale Aspekte bezüglich der weiteren Beschäftigung mit romanischen Sprachen zu diskutieren.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II