1 - Viele wollten weg

Die junge DDR hatte noch offene Grenzen und genau deshalb ein großes Problem: Viele Menschen wollten sich nicht mit den Repressalien des politischen Systems abfinden und verließen das Land.

Material

Einstieg

Weg in den Westen

Zum Einstieg wird das Hintergrundbild der ersten Folie als stummer Impuls gezeigt. In einem Brainstorming werden Assoziationen zu den Menschen mit Koffern gesammelt. Der Pfeil unter dem Bild (und im Menü oben rechts) ist hinterlegt mit einem Link, der zu einem Film führt. Der Einminüter stellt Menschen vor, die 1961 nicht mehr in der DDR leben wollten. Er kann gestartet werden, sobald das Stichwort "Ausreise" oder "Flucht" gefallen ist.

Erarbeitung

Zahlen der Flucht

"Wie viele waren das denn?" wird als Frage im Klassenraum stehen. Kehren Sie zurück zur Folie. Auf der Folie folgt dann auf Mausklick ein Popup im Bild mit den entsprechenden Zahlen: Zunächst die der Personen insgesamt, dann ergänzt durch die Zahl der Jugendlichen. Die Zahlen können den Schülerinnen und Schülern zur Erstellung eines eigenen Schaubilds zur Verfügung gestellt werden (als Link, siehe unten).

Altersstruktur der DDR-Flüchtlinge

Ergänzend kann per Mausklick oder per Klick auf das abstrahierte Kreisdiagramm am rechten Rand das selbstablaufende Diagramm gezeigt werden, das deutlich zeigt, dass vor allem junge Menschen flohen. Die Lernenden nehmen als Ergebnis dieser Phase mit, dass mehr als die Hälfte der DDR-Flüchtlinge Jugendliche unter 25 Jahren alt waren (wird auf Mausklick nochmal verdeutlicht).

Produktion

Recherche

Nachdem sie anhand der Altersstruktur erkannt haben, dass mehr als die Hälfte der Flüchtlinge unter 25 Jahren alt waren, sollen die Lernenden nun die Gründe für eine Flucht erarbeiten. Dabei arbeiten sie in Kleingruppen und nutzen vorgegebenen Websites. Im Idealfall bekommt jede Kleingruppe einen Link, der die Recherchebasis bildet. Diese Phase sollte nicht länger als etwa fünf Minuten dauern.

Material

Filmaufnahme und -vorführung

Mit den eigenen Handys nehmen die Schülerinnen und Schüler nun in Dreierteams kurze Interviews auf: Die zu filmende Person schildert, warum sie aus der DDR ausreisen möchte. Für diese Filme haben die Lernenden kurz Zeit: Mehr als zehn Minuten sollten nicht eingeplant werden, da die Arbeit sonst nicht mehr spontan und auf den recherchierten Fakten basierend bleibt, sondern ineffizient zu werden droht. Ausgewählte Filme werden am interaktiven Whiteboard vorgeführt. Dazu werden die Video-Dateien von den Schülerhandys auf den Präsentationscomputer geladen oder - je nach Boardausstattung und Speicherformat im Handy - direkt am Board wiedergegeben.

Abschluss

Zurückgekehrt zur Präsentationsfolie, wird abschließend ein Balkendiagramm vorgestellt, das deutlich macht, dass die größten Fluchtbewegungen in Berlin zu verzeichnen waren. Ergebnis der Stunde: Viele Menschen hatten gute Gründe zu fliehen, sie flohen zumeist über die in Berlin befindliche Grenze. Logische Konsequenz war offenbar für das DDR-Regime der Mauerbau.

Frei nutzbares Material
Die von Lehrer-Online angebotenen Materialien können frei für den Unterricht genutzt und an die eigene Zielgruppe angepasst werden.

In Kooperation mit

Bundeszentrale für politische Bildung

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).