Safer Internet Day 2026: Deutscher Lehrerverband fordert sichere digitale Räume für den Unterricht

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veröffentlicht am 03.07.2026

Zum Safer Internet Day 2026 fordert der Deutsche Lehrerverband sichere digitale Räume für Austausch, Lernen und Zusammenarbeit. Statt auf Verbote und starre Altersgrenzen setzt der Verband auf Medienbildung und mehr Verantwortung der Plattformanbieter. Der weltweite Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto 'KI and me.' und bietet Lehrkräften zahlreiche Materialien für den Unterricht.

Was der Deutsche Lehrerverband zum Safer Internet Day fordert

Soziale Medien, Messenger und zunehmend auch KI-Anwendungen prägen den Alltag von Kindern und Jugendlichen und damit auch den Schulalltag. Der Safer Internet Day rückt jedes Jahr die Frage in den Mittelpunkt, wie ein sicheres und verantwortungsvolles digitales Miteinander gelingen kann. Für Lehrkräfte ist der Aktionstag eine gute Gelegenheit, Medienbildung gezielt in den Unterricht zu holen.

Anlässlich des Safer Internet Day 2026 betont Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (DL), die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für ein sicheres digitales Miteinander. Schutz und Teilhabe müssten immer gemeinsam gedacht werden. Vor zu einfachen Lösungen warnt der Verband ausdrücklich: "Reine Verbote oder starre Altersgrenzen sind kein Allheilmittel. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Kommunikation und Information."

Stattdessen fordert der Verband, die digitalen Infrastrukturen für sicheren Austausch, Lernen und Zusammenarbeit zu stärken, bei Social-Media-Plattformen ebenso wie bei KI-Anwendungen wie Chatbots. Die Plattformanbieter müssten stärker in die Pflicht genommen werden, damit sie sichere und transparente digitale Räume bereitstellen.

Medienbildung als Schlüssel für den Unterricht

Ein zentrales Anliegen des Verbands ist die konsequente Förderung von Medienbildung. Bestehende Regelungen zur Löschung schädlicher und extremistischer Inhalte müssten konsequent umgesetzt werden. Zugleich gebe es Inhalte, die rechtlich zulässig, aber dennoch problematisch seien. Im Englischen werden diese Inhalte als 'awful but lawful' bezeichnet. Hier brauche es verstärkte Aufklärung und Sensibilisierung sowie verlässliche Ansprechpartner, damit Kinder und Jugendliche in Situationen emotionaler Überforderung oder psychischen Drucks nicht allein gelassen würden. "Kinder und Jugendliche müssen die Werkzeuge erhalten, mit denen sie aktuelle und zukünftige Technologien souverän bedienen können. Medienbildung ist dafür unverzichtbar", erklärt Düll.

Unterrichtsmaterialien zum Safer Internet Day 2026

Der Safer Internet Day fand am 10. Februar 2026 statt und stand in Deutschland unter dem Motto 'KI and me.'. Koordiniert wird der Aktionstag hierzulande von der Initiative klicksafe, die kostenloses pädagogisches Material, Infokarten für Jugendliche, einen Elternratgeber sowie Webseminare und eine klicksafe Schulstunde bereitstellt. Lehrkräfte können eigene Aktionen anmelden und sich an einer bundesweit gefilterten Veranstaltungsübersicht orientieren. Der Aktionstag wird weltweit in über 180 Ländern begangen; die nächste internationale Ausgabe ist für den 9. Februar 2027 geplant. 

Für die Unterrichtspraxis lohnt sich die Teilnahme gleich doppelt: Die fertig aufbereiteten Materialien sparen Vorbereitungszeit und greifen mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz ein hochaktuelles Thema auf, das Schülerinnen und Schüler unmittelbar betrifft. So lässt sich Medienbildung anschaulich und praxisnah im Klassenzimmer verankern.

Weiteres pädagogisches Material zum Thema ist auf www.lehrer-online.de zu finden:

Cybersicherheit Smartphone- und App-Sicherheit: Unterrichtsmaterial - Lehrer-Online

Phishing und Schadsoftware: Unterrichtsmaterial - Lehrer-Online

Accountschutz: Unterrichtsmaterial - Lehrer-Online

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