Inklusion an Regelschulen wächst in Baden-Württemberg weiter

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veröffentlicht am 24.10.2026

Im Schuljahr 2025/26 wurden in Baden-Württemberg deutlich mehr Schülerinnen und Schüler an Regelschulen inklusiv beschult. Besonders häufig waren die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung.

Mehr Schülerinnen und Schüler werden inklusiv beschult

Im Schuljahr 2025/26 wurden in Baden-Württemberg 10.332 Schülerinnen und Schüler an einer Regelschule inklusiv beschult. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent.

Damit setzte sich der Anstieg zum dritten Mal in Folge fort. 44,8 Prozent der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler besuchten eine Grundschule, 55,2 Prozent eine weiterführende Regelschule. Innerhalb der weiterführenden Schulen entfiel der größte Anteil auf Gemeinschaftsschulen der Sekundarstufe I.

Der häufigste Förderschwerpunkt war Lernen. Er betraf 58,9 Prozent der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler. Weitere häufige Schwerpunkte waren emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache.

Inklusion braucht passende Strukturen

Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Baden-Württemberg und lassen sich nicht unmittelbar auf andere Bundesländer übertragen. Sie zeigen jedoch, dass inklusive Bildung weiterhin hohe Anforderungen an Unterrichtsplanung, multiprofessionelle Zusammenarbeit und schulische Ausstattung stellt.

Für Lehrkräfte bedeutet inklusive Beschulung, Lernziele, Materialien und Leistungsrückmeldungen stärker zu differenzieren. Ebenso wichtig sind verlässliche Absprachen mit sonderpädagogischen Fachkräften, Schulbegleitungen und Eltern.

Bedeutung für Ihren Unterrichtsalltag

Wählen Sie eine bevorstehende Unterrichtseinheit und planen Sie mindestens eine zusätzliche Zugangsmöglichkeit ein - etwa visualisierte Arbeitsaufträge, eine alternative Darstellungsform oder abgestufte Hilfen. Besprechen Sie im Jahrgangsteam, welche Unterstützung Lernende mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache oder emotionaler und sozialer Entwicklung konkret benötigen. Die baden-württembergischen Zahlen können dabei als Anlass dienen, schulische Erfahrungen mit statistischen Entwicklungen abzugleichen.

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