Fast 4.000 Lehramtsanwärter starten in NRW – ein neuer Höchstwert

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veröffentlicht am 01.11.2026

Fast 4.000 angehende Lehrkräfte haben im Oktober 2026 in Nordrhein-Westfalen ihren Vorbereitungsdienst begonnen. Besonders die Zahl der angehenden Grundschullehrkräfte ist laut Landesregierung gestiegen. Die Ausbildungszahlen sind ein Hinweis auf den Nachwuchs, sagen allein aber noch nichts über die spätere Besetzung offener Stellen aus.

Mehr Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter

Zum Start des Vorbereitungsdienstes im Oktober 2026 begrüßte die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen nach eigenen Angaben fast 4.000 angehende Lehrkräfte. Damit sei ein Höchstwert der vergangenen Jahre erreicht. Im November des Vorjahres hatten rund 3.500 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter begonnen.

Besonders deutlich fällt der Anstieg im Grundschullehramt aus: 2022 traten nach Angaben des Bildungsministeriums landesweit rund 600 angehende Grundschullehrkräfte ihren Dienst an, 2026 waren es fast 800. Die Zahlen zeigen, dass mehr Personen in die zweite Phase der Lehrkräfteausbildung starten. Sie belegen jedoch nicht automatisch, wie viele von ihnen später dauerhaft im Schuldienst bleiben oder in welchen Regionen und Fächern sie eingesetzt werden.

Der Vorbereitungsdienst verbindet praktische Ausbildung an Schulen mit Seminararbeit in Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung. Für angehende Lehrkräfte ist diese Phase ein wichtiger Schritt zwischen Studium und eigenständiger Berufstätigkeit. Zugleich bleibt die Frage der Unterrichtsversorgung eine längerfristige Aufgabe: Ausbildungszahlen müssen mit regionalen Bedarfen, Fächerkombinationen und der Zahl der späteren Berufseintritte betrachtet werden. 

Ausbildung und Berufseinstieg im Blick behalten 

Die Landesregierung verweist auf zusätzliche Einstellungen und mehr Personal an Schulen. Solche Angaben beschreiben die Personalentwicklung insgesamt; sie ersetzen keine differenzierte Betrachtung nach Schulform, Region oder Fach. Für eine nachhaltige Einschätzung ist entscheidend, ob Nachwuchslehrkräfte nach der Ausbildung passende Stellen finden und im Beruf gehalten werden.

Für Schulen ist der Start neuer Lehrkräfte zugleich eine Gelegenheit, Ausbildung und Einarbeitung gut zu gestalten. Verlässliche Mentorinnen und Mentoren, abgestimmte Hospitationen und regelmäßige Rückmeldungen können den Übergang in den Berufsalltag unterstützen. 

Bedeutung für Ihren Unterrichtsalltag 

Wenn an Ihrer Schule Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ausgebildet werden, vereinbaren Sie früh klare Zuständigkeiten für Hospitation, Unterrichtsplanung und Rückmeldung. Ein kurzer Austausch zwischen Ausbildungspersonen und Fachkollegium hilft, Doppelarbeit zu vermeiden und Erwartungen transparent zu machen. Für angehende Lehrkräfte kann eine gemeinsame Reflexion nach den ersten Unterrichtswochen besonders hilfreich sein: Welche Routinen funktionieren bereits, und wo braucht es noch Unterstützung? So wird Nachwuchsförderung im Schulalltag konkret. 

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