EUROPEANS FOR PEACE: Ausschreibung für Projekte in 2017 und 2018

veröffentlicht am 27.07.2016

Die Stiftung EVZ fördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE internationale Austauschprojekte für Jugendliche aus Deutschland und den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie Israel.

Schulen und außerschulische Bildungsträger sind aufgerufen, sich in internationaler Partnerschaft um die Förderung ihres gemeinsamen Vorhabens zu bewerben. EUROPEANS FOR PEACE stärkt das geschichtsbewusste Engagement Jugendlicher für Menschenrechte und Völkerverständigung. Schirmherr ist Außenminister Frank Walter Steinmeier.

Diskriminierung: Augen auf!

Projekte über Ausgrenzung

Im aktuellen Programmzyklus beschäftigen sich die Jugendlichen mit den Themen Diskriminierung und Verfolgung im Nationalsozialismus oder mit gegenwärtigen Fragen von Diskriminierung vor dem Hintergrund von Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) von 1948: Verbot der Diskriminierung „Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen.“

Mögliche Themen und Bezugspunkte

Die Projekte, die zwischen Juli 2017 und August 2018 durchgeführt werden, können einen historischen oder gegenwartsbezogenen Zugang zum Thema wählen. Es besteht auch die Möglichkeit, beide Herangehensweisen zu verbinden.

Historische Bezugspunkte sind die Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs in Europa. Jugendliche können in gemeinsamer Projektarbeit Ursachen, Mechanismen und Folgen der systematischen Ausgrenzung, Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung von Menschen erforschen. Sie können fragen: Warum haben Menschen geschwiegen und weggeschaut? Warum haben Einzelne sich dem Unrecht entgegenstellt? Es können Bezüge zu lokalen Geschichten und biografischen Zeugnissen, zur eigenen Herkunft, zu Menschenrechten und zu aktuellen Themen hergestellt werden.

Gegenwartsbezogen setzen Projekte sich mit aktuellen Fragen von Diskriminierung und mit heutigen Denkmustern der Ungleichwertigkeit, wie Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus oder Homophobie auseinander. Die Jugendlichen gehen der Frage nach, wie sich jeder Einzelne aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für den Respekt und Schutz von Minderheiten und für Menschenrechte einsetzen kann.


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