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Jim Knopf lernt die Evolutionstheorie

Fachartikel

Dieser Fachartikel stellt ein Video von FAZ.NET zur Evolutionstheorie vor. Zum 200. Geburtstag des Naturforschers Charles Darwin und zum 150. Jahrestag der Veröffentlichung seines Werkes "Über die Entstehung der Arten" erklärt Frau Mahlzahn in einem FAZ.NET-Video ihrem Schüler Jim Knopf in ihrer Drachenschule in Lummerland die Evolutionstheorie. 2009 feiert die Wissenschaftswelt nicht nur das Internationale Jahr der Astronomie (anlässlich der ersten Himmelsbeobachtung Galileo Galileis mit einem Fernrohr), sondern auch das Darwin-Jahr. Die vor 150 Jahren veröffentlichte Theorie des britischen Naturforschers Charles Darwin (1809-1882) zur Entstehung der Arten markiert - ebenso wie Galileis Beobachtungen - einen tiefen Einschnitt in unser naturwissenschaftliches Welt- und Selbstverständnis. Zwar waren zu Darwins Zeit genetische Mutationen noch nicht bekannt, wohl aber, dass die darauf basierende natürliche Selektion ein wichtiger, wenn auch nicht der einzige, Evolutionsfaktor ist. "Die Evolutionstheorie, die versteht doch jedes Kind!" Nicht ganz so alt wie Darwin ist Michael Endes Jim Knopf, der vor über 30 Jahren erstmals über die Fernsehbildschirme flimmerte. Seither erfreuen die Bilder aus der Augsburger Puppenkiste jung und alt, wenn Jim Knopf zusammen mit Lukas dem Lokomotivführer und den beiden Lokomotiven Molly und Emma in Lummerland ihre Abenteuer bestehen. Julia Voss, Leiterin des FAZ.NET-Kunst-Ressorts, hatte die Idee, Jim Knopf im Darwin-Jahr zu reaktivieren, um sich von seiner Lehrerin Frau Mahlzahn die Evolutionstheorie erklären zu lassen. In einer sechsminütigen Videosequenz werden wesentliche fachliche Aspekte der Evolutionstheorie angesprochen und allgemein verständlich dargestellt. Zwar wurden nicht alle Fachbegriffe, die Frau Mahlzahn in ihren Erklärungen verwendet, so auch schon von Darwin benutzt. Der Film gibt jedoch einen guten Überblick über Faktoren und Abläufe der Evolution.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt

Social Media-Stress als Thema in Schule und Unterricht

Fachartikel
5,99 €

Dieses Experten-Interview widmet sich der Frage, inwiefern soziale Medien Stress verursachen, wie sich dieser Stress in Schule und Unterricht bemerkbar machen kann und was Lehrkräfte zur Aufklärung ihrer Schülerinnen und Schüler beitragen können. Kann der Konsum sozialer Medien wirklich krank machen? Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Und welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Diese und weitere Fragen hat uns Saskia Eilers von WERTE LEBEN – ONLINE beantwortet. WERTE LEBEN – ONLINE ist ein bundesweites Online-Projekt, bei dem sich Jugendliche für mehr Mitgefühl und Toleranz im Netz stark machen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Inwiefern können soziale Medien Stress verursachen? Dank WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. sind wir heutzutage immer up-to-date und erreichbar. Wer allerdings rund um die Uhr online verfügbar ist und selten abschaltet, der kommt schnell an seine Grenzen. Die Prämisse der ständigen Erreichbarkeit bedeutet im Umkehrschluss, dass wir uns kaum mehr Ruhepausen und Schutzräume vor dem digitalen Miteinander zugestehen. Das betrifft nicht nur Jugendliche, sondern auch uns Erwachsene. Eine unreflektierte Nutzung sozialer Medien kann auf unterschiedlichen Ebenen ein erhöhtes Stress-Empfinden hervorrufen: Wir schreiben beispielsweise mit mehreren Menschen zeitgleich in unterschiedlichen Chats. Nebenbei checken wir noch unsere aktuelle Followerzahl auf Instagram. Die Angebotsfülle und Dynamik sozialer Medien führt oftmals zu einer regelrechten Reizüberflutung . Wir konzentrieren uns nicht mehr nur auf eine Sache, sondern versuchen an mehreren digitalen Schauplätzen gleichzeitig zu agieren und so viel wie möglich mitzubekommen. Unsere Kommunikation über WhatsApp gleicht nicht selten einer unaufhaltsamen Nachrichtenflut, die mit einem gewissen Antwort-Druck verbunden ist. "Wieso schreibst du mir nicht? Ich hab doch gesehen, dass du online warst!" Auch soziale Dynamiken im Gruppenchat , wie zum Beispiel Beleidigungen, Ausgrenzung, Missverständnisse oder Spam-Nachrichten, können Stress verursachen. Ebenso rufen negative Netzphänomene wie Cybermobbing oder Hate Speech verstärkt emotionalen Stress hervor, welcher nicht selten zu ernsthaften psychischen Belastungen führen kann. Auch die Themen Selbstdarstellung und soziales Feedback sind eng mit Stressfaktoren verknüpft. Eine Vielzahl bekannter Influencerinnen und Influencer präsentieren uns fragwürdige Schönheitsideale und materielle Werte, die im realen Leben fast unerreichbar wirken. Vor allem junge Nutzerinnen und Nutzer eifern diesen Vorbildern gerne nach und messen ihren eigenen Selbstwert an der Anzahl an Likes und Followern, die sie zum Beispiel auf Instagram für das "perfekte Bild" erhalten. Der Wunsch nach positivem Feedback und Bestätigung in den sozialen Medien geht daher oftmals mit einem regelrechten Druck zur Selbstoptimierung einher. In den Medien kursieren häufiger Berichte über die Social Media-Krankheit oder das Social Media-Burnout. Was hat es damit auf sich? Diese Begriffe sind heutzutage in aller Munde. Manche Menschen stehen dieser "Modediagnose" eher kritisch gegenüber, andere sehen darin ein alarmierendes Symptom unseres digitalen Zeitalters. An dieser Stelle sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Meines Wissens nach gibt es bisher keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Themenbereich. Das Phänomen ist schließlich noch recht neu. Allerdings zeigt sich hierdurch, dass der gesellschaftliche Blick zunehmend auf die Schattenseiten und problematischen Aspekte einer unreflektierten und übermäßigen Social-Media-Nutzung trifft, die definitiv nicht zu unterschätzen sind und durchaus psychische wie physische Gesundheitsfolgen beeinflussen können. Es gibt durchaus Annahmen, dass die sogenannte "Fear of Missing out" zu einem erhöhten Stressempfinden, Schlafproblemen, innerer Unruhe, Angstzuständen oder auch Depressionen führen kann. Hier müssen allerdings stets die jeweiligen Hintergründe und psychischen Faktoren der Einzelperson mit einbezogen werden. Sind Jugendliche anfälliger für dieses Problem als andere? Für Jugendliche sind soziale Medien ganz natürliche Austausch- und Artikulationsplattformen. Plattformen wie Instagram, YouTube, Snapchat & Co. treffen mit ihren interaktiven Nutzungsmöglichkeiten wie maßgeschneidert auf den Wunsch nach Zugehörigkeit, Orientierung und Identitätsarbeit im Jugendalter. Daher nehmen soziale Medien in der jugendlichen Lebenswelt eine meist größere Bedeutung ein. Stressfaktoren und negative Phänomene, die in diesem Rahmen auftreten, können Jugendliche daher stärker beeinflussen als uns Erwachsene. Ebenso wirken sich ein unausgereiftes Reflexionsvermögen sowie fehlende Abgrenzungskompetenzen auf die Stressbelastung durch Social-Media-Nutzung aus. Ein zeitweiliges Handyverbot löst das Problem daher nicht, sondern kann eine ganz andere Form von Stress bedingen: Die Angst etwas zu verpassen und von den eigenen Peers abgekoppelt zu sein. Vielmehr ist die Vermittlung von Handlungsstrategien und Kompetenzen an Jugendliche gefragt, um negativen (Stress-) Phänomenen im eigenen Online-Alltag kritisch und selbstbewusst begegnen zu können. Wie kann sich der durch soziale Medien ausgelöste Stress auch in Schule und Unterricht bemerkbar machen? Wenn zum Beispiel bis spät in die Nacht noch auf WhatsApp geantwortet oder die eigene Instagram-Story erstellt werden muss, kann das zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche im Unterricht führen. Bei langanhaltenden kurzen Nächten oder viel digitaler Ablenkung bei den Hausaufgaben können gegebenenfalls nachlassende schulische Leistungen die Folge sein. Anhaltender emotionaler Stress durch Cybermobbing und Hasskommentare kann sich außerdem dadurch zeigen, dass die Schülerin oder der Schüler oft krank ist, sich generell zurückzieht oder die Schule schwänzt. Mobbing via Smartphone und Mobbing im realen Leben gehen oft Hand in Hand. So können sich zum Beispiel Lästereien oder Ausgrenzung aus dem WhatsApp-Klassenchat auch auf dem Schulhof bemerkbar machen. Ist der Stress, den soziale Medien verursachen, für Jugendliche ein anderer als beispielsweise Klausuren-Stress? Sowohl bei Klausuren als auch bei sozialen Medien entsteht ein gewisser Leistungsdruck. Die Bewertungsmechanismen und der Trend zur Selbstoptimierung auf Instagram & Co. können hier als Beispiele genannt werden. Im Unterschied zur täglichen Social-Media-Nutzung ist das Stress-Empfinden in Klausuren-Phasen jedoch meist zeitlich begrenzt. Mit dem Smartphone als Alltagsbegleiter wirkt sich der Stress vielmehr rund um die Uhr auf junge Menschen aus. Hier spielt zudem die soziale Komponente eine weitaus größere Rolle. Welche konkreten Tipps zur Stressreduktion durch soziale Medien können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben? Gemeinsam können die verschiedenen (Privatsphäre-) Einstellungen von WhatsApp, Instagram & Co. besprochen werden. Diese technischen Kompetenzen ermöglichen es Jugendlichen, die Kontrolle über ihre Social-Media-Profile zu behalten und zum Beispiel selbst zu entscheiden, wer ihre Bilder sehen darf, ihnen eine Nachricht schreiben kann oder ob der Sender eine Lesebestätigung erhält. Auch die Deaktivierung des "Zuletzt online"-Status auf WhatsApp kann helfen, um dem Antwortdruck zu entgehen. Für ein entspanntes Miteinander im Klassenchat sind Regeln wichtig . Gemeinsam kann im Klassenkontext festgelegt werden, welche Themen und Verhaltensweisen in den Gruppenchat gehören und was nicht erlaubt ist. Ein Admin sollte festgelegt werden, der Verantwortung für den Chatverlauf übernimmt und auf Fairness und die Einhaltung dieser Regeln achtet. Handyfreie Zeiten und Zonen , zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder abends im Bett, ermöglichen es Jugendlichen, sich kleine Ruhepausen zu gönnen und bewusst wahrzunehmen, wie es sich anfühlt, einmal nicht erreichbar zu sein. Wichtig ist an dieser Stelle, dass sich Jugendliche den Ort oder Zeitpunkt selbst auswählen und die Social-Media-Pause selbstbestimmt in ihren Alltag einbauen. Wichtig ist außerdem, jungen Menschen nahezulegen, sich an Vertrauenspersonen wie Freunde, Eltern oder Lehrkräfte zu wenden, wenn der Social-Media-Stress zu einer echten Belastung wird. Bei der Online-Beratung www.juuuport.de helfen Jugendliche anderen Jugendlichen beispielsweise anonym und kostenlos bei Problemen im Netz. Welche Materialien und Netzwerkpartner zum Thema Social Media-Stress empfehlen Sie Lehrkräften? Unser Kooperationspartner, die EU-Initiative klicksafe.de , bietet medienpädagogische Materialien für den Schulunterricht an. Das Heft "Always ON" der Reihe Mobile Medien – Neue Herausforderungen enthält zum Beispiel kurze Unterrichtseinheiten zur Nutzung mobiler Medien vor dem Hintergrund der Omnipräsenz von Smartphones und Internetzugang. Das jugendaffine Informationsportal handysektor.de hat 10 goldene Regeln für den Gruppenchat erstellt, die vor allem im Hinblick auf den eigenen Klassenchat besprochen werden können. Hier gibt es außerdem eine "Real Life Challenge", die auf spielerische Weise zur Reflektion der eigenen Smartphone-Nutzung anregt. Zudem bietet unser Projekt WERTE LEBEN – ONLINE ein Webinar zum Thema Kein Stress auf WhatsApp – Messenger respekt- und sinnvoll nutzen an, welches jungen Menschen Tipps für eine entspannte WhatsApp-Nutzung und für ein faires Miteinander im Gruppenchat vermittelt. Per Webcam schalten sich unsere Scouts live ins Klassenzimmer und informieren über das Thema. Das online-basierte Seminar kann kostenlos von Schulklassen (5. bis 9. Klassenstufe) gebucht werden. Ihr Projekt WERTE LEBEN – ONLINE bildet ja auch jugendliche Scouts aus, die Gleichaltrige beraten. Was sind die Vorteile dieses Ansatzes? Bei WERTE LEBEN – ONLINE bilden wir Jugendliche zu Scouts aus, die ihr Wissen und ihre Werte an andere Jugendliche weitervermitteln. Der Peer-Education-Ansatz bietet viele Vorteile für die medienpädagogische Arbeit. Die Wissensvermittlung erfolgt auf Augenhöhe und ohne erhobenen Zeigefinger. Insbesondere im Hinblick auf die sozialen Medien gibt es durchaus Generationsunterschiede bezüglich Wissen, Perspektive und Nutzung dieser Angebote. Jugendliche wissen selbst am besten, welche Themen und Herausforderungen die junge Netzgeneration gerade umtreibt. Ihre Tipps und Ratschläge sind daher authentisch und zielgruppennah und werden von Gleichaltrigen oftmals leichter angenommen.

  • Fächerübergreifend

Rituale im Unterricht: feste Strukturen für die Sekundarstufe

Fachartikel
5,99 €

Dieser Fachartikel stellt Rituale für den Unterricht vor, die je nach Bedürfnis der Klasse oder der Lehrkraft zur Begrüßung, als Auszeit zwischendurch oder auch zum Abschied eingeführt werden können, um den Lernenden der Sekundarstufen Sicherheit zu vermitteln und Stress zu vermeiden. Rituale werden häufig als typisches Merkmal der Elementarstufenpädagogik wahrgenommen. Mit ihnen kann die Lehrkraft bestimmte soziale Verhaltensweisen fördern, das Miteinander stärken und den Schülerinnen und Schülern im Alltag durch Routine Sicherheit vermitteln. In der Sekundarstufe können Rituale aber ebenso erfolgreich eingesetzt werden - sofern sie zur Altersgruppe passen. Wozu Rituale? Verschiedene Situationen oder Schwierigkeiten legen das Einüben eines entsprechenden Rituals nahe, zum Beispiel: zähe Reaktionen der Schülerinnen und Schüler, mangelnde Motivation und verzögerte Arbeitsabläufe fremdelndes Verhalten der Schülerinnen und Schüler untereinander, mangelndes Vertrauen Unruhe, Lärm und Ablenkungen emotionale Schwierigkeiten einzelner Schülerinnen oder Schüler, zum Beispiel Wutausbrüche oder Ängste heterogene Gruppen, beispielsweise in Integrationsklassen Diese Grundkonstellationen lassen sich in verschiedenen der hier vorgestellten Rituale bearbeiten. So kann eine anonyme Klassenatmosphäre sowohl durch Begrüßungsrituale als auch durch Spiele zwischendurch oder gemeinsames Aufräumen aufgelöst werden. Einige Beispiele dafür werden nun im Folgenden vorgestellt und erläutert: Hemmungen abbauen: begrüßen und verabschieden In einer Klasse mit Konflikten oder mangelndem Miteinander kann das Ritual zum Stundenbeginn oder zum Ende darin bestehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler die Hand geben und mit einer bestimmten Formel begrüßen oder verabschieden. Das kann ein schlichtes "Guten Morgen!" sein oder eine Bekräftigung wie "Auf gute Zusammenarbeit!". Zum Abschied kann die Lehrkraft den Tag des nächsten Fachunterrichts ansagen, zum Beispiel "Dann sehen wir uns am Montag wieder!" und die Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit "Bis Montag!". Die Formel kann in der Klasse ausgehandelt werden, sollte dann aber beibehalten werden. In kleineren Klassen können sich alle Jugendlichen die Hand geben, in größeren Klassen die Sitznachbarinnen und -nachbarn vor, hinter und neben den Lernenden. Struktur geben: einsteigen und aufräumen In einer fahrigen, zu mangelnden Strukturen neigenden Gruppe, vor allem mit jüngeren Schülerinnen und Schülern und auch in Integrationsklassen, kann es eine fokussierende Wirkung haben, wenn nach der Begrüßung eine Schülerin oder ein Schüler an die Tafel geht, um Tag, Datum und Schulfach anzuschreiben. Dazu sagt sie oder er zum Beispiel: "Heute ist Dienstag, der dritte Mai, und wir haben jetzt Biologie". Wer an die Tafel kommt, entscheidet entweder die Lehrkraft spontan oder die Klasse folgt einem vorher vereinbarten Ablauf, wie zum Beispiel der Sitzreihenfolge. Zwischendurch können kleine Aufräumsequenzen die Stunde strukturieren und gleichzeitig eine kurze geistige Auszeit ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler heften ihre Arbeitsblätter weg, packen ihre Stifte ins Mäppchen und schauen, ob an ihrem Platz Müll liegt. Konzentration fördern: spielen, singen und lesen Spiele können zu Stundenbeginn oder zwischendurch als Pausenritual die Konzentration fördern und die Stimmung verbessern. "Galgenraten" oder eine kurze Runde "Stadt-Land-Fluss" lenken die Aufmerksamkeit nach vorn an die Tafel. "Schnick-Schnack-Schnuck/Schere-Stein-Papier" lenkt die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler aufeinander, und die Lehrkraft kann später wieder darauf Bezug nehmen. So können die Lernenden zum Beispiel in Gruppen eingeteilt werden: Die, die das Spiel gewonnen haben, und die, die verloren haben, arbeiten dann im weiteren Verlauf zusammen. Eine ähnliche Funktion wie ein kurzes Spiel als Auszeit zwischendurch kann auch ein Lied haben. Diese Option sollte allerdings nur gewählt werden, wenn alle Schülerinnen und Schüler mitsingen, beziehungsweise wenn die Lehrkraft sie dazu motivieren kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Stunde mit einem Auszug aus einem Jugendbuch zu beginnen (siehe Kaufhold und Kerkhoff 2012: 12) oder abzuschließen. Die Lehrkraft oder ein Lernender liest zum Beispiel die erste Seite eines Jugendromans aus der Schulbibliothek vor. Der Abschluss eines Leserituals sollte nach einer Regel immer gleich verlaufen, um einen fließenden Übergang gestalten zu können. So kann zum Beispiel eine halbe Minute Stille angeschlossen werden, bevor der eigentliche Fachunterricht beginnt oder die Klasse in die Pause geht. Aufmerksam werden: still sein Stille Auszeiten geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Gedanken kurz zu sammeln und bei sich zu sein. Je nach Klassenkonstellation können sie stärker reglementiert oder freier gestaltet werden. In einer unruhigen Klasse kann eine Schweigeminute eingeführt werden. Die Lehrkraft oder ein nach einem bestimmten Turnus ausgewählter Lernender stoppt die Zeit von einer Minute. Währenddessen wird nicht gesprochen (in disziplinierteren Klassen bewegen sich die Jugendlichen auch nicht). Wenn jemand dagegen verstößt, wird die Minute neu gestartet. In Klassen, in denen die stille Minute leichter durchzuführen ist, kann daraus eine Lausch-Minute werden (siehe Inklusion Schule Bayern: 3): Die Jugendlichen sprechen nicht und nehmen eine Minute lang alle Geräusche bewusst wahr, die sie um sich hören. Nach der Minute erzählen zwei oder drei Personen, was sie gehört haben. Die Wirkung dieses Rituals ist meditativer als die durch Disziplin gesteuerte Schweigeminute. Stress abbauen: bewegen Bewegung kann besonders nach konzentrierten Arbeitsphasen, in zappeligen Klassen und in Inklusionsklassen sehr hilfreich sein. Eine Möglichkeit, die ganz non-verbal funktioniert, ist eine Art Kofferpacken mit Bewegungen (siehe Inklusion Schule Bayern: 3): Alle sitzen im Kreis. Die erste Person macht eine Bewegung. Die zweite Person wiederholt sie und ergänzt eine weitere Bewegung. Die dritte Person wiederholt die beiden vorherigen und ergänzt wieder eine Bewegung und so weiter. Eine andere Möglichkeit ist ein verbales Spiel mit einem Ball. Wer den Ball hat, gibt einen Impuls. Dann wirft er oder sie den Ball. Die Person, die fängt, reagiert auf den Impuls, gibt dann einen neuen und wirft den Ball einer dritten Person zu. Dabei kann die Aufgabenstellung variieren, zum Beispiel: Gegensätze finden (groß-klein), ein Wort mit dem Endbuchstaben des letzten Wortes nennen (Blume-Elefant-Tag-Gras), Frage-Antwort-Spiele (Was hast du heute gegessen? - Frühstück.) oder Sätze ergänzen (Heute - habe ich - meinen besten Freund - im Fahrstuhl - getroffen.) Ruhe einkehren lassen Ruhe und Konzentration lassen sich mit ganz kurzen Ritualen fördern, die keinen zusätzlichen Einschnitt im Unterrichtsgeschehen mit sich bringen. Eine Lautstärke- oder Lärm-Ampel misst die Lautstärke im Raum und zeigt dementsprechend grünes, gelbes oder rotes Licht. Bei zu großer Unruhe deutet die Lehrkraft schweigend auf die Ampel. Die Schülerinnen und Schüler schauen nach und nach auf die Ampel, werden ruhiger und sehen, wie sich die Lautstärke nach unten korrigiert. Das schult die Selbstwahrnehmung und damit die Eigenverantwortung. Eine Möglichkeit ohne Hilfsmittel besteht darin, dass die Lehrkraft eine fest definierte Geste vorgibt, beispielsweise eine erhobene Hand oder einen Zeigefinger vor dem Mund. Die Schülerinnen und Schüler, die das mitbekommen, imitieren die Geste und sprechen dabei nicht mehr. So kehrt langsam Ruhe ein. Individuelle Rituale vereinbaren Wenn es in einer Klasse Schülerinnen oder Schüler mit besonderen Schwierigkeiten gibt, kann die Lehrkraft individuelle Rituale mit ihnen vereinbaren. Je nach Klassenkonstellation und Art der Problematik kann das vor der Klasse transparent gemacht werden oder unter vier Augen bleiben. Bei Ängsten, Wutausbrüchen oder nicht kontrollierbarem Bewegungsdrang wie Hyperaktivität kann beispielsweise vereinbart werden, dass die oder der Jugendliche die Klasse verlässt, eine Runde durch das Gebäude geht, vor der Tür zehnmal durchatmet oder etwas anderes tut, was ihr oder ihm in der Situation hilft. Wenn sich die Person besser fühlt, geht sie selbstständig zurück in die Klasse. Oft ist es eine gute Idee, auch die Rückkehr zu ritualisieren, wenn der Lernende sich nicht explizit dagegen ausspricht. So kann die Lehrkraft zum Beispiel fragen: "Geht es dir besser?" und die oder der Jugendliche antwortet kurz. So wird vermieden, dass die Rückkehr zu einem "Zurückschleichen" wird und möglicherweise angstbesetzt ist. Vor der Klasse kann so ein Ritual als selbstverständliche Problemlösungsstrategie dargestellt werden, die Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, die Schwierigkeiten haben. So werden Schwierigkeiten enttabuisiert und die Extrarolle als vernünftige Maßnahme für ein funktionierendes Miteinander vermittelt. Fazit Ebenso wie alle Methoden und Lerninhalte müssen selbstverständlich auch die Rituale zur Lerngruppe passen. Sie als Lehrkraft entscheiden, welche dieser Ideen zielführend sind zur Verbesserung des Lernklimas beitragen können. Schöpfen Sie aus diesem Pool an Möglichkeiten zur Strukturierung Ihres Unterricht und ändern Sie gegebenenfalls diese Vorschläge nach Bedarf Ihrer Lerngruppe ab. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  • Pädagogik

Centralisme français et fédéralisme allemand

Interaktives

In diesem Arbeitsmaterial "Centralisme français et fédéralisme allemand" geht es um einen Vergleich zwischen dem Zentralismus in Frankreich und dem Föderalismus in Deutschland am Beispiel des Pandemie-Managements. Dabei arbeiten die Lernenden mit einem interaktiven Video sowie begleitenden interaktiven Wortschatz-Übungen und Recherche-Aufträgen. Diese Einheit eignet sich hervorragend für den Präsenz- und den Distanzunterricht. Die vorliegende Einheit zum Thema "Centralisme français et fédéralisme allemand" ist für Französisch-Lernende ab der zehnten Klasse konzipiert. Schülerinnen und Schülern wird hierbei der Anlass geboten, politische Systeme Frankreichs und Deutschlands am Beispiel des Pandemie-Managements mittels eines siebenminütigen Videos zu vergleichen. Die Einheit ist landeskundlich, höchst interkulturell und sehr handlungsorientiert angelegt. Ihre Behandlung erfolgt durch den Zugriff auf Computer, Tablet oder Smartphone. Sowohl kooperative als auch individuelle Arbeitsweisen werden dabei gefördert. Die Sprech- und Hörfertigkeiten werden in dieser Einheit besonders geübt und gefestigt. Dabei setzt sich die Einheit aus zwei Arbeitsblättern und zwei interaktiven Übungen zu Wortschatz und Landeskunde zusammen. Die Art und Weise, wie ein Land organisiert ist, bestimmt den Alltag der Lernenden und Lehrenden – ihr jetziges Leben sowie ihre ganze Zukunft hängen unter anderem davon ab. Politische Systeme variieren von einem Land zum anderen und im vorliegenden Fall vom eigenen Land zum Zielsprachenland. Nach der Auseinandersetzung mit dieser Einheit wissen die Schülerinnen und Schüler mehr von einem Zielsprachenland und sind in der Lage, nicht nur vom eigenen Land, sondern auch von den Ziel- und Nachbarländern dank miteinander verbundenen Übungen, Recherchen, Präsentationen und Diskussionen zu erzählen. Aufgrund dieser schülerzentrierten, aber auch sehr handlungsorientierten Einheit kann Neugierde geweckt und Allgemeinbildung ausgebaut werden. Weitere Horizonte werden den Lernenden durch Recherche-Aufgaben geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler verwenden dabei digitale Aufgabenformate, recherchieren und tauschen sich intensiv aus. Die Lernenden unterrichten ihresgleichen auf diesem Wege. Die Hör(seh-)- und Sprechfertigkeiten werden im Rahmen autonomer Arbeit stark gefördert. Wichtig ist es für die Lehrerinnen und Lehrer, ihr Wissen über Begriffe wie fédéralisme , centralisme , centralisation , département , décentralisation als Moderatorinnen beziehungsweise Moderatoren vor dem Unterricht aufzufrischen. Seitens der Lernenden können sich die Recherchen während der beiden Phasen des Einstiegs als sehr hilfreich bewähren. In der letzten Aufgabe des interaktiven Videos lernen Schülerinnen und Schüler wichtige Aspekte der Alltagssprache, nämlich den Kontrast- und Übereinstimmungsausdruck. Eine Recherche-Aufgabe mit Bezug auf die relevanten Begriffe zum Thema leitet in die Einheit ein. Die erste interaktive Übung ermöglicht dann den Lernenden, diesen Wortschatz zum Thema einzuüben, aufzufrischen und zu festigen. Beide Aktivitäten sind mit dem Video eng verknüpft und dienen dessen Vorentlastung. Innerhalb des Videos befinden sich weitere interaktive Übungen. Die beiden ersten Aufgabentypen überprüfen das Hörsehverständnis, während die letzte den im Video erworbenen Wortschatz mit Bezug auf die Komparation kontrolliert und zu dessen effizienter Anwendung führt. Das letzte Arbeitsblatt liefert den Lernenden Arbeitsaufträge zur Recherche über vier weitere frankophone Länder mit verschieden politischen Systemen im Internet. Diese Recherchen zielen auf die politischen sowie auf weitere landeskundliche Aspekte – je nach Niveau und Vorkenntnisse der Lernenden – ab. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen die vergleichende Sprache. recherchieren im Internet und präsentieren ihre Ergebnisse. lernen das politische System eines Ziellandes näher kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verwenden Computer, Laptop oder Smartphone zielorientiert. recherchieren aufgabenorientiert im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten kooperativ in Gruppen. arbeiten individuell und eigenständig.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Kein interaktives Whiteboard ohne Methodik und Didaktik

Fachartikel

Der Run auf die interaktiven Whiteboards hat begonnen. Zahlreiche Klassenzimmer werden derzeit mit digitalen Tafeln ausgestattet, und Lehrkräfte erhalten Einführungen in die individuelle Boardsoftware. Doch die methodisch-didaktische Ausbildung am neuen Medium bleibt bislang gänzlich auf der Strecke. Das interaktive Whiteboard ist zweifelsohne das multimediale Werkzeug der Zukunft für Lehrende und Lernende gleichermaßen. Ein Medium, das alle bisher eingesetzten Medien vereint. Es bietet unerschöpfliche Möglichkeiten, einen zeitgemäßen Unterricht und gleichzeitig eine neue Art der Wissensvermittlung anzugehen. Doch wie sollen Lehrerinnen und Lehrer diese Form der Wissensvermittlung umsetzen, wenn es bisher keinerlei methodisch-didaktische Ausbildungskonzepte und Anleitungen dazu gibt? Neue Medien fordern neue Lehr- und Lernmethoden in der Aus- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen. Surfen, chatten und E-Mails schreiben allein genügt nicht Traurig aber wahr: Der Großteil unserer Lehramtsstudierenden erfährt während der gesamten Ausbildung kaum etwas über den Einsatz digitaler Medien im Unterricht im jeweiligen Studienfach oder in den fachübergreifenden Disziplinen - geschweige denn etwas über den Einsatz interaktiver Whiteboards. Die digitale Tafel ist aber ein neues, zentrales Medium, das in allen fachdidaktischen und schulpädagogischen Lehrstühlen schon längst Beachtung hätte finden müssen. Hier sind Universitäten und Pädagogische Hochschulen gleichermaßen gefordert, Medienkompetenzen von unseren zukünftigen Pädagoginnen und Pädagogen zu fordern und diese zu fördern. Referendarinnen und Referendare ans Board Ähnlich wie im Studium verhält es sich in der zweiten Phase der Lehrerausbildung. Interaktive Whiteboards gehören auch hier nicht mit ins Ausbildungskonzept. Doch gerade hier bestünde eine gute Chance, das interaktive Medium im Einsatz an den Schulen oder gemeinsam im Seminar zu erproben und neue methodisch-didaktische Möglichkeiten für einen im konstruktivistischen Sinne vielschichtigen und abwechslungsreichen Unterricht in Hinsicht auf die Lehr- und Lernmethoden zu erarbeiten. Auch wenn die Schulen noch nicht damit ausgestattet sind, so sollten zumindest die Lehrerseminare mit diesem Medium arbeiten, um für den zukünftigen Unterricht vorbereitet zu sein. Denn früher oder später kommt das Whiteboard in das Klassenzimmer. Softwareschulung und dann Schluss? Schulen, die in der glücklichen Lage sind, sich heute ein oder mehrere Boards anschaffen zu dürfen, erhalten in der Regel vom Hersteller oder Händler eine Einführung in das interaktive Whiteboard für die Lehrerinnen und Lehrer. Das sind Schulungen, die die Hardware und die Bedienung der mitgelieferten Software anbelangen und einen ersten Einstieg in das Medium geben können. Anhand von Beispielen werden einzelne Funktionen der Software erklärt und demonstriert. Doch oftmals sind diese Beispiele völlig losgelöst vom Lehrplan, Unterricht, und von der Methodik und Didaktik. Das soll kein Vorwurf gegen die Boardhersteller sein - das ist auch nicht ihre Aufgabe. Hier sind die länderspezifischen Institute und Einrichtungen der Lehrerausbildung gefragt, Konzepte und Angebote schnellstmöglich zu erstellen und anzubieten. Bislang werden Lehrerinnen und Lehrer alleine gelassen. Projekte wie in Thüringen und zukünftig auch in Hamburg sind diesbezüglich Ausnahmen und gelten als Leuchttürme, die uns Hoffnung geben. Keinen zweiten Sprachlabor-Effekt verursachen, bitte! Was sich nicht entwickeln darf, sind Zustände, wie wir sie bei den Anschaffungen von teuren Sprachlabors in den 1970er Jahren und Klassenzimmer-Computern Anfang der 1990er Jahren erlebt haben. Diese Medien wurden gekauft und später entweder nicht mehr genutzt oder die Lehrerinnen und Lehrer mit der Frage allein gelassen, wie sie den Computer sinnvoll in ihren Unterricht integrieren sollten. Der Computer hat zwischenzeitlich eine Renaissance erlebt, wird ernst genommen und gehört mittlerweile zum Schulalltag - wenn auch noch nicht in allen Schularten und Klassen. Doch bei den interaktiven Whiteboards sind wir noch Lichtjahre davon entfernt, von einer überzeugten Akzeptanz und einem methodisch-didaktischen Weg zu sprechen. Auch die Medienkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer muss hierfür neu angebahnt, gestärkt und gefestigt werden, damit ein für den Lernprozess gewinnbringender Einsatz des interaktiven Whiteboards zukünftig gelingen kann.

  • Fächerübergreifend

Wissen im wunderbaren Wandel: eine neue Offenheit für digitale Bildung

Fachartikel

Dieser Fachartikel beschäftigt sich mit den Chancen des DigitalPakt Schule sowie den von den Schulen gestellten Anforderungen für eine erfolgreiche Umsetzung des digitalen und hybriden Unterrichts. Digitaler Wandel im Bildungsbereich Wie aus einer Raupe irgendwann ein Schmetterling wird, so ist auch unser teils analog ausgerichtetes Bildungssystem zunehmend im Begriff, sich einer digitalen Wandlung zu unterziehen. Dadurch erhält es eine Chance, sich neu zu definieren, eventuell in ungeahnte Höhen aufzusteigen, Horizonte zu erweitern und Grenzen zu überwinden, welche im analogen Unterricht unüberwindbar erscheinen. Um das zu erreichen, kann Offenheit hilfreich sein – sowohl in unseren Köpfen als auch auf technologischer Ebene. Der Kokon, der diese Verwandlung beflügeln soll, ist der DigitalPakt Schule. Damit stellt der Bund über fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um das digitale Upgrade an unseren Schulen zu ermöglichen: interaktive Whiteboards, Schüler- und Lehrer-Tablets, stabiles WLAN, online abrufbare Lehr- und Lerninhalte und natürlich auch der Ausbau des hybriden Unterrichts, der gerade jetzt in der Corona-Zeit deutlich in den Fokus gerückt ist. Technologie und Digitalisierung können ein neuer Standard an unseren Schulen werden, denn Kinder wachsen heutzutage mit diesen Dingen auf – nur im Unterricht müssen viele noch darauf verzichten. Ein digitales Klassenzimmer kann diese Lücke schließen und die Lernbereitschaft möglicherweise sogar verbessern. Eine Einbindung von unterschiedlichen Medien, Apps, dem Internet und Gamification-Methoden ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, die den Unterricht interaktiv, modern und spannend gestalten können. Eine Leitidee für mehr Offenheit Das erstrebenswerte Ziel des DigitalPakt Schule steht also fest. Damit jedoch auf dem Weg dorthin nicht ins Blaue digitalisiert wird, hat der Bund eine Leitidee vorgegeben. Sie gibt eine offene, dezentral organisierte und digitale Infrastruktur vor, die auf schon heute gut funktionierende Lösungen und Technologien aufbaut. Auch muss eine technologieoffene, erweiterungs- und anschlussfähige Implementierung in bereits vorhandene Systeme ermöglicht werden, egal ob es sich dabei um regionale, landesweite oder länderübergreifende Systeme handelt. Kurz gesagt: Die Leitidee fordert Systemoffenheit auf allen Ebenen. Im Unterricht kann sich dies unter anderem im Einsatz von Endgeräten bemerkbar machen. Sei es bei der Nutzung von Software und dem Zugang zu Bildungsinhalten oder der Hardware, die über die Schnittstellen mit weiteren Geräten angeschlossen werden kann: Komponenten sollen flexibel, kompatibel und erweiterbar sein. Pragmatisch, praktisch, gut? Einige Schulen haben bereits gehandelt und auf pragmatische Lösungen gesetzt. Während die einen kurzerhand Endgeräte eingekauft haben, wurden anderweitig die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise ihre Eltern angehalten, sich mit unterrichtskompatiblen Geräten auszustatten. Es heißt nicht umsonst, dass im Sturm jeder Hafen recht ist – gerade jetzt, wo wir uns durch die Pandemie bewegen. Dennoch ist eine gewisse Weitsicht gefragt und eine Lösung, die nicht nur den Einkauf von Endgeräten beinhaltet. Nach und nach rücken weitere wichtige Faktoren in den Vordergrund, die dazu führen können, dass Schulen und vor allem die Lehrkräfte vor zahlreiche Herausforderungen gestellt werden: Dinge wie beispielsweise die Datensicherheit oder der Schutz vor Viren und schädlichen Inhalten aus dem Internet, die Verwaltungsmöglichkeiten von Schülergeräten und Zugriffsrechten im Unterricht, die Bereitstellung und Installation von Anwendungen und natürlich auch der Zugang zu Lehr- und Lernmaterialien. All das sollte nicht auf den Schultern von Lehrkräften lasten. Hier kann eine übergreifende Lösung helfen, die Schulen und Lehrerkollegien diese Aufgabenstellung abnimmt und sie meistert. Eine Lösung, die Flügel verleihen kann Eine dieser Lösungen ist zum Beispiel Samsung Neues Lernen. Samsung bietet ein ganzheitliches und modulares Lösungspaket, das in bestehende Infrastrukturen von Schulen implementiert werden kann. Die Einrichtung und Konfiguration ist bei dieser Lösung recht unkompliziert gehalten, um Lehrkräften den Einstieg in den digitalen Schulbetrieb oder hybriden Unterricht zu erleichtern. Schließlich sollen diese sich auf das konzentrieren können, was am wichtigsten ist: den Unterricht.

  • Fächerübergreifend

Digitale Bildung schützen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, IT-Sicherheit zur Priorität zu machen.

Fachartikel

Digitale Bildung braucht Schutz: Schulen sind zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Ein sicheres IT-Konzept ist heute unverzichtbar – passende Lösungen wie die Avast-Schullizenzen unterstützen dabei.

  • Fächerübergreifend

Entstehung des Ruhepotenzials

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig und schrittweise die Entstehung des Ruhepotenzials an der Zellmembran. Dafür stehen ihnen drei zeitlich aufeinanderfolgende Abbildungen zur Verfügung. Im Rahmen des Themengebiets Neurobiologie in der Q3 werden sowohl im Grund- als auch im Leistungskurs der Bau und die Funktion der Nervenzelle gelehrt. Hierfür ist es sehr wichtig, das Ruhepotenzial und das Aktionspotenzial zu verstehen. Denn eine Nervenzelle gibt die Reize über Aktionspotenziale weiter, die wiederum nur entstehen können, wenn das Ruhepotenzial natürlicherweise vorliegt. Das Ruhepotenzial ist ein Gleichgewichtspotenzial. Es entsteht dadurch, dass der elektrische Gradient (Ladungsunterschiede zwischen dem Innen- und Außenbereich der Zelle) dem chemischen Gradienten entlang der Zellmembran (Konzentrationsgefälle verschiedener Ionen) entgegenwirkt. Es ist die Grundlage für das Verständnis des Aktionspotenzials. Mit dem vorliegenden Arbeitsmaterial können die Schülerinnen und Schüler die unterschiedliche Ionenverteilung wahrnehmen. Sie beschreiben kleinschrittig, welche Ionen sich bewegen und warum sie dies tun. So können sie mit jedem Schritt eine Triebkraft zur Entstehung des Ruhepotenzials ausmachen und das Zusammenspiel dieser Kräfte als Gleichgewichtszustand beschreiben. Dies wird allerdings nicht allen Lernenden leichtfallen. Deshalb sollte in der zu diesem Arbeitsblatt zugehörigen Schulstunde binnendifferenziert gearbeitet werden. Während leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern die Abbildungen ausreichen könnten, benötigen andere weitere Hilfestellungen. Dies kann durch Paararbeit statt Einzelarbeit oder über Medien – wie beispielsweise das Schulbuch oder ein Lehrvideo – geschehen. Vorrausetzung zur Bearbeitung dieses Arbeitsmaterials ist das Wissen um die Semipermeabilität beziehungsweise Selektivpermeabilität der Membran und die Diffusion. Auch die einzelnen Ionen werden nicht näher erläutert. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten naturwissenschaftliche Definitionen, Regeln, Gesetzmäßigkeiten und Theorien und wenden sie an (F2). erschließen sich Informationen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge (K1). dokumentieren und präsentieren naturwissenschaftsbezogene Sachverhalte (K2). Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler übersetzen eine Bildabfolge in einen Text. können entsprechend ihrer Selbsteinschätzung weiterführende Medien als Hilfestellung benutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bringen sich mit eigenen Ideen ein und erörtern einen gemeinsamen Lösungsvorschlag (für den Fall einer Paararbeit).

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe II
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