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Flächen, Winkel und Volumen – Mathematik im Alltag

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit für das Fach Mathematik der Klasse 9 vermittelt Schülerinnen und Schüler Grundlagenwissen über Flächen-, Winkel- und Volumenberechnung. Sie üben die Anwendung des Satzes des Pythagoras zur Berechnung von Längen und Flächen in rechtwinkligen Dreiecken. Zusätzlich werden der Dreisatz und das Umrechnen von Maßeinheiten geübt. Durch das Bearbeiten von Textaufgaben und das Erstellen von Skizzen üben die Lernenden, geometrische Probleme systematisch zu lösen. Diese Unterrichtseinheit kann in den Rahmenplan der Sekundarstufe I der neunten und zehnten Klasse eingeordnet werden. Thematisch orientiert er sich an der Bestimmung und Berechnung von Längen und Flächen. Hierfür wird zunächst der Satz des Pythagoras eingeführt. Mit Hilfe des Satzes lernen die Schülerinnen und Schüler in einfachen Aufgabenstellungen Streckenlängen über die vorherige Berechnung der Flächen innerhalb eines rechtwinkligen Dreiecks zu ermitteln. In weiterführenden Aufgabenstellungen lernen sie Textaufgaben zu bearbeiten. Hierfür entwerfen sie Skizzen, in denen die angesprochenen Sachprobleme so dargestellt sind, dass der mathematische Zusammenhang zu erkennen und zu bestimmen ist. Nachfolgend wird die Umkehrung des Satzes des Pythagoras genutzt, um rechte Winkel in Dreiecken nachzuweisen. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene geometrische Größen zu bestimmen und können diese auch in zusammengesetzten Figuren berechnen. Ein Teil der gestellten Aufgaben wird mit der Nutzung des Dreisatzes und der Verwendung von verschiedenen Maßeinheiten kombiniert. In allen Aufgabenstellungen sind Längeneinheiten zu finden, die zum Teil für die Berechnung der Ergebnisse zuvor umgewandelt werden müssen. Der Begriff Maßstab wird hier ebenfalls eingeführt und ein Zusammenhang zu dem Berechnen von Vergrößerungen und Verkleinerungen hergestellt. Anhand verschiedener Aufgabenstellungen aus dem Alltag wird der direkte Bezug zum Gerüstbau-Handwerk geschaffen. Die Aufgaben greifen typische Sachprobleme aus dem Berufsleben eines Gerüstbauers auf, wodurch das Interesse hinsichtlich des Handwerkberufs geweckt wird. Der Satz des Pythagoras besitzt eine hohe Relevanz im mathematischen Unterricht. Er bietet verschiedene Möglichkeiten alltägliche Sachprobleme zu lösen. Das Thema kann als Grundlage für die Trigonometrie des Rahmenplans der Sekundarstufe I verstanden werden. Für die Bearbeitung der Arbeitsblätter sollten die Schülerinnen und Schüler über Basiswissen zum Thema Umrechnen von Maßeinheiten sowie der Quadratwurzelrechnung besitzen. Sie sollten außerdem den Begriff eines rechten Winkels kennen und mit den Grundlagen der Geometrie vertraut sein. In der ersten Stunde wird zunächst die inhaltliche Aussage des Satzes des Pythagoras hergeleitet und daraufhin werden erste einfache Rechenaufgaben gelöst. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die signifikante Bedeutung des rechten Winkels gelegt werden. Wahlweise können die Schülerinnen und Schüler ein Puzzle für den Nachweis des Satzes in Einzelarbeit lösen, dessen Vorlage und Anleitung Sie hier finden. Die zweite Stunde dient der Vertiefung der Thematik. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten hier komplexere Textaufgaben. In der darauffolgenden Stunde wird die Umkehrung des Satzes des Pythagoras besprochen, mit dessen Hilfe rechte Winkel nachgewiesen werden können. Die Schülerinnen und Schüler können sich die Bedeutung und Anwendung des Maßstabs in Stillarbeit selbst erarbeiten und entsprechende Aufgaben lösen. Zuvor sollte hierfür auf die Umrechnung von Maßeinheiten eingegangen werden. Abschließend werden Aufgaben zur Wiederholung des Dreisatzes behandelt. Hier sollte betont werden, dass die Anwendung im Alltag wiederkehrend ist. Für die Zielsetzung des Unterrichts bietet sich zunächst die Form des darbietenden Unterrichts an, da eine strukturierte Einführung in das Thema, das die Grundlage für die gesamte Einheit liefert, am besten geeignet ist. In dieser Unterrichtseinheit wird stets auf einen Lebensweltbezug der Schülerinnen und Schüler geachtet, indem diese mathematischen Phänomene in ihrer Umgebung erkannt werden und durch variierende Medien wie Bilder und Filme auch (audio-)visuell verarbeitet werden können. Im späteren Verlauf der Unterrichtseinheit kann die Umkehrung des Satzes in einem gelenkten Unterrichtsgespräch zusammen erarbeitet werden, sodass die Schülerinnen und Schüler nicht nur passiv zuhören, sondern auch aktiv den Unterricht mitgestalten und zur Lösung des Problems beitragen. Möglichkeiten der Differenzierung: Optional kann der Umfang der Hausaufgaben verringert oder ergänzt werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, aus verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu wählen und einfache oder komplexere Aufgaben wegzulassen. Weiterführend zu dieser Unterrichtseinheit können die Strahlensätze thematisiert werden. Ergänzendes Arbeitsblatt Zur weiteren Vertiefung mit der Unterrichtseinheit steht das Arbeitsblatt " Flächenberechnung " zum Download bereit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Bezeichnungen am rechtwinkligen Dreieck sicher, können den Satz des Pythagoras formulieren und zur Berechnung von Streckenlängen anwenden. weisen rechte Winkel im Dreieck nach, entwerfen Skizzen zu Sachproblemen und berechnen Streckenlängen im Raum. nutzen Eigenschaften und Beziehungen geometrischer Objekte und können so geometrische Größen in zusammengesetzten Figuren berechnen, wodurch ihr räumliches Vorstellungsvermögen geschult wird. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Fähigkeit, den Computer für die Recherche zu nutzen. stärken ihre Fähigkeit, im Umgang mit Formelsammlungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und verbessern ihre Fähigkeit, Probleme zu lösen. entwickeln ihre Fähigkeit, Arbeitsergebnisse zu präsentieren und zu kommunizieren.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I

Flächenberechnung auf der Baustelle

Unterrichtseinheit

Das Arbeitsblatt für das Fach Mathematik der Klassen 7–9 bietet den Schülerinnen und Schülern alltagsnahe Übungsaufgaben, um Flächeninhalte und Umfänge zusammengesetzter geometrischer Figuren zu berechnen. Neben der Anwendung bekannter Formeln, trainieren sie den Umgang mit Maßeinheiten und vertiefen ihr Wissen zum Satz des Pythagoras. Differenzierte Aufgaben, verschiedene Lösungswege sowie ein lebensnaher Zugang über den Baustellenkontext ermöglichen individuelles Lernen. Mithilfe des Unterrichtseinheit " Flächen- und Winkelberechnungen " ergänzenden Arbeitsblattes können die Schülerinnen und Schüler die Flächeninhalte verschiedener geometrischer Figuren am Beispiel alltäglicher Sachprobleme auf einer Baustelle berechnen. Sie können dadurch ihre Kenntnisse im Bereich der Flächenberechnung vertiefen. Sie wenden dazu entsprechende Formeln an und vertiefen ihr Wissen zum Satz des Pythagoras. Die Lernenden berechnen die Flächeninhalte zusammengesetzter geometrischer Figuren, indem Sie charakteristische Eigenschaften erkennen, Beziehungen zwischen Figuren und Längen analysieren sowie Formeln zur Bestimmung der Fläche anwenden. Darüber hinaus sollen sie Flächen- und Längeneinheiten umrechnen können. Möglichkeiten der Differenzierung Bei Bedarf können zum Bearbeiten der Arbeitsblätter weitere Hilfsmittel mit Tipps und Hinweisen zur Verfügung gestellt werden, der Schwierigkeitsgrad gewählt und/oder die Anzahl der Aufgaben reduziert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Aufgaben auf unterschiedlichen Wegen zu lösen – nicht immer ist eine Berechnung notwendig. Durch Erkennen von Zusammenhängen und mithilfe logischen Denkens können die Schülerinnen und Schüler Flächen berechnen oder Seitenlängen ermitteln. Mögliche Umsetzung Als Einstieg kann die Lehrkraft eine Luftaufnahme einer Baustelle projizieren. Es wird auf die begrenzte Lagerfläche hingewiesen und die Schülerinnen und Schüler sollen Ideen sammeln, wie die Fläche berechnet werden könnte, wobei sie ihr Vorwissen zum Thema Flächenberechnungen nutzen. Der Alltagsbezug kann durch Fragen wie "In welcher Situation musstet ihr Flächen berechnen?" oder "Wie habt ihr das Problem gelöst?" hergestellt werden. In der Erarbeitung tragen die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen über die Formeln zur Flächen- und Umfangsberechnung verschiedener geometrischer Figuren zusammen und sammeln diese in einer Mindmap. Sie wenden die Fachterminologien an und erläutern kurz die Anwendung der Formeln. Danach bearbeiten sie die Aufgaben dieses Arbeitsblattes . Sie berechnen den Flächeninhalt und den Umfang verschiedener geometrischer Figuren beziehungsweise zusammengesetzter Figuren, indem sie die entsprechenden Formeln anwenden. Ferner vertiefen und wiederholen die Schülerinnen und Schüler den Satz des Pythagoras und wandeln Flächen- und Längeneinheiten um. Anmerkung: Zur Überprüfung der Ergebnisse und/oder Skizzierung der geometrischen Formen kann zusätzlich ein Online-Tool (Online-Formel-Rechner) herangezogen werden. Zum Schluss präsentieren, diskutieren und beurteilen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse. Einige Aufgaben können als Hausaufgabe bearbeitet werden.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I

Einführung des Satz des Pythagoras: Eselsohren

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsmaterial führt den Satz des Pythagoras mithilfe von Eselsohren und deren Vermessung an einem Blatt Papier ein.Die praktische Erarbeitung zum Satz des Pythagoras wird anhand des Homonyms "Eselsohren" eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler finden heraus, dass es sich nicht um das Tier Esel handelt, sondern um die Eselsohren an einem Blatt Papier. Die Lernenden erkennen, dass es sich bei dem Eselsohr an einem Blatt Papier aus mathematischer Sicht um ein rechtwinkliges Dreieck handelt. Mihilfe eines Infokastens auf dem Arbeitsblatt werden die Begriffe Hypotenuse und Kathete eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler falten Eselsohren, vermessen diese und sichern die Werte in einer Tabelle. Durch die Erweiterung der Tabelle um das Hypotenusenquadrat und die Kathetenquadrate entecken die Schülerinnen und Schüler den Satz des Pythagoras. Durch den Vergleich der Werte in ihrer Tabelle wird klar, dass die Summe der beiden Kathetenquadrate gleich dem Hypotenusenquadrat ist. Die einzelnen Eselsohren werden unterschiedlich groß und lang sein. Somit wird den Lernenden deutlich, dass dieser Sachverhalt offenbar bei allen Eselsohren und somit bei allen rechtwinkligen Dreiecken gilt. Ein formaler Beweis ist an dieser Stelle zunächst nicht nötig. Es reicht, wenn die Schülerinnen und Schüler den Satz des Pythagoras durch das entdeckende Lernen selbst herausfinden und somit auf seine Allgemeingültigkeit schließen. Die Schülerinnen und Schüler können mit Hilfe des Arbeitsblattes selbstständig arbeiten. Eine gemeinsame Zusammenfassung an der Tafel oder am Smartboard als Ergebnissicherung bietet sich im Anschluss an. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen die Begriffe Hypotenuse und Kathete. erkennen den Zusammenhang zwischen dem Hypotenusenquadrat und den Kathetenquadraten im rechtwinkligen Dreieck. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden mathematische Darstellungen an und dokumentieren ihre Ergebnisse. werten Messergebnisse aus. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entdecken mathematische Zusammenhänge und kommunizieren diese adressatengerecht.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I

Sinus, Cosinus und Tangens im rechtwinkligen Dreieck

Unterrichtseinheit
14,99 €

Wie hängen Seitenlängen und Winkel in rechtwinkligen Dreiecken zusammen? Diese Unterrichts-einheit führt anschaulich mit GeoGebra zu Sinus, Cosinus und Tangens. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Winkel und Längen rechnerisch zu bestimmen und wenden ihr Wissen in besonderen Vierecken und im dreidimensionalen Raum an. Diese Unterrichtseinheit führt Schülerinnen und Schüler systematisch in die Welt der Winkelfunktionen ein – beginnend beim rechtwinkligen Dreieck bis hin zur Anwendung im dreidimensionalen Raum. Ausgehend vom Satz des Pythagoras und der Beobachtung, dass Seitenverhältnisse in rechtwinkligen Dreiecken nur vom jeweiligen Winkel abhängen, werden die Winkelfunktionen Sinus, Cosinus und Tangens eingeführt. Mithilfe der Begriffe Ankathete, Gegenkathete und Hypotenuse werden diese Verhältnisse definiert und rechnerisch nutzbar gemacht. Die Inhalte werden durch interaktive Aufgaben und anschauliche Darstellungen in GeoGebra vertieft. Besonders betont wird dabei die visuelle Erkenntnis, dass Winkelverhältnisse unabhängig von der Größe des Dreiecks sind. In einem zweiten Abschnitt wenden die Schülerinnen und Schüler die Winkelfunktionen auf besondere Vierecke an und reflektieren deren Grenzen. Den Abschluss bildet die Übertragung ins Dreidimensionale: Hier lernen die Lernenden, wie sich Winkel im Raum verorten lassen und wenden ihr Wissen in praxisnahen Aufgaben an. Die gleichzeitige Nutzung der Grafik- und 3D-Ansicht in GeoGebra ermöglicht einen besonders anschaulichen Zugang und fördert ein nachhaltiges Verständnis der mathematischen Zusammenhänge. Die Unterrichtseinheit baut auf dem bereits bekannten Satz des Pythagoras auf und vertieft das Verständnis für die grundlegenden Winkelfunktionen Sinus, Cosinus und Tangens im rechtwinkligen Dreieck. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass Seitenverhältnisse bei gleichen Winkeln unabhängig von der Größe des Dreiecks konstant bleiben. Diese zentrale mathematische Einsicht wird mithilfe von GeoGebra anschaulich visualisiert, um ein nachhaltiges, konzeptuelles Verständnis aufzubauen. Die Visualisierung in GeoGebra ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, mathematische Zusammenhänge selbst zu entdecken und aktiv zu überprüfen. Durch gezielte Übungen lernen sie, mit den definierten Winkelfunktionen Längen und Winkel rechnerisch zu bestimmen. Darauf aufbauend werden die gelernten Inhalte in vielfältigen Anwendungsszenarien im Zwei- und Dreidimensionalen vertieft. Die Raumvorstellung spielt dabei eine zentrale Rolle: Die Schülerinnen und Schüler lernen Winkel im Raum zu lokalisieren, zu beschreiben und zu begrenzen. Die parallele Nutzung der Grafik- und 3D-Ansicht in GeoGebra unterstützt diesen Prozess wirkungsvoll und trägt zur Förderung einer ganzheitlichen, anschaulich-analytischen Kompetenzentwicklung bei. Die Einheit ist so konzipiert, dass sie differenziertes Lernen erlaubt, sowohl durch unterschiedliche Anforderungsniveaus in den Aufgaben als auch durch den Wechsel zwischen visuellen, rechnerischen und begrifflichen Zugängen. Dadurch werden sowohl leistungsschwächere als auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert. Fachbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler kennen die Definitionen von Sinus, Cosinus und Tangens im rechtwinkligen Dreieck. berechnen fehlende Seitenlängen und Winkel im rechtwinkligen Dreieck. wenden das Wissen auf Objekte in der Fläche und im Raum an. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen mobile Endgeräte im Unterricht ein. nutzen eine Geometriesoftware in 2D und 3D. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler steigern Selbstwertgefühl und Eigenverantwortung (Rückmeldungen zu Antwortmöglichkeiten). arbeiten in Paar- und Gruppenarbeit und unterstützen sich gegenseitig.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

Kreise im gleichseitigen Dreieck

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit zum Thema "Kreise im gleichseitigen Dreieck" stellen die Schülerinnen und Schüler geometrische Betrachtungen zum Einbeschreiben in Dreiecken an und erarbeiten die algebraische Berechnung von Radien und Flächen.Der Inkreis eines Dreiecks wird durch Konstruktion bereits in Klasse 7 thematisiert. Mit den Mitteln der Algebra und Ideen aus der Geometrie lassen sich für einen Kreis der Radius und somit die Fläche bestimmen. Mit diesem Unterrichtsmaterial können sich die Schülerinnen und Schüler aber darüber hinaus nun erarbeiten, welche Folgen es hat, wenn man nicht nur einen, sondern 3, 6, 10 oder mehr kongruente Kreise in ein gleichseitiges Dreieck einbeschreibt. Dabei können selbstständig Hilfeleistungen zur Lösungsfindung herangezogen werden. Das Thema "Kreise im gleichseitigen Dreieck" im Unterricht Kennenlernen von irrationalen Wurzeln – Kennenlernen des Satzes von Pythagoras: irrationale Zahlen bei Längenbetrachtungen erscheinen in unterschiedlichen Kontexten. Schon die Diagonale in einem Quadrat lässt sich nur mit Hilfe der Wurzel aus 2 exakt bestimmen. Aber Wurzeln treten bei Längenbetrachtungen in vielen Figuren auf. Zum Erarbeiten von Endergebnissen ist oft auch ein sicherer Umgang mit Wurzeln nötig. Vorkenntnisse Die Formeln zur Berechnung von Kreis- und Dreiecksflächen sind bekannt. Wiederholt werden besondere Linien im Dreieck und deren Bedeutung. Der Satz des Pythagoras sowie die Bedeutung von Sinus, Kosinus und Tangens im rechtwinkligen Dreieck sind nötig, auch wenn manche Überlegungen mit Hilfe der Ähnlichkeit gelöst werden können. Ein sicherer Umgang mit Wurzeln und Termen wird vorausgesetzt und geübt. Didaktische Analyse Gelingt es den Schülerinnen und Schülern Teilfiguren zu erkennen? Während der Umgang mit Termen zur Berechnung von Flächen für die Lernenden eine Selbstverständlichkeit sein sollte, treten häufig Schwierigkeiten auf, passende Teilstücke in einer Fragestellung zu entdecken. Oft genügt der Hinweis auf wenige Hilfslinien, sodass den Schülerinnen und Schülern ein anderer Blick auf das Problem gelingt. Ein Teil der Lerngruppe benötigt mehr Hilfen, dem anderen fällt diese Einteilungen leicht. Mit dem vorgestellten Problem können leistungsstarke Schülerinnen und Schüler anspruchsvollere Probleme bearbeiten. Die Vorstellung der Lösung wird aber auch den schwächeren Schülerinnen und Schülern verständlich sein, vor allem da sie sich mit ähnlichen Fragenstellungen beschäftigen konnten. Dadurch, dass sich alle Schülerinnen und Schüler mit der Thematik auseinandergesetzt haben, wird ihnen das Endergebnis – egal ob sie schwierige Fragen selbst oder nur die Einstiegsaufgaben gemeistert haben – plausibel erscheinen. Methodische Analyse Wenn ein Schüler oder eine Schülerin nicht mehr weiter kommt, können unterschiedliche kurze Hilfeleistungen auf den Arbeitsblättern gegeben werden. Vieles sollen die Schülerinnen und Schüler allein oder in Partnerarbeit lösen. So kann sehr individuelle spezielle Unterstützung erfolgen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler argumentieren und modellieren mathematisch. lösen Probleme mathematisch. gehen mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik um. arbeiten mit mathematischen Darstellungen kommunizieren mathematisch. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sicher am PC mit einem dynamischen Geometrie-System. verstehen, wie eine Tabellenkalkulation viele Werte bestimmt und darstellt. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bringen sich in der Gruppenarbeit ein. geben zur Erarbeitung und Vorstellung von Inhalten Unterstützung und fragen nach individuellen Hilfen von anderen.

  • Mathematik / Rechnen & Logik
  • Sekundarstufe I

Volumen für Raumgerüste berechnen

Kopiervorlage

Das Arbeitsblatt für das Fach Mathematik der Klassen 9–10 bietet Schülerinnen und Schülern Übungen, um Volumenberechnung von geometrischer Körper wie Quader, Prisma, Pyramide und Kegel zu erproben. Die Aufgaben sind in realitätsnahe Kontexte wie Brückenbau, Kirchturm oder Raumgerüste eingebettet und fördern Raumvorstellung, mathematische Modellierung und den Umgang mit Maßeinheiten. Eine Hausaufgabe mit Rechercheaufgabe ergänzt das Material um eigenständige Erkundung der eigenen Umwelt Dieses ergänzende Arbeitsblatt zur Volumenberechnung knüpft an die Unterrichtseinheit "Flächen- und Winkelberechnung“ an. Es bietet Aufgaben zur Volumenberechnung mit Sachbezug zum Gerüstbau. Nach einer optionalen Wiederholung zu Volumenformeln und -einheiten werden die entsprechenden Formeln zur Volumenberechnung verschiedener mathematischer Körper am Beispiel des Gerüstbaus angewendet und vertieft. Die Lernenden sollen Raumgerüste geometrisch betrachten und als Volumen erfassen. Dabei werden auch Gerüstformen, -flächen und Diagonalen thematisiert. In diesem Kontext wird an das Wissen zum Satz des Pythagoras angeknüpft. Je nach Bedarf kann der Schwierigkeitsgrad gewählt und gegebenenfalls die Anzahl der Aufgaben reduziert werden. Die Einstiegsaufgabe kann beispielsweise ausführlich thematisiert werden, als Zusatz verwendet werden oder weggelassen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Aufgabe 3 auf die geometrischen Körper "Pyramide“ und "Kegel“ einzugehen oder diese wegzulassen. Sehr leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können sich mit ersten Aspekten zusammengesetzter Körper beschäftigen. Um den Schülerinnen und Schülern eine anschauliche Vorstellung von den thematisierten Objekten zu geben, bietet es sich an, dass die Lehrkraft als Einstieg ein oder mehrere Bilder von Raumgerüsten präsentiert. Dies gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, erste mathematische Zusammenhänge zu entdecken und sich über mögliche relevante Größen auszutauschen. Im weiteren Verlauf können dann mithilfe des Arbeitsblattes verschiedene Raumgerüste mathematisch untersucht werden.

  • Mathematik
  • Sekundarstufe I

Handwerk liegt in der Natur des Menschen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zeigt, wie lehrplanrelevante Themen mit lebensweltnahen Bezügen zum Handwerk verbunden werden können. Von der Berechnung des Energiebedarfs für warmes Wasser über den Dreisatz beim Gerüstbau bis zur Biologie der Haare – handwerkliche Kontexte bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für den fächerübergreifenden Unterricht. Zudem werden der Wirtschaftszweig Handwerk, die Vielfalt der Ausbildungsberufe und Karrierewege beleuchtet. Handwerk in meinem Unterricht?! Ich bin doch Deutsch-Lehrkraft! Unterricht individuell auszurichten gestaltet sich nicht immer leicht, denn die Zeitfenster in den dichten Fachcurricula zeigen sich gewohnt eng. Aber wie ist es möglich, trotzdem auch zeitaktuelle, außer-curriculare Inhalte weiterhin einzubinden, die für die eigene Klasse, für die Region und gar Bundesländer von tragender Bedeutung sind? Kann man als Lehrkraft aus dem eigenen Unterrichtsgeschehen heraus tatsächlich einen Wandel mitgestalten, eine neue Perspektive eröffnen, an gesellschaftlichen Entwicklungen teilhaben? Lehrkräfte wissen, dass das möglich ist, denn sie greifen Impulse der Zeit auf, nehmen sie in ihren Unterricht und öffnen damit Augen und Ohren der Lernenden zu Belangen unserer Zeit. Und dies kann ganz unterschiedliche Themengebiete betreffen. Blickt man beispielsweise auf das Handwerk, so stellt man seit Jahren einen deutlichen Rückgang an Auszubildenden sowie eine kongruente Zunahme an unbesetzten Ausbildungs- und Lehrstellen fest (ZDH. Online). Überall fehlt es an qualifizierten Fachkräften; Handwerkerinnen und Handwerker sind daher begehrter denn je. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens werden sie gebraucht und geschätzt, ihre beruflichen und finanziellen Erfolgsaussichten sind mithin äußerst gut. Erlerntes setzen sie dabei konkret um und sehen das eigens Geschaffene als Resultat ihres Werkens. Kann und sollte man als Lehrkraft dazu beitragen, den Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen Handwerk näher zu bringen und wie kann dies geschehen? Ja, indem für Lernende interessante Themen mit Lebensweltbezug im Unterricht behandelt werden, die indirekt auch eine Schnittstelle zur Welt des Handwerks und zugleich zum Curriculum des jeweiligen Faches bilden. Das können Themen sein wie das Warmwasser , mit dem man sich morgens duscht – der Energiebedarf zur Erwärmung des Wassers lässt sich im Physikunterricht berechnen und seine Nachhaltigkeitspotenziale in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern diskutieren. Themen wie der Dreisatz , den jeder und jede in den vielfältigsten Lebenssituationen anwenden kann, daher lehrplanrelevant im Fach Mathematik ist und darüber hinaus auch von Gerüstbauerinnen und Gerüstbauern genutzt wird. Oder einer der wichtigsten Identitätsfaktoren, vor allem im Jugendalter – die Haare – ist biologisch betrachtet eine wahre Wunderwelt, in der sich besonders Friseurinnen und Friseure galant bewegen. Handwerk steckt in mehr Themen als man denkt – und auch in mehr Regionen. Warum also nicht auch im Sinne außerschulischen Lernens den Satz des Pythagoras am frisch errichteten Gerüst um die Ecke visualisieren oder die Warmwasseraufbereitung in der Schule vor Ort erfahren? Sie sehen: Genau hier können Lehrkräfte ansetzen. Was ist Handwerk? Das Handwerk bezeichnet sich selbst als "die Wirtschaftsmacht von nebenan". In Deutschland hat die Branche über fünf Millionen Beschäftigte, eine Million Betriebe und erzielt einen Jahresumsatz von 650 Milliarden Euro (ZDH. Online). Das handwerkliche Gewerbe wird in Deutschland verbindlich durch das Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) festgelegt und geregelt (HwO. Online). In fast allen Lebensbereichen werden die Fertigkeiten und das Know-how von Handwerkerinnen und Handwerkern gebraucht. "Die handwerkliche Tätigkeit, die von der industriellen Massenproduktion abzugrenzen ist, ist eine selbständige Erwerbstätigkeit auf dem Gebiet der Be- und Verarbeitung von Stoffen sowie im Reparatur- und Dienstleistungsbereich" (Gabler Wirtschaftslexikon. Online). Wolfgang Herzog, selbst erfahrener Handwerker, macht darauf aufmerksam, dass der Begriff "Handwerk" sich aus den beiden Wörtern "Hand" und "Werk" formt und dabei bereits das Wesentliche eines Handwerksberufs zusammenfasst: Nämlich mit den eigenen Händen etwas herzustellen, was einen Nutzen hat (Herzog 2012: 13). Dabei stehen den Händen heute vielfach hochinnovative, häufig digitale Werkzeuge zur Seite. Entscheidend ist und bleibt aber die individuelle Leistung oder Problemlösung des Handwerks im Gegensatz zur Massenproduktion.

  • Fächerübergreifend
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