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"Der Prozess" von Franz Kafka: motivierender Einstieg in die Lektüre

Unterrichtseinheit
14,99 €

AKTUALISIERT: In dieser Unterrichtseinheit zu Franz Kafkas Roman "Der Prozess" setzen sich die Lernenden zur Leseförderung sowohl rezeptiv-analytisch als auch handlungs- und produktionsorientiert mit dem Roman auseinander. Sie erarbeiten gezielt komische Aspekte des eher düsteren Textes.Die Unterrichtsvorschläge dieser kurzen Sequenz fordern die Schülerinnen und Schüler zur Förderung der Lesekompetenz dazu auf, sich auf eine etwas andere Art mit der rätselhaften Geschichte um Josef K. auseinanderzusetzen. Die drei Arbeitsblätter zu "Der Prozess" können dabei auch als Differenzierungsangebot im Rahmen einer Unterrichtseinheit zu Kafka eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten weitgehend selbstständig in Einzel- und Paararbeit. Die Ergebnisse können in Plenumsphasen ausgetauscht und diskutiert werden. Franz Kafkas "Der Prozess" im Unterricht In vielen Bundesländern zählt Kafkas Roman "Der Prozess" zu den Standardthemen der Kurs- oder Oberstufe. Um die Schülerinnen und Schüler für das Abitur entsprechend vorzubereiten, wird dieses als schwierig geltende Werk im Unterricht meist über mehrere Wochen hinweg zum Thema gemacht: Zentrale Textstellen werden textimmanent interpretiert (close reading, detaillierte Textanalyse), Figurenkonstellationen untersucht, die vielfältigen Deutungsansätze der Kafka-Forschung (zum Beispiel psychologische, theologische, biografische Deutung) mithilfe von Sekundärtexten erarbeitet und ansatzweise diskutiert. Die Lust am Lesen, zu der Kafkas komische Seiten beitragen können, bleibt dabei allerdings oft auf der Strecke. An dieser Stelle jedoch setzt die vorliegende Unterrichtseinheit an. Vorkenntnisse Die Arbeitsblätter können mit und ohne Kenntnis des Romans eingesetzt werden. Sie eignen sich für einen motivierenden Einstieg in die Romanlektüre ebenso wie für einen Exkurs, in dem die Lust am Lesen im Vordergrund steht. Didaktische Analyse Die Schülerinnen und Schüler werden für die ambivalente Wirkung von Kafkas Texten sensibilisiert. Sie erkennen, dass die "Bedeutung" eines Textes nicht nur vom Autor, sondern auch vom Leser konstruiert wird. Methodische Analyse Die Arbeitsblätter 1 und 2 regen die Schülerinnen und Schüler zur aktiven und produktiven Auseinandersetzung mit den komischen Aspekten in Kafkas "Der Prozess" an. Die Lernenden suchen einmal ganz bewusst sowohl nach komischen als auch nach bedrückenden Textstellen im Romananfang. Durch gestaltendes Vorlesen bringen sie dabei ihre Lesart zum Ausdruck. Auch die Internet-Recherche (Arbeitsblatt 3) zur Editionsgeschichte und zur berühmten Handschrift des Romanfragments macht den Lernenden den Konstruktionscharakter von "Bedeutung" bewusst. Gleichzeitig lernen sie wichtige Institutionen der Literaturforschung, das Literaturmuseum der Moderne und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach/Neckar, kennen – die übrigens auch einen realen Besuch lohnen! Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich produktiv mit dem Romananfang von Kafkas "Der Prozess" auseinander. üben das textnahe Lesen. interpretieren und präsentieren den Text durch lautes Vorlesen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erforschen relevante Internetseiten zu Kafkas "Der Prozess". verarbeiten die gefundenen Informationen. reflektieren die Bedeutung von Geräten (Hand und Stift, Schreibmaschine, Computer) für den Prozess des Schreibens und die Entstehung von Texten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler diskutieren unterschiedliche Arbeitsergebnisse. stellen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Stolz – ICH zu sein: Workshopmaterial zum Thema Diversität im Klassenzimmer

Kopiervorlage

Diese Workshopmaterialien für Kinder und Jugendliche der LGBTQIA+-Community haben das Ziel, sich mit verschiedenen Körperbildern auseinanderzusetzen. Dabei lernen sie, aktiv über den Einfluss gesellschaftlich normierter Schönheitsideale und Stereotypen nachzudenken und üben, wie sie die damit verbundenen Botschaften in Frage stellen können. Stolz – ICH zu sein ist ein zweistündiger Workshop zum eigenen Körperbild für LGBTQIA+-Jugendliche und ihr Allyship (Verbündete) im Alter von 13 bis 16 Jahren. LGBTQIA+ ist eine Abkürzung für Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer und Intersex. Auf Deutsch: lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer und intersexuell. Das sind Beschreibungen für sexuelle Orientierungen und Formen von Identitäten. Es gibt viele Varianten dieses Akronyms, die weitere Identitäten miteinschließen. Das (+) weist darauf hin. Im Workshop setzen sich die Jugendlichen mit verschiedenen Einflüssen auseinander, die sie unter Druck setzen, ihr äußerliches Erscheinungsbild zu verändern. Sie lernen Fähigkeiten kennen, die sie dabei unterstützen, sich dem Druck, den gesellschaftlichen Normen entsprechen zu müssen, entgegenzustellen. Stolz – ICH zu sein hat das Ziel, alle in der Gruppe dazu anzuregen, aktiv über den Einfluss gesellschaftlich normierter Schönheitsideale nachzudenken und zu üben, wie man die damit verbundenen Botschaften auf unterschiedliche Weise infrage stellen kann. Einsatz der Workshopmaterialien im Unterricht Die Workshopmaterialien eignen sich für den Einsatz in Sonderunterrichtsstunden und Blockwochen rund um die Themen Diversität und Körperbilder, aber auch beispielsweise für Einheiten im Rahmen des Sexualkundeunterrichtes in Klassen, in denen Kinder und Jugendliche der LGBTQIA+-Community Teil des Klassenverbundes sind. Idealerweise wird der Workshop innerhalb einer Doppelstunde oder zwei aufeinanderfolgenden Einheiten umgesetzt. Für die Anleitung des Workshops wird die Durchführung durch Personen aus der oder mit engen Verbindungen zu der LGBTQIA+-Community empfohlen. Der Austausch mit Mitgliedern der queeren Community als Unterrichtsgäste ist dabei ebenfalls denkbar. Projekthintergrund Entwickelt wurde Stolz – ICH zu sein von Fachleuten für Körperbilder und LGBTQIA+-Organisationen in Zusammenarbeit mit queeren Jugendlichen, um sich gezielt damit zu befassen, wie es ist, in unserer Welt jung, queer und authentisch zu leben. Ziel ist es, die Betreffenden zur eigenen Individualität zu ermutigen und gleichzeitig kulturelle Botschaften sowie den gesellschaftlichen Druck zu erkunden und zu hinterfragen, welche es uns schwer machen können, unser authentisches ICH auszuleben. Stolz – ICH zu sein basiert auf Forschungsergebnissen, aufgrund der Aktualität konnte noch keine Langzeitevaluation im Rahmen von Studien mit queeren Kindern und Jugendlichen erfolgen. Bis es Studien zu diesem Workshop speziell mit LGBTQIA+-Jugendlichen gibt, wird geraten, sich bei der Durchführung eng an die im Folgenden dargestellten Empfehlungen zu halten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren aktiv den Einfluss gesellschaftlich normierter Schönheitsideale, wie sie auch in den (sozialen) Medien zuhauf repräsentiert werden. hinterfragen die gesellschaftlich normierten Schönheitsideale und üben, sich von dem in den Medien dargestellten vermeintlichen Ideal zu lösen. erkennen gesellschaftlich geprägte Stereotypen und hinterfragen diese kritisch. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein ausgeprägteres Selbstwertgefühl gegenüber ihrer eigenen Identität sowie der ihrer Mitmenschen um sie herum. werden ermutigt, ihre Individualität zu finden und stolz auf sie zu sein. werden sensibilisiert, umgangssprachliche diskriminierende Ausdrücke zu erkennen und sie bewusst zu vermeiden, um andere nicht zu verletzen – und miteinander wertschätzend umzugehen.

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Tod und Sterben

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zum Thema "Tod und Sterben" befasst sich mit dem individuellen und institutionellen Umgang mit dem Tod. Weiterhin werden Sterbe- und Trauerphasen sowie pflegerische Interventionen thematisiert. Insgesamt wird die Lerneinheit durch drei interaktive Übungen, eine unterrichtsbegleitende PowerPoint-Präsentation sowie durch Poster und Arbeitsblätter unterstützt. Zum Leben gehört unweigerlich auch das Sterben. Oftmals wird das Thema "Sterben und Tod" bis zuletzt aus den Gedanken verbannt. Die Unterrichtseinheit befasst sich daher mit dem individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Umgang mit dem Sterbeprozess und dem Tod . Als Leitfaden für den Unterricht dient eine PowerPoint-Präsentation. Zu Beginn setzen sich die Lernenden auf einem Selbsteinschätzungsbogen individuell mit ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Tod auseinander. Es folgt die Vermittlung von Grundlagen wie beispielsweise den unterschiedlichen Todesarten. Einen Schwerpunkt bilden die Sterbephasen nach Kübler-Ross sowie im weiteren Verlauf die Trauerphasen. Darüber hinaus werden die Bedürfnisse und Wünsche von Sterbenden thematisiert. Der Rechercheauftrag am Ende der Unterrichtseinheit bildet nochmals zwei Schwerpunkte: Zum einen geht es um die Frage, was nach dem Eintritt des Todes zu tun ist, und zum anderen, wie Kinder unterschiedlicher Altersgruppen mit dem Tod umgehen. Auf den zusammenhängenden Arbeitsblättern und Postern fixieren die Lernenden zunächst die Unterscheidungsmerkmale des biologischen Todes, des Hirntods und des klinischen Tods. In Paararbeit stellen die Schülerinnen und Schüler Recherchen über die sicheren und unsicheren Todeszeichen an. In Aufgabe drei geht es um die unterschiedlichen Sterbephasen und die jeweiligen Verhaltensweisen der betroffenen Person sowie um die Unterstützungsmaßnahmen des Pflegefachpersonals. In der nachfolgenden Aufgabe identifizieren die Lernenden die Sterbephasen am Fallbeispiel "Frau Mai". In der vorletzten Aufgabe geht es um pflegerische Interventionen während des Trauerprozesses. Am Ende der Arbeitsblätter haben die Lernenden die Möglichkeit, sich Notizen zu den beiden Rechercheaufträgen "Was ist nach dem Versterben eines Menschen zu tun?" beziehungsweise "Umgang von Kindern mit dem Tod" zu machen. Die Lerneinheit kann mit den Themen "Palliativversorgung" sowie "Umgang unterschiedlicher Kulturen mit dem Tod" ergänzt werden. Ein wesentliches Ziel der Unterrichtseinheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler sichere von den unsicheren Todeszeichen unterscheiden können. Das Bewusstwerden der unterschiedlichen Sterbe- und Trauerphasen vereinfacht den Pflegefachpersonen den Umgang mit Betroffenen. Darüber hinaus sollten die Abläufe nach dem Versterben einer Person bekannt sein, um Angehörigen einen störungsfreien Abschied zu ermöglichen. Sowohl durch die Übungen auf den Arbeitsblättern, durch die interaktiven Übungen und unterschiedlichen Sozialformen wird für einen abwechslungsreichen Unterricht gesorgt. Der zeitliche Umfang beträgt circa dreimal 90 Minuten, je nach Zeitbedarf für die Rechercheaufträge. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den Unterschied zwischen sicheren und unsicheren Todeszeichen. können wiedergeben, was für Maßnahmen nach dem Eintreten des Todes zu ergreifen sind. kennen die unterschiedlichen Sterbe- und Trauerphasen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Lerninhalte mittels interaktiver Übungen. sind in der Lage, im Rahmen der Gruppenarbeit wissenschaftliche Quellen im Internet ausfindig zu machen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren individuellen Umgang mit Sterben und Tod. geben sich im Anschluss an die Präsentationen der Gruppenarbeit konstruktives Feedback. arbeiten in Paararbeit effektiv und konzentriert zusammen.

  • Pflege, Therapie, Pharmazie
  • Berufliche Bildung

"The Hill We Climb" and the voice of black feminism

Kopiervorlage

In diesem Arbeitsmaterial zum Thema "The Hill We Climb", dem aktuellen Inaugural Poem der amerikanischen Lyrikerin Amanda Gorman, wird die Brücke zwischen Kunst, politischem Weltgeschehen, aktuellen Gesellschaftsthemen und Sprache geschlagen. Amanda Gorman steht für eine neue Generation und agiert als starke Stimme des "Black Feminism".Am 20. Januar 2021 trug eine junge afroamerikanische Frau bei der Amtseinführung des 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten Amerikas, Joe Biden, das Gedicht "The Hill We Climb" vor. Für Amanda Gorman, eine gerade einmal 23-jährige Lyrikerin, war dies eine große Ehre. Die Tradition des Inauguration Poets besteht seit den 1960er Jahren. Seit damals gab es sechs Inauguration Poets , die ihre Gedichte bei Amtseinführungen von demokratischen Präsidenten vortrugen. In der Regel trifft der Präsident die Wahl, welchem Künstler beziehungsweise welcher Künstlerin diese Ehre zuteil werden soll. Inhaltlich sind die Inauguration Poems dem Anlass entsprechend patriotisch geprägt. Oftmals wird in ihnen auf den Zeitgeist reagiert. Das vorliegende Material beschäftigt sich mit den sprachlichen und lyrischen Elementen des Gedichts sowie mit der gesellschaftlich-politischen Bedeutung des Werks. Weiterhin wird thematisiert, welche Rolle die Dichterin für ihr eigenes Werk hier spielt und welche Bedeutung ihr in Bezug auf ihr eigenes Gedicht zukommt. Das Arbeitsmaterial zu "'The Hill We Climb' and the voice of black feminism" besteht aus vier aufeinander aufbauenden Arbeitsblättern mit folgenden Themenschwerpunkten: "A poem for Mr. President: The tradition of inauguration poems and the political power behind it." Dieses Arbeitsblatt führt in die Tradition der Inauguration Poetry ein und gibt einen Überblick über die politische Bedeutung und die Verbindung von Literatur, Gesellschaft und Politik im amerikanischen Sprachraum. "The language of hope: Style and figures in 'The Hill We Climb'". Mithilfe dieses Arbeitsblattes nähern sich die Schülerinnen und Schüler den sprachlichen Aspekten des Gedichts. "'Skinny Black girl' – Amanda Gorman and her role in the black feminism movement." Dieses Arbeitsblatt widmet sich der Dichterin als Person, ihrer Inspirationsquellen und ihrer eigenen Bedeutung als Feministin. Der Begriff des "Black Feminism" spielt hierbei eine zentrale Rolle. "'The Hill We Climb' and the voice of Black Feminism". In diesem Arbeitsblatt wird ein Blick auf einen weiteren Vortrag Amanda Gormans geworfen und das Thema wird abgerundet. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen ein Gedicht beziehungsweise Teile eines Gedichts in englischer Sprache. kennen und analysieren Stilmittel in Lyrik. informieren sich über einem besonderen Teil der US-amerikanischen politischen Kultur. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren eigenständig im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben das Vortragen in englischer Sprache im Plenum. sprechen und lesen frei in der einer Peer-Gruppe. formulieren Feedback und setzen sich eigenständig Arbeitsziele.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Hoch hinaus – Ein Geheimtipp für die Berufsorientierung

Fachartikel

Der Fachartikel stellt das Gerüstbauer-Handwerk als spannendes Beispiel für moderne Berufswelten im Unterricht vor. Lehrkräfte erhalten Einblicke in die Ausbildung und Anforderungen dieses vielseitigen Handwerksberufs und erfahren, für welche Schülerinnen und Schüler der Beruf besonders interessant ist – etwa für solche, die mathematikbegeistert, energiegeladen und teamfähig sind.

  • Fächerübergreifend / Berufsvorbereitung /Berufsalltag / Arbeitsrecht

Giorgio Parisi und die Funktionsweise komplexer Systeme

Kopiervorlage

Dieses Arbeitsmaterial zum Thema "Giorgio Parisi und die Funktionsweise komplexer Systeme" schlägt anschaulich und praxisnah den Bogen von Parisis "Theorie komplexer Systeme" hin zu einfachen und aktuellen Beispielen. Dazu gehören die Auswirkungen von Schiffshavarien auf weltweite Lieferketten oder die Prognose des Verhaltens von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Benzinpreiserhöhungen.2021 wurde Giorgio Parisi mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Das Nobelkomitee würdigte seine Vorarbeiten zum Verständnis "Komplexer Systeme", die maßgeblich zur Entwicklung komplexer Klimamodelle und zu den heutigen Klimaprognosen beigetragen haben. Das Arbeitsmaterial führt die Schülerinnen und Schüler in vier methodisch variierenden Lernrunden von den Disziplinen des Nobelpreises zu einem ersten Verständnis von komplexen Systemen. Dieses Verständnis wird dann an zwei alltagsnahen Beispielen – in einem Ursache-Wirkungszusammenhang bei der Störung internationaler Lieferketten und in einem Reaktions-Modell für das Verhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern auf Preiserhöhungen bei relativ starren Nachfragefunktionen – vertieft. Passend zu diesem Arbeitsmaterial gibt es eine Unterrichtseinheit Ein Nobelpreis für das Klima im Themendossier Die Forschung der Nobelpreisträger im Unterricht . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen das Wesen komplexer Systeme und können es beispielhaft erklären. konstruieren soziale und wirtschaftliche Modelle. analysieren Wirkungszusammenhänge. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler analysieren und strukturieren themenrelevante Informationen aus Medienangeboten. planen und entwickeln Medienprodukte in vorgegebenen Formaten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verständigen sich auf Modelle der Realität und kommen im Team zu gemeinsamen Lösungen. können ihre Ergebnisse gemeinsam präsentieren und öffentlich vertreten.

  • Physik / Astronomie / Geographie / Jahreszeiten / Wirtschaft / Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Demenz: klinisches Krankheitsbild und Therapieansätze

Unterrichtseinheit / Interaktives
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit befasst sich mit der weit verbreiteten Erkrankung "Demenz", deren Entstehung sowie den mit ihr verbundenen Stadien und Symptomen. Dabei stehen Lehrkräften unterrichtsbegleitende Arbeitsmaterialien, interaktive Übungen und eine PowerPoint-Präsentation zur Verfügung. Aktuell leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung . Die Erkrankung stellt damit eine der häufigsten Gründe für eine Aufnahme in eine Altenpflegeeinrichtung dar. Der Anteil von Menschen mit Demenz, die in einer solchen Einrichtung leben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen . Insbesondere für Kliniken stellt die nachweisbare Zunahme der Erkrankung daher eine enorme Herausforderung dar. Als Leitfaden für den Unterricht wird eine PowerPoint-Präsentation herangezogen. Diese beginnt mit einem Erfahrungsaustausch und informiert über die unterschiedlichen Symptome der Erkrankung bis hin zu den Formen der Demenz. Weiterhin wird eine Unterscheidung zwischen den Demenz- und Delirsymptomen getroffen. Daraufhin werden die Stadien der Demenz thematisiert. Am Ende werden nichtmedikamentöse Therapieansätze dargestellt und im Anschluss diskutiert. Auf den vier zusammenhängenden Arbeitsblättern fixieren die Lernenden zunächst, welche Erfahrungen sie bereits mit Menschen gemacht haben, die an einer Demenzerkrankung leiden. Im weiteren Verlauf werden drei Störungen beziehungsweise (Leit-)Symptome thematisiert, die sich im Laufe der Demenzerkrankung bemerkbar machen. Die Schülerinnen und Schüler ergründen schließlich zwei kurze, der Praxis entnommene Fallbeispiele zu Demenz und Delir und vergleichen die hier deutlich werdenden Symptome anhand vorgegebener Faktoren. Des Weiteren werden Maßnahmen der Delirprävention erörtert sowie nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen diskutiert. Begleitet wird diese Unterrichtseinheit auch mit interaktiven Übungen. In der ersten Übung " primäre und sekundäre Form der Demenz " befassen sich die Lernenden zunächst mit der primären und der sekundären Form der Demenzerkrankung und verfestigen ihre hiermit verbundene Diagnosekompetenz, indem sie vorgegebene Merkmale einer der beiden Formen zuordnen müssen. In der zweiten Übung " Demenz und Delir " steigern die Lernenden mittels Richtig-/Falsch-Fragen ihre Differenzierungskompetenz zwischen den beiden Krankheitsbildern. Mittels der dritten Übung " Stadien der Demenz " erlernen die Schülerinnen und Schüler, charakteristische Erscheinungsformen der Demenzerkrankung dem jeweiligen Stadium ebendieser zuzuordnen und schulen sich so in ihrer Diagnosekompetenz. Die Auszubildenden erkennen, dass die Zahl an demenzerkrankten Personen stetig zunimmt und dass es aufgrund dessen erforderlich ist, auch im späten Stadium der Demenz Zugangswege zu finden, um die Pflege und Betreuung Betroffener zu gewährleisten. Ein wesentliches Ziel der Unterrichtseinheit ist außerdem, dass die Lernenden die auftretenden Symptome dem jeweiligen Stadium der Demenzerkrankung korrekt zuordnen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den Unterschied zwischen Demenz und Delir. können wiedergeben, was für spezifische Symptome in den unterschiedlichen Stadien der Demenz auftreten können. erkennen die Bedeutung der "richtigen" Kommunikation mit Demenzerkrankten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Lerninhalte mittels interaktiver Übungen. sind in der Lage, wissenschaftlich fundierte Quellen im Rahmen der Paararbeit im Internet zu identifizieren und zu nutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler geben sich im Anschluss an die Präsentationen der Gruppenarbeit konstruktives Feedback. arbeiten in Paararbeit effektiv und konzentriert zusammen. können ihr eigenes Verhalten reflektieren.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin
  • Berufliche Bildung

Handwerk liegt in der Natur des Menschen

Fachartikel

Dieser Fachartikel zeigt, wie lehrplanrelevante Themen mit lebensweltnahen Bezügen zum Handwerk verbunden werden können. Von der Berechnung des Energiebedarfs für warmes Wasser über den Dreisatz beim Gerüstbau bis zur Biologie der Haare – handwerkliche Kontexte bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für den fächerübergreifenden Unterricht. Zudem werden der Wirtschaftszweig Handwerk, die Vielfalt der Ausbildungsberufe und Karrierewege beleuchtet. Handwerk in meinem Unterricht?! Ich bin doch Deutsch-Lehrkraft! Unterricht individuell auszurichten gestaltet sich nicht immer leicht, denn die Zeitfenster in den dichten Fachcurricula zeigen sich gewohnt eng. Aber wie ist es möglich, trotzdem auch zeitaktuelle, außer-curriculare Inhalte weiterhin einzubinden, die für die eigene Klasse, für die Region und gar Bundesländer von tragender Bedeutung sind? Kann man als Lehrkraft aus dem eigenen Unterrichtsgeschehen heraus tatsächlich einen Wandel mitgestalten, eine neue Perspektive eröffnen, an gesellschaftlichen Entwicklungen teilhaben? Lehrkräfte wissen, dass das möglich ist, denn sie greifen Impulse der Zeit auf, nehmen sie in ihren Unterricht und öffnen damit Augen und Ohren der Lernenden zu Belangen unserer Zeit. Und dies kann ganz unterschiedliche Themengebiete betreffen. Blickt man beispielsweise auf das Handwerk, so stellt man seit Jahren einen deutlichen Rückgang an Auszubildenden sowie eine kongruente Zunahme an unbesetzten Ausbildungs- und Lehrstellen fest (ZDH. Online). Überall fehlt es an qualifizierten Fachkräften; Handwerkerinnen und Handwerker sind daher begehrter denn je. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens werden sie gebraucht und geschätzt, ihre beruflichen und finanziellen Erfolgsaussichten sind mithin äußerst gut. Erlerntes setzen sie dabei konkret um und sehen das eigens Geschaffene als Resultat ihres Werkens. Kann und sollte man als Lehrkraft dazu beitragen, den Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen Handwerk näher zu bringen und wie kann dies geschehen? Ja, indem für Lernende interessante Themen mit Lebensweltbezug im Unterricht behandelt werden, die indirekt auch eine Schnittstelle zur Welt des Handwerks und zugleich zum Curriculum des jeweiligen Faches bilden. Das können Themen sein wie das Warmwasser , mit dem man sich morgens duscht – der Energiebedarf zur Erwärmung des Wassers lässt sich im Physikunterricht berechnen und seine Nachhaltigkeitspotenziale in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern diskutieren. Themen wie der Dreisatz , den jeder und jede in den vielfältigsten Lebenssituationen anwenden kann, daher lehrplanrelevant im Fach Mathematik ist und darüber hinaus auch von Gerüstbauerinnen und Gerüstbauern genutzt wird. Oder einer der wichtigsten Identitätsfaktoren, vor allem im Jugendalter – die Haare – ist biologisch betrachtet eine wahre Wunderwelt, in der sich besonders Friseurinnen und Friseure galant bewegen. Handwerk steckt in mehr Themen als man denkt – und auch in mehr Regionen. Warum also nicht auch im Sinne außerschulischen Lernens den Satz des Pythagoras am frisch errichteten Gerüst um die Ecke visualisieren oder die Warmwasseraufbereitung in der Schule vor Ort erfahren? Sie sehen: Genau hier können Lehrkräfte ansetzen. Was ist Handwerk? Das Handwerk bezeichnet sich selbst als "die Wirtschaftsmacht von nebenan". In Deutschland hat die Branche über fünf Millionen Beschäftigte, eine Million Betriebe und erzielt einen Jahresumsatz von 650 Milliarden Euro (ZDH. Online). Das handwerkliche Gewerbe wird in Deutschland verbindlich durch das Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) festgelegt und geregelt (HwO. Online). In fast allen Lebensbereichen werden die Fertigkeiten und das Know-how von Handwerkerinnen und Handwerkern gebraucht. "Die handwerkliche Tätigkeit, die von der industriellen Massenproduktion abzugrenzen ist, ist eine selbständige Erwerbstätigkeit auf dem Gebiet der Be- und Verarbeitung von Stoffen sowie im Reparatur- und Dienstleistungsbereich" (Gabler Wirtschaftslexikon. Online). Wolfgang Herzog, selbst erfahrener Handwerker, macht darauf aufmerksam, dass der Begriff "Handwerk" sich aus den beiden Wörtern "Hand" und "Werk" formt und dabei bereits das Wesentliche eines Handwerksberufs zusammenfasst: Nämlich mit den eigenen Händen etwas herzustellen, was einen Nutzen hat (Herzog 2012: 13). Dabei stehen den Händen heute vielfach hochinnovative, häufig digitale Werkzeuge zur Seite. Entscheidend ist und bleibt aber die individuelle Leistung oder Problemlösung des Handwerks im Gegensatz zur Massenproduktion.

  • Fächerübergreifend

Datenschutzrecht für und an Schulen: Grundlagen und Blick auf Videokonferenz-Systeme

Fachartikel
5,99 €

In diesem Fachartikel geht es um das Thema "Datenschutzrecht für Schulen" und seine Bedeutung für den Schulalltag. Dabei wirft Dr. Florian Schröder, Jurist und Experte für Schulrechtsfragen, auch einen Blick auf Videokonferenz-Systeme. Nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Eltern finden hier wissenswerte Informationen zu datenschutzrechtlichen Grundsätzen. Der vorliegende Beitrag ist Teil einer systematischen Einführung in das Schulrecht und in schulrelevante weitere Rechtsgebiete. Bereits erschienen sind Verfassungs- und grundrechtliches Fundament von Schule Einführung in das allgemeine Verwaltungsrecht für Schule Rechte und Pflichten der Schulleitung Rechte und Pflichten der Lehrkräfte Einführung in das Schulrecht: der rechtliche Rahmen der Konferenzarbeit Schulische Sanktionen gegenüber Schülerinnen und Schülern: Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen Einführung in das Schulrecht: Aufsicht und Haftung Einführung in das Schulrecht: Urheberrecht für Schulen Da das Schulrecht in wesentlichen Teilen Landesrecht ist, ist es nicht möglich, auf die Rechtslage jedes der 16 Bundesländer im Detail einzugehen. Dort, wo landesrechtliche Regelungen maßgeblich sind, wird in der Beitragsserie daher stellvertretend für die Flächenländer jeweils anhand des niedersächsischen Landesrechts erläutert, stellvertretend für die Stadtstaaten steht das hamburgische Landesrecht. Verfassungsrechtliche Grundlagen Grundlage des Datenschutzrechts ist (mittlerweile) die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO), die allerdings aufgrund vielfacher Öffnungsklauseln und unbestimmter Rechtsbegriffe einer landesrechtlichen und auch themenspezifischen Konkretisierung bedarf. Diese wurde in allen Bundesländern zum Mai 2018 (teilweise auch bereits mit neuerlichen Änderungen seitdem) umgesetzt, so in Niedersachsen in § 31 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) und diversen ergänzenden Regelungen (zum Beispiel dem Runderlass "Aufbewahrung von Schriftgut in öffentlichen Schulen; Löschung personenbezogener Daten" und dem Runderlass "Verarbeitung personenbezogener Daten auf privaten Informationstechnischen Systemen (IT-Systemen) von Lehrkräften") und in Hamburg durch §§ 98 ff. des Hamburgischen Schulgesetzes (HmbSG) und der Schul-Datenschutzverordnung (Schul-DSV). Regelungsgegenstand Durch das Datenschutzrecht geschützt werden (nur) sogenannte "personenbezogene Daten". Diese definiert Artikel 4 der DSGVO wie folgt: "Personenbezogene Daten" [sind] alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person [...] beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind, identifiziert werden kann." Datenschutzrechtliche Grundsätze Das Datenschutzrecht ist zumeist sehr ausführlich und kleinteilig geregelt. Um dabei den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, sich einige Grundsätze vor Augen zu führen, mittels derer sich in jeder Regelung der rote Faden erkennen lässt: Die Grundlagen des Datenschutzrechts stammen bereits aus dem sogenannten Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1983. Danach ist Datenerhebung durch staatliche Stellen verboten, sofern es keine Erlaubnisnorm oder Zustimmung der Betroffenen gibt; dürfen nur so wenige Daten wie nötig erhoben werden (Grundsatz der "Datensparsamkeit"); darf die Datenverarbeitung nur zum ursprünglichen Zweck erfolgen (Grundsatz der Zweckbindung und Verbot von staatlichem "big data"); ist eine Weitergabe der Daten an Dritte nur mit Erlaubnisnorm oder Zustimmung der Betroffenen erlaubt. Aus späterer Rechtsprechung hat sich außerdem das "Recht auf Vergessen" ergeben, also ein Rechtsanspruch darauf, dass nicht mehr benötigte Daten gelöscht werden. Durch die EU-DSGVO erstmals mit Rechtsverbindlichkeit festgelegt wurden außerdem das Recht auf Datenkorrekturen auf Antrag Betroffener; die Pflicht zur Sicherstellung von IT- (und damit Daten-) Sicherheit und eine Meldepflicht (innerhalb von 48 Stunden!) gegenüber der/dem Landesdatenschutzbeauftragten bei Datenschutzverletzungen. Neue Instrumentarien aus der EU-DSGVO Neben einer Konkretisierung der zuvor dargestellten Grundsätze hat die DSGVO auch einige Neuerungen gebracht. Wesentlich sind dabei die Pflicht, Verzeichnisse der (Daten-) Verarbeitungstätigkeiten zu führen (Artikel 30 Absatz 1 DSGVO), Vereinbarungen zur Auftragsdatenverarbeitung mit dem Schulträger und etwaigen externen IT-Dienstleistern abzuschließen (Artikel 28 DSGVO) und Betroffene proaktiv über Datenverarbeitungen zu unterrichten (Artikel 13 DSGVO). In den landesrechtlichen Regelungen finden sich hierzu jeweils Konkretisierungen. Schulische Datenschutzbeauftragte Wie in jeder Behörde muss es auch in Schulen Datenschutzbeauftragte geben. Dies regelt zumeist nicht das Schulrecht, sondern das allgemeine Datenschutzrecht, zum Beispiel § 58 des Niedersächsischen Datenschutzgesetzes (NDSG). Es muss sich um eine fachlich geeignete und weisungsfreie Person handeln, die frei von Interessenkonflikten (also insbesondere nicht Schulleitungsmitglied oder IT-Systemadministrator/in) ist. Als Aufgaben nennen die Gesetze regelmäßig: Unterstützung, Beratung und Überwachung der Einhaltung des Datenschutzes und Zusammenarbeit mit den Landesbeauftragten für den Datenschutz. Speziell: Videokonferenz-Systeme Im Zuge der Corona-Pandemie hat (nicht nur) die schulische Bedeutung von Videokonferenzen exponentiell zugenommen. Hierbei wurden zunächst allenthalben die "Augen zugedrückt", wenn es um Fragen des Datenschutzes ging, da die Aufrechterhaltung eines geregelten Schulbetriebs als Priorität eingestuft wurde. Unterdessen ist etwas Ruhe eingekehrt und ein nüchterner datenschutzrechtlicher Blick angezeigt: Um allerdings beantworten zu können, ob die Nutzung datenschutzkonform ist, muss jedes einzelne Videokonferenz-System (Teams, ClickMeeting , Zoom, iServ, Big Blue Button, Gotomeeting, Jitsi et cetera) individuell durchleuchtet werden, wobei auch die jeweilige Konfiguration der an der einzelnen Schule genutzten Software und Software-Version einen Unterschied machen kann. Als grundsätzliche Linie lässt sich dabei nur festhalten, dass die Nutzung immer dann datenschutzrechtlich problematisch ist, wenn Daten außerhalb des Geltungsbereichs der EU-DSGVO verarbeitet und gespeichert werden, zum Beispiel in den USA. Für viele Schulen muss daher davon ausgegangen werden, dass das genutzte beziehungsweise vom Schulträger zur Verfügung gestellte System nicht vollständig datenschutzkonform ist. Kultusministerien und Schulbehörden sind (außer in Baden-Württemberg) bislang zurückhaltend mit etwaigen Eingriffen, dies dürfte sich aber künftig ändern. Weiterführende Literatur Schröder, Florian (2019). Handbuch Schulrecht Niedersachsen. Köln: Carl Link Verlag.

  • Fächerübergreifend

Cartoon der Woche: Toiletten rein digital

Cartoon

Marodes Schulgebäude? Eindeutige Vorteile einer Online Schule erkennt der Cartoonist Michael Hüter in unserem Cartoon der Woche.

  • Fächerübergreifend

Expertenstandard in der Pflege

Fachartikel
5,99 €

In der Pflege hört man immer wieder den Begriff "Expertenstandard". Aber was genau ist das? Und wozu ist ein Expertenstandard gut? Dieser Fachartikel geht jenen Fragen nach und bietet einen Einblick in die Hintergründe und Zielsetzungen von Expertenstandards in der Pflege. Umschreibung Unter einem Expertenstandard versteht man die strukturierte Dokumentation wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse, die bestimmte Qualitätskriterien in der Pflege umschreiben . Tatsächlich gibt es nicht nur den einen, sondern fast ein Dutzend Expertenstandards, die sich jeweils auf einen definierten Teilbereich der stationären und ambulanten Pflege beziehen. Zumeist stehen medizinisch-pflegerische Aspekte im Fokus, die zum Beispiel bei der Sturzprophylaxe oder der Pflege von Menschen mit chronischen Wunden zu berücksichtigen sind. Es werden aber auch Kriterien eher administrativer Aufgaben als Expertenstandard formuliert, die es zum Beispiel im Rahmen des Entlassungsmanagements umzusetzen gilt. Während Pflegestandards interne Vorgehensweisen einzelner Einrichtungen dokumentieren, sind Expertenstandards auf die bundesweite Anwendung in unterschiedlichen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ausgelegt und laut Sozialgesetzbuch "... für alle Pflegekassen und deren Verbände sowie für die zugelassenen Pflegeeinrichtungen unmittelbar verbindlich" ( www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/113a.html ). Ziel Ziel eines Expertenstandards ist es, die Qualität einer bestimmten pflegerelevanten Tätigkeit zu verbessern, unabhängig davon, in welcher Einrichtung und durch welches Fachpersonal die Pflege erfolgt. Indem Fachkräften vereinheitlichte Pflegeziele und die für deren Umsetzung erforderlichen Tätigkeiten und Maßnahmen vorgegeben werden, tragen Expertenstandards zur Sicherung, Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität der pflegerischen Versorgung bei. Langfristig könnten Expertenstandards auch in Bereichen der psychiatrischen, palliativen und pädiatrischen Pflege Einzug halten (Bibliomed Pflege 2019). Herausgeber Herausgeber der Expertenstandards ist das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) unter Federführung eines multidisziplinären Teams aus Mitarbeitenden der Pflegewissenschaft, Pflegelehre und Pflegepraxis. Entwicklung, Einführung und Aktualisierung der Expertenstandards, die ausführlich im DNQP-Methodenpapier (2019) beschrieben sind, werden im Folgenden kurz skizziert. Entstehung Bevor ein Expertenstandard veröffentlicht wird, durchläuft er einen mehrstufigen Prozess. Dieser umfasst – neben der Themenwahl und der eigentlichen Entwicklung des Dokumentes – die modellhafte Implementierung und Evaluation einer vorläufigen Version sowie die abschließende Publikation der finalen Version. Zusätzlich werden bereits bestehende Expertenstandards in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

  • Ernährung & Gesundheit / Gesundheitsschutz / Pflege, Therapie, Medizin

Willkommensklasse für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine: Landeskunde – ein erster Blick auf…

Unterrichtseinheit
14,99 €

Diese Unterrichtseinheit zielt darauf ab, geflüchteten Jugendlichen aus der Ukraine in Willkommensklassen an weiterführenden Schulen erste landeskundliche Einblicke in das Aufnahmeland Deutschland zu bieten – von geographischen Fakten und landschaftlichen Eindrücken über Wetter und Klima bis hin zu kulturellen Aspekten. Durch die Beschäftigung mit Sachthemen entstehen wertvolle Gesprächsanlässe, die zur Erweiterung des Wortschatzes, des Lese- und Hörverstehens sowie des Ausdrucksvermögens beitragen.Bildliche Impulse spielen bei dieser Einheit eine entscheidende Rolle. Sie sind verknüpft mit kurzen, einfachen Textpassagen sowie kompakten Aufgabenstellungen. Zentrale Wörter und Textbausteine sind ins Ukrainische sowie auch ins Russische übersetzt , sodass die Schülerinnen und Schüler je nach ihrer Muttersprache eine direkte Übersetzungshilfe erhalten. Diese steht in Klammern direkt hinter der entsprechenden deutschen Formulierung. In Verbindung mit visuellen Eindrücken sind die deutschen Wörter besonders gut lernbar. Auf der inhaltlichen Ebene bieten die eingeplanten Themen dieser Unterrichtseinheit natürlich nur punktuelle und tendenziell grobe Einblicke in die deutsche Landeskunde. Es geht um erste Eindrücke von einem Land, das den meisten ukrainischen Jugendlichen wahrscheinlich noch ziemlich fremd ist. An das hier erarbeitete Basiswissen können sie später – auf einem fortgeschrittenen Sprachniveau – zur Vertiefung anknüpfen. Für den Erwerb der deutschen Sprache leistet die vorliegende Einheit eine wichtige Unterstützung des reinen Sprachunterrichts. Die Verbindung mit inhaltlichen Schwerpunkten lässt die Sprachvermittlung dabei weniger "trocken" wirken und lockert den Schulalltag in einer Willkommensklasse somit erheblich auf. Selbst wenn der inhaltliche und sprachliche Lernzuwachs am Ende der Unterrichtseinheit bescheiden erscheinen mag: Es handelt sich um die berühmten "ersten Schritte", mit denen jeder lange Weg beginnt.Bei den Materialien dieser Unterrichtseinheit sind Bildelemente von zentraler Bedeutung . Sie sind kombiniert mit kurzen deutschen Texten mit einfachem Satzbau und Übersetzungshilfen ins Ukrainische und Russische , welche die Lernenden auch in den kompakt formulierten Aufgabenstellungen finden. Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler – die sich gegenseitig kaum kennen, eine unterschiedliche Lernmotivation mitbringen und vor allem in verschiedener Weise mit ihrer persönlichen Belastungssituation umgehen – erfordert ein Höchstmaß an Binnendifferenzierung . Gegebenenfalls bietet es sich, weitere Vokabelhilfen an die Hand zu geben, um verschiedenen Sprachniveaustufen gerecht zu werden. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler daher individuell entscheiden, ob sie die Aufgaben einzeln beziehungsweise in Paararbeit oder in kleinen Gruppen bearbeiten. Gehen Sie während der Arbeitszeit durch die Klasse und verschaffen Sie sich einen Eindruck vom Zeit-bedarf der Lernenden, sodass Sie die auswertende Besprechung zu einem realistischen Zeitpunkt beginnen können. Es empfiehlt sich, den Schülerinnen und Schülern während der Aufgabenbearbeitung die Nutzung ihrer Smartphones als weitere Übersetzungshilfe zu gestatten. Dies gilt bei Bedarf auch für die Auswertungsphase. Achten Sie auf eine intensive Besprechung der Aufgaben . Trainieren Sie dabei die Aussprache der Schülerinnen und Schüler, notieren Sie Schlüsselwörter an der Tafel und sparen Sie nicht mit motivierendem Lob . Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten grundlegende Einblicke in folgende landeskundliche Themenbereiche: Wesentliche geographische Aspekte Deutschlands Landschaftsformen Wetter und Klima Sehenswürdigkeiten Traditionen und Feiertage Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten (bei Bedarf) in kooperativen Sozialformen. präsentieren Arbeitsergebnisse im Plenum. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren deutschen Wortschatz. trainieren ihre Lesekompetenz. optimieren ihre Aussprache.

  • DaF / DaZ
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
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