Unterrichtsmaterialien zum Thema "Kommunikation"

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Grundsätze der Warenvorlage

Unterrichtseinheit

Die Warenvorlage ist ein entscheidender Moment des Verkaufsgesprächs, in dem es wichtige Grundsätze zu beachten gilt. Die Unterrichtseinheit ermöglicht die Einübung in Rollenspielen, deren Videoaufzeichnung im Anschluss analysiert wird.Für Auszubildende im Einzelhandel sind der Kundenkontakt und die Warenvorlage ein wichtiges Element der täglichen Arbeit. Zur Unterstützung ihrer betrieblichen Praxis sollen die theoretischen Grundlagen in Übungen umgesetzt und vertiefend analysiert werden. Die Warenvorlage bildet zusammen mit der Verkaufsargumentation den Mittelpunkt eines Verkaufsgesprächs. Dabei gilt es acht Grundsätze zu beachten, wozu zunächst die Wahl des richtigen Präsentationszeitpunktes und die Vorlage des richtigen Artikels zählen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen dazu die Kundenansprüche mit den Wareneigenschaften abwägen, um einen ansprechenden Sortimentsquerschnitt mit Vergleichsmöglichkeiten vorzulegen, ohne dabei mit einer zu hohen Anzahl an Artikeln zu überfordern. Eine Grundregel nennt die Vorlage von drei Artikeln als diesbezüglich angemessen, wobei der sachgemäße Umgang mit der Ware zu beachten ist. Zur häufig schwierigen Ermittlung der richtigen Preislage wird empfohlen, mit der mittleren Preislage zu beginnen und die Warenvorlage entsprechend der Kundenreaktionen zu verändern. Weitere wichtige Prinzipien beziehen sich darauf, möglichst viele Sinne des Kunden anzusprechen und eine sinnvolle Warenergänzung anzubieten. Der letzte Grundsatz gibt vor - zum Zwecke der Kundenbindung - mit betriebseigenen Serviceleistungen zu werben.Im Rahmen der zeitlichen Begrenzung auf eine Doppelstunde findet eine Reduktion auf vier Grundsätze statt: Die angemessene Anzahl der Waren, die richtige Preislage, die sinnesbezogene Warenvorlage und Perspektiven für weitere Verkäufe sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die weiteren Grundsätze können in den Folgestunden mit identischer Methodik und Medienwahl erarbeitet werden. Die Unterrichtstunde wird in einem Verkaufsraum stattfinden, der den Umgang mit realen Waren anbietet. Die Schülerinnen und Schüler führen die Rollenspiele in der "Verkaufsecke" vor, um das Prinzip der Exemplarität zu erfüllen. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Auf dieser Unterseite finden Sie Details zum Unterricht und dem Einsatz der Arbeitsmaterialien. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse über die einzelnen Phasen des Verkaufsgesprächs erweitern, indem sie die Warenvorlage szenisch darstellen. die beschriebenen Grundsätze in der Analyse der Videosequenzen erarbeiten und die beobachteten Grundsätze der Warenvorlage anwenden. in der Vorbereitung, Aufnahme und Wiedergabe den sachgemäßen Umgang mit digitaler Bildaufzeichnung üben. Thema Grundsätze der Warenvorlage Autor Perihan Selek Fach Kundenkommunikation und -services Zielgruppe Auszubildende: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer Zeitumfang eine Doppelstunde Technische Voraussetzungen Camcorder, Stativ, Beamer Im problemorientierten Einstiegsfall können die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Verkäuferin während der Warenvorlage die Kundin mit zu vielen Waren überfordert. Daraus ergibt sich die Einstiegsfrage: Wie viele Waren sollte man dem Kunden vorlegen? Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in verschiedenen Gruppen Rollenspiele, die sie dann vor der Kamera aufführen. Die Rollenverteilung wird ihnen freigestellt. Die Partnergruppen 1A und 1B werden sich in ihren Rollenspielen auf die gleichen Grundsätze beziehen, legen dazu aber unterschiedliche Waren vor. Die Partnergruppen 2A und 2B gehen auf zwei andere Grundsätze ein und wenden diese anhand von verschiedenen Waren an. Jeder Lernende übernimmt eine Aufgabe: Regie, Kamera, Verkauf, Kundschaft oder Technik. Während der Aufnahme eines Rollenspiels haben die anderen Gruppen einen Beobachtungsauftrag. Die jeweils etwa 3-minütigen Rollenspiele arbeiten mit konkreten Rollenkarten, um die Akteure auf das Wesentliche der Gesprächssituation vorzubereiten. Anschließend werden mindestens zwei der aufgenommenen Rollenspiele über den Beamer gezeigt und bezüglich der Warenvorlage analysiert. Die Partnergruppe fungiert als Kontrollgruppe, die anderen beiden Gruppen versuchen aus dieser Videosequenz die zwei Grundsätze der Warenvorlage abzuleiten. Ein zweites Beobachten der Rollenspiele - während der Präsentation als Videosequenz - ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze besser zu erkennen und diese zu internalisieren. Dies begründet den Mehrwert des Medieneinsatzes. Daraus werden fragend-entwickelnd vier Grundsätze der Warenvorlage abgeleitet und an der Tafel gesichert. Am Ende der Stunde wird auf den Einstiegsfall zurückgegriffen und eine Lösung des Problems erarbeitet.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Portfolioarbeit – Potenziale und Grenzen

Unterrichtseinheit

Was ist ein Portfolio? Welche Chancen bietet die Portfolioarbeit? Und wo liegen ihre Grenzen? Dieser Fachartikel führt in die Thematik ein und berichtet über den aktuellen Forschungsstand.Die Portfolioarbeit ist derzeit in aller Munde: Im Kindergarten, in Schulen und in Hochschulen sollen Portfolios das Lernen unterstützen. Einzelne Bundesländer möchten das Portfolio als Instrument im Bildungswesen fest integrieren. Wo kommt die Idee der Portfolioarbeit her? Welche Möglichkeiten bietet das Portfolio im schulischen Unterricht? Und wo liegen die Grenzen? Dieser Fachartikel möchte einen Überblick über den Forschungsstand zur Portfolioarbeit geben. Darüber hinaus werden in dem Beitrag E-Portfolio ? Anwendungen und Tools Anwendungsszenarien und elektronische Tools zur Unterstützung der Portfolioarbeit vorgestellt. Von der Künstlermappe zum Boom im Bildungswesen In der Kunst ist das Portfolio allseits bekannt. Bildende Künstler, Fotografen und Architekten pflegen ihre Künstlermappe, um Skizzen, Entwürfe und fertiggestellte Arbeiten zu sammeln - fertiggestellte Arbeiten meistens als Reproduktionen, da Gemälde, Skulpturen oder Gebäude nur als solche in der Mappe Platz finden. Mittels der Sammlung der Artefakte soll der künstlerische Schaffensprozess dargestellt und die künstlerische Entwicklung dokumentiert werden, um diese den potenziellen Käufern, Auftraggebern oder Förderern zu präsentieren. Bereits bei der Bewerbung zu einem Studienplatz an einer Kunsthochschule finden die Künstlermappen von jeher ihren Einsatz. Spätestens seit Ende der 1980er Jahre gewinnen Portfolios im gesamten Bildungswesen an Popularität, erst in den USA und nun verstärkt im europäischen Raum. Der Begriff und ein Definitionsversuch Der Begriff Portfolio ist aus den beiden lateinischen Wörtern portare = tragen und folium = Blatt zusammengesetzt. Ursprünglich war ein Portfolio eine Mappe mit losen Blättern oder Arbeiten. Versucht man den aktuellen Portfolio-Begriff zu umreißen, wird es jedoch diffiziler. Gleich vorweg: Es gibt nicht das Portfolio, sondern je nach Verwendungszweck sehr unterschiedliche Formen der Portfolioarbeit. Und zudem sind Portfolios so unterschiedlich wie die Lernenden, die sie erstellen. Nichtsdestotrotz ein erster Definitionsversuch von F. Leon Paulson, Pearl R. Paulson und Carol A. Meyer aus dem Jahr 1991: "Ein Portfolio ist eine zielgerichtete und systematische Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen des Lernenden in einem oder mehreren Lernbereichen darstellt und reflektiert. Im Portfolioprozess wird der Lernende an der Auswahl der Inhalte, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie an der Beurteilung der Qualität der eigenen Arbeit beteiligt." Die folgenden Seiten beschreiben die Portfolioarbeit unter unterschiedlichen Aspekten und geben einen Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema Portfolio. Grundlagen der Portfolioarbeit Was bedeutet die Portfolioarbeit? Wozu werden Portfolios benötigt? Und welche Typen von Portfolios gibt es? Potenziale und Hürden Welche Potenziale bietet die Einführung der Portfolioarbeit in der Schule? Und welche Hürden müssen dabei genommen werden? Kritik der Portfolioarbeit Trotz der Potenziale, die die Portfolioarbeit für das Lernen bietet, steht sie zunehmend in der Kritik. Was sagt die aktuelle Forschung? Merkmale der Portfolioarbeit Ein Portfolio ist eine Sammlung von Artefakten: von recherchierten Dokumenten, Entwürfen und eigenen Arbeiten. Diese Sammlung kommt durch die aktive Auseinandersetzung des Lernenden mit einem Thema zustande und sagt somit etwas über seinen Lernprozess aus. Zu den Artefakten erstellt der Lernende Reflexionen, die ebenfalls Teil des Portfolios werden. Vor dem Anlegen eines Portfolios werden in der Regel gemeinsam Ziele und Kriterien formuliert, an denen sich die Lernenden für ihre Portfolioarbeit orientieren können. Am Ende oder bereits im Prozess einer Portfolioarbeit werden die gesammelten Artefakte in einem geeigneten Rahmen vor der Lerngruppe und dem Lehrenden präsentiert. Anhand des Portfolios finden sodann Gespräche über den Lernprozess und die Ergebnisse statt. Die in den Portfolios dokumentierten Ergebnisse können gegebenenfalls auch Grundlage für eine Bewertung durch den Lehrenden werden. Gründe für den Portfolio-Einsatz Portfolio ist eine Antwort auf ein Problem - aber welches?, fragte der Erziehungswissenschaftler Thomas Häcker in einem Vortrag an der Universität Hamburg. Es sei die Antwort auf die Frage: Wie können wir Leistungen überprüfen, auf die es wirklich ankommt? Erworbene Kompetenzen werden derzeit durch formale Zeugnisse nachgewiesen. Diese Nachweise haben jedoch nur eine begrenzte Aussagekraft über die Fähigkeiten und Problemlösungsfertigkeiten einer Person. Der Aufbau fachlicher und persönlicher Kompetenzen ist ein komplexer Vorgang, der sich mit herkömmlichen Mitteln nur schwer dokumentieren und dadurch begrenzt beurteilen lässt. Noten sind Momentaufnahmen, die sich meist in Prüfungssituationen ergeben. Lernfortschritte und Ergebnisse, die zur Fertigstellung einer Arbeit notwendig waren, spielen hierfür oftmals eine untergeordnete Rolle. Hier setzt die Portfolioarbeit an: Portfolios sollen nicht nur didaktische Herausforderungen bewältigen, indem sie Menschen zu selbstorganisiert und kollaborativ Lernenden befähigen. Portfolios sollen gleichzeitig "Assessment-Probleme", also Probleme bei der Beurteilung lösen. Grundtypen von Portfolios An dieser Stelle wird bereits eines deutlich: Es gibt verschiedene Typen von Portfolios, die sich in ihrem Anspruch, dem Einsatz und der Zielsetzung unterscheiden - die aber auch in Mischformen Anwendung finden können. Von Personenportfolio, Reflexionsportfolio, Lernportfolio, Projektportfolio, Präsentationsportfolio, Bewerbungsportfolio und vielem mehr ist die Rede. Thomas Häcker macht eine Unterscheidung zwischen zwei Grundtypen, die bei der weiteren Betrachtung sehr nützlich ist: Er unterscheidet zwischen Entwicklungs- und Bewertungsportfolio. Reflexion und Kompetenzdarstellung Portfolios erhöhen dem Anspruch nach die Selbststeuerung und Eigenverantwortung im Lernprozess. Sie sind ein Reflexionsinstrument, in dem Prozesse, Ergebnisse und der Lernfortschrift der eigenen Person reflektiert werden. Sie sind aber auch ein Koordinationsinstrument, um die Vielfalt der Informationen und Anforderungen in der gegenwärtigen Zeit zu bewältigen - dies unterstützt insbesondere das projektorientierte Arbeiten. Insoweit sind Portfolios Reflexionsportfolios. Sie können jedoch auch Bewertungsportfolios werden, indem mit ihnen eine Kompetenzdarstellung erfolgt, die zur Bewertung von sozialen Fähigkeiten herangezogen wird. Prüfungsverfahren, die Leistungen nur punktuell erfassen, wie etwa Klausuren oder Aufsätze, sind für die Erfassung von Kompetenzen selten geeignet. Durch die Portfolios werden Kompetenzen sichtbar und einer Bewertung zugänglich gemacht. Methodik und Didaktik Als Methode unterstützen Portfolios selbstgesteuertes und kooperatives Arbeiten und Lernen und ermöglichen den Aufbau sekundärer Lernstrategien. Dem Lernenden wird Verantwortung zugewiesen, was seine Selbstständigkeit im Lernprozess fördert. Durch das Portfolio wird die Verarbeitung des Gelernten unterstützt. Denn die Portfolioarbeit ist eine Auszeit, in der sich der Lernende Gedanken über das Gelernte und über seine eigenen Stärken und Schwächen in sozialer und fachlicher Hinsicht macht. Darüber hinaus wird dem Lernenden die Möglichkeit gegeben, als Ergänzung zum Zeugnis seinen schulischen Werdegang mithilfe eines Portfolios zu belegen. Änderung der Methoden und Strukturen Was passiert, wenn die Portfolioarbeit in die gewachsenen Strukturen einer Schule eingeführt wird? Es entsteht eine Wechselwirkung, die eine Änderung der Methoden und institutionellen Strukturen notwendig macht. Der Unterricht muss in einigen Bereichen geöffnet und neue Lehr-Lernformen müssen gezielt und regelmäßig eingesetzt werden (zum Beispiel Freiarbeit und Projektarbeit). Zudem spielen gezielte Fördermaßnahmen beim Einsatz von Portfolios eine große Rolle. Entkopplung von Lernen und Leistung Vor allem führt der Portfolioansatz aber zur Entkopplung von Lernen und Leistung. In der Schule findet zugleich Förderung und Selektion statt: Es gibt dementsprechend Lernsituationen und Leistungssituationen, die verschiedene Informationen aber auch andere Verhaltensmuster seitens der Lernenden bedürfen. Schülerinnen und Schüler wissen oftmals nicht, in welcher Situation sie sich gerade befinden, weshalb sie sich wie in einer Dauerleistungssituation verhalten. Dies hemmt jedoch das Lernen. Die Vermischung von Lern- und Leistungssituation in der Schule gilt als eine große Hürde bei der Einführung der Portfolioarbeit. Eine scharfe Trennung des Einsatzes und der Handhabung der beiden Portfolio-Typen, des Entwicklungs- und Bewertungsportfolios, ist aus diesem Grund notwendig. Dies betont Thomas Häcker in dem folgenden Vortrag. ePUSH: Vortrag Thomas Häcker Professor Thomas Häcker von der Universität Rostock hielt im Rahmen des Projekts ePUSH einen Vortrag zum Thema „Entwicklungsportfolios – Bedrohung oder Mehrwert für angehende LehrerInnen“. Austrocknung des Lernsinns Durch die Portfolioarbeit werden Ambivalenzen im schulischen, aber auch hochschulischen Lernen deutlich: insbesondere die Spannung zwischen Verpflichtung und Freiheit im Lernprozess, zwischen Selbststeuerung und Selbstbestimmung. Was ist damit gemeint? Selbststeuerung umfasst nach Häcker regulative und operative Elemente: Der Lernpartner wird selbst ausgesucht, das Lerntempo, die Lernzeit und der Lernort selbst bestimmt, der Schwierigkeitsgrad und die Methoden gewählt. Selbstbestimmung umfasst dagegen mehr: Sie schließt nicht nur die Selbststeuerung in sich ein, sonder beinhaltet auch die Bestimmung der inhaltlichen und thematischen Elemente. Selbstbestimmung bedeutet, dass der Lernende die Inhalte und Ziele selbst oder zumindest mitbestimmt. Portfolios sind von vornherein ein Instrument zur Förderung der Selbststeuerung, aber nicht der Selbstbestimmung, wie Thomas Häcker betont. Dies führe oft zur Austrocknung des Lernsinns. Probleme der Motivation treten auf, wenn den Lernenden nur Selbststeuerung eingeräumt wird. Portfolioarbeit wird zum Inhalt Beim Einsatz von Portfolios besteht zuallererst die Gefahr, dass diese selbst zum Inhalt werden. Plötzlich nimmt die Portfolioarbeit einen hohen Anteil als Inhalt im Unterricht ein, weil Fragen geklärt werden müssen: wofür Portfolios benötigt werden, was in sie geschrieben werden solle und anderes mehr. Eine andere Gefahr ist subtiler: Die Professorin für Medienpädagogik Gabi Reinmann beschreibt diese mithilfe des Präfixes "Over". Over-Scripting meint einen steuernden Eingriff: Zu viele Vorgaben und Fremdkriterien seitens des Lehrpersonals vereinfachen zwar die Einführung der Portfolioarbeit in den Unterricht, führt aber zu fremdgeleiteten Portfolios, die letztlich wenig aussagekräftig sind. Mit Over-Acting ist eine blinde Sammelwut auf Seiten der Lernenden angedeutet: Ein gehorsamer Aktionismus führt dazu, dass Artefakte für das Portfolio gehortet werden. Over-Reflecting bezeichnet den verstärkten Rückbezug auf die eigene Person, die durch die Portfolioarbeit entsteht: Dies kann zum Kreisen um sich selbst führen oder auch dazu, dass Reflexionen ausschließlich für den Lehrenden geschrieben werden. Gut und konform präsentieren In Bezug auf Bewertungsportfolios weist Gabi Reinmann darauf hin, dass diese sehr schnell zu Laufbahn- oder Selbstvermarktungsportfolios werden, indem in ihnen alles gesammelt wird, was perfekt zu sein scheint. Sich gut und konform zu präsentieren wird unerwünscht zum Leitziel der Portfolioarbeit. podcampus: Vortrag Gabi Reinmann „Königsweg oder Sackgasse?“ fragt Professor Gabi Reinmann in ihrem Vortrag über E-Portfolios für das forschende Lernen. Der Vortrag wurde auf der Campus Innovation 2009 gehalten und kann auf dieser Website angeschaut werden. Zwang zur Selbstoptimierung Besonders der letztgenannte Aspekt, dass die Portfolioarbeit schnell zu einer konformen Präsentation führt, leitet in eine Kritik der ökonomischen Verhältnisse über. Hiernach fördert die Portfolioarbeit ökonomische Interessen: das selbstgesteuerte Lernen im Dienste des Humankapitals. Mehr noch: Der Portfolio-Ansatz eignet sich demnach, um neoliberale Sichtweisen zu sozialisieren. Das Portfolio wird bei dieser kritischen Betrachtung als ein neoliberales Führungsinstrument begriffen, da es Merkmale des "unternehmerischen Selbst" einschließt. Die Kontrolle wird sanfter, andererseits perfider und komplexer. Es entsteht ein Zwang zur Selbstoptimierung und Selbststeigerung, zur permanenten Reflexion und letztlich zur Individualisierung. Mögliche Konsequenzen sind, dass ein unausweichlicher Selbstzwang zur Selbstüberwachung entsteht. Oder, dass Bildungsverlierer sich zunehmend ihr Schicksal selbst zuschreiben. Die Institution Schule wird hier vor die Frage gestellt, ob sie der verlängerte Arm solcher Interessen sein möchte. ePUSH: Vortrag Thomas Häcker Auch dieses Thema bespricht der Erziehungswissenschaftler Thomas Häcker ausführlich in seinem Vortrag.

  • Informatik
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Primarstufe

Erstellung eines Serienbriefes

Unterrichtseinheit

Der Serienbrief ist ein universelles Mittel der Büroautomation. Mit ihm ist es möglich, Geschäftsbriefe an eine Vielzahl von Empfängern zu adressieren. Klassische Anwendungsbeispiele sind Werbebriefe und Einladungsschreiben.Der computergestützte Serienbrief erleichtert die Zusendung eines Schriftdokuments an viele Empfänger und lässt dennoch die Möglichkeit, trotz identischen Inhalts, den persönlichen Charakter in der Anrede zu wahren. Der Serienbrief basiert in der Regel auf den Kriterien und Normen des Geschäftsbriefes und gehört wie dieser zu den Grundlagen in vielen kaufmännischen Berufen. Neben dem Erstellen einer Serientextdatei, die als Hauptdokument fungiert, ist die Anlage einer Datenbank eine wichtige Vorbereitung.Das Ziel der Unterrichtseinheit besteht darin, Kenntnisse in der Textverarbeitung bezüglich des Serienbriefes zu erweitern und auf betriebliche Probleme anzuwenden. Vorausgesetzt werden Kenntnisse in den Themen Textverarbeitung und Geschäftsbrief. Unterrichtsablauf Der Ablauf der Unterrichtsstunde mit dem Einsatz der Materialien wird hier detailliert erläutert. Die Schülerinnen und Schüler sollen Serienbriefe unter Beachtung aller formalen Kriterien erstellen und im betrieblichen Kontext anwenden können. selbständig entscheiden, in welchen Fällen der Einsatz eines Serienbriefes sinnvoll sein kann. ihre Kenntnisse in der Textverarbeitung vertiefen und auf betriebliche Erfordernisse anwenden können. Thema Die Erstellung eines Serienbriefes Autor André Leupold Fach Organisationslehre, Informationswirtschaft, Informatik Zielgruppe Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung/Gesundheit Zeitumfang 6 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Lehrer-PC mit Beamer, Netzwerkordner(Public Laufwerk) um Vorlagen und Übungsanleitungen den Schülern zur Verfügung zu stellen, Schüler PC mit MS Office Paket Planung Verlaufsplan Serienbrief Die Lehrperson bietet zunächst anhand einer PowerPoint-Präsentation den Einstieg ins Thema und entwickelt an einer konkreten Situation einen Überblick über den nötigen Aufbau eines Serienbriefes und den Ablauf der Erstellung. Zunächst wird der Aufbau eines Geschäftsbriefes kurz wiederholt. Dazu wird den Schülerinnen und Schülern die Vorlage eines Geschäftsbriefes über ein Public-Verzeichnis bereitgestellt. Im Anschluss erfolgt die Bearbeitung des Einführungsbeispiels. Die Lernenden wenden nun die erworbenen Kenntnisse in weiteren Übungen an. Dazu stehen auf den folgenden Arbeitsblättern verschiedene Beispiele aus den Bereichen "Handel" und "Gesundheit" zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler beantworten die Kontrollfragen im Team. Eine Auswertung können sie anschließend selbständig mit Hilfe des Online-Tests durchführen. Die Fragen sind die Grundlage einer schriftlichen Leistungskontrolle. Zur weiteren Überprüfung des Wissenstandes dient die abschließende praktische Leistungskontrolle.

  • Orga und Bürowirtschaft
  • Sekundarstufe II

Faces of Facebook - Faces de Facebook

Unterrichtseinheit

Wie können Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern deren social networking im Fremdsprachenunterricht thematisieren? Wie kann man sie wirksam auf Gefahren aufmerksam machen? Mit diesen Unterrichtsvorschlägen fördern Sie den bewussten, verantwortungsvollen Umgang Ihrer Lernenden mit Facebook & Co.Social networking ist längst weit mehr als ein Freizeitspaß. Online-Netzwerke spielen nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Leben eine dominante Rolle. Digital immigrants, diejenigen also, die nicht mit ICT (Information and Communication Technologies) aufgewachsen sind, fühlen sich von dieser rasanten Entwicklung oft überfordert. Lehrpersonen sollten aber bedenken, dass sie digital natives überlegen sind. Da sie die Welt ohne digitale Technologien kennengelernt haben, können sie besser als Kinder und Jugendliche die Vor- und Nachteile des social networking überblicken. Es ist ihre Aufgabe, die positive Nutzung des Internets voranzubringen und auf Gefahren aufmerksam zu machen. Im Unterricht geht es darum, die Lernenden zum bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit ICT zu erziehen.Im Unterricht geht es darum, die Lernenden zum bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit ICT zu erziehen. Mediendidaktik ist um Medienpädagogik zu ergänzen. Die Nutzung der digitalen Medien für das schulische und außerschulische Fremdsprachenlernen ist ein wichtiges Anliegen. Ebenso dringlich sind die kritische Reflexion und der kreative Umgang mit dem réseautage social. Die folgenden Unterrichtsvorschläge können ab dem 3. oder 4. Lernjahr umgesetzt werden. Möglichkeiten zur Differenzierung und Individualisierung sind mit bedacht. Auch eine Auswahl aus den einzelnen Teilaufgaben ist denkbar. Die Materialien für beide Sprachen werden aus Platzgründen zum Download bereitgestellt. Am besten entscheidet die Lehrperson zusammen mit den Lernenden, wann und wie sie ihre entsprechenden Kompetenzen durch die Aufgabenstellungen (weiter-)entwickeln können. Soziale Netzwerke im Alltagsleben Die Schülerinnen und Schüler gehen zentralen Fragestellungen zum Thema Soziale Netzwerke im Alltag nach. Soziale Netzwerke als gesellschaftspolitisches Instrument Die Lernenden beleuchten die Rolle Sozialer Netzwerke als (gesellschafts-)politisches Instrument. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen zielsprachige Redemittel zum social networking angemessen und (möglichst) korrekt verwenden. deutsche Informationen in die jeweilige Zielsprache unter Zuhilfenahme vorliegender englischer beziehungsweise französischer Quellen übertragen. die eigene alltagsweltliche Nutzung von digitalen Netzwerken reflektieren. sich mit Vorteilen des social networking intensiv auseinandersetzen. Einsicht in die große Bedeutung des réseautage social für das öffentliche Leben gewinnen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen bereit sein, Netzwerke konstruktiv und kreativ zu nutzen und Risiken entsprechend zu begegnen. wichtige Informationen in zielsprachigen medialen Angeboten auffinden (teilweise nach Vorgaben durch die Lehrkraft). geeignete Präsentationsformen auswählen und einsetzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Engagement über die Lerngruppe hinaus zeigen, indem sie gezielte Informationen und Ratschläge für andere Lerngruppen und die Schulöffentlichkeit bereitstellen. Die Lernenden befragen sich gegenseitig und stellen die vom jeweiligen Partner genutzten Netzwerke kurz vor. Diejenigen, die den Film " The Social Network " gesehen haben, erzählen von ihren Eindrücken. Die Lernenden stellen Aspekte zusammen, die sie gern in der Unterrichtseinheit behandeln würden. Cyberbullying Den Lernenden wird ein Fall von Cyberbullying und/oder réputations endommagées vorgestellt (vergleiche Download 1: Risks of the Internet/Les risques de l'internet); sie geben die Beispiele in eigenen Worten wieder (vergleiche Download 2: Language scaffolding/Scaffolding langagier) und berichten von Fällen aus ihrem persönlichen Umfeld. Hausaufgabe Die Schülerinnen und Schüler suchen verschiedene Websites auf, notieren sich Hinweise und Ratschläge in der jeweiligen Zielsprache, diskutieren sie in ihren Teams und stellen die wichtigsten im Plenum vor. Poster-Präsentation und Flyer Die Schülerinnen und Schüler bereiten eine Poster-Präsentation und einen Flyer für andere Lerngruppen vor, insbesondere für jüngere Schülerinnen und Schüler (vergleiche Download 3: Stay SMART). An wen kann ich mich wenden? In Partnerarbeit überlegen die Lernenden, zu wem sie Kontakt aufnehmen könnten, wenn sie selbst "Opfer" von Cyberbullying, übler Nachrede oder Missbrauch ihrer persönlichen Daten wären. Cyberbullying ist oft lediglich eine Fortsetzung von Mobbing und Gewalt im schulischen Umfeld. Hier haben auch Fremdsprachenlehrkräfte besondere Verantwortung. Nach einer Besprechung in Zweier- oder Vierergruppen erstellen die Lernenden eine Liste, an wen sich Kinder und Jugendliche mit solchen Problemen ohne Scheu wenden können. Diese Hinweise sind Teil der Präsentation in der Schulöffentlichkeit. Evaluation Die Schülerinnen und Schüler evaluieren ihre Präsentations-Initiative: Inwieweit hat man andere Lernende erreicht? Wie könnte man andere Schülerinnen und Schüler noch besser über die sinnvolle Nutzung sozialer Netzwerke informieren? Mögliche Gründe sammeln Die Lernenden benennen (jeder für sich) mindestens drei Gründe, warum ihrer Ansicht nach Soziale Netzwerke so beliebt sind, und diskutieren darüber kurz im Plenum (Sammlung durch Tafelanschrieb). Mögliche Ursachen Anschließend lesen die Schülerinnen und Schüler das Porträt in der jeweiligen Zielsprache (vergleiche Download 4: An ordinary guy?/Un garçon comme les autres?) und arbeiten die Gründe heraus, warum die beiden Jugendlichen in Sozialen Netzwerken unterwegs sind. Dabei sollen sie hauptsächlich (in wechselseitiger Kooperation und/oder mithilfe der Lehrkraft) herausfinden, dass viele Kinder und Jugendliche auf Facebook, Twitter und YouTube durch (übertriebene) Selbstdarstellung auf sich aufmerksam machen wollen. Sie suchen, was ihnen im wirklichen Leben nicht zuteil wird, nämlich vor allem Beachtung und Zuwendung. Das "soziale Wohlbefinden" steht im Vordergrund Je nach Entwicklungsstand der Lerngruppe sollte die Lehrkraft Folgendes direkt im Unterricht ansprechen beziehungsweise den Lernenden näherbringen: Viele Nutzerinnen und Nutzer nehmen die ihnen bekannten Risiken für ihr "soziales Wohlbefinden" in Kauf. Sie geben sich der Illusion hin, dass das Austauschen von Banalitäten sie bereits zu Stars in der communauté des internautes macht. Sie wissen meist nicht, dass andere sich mit spezieller Software selbst Facebook-Freunde generieren, also "friends", die gar nicht existieren. Blog zum Thema mit fremdsprachigen Peers Ein wichtiges Ziel im Umgang mit Netzwerken wäre erreicht, wenn sich die Lerngruppe oder einzelne Teams bereitfänden, einen Blog zu kreieren, über den sie sich mit englisch- oder französischsprachigen Peers über die Frage austauschen: I'm present in Facebook, therefore I am?/Je suis présent/e dans Facebook, donc je suis? Die Lernenden legen in Partner- oder Teamarbeit zu viert eine Gegenüberstellung an. Was wissen sie meist über Freunde, die sie aus dem wirklichen Leben kennen? Was sagt das Facebook-Profil über jemanden aus, dem man nie persönlich begegnet ist? Diskussion im Plenum Dabei ist der Aspekt, dass die Freunde von Freunden sämtliche Daten, die man einstellt, sehen und "nutzen" können, in der gemeinsamen Plenums-Diskussion zur Sprache zu bringen. Was macht Freundschaft aus? Die Schülerinnen und Schüler überlegen, was Freundschaft für sie ausmacht. Sie schreiben stichwortartig auf, warum bestimmte virtuelle Freunde sich auf ihrer Netzwerkseite angemeldet haben: Aus Sympathie beziehungsweise Freundschaft? Aus Geltungsdrang? Um des eigenen Nutzens willen? Die Ergebnisse werden verglichen. Essay schreiben Fortgeschrittene Lernende schreiben einen kurzen Essay zur Frage: Network is Power instead of Knowledge is Power? / «Le réseautage, c'est le pouvoir» remplace-t-il «Le savoir, c'est le pouvoir?» Etiquette in sozialen Netzwerken Die Lernenden fassen die Etiquette in sozialen Netzwerken auf der Grundlage von " The Facebook Commandments " zusammen. Im Französischunterricht ist an dieser Stelle Gelegenheit zum sprachenübergreifenden Lernen. Bei der Nutzung von ICT ist mehrsprachige Mediation von zunehmender Bedeutung. Soziale Netzwerke und Protest Bereits bei den Protesten im Iran im Sommer 2009 wurde die Rolle der Sozialen Netzwerke betont. Bisweilen hatten die verbreiteten Informationen für gänzlich unbeteiligte Menschen höchst negative Folgen, zum Beispiel die Verwechselung des Fotos einer in Teheran während der Unruhen getöteten Studentin namens Neda (Agha Zoltan) mit dem Bild einer Iranerin mit gleichem Vornamen Neda Soltani (vergleiche Wikipedia: Death of Neda Agha-Soltan ). Seminare und Materialien gegen Unterdrückung Ein serbischer Aktivist, der eine maßgebliche Rolle beim Sturz von Präsident Miloševi gespielt hat, hält Seminare ab und verbreitet Anleitungen zum gewaltlosen Widerstand auch auf Persisch und Arabisch über verschiedene Print- und Online-Medien. Dabei geht es um strategische Planung von Aktionen gegen Diktatoren und andere Formen der Unterdrückung. Seine Aktionspläne und konkreten Ratschläge, zum Beispiel: Wie schütze ich mich gegen Tränengas? Wo suche ich bei Gefechten Deckung? basieren auf Veröffentlichungen zur Self-Liberation der Universität Boston. Lektüre und Erarbeitung in Tandems Der aus 13 Abschnitten - meist Statements - bestehende Text: « Twitter et Facebook, caisses de résonance de la révolte des Tunisiens» (Download 5: Sans Facebook et Twitter pas de révolte tunisienne?) soll abschnittsweise in Tandems erarbeitet werden, nachdem alle Schülerinnen und Schüler zunächst den gesamten Text zur Kenntnis genommen haben. Am besten teilt die Lehrkraft jedem Tandem zwei bis drei Abschnitte des Textes zu, oder man lässt das Los entscheiden. Die Lernenden erarbeiten im Tandem die Textabschnitte und schreiben die Grundaussagen auf Karten, die später zu einem Webolution-Mosaik zusammengefügt werden. Cyberaktivisten in Nordafrika und dem Nahen Osten Gegebenenfalls können Schülerinnen und Schüler weitere Aspekte zu Cyberaktivisten in Nordafrika und dem Nahen Osten zusammentragen. Es bietet sich beispielsweise ein Porträt der tunesischen Bloggerin Lina Ben Mhenni, einer Englisch-Dozentin, an. Sie hat die tunesische Revolution entscheidend mitgeprägt und wurde mit dem Blog-Award ausgezeichnet. Sie steht mit Cyberaktivisten in vielen anderen Ländern auf Englisch, Französisch und Arabisch in Kontakt: twitter.com/#!/benmhennilina atunisiangirl.blogspot.com Wer ist Zadie Smith? Die Lernenden finden heraus, wer Zadie Smith ist, und stellen ihre Recherche-Ergebnisse zunächst in ihren Teams und anschließend der gesamten Lerngruppe vor (bevor sie die Textauszüge erhalten). Anhand von zwei Textauszügen von Zadie Smith (vergleiche Download 6: "Generation Why?") vollziehen die Schülerinnen und Schüler (am besten ab Jahrgangsstufe 11) deren kritische Stellungnahme zu Facebook nach. Dabei bedürfen sie der Hilfestellung: Zunächst arbeiten sie die Grundaussagen von Smith heraus, nämlich: People reduce themselves in order to fit the format of Facebook; Facebook is not neutral with the consequence that users cannot evolve; The limitations of Facebook are caused by the limitations of Zuckerberg's personality. Zur Unterstützung können den Lernenden gegebenenfalls Satzanfänge vorgegeben werden, die sie mithilfe der Textausschnitte vervollständigen. Stellungnahme zu Smith' Positionen Anschließend nehmen die Schülerinnen und Schüler in Vierer-Teams zu den Positionen von Smith Stellung: Inwieweit haben sie selbst schon bemerkt, dass sie zu wenig über ihre Persönlichkeit beim social networking zum Ausdruck bringen können? Was erfahren sie überhaupt über ihre "Freunde", besonders solche, die sie nicht persönlich kennen? Die Arbeit sollte so angelegt sein, dass jede Schülerin und jeder Schüler individuell etwas zum Team-Ergebnis beiträgt, zum Beispiel persönliche Erfahrungen in der Zielsprache, Wörterbuch-Nutzung, Notizen für die Präsentation, grafische Gestaltung des Posters. Beschränkungen bei Facebook & Co. - was tun? Am Ende dieser Teilsequenz sollen Anregungen zusammengetragen werden, wie man den offensichtlichen Beschränkungen von Facebook und anderen Sozialen Netzwerken entgegenwirken kann. Sie werden im Plenum diskutiert, auf einem Poster gestaltet und im Klassenraum aufgehängt. Gegebenenfalls können die Schülerinnen und Schüler auch mit anderen Lerngruppen auf dieser Grundlage ins Gespräch kommen. Zwei Vorschläge für Netzwerk-Projekte Die folgenden beiden Vorschläge können vielfältig genutzt werden, hauptsächlich auch als Anregung für Netzwerk-Projekte: "Tu fesses b'hook" Zur Reflexion des alltagsweltlichen Gebrauchs Sozialer Netzwerke eignet sich "Tu fesses b'hook" von Bel Air Deejayz besonders gut. Mit angenehmer Ironie werden zahlreiche Gelegenheiten und Gründe für die Nutzung von Facebook beschrieben (vergleiche Download 7: "Tu fesses b'hook"). "Dancing Auschwitz" Sehr viel anspruchsvoller ist "Dancing Auschwitz": Die Tochter eines Holocaust-Überlebenden, der heute in Australien lebt, hat den alten Vater dazu überredet, zusammen mit der Familie in Auschwitz zur Melodie von "I will survive" zu tanzen. Die gefilmte Performance hat sie auf YouTube eingestellt (vergleiche Download 8: "Dancing Auschwitz").

  • Englisch / Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II