Unterrichtsmaterialien zum Thema "Internetnutzung"

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45 Treffer zu "Internetnutzung"
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Fall des Monats: Keine Angst vor dem Internet!

Schulrechtsfall

... angeschlossen werden. Doch eine Lehrkraft hat Bedenken und fragt sich, wer die Verantwortung für die Internetnutzung durch die Schülerinnen und Schüler trägt: Alleine die Schulleitung oder im Rahmen ihrer Aufs ...

  • Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Eltern-Kinder-Experten-Blog zur Radfahrprüfung

Unterrichtseinheit

Dieser Unterrichtsvorschlag beschreibt, wie ein Weblog die unterrichtliche Vorbereitung auf die Radfahrprüfung in der Grundschule sinnvoll ergänzen kann.In vielen Grundschule finden Radfahrprüfungen statt. Im Vorfeld der eigentlichen Prüfung versuchen die Lehrerinnen und Lehrer immer, sowohl theoretische Inhalte der Themenbereiche Verkehrs- und Mobilitätserziehung (Verkehrszeichen und -regeln, Umweltschutz) als auch praktische Inhalte (sicheres Radfahren) zu vermitteln. Für die Vermittlung theoretischer Inhalte stehen in der Regel verschiedene Unterrichtsmaterialien und -medien zur Verfügung. Hier kann der kommunikative Austausch über eine Web 2.0-Applikation, das Weblog (= Web-Logbuch), kurz Blog, den Unterricht sinnvoll ergänzen. Blog im Unterricht: Austausch mit allen Beteiligten Ein Blog bietet den Beteiligten die Möglichkeit zum Austausch. In schriftlichen Beiträgen, die sich inhaltlich aufeinander beziehen, können Fragen formuliert und beantwortet sowie Meinungen ausgetauscht werden. Schülerinnen und Schüler Die Schülerinnen und Schüler können im Blog ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Verkehr und bei der Verkehrserziehung aufschreiben und durch Bilder ergänzen. Leitfragen oder -gedanken der Lehrkraft lenken die Beiträge. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Lernfortschritte auf dem Weg zur Radfahrprüfung dokumentieren (Besuch in der Jugendverkehrsschule, Unterricht mit dem Verkehrpolizisten) und den Eltern veranschaulichen. Eltern und Unterricht Die meisten Eltern sind interessiert an einem "Blick in den Klassenraum". Im Blog können sie die Dokumentation des Unterrichts in Text- und Bild verfolgen. Zusätzlich können sie Kommentare dazu schreiben und so zeitversetzt auch in einen Austausch mit den Kindern im Unterricht treten. Eltern stellen die Verkehrsproblematik aus ihrer Sicht als Eltern (sie machen sich Sorgen um ihre Kinder) und eventuell aus ihrer Sicht als Autofahrer (Rücksicht auf Radfahrer oder Konflikte mit ihnen) dar. Experten hinzuziehen Die Hinzuziehung von außerschulischen Expertinnen und Experten kann den Unterricht bereichern und die Kinder motivieren. Expertinnen und Experten können und sollten auch Personen von außen sein: Die mit der Verkehrserziehung beauftragte Lehrkraft des Bezirks oder der Verkehrspolizist, der auch die Übungen in der Jugendverkehrsschule leitet. Sie können die Fragen der Kinder, die im Unterricht entstehen, im Blog beantworten, denn sie stehen der Klasse ja persönlich nicht ständig zur Verfügung. Mit dem zuständigen Verkehrspolizisten kann beispielsweise abgesprochen werden, während eines bestimmten Zeitraumes öfter im Blog Eintragungen zu machen und Fragen zu beantworten. Technische Umsetzung In einem eventuell vorhandenen Schul-CMS oder über einen kostenlosen Blog-Anbieter im Internet wird ein Blog eingerichtet. Passwortgeschützt kann sich jeder trauen, Beiträge zu erstellen. Im Rahmen des Unterrichts (Schulkinder) oder in der außerunterrichtlichen Zeit (Eltern, Experten) werden die Beiträge erstellt. Didaktische Tipps Einführung des Blogs Die Schülerinnen und Schüler sehen sich im Unterricht gemeinsam einen Kinder-Blog im Internet an. Blog-Beiträge "offline" schreiben In Form einer Wandzeitung (Beiträge werden auf kleinen Zetteln untereinander an einer Pinnwand angeordnet) sammeln die Mädchen und Jungen Beiträge zu einem Thema. Thematisierung der Rechtschreibproblematik Anhand von Beispielen wird erarbeitet, dass Rechtschreibung und Grammatik zumindest soweit richtig sein müssen, dass die anderen Blog-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer den Inhalt verstehen. Später können die Blogbeiträge zuerst auf Papier geschrieben und dann am Computer übertragen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Fragen an eine Expertin oder einen Experten verständlich zu formulieren. lernen, einen Text nach handschriftlicher Vorlage am Computer einzugeben. lernen, wie ein einfaches Eingabeformular am Computer benutzt wird.

  • Computer, Internet & Co. / Sache und Technik
  • Primarstufe

Leistungsschutzrecht und Informationsfreiheit im Internet

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit führt in das Urheberrecht beziehungsweise das Leistungsschutzrecht und dessen wesentliche Merkmale ein. Durch eine gelenkte Internet-Recherche sollen die Lernenden die Effekte des Leistungsschutzrechtes auf den Online-Bereich verstehen.Am 1. März 2013 novellierte der Bundestag das Urheberrechtsgesetz und verabschiedete das Leistungsschutzrecht. Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser Unterrichtseinheit die Merkmale des Leistungsschutzrechtes kennen, indem sie Online-Texte lesen und ein Video zum Thema ansehen. Im Hinblick auf die Marktmacht von Google sollen sie kritisch bewerten, ob durch den gesetzlich bedingten Erwerb von Lizenzen bei den Verlagen für beispielsweise "Snippets" eine "Google-Realität" entsteht und damit einhergehend die Informationsfreiheit im Internet mögliche Einschränkungen erfährt. Abschließend diskutieren die Schülerinnen und Schüler in diesem Kontext, inwiefern sich die aktuellen Entwicklungen auf die individuelle Internetrecherche auswirken könnten. Das Leistungsschutzrecht kennenlernen Mithilfe von Online-Texten und einem Video lernen die Schülerinenn und Schüler zunächst das Leistungsschutzrecht kennen (Aufgaben 1, 2 und 3). Durch eine gelenkte Internet-Recherche sollen die Lernenden die Effekte des Leistungsschutzrechtes auf den Online-Bereich verstehen (Aufgabe 4). Sie erarbeiten des Weiteren, inwiefern die Informationsfreiheit im Internet durch das Leistungsschutzrecht Einschränkungen erfährt (Aufgabe 5). Diskussion In einer abschließenden Diskussion besprechen die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen. Die Aufgaben bauen aufeinander auf und sollten in der vorgegebenen Reihenfolge bearbeitet werden. Weitere methodische Hinweise sind in die jeweiligen Aufgabenstellungen eingearbeitet. Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit Der Ablauf der Unterrichtssequenz "Leistungsschutzrecht und Informationsfreiheit im Internet" ist hier übersichtlich für Sie zusammengestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen den Begriff "Snippet" kennen. lernen das Urheberrechtsgesetz kennen. lernen das Leistungsschutzrecht kennen. verstehen die zentralen Unterschiede zwischen dem Urheber- und dem Leistungsschutzrecht. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler betreiben Online-Recherchen. erarbeiten das Thema mithilfe eines YouTube-Videos und Online-Artikeln. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine eigene Position zu den Auswirkungen des Leistungsschutzrechtes auf die Grundrechte der Internetuserinnen und -user und die Informationsfreiheit. bewerten das Handeln eines Verlages, indem sie ein Statement verfassen. lernen, die erarbeiteten Informationen und entwickelten Wertehaltungen nach Maßgabe einer Methode angemessen zu artikulieren. Vorbereitung Zu Beginn der Unterrichtseinheit "Leistungsschutzrecht und Informationsfreiheit im Internet" setzen sich die Schülerinnen und Schüler als Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben zunächst mit dem Begriff "Snippet" auseinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Urheberrecht kennen, indem sie die Seiten 6 und 7 im Informationstext "Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt. Downloaden, tauschen, online stellen - Urheberrecht im Alltag" lesen, den Sie hier herunterladen können. Die Lernenden visualisieren außerdem wesentliche Inhalte zum Urheberrecht in einer Mindmap. Zudem lernen Sie das Leistungsschutzrecht kennen, indem sie ein Erklärvideo auf YouTube ansehen und sich währenddessen Notizen machen, die sie mit ihrem Nachbarn in Partnerarbeit abgleichen. Die Schülerinnen und Schüler verstehen die zentralen Unterschiede zwischen dem Urheber- und dem Leistungsschutzrecht und stellen diese in Partnerarbeit tabellarisch gegenüber. Auswirkungen des Leistungsschutzrechtes Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine eigene Position zu den Auswirkungen des Leistungsschutzrechtes auf die "Grundrechte der Internetuser" und die "Informationsfreiheit", indem sie den Online-Artikel "Das Leistungsschutzrecht wackelt" lesen, zusammenfassen und einen eigenen Kommentar verfassen. Statement zum Handeln des Springer-Verlags Die Schülerinnen und Schüler lesen den Online-Artikel "Leistungsschutzrecht: Springer gibt Google kostenlose Lizenz" und verfassen dazu ein eigenes Statement. Abschluss Der Kurs wird darum gebeten, alle Materialien in Vorbereitung auf eine Abschlussdiskussion zu sichten. Die Lehrperson schreibt das Thema der Unterrichtssequenz "Das Leistungsschutzrecht und seine Auswirkungen auf die Informationsfreiheit im Internet" an die Tafel. Ein abschließendes Fazit sollte vom Kurs formuliert und an der Tafel festgehalten werden.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft
  • Sekundarstufe II

Vokabelsuche im Netz: Digitale Suchgeschichten

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Digitale Suchgeschichten" erstellen die Schülerinnen und Schüler mit dem kostenlosen Web-Dienst Search Story eigene Geschichten. Anhand von Suchanfragen lassen sich digitale Geschichten basteln, die im Fremdsprachenunterricht zur kreativen und produktiven Wortschatzarbeit genutzt werden können.Die Schülerinnen und Schüler begeben sich mit der Suchmaschine Google auf einsprachige Vokabelsuche im Netz, und zwar ganz ohne Wörterbuch. Zu einem thematischen Wortfeld wie beispielsweise "medios de transporte" führen sie Suchanfragen nach "tren", "avión" und "bici" durch und erstellen aus dem Suchvorgang einen Clip, der auf der einen Seite die Suche als Vorgang dokumentiert und auf der anderen Seite die Suchergebnisse in Form von Bildern, Schlagzeilen oder Produkten darstellt. Bis zu sieben Suchanfragen können in einem 35-sekündigen Clip verarbeitet werden, und für jeden Begriff kann festgelegt werden, ob die Web-, Bilder-, Blog-, Bücher- oder die Produktsuche sowie Schlagzeilen oder Karten (Google Maps) genutzt werden sollen. Durch die Methode der "digitalen Suchgeschichte" lassen sich thematische Wortfelder beleben und für die Lernenden authentisch und in verschiedenen Kontexten erfahrbar machen. Vokabeln werden nicht mehr als trockene deutsch-spanische Wortgleichungen gelernt, sondern einsprachig und im Kontext.Wortschatzarbeit ist die Grundvoraussetzung für einen kommunikativen Fremdsprachenunterricht. Die Lehrwerke schenken der Einführung neuer Vokabeln und dem Üben und Festigen des Wortschatzes große Aufmerksamkeit und richten sich mit vielfältigen Übungsformen und Lerntipps an die Schülerinnen und Schüler. Der Einsatz digitaler Medien beim Lernen und Umwälzen neuer Vokabeln erweitert das traditionelle Methodenrepertoire. Im Mittelpunkt stehen die Lernenden, die den Wortschatz aktiv und eigenverantwortlich online erarbeiten, umwälzen und wiederholen. Diese Selbsttätigkeit trägt dazu bei, dass sie Freude bei der Vokabelarbeit empfinden und die Wörter leichter im mentalen Lexikon abspeichern, da ein direkter Bezug zu denjenigen Begriffen hergestellt wird, die für die persönliche Suchgeschichte ausgewählt wurden. Hinweise und Ablauf der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler erstellen mithilfe themenbezogener Vokabeln eine digitale Suchgeschichte und lernen dadurch, die Begrifflichkeiten im Kontext zu erfassen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vokabeln zu einem thematischen Wortfeld zusammenstellen. thematisches Vokabular vertiefen und festigen. einfache und komplexe Suchanfragen an eine Suchmaschine stellen. digitale Suchgeschichten weitererzählen. Vokabeln im Kontext sehen Lernende merken sich Vokabeln besser, wenn sie diese in unterschiedlichen Kontexten vorfinden. Die Trefferliste einer durchgeführten Google-Recherche stellt die Wörter in den vielfältigsten Zusammenhängen dar. Zudem werden mit verschiedenen Suchoptionen wie der Bildersuche oder der Suche nach Schlagzeilen gängige Kategorien vorgeschlagen. Eine Suchanfrage nach "tren" liefert als Ergebnis das breite Spektrum, das diese Wortbedeutung beinhaltet. Es erscheinen Bilder moderner Hochgeschwindigkeitszüge und Dampfloks, ein Link zu Zugfahrplänen der RENFE und Schlagzeilen über Zugunglücke in aller Welt. Die Notwendigkeit, nach Begriffen zu suchen und sich schließlich für eine passende Darstellungsform entscheiden zu müssen, fördert das entdeckende Lernen. Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf Vokabelsuche im Netz und werden mit der Zeit einen Spürsinn dafür entwickeln, mit welcher Suchstrategie sie die besten Treffer erzielen können. Technische Vorbereitung Eine entscheidende Voraussetzung zur Durchführung der Unterrichtseinheit ist der uneingeschränkte schulische Zugriff auf das Videoportal YouTube. Die Nutzung des Web-Dienstes SearchStory setzt zudem eine Registrierung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer bei YouTube voraus. Hierfür ist eine gültige E-Mail Adresse notwendig. Zum Schutz der Privatsphäre empfiehlt sich allerdings die Verwendung eines Alias-Benutzernamens bei YouTube. Einführung in die Methode Zu Beginn der Unterrichtseinheit präsentiert die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern den Beispielclip "Medios de transporte", um sie in die neue Methode "digitale Suchgeschichten erzählen" einzuführen und sie für diese kreative und produktive Wortschatzarbeit zu motivieren. Aktuelles Unterrichtsthema Ausgehend vom aktuellen Unterrichtsthema, beispielsweise einer Lehrbuchlektion, erstellt die Lehrperson an der Tafel gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ein thematisches Wortfeld in Form einer MindMap mit Verben, Nomen und Adjektiven. Es ist auch denkbar, ganze Sätze oder Ausdrücke zu verwenden. Anschließend werden sieben Suchbegriffe ausgewählt, die in der digitalen Geschichte vorkommen sollen. Eingabe der Suchbegriffe in Search Story Im nächsten Schritt werden die Wörter nacheinander in die Eingabemaske des Web-Dienstes SearchStory gefüllt, und für jedes Wort wird die passende Darstellungsform der Suche (Bild, Karte, Produkt, News oder ähnliches) ausgewählt. Als musikalische Untermalung können die User zwischen 24 verschiedenen Melodien wählen, mit denen der Clip unterlegt wird. Bei der Erstellung der SearchStory ist es empfehlenswert, dass die Eingabe der Suchbegriffe durch einzelne Schülerinnen und Schüler für alle sichtbar am Projektionsrechner erfolgt, um die Lernenden so früh wie möglich mit dem Umgang mit einem solchen Web-Dienst vertraut zu machen. youtube.com: Webdienst SearchStory Mit dem Webdienst SearchStory von YouTube und Google können die Schülerinnen und Schüler automatisch ihre digitale Suchgeschichte erstellen. Geeignete Suchbegriffe finden Die Lerngruppe wird in Dreier- bis Vierergruppen eingeteilt. Jede Gruppe sammelt zunächst Wörter und Begriffe zu einem vorgegebenen Wortfeld und einigt sich schließlich auf sieben Begriffe, mit denen die Suchgeschichte erzählt werden soll. Anschließend erstellen die Lernenden den Clip gemeinsam. In dieser Arbeitsphase diskutieren die Schülerinnen und Schüler die Bedeutungen und deren Nuancen und entscheiden gemeinsam, welche Suchergebnisse im Clip verwendet werden sollen. Präsentation der Gruppenarbeit Die einzelnen Gruppen präsentieren ihre Suchgeschichten allen Lernenden über die Beamerprojektion. Am Ende jeder Geschichte erscheint automatisch die Aufforderung "Search on". Die Schülerinnen und Schüler erzählen anschließend die Geschichte weiter, indem sie Vermutungen darüber äußern, mit welchen Begriffen die Suchanfragen weiter ausgeführt werden könnte. Auf diese Weise wird der thematische Wortschatz umgewälzt, und neues und altes Vokabular findet in einem authentischen Kontext Verwendung.

  • Englisch / Französisch / Spanisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Breitengradabhängigkeit von g - RCL “Weltpendel”

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler untersuchen mithilfe des Internets ein globales geophysikalisches Phänomen. Dabei messen sie die Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung.Ein Remotely Controlled Laboratory (RCL) ist ein Realexperiment, das über das Internet fernbedienbar durchgeführt werden kann. Zur Messung der Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung sind fünf als RCL ausgeführte Pendel unter verschiedenen Breitengraden an den Standorten Kaisersesch (Deutschland), Hermannsburg (Deutschland), Aden (Jemen), Riga (Lettland) und Neapel (Italien) verfügbar. Daher wurde die Bezeichnung RCL "Weltpendel" gewählt. Das Internet ermöglicht solche globalen Messungen, wie sie heute erdgebunden oder satellitengestützt zur Erforschung der Erde fast schon selbstverständlich geworden sind.Lehrkräfte finden in diesem Beitrag zwei Lerneinheiten zum Unterrichtseinsatz des RCLs "Weltpendel". Eine weitere Lerneinheit beschreibt den Eigenbau eines Pendels zur möglichst genauen Bestimmung der Erdbeschleunigung am Schulstandort. Vielfältiges und kommentiertes Unterrichtsmaterial unterstützt und ergänzt die Lerneinheiten. Lehrplanbezug und Lernpotenzial Das RCL "Weltpendel" ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen experimentellen Zugang zur Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung. Lerneinheiten Drei Lerneinheiten werden zum Thema "Weltpendel" vorgeschlagen. Mögliche Verlaufspläne können Sie hier herunterladen. Steckbrief und Materialien zum RCL Hier finden Sie Informationen zu Versuchsaufbau, Experimentiermöglichkeiten und Mehrwert des RCLs sowie weitere Materialien und Anregungen zum Computereinsatz. Genderaspekte der Unterrichtseinheit "RCL Weltpendel" Lesen Sie hier, wie Sie mithilfe dieser Unterrichtseinheit Jungen wie Mädchen gleichermaßen für Physik begeistern können und warum das so ist. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung mit dem RCL "Weltpendel" experimentell untersuchen. die Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung als Ursache des Zusammenwirkens von Erdrotation und Erdabplattung qualitativ und halb-quantitativ erklären. die Erdbeschleunigung mit einem Pendel im mathematischen und optional im physischen oder im realen Pendelmodell bestimmen. Kenntnisse zu Methoden der Bestimmung der Erdbeschleunigung anwenden oder erwerben. Kenntnisse aus den Mechanikthemen Gravitation, Kreisbewegung und Zentrifugalkraft zur Erklärung der Breitengradabhängigkeit anwenden, vertiefen oder erwerben. Das Thema "Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung" findet sich nicht in den Lehrplänen der Länder. In Schulbüchern der Sekundarstufe I (zum Beispiel Cornelsen - Physik für Gymnasien, Band 1, Länderausgabe C, Seite 116) und der Sekundarstufe II (zum Beispiel Metzler Physik, 3. Auflage, Seite 88 und 89) wird dieses explizit nicht thematisiert, es wird aber qualitativ auf die Ursachen einer nicht konstanten Erdbeschleunigung eingegangen. Dieser Befund ist verständlich, denn die Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung konnte bisher mit keinem Schulexperiment gemessen werden. ist aufgrund der Globalität und Kleinheit des Effekts nicht erfahrbar (ein Mensch ist am Äquator ungefähr 0,05 Prozent leichter als an den Polen). erfordert zur Messung und Erklärung des Effekts breite Kenntnisse aus der Mechanik. Mit dem RCL "Weltpendel" ist ein experimenteller Zugang zur Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung auch auf Schulniveau möglich. Darüber hinaus besitzt das Thema ein hohes Lernpotential mit folgenden Aspekten: Motivationsaspekt Die Erfassung und Erklärung globaler Umwelt- und Wetterphänomene (wie Tsunamis, Hurrikans, Ozonloch, Transport von Staub aus Wüstenregionen in der Atmosphäre ) ist über die Medien ins Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten und natürlich auch unserer Schülerinnen und Schüler gelangt. Inhaltsaspekt Die Messung und Erklärung der Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung erfordert das Anwenden und Zueinander-in-Beziehung-Setzen mehrerer Inhalte aus der Mechanik wie Pendelbewegung, Kreisbewegung, Zentrifugalkraft, Gravitation und die Messung mechanischer Größen. Wissenschaftsaspekt Globale Fernmessungen sind heute fast schon Alltag in der Wissenschaft. Experimentalphysiker entwickeln dazu immer präzisere Messverfahren und Messapparaturen. Die drei Lerneinheiten "Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung", "Vom einfachen Erdbeschleunigungsmesser zum Weltpendel" und "Eigenbau eines Pendels zur Messung der Erdbeschleunigung" zum RCL "Weltpendel" setzen dieses Lernpotenzial in konkrete Handlungsschritte für den Physikunterricht der Lehrkräfte und das Lernen der Schülerinnen und Schüler um. Übersicht der Lerneinheit In dieser Lerneinheit sollen Schülerinnen und Schüler an die Untersuchung und Erklärung eines komplexen Phänomens wie das der Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung (Abb. 1) herangeführt werden. Methodisch soll dieses Ziel durch einen zur Hypothesenbildung anregenden narrativen Einstieg, der experimentellen Untersuchung des Phänomens mit dem RCL und der Möglichkeit, erworbenes Wissen aus der Mechanik zur Erklärung des Phänomens heranzuziehen, erreicht werden. Narrativer Einstieg mit "Richerstory" Hypothesenbildung und erste Hypothesenprüfungen Messen der Breitengradabhängigkeit von g mit dem RCL "Weltpendel" Breitengradabhängigkeit von g aufgrund der Erdrotation und -abplattung Vergleich der experimentellen g(phi)-Werte mit der WELMEC-Formel Übersicht der Lerneinheit Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, was es bedeutet, eine Größe wie zum Beispiel die Erdbeschleunigung genau zu messen. Sie sollen erkennen, dass die Messgenauigkeit einer Größe von sehr vielen Faktoren, wie zum Beispiel der Fragestellung, der Messapparatur, dem Messverfahren und auch der Sorgfalt des Experimentators abhängt. Methodisch soll dieses Ziel durch einen in seinen Phasen klar strukturierten Unterricht und einen im Wesentlichen von Schüleraktivitäten getragenen Lernprozess erreicht werden. Fragestellung, Experimente zur g-Bestimmung Organisation von Gruppe und Lernprozess Offene Schülerexperimente Präsentation der Messergebnisse, Systematisierung der Erfahrungen Anwendung des Gelernten auf das RCL "Weltpendel" Übersicht der Lerneinheit Es wird ein Pendel geplant, dimensioniert und in einem Physikraum installiert, mit dem im Unterricht die Erdbeschleunigung am Schulstandort möglichst genau zu bestimmen ist. Diese Aufgabe kann entweder als Facharbeit vergeben oder im Team von zwei Lehrkräften durchgeführt werden. Planung des Versuchsaufbaus Materialbeschaffung, Installation des Pendels Testmessungen Veröffentlichung des Pendels Versuchsaufbau Abb. 2 (Platzhalte bitte anklicken) zeigt die Laborseite des RCLs mit dem Webcambild und dem Bedienfeld des Experiments. Abb. 3 zeigt den beschrifteten Versuchsaufbau des RCLs "Weltpendel". Bestimmung der Erdbeschleunigung im mathematischen, physischen und realen Pendelmodell mit einer Genauigkeit von etwa 0,003 m/s² Messung der Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung Messung der Abhängigkeit der Schwingungsdauer eines Pendel vom Ausschlagwinkel des Pendels Neuer Schulversuch zur Messung der Breitengradabhängigkeit der Erdbeschleunigung Schnelle Bestimmung der Erdbeschleunigung aus der Schwingungsdauer einer einzelnen Schwingung mit hoher Genauigkeit (etwa 0,003 m/s²) Enge Verbindung zwischen traditionellen Schul- und Hochschulinhalten: Mathematisches Pendelmodell / physisches und reales Pendelmodell, Gravitationsfeld einer Punktmasse / Gravitationsfeld ausgedehnter Körper Anwendung und Vernetzung von Inhalten aus mehreren Themen der Mechanik Dimensionierung eines Pendels zur g-Bestimmung im mathematischen Pendelmodell Nur bei einer Bestimmung der Erdbeschleunigung im physischen Pendelmodell kann eine Genauigkeit von etwa 0,003 m/s² erreicht werden. Das physische Pendel ist aber kein Thema der Sekundarstufe II. Mit der Mupad-Datei "pendeldimensionierung.mn" kann nach Eingabe von den Pendelgrößen der Kugelradius so bestimmt werden, dass eine g-Bestimmung im mathematischen Pendelmodell den gleichen Wert wie eine im physischen Pendelmodell ergibt (relativer Fehler f = 0 Prozent, Abb. 4). Die MuPAD-Datei "pendeldimensionierung.mn" kann in Schule und Hochschule wie folgt eingesetzt werden: Berechnungstool zur Dimensionierung eines selbstgebauten Pendels Untersuchung von Dimensionierungsgrenzen eines Pendels unter gegebenen Randbedingungen wie Raumhöhe, Eisen als Kugelmaterial, Zugfestigkeit des Drahtes, Trägheitsmoment der Aufhängung des Pendels Einstieg und Motivation zur Herleitung der Formel für den relativen Fehler f (siehe "aufgabensammlung_rcl_weltpendel.pdf", Aufgabe II.1) Automatisierte Bestimmung der Erdbeschleunigung aus Messwerten Die Excel-Datei "g_bestimmung.xls" (Abb. 5 zeigt einen Screenshot) beinhaltet alle Daten der fünf Pendelstandorte und der Pendel. Nach Eingabe der Raumtemperatur, des Auslenkwinkels und der Schwingungsdauer wird die Erdbeschleunigung im mathematischen und physischen Pendelmodell ohne und mit Auftrieb berechnet. Zusätzlich kann aus den Auslenkwinkeln und den Schwingungsdauern zu zwei verschiedenen Zeitpunkten die Erdbeschleunigung aus der gedämpften Schwingung im realen Pendelmodell ermittelt werden. Die gemessenen g-Werte werden mit theoretischen Werten nach der WELMEC-Formel und mit experimentellen g-Werten aus der Datenbank des "Gravity Information System" verglichen. Die Excel-Datei "g_bestimmung.xls" kann in Schule und Hochschule wie folgt eingesetzt werden: Material für Lehrkräfte zum Einarbeiten in die konkrete Berechnung von Größen des Pendels im RCL Vorlage für Lehrkräfte zum schnellen Bestimmen der Erdbeschleunigung im Unterricht Musterlösung für eine Lernaufgabe, eine automatisierte Auswertung mit einem Tabellenkalkulationsprogramm zu erstellen Material für eine Lernaufgabe, die hinter den Zahlen der Tabelle stehenden Formeln herauszufinden und zu erklären Zusammenhänge bei der g-Bestimmung mit einem Pendel Die ZIP-Datei "pendelmodelle_zur_g_bestimmung" enthält drei mit einer Modellierungssoftware (hier Coach 6) erzeugte Modelle (Abb. 6, Platzhalter bitte anklicken): ein mathematisches Pendelmodell für die Schule, ein allgemeines physisches Pendelmodell und ein RCL-spezifisches reales Pendelmodell. Lernende und Studierende sollten mit dem Modellbildungssystem vertraut sein und die Grundstruktur zur Lösung der Newtonschen Bewegungsgleichung verstanden haben. Beim Einsatz der Modelle in Schule und Hochschule bietet es sich an, sobald die Grundstruktur eines Pendelmodells funktioniert, in Gruppen anhand von Fragestellungen Untersuchungen (Simulationen) mit dem Modell durchzuführen oder Modelle zu erweitern: Untersuchungen Muss die Raumtemperatur bei der g-Bestimmung berücksichtigt werden? Wie genau muss die Zeitmessung für eine g-Bestimmung sein? Bei welchem Kugelradius stimmen die g-Werte im mathematischen und physischen Pendelmodell überein? Wie hängen Ausschlagwinkel und Schwingungsdauer zusammen? Erweiterungen Berechnung der temperaturabhängigen Drahtlänge, Berechnung der breitengradabhängigen Erdbeschleunigung mit der WELMEC-Formel, zeitabhängige potentielle und kinetische Energie, Berechnung der Schwerpunktslänge des Pendels, Berechnung von Trägheitsmomenten, Berücksichtigung des Trägheitsmoments der Aufhängung. Aufgabensammlung zum RCL "Weltpendel" Die Aufgabensammlung enthält vier Aufgaben zur Theorie, drei zum Versuchsaufbau sowie zwei zur Versuchsdurchführung und -auswertung. Auf weiteren 15 Seiten sind ausführliche Lösungen der Aufgaben zu finden. Lehrkräfte können sich anhand der Aufgaben in die Inhalte des RCLs "Weltpendel" einarbeiten. In allen Schulformen erreichen Mädchen in Physik weniger gute Leistungen als Jungen, vor allem lassen sich in der Oberstufe "'substantielle Leistungsunterschiede' zwischen Schülerinnen und Schülern nachweisen" (Kessels, 2002: 16). Obwohl Mädchen im Allgemeinen ein geringeres Interesse an Physik haben als Jungen, gibt es doch einzelne Teilbereiche der Physik, für welche sich Mädchen nachweislich mehr als Jungen interessieren. Dazu gehören unter anderem Naturphänomene, die im üblichen Physikunterricht meist lediglich randständig behandelt werden (vergleiche Kessels, 2002: 20). Die Unterrichtseinheit "Weltpendel" beschäftigt sich mit einem Naturphänomen und kommt so den Interessen von Mädchen an Physik entgegen, ohne die Jungen zu benachteiligen. Inhomogene Zielgruppe Die Unterrichtseinheit RCL Weltpendel hat als Zielgruppe Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II sowie Studentinnen und Studenten des Grundstudiums Physik, Geographie oder Geodäsie. Bei letzteren, den Studierenden, ist unter dem Genderaspekt von einer fachlichen Qualifikation und einer ausgeprägten Wissbegierde im Fach auszugehen, so dass Genderaspekte bezüglich der bereits vorhandenen Kompetenz in der Umsetzung der Lerneinheit eine untergeordnete Rolle spielen sollten. Auch bei Schülerinnen und Schülern ist davon auszugehen, dass in einem solch fortgeschrittenen Stadium das Interesse und Engagement bereits vorhanden ist und dass eine Segregation bereits erfolgte. Somit erreicht diese unter Gendergesichtspunkten betrachtet vorbildliche Lerneinheit leider nur diejenigen, die schon in Vorfeld ein ausgeprägtes Interesse für Physik aufweisen und daher voraussichtlich vorrangig Jungen, obwohl die Unterrichtseinheit gerade auch den Interessen von Mädchen entgegen kommt. Fokussierung auf Schülerinnen und Schüler Die weiteren Ausführungen beziehen sich auf die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler, da hier der Grundstein gelegt werden kann, um das Fach Physik auch zu studieren. Viele Mädchen sind der Meinung, dass sie weder Begabung noch gute Leistungen in Physik aufweisen. Dies ist ein Grund dafür, dass ihr Interesse und Engagement für dieses Fach eher wenig ausgeprägt ist. Erreicht werden muss also durch die Lehrerinnen und Lehrer, dass das Fach Physik als genauso relevant für das Selbstwertgefühl angesehen wird wie zum Beispiel das Fach Deutsch oder Englisch und dass mit dem femininen Selbstkonzept dahingehend gearbeitet wird, dass auch Mädchen es für erstrebenswert halten, sich mit dem Gegenstand Physik zu befassen. Es ist erwiesen, dass die Zuschreibung zu einem Fach als männliche Domäne Auswirkungen auf die Leistungen hat. Wird also Physik als Jungenfach angesehen, erzielen Jungen bessere Leistungen, weil die Zuschreibung zum Fach ihrem Selbstkonzept entspricht (vergleiche Kessels, 2002: 80). So könnte das Ziel einer Intervention sein, die Mädchen darin zu bestärken, dass "Physik genauso zu ihnen 'passt' wie andere Schulfächer und dass ihnen gute Leistungen in diesem Fach ebenso erstrebenswert erscheinen wie in anderen Fächern" (Kessels, 2002: 27). Bezug zu Naturphänomenen Die Rätsel der Natur entdecken, fällt in den Interessensbereich beider Geschlechter. Einen Bezug zu Naturphänomenen herzustellen, bietet somit für Lehrerinnen und Lehrer die Chance, im Physikunterricht Mädchen und Jungen gleichermaßen anzusprechen und zu fördern. Uhlenbusch (1992) weist darauf hin, dass für den Physikunterricht insbesondere auch folgende Aspekte bedeutsam sein können für die Motivation: Vermeiden von Negativ-Erlebnissen und Berücksichtigung affektiver Komponenten Spielerisches Üben und Entdecken sowie freies Probieren in Schülergruppen Praktisches Arbeiten und produktive Selbstständigkeit (Uhlenbusch, 1992: 119). Interesse wecken In der ersten Lerneinheit zum Themenkomplex RCL Weltpendel wird durch einen narrativen Einstieg - beispielsweise mit der Biografie des Entdeckers des Pendels - das Interesse am Thema geweckt. Verständlich für alle Schülerinnen und Schüler wird so ein Einstieg geschaffen, der mit positiven Erlebnissen, Motivation und Interesse am Weiterarbeiten einhergeht. Gruppenarbeit Die Konstruktion der Unterrichtseinheit sieht vor allem in der zweiten Lerneinheit Gruppenarbeit als wesentlichen Bestandteil vor. Die Gruppen werden angeregt die Aufgaben zu bearbeiten und haben die Möglichkeit der Präsentation ihrer Ergebnisse. So kann das "spielerische Üben und Entdecken" in Gruppen zur Erreichung der Lernziele beitragen. Praktische Umsetzung In der dritten Lerneinheit entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Pendel, mit dem die Erdbeschleunigung am jeweiligen Schulstandort bestimmt werden kann. So können sie das theoretisch Gelernte praktisch umsetzen und es werden Gelegenheiten geboten, das Gelernte nutzbar zu machen und so über das bloße Schullernen hinauszugehen. Über die Erdbeschleunigung am Schulstandort kann auch in der Pause mit Interesse debattiert werden. Ausgewogene Sitzordnung Schon vor Beginn dieser Lerneinheit sollte darauf geachtet werden, dass sich die Geschlechter im Klassenraum gleichmäßig verteilen. Gerade im Physikunterricht sitzen Mädchen häufig am Rand oder in den letzten Reihen (vergleiche Benke/Stadler, 2008: 156). Achten Sie bei der Sitzordnung soweit wie möglich auf Ausgewogenheit im Geschlechterverhältnis. Im Unterrichtsgespräch Tendenziell ist es so, dass Mädchen eher offene Fragen stellen und ein breiteres Spektrum an Antwortmöglichkeiten öffnen. Jungen drücken sich häufig enger und spezifischer aus, verwenden tendenziell mehr Fachtermini und lassen seltener mangelndes inhaltliches Verständnis erkennen (vergleiche Benke/Stadler, 2008: 160). Gehen Sie auf die Fragen beider Geschlechter ein und ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über das Verständnis der Einheit aufgrund der Formulierungen der Fragen. Grundsätzlich gilt: Jede Frage hat ihre Berechtigung und verdient eine Antwort. Ermuntern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zu fragen und nehmen sie sich die nötige Zeit zur Beantwortung. Versuchen Sie, offenere Fragen zuzuspitzen, enge Fragen einzuordnen, bei Fachtermini nachzufragen, sie erläutern und definieren zu lassen, auch wenn sie mit großer Selbstverständlichkeit eingebracht werden. Das Gros der Schülerinnen und Schüler wird es Ihnen danken. Kreativität der Jungen fördern Bei der Anfertigung von Protokollen/Paper/Plakaten nach oder über die Unterrichtseinheit sind nicht nur die Kompetenzen von Mädchen angesprochen, auch Jungen können schreiben und kreativ gestalten. Die häufige Delegation von derartigen Aufträgen an Mädchen kann dazu führen, dass Jungen weniger Lernchancen haben, dass sie ihre verbale und schriftliche Kompetenz nicht trainieren und dass sie nicht zu Präzisierungen und tieferem Verständnis vordringen. Achten Sie auch hier auf Gleichberechtigung, steuern Sie stereotypen Interessen entgegen und schaffen Sie Geschlechtergerechtigkeit.

  • Astronomie / Geographie / Physik
  • Sekundarstufe II

Netiquette - Der Ton macht die Musik

Unterrichtseinheit

Das Internet ist schon lange kein reines Informationsmedium mehr. Es bietet seinen Nutzern immer vielfältigere Kommunikationswerkzeuge wie Blogs und soziale Netzwerke, um mit bekannten und oft auch unbekannten Personen in Kontakt zu treten. Dabei kommt es auf den guten Ton an.Das Verfassen von Kommentaren in einem Weblog ist eine Form der Kommunikation, die gerade im Fremdsprachenunterricht als Rahmen für einen authentischen Austausch mit Sprechern des Zielsprachenlandes genutzt werden kann. Dabei wird neben der sprachlichen auch die soziale Kompetenz gefordert, denn bei der Interaktion in der Fremdsprache kommt es besonders auf die richtigen Umgangsformen an. Wie die Schülerinnen und Schüler einen Verhaltenskodex für die Online-Kommunikation erarbeiten und anwenden, erfahren Sie in dieser Unterrichtseinheit. Was ist die Netiquette? Netiquette ist als Kofferwort zusammengesetzt aus 'net' (englisch: das Netz, Internet) und 'étiquette' (französisch: die Etikette Der Ton macht die Musik Nachrichten in reinen Großbuchstaben zu verfassen, gehört beispielsweise zu einem schlechten Umgangston, da damit grobes Verhalten - und zwar Schreien - zum Ausdruck gebracht wird. Besonders im Kontakt mit unbekannten oder wenig vertrauten Empfängern ist es ratsam, den guten Ton zu wahren. Dies zu betonen, ist bei Schülerinnen und Schülern erforderlich, wenn sie sich beispielsweise per E-Mail oder in einem Internetforum an ein öffentliches Publikum wenden, um Anfragen zu stellen, Informationen zu erfragen oder Rat zu suchen. Der Einsatz von Blogs im Sprachunterricht Blogs bieten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und die dort präsentierten Inhalte zu kommentieren. Lehrkräfte können sie gut im Sprachunterricht nutzen. Ablauf der Unterrichtseinheit Nach einer Brainstorming-Phase untersuchen die Lernenden ausgesuchte Kommentare. Abschließend erarbeiten sie eine Netiquette und kommentieren selbst einen Beitrag. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen schriftliche Kommentare in einem "fremden" Weblog verfassen. Kommentare ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler bewerten. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die verschiedenen Kommunikationsformen im Internet benennen und beschreiben (etwa Chat, E-Mail, Blogkommentar). Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die wesentlichen Verhaltensregeln in der Online-Kommunikation anwenden (Netiquette). Einhaltung der Netiquette Die Kommentarfunktion der Blogs eröffnet echtes Handeln in der Fremdsprache und setzt einen verantwortungsvollen Umgang mit den Kommunikationswerkzeugen voraus. Die Schülerkommentare treten aus dem nicht-öffentlichen Klassenzimmer heraus in ein öffentliches Forum. Durch die Kommunikation im öffentlichen Kontext ergibt sich für die Schülerinnen und Schüler die Notwendigkeit, adäquate Umgangsformen zu wählen und sich an die Verhaltensregeln der internetbasierten Kommunikation zu halten. Aktuelle Podcasts aus Spanien Die spanische Podcasterin Teresa Sánchez veröffentlicht in ihrem Blog "SSL4You - Spanish as a Second Language" alle zehn Tage Hörbeiträge mit aktuellem Bezug zur spanischen Gesellschaft. Inzwischen stehen über 100 Podcast-Episoden kostenlos zur Verfügung. Teresa Sánchez kommentiert in ihren fünfminütigen Beiträgen Themen wie "Schluss mit dem Rauchen" (Dejar de fumar), "multikulturelle Schulen" (Escuelas multiculturales) und "Handy" (Teléfono móvil). Podcasts schulen auch Schreibkompetenz Diese Podcast-Episoden eignen sich hervorragend für den Einsatz im Spanischunterricht ab dem 3. Lernjahr. Denn die Texte sind nicht nur authentisch, aktuell und schülerrelevant, sondern entsprechen auch inhaltlich den Vorgaben der Lehrpläne in den Bundesländern. Neben der Hörverstehenskompetenz wird durch den Einsatz der Podcasts im Spanischunterricht auch die Schreibkompetenz geschult. Teresa Sánchez bietet Schülerinnen und Schülern in ihrem Blog die Möglichkeit, eigene Kommentare zu den vorgestellten Themen zu verfassen und somit ihre Meinung im Internet - weltweit - zu veröffentlichen. Brainstorming zur Online-Kommunikation Die Lernenden sammeln gruppenweise in einem Brainstorming die verschiedenen Formen der Online-Kommunikation und benennen deren Merkmale. Sie erstellen dabei gemeinsam eine MindMap in Papierformat oder am Computer, beispielsweise mit der Software "MindManager Smart" oder mit den Internettools "bubbl" oder "xmind". Anschließend werden die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit vorgestellt und zusammengeführt. Kommentare bewerten Die Lernenden erhalten eine Datei mit Kommentaren, die von Besucherinnen und Besuchern des spanischen Podcast-Blogs "SSL4You - Spanish as a Second Language" erstellt wurden. In Partnerarbeit untersuchen sie diese Beiträge nach der Identität, die die Verfasserinnen und Verfasser gewählt haben, und nach dem Umgangston und Verhalten, das durch die Kommentare transportiert wird. Eine vorgegebene Tabelle unterstützt die Lernenden bei der Strukturierung ihrer Gedanken und dient der Ergebnissicherung. Abschließend werden im Plenum die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert, und es wird eine gemeinsame Lösung gefunden. Netiquette erarbeiten Auf der Grundlage der Beurteilung der Kommentare erstellen die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit einen Verhaltenskodex, der als Richtlinie für eigene Blogkommentare gelten und von der Lerngruppen im weiteren Unterrichtsgeschehen benutzt werden soll. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden diskutiert und festgehalten. Blog-Kommentar verfassen und gegenseitig kommentieren In Einzelarbeit verfassen die Lernenden einen schriftlichen Kommentar zu einem Podcast von Teresa Sánchez. Wahlweise kommentieren die Schülerinnen und Schüler eine Podcast-Episode, die sie gemeinsam in der Lerngruppe gehört haben, oder sie wählen individuell einen zu kommentierenden Hörbeitrag aus. Abschließend nehmen sie im Blog Stellung zu mindestens zwei Kommentaren ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. In diesem Feedback sollen die Lernenden vor allem bewerten, ob sich alle an die Netiquette gehalten haben.

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