Unterrichtsmaterialien zum Thema "Gesundheitsvorsorge"

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15 Treffer zu "Gesundheitsvorsorge"
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Hilfe gegen Leistungsangst: Leistung auf den Punkt gebracht (Sek. I)

Unterrichtseinheit

Die Unterrichtsmaterialien "Hilfe gegen Leistungsangst: Leistung auf den Punkt gebracht" sollen dazu beitragen, Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, dass proaktives Handeln der beste protektive Faktor gegen Prüfungs- und Leistungsangst ist.Kinder und Jugendliche, die unter Leistungsangst leiden, nehmen die Anforderungen in der Schule als persönliche Bedrohung wahr. Klassenarbeiten und mündliche Prüfungen erzeugen bei ihnen schon im Vorfeld schlaflose Nächte und andere Stressreaktionen. Die Unterrichtsmaterialien zeigen, wie es gelingen kann, die Leistungsangst in den Griff zu bekommen und worauf es bei der Prüfungsvorbereitung ankommt – vom richtigen Arbeitsplatz bis zu Lernstrategien und Tipps für ein strukturiertes Arbeiten.Prüfungs- oder Leistungsangst kann auf zwei verschiedene Komponenten zurückgeführt werden. Zum einen kann sie auf einer Realangst beruhen – aufgrund mangelnder oder falscher Vorbereitung – und zum anderen auf einer irrationalen Angst, basierend auf dem "gelernten" Umgang mit der Angst im Zusammenhang mit Prüfungssituationen. Dabei ist das Phänomen Angst nicht von vornherein als leistungsmindernd einzustufen. Ein gewisses Maß an Angst kann sogar leistungsfördernd wirken. Deshalb ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern Handlungskompetenzen zu vermitteln, mit denen sie ihre Prüfungsangst bewältigen und positiv nutzen können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen den Handlungskreis als Instrumentarium, um in herausfordernden Situationen strukturiert und planvoll zu reagieren. sammeln Stichworte, wie ein optimaler Arbeitsplatz aussehen sollte. kennen verschiedene Lernstrategien. verstehen, warum das Gehirn Pausen braucht, und welche Art von Pausen wann sinnvoll sind. kennen Möglichkeiten zur Entspannung. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen persönlichen Wochenplan. erarbeiten anhand der Kopfstandmethode, welche Lernstrategien hilfreich sind. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass Angst und Aufgeregtheit "normal" sind. erkennen, dass man aktiv etwas gegen Versagensängste tun kann. nehmen eine Aufgabe als Herausforderung an. arbeiten gemeinsam in Lerngruppen. erkennen eigene Stärken und nutzen sie.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt
  • Sekundarstufe I

Umgang mit Schulstress (Sek. II)

Unterrichtseinheit

Mit diesen Unterrichtsmaterialien sollen vor allem Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an das Thema Stress herangeführt werden und lernen, mit Belastungen umzugehen.Gymnasiasten berichten häufig von ihrem schulischen Stress. Vor allem die Umstellung auf G8, die damit verbundene Verdichtung des Lernstoffs und Erhöhung der Wochenstundenzahl lassen bei Schülerinnen und Schülern wie bei Lehrkräften den Stresspegel ansteigen. Dabei sollte Schule nicht nur Stressor sein, sondern auch ein Ort, an dem Stressbewältigung erlernt und eingeübt wird.Die verkürzte Gymnasialzeit G8 mit ihrem stark gestiegenen Leistungspensum hat den Druck auf den Einzelnen, aber auch auf die Klassen- und Kursgemeinschaften sowie auf die Lehrkräfte enorm erhöht. Viele Kinder und Jugendliche leiden bereits unter Stresssymptomen wie Kopf- und Bauchschmerzen sowie Schlafstörungen. Als häufigste Ursachen gelten Angst vor schlechten Noten und hohe Leistungserwartungen. Es ist jedoch eine Frage der individuellen Disposition, ob und wie man auf Stress reagiert. Was dem einen Herzrasen bereitet, lässt den anderen völlig kalt - es gibt Schülerinnen und Schüler, die selbst bei einer Abiklausur noch einen Ruhepuls vorweisen.Die Schülerinnen und Schüler erlangen theoretisches Wissen über Stress. reflektieren Erfahrungen mit Stress. lernen, mit Anforderungen und Terminen besser umzugehen. entwickeln persönliche Lernstrategien. setzen sich mit Misserfolgen und Problemen auseinander. lernen Entspannungstechniken kennen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Fächerübergreifend / Pädagogik / Religion / Ethik / Sport / Bewegung
  • Sekundarstufe II

Leben im Gleichgewicht

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieser Unterrichtsmaterialien sollen die Schülerinnen und Schüler begreifen, dass sie selbst mit dafür verantwortlich sind, ihre Belastungssituation einzuschätzen und der Entstehung von Dauerstress frühzeitig gegenzusteuern.Stress ist nicht grundsätzlich schlecht, ein Leben ohne ihn wäre ganz schön langweilig. Das Problem: Er darf nicht zum Dauerzustand werden und uns aus dem Gleichgewicht werfen. Das Phänomen: Jeder reagiert auf Stressoren anders, deshalb gibt es auch kein Patentrezept. Wer möglichst früh lernt, seine persönliche Belastungssituation realistisch einzuschätzen und geeignete Anti-Stressmaßnahmen zu ergreifen, kann gegensteuern.Die Schülerinnen und Schüler machen zum Einstieg in das Thema einen persönlichen Stresstest im Internet. Auch während der Unterrichtseinheit setzen sie sich mit ihrer eigenen Belastungssituation auseinander. Sie recherchieren und erarbeiten selbstständig in einer Kleingruppe Anti-Stressmaßnahmen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung von Entspannungsmethoden. Als Hausaufgabe erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Checkliste, mit deren Hilfe sie ihre eigene Stresskompetenz einschätzen sollen. In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler an das Thema "Stress" und "Stresskompetenz" herangeführt werden.Die Schülerinnen und Schüler wissen, was man unter Stressoren versteht. begreifen, dass Dauerstress die Gesundheit gefährden kann. recherchieren selbstständig Anti-Stress-Maßnahmen im Internet. in Kleingruppenarbeit Aufgaben gemeinsam diskutieren und lösen und damit ihre Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft stärken.

  • Fächerübergreifend
  • Berufliche Bildung

Gesund essen: Fit durch den Tag

Unterrichtseinheit

Gesundes Essen beeinflusst nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Leistungsfähigkeit. Das richtige Essen zum richtigen Zeitpunkt beugt Müdigkeit und Konzentrationsschwächen vor. Diese Erkenntnis wird gerade im Berufsalltag häufig ignoriert - obwohl man gerade dort den ganzen Tag fit sein muss.Junge Menschen denken beim Essen nicht immer zuerst an die eigene Gesundheit. Doch eine gesunde Ernährung beeinflusst nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Leistungsfähigkeit. Das richtige Essen zum richtigen Zeitpunkt beugt Müdigkeit und Konzentrationsschwächen vor. Diese Erkenntnisse werden in der Ausbildung und im Berufsalltag häufig ignoriert - obwohl man gerade dort den ganzen Tag fit sein muss.Junge Menschen denken beim Essen nicht unweigerlich an die eigene Gesundheit. Im Vordergrund stehen vielmehr Fragen des Lebensstils, der Gewohnheiten im Elternhaus, Gruppenzugehörigkeit, Spaß, Gefühle, pragmatische Gründe. Dementsprechend ist es sinnvoll, das in der Berufsschule erworbene Wissen unmittelbar in die Praxis umzusetzen. Planen Sie deshalb nach dem Motto "Essen schafft Gemeinschaft" mithilfe dieser Unterrichstmaterialien ein gemeinsames gesundes Frühstück. Alle Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an den Vorbereitungen. Kulturelle oder regionale Unterschiede sowie soziale Zugehörigkeit werden berücksichtigt und respektiert. Das gemeinsame Essen soll als Orientierungshilfe für gesunde Ernährung dienen. Gut, wenn sein Event-Charakter Interesse weckt und darüber hinaus positive gemeinsame Erfahrungen ermöglicht.Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sich falsche Essgewohnheiten negativ auf das Wohlbefinden, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit auswirken können. wissen, was für eine gesunde Ernährung günstig und was ungünstig ist. lernen, wie man sich in der Schule oder am Arbeitsplatz gesund ernährt. führen in Kleingruppen selbstständig eine gelenkte Internetrecherche durch und machen sich dabei mit Informationsangeboten einschlägiger Ernährungsportale vertraut. gestalten auf Basis ihrer Rechercheergebnisse und mithilfe einer Präsentationssoftware eigene Rezeptbücher.

  • Fächerübergreifend

Allergien: Gefährlicher Kontakt

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler sollen schon vor der Ausbildung ihr eigenes Allergierisiko realistisch einschätzen und im Hinblick darauf für ihren Berufswunsch bewusst Verantwortung übernehmen können.Die Haut ist gerötet, geschwollen und juckt? Die Augen tränen, die Nase trieft? Häufig weisen solche Symptome auf eine Allergie hin. Allergien sind weit verbreitet, an bestimmten Arbeitsplätzen ein Problem und für Berufseinsteiger oftmals eine böse Überraschung. Das Thema ist daher für junge Berufseinsteiger ein absolutes Muss. Schülerinnen und Schüler sollen ihr Allergierisiko realistisch einschätzen und im Hinblick darauf für ihren Berufswunsch bewusst Verantwortung übernehmen können.Das Thema "Berufsbedingte Allergien" ist für junge Menschen vor der Berufswahl und für Berufseinsteiger ein absolutes Muss. Viele reagieren bereits vor dem Berufseinstieg überempfindlich auf allergene Substanzen und leiden unter Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma. Das Problem: Wer bereits durch eine Allergie vorbelastet ist, trägt ein erhöhtes Risiko, im Job eine weitere Allergie zu entwickeln oder die bestehende zu verschlimmern.Die Schülerinnen und Schüler begreifen, dass eine berufsbedingte Allergie ernste Folgen nach sich ziehen kann. erfahren, mit welchen Allergie auslösenden Substanzen man im Berufsalltag rechnen muss. recherchieren selbstständig über berufsbedingte Allergien im Internet und machen sich dabei mit Informationsangeboten der gesetzlichen Unfallversicherungsträger vertraut. bearbeiten Aufgaben in der Kleingruppe und stärken damit ihre Teamfähigkeit.

  • Fächerübergreifend

Stress - Mehr als nur Nervkram

Unterrichtseinheit

Jugendliche lernen in dieser Unterrichtseinheit, Stress als ein nahezu allgegenwärtiges Phänomen kennen. Sie sollen so bereits früh Strategien entwickeln, mit Stress-Situationen umzugehen.Die Begriffe ?Stress? und ?stressig? werden häufig verwendet, um Situationen oder das eigene Befinden zu beschreiben. Trotz der scheinbaren Abgegriffenheit des Begriffes ?Stress? verliert das Thema nicht an Aktualität. Im Gegenteil, steigende Anforderungen im Arbeitsleben, private und finanzielle Sorgen und ständig sich ändernde Rahmenbedingungen machen vielen zu schaffen. Stress ist nicht grundsätzlich schädlich, und die Fähigkeit, mit Extremsituationen fertig zu werden, war und ist sogar überlebensnotwendig. Doch übersteigen die individuell sehr unterschiedlich wahrgenommenen Belastungen ein bestimmtes Maß oder werden sie zu einem Dauerzustand, kann die Gesundheit beeinträchtigt werden.Mithilfe dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler an die Komplexität des Themas "Stress" herangeführt werden. Sie ermitteln, auch anhand vorgegebener Situationsbeschreibungen, potenzielle Stressfaktoren und erarbeiten sich unterschiedliche Kategorien von Stressoren. Mittels dieser Erkenntnisse führen die Schülerinnen und Schüler einen kurzen Selbsttest durch und diskutieren die Ergebnisse mit Blick auf objektive und subjektive Stressoren. Ablauf der Unterrichtseinheit zum Thema "Stress" Wie das Thema Stress in den Unterricht kommen kann, lesen Sie hier. Die Phasen der Einheit lassen sich flexibel gestalten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen erarbeiten, was Stressoren sind. erkennen, dass es mit Blick auf die Wirkungsweise unterschiedliche Kategorien von Stress gibt. erfahren, dass die individuelle Stressbelastung und -wahrnehmung sehr unterschiedlich sein kann. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigenständig relevante Informationen recherchieren und diese auswerten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen üben, sich in die Situation anderer Personen oder andere Lebensumstände zu versetzen. erfahren, dass die individuelle Disposition ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Belastung durch konkrete Stressoren darstellt. Thema Stress - Mehr als nur Nervkram Autor Dr. Gunnar Meyenburg Fach Gemeinschaftskunde/Politik/SoWi Zielgruppe Klasse 7 bis 9 aller Schulformen, empfohlen für Gymnasium und Gesamtschule Zeitraum 2 bis 3 Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen Rechner mit Internetzugang für Einzel- und Gruppenarbeit Inhalt Um sich dem Thema anzunähern, sollen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst im Internet informieren. Eine Phase der Selbstreflexion schließt sich an. Arbeitsmaterial Das Arbeitsblatt 1 führt zunächst in die Thematik ein. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Formen und möglichen gesundheitlichen Folgen von Belastungen auseinander, denen man in unterschiedlichen Lebensbereichen ausgesetzt sein kann. Sie führen hierzu Recherchen anhand einer Auswahl vorgegebener Links durch. Darüber hinaus werden sie angeregt, mit Blick auf ihre eigene Situation Stressoren anzuführen. Inhalt In dieser Phase werden Stressfaktoren erarbeitet: Auf der Basis von Situationsbeurteilung, Eigenrecherche und Ergebnisaufarbeitung nähern sich die Lernenden Schritt für Schritt verschiedenen Stressoren an. Dabei lernen sie konkrete Bespiele kennen. Arbeitsmaterial Auf Arbeitsblatt 2 befassen sich die Schülerinnen und Schüler eingehender mit potenziellen Stressoren und mit der Frage, wann eine Belastung als Stress im eigentlichen Sinne zu bezeichnen ist. Hierzu werden sie mittels vorgegebener Charakterisierungen des beruflichen und privaten Umfeldes von fünf Personen angeregt, sich in die Situation dieser Personen zu versetzen und die Situationen mit Blick auf potenzielle Stressoren zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler versuchen, die ermittelten Stressoren nach der Art ihrer Wirkung in Gruppen zu untergliedern. Inhalt In diesem dritten Teil der Unterrichtseinheit geht es um die Stresswahrnehmung: Über einen Selbsttest, eine anschließende Diskussion und die zusammenfassende Begriffsdefinition entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein vertieftes Verständnis des Phänomens Stress. Arbeitsmaterial Abschließend befassen sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsblatt 3 mit der Frage, ob es eine objektive Bewertung von Stress geben kann. Hierzu vergleichen sie ihre individuelle Bewertung der ermittelten Stressoren untereinander, um herauszufinden, ob eine einheitliche Wahrnehmung besteht und Stress somit ein eher objektiv zu beurteilender Faktor ist.

  • Biologie
  • Sekundarstufe I

Wege im Betrieb – Stolpern, Rutschen, Stürzen

Unterrichtseinheit

Egal ob auf der Baustelle, in der Werkstatt oder im Büro: Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle zählen in allen Branchen zu den häufigsten Unfallarten im Betrieb. Gefährdet sind grundsätzlich alle Mitarbeiter, besonders aber junge Berufstätige.Eine rutschige Stelle auf dem Fußboden oder ein Farbeimer, der im Weg steht - wer darüber stolpert und stürzt, kann sich schwer verletzen. Das Gemeine: Kaum jemand stellt sich auf diese Gefahr ein; von Stolperstellen wird man meistens kalt erwischt. Gefährdet sind grundsätzlich alle Mitarbeiter, besonders aber junge Berufstätige. Und doch wären viele solcher Unfälle vermeidbar, wenn man mögliche Ursachen kennen und sich vorausschauender verhalten würde.Wer neu in einem Betrieb anfängt, muss sich erst einmal zurechtfinden, neue Wege kennenlernen und viele ungewohnte Aufgaben erledigen. Kommen zusätzlich Termindruck und Hektik ins Spiel, können eine herumliegende Kiste oder ein loses Kabel zur Gefahr werden. Grundlegende Kenntnisse über Unfallursachen und Unfallschwerpunkte auf den betrieblichen Verkehrswegen sind deshalb oberstes Gebot, um Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle zu vermeiden. Ziel dieses Unterrichtsmaterials ist es, die Wahrnehmung der jungen Leute für entsprechende Gefahrenquellen zu sensibilisieren.Die Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, wie Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle entstehen. machen sich bewusst, dass der menschliche Gang störanfällig ist. entwickeln eine Sensibilität für Gefahren, die zu Sturzunfällen führen können. führen selbstständig eine gelenkte Internetrecherche durch und machen sich dabei unter anderem mit Informationsangeboten der gesetzlichen Unfallversicherungsträger vertraut. sammeln, analysieren und werten empirische Daten zum Thema "Stolpern, Rutschen, Stürzen" aus.

  • Arbeitsschutz / Arbeitssicherheit
  • Berufliche Bildung

Bildschirmarbeit: gut sehen

Unterrichtseinheit

Mithilfe dieser Materialien können Sie Ihre Schülerinnen und Schüler für das gesundheitsbewusste Arbeiten am Monitor sensibilisieren.Die tägliche Arbeit am Computerbildschirm stellt hohe Anforderungen an die Augen. Mehrere Stunden am Tag kleine Zeichen und Buchstaben auf dem Monitor zu fixieren, kann zum Hochleistungssport werden. Ist das Sehvermögen ohnehin eingeschränkt oder der Arbeitsplatz schlecht beleuchtet und unter ergonomischen Gesichtspunkten unzureichend eingerichtet, können Beschwerden auftreten wie Kopfschmerzen, brennende Augen, verschwommene Sicht oder sogar Nacken- und Rückenschmerzen.Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Belastungen zu sensibilisieren, die sich aus stundenlanger Arbeit am Bildschirm - speziell für die Augen - ergeben können. Sie sollen motiviert werden, ihren Bildschirmarbeitsplatz - beruflich wie auch privat - nach ergonomischen Kriterien zu überprüfen und regelmäßig ihr Sehvermögen ärztlich kontrollieren zu lassen.Die Schülerinnen und Schüler kennen die Ursachen für Augenbeschwerden durch Bildschirmarbeit. erarbeiten Strategien, wie man diesen Beschwerden vorbeugen kann. kennen die wichtigsten Merkmale eines ergonomisch eingerichteten Bildschirmarbeitsplatzes. erfahren, dass sie - wenn sie in einem Arbeitsverhältnis stehen - ein Recht auf arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen haben. schätzen anhand einer Punktabfrage ihre eigenen Belastungen ein. führen einen Sehtest durch. reflektieren eigene Verhaltensweisen und stellen diese auf den Prüfstand. überprüfen ihren Computerarbeitsplatz - auch zu Hause - anhand einer Checkliste und optimieren ihn gegebenenfalls.

  • Arbeitsschutz / Arbeitssicherheit

Ernährung und Gesundheit: Verbot von Softdrinks?

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Ernährung und Gesundheit untersuchen die Lernenden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum, Fettleibigkeit und Krankheiten und diskutieren das Für und Wider eines Verkaufsverbotes von Softdrinks an Minderjährige.Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Zucker wie eine abhängig machende Droge wirkt. Die Hersteller geraten zunehmend unter Druck und müssen Softdrinks mit geringerem Zuckergehalt entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum, Fettleibigkeit und Krankheiten. Anschließend sollen sie Argumente für und gegen ein Verkaufsverbot von Softdrinks an Minderjährige gegeneinander abwägen. Das Projekt ENGAGE ist Teil der EU-Agenda "Wissenschaft in der Gesellschaft zur Förderung verantwortungsbewusster Forschung und Innovation" (Responsible Research and Innovation, RRI). Die ENGAGE-Materialien werden durch das von der Europäischen Kommission durchgeführte Projekt ENGAGE als Open Educational Resources herausgegeben. Bezug zum Lehrplan Wissenschaftliches Arbeiten Analyse und Evaluation: Interpretation von Beobachtungen und Daten, einschließlich Identifizierung von Mustern und Anwendung von Beobachtungen, um Rückschlüsse zu ziehen und Konsequenzen aufzuzeigen. Biologie Gesundheit, Krankheiten und die Entwicklung der Medizin: Krankheiten, die durch Ernährung beeinflusst werden Ablauf Ablauf der Unterrichtseinheit Der Ablauf der Unterrichtssequenz "Ernährung und Gesundheit: Verbot von Softdrinks?" ist auf dieser Seite übersichtlich für Sie zusammengestellt. Die Schülerinnen und Schüler wenden vorhandene Kenntnisse über Ernährung und Gesundheit an. werten Beweise aus, um entscheiden zu können, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum, Fettleibigkeit und Krankheiten besteht. bewerten Informationen und schätzen die Auswirkungen auf die Gesundheit ein. Einführung Wenn Ihre Schülerinnen und Schüler ausreichend Englisch können, können Sie die Unterrichtseinheit mit dem Film "Fed Up" als sensationell aufgemachte Einführung in die Unterrichtssequenz beginnen. Zeigen Sie Folie 3 der PowerPoint-Präsentation, um die Lernenden an die entscheidende Frage, ob der Verkauf von Softdrinks an Minderjährige verboten werden sollte, heranzuführen. Zeigen Sie eine Dose oder Flasche Cola und weisen Sie auf Folie 4 der PowerPoint-Präsentation hin. Die Lernenden sollen den Zuckergehalt schätzen. Ein Schüler oder eine Schülerin soll zehn Teelöffel oder zehn kleine Päckchen Zucker abmessen, was ungefähr der Menge in der Dose entspricht. Beweise auswerten Erinnern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler daran, dass eine Person, die mehr Energie aufnimmt, als sie benötigt, an Gewicht zunimmt. Zeigen Sie Folie 5 der Präsentation und befragen Sie die Lernenden nach deren unmittelbaren Reaktionen: Wurde Thomas' Fettleibigkeit durch zu viele Softdrinks hervorgerufen oder könnte es dafür noch andere Gründe geben, wie beispielsweise weniger sportliche Aktivitäten? Zeigen Sie auf, dass die Verbindung zwischen zwei Faktoren nur ein schwacher Beweis für eine Behauptung ist. Tragen Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern weitere Vorschläge für stichhaltigere Beweise zusammen, dass Zucker Fettleibigkeit verursacht. Verteilen Sie die Beweiskarten vom Schüler-Informationsblatt SI1. Für die Einordnung der Karten folgen die Gruppen der Anweisung oben auf Folie 6 der PowerPoint-Präsentation. Die Gruppen treffen ihre Entscheidungen, präsentieren und begründen sie vor der Klasse. Verwenden Sie den ersten Teil von Folie 7 der Präsentation um darzustellen, dass es nicht bewiesen ist, dass übermäßiger Genuss von Softdrinks zu Übergewicht führt. In jeder Schlussfolgerung befinden sich Unklarheiten. Verwenden Sie den zweiten Teil von Folie 7 um aufzuzeigen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer Schlussfolgerung mehr Vertrauen entgegenbringen können, wenn ein plausibler Mechanismus die Verbindung zwischen zwei Variablen erklärt - in diesem Fall: die Begründung, dass Zucker abhängig macht wie eine Droge - zumindest was Laborratten betrifft. Zu diesem Zeitpunkt sind die Lernenden wahrscheinlich der Ansicht, dass es nicht genügend stichhaltige Beweise gibt, um ein Verkaufsverbot von Softdrinks an Minderjährige zu unterstützen. Zeigen Sie Folie 8 der Präsentation. Die Schülergruppen verwenden die Karten des Schüler-Informationsblattes SI2, um die entscheidende Frage zu beantworten, ob der Verkauf von Softdrinks an Minderjährige verboten werden sollte. Einige Gruppen sollen mit der Klasse ihre Entscheidungen diskutieren und begründen. Erörtern Sie, wie die Gruppen zu einer Entscheidung gelangt sind. Vermitteln Sie, dass die Entscheidung nicht allein auf wissenschaftlicher Basis getroffen werden kann. Andere Faktoren, wie zum Beispiel moralische Gründe, müssen ebenso in Betracht gezogen werden. Stellen Sie klar, dass es ab einem gewissen Punkt, selbst ohne wissenschaftliche Übereinstimmung, vertretbar ist, ein Urteil zu treffen. Wenn die möglichen Konsequenzen einer Handlung (übermäßiger Konsum von Softdrinks) so schwerwiegend sind, kann es - trotz nicht ausreichender Beweise - gerechtfertigt sein, Maßnahmen (zum Beispiel ein Verkaufsverbot von Softdrinks an Minderjährige) durchzusetzen. Das Projekt ENGAGE ist Teil der EU Agenda "Wissenschaft in der Gesellschaft zur Förderung verantwortungsbewusster Forschung und Innovation" (Responsible Research and Innovation, RRI). ENGAGE Materialien werden durch das von der Europäischen Kommission durchgeführte Projekt ENGAGE als Open Educational Resources herausgegeben.

  • Biologie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Gesund und fit – eine Projektwoche

Unterrichtseinheit

Die Projektwoche "Gesund und fit" greift die grundlegenden Erfahrungen der Grundschulkinder mit ihrer Ernährung auf. Ein handlungsorientiertes Rahmenprogramm soll das Interesse an gesunder Ernährung und sinnvoller Bewegung fördern.Für die gesunde körperliche und geistige Entwicklung und die Leistungsfähigkeit von Kindern sind ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und ausreichende Bewegung maßgebend. Die Voraussetzung dafür ist die Entwicklung von Ernährungsbewusstsein im Kindesalter. Das geschieht zuallererst natürlich in der Familie, doch mit zunehmendem Alter der Kinder muss Ernährungsbildung auch in Kindergarten und Schule thematisiert werden. Diese Unterrichtseinheit enthält Inhalte zu Nahrung und Nährstoffen, Sport und Gesundheit und leitet zur Informationsbeschaffung auf einschlägigen kindgerechten Webseiten an. Anregungen für eine Projektwoche: Programm für die ganze Schule Es bietet sich an, die erarbeiteten Inhalte durch handlungsorientierte Unterrichtseinheiten zu Ernährung und Bewegung zu vertiefen. So kann zum Beispiel das Programm für eine fächerübergreifende Projektwoche entstehen, an der die ganze Schule teilnimmt. Es ist möglich, den verschiedenen Altersstufen dabei unterschiedliche Aufgaben zu stellen. Projekttag "Gesund und bunt" Altersgerechte Aufgaben Der Projekttag "Gesund und bunt" dreht sich um das Thema gesunde Pausenverpflegung. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen insgesamt vier Stationen von jeweils 40 Minuten Dauer. Die Aufgaben sind in zwei Schwierigkeitsgrade für die Jahrgangsstufen 1./2. und 3./4. unterteilt. Station 1: Obst- und Gemüse-Parcours Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse müssen bei einem Parcours in der Turnhalle verschiedene Bewegungsaufgaben (Langbank, Bock, Kasten, Reifen, Seile) bewältigen. Dabei ordnen sie Bilder von Obst und Gemüse auf vorbereiteten Plakaten ihren Namen zu. Die Kinder spielen in zwei Gruppen gegeneinander auf Zeit. Kinder der ersten beiden Jahrgangsstufen absolvieren verschiedene Übungen und angeln dabei Bilder von Obst und Gemüse, die sie in verschiedene Körbe einsortieren. Station 2: Ernährungsquiz Wie beim Kinder-Fernseh-Quiz "1, 2 oder 3" werden Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse Fragen mit drei Antwortmöglichkeiten gestellt. Fragen und mögliche Lösungen werden mit dem Tageslichtprojektor oder Beamer an die Wand geworfen. Die Kinder wählen dann ein Plakat mit der Zahl 1, 2 oder 3, neben dem sie sich aufstellen. Für richtige Antworten gibt es ein Kreuz auf einem Umhängeschildchen. Kinder in der 1. und 2. Klasse beantworten alternativ Fragen zu Texten, die ihnen vorher vorgelesen werden. Station 3: Frucht im Becher Die Kinder erfahren Wissenswertes über den Zucker- und Fruchtgehalt von Getränken. Wie viel sollte man trinken? Worauf sollte man bei der Getränkeauswahl achten? Es werden Geschmacksproben von reinem Orangensaft, Orangennektar und Fruchtsaftgetränk mit Orangengeschmack angeboten: Was schmeckt besser? Die jüngeren Kinder können alternativ raten, wie viel Zucker jeweils in den Getränken enthalten ist und dementsprechend Zuckerstücke daneben stapeln. Station 4: Das kommt mir nicht in die Tüte! Bei dieser Station lernen die Kinder die Ernährungspyramide kennen. Anschließend ordnen sie selbst Nahrungsmittelbilder den Pyramidenstufen zu. Sie erfahren, dass Nahrungsmittel aus der Pyramidenspitze nicht in die Pausentüte kommen sollten. Abschließend bereiten die Kinder selbst ein gesundes Pausenbrot zu. Alle Zutaten wie Vollkornbrot, Quark, Käse und rohes Gemüse werden bereitgestellt. Statt der komplexen Nahrungspyramide können die Klassen 1 und 2 das Ampelsystem für gesundes Essen kennenlernen. Außerdem kann hier die sinnliche Erfahrung geschult werden: Mit verbundenen Augen lernen die Kinder, verschiedene Obst- und Gemüsesorten durch Fühlen oder am Geschmack zu erkennen. Projektarbeiten in den einzelnen Klassen Für die weitere Ausgestaltung der Projektwoche bieten sich folgende Ideen an: Werkbetrachtung: Gemüsebilder von Giuseppe Arcimboldo nachgestalten mit Obst- und Gemüse, gemalt oder ausgeschnitten als Collage aus Zeitschriften dreidimensionale Früchte aus buntem Papier basteln, zum Beispiel als Tischdekoration (siehe Bilder im Download-Ordner dieser Einheit) Bearbeitung von interaktiven Übungen zum Thema Obst und Gemüse Plakate "Nahrung ist bunt": Collagen mit bunten Nahrungsmittelbildern aus Supermarkt-Prospekten, zum Beispiel als Dekoration für die Aula Erarbeitung von Tischmanieren und -sitten Bewegungsspiele auf dem Schulhof und in der Turnhalle Vorbereitung eines Buffets unter dem Motto "Gesund und bunt" oder gemeinsame Kochshow (gegebenenfalls mit Unterstützung von Köchen oder Eltern) Gestaltung eines Abschlussfestes Fachkompetenz Sachunterricht Die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten bewusst wahr. entwickeln ein zunehmendes Bewusstsein für den Einfluss der Ernährung auf ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. erkennen, dass Nahrungsmittel unterschiedlich zusammengesetzt sind. lernen anhand des Ernährungskreises oder der Ernährungspyramide, welche Lebensmittelgruppen zu einer ausgewogenen Ernährung gehören. zählen Nahrungsmittel auf, die für ihre tägliche Ernährung wichtig sind. lernen anhand von Tabellen den Nährstoffgehalt ausgewählter Lebensmittel kennen. erkennen, dass sie täglich verschiedene Lebensmittel brauchen, um sich ausgewogen zu ernähren. ordnen Lebensmittel den entsprechenden Bereichen im Ernährungskreis oder der Ernährungspyramide zu. lernen, welche Lebensmittel sie nur selten und in kleinen Portionen zu sich nehmen sollten. wissen, welche Lebensmittel reichlich und welche sparsam gegessen werden. setzen verschiedene Sinne gezielt ein, um Lebensmittel kennen zu lernen (Tasten, Sehen, Schmecken). lernen die Vielfalt von Nahrungsmitteln kennen. können erklären, warum Trinken lebenswichtig ist. wissen, welche Getränke als Durstlöscher geeignet sind. Deutsch Die Schülerinnen und Schüler sammeln Informationen, ordnen diese und geben sie zielgerichtet weiter. können erklären, dass abwechslungsreiche Ernährung ihren Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. begründen, warum fett- und zuckerreiche Lebensmittel ungesund sein können. stellen Regeln für eine ausgewogene Ernährung auf. lernen bedeutsame Ernährungsregeln kennen und zählen sie auf. benennen nährstoffreiche und nährstoffarme Lebensmittel. Sport Die Schülerinnen und Schüler erkennen und begründen, warum Bewegung wichtig ist, um fit zu bleiben. lernen die Bedeutung von Bewegung für ihre Gesundheit kennen. beteiligen zielgerichtet an Bewegungsspielen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler beherrschen Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer. erledigen Arbeitsaufträge im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren mit den anderen Kindern angemessen. arbeiten selbstständig oder konstruktiv mit anderen Kindern zusammen.

  • Biologie / Ernährung und Gesundheit / Natur und Umwelt / Sport / Bewegung
  • Primarstufe

Schulprojekt "Mehr bewegen – besser essen"

Unterrichtseinheit

Als Projekttag für Grundschulen konzipiert, steht beim Projekt "Mehr bewegen – besser essen" der Themenkomplex "Ernährung, Bewegung, Verantwortung" im Fokus. Auf diese Weise sollen die Kinder ermuntert und befähigt werden, auf sich selbst, eine vernünftige Ernährung und auch auf die Umwelt zu achten.In der heutigen oft schnelllebigen Gesellschaft ist es wichtig, schon frühzeitig ein Bewusstsein für gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zu schaffen. Fehlen im häuslichen Umfeld die Vorbilder, ist es von großer Bedeutung, Kindern Alternativen aufzuzeigen und sie für eine bewusste Ernährung zu begeistern. Genau hier setzt das Projekt "Mehr bewegen - besser essen" an. Es regt Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse dazu an, sich theoretisch und praktisch mit Ernährung, Essen und dem eigenen Wohlbefinden auseinanderzusetzen. Durch das Erkennen von Zusammenhängen sollen die Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein für gesündere Ernährung entwickeln. Mit Unterstützung von Fachexperten entwickelt In intensiver Zusammenarbeit mit Fachleuten wie Grundschullehrkräften, Expertinnen und Experten des Edeka Ernährungsservice sowie der Naturschutzorganisation WWF (Word Wide Fund For Nature) entwickelte die Edeka Stiftung das Projekt "Mehr bewegen - besser essen" und das damit einhergehende umfassende Maßnahmenpaket zur kindgerechten Wissensvermittlung rund um das Themendreieck Ernährung, Bewegung und Verantwortung. Dieses wird den Kindern durch geschulte Mitarbeiter der Edeka Stiftung und mithilfe verschiedenster Lehrmaterialien auf interaktive Weise nahegebracht. Themenkomplexe Ernährung, Bewegung und Verantwortung Ab acht beziehungsweise neun Jahren lernen Jungen und Mädchen zunehmend die Orientierung in unserer Welt. Das Ich-Bewusstsein wächst und ebenso wachsen die Kompetenzen, sich mit der unmittelbaren Lebensumgebung auch kritisch auseinanderzusetzen. Genau das richtige Alter, um Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen die Themen Ernährung, Bewegung und Verantwortung näherzubringen. So kann das Projekt als Ergänzung oder Türöffner für die entsprechenden Themenkomplexe im Fachunterricht betrachtet werden. Inhalte und Ablauf des Projekttages Der Projekttag "Mehr bewegen - besser essen" gliedert sich in die drei Themenschwerpunkte Ernährung, Bewegung und Verantwortung. Inhalte und Ablauf werden hier vorgestellt. Materialien zur Lernvertiefung und Hintergrundinfos Damit das vermittelte Wissen am Ende eines Projekttages nicht im Klassenraum bleibt, wurde neben einem vertiefenden Arbeitsheft ein interaktives, digitales Lernspiel entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich theoretisch und praktisch mit Ernährung, Essen und dem eigenen Wohlbefinden auseinander. entwickeln durch das Erkennen von Zusammenhängen ein Bewusstsein für gesündere Ernährung. erleben im handlungsorientierten Bewegungsmodul die Freude an der Bewegung. lernen wichtige gesundheitsrelevante Aspekte körperlicher Aktivität kennen. werden dazu angehalten, Sport in ihren Alltag zu integrieren. werden ermuntern, auch für ihre Umwelt ein Stück Verantwortung zu übernehmen. erhalten am Beispiel "Nachhaltige Fischerei" Denkanstöße und werden in ihrer Meinungsbildung gefördert. Selbstverständlich legen die Schulen in Abstimmung mit der EDEKA Stiftung das Datum für ihren Projekttag fest, um ihn möglichst sinnvoll mit dem schulischen Unterricht koordinieren zu können. Ebenso benennen die teilnehmenden Schulen individuell "ihre" Klasse. Auf Wunsch sind auch spezielle inhaltliche Modifizierungen möglich. Interessierte Grundschullehrkräfte können sich jährlich von September bis Februar bewerben . Hintergrund Die EDEKA Stiftung widmet sich seit Jahrzehnten gemeinnützigen Zwecken. Seit ihrer Gründung unterstützt die Stiftung bedürftige Menschen und Einrichtungen mit einmaligen oder auch laufenden Zahlungen. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus Spenden des Edeka-Verbunds und von Dritten. Seit 2008 liegt ein besonderer Schwerpunkt der Stiftungsarbeit auf der Initiative "Aus Liebe zum Nachwuchs" mit den Projekten "Gemüsebeete für Kids" für Vorschulkinder und "Mehr bewegen - besser essen", das sich an Grundschulkinder wendet. Das Projekt "Mehr bewegen - besser essen" ist Teil von "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung". Diese wird getragen durch die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Gesundheit. Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten stärken Im Themenschwerpunkt "Ernährung" geht es darum, das Bewusstsein der Kinder für die eigenen Möglichkeiten zu stärken. Ob ständig genascht oder auch mal zum Apfel gegriffen wird, ob nur Pommes oder auch frisches Gemüse auf den Teller kommen - in diesem Rahmen können Schulkinder Entscheidungen treffen. Das Nachdenken und Philosophieren über "Was tut mir gut" soll deshalb schon früh initiiert und gefördert werden. Praktische Auseinandersetzung mit Lebensmitteln Beim Projekttag "Mehr bewegen - besser essen" spielt die praktische, der kindlichen Erlebniswelt angepasste Auseinandersetzung mit Lebensmitteln und ihrer Erzeugung eine entscheidende Rolle. Gemeinsam kochen und essen, Ernährungstheorie, der Weg der Nahrung durch den Körper und eine Portion Tisch- und Esskultur stehen auf dem abwechslungsreichen Stundenplan zum Thema Ernährung - und machen Appetit auf mehr. Die meisten Kinder bewegen sich zu wenig Kinder bewegt vieles - aber die meisten bewegen sich inzwischen viel zu wenig. Schade, denn Bewegung ist ein angeborenes Grundbedürfnis. Sich mal so richtig auszutoben, dieser Drang steckt wohl in jedem Kind. Doch viel zu häufig bleiben die Jungen und Mädchen stattdessen vor dem PC oder dem Fernseher sitzen. Kinder, die sich nicht genug bewegen, haben Muskel- und Haltungsschwächen. Sie leiden unter Koordinationsstörungen, ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist beeinträchtigt, was zum Beispiel die Orientierung im Raum erschwert. Freude an Bewegung vermitteln Dabei ist bekannt, dass Bewegung Stress abbaut und Einfluss auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten hat. Am Projekttag geht es aber in erster Linie darum, Freude an der Bewegung zu vermitteln. In der aktiven Bewegungseinheit steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund, gleichzeitig werden spielerisch verschiedene motorische Fähigkeiten angesprochen. Zusammen rennen, hüpfen, Einsatz zeigen, den Körper spüren und merken: "Das fühlt sich gut an." Ziel ist es, den Kindern Anregungen und Motivation zu vermitteln, regelmäßig Bewegung ins Spiel zu bringen. Kinder machen sich Gedanken über die Umwelt Kinder machen sich Gedanken über die Welt und haben durchaus ihre eigenen, oft überraschenden Ansichten dazu. Eine repräsentative Umfrage (Quelle: Eltern family, 2010) unter Kindern von neun bis zwölf Jahren kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass 65 Prozent der Schülerinnen und Schüler Angst vor der Zerstörung der Umwelt haben. Aber sie tun auch etwas dagegen in ihrem Alltag. Dieses Interesse und den Tatendrang der Kinder gilt es zu bestärken und zu fördern. Bewusstsein für die Eigenverantwortung fördern Zusammen mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) wurde der Themenschwerpunkt "Verantwortung" entwickelt. Er zielt darauf ab, im altersgemäßen Rahmen das Bewusstsein für die Eigenverantwortung und die wachsende Verantwortung im gesellschaftlichen Kontext zu fördern. Der respektvolle und nachhaltige Umgang mit unserer Umwelt und deren Ressourcen steht dabei im Vordergrund, beispielhaft dargestellt an den Themen "Gefährdung der Meere" und "Nachhaltige Fischerei". Denn ein adäquates und bewusstes Konsumverhalten jedes Einzelnen ist aktiver Umweltschutz für unseren größten Nahrungsmittellieferanten: die Natur. Arbeitsheft Am Projekttag erhält jedes Kind ein Arbeitsheft, in dem die Themen mit unterschiedlichen didaktischen Mitteln aufbereitet und vertieft werden. Ein Heft, das den Selbstlernprozess unterstützt und zugleich den Lehrerinnen und Lehrern Material für den Unterricht zur Verfügung stellt. Immer neue Anstöße sorgen dafür, dass das Thema nie langweilig wird und präsent bleibt. Interaktives Lernspiel und Animationsfilm Um die Freude am Lernen zu fördern und zur wiederholenden Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung anzuregen, stehen in der Mediathek auf der Homepage der EDEKA Stiftung das interaktive Lernspiel "Die Jagd nach dem Feueropal" - eine aufregende Reise durch den menschlichen Körper - sowie ein Animationsfilm für die Schülerinnen und Schüler zum Download bereit. Während der verschiedenen Stationen des Spiels können die Kinder ihre eigenen Themenschwerpunkte setzen und ihr Wissen erweitern, im individuellen Tempo und zu Hause. "Aus Liebe zum Nachwuchs." ist eine Initiative und zugleich Programm für das soziale Engagement der EDEKA Stiftung. Das Projekt "Gemüsebeete für Kids." stattet seit 2008 deutschlandweit Kindertagesstätten (Kitas) und Kindergärten mit modularen Hochbeeten, Erde, Saatgut, Setzlingen und begleitendem Lernmaterial aus. Die Idee dahinter: Wenn schon kleine Kinder ihr eigenes Gemüse großziehen und ernten, verändert das ihre Einstellung zu Lebensmitteln und verbessert nachhaltig ihre Ernährungsgewohnheiten. Die hohe Akzeptanz der Aktion, die Freude der Kinder sowie die großen und kleinen Erfolge haben die Stiftung "Aus Liebe zum Nachwuchs." bewogen, den nächsten, folgerichtigen Schritt zu tun. Mit einem neuen, altersgemäßen Konzept sollen nun Grundschulkinder für eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und die Verantwortung für sich selbst und ihre Umwelt sensibilisiert werden. Für die EDEKA Stiftung eine echte Herzensangelegenheit. Gerade der respektvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen und wertvollen Lebensmitteln kann nicht früh genug geübt werden.

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Gesundheitsreform 2007

Unterrichtseinheit

Die demografische Entwicklung, die hohe Arbeitslosigkeit und die wachsenden medizinischen Möglichkeiten verändern auch die Rahmenbedingungen der Krankenkassen. Eine Gesundheitsreform regelt diese per Gesetz und sorgt nicht nur im Findungsprozess für Diskussionen.Lange Zeit war unklar, ob eine Einigung zustande kommt, denn die Ausgangspositionen von CDU/CSU und SPD waren sehr unterschiedlich: Während die Union eine Gesundheitsprämie forderte, wollte die SPD eine Bürgerversicherung einführen. Nach langen und komplizierten Verhandlungen konnte sich die große Koalition am 5. Oktober 2006 auf eine Kompromisslösung verständigen. Nun ist ein Teil der jüngsten Gesundheitsreform, genauer das "Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung" (GKV-WSG), zum 1. April 2007 in Kraft getreten. Weitere der bereits beschlossenen Neuregelungen werden ab dem 1. Januar 2009 wirksam.Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kernpunkte der Reform und des deutschen Gesundheitssystems kennen lernen. die Entwicklung nachvollziehen und die zentralen Positionen vergleichen können. das Internet als Informations- und Recherchemedium nutzen. Thema Die Gesundheitsreform 2007: Hintergründe und Meinungen Autor Michael Bornkessel Fach Politik, Sozialwissenschaften Zielgruppe Sek I und II, ab Klasse 7 Zeitaufwand je nach Intensität und Schwerpunktsetzung 2-4 Stunden Medien je ein Computer mit Internetnutzung für zwei Schülerinnen und Schüler Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation sowie zu den künftigen Leistungsmodellen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und privaten Krankenversicherung (PKV). Die konkurrierenden Meinungen und Einschätzungen zeigen verschiedene Perspektiven und ermöglichen eine kritische Auseinandersetzung. Das aktuelle Finanzierungsmodell der Krankenversicherung Nicht zuletzt die steigenden Versorgungskosten zeigen die Notwendigkeit einer Reform in der Gesundheitpolitik. Die Versicherungspflicht und die Chancen der GKV Ein Überblick zur künftigen Krankenversicherungsplicht, den neuen Leistungen und Einschränkungen der GKV sowie den neuen Tarifmöglichkeiten. Künftiger "Gesundheitsfond" und Basistarif in der PKV Ab 2009 wird der Gesundheitsfond eingerichtet. Zum gleichen Zeitpunkt treten auch Änderungen in der privaten Krankenversicherung in Kraft. Meinungen und Einschätzungen Die von der Gesundheitsministerin gelobten Veränderungen stoßen nicht auf ungeteilten Beifall und auch die Bevölkerung bleibt vorerst skeptisch. Es war nicht die erste und wird nicht die letzte Veränderung an diesem wichtigen Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems gewesen sein, denn die Finanzierung der Gesundheitskosten steht schon länger auf wackeligen Beinen. Dies verdeutlichen einige Zahlen: Die Ausgaben für Gesundheit beliefen sich im Jahr 2005 auf insgesamt 239,4 Milliarden Euro. Das sind 10,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im Vergleich zu 2004 war das ein Plus von 5,6 Milliarden Euro oder 2,4 Prozent. Die Ausgaben je Einwohner lagen bei stattlichen 2.900 Euro (2004: 2.830 Euro). Dabei war die gesetzliche Krankenversicherung mit einem Anteil von rund 57 Prozent der größte Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben erreichten 135,9 Milliarden Euro und lagen im Jahr 2005 um 3,3 Prozent über denen des Vorjahres. Das Beitragsmodell Den größten Teil dieser Summe finanzieren die Versicherten durch ihre Beiträge und weitere Zuzahlungen, wie für Medikamente oder einen Krankenhausaufenthalt. Derzeit, also bereits nach dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform 2007, liegt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen im Durchschnitt bei 14,7 Prozent des Bruttolohns. Grundsätzlich finanzieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten der Krankenversicherung jeweils zur Hälfte. Allerdings müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seit dem 1. Juli 2005 einen Aufschlag in Höhe von 0,9 Prozent alleine tragen. Damit liegt der Arbeitgeberanteil bei durchschnittlich 6,9 Prozent, der Arbeitnehmeranteil bei 7,8 Prozent des Bruttolohnes. Finanzierungsdefizite und frühere Reformversuche Diese Beitragszahlungen reichten in der Regel nicht aus, um sämtliche Ausgaben im Gesundheitsbereich zu finanzieren. So musste der Staat in der Vergangenheit oft die milliardenschweren Defizite der Krankenkassen stopfen. Daher haben die jeweiligen Bundesregierungen bereits früher zahlreiche Reformmaßnahmen beschlossen. Zuletzt trat im Januar 2004 das "Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung" (GMG) in Kraft, das beispielsweise die Praxisgebühr einführte. Krankenversicherung für alle Zur Zeit sind rund 200.000 Menschen in Deutschland nicht krankenversichert. Ab 2009 wird, erstmals in der deutschen Sozialgeschichte, eine Krankenversicherungspflicht bestehen. Nach dem Wechsel in die PKV gab es bislang keine Möglichkeit, in die GKV zurückzukehren. Ab dem 1. Januar 2009 haben die Bürgerinnen und Bürger die Pflicht und die Möglichkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen, und wer den Versicherungsschutz verloren hat, kann in seine letzte Versicherung zurückkehren. Dies gilt sowohl für die gesetzliche als auch die private Krankenversicherung. Neue Leistungen der GKV... Den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen stehen nun Leistungen zu, welche die Kassen bislang nicht finanzieren mussten. So bezahlen künftig alle Krankenkassen Mutter- oder Vater-Kind-Kuren, wenn sie als medizinisch notwendig verordnet wurden. Zudem werden die Kosten für alle Impfungen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, übernommen. Rehabilitationsmaßnahmen müssen künftig von den Krankenkassen bezahlt werden, zudem unterstützen diese nun eine so genannte "spezialisierte ambulante Palliativversorgung", die es Sterbenden und schwerstkranken Menschen ermöglichen soll, in Würde und mit möglichst wenig Schmerzen zu leben und zu sterben. ... und einige Einschränkungen Die Reform sieht auch Einschränkungen vor, denn die Kosten einer Behandlung, die aufgrund eines medizinisch nicht notwendigen Eingriffs provoziert wurde, etwa durch eine Tätowierung oder ein Piercing, müssen im Wesentlichen selbst getragen werden. Auch kann es teuer werden, wenn man die obligatorischen Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnimmt und später chronisch erkrankt, da die Ärztinnen und Ärzte ab dem 1. Januar 2008 nur noch bei einem "therapiegerechtem Verhalten", hierzu zählt beispielsweise die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, die jährliche Bescheinigung für chronisch Kranke ausstellen dürfen. Diese ist nötig, damit die Krankenkassen die maximale Zuzahlung des Versicherten auf ein Prozent des Einkommens beschränken (Regel: zwei Prozent). Neue Tarifmöglichkeiten Die Gesundheitsreform soll den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Kassen ankurbeln, deshalb hat man ihnen die Möglichkeit gegeben, neue und auf die Bedürfnisse ihrer Versicherten zugeschnittene Tarife einzuführen. Beispielsweise können die Krankenkassen nun sogenannte Selbstbehalt- oder Kostenerstattungstarife anbieten. Die Reform erlaubt auch eine Prämienzahlung, wenn die Versicherten keine Leistungen in Anspruch nehmen. Allerdings dürfen diese Bonuszahlungen maximal 600 Euro betragen. Der neue Finanzierungspool Die bedeutendste Änderung wird erst im Jahr 2009 in Kraft treten. Zum 1. Januar wird der so genannte Gesundheitsfond eingerichtet. In ihn werden dann die Beiträge der Arbeitgeber und der Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sowie die zusätzlich notwendigen Steuermittel einfließen. Apropos Steuergelder: Die Krankenkassen sollen in 2007 und 2008 einen deutlich geringeren Steuer-Zuschuss erhalten, nämlich nur noch 2,5 Milliarden Euro statt 4,2 Milliarden Euro in 2006. Sobald der Gesundheitsfonds 2009 eingerichtet ist, sollen zunächst vier Milliarden Euro fließen, dann soll der Bundeszuschuss um jeweils 1,5 Milliarden Euro bis zu einer Obergrenze von 14 Milliarden Euro steigen. Versicherungsfremde Leistungen Diese Steuermittel sind für so genannte versicherungsfremde Leistungen der Kassen vorgesehen, wie das Mutterschaftsgeld, verschiedene Leistungen während der Schwangerschaft sowie Krankengeld bei der Betreuung eines kranken Kindes. Für diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben sollen nicht mehr alleine die Beitragszahler aufkommen, diesbezügliche Steuererhöhungen hat die Bundesregierung für diese Legislaturperiode ausdrücklich ausgeschlossen. Der Verteilungsmodus Aus diesem großen Topf erhält jede Krankenkasse für jede Versicherte einen Pauschalbetrag sowie ergänzende Zu- und Abschläge, die vom Alter, Geschlecht und Krankheitheitsbild abhängig sind. Wenn eine Kasse gut gewirtschaftet und am Jahresende einen Überschuss erzielt hat, kann sie ihren Versicherten einen Teil des Beitrages zurückerstatten. Sollte sich die Kasse aber verkalkuliert haben und die Mittel aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichen, dann muss sie einen zusätzlichen Beitrag erheben. Allerdings darf dieser Zusatzbeitrag ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens nicht übersteigen. Diese so genannte Härtefallregelung greift aber erst, wenn sich der Zusatzbeitrag auf mehr als acht Euro beläuft. Ein einheitlicher Beitragssatz Ab dem 1. Januar 2009 gilt für alle gesetzlich Krankenversicherten auch der gleiche Beitragssatz. Wie hoch er sein wird, wird die Bundesregierung bis zum 1. November 2008 gesetzlich festlegen. Dabei muss gewährleistet sein, dass die durchschnittlichen Ausgaben der Krankenkassen vollständig gedeckt sind. Der Beitragssatz wird angepasst, wenn die Ausgaben der Kassen nicht mindestens zu 95 Prozent aus dem Gesundheitsfonds (inklusive Steuerzuschüsse) getragen werden. Die Reform betrifft nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen, auch bei den privaten gibt es eine wichtige Neuerung: Ab dem 1. Januar 2009 müssen sie einen so genannten Basistarif anbieten, dessen Beitragssatz sich nur nach Alter und Geschlecht der Versicherten richten darf. Die privaten Krankenkassen dürfen hierbei niemanden ablehnen und auch keine Zuschläge, etwa für chronisch Kranke, erheben. Der monatliche Beitrag darf im Basistarif 500 Euro nicht überschreiten und muss dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Dieses Angebot ist vor allem für ehemalige Privatversicherte gedacht, die ihren Versicherungsschutz verloren haben. Bereits ab dem 1. Juli 2007 müssen die privaten Krankenkassen als Übergangslösung einen Standardtarif anbieten, für den die gleichen Bedingungen gelten. Eine "neue Ära in der Sozialgesetzgebung" Für Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bricht mit der Gesundheitsreform eine "neue Ära in der Sozialgesetzgebung" an, da sie im Gesundheitssystem mehr bewege als jede Reform zuvor. Die Veränderungen in den Strukturen, in der Organisation und in der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie die Modifikationen in der privaten Krankenversicherung werden zu einem bisher nicht gekannten Wettstreit zugunsten der Patientinnen und Patienten führen. Neue Möglichkeiten Frau Schmidt hebt besonders hervor, dass diejenigen, die den Schutz ihrer Krankenversicherung verloren haben, wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus würden die Patientinnen und Patienten von den neuen Leistungen profitieren und der medizinische Dienst könnte sein Budget sicherer kalkulieren, denn das Risiko einer zunehmenden Behandlungsbedürftigkeit trage in Zukunft die Krankenkassen. Der Gesundheitsfonds sorge dafür, dass die Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse gleich behandelt werden. Jeder Mensch sei für die Versicherung gleich wertvoll, egal wo er lebt, wie alt oder wie krank er ist. Der Fonds sorge präzise für einen Ausgleich dieser Risiken und die Kassen könnten sich darauf konzentrieren, die beste Versorgung ihrer Kunden zu gewährleisten. Die Krankenkassen sind allerdings gar nicht zufrieden: In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen kritisieren sie, dass durch die Gesundheitsreform die anstehenden Probleme in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gelöst, sondern neue geschaffen würden. Insbesondere mit dem im Jahr 2009 geplanten Gesundheitsfonds und dem Einheitsbeitragssatz mit Zusatzprämie würden viele neue Probleme geschaffen, die in der geplanten Form erhebliche Gefahren für die Finanzierungs- und Versorgungssicherheit mit sich bringen würden. Der DGB beanstandet, dass es nicht gelungen sei, das Grundproblem der gesetzlichen Krankenversicherung in den Griff zu bekommen, denn die Einnahmeausfälle durch die hohe Arbeitslosigkeit und den Rückgang der sozialversicherten Beschäftigung werde durch die Reform nicht gestoppt. Im Gegenteil: Die Reform werde die finanzielle Krise der GKV noch verschärfen, wenn der Gesundheitsfonds die Kosten nicht auf Dauer decken wird. Diese Lücke belaste allein die Versicherten. Die Bundesärztekammer warnt davor, dass die Bundesregierung ihr Hauptziel, nämlich dauerhaft sichere Finanzgrundlagen zu schaffen, deutlich verfehlt habe. Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, der Präsident der Bundesärztekammer, sagte zur Eröffnung des 110. Deutschen Ärztetages in Münster, dass durch die Finanzierung des Gesundheitsfonds kein zusätzlicher Euro in das System fließe: "Die begrenzten Mittel werden lediglich neu verteilt", kritisierte Hoppe. "Das ist keine vorausschauende Gesundheitspolitik. Das ist im Grunde eine Bankrotterklärung." Die Ärztinnen und Ärzte seien nicht länger bereit, die Unterfinanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung durch unbezahlte Arbeit zu kompensieren. Auch die deutsche Bevölkerung scheint skeptisch zu sein: Bei einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) gaben 78 Prozent der Befragten an, sie glauben, dass die beschlossene Gesundheitsreform bis spätestens 2009 nachgebessert werden müsse. Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA, sagte: "Die politische Halbwertszeit der Gesundheitsreform scheint in der Tat kurz zu sein." Die Bürgerinnen und Bürger trauen einer Gesundheitsreform, die keine strukturellen Reformen anpackt, wenig zu. So müsse man sich wohl darauf einstellen, "dass der Nachbesserungsbedarf zum Dauerzustand in der Gesundheitspolitik wird".

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II