Unterrichtsmaterialien zum Thema "Bildbearbeitung"

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84 Treffer zu "Bildbearbeitung"
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Fehlfarben und Fehldrucke: Experimentierfeld Drucker

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zeigt unterschiedliche Ansätze, den Drucker als gestalterisches Element in den künstlerischen Prozess experimentell einzubeziehen.Wer kennt sie nicht, die ausgemusterten Drucker, die zu schade zum Wegwerfen (irgendwie funktionieren sie ja doch noch), aber zu unpräzise zum Einsetzen sind (so gut ist das Druckbild dann auch wieder nicht). Oft fristen sie ihr Dasein in kleinen Kammern, bis ihre größer werdende Zahl eine Entsorgung unabdingbar macht. Im Seminar "Fotografie und Inszenierung" an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg untersuchten Studierende unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten "in die Jahre gekommener" Drucker. Der Drucker diente dabei nicht als reproduzierendes Ausgabemedium im konventionellen Sinne. Er rückte vielmehr produktiv in den Mittelpunkt der Gestaltung.Ziel der Druckerexperimente ist, generelle Erwartungen an Funktionsweisen von Medien und ästhetischen Standards zu hinterfragen und zu reflektieren. Eigentlich gewohnte Arbeitsweisen sollen im künstlerischen Prozess aufgebrochen und ungewöhnliche Strategien entwickelt werden. Nicht Akzeptanz ist gefragt, sondern Intervention. Möglicherweise versuchen gerade jüngere Kinder ganz intuitiv und stärker als Erwachsene die Grenzen der technischen Medien zu überschreiten, weil sie (noch) keinen Respekt vor dem Medium haben. So konnte zum Beispiel bei einem am Computer malenden Kind beobachtet werden, dass es der starren Menüführung und Bildschirmaufteilung scheinbar individuelle und chaotisch verlaufende Kreiskritzel entgegensetzte. Mögliche Vorgehensweisen Auf dieser Seite werden einige Möglichkeiten zur Erstellung von Fehldrucken und Fehlfarben vorgestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler werden offen für experimentelle Herangehensweisen. lassen sich auf unerwartete und zufällige Prozesse ein. lernen, die Kontrolle im bildnerischen Prozess abgeben zu können. thematisieren Stereotype, Klischees und Denkmuster erkennen und sie im gestalterischen Prozess (Beispiel: Drucker müssen sauber, schnell, exakt und so "neutral" wie möglich das Bildschirmbild wiedergeben. Der Drucker darf keine eigene Handschrift erkennen lassen.). erkennen die Struktur und Systematik von Bildstörungen und technische Fehlfunktionen als Basis für künstlerische Prozesse und entwickeln sie weiter. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erhalten vertiefende Einblicke in die Hard- und Software des Druckers und verschiedener Druckmaterialien (Schnittstelle/Interface: Digitalkamera, Computer, Drucker). können durch das Zusammenführen und Gegenüberstellen mindestens zweier Medien die jeweiligen medialen Charakteristika erarbeiten und vergleichend herausstellen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können sich gegenseitig Hilfestellungen geben, da manche Arbeitsprozesse nur zu zweit ausgeführt werden. Boysen-Stern- und Cross-Over-Verfahren Gerade die "Fremdheit", die von der genuin "nicht-kunstpädagogisch" beziehungsweise "nicht-künstlerisch" angelegten Hard- und Software ausgeht, hat bereits zu wichtigen und impulsgebenden Perspektiven in der Kunstpädagogik und der Kunst geführt. Hierzu zählt zum Beispiel die bewusst "falsche" Bedienung der Geräte, was von Boysen-Stern als kreatives "Gegen-den-Strich-Bürsten" bezeichnet wird. Auch Cross-Over-Verfahren, bei denen zwischen analogen und digitalen Verfahren hin und her "geswitcht" wird oder programmierbare Elemente in Form von Objekten haptisch und akustisch greifbar gemacht werden zählen hierzu. Irritationsästhetik Die sogenannte "Irritationsästhetik" eröffnet viele Ansätze, "dysfunktional" in die technischen Strukturen einzugreifen und "Bildstörungen" hervorzurufen. Vom Drucker wird im Allgemeinen erwartet, dass er einen Druckbefehl vorschriftsmäßig ausführt. Er gilt als ein Gerät, das die individuelle Handschrift (sofern diese beim Gestalten am Computer überhaupt zum Vorschein kommen kann und darf), vollständig nivelliert. Nach einer frühen Auffassung von Herbert W. Franke sind alle Ausgabegeräte vom Computer abhängig, denn sie sind ihm "als der steuernden Instanz untergeordnet". Der Computerausdruck sollte mithin das Bildschirmbild direkt widerspiegeln. Ausgangspunkt: Fotografische Arbeiten Als Ausgangspunkt für den experimentellen Einsatz des Druckers dienen fotografische Arbeiten (unter anderem Fotogramme, digitale Fotografien). Dabei wird das Druckgerät, das als so genannte "letzte Instanz" eines technischen Vorgangs normalerweise nicht mehr angehalten wird, zum Teil extrem in seinen "natürlichen" Abläufen gestört. Erste Möglickeit: "Verschmieren" Beim Einsatz von verschiedenen, eigentlich nicht zum drucken geeigneten Folien wird das an den Drucker ausgegebene Bild dergestalt "verschmiert", dass Monitorbild und Bildschirmbild völlig unterschiedlich sind. Der Drucker wird dabei derart eingesetzt, dass nur in etwa - im Sinne des gelenkten Zufalls - gesteuert werden kann, wie und was gedruckt wird. Das streng Lineare der ursprünglich konzipierten Fotogrammserie wird aufgelöst und ineinander verwoben. Während man solche Verzerrungen und "Schlieren" auch am Computer mit einer speziellen Software simulieren kann, wie dies beispielsweise der Berliner Künstler Marc Brandenburg bei seinen Fotografien durchführt, sind die vom Drucker verursachten Schlieren einmalig und nicht wiederholbar. Als Ergebnis erhält man Unikate (Abb. 1, Platzhalter bitte anklicken). Zweite Möglichkeit: "Übereinander drucken" Bei diesen Beispielen werden in einer strengen Abfolge unterschiedliche Zahlen im Druckmenü eingegeben und das Papier (zum Teil mit der beschrifteten Rückseite) wiederholt in den Drucker eingelegt und bedruckt. Die ursprünglich linear konzipierte Fotogrammreihe wird immer wieder um einen bestimmten Betrag versetzt übereinander gedruckt, wobei das Papier an den häufig bedruckten Stellen zu reißendrohen kann. Im Druck überlagern sich die Muster und bekommen beinahe konstruktivistische Züge. Bei Eingabe der gleichen Zahlen im Druckmenü, kann man immer wieder das gleiche Bild erhalten (siehe Abb. 2). Dritte Möglichkeit: Unschärfe Eine Fotosequenz in Anlehnung an die Arbeiten von Anna und Bernhard Blume - vor allem in Bezug auf die Werke mit Unschärfen - wurde zunächst digital bearbeitet und schließlich ausgedruckt. Um die Unschärfe noch zu erhöhen, wurde das Papier während des Ausdruckens zeitweise einfach mit den Händen festgehalten, so dass es zu nicht vorhersehbaren farblichen Überlagerungen und Dopplungen beim Drucken kam. Die Ergebnisse sind Unikate (siehe Abb. 3). Vierte Möglichkeit: Stilleben In dieser Arbeit ist der Drucker Teil eines modernen Medien-Stilllebens, das bei genauerer Betrachtung allerdings gar nicht so still ist, denn das Druckerpapier, das normalerweise sehr gerichtet den Drucker verlässt, entwickelt ein geisterhaftes Eigenleben. Der Drucker spuckt das Papier nicht aus. Es spukt vielmehr. Erreicht werden diese Fotosequenzen mit Langzeitbelichtung und einem gut eingespielten Team: Während eine Person die Papiere gezielt in die aufgebaute Szenerie wirft muss eine andere im selben Augenblick mit der Kamera aufnehmen. In diesem Beispiel wurden die einzelnen Fotografien zu einer Art Stummfilm zusammenmontiert, mit Musik unterlegt und mit Schrifttafeln versehen (siehe Abb. 4). Weitere Möglichkeiten An den hin und her fahrenden Druckkopf können andere Malwerkzeuge wie Pinsel oder Filzstifte befestigt werden oder aber das kinetische Potential des Druckkopfes wird als eine Art Motor genutzt, der eine weitere Maschinerie in Bewegung und Schwingung versetzt. Gefaltete, zerrissene und zerknüllte Papiere oder aber Emulsionen, die auf das zu bedruckende Papier oder anders geartete Trägermaterialien aufgetragen werden, können zu kaum vorhersehbaren Ergebnissen führen. Bertram Bartl Kreativer Umgang mit Peripheriegeräten des PCs. Kunst und Unterricht, Heft 262, Seite 11 bis 12. Hans-Jürgen Boysen-Stern Tinguely - digital gewandelt. Kunst und Unterricht Heft 262, Seite 31. Sara Burkhardt Netz, Kunst, Unterricht. Künstlerische Strategien im Netz und kunstpädagogisches Handeln. München (kopaed) 2007. Karin Guminski Kunst am Computer. Ästhetik, Bildtheorie und Praxis des Computerbildes. Berlin (Reimer) 2002. Johannes Kirschenmann Irritationsästhetik in der Medienbildung. Kunst und Unterricht, Heft 257/2001, Seite 38 bis 43. Anja Mohr Videogestützte Beobachtungen bildnerisch-ästhetischer Prozesse. Die Entstehung einer Kritzelzeichnung am Computer. In: Georg Peez (Hg.) Fallforschung in der Kunstpädagogik. Ein Handbuch qualitativer Empirie für Studium, Praktikum und Unterricht. Baltmannsweiler (Schneider) 2007, Seite 131 bis 141. Daniela Reimann Ästhetisch-informatische Medienbildung mit Kindern und Jugendlichen. Grundlagen, Szenarien und Empfehlungen für Gestaltungsprozesse in Mixed Reality-Lernräumen. Oberhausen: Athena, 2006. Daniel Völzke Die Nacht aus Blei. Monopol Nr. 11/2008, Seite 44 bis 56.

  • Kunst
  • Sekundarstufe I

Crossing the Cultural Divide - Learning together

Unterrichtseinheit

Grundschulkinder erstellen mit dem Computer englische Texte, malen Bilder, lernen Gedichte und Reime kennen: All das geschieht im Rahmen einer deutsch-britischen Schulpartnerschaft.Akteure dieses binationalen Schulprojektes sind die Osningschule in Bielefeld und die britische Lent Rise School. Nach dem Prinzip: ?Nutzen, was da ist? wird die Partnerschaft in den laufenden Englischunterricht integriert und so anhand authentischer Texte von Muttersprachlern Lernen ermöglicht. Auch in anderen Fächern lässt sich mithilfe der Partnerschule das Lernen lebendig gestalten und der Einsatz der Medien spielerisch erleben.Kinder der zweiten Klassen in England und der vierten Klassen in Deutschland (zweites Lernjahr Englisch) kommunizieren schriftlich miteinander. Die englischen Kinder können einfache Texte aus bis zu fünf Sätzen erstellen, zum Beispiel über eine Geschichte über eine Prinzessin und einen Drachen. Solche Texte verstehen deutsche Grundschüler im zweiten Lernjahr Englisch. So können die Kinder mit authentischem Material lernen und sind darüber hinaus in der Lage, einfache kurze Sätze aus geübtem Wortmaterial selbst zu formulieren. Mögliche Themen und Unterrichtsbeispiele In deutschen Lehrplänen ist authentisches Lernen erwünscht. Diese Unterrichtsideen geben Anregungen für die Umsetzung in die Praxis. Projektbeschreibung: ?Brown Bear? Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen gestalten das Bilderbuch von Eric Carle "Brown Bear" mit dem Multimedia-Programm ANI...PAINT?. Fachbezogene Lernziele Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Kommunikation mit ihren englischen Mitschülern Zugang zur englischen Sprache finden. mithilfe der Materialien der Native Speaker Englisch lernen. kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen und verstehen. Gedichte und Reime kennen lernen und eigene Fortsetzungen schreiben. Ziele im Bereich der Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen eine E-Mail zu schreiben und zu verschicken. die Multimedia-Software ANI...PAINT? kennen lernen. lernen, ihre Geschichten mit Sprache und Musik zu vertonen. Bilder und kurze Filme erstellen, die den Text untermalen. die eigene Schulhomepage und die der Partnerschule kennen lernen. Bettina Zeidler ist Bildungsberaterin und -managerin und arbeitet mit ihrem Unternehmen "kommweit- kommunikation und weiterbildung" für öffentliche Organisationen, Unternehmen und Schulen. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich, ihre Schule und ihre Stadt vor. beschreiben ihren Schulalltag und Aktivitäten ihres Schullebens. geben Informationen zu Unterrichtsinhalten. bearbeiten gemeinsame Themen oder Bücher. Sie erzählen beispielsweise Geschichten weiter, schreiben Gedanken auf und malen Bilder. tauschen Unterrichtsergebnisse wie beispielsweise Gedichte und Rollenspiele untereinander aus. Englisch- und Sachunterricht Englische und deutsche Kinder lesen das gleiche Buch und tauschen sich darüber aus (zum Beispiel englische Kinderbücher von Eric Carle: "Brown Bear" und "Draw Me a Star"). Die erstellten Texte und Bilder tauschen sie untereinander per E-Mail oder über ihre eigenen Websites aus. Da im Englischunterricht der Primarstufe die gesprochene Sprache im Vordergrund steht, kann das Projekt idealerweise durch den Einsatz von Voice-Mails bereichert werden. Diese elektronische Mitteilung in Form einer Sprachaufnahme wird als Audiodatei im Anhang einer E-Mail verschickt. Der herkömmlich schriftlastige Unterricht des frühen Fremdsprachenlernens wird hin zum Mündlichen verlagert. Im Sachunterricht lernen die Kinder Stadt und Umgebung ihrer englischen Parntnerschule kennen. Beispielaufgaben für den Englischunterricht Die Schülerinnen und Schüler verändern Texte. erstellen Zeichnungen. entwickeln Geschichten weiter. erstellen Lückentexte, Puzzles oder ein Quiz. singen englische Lieder und schreiben eigene Strophen. inszenieren Rollenspiele. erstellen eine multimediale Produktion (zum Beispiel mit der Software ANI...PAINT™). Beispielaufgaben für den Sachunterricht Die Schülerinnen und Schüler bestimmen anhand von Landkarten, wo ihre Partnerschule liegt. erkunden die geographische Lage der Partnerschule. ermitteln die Größe der Stadt. finden heraus, ob es Besonderheiten in der Stadt oder Umgebung, beispielsweise berühmte Persönlichkeiten, Gebäude, Museen, Tierparks oder reizvolle Landschaften gibt. Für die Praxis Für einen reibungslosen Ablauf des Projektes ist es von Vorteil, folgende Punkte zu beachten: Planen Sie nur überschaubare Projekte und gehen in kleinen Schritten voran. Stimmen Sie die Auswahl der Themen mit den Lehrplaninhalten für den Englischunterricht ab, um das Projekt problemlos in den laufenden Unterricht integrieren zu können. Sichten Sie regelmäßig die Schulhomepage der primary school, um die Partnerschule und ihre Arbeit näher kennen zu lernen. Der persönliche Kontakt ist wichtig. Schaffen Sie Verbindlichkeit, indem Sie sich beispielsweise regelmäßig mit Ihrer englischen Kollegin oder Ihrem englischen Kollegen per E-Mail austauschen. Im zweiten Schulhalbjahr 2003/04 befinden sich neun Kinder aus fünf Klassen in einer jahrgangsübergreifenden PC-Arbeitsgemeinschaft. Die Dritt- und Viertklässler treffen sich wöchentlich für zwei Schulstunden. An acht Rechnern arbeiten die sechs Jungen und drei Mädchen allein oder mit Partnern so selbstständig wie möglich. Seit dem Schuljahr 2003/04 wird ab der dritten Klasse Englischunterricht erteilt. Die Begegnung mit authentischem Material hat einen hohen Stellenwert. Daher gehört das Erzählen von Geschichten ("storytelling"), zum festen Bestandteil des Lehrplans. Das Buch "Brown Bear, Brown Bear, What Do You See?" behandelt die Themen "colours" and "animals" und ist aufgrund der sehr einfachen Wortwahl für den Anfangsunterricht gut geeignet. Um das Verständnis abzusichern ist ein Transfer sinnvoll. Die Aufgabenstellung dieses Projektes war die eigene Umsetzung und Gestaltung des Themas. Die Kinder konnten sowohl Tiere des Buches mit ANI...PAINT? nachbilden als auch eigene Tiere hinzu erfinden. Anfang und Schluss wurden in Anlehnung an das Buch von den Kindern erarbeitet. Insgesamt war die größtmögliche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Entstehungsprozess ein wichtiges Lernziel. Einstieg in das Projekt Die Kinder hatten Freude, in der Erprobungsphase die verschiedenen Möglichkeiten des Programms ANI...PAINT? zu entdecken. Sie arbeiteten stets motiviert und kreativ. Nach der Vorstellung der Textvorlage entstanden mehrere Einzelprojekte, die zum größten Teil in Partnerarbeit weiterentwickelt wurden. Viele Tiermotive wurden nach einer Zwischensichtung der Ergebnisse auch von anderen Kleingruppen übernommen, so dass sich mehrere Motive wiederholten. Gestaltung und Präsentation Die Tonaufnahmen erfolgten in Partnerarbeit und ersetzten die Computerstimme. Bei der Auswahl der Szenen, die in das Gesamtprojekt übernommen werden sollten, musste jedes Kind vertreten sein, ansonsten entschieden sich die Schülerinnen und Schüler für die wirkungsvollere Gestaltung. Mehrere Male wurde das Endprodukt begutachtet, Ideen für den Anfang und den Schluss gesammelt. Die Verbesserungsvorschläge fügten die Kinder selbstständig ein. Die Präsentation des Projekts vor einer dritten Klasse machte den Kindern viel Freude. Sie regte die Zuschauer zur eigenen Fortsetzung an, so dass nach dem bekannten Gestaltungsprinzip noch einige farbige Tiere auf Englisch genannt wurden. Kinder können mit der Multimedia-Software ihre erfundenen Geschichten mit Sprache und Musik vertonen und mit Bildern und kurzen Filmen untermalen. Das Programm ANI...PAINT? 3.0 kann in drei Sprachen genutzt werden: Deutsch, Französisch und Italienisch. ANI...PAINT? ist ein Programm, mit dem Kinder schnell selbstständig umgehen können. Aus der Fülle der Möglichkeiten wählten wir nur wenige aus, um den Arbeitsaufwand gering zu halten und um das Endprodukt nicht zu überfrachten. Das ANI...PAINT?-Projekt der Osningschule eignet sich zur Präsentation vor anderen Klassen, die das Buch "Brown Bear" kennen gelernt haben. Titel ANI...PAINT? (hergeleitet von ANImated PAINTing) Herausgeber Medienwerkstatt Mühlacker Technische Voraussetzungen Macintosh: Mac OS X ab Version 10.2, 256 MB RAM, 40-100 MB Festplattenplatz, CD-ROM Laufwerk Windows: Windows 98, ME, 2000, XP Min. 256 MB-RAM, Bildschirm mindestens 800*600 Pixel, DirectX-kompatible Soundkarte, 40-100 MB Festplattenspeicherplatz Preise Einzellizenz-CD: 49 € Einklassenlizenz: 75 € Schulartlizenz (die Klassen und Lehrkräfte einer Grund- oder Förderschule): 129 € Schulhauslizenz (alle Klassenstufen, Computerräume einer verbundenen Schule, zum Beispiel Grund- und Hauptschule in einer Verwaltungseinheit): 260 € Bettina Zeidler ist Bildungsberaterin und -managerin und arbeitet mit ihrem Unternehmen "kommweit- kommunikation und weiterbildung" für öffentliche Organisationen, Unternehmen und Schulen.

  • Englisch
  • Primarstufe, Sekundarstufe II

A la recherche d'un appartement

Unterrichtseinheit

In dieser Einheit unterstützen die Schülerinnen und Schüler die Familie Rigot aus Paris bei der Suche nach einer neuen Wohnung. Sie recherchieren im Internet nach geeigneten Wohnungen für die Familie und begründen ihre Empfehlung in Form eines Kurzvortrags.Da die Wohnungssuche in einer Großstadt wie Paris schwierig ist, kann die Familie Hilfe gut gebrauchen. Um so mehr, da Monsieur et Madame Rigot berufstätig sind. In welches Arrondissement sollen sie ziehen? Wie groß darf die Wohnung sein, damit sie noch bezahlbar bleibt? Schülerinnen und Schüler helfen der Familie bei der Recherche und begründen ihre Wohnungsempfehlung in Form eines Kurzvortrags. Lehrwerksanbindung Das Lehrwerk Découvertes aus dem Klett Verlag beginnt mit dem Umzug der Familie Rigot nach Paris in die Rue Daguerre. Nach einem bis zwei Lernjahren ist ein Blick zurück auf die erste Lektion des Lehrbuches reizvoll. Die Familie Rigot will nämlich wieder umziehen. Schülerinnen und Schüler können ab dem zweiten Lernjahr erfolgreich als "Wohnungsvermittler" tätig werden. Notwendig sind Vorkenntnisse im Umgang mit dem PC und einer Suchmaschine sowie das Verwalten von Dokumenten auf dem Schulserver. Die Unterrichtseinheit richtet sich an Klassen der Mittelstufe ab dem 2. Lernjahr, also in der Regel ab der Klasse 8 (2. Halbjahr). Herangehensweise Einstiegstext und Recherche Nach der Erarbeitung eines Einstiegstextes über die Familie Rigot arbeitet die Lerngruppe in arbeitsgleicher Gruppenarbeit (bei ausreichender Anzahl an PCs ist Partnerarbeit zu empfehlen). Alle haben die gleiche Aufgabe und die gleichen Materialien: ein Arbeitsblatt, auf dem die verschiedenen Wohnungsangebote eingetragen werden. Ergebnispräsentation Die Unterrichtseinheit mündet in eine Präsentationsrunde, in der alle Arbeitsgruppen die von ihnen gefundene bezahlbare Lieblingswohnung präsentieren. Diskussion Abschließend ist die Simulation einer Diskussionsrunde sinnvoll, die als Rollenspiel angelegt werden kann: Die Familie Rigot trifft sich und wählt aus den angebotenen Wohnungen eine aus, die möglichst allen gefällt. Hierzu müssen alle gut bei den Präsentationen aufpassen, damit wirklich das beste Wohnungsangebot ausgewählt wird. Landeskunde Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Paris in 20 Arrondissements unterteilt ist. Diese Verwaltungsstruktur ist an sich nicht sonderlich interessant, ist aber dann von Bedeutung, wenn sie mit Inhalt gefüllt wird, indem die Lernenden erarbeiten, welche Sehenswürdigkeiten und welche sozialen Strukturen in den einzelnen Arrondissements zu finden sind. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse wird die moderne Multikulturalität der Großstadt Paris deutlich. Der sprachlich-kommunikative Aspekt Basiswortschatz "Wohnen" Das Fachvokabular rund um das Thema "Wohnen" wird wiederholt und vertieft. Aus den Anfangslektionen ihrer unterschiedlichen Lehrwerke kennen alle Lernenden sicher die Namen der Zimmer sowie die Bezeichnungen für verschiedene Straßenformen (chemin, rue, boulevard, allée et cetera). Die Redemittel, die notwendig sind, um die Wohnungsangebote im Internet zu finden und auszuwerten, sind auf dem Arbeitsblatt 02 zusammengestellt. Wortfeldarbeit Dieses Basiswissen wiederholend und vertiefend erweitert die Unterrichtseinheit die sprachlich-kommunikative Kompetenz der Lernenden in die folgenden Richtungen: Sie lernen die Bezeichnungen für unterschiedliche Wohnungsausstattungen, Wohnungstypen und Mietpreise in den Wohnungsbeschreibungen kennen. Sie erarbeiten die Adjektive, die zur Beschreibung von Vorzügen der Wohnungen benutzt werden. Sie erlernen und vertiefen die lexikalischen Mittel, um eine Diskussion führen zu können. Insbesondere die neu zu lernenden Adjektive haben eine hohe Kommunikationsrelevanz. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Paris in 20 Arrondissements unterteilt ist. lernen die verschiedenen Arrondissements von Paris zu unterscheiden, indem sie deren Besonderheiten erarbeiten. lernen, welche Arrondissements hinsichtlich der Mieten teuer und welche relativ günstig sind. wiederholen und vertiefen das Fachvokabular rund um das Thema "Wohnen". Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Umgang mit einer französischsprachigen Internetseite, indem sie Immobilienangebote recherchieren, vergleichen und bewerten. üben das Speichern und Verwalten von Fotos. üben das Präsentieren von Fotos mit Beamer vor einer Klasse.

  • Französisch
  • Sekundarstufe I

Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zu Plenzdorfs Roman "Die neuen Leiden des jungen W." ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ab Klasse 10 inhaltliche, mediale und historische Zugänge zur DDR-Vergangenheit.40 Jahre DDR-Geschichte sind auch 40 Jahre Geschichte Deutschlands und deutscher Kultur und Literatur. Jeder Einblick in die deutsche Nachkriegsliteratur wäre ohne einen Blick auf die DDR-Literatur unvollständig. Der Roman ermöglicht Lernenden ab Klasse 10 inhaltliche, mediale und historische Zugänge zur DDR-Vergangenheit. Am Ende der Suche nach einem geeigneten Text, der die Schülerinnen und Schüler von heute anspricht, ist Ulrich Plenzdorfs "Die neuen Leiden des jungen W." eine gute Wahl. Zum einen lässt sich der Text sehr gut mit der Behandlung von Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" verknüpfen, zum anderen spricht die Problematik junge Leute, die in jedem Jahrhundert ihre eigene Sturm und Drang-Zeit erleben, nach wie vor in ihrer existenziellen Situation an.Die Stundenthemen werden mithilfe von Computer und Internet erarbeitet. Arbeitsblätter (zur Arbeit am Computer oder zum Vervielfältigen) und Lösungsvorschläge sind an den entsprechenden Stellen eingefügt. Da der Text der Erzählung nicht im Internet zugänglich ist, nehmen die Seitenzahlen in der Unterrichtseinheit Bezug auf die Taschenbuchausgabe des Suhrkamp-Verlages. Ablauf der Unterrichtseinheit Die Module der Unterrichtseinheit können Sie nacheinander einsetzen oder punktuell in Ihren Unterricht einbauen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler fassen eine Ganzschrift lesen und deren Inhalt kurz zusammen. charakterisieren die literarischen Figuren. analysieren die im Roman verwendete Sprache und ihre Wirkung auf die Lesenden. bearbeiten selbstständig (im Team) ein gewähltes Thema textnah und zugleich kreativ. betrachten Plenzdorfs Werk im Vergleich zu Goethes Werther. verstehen historische Aspekte des Romans und arbeiten sie eventuell in Kooperation mit dem Geschichtsunterricht auf. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erhalten Arbeitsaufträge in einem Textverarbeitungsprogramm und bearbeiten sie. suchen und finden Informationen mithilfe von angegebenen und selbst zu recherchierenden Websites. bearbeiten eventuell in Kooperation mit dem Kunstunterricht digitale Fotos und stellen Schattenschnitte her. Dem Inhalt und dem Aufbau des Romans nähern sich die Schülerinnen und Schüler zum Einstieg in die Unterrichtseinheit anhand von Inhaltsangaben an. Exemplarische Inhaltsangabe "In den "Neuen Leiden" erzählt Plenzdorf die Geschichte vom siebzehnjährigen Edgar Wibeau, der seine Ausbildung abbricht, seine vielbeschäftigte Mutter verlässt und sich in eine Gartenlaube zurückzieht. Er nimmt eine Beziehung zur Verlobten eines strebsamen Zeitgenossen auf, mag sich in kein Arbeitskollektiv fügen und geht schließlich, nach rastlos erfinderischer Tätigkeit, in seiner Laube "über den Jordan"." Quelle: Das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Alternative Aufgabenstellungen zum Text Inhalt Zu Beginn jeder Lektürebehandlung muss der Inhalt des Textes möglichst genau bekannt sein. Für die inhaltliche Erschließung bieten sich zwei gegenläufige Verfahren an, von denen eines realisiert wird. Inhaltswiedergabe Die eigenen Formulierungsversuche werden vorgelesen, verglichen und schließlich zu der Inhaltsangabe des KLG (siehe oben) in Beziehung gesetzt. Aufgabe: Geben Sie in zwei bis drei Sätzen den Inhalt von Plenzdorfs Werk wieder! Vergleich von Inhaltsangaben Aufgabe mit dem Textblatt nleiden_ab1.rtf oder im Internet: Vergleichen Sie die abgedruckten Inhaltsangaben und geben Sie eine kritische Bewertung darüber ab, welcher Text den Inhalt der Erzählung am besten wiedergibt! Aufbau Nach dieser schülerzentrierten Arbeitsphase wird im gemeinsamen Gespräch der Aufbau der Erzählung skizziert. Der junge W., bei Plenzdorf Edgar Wibeau, weist eine komplizierte Psyche auf. Sowohl seine eigene Persönlichkeit als auch die gesellschaftlichen Umstände, unter denen er aufwächst, prägen ihn und sein Schicksal. In dieser Stunde soll versucht werden, einige Aspekte seiner Persönlichkeit zu beleuchten. Bei Interesse kann hier ein Schülerreferat über die Figur des Holden Caulfield in Salingers "The Catcher in the Rye" eingeschoben werden. Edgar bewundert diese Figur, was gewisse Rückschlüsse auf seine eigenen Ideale zulässt. Zeitbedarf: ca. 45 Minuten Kurzreferate Die Links auf der Startseite dieser Unterrichtseinheit können als Grundlage für ein Kurzreferat dienen. Stundenverlauf Die Schülerinnen und Schüler sammeln stichpunktartig Fakten zu den Lebensumständen Edgars mithilfe des Arbeitsblatts nleiden_ab5. Für einen gewissen Einblick in die gesellschaftliche Realität wird der Text des Gelöbnisses der Jugendweihe zur Verfügung gestellt: Frage: Wie wirkt ein solches Gelöbnis auf junge Menschen, die sich entwickeln wollen?) Für eine Beleuchtung psychischer Faktoren ist ein Auszug aus einem Interview dabei: Frage: Lassen sich Cöllens Aussagen auch auf Edgar Wibeau beziehen? Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren die Personen des Romans aus der Sicht des Protagonisten und nutzen dabei einschlägige Websites. Ein Kennzeichen des modernen Romans ist die polyperspektivische Sicht der Dinge. Im Aufbau der neuen Leiden des jungen W. Ist diese Aufsplitterung darin angelegt, dass der Vater auf der Suche nach einem Bild von seinem Sohn (in zweifacher Hinsicht: Persönlichkeit und Gemälde) mit verschiedenen Perspektiven konfrontiert wird, die jeweils nur einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit des Menschen Edgar Wibeau zeigen. Zeitbedarf: eine bis zwei Unterrichtsstunden (Schülervorträge!) Unterrichtsverlauf Beispiel: Die Mutter Zunächst wird zusammen mit den Schülerinnen und Schülern eine Charakteristik der Figur der Mutter, Else Wibeau, erarbeitet und an der Tafel skizziert. Gruppenarbeit: Charakterisierungen Im Anschluss daran stellen die Schülerinnen und Schüler in Partner- oder Gruppenarbeit in entsprechender Form Informationen zu weiteren Romanfiguren zusammen. Diese "Dossiers" werden abschließend im Plenum vorgetragen. Diese Charakteristiken können auch mithilfe eines Präsentationsprogramms dargestellt und präsentiert werden. Weitere zu charakterisierende Romanfiguren Der Ausbilder Fleming (S. 11ff.) Addi Zaremba Charlie Dieter Zur Rolle des Vaters Willi Schülerinnen und Schülern in kleinen Gruppen zur Wahl gestellt werden. Nun sollen noch unerledigte Aspekte aufgearbeitet werden, durch Rückblick und Wiederholung werden die bisher gelernten Inhalte vertieft, und einige Schreibanlässe fordern zum kreativen und produktiven Umgang mit dem Text auf. Hier werden einige mögliche Aufgaben skizziert. Zeitbedarf: ca. eine bis zwei Unterrichtsstunden (Schülervorträge!) Themen für die Gruppenarbeit Ihre Schülerinnen und Schüler suchen sich in Kleingruppen eine der Schreibaufgaben und arbeiten mit einem Textverarbeitungsprogramm. A - Merkblatt Erarbeiten Sie ein Merkblatt zum Autor Ulrich Plenzdorf! Darauf sollen neben einem Foto des Autors biografische Angaben zu seinem Leben und eine Liste seiner bedeutendsten Werke enthalten sein. B - (Streit-)Gespräch Goethe versus Plenzdorf Formulieren Sie ein (Streit-)Gespräch zwischen dem jungen Goethe, dem Dichter des "Original-Werther", und dem DDR-Autor Ulrich Plenzdorf. Themen könnten Fragen des Urheberrechts (Stichwort "Ideenklau"), der immer gleichen Probleme Jugendlicher, der veränderten gesellschaftlichen Umstände, der in den Texten verwendeten Sprache, der unterschiedlichen Wirkung beider Texte auf das Publikum sein. C - E-Mail von Willi an Edgar Formulieren Sie einen Brief Willis an Edgar, in dem Willi auf eines der Tonbänder antwortet. Könnte der Freund Edgar zu etwas raten, was könnte er ihm von Zuhause erzählen (von seiner Mutter, von Fleming), was könnte er ihm schicken, was könnte er von Edgars Situation halten? D - Grabrede Formulieren Sie eine Rede an Edgars Grab. Angenommen, alle wichtigen Personen der Erzählung sind zur Beerdigung erschienen, so könnten auch verschiedene Menschen, mit denen Edgar zu tun hatte, das Wort ergreifen. E - Totengespräch Verfassen Sie, ganz im Stil Edgars/Plenzdorfs, einen Kommentar Edgars zu seinem eigenen Begräbnis oder zu einer der Grabreden. Versuchen Sie dabei, die sprachlichen Eigentümlichkeiten Edgars zu imitieren oder in heutige Jugendsprache zu übertragen. F - Buchkritik Schreiben Sie eine Buchkritik für die Schülerzeitung. Beachten Sie, worauf eine solche Kritik eingehen sollte, was sie verraten und was sie verschweigen müsste, und beachten Sie die Zielgruppe der Schülerzeitung. Geben Sie eine begründete Empfehlung darüber ab, ob Plenzdorfs Erzählung als private Lektüre für ihre MitschülerInnen geeignet ist. Die Freunde des Protagonisten, in diesem Fall Ihre Schülerinnen und Schüler, versuchen, ihm per E-Mail zu helfen. Der Generationenkonflikt spielt in vielen literarischen Werken eine große Rolle. Die schwierige Ablösung Heranwachsender vom Elternhaus kann aus der Sicht der älteren und der jüngeren Generation beschrieben werden, interessanter für Schülerinnen und Schüler ist zweifellos die Perspektive des Gleichaltrigen. In diesem Zusammenhang lassen sich auch die Figuren der Erzählung der einen oder anderen Generation zuordnen. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Die Weltsicht der Figuren In einer Grafik (an der Tafel oder per Beamer) werden die Figuren der Erzählung entsprechend ihrer Einstellung und ihres (geografischen) Ortes angeordnet. Eine solche Anordnung könnte folgendermaßen aussehen: Eine E-Mail von den Freunden Um eine bessere Identifikation der Lernenden mit der literarischen Figur Edgar Wibeau zu erreichen, erhalten sie die Aufgabe, als fiktive Freunde Edgars diesem einen Brief zu schreiben. Darin müssen ihr Verständnis für seine Probleme zum Ausdruck gebracht und die eingangs gesammelten Erwartungen verwendet werden. Entsprechend der heute gegebenen Kommunikationsmöglichkeiten sollte der Brief als E-Mail am Computer verfasst werden. Die Protagonisten beider Werke haben Gemeinsamkeiten, sie unterscheiden sich aber auch in zentralen Punkten. Die Lernenden erarbeiten dies anhand eines Sekundärtextes und werden beim Erstellen von Schattenrissen kreativ. Bereits im Titel seines Werkes lässt Plenzdorf durch die Abkürzung W. eine Deutung des Namens offen: Ist damit nur Wibeau gemeint oder auch sein alter ego Werther mit der gleichen Initiale? Dass es sich um "neue" Leiden handelt, spricht für Wibeau, aber gerade in diesen Leiden sieht er seinem Vorgänger Werther auf verblüffende Weise ähnlich. Diese Ähnlichkeit soll im Unterricht herausgearbeitet werden. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Verbotene Liebe Wann ist Liebe verboten? Direkter Auslöser der Verzweiflungstat Werthers war seine unerfüllbare Liebe zu Charlotte. An diesem Punkt ist zu überlegen, ob eine unglückliche Liebe auch heute zu ähnlichen Reaktionen führen kann. Ist diese Frage im Einzelfall auch durchaus zu bejahen, so zeigt ein Blick in die Medienwelt, dass mit "verbotenen Lieben" - so der Titel einer Daily Soap im Fernsehen - heute doch anders umgegangen wird. Ein Kapitel aus der Diplomarbeit Stefanie Habermüllers (NLeiden_AB4) wird nach modernen Kriterien für das Verbotensein einer Zweierbeziehung durchsucht. Lösung Folgende Kriterien können dabei entdeckt werden: Geschwisterliebe Homosexualität Untreue sozialer Unterschied Abhängigkeit Liebe zu Prostituierten Liebe zu (angehenden) Priestern großer Altersunterschied Liebe zu Strafgefangenen Werther versus W. Parallelen Bei Werther wie bei Edgar Wibeau geht es nicht nur um die aussichtslose Liebe zu einer unerreichbaren Frau. Schattenrisse Eine zweite direkte Verbindung zwischen Goethes und Plenzdorfs Texten neben den Zitaten ist der Schattenriss, den Werther von Charlotte und Edgar von Charlie anfertigen. Wenigstens mit Edgars Methode ist es auch den Schülerinnen und Schülern von heute möglich, von den Mitschülerinnen und Mitschülern Abbildungen anzufertigen. Eine Alternative ist die digitale Fotografie von Halbporträts, die am Computer nachbearbeitet werden, so dass "Schattenrisse" entstehen, die gedruckt und im Klassenzimmer ausgehängt werden können. In einem Arbeitsblatt notieren die Lernenden Textstellen, an denen der Sprechstil Edgars so gar nicht schriftsprachlich klingt. Edgar Wibeaus Sprache entstammt im Kern der Sprache der DDR-Jugend seiner Zeit und stellt einen Gegenentwurf zur Sprache und Welt der Erwachsenen dar. Durch seinen eigenen Sprechstil lehnt er einerseits Normen, Werte und Verhaltensweisen der Erwachsenen ab und kann andererseits seine jugendlichen Gefühle und Gedanken und sein Verhalten am besten artikulieren. In dieser Unterrichtsstunde sollen einige Eigenheiten der Sprache Edgars genauer analysiert werden. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Stundenverlauf Kollision der Ausdrucksweisen Als Motivation dient die Kollage eines Schattenrisses aus dem 18. Jahrhundert mit einem Ausspruch Edgars in seiner typisch schnoddrigen Sprache. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die "klassische" bildliche Darstellung nicht zur "modernen" Ausdrucksweise passt. Belegstellen sammeln Nach dieser Einstimmung werden Beispiele für Edgars Sprache gesammelt und analysiert (nleiden_ab6). Dadurch werden Merkmale der gesprochenen Sprache deutlich gemacht. Ziel Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Wirkung dieser Formulierungen: Als Leser führt man scheinbar ein direktes Gespräch mit Edgar. HILFE Sehr geehrte Damen und Herren Ich habe vor, meinen Schülern eine Arbeit über das Thema Mittenberg und Berlin bezüglich des buches von U. Plenzdorf zu geben. Leider finde ich selber keine Informationen zu Mittenberg. Kann es sein, dass dieser Ort ein erfundener, gar nicht existierender Ort ist? Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten! Mit freundlichen Grüßen, R. Gloor Plenzdorf - Anfrage R.Gloor ... ja, in der Tat: Mittenberg ist ein fiktiver Ort mit einem sprechenden Namen. J. Krätzer Exemplarische Inhaltsangabe "In den "Neuen Leiden" erzählt Plenzdorf die Geschichte vom siebzehnjährigen Edgar Wibeau, der seine Ausbildung abbricht, seine vielbeschäftigte Mutter verlässt und sich in eine Gartenlaube zurückzieht. Er nimmt eine Beziehung zur Verlobten eines strebsamen Zeitgenossen auf, mag sich in kein Arbeitskollektiv fügen und geht schließlich, nach rastlos erfinderischer Tätigkeit, in seiner Laube "über den Jordan"." Quelle: Das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Inhalt Zu Beginn jeder Lektürebehandlung muss der Inhalt des Textes möglichst genau bekannt sein. Für die inhaltliche Erschließung bieten sich zwei gegenläufige Verfahren an, von denen eines realisiert wird. Inhaltswiedergabe Die eigenen Formulierungsversuche werden vorgelesen, verglichen und schließlich zu der Inhaltsangabe des KLG (siehe oben) in Beziehung gesetzt. Aufgabe: Geben Sie in zwei bis drei Sätzen den Inhalt von Plenzdorfs Werk wieder! Vergleich von Inhaltsangaben Aufgabe mit dem Textblatt nleiden_ab1.rtf oder im Internet: Vergleichen Sie die abgedruckten Inhaltsangaben und geben Sie eine kritische Bewertung darüber ab, welcher Text den Inhalt der Erzählung am besten wiedergibt! Aufbau Nach dieser schülerzentrierten Arbeitsphase wird im gemeinsamen Gespräch der Aufbau der Erzählung skizziert. Ein Kennzeichen des modernen Romans ist die polyperspektivische Sicht der Dinge. Im Aufbau der neuen Leiden des jungen W. Ist diese Aufsplitterung darin angelegt, dass der Vater auf der Suche nach einem Bild von seinem Sohn (in zweifacher Hinsicht: Persönlichkeit und Gemälde) mit verschiedenen Perspektiven konfrontiert wird, die jeweils nur einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit des Menschen Edgar Wibeau zeigen. Zeitbedarf: eine bis zwei Unterrichtsstunden (Schülervorträge!) Beispiel: Die Mutter Zunächst wird zusammen mit den Schülerinnen und Schülern eine Charakteristik der Figur der Mutter, Else Wibeau, erarbeitet und an der Tafel skizziert. Gruppenarbeit: Charakterisierungen Im Anschluss daran stellen die Schülerinnen und Schüler in Partner- oder Gruppenarbeit in entsprechender Form Informationen zu weiteren Romanfiguren zusammen. Diese "Dossiers" werden abschließend im Plenum vorgetragen. Diese Charakteristiken können auch mithilfe eines Präsentationsprogramms dargestellt und präsentiert werden. Weitere zu charakterisierende Romanfiguren Der Ausbilder Fleming (S. 11ff.) Addi Zaremba Charlie Dieter Zur Rolle des Vaters Willi Weitere Informationen zur Personengestaltung können beispielsweise auf folgenden Seiten gefunden werden: Anmerkungen zu: Die neuen Leiden des jungen W. Die Schülerin Claudia S. stellt die Personen rund um Edgar Wibeau vor. Der Generationenkonflikt spielt in vielen literarischen Werken eine große Rolle. Die schwierige Ablösung Heranwachsender vom Elternhaus kann aus der Sicht der älteren und der jüngeren Generation beschrieben werden, interessanter für Schülerinnen und Schüler ist zweifellos die Perspektive des Gleichaltrigen. In diesem Zusammenhang lassen sich auch die Figuren der Erzählung der einen oder anderen Generation zuordnen. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde In einer Grafik (an der Tafel oder per Beamer) werden die Figuren der Erzählung entsprechend ihrer Einstellung und ihres (geografischen) Ortes angeordnet. Eine solche Anordnung könnte folgendermaßen aussehen: Um eine bessere Identifikation der Lernenden mit der literarischen Figur Edgar Wibeau zu erreichen, erhalten sie die Aufgabe, als fiktive Freunde Edgars diesem einen Brief zu schreiben. Darin müssen ihr Verständnis für seine Probleme zum Ausdruck gebracht und die eingangs gesammelten Erwartungen verwendet werden. Entsprechend der heute gegebenen Kommunikationsmöglichkeiten sollte der Brief als E-Mail am Computer verfasst werden. Bereits im Titel seines Werkes lässt Plenzdorf durch die Abkürzung W. eine Deutung des Namens offen: Ist damit nur Wibeau gemeint oder auch sein alter ego Werther mit der gleichen Initiale? Dass es sich um "neue" Leiden handelt, spricht für Wibeau, aber gerade in diesen Leiden sieht er seinem Vorgänger Werther auf verblüffende Weise ähnlich. Diese Ähnlichkeit soll im Unterricht herausgearbeitet werden. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Wann ist Liebe verboten? Direkter Auslöser der Verzweiflungstat Werthers war seine unerfüllbare Liebe zu Charlotte. An diesem Punkt ist zu überlegen, ob eine unglückliche Liebe auch heute zu ähnlichen Reaktionen führen kann. Ist diese Frage im Einzelfall auch durchaus zu bejahen, so zeigt ein Blick in die Medienwelt, dass mit "verbotenen Lieben" - so der Titel einer Daily Soap im Fernsehen - heute doch anders umgegangen wird. Ein Kapitel aus der Diplomarbeit Stefanie Habermüllers (NLeiden_AB4) wird nach modernen Kriterien für das Verbotensein einer Zweierbeziehung durchsucht. Lösung Folgende Kriterien können dabei entdeckt werden: Geschwisterliebe Homosexualität Untreue sozialer Unterschied Abhängigkeit Liebe zu Prostituierten Liebe zu (angehenden) Priestern großer Altersunterschied Liebe zu Strafgefangenen Parallelen Bei Werther wie bei Edgar Wibeau geht es nicht nur um die aussichtslose Liebe zu einer unerreichbaren Frau. Schattenrisse Eine zweite direkte Verbindung zwischen Goethes und Plenzdorfs Texten neben den Zitaten ist der Schattenriss, den Werther von Charlotte und Edgar von Charlie anfertigen. Wenigstens mit Edgars Methode ist es auch den Schülerinnen und Schülern von heute möglich, von den Mitschülerinnen und Mitschülern Abbildungen anzufertigen. Eine Alternative ist die digitale Fotografie von Halbporträts, die am Computer nachbearbeitet werden, so dass "Schattenrisse" entstehen, die gedruckt und im Klassenzimmer ausgehängt werden können. Bei Interesse kann hier ein Schülerreferat über die Figur des Holden Caulfield in Salingers "The Catcher in the Rye" eingeschoben werden. Edgar bewundert diese Figur, was gewisse Rückschlüsse auf seine eigenen Ideale zulässt. Zeitbedarf: ca. 45 Minuten Folgende Links dienen der weiteren Information durch die Lehrkraft oder können als Grundlage zu einem Kurzreferat dienen: lexi-tv: Jugendweihe Einen Einblick in die gesellschaftlichen Bedingungen für Jugendliche in der DDR kann diese Website über die Jugendweihe geben. DDR-Geschichte Auch diese Seite liefert einen Einblick in diverse Themen der DDR-Geschichte, beispielsweise zu Arbeitswelt, Armee oder Kunst. Die Schülerinnen und Schüler sammeln stichpunktartig Fakten zu den Lebensumständen Edgars mithilfe des Arbeitsblatts nleiden_ab5. Für einen gewissen Einblick in die gesellschaftliche Realität wird der Text des Gelöbnisses der Jugendweihe zur Verfügung gestellt: Frage: Wie wirkt ein solches Gelöbnis auf junge Menschen, die sich entwickeln wollen?) Für eine Beleuchtung psychischer Faktoren ist ein Auszug aus einem Interview dabei: Frage: Lassen sich Cöllens Aussagen auch auf Edgar Wibeau beziehen? Edgars individuelle Gedanken und Wünsche können aus Plenzdorfs Text bezogen werden. Edgar Wibeaus Sprache entstammt im Kern der Sprache der DDR-Jugend seiner Zeit und stellt einen Gegenentwurf zur Sprache und Welt der Erwachsenen dar. Durch seinen eigenen Sprechstil lehnt er einerseits Normen, Werte und Verhaltensweisen der Erwachsenen ab und kann andererseits seine jugendlichen Gefühle und Gedanken und sein Verhalten am besten artikulieren. In dieser Unterrichtsstunde sollen einige Eigenheiten der Sprache Edgars genauer analysiert werden. Zeitbedarf: ca. eine Unterrichtsstunde Kollision der Ausdrucksweisen Als Motivation dient die Kollage eines Schattenrisses aus dem 18. Jahrhundert mit einem Ausspruch Edgars in seiner typisch schnoddrigen Sprache. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die "klassische" bildliche Darstellung nicht zur "modernen" Ausdrucksweise passt. Belegstellen sammeln Nach dieser Einstimmung werden Beispiele für Edgars Sprache gesammelt und analysiert (nleiden_ab6). Dadurch werden Merkmale der gesprochenen Sprache deutlich gemacht. Ziel Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Wirkung dieser Formulierungen: Als Leser führt man scheinbar ein direktes Gespräch mit Edgar. Nun sollen noch unerledigte Aspekte aufgearbeitet werden, durch Rückblick und Wiederholung werden die bisher gelernten Inhalte vertieft, und einige Schreibanlässe fordern zum kreativen und produktiven Umgang mit dem Text auf. Hier werden einige mögliche Aufgaben skizziert. Zeitbedarf: ca. eine bis zwei Unterrichtsstunden (Schülervorträge!) Ihre Schülerinnen und Schüler suchen sich in Kleingruppen eine der Schreibaufgaben und arbeiten mit einem Textverarbeitungsprogramm. A - Merkblatt Erarbeiten Sie ein Merkblatt zum Autor Ulrich Plenzdorf! Darauf sollen neben einem Foto des Autors biografische Angaben zu seinem Leben und eine Liste seiner bedeutendsten Werke enthalten sein. Nutzen Sie die Linktipps: LeMO - Ulrich Plenzdorf Eine Biografie mit einigen Querverweisen Wikipedia Die Wikipedia-Biografie liefert viele Zusatzinformationen. B - (Streit-)Gespräch Goethe versus Plenzdorf Formulieren Sie ein (Streit-)Gespräch zwischen dem jungen Goethe, dem Dichter des "Original-Werther", und dem DDR-Autor Ulrich Plenzdorf. Themen könnten Fragen des Urheberrechts (Stichwort "Ideenklau"), der immer gleichen Probleme Jugendlicher, der veränderten gesellschaftlichen Umstände, der in den Texten verwendeten Sprache, der unterschiedlichen Wirkung beider Texte auf das Publikum sein. C - E-Mail von Willi an Edgar Formulieren Sie einen Brief Willis an Edgar, in dem Willi auf eines der Tonbänder antwortet. Könnte der Freund Edgar zu etwas raten, was könnte er ihm von Zuhause erzählen (von seiner Mutter, von Fleming), was könnte er ihm schicken, was könnte er von Edgars Situation halten? D - Grabrede Formulieren Sie eine Rede an Edgars Grab. Angenommen, alle wichtigen Personen der Erzählung sind zur Beerdigung erschienen, so könnten auch verschiedene Menschen, mit denen Edgar zu tun hatte, das Wort ergreifen. E - Totengespräch Verfassen Sie, ganz im Stil Edgars/Plenzdorfs, einen Kommentar Edgars zu seinem eigenen Begräbnis oder zu einer der Grabreden. Versuchen Sie dabei, die sprachlichen Eigentümlichkeiten Edgars zu imitieren oder in heutige Jugendsprache zu übertragen. F - Buchkritik Schreiben Sie eine Buchkritik für die Schülerzeitung. Beachten Sie, worauf eine solche Kritik eingehen sollte, was sie verraten und was sie verschweigen müsste, und beachten Sie die Zielgruppe der Schülerzeitung. Geben Sie eine begründete Empfehlung darüber ab, ob Plenzdorfs Erzählung als private Lektüre für ihre MitschülerInnen geeignet ist.

  • Deutsch  / Geschichte  / Kunst
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Römer in Berlin II: Castra Berolina

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Römer in Berlin" erstellen die Schülerinnen und Schüler eine "gefakte" Internetseite. Diese soll wider allen geschichtlichen Fakten "beweisen", dass die Römer auch in Berlin Siedlungen errichtet haben. Eine mysteriöse Entdeckungsgeschichte und viele Fotos, Filme und "wissenschaftliche Artikel" sollen die Fakten für diesen Fake liefern.Mit Bezug auf das Internetprojekt "Römer in Berlin" entsteht das Nachfolgeprojekt "Castra Berolina" mit einer 8. Klasse der Berliner Wald-Oberschule. Wieder geht es darum, mit einer bewusst gefälschten Internetseite zu "beweisen" und zu dokumentieren, dass die Römer auch in Berlin Siedlungen errichtet haben. Ausgangspunkt ist der Besuch der Römerstadt "Augusta Raurica" in der Schweiz, die im Rahmen einer Klassenfahrt besucht wurde. Nun wird die Idee aufgegriffen, die eigene Schule als einen Ort der Römerfunde darzustellen, und den Eindruck zu erwecken, dass sich unter dem weitläufigen Gelände der Wald-Oberschule eine Römersiedlung befunden haben muss ...Die Schülergruppe besteht aus 15 Schülerinnen und Schülern der 8. Klassenstufe (Teilungsunterricht). Ausgangspunkte sind die Auseinandersetzung mit Konstruktionen von Wirklichkeit im Ethikunterricht, ein Besuch der römischen Siedlung "Augusta Raurica" während einer Klassenreise und die Rezeption der Internetseite "Römer in Berlin". Alle Schülerinnen und Schüler nehmen am Lateinunterricht teil, der sich auch mit dem Leben im antiken Rom befasst. Das Projekt im Überblick Die Lernenden erstellen eine Website zum erfundenen und gefälschten Ort "Castra Berolina" und reflektieren kritisch den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet. waldoberschule.de: Castra Berolina online Auf der Homepage der Wald-Oberschule Berlin wird das "gefakte" Projekt Castra Berolina sehr glaubhaft dargestellt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen sich über die Darstellung und Präsentation antiker Funde im Internet und an einer realen Ausgrabungsstätte informieren. gestalterische und inhaltliche Kriterien für eine wissenschaftliche und seriöse Internetseite erkennen und diese bei ihrer Arbeit nutzen. Dabei sollen Webseiten mit gefakter Beweisführung (Fotos, Interviews, Fachartikel, Nennung von Experten) hergestellt werden. zum Thema "Leben im antiken Rom" im Internet und mithilfe von Fachbüchern recherchieren und Texte verfassen. eigene Ideen entwickeln, die mit dem Thema der wissenschaftlichen Darstellung kreativ und humorvoll umgehen, um so die Grenze zwischen Fake und Fälschung zu erkunden und damit zu spielen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet kritisch hinterfragen. erfahren, wie einfach es ist, falsche Informationen im Internet zu veröffentlichen und wissenschaftliche und seriöse Seiten zu imitieren. Mit einem CMS (Content-Management-System) arbeiten. gezielt im Internet recherchieren. den Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen, mit der Digitalkamera und mit einfachen Bildbearbeitungsprogrammen üben. digitale Videos produzieren, bearbeiten und online bereit stellen. Rechtsvorschriften für die Veröffentlichung von Text- und Bildmaterial beachten und Bildrechte einholen. Thema Castra Berolina (Römer in Berlin II) Autorin Helene Skladny Fächer Deutsch, Kunst, Ethik Zielgruppe Sekundarstufe I, ab Klassenstufe 8 Zeitraum Etwa 8 Wochen bei 2 Wochenstunden Technische Voraussetzungen Ein Computer und eine Digitalkamera für je zwei bis drei Lernende, Bildbearbeitungsprogramm, Arbeit mit einer schulinternen Communitysite oder lo-net² Planung Verlaufsplan: Castra Berolina Während des Projekts werden die heterogenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler genutzt, es entwickeln sich "Expertengruppen". Zwei Schülerinnen und Schüler lassen sich von der Lehrkraft für Informationstechnische Grundbildung in das schulinterne CMS-System einarbeiten und helfen den Kleingruppen bei der Erstellung der Webseiten. Andere Gruppen engagieren sich beim "Faken" hinsichtlich der erfundenen Geschichten um die spektakulären Funde oder kümmern sich um die historischen Informationen. Steigende Eigendynamik Das Projekt findet vor allem in Einzelstunden statt, gewinnt zum Ende hin jedoch mehr und mehr an Eigendynamik. So werden zum Beispiel projektfremde Lehrerinnen und Lehrer in die Arbeit eingebunden, teilweise wird außerhalb des Unterrichts gearbeitet. Selbstständige Gruppenarbeit Nach einer Planungsphase agieren die Gruppen selbstständig und treffen sich wöchentlich im Projektplenum. Der Unterricht findet im Computerraum statt - wobei immer einige Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände unterwegs sind, um Fotos oder Filme zu erstellen oder nach geeigneten Requisiten (beispielsweise Tonscherben) zu suchen beziehungsweise diese selbst herzustellen. Die Bild- und Textrechte zu klären ist sehr wichtig. Eigene Fotos und Texte können verwendet werden, wenn die darauf abgebildeten Personen zustimmen. Aber wie sieht es mit Informationen aus dem Internet aus? Zwei Jugendliche wenden sich an die Verantwortlichen der Ausgrabungsstätte "Augusta Raurica" und schildern ihnen unser Projekt. Daraufhin erhalten wir die Rechte, Bilder der Originalhomepage zu verwenden, so dass unser Fotomaterial auch Fotos von archäologischen Ausgrabungsstätten beinhaltet. Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Im Ethikunterricht geht es auch um die Frage, was eigentlich "Wirklichkeit" ist. Ist das, was wir sehen und wissen, wirklich wahr, und woher wissen wir, dass es wahr ist? Dazu wird diskutiert und es werden Texte gelesen, unter anderem das Höhlengleichnis von Platon: Die Höhlenbewohner glauben ein Leben lang, dass die Schattenbilder an der Wand die Wirklichkeit sind - schließlich kennen sie ja nichts anderes. Matrix & Co. - virtuelle Realitäten Im Kinofilm Matrix leben alle Beteiligten in einem Computerprogramm, das die Wirklichkeit nur vorspielt. Und Truman aus dem Film "Die Truman Show" ist sich sicher, in einer kleinen netten Stadt zu leben, bis er langsam dahinter kommt, dass er der unfreiwillige Hauptdarsteller in einer lebenslangen Fernseh-Dokusoap ist. Leben wir auch "im Medium" wie die Fische im Wasser, die das sie umgebende Element nicht kennen, wie Thorsten Meyer (Professor für Kunsterziehung in Hamburg) fragt? Staunen und Zweifeln Am Ende des Schuljahrs werden die "Ausgrabungsergebnisse" in der Aula per Beamer einer größeren Gruppe von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Die am Projekt beteiligten Jugendlichen sind so sehr von "Castra Berolina" begeistert, dass sie überzeugende Vorträge halten. Und tatsächlich werden einige Zuhörerinnen und Zuhörer staunen und zweifeln. Fiktion mit Wirklichkeitscharakter Die intensive Beschäftigung mit dem Thema hat zu einer Eigendynamik geführt, so dass dem Erfinden und Fälschen um "Castra Berolina", dem fikiven Ort, eine gewisse "Wirklichkeit" verliehen wird. "Castra Berolina" ist mittlerweile dauerhaft auf unserer Schulhompage verlinkt, wird vom Rektor in einer Abiturrede erwähnt, und erst vor kurzem erreichte mich die E-Mail einer Mutter, die mehr über die Ausgrabungen an unserer Schule erfahren möchte ... Durststrecken überwinden Das Projekt dauerte mit Unterbrechungen acht Wochen. Trotz der hohen Motivation und des gelungenen Ergebnisses waren in dieser Zeit auch Durststrecken zu überwinden. So waren die Computer nicht immer zugänglich, oder das Internet funktionierte nicht, leere Akkus in den Digitalkameras störten genauso wie verschwundene Daten und Schülerinnen und Schüler, die die hohe Eigenverantwortlichkeit zwischendurch zum Computerspielen nutzten. Technische Grenzen Die erste Idee, eine eigene schulunabhängige Website zu erstellen, musste aufgegeben werden, da keiner der Lernenden (und auch nicht die Lehrerin) über die notwendigen technischen Voraussetzungen verfügte. Durch die Nutzung der schulinternen Communitysite, in deren Nutzung wir während des Projekts von einem Informatiklehrer eingewiesen wurden, spielte sich nach und nach ein sicherer Umgang mit den digitalen Medien ein. Expertinnen und Expterten helfen Allerdings scheint das Aushalten von technischen Problemen eine wesentliche Medienkompetenz bei der Bewältigung solcher Projekte zu sein. Es entwickelten sich schnell Expertinnen und Experten, die ihr Wissen (zum Beispiel über das Einfügen von Bildern in eine Bildergalerie) an die anderen weitergeben können. Bemerkenswertes Engagement Bemerkenswert sind die Ideen und auch das über den Unterricht hinausgehende Engagement einzelner Schülerinnen und Schüler. So wurde beispielsweise die Geschichte der fiktiven Schulleiterin "Clarissa Ochenschnitt" von einer Schülerinnengruppe erfunden und mit gefakten Fotos und Texten konsequent auf der Website umgesetzt.

  • Deutsch  / Kunst  / Religion / Ethik
  • Sekundarstufe I

Say I love you - Liebesgedichte im Englischunterricht

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit tauschen sich die Lernenden über das Thema Liebe aus, sie recherchieren nach Liebesgedichten im Internet und schreiben schließlich ein eigenes Liebesgedicht.Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit soll neben der Recherche nach wirkungsvollen und eingängigen Liebesgedichten eine Reihe von Sprachübungen stehen, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich einmal ausgiebig über das Thema "Liebe" im Unterricht auszutauschen. Die für den Englischunterricht dargestellte Aktivität basiert auf Online-Recherchen und lässt sich sowohl auf den Französisch- als auch auf den Deutschunterricht übertragen. Exemplarische Aufgabenstellungen Mindmap "Liebe" Erstellt eine Mindmap zum Thema Liebe! Farben für die Liebe finden Welche Farben assoziiert ihr mit der Liebe? Sucht auf einer Farbpalette die für euch passenden Farben heraus und malt die Begriffe aus der Mindmap (1. Aufgabe) entsprechend an. Wenn ihr die Vokabel einer Farbe nicht kennt (zum Beispiel Zinnoberrot), sucht sie in einem Wörterbuch heraus und notiert sie euch ebenfalls in der Mindmap. Vielleicht könnt ihr die Farben in euren Gedichten einbauen. Liebesgedichte im Internet Findet im Internet weitere Liebesgedichte von bekannten Autoren. Welches Gedicht gefällt euch besonders gut? Stellt es der Klasse vor! Reimwörter finden Sammelt zunächst Wörter, zu denen ihr Reimwörter sucht, zum Beispiel "heart" rhymes with art, dart, part, smart, start , ... Liebesgedichte schreiben Schreibt ein Liebesgedicht und nutzt dazu die zuvor gefundenen Reimwörter! Das Reim-Schema kann zum Beispiel AA BB, AB AB, oder ABBA sein. Ein Liebesgedicht veröffentlichen Das Gedicht soll anschließend noch illustriert werden. Dabei könnt ihr wählen, ob ihr die Bilder selbst erstellt und dann einscannt, am PC mit einem Mal-Programm erstellt oder sogar Fotos verwendet. Achtet darauf, dass ihr das Bild/die Bilder in mittlerer Größe in einem jpg- oder gif- Format abspeichert. Gemeinsam könnt ihr nun überlegen, wo ihr eure Gedichte veröffentlicht: auf der Schulhomepage, in euren persönlichen Social Media Kanälen, in der nächsten Ausgabe der Schulzeitung oder ... Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen zum Thema "love" im Internet. erstellen eine Mindmap zum Thema "love". verfassen Gedichte zum Thema. illustrieren die Gedichte mit eigenen Bildern.

  • Englisch
  • Sekundarstufe I

Halloween in der Grundschule

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Halloween entdecken die Schülerinnen und Schüler mithilfe einer Kinder-Suchmaschine altersgerechte Internetseiten über Herkunft und Hintergründe des Festes.Das Internet bietet eine Fülle von Informationen und Hintergrundwissen zu dem Fest, das eigentlich erst in den letzten Jahren auch in Deutschland von immer mehr Menschen gefeiert wird. Klar, dass Halloween oftmals auch in der Schule als Thema aufgegriffen wird. Schließlich bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten für den Unterricht. Gruselgeschichten werden gegenseitig vorgelesen. Das Thema Halloween in der Grundschule Ein Halloweenfest kann als Anlass dienen, Einkaufszettel zu schreiben, Mengen zu berechnen und Kosten zu verteilen. Im Englischen erweitern die Schüler ihren Wortschatz um einige thematische Begriffe. Abschließend erfolgt eine Präsentation der neu gelernten Wörter auf der Homepage. In dieser Unterrichtseinheit werden die folgenden Themengebiete berührt: Brauchtümer Fremde Länder und Kulturen Kelten Gruselgeschichten Halloweenparty Ablauf der Unterrichtseinheit Die Unterrichtseinheit "Halloween in der Grundschule" lässt sich in die folgenden sieben Sequenzen aufteilen: Erste Unterrichtssequenz Halloween Nach einer Einführung in die historischen Hintergründe von Halloween recherchieren die Schülerinnen und Schüler vertiefend im Internet. Zweite Unterrichtssequenz Halloween Die Kinder erforschen die Halloween-Seite der Blinden-Kuh, wählen eine Geschichte aus und tragen sie im Plenum vor. Dritte und vierte Unterrichtssequenz Halloween Die Schülerinnen und Schüler lernen englische Volkabeln zum Themenfeld Halloween kennen. Zur Sicherung des Wortschatzes dienen Bildkartenspiele. Fünfte und sechste Unterrichtssequenz Halloween Die Schulkinder gestalten eine englischsprachige Internetseite und ein multiple choice Spiel zu Halloween. Siebente Unterrichtssequenz - Halloween-Party Zum Schluss wird gefeiert: Eine Halloween-Party bildet einen gelungenen Abschluss dieser Unterrichtseinheit. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben sinnentnehmendes Lesen und Vorlesen mit Betonung. lernen Herkunft und Brauchtum des Festes Halloween kennen. lernen die englischen Wörter witch, broomstick cauldron, cat, wizard, wand, spellbook, owl, ghost, chain, eyes, mouth, skeleton, skull, bone, claws, dracula, cape, bat, teeth, pumpkin, sad, happy, angry, nasty, trick or treat. erstellen einen Einkaufszettel für eine Hallowen-Party. berechnen die benötigten Mengen an Zutaten für die Rezepte. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit einer Suchmaschine und Aufrufen von Internetseiten. üben das Fotografieren mit der Digitalkamera und das Scannen. erstellen eine einfache Internetseite mit Hyperlinks. Der Ursprung liegt in der keltischen Religion Halloween wird am 31. Oktober gefeiert. Am 1. November feierten die Kelten den Beginn des neuen Jahres. Sie glaubten, dass in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November die Geister der Toten ihren Weg aus den Gräbern zum Totengott Samhain suchen würden. Der Name des keltischen Festes lautete daher auch Samhainfest. Um den Toten den Weg zu weisen, zündeten die Kelten große Getreideopfer an. Die in Rüben geschnitzten Fratzen sollten die Geister davon abhalten, die Lebenden heimzusuchen. Heute sind die Kürbislaternen und die Kostümierung der Kinder als Geister, Gespenster und Hexen Überbleibsel. "Trick or treat!" Der Auspruch hat seinen Ursprung in den Dankesopfern, die die Toten besänftigen sollten. Ohne Gaben würden die Toten den Lebenden übel mitspielen. Die christliche Religion wandelte das noch lange nach der Missonierung beibehaltene Fest in Allerheiligen (am 1. November) um. Der Name Halloween leitet sich vom englischen Begriff "All hallow eve" ab, wie der Tag vor Allerheiligen hieß. Einführung Nach einer allgemeinen Vorphase mit der Aktivierung der Vorwissens der Kinder und einer Vermutungsfrage werden die Arbeitsblätter ausgeteilt und besprochen. Verschiedene Möglichkeiten der Informationsfindung werden aufgezeigt. Je nach Vorwissen der Kinder wird die Suche mit den Kindersuchmaschinen blinde-kuh und milkmoon erörtert. Dabei wird den Schülerinnen und Schülern auch das korrekte Aufrufen einer Adresse erklärt. Beide Suchmaschinen bringen die selben Ergebnisse. Haben die Kinder bisher noch keinen Kontakt mit dem Internet gehabt, genügt die Beschränkung auf einen Suchdienst. Recherche im Internet Gleich mit dem ersten angezeigten Link lassen sich die Fragen des ersten Arbeitsblattes beantworten. Bei der Beantwortung des zweiten Teiles müssen die Schülerinnen und Schüler die angegebene Internetseite korrekt aufrufen. Durch das anschließende Arbeitsblatt wird das erworbene Wissen sortiert, verbalisiert und reflektiert. Kinder, die schon vorher fertig sind, dürfen die Seiten weiter erkunden. Ein Sitzkreis, in dem die Kinder über das Fest erzählen und berichten was sie noch entdeckt haben, schließt die Stunde ab. Die sehr schön aufgemachte Halloween-Seite der Suchmaschine für Kinder "Blinde-Kuh" veranlasst die Schülerinnen und Schüler zum Erforschen der Seite. Damit das nicht in einer wilden "Klickerei" ausufert, werden in Arbeitsblatt 01 gezielte Aufträge gegeben. Jedes Kind soll sich eine Geschichte heraussuchen, die es dann im abschließenden Sitzkreis vortragen darf. Dazu muss für die Kinder die Möglichkeit zum Ausdrucken der Geschichte bestehen. Eventuell werden einige Schülerinnen und Schüler gleiche Geschichten aussuchen. Diese können sie dann abwechselnd vorlesen. Einige Geschichten eignen sich auch als kurze Theateraufführung. Hier kann auf das betonte Lesen eingegangen werden. Für die am Ende stehende Halloweenparty suchen sich die Kinder in Gruppen verschiedene Getränke, Gebäck oder Snacks heraus. Diese Auswahl wird ausgedruckt. Gemeinsam in der Gruppe wird eine Einkaufsliste unter der Berücksichtigung der jeweiligen Menge geschrieben (Umrechnung von vier Personen auf die Anzahl der Klasse). Die Zubereitung erfolgt daheim oder vor der Party in der Schule. What do you like to be at halloween? Die Einführung der Begriffe erfolgt am besten mit einer Handpuppe. Die der Autorin ist der englische Hund Mopsy. Mopsy ist sehr aufgeregt, da er einen Brief erhalten hat. Gemeinsam mit der Lehrerin Mrs. Jones öffnet er den Umschlag. Darin ist eine Einladung zu einer Halloweenparty. Nun muss sich Mopsy entscheiden als was er gehen möchte. Bildkarten "What do you like to be at halloween (american slang)? Do you like to be a ..." Zu diesen Fragen werden die Bildkarten präsentiert. Wenn alle Begriffe genannt sind, wiederholt Mopsy sie mehrmals, wobei die Kinder die entsprechenden Bildkarten zeigen dürfen. Anschließend fragt Mopsy die Kinder: "What do you like to be at halloween"? Nun braucht Mopsy entsprechende Untensilien zum Verkleiden: "I like to be a witch. I need a broomstick". Er nennt die verschiedenen Begriffe, spielt diese deutlich vor und die Kinder suchen (erraten) die richtigen Bildkarten (gemeinsames Sprechen der Wörter). Der Kürbis darf nicht fehlen Mopsy wählt zwischen einem traurigen, lustigen, bösen und gemeinem Kürbis aus. "Which pumkin do you like, Mopsy? An angry one, a happy one, a sad one ore a nasty one?" (Bild-Karten, Download siehe unten) Zur Sicherung des Wortschatzes dürfen die Kinder die Mimik der Kürbisse nachmachen. Die ersten Spiele erfordern nur einen passiven Wortschatz und stehen am Beginn. Die Schülerinnen und Schüler müssen also den gehörten englischen Wörtern die entsprechenden Bildkarten zuordnen. Im zweiten Teil der Spielvorschläge müssen die Lernenden die Begriffe bereits verbalisieren. Achtung: Alle Spielregeln werden selbstverständlich auf Englisch erklärt! Die Schülerinnen und Schüler sitzen in Fünfergruppen im Kreis. In der Kreismitte liegen die Bildkarten mit den verschiedenen Gegenständen zum Verkleiden. Die Hände sind hinter dem Rücken. Die Lehrkraft ruft eine Figur, zum Beispiel: "wizard". Nun versucht jedes Kind eine Bildkarte mit der passenden Verkleidung zu ergattern (wand, spell book, owl). Kindern, die eine falsche Karte nehmen, müssen ein eigenes Bekleidungsstück abgeben. Die Lehrkraft wiederholt die Begriffe. Das Kind, welches die Bildkarte ergattert hat, hält diese hoch. Abwandlung: Die Lehrkraft nennt einen Begriff direkt und die Schülerinnen und Schüler müssen diese Bildkarte finden. Alle Kinder sitzen im Kreis und erhalten Bildkarten. Zunächst kann am besten nur mit den Figuren-Bildkarten gespielt werden, um später einzelne Verkleidungsgegenstände hinzuzufügen oder eine nur mit den Verkleidungsgegenständen zu spielen. Jede Bildkarte muss mindestens dreimal vorkommen. Ein Kind bleibt übrig und steht in der Mitte. Die Lehrkraft ruft einen Begriff der Bildkarten, zum Beispiel: "witch". Alle mit der entsprechenden Bildkarte müssen nun schnell den Platz tauschen, während das Kind in der Mitte versucht, einen Platz zu ergattern. Ein neues Kind steht nun in der Mitte. Alle Kinder geben dann ihre Karte an den rechten Partner weiter. Beherrschen die Schülerinnen und Schüler den Wortschatz auch verbal, kann selbstverständlich auch das Kind in der Mitte den Begriff nennen. Jedes Kind erhält eine Bildkarte. Die Lehrkraft ruft zum Beispiel: "ghost" und alle Kinder mit passenden Bildkarten laufen zueinander. Entsprechend kann auch "broomstick" gerufen werden. Jedes Kind erhält eine Karte, die es nicht zeigen darf. Durch Fragen wie: "Are you a witch?" versuchen die passenden Paare zusammen zu kommen. Jede Gruppe erhält je vier Bildkarten mit einer Figur (kein Verkleidungsgegenstand). Die Karten werden vermischt und verteilt. Das jüngste Kind beginnt. Ziel ist es, vier gleiche Karten zu bekommen. Dazu wird gefragt: "Do you have a wizard?" Bei der Antwort " yes" bekommt das fragende Kind die Karte und darf weiter fragen, dann aber ein anderes Kind. Bei "no" darf nun die oder der Gefragte weiterspielen. Schwerere Variante des letzten Spiels: Hier werden alle Karten (jeweils nur eine von jeder Sorte) verteilt. Die Schülerinnen und Schüler versuchen, nun eine Figur und die vier passenden Verkleidungsgegenstände durch gezieltes Fragen zu erhalten. Gewinner ist, wer am schnellsten vier passende Karten hat. Die anderen Spielen bis zum Ende weiter. Zuordnung zum geschrieben Wort Können die Kinder den Wortschatz sicher verbalisieren, erfolgt die Zuordnung zum geschrieben Wort. Mopsy liest die Wortkarten vor und die Schülerinnen und Schüler suchen die Bildkarten. Anschließend wird alles wieder vermischt und die Kinder ordnen die Karten neu, wobei sie die Wörter verbalisieren müssen. Als weitere Sicherung kann ein Memory (Wortkarte, Bild) erstellt werden. Auch hier ist auf die Verbalisierung zu achten. Alle oben genannten Spiele können auch mit den Wortkarten gespielt werden. Achtung: Alle Spielregeln werden selbstverständlich auf Englisch erklärt! Mit Primolo können Kinder zusammen mit ihrer Lehrkraft auf einfache Art und Weise ansprechende Webseiten erstellen und im Internet veröffentlichen. Alle Informationen zur Arbeit mit Primolo finden Sie bei Lehrer-Online im Themenfeld Der Webseiten-Generator Primolo . Homepage-Gestaltung Die Schülerinnen und Schüler gestalten eine Internetseite mit einem selbst gewählten Teil der neuen Begriffe (selbstverständlich in Englisch). Die Begriffe werden in einer Tabelle angeordnet. Neben jedem Begriff wird das Bild eines Lautsprechers eingefügt. Jeder Begriff wird mit einer Seite verlinkt, die das Bild des entsprechenden Begriffes zeigt. Tondateien aufnehmen Eine zweite Gruppe spricht die Wörter sozusagen in den Computer. Mit einem Mikrofon und dem entsprechendem Programm (Windows Zubehör: Audiorecorder) wird jedes Wort einzeln gesprochen und als Datei abgespeichert. Anschließend müssen die Dateien mit dem Lautsprechersymbol des entsprechenden Wortes verbunden (verlinkt) werden. Erstellung von Bildern Eine dritte Gruppe erstellt die Bilder. Dabei können die vorhanden Bildkarten eingescannt oder neue Bilder entwickelt werden. Es kann freihand oder mit Paint oder einem ähnlichen Malprogramm gearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich auch verkleiden und gegenseitig fotografieren. Die Gestaltung hängt ganz von der Zeit ab, die insgesamt aufgewändet werden soll. Zur Wortschatzsicherung erstellen die Schülerinnen und Schüler ein multiple choice Spiel zu den Figuren. Die Fragen könnten zum Beispiel lauten: "What do you need, to be a wizard?" "What doesn't match?" Entsprechend gestalten die Schülerinnen und Schüler die Seiten. Jede Gruppe übernimmt eine Frage, die von der Lehrkraft dann zu einer Hardcopy zusammenfügt wird oder eine extra zu diesem Zweck gegründete vierte Gruppe die übernimmt gesamte Aufgabe parallel zur Homepageerstellung. Zum Schluss wird gefeiert Viele Ideen und Tipps für so ein Fest sind im Laufe der vergangenen Stunden im Internet recherchiert worden. Ein Gang in die Bücherei oder das Mitbringen von Büchern aus dem heimischen Bücherschrank der Kinder kann weitere Anregungen bringen, beispielsweise zum Schminken und Verkleiden, zur Raumgestaltung oder zu passenden Rezepten. Einbeziehung der Eltern Wenn man das Wagnis eingehen will, alle Vorbereitungen inklusive Essen, Getränke und Dekoration in der Schule durchzuführen, sichert man sich am besten die Hilfe von vielen Eltern und plant einen ganzen Vormittag ein. Ansonsten werden alle Aufgaben delegiert und alles Notwendige zur angegeben Zeit mitgebracht. Die Schülerinnen und Schüler dürfen natürlich durch das Schulhaus wandern und mit "trick or treat" Süßigkeiten sammeln. Am besten man warnt die anderen Kolleginnen und Kollegen entsprechend vor. Malen und Herstellen von Masken Schreiben von Einladungskarten (deutsch oder englisch)

  • Jahreszeiten  / Sache und Technik
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II