Unterrichtsmaterialien zum Thema "Bewerbungstraining"

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Ein Betrieb sucht Auszubildende

Unterrichtseinheit

Auch wenn es einen dramatischen Lehrstellenmangel zu beklagen gibt, gibt es immer wieder Betriebe, die keine geeigneten oder gar keine Auszubildenden finden können. Im Rahmen der hier vorgestellten Projektidee betrachten die zukünftigen Auszubildenden die Lehrstellenproblematik einmal aus der Warte eines solchen Unternehmens - und überdenken vielleicht noch einmal ihren Berufswunsch.Im Rahmen einer Fallstudie sollen sich die Schülerinnen und Schüler in die betriebliche Realität eines mittelständischen Unternehmens hinein versetzen, vor allem in dessen Ziele, Probleme und Handlungszwänge im Bereich der Einstellung von Auszubildenden. Damit reflektieren sie nicht nur die Interessenslage der Ausbildungsbetriebe, sondern realisieren auch die eindeutigen Vorlieben ihrer Generation bei der Suche nach Ausbildungsplätzen.Das hier präsentierte Zahlenmaterial, die Verweise auf Internetressourcen und das spezielle Berufsbild des Galvaniseurs, der Galvaniseurin sind zugeschnitten auf ein Galvanikunternehmen in Schwäbisch-Gmünd, der Umicore Galvanotechnik GmbH. Das Projekt wird für Schülerinnen und Schüler außerhalb Baden-Württembergs sicher spannender, wenn die Lehrkraft ein Fallbeispiel der heimischen Region aufspürt. Übertragbarkeit des Projekts Die Unterrichtseinheit greift ein grundlegendes und auch für die nächsten Jahre zentrales Problem des Ausbildungsmarktes auf. Sie ist daher sowohl in Baden-Württemberg als auch im ganzen Bundesgebiet leicht auf andere Unternehmen sowie regionale Lehrstellenmärkte übertragbar. Projektvorbereitung und Einsatz der Materialien Projektdurchführung Die Schülerinnen und Schüler sollen die Berufsbilder Galvaniseur und Chemikant kennen lernen. sich in die Anbieterposition auf dem Lehrstellenmarkt hineinversetzen, indem sie sich in die betriebliche Realität eines mittelständischen Unternehmens hineindenken. indirekt die eigenen Berufswünsche und -präferenzen überdenken. die aktuelle Situation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt erkunden. in gemeinsamer Projektarbeit Lösungsvorschläge für ein Unternehmen erarbeiten. durch Internetrecherche die benötigten Informationen zusammentragen. Thema Ein Betrieb sucht Auszubildende Autor Dr. Peter Kührt Fach Berufsvorbereitung Zielgruppe 9. und 10. Jahrgangsstufe Zeitumfang drei bis fünf Unterrichtsstunden Technische Voraussetzungen mindestens fünf Computer mit Internetanschluss Unternehmen vor Ort Die Lehrkraft vor Ort sollte sich rechtzeitig vor Projektbeginn ein Unternehmen am Ort suchen, das Lehrlinge sowohl im gewerblich-technischen als auch im kaufmännischen Bereich ausbildet. Hilfestellungen hierfür können die örtlichen Industrie- und Handwerkskammern leisten. Sinnvoll wäre ein persönlicher Kontakt mit der Ausbildungsleitung in der ausgewählten Unternehmung, um Kooperationsmöglichkeiten zu erkunden. Informationen im Internet Voraussetzung für die Unterrichtseinheit ist weiterhin, dass im Internet oder in Printform Informationen über das Unternehmen, die dort vorfindbaren Lehrberufe und die Jugendarbeitslosigkeit in der Region beziehungsweise dem Bundesland vorhanden sind. Beispiel Umicore Galvanotechnik GmbH Im vorliegenden Fall wurde mit der Umicore Galvanotechnik GmbH in Schwäbisch Gmünd ein Unternehmen ausgewählt, das als frühere Degussa-Tochter Prozesse zur galvanischen Beschichtung erforscht und entwickelt. Die mittelständische Unternehmung mit circa 80 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen am Firmensitz ist weltweit tätig und gehört zu den führenden Anbietern von galvanischen Edelmetall-Elektrolyten und Spezialverfahren für die Galvanotechnik. Internationale Verflechtungen des Unternehmens Die Umicore Galvanotechnik GmbH gehört seit dem 01.10.2003 zum belgischen Umicore-Konzern. Fallschilderung und Erarbeitung der Problemstellung Anhand der Folie "Bewerber und Einstellungszahlen bei Umicore" werden die Schülerinnen und Schüler mit der unzureichenden Bewerberlage und Einstellungssituation bei dem ausgewählten Unternehmen konfrontiert. Ausbildungsberufe Bürokaufmann Galvaniseur Chemikant Planstellen 2 2 1 Bewerbungen 53 9 3 Einstellungen 0 2 1 Projektdefinition und Auftragsvergabe Die Klasse erhält nun den Auftrag, die Gründe für die Ausbildungsmisere des Unternehmens herauszufinden und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Alle weiteren Arbeitsschritte können die Schülerinnen und Schüler dem Projektleitfaden entnehmen, den alle Projektteilnehmer und -teilnehmerinnen in Kopie erhalten. Dabei wird die gesamte Klasse als Unternehmensberatungsbüro definiert, das für das auftraggebende Unternehmen einen Lösungsvorschlag erarbeiten und diesen auf einer Abschlusssitzung präsentieren muss. Die Lehrkraft erteilt der Unternehmensberatung im Namen des auftraggebenden Unternehmens formell den Beratungsauftrag. Arbeitsziel Die zwei grundlegenden Fragestellungen sind sicherlich Woran liegt es, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Bewerber oder Bewerberinnen findet? Was könnte man dagegen tun? Aus diesen Ausgangsfragen lassen sich eine Reihe von Themenkomplexen ableiten, die dann als Leitthemen für die Projektgruppenarbeit dienen können: Art der Ausbildungsplätze beziehungsweise -berufe Qualität der Ausbildung im Betrieb Bekanntheitsgrad des Unternehmens Finanzielle Situation des Unternehmens Image der Branche Gesamtwirtschaftliche Lage Staatliche Förderung für Nichterwerbstätigkeit Leistungsbereitschaft, Ansprüche und Vorlieben der Bewerberinnen und Bewerber Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber Mithilfe einer Clusterbildung an einem Flipchart, in dem die Themen zu Komplexen zusammengeführt werden, lassen sich Aufgabenstellungen für die Projektgruppen festlegen. Dies kann unter Anleitung der Lehrkraft durch die Schülerinnen und Schüler selbst erfolgen. Insgesamt sollten etwa fünf Arbeitsgruppen gebildet werden. In sehr selbstständig arbeitenden Klassen könnte man zusätzlich je eine Leitungs- und Dokumentationsgruppe einrichten. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten den Fragekomplex ihrer Projektgruppe und nutzen dafür unter anderem folgende Links: www.umicore-galvano.com Umicore Galvanotechnik GmbH in Schwäbisch Gmünd www.umicore.com Belgische Muttergesellschaft des Konzerns www.was-werden.de Chemikant und andere Berufsbilder Meilenstein-Sitzung: Bestandsaufnahme Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse. Daran schließen sich ein erster Erfahrungsaustausch und die Planung der weiteren Projektarbeit an. Die Arbeitsgruppen lesen die Statements verschiedener Personen und die angegebenen Artikel. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren nun in ihrer Arbeitsgruppe weiter. Sie beschreiben in Stichworten die Probleme des Unternehmens und ihre Ursachen und versuchen dann, erste Lösungsideen zu entwickeln. Abschließend erarbeiten die Gruppen die endgültigen Lösungsvorschläge für die Leitfrage beziehungsweise die Teilaufgabe ihrer Arbeitsgruppe. Ursachenanalyse Meilenstein-Sitzung: Problemanalyse Die Gruppen setzen sich wieder zusammen und vergleichen ihre Überlegungen. Abschließend erarbeiten die Gruppen die endgültigen Lösungsvorschläge für die Leitfrage beziehungsweise die Teilaufgabe ihrer Arbeitsgruppe. Ursachenanalyse Das Unternehmensberatungsbüro trägt in Anwesenheit des auftragerteilenden "Unternehmers" die Analyseergebnisse und Verbesserungsvorschläge vor. Schlechter Ruf der Chemiebranche Als Galvanikunternehmen leidet die Umicore Galvanotechnik GmbH unter dem schlechten Ruf der Chemiebranche, die in der Öffentlichkeit trotz deutlicher Verbesserungen im Produktionsbereich und immenser Public Relations-Anstrengungen noch immer gedanklich mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden wird. Auch galvanische Prozesse werden möglicherweise noch immer mit den früheren Eigenschaften "dreckig" und "stark riechend" in Verbindung gebracht. Die Unternehmung wird daher durch eine entsprechende Selbstdarstellung in der regionalen Öffentlichkeit weitere Anstrengungen unternehmen müssen, das negative Branchenimage zu verbessern. Vordringlich ist, die Öffentlichkeit von der immensen Verbesserungen der Produktionsabläufe und der Umweltbelastungen zu überzeugen. Dazu gehören auch Aktivitäten, Events und Werbemaßnahmen, die auf die zukünftigen Auszubildenden und dereren Eltern und Lehrer gerichtet sind. Fehlende unternehmerische Identität Als kleine Tochterunternehmung großer Konzerne wurde die Umicore Galvanotechnik GmbH bereits wiederholt an andere Konzerne verkauft, was Umfirmierungen zur Folge hatte. Durch den wiederholten Namenswechsel konnte das Unternehmen in der breiten Öffentlichkeit keine Identität entwickeln. Die Umicore Galvanotechnik GmbH wird von der Bevölkerung Schwäbisch Gmünds noch immer als Tochter des Degussa-Konzerns gesehen. Die heutige Firma ist Eltern, Lehrern und Schülern weitgehend unbekannt. Hoher Ausbildungsstandard Als international orientierte und innovative Unternehmung benötigt die Umicore Galvanotechnik GmbH hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind das "Kapital" eines Unternehmens, das forscht und individuelle Problemlösungen für seine Kunden entwickeln muss. Der hohe Ausbildungsstandard des Unternehmens kann aber nur mit guten und lernwilligen Auszubildenden gehalten werden. Gute Deutsch-, Mathematik- und teilweise auch Fremdsprachenkenntnisse sind obligatorisch, ein Grundverständnis für Chemie erwünscht. Mangelhafte Kenntnisse und Fertigkeiten der Lehrstellenbewerber insbesondere im schulischen Bereich kann die Unternehmung nur in begrenztem Maße durch eigene Maßnahmen ausgleichen (Nachhilfe, innerbetriebliche Fördermaßnahmen, Praktikumstellen für Schüler, Kontakt mit den Schulen in Schwäbisch Gmünd), da es sich hier um gesamtgesellschaftliche Problemstellungen handelt. Indirekt könnte das Unternehmen versuchen, über die zuständige Industrie- und Handelskammer als Träger der dualen Ausbildung und die eigenen Standesorganisationen (Arbeitgeberverband Gesamtmetall) auf die für die Schulpolitik Verantwortlichen einzuwirken. Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft gefordert In einem mittelständischen Unternehmen muss jeder Mitarbeiter engagiert bei der Sache sein und Verantwortung übernehmen. Dies wird von der Unternehmung auch durch relativ verantwortungsvolle und gut dotierte berufliche Positionen honoriert. Eine permanente Fort- und Weiterbildung aller Beschäftigten ist unumgänglich. Personal zur Überwachung der Arbeiter und Angestellten ist nicht vorhanden. Mitarbeiter und Auszubildende, die nicht von sich aus in hohem Maße leistungsbereit, persönlich engagiert, hochmotiviert und mit Freude bei der Arbeit sind, sind daher für das Unternehmen wertlos und schaffen mehr Folgeprobleme und -kosten als Ertrag. Die Einflussmöglichkeiten auf das Lebensgefühl einer Jugendgeneration scheint sehr begrenzt. Die Unternehmung kann nur versuchen, durch entsprechende Werbemaßnahmen und Selektionsverfahren leistungsfähige Auszubildende zu gewinnen. Denkbar wäre auch, sich aus der Lehrlingsausbildung zurückzuziehen und stärker auf ältere Arbeitnehmer zu setzen, die die erforderliche Ernsthaftigkeit und Leistungsbereitschaft besitzen. White-Collar-Berufe bevorzugt Der Großteil der Jugendlichen von heute strebt in "White Collar"-Berufe und Modeberufe (zum Beispiel Bankkaufmann/frau). Die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und die heutige Arbeitsrealität von gewerblich-technischen Berufen werden nicht erkannt. Dem negativen Bild der technischen Berufe kann man sicherlich nur durch Aufklärung begegnen. Schlechte Qualifikation der Auszubildenden Nimmt man die verbreiteten Klagen von Ausbildungsbetrieben Ernst, haben die heutigen Schülerinnen und Schüler schlechtere Qualifikationen (Deutsch, Mathematik) und eine geringere Leistungsbereitschaft als früher. Zudem fehlen nach dem Bekunden der Unternehmen Schlüsselqualifikationen und soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Ausdauer oder die Bereitschaft und Fähigkeit, komplexe und schwierige Problemstellungen eigenverantwortlich und kreativ zu lösen und sich die hierfür erforderlichen Kenntnisse selbstständig anzueignen.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Berufsvorbereitung mit einem "Berufswahlpass"

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Berufsvorbereitung bereiten sich die Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse auf ihren Werdegang nach dem Schulabschluss vor. Zu ihrer Orientierung dient ein so genannter "Berufswahlpass", der die individuellen Schritte der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung seit der Klasse 8 dokumentiert.Die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse Jugendlicher bei der Berufsvorbereitung sind sehr unterschiedlich. Binnendifferenzierung durch Lernen an Stationen ist daher sinnvoll. Der Berufswahlpass ist in diesem Rahmen ein Arbeitsblatt, auf dem die Schülerinnen und Schüler jeden Schritt von der Ausbildungsplatzsuche bis zum Vorstellungsgespräch dokumentieren.Die Berufsorientierung wurde mit unterschiedlichen Schwerpunkten bereits in der 8. Kasse beziehungsweise im ersten Halbjahr des 9. Schuljahres durchgeführt. Die meisten Schülerinnen und Schüler wissen zum gegenwärtigen Zeitpunkt, welche Berufe für sie in Frage kommen. Nun geht es darum, sich bei einem geeigneten Betrieb (für die betriebliche Ausbildung) oder einer weiterführenden Schule (für die schulische Ausbildung) zu bewerben. Die Ausgangslage: Berufsvorbereitung in der Schule Schülertypen und ihre Berufswahlstrategien. Der Berufswahlpass Zum Konzept des Berufswahlpasses. Die Lernstationen Inhalte und Einsatz der vier Lernstationen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren mithilfe des Berufswahlpasses ihre bisherigen Aktivitäten bezüglich der Berufsorientierung (Praktika, Arbeitsamt, Messen) und der Berufsvorbereitung (Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräche). lernen weitere mögliche Ausbildungsberufe (auch so genannte "neue Ausbildungsberufe") kennen. bereiten sich auf ein Vorstellungsgespräch vor, formulieren mögliche Antwortsätze vor und machen sich auch auf schwierige Fragen gefasst. führen ein Vorstellungsgespräch vor der Klasse in Form eines Rollenspiels vor. setzen sich mit den Rechten und Pflichten der Auszubildenden auseinander und entscheiden sich dafür, ob die Einhaltung der Pflichten möglich sein wird. lernen Musterverträge für die betriebliche Ausbildung kennen und vergleichen eventuell mit dem eigenen Ausbildungsvertrag. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen Internetseiten rund um die Berufswahl kennen und bewerten diese. recherchieren regionale Angebote zur Berufsberatung (Berufsschulen, IHK). laden Anmeldeformulare für weiterführende Schulen aus dem Internet herunter, füllen und drucken diese aus. formulieren Antwortsätze für ein Vorstellungsgespräch mithilfe des Internets und fügen eventuell in eine Textverarbeitung ein. Beratung und Begleitung nötig Häufig tragen die Eltern die berufliche Orientierung der Jugendlichen nicht immer in ausreichendem Maß mit und verlassen sie sich auf die Hilfen der Lehrkraft. Selbst die Gesprächstermine der Berufsberatung der Agentur für Arbeit müssen einige Kinder allein wahrnehmen. Über die Ergebnisse der Berufsberatung werden die betreuenden Lehrkräfte in der Regel allerdings nicht direkt informiert. Erst auf Nachfrage bei den Schülerinnen und Schülern erhält man Auskunft über aufgezeichnete Perspektiven und mögliche berufliche Chancen. Unflexible Idealisten In einer Abgangsklasse fällt die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler meist sehr unterschiedlich aus. Einige Jugendliche möchten einen bestimmten Wunschberuf ausüben und schließen alternative Berufe zunächst konsequent aus. Bei Ihnen ist die Enttäuschung sehr groß, wenn sich herausstellt, dass eine betriebliche Ausbildung aus Mangel an Ausbildungsplätzen oder auf Grund unzureichender Leistungen nicht möglich sein wird. Dann wird erneut eine (schnelle) Berufsorientierung mithilfe der Beratung des Arbeitsamts dringend nötig. Schulmüde Pragmatiker Andere Schülerinnen und Schüler sind schulmüde und streben nach dem Schulabschluss eine Ausbildung in eher technischen, kaufmännischen oder gastgewerblichen Bereichen an und sind bezüglich der Auswahl der Ausbildungsbetriebe flexibel. Die Betroffenen können sich entweder auf Grund von erfolgreichen Praktika gezielt bei einem ihnen bekannten Betrieb bewerben oder aber sie schreiben ihre Bewerbungen an unbekannte Betriebe mithilfe von Adressverzeichnisse des Arbeitsamtes. In diesem Zusammenhang muss die Lehrkraft unbedingt erwähnen, dass die Aussage eines Betriebs "Du kannst dich gerne bei uns bewerben" zum Ende eines Praktikums nicht gleichbedeutend mit einem Ausbildungsvertrag ist. Berufsfelder für Realschulabgänger Ein weiterer Teil der Abgangschülerinnen und Abgangschüler interessiert sich für Berufe, die nur mit einem Realschulabschluss zu erreichen sind. Daher warten viele mit ihren Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz bis Ende März, wenn die letzten Zu- oder Absagen der weiterführenden Schulen eingetroffen sind. Wenn nicht zuvor bereits berufliche Alternativen ausgewählt wurden, ist bei Ihnen nun erneut eine schnelle Neuorientierung notwendig. Möglichkeiten für Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler mit eher schwachen Schulleistungen können meist an berufsvorbereitenden Maßnahmen (ausbildungsvorbereitendes Jahr) teilnehmen. Sie haben auf diese Weise Zeit, sich erneut berufliche zu orientieren und zugleich ihre Noten zu verbessern. Auch hier gibt es in einer Region meist verschiedene Schulen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten Angebote für betroffene Jugendliche schaffen. Bewerberprofil, Termine und Adressen im Überblick Besuche im Berufsinformationszentrum, bereits geleistete Praktika, die Adressen möglicher weiterbildender Schulen, Termine von Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgesprächen - das alles halten die Schülerinnen und Schüler am Computer in ihrem Berufswahlpass fest. Der Berufswahlpass beinhaltet außerdem weiterführende Webadressen, die bei den einzelnen Schritten und der Informationssuche weiterhelfen können. Informationssuche im Internet In diesem Zusammenhang lernt die Klasse geeignete Webseiten kennen, die ihnen bei der Auswahl eines Ausbildungsbetriebes und der Schule weiterhelfen können. Dabei wurden in der Unterrichtseinheit auch hilfreiche regionale Übersichtseiten aus der Region Schleswig-Holstein berücksichtigt. Die Möglichkeit der Recherche im Internet mit bekannten Adressen zur Berufsvorbereitung erleichtert den Jugendlichen zudem die eigene themenbezogene Recherche am heimischen PC oder im Internetcafé. Den Schülerinnen und Schülern muss allerdings deutlich gemacht werden, dass die Recherche im Internet ein persönliches Gespräch bei der Berufsberatung im Arbeitsamt nicht ersetzen kann. Von der Bewerbung bis zum Ausbildungsvertrag Weitere Stationen der Unterrichtseinheit gehen speziell auf das Bewerbungsschreiben, die Bewerbung, das Vorstellungsgespräch sowie auf die Anforderungen in der betrieblichen Ausbildungen (Rechte und Pflichten) und die Inhalte eines Arbeitsvertrages ein. Auswahl der Stationen fakultativ Die Unterrichtseinheit setzt sich aus vier Stationen mit verschiedenen Schwerpunkten zusammen. Von dem individuellen Stand der Bewerbungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler hängt es ab, welche Stationen bearbeitet werden und wieviel Zeit für eine Station veranschlagt wird. Die notwendige Binnendifferenzierung bedingt die fakultative Auswahl der Stationen und Arbeitsmaterialien. Hier die Stationen im Überblick: Station 1: Vervollständigung des Berufswahlpasses Station 2: Regionale Webseiten zur betrieblichen Ausbildung und zu weiterführenden Schulen Station 3: Bewerbungsschreiben / Lebenslauf / Einstellungstest / Vorstellungsgespräch Station 4: Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung Wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler am Rollenspiel der Station 3 teilnehmen, sondern die Station 4 bearbeiten wollen, weil sie bereits einen Ausbildungsplatz haben, ist eine räumliche Trennung der einzelnen Gruppen nötig (ein Teil arbeitet zum Beispiel im Computerraum, ein Teil im Klassenraum). An der Diskussion über Rechte und Pflichten in der Ausbildung sollten zum Abschluss der Unterrichtseinheit jedoch wieder alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Selbst für diejenigen, die nicht im Internet zu diesem Thema recherchiert haben, kann die Diskussion in der Klasse wichtige Erkenntnisse liefern. Station 1: Vervollständigung des Berufswahlpasses Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst aufgefordert, einen kleinen Berufswahlpass auszufüllen und darin alle bisherigen Aktivitäten bezüglich der Berufswahl und Berufsvorbereitung einzutragen. Da in einer Abgangsklasse (9. Hauptschulklasse oder 10. Realschulklasse) der Kenntnisstand oftmals sehr verschieden ist, könnten sich die Betroffenen auch mithilfe der angegebenen Webseiten informieren und so inhaltlich den Anschluss finden. Diese Form der Differenzierung ist wichtig, da einige Schülerinnen und Schüler eventuell bereits in den nächsten Tagen an einem Vorstellungsgespräch teilnehmen, während andere noch mit dem Verfassen eines Bewerbungsschreibens beschäftigt sind. Station 2: Regionale Webseiten Nahezu jedes Bundesland bietet regionale Angebote für die Berufsvorbereitung an. Im Berufswahlpass finden die Schulabgängerinnen und -abgänger direkte Links, Adressen und Übersichten zu möglichen weiterführenden Schulen sowie Informationen über den aktuellen Stand der betrieblichen Ausbildung. Auch die IHK bietet eine regional orientierte Lehrstellenbörse im Internet an. Lehrstellen können Interessierte außerdem über das Online-Angebot "asis" (das Ausbildungs-Stellen Informations-Service) der Bundesagentur für Arbeit in der Rubrik finden. Andere überregionale Anbieter haben ebenfalls ansprechende und interaktive Angebote zur Berufswahl ins Netz gestellt. Entsprechende Angebote sollten die Schülerinnen und Schüler schon zu Beginn ihrer Berufsorientierung kennen lernen, damit sie sich jederzeit auch eigenständig informieren können. In diesem Zusammenhang können im Vorfeld besonderes interessante Angebote bewertet und der Klasse präsentiert werden. Station 3: Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch Im Fach Deutsch werden die Inhalte zum Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben meist schon in der 8. Klasse behandelt. Wenn es dann im Laufe der 9. Klasse aber tatsächlich ernst wird, sind die Vorlagen häufig verlegt. Aus diesem Grund sind die Bewerbungshilfen verschiedener Anbieter recht hilfreich. Die Schülerinnen und Schüler können sich Vorlagen für die Textverarbeitung aus dem Internet herunterladen, tragen dann noch ihre persönliche Daten ein, formatieren die Texte und legen ihre Zeugnisse und so weiter bei. Die Besonderheiten eines Vorstellungsgesprächs und die Vorbereitung müssen in den Abgangsklassen ebenfalls besprochen werden. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler Tipps aus dem Internet oder aus den berufsvorbereitenden Materialien des Arbeitsamts (Rubrik "Mach's richtig") herausgesucht haben, sollten sie ein ganzes Gespräch vorbereiten und vor der Klasse in Form eines Rollenspiels vortragen. Dabei erhalten sie dann bezüglich ihres Auftretens und Verhaltens auch von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bereits wertvolle Tipps und Hinweise. Station 4: Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung Die Jugendlichen, die bereits einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, können sich an dieser Station auf die Anforderungen der betrieblichen Berufsausbildung einstellen. Oftmals hört man von ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die erwartungsfroh eine Berufsausbildung begonnen, diese dann aber aus manchmal unverständlichen Gründen abgebrochen haben. Diese Auflistung der Rechte und Pflichten, die sich die Jugendlichen aus dem Netz kopieren können, soll ihnen einer ersten Überblick ermöglichen. Gleichzeitig sollen sie selbst einschätzen, welche Chancen sie haben, das Ausbildungsziel zu erreichen. Die Diskussion dieser gesetzlich verpflichtenden Anforderungen im Klassenplenum ist oft sehr spannend.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Berufswahl - Vorstellung kaufmännischer Berufe

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Berufswahl geht aus von der Frage "Was kann ich werden?", die sich irgendwann jeder Schüler und jede Schülerin stellt. Die Vielzahl der Ausbildungsberufe und die ständige Veränderung der Berufswelt macht es immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema erforderlich.Die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf ihre Berufswahl sind oft sehr eingeschränkt: Viele kennen überhaupt nur wenige Berufe, auf die sich dann auch die Masse der Bewerbungen bezieht. Selbst zu den Berufen, die bekannt sind, bleiben die Vorstellungen recht schemenhaft und vage. Es fehlen unter anderem Vorstellungen zum konkreten Arbeitsalltag. Darum ist der Schwerpunkt dieser Unterrichtsreihe zum Thema Berufswahl eine systematische Information zu verschiedenen Berufen. Eine Information, die sich auf zwei Säulen stützt: eine Internetrecherche und eine Befragung von jemandem, der oder die den Beruf ausübt. Die Ergebnisse der Recherchen werden zum Abschluss der Klasse präsentiert.Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe "Berufswahl - Vorstellung kaufmännischer Berufe" steht die Information zu einzelnen Berufsbildern - hier genauer zu kaufmännischen Berufsbildern, weil das Unterrichtsvorhaben an einem Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung durchgeführt wurde. Dazu ist zunächst wichtig, dass sich die Schülerinnen und Schüler darüber klar werden, was sie überhaupt wissen müssen, um sich ein Bild von einem Beruf machen zu können. Ablauf der Unterrichtseinheit "Berufswahl - Vorstellung kaufmännischer Berufe" Auf dieser Unterseite wird erläutert, wie die Unterrichtseinheit zum Thema Berufswahl ablaufen kann und was für den Ablauf notwendig ist. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich gezielt aus Internetquellen Informationen zu beschaffen. üben, aus längeren Texten die für sie relevanten Fakten herauszufiltern. lernen verschiedene Webseiten kennen, die für die Berufswahl interessant sind. erweitern ihren Horizont, indem sie einer Vielzahl von Ausbildungsberufen begegnen. erlangen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ein weiteres Spektrum und letztlich bessere Chancen. erweitern und erproben ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten im Gespräch mit Unbekannten. lernen, Informationen geordnet und adressatengerecht aufzubereiten und zu präsentieren. nehmen beim Hören der Vorträge Informationen auf, halten diese fest und stellen gezielte Fragen. Zunächst soll in Form eines Vortrages der Lehrkraft der Einstieg in das Thema Berufswahl gegeben werden. Die Schüler und Schülerinnen erarbeiten dann einen Leitfaden für die zu haltenden Vorträge. Diese sollen grundsätzlich zwei Teile haben: allgemeine Informationen Informationen aus dem Berufsalltag Einen möglichen Leitfaden für die Schüler-Vorträge können Sie hier herunterladen: Die Informationen zum ersten Teil ihrer Vorträge zum Thema Berufswahl recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet. Dabei sollen sie die verschiedenen Quellen nutzen und sich aus diesen die relevanten Daten herausschreiben. Je nach Leistungsstärke der Schüler und Schülerinnen sollten die Internetquellen detailliert angegeben werden. Welchen Beruf sie vorstellen sollen, suchen die Schülerinnen und Schüler nicht selbst aus, sondern sie erhalten einen per Losverfahren. Dies soll sicherstellen, dass nicht aus Bequemlichkeit jede oder jeder den Beruf wählt, den sie oder er ohnehin schon kennt beziehungsweise in dem ein Elternteil, Freunde oder Bekannte arbeiten. Eine Liste kaufmännischer Ausbildungsberufe findet sich im folgenden Arbeitsblatt: Für die Schülerinnen und Schüler ist erfahrungsgemäß der heikelste Teil die Kontaktaufnahme zu einem Betrieb, um einen geeigneten Interviewpartner zu finden. Eventuell benötigen sie hierbei Hilfestellung, indem man gemeinsam überlegt, welche Firmen den Beruf ausbilden und wie man an eine Adresse beziehungsweise Telefonnummer kommt. Ein Sträuben, diesen Schritt überhaupt zu tun, sollte man aber aus mehreren Gründen auf jeden Fall ignorieren: Nach dem erfolgreich durchgeführten Interview sind die Schülerinnen und Schüler stolz auf ihre Leistung und präsentieren ihre Ergebnisse sehr lebhaft. Der Schritt, der hier getan werden muss, ist der gleiche wie bei einer Bewerbung, die Aussicht auf Erfolg haben soll. Die Kontaktaufnahme zu bisher unbekannten Firmen eröffnet nicht selten Perspektiven für die Praktikums- oder auch Ausbildungswahl. Für die Präsentation bekommen die Schülerinnen und Schüler feste Vorgaben (siehe Arbeitsblatt 4). Wenn noch nicht geschehen, muss natürlich vorher Grundlegendes zum Vortragen und Visualisieren besprochen werden. Ähnliches gilt auch für die Vortragsphase: Hier ist es wichtig, dass bekannt ist, wie ein Feedback gegeben wird. Das Unterrichtsvorhaben schließt mit den Präsentationen über die einzelnen Berufe. Diese können - wie in der Verlaufsskizze vorgesehen - en bloc in zwei Unterrichtsstunden vorgetragen werden. Da dies aber für alle Beteiligten recht ermüdend ist, hat es sich bewährt, je nur drei oder vier Vorträge pro Stunde zu hören und den Rest zu einem anderen Thema in anderen Arbeitsformen zu arbeiten. Tolle Unterlagen allerdings fehlt ein wichtiger Bereich bei den kaufmännischen Berufen: Die vollschulischen Assistentenausbildungen!! 1. Staatlich geprüfter kaufmännische/r Assistent/in für Bürowirtschaft 2. dito ... für das Fremdsprachensekretariat UND 3. dito ... für Datenverarbeitung Das sind 2-jährige vollschulische Ausbildungen und gehören unbedingt auch in die Vorstellung kaufmännischer Berufe. Mfg, C. B. Diese Art des Austausches von U-Material wird bereits auf einigen I-Seiten betrieben. Ich begrüße es sehr. Es erleichtert die Arbeit und ist ein Weg zu größerer U-Qualität. Vielen Dank an die Autoren und die Initiatoren. L. Diehl

  • Deutsch / Kommunikation
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Unterrichtsmaterial zur Berufsvorbereitung mit ich-will-lernen.de

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Berufsvorbereitung begleitet die Lernenden mit Übungen zu Berufsfindung, Bewerbung und Arbeitsorganisation im Umgang mit der Online-Trainingsplattform ich-will-lernen.de.Viele Jugendliche fragen sich zum Ende der Schulzeit: Bin ich reif für den Berufseinstieg? Die Unterrichtseinheit führt in die Benutzung des Lernportals ich-will-lernen.de ein, das vom Deutschen Volkshochschul-Verband angeboten wird. Über die dort zur Verfügung stehenden Übungen hinaus können Arbeitsblätter genutzt werden, die inhaltlich auf einigen dieser Übungen beruhen. Zu den vier Themenbereichen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander Arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" stehen hier Arbeitsblätter für die unterrichtliche Arbeit bereit. Das Lernportal ich-will-lernen.de Das Lernportal ich-will-lernen.de des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V. in Bonn stellt kostenlose Übungen aus den Bereichen der Alphabetisierung und der Grundbildung in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es auch umfangreiche Informationen und Übungen zum Beispiel zum berufsbezogenen Lernen. Ein Online-Lernkurs deckt vor allem die Themen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" ab. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen Die vier Curricula zum berufsbezogenen Lernen mit ich-will-lernen.de enthalten auf bis zu zehn Lernstufen jeweils ein oder zwei Themen, die in mehreren Übungen online bearbeitet werden können. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen sind in vier entsprechenden PDF-Dokumenten gebündelt und stehen zum Download auf der Plattform bereit. Einsatz des Lernportals im Unterricht Einsatz des Lernportals im Unterricht Wie Sie das Online-Lernportal ich-will-lernen.de im Unterricht einführen und nutzen können, erfahren Sie hier. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wiederholen Grundwissen aus den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch. lernen, sich auf einen geeigneten Arbeitsplatz zu bewerben. erhalten Einblick in richtiges Verhalten am Arbeitsplatz in unterschiedlichen realistischen Situationen. erfahren, wie man die eigene Arbeit im Beruf richtig organisiert. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit Computer und Internet. erfahren verschiedene Arbeitsformen in Online-Übungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man sich gegenüber Mitarbeitern und Kollegen, aber auch gegenüber Vorgesetzten und Kunden höflich und geschickt verhält. lernen in realistischen Beispielen, mit Fehlern umzugehen. erfahren, wie man die ungenannten Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Sorgfalt in konkreten Situationen erreichen kann. sehen ein, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen oft andere Wertmaßstäbe setzen oder unerwartete Reaktionen zeigen. üben in ausgewählten Situationen richtiges Verhalten gegenüber Menschen aus anderen Kulturen. lernen, ein Gespräch persönlich oder am Telefon zu führen. erhalten Einblick, wann Gespräch, Telefon oder E-Mail als sinnvolles Kommunikationsmedium zu bevorzugen ist. Vorbereitung Da das Portal ich-will-lernen.de für Förderschüler, Hauptschüler und Berufsanfänger nicht auf Anhieb leicht zu benutzen ist, werden die einzelnen Curricula mithilfe von vorbereitenden Arbeitsblättern im Unterricht eingeführt. Die Aufgaben auf den Arbeitsblättern entsprechen inhaltlich ausgewählten Übungen aus dem Lernbereich des Portals. Sobald die Lehrkraft die Lernenden in die Bedienung des Online-Portals eingewiesen hat, werden die Benutzerinnen und Benutzer einige der Übungen wiedererkennen und werden durch diesen Wiedererkennungseffekt zum selbstständigen Weiterarbeiten motiviert. Vorstellung des Portals und Einführung Zunächst stellt die Lehrkraft das Portal ich-will-lernen.de in der Klasse vor. Die vier verschiedenen Curricula von ich-will-lernen.de stehen auf dem Portal in vier PDF-Dokumenten zur Verfügung. Die Curricula nutzen die Lernenden als Listen zum Abhaken der bearbeiteten Themen. Auf diese Weise kann der individuelle Lernfortschritt einfach im Auge behalten werden. Die PDF-Dateien können Sie unter folgenden Links herunterladen. Gemeinsames Anmelden Zunächst rufen alle Schülerinnen und Schüler die Seite www.ich-will-lernen.de in ihrem Browser auf. Anschließend erfolgt die Anmeldung und Passwortvergabe. Um auf die nachfolgenden Stunden vorzubereiten, erklärt die Lehrkraft die wichtigsten Funktionen des Portals und weist auf die Übungen hin, die später durchgeführt werden. Ablauf einer Bewerbung In einem Lehrervortrag wird der exemplarische Ablauf eines Bewerbungsgesprächs vorgestellt. Alternativ kann auch ein Unterrichtsgespräch stattfinden. Eine Sicherung der Ergebnisse kann auf einem Flipchart oder in Form eines Tafelbildes erfolgen, die den Schülerinnen und Schülern später in digitaler Form oder als Ausdruck zur Verfügung gestellt werden können. Folgende wesentliche Punkte sollten in dieser Reihenfolge erarbeitet werden: Information über freie Stellen Telefonische Kontaktaufnahme oder Anfrage per E-Mail Schriftliche Bewerbung Bewerbungsgespräch Im Bewerbungsgespräch Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, Arbeitsblatt 1 selbstständig auszufüllen. Anschließend können die Ergebnisse im Plenum ausgetauscht und besprochen werden. Übung am Computer Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt ausgefüllt haben, führen sie diese Übung nochmals auf der Plattform ich-will-lernen.de durch. Rückmeldungen im Beruf Zunächst erläutert die Lehrkraft in einem kurzen Vortrag die Bedeutung von Rückmeldungen durch Vorgesetzte. Im Anschluss führen die Schülerinnen und Schüler eine Übung zum Thema "Wie war ich? Rückmeldungen erfragen" durch. Dazu füllen sie Arbeitsblatt 2 aus. Gegebenenfalls kann das Arbeitsblatt nach Fertigstellung im Plenum besprochen werden. Übung am Computer Auf der Plattform ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die vorab mit dem Arbeitsblatt vorbereitete Übung zur Bitte um Rückmeldung auf und bearbeiten diese. Schwierigkeiten im Arbeitsalltag Als Impuls stellt die Lehrerin oder der Lehrer die Frage, welche Schwierigkeiten im alltäglichen Miteinander am Arbeitsplatz auftreten können. In einem Lehrer-Schüler-Gespräch werden mögliche Situationen gesammelt. Anschließend führen die Lernenden eine Übung zum Thema "Eine Frage an den Chef" durch. Dazu arbeiten sie mit Arbeitsblatt 3, das im Anschluss gemeinsam besprochen werden kann. Übung am Computer Auf dem Portal ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die Übung zur Frage an den Chef auf und bearbeiten diese online. Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft In einem Lehrer-Schüler-Gespräch wird das Thema "Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft" in der Klasse eingeführt. Gemeinsam überlegen die Lernenden, welche Besonderheiten möglicherweise zu beachten sind. Es schließt sich eine Übung zum Thema "Andere Länder - andere Sitten" an. Hierzu füllen die Schülerinnen und Schüler Arbeitsblatt 4 aus, indem sie Begriffe zuordnen beziehungsweise ankreuzen. Übung am Computer Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, auf der Plattform ich-will-lernen.de die Übungen "Unterschiedliche Gesten verstehen" und "Feste feiern, aber wie?" aufzurufen und zu bearbeiten. Zum Abschluss bietet es sich an, die Erfahrungen mit den Aufgaben auf ich-will-lernen.de auszutauschen und mögliche offene Fragen im Plenum zu klären. Nachdem die ersten Übungen gemeinsam im Unterricht absolviert wurden, können die Lernenden nun zu Hause weitere Lernstufen und Aufgaben ausprobieren und sich so - je nach individuellem Bedarf - eigenständig weiterbilden.

  • Deutsch / Kommunikation
  • Sekundarstufe I

Sprachbarrieren im Unterricht – und wie sie beseitigt werden können

Fachartikel

... staunten nicht schlecht, als die Personalchefin eines Ausbildungsbetriebs im Rahmen eines Bewerbungstrainings einmal sagte, dass Deutsch in ihren Augen das wichtigste Schulfach sei. Sprache "stecke halt ...

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