Unterrichtsmaterialien zum Thema "Berufsausbildung"

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Grundsätze der Warenvorlage

Unterrichtseinheit

Die Warenvorlage ist ein entscheidender Moment des Verkaufsgesprächs, in dem es wichtige Grundsätze zu beachten gilt. Die Unterrichtseinheit ermöglicht die Einübung in Rollenspielen, deren Videoaufzeichnung im Anschluss analysiert wird.Für Auszubildende im Einzelhandel sind der Kundenkontakt und die Warenvorlage ein wichtiges Element der täglichen Arbeit. Zur Unterstützung ihrer betrieblichen Praxis sollen die theoretischen Grundlagen in Übungen umgesetzt und vertiefend analysiert werden. Die Warenvorlage bildet zusammen mit der Verkaufsargumentation den Mittelpunkt eines Verkaufsgesprächs. Dabei gilt es acht Grundsätze zu beachten, wozu zunächst die Wahl des richtigen Präsentationszeitpunktes und die Vorlage des richtigen Artikels zählen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen dazu die Kundenansprüche mit den Wareneigenschaften abwägen, um einen ansprechenden Sortimentsquerschnitt mit Vergleichsmöglichkeiten vorzulegen, ohne dabei mit einer zu hohen Anzahl an Artikeln zu überfordern. Eine Grundregel nennt die Vorlage von drei Artikeln als diesbezüglich angemessen, wobei der sachgemäße Umgang mit der Ware zu beachten ist. Zur häufig schwierigen Ermittlung der richtigen Preislage wird empfohlen, mit der mittleren Preislage zu beginnen und die Warenvorlage entsprechend der Kundenreaktionen zu verändern. Weitere wichtige Prinzipien beziehen sich darauf, möglichst viele Sinne des Kunden anzusprechen und eine sinnvolle Warenergänzung anzubieten. Der letzte Grundsatz gibt vor - zum Zwecke der Kundenbindung - mit betriebseigenen Serviceleistungen zu werben.Im Rahmen der zeitlichen Begrenzung auf eine Doppelstunde findet eine Reduktion auf vier Grundsätze statt: Die angemessene Anzahl der Waren, die richtige Preislage, die sinnesbezogene Warenvorlage und Perspektiven für weitere Verkäufe sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die weiteren Grundsätze können in den Folgestunden mit identischer Methodik und Medienwahl erarbeitet werden. Die Unterrichtstunde wird in einem Verkaufsraum stattfinden, der den Umgang mit realen Waren anbietet. Die Schülerinnen und Schüler führen die Rollenspiele in der "Verkaufsecke" vor, um das Prinzip der Exemplarität zu erfüllen. Unterrichtsablauf und Einsatz der Materialien Auf dieser Unterseite finden Sie Details zum Unterricht und dem Einsatz der Arbeitsmaterialien. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Kenntnisse über die einzelnen Phasen des Verkaufsgesprächs erweitern, indem sie die Warenvorlage szenisch darstellen. die beschriebenen Grundsätze in der Analyse der Videosequenzen erarbeiten und die beobachteten Grundsätze der Warenvorlage anwenden. in der Vorbereitung, Aufnahme und Wiedergabe den sachgemäßen Umgang mit digitaler Bildaufzeichnung üben. Thema Grundsätze der Warenvorlage Autor Perihan Selek Fach Kundenkommunikation und -services Zielgruppe Auszubildende: Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer Zeitumfang eine Doppelstunde Technische Voraussetzungen Camcorder, Stativ, Beamer Im problemorientierten Einstiegsfall können die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Verkäuferin während der Warenvorlage die Kundin mit zu vielen Waren überfordert. Daraus ergibt sich die Einstiegsfrage: Wie viele Waren sollte man dem Kunden vorlegen? Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in verschiedenen Gruppen Rollenspiele, die sie dann vor der Kamera aufführen. Die Rollenverteilung wird ihnen freigestellt. Die Partnergruppen 1A und 1B werden sich in ihren Rollenspielen auf die gleichen Grundsätze beziehen, legen dazu aber unterschiedliche Waren vor. Die Partnergruppen 2A und 2B gehen auf zwei andere Grundsätze ein und wenden diese anhand von verschiedenen Waren an. Jeder Lernende übernimmt eine Aufgabe: Regie, Kamera, Verkauf, Kundschaft oder Technik. Während der Aufnahme eines Rollenspiels haben die anderen Gruppen einen Beobachtungsauftrag. Die jeweils etwa 3-minütigen Rollenspiele arbeiten mit konkreten Rollenkarten, um die Akteure auf das Wesentliche der Gesprächssituation vorzubereiten. Anschließend werden mindestens zwei der aufgenommenen Rollenspiele über den Beamer gezeigt und bezüglich der Warenvorlage analysiert. Die Partnergruppe fungiert als Kontrollgruppe, die anderen beiden Gruppen versuchen aus dieser Videosequenz die zwei Grundsätze der Warenvorlage abzuleiten. Ein zweites Beobachten der Rollenspiele - während der Präsentation als Videosequenz - ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze besser zu erkennen und diese zu internalisieren. Dies begründet den Mehrwert des Medieneinsatzes. Daraus werden fragend-entwickelnd vier Grundsätze der Warenvorlage abgeleitet und an der Tafel gesichert. Am Ende der Stunde wird auf den Einstiegsfall zurückgegriffen und eine Lösung des Problems erarbeitet.

  • Wirtschaftslehre
  • Sekundarstufe II

Ergonomie am Arbeitsplatz - Luxus oder Notwendigkeit?

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler sollten sich rechtzeitig mit dem Thema Ergonomie bewusst auseinandersetzen. Diese Unterrichtseinheit sensibilisiert Jugendliche dafür, auf gesundheitserhaltende Bedingungen am Lern- und Arbeitsort zu achten.Die Motivation, sich mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu befassen, ist aus der Sicht von Arbeitgeber und Arbeitnehmer sicherlich sehr unterschiedlich. Fakt ist, dass der Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beiden Seiten nützt. Das berufliche Umfeld ist sehr vielgestaltig, entsprechend breit gefächert sind die Aspekte, die aus ergonomischer Sicht berücksichtigt werden müssen. Diese betreffen nicht nur die Situation am unmittelbaren Arbeitsplatz, sondern auch organisatorische, kommunikatorische und infrastrukturelle Faktoren.Mithilfe dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler zunächst an das etwas abstrakte, weil sehr vielschichtige, Thema herangeführt. Anschließend versuchen sie, das berufliche Umfeld in Teilbereiche zu gliedern und jeweils Gestaltungsansätze zu formulieren. Im Fokus stehen hierbei allgemein Büro- und handwerkliche Tätigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zu möglichen physischen Folgen einer unzulänglichen Arbeitsplatzgestaltung. Ein abschließender Selbsttest mit Blick auf den Zeitraum, den sie bereits jetzt im Sitzen verbringen, soll dafür sensibilisieren, dass es durchaus Sinn macht, sich mit dem Thema Ergonomie auch außerhalb des beruflichen Umfeldes zu befassen. Ablauf der Unterrichtseinheit Die einzelnen Schritte der Unterrichtseinheit sind in ihrem Umfang flexibel gestaltbar, die Arbeit in kleinen Gruppen wird empfohlen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen erarbeiten, was Ergonomie ist und welche Ziele eine ergonomische Arbeitsgestaltung verfolgt. das Arbeitssystem in Teilbereiche untergliedern und für diese ergonomische Gestaltungsansätze ermitteln. mögliche physische Folgen einer unzulänglichen Arbeitsplatzgestaltung recherchieren. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen eigenständig nach relevanten Informationen recherchieren und diese auswerten. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass eine selbstkritische Betrachtung ein erster Schritt für eine möglicherweise erforderliche Änderung des eigenen Ergonomie-Verhaltens darstellen kann. Inhalt Motivation und Ziele einer ergonomischen Arbeitsumfeldgestaltung werden durch die Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitet. Eine Einführung ins Thema wird so in Form einer selbstständigen Recherche durchgeführt. Arbeitsmaterial Auf Arbeitsblatt 1 erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Eigenrecherchen mögliche Gründe für die Motivation, sich aus Arbeitgeber- und -nehmersicht mit den Arbeitsbedingungen und der Gestaltung des Arbeitsumfeldes zu befassen und leiten daraus Ziele einer ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes und -umfeldes ab. Inhalt Das komplexe Gefüge des beruflichen Umfelds wird untersucht: In Eigenrecherche werden Hintergründe der Arbeitsbedingungen erkundet, Anforderungen an das berufliche Umfeld formuliert und ergonomische Gestaltungsfelder erschlossen. Arbeitsmaterial Auf dem Arbeitsblatt 2 werden die Schülerinnen und Schüler angehalten, am Beispiel einer Büro- und handwerklichen Tätigkeit allgemeine Anforderungen an den Arbeitsplatz und dessen Umfeld zu formulieren. Darauf aufbauend gliedern sie das Arbeitsumfeld in Teilbereiche, womit die Vielschichtigkeit ergonomischer Gestaltungsfelder aufgezeigt werden soll. Für die oben genannten Tätigkeitsschwerpunkte leiten die Schülerinnen und Schüler mögliche physische Folgen einer schlechten Arbeitsplatzgestaltung ab. Vorgegebene Links unterstützen die Eigenrecherche. Ergonomie ist auch eine Frage des eigenen Handelns: Über einen Selbsttest zur täglichen oder wöchentlichen Dauer sitzender Tätigkeiten nähern sich die Lernenden der Problematik von Bewegungsmangel und einem Zuviel sitzender Tätigkeiten an. Arbeitsmaterial Das Arbeitsblatt 3 beinhaltet einen Selbsttest mit Blick auf die von den Schülerinnen und Schülern im Sitzen verbrachte Zeit in Relation zu Zeiten der körperlichen Aktivität. Das richtige Sitzen wird außerdem Thema in dieser Phase der Unterrichtseinheit.

  • Politik / WiSo / SoWi
  • Sekundarstufe I

Unterrichtsmaterial zur Berufsvorbereitung mit ich-will-lernen.de

Unterrichtseinheit

Diese Unterrichtseinheit zum Thema Berufsvorbereitung begleitet die Lernenden mit Übungen zu Berufsfindung, Bewerbung und Arbeitsorganisation im Umgang mit der Online-Trainingsplattform ich-will-lernen.de.Viele Jugendliche fragen sich zum Ende der Schulzeit: Bin ich reif für den Berufseinstieg? Die Unterrichtseinheit führt in die Benutzung des Lernportals ich-will-lernen.de ein, das vom Deutschen Volkshochschul-Verband angeboten wird. Über die dort zur Verfügung stehenden Übungen hinaus können Arbeitsblätter genutzt werden, die inhaltlich auf einigen dieser Übungen beruhen. Zu den vier Themenbereichen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander Arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" stehen hier Arbeitsblätter für die unterrichtliche Arbeit bereit. Das Lernportal ich-will-lernen.de Das Lernportal ich-will-lernen.de des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V. in Bonn stellt kostenlose Übungen aus den Bereichen der Alphabetisierung und der Grundbildung in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es auch umfangreiche Informationen und Übungen zum Beispiel zum berufsbezogenen Lernen. Ein Online-Lernkurs deckt vor allem die Themen "Sich bewerben", "Arbeitsorganisation", "Miteinander arbeiten" und "Interkulturelle Kompetenz" ab. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen Die vier Curricula zum berufsbezogenen Lernen mit ich-will-lernen.de enthalten auf bis zu zehn Lernstufen jeweils ein oder zwei Themen, die in mehreren Übungen online bearbeitet werden können. Die Curricula zum berufsbezogenen Lernen sind in vier entsprechenden PDF-Dokumenten gebündelt und stehen zum Download auf der Plattform bereit. Einsatz des Lernportals im Unterricht Einsatz des Lernportals im Unterricht Wie Sie das Online-Lernportal ich-will-lernen.de im Unterricht einführen und nutzen können, erfahren Sie hier. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wiederholen Grundwissen aus den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch. lernen, sich auf einen geeigneten Arbeitsplatz zu bewerben. erhalten Einblick in richtiges Verhalten am Arbeitsplatz in unterschiedlichen realistischen Situationen. erfahren, wie man die eigene Arbeit im Beruf richtig organisiert. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben den Umgang mit Computer und Internet. erfahren verschiedene Arbeitsformen in Online-Übungen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man sich gegenüber Mitarbeitern und Kollegen, aber auch gegenüber Vorgesetzten und Kunden höflich und geschickt verhält. lernen in realistischen Beispielen, mit Fehlern umzugehen. erfahren, wie man die ungenannten Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Sorgfalt in konkreten Situationen erreichen kann. sehen ein, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen oft andere Wertmaßstäbe setzen oder unerwartete Reaktionen zeigen. üben in ausgewählten Situationen richtiges Verhalten gegenüber Menschen aus anderen Kulturen. lernen, ein Gespräch persönlich oder am Telefon zu führen. erhalten Einblick, wann Gespräch, Telefon oder E-Mail als sinnvolles Kommunikationsmedium zu bevorzugen ist. Vorbereitung Da das Portal ich-will-lernen.de für Förderschüler, Hauptschüler und Berufsanfänger nicht auf Anhieb leicht zu benutzen ist, werden die einzelnen Curricula mithilfe von vorbereitenden Arbeitsblättern im Unterricht eingeführt. Die Aufgaben auf den Arbeitsblättern entsprechen inhaltlich ausgewählten Übungen aus dem Lernbereich des Portals. Sobald die Lehrkraft die Lernenden in die Bedienung des Online-Portals eingewiesen hat, werden die Benutzerinnen und Benutzer einige der Übungen wiedererkennen und werden durch diesen Wiedererkennungseffekt zum selbstständigen Weiterarbeiten motiviert. Vorstellung des Portals und Einführung Zunächst stellt die Lehrkraft das Portal ich-will-lernen.de in der Klasse vor. Die vier verschiedenen Curricula von ich-will-lernen.de stehen auf dem Portal in vier PDF-Dokumenten zur Verfügung. Die Curricula nutzen die Lernenden als Listen zum Abhaken der bearbeiteten Themen. Auf diese Weise kann der individuelle Lernfortschritt einfach im Auge behalten werden. Die PDF-Dateien können Sie unter folgenden Links herunterladen. Gemeinsames Anmelden Zunächst rufen alle Schülerinnen und Schüler die Seite www.ich-will-lernen.de in ihrem Browser auf. Anschließend erfolgt die Anmeldung und Passwortvergabe. Um auf die nachfolgenden Stunden vorzubereiten, erklärt die Lehrkraft die wichtigsten Funktionen des Portals und weist auf die Übungen hin, die später durchgeführt werden. Ablauf einer Bewerbung In einem Lehrervortrag wird der exemplarische Ablauf eines Bewerbungsgesprächs vorgestellt. Alternativ kann auch ein Unterrichtsgespräch stattfinden. Eine Sicherung der Ergebnisse kann auf einem Flipchart oder in Form eines Tafelbildes erfolgen, die den Schülerinnen und Schülern später in digitaler Form oder als Ausdruck zur Verfügung gestellt werden können. Folgende wesentliche Punkte sollten in dieser Reihenfolge erarbeitet werden: Information über freie Stellen Telefonische Kontaktaufnahme oder Anfrage per E-Mail Schriftliche Bewerbung Bewerbungsgespräch Im Bewerbungsgespräch Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, Arbeitsblatt 1 selbstständig auszufüllen. Anschließend können die Ergebnisse im Plenum ausgetauscht und besprochen werden. Übung am Computer Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt ausgefüllt haben, führen sie diese Übung nochmals auf der Plattform ich-will-lernen.de durch. Rückmeldungen im Beruf Zunächst erläutert die Lehrkraft in einem kurzen Vortrag die Bedeutung von Rückmeldungen durch Vorgesetzte. Im Anschluss führen die Schülerinnen und Schüler eine Übung zum Thema "Wie war ich? Rückmeldungen erfragen" durch. Dazu füllen sie Arbeitsblatt 2 aus. Gegebenenfalls kann das Arbeitsblatt nach Fertigstellung im Plenum besprochen werden. Übung am Computer Auf der Plattform ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die vorab mit dem Arbeitsblatt vorbereitete Übung zur Bitte um Rückmeldung auf und bearbeiten diese. Schwierigkeiten im Arbeitsalltag Als Impuls stellt die Lehrerin oder der Lehrer die Frage, welche Schwierigkeiten im alltäglichen Miteinander am Arbeitsplatz auftreten können. In einem Lehrer-Schüler-Gespräch werden mögliche Situationen gesammelt. Anschließend führen die Lernenden eine Übung zum Thema "Eine Frage an den Chef" durch. Dazu arbeiten sie mit Arbeitsblatt 3, das im Anschluss gemeinsam besprochen werden kann. Übung am Computer Auf dem Portal ich-will-lernen.de rufen die Schülerinnen und Schüler die Übung zur Frage an den Chef auf und bearbeiten diese online. Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft In einem Lehrer-Schüler-Gespräch wird das Thema "Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft" in der Klasse eingeführt. Gemeinsam überlegen die Lernenden, welche Besonderheiten möglicherweise zu beachten sind. Es schließt sich eine Übung zum Thema "Andere Länder - andere Sitten" an. Hierzu füllen die Schülerinnen und Schüler Arbeitsblatt 4 aus, indem sie Begriffe zuordnen beziehungsweise ankreuzen. Übung am Computer Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgabe, auf der Plattform ich-will-lernen.de die Übungen "Unterschiedliche Gesten verstehen" und "Feste feiern, aber wie?" aufzurufen und zu bearbeiten. Zum Abschluss bietet es sich an, die Erfahrungen mit den Aufgaben auf ich-will-lernen.de auszutauschen und mögliche offene Fragen im Plenum zu klären. Nachdem die ersten Übungen gemeinsam im Unterricht absolviert wurden, können die Lernenden nun zu Hause weitere Lernstufen und Aufgaben ausprobieren und sich so - je nach individuellem Bedarf - eigenständig weiterbilden.

  • Deutsch / Kommunikation
  • Sekundarstufe I

Inklusiver Unterricht: Einführung in die Teamarbeit

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für Lernende mit besonderen Förderbedarfen werden Aspekte der Teamarbeit durch Arbeitsblätter, Übungen und Beispiele veranschaulicht. Die Bildung von Teams, Leitung und Zusammenarbeit im Team sowie die Teamentwicklung werden in je einer Unterrichtsstunde mit leichtem, mittlerem und höherem Schwierigkeitsgrad behandelt.Folgende Teilaspekte des Themas Teamarbeit werden in dieser Unterrichtseinheit behandelt: die Bildung von Gruppen beziehungsweise Teams, die Bedeutung der gegenseitigen Verantwortung und des Vertrauens sowie die Entwicklung eines Teams im Verlauf der gemeinsamen Arbeit. Diese Komponenten werden in drei Schwierigkeitsstufen und unterschiedlichen Sozialformen und Methoden erarbeitet, die je nach körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Lernenden bewältigt werden können. Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen In integrativen Klassen muss großer Raum für Erklärungen, für Diskussionen innerhalb der Lerngruppe sowie für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts eingeräumt werden. Innerhalb jeder Lerngruppe sind die individuellen Bedürfnisse der Lernenden in besonderem Maße zu berücksichtigen. Unterrichtsbausteine Überblick über die Arbeitsmaterialien "Teamarbeit" Auf dieser Seite finden Sie einen Kurz-Überblick der einzelnen Unterrichtsbausteine und der darin verwendeten Arbeitsblätter. Unterrichtsverlauf 1. Aspekt: Gruppen/Teams bilden Im Mittelpunkt der ersten Unterrichtssequenz steht das Thema Teambildung. Die Arbeitsanleitungen stehen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. 2. Aspekt: Leitung und Zusammenarbeit im Team Auf Basis eines Videoclips erarbeiten die Lernenden, welche Rolle die verschiedenen Mitglieder in einem Team spielen. 3. Aspekt: Teamentwicklung Auf der Grundlage eines Modells des Psychologen Bruce Tuckmann wird die Lerngruppe an Funktion und Arbeitsweisen eines Teams herangeführt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben in angemessenem Umfang Lesen und Schreiben. geben Inhalte von Texten und Videoclips mündlich wieder. erhalten Einblick in Entwicklung und Funktionsweise von Teams. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Informationen aus Videoclips beziehungsweise Computerpräsentationen. üben den Umgang mit Arbeitsblättern, indem sie Aussagen ankreuzen oder einfache Aussagen formulieren. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblick in die Zusammenarbeit im Team. erfahren, wie sie mit verschiedenen Charakteren umgehen können. erkennen, dass Vertrauen, Zuverlässigkeit und Engagement wichtig für eine gute Zusammenarbeit sind. erfahren durch Rollenspiele, wie bestimmte Verhaltensweisen auf andere wirken. Allgemeine Hinweise In den Dateinamen weisen die Kennbuchstaben L, M und S auf die Schwierigkeitsstufen Leicht, Mittel und Schwer hin. Die Arbeitsanleitungen für die Lernenden sind in "Leichter Sprache" verfasst (siehe das Dokument "Exkurs_Leichte_Sprache.docx"). Für Lernende mit Sehbehinderung wäre folgende Differenzierung möglich: die Kopiervorlage vergrößern, damit die Motive und Texte besser erkennbar sind. 1. Aspekt: Gruppen/Teams bilden Leicht: AB_1_L_Puzzle, AB_1_L_Bus Mittel: AB_1_M_Profil, AB_1_M_Raetsel Schwer: AB_1_S_Mannschaft 2. Aspekt: Leitung und Zusammenarbeit im Team Leicht: AB_2_L_Teamwork Mittel: AB_2_M_Teamwork, AB_2_M_Vertiefung Schwer: AB_2_S_Rollenkarten, AB_2_S_Eigenschaften 3. Aspekt: Teamentwicklung Leicht: AB_3_L_Teamuhr Mittel: AB_3_M_Teamuhr Schwer: AB_3_S_Zielpfeil_gr, AB_3_S_Zielpfeil_kl, AB_3_S_Teamentwicklung Exkurs: Leichte Sprache Zur Information und Übung für Lehrkräfte: Exkurs_Leichte_Sprache Teil I Mit einem kleinen Spiel sollen Vierergruppen gebildet werden. Auf diese Weise erfahren die Teilnehmenden, dass Kommunikation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig ist, um herauszufinden, wer zum eigenen Team gehört und wer nicht. Außerdem können nur die Mitglieder eines Teams zusammen ein Ganzes bilden, während Einzelne oder Teile eines Teams nur zu unvollständigen Ergebnissen kommen können. Das Arbeitsblatt AB_1_L_Puzzle dient als Kopiervorlage für die benötigten Spielmaterialien. Diese Materialien in Form von "Puzzleteilen" sollten von der Lehrkraft vor Beginn des Unterrichts vorbereitet werden. Die genaue Anleitung finden Sie in der Kopiervorlage. Nachdem sich die Teams in Vierergruppen gefunden haben, wird das Spiel noch einmal reflektiert. Auf folgende Aspekte sollte besonders hingewiesen werden: Die Teilnehmenden müssen miteinander reden oder sich zumindest gegenseitig "ihre" Puzzleteile zeigen, um zu erkennen, wer zu welcher Gruppe gehört. Nur wenn alle Gruppenmitglieder zusammengefunden haben, ergeben ihre Puzzleteile ein Gesamtbild. Ein Team kann auch nur funktionieren, wenn alle zusammenarbeiten. Teil II Im zweiten Teil dieser Einheit sollen alle Teilnehmenden mithilfe einer Metapher seinen Platz im Team finden. Als Metapher dient ein bekanntes Automodell ("VW-Bus"), das nur funktioniert, wenn verschiedene Teile vorhanden sind und ihren Beitrag zum Gelingen einer gemeinsamen Fahrt beisteuern. Auf dem Arbeitsblatt AB_1_L_Bus stehen unter der Abbildung dieses Fahrzeugs verschiedene Fahrzeugteile, die jeweils einen Platz im Team "Fahrzeug" repräsentieren. Diese Fahrzeugteile werden zunächst im gemeinsamen Gespräch erklärt und hinsichtlich ihrer Funktion erläutert. Dann sollen alle Teilnehmenden ihren eigenen Platz im Team anhand eines Fahrzeugteils ihrer Wahl durch Ankreuzen finden. Im Anschluss sollen alle Lernenden ihre Wahl vorstellen und begründen. Alle Teilnehmenden sollen zu Wort kommen. Für dieses abschließende Gespräch ist ausreichend Zeit einzuplanen, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Teil I Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen zunächst versuchen - eventuell nach dem oben beschriebenen "Spiel" ( Arbeitsblatt AB_1_L_Puzzle ) - das Wort "Team" mit passenden Begriffen inhaltlich zu füllen. Dabei soll ein kleines, einfaches Kreuzworträtsel entstehen, zum Beispiel: Bei Teilnehmenden mit Sprachschwierigkeiten ist die Bedeutung der Begriffe im Wortspeicher ausführlich zu erklären. Es gibt nicht "eine" richtige Lösung, sondern es sind mehrere Varianten möglich. Aber nicht alle Begriffe passen in das Raster. Eine gewisse Schwierigkeit besteht darin, wirklich passende Begriffe zu finden. Das Rätsel kann noch anspruchsvoller gestaltet werden, indem der Wortspeicher beim Kopieren abgedeckt wird. Dann müssen die Lernenden selbst eigene Begriffe finden. Das erfordert aber eine gewisse Sprachfertigkeit. Grundsätzlich ist es jedoch zu begrüßen, wenn die Lernenden weitere eigene Wörter finden, die in das Raster passen. Teil II Im zweiten Teil dieser Einheit steht die Einschätzung der eigenen Teamfähigkeit im Vordergrund. Mithilfe einiger konträrer Begriffspaare soll ein persönliches Polaritätsprofil erstellt werden, das dem einzelnen Teilnehmer beziehungsweise der einzelnen Teilnehmerin hilft, die eigene individuelle Haltung zu Teamarbeit zu erkennen und gegebenenfalls zu überdenken. Dabei sollen alle Teilnehmenden ihre eigene Stellung auf einer Skala von "- - " bis "+ +" ankreuzen. Die Bearbeitung des Arbeitsblatts AB_1_M_Profil erfolgt in stiller Einzelarbeit. Es gibt keine "richtige" oder "falsche" Lösung. Eventuell muss die Lehrkraft im Zweiergespräch unklare Begriffe klären oder bei der Formulierung der persönlichen Zusammenfassung helfen. Nach einer vorgegebenen Bearbeitungszeit (circa 10 bis 15 Minuten) wird im Plenum geklärt, welche Eigenschaften oder Verhaltensweisen für die Teamfähigkeit förderlich und welche weniger geeignet sind. Diese weniger geeigneten Begriffe sind in der Regel diejenigen auf der linken Seite der Tabelle auf dem Arbeitsblatt. Teil I Als motivierender Einstieg dient eine Abbildung einer Volleyball-Mannschaft ( Arbeitsblatt AB_1_S_Mannschaft , eventuell als Folie), die im Unterrichtsraum via Overhead-Projektor oder Beamer projiziert wird. Im Gespräch wird herausgearbeitet, dass eine Mannschaft nur durch gezieltes Zusammenspiel erfolgreich sein kann. Zu jeder Mannschaft gehört ein "Kapitän", der oder die die verschiedenen Stärken und Schwächen seiner beziehungsweise ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler kennt und geschickt einsetzt. Bei der Betrachtung der Abbildung kann zum Beispiel auf folgende Aspekte eingegangen werden: Welche Gefühle sprechen aus den Gesichtern der Personen? Welche Stimmung wird durch die Armhaltung wiedergegeben? Warum ist die Person in der Mitte farbig hervorgehoben? Entstand dieses Foto vor oder nach einem Spiel? Wie gehen die Mitglieder dieser Mannschaft miteinander um, damit sie gewinnen? Wer ist das wichtigste Mitglied in diesem Team und warum? Je nach Zeit, Gegebenheiten am Unterrichtsort und den Fähigkeiten der Teilnehmenden kann sogar ein sportliches Mannschaftsspiel (Volleyball, Handball, Fußball et cetera - Nicht: Völkerball!) durchgeführt werden. Teil II Im Anschluss werden mögliche Verhaltensweisen in einem Team kritisch eingeschätzt ( Arbeitsblatt AB_1_S_Gesetze ). Die Schwierigkeit besteht darin, sich bestimmte Situationen theoretisch vorzustellen. Daher ist es notwendig, die auf dem Arbeitsblatt umrissenen Verhaltensweisen genau zu erkennen und zu verstehen. Bei Teilnehmenden mit Sprachschwierigkeiten ist deshalb der Inhalt der Texte vorab zu erklären. Nachdem die Lernenden verschiedene Verhaltensweisen (die auf dem Arbeitsblatt alphabetisch geordnet sind), durch Ankreuzen als gut oder schlecht für die Teamarbeit markiert haben, sollten diese Verhaltensweisen einzeln durchgesprochen werden: Lässt sich eine Mehrheit für die Einschätzung als positiv oder negativ feststellen? Gibt es ausgeglichene Einschätzungen? Eventuell müssen hier Missverständnisse im Gespräch geklärt werden. Möglichst alle Lernenden sollten mindestens einmal zu Wort kommen. Je nach zur Verfügung stehender Zeit können noch die drei wichtigsten Grundregeln aller Lernenden verlesen und besprochen werden. Als motivierender Einstieg wird in allen drei Schwierigkeitsgraden der Videoclip Teamwork ist kompliziert! projiziert. Da der Clip nur 3:26 Minuten dauert, kann er mehrmals gezeigt werden. Bei Lernenden mit Hör- oder Sehbehinderung ist auf ausreichende Größe der Projektion, eventuell Abdunkelung des Unterrichtsraums und ausreichende Lautstärke des Tons zu achten. Bei Lernenden mit Sprachschwierigkeiten aufgrund eines Migrationshintergrundes müssen die Inhalte der Gespräche im Clip erläutert beziehungsweise mithilfe des Arbeitsblattes AB_2_L_Teamwork übersetzt werden. Nachdem die Inhalte verstanden wurden, sollte auf jeden Fall in deutscher Sprache weitergearbeitet werden. Nach der Abfrage eines ersten Eindrucks von dem Videoclip sollte er ein zweites Mal gezeigt werden. Dann erzählen die Schülerinnen und Schüler die Handlung nach, wobei sie sich gegenseitig ergänzen oder richtig stellen, wenn etwas unvollständig oder ungenau berichtet wird. Auf dem Arbeitsblatt AB_2_L_Teamwork werden wesentliche Inhalte des Videoclips mit Sprechblasen veranschaulicht. Die Lernenden lesen das Arbeitsblatt durch und besprechen Schritt für Schritt, was die Figuren im Videoclip richtig beziehungsweise falsch machen. Beispielsweise könnten dabei folgende Aspekte betrachtet werden: Schritt 1: Mike klagt undifferenziert über seine Unzufriedenheit mit Ben. Über Abwesende sollte man nicht negativ sprechen. Anne bleibt sachlich und überlegt ruhig. Anne fragt nach ganz konkreten Fakten (Wer? Wie? Wann? Was?). Schritt 2: Mike erklärt sein Problem mit Ben. Mike hat den Eindruck, seine Meinung wird nicht respektiert. Ben stellt sich über die anderen Team-Mitglieder. Auch andere Teammitglieder fühlen sich von Ben missachtet. Schritt 3: Anne weiß, was gute Zusammenarbeit ausmacht. Anne verspricht, mit Ben zu reden. Ben hält seine eigene Meinung für die einzig richtige. Schritt 4: Ben ist zunächst sehr von sich überzeugt. Ben fragt Anne um Rat. Anne weiß gute Tipps zur Teamarbeit. Ben verspricht, sich diese Tipps in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen. Zum Abschluss der Stunde kann der Videoclip nochmals gezeigt werden. Nach der Abfrage eines ersten Eindrucks des Videoclips sollte er ein zweites Mal gezeigt werden. Mithilfe des Arbeitsblatts AB_2_M_Teamwork werden wesentliche Inhalte der Gespräche im Videoclip schriftlich ergänzt. Hierzu kann es notwendig sein, den Ablauf des Clips an geeigneten Stellen anzuhalten. Unter Umständen muss der Clip ein drittes Mal abgespielt werden. Hinweise zur "Lösung" für das Ausfüllen des Arbeitsblattes sind in der Version für den Schwierigkeitsgrad "Leicht" enthalten. Die Ergebnisse der Lernenden werden vorgelesen, verglichen und gegebenenfalls richtiggestellt. Zur Vertiefung wird in einem Multiple-Choice-Verfahren der Inhalt des Videoclips nochmal analysiert. Auf dem Arbeitsblatt AB_2_M_Vertiefung werden Gefühle und Motivation der Figuren aus dem Videoclip benannt. Sie sollen durch Ankreuzen bestätigt werden. Rollenspiel Nach dem ersten Betrachten des Videoclips wird dessen Inhalt mündlich zusammengefasst. Dabei sollten möglichst mehrere Lernende zu Wort kommen. Mit dem Hinweis, dass die Situationen aus dem Clip anschließend in einem Rollenspiel nachgestellt werden sollen, wird der Clip ein zweites Mal gezeigt. Das Rollenspiel hat die Funktion, den Lernenden die verschiedenen Perspektiven, Verhaltensweisen, deren Wirkung und Reaktionen darauf persönlich erfahrbar zu machen. Daher ist es sinnvoll, das Rollenspiel in wechselnder Besetzung mehrmals durchzuführen, sodass alle einmal mitgespielt haben. Zur Unterstützung können "Rollenkarten" ausgegeben werden, die das Verhalten der jeweiligen Figuren skizzieren. Diese Rollenkarten sind vor Beginn des Unterrichts aus dem Arbeitsblatt AB_2_S_Rollenkarten auszuschneiden und in der gewünschten Anzahl zu kopieren beziehungsweise für mehrfache Verwendung zu laminieren. Eigenschaften von Teammitgliedern Im Anschluss an das Rollenspiel werden wünschenswerte Eigenschaften eines Teammitglieds auf dem Arbeitsblatt AB_2_S_Eigenschaften aufgelistet. Die Lernenden ordnen diese Eigenschaften den drei Figuren aus dem Videoclip zu, indem sie in der betreffenden Spalte ein Kreuz setzen. So wird deutlich, wer ein geeigneter "Teamplayer" ist und bei wem noch Verbesserungen möglich sind. Durch das Ankreuzen sollen die Lernenden sich auch Gedanken darüber machen, ob sie selbst die jeweilige Eigenschaft besitzen oder eventuell ihr Verhalten ändern sollten. Zu diesem Zweck sollte die Lehrkraft die einzelnen Eigenschaften gezielt ansprechen und kleine Beispiele für "richtiges" Verhalten veranschaulichen. Wenn man ein Team als eine lebendige Arbeitsgruppe versteht, dann durchläuft es von der anfänglichen Teambildung bis zur schlussendlichen Auflösung verschiedene Phasen. Der amerikanische Psychologe Bruce Tuckmann entwickelte 1965 ein Modell, das zunächst vier Phasen umfasste (Bruce W. Tuckman. 1965. "Developmental sequence in small groups". Psychological Bulletin 63. 384-399). Später ergänzten andere dieses Modell auf bis zu sieben Phasen. Auf der Grundlage dieses Modells kann die Lerngruppe an Funktion und Arbeitsweise eines Teams herangeführt werden. Teil I Zu Beginn erklärt die Lehrkraft mithilfe einer Computerpräsentation, wie sich ein Team entwickelt und was in den einzelnen Phasen dieser Entwicklung passiert. Auf die Fachbegriffe (forming, storming, norming und performing) kann an dieser Stelle verzichtet werden, ebenso auf die später (1977) beschriebene 5. Phase des adjourning, in der sich das Team wieder auflöst. Dazu werden die folgenden Informationen auch mit spontanen Beispielen vorgestellt: 1. Phase: Wir begrüßen uns. Wir stellen uns mit Namen vor. Wir lernen uns kennen. Wir sollen zum Team gehören. 2. Phase: Jeder sucht sich einen Platz in der Gruppe. Wir schauen, wer sich durchsetzen kann. Wir streiten manchmal um unser Ziel. Langsam passen wir uns an. 3. Phase: Wir legen gemeinsame Regeln fest. Wir halten uns an unsere Rolle. Wir akzeptieren uns gegenseitig. Wir arbeiten besser zusammen. 4. Phase: Wir arbeiten gut zusammen. Wir helfen uns gegenseitig. Wir arbeiten gemeinsam auf das Ziel hin. Wir haben Erfolg. Teil II Diese Handlungen werden im zweiten Teil der Unterrichtsstunde auf dem Arbeitsblatt AB_3_L_Teamuhr den jeweiligen Phasen der Teamentwicklung zugeordnet. Dazu werden die Folien 6 bis 11 der Computerpräsentation Teamuhr.pptx projiziert. Durch das (Ab-)Schreiben haben die Lernenden Zeit, den jeweiligen Aspekt zu überdenken und ihre eigene Stellung dazu zu finden. Abschließend werden eigene Erfahrungen mit den Inhalten der einzelnen Phasen ausgetauscht. Dabei kann auch zur Sprache kommen, dass die Reihenfolge der Phasen der Teamentwicklung keineswegs starr ist, sondern auch variieren kann. Lernenden mit Sprachdefiziten (zum Beispiel Migrationshintergrund) muss deutlich gemacht werden, was unter den einzelnen Verhaltensweisen zu verstehen ist. Beispielsweise müssen sie lernen und üben, wie man sich in der Gruppe begrüßt und vorstellt, oder wie man Meinungen anderer (in anderen Kulturkreisen zum Beispiel von Frauen) akzeptiert. Zu Beginn erklärt die Lehrkraft mithilfe einer Computerpräsentation, wie sich ein Team entwickelt und was in den einzelnen Phasen dieser Entwicklung passiert (Folien 1 bis 5 der Datei Teamuhr.pptx ). Auf die Fachbegriffe (forming, storming, norming und performing) kann an dieser Stelle verzichtet werden, ebenso auf die später (1977) beschriebene 5. Phase des adjourning, in der sich das Team wieder auflöst. Auf dem Arbeitsblatt AB_3_M_Teamuhr werden anschließend die Verhaltensweisen und Handlungen notiert, die auf den Folien 6 bis 11 der Präsentation Teamuhr.pptx vorgestellt und mit spontanen Beispielen erläutert werden. Formulierungsbeispiele sind der Liste oben unter "Schwierigkeitsgrad leicht" zu entnehmen. Eine etwas anspruchsvollere Arbeit besteht darin, sogenannte Teamkiller zu benennen und ihre Auswirkung auf die Zusammenarbeit zu beleuchten. Neben den auf dem Arbeitsblatt vermerkten Teamkillern sind weitere ungünstige Verhaltensweisen denkbar. Die Lernenden werden deshalb dazu aufgefordert, in kleinen Gruppen von circa 3 bis 5 Personen auf einem A3-Plakat Teamkiller zu sammeln, die die Gruppenmitglieder schon einmal gestört haben beziehungsweise über die sie sich besonders ärgern. Beispiele hierfür könnten sein (Formulierung der Lernenden berücksichtigen!): keine Pausen zulassen lange Reden, die keiner hören will andere nicht ausreden lassen ständiges Jammern über die freudlose Arbeit Misstrauen und Unzufriedenheit durch Führungskraft sowie Mitarbeiter Bevormundung durch Führungskraft Verheimlichen eigener Fehler fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen Nun wird im Gespräch nach Möglichkeiten gesucht, diese Teamkiller zu vermeiden. Dabei kann auf das Arbeitsblatt AB_2_M_Vertiefung Bezug genommen werden, auf dem Hinweise zur guten Zusammenarbeit aufgelistet sind. Eventuell kann zusätzlich das Arbeitsblatt AB_2_S_Eigenschaften herangezogen werden, auf dem Verhaltensweisen zur Vermeidung der Teamkiller aufgelistet sind. Teil I Als Motivation wird das sogenannte Ziel-Pfeil-Phänomen gezeigt. Zur vorbereitenden Information für die Lehrkraft sollte ein passendes Video auf Youtube gesehen werden. Ein solches Ziel-Pfeil-Sechseck kann die Lehrkraft mithilfe des Arbeitsblattes AB_3_S_Zielpfeil_gr herstellen. Es sollte vor dem Unterricht vorbereitet werden. Wie wichtig Zielvereinbarungen und die gemeinsame Arbeit zum gleichen Ziel hin sind, wird durch eine kleine Show veranschaulicht. Dabei wird das Ziel-Pfeil-Sechseck zunächst von beiden Seiten gezeigt. Dann hält es die Lehrkraft zwischen zwei Händen so zum Publikum, dass auf der Seite der Lehrkraft der Pfeil nach unten oder oben zeigt. In diesem Fall zeigt der Pfeil auf der Seite der Lernenden schräg nach rechts oder links oben oder unten (die Richtung ist irrelevant). Wenn die Lehrkraft nun das Sechseck um die senkrechte Achse dreht, zeigt der Pfeil auf der Schülerseite nach oben oder unten, und hat mithin seine Richtung geändert. Nun wird das Sechseck um 60 Grad um seinen Mittelpunkt gedreht, sodass der Pfeil auf der Lehrerseite und auf der Schülerseite schräg nach oben oder schräg nach unten zeigt, also auf keiner Seite senkrecht nach oben oder unten. Wenn das Sechseck nun wieder um seine senkrechte Achse gedreht wird, weist der Pfeil auf der Schülerseite in dieselbe Richtung. Der verblüffende Trick zeigt, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um in der gewünschten Richtung weiter zu kommen. Wenn möglich, können die Lernenden für sich ebenfalls ein Ziel-Pfeil-Sechseck basteln, indem sie die Figuren auf dem Arbeitsblatt AB_3_S_Zielpfeil_kl ausschneiden und zusammenkleben. Sofern die Lernenden nicht bereits in ein Team an ihrer Arbeitsstelle eingebunden sind, kann diese kleine Bastelarbeit auch im Anschluss an die folgende Computerpräsentation als Teamarbeit angefertigt werden (siehe unten). Teil II Nachdem nun alle Lernenden erkannt haben, wie wichtig genaue Zielvereinbarungen für die Teamentwicklung sind, erklärt die Lehrkraft anhand der "Teamuhr", welche Phasen eine Teamentwicklung durchläuft. Auf Fachbegriffe kann hier wie in den anderen Schwierigkeitsstufen verzichtet werden. Dazu wird die Computerpräsentation Teamentwicklung.pptx gezeigt und von der Lehrkraft ausführlich besprochen. Während Folie 8 noch projiziert bleibt, verteilt die Lehrkraft das AB_3_S_Teamentwicklung. Auf dem Arbeitsblatt AB_3_S_Teamentwicklung tragen nun alle Lernenden ihre eigene Position auf der Teamuhr ein: Fühle ich mich in der Anfangsphase, "mittendrin" oder eher am Ende der Teamentwicklung? Falls die Lernenden keinem Team angehören, bietet es sich an, ad hoc in einem kleinen Projekt Teamarbeit auszuprobieren. Dazu sollen mithilfe des Arbeitsblattes AB_3_S_Zielpfeil_kl Zielpfeil-Sechsecke gebastelt werden. Damit dies gelingt, muss das Arbeitsblatt in ausreichender Menge kopiert werden, Schere und Klebstoff müssen zur Verfügung stehen. Die Teams sollten aus 3 bis 4 Personen bestehen. Eventuell wird die Teambildung mithilfe des Arbeitsblatts AB_1_L_Puzzle erleichtert. Folgender Ablauf des Mini-Projekts wird empfohlen: Die Teams finden sich in kleinen Gruppen zusammen. Ideal ist eine möglichst bunte Mischung der Teammitglieder: verschiedene Altersstufen, beide Geschlechter, verschiedene Nationen (bei Migrationshintergrund), verschiedene Behinderungen et cetera. Eventuell kristallisiert sich jetzt bereits eine Leiterin oder ein Leiter des Teams heraus. Je Team formulieren die Mitglieder zunächst ihr Ziel, ein Zielpfeil-Sechseck herzustellen (beziehungsweise je eines für jedes Team-Mitglied). Der Leiter oder die Leiterin des Teams spricht das gemeinsame Ziel aus und verteilt die Aufgaben: Wer besorgt die Arbeitsmaterialien (Arbeitsblätter, Klebstoff)? Wer besorgt die Werkzeuge (Schere)? Wer schneidet (welche Teile?) aus? Wer klebt zusammen? Wer prüft die Funktionalität? Dann geht es an die "Arbeit". Die Team-Mitglieder müssen sich aufeinander verlassen können: Sorgfalt, Genauigkeit, zügiger Arbeitsablauf werden von der Teamleiterin beziehungsweise vom Teamleiter überwacht. Schließlich ist die "Arbeit" erledigt und alle Teilnehmenden haben ein Zielpfeil-Sechseck in der Hand. Dieses ist zugleich auch eine Erinnerung an den Unterricht zum Thema Teamarbeit. Falls noch Zeit bleibt, können die Lernenden ihre vorher markierten Stellungen auf der Teamuhr (siehe Arbeitsblatt) erläutern. Mögliche Fragestellungen sind: Aus was für Menschen setzt sich das eigene Team zusammen? Wie viele Mitglieder hat das Team? Was ist das Ziel des eigenen Teams? Welche Probleme sind im Team bereits aufgetaucht? Wie wurden diese Probleme gelöst? Wie könnte man noch ungelöste Probleme überwinden? Wie lange arbeitet das Team bereits zusammen? Wie lange wird die Zusammenarbeit voraussichtlich noch andauern?

  • Deutsch / Kommunikation  / Pädagogik
  • Berufliche Bildung, Spezieller Förderbedarf

beroobi – Berufewelten online erleben

Unterrichtseinheit

Das interaktive Jugendportal beroobi stellt interessante und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe vor. Diese modular aufgebaute Unterrichtseinheit hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler über neue Berufe zu informieren und sie bei der Berufsorientierung und -wahl zu unterstützen.Viele Jugendliche tun sich schwer, den passenden Beruf zu finden, oder sie entscheiden sich nach wie vor einseitig, weil viele Berufe ihnen wenig bekannt sind. Das Jugendportal beroobi hat ein innovatives und praxisnahes Online-Angebot zusammen gestellt, bei dem die spielerische und interaktive Erkundung von Ausbildungsberufen im Vordergrund steht. Außerdem bietet es interessante Einstiegsmöglichkeiten in das komplexe Thema Berufswahl. Neue Berufe kennen lernen beroobi bietet Ihnen mit dieser modular aufgebauten Unterrichtseinheit die Möglichkeit, entweder eine ganze Unterrichtsreihe zum Thema Berufsorientierung und Berufswahl durchzuführen oder auch einzelne Module zum Beispiel für Vertretungsstunden oder Freistunden zu nutzen. Ziel ist dabei vor allem, dass Schülerinnen und Schüler über das Angebot neue Berufe kennen lernen und möglicherweise für sich entdecken. Informationen systematisch nutzen Die Jugendlichen werden außerdem dazu angeleitet, die angebotenen Informationen systematisch zu nutzen und Aussagen und Mehrwerte zu filtern. Zudem werden Anstöße gegeben, eigene Vorstellungen und Interessen zu formulieren und mit Berufen zu vergleichen, die möglicherweise bisher wenig bekannt sind. Ebenso werden Strategien für eine sinnvolle und zielgerichtete Internetnutzung (Recherche) gefördert sowie der Aspekt des Selbstlernens und -entdeckens gestärkt. Modul 1: "Berufe-Ralley - Entdecke deine Möglichkeiten" Modul 1 beinhaltet eine Rallye über die Internetseite beroobi, um die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich mit dem Angebot vertraut zu machen. Modul 2: "Berufe online erkunden" Das zweite Modul umfasst einen Erkundungsbogen, mit dessen Hilfe sich die Jugendlichen einem Beruf systematisch inhaltlich nähern. Modul 3: "Berufe vergleichen" In Modul 3 tragen die Schülerinnen und Schüler die gewonnenen Informationen in Kleingruppen zusammen und vergleichen sie. Modul 4: "Berufswahl - eigene Fähigkeiten und Wünsche" Modul 4 regt die Jugendlichen dazu an, ihre eigenen Fähigkeiten und Vorlieben zu den Anforderungen und Tätigkeiten eines von ihnen gewählten Berufs in Beziehung zu setzen. Hintergrundinformationen zum Projekt beroobi Mit dem interaktiven Internetportal beroobi erhalten Jugendliche konkrete Einblicke in zukunftsträchtige Ausbildungsberufe. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen die auf dem Internetportal beroobi bereit gestellten Informationen zu einzelnen Berufen systematisch nutzen. erkennen, welche Informationen für die persönliche Auseinandersetzung mit Berufen wichtig sind. aus einer Fülle von Informationen die relevanten herausfiltern. Informationen zu einem ausgewählten Beruf zusammenstellen und präsentieren. verschiedene Berufe miteinander vergleichen. den Beruf herausfiltern, der am Besten zu den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben passen könnte. lernen, bei einer Berufsbetrachtung genaue Maßstäbe anzulegen und die richtigen Fragen zu stellen. sich hinsichtlich ihrer beruflichen Vorstellungen selbst einschätzen und ihr Ergebnis in Relation zu der Einschätzung einer weiteren Person bringen können. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen spielerisch und multimedial verschiedene Berufewelten erkunden. die unterschiedlichen interaktiven Module und Medien innerhalb des Angebots beroobi kennen lernen und nutzen. mittels einer Internetrecherche eigenständig Informationen aus unterschiedlichen Berufen zusammentragen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in Gruppen zusammen arbeiten. sich gegenseitig Ergebnisse präsentieren. einander qualifiziert Feedback geben. Thema beroobi - Berufewelten online erleben Autorin Sonja Hensel und Anna Klages Fach Politik/SoWi Zielgruppe ab Klasse 8 Zeitumfang circa 4 Stunden - 1 Stunde pro Modul Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang, Flash-Player, Java-Script; ein Kopfhörer pro Schülerin oder Schüler sinnvoll beroobi ist ein Projekt von Schulen ans Netz e. V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF). Die Seite und alle Materialien stehen kostenfrei zur Verfügung. Sonja Hensel unterrichtet am Berufskolleg Bonn-Duisdorf die Fächer Deutsch, Geschichte, Politik und Soziologie. beroobi spielerisch entdecken Mit dieser Einheit machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern multimedial Lust auf die Erkundung verschiedener Berufe, von denen einige möglicherweise bei den Jugendlichen wenig bekannt sind. Die Lernenden werden durch die Rallye (Arbeitsblatt 1) aufgefordert, eigenständig Informationen aus unterschiedlichen Berufen zusammenzutragen, und sie entdecken dabei spielerisch das Informationsangebot beroobi. Das Angebot kennen lernen Die Schülerinnen und Schüler sollen erkunden, welche Berufe vorgestellt werden. Dabei lernen sie gleichzeitig spielerisch die Rubriken und die unterschiedlichen interaktiven Module und Medien innerhalb des Angebots kennen. Um in der Rallye erfolgreich zu sein, müssen alle Medienarten und viele unterschiedliche Module bedient, ausprobiert und erkundet werden. Der allgemeine Aufbau und die Struktur der Berufsbild-Darstellungen vermittelt ihnen außerdem, welche Informationen für die persönliche Auseinandersetzung mit Berufen wichtig sind. Einsatzvariante 1 Die Rallye kann für sich alleine stehen - als Einstieg in das Thema Berufswahl, als Motivation für zwischendurch oder für Vertretungsstunden. Sie lässt sich einsetzen, um Schülerinnen und Schüler mit den Möglichkeiten der Internetseite vertraut zu machen und einen ersten Eindruck von ganz unterschiedlichen - oft unbekannten - Berufen zu bekommen. Verschiedene und den Schülerinnen und Schülern nicht immer bekannte Berufe werden selbst entdeckt. So dient die Rallye dem eigenen Findungsprozess. Einsatzvariante 2 Die Rallye kann auch im Rahmen einer größeren beroobi-Unterrichtsreihe in der Berufsorientierung eingesetzt werden. Sie bietet sich als Einstieg in die Modulreihe an, um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich mit dem Thema Berufswahl auseinander zu setzen. Außerdem ist sie gut für diejenigen geeignet, die noch Übung darin benötigen, gezielt Informationen aus Internetseiten herauszusuchen. Das kleine Quiz am Ende (siehe Arbeitsblatt 2) lässt sich jederzeit im Verlauf der gesamten Einheit einstreuen, wenn die Jugendlichen die Motivation verlieren. "Mein" Beruf ist nicht dabei Der mögliche Einwand seitens der Schülerinnen und Schüler, dass "ihr" Beruf nicht dabei sei, kann sehr gut aufgegriffen werden, indem gemeinsam das Thema Berufsfelder in den Blick genommen wird. Die Auswahl der Berufe auf beroobi kann als Beispiel für verschiedene Berufsfelder gesehen werden. Es ist immer wichtig, nicht nur einen Berufswunsch zu verfolgen, sondern auch Alternativen in der Hinterhand zu haben. Eine Möglichkeit, solche Alternativen zu finden, ist die Frage, welche anderen Berufe es im betreffenden Berufsfeld noch gibt. Eine Zuordnung der Berufe zu den entsprechenden Berufsfeldern finden Sie auf beroobi.de. Navigation und PCs Eine einfache und schnelle Navigation durch die Berufe ist über den Button "Mehr Berufe" möglich, der sich bei jedem Berufsbild oben rechts befindet. Auch das Portal bietet eine Reihe von Möglichkeiten, auf die Berufe zuzugreifen. Wenn nicht genügend Computer vorhanden sein sollten, können die Schülerinnen und Schüler auch zu zweit an einem Computer arbeiten und sich mit dem Kopfhörer abwechseln. Informationen filtern Im Mittelpunkt der gesamten Unterrichtsreihe steht die systematische Nutzung der auf beroobi bereit gestellten Informationen zu einzelnen Berufen. Schülerinnen und Schülern fällt es oft schwer, aus der Fülle von Informationen die relevanten herauszufiltern. Deshalb wird ihnen hier ein Erkundungsbogen (Arbeitsblatt 3) an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe sie einen Beruf genau kennen lernen - ob zugelost, was empfehlenswert erscheint, um den Horizont der Schülerinnen und Schüler zu erweitern, oder selbst ausgesucht. Informationen sichern Der Erkundungsbogen dient außerdem dazu, die gefundenen Informationen festzuhalten und so bei Bedarf später wieder heran ziehen zu können. Die Fragen des Erkundungsbogens orientieren sich an der Systematik der Internetseite. Teilweise weichen die Formulierungen in den Fragen aber bewusst von denen auf der Website ab. So werden die Schülerinnen und Schüler in einzelnen Aufgaben aufgefordert, selbstständig eine Auswahl zu treffen, um bloßes Abschreiben zu verhindern und eine Verarbeitung der Inhalte anzuregen. Das Losen kann mithilfe der Berufe-Karten von beroobi (siehe Abb. 1) auch spielerisch gestaltet werden. Die Berufe-Karten können Sie bei Bedarf per E-Mail beim Projekt berrobi bei Schulen ans Netz e. V. anfordern. Dieses Modul baut idealerweise auf Modul 2 auf, in dem die Schülerinnen und Schüler je einen zugewiesenen oder selbst ausgesuchten Beruf erkundet haben. In diesem Modul stellen sie das dabei erworbene Wissen zusammen. In Vierergruppen tragen die Lernenden einander vor, was sie über "ihren" Beruf herausgefunden haben. Welche Informationen sie dabei weitergeben, wird durch den Fragebogen (Arbeitsblatt 4) vorstrukturiert. Die anderen Gruppenmitglieder hören jeweils zu, fragen bei Unklarheiten nach und füllen auf der Grundlage des Gehörten die Tabelle auf dem Arbeitsblatt aus. Die Ergebnisse können anschließend genutzt werden, um den Beruf herauszufiltern, der am Besten zu den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben passen könnte Für ältere Lernende In einer Klasse mit älteren Schülerinnen und Schülern kann das Modul auch einzeln eingesetzt werden, wenn eine freie Recherche zu den Punkten im Fragebogen vorausgeht. Gruppenbildung Bei der Gruppenbildung sollte darauf geachtet werden, dass sich die Gruppen aus Berufsbildern unterschiedlicher Berufsfelder und mit unterschiedlichen Voraussetzungen (bezogen auf die Schulabschlüsse) zusammensetzen. Eine Übersicht mit Zuordnungen der Berufe zu den Berufsfeldern finden Sie auf beroobi.de. Erarbeitung und Präsentation des Vergleichs nach bestimmten Kriterien Der Berufe-Vergleich kann auch als Grundlage für Kurzpräsentationen verwendet werden. Dazu bekommen die Gruppen einen weiteren Arbeitsauftrag. Dieser kann zum Beispiel lauten: Vergleicht in eurer Gruppe die Berufe. Welche Berufe unterscheiden sich am deutlichsten im Hinblick auf die Arbeitszeiten (Schichtarbeit, Gleitzeiten, Arbeitsbeginn), die Art der Tätigkeiten, die Kleidung, das Gehalt und die Voraussetzungen? Stellt die Unterschiede zusammen und stellt sie in einer fünfminütigen Präsentation der Klasse vor. Viele Berufe kennen - genaue Maßstäbe setzen Auf diese Weise lernen alle Schülerinnen und Schüler der Klasse viele unterschiedliche Berufe kennen und stellen außerdem fest, in welchen Punkten sich Berufe unterscheiden. So werden sie in die Lage versetzt, bei der nächsten Berufsbetrachtung - zum Beispiel im Rahmen eines Praktikums oder bei der Arbeit mit anderen Berufsorientierungs-Angeboten - genauere Maßstäbe anzulegen und die richtigen Fragen zu stellen. Soweit die Klasse noch keine Präsentationstechniken kennt, sollten Sie den Schülerinnen und Schülern unterstützende Hinweise und Tipps für eine Präsentation geben. Die Gruppen sollten so zusammengestellt werden, dass sie im Hinblick auf die abgefragten Punkte möglichst unterschiedliche Berufsfelder abdecken. Die Einteilung in Dreiergruppen könnten für Erarbeitung der Präsentation effektiver sein. Realitätscheck Dieses Modul regt die Schülerinnen und Schüler an, ihre eigenen Vorstellungen, Vorlieben, Fähigkeiten und Kenntnisse mit den Informationen zu vergleichen, die sie über einen Beruf in Erfahrung gebracht haben. Dazu wird ihnen ein Raster in Form eines Fragebogens (Arbeitsblatt 5) angeboten, in dem sie beides gegenüber stellen können. Einsatzvarianten Das Modul kann sich entweder an eines der vorangegangenen Module anschließen oder für sich allein stehen. Im ersten Fall kann die Auswahl der Berufe eventuell auf die schon erkundeten und in der Gruppe vorgestellten eingeschränkt werden. Das Modul kann aber auch für sich alleine stehen. In diesem Fall muss den Schülerinnen und Schülern eine längere Erarbeitungszeit zugestanden werden, denn sie müssen sich zunächst mit der entsprechenden Berufe-Webseite von beroobi und deren Inhalten vertraut machen. Bei eher schwächeren Lernenden wird es dabei erforderlich sein, zusätzliche Hilfestellungen anzubieten, indem zunächst geklärt wird, wo welche Informationen gefunden werden können. Der "TendenzCheck" Idealweise schließt an dieses Modul die Bearbeitung der in den Berufsbildern vorhandenen Rubrik "Voraussetzungen" (" TendenzCheck ") an. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler über die Videokommentare der Expertinnen und Experten spielerisch und dennoch ernsthaft mit der Thematik beschäftigen, sich selbsr einschätzen und ihr Ergebnis in Relation zu der Einschätzung einer weiteren Person setzen. Hierfür ist es wichtig, dass sie sich ihr Ergebnis aus dem TendenzCheck ausdrucken können. In der nächsten Stunde können die Erfahrungen zur Selbst- und Fremdeinschätzung ausgetauscht werden und die Relevanz von Selbst- und Fremdeinschätzungen für die Berufswahl thematisiert werden. Such dir den Beruf aus, der dir am besten gefallen hat. Sieh dir noch einmal genau die Voraussetzungen zu diesem Beruf an und nutze dafür die Experten-Kommentare und die Möglichkeit der Einschätzung. Gehe anschließend zur Auswertung und drucke dir deine Ergebnisse aus. Bitte jetzt eine andere Person (beste Freundin/bester Freund, Eltern, Geschwister), die dich gut kennt, dich ebenfalls mit Ankreuzen auf dem Arbeitsblatt einzuschätzen. Verdecke dabei deine eigene Einschätzung und vergleiche erst danach. Ziel des interaktiven Online-Angebots beroobi ist es, interessante und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe gezielter in das Blickfeld von Jugendlichen zu rücken und eine realistische Einschätzung zu eigenen beruflichen Perspektiven zu fördern. Anbieter des Projekts ist Schulen ans Netz e. V. Praxisnah und interaktiv Mit einem hohen Anteil an Praxisnähe und Interaktionsmöglichkeiten bietet beroobi ein jugendaffines Online-Portal, das neben einem hohen Grad an Information und Fachwissen vor allem auch auf die Bedürfnisse und Medienerfahrungen von Jugendlichen eingeht. So ist jedes Berufsbild multimedial-interaktiv und lebendig gestaltet und verfügt über einen Mix aus Film- und Audioausschnitten, Interviews, Wissenstests sowie spielerischen Interaktionselementen. Dies ermöglicht einen einfachen und attraktiven Einstieg in die jeweilige Berufswelt. Berufsbilder Im Mittelpunkt jeder Berufsbild-Darstellung steht dabei ein junger Mann oder eine junge Frau, der oder die bereits in dem Beruf arbeitet und die Nutzerinnen und Nutzer explorativ am Berufsalltag teilhaben lässt. Dabei werden neben dem Erklären und Zeigen von Tätigkeiten, Tagesabläufen und Voraussetzungen vor allem auch persönliche Erfahrungen, Einschätzungen und Tipps vermittelt. Mit einem bewussten Fokus auf einfache Sprache, modularen Aufbau und kleine Texteinheiten eignet sich das Angebot auch gut für Schülerinnen, die ungern lesen. Motivierendes Einstiegstool Bezüglich der Berufsauswahl stellt beroobi Ausbildungswege in Zukunftsbranchen und Innovationsbereichen (Industrie, Handwerk, Bau, Naturwissenschaften, Technik und IT) vor. Das Angebot versteht sich als Türöffner und motivierendes Einstiegstool, wobei es nicht darum geht, quantitativ alle Berufe abzubilden, sondern exemplarisch mit einer gut sortierten Auswahl zu arbeiten, die bewusst Berufe aufgreift, die chancenreiche und interessante Alternativen zu den Top 10 der Traumberufe bei Jugendlichen darstellen. beroobi bietet zusätliche kostenfreie Materialien an, die über das Projekt bezogen werden können: beroobi-Plakat für die Klasse (gern auch zusätzliche für Kolleginnen oder Kollegen) Berufe-Karten zu jedem Beruf Info-Flyer für Fachkräfte Die Materialien können Sie per E-Mail oder telefonisch unter 0228-91048 275 bei Schulen ans Netz e. V. anfordern. beroobi ist ein Projekt von Schulen ans Netz e. V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF). Die Seite und alle Materialien stehen kostenfrei zur Verfügung. Sonja Hensel unterrichtet am Berufskolleg Bonn-Duisdorf die Fächer Deutsch, Geschichte, Politik und Soziologie.

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben / Wirtschaft
  • Sekundarstufe I

Jugend- und Trendgetränke +++aktualisiert+++

Unterrichtseinheit

Genug trinken ist wichtig. Allerdings kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch darauf an, was wir trinken. Vor allem junge Leute trinken häufig gesüßte und koffeinhaltige Getränke. Das ist wegen der damit verbundenen hohen Energiezufuhr und anderer Nebenwirkungen im Sinne einer gesunden Ernährung nicht unproblematisch.Die wichtigsten Inhaltsstoffe: Zucker und Süßstoffe Säuerungsmittel Farbstoffe Koffein Energydrinks mit und ohne Alkohol Etiketteninformationen richtig lesenZiel dieser Lerneinheit ist, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit aktuellen Trendgetränken, zum Beispiel Soft- und Energydrinks, kritisch auseinandersetzen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, eine fundierte Entscheidung zu treffen, wie sie mit diesen Getränken im Alltag umgehen möchten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler zeigen auf, dass Trendgetränke in der Regel viel Zucker enthalten und damit starke Energieträger sind recherchieren die wichtigsten Zusatzstoffe und deren mögliche Nebenwirkungen schlussfolgern, dass sich diese Getränke nicht als Durstlöscher eignen bewerten bestimmte Trendgetränke und stärken damit ihre Verbraucherkompetenz Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Getränke-Etiketten auseinander und bewerten diese filtern selbstständig Informationen aus dem Internet und lernen dabei seriöse Internetquellen und Verbraucherportale kennen präsentieren Ihre Ergebnisse dem Plenum Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten verschiedene Aufgaben gemeinsam und stärken damit ihre Teamfähigkeit erweitern ihre Kommunikationsfähigkeit, indem sie sachlich argumentieren

  • Gesundheitsschutz

Ziehen und Schieben +++aktualisiert+++

Unterrichtseinheit

Das Transportieren von Lasten kostet Kraft. Und zwar nicht nur im Bizeps. Ständiges Ziehen und Schieben stellt das gesamte Muskel-Skelett-System auf eine harte Probe. Die richtige Körperhaltung und Arbeitstechnik helfen, Belastungen zu verringern. Risiken beim Ziehen und Schieben Das passende Transportmittel Richtig ziehen und schieben Für Ausgleich sorgen Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, Auszubildende für Risikofaktoren beim Ziehen und Schieben zu sensibilisieren. Sie sollen lernen, wie man entsprechende Belastungen richtig einschätzt, die eigenen Kräfte dosiert und sich rückenschonend bewegt. Die Materialien sind für alle Berufssparten geeignet, in denen schwere Lasten manuell transportiert werden, zum Beispiel in der Pflege und im Gesundheitsdienst, im Verkehrs- und Baugewerbe, im Gartenbau, im Bereich Handel und Logistik und im Reinigungsdienst. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler legen dar, welche Bewegungsabläufe beim Ziehen und Schieben riskant sind lernen die wichtigsten technischen Hilfsmittel für den manuellen Lastentransport kennen formulieren Regeln, wie man Lasten rückengerecht zieht oder schiebt Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich anhand kurzer Filmsequenzen und verschiedener Arbeitsblätter mit dem Lernstoff auseinander erarbeiten selbstständig Regeln für richtiges Ziehen und Schieben trainieren Schiebe- und Ziehtechniken führen Ausgleichsübungen für die „Aktivpause“ am Arbeitsplatz durch Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler üben und festigen ihre Kooperations- und Teamfähigkeit

  • Gesundheitsschutz

Arbeitsblatt "Berufsausbildung für Jugendliche mit Behinderung"

Kopiervorlage

Junge Menschen mit und ohne Behinderung sollen nach Möglichkeit zusammen in Betrieben und Verwaltungen ausgebildet werden.Die Stiftung Jugend und Bildung bietet Materialien an, mit denen die Lücken in der Unterrichtsversorgung geschlossen werden. Ergänzende Unterrichtsmaterialien der Stiftung zur politischen, sozialen und ökonomischen Bildung erscheinen regelmäßig neu und sind immer aktuell und kostenfrei. Die Materialien können unter www.jugend-und-bildung.de kostenfrei heruntergeladen oder unter www.jubi-shop.de bestellt werden.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft