Unterrichtsmaterialien zum Thema "Archäologie"

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Wellness im alten Rom

Unterrichtseinheit

Wenn man ein Schwimmbad besucht, stellt man fest, dass der Luxus der Badefreuden nicht ohne die Technik möglich wäre, die im Laufe des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde. Doch wie sah das im alten Rom aus?Dieser Beitrag liefert Anregungen, wie das Thema "Baden wie die alten Römer" multimedial vermittelt werden kann. Lässt man seine Gedanken nun 2.000 Jahre in die Vergangenheit schweifen, bemerkt man erstaunt, dass bereits die Thermaltechnik der Römer von einem großen technischen und architektonischen Wissen zeugte, und dass sie der unseren in mancher Hinsicht überlegen war.In fast allen modernen Latein-Lehrbüchern finden sich Lese- und Informationstexte zu den römischen Thermen. Aber auch wenn keine entsprechenden Lese- oder Informationsstücke im Lehrbuch vorhanden sind, bietet sich sicherlich eine Möglichkeit, die römische Badekultur im Unterricht zu behandeln. Ein Thermenmodell für "Schüler experimentieren" Ein Erfahrungsbericht: Für ein Schülerprojekt wurde im Netz recherchiert und per E-Mail kommuniziert. Sachanalyse Für die eigene Umsetzung: Hintergrundinformationen, die Ihnen den Einstieg erleichtern und einige Recherchearbeit abnehmen. Das Thema in den Lehrbüchern Lehrbuchanbindung: Die Autorin stellt vor, an welchen Stelle der Lehrbuchprogression die Arbeit an Online-Quellen zum Thema "Badekultur" Platz finden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Gewohnheit des gemeinsamen Badens als kulturelles Erbe der Römer erkennen. das themenspezifische Vokabular kennen lernen. Fakten rund um die Geschichte des Badens kennen lernen. über diese Fakten Zugang zu authentischen Texten finden. Webseiten als Informationsquellen kennen lernen. Thema Baden wie die alten Römer - Römische Thermen Autorin Christine Groß Fach Latein; evtl. fächerübergreifend mit Geschichte, Kunst Zielgruppe Sek. I Medien Internet, Lateinlehrbücher, Jugend- und Sachbücher, Dias, CD/DVD-ROMs, Arbeitsblatt Technische Voraussetzungen Computer mit Internet-Zugang, Scanner, Drucker Eine Projektwoche, eine Arbeitsgemeinschaft oder die Teilnahme an einem Wettbewerb wie "Schüler experimentieren" oder "Jugend forscht" sind Gelegenheiten, die antike Technik begreifbar zu machen. In einem mehrfach preisgekrönten Wettbewerbsbeitrag eines Schülers meiner Latein-AG für "Schüler experimentieren" wurden die wesentlichen Elemente einer Thermenanlage in einem Modell der Kaiserthermen in Trier dargestellt. Das Modell sollte möglichst originalgetreu die Thermaltechnik der damaligen Zeit mit Hypokaustsystem (Fußbodenheizung) wiedergeben. Ein Klick auf das Bild zeigt das Modell der Kaiserthermen in Trier. Reduktion des Umfangs Aus Gründen der Übersichtlichkeit, der Stabilität und somit auch der Mobilität wurde der Gesamtkomplex jedoch teilweise gestaucht: Unfunktionelle Räume wie die Apodyteria oder raumintensive Teile wie die Palaestra wurden weggelassen. Ebenfalls fehlen die Sudatoria, die mit dem Tepidarium bis auf die Temperatur übereinstimmen, jedoch mit einem zweiten Praefurnium (Heizungsfeuer) gespeist werden müssten, was aber eine allgemeine thermale Instabilität zur Folge hätte. Als letzte Änderung wurde eine Verschiebung des Kaltwasserbeckens in das Frigidarium vorgenommen, was auf das Gesamtbild der Funktionsweise jedoch keine Auswirkungen hat und der Mobilität des Modells zugute kommt. Die grundsätzliche Problemstellung der Projektes waren die Temperaturentwicklung sowohl im Wasser als auch in der Luft und die Messung der Luftfeuchtigkeit. Recherche im Netz Die für die Rekonstruktion der Thermen nötigen technischen Angaben stellte der Schüler problemlos dank einiger Vitruv-Texte zusammen, die man in den gängigen Internet-Sammlungen lateinischer Autoren finden kann. In Ergänzung dazu studierte er diverse Internet-Seiten mit Texten und Abbildungen zur römischen Bautechnik und den Thermen. Projekt-Betreuung via E-Mail Da ich den Schüler nicht selbst unterrichte und in der Schule nur selten sah, kommunizierten wir während der Bauphase fast täglich per E-Mail. Durch diese im Vergleich zu Telefonaten weitaus kostengünstigere Variante wurde ich schnell über die Fortschritte des Modells informiert. Gleichzeitig stand ich jederzeit für Fragen zur Verfügung und gab Tipps zu Arbeitsmaterialien, -technik, Größenverhältnissen, Messgeräten für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Neben der Herstellung des Modells war eine schriftliche Arbeit für den Wettbewerb vonnöten, die Vorgehensweise, Versuchsaufbau und Ergebnisse mit Tabellen und Schaubildern beinhaltet. Die einzelnen Kapitel erhielt ich zur Korrektur per E-Mail. Auf demselben Weg leitete ich die durchgesehene Fassung mit eingescannten Abbildungen an meinen Schüler zurück. Multimediale Präsentation Nach Fertigstellung des Modells und der schriftlichen Arbeit erstellte er schließlich eine computergestützte Präsentation für den Wettbewerbstag. Zusätzlich zu den obligatorischen Plakaten und einem Thermen-Würfelspiel für die Gestaltung des eigenen Standes setzte er die CD-ROM "Vitalis und Artula" (zu beziehen beim Rheinischen Landesmuseum und der Touristinformation Trier) ein, in der zwei virtuelle Stadtführer durch das römische Trier - auch zu den Kaiserthermen - führen. Außerdem speicherte er aus dem Internet ein 3D-Modell der Caracalla-Thermen in Rom. Teile davon wurden abwechselnd mithilfe des mitgebrachten Computers und Monitors der Jury und den Besuchern vorgeführt. Die römische Badekultur ist ein gutes Beispiel dafür, dass antike Bautechnik und Freizeitgestaltung auch nach 2000 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. Römische Thermen werden bis heute in Thermalbädern genutzt, der Gedanke, das Baden mit anderen entspannenden Freizeitaktivitäten zu verbinden, lebt in den heutigen Erlebnis- und Spaßbädern fort. Für die Behandlung der Thermen im Lateinunterricht eröffnet der Einsatz von Computer und Internet in Ergänzung zu den vorhandenen Lese- und Informationstexten der Lateinbücher für Lehrende und Lernende vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Neben der Recherche von Bildern , Sachinformationen und Texten lateinischer Schriftsteller sowie der Präsentation von Arbeitsergebnissen kann hier auch die Kommunikation bei der Exkursionsvorbereitung sowie bei der Online-Betreuung von Unterrichts-Projekten zum Tragen kommen. Betrachtet man die römische Thermaltechnik genauer, kann man, isoliert von den Umkleide- und Eingangsräumen und Kleiderspinden, ein immer gleiches System von Räumen entdecken, die den zentralen Badetrakt bilden: das Caldarium (Heißbad, ca. 33 - 42°C) das Tepidarium ((Lau)warmbad, ca. 23°C) das Frigidarium (Kaltbad ohne Heizung) und letztendlich die Palaestra (Sportplatz). Die ersten drei liegen innerhalb des Gebäudes, die letzte im Freien. Dazu kamen je nach "Ausstattung" weitere Räume. Nach Zahlen des Eintrittspreises, der für Frauen bei einheitlich ½ As und für Männer bei einheitlich ¼ As lag, betrat man den Eingangsraum und begab sich von da aus ins Apodyterium , den Umkleideraum, wo es Bänke und Ablagefächer gab. Nun begann der vielstündige Aufenthalt in den Thermen mit dem sportlichen Teil: Sport und Spiel fanden in der Palaestra statt, einer etwa 20 mal 50 Meter großen, teilweise überdachten Fläche. Nach den Leibesübungen betrat der Thermenbesucher nun das Sudatorium , den Schwitzraum, worauf er in das Caldarium , einen sehr heißen und humiden Raum mit alvei, teilweise in den dicken Estrichboden eingelassene Wannen, wechselte. Der Boden des Caldariums war so heiß, dass man dicke Holzsandalen anziehen musste. Danach ging man ins Tepidarium , das mit dem Sudatorium vergleichbar ist, jedoch eine geringere Wärme aufbieten sollte und konnte, da es als Abschwitzraum diente und mit der Restwärme des Caldariums gespeist wurde. Nach dem Aufenthalt hier hatte der Körper jedoch oft noch nicht aufgehört zu schwitzen. Schließlich folgte der reinliche Römer dem Rundgang ins Frigidarium*, wo sich entweder ein Kaltwasserbecken befand oder wo dieses als Durchgang zur *Piscina (Natatio), einem Kaltwasserbecken im Freien, fungierte. Zum römischen 'Wellness-Programm' in den Thermen gehörten zudem meist eine Massage, eine Friseur- oder Arztbehandlung, entspannendes Lesen in der Bibliothek, Vorträge - und ein Besuch der Taberne. In Ergänzung zu den hier vorhandenen Texten über Zirkusspiele und Theateraufführungen kann der Thermenaufenthalt als beliebte römische Freizeitgestaltung gewinnbringend im Unterricht behandelt werden. Dies könnten anhand von Informationen und Abbildungen aus dem Internet Dias ("Römische Thermen" von Klett) CD- oder DVD-ROMs ("Das alte Rom" von Alive) Sach- und Jugendbüchern (Sachbuch zu "FELIX", "Res Romanae", Macauly's "Eine Stadt wie Rom" von dtv) oder Lexika ("Der Kleine Pauly") geschehen. Lehrbuch Lektionen Lesestücke Informationstexte Bilder ROMA B 44 "In römischen Thermen" I-Stück, bilingualer Seneca-Text (Z-Stück) - FELIX B 37 "Badekultur - natürlich auch in Cambodunum" I-Stück Collage: Thermen von Cambodunum (Kempten) CURSUS CONTINUUS 3 "Hochbetrieb in den Thermen" "Thermen" Zeichnung SALVETE 4 «Rufus et Quintus thermas intrant», «Quis aquam frigidam timet? » - Stabianer Thermen ITER ROMANUM 30 «Im Bad von Baiae» "Im Bad von Baiae" Thermen von Baiae OSTIA ALTERA 18 «Der Kleiderdieb»,"In den Thermen" - Stabianer Thermen (heute und Rekonstruktion) LATEIN DREI 15, 16 "In den Thermen" (15), "Der Preis des Vergnügens" (16) Geschichte "Ein Tag in Rom 2" I-Texte in L 15 und 16 Caracalla-Thermen, Thermen des Diokletian (15), Trier, Thermen (16)

  • Latein
  • Sekundarstufe I

Die griechische Götterwelt

Unterrichtseinheit

Griechischen Göttern sind menschliche Eigenschaften nicht fremd. Streit, Liebe und Hass bestimmen das Leben auf dem Olymp. Mithilfe des Internets erarbeiten Schülerinnen und Schüler eine Personenbeschreibung zu einer Gottheit ihrer Wahl. Bei der Ergebnissicherung bekommen sie einen Überblick über die Götterfamilie des Olymp.Informationen zur Mythologie des antiken Griechenlands gibt es auf zahlreichen Webseiten. Diese teilweise umfassenden Lexika oder Enzyklopädien eignen sich für den Einsatz im Unterricht gut, da die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Fachlexika ohnehin lernen müssen und sich die Nutzung von traditionellen und Online-Lexika kaum unterscheidet. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich im Lexikon anhand von Suchbegriffen zu orientieren und wesentliche Informationen für ihr Thema auszuwählen. Ob die Sicherung der Arbeitsergebnisse lediglich auf einem Plakat "Die Götterversammlung" erfolgt oder die Götterbeschreibungen sogar mit einem Homepage-Generator auf einer kleinen Website zusammengestellt werden, ist fakultativ.Zu Beginn der Unterrichtseinheit sollten Sie auf das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen. Einige Namen antiker Gottheiten sind den Kindern in der Regel bekannt, wobei sie gerne griechische und römische oder sogar germanische Götternamen vermischen. Schließlich gab es fast alle griechischen Götterfiguren auch bei den Römern. Dort hatten sie die gleichen beziehungsweise ähnlich Funktionen, nur andere Namen. Daher bietet es sich an, die von den Schülerinnen und Schülern genannten Götternamen an der Tafel zu sammeln und anschließend auf einer Folie, geordnet nach dem jeweiligen "Herkunftsland", festzuhalten (Arbeitsblatt 1 und Folie 1, siehe unten). Die griechischen Götternamen können dabei zusätzlich den römischen zugeordnet werden, wobei die Gottheiten je nach ihren Schutzfunktionen oder "Aufgabengebieten" gegenübergestellt werden. Im Laufe des Unterrichts kann diese Namensliste dann für alle sichtbar erweitert werden, wenn die Klasse neue Gottheiten kennen lernt. Zu Beginn der Erarbeitungsphase wählen die Schülerinnen und Schüler aus der erstellten Liste oder aus ihrem Geschichtsbuch eine griechische Gottheit aus, mit der sie sich dann in Partnerarbeit ausführlicher beschäftigen. Aufgabe ist es, eine Personenbeschreibung von der jeweiligen Gottheit zu verfassen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler neben den familiären Verwandtschaftsverhältnissen insbesondere auf die Aufgabengebiete und die Charaktereigenschaften der Gottheit achten. Wird die Unterrichtseinheit nicht fächerverbindend mit dem Deutschunterricht durchgeführt, können - je nach Bundesland und Lehrplan in Klasse 6 - die Merkmale einer Personenbeschreibung nicht unbedingt als bekannt vorausgesetzt werden. In diesem Fall muss die Aufgabenstellung für die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht präzisiert werden, damit sie wissen, worauf sie bei einer Personenbeschreibung achten müssen. Weiterführendes Bildmaterial für das Wandplakat suchen die Schülerinnen und Schüler im Internet. Sie sollen nach einer für das Wandplakat geeigneten Abbildung ihrer Gottheit suchen (Achtung: Bildrechte beachten!). Auch die oben genannten Online-Lexika haben unter Umständen passende Abbildungen. Abschließend trägt die Klasse ihre Arbeitsergebnisse zusammen, indem die Schülerinnen und Schüler ihre Gottheiten vor der Klasse vorstellen und sie auf einem Wandplakat / Poster zusammen darstellen. Das ist zum Beispiel möglich, indem die Abbildungen der Gottheiten um einen gemalten Tisch herum angeordnet werden und unter jeder Gottheit die Personenbeschreibung aufgeklebt wird. In diesem Zusammenhang werden die Schülerinnen und Schüler unter Umständen auch über die möglichen "Sitzplätze" ihrer Gottheiten diskutieren, da je nach familiären Spannungen nicht jede Figur neben einer beliebigen anderen Gottheit sitzen kann. Um den wahren Charakter ihres Gottes oder ihrer Göttin zu verdeutlichen, kann die Klasse auf dem Plakat noch typische Aussagen mit Hilfe einer Sprechblase einfügen. Gerade am Anfang des Geschichtsunterrichts sind die Schülerinnen und Schüler kreativen oder spielerischen Auflockerungen des Unterrichts gegenüber sehr aufgeschlossen. Fachliche Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler lernen griechische Götter und einige ihrer besonderen Merkmale kennen. verfassen eine Personen- beziehungsweise Götterbeschreibung. halten ihre Arbeitsergebnisse auf einem gemeinsamen Plakat "Die Götterversammlung" fest. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet als Recherchemedium nutzen. lernen ein virtuelles Museum kennen und nutzen. fassen ihre Arbeitsergebnisse am Computer zusammen und erlenen das Einfügen von Hyperlinks (fakultativ).

  • Deutsch  / Geschichte
  • Sekundarstufe I

Leben in der römischen Provinz

Unterrichtseinheit

Im deutschsprachigen Internet finden sich zum Thema „Römer“ zu einem großen Teil Webseiten, die sich mit den Römern in Germanien beschäftigen. Hier kann man rekonstruierte Gutshöfe und römische Städte online besichtigen. In dieser Einheit sollen die Lernenden mithilfe zweier virtueller Rekonstruktionen das Leben zur Römerzeit kennen lernen.Die Lernenden versetzen sich in die Rolle eines jungen Römers. Rundgänge durch virtuelle Gutshöfe werden vorbereitet und am Bildschirm präsentiert. Ferner sollen ausgewählte Fundstücke der Website untersucht und beschrieben werden. Hinweise zur Weiterarbeit, wie der Besuch einer virtuellen Römerstadt oder das Ausprobieren römischer Rezepte, ergänzen die Unterrichtseinheit.Die Schülerinnen und Schüler sollen auf zwei verschiedene Darstellungen von "römischen Gutshöfen" im Internet, die unter den Namen Villa Rustica und Villa Borg aufzufinden sind, zugreifen und diese untersuchen und als Informationsquelle bearbeiten. Die Internetauftritte der beiden Freilichtmuseen zur römischen Geschichte unterscheiden sich in Aufmachung und Inhalt. So lernen die SchülerInnen inhaltlich ähnliche Webpräsentationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten kennen. Fachliche Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in die Situation/Rolle eines Römers im besetzten Germanien hinein. machen sich mit Lage und Bedeutung einer römischen Villa vertraut. beschreiben und betrachten Kleinfunde an den Ausgrabungsstellen. Medienkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit der Navigation und den Inhalten eines Webmuseums vertraut. lernen die virtuelle Rekonstruktion eines römischen Gutshofs im Internet kennen. bereiten einen virtuellen Rundgang mit Erläuterungen vor. beantworten Fragen und führen einen "Besucher" durch die Webseite. stellen per E-Mail Fragen zum Thema an Archäologen. Damit sich die Lernenden besser in die Situation einfühlen, versetzen sie sich zunächst selbst in die Rolle einer Römerin oder eines Römers und erarbeiten das Alltagsleben dieser "erdachten Person" anhand der beiden vorgestellten Websites Villa Borg und Villa Rustica. Informationsrecherche Die Lernenden sollen mithilfe der Informationen der genannten Webseiten und/oder dem Schulbuch bestimmen, in welchem Jahr der Geschichte sie den Rundgang unternehmen, wo sich der römische Gutshof befindet und welche Aufgaben der römische Gutsherr zu bewältigen hatte. Auch einen passenden Namen müssen sie für ihre Person (im Internet) finden. In diesem Zusammenhang machen sich die Lernenden mit Navigation und Inhalten des Webmuseums vertraut, da sie hier relevante Informationen für die Personendarstellung finden. Historischer Kontext Im Rahmen der Personenbeschreibung sollte die besondere Situation der Römer in Germanien Berücksichtigung finden. Auch die Lage am Limes sowie der Verlauf der Varusschlacht können in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Anschließend bereiten die Lernenden eine Zeitreise in den Zeitraum Ende des ersten bis dritten Jahrhundert n.Chr. durch einen virtuell rekonstruierten Gutshof vor. Dabei lassen sich Themen, wie Freizeit, Arbeit, Hygiene, Essen, Wohnen oder auch Religion berücksichtigen. Die Lernenden orientieren sich auf einer der beiden vorgestellten Websites und wählen acht Stationen für ihren Rundgang aus, die sie mithilfe der Kopiervorlage schriftlich fixieren und erarbeiten. Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler sollten darauf achten, dass die vorher bestimmten Zweierteams jeweils Villa Borg und Villa Rustica besuchen. Direkter Informationsaustausch Nachdem der virtuelle Gang anhand einer der beiden Websites vorbereitet wurde, arbeiten die Lernenden in Zweierteams und stellen gegenseitig die virtuellen Wohnorte vor. Dadurch, dass sie tatsächlich den vorbereiteten Rundgang in Partnerarbeit durchführen, können die Lernenden ihre Arbeitsergebnisse sowie die virtuellen römischen Gutshöfe vergleichen und weiterführende Fragen stellen, etwa "Wo wurde bei euch das Brot gebacken?" oder "Wo findet man die Latrinen?" Umfassende Einblicke Der Rundgang durch die Villa Rustica ermöglicht einen übersichtlichen Zugang zur Architektur in einem Herrenhaus während über das Angebot der Villa Borg speziell und anschaulich auf das Thema "Römerbad" eingegangen wird. Auf diese Weise wird inhaltlich ein breites Spektrum zum Leben und Wohnen der Römer abgedeckt. Zudem sind die Lernenden bereits nach dem ersten eigenen Rundgang selbst "ExpertInnen" und können weiterführende Nachfragen stellen. Die vorbereitenden Notizen können der betreuenden Lehrkraft zugleich als Teil der Kontrollmöglichkeit dienen. Aussuchen des Fundstückes Anhand der Aufgaben zur Beschreibung eines Kleinfundstück aus dem Alltag der Römer erhalten die Lernenden einen weiteren Einblick in die Arbeit der Archäologen. Auf der Webseite Villa Borg werden die Kleinfundstücke besonders gut dargestellt. Das Webangebot Villa Rustica präsentiert ebenfalls einige Kleinfundstück in der Rubrik "Einführung-Museum". Die Lernenden können zwischen Metall- oder Tonmaterialien wählen. Sie erkennen, dass lediglich Dinge aus ganz bestimmten Materialien (Holz, Metall, Ton, Stein...) erhalten geblieben sind. Kennenlernen der Arbeit von Archäologen Durch die Auseinandersetzung und Beschreibung der Kleinfunde, werden die Lernenden nicht nur für die Arbeit der Archäologen sensibilisiert; sie sollen den Fund detailliert hinsichtlich Form, (auch ursprüngliche) Farbe, Material und möglichen Gebrauch beschreiben. Auf diese Weise treten meist auch ganz spezielle Fragen auf, die dann via E-Mail von Fachexperten beantwortet werden könnten. Abschließend sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse, Eindrücke von der Arbeit mit dem Internet und weiterführenden Fragen im Rahmen eines Klassengesprächs präsentieren. Ein Online-Quiz über das Webangebot "Villa Rustica" kann als erste Lernzielkontrolle eingesetzt werden. Bei speziellen Fragen kann eine Klärung durch Kontaktaufnahme mit dem Museum via E-Mail weiterhelfen.

  • Geschichte
  • Sekundarstufe I