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Kreativitätstechniken

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Kreativitätstechniken werden die beiden Methoden "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" erarbeitet. Mithilfe dieser Techniken suchen die Schülerinnen und Schüler Lösungen zu beispielhaften Problemstellungen. In vielen Unternehmen müssen neue Produktmodelle in immer schnelleren Zyklen entstehen, ob dies Handys, Automobile oder andere Markenprodukte sind. Wie aber kann man immer wieder kreative Prozesse in Gang bringen und die Ideenfindung bei Mitarbeitenden bündeln? Kreativ sein kann jeder Mensch. Das Erbringen kreativer Leistungen kann jedoch durch bestimmte Methoden, sogenannte Kreativitätstechniken, wesentlich erleichtert werden. Zwei dieser Techniken, die "6-3-5-Methode" und der "Morphologische Kasten", werden in der Unterrichtseinheit mit Beispielen vorgestellt. Übungsaufgaben und Vordrucke ermöglichen den Schülerinnen und Schülern den sofortigen Einsatz der Methoden. Zunächst wird die zunehmende Bedeutung der Kreativität an aktuellen Beispielen verdeutlicht werden. Beispiele: Handyhersteller müssen jedes Jahr neue Modelle mit neuen Funktionen auf den Markt bringen, um weiter bestehen zu können, während vor wenigen Jahrzehnten Telefonmodelle noch viele Jahre lang verkauft werden konnten. Ebenso verhält es sich mit PKW: Heute muss ein neues Modell nach spätestens 4 Jahren auf den Markt kommen, früher konnte ein Fahrzeugmodell ein Jahrzehnt lang verkauft werden. Diese stark verkürzten Produktlebenszeiten erfordern die ständige kreative Neuentwicklung von Produkten. Dann werden die Kreativitätstechniken "6-3-5-Methode" und "Morphologischer Kasten" anhand einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Zu jeder Methode werden Informationsblätter und Beispiele auf Arbeitsblättern ausgegeben. Je nach Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler kann man entweder: nur eine Methode erklären, im Anschluss die Übungen durchführen und dann die zweite Methode erläutern und mit Übungen vertiefen. beide Methoden erläutern und die Übungen parallel (je eine Hälfte der Klasse testet eine Methode) oder nacheinander (alle testen zunächst die eine, dann die andere Methode) durchführen. Wenn eine Gruppe beide Methoden testet, sollte sie verschiedene Themen bearbeiten, da sonst ja bereits ein Ideenpool aus der Anwendung der ersten Methode besteht. Die Präsentation enthält jeweils eine Kurzfassung der Methode, eine Beschreibung des Ablaufs, ein Beispiel und eine Bewertung der Methode. Der Ablauf der 6-3-5-Methode wird durch eine schrittweise Simulation der Vorgänge beim Ausfüllen der Bögen visuell verdeutlicht. Die Pfeile im Beispiel zeigen Ideen, die aufeinander aufbauen. Dieses Entwickeln von Ideen auf der Basis von Impulsen anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist ein zentraler Erfolgsfaktor der 6-3-5-Methode. Nach einer Fragerunde zu den Methoden probieren die Lernenden die Methoden selbst aus, um deren Stärken und Schwächen auch selbst kennenzulernen. Mithilfe eines ausgegebenen Vordrucks wird in Gruppen eine der zur Wahl stehenden Übungsaufgaben bearbeitet. Je nach zur Verfügung stehender Zeit können die Schülerinnen und Schüler nach Einteilung in Gruppen beide Methoden anwenden oder jeweils die Hälfte der Lernenden eine der Methoden. Die bearbeiteten Vordrucke werden an einer Pinnwand (oder der Tafel) als "Galerie" aufgehängt und können von allen nach Fertigstellung ihrer eigenen Aufgaben betrachtet werden. Dann berichten nacheinander alle Gruppen kurz von ihren Ergebnissen und ihren Erfahrungen mit der Methode. Die Diskussion der Erfahrungen ist hier besonders wichtig. Hier wird bei älteren Lernenden in der Regel deutlich, dass mit den Kreativitätstechniken im Vergleich zum "Nachdenken" ohne Methode deutlich mehr Ideen in gleicher Zeit gefunden werden können. Mehr Ideen bedeuten hier meist aber auch "bessere" Ideen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Lösungen auf den Vordrucken zu bewerten, indem jedes Gruppenmitglied zum Beispiel drei Klebepunkte erhält, die es an den drei besten Lösungen befestigt. Die Lösung mit den meisten Punkten gilt dann als "beste Lösung". Die Schülerinnen und Schüler erklären die Kreativitätstechnik "6-3-5-Methode" und wenden sie an. erklären die Kreativitätstechnik "Morphologischer Kasten" und wenden sie an. nennen Vor- und Nachteile der Kreativitätstechniken. haben Spaß und Freude bei der Anwendung der Kreativitätstechniken.

  • Wirtschaft
  • Sekundarstufe II, Berufliche Bildung

Bienvenue chez les Ch’tis: Unterwegs in Frankreichs Norden

Unterrichtseinheit
14,99 €

In der Unterrichtseinheit für das Fach Französisch der Sekundarstufe II erschließen sich die Lernenden mithilfe des erfolgreichen französischen Films „Bienvenue chez les Ch'tis" die sprachlichen und kulturellen Besonderheiten des französischen Nordens sowie die regionale Mundart Ch'ti. Durch Filmanalyse, landeskundliche Recherchen und handlungsorientierte Internetarbeit entwickeln die Lernenden ein differenziertes Verständnis für die französische Dialektvielfalt und die Region Nord-Pas-de-Calais. Diese Unterrichtseinheit nutzt den 2008 veröffentlichten Film „Bienvenue chez les Ch'tis" als Einstieg in das Thema der französischen Regionalkultur und Dialektologie. Der Film bietet einen authentischen Zugang zur Lebenswelt des französischen Nordens und gilt als eine der erfolgreichsten französischen Filmproduktionen. Die Unterrichtseinheit verbindet dabei verschiedene Medienformate miteinander: Filmszenen, interaktive Übungen, Internetrecherchen und klassische Arbeitsblätter. Die Struktur orientiert sich an drei Phasen: einer landeskundlichen Einstimmung durch Bildvergleiche und Klimadaten, einer intensiven Arbeit mit ausgewählten Filmausschnitten zur Analyse des Ch'ti-Dialekts sowie einer vertiefenden Recherchephase zu Filmkritiken und zum Drehort Bergues. Im ersten Schritt vergleichen Lernende die französischen Regionen Midi-Pyrénées und Nord-Pas-de-Calais mithilfe der Webseite Météo-France , um klimatische Unterschiede zu erfassen. Danach erarbeiten sie Informationen über die Region Nord-Pas-de-Calais als Mediationsaufgabe. In der Filmarbeit analysieren Lernende phonetische Merkmale des Ch'ti-Dialekts anhand von Filmzitaten und verstehen nordfranzösische Wortspiele in ihrer kulturellen und sprachlichen Eigenheit. Die Unterrichtseinheit schließt mit einer Recherche von Filmkritiken und einer Diskussion über die Erfolgsfaktoren des Films ab. Das Unterrichtsmaterial umfasst sechs Arbeitsblätter (verfügbar in PDF und Word), die Filmskripte, Vokabularkenntnisse und Recherchemöglichkeiten bereitstellen. Die Unterrichtssequenz ist flexibel angelegt und dauert je nach Klasse vier bis sechs Unterrichtsstunden. Diese Unterrichtseinheit folgt dem Prinzip der handlungsorientierten Internetarbeit, um Fremdsprachenerwerb, Medienkompetenz und kulturelle Bildung miteinander zu vernetzen. Der didaktische Mehrwert liegt darin, dass Lernende nicht nur passiv einen Film ansehen, sondern aktiv die Zielsprache erforschen und kulturelle Unterschiede innerhalb des frankophonen Raums erkennen. Methodisch arbeitet die Einheit mit gestufter Vorentlastung: Bildvergleiche und das Lesen von Dialogtranskripten bereiten Filmszenen vor, um die hohe Sprechgeschwindigkeit und die Dialektpassagen verständlich zu machen. Durch wiederholtes Anschauen einzelner Szenen (zunächst ohne, dann mit Untertiteln) werden Hörverständnis und Wortschatzverarbeitung gezielt gestützt. Die Analyse des Ch'ti-Dialekts erfolgt linguistisch strukturiert: Lernende identifizieren phonetische Charakteristika selbst anhand von Materialien, was ihre analytische Kompetenz stärkt. Besonders wertvoll ist die Einbettung von Internetrecherchen: Die Arbeit mit Météo-France fördert den Umgang mit authentischen französischsprachigen Datenquellen, während die Recherche von Filmkritiken Lernende befähigt, differenzierte Argumentationen zu einer Kunstwerk zu evaluieren und zu diskutieren. Szenische Elemente – etwa das Spielen von Witzen – senken die Hemmschwelle vor Sprechproduktion. Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch Zeitgestaltung: Lehrkräfte können einzelne Filmszenen kürzen oder verlängern, zusätzliche Szenen (etwa zum Satz "Quand un étranger vient vivre dans ch'nord…") hinzufügen oder Recherchephasen optional vergrößern. Für heterogene Klassen empfiehlt sich eine Vorübung zum Begriff "Dialekt" versus "Akzent" im Vorfeld, um Missverständnisse auszuräumen. Auch die Vokabelhilfen auf den Arbeitsblättern ermöglichen Differenzierung nach unten, ohne die Eigenständigkeit zu gefährden. Hinweis zur Leistungsbewertung: Diskussionsbeiträge zur Erfolgserklärung des Films können als mündliche Mitarbeit bewertet werden; schriftliche Rechercheergebnisse lassen sich in Portfolio-Form sammeln. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verstehen authentisches Französisch mit regionalen Dialektmerkmalen und setzen Kontext- und Weltwissen ein, um Verständnislücken zu schließen. analysieren phonetische und morphologische Unterschiede zwischen Standardfranzösisch und dem Ch'ti-Dialekt. erarbeiten sich Vokabular zu Themen der Lebenswelt des französischen Nordens (Geografie, Kultur, Alltag). führen literarische und kulturelle Debatten sachlich und argumentativ. bearbeiten literarische und landeskundliche Inhalte mediativ und präsentieren sie in der Zielsprache. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren auf französischsprachigen Webseiten gezielt zu spezifischen Informationen und werten diese kritisch aus. nutzen Online-Wörterbücher zur Klärung von Verständnisschwierigkeiten während des Filmverstehens. analysieren Filmausschnitte strukturiert und erkennen dramaturgische sowie sprachliche Techniken. präsentieren Rechercheergebnisse strukturiert und nutzen digitale Werkzeuge zur Visualisierung. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zielorientiert zusammen, verteilen Aufgaben und unterstützen sich gegenseitig beim Verständnis. führen respektvolle Diskussionen über kulturelle Unterschiede und Regionaltraditionen. teilen ihre Meinungen begründet mit und nehmen Feedback von Mitschülerinnen und Mitschülern konstruktiv auf. entwickeln durch Rollenspiele und szenische Elemente Verständnis für unterschiedliche Perspektiven und Ausdrucksweisen. Der fremdsprachliche Unterricht Französisch. Heft 62: "Spielfilme". Stuttgart: Klett. 2003. Seite 4 bis 10. Écoute: September 2008. Planegg: Spotlight Verlag. 2008. Seite 58 bis 64. Kontakt zu Écoute (Französisch-Magazin von "Die Zeit"): abo@zeit-sprachen.de Hier kann das in dieser Unterrichtseinheit zitierte Écoute-Heft 9/2008 nachbestellt werden.

  • Französisch
  • Sekundarstufe II
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