Unterrichtsmaterialien zum Thema "Ökologie"

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59 Treffer zu "Ökologie"
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Wasserwende in Deutschland?

Unterrichtseinheit

Diese fächerübergreifende Unterrichtseinheit verknüpft die höchst aktuellen Probleme Wassermangel und nachhaltiges Wirtschaften mit den klassischen Themen Wirtschaftsordnungen und Unternehmensziele.Die Schülerinnen und Schüler sollen im Verlauf mehrerer Lernrunden - anlog zur aktuellen "Energiewende" - ökonomische Lösungsmöglichkeiten für eine "Wasserwende" ausloten und ein fundiertes Werturteil dazu entwickeln. Die sechs Lernrunden sind variantenreich gestaltet (Internetrecherche, Abstimmung, Vernissage, Kanzlerberater, Online-Kommentar, Excel-Berechnungen). Ziel der Lernrunden sind keine fertigen Problemlösungen, sondern die Reflektion von praktischen Lösungsversuchen und die Entwicklung eigener Werthaltungen. Lösungsoffener Ansatz Die Unterrichtseinheit ist weitgehend lösungsoffen angelegt. Dadurch soll erreicht werden, dass die Schülerinnen und Schüler sich ernst genommen fühlen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sie sich ernsthaft und lösungsorientiert mit dem Thema auseinandersetzen und im Zuge der Lernrunden zunehmend eigene Werthaltungen und Einstellungen entwickeln. Wenn dies gelingt, hätten sie sich damit Urteilskriterien erarbeitet, die ihnen eine bessere Orientierung in einer höchst komplexen, komplizierten und natürlich auch stark interessengeleiteten öffentlichen Diskussion ermöglichen. Bezüge zu anderen Lernkonzepten Die Unterrichtseinheit hat damit ansatzweise auch den Charakter einer Fallstudie mit Bezügen zu Lernansätzen wie Szenariotechnik und Zukunftswerkstatt. Auch ein Bezug zu Dilemmata-Lernkonzepten ist gegeben, da die Schülerinnen und Schüler möglichst oft vor Entscheidungssituationen gestellt werden, die sie zu persönlichen Urteilen zwingen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich anhand einer vorgegebenen Problemsituation ganz praktisch mit volkwirtschaftlichen Steuerungsmodellen (Erwerbswirtschaftliches, Gemeinwirtschaftliches und Genossenschaftliches Prinzip) auseinander und beurteilen deren Eignung für die Lösung gesamtgesellschaftlicher Aufgabenstellungen. untersuchen die Ursachen von Wasserknappheit in Deutschland und bilden sich eine Meinung darüber. entwickeln ökologische Lösungen für das Problem der Wasserknappheit. beurteilen das Ergebnis einer Volksabstimmung zur Wasserwende. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen qualifizierte Internetrecherchen durch. hinterfragen gefundene Internetquellen und interpretieren sie im jeweiligen Interessenskontext. berechnen mithilfe einer Tabellenkalkulation die Wasserpreise für eine deutsche Familie. wählen geeignete mediale Präsentationsformen aus und nutzen sie für ihre Ergebnispräsentationen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Arbeitsgruppen ziel-, ergebnis- und teamorientiert zusammen. bereiten eigene Arbeitsergebnisse adressatengerecht auf. reflektieren und beurteilen konsensorientierte gesellschaftliche Steuerungs- und Lösungsmodelle. untersuchen und entwirren komplexe ökonomisch-ökologisch-soziale Verursachungszusammenhänge. entwickeln gesellschaftliche Werthaltungen in einer grundlegenden Frage der Daseinsvorsorge.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Ein Schulwald für die Grundschule

Unterrichtseinheit

Dieses Unterrichtsmaterial befasst sich mit dem Thema "Ein Schulwald für die Grundschule". Das Thema "Bäume" mit all seinen Details, angefangen bei den Arten, über die Veränderungen in den einzelnen Jahreszeiten, bis hin zu den Waldarten und der Nutzung zieht sich systematisch durch alle (Grund-)Schuljahre hindurch und kann in verschiedene Fächer integriert werden.Umweltschutz und Klimawandel sind spätestens seit den Fridays for Future-Demonstrationen ein allgegenwärtiges Thema – auch für Grundschulkinder. Stetig erweitert sich das Wissen der Schülerinnen und Schüler. Um einen optimalen Zuwachs an Kenntnissen, Erkenntnissen und Einstellungen bei den Kindern zu erreichen, ist die altbekannte Einheit von Herz, Hand und Verstand mehr denn je gefragt. Neue Kapazitäten schaffen und nutzen Das Schulgelände erschließen Viele Schulen und Einrichtungen besitzen ein umfangreiches Außengelände mit einem artenreichen Baum- und Sträucherbestand. Diesen gilt es zu nutzen und ihn auch hinsichtlich der Frage nach einheimischen Gewächsen hin zu überprüfen. Es lohnt sich gemeinsam mit den Kindern die Bäume und Sträucher zu katalogisieren und sie anschließend in einem Lageplan einzutragen. Weiterhin sollten wetterfeste Schilder angefertigt werden, worauf der Name des jeweiligen Gewächses steht. Bei beiden Aufgaben kann der Computer mit Tabellenprogramm und Wordart hilfreich eingesetzt werden. Eine Schule – ein Arboretum Befinden sich auf dem Gelände keine, wenige oder schon sehr alte Bäume und Sträucher, bietet es sich an, einen Schulwald neu anzulegen oder zu ergänzen. Natürlich ist das alles mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Daher empfiehlt es sich, sich für die Errichtung des eigenen Schulwaldes nach geeigneten Förderprogrammen umzusehen. Nutzen des Schulwaldes – ein Beispiel "Bäume und Sträucher des Waldes" Wenn der Schulwald sich auf dem Schulgelände befindet, entfallen lange Wege für Exkursionen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da nun die Möglichkeit besteht, auch längere Beobachtungen und Betrachtungen ohne größeren Aufwand durchzuführen. Theorie mit der Praxis verbinden Im Anschluss an die praktischen Arbeiten im Schulwald informieren sich die Schülerinnen und Schüler auf geeigneten Internetseite unter Zuhilfenahme passender Stichwörter genauer über die einzelnen Gewächse. Das Erlebte wird nun mit dem Gelesenen verglichen. Natürlich kann dieser Prozess auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen: zuerst informieren und sich dann in der Natur umsehen. Schwierig wird es für die Kinder, wenn die zu den jeweiligen Bäumen zugehörigen Schilder abgedeckt werden. Diese Variante ist für eine Lernzielkontrolle bestens geeignet. Weiterführende Arbeit Einbindung der neuen Medien Abschließend bietet es sich an, dass die Kinder in Gruppenarbeit einen Baum oder einen Strauch auf vielfältige Art und Weise beschreiben bzw. dokumentieren. Es können beispielsweise Baumsteckbriefe verfasst oder Lieblingsbäume gekührt werden. Je nach Kenntnisstand bietet sich die Möglichkeit dies hithilfe eines Word- Dokuments oder einer Power Point Präsentation umzusetzen. Auch eine Veröffentlichung bei Primolo stellt eine tolle Möglichkeit dar, das Gelernte mit anderen Schülerinnen und Schülern zu teilen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder besonders gern Präsentationen erstellen, was ab der dritten Klasse sehr gut möglich ist. Diese Arbeit kann eine Früchtesammlung, ein Blattherbarium oder eine Bastelei sinnvoll abrunden. Auch ein Rätsel wäre denkbar. Den krönenden Abschluss stellt die gruppenweise Präsentation der Ergebnisse dar.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit / Geographie / Jahreszeiten
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Leopold Lumbricus - der Regenwurm als Studienobjekt

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema Regenwurm wird das Unterrichtsprojekt "Leopold Lumbricus" vorgestellt, das in einer dritten Grundschulklasse durchgeführt wurde.Die Klasse 3c wählte als neues Projektthema im Sachunterricht den Regenwurm. Sehr häufig begegnen wir diesem Tier im Garten oder im Wald. So vertraut den Kindern dieses Lebewesen zunächst erschien, bei näherer Betrachtung im Rahmen unseres fächerübergreifenden Unterrichtsprojekts merkten sie schnell, wie wenig sie über seine Lebensart wussten. Im Mittelpunkt der Arbeit stand der Bau eines Regenwurmbeobachtungskastens. Der "besiedelte" Kasten ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eingehende Langzeitbeobachtungen und gab ihnen die Gelegenheit, die Lebensweise des Regenwurms zu ergründen und zu richtigen Regenwurmexperten zu werden. Dabei erwarben die Kinder nicht nur Sachwissen über Eigenschaften, Lebensweise und Bedeutung des Regenwurms, sondern auch erste Einsichten in die Prinzipien wissenschaftlichen Forschens und Arbeitens. Alle Entdeckungen und Forschungsergebnisse wurden auf einer Internetseite veröffentlicht, damit auch andere auf unseren unscheinbaren Zeitgenossen "Leopold Lumbricus" aufmerksam werden. Im Folgenden werden Ablauf und Ergebnisse des Projekts als Anregung zur Nachahmung skizziert.Tiere aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler im Unterricht zu thematisieren und mit ihnen vertraut zu werden, ist wesentliches Ziel des Sachunterrichts in der Grundschule. In diesem Kontext steht auch das vorliegende Projektthema mit der Intention, den Kindern die Lebensweise des Regenwurms nahe zu bringen. Forschen und Beobachten Die Schülerinnen und Schüler lernen eine heimische Tierart durch originale Begegnung, differenzierte Wahrnehmung und ergänzende Recherche kennen. Ergebnisse dokumentieren und präsentieren Das Thema wird sprachlich und bildlich veranschaulicht (Deutsch, Kunst) Literaturliste Diese Liste gibt einen Überblick über die im Projekt verwandte Literatur. Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Bücher sind die Favoriten der Autorin. Sachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen heimische Regenwurmarten, ihre Eigenschaften (Körperbau, Fortbewegung, Sinne) und ihre Lebensweise in Abgrenzung zu anderen Tierarten kennen. üben den behutsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen. führen genaue Beobachtungen durchführen, Fragestellungen entwickeln, eigene Experimente durch und protokollieren sie. üben den Umgang mit Tierbestimmungsbüchern. verstehen die Bedeutung des Regenwurms für die Humusbildung und vollziehen sie durch eigene Beobachtungen nach. lesen Geschichten und Gedichte zum Thema Regenwurm (vor) und erfinden eigene (Deutsch). gestalten naturgetreue Zeichnungen mit unterschiedlichen Techniken und entwickeln eigene Bild- und Bastelideen (Kunst). verwenden das Daumenkino als Möglichkeit zur Gestaltung eines Bewegungsablaufs. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben Grundlagen im Umgang mit dem Computer. führen Internetrecherchen zum Thema Regenwurm durch und gehen mit den Informationen kritisch um (zum Beispiel Aussagen miteinander vergleichen). werden mit einem Textverarbeitungsprogramm vertraut (Texte schreiben und formatieren, in Tabellen arbeiten). lernen das Malprogramm MS-Paint kennen und nutzen die zur Verfügung stehenden Werkzeuge sachgerecht. verstehen den Aufbau einer Internetpräsentation und gestalten sie mit. lernen die Arbeitsweise einer Digitalkamera kennen. erstellen kleine Animationen (beispielsweise zur Fortbewegung des Regenwurms) mit dem gif-Animator. nutzen die Software "Mediator" zur Erstellung kleiner Multimediapräsentationen. Die erste Begegnung mit dem Regenwurm geschieht im Rahmen eines Unterrichtsgangs in der freien Natur. Anschließend folgt die ausgedehnte Beobachtung: Die Schülerinnen und Schüler bauen sich eigene Regenwurmbeobachtungskästen und richten sie ein. Dabei wird ihr Augenmerk auch auf verschiedene Bodenarten gelenkt. Besonders spannend ist natürlich das Einsetzen der Bewohner. Die Tatsache, dass die Studienobjekte ins Klassenzimmer geholt werden können, erlaubt den Kindern eine langfristige individuelle Verhaltensbeobachtung des Regenwurms. Darüber hinaus wird durch die tägliche Pflege des Kastens der verantwortungsbewusste Umgang mit Lebewesen erlernt. Was kann man an einem Regenwurm alles beobachten? Die Ideensammlung in Gruppen ergab eine lange Liste von spannenden Fragen, darunter zum Beispiel diese: Wie viel frisst ein Regenwurm? Woraus besteht sein Körper? Wie lang können Regenwürmer werden? Wie schnell sind sie? Haben Regenwürmer Zähne? Haben sie Knochen? Woran erkennt man, wo vorne und hinten ist? In Versuchen wird die Lebensweise des Regenwurms und seine Eigenschaften erforscht: Die Tiere werden gewogen, gemessen und ihre Bewegungen dokumentiert (Abbildung 2, bitte anklicken). Durch die weitgehend selbstständige Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation der Experimente gewinnen die Kinder erste Einsichten in die Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens. Antwort im Experiment Die eingehenden Beobachtungen befähigen die Kinder dazu die wesentlichen Eigenschaften des Regenwurms zu erfassen und seine Lebensweise nachzuvollziehen. Hierbei liegen die Schwerpunkte in der Erarbeitung des Körperbaus, des Bewegungsablaufs und der Besonderheiten der Sinneswahrnehmung. So wird beispielsweise in einer Reihe von Experimenten erforscht, ob Regenwürmer sehen, hören und riechen können. Die Schülerinnen und Schüler halten die Ergebnisse schriftlich fest. Bei der langfristigen Beobachtung der Veränderungen in den Regenwurmkästen wird ihnen auch die Bedeutung des Regenwurms für die Humusbildung eindrucksvoll deutlich. Tagebucheintrag "Verhaltensbeobachtung" Die Kinder untersuchen Regenwürmer und fertigen detaillierte Versuchsprotokolle an. Diese können über einen Link aufgerufen und eingesehen werden. Im Kunstunterricht stellen die Schülerinnen und Schüler naturgetreue Zeichnungen oder kreative Bilder zum Thema her. So wird beispielsweise der Bewegungsablauf eines Regenwurms in Phasenzeichnungen dargestellt (siehe Abbildung), oder die Kinder illustrieren eigene Geschichten rund um den Regenwurm, die sie im Deutschunterricht verfasst haben. Diese Produktionen bilden auch einen Teil Verarbeitung der Unterrichtsinhalte und bereiten die Phase der Ergebnispräsentation am Ende des Projekts vor. Unterricht mitgestalten Der Verlauf des gesamten Unterrichtsprojekts wird maßgeblich durch die Kinder mitbestimmt, da sie im Rahmen der wiederkehrenden Plenumsgespräche Ideen einbringen, über die Ergebnisse ihrer Untersuchungen beziehungsweise Beobachtungen berichten, Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler bewerten und ihre Vorstellungen über den Fortgang des Projekts äußern. So werden auch übergeordnete Intentionen wie die Förderung kommunikativer Fähigkeiten oder die Erweiterung der Methodenkompetenz maßgeblich verfolgt. Die Lehrkraft kann sich weitgehend darauf beschränken helfend einzugreifen und die Materialien zu sammeln und zu systematisieren. Der Computer als Präsentationsmedium Den Abschluss des Projekts sollte auf jeden Fall eine Präsentation der Projektergebnisse für andere Klassen, Eltern oder weitere Personengruppen bilden. Hier bieten sich verschiedene methodische Möglichkeiten an. Als besonders spannend und lernwirksam hat es sich erwiesen die Unterrichtsergebnisse in Form einer Internetpräsentation vorzubereiten und damit einen großen Personenkreis anzusprechen. Bei der Zusammenstellung der Ergebnisse für eine Ausstellung in digitaler Form entdecken die Kinder den Computer als sinnvolles Medium, um Texte, Bilder, Plakate oder gar kleine Animationen adressaten- und sachgerecht zu gestalten. Primolo Im Rahmen eines Primolo-Projekts können die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsinhalte präsentieren. Sie veröffentlichen die Arbeitsvorgänge und die Ergebnisse auf ihrer selbst gestalteten Primolo-Hompage. Außenwirkung und Feedback Diese Form der Präsentation wird dem gesellschaftlichen Anspruch der "Öffnung von Schule" gerecht. Sie eröffnet Einblicke in die Unterrichtspraxis und ermöglicht beispielsweise auch den Austausch mit anderen Schulen über das Medium Internet. Im Rückblick kann ich feststellen, dass gerade die Präsentation im Internet und die vielen damit verbundenen Reaktionen und dadurch entstandenen Kontakte zu anderen Schulen und Klassen weit über die Heimatregion hinaus, dieses Projekt zu einem eindrucksvollen ganzheitlichen Lernerlebnis werden ließen. (*) Jansen, Mogens: Die Regenwürmer. Heidelberg, 1978 (*) Ruffault, Charlotte: Leben unter der Erde. Ravensburger, 1988 (*) Mönter, Burkhard: Was ist da unten los? Das Leben im Boden und unter der Erde, Kinderbuchverlag Luzern, 2000 Guggenmos, J.: Was denkt die Maus am Donnerstag? Deutscher Taschenbuchverlag, München 1971 (*) Buse, Ludger: Werkbuch Regenwurm, Georgsmarienhütte, 2000 (*) Kaiser, Astrid: Regenwürmer in der Grundschulklasse. In: Praxisbuch handelnder Sachunterricht. Bd 1, Baltmannsweiler, 1999, S.141-145 (*) Krüger, Ute: Kleine Tiere ganz groß - Wurmkompostgewinnung. Ein Projekt.In: Grundschuluntericht 43 (1996), S.69-70 (*) Locker, Corinna: Die Regenwurmwerkstatt. Verlag an der Ruhr, Mühlheim, 1999 (*) Rolletschek, Helga: Wie kommt der Regenwurm unter die Erde? Schüler erforschen Regenwürmer. In Grundschulmagazin 9 (1996), S. 15-16 (*) Schmitz B.: Kriech- und Krabbeltiere. Kartei zum entdeckenden Lernen im Biologieunterricht. Verlag Moderne Pädagogik Bremen (*) Becherlupenkarteien: a) Tiere in Kompost und Boden b) Tiere in Teich und Moor. Verlag an der Ruhr, Mühlheim an der Ruhr (*) Locker C.: Die Regenwurmwerkstatt. Verlag an der Ruhr, Mühlheim an der Ruhr 1999 Bishop O.: Kleine Tiere - selbst erforscht. 2. Auflage. Franckh. Stuttgart 1987 Buch, Walter: Der Regenwurm im Garten. Stuttgart, Ulmer, 1986 Arbeitsgemeinschaft "Umwelterziehung" des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) e.V. (Hrsg.): Tu was! ... im April! Ausgabe 1, Heft Nr. 4, S. 22 - 24, April 1999 Domino Verlag München Becker R., Klein K.: Sachunterricht begreifen, Experimente und Studien für den Sachunterricht in der Primarstufe. Band 1. Schneider, Hohengehren 1998 Chinery M.: Natur entdecken - leichtgemacht. 6. Auflage. Franckh. Stuttgart 1987 Graff O.: Unsere Regenwürmer. 2. Unveränderte Auflage. Schaper, Hannover 1984 Graß B.: Was brauchen Regenwürmer zum Leben? In: Lebenswelt Tiere in Haus, Zoo und Park. Kallmeyer, Seelze 1998, S. 64-68 Greisenegger I. u.a.: Umweltspürnasen, Aktivbuch "Boden". 2. Auflage. Kremayr und Scheriau, Wien 1991 Klahm G., Meyer H.: Der Regenwurm als Kompostierer. In: Unterricht Biologie 127/1987, S. 16-19 Meinhardt U.: Alles über Regenwürmer. Franckh. Stuttgart 1986 Naturschutzjugend im Naturschutzbund Deutschland (NABU): Erlebter Frühling: Regenwurm. Broschüre Kohlhammer Stuttgart 1997 Peter W., Walldorf V.: Der Regenwurm. Lumbricus terrestris L. - Eine Praxisanleitung. Quelle und Meyer, Heidelberg 1986 Slaby P.: Wir erforschen den Boden. Materialien für die Sekundarstufe; AOL Lichtenau 1988 Regenwurmwerkstatt von Jörn Östereich in Anlehnung an die Regenwurmwerkstatt von Locker (siehe angegebene Literatur).

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit
  • Primarstufe

Unterrichtsprojekt zum Thema Vogelgrippe

Unterrichtseinheit

Im Februar 2006 wurden die ersten infizierten Vögel auf Rügen gefunden, danach hat sich die Seuche stetig verbreitet und weitere Fälle wurden in sämtlichen Bundesländern entdeckz.Die fächerübergreifende interaktive Lerneinheit gibt Antwort auf viele Fragen, die Kinder zum Thema Vogelgrippe bewegen: Die Herkunft der Vogelgrippe, das Krankheitsbild, die Ansteckungsgefahren und die Schutzmaßnahmen, ohne dabei Angst zu schüren. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Arbeitsaufträge geleitet gezielt im Internet Informationen recherchieren, außerdem ein interaktives Quiz lösen, ein Puzzle und Zuordnungsübungen am Computer durchführen und herkömmliche Arbeitsblätter bearbeiten, für die das Internet zum Teil als Informationsquelle dient. Kurzbeschreibung der interaktiven Lerneinheit Die interaktive Online-Lerneinheit zum Thema "Vogelgrippe" leitet die Kinder gezielt ins Internet, kann aber auch offline genutzt werden. Arbeitsblätter Nach Themen geordnet und mit Inhaltsangaben versehen stehen Ihnen hier die Arbeitsblätter einzeln im PDF-Format zum Download zur Verfügung. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht Fächerspezifische Lernziele erreichen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen gezielte Recherchen im Internet durchführen und das World Wide Web als Informationsquelle nutzen. Bilder aus dem Internet abmalen (Viren). Audiodateien anhören (Interviews). eine interaktive Lerneinheit am Computer bearbeiten und dabei Erfahrungen mit dem Prinzip der Verlinkung machen. interaktives Puzzle (drag& drop), Quiz (multiple choice) und interaktive Zuordnungsübungen lösen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen. sich als Partner über die Reihenfolge der Aufgaben einigen. sich gegenseitig helfen. Absprachen für die Präsentation der Nacherzählung treffen. Thema Vogelgrippe Autorin Margret Datz Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht Zielgruppe 3. und 4. Schuljahr Zeitraum circa 1 bis 2 Wochen Technische Voraussetzungen Computerraum / Medienecke mit Internetanschluss, Soundkarte, RealPlayer oder Windows Media Player, Kopfhörer, Drucker Erforderliche Vorkenntnisse Genereller Umgang mit dem Computer, Erfahrungen im Bereich der offenen Unterrichtsformen Verlaufsplanung Verlaufsplan "Vogelgrippe" Die Schülerinnen und Schüler sollen individuelle Fragen zum Thema überlegen, aufschreiben, präsentieren und die Fragen ordnen. erfahren, was Vogelgrippe ist und welche Symptome sie hervorruft. einen Lückentext ausfüllen. erfahren, was Viren sind. Aussagen mit wahr und falsch beurteilen. ein Lösungswort finden. Viren abmalen. erfahren, woher die Vogelgrippe kommt und wie sie sich verbreitet. eine Rätselschrift entziffern. einen Überblick über die aktuelle Verbreitung der Vogelgrippe in Deutschland bekommen und eine Deutschlandkarte entsprechend ausmalen. die Ansteckungsmöglichkeiten kennen lernen und Pfeile entsprechend ausmalen. sich über Schutzmaßnahmen informieren. Begriffe und Sätze richtig zuordnen. Schutzmaßnahmen notieren. über die veränderte Situation plötzlich eingesperrter Tiere nachdenken. eigene Vorsichtsmaßnahmen kennen lernen. Antworten auf eigene Fragen suchen. Adjektive ordnen (Synonyme). Sätze bilden. Vorsilben von Verben aufschreiben. neue Verben mit den Vorsilben bilden. Texte lesen und verstehen. Stichwörter markieren und herausschreiben. anhand der Stichwörter einen Text nacherzählen (der Partnerin oder dem Partner, später dem Plenum). Multiplikationsaufgaben lösen (Flügelschläge pro Minute, Stunde). Die Eingangsseite Die Startseite der Lernumgebung bietet den Kindern Informationen zum Einstieg ins Thema. Am linken Rand befinden sich in Sprechblasen die Links zu den Hauptseiten. Was? Verbreitung Maßnahmen Weitere Fragen Quiz und Spiele Ein Quiz Zuordnungsübungen Sieben zu bildende Sätze 16 externe Links Mithilfe der Inhalte dieser Webseiten informieren sich die Schülerinnen und Schüler über das Thema Vogelgrippe. Diese Informationen benötigen die Kinder zur Bearbeitung der Arbeitsblätter. Arbeitsanweisungen Die Arbeitsanweisungen auf den meisten Arbeitsblättern beziehen sich jeweils auf direkt aufrufbare Internetseiten, was einen Internetzugang voraussetzt. Diese Arbeitsblätter sind auf dem Deckblatt besonders gekennzeichnet (Computer). Die internen Links dagegen können offline bearbeitet werden. Die einzelnen Seiten sind frei wählbar, müssen also nicht in einer bestimmten Reihenfolge abgerufen werden - das Kind entscheidet nach Neigung. Partnerarbeit Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen unmittelbar von der Anzahl der vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Partnerarbeit hat sich als sinnvoll erwiesen, da sich zum einen so die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbiert und sich zum anderen die Partner gegenseitig helfen können. Vertiefende Themen und weitere Übungen Als zusätzliches Angebot können im Bedarfsfall weitere Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt werden, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen: Zum Beispiel weitere Übungen zu Vorsilben, Übungen zur Rechtschreibung (Diktatvorbereitung zum Thema), Wörter mit V, weitere Sachaufgaben (beispielsweise Berechnung von Entfernungen zum Vogelflug, Preis von Eiern, Preis von Vogelfutter). Projektarbeit und tägliches Feedback Der fächerübergreifende Ansatz ermöglicht es, den normalen Stundenplan für die Projektdauer außer Kraft zu setzen. Wichtig sind jedoch eine gemeinsame Einführung und Erklärung der Handhabung der Lerneinheit und ein tägliches Feedback, bei dem exemplarisch einige Gruppensprecher über ihre Arbeit und etwaige Probleme berichten, für die dann gemeinsam Lösungswege gesucht werden. Bewusst verzichtet wurde hier auf die Fächer Kunst und Musik. Koordination der Computerarbeit Eine gute Organisation unterstützt den reibungslosen Unterrichtsablauf. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da nicht alle gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Partner- oder Gruppenarbeit Je nachdem ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll wird die entsprechende Einteilung vorgenommen. Dies geschieht entweder durch freie Partnerwahl, nach dem Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder die Zuordnung wird von der Lehrkraft bestimmt. Bei der Einteilung hat sich eine Abwechslung von Projekt zu Projekt als sinnvoll erwiesen, weil sonst entweder immer die gleichen Kinder zusammenarbeiten (Freundinnen/Freunde) oder durch das Zufallsprinzip unpassende Paare gebildet werden. Für einen Ausgleich kann dann die von der Lehrkraft bestimmte Einteilung sorgen. Keine Internet-Vorkenntnisse nötig Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Erklären sollte man auf jeden Fall, dass die Rückkehr auf die Startseite der Lernumgebung über den Rückwärtspfeil des Browsers erfolgt. Sicherheitseinstellungen beachten Je nachdem welche Sicherheitseinstellungen die jeweiligen Rechner haben, ist es möglich, dass beim Aufruf des interaktiven Quiz eine Sicherheitswarnung erscheint. Dies geschieht beispielsweise, wenn das Öffnen von Popups blockiert ist. Über den Menüpunkt "Extras", "Popupblocker deaktivieren" können Sie Popups zulassen. Weitere Informationen zu Popups und welche Einstellungen die Kinder schrittweise vornehmen müssen, wenn die Sicherheitswarnung erscheint, finden Sie im folgenden Download. Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und von der Lehrkraft überprüft wird. Spiel und Spaß In dieser Rubrik gibt es ein interaktives Quiz zur Vogelgrippe, das auch als Lernerfolgskontrolle dienen kann. Außerdem kann die Zuordnungsübung (Schutzmaßnahmen) von Arbeitsblatt Nr. 7 interaktiv bearbeitet werden. Die Sätze des Lückentextes von Arbeitsblatt Nr. 2 sind in einzelne Satzteile zerlegt, die per Drag & Drop zusammengefügt werden können und ein interaktives Puzzle darf als Belohnung gelöst werden.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit
  • Primarstufe

Biologische Vielfalt

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit zum Thema "Biologische Vielfalt" geht es um die Mannigfaltigkeit aller lebendigen Organismen wie Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, aber auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Und es geht um die Vielfalt der Lebensräume, der ökologischen Systeme.Diese biologische Vielfalt dient zunächst einmal sich selbst. Sie ist Grundlage der ständigen Weiterentwicklung und des Erhalts des Lebens unter sich ändernden Lebensbedingungen. So wird sie auch als "Lebensversicherung für eine Welt im Wandel" bezeichnet. Über die Zeiten hat sich ein Gleichgewicht der Arten entwickelt. Tiere und Pflanzen dienen sich gegenseitig als Nahrung, Herberge und Schutz. Sterben Arten aus, zieht dies den Tod vieler weiterer Arten nach sich. Gelangen gebietsfremde Arten in ein Ökosystem, wird es empfindlich gestört. So kam zum Beispiel das Kaninchen mit dem Menschen nach Australien. Mangels natürlicher Feinde vermehren sich die Nagetiere dort massenhaft und verwüsten ganze Landstriche. Die Wechselwirkungen zwischen den Arten sind längst nicht erschöpfend erforscht. Es ist jedoch zu erwarten, dass jede unnatürliche Veränderung - meist durch Eingriffe des Menschen - zu einem zerstörerischen Ungleichgewicht führen kann. Das Lernkonzept Methodisch folgt das Material zum Thema "Biologische Vielfalt" situierten, problem- und projektorientierten, auf Handeln basierenden Lernkonzepten. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht Vorträgen folgen oder vorgefertigte Texte auswerten, sondern selbstständig die auf den Arbeitsblättern gestellten Aufgaben bearbeiten. Dazu gehören Literatur- und Internetrecherche, Nachfragen bei Institutionen und Firmen der Region, Gespräche mit Eltern und natürlich Diskussionen in der Gruppe oder Klasse. Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend angelegt. Sie eignet sich für Projekttage, kann aber genauso gut an den laufenden Fachunterricht angebunden werden. Ablauf der Unterrichtseinheit "Biologische Vielfalt" Einer Einführung in die Thematik "Biologische Vielfalt" folgen Vorschläge für den Unterrichtsablauf einschließlich besonderer Hinweise. Materialempfehlungen listen auf, welche Arbeitsblätter dazu gehören und welche zusätzlichen Materialien den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen sollten. Enthalten sind auch Tipps für partizipatives Lernen, dabei sollen ausdrücklich auch Eltern und Vereine einbezogen werden. Dem Textteil zugeordnet sind auch die Lösungen zu den Aufgaben auf den Arbeitsblättern. Sie sind so aufbereitet, dass auch diese Seiten an die Schülerinnen und Schüler zur Selbstkontrolle ausgegeben werden können. Verlaufsvorschlag Den Schwerpunkt der Unterrichtseinheit bilden die Arbeitsblätter mit zugehörigen Arbeitsaufträgen für die Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler lernen, verantwortungsbewusst mit Natur und Umwelt umzugehen. nehmen ihre Umgebung bewusster wahr. lernen die Schreibweise verschiedener Tier- und Pflanzennamen kennen. geben Inhalte aus einem Text wieder. treffen Absprachen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Lehrkraft gibt eine Einführung ins Thema. Dazu nutzt sie Anschauungsmaterial, das in der Schule oder in deren Umfeld vorhanden ist. Sammeln von Tier- und Pflanzenarten Die Schülerinnen und Schüler tragen zusammen, welche Tier- und Pflanzenarten sie kennen. Die Bezeichnungen werden an die Tafel oder auf eine Overhead-Folie geschrieben. Zugleich notieren die Kinder sie auf dem Arbeitsblatt. Sind die Kästchen auf dem Blatt zu klein für ihre Schreibschrift, können die Bezeichnungen der Arten auch im Heft gesammelt werden. Diese werden dann einfach von 1 bis 99 nummeriert. Anschließend markieren die Schülerinnen und Schüler die Tiernamen mit rot und die Pflanzen mit grün. Sortierung der Tiere nach Lebensräumen Nun wird mit den Tieren weiter gearbeitet. Die Kinder sortieren sie grob nach Lebensräumen (oder besser Elementen): Wasser, Luft, Land und unter der Erde. Sie markieren, welche Arten in ihrer Heimat leben. Möglich sind hier sowohl Partner- oder Gruppenarbeit als auch das Gespräch in der ganzen Klasse. Abschließend rahmt jedes Kind sein Lieblingstier rot ein. Sortierung der Pflanzen nach Erscheinungsbild Mit den Pflanzen wird analog verfahren. Sie werden allerdings nicht nach ihren Lebensräumen sortiert, sondern nach ihrem äußeren Anschein beziehungsweise der Bedeutung für den Menschen (Nutzpflanzen). Wie mit eventuellen Überschneidungen umgegangen wird (zum Beispiel Kirschbaum = Nutzpflanze und Baum) wird in der Klasse geklärt. Lieblingstiere und -pflanzen Jedes Kind malt oder zeichnet ein Bild von seinem Lieblingstier oder seiner Lieblingspflanze. Dies kann im Rahmen des Unterrichts geschehen oder als Hausaufgabe aufgegeben werden. Im Einzelfall sind auch Fotos erlaubt. Sie sollten dann aber wenigstens vom Kind selbst aufgenommen worden sein. Die Lehrkraft kann sich an dieser Stelle auch entschließen, eine Fotosafari durchzuführen (je nach Ausstattung der Schule). Dann fotografieren die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht die entsprechenden Tiere und Pflanzen. Wand der Vielfalt Ziel ist es, von jeder der 99 Tier- und Pflanzenarten ein Bild zur Verfügung haben. Diese Bilder werden dann an einer geeigneten Wand im Klassenzimmer aufgehängt (am besten auf einen großen Papierbogen geklebt, damit man sie später leichter wieder abnehmen kann). So entsteht die "Wand der Vielfalt". Die Einheit schließt ab mit eher theoretischen Betrachtungen zum Thema Artenvielfalt. Unterstützt von der Lehrkraft tragen die Schülerinnen und Schüler zusammen, warum Artenvielfalt so wichtig ist - sie lernen sie als Schatztruhe für den Menschen kennen. Zudem wird der Begriff "Biologische Vielfalt" eingeführt, dessen erste Säule (in der wissenschaftlichen Literatur ist auch von "Ebene" die Rede), die Vielfalt der Arten ist.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit
  • Primarstufe

Eine Art hat viele Gesichter

Unterrichtseinheit

Ausgehend von der Untersuchung ihrer Umwelt und der Betrachtung ihrer Klassenkameraden sollen die Kinder die genetische Vielfalt innerhalb einer Art erkennen und verstehen, warum diese Vielfalt für das Überleben von Arten so wichtig ist.Die Vielfalt innerhalb einer Art macht das Leben reich, bunt und auch immer wieder überraschend. Das gilt nicht nur für den Menschen. Doch Aufgabe der genetischen Nuancen ist zuallererst, den Fortbestand der Art zu sichern. Die große Vielfalt ermöglicht es den Lebewesen, sich an wandelnde Umweltbedingungen anzupassen. Je vielfältiger die Erbanlagen sind, desto größer ist die Möglichkeit, dass innerhalb dieser Bandbreite Organismen vorhanden sind, die auch mit den neuen Bedingungen zurechtkommen.Die Einheit basiert auf der vorhergehenden zur Biologische Vielfalt , ein Übergang lässt sich von dort leicht herstellen. Die Arbeitsaufträge Den Schwerpunkt der Unterrichtseinheit bilden die Arbeitsblätter mit zugehörigen Arbeitsaufträgen für die Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre nähere Umgebung bewusst wahrnehmen. Unterschiede zwischen Pflanzen in ihrer Umgebung erkennen. Unterschiede zwischen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern erkennen. als kleine Forscher auf einfache Weise wissenschaftlich arbeiten. ihre "Untersuchungsergebnisse" malen, zeichnen oder fotografieren. lernen, verantwortungsbewusst mit Natur und Umwelt umzugehen. Die Lehrkraft gibt eine Einführung ins Thema. Dazu nutzt sie Anschauungsmaterial, das in der Schule oder in deren Umfeld vorhanden ist. Exkursion zur nächsten Wiese Die Schülerinnen und Schüler werden mit der These konfrontiert, dass es auch innerhalb einer Art Unterschiede gibt. Kein Individuum sieht wie das andere aus. Die These wird zunächst mit einem direkten Blick in die Natur belegt, also mit der Besichtigung eines Sonnenblumenfeldes oder - einfacher - mit einer Miniexkursion zur nächsten Wiese. Möglich ist auch, einen Topf oder einen kleinen Kasten mitzubringen, in dem etwas Gras oder Kresse gezogen wurde. Solche Kästchen gibt es auch fertig im Supermarkt oder in einer Gärtnerei. Unterschiede erkennen und benennen Die Kinder benennen Eigenschaften, durch die sich die Beispiel-Pflanzen unterscheiden, also zum Beispiel Höhe, Größe, Form der Blätter und Farbgebung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass für die zu untersuchende Fläche gleiche Bedingungen herrschen und sich nicht beispielsweise ein Teil davon ständig im Schatten befindet. Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern Anschließend werden die Kinder selbst zum Forschungsgegenstand. Auch sie gehören einer Art an, unterscheiden sich aber in vielen Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler tragen im Unterrichtsgespräch solche Eigenschaften zusammen, die zunächst an die Tafel geschrieben werden. Später entscheiden sie, welche sieben Eigenschaften gut geeignet sind, die einzelnen Individuen zu unterscheiden. Dies sollten augenfällige Eigenschaften sein, aber auch einige mentale (zum Beispiel "kann gut rechnen" oder " macht viele Witze"). Es ist selbstverständlich, dass jegliche Diskriminierung ausgeschlossen wird. Systematischer Vergleich Die Mädchen und Jungen erfahren, dass man Eigenschaften am besten vergleichen kann, wenn man sich vorher auf bestimmte Ausprägungen festgelegt hat. Der Vergleich wird damit konkret und nicht beliebig. Im Unterrichtsgespräch wird geklärt, welche Ausprägungen die ausgewählten Eigenschaften haben können. Es sollten wenigstens zwei und höchstens vier Varianten sein. Danach wenden die Kinder diesen Schlüssel in Partnerarbeit an. Die Auswertung wird interessanter, wenn die Bewertungstabellen anschließend als Schablonen zum Vergleich verwendet werden, wie auf Arbeitsblatt 7 beschrieben. Die Wand der Vielfalt aus der Unterrichtseinheit zur Biologische Vielfalt bekommt nun ihre Ergänzung durch die Vielfalt der Gesichter der Kinder. Steht nicht ausreichend Zeit zur Verfügung oder sind die zeichnerischen Fähigkeiten noch nicht ausreichend ausgeprägt, können die Kinder auch ihre Handabdrücke zu Papier bringen. In der Klasse wird darüber gesprochen, warum die Vielfalt innerhalb einer Art gerade jetzt - vor dem Hintergrund des Klimawandels - so wichtig ist. Die Lehrkraft nutzt für ihre Argumentation auch die Informationen aus der Einführung ins Thema.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Arten und ihre Lebensräume

Unterrichtseinheit

Das Verschwinden oder die Veränderung von Lebensräumen bedroht die Biologische Vielfalt. Ein vor- und nachbereiteter Besuch eines Zoos oder eines naturkundlichen Museums soll den Kindern die Bedeutung dieser Lebensräume verdeutlichen.Eine Exkursion in einen Zoo oder ein Naturkundemuseum soll zeigen: Jedes Tier und jede Pflanze haben ihren speziellen Lebensraum. An diesen Lebensraum sind sie am besten angepasst, da fühlen sie sich wohl und finden genügend Nahrung. Aber viele Lebensräume sind bedroht, und damit die darin lebenden Arten. Diese Unterrichtseinheit behandelt die Bedeutung der Lebensräume, deren Bedrohungen und die Möglichkeiten, trotzdem möglichst viel Biologische Vielfalt zu erhalten.Im Vordergrund dieser Unterrichtseinheit für die 3. bis 4. Klasse steht eine Exkursion in einen Zoo oder ein naturkundliches Museum. Anhand eines Kartenspiels kann das Thema Biologische Vielfalt verfestigt werden. Für die Vorbereitung im Unterricht sollten etwa 3 bis 4 Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen sowie ein Computer mit Internet-Zugang und wenn möglich Farbdrucker, Digitalkamera oder konventioneller Fotoapparat. Spiel der Vielfalt Dieses Spiel dient der Festigung der Lerninhalte. Dabei wird beim Erstellen der Karten das vorher Gelernte wiederholt. Zum Basteln stehen Vordrucke zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, verantwortungsbewusst mit Natur und Umwelt umzugehen. nehmen ihre Umgebung bewusster wahr. lernen, Tiere genau zu beobachten, die Bedrohungen ihrer Lebensräume und die Schreibweise verschiedener Tiernamen kennen. beschreiben Lebensräume ausgewählter Tierarten und ordnen sie auf einer Weltkarte zu sowie wohnortnahe Lebensräume und erfahren, wie man diese schützen kann. Das "Spiel der Vielfalt" ist kein fertiges Spiel, sondern eher ein Bastelbogen. Auch die Spielregeln sind keine Vorgabe, sondern ein Vorschlag. Sinn der Arbeit mit dem Spiel ist es, das zu wiederholen und zu festigen, was die Schülerinnen und Schüler über die drei Säulen der Biologischen Vielfalt gelernt haben. Planung Auf Grundlage der vorhergegangenen Unterrichtsergebnisse bereitet die Lehrkraft die Arbeit mit dem Spiel vor. Sie plant, welche Themen auf den Farbkarten behandelt werden sollen, also welche Bedrohungen für die biologische Vielfalt, welche Gründe, warum biologische Vielfalt so wichtig ist, und welche Möglichkeiten zum Schutz der Vielfalt bestehen. Einführung Die Lehrkraft gibt eine kurze Einführung zum Bastelprojekt. Sie druckt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Bögen mit den Spielkarten-Vorlagen aus oder stellt die Bögen der Klasse vor, wenn sie bereits ausgedruckt sind. Gruppenbildung Die Klasse wird in eine geeignete Zahl von Gruppen aufgeteilt, die zunächst die Vorarbeiten machen (farbige Rahmen für die Farbkarten, den Joker entwerfen und aufmalen). Festlegung der Themen Auf Basis der Vorbereitungen der Lehrkraft wird in der Klasse besprochen, welche Themen auf den Karten behandelt werden sollen. Es wird festgelegt, welcher Text auf die Karten kommt und wie sie illustriert werden sollen. Dann formulieren die Kinder geeignete Fragen für die Fragekarten (insgesamt neun Fragen, die auf die neun grünen Karten Bezug nehmen). Produktion In Gruppen erledigen die Schülerinnen und Schüler die vorher definierten Aufgaben. Die fertigen Bögen werden mit Transparentfolie beklebt. Zum Schluss werden die Karten ausgeschnitten. Insgesamt müssen 54 Karten gebastelt werden. Das Spiel kann zum Abschluss des Unterrichtsprojekts in der Klasse gespielt werden. Da es für drei Mitspielerinnen und Mitspieler gedacht ist, müssen Gruppen gebildet werden. Jede Gruppe muss eine Vertretungsperson wählen, die die Gruppe im Spiel vertritt. Beim Beantworten der Fragekarten können alle Mitglieder der Gruppe helfen.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit / Geographie / Jahreszeiten
  • Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Geheimnisvolle Bäume

Unterrichtseinheit

Warum wird im Wald nicht aufgeräumt? Die scheinbare Unordnung dient vielen Tieren als Lebensgrundlage. Mithilfe einer interaktiven Lerneinheit zur ZDF-Sendung "Löwenzahn" können sich Grundschulkinder Antworten zu dieser ökologischen Frage erarbeiten.Der Wald hat seine eigenen Ordnungsregeln. Vom Blitz getroffene Bäume werden nicht weggeräumt, an manchen Stellen liegen scheinbar vergessene, schon mit Gras oder Moos überwucherte Holzstapel. Dabei handelt es sich nicht um Nachlässigkeiten des Försters, sondern um bewusste Waldpflege, die man Kindern allerdings oft erst bewusst machen muss. Ausgehend von der Löwenzahn-Sendung "Geheimnisvolle Bäume" erfahren Schülerinnen und Schüler, dass totes Holz Lebensgrundlage für viele Waldbewohner ist, ohne die sie nicht existieren könnten. Dabei dient eine interaktive Lerneinheit als Plattform für die Internetrecherche. Von hier aus können die Kinder gezielt Teile der Sendung und kindgemäße Webseiten zur Lösung der Arbeitsaufträge anklicken. Verschiedene interaktive Übungen und herkömmliche Arbeitsblätter runden das Angebot ab.Die vorliegende Unterrichtseinheit will in einem multimedialen Ansatz das Wissen der Kinder über den Wald festigen und zusätzlich den Blick auf das vielfältige Leben im Totholz richten. Neben der Recherche im Internet, herkömmlichen Medien wie Arbeitsblättern, Wörterbuch und Lexikon, bietet die professionelle und kindgemäße Bearbeitung des Themas in der Löwenzahn-Sendung "Geheimnisvolle Bäume" des ZDF einen idealen Einstieg. Die Unterrichtseinheit ist allerdings auch ohne die Sendung durchführbar. Die Lernumgebung und der Ablauf des Projekts Hier erfahren Sie mehr über den Aufbau der interaktiven Lernumgebung und erhalten Hinweise zur Planung der Projektarbeit. Arbeitsmaterial zur interaktiven Lernumgebung Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den einzelnen Arbeitsblättern und Hinweise, wie sie im Unterricht eingesetzt werden können. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Fächern Sachkunde und Deutsch Differenzierte Lernziele erreichen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Video im Internet anschauen und Informationen daraus entnehmen. gezielte Recherchen im Internet durchführen und das World Wide Web als Informationsquelle nutzen. eine interaktive Lerneinheit am Computer bearbeiten und dabei Erfahrungen mit dem Prinzip der Verlinkung machen. ein interaktives Quiz durchführen. ein interaktives Puzzle lösen. Bilder aus dem Internet ausdrucken. Sozialkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen Absprachen zur Benutzung der Computer-Arbeitsplätze treffen. sich als Partnerinnen und Partner über die Reihenfolge der Aufgaben einigen. sich gegenseitig helfen. Eine Schnitzeljagd im Bärstädter Wald! Fritz Fuchs legt die Spur und ist schnell auf Abwegen: Die alte Eiche da, sieht doch aus wie eine knorrige Hexe. Und dieser alte Baumstumpf - nee, "tot" ist der nun wirklich nicht. Hinter seiner Borke krabbeln und surren viele kleine Lebewesen. Und auch große Tiere spürt Fritz auf; Waschbär und Wildkatze leben im Unterholz und finden dort Unterschlupf und Versteck. Thema Geheimnisvolle Bäume Autorin Margret Datz Fächer Sachunterricht, Deutsch, Kunst Zielgruppe Klasse 3-4 Zeitraum eine Woche Technische Voraussetzungen Computerraum / Medienecke mit Internetanschluss, Computer mit Soundkarte, Kopfhörer, Real Player oder Windows Media Player Erforderliche Vorkenntnisse Genereller Umgang mit dem Computer, Erfahrungen im Bereich der offenen Unterrichtsformen Planung Verlaufsplan "Geheimnisvolle Bäume" Die Schülerinnen und Schüler sollen die verschiedenen Teile des Baumes kennen lernen oder wiederholen. Blätter den richtigen Bäumen zuordnen. einige Borken oder Rinden den richtigen Bäumen zuordnen. erfahren, wie man das Alter von Bäumen bestimmt. einen Baum-Steckbrief erstellen. erfahren, dass durch Zersetzung alter Bäume neues Leben entsteht. einige Totholz-Bewohner kennen lernen den Steckbrief eines Mitbewohners im Totholz erstellen erfahren, dass viele Tiere den Baum als Nahrungsquelle und Schutz brauchen. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Gedicht "Ginkgo Biloba" von Goethe kennen lernen. sich über Goethe informieren. zusammengesetzte Adjektive und Verben suchen. eine Baum-Geschichte schreiben. Verben von der Grundform in die dritte Person Singular und Plural übertragen. bei Ortsangaben die richtigen Artikel ergänzen. Abbildungen den richtigen Text zuordnen. Abbildungen ergänzen. Wortsuchrätsel lösen. eine Tabelle ergänzen. Überreste alter und kranker Bäume oder von Blitz und Sturm entwurzelte Stämme sind nicht Müll, der entsorgt werden muss, sondern die Grundlage für neues Leben und eine Gewähr für guten Humusboden. In dieses Totholz ziehen neue Bewohner ein. Es wird besiedelt von Millionen von Gliedertieren wie Käfern, Asseln, Spinnen und Springschwänzen zusammen mit Pilzen und Bakterien. Für sie ist das alte Holz Lebensraum und Nahrungsquelle. Sie zersetzen es und fügen es so wieder dem Nährstoffkreislauf des Waldes zu. Ein gewaltiger mechanischer und biochemischer Prozess setzt ein und Schritt für Schritt wird aus totem Gehölz humusreicher Waldboden, auf dem wieder neues Leben entstehen kann. Zur theoretischen und virtuellen Aufarbeitung des Themas ist das Internet ein ideales Medium. Es gibt eine Reihe kindgemäßer Seiten, die Gelegenheit zum selbstständigen Erforschen geben. Hier wird als Einstieg ins Thema auf die ZDF-Sendung "Geheimnisvolle Bäume" aus der Reihe "Löwenzahn" zurückgegriffen. Für Kinder verständlich vermittelt sie wissenschaftliche und technische Fakten und hat außerdem hohen Unterhaltungswert, so dass mit Spaß gelernt werden kann. Die Unterrichtseinheit ist aber so konzipiert, dass sie auch ohne die vollständige Sendung durchgeführt werden kann, falls die Ausstrahlung verpasst wurde. Die vorliegende interaktive Lerneinheit leitet die Kinder von einer Aufgabe zur nächsten und verweist dabei auf die zugehörigen Arbeitsmaterial . Neben der Eingangsseite besteht die Lerneinheit aus vier weiteren Hauptseiten (Bäume / Mitbewohner / Sprache / Dies und das), vier intern verlinkten Seiten (Informationen und Fotos, Quiz zur Sendung, Memo) und 40 externen Links. Die internen Links können auch offline bearbeitet werden. Partnerarbeit halbiert die Wartezeit Organisation des Unterrichts und Zeitraum der Arbeit hängen von der Anzahl der jeweils vorhandenen Computer-Arbeitsplätze ab und davon, ob sie in einem Netzwerk gemeinsamen Zugang zum Internet haben. Als sinnvoll hat sich auf jeden Fall Partnerarbeit erwiesen. Auf diesem Weg lässt sich die Zahl der auf einen Computer wartenden Kinder halbieren und die Paare können sich gegenseitig unterstützen. Als zusätzliches Angebot kann die Lehrkraft weitere Arbeitsblätter zur Verfügung stellen, die die in der Lerneinheit angesprochenen Themen vertiefen. Die Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel Sachbücher zum Thema anschauen oder weitere Aufgaben zu zusammengesetzten Adjektiven und Verben lösen. Fachunterricht oder übergreifender Ansatz Die Unterrichtseinheit ist fächerübergreifend angelegt. Als Fachlehrerin oder Fachlehrer haben Sie aber auch die Möglichkeit, nur die Sachthemen zu behandeln und das Fach Deutsch auszuklammern, wenn der fächerübergreifende Ansatz aus stundenplantechnischen Gründen nicht oder nur sehr schwer durchführbar ist. Vorschläge der Kinder aufgreifen Wichtig ist außerdem die Organisation des Unterrichtsablaufs. Absprachen bezüglich der Computer-Nutzung müssen getroffen werden, da nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig am Rechner sitzen können. Dabei sollten Vorschläge der Kinder aufgegriffen werden, weil sie erfahrungsgemäß die Einhaltung eigener Vorschläge auch selbst überprüfen. Außerdem ist festzulegen, ob die Arbeit als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen soll und eine entsprechende Einteilung vorzunehmen (freie Wahl, Zufallsprinzip durch Ziehen von Kärtchen oder von der Lehrkraft bestimmt). Computer-Experten lösen Probleme Es hat sich zudem bewährt, "Computer-Experten" zu wählen, die bei Schwierigkeiten mit dem Medium angesprochen werden sollen. So können die Kinder viele Fragen unter sich klären und selbstständig arbeiten. Voraussetzungen Die Kinder sollten an offene Unterrichtsformen gewöhnt sein. Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind nicht unbedingt nötig, da die Links direkt über die Lerneinheit angesteuert werden und keine Internetadressen eingegeben werden müssen. Erfolgskontrolle Jedes Kind heftet seine fertigen Arbeitsblätter und gelösten Aufgaben in einem Hefter ab, der nach Abschluss des Projekts eingesammelt und vom Lehrer überprüft werden kann. Nicht für alle Aufgaben der interaktiven Lernumgebung sind Arbeitsblätter nötig. Das Baum-Puzzle dient zur Entspannung zwischendurch, falls Computer-Plätze frei sind, oder am Ende der Arbeit. Außerdem gibt es hier eine Anleitung zum Bau eines Borken-Bootes und ein Quiz zur Sendung. Schließlich können sich die Kinder noch die in der "Löwenzahn"-Sendung erwähnte 1000-jährige Eiche aus Ivenack ansehen. Eine Schnitzeljagd im Bärstädter Wald! Fritz Fuchs legt die Spur und ist schnell auf Abwegen: Die alte Eiche da, sieht doch aus wie eine knorrige Hexe. Und dieser alte Baumstumpf - nee, "tot" ist der nun wirklich nicht. Hinter einer Borke krabbeln und surren viele kleine Lebewesen. Und auch größere Tiere spürt Fritz auf; Waschbär und Wildkatze leben im Unterholz und finden dort Unterschlupf und Versteck.

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit
  • Primarstufe

Zukunft der Erde: Nachhaltigkeit (be)greifen

Unterrichtseinheit

Die Kinder widmen sich in dieser Unterrichtseinheit der Frage "Wie funktioniert eigentlich unsere Erde?". Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie beim Erforschen dieser facettenreichen Thematik machen, sollen ihr Bewusstsein dafür stärken, dass sie ihre Umwelt aktiv erkunden, beeinflussen und mitgestalten können.Erde, Feuer, Wasser und Luft sind Grundbausteine der Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten. Die vier Elemente wirken in der Natur aufeinander ein: Gemeinsam treiben sie den Wasserkreislauf an, bestimmen unser Wetter und unser Klima. Sie spenden Energie, lassen Pflanzen wachsen und erhalten die Produktion von Sauerstoff aufrecht. Jedes Lebewesen und jedes Element spielt eine bestimmte Rolle. Alles ist vernetzt und verwoben. Die Natur befindet sich dabei im Gleichgewicht: Pflanzen produzieren energiereiche Stoffe, Tiere und Menschen konsumieren diese als Nahrung. Reste werden von Pilzen und Bakterien abgebaut und wieder in Nährstoffe umgewandelt - ein perfekter Stoffkreislauf, angetrieben von der Energie der Sonne, gespeist vom Lebensquell Wasser und geschützt von einer mit Luft gefüllten Atmosphäre. Durch das gemeinsame Erforschen und Erleben der Elemente bauen die Mädchen und Jungen Naturwissen auf und entwickeln ein Wertebewusstsein und Verantwortungsgefühl für ihre Umwelt. Die Kinder lernen zu verstehen, dass alles, was sie tun, eine Auswirkung hat. Jeder kann so die Zukunft mitgestalten.Kinder streben unentwegt danach, ihre Welt zu entdecken. Sie ordnen neue Erfahrungen in ihr bisheriges Weltbild ein und verknüpfen aktuelles mit schon vorhandenem Wissen. Gelingt dieses Einpassen nicht, müssen Vorstellungen überprüft, Wissens- und Denkstrukturen neu angepasst werden. Der Prozess bewusster Erkenntnis beginnt daher stets mit einer Frage, auf die die Kinder in ihrem bisherigen Wissens- und Erfahrungsschatz keine befriedigende Antwort finden. In der alltäglichen Begegnung mit Naturphänomenen entstehen bei den Kindern viele Fragen. Den Erwachsenen fällt eine Antwort oft gar nicht so leicht. Sie können sich selbst mit den Kindern auf einen gemeinsamen Weg des Erforschens und Entdeckens begeben und die Mädchen und Jungen bei der Suche nach eigenen Antworten unterstützen. Versuche zu den vier Elementen Hier finden Sie zahlreiche Vorschläge zum Ausprobieren und Experimentieren, mit denen die Kinder die Bedeutung und die Funktion der vier Elemente erforschen können. Wir retten die Welt Auch Kinder können die Welt retten. Zeigen Sie ihnen, welchen Beitrag sie zur Erhaltung unserer Erde leisten können. Die Schülerinnen und Schüler werden für das Thema Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert. lernen das Thema Nachhaltigkeit und seine Bedeutung anhand konkreter Alltagsfragen kennen. lernen die Bezüge des Klimaschutzes und des Konzepts der Nachhaltigkeit zu ihrer eigenen Lebenswelt kennen. entwickeln eine persönliche Motivation, für den Klimaschutz aktiv zu werden. Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Sie unterstützt mit ihren Angeboten pädagogische Fachkräfte dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die "Tage der kleinen Forscher" Jedes Jahr richtet die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" einen "Tag der kleinen Forscher" aus. An diesem Tag geben deutschlandweit Kinder in Kitas, Horten und Grundschulen naturwissenschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen nach: Was hält mich gesund? Woher kommt der Strom? Bei dieser Unterrichtseinheit geht es darum, die Natur unmittelbar zu fühlen und zu erkunden. Kinder und Erwachsene sind hier Lernpartner, die mit gegenseitiger Wertschätzung in einen lebendigen Austausch treten - so erschließen sie sich gemeinsam Wissen. Die Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte geben den Kindern Anregungen und bieten Hilfestellungen an, ohne den Fragen der Mädchen und Jungen vorzugreifen. In einem Lernumfeld, in dem auch Erwachsene bereit sind, offen Fragen zu stellen, Ungewohntes auszuprobieren und Fehler zuzulassen, können alle Beteiligten kreative Entdeckungen machen. Entscheidend ist der direkte Austausch zwischen pädagogischer Fachkraft und dem Kind: Pädagoginnen und Pädagogen reflektieren mit den Mädchen und Jungen, ermuntern sie, ihre Beobachtungen zu formulieren und festzuhalten. In der gemeinsamen Erörterung der individuellen Entdeckungen entstehen neues Wissen und bewusste Erkenntnis. Zudem werden im Gespräch die Motivation und Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt. Weil sie als Lernpartner ernst genommen werden, fühlen sich die Kinder kompetent, verschiedene Wege auszuprobieren und sich darüber zu äußern. Die Kinder erleben Vertrauen und Zutrauen durch Erwachsene und erfahren beim gemeinsamen Forschen einen Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke. Überlegen Sie mit den Kindern, was sie zum Leben brauchen und was eher stört. Die Mädchen und Jungen können konkrete Grundmaterialien wie Steine, Erde, Essen und Wasser sammeln oder Dinge wie die Sonne, Häuser, Freunde, Spielzeug etcetera benennen. Untersuchen Sie die Materialien und Äußerungen der Kinder gemeinsam etwas genauer. Welche davon braucht man wirklich, um eine Welt zu gestalten? Wie hängen sie zusammen? Welche stören das Gleichgewicht? Gibt es Alternativen? Schreiben oder zeichnen Sie mit den Kindern alles auf ein großes Blatt Papier und malen Sie Linien, wenn Dinge miteinander in Verbindung stehen. Die Bedeutung der Erde Erde, so wird der Planet genannt, auf dem wir Menschen leben. Erde ist aber auch der Boden, auf dem wir stehen. Diesem Boden verdanken wir eine einzigartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Der Boden versorgt uns mit Nahrungsmitteln, filtert und speichert Grundwasser, ist Grundlage für Wälder, Wiesen, Wüsten und andere Lebensräume. Er liefert Baumaterial für Häuser, Straßen und Fabriken. Wir nutzen Bodenschätze als Rohstoffe für die Energieversorgung und die Industrie. Experiment 1: Die "Kleintierfalle" Die Kinder entdecken, wieviele verschiedene Tiere in der Erde leben. Dafür werden ein Küchensieb, ein großer Trichter, ein Karton und ein paar Papiertaschentücher benötigt. Damit der Karton für die Tierchen gemütlich wird, muss er zunächst mit schwarzem Papier ausgekleidet werden. In den Deckel bohren die Kinder ein Loch, durch das der Trichter gesteckt werden kann. Legen Sie angefeuchtete Papiertaschentücher an die Stelle im Karton, über der die Trichteröffnung von oben einmündet. Auf den Trichter wird anschließend das Sieb gelegt und eine Schaufel voll Erde hineingefüllt. Die Erde muss nun mit Licht beschienen werden. Das kann gemäßigtes Tageslicht oder auch eine künstliche Lichtquelle sein. Licht und Wärme treiben die Bodenlebewesen nach unten, wo sie schließlich durch das Sieb auf das feuchte Papier fallen. Nach einem Tag sind sie auf dem weißen Papier gut zu entdecken. Experiment 2: Boden für unser tägliches Brot Das meiste, was wir essen, hat seinen Ursprung im Erdreich. Boden ist aber nicht gleich Boden. Manche Böden können zum Beispiel nur wenig Wasser speichern. Nicht jeder Boden stellt Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung. Die Kinder füllen ein paar Blumentöpfe mit jeweils unterschiedlichen Bodenarten (Waldboden, Ackerboden, Kies, Sand, Lehm oder Komposterde) und stecken in jede Bodenprobe einen Keimling, beispielsweise von einer Bohnenpflanze. Kann der Keimling in allen Bodenarten gleich gut gedeihen? Was brauchen Pflanzen noch, um optimal zu wachsen? Die Bedeutung des Feuers Feuer gibt es schon sehr lange auf der Erde: Blitze zuckten über den Himmel und ließen trockene Bäume in Flammen aufgehen. Die Menschen hüteten das Feuer als wertvollen Schatz, der Energie in Form von Wärme und Licht spendete. Heute sehen unsere "Feuer" anders aus - moderne Heizsysteme und Lichttechniken wärmen uns und erhellen unseren Alltag. Dahinter steckt wertvolle Energie, die wir auch für viele andere Dinge nutzen. Experiment 1: Der Feuerball im Weltall Entdecken Sie zusammen mit den Mädchen und Jungen die Kraft der Sonne: Fangen Sie an einer brandgeschützten Stelle mit einer Lupe die Sonnenstrahlen ein, zeichnen Sie Brandmuster in eine Holzplatte oder entfachen Sie ein kleines Feuer. Am besten eignet sich dafür eine Fresnel-Lupe mit flacher Linse, die in Ringe unterteilt ist. Achtung: Feuerexperimente dürfen immer nur gemeinsam mit Erwachsenen durchgeführt werden! Die Lupe als Brennglas darf keinesfalls auf sich selbst, andere Personen oder auf leicht entflammbare Kleidung gerichtet werden. Um die Augen zu schützen, setzen die Kinder Sonnenbrillen auf. Experiment 2: Licht für die Pflanzen Säen Sie mit den Kindern in drei Schälchen Kresse aus: Eine Schale stellen Sie offen auf die Fensterbank, die zweite decken Sie mit einem Karton ab, so dass kein Sonnenlicht an die Samen kommt, und über die dritte Schale stülpen Sie eine Glasschale als "Glashaus". Bitte das Gießen nicht vergessen. Was können die Mädchen und Jungen in den nächsten Tagen beobachten? Die Bedeutung des Wassers Wasser ist farblos, geruchlos, geschmacklos - und doch die wichtigste Flüssigkeit der Erde, denn ohne Wasser gäbe es kein Leben. Drei Viertel unseres Planeten sind mit Wasser bedeckt, und trotzdem ist es nicht im Überfluss vorhanden, da die für uns nutzbaren Wasservorräte begrenzt sind. Sauberes Wasser ist besonders lebenswichtig und als Trinkwasser ein kostbares Gut, mit dem bewusst und sorgsam umgegangen werden muss. Unser Körper besteht zu etwa 65 Prozent aus Wasser, viele Pflanzen haben sogar einen Wassergehalt von über 75 Prozent. Maximal vier Tage kann ein Mensch ohne Flüssigkeit überleben. Experiment 1: Die Wassergüte bestimmen Mithilfe kleiner Wassertiere lässt sich die Qualität von Wasser feststellen. Denn manche Tiere mögen nur sehr sauberes Wasser, andere lieber verschmutztes. Mit einem Kescher (einem feinen Küchensieb am längeren Stock) holen die Kinder den Schlamm vom Grund eines kleinen Gewässers nach oben. Vorsichtig spülen sie den überschüssigen Schlamm aus dem Sieb. Die Wassertierchen kommen in eine Schüssel mit Wasser. So lassen sie sich unter der Lupe genauer betrachten und die Wassergüte kann bestimmt werden. In sauberem Wasser findet man Strudelwurm, Larven von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen. In leicht verschmutztem Wasser leben Schneckenegel, Flohkrebse, Fischegel und die Spitzschlammschnecke. In stark verschmutztem Wasser findet man Rollegel, Wasserasseln und Larven von Waffelfliegen. In sehr stark verschmutztem Wasser sind der Schlammröhrenwurm, die Rattenschwanzlarve und die Zuckermückenlarve zu Hause. Im Internet können Sie nach Bildern der Wassertierchen recherchieren. Experiment 2: Der Wasserkreislauf Die Wassermenge auf der Erde bleibt immer dieselbe. Kein Wassertropfen geht verloren, keiner kommt hinzu. Gestalten Sie zusammen mit den Kindern eine kleine Klimastation, an der Sie über einen langen Zeitraum den Kreislauf des Wassers beobachten: Schichten Sie Holzkohle (gegen Schimmel), Kieselsteine und ungedüngte Erde der Reihe nach in ein großes Einweckglas, bis dieses zu einem Drittel gefüllt ist. Nun pflanzen Sie Moos oder den Ableger einer Zimmerpflanze ein und lassen die Mädchen und Jungen die kleine Landschaft mit Tannenzapfen, Schneckenhäusern oder Steinen gestalten. Gießen Sie einmal kräftig mit destilliertem Wasser (das verhindert Kalkränder am Glas), verschließen Sie das Glas mit einem Deckel oder einer Frischhaltefolie mit Gummi und stellen es an einen hellen Platz. Was passiert im Glas, was mit dem Wasser? Beobachten Sie mit den Kindern das Klimaglas über einen längeren Zeitraum und dokumentieren Sie Ihre "Wetterbeobachtungen" mittels Fotos oder Zeichnungen. Tun Sie das zu Beginn, nach einer Woche, nach drei Wochen, nach zwei Monaten. Gestalten Sie mehrere Klimagläser für unterschiedliche Orte: Was passiert mit dem Glas, wenn es im dunklen Schrank oder im Sommer im Garten steht? Die Bedeutung der Luft Luft ist nicht nichts - das wissen alle kleinen Forscherinnen und Forscher. Doch was ist Luft, was kann und macht sie? Für uns Menschen ist Luft lebensnotwendig: Wir können vier Wochen ohne Nahrung auskommen, maximal vier Tage ohne Wasser, aber nur knapp zwei Minuten ohne Luft. Die Erde schwimmt in einem Meer von Luft. Sie wird von einer Luftschicht, der so genannten Atmosphäre, umgeben. Diese Luft besteht aus Stickstoff (78 Prozent), Sauerstoff (21 Prozent) sowie Spuren von Edelgasen (1 Prozent) und macht in dieser speziellen Mischung ein Leben auf der Erde erst möglich. Experiment 1: Sauerstoff-Produktion Pflanzen produzieren Sauerstoff, den wir Menschen zum Leben brauchen. Mit der Wasserpflanze Wasserpest, die es in der Zoohandlung gibt, lässt sich die Sauerstoff-Aktivität einer Grünpflanze sichtbar machen. Geben Sie die Pflanze in einen transparenten Glasbehälter und fügen Sie Wasser hinzu. Jetzt können die Kinder kleine Luftbläschen aufsteigen sehen - dabei handelt es sich um Sauerstoff. Experiment 2: Treibhauseffekt Der sogenannte Treibhauseffekt hat großen Einfluss auf die Temperatur auf der Erde. Seit der industriellen Revolution hat der Treibhauseffekt durch CO2 Emissionen stark zugenommen. Deshalb spricht man vom Klimawandel. Doch wie lässt er sich erklären? Legen Sie zwei Thermometer an einen sonnigen Platz. Nach einer Stunde lesen Sie mit den Kindern die Temperaturen ab. Dann stülpen Sie über eines der beiden Thermometer eine Schüssel aus Glas. Nach einer weiteren Stunde messen Sie wieder und vergleichen die Temperaturen. Suchen Sie mit den Mädchen und Jungen nach anderen Beispielen, an denen man den Treibhauseffekt beobachten kann. Hintergrund Einige Lebensmittel wirken indirekt stärker auf das Klima ein als andere - zum Beispiel tierische Produkte wie Rindfleisch und Milchprodukte. Hinter einem Kilo Rindfleisch stehen etwa 13,5 Kilogramm CO2. Im Vergleich dazu verursacht saisonales, regionales Freilandgemüse nur etwa 150 Gramm pro Kilo. Aktion Gemeinsam mit den Kindern wird die Klimabilanz der Lebensmittel unter die Lupe genommen und bewusst eine Auswahl an Leckerbissen zusammengestellt, die auch dem Klima "schmecken". Welche Obst- und Gemüsesorten haben gerade Saison? Welche Produkte stammen aus der Region? Daraus wird ein leckeres und nahrhaftes Frühstück. Hintergrund "Von der Wiege zur Wiege" lautet die Formel für zukunftsfähige Produkte: Sie bestehen zum Beispiel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, der zu Verpackungsmaterial verarbeitet wird. Sie sind leicht zu zerlegen und aus ihren Altstoffen können restlos neue Produkte entstehen. Alte Produkte sind die Wiege für neue. Und sobald diese alt geworden sind und ausgedient haben, sind sie wiederum die Wiege für neue Produkte. Aktion Die Kinder nehmen den eigenen Abfall unter die Lupe: Was könnte man wie vermeiden? Können die Kinder Müll trennen - vor allem Altpapier, Verpackungen, Kompost, Glas und Sondermüll wie Batterien? Suchen Sie mit den Kindern auf Papierprodukten nach Zertifizierungen oder Zeichen, die für 100 Prozent Altpapier stehen. Stellen Sie einmal selbst Papier aus Altpapier her. Anleitungen hierzu gibt es im Internet. Die kleinen Forscherinnen und Forscher gehen auf die Suche nach Strom- und Energieverbrauchern. Sie messen den unterschiedlichen Stromverbrauch von elektrischen Geräten mit einem einfachen Strommessgerät. Vielleicht können die Kinder von zu Hause eines mitbringen. Oder der örtliche Stromversorger oder die Verbraucherzentrale stellen ein Leihgerät zur Verfügung. Überprüfen Sie die Raumtemperaturen, achten Sie auf Lichtquellen und Stand-by-Lämpchen. Legen Sie gemeinsam ein "Energie-Tagebuch" an und dokumentieren Sie mit den Mädchen und Jungen hier alle Ergebnisse und Ideen zum Stromsparen mit Fotos, Zeichnungen und Tabellen. Entwickeln Sie für die anderen Kinder und Eltern eine Mitmach-Ausstellung zum Thema "Energie sparen".

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit / Geographie / Jahreszeiten
  • Elementarbildung, Primarstufe, Sekundarstufe I

Botschaften vom Bach

Unterrichtseinheit

In der Unterrichtseinheit "Botschaften vom Bach" wird ein modular aufgebautes pädagogisches Programm zur Gewässererkundung und der Produktion multimedialer Bachgeschichten genutzt. Naturwissenschaftliche Inhalte werden auf künstlerische Weise "verarbeitet".Ausgangspunkt des Projekts "Botschaften vom Bach" ist eine biologische Gewässergütebestimmung die anschließend in eine multimediale Projektpräsentation mündet. Fotografische Experimente eröffnen einen Blick auf die Komplexität der Strömungsverhältnisse in Fließgewässern und bereiten eine künstlerische Auseinandersetzung mit Formen und Strukturen des Fließens vor. Bei der Herstellung von Marmorpapier wird der Wirbel als Figur entdeckt - die Entdeckung dieser Form in der Kunst und Kultur verschiedener Völker und Epochen ermöglicht die Einbettung des Themas in die Kunst und Kulturgeschichte der Erde. Die Untersuchung von Gesetzmäßigkeiten bei der Entstehung der Formen eröffnet Zugänge zur Strömungsphysik und zur Chaostheorie. In einer Brunnenskulptur wird mit fließendem Wasser gestaltet. Oder es wird der Bach während einer Wanderung auf seinem Weg ins Tal oder in das nächstgrößere Gewässer beobachtet. Immer ist die Digitalkamera dabei und liefert Ergebnisse für die Produktion einer multimedialen Präsentation.Ein ständiger Wechsel zwischen draußen (Naturbeobachtung) und drinnen (Erarbeitung einer Präsentation) prägt dieses interdisziplinäre Projekt, das nach partizipativen und kooperativen Prinzipien durchgeführt werden soll. Nach der biologischen Gewässergütebestimmung dienen die Suche nach Wirbelformen in der natürlichen Umgebung, Bachwanderungen zur Entdeckung von Mäandern oder die Suche nach natürlichen Gefäßen für eine Brunnenlandschaft einer ständigen Rückbindung an natürliche Phänomene. Erfahrungen und Erkenntnisse werden in einem ständigen Wechsel der Medien gewonnen. Gegen Ende werden der Themenbereich Komplexität und das Wirken komplexer Systeme bis hin zur Chaostheorie behandelt. Das Projekt mündet in die Entfaltung von Utopien zu Gewässerlandschaften. Einstieg Zu Beginn eines Bachprojektes kann eine Ideensammlung stehen, die erste Ansatzpunkte für Fotos liefert. Anschließend können erste Fotos am Bach entstehen. Fotografieren Das Fotografieren soll zu einem bewussten Akt der Bildgestaltung werden. Denn Fotos entstehen im Kopf, nicht in der Kamera. Gewässererkundung In einem weiteren Schritt findet eine biologische Gewässergütebestimmung statt. Das Verfahren wird in Grundzügen erläutert. Marmorieren In dieser Einheit wird die gestalterische Auseinandersetzung mit dem Fließen wieder aufgegriffen und fortgeführt. Die Entdeckung der Wirbelform steht hier im Mittelpunkt. Vergangenheit und Zukunft Ausgehend von der Betrachtung historischer Flussverläufe werden im Projekt - wieder mit gestalterischen Mitteln - Utopien entwickelt. Eine Präsentation erarbeiten Die vorher erstellten Fotos sollen nun zu einer Präsentation zusammengestellt werden. Zum Schluss werden alle Teilprojekte miteinander verbunden. Abschlusspräsentation Zum Ende des Projekts sollten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit erhalten, stolz ihre erarbeiteten Materialien und Produkte herzuzeigen. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entdecken einen Bach als Lebensraum. entdecken Leben als Indikator für Gewässergüte. lernen ein Gewässer bewerten. erkennen die Komplexität des Systems "Bach". Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in eine Präsentation um. recherchieren zum Thema im Internet. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erlernen kooperatives Arbeiten an einem Thema. lernen unterschiedliche Perspektiven kennen und akzeptieren sie. Vorbereitung Für jeweils zehn bis zwölf Schülerinnen und Schüler wird ein Tisch vorbereitet. Er wird mit Papier beklebt. Geeignet ist Packpapier, Flipchartpapier, glatte Tapete von der Rolle oder Restrollen aus der Zeitungsproduktion, Rückseiten von alten Plakaten oder ähnliches. In die Mitte wird ein Startbegriff geschrieben. "Wildes Wasser", "Unser Bach", "Bachleben", "Gewässer" sind geeignete Beispiele. Auf dem Tisch befinden sich zehn bis zwölf Stifte. Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler steht um den Tisch und schreibt nun alles auf das Papier, was ihnen zum Thema einfällt. Die Beteiligten sollten stehen, damit sie auch den Tisch umrunden können, um jede Notiz mit eigenen Ideen kommentieren zu können. Begriffe können durch Striche miteinander verbunden werden, wenn sie etwas miteinander zu tun haben. Weiterrücken und Ergänzen Das Brainstorming sollte nicht länger als zehn bis fünfzehn Minuten dauern. In der Regel werden zwei bis drei Tische zur Verfügung stehen. Nach zehn Minuten kann nun jede Gruppe einen Tisch weiterrücken und dort ergänzen, was noch fehlt. Nach weiteren zehn Minuten wird wieder einen Tisch weitergerückt, bis jede Gruppe alle Tische besucht hat. Abbildung 1 zeigt wie das Ergebnis aussehen kann. Gemeinsame Themenauswahl Der nächste Schritt ist die Auswahl verschiedener Themen, die zu fotografischen Aufgaben werden. Zu diesem Zweck erhalten die Teilnehmenden ein Kärtchen mit der Aufgabe: "Schreibe darauf einen Begriff aus unserem Brainstorming. Das sollte ein Themenvorschlag zum Fotografieren sein. Wähle also einen Begriff aus, zu dem du gerne fotografieren möchtest." Alle Karten werden mit der Textseite nach oben auf den Tisch gelegt. Die Karten werden von allen sortiert und zu Themengruppen zusammengefasst. Die Schülerinnen und Schüler ordnen sich anschließend möglichst ihrem Wunschthema zu. Zeit zum Fotografieren Jede dieser Gruppen erhält eine Kamera und den Auftrag, das Thema zu fotografieren. Wenn genügend Zeit zur Verfügung steht, kann das Thema Fotografieren vertieft werden, was zu besseren Bildern führt (siehe nachfolgende Seite Fotografieren ). Ansonsten sollten circa eine halbe bis eine Stunde Zeit zum Fotografieren zur Verfügung gestellt werden. Wenn noch Zeit bleibt, können anschließend die gesammelten Fotos gemeinsam betrachtet und besprochen werden. Gemeinsame Nutzung der Fotos Alle Fotos, die in dieser Einheit gemacht werden, stehen während der Erarbeitung der Präsentation allen zur Verfügung - sie sind ja auch Ergebnis eines gemeinsamen Erarbeitungsprozesses. Diese Einheit ist variierbar - je nach zur Verfügung stehender Zeit. Zum Beispiel kann beim Brainstorming auf den Tischwechsel verzichtet werden. Dann wird an jedem Tisch aus den Themenkarten ein Oberthema gebildet, das von dieser Gruppe anschließend fotografiert wird. Die gemeinsame Auswertung der Fotos kann auch in einer eigenen Einheit später vorgenommen werden. Dann aber geht oft auch die Erinnerung an die beabsichtigte Wirkung und die Gedanken verloren, die zu diesem Foto geführt haben. Zur Erarbeitung einer Präsentation werden Fotos benötigt. Diese werden vorzugsweise mit Digitalkameras angefertigt. Die Qualität der Fotos steigt, wenn das Fotografieren ein bewusster Akt ist. Fotos entstehen im Kopf, nicht in der Kamera. Die Klasse wird je nach Anzahl der zur Verfügung stehenden Kameras in kleine Gruppen aufgeteilt. Ideal sind vier Personen pro Gruppe. Möglicherweise verfügen die Schülerinnen und Schüler über eigene Digitalkameras, die sie einsetzen können. Auch Handys mit Kamera sind möglich, wenn sie über eine Möglichkeit verfügen, Fotos auf einen Rechner zu exportieren. Jede Gruppe erhält drei Karten: Belichtung, Motiv und Linse. Natürlich ist das nur eine Auswahl aus den Möglichkeiten zur Bildgestaltung. Für einen Einstieg sollten sie aber genügen. Alle Karten werden Allen erklärt. Belichtung Helligkeit und Schatten sind Gestaltungsmittel. Licht und Schatten trennen Wichtiges von Unwichtigem. Schatten schaffen Räumlichkeit. Mit Licht können Details hervorgehoben und betont werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler bei der Erklärung der Karten in der Sonne stehen, können alle beobachten, dass jedes Gesicht helle und schattige Bereiche enthält, was besonders bei direkter Sonneneinstrahlung auffällt. Motiv Bei dieser Karte geht es um den Bildaufbau. Vordergrund und Hintergrund sollten deutlich voneinander unterschieden sein. Ein Baum vor einem Wald wird sich eher im Hintergrund auflösen. Es sollte also darauf geachtet werden, dass sich Vordergrund und Hintergrund entweder farblich oder strukturell unterscheiden. Auch auf den Verlauf von Linien im Bild ist zu achten. Die Linie des Horizontes sollte parallel zum oberen Bildrand verlaufen, Bäume sollten senkrecht im Bild stehen. Linse Mit der Auswahl der richtigen Linse (letztlich des Bildausschnittes) beschäftigt sich die dritte Karte. Makro meint, richtig nah heran zu gehen und die Makro-Einstellung der Kamera zu nutzen. Damit kann ein Abstand von circa 30-50 cm zum Motiv gewählt werden. Ein Teleobjektiv (durch Heranzoomen erreichbar) vergrößert nicht nur entfernt liegende Objekte, sondern staucht auch die Achse zwischen Kamera und Objekt. Dadurch erzeugt es auch mehr Dichte im Bild. Umgekehrt passen durch ein Weitwinkelobjektiv (durch Wegzoomen erreichbar) nicht nur große Objekte aufs Bild, es entsteht auch mehr Weite. Zunächst ohne Kamera Die erste Übung findet ohne die Kameras statt. Eine Person aus der Vierergruppe ist der Fotograf. Er sucht einen Ausschnitt und schlägt ihn den Anderen seiner Gruppe vor. Die bewerten nun den vom "Fotografen" bestimmten Bildausschnitt anhand ihrer Karte. Dann werden die Aufgaben gewechselt. Jede Schülerin und jeder Schüler sollte jede Aufgabe einmal ausprobiert haben. Gemeinsame Bildbesprechung Jede Gruppe bekommt nun eine Kamera. Alle "Trockenfotos" werden nun wirklich gemacht. Anschließend werden alle Fotos auf einen Rechner geladen und gemeinsam angesehen und besprochen. Schön, wenn das über einen Beamer möglich ist. Aufgabe dieser Einheit ist es, das Fotografieren zu einem bewussten Akt der Bildgestaltung zu machen. In der gemeinsamen Bewertung geht es deswegen auch nicht darum, Noten ("gut" oder "schlecht") zu verteilen. Vielmehr geht es darum, sich gegenseitig zu beraten. Zunächst werden Forscherteams von circa zwei bis drei Personen gebildet. Jedes Team erhält als Ausrüstung ein Küchensieb, einen Pinsel und eine Schale. Dafür eigenen sich Behälter von Fruchtquark aus dem Supermarkt. Sie sollten weiß sein, damit sich die gefundenen Tiere besser bestimmen lassen. Die Schalen werden zunächst mit Wasser gefüllt. Alle Forscherteams suchen sich nun eine Stelle im Bach aus, die sie untersuchen. Etwa eine halbe Stunde Zeit haben sie dafür. Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, die alle probiert werden sollten. Steine im Bach werden umgedreht. Auf der Unterseite finden sich oft Tiere, die vorsichtig mit einem Pinsel abgenommen und in die Schale gesetzt werden. Das Sieb kann durch das Wasser gezogen werden, Tiere, die im Wasser schwimmen, bleiben darin hängen und werden wieder mit dem Pinsel in die Schale befördert. Oder das Sieb wird durch schwimmende Blätter oder Wasserpflanzen gezogen. Auch im Sediment des Baches halten sich Tiere auf. Um sie einzusammeln, wird das Sieb auf den Bachgrund gestellt, der Boden des Baches mit der Hand etwas aufgewühlt, sodass die Strömung eventuell vorhandene Tiere in das Sieb spült. Auch diese werden mit dem Pinsel in die Schale gehoben. Die Beteiligten sollten darauf hingewiesen werden, dass es sich um empfindliche Lebewesen handelt, die mit großer Vorsicht behandelt werden müssen. Allerdings habe ich bisher nur Schüler und Schülerinnen erlebt, die die Gewässeruntersuchung mit großer Sensibilität durchgeführt haben. Nach Ablauf dieser Zeit treffen sich alle wieder, um die Tiere zu bestimmen. Dazu sollten mehrere Bestimmungstafeln vorbereitet sein (siehe unten "Bestimmungshilfen im Internet"). Es empfiehlt sich, diese in Prospekthüllen zu stecken, damit sie während der Bestimmung nicht nass werden und aufweichen. Jedes Team bestimmt nun die Ausbeute, zählt die Anzahl der jeweiligen Tiere aus und bestimmt dann die Gewässergüte. Jedes der gefundenen Tiere kann nämlich einer bestimmten Güteklasse des Gewässers zugeordnet werden. So lebt der Bachflohkrebs vornehmlich in Gewässern der Güteklasse II. Finden wir im untersuchten Gewässer zum Beispiel vor allem Tiere der Güteklasse II, dazu einige der Güteklasse I, so können wir vermuten, dass sich das untersuchte Gewässer in der Güteklasse I-II befinden muss. Saprobienindex Da wir uns in dem Projekt "Botschaften vom Bach" der Komplexität eines Systems nähern wollen und weniger eine exakte Bestimmung der Gewässergüte vornehmen wollen, genügt uns dieses Ergebnis meist. Es geht aber auch exakter. Dazu wird die Anzahl der gefundenen Tiere in einer Güteklasse mit der jeweiligen Güteklasse multipliziert, die Werte der einzelnen Arten addiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Tiere dividiert. Man erhält so den "Saprobienindex" des jeweiligen Gewässers. Allerdings sollten dann auch einzelne Abschnitte des Baches (etwa Quadratmeter) sehr gründlich nach allen Methoden (freies Wasser, Sediment, Blätter und Pflanzen, Steinunterseiten) untersucht werden. Die Güteklasse I (unbelastet) kommt vor allem im Quellbereich von Gebirgsbächen vor. Ihr Wasser ist sauerstoffreich und nährstoffarm. Güteklasse II (mäßig belastet) ist im Bereich der Mittelgebirgsbäche zu finden. Gewässer der Güteklasse III (stark verschmutzt) enthalten wenig Sauerstoff, solche der Güteklasse IV (übermäßig verschmutzt) enthalten fast keinen bis keinen Sauerstoff mehr. Ob ein Fließgewässer sauber oder verschmutzt ist, hängt vom Gehalt eingebrachter Nährstoffe ab. Diese Nährstoffe werden von Bakterien und Tieren verzehrt, die dabei Sauerstoff verbrauchen und Dünger für Algen produzieren. Je nach Nährstoff- und Sauerstoffgehalt gibt es daher unterschiedliche Lebensgemeinschaften, die einfach zu erkunden sind und Auskunft über die Wasserqualität geben. Wenn die Güteklasse bestimmt ist, stellt sich die Frage, was wir eigentlich gemessen haben. Alle Forscherinnen und Forscher bilden eine Runde zur Auswertung. Hier werden die Ergebnisse zusammengetragen. Aber was bedeutet zum Beispiel Güteklasse I? Lassen Sie das diskutieren: Was brauchen wohl die gefundenen Tiere zum Leben? "Nahrung und Sauerstoff" werden die Antworten sein. Und in der Tat, eigentlich wird die Sauerstoffsättigung gemessen. Ein Blick auf die gefundenen Tiere kann da helfen: Viele tragen Kiemenbüschel. Aber wo kommt der Sauerstoff her? Ein Blick auf den Bach lässt vermuten, dass der Sauerstoff überall da, wo kleine Bläschen zu sehen sind, durch die Bewegung des Wassers in das Gewässer eingetragen werden. Immer wieder sollten die Schülerinnen und Schüler daran erinnert werden, Fotos von jeder Situation zu machen. Großaufnahmen von der Gewässeruntersuchung, Detailfotos der gefundenen Tiere (Makro-Einstellung nutzen), Fotos von den benutzten Materialien, witzige Fotos - alles kann nachher in der Präsentation Verwendung finden. Damit die spätere Präsentation flüssig läuft, empfiehlt es sich, die Auflösung der Kameras auf etwa 1280 x 960 oder 1600 x 1200 Pixel einzustellen. Nur wenn es um Details geht, sollte auch die höchste Auflösung genutzt werden. Dann lassen sich später Ausschnittvergrößerungen anfertigen. Die nächste Aufgabe besteht darin, eine solche Stelle im Bach abzuzeichnen. Dazu werden Klemmbretter verteilt (oder eine feste Zeichenunterlage) und Bleistifte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen nun eine Stelle im Bach auf und zeichnen sie ab. Alle diese Stellen sollten natürlich auch fotografiert werden. Anschließend treffen sich alle wieder und tauschen ihre Erfahrungen aus. "Wie war das? Ist das Zeichnen gelungen? War's schwer oder leicht? Und warum?" Die gestellte Aufgabe ist nämlich nicht leicht, sie ist nahezu unmöglich. Das fließende Gewässer ist in ständiger Bewegung und es ist durchsichtig. An verschiedenen Stellen bilden sich kleine Verwirbelungen, die aber ihre Form ständig ändern. Diese "Schwingungen" des Wassers werden meist erst sichtbar, wenn man versucht, sie in einer Zeichnung festzuhalten. Und genau dazu dient diese Übung: Sie zwingt zum genauen Hinsehen, zum genauen Beobachten. Eine letzte (fotografische) Übung: Spiegelkacheln (in jedem Baumarkt erhältlich) werden in das Wasser gelegt. Je nach Sonnenstand und Perspektive des Fotografen lassen sich damit Wasserbewegungen sichtbar machen und fotografisch festhalten. Wenn noch genug Zeit zur Verfügung steht, können sich noch weitere fotografische Experimente mit den Spiegelkacheln anschließen. Sie können zum Beispiel in Sträucher gelegt werden und den Himmel in das Gebüsch spiegeln. Oder sie werden am Bachufer so aufgestellt, dass sich die Uferpflanzen darin spiegeln. Im Vordergrund steht hier die Idee, in einer Dokumentation über das Projekt zu berichten. Die verwendete Software ist eher zweitrangig. Nachfolgend wird die Verwendung des Programms "Mediator" detailliert beschrieben, weil dieses Programm viel Spaß beim Erstellen von Präsentationen bietet. Wenn Sie jedoch mit einem anderem Programm bereits vertraut sind und gut Erfahrung gemacht haben, sollte das grundsätzlich auch geeignet sein. Auch der einfach zu bedienende Homepage-Generator der Online-Plattform www.lo-net2.de ist geeignet. Zur Montage wird das Autorenprogramm Mediator der Firma Matchware genutzt. In der ersten Einführung wird vermittelt, wie eine Präsentation angelegt wird, und wie die Oberfläche aufgebaut ist. Jede Gruppe an je einem Rechner beginnt mit einer Übungsproduktion. Zunächst wird auf der ersten Seite ein Bild ganzflächig eingebaut. Dann legen wir eine zweite Seite an, auf die wieder ein Foto gesetzt wird. Danach wird ein Seitenübergang von Seite eins auf Seite zwei angelegt. Wenn das überall funktioniert, sollten alle in der Lage sein, eine dritte Seite und einen Übergang von Seite zwei auf Seite drei selbstständig anzulegen. Wenn das alle beherrschen, wird auf Seite eins ein Titel eingebaut. Anschließend wird das Prinzip der Animation über Animationslinien erklärt. Letzter Schritt der Einführung ist der Einbau von Sprechblasen (Vielecke mit Text), die zunächst nicht sichtbar sind und nach einer Berührung mit der Maus sichtbar werden (Mouse-Over). Mit diesen Funktionen lassen sich einfache Geschichten erzählen. Weitere Funktionen werden auf Nachfrage erläutert und vermittelt. Wenn die Übungsphase abgeschlossen ist, ist die Zeit für eine Planungsphase gekommen. Jedes Produktionsteam fertigt dazu ein "Storyboard" an. An jedem Tisch liegt dazu ein Klemmbrett oder eine Schreibunterlage mit etwas Papier und einem Stift. Aufgabe ist die Entwicklung einer kleinen Geschichte unter Verwendung der Fotos. Dazu darf natürlich jedes Team die Fotos noch einmal durchsehen. Die Geschichte wird in drei bis vier einfachen Skizzen (Ausgangssituation, Problem, Problemlösung, Ende) aufgezeichnet. Dieses Storyboard erfüllt später die Funktion eines Drehbuches. Es zeigt auch, wo noch Fotos fehlen. Dann muss entschieden werden, ob noch Zeit zur Verfügung steht, um fehlende Fotos zu machen, oder ob die Geschichte entsprechend der vorhandenen Fotos modifiziert werden muss. Jedes Team darf selbst entscheiden, ob die Geschichte eine einfache Dokumentation der Bachexkursion sein soll, oder aber ein Fotoroman, ein Krimi, eine Satire, ein Science-Fiction-Geschichte, eine Gespenstergeschichte, eine Horrorgeschichte oder was ihnen sonst noch als Form einfällt. Grundstruktur anlegen Wenn die Storyboards vorliegen, wird jedes einzelne mit den entsprechenden Produzenten besprochen: Sind alle Fotos vorhanden? Ist die Geschichte logisch und nachvollziehbar? Hat sie einen richtigen Abschluss? Erfahrungsgemäß ist in einer Produktionszeit von etwa zwei Stunden (ohne Vertonung) ein Umfang von etwa fünf bis zehn Seiten machbar. Ist die Geschichte stimmig, wird sie angelegt. Zuallererst wird die noch leere Präsentation unter einem einfachen Namen abgespeichert. Er sollte aus einem Wort bestehen, dass das Projekt beschreibt ("Bach", "Flohkrebs", "Bachkrimi", et cetera). Um die Endmontage einfacher zu gestalten, sollten sich die verschiedenen Projekte im Namen unterscheiden. Nach der ersten Speicherung legt das Programm regelmäßig Sicherungskopien an. Es empfiehlt sich, die einzelnen Seiten genau wie das Projekt zu benennen. Dann besteht das Projekt "Bach" aus den Seiten "Bach01", "Bach02" und so weiter. Seitenübergänge und Animationen Zunächst sollten alle Seiten angelegt, dann die jeweiligen Fotos darauf gelegt und die Seitenübergänge gebaut werden. Lässt man jetzt die Geschichte einmal ablaufen, zeigt sich schnell, ob sie verständlich ist oder nicht. Erst dann werden Auf- und Abblendungen von Objekten und Textzeilen oder Animationen eingebaut. Beim Einbau von Animationen kann es nötig sein, einzelne Objekte aus Fotos auszuschneiden, um sie freigestellt auf einem Animationspfad zu bewegen. Das kann mit dem Freeware-Programm Artweaver gelöst werden. Gegenseitige Bewertung Wenn die Geschichten als Ablauf mehrerer Seiten Form annehmen, kann ein gemeinsamer Rundgang von Projekt zu Projekt gemacht werden. Jedes Team stellt den anderen ihre bis dahin unfertige Produktion vor. Sinn ist eine gemeinsame Bewertung und Beratung. Alle geben jetzt den Produzenten Hinweise: Was ist schwer zu verstehen, was nicht zu erkennen, wo sind Texte nicht lesbar; oder: Was ist besonders gut gelöst, was soll unbedingt so bleiben? Vertonung und Abspann Nähert sich die Produktion ihrem Ende, so kann sie noch vertont werden. Natürlich sind dabei Urheberrechte zu beachten. Mögliche Quellen sind nachfolgend aufgelistet. Ans Ende gehört ein Abspann, in dem die Schülerinnen und Schüler sich als Autorinnen und Autoren verewigen können. Zum Schluss die Rechtschreibkontrolle nicht vergessen. Tipps zur Fehlervermeidung Das fertige Projekt lässt sich aus Mediator heraus ganz einfach als EXE-Datei ("Datei - Runtime erzeugen") abspeichern. Um sich die Präsentation anzuschauen, wird diese Datei durch einen Doppelklick gestartet und spielt sich dann selbst ab. Dann sollte auf der letzten Seite ein Ende gesetzt sein, damit die Präsentation nicht auf der letzten Seite "hängenbleibt". Allerdings stimmt (vor allem auf langsameren Rechnern) oft die Sound-Synchronisation nicht mehr hundertprozentig. Begrenzt vermeiden lässt sich das, wenn konsequent darauf geachtet wird, dass Dateien nicht zu groß sind. Wird zum Beispiel mit einer Präsentationsgröße von 800 x 600 Pixel gearbeitet, so empfiehlt es sich, Digitalfotos vorher auf diese Größe zu reduzieren. Technische Hinweise Programme wie IrfanView und ACDsee ermöglichen die Verkleinerung vieler Fotos in einem Durchgang. Videos sollten im Format "MPG" verwendet werden. Viele Kompakt-Digitalkameras sind in der Lage, neben Fotos auch kleine Videos aufzuzeichnen (was mit digitalen Spiegelreflexkameras leider nicht möglich ist). Das hat den Vorteil, dass nur ein Gerät nötig ist, um Fotos, Videos und Tonaufnahmen für die Präsentation zu machen. Mit dem Programm "Virtual Dub" lassen sich nicht nur Videos nachbearbeiten, es ermöglicht auch, nur den Ton (file - Save WAV) oder den Film ohne Ton (Audio - no Audio; file - Save AVI) abzuspeichern. Allerdings sollte dann das Ausgabeergebnis noch in ein kleineres Format (WAV in MP3; AVI in MPG) verwandelt werden. Zur Verwandlung von .WAV-Dateien in MP3-Dateien eignet sich das Programm "Yamp", das auch dazu verwendet werden kann, CDs in MP3 zu verwandeln. AVI lässt sich mit dem Programm "AVI2VCD" oder "TMPGEnc" in MPG-Dateien verwandeln. Ebenso empfiehlt sich, kurze Dateinamen ohne Sonderzeichen oder Leerzeichen zu verwenden. Eigene Tondateien lassen sich mit dem Programm "Audacity" erstellen. Ein einfaches Headset erlaubt Tonaufnahmen über das eingebaute Mikrofon. Oft ist es nötig, Fotos vor der Verwendung nachzubearbeiten. Dazu ist das Programm "Artweaver" geeignet. Auf die richtigen Benennung achten In einem Schulklassenprojekt soll am Ende möglicherweise eine gemeinsame Gesamtproduktion aus den einzelnen Projekten erstellt werden. Dazu ist ein wenig Vorbereitung nötig, damit die Endmontage problemlos möglich ist. Zunächst empfiehlt sich, für jedes Projekt einen eindeutigen Namen zu vereinbaren, unter dem es abgespeichert wird. Alle Projekte haben so unterschiedliche Namen. In jedem Projekt sollten die Seitennamen mit diesem Namen beginnen. Das Projekt "Bach" enthält also die Seiten "Bach01", "Bach02" und so weiter. Ist ein Einzelprojekt fertig, so werden sie nach dem Speichern unter "Datei - Runtime erzeugen - Kopiere in Ordner ... " in einem Ordner namens "Alldata" abgespeichert. Dabei werden alle verwendeten Objekte in einem Verzeichnis abgespeichert und die Pfade zu den Dateien angepasst. Dieses Verzeichnis enthält auch die Datei, die die Präsentation ausführt. Sie trägt die Endung MD8. Alle Alldata-Ordner werden nun umbenannt. Sie sollten den vorher vereinbarten Projektnamen tragen. So wird der Alldata-Ordner des Projektes "Bach" umbenannt in "Bach". Über das Netzwerk werden nun alle diese Ordner auf einen Rechner in einen Ordner kopiert. Titelbild als Übersicht Eine eigene Präsentation wird mit Mediator angelegt. Auf einem Titelbild wird für jedes Einzelprojekt eine eigener Schriftzug eingefügt. Im Seitenfenster erhält jedes Projekt eine eigene Seite, die aber nur als Trennseite fungiert. Nun wird mit "Datei - Öffnen" jedes Projekt geöffnet, die Seiten des Projektes im Seitenfenster werden markiert und mit "Bearbeiten - Kopieren" kopiert. Die Einzelpräsentation wird wieder geschlossen. In der Gesamtpräsentation werden diese Seiten nun mit "Bearbeiten - Einfügen" eingesetzt. Sie werden wieder markiert und auf die Trennseite geschoben. Dadurch werden sie als Unterseiten angelegt. Nun können alle Titelzeilen mit dem Ereignis "Mausklick-Seitenwechsel" versehen werden. Wenn so alle Einzelprojekte eingebaut worden sind, wird die fertige Gesamtpräsentation mit "Datei - Runtime erzeugen - erweitert" als CD ausgegeben. Dabei erzeugt Mediator ein Verzeichnis CD-ROM, dessen Inhalt auf eine CD gebrannt wird. Benötigt wird eine Wasserwanne. Geeignet ist zum Beispiel eine Fotoschale oder eine flache rechteckige Schale. Sie wird mit Wasser gefüllt, in dem etwas Kleister aufgelöst wurde. Ölfarbe (zum Beispiel Norma von der Firma Schmincke) wird mit etwas Terpentin (Ersatz oder Balsam) aufgelöst. Entweder wird die Farbe mit einem Stöckchen auf die Wasseroberfläche getropft, oder man benutzt Tropfflaschen aus der Apotheke. Mit einem Stock wird nun eine Strömung erzeugt, dann wird ein Blatt Papier aufgelegt. Dieses Blatt wird sofort wieder abgehoben, fertig ist ein Marmorpapier. Immer wieder sind darauf kleine und große Wirbel zu entdecken. Viele solcher "Strömungspapiere" entstehen. Sie lassen sich als Briefpapier verwenden. Oder sie werden eingerahmt als Bilder verwendet. Sie können aber auch eingescannt werden und dann mit einem Grafikprogramm (zum Beispiel Artweaver) weiterbearbeitet werden. Nun können einzelne Wirbelformen ausgeschnitten und neu montiert werden. Mit Klappen, Spiegeln und Drehen entstehen Ornamente oder Tiere (Quallen, Krebse, et cetera). Ausflug in die Natur Ein nächster Schritt ist die Entdeckung von Analogien (Das sieht aus wie ... ). Dazu bietet sich ein Ausflug an, auf dem alle Schülerinnen und Schüler nach Wirbelformen in der Natur suchen. Im Frühjahr sind Farne zu finden, die ihre Wedel aus einer Spirale entrollen. Schnecken oder Holzmaserungen bilden Wirbelformen aus. Viele Blüten ebenso. Zur Verfügung stehen auch eine Reihe Bildbände, in denen die Suche fortgeführt werden kann. Mediengestütze Suche nach Analogien Auf der Medienebene bieten sich Google Earth und Google Sky an, um weitere Recherchen zu machen. Die Suche nach Wasserwirbeln am Rhein (hinter Schiffen, Beispiel ), große Flusssysteme (Amazonas, Nil, Jangtse, Mississippi, et cetera). Dabei lässt sich auch entdecken, dass Flüsse immer in Mäandern fließen. Das Studium historischer Flusskarten öffnet einen Blick auf die Veränderung der Flüsse durch Menschen (zum Beispiel Rheinbegradigungen). Google Sky ermöglicht, die Spiralen großer Galaxien zu entdecken (Whirlpoolgalaxie oder Feuerradgalaxie). Weiteres Material ist auf den Wetterkarten zu finden: Strömungsbilder von Wolkenbewegungen. Auch hier sind Wirbel zu finden. Einige Experimente zum Marmorieren sind möglich. So lassen sich Bilderserien herstellen, in dem die Viskosität des Wassers durch Zugabe von Kleister oder Wasser geändert wird. Je mehr Kleister im Wasser ist (je träger das System wird), umso besser lassen sich Formen bestimmen. Je mehr Wasser darin ist, umso weniger lassen sich Formen bestimmen - das System entzieht sich einer Steuerung. Eine weitere Aufgabe kann darin bestehen, zwei gleiche Bilder zu erstellen - das Ergebnis führt in die Auseinandersetzung mit komplexen Systemen: Sie lassen sich nur begrenzt oder gar nicht steuern. Im ersten Schritt wird der Blick auf die Vergangenheit gerichtet. Wie war zum Beispiel der Lauf des Rheines vor 200 Jahren? Was hat sich in der Zwischenzeit verändert? Zunächst wird ein Becken benötigt. Entweder wird es aus Balken oder Baumstämmen als Rechteck gelegt. Eine Teichfolie wird hineingelegt. Diese kann noch mit Steinen in den Ecken des Beckens befestigt werden. Möglich ist auch eine dauerhafte Lösung: Aus Paletten (zum Beispiel Papierpaletten) oder mehreren Möbelbrettern (die mit Flacheisen miteinander verschraubt werden) lässt sich der Untergrund zusammenstellen. Auf die Ränder werden Balken geschraubt, eine Teichfolie hineingelegt und auf den Balken festgetackert - fertig. Kaninchendraht aus dem Baumarkt wird zu Rollen gedreht und als Turm hineingestellt. Nun werden noch Pumpen benötigt. Die bekommt man von Electronic Conrad (Tauchpumpen zwischen 12 und 20 Euro), oder aber im Wohnwagenhandel. Der nötige Schlauch ist in fast allen Baumärkten zu erhalten. Zum Betrieb der Tauchpumpen werden auch Trafos benötigt. Mit einem Trafo lassen sich zwei Pumpen betreiben. Trafos sind ebenfalls bei Electronic Conrad erhältlich. Sie sollten regelbar und elektronisch stabilisiert sein. Zur Befestigung der Kneteschalen werden Kanthölzer (Baumarkt) genutzt. Zum Schluss noch die Knete: Nakiplast von Pelikan, erhältlich in Paketen zu 650 g. Die Knete sollte aus Wachs sein, damit sie sich nicht im Wasser auflöst. Wasserlandschaften aus Ton, Lehm und Sand Alle Erfahrungen lassen sich zur Entwicklung von Wasserlandschaften nutzen. Mit Ton, Lehm und Sand lassen sich Wasserlandschaften auf einer Folie erzeugen. Spielerisch erkunden und gestalten wir Wasserläufe, konstruieren Flusssysteme und Landschaften mit Fließgewässern. Dabei steht auch die Entfaltung von Utopien im Vordergrund: Gestalterisch entstehen Visionen von Landschaften mit Fließgewässern. Terragen - ein Programm lässt Landschaften entstehen Zukunftslandschaften lassen sich auch mit dem Landschaftsgenerator Terragen erzeugen. Die Bilder, die dabei entstehen, lassen sich im Format BMP abspeichern und in einem beliebigen Grafikprogramm weiterbearbeiten. So lassen sich Collagen erstellen, Landschaften mit Häusern und Bäumen ergänzen. Mit dem Zusatzprogramm 3DEM lassen sich Satellitenfotos in Grundrisse für Terragen verwandeln. Auch topografische Karten können verwendet werden. Sie werden gescannt, in Grauwertbilder verwandelt, mit einem Weichzeichner behandelt und anschließend in Terragen als Landschaftsmodell verwendet. Zum Einlesen und umwandeln wird das Plugin "Terraformer" oder "Terramaker" benötigt, das BMP-Dateien umzuwandeln vermag. Anleitungen, Plugins, Beispiele und viele Dateien zum Download bietet die deutsche Seite "Terradreams". In der einfachsten Form findet die Abschlusspräsentation als Uraufführung der fertigen Präsentation statt. Dazu wird der Klassenraum in einen Kinosaal verwandelt, in dem die Stühle entsprechend aufgereiht werden. Beamer und Leinwand werden aufgebaut und jedes Team führt die eigene Produktion vor und erhält natürlich auch den nötigen Beifall für eine gelungene Produktion. Etwas aufwändiger ist die Abschlusspräsentation in Form einer Ausstellung, was sich besonders für Schulfeste oder den Abschlusstag einer Projektwoche anbietet. Dazu werden verwendete Materialien, Fundstücke und Präsentation arrangiert, der Brunnen aufgebaut und Marmorpapiere zur Dekoration des Raumes verwendet. Engelhardt, W. (2003): Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Kosmos Graw, M. & Berg, R. (2004): Ökologische Bewertung von Fließgewässern. Schriftenreihe der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz, Band 64, Bonn. Waßmann, R. & Xylander, W.E.R. (1986): Ein neuer praxisbezogener Gewässergüteschlüssel für die Bildungsarbeit. Das Künanzhaus 11, Seiten 1-12. Bauer, W. (1980): Gewässergüte bestimmen und beurteilen. Parey-Verlag, Hamburg Hier sind mögliche Online-Quellen für Musik-Files aufgelistet: www.hoerspielbox.de In der Hörspielbox findet man den richtigen Ton. Unzählige MP3-Sounds können Sie hier kostenlos downloaden und anhören. www.foldedspace.org Hier wird über Musik zwischen 1905 und 1919 berichtet. Anbei gibt es hilfreiche Links zu den in dieser Zeit lebenden Komponisten, die diese Musik prägten. wikipedia.org Auf Wikipedia und Wikimedia ist eine Liste von bekannten Liedern und Komponisten zu finden. Stöbern Sie durch Lieder, Komponisten und Epochen. (auf Englisch) Theodor Schwenk Das sensible Chaos, Verlag: Freies Geistesleben, Auflage: 10. A. (Februar 2003) Benoit Mandelbrot Die fraktale Geometrie der Natur, ISBN 3-7643-2646-8 John Briggs und F. David Peat Die Entdeckung des Chaos, ISBN 3- 446-15966-5 Leonardo DaVinci Das Wasserbuch, ISBN 3888148073 Alfred Ehrhardt Fotografien, ISBN 3775710930 Wilhelm Walgenbach Interdisziplinäre Systembildung, ISBN 3-631-35138-0

  • Biologie / Ernährung & Gesundheit / Geographie / Jahreszeiten
  • Primarstufe

Ich und meine Umwelt

Unterrichtseinheit

Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz befassen sich die Lernenden in dieser aktualisierten Unterrichtseinheit mit dem Fragen der nachhaltigen Energiegewinnung und des sparsamen Energieverbrauchs. Dabei haben sie sowohl das eigene Zuhause als auch die Schule im Blick.Ausgehend von der zunehmenden Bedeutung des Themas Umwelt- und Klimaschutz starten die Schülerinnen und Schüler eine Umfrage, welche Umwelt- und Klimaschutzinitiativen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen und wofür sich diese einsetzen. Anschließend recherchieren sie die Ziele und Forderungen der Fridays for Future Bewegung und recherchieren Natur- und Umweltschutzinitiativen in ihrer Region. Anschließend überlegen sie wie Energie nachhaltig produziert und konsumiert werden kann. Dafür tragen Sie Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energie zusammen und berechnen ihren eigenen CO 2 -Fußabdruck. Auf dieser Grundlage tragen sie in einer Mindmap konkrete Möglichkeiten Energie zu sparen. Dabei haben sie sowohl den überlegten Verbrauch als auch die eigenen Energieproduktion im Blick. Abschließend tragen sie konkrete Möglichkeiten zusammen in der Schule Energie einzusparen. Energiebedarf privater Haushalte Fossile Energieträger sind nicht unbegrenzt vorhanden. Schon heute müssen sie teuer aus anderen Ländern importiert werden. Zudem belasten ihr Abbau und ihr Verbrauch die Umwelt, das Klima und die Gesundheit. Nachhaltigkeit wird deshalb immer wichtiger- was unter anderem auch die weltweite Fridays for Future-Bewegung zeigt. Rund um den Globus demonstrieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene für mehr Klimaschutz und eine bessere Klimapolitik - auch in Deutschland. Daher werden erneuerbare Energien und ein reflektierter, überlegter und sparsamer Umgang mit Energie immer wichtiger. Hier setzt die aktualisierte Unterrichtseinheit "Ich und meine Umwelt" an. Fächerübergreifender Zugang Die aktualisierte Unterrichtseinheit ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen fächerübergreifenden Zugang zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie effizienter und sparsamer Umgang mit Energie. Dazu befassen sie sich in einem ersten Schritt mit der Umwelt- und Klimaschutzinitiativen, ihren Zielen und Forderungen. Umwelt- und Klimaschutzinitiativen aus ihrer Region portraitieren die Lernenden in einem Handyvideo und präsentieren dieses vor der Klasse. Anschließend tragen sie verschiedene Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energie zusammen und berechnen ihren eigenen CO 2 -Fußabdruck. Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie Energie eingespart werden kann, rundet die aktualisierte Unterrichtseinheit ab. Dabei geht es sowohl um Möglichkeiten sparsam Energie zu konsumieren als auch um Ideen selbst Energie zu produzieren. Einsatzmöglichkeiten Die aktualisierte Unterrichtseinheit kann aufgrund ihres Bezuges zu den Lehr- und Bildungsplänen in allen deutschen Bundesländern in den Klassenstufen 7 und 8 der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Sozialkunde, Technik und Soziales. Bezüge zum Mathematikunterricht sind wegen der Rechenaufgaben möglich. Anknüpfungspunkte bietet auch das Fach Deutsch im Rahmen des Verfassens eigener Texte. Aufgrund des Schwerpunktes, der in der Projektarbeit und Präsentation liegt, eignet sich die Unterrichtseinheit auch für den fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht im Rahmen einer Projektwoche. EmpfehlungenFachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler kennen nationale, internationale Umwelt- und Klimaschutzinitiativen sowie solche aus ihrer Region. setzen sich mit der Entstehungsgeschichte, den Zielen und Forderung von Fridays for Future auseinander. überlegen, was sie selbst aktiv zum Klimaschutz beitragen können überlegen, inwieweit sie sich selbst in einer Umwelt- und Klimaschutzinitative in ihrer Region engagieren. kennen Anlagen zur erneuerbaren Energiegewinnung und können dies den entsprechenden Energieträgern zuordnen. diskutieren auf der Grundlage des eigenen CO2-Fußabdruckes Möglichkeiten Energie zu sparen. wissen, was ein Prosumer ist. wissen, wie ein einfacher Stromkreis funktioniert und wie man mit einfachen Hilfsmitteln Strom erzeugen kann. wissen, wie ein einfacher Stromkreis funktioniert und wie man mit einfachen Hilfsmitteln Strom erzeugen kann. wissen, wie der Stromverbrauch gemessen wird und was eine Kilowattstunde ist. setzen sich anhand von Grafiken und Tabellen mit dem Stromverbrauch im privaten Haushalt auseinander. können grundlegende Strom- und Energiebegriffe definieren. üben sich in der Versuchsbeobachtung und Versuchsdeutung naturwissenschaftlicher Experimente. kennen Gründe und Möglichkeiten, um sowohl im privaten Haushalt als auch in der Schule Energie zu sparen, und können diese benennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren das selbstständige Erschließen von Themen und Inhalten sowie das Recherchieren im Internet. üben sich im eigenständigen Analysieren und Interpretieren von Grafiken, Schaubildern und Zahlenmaterial. trainieren das Protokollieren von Informationen und Beobachtungen. analysieren einen Videobeitrag zielgerichtet entsprechend einer Aufgabenstellung. können eine Präsentation in Form eines Aktionsplans erstellen. trainieren das verständliche und zielgruppengenadäquate Schreiben. lernen Medien bei der Produktion eines eigenen Handyclips handlungsorientiert zu nutzen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren im Rahmen von Partner- oder Gruppenarbeit ihre Zusammenarbeit mit anderen. lernen Diskussionen argumentativ und rational zu führen. schulen im Rahmen von Diskussionen und Präsentationen die eigene Ausdrucksfähigkeit und aktives Zuhören. trainieren das kreative Entwickeln und Ausformulieren eigener Ideen. Wie und wo wird Energie im privaten Haushalt verbraucht? Die Schülerinnen und Schüler befassen sie sich mit der Frage des Stromverbrauchs in privaten Haushalten und den Möglichkeiten, Energie zu sparen. Dazu analysieren sie zuerst eine Grafik, die die Entwicklung des Stromverbrauchs im Zeitraum von 2000 bis 2014 zeigt. Darauf aufbauend befassen sie sich damit, wofür in den privaten Haushalten Energie verwendet wird. Eine Rechenaufgabe hilft ihnen, die Veränderung im Energieverbrauch zwischen zwei Zeitpunkten (2005 und 2014) zu erschließen. Anhand von zwei zu erstellenden Kreisdiagrammen visualisieren sie zusätzlich die prozentualen Anteile der Energie, die im Privathaushalt genutzt wird. Strom sparen zu Hause Zentraler Gegenstand ist die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem Energieverbrauch im eigenen familiären Umfeld. Auf der Grundlage des Infotextes lernen sie dafür zuerst die Begriffe "Standby-Modus" und "Schein-Aus" kennen und mit eigenen Worten zu definieren. Darauf aufbauend wägen sie die Vor- und Nachteile des Standby-Modus gegeneinander ab und überlegen, welche Personen ihnen beim Kauf eines Computers zur Frage Standby-Modus und des damit verbundenen Stromverbrauchs beratend zur Seite stehen können. Vorbereitende Hausaufgabe Anhand des erworbenen Wissens zu den Funktionen "Standby" und "Schein-Aus" übernehmen sie als vorbereitende Hausaufgabe für die zweite Unterrichtsstunde gemeinsam mit ihren Eltern einen Rundgang durch das eigene Zuhause. Indem sie überprüfen und protokollieren, welche Geräte dauerhaft angeschaltet sein müssen, welche im Standby-Modus laufen und von welchen sie den Netzstecker ziehen können, wenn diese Geräte nicht benutzt werden, werden die Schülerinnen und Schüler für das Thema Strom sparen zu Hause sensibilisiert. Vertiefend wirkt eine abschließende Recherche der Möglichkeiten, in den eigenen vier Wänden Energie zu sparen. Die protokollierten Informationen werden dann in der zweiten Unterrichtsstunde verglichen und diskutiert. Energiesparen in der Schule In einer Projektphase setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Möglichkeiten auseinander, in der Schule Energie zu sparen. Hierzu unternehmen sie in Kleingruppen einen Rundgang durch das Schulhaus und protokollieren dabei in Kleingruppen mögliche "Stromfresser". Eine Vorgabe oder Einschränkung seitens der Lehrkraft auf bestimmte Bereiche sollte dabei nicht erfolgen, sodass eine möglichst breite Palette an Einsparpotenzialen dokumentiert wird. So kann das Thema Heizung, Wasser oder Strom ebenso thematisiert werden, ebenso wie die Frage, ob und inwieweit LED- oder Energiesparlampen als Leuchtmittel genutzt werden. Ergebnissicherung im Plenum Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum zusammengetragen, schriftlich an der Tafel oder einem Plakat fixiert und systematisiert. Darauf aufbauend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler dann gemeinsam Vorschläge, wie in ihrer Schule sowohl Lehrende als auch Lernende Energie einsparen können. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit halten sie diese auf einem Aktionsplan fest. Dieser wird in Rücksprache mit der Schulleitung für alle Schüler sichtbar im Schulhaus aufgehängt, in der Schülerzeitung oder auf der Schulwebseite publiziert. Energiesparquiz Zum Abschluss testen und festigen die Lernenden mit dem Energiesparquiz ihr Wissen zum Thema effizienter und sparsamer Umgang mit Energie. Einige Schulen setzen sich bereits sehr stark für den sparsamen Energieverbrauch ein. Hier bietet es sich an, nach regionalen oder überregionalen Energiesparwettbewerben zu recherchieren und sich in Absprache mit der Schulleitung im Namen der gesamten Schule zu bewerben. Ergebnissicherung im Plenum Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum zusammengetragen, schriftlich an der Tafel oder einem Plakat fixiert und systematisiert. Darauf aufbauend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler dann gemeinsam Vorschläge, wie in ihrer Schule sowohl Lehrende als auch Lernende Energie einsparen können. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit halten sie diese auf einem Aktionsplan fest. Dieser wird in Rücksprache mit der Schulleitung für alle Schüler sichtbar im Schulhaus aufgehängt, in der Schülerzeitung oder auf der Schulwebseite publiziert. Energiesparquiz (NEU) Zum Abschluss testen und festigen die Lernenden mit dem Energiesparquiz ihr Wissen zum Thema effizienter und sparsamer Umgang mit Energie. Anhand eines Wortwürfels wiederholen die Schülerinnen und Schüler Begriffe aus der Elektrizitätslehre und mithilfe eines Quizzes ordnen die sie Energiebegriffe den passenden Definitionen zu. Ihre Antworten vergleichen sie mithilfe des jeweiligen Lösungsblattes. Die Spiele können in Kombination als auch einzeln eingesetzt werden. Sie eignen sich auch als niederschwelliger Unterrichtseinstieg, für die Projektarbeit oder für den Vertretungsunterricht. Was hat Strom mit Zitronen zu tun? Zur Einführung in das Thema Strom bauen die Schülerinnen und Schüler nach einer genauen Anleitung ihre eigene Zitronenbatterie (Galvanische Batterie). Sie beobachten, wie auf diese Weise Strom erzeugt werden kann und beschreiben, was in diesem Stromkreis passiert. Mithilfe des zuvor gelesenen Informationstextes erklären die Lernenden die Ursache dafür.

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft / Mathematik / Rechnen & Logik / Fächerübergreifend
  • Sekundarstufe I