Unterrichtsmaterialien zum Thema " Klimawandel"

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161 Treffer zu " Klimawandel"
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Simulation des Meeresspiegelanstieges mit GIS

Unterrichtseinheit

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 simulieren mit dem kostenlosen GIS-Tool ArcExplorer den Anstieg des Meeresspiegels in verschiedenen Ländern und beurteilen die Folgen.Im Rahmen der Thematik "Stabilität und Instabilität der Natur" sollen im Geografieunterricht ausgewählte Klimaprobleme thematisiert werden. Dafür bietet sich zum Beispiel der drohende globale Anstieg des Meeresspiegels aufgrund des Treibhauseffektes an. Welche Auswirkungen hat das rasante Abschmelzen der Gletscher auf die Höhe des Meeresspiegels? Welche weiteren Ursachen können zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen? Und was bedeutet es wiederum für bestimmte Länder oder Regionen, wenn der Meeresspiegel um einen bestimmten Wert steigt? In den nächsten Jahrzehnten wird die globale Temperatur weiter steigen, was die Zunahme extremer Wetterlagen zur Folge haben wird. Der Anstieg des Meeresspiegels vollzieht sich im Rahmen dieser Entwicklung sehr langsam, viele Presseberichte sind übertrieben. Es gibt auf der Erde jedoch Regionen, für die schon ein Anstieg um einige Dezimeter dramatische Auswirkungen haben würde. Diese werden im Rahmen dieser Unterrichtseinheit mithilfe von GIS untersucht. Das hier vorgestellte Projekt wurde vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert. Der programmtechnische Teil wurde dabei von der LiveMap GmbH umgesetzt.GIS - Geografische Informationssysteme - spielen in vielen Betrieben und Behörden eine immer größere Rolle. Jeder, der Planungsaufgaben unter einem räumlichen Aspekt bearbeitet, wird GIS schnell als ein effektives Werkzeug kennen lernen. Dabei liefert GIS wesentlich mehr als nur mit dem Computer erzeugte Karten. Eine Karte ist statisch, GIS ist dynamisch! Durch das Konzept der unterschiedlichen Schichten (Layer) kann die Komplexität der Darstellung leicht an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden. Herein- und Herauszoomen sind problemlos möglich. Integrierte Datenbankfunktionen ermöglichen es, in Sekundenschnelle Antworten auf komplexe Sachverhalte zu bekommen und diese zu visualisieren. Die Bedeutung von GIS sollte deshalb schon in der Schule vermittelt werden. Entsprechende Software steht zum Teil kostenlos zur Verfügung oder ist über Schulbuchverlage zu erhalten (Diercke-GIS der Westermann Schulbuchverlag GmbH). Alle hier vorgestellten GIS-Projekte wurden mit dem ArcView GIS der ESRI Geoinformatik GmbH erstellt und lassen sich mit dem kostenlosen ArcExplorer im Unterricht bearbeiten. Vorausgesetzt werden grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem GIS-Tool ArcExplorer. In dem nachfolgend skizzierten Unterrichtsverlauf finden Sie eine bewährte Gliederung der Thematik. Allgemeines zur Arbeit mit dem ArcExplorer Das kostenfreie Tool ArcExplorer bietet in Kombination mit einer Einzelplatzlizenz von Diercke GIS oder ArcView die Möglichkeit, Lernende günstig an die Arbeit mit GIS heranzuführen. Unterrichtsverlauf, 1. Stunde Einstieg mit Vorträgen, einem Arbeitsblatt und Informationen zu den Themen Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg aus dem Internet. Unterrichtsverlauf, 2. und 3. Stunde Simulationen des Meeresspiegelanstieges mit GIS. Hier finden Sie auch Screenshots, die Ergebnisbeispiele der Simulationen zeigen. Arbeitsaufträge und Daten Muster-Arbeitsblatt, Datensätze, mit denen die Erhöhung des Meerespiegels in verschiedenen Ländern und Regionen simuliert werden kann, Hinweise zum ArcExplorer - auch und gerade für "GIS-Neulinge"! Die Schülerinnen und Schüler sollen den dramatischen Rückgang der Gletscher weltweit und besonders im Alpenraum aufgrund des globalen Temperaturanstieges erkennen. die Kausalkette Abschmelzen der Gletscher, Eintrag von Süßwasser ins Meer, Anstieg des Meeresspiegels, Überflutung flacher Küstenbereiche erkennen. das Ausmaß und den Zeitraum des Meeresspiegelanstieges erkennen und sich kritisch mit Medienaussagen auseinandersetzen. mithilfe eines GIS den Anstieg des Meeresspiegels simulieren und die Folgen beurteilen. Thema Simulation des Meeresspiegelanstieges mit GIS Autor Ralf Schollbach Fach Geographie Zielgruppe Klasse 9/10 Zeitraum 3-4 Stunden (ohne Einführung in das GIS-Tool) Technische Voraussetzungen Computer mit mind. 200 Mhz-CPU, ein Rechner pro 1-2 Lernende, Internet Software ArcExplorer der ESRI Geoinformatik GmbH (kostenloser Download) Planung Verlaufsplan Meeresspiegelanstieg mit GIS der Unterrichtseinheit Wegen des großen Datenvolumens der GIS-Projekte (Deutschland, Niederlande, Bangladesh, Bahamas, Brasilien) bieten wir diese unter Arbeitsmaterialien nur einzeln zum Download an. Die langfristigen Messungen der globalen Temperatur der Erde führten zu der Erkenntnis, dass sich der Treibhauseffekt verstärkt und die Temperaturen weiter ansteigen werden. Dabei herrscht noch Unklarheit über den Grad des Einflusses menschlicher Aktivitäten. Während einige Wissenschaftler davon ausgehen, dass der Verbrauch fossiler Brennstoffe und der damit verbundene massive Eintrag von Kohlendioxid in die Atmosphäre in den letzten 200 Jahren die Hauptursache für die Verstärkung des Treibhauseffekts sei, behaupten andere, dass der Mensch nur einen geringen Anteil habe und natürliche Prozesse, zum Beispiel eine schwankende Sonnenaktivität, zum globalen Temperaturanstieg führen würden. Diese Problematik bietet sicher interessanten Diskussionsstoff, zum Beispiel für den Unterricht in politischen Bildung, soll aber hier nicht weiter behandelt werden. Tatsache ist, dass in den nächsten Jahrzehnten die globale Temperatur weiter steigen wird, selbst bei sofortigem Stopp des Kohlendioxid-Ausstoßes. Diese Erwärmung hat vielfältige Auswirkungen, so zum Beispiel die Zunahme extremer Wetterlagen und Witterungserscheinungen, wie Stürme, Hochwasser oder Dürren. Eine weitere Auswirkung ist das beschleunigte und gut sichtbare Abschmelzen von Gletschern und ein damit verbundener Meeresspiegelanstieg. Die Materialien des Gletscherarchivs (PDF-Downloads unter "Informationen") verdeutlichen zum Beispiel, mit welcher Geschwindigkeit die Alpengletscher verschwinden. Im Jahr 2050 wird es die meisten Gletscher dort nicht mehr geben. Daraus ergeben sich folgende Fragen: Welche Auswirkungen hat das rasante Abschmelzen auf die Höhe des Meeresspiegels? Welche weiteren Ursachen können zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen? Und was bedeutet es wiederum für bestimmte Länder oder Regionen, wenn der Meeresspiegel um einen bestimmten Wert steigt? Auf den Seiten des Hamburger Bildungsservers hat Dieter Kasang Ursachen und Auswirkungen eines Meeresspiegelanstieges ausführlich dargestellt. Die wichtigsten Erkenntnisse hier in Kurzform: Für die Veränderung des Meeresspiegelniveaus gibt es zwei Ursachen: Die Veränderung von Form und Volumen der Meeresbecken, zum Beispiel durch Sedimentation oder plattentektonische Prozesse - diese sind eher langfristig. Die zweite Ursache ist die Veränderung des Wasservolumens durch Veränderung des Wasser-Eis-Verhältnisses oder durch Ausdehnen oder Zusammenziehen des flüssigen Wassers aufgrund von Temperaturänderungen - diese Vorgänge laufen verhältnismäßig kurzfristig ab. Nach Modellsimulationen betrug die thermale Expansion des Ozeans im 20. Jahrhundert 0,3-0,7 Millimeter pro Jahr mit einer steigenden Tendenz auf 0,6-1,1 Millimeter in den letzten Jahrzehnten. Das Abschmelzen von Gebirgsgletschern trug im 20. Jahrhundert möglicherweise zu einem Meeresspiegelanstieg von 2-5 Zentimetern bei. Das weltweit in Gletschern und kleineren Eiskappen (ohne Grönland und Antarktis) gebundene Wasser entspräche beim Schmelzen einer Anhebung des Meeresspiegels um 51 Zentimeter. Der Einfluss der Alpengletscher auf den Meeresspiegelanstieg ist verschwindend gering. In der Antarktis übertrifft die Akkumulation den Massenverlust um 10 Prozent, was eine Absenkung des Meeresspiegels um 0,5 Millimeter pro Jahr zur Folge hat. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ist mit einem Anstieg von 40-70 Zentimetern auszugehen. blau: Beitrag durch das Abschmelzen von Gletschern grün: Grönlandeis rot: beide Vorgänge zusammen durchgezogen: Daten nur unter Berücksichtigung der Zunahme der Treibhausgase nach dem IPCC-Szenarium IS92a gestrichelt: unter zusätzlicher Berücksichtigung der Sulfataerosole Nicht berücksichtigt sind der Beitrag der thermalen Expansion des Meerwassers (20-37 cm) und der Massenzunahme des antarktischen Eisschildes (etwa -8 cm). Der dunkelgraue Sektor zeigt den Bereich der Mittelwerte für alle 35 SRES Szenarienrechnungen, der hellgraue zeigt die Spannweite der Szenarienrechnungen, die obere und untere Grenzlinie zeigen die Extreme unter Berücksichtigung der Unsicherheiten in Bezug auf die Veränderungen von Landeis, Permafrost und Sedimentation. In den Balken am Rand sind die entsprechenden Unsicherheitsbereiche für die einzelnen Szenarien angegeben. Bei einer Temperaturerhöhung um 8 Grad Celsius würde der grönländische Eisschild bis zum Jahr 3500 abgeschmolzen sein und eine Erhöhung des Meeresspiegels um etwa 7,20 Meter verursachen. Sollten sämtliche im Moment in Form von Eis gebundenen Wassermassen dem Meerwasser hinzugefügt werden, hätte das einen globalen Meeresspiegelanstieg von fast 80 Metern zur Folge, wovon etwa 71,5 Meter durch das antarktische Inlandeis, 6,9 Meter durch grönländisches Inlandeis und nur etwa 0,5 Meter durch alle übrigen Gletscher verursacht werden (Quelle: Marcinek, Joachim: Droht eine nächste Kaltzeit?; Urania Verlag Leipzig; 1982; S.12). So dramatisch das Verschwinden der Alpengletscher ist, der Beitrag zur Meeresspiegelerhöhung kann vernachlässigt werden. Der Anstieg des Meeresspiegels vollzieht sich sehr langsam, etwa 0,5 Meter in den nächsten 100 und 3-6 Meter in den nächsten 1.000 Jahren. Insofern sind zahlreiche Medienberichte kritisch zu betrachten (das Titelbild des "Spiegel" Ausgabe 44/1986 zeigt zum Beispiel eine Fotomontage, auf der der Kölner Dom zu einem Drittel im Meer versunken ist). Es gibt auf der Erde jedoch Regionen, für die schon ein Meeresspiegelanstieg um einige Dezimeter dramatische Auswirkungen haben wird. Hinzu kommt, dass mit einem höheren Meeresspiegel auch die Gefahr von Sturmfluten und Überschwemmungen zunimmt. Diese Regionen sollen im Rahmen dieser Unterrichtseinheit mithilfe von GIS untersucht werden. Gletscherschwund in den Alpen Als Einstieg werden Zeitschriftenartikel (zum Beispiel "Der Spiegel", 44/1986; das Titelbild zeigt eine Fotomontage, auf der der Kölner Dom zu einem Drittel im Meer versunken ist) oder Fotos aus dem Bildmaterial der Gletscherarchiv-Website vorgestellt, um das Problem zu verdeutlichen (Lehrervortrag oder ein vorher vergebener Schülervortrag; siehe auch Fachlicher Kommentar ). Gletscherarchiv Das Gletscherarchiv bietet eine alpenweite Dokumentation von Gletschervergleichen. Unter ?Informationen? können Sie eine Zusammenfassung mit einer Fotodokumentation als PDF herunterladen. Gletscherschwund in den Alpen Als Einstieg werden Zeitschriftenartikel (zum Beispiel "Der Spiegel", 44/1986; das Titelbild zeigt eine Fotomontage, auf der der Kölner Dom zu einem Drittel im Meer versunken ist) oder Fotos aus dem Bildmaterial der Gletscherarchiv-Website vorgestellt, um das Problem zu verdeutlichen (Lehrervortrag oder ein vorher vergebener Schülervortrag; siehe auch Fachlicher Kommentar ). Gletscherarchiv Das Gletscherarchiv bietet eine alpenweite Dokumentation von Gletschervergleichen. Unter ?Informationen? können Sie eine Zusammenfassung mit einer Fotodokumentation als PDF herunterladen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten das Gletscherarchiv-Material (PDF-Download "Kurzfassung") durch und erkennen das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Gletscherschmelze in den Alpen. Alternativ oder zusätzlich kann das Arbeitsblatt zum Gletscherschwund zum Einsatz kommen. Erkenntnis: Die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Daraus lassen sich weitere Fragen ableiten: Welchen Anteil haben die Alpengletscher am globalen Meeresspiegelanstieg? Wo gibt es noch Eismassen, die zum Meerespiegelanstieg beitragen können? In welchem Zeitraum erfolgt eine Änderung des Meeresspiegels? In welchem Ausmaß erfolgt diese? Der Anstieg des Meeresspiegels Mithilfe des Klimainformationsmaterials vom Hamburger Bildungsserver beantworten die Schülerinnen und Schüler diese Fragen in Gruppenarbeit und stellen die Ergebnisse am Stundenende vor. Das letzte Thema, "Folgen für Küstenzonen und Inselstaaten", soll noch nicht bearbeitet werden, da die Lernenden die dort dargestellten Erkenntnisse zum Teil später noch selbst erarbeiten sollen. Mithilfe von GIS wird simuliert, wie sich ein Anstieg des Meeresspiegels um einen bestimmten Betrag auf die Küstenlinie und die Verteilung von Land und Meer auswirkt. Dazu werden vorbereitete GIS-Projekte angeboten, die von den Schülerinnen und Schülern untersucht werden. Die Projekte wurden sämtlich mit dem ArcView GIS der ESRI Geoinformatik GmbH erstellt und lassen sich mit dem kostenlosen ArcExplorer im Unterricht einsetzen. Als Vergleichsmöglichkeit und unter dem Aspekt des Heimatbezuges wird der Meeresspiegelanstieg am Beispiel von Deutschland durch Hinzuschalten der entsprechenden Layer simuliert. Die Veränderung der Küstenlinien an der Nordsee und das Eindringen des Wassers bis in den Oderbruchraum sind deutlich erkennbar. Durch die Möglichkeit der stufenlosen Maßstabsänderung sind genauere Darstellungen und Untersuchungen einzelner Gebiete möglich, hier zum Beispiel des Küstenraumes um Rügen und Usedom. Aussagen zu den Auswirkungen auf die Bevölkerung sind durch Zuschaltung des Layers "Bevölkerungsdichte" und anschließender Simulation des Meeresspiegelanstiegs durch die Zuschaltung einzelner Layer möglich (siehe Abb. 2). Mithilfe des GIS-Tools können somit Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Gibt es Regionen in Deutschland, die von einer Erhöhung des Meeresspiegels um einen, zwei oder drei Meter betroffen wären? Liegen Städte in den betroffenen Gebieten? Wie hoch ist die Bevölkerungsdichte in diesen Regionen? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden? Auf der Basis einer Höhenschichtenkarte (Atlas oder GIS) werden weitere Regionen gesucht, in denen ein Meeresspiegelanstieg Folgen hätte. Je nach den GIS-Projekten, die bearbeitet werden sollen, werden Gruppen gebildet und Aufträge für die 3. Stunde erteilt. Jede Gruppe untersucht eine Region, simuliert den Meeresspiegelanstieg, trifft Aussagen zur Besiedlung und stellt ihre Arbeitsergebnisse den Mitschülerinnen und Mitschülern anschließend vor (Präsentation eventuell auch als Hausarbeit). Im Fall der Niederlande wird zum Beispiel die hohe Gefahr durch eine mögliche Meeresspiegelerhöhung nicht nur durch den sehr großen Flächenverlust deutlich, sondern auch durch die Gefährdung der Bevölkerung (Abb. 2). Allerdings wurde bei den Niederlanden ein wenig "geschummelt": Bereits jetzt liegen dort große Landesteile unter dem Meeresspiegel. Diese wurden auf die Höhe Null "angehoben" und so als zum Land gehörig definiert. Bei einer Erhöhung des Meeresspiegels um einen Meter werden sie sofort überflutet, obwohl die Deiche natürlich höher sind. Dies relativiert die entsprechenden Karten wieder und kann mit den Schülerinnen Schülern diskutiert werden - im Zusammenhang mit Bangladesh zum Beispiel unter dem Aspekt "Wie geht ein Industrieland und ein Entwicklungsland mit der Gefahr um?" Die Größe der Gruppen sollte bei drei bis vier Lernenden liegen, je nach Klassengröße können die Themen auch parallel von je zwei Gruppen bearbeitet werden. Zur Interpretation sollen weitere Materialien genutzt (Atlas, Lehrbuch, Lexikon, Bücher zur Landeskunde, Internet) und folgende Erkenntnisse als Gesamtergebnis gewonnen werden: Aufgrund unterschiedlicher topografischer Gegebenheiten hat ein Anstieg des Meeresspiegels unterschiedliche Auswirkungen auf einzelne Länder und Regionen. Probleme können sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern auftreten. Allerdings ist die Gefahr in den Industrieländern nicht so dramatisch. Zum einen stehen dort weit mehr Mittel bereit, um dem Problem mit moderner Technik zu begegnen, zum anderen sind Bevölkerungsdichte und Geburtenrate nicht so problematisch. Von einem Meeresspiegelanstieg bedrohte Gebiete finden sich häufig in den Deltamündungen großer Flüsse (Ganges/Brahmaputra, Mekong, Nil). Gerade dies sind auch die Gebiete, in denen eine hohe Bevölkerungsdichte herrscht. Offenbar wird die Gefahr eines Meeresspiegelanstieges durch die günstigen Bedingungen in Flussdeltas (fruchtbarer Boden durch regelmäßige Überschwemmungen) verdrängt. Dieses Problem wird durch die Bevölkerungsexplosion und die verzweifelte Suche nach Ackerland noch verstärkt. Das hier zum Download angebotene Arbeitsblatt bezieht sich auf das GIS-Projekt zur Simulation des Meeresspiegelanstiegs in Bangladesh. Die Aufgabenstellung kann auf alle Projekte übertragen werden. Alle hier zum Download angeboten GIS-Projekte wurden mit dem ArcView GIS der ESRI Geoinformatik GmbH erstellt und in das ArcExplorer-Dateiformat (AEP) umgewandelt. Mit diesem kostenlosen Tool können sie im Unterricht eingesetzt werden. Vorausgesetzt werden grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem ArcExplorer (siehe unten). In dem Ordner "Welt" befinden sich GIS-Daten, die für alle Länderprojekten benötigt werden (Städte, Umrisse der Ozeane). Soll mit nur einem Länderprojekt gearbeitet werden, dann muss der Ordner "Welt" mit zur Verfügung gestellt werden und auch auf der gleichen Ebene wie der jeweilige Länderordner liegen. Da die Datenpakete recht groß sind, sollten Sie sich - je nach Internetverbindung - auf eine längere Downloadzeit einrichten.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

Das Ökosystem Wald und seine Funktion als Kohlenstoff-Speicher

Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in dieser Unterrichtseinheit die Folgen des Erreichens beziehungsweise Verfehlens der Zwei-Grad-Obergrenze für die Wälder in der Region Berlin/Brandenburg und bewerten diese unter Berücksichtigung der Funktion des Waldes als Kohlenstoff-Speicher.Der Einstieg erfolgt über aktuelle Medienberichte zu Klimakonferenzen und ein Video, das die Zwei-Grad-Obergrenze erläutert. Ein Arbeitsblatt aktiviert das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zum Ökosystem Wald und beleuchtet die Bedeutung des Waldes für die Kohlenstoff-Speicherung. Der Verlaufsplan beinhaltet die Formulierung der Leitfrage der Unterrichtseinheit und der Arbeitsaufträge für das Gruppenpuzzle und die Sicherung, in der ein Brief formuliert werden soll. Einstieg Ein Video der ZDF-Kindersendung logo! und aktuelle Medienberichte auf tagesschau.de verdeutlichten die Wichtigkeit des Themas und sollen die Schülerinnen und Schüler für die Erarbeitung motivieren. Erarbeitung I Das Arbeitsblatt (siehe Download-Bereich) aktiviert das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zum Ökosystem Wald und betont die Bedeutung des Waldes als Kohlenstoff-Speicher. Die Bearbeitung erfolgt in Einzel-oder Partnerarbeit oder gemeinsam im Unterrichtsgespräch. Mitunter sind Hilfsmaterialien bereitzustellen. Erarbeitung II Als Vorentlastung erläutert die Lehrkraft das Portal KlimafolgenOnline-Bildung.de und den Arbeitsauftrag. Die Arbeit sollte in heterogenen Gruppen von bis zu sechs Schülerinnen und Schülern erfolgen. Die Lehrkraft steuert Zeitmanagement und Phasenwechsel. Sicherung Innerhalb der Stammgruppen werden Kleingruppen gebildet, die sich auf einen Adressaten einigen und entsprechend einen Brief formulieren. Die Ergebnisse werden entweder exemplarisch vorgelesen oder von der Lehrkraft eingesammelt. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Computer zur Darstellung und Auswertung von Messreihen oder zur Simulation biologischer Abläufe. diskutieren Handlungsoptionen im Sinne der Nachhaltigkeit. bestimmen einheimische Pflanzen und erläutern ihre Umweltansprüche. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Computer mit Internetzugang zur Bearbeitung einer konkreten Aufgabenstellung. nutzen das Internet zur individuellen Recherche. verfassen einen formalen Brief mit korrekter Formatierung und adressatengerechter Sprache. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in verschiedenen Gruppen mit variierender Gruppengröße von zwei bis sechs Lernenden zusammen. unterstützen sich gegenseitig beim Prozess des Erkenntnisgewinns. diskutieren unterschiedliche Ansichten und halten unvereinbare Meinungen aus. versuchen sich auf einen gemeinsamen Standpunkt zu einigen. Auf Basis des Portals KlimafolgenOnline-Bildung.de werden im PIKee-Projekt, dem aktuellen Umweltbildungsprojekt am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, interdisziplinäre Unterrichtseinheiten und Handreichungen für Lehrkräfte entwickelt. Dadurch können Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die mögliche Entwicklung des Klimas in Deutschland anhand selbst gewählter Szenarien nachvollziehen. Das Portal liefert bis auf Landkreisebene aufgelöste Daten für verschiedene Sektoren wie Klima, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Energie. Mehr Informationen finden Sie hier . Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Computer zur Darstellung und Auswertung von Messreihen oder zur Simulation biologischer Abläufe. diskutieren Handlungsoptionen im Sinne der Nachhaltigkeit. bestimmen einheimische Pflanzen und erläutern ihre Umweltansprüche. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Computer mit Internetzugang zur Bearbeitung einer konkreten Aufgabenstellung. nutzen das Internet zur individuellen Recherche. verfassen einen formalen Brief mit korrekter Formatierung und adressatengerechter Sprache. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in verschiedenen Gruppen mit variierender Gruppengröße von zwei bis sechs Lernenden zusammen. unterstützen sich gegenseitig beim Prozess des Erkenntnisgewinns. diskutieren unterschiedliche Ansichten und halten unvereinbare Meinungen aus. versuchen sich auf einen gemeinsamen Standpunkt zu einigen.

  • Biologie
  • Sekundarstufe I

Geocaches in Botanischen Gärten: Werbung für Biodiversität

Unterrichtseinheit

Artenvielfalt, Artensterben und Arterhaltung sind Stichworte, die schon länger die Medien beschäftigen. Diese Unterrichtseinheit klärt grundsätzliche Begrifflichkeiten und zeigt Möglichkeiten der Arterhaltung am Beispiel Botanischer Gärten auf. Ergänzt wird das Angebot durch die Möglichkeit einer Exkursion mit angebundenem Geocache.Die vorliegende Unterrichtseinheit wendet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8. Ausgehend von einem stummen Bild- und Textimpuls werden die Begriffe Biodiversität und Artenvielfalt, aber auch Artensterben in den Fokus gerückt, um danach in der Auseinandersetzung mit Artikeln aus unterschiedlichen Zeitungen ein erstes Bewusstsein für Chancen und Probleme der Artenvielfalt zu schaffen. Im Anschluss werden exemplarisch botanische Gärten als ein Mittel zur Erhaltung der Biodiversität angesprochen. Die Unterrichtseinheit kann durch eine Geocaching-Tour durch einen botanischen Garten ergänzt werden, eine speziell dem Thema angepasste Tour ist im Maximilianpark Hamm konzipiert worden.Im Mai 2010 fiel der Startschuss für das Projekt "Globales Lernen an lokalen Lernorten". Drei Universitäten mit drei Botanischen Gärten und Partnern aus der Bildungsarbeit kooperieren in dem DBU-geförderten Projekt. Ziel ist es unter anderem, Botanische Gärten als außerschulische Lernorte gezielt zu nutzen, um den Schülerinnen und Schülern vor Ort die Möglichkeit zu geben, über Biodiversität und die Folgen einer verringerten Biodiversität nachzudenken. Ablauf der Unterrichtseinheit Hier finden Sie detaillierte Informationen zum Ablauf der einzelnen Unterrichtsstunden. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können den Begriff der Biodiversität erklären. erkennen, welche Bedeutung Biodiversität für die Existenz des Menschen auf dem Planeten hat. zeigen Gefährdungen der Biodiversität auf. erkennen Botanische Gärten als eine Möglichkeit des Erhalts der Biodiversität. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler lesen Zeitschriftenartikel online und lernen so, mit einem Browser umzugehen. bestimmen mithilfe von GoogleMaps Standortfaktoren. üben gezielte Internetrecherchen ohne direkten Rückgriff auf Wikipedia. Methodenkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können die erforderlichen Informationen selbstständig analysieren und einordnen. stärken ihre Fähigkeit und Bereitschaft, mithilfe des Internets eigene Recherchen zu unterstützen. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Selbstständigkeit im eigenen Lernprozess. erarbeiten in Gruppenarbeitsphasen (Gruppenpuzzle) gemeinsam Ergebnisse und vertreten diese vor den Mitschülerinnen und Mitschülern. beziehen Stellung zu öffentlichen Kommentaren im Internet. Thema Geocaches in Botanischen Gärten: Werbung für Biodiversität Autoren Stefanie Becker, Sebastian Dorok Fächer Biologie Zielgruppe ab Klasse 8 Zeitraum circa 2 Doppelstunden (gegebenenfalls plus Exkursion) Technische Voraussetzungen Rechner mit Internetzugang (mindestens ein Computer für je zwei Schülerinnen und Schüler), Overheadprojektor, gegebenenfalls GPS-Gerät für Geocache Gruppenpuzzle Die vorliegende Unterrichtseinheit wendet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe, die sich, ausgehend von einem real im Internet gefundenen gleichgültigen Kommentar zum Thema Artensterben, zunächst mit Biodiversität und ihrer Bedeutung für den Menschen auseinandersetzen. Die gewählte Sozialform des Gruppenpuzzles mit Experten- und Austauschgruppen fördert nicht nur die Sozialkompetenz der Jugendlichen, sondern bildet auch einen wissenschaftspropädeutischen Zugang ab, da unterschiedliche Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen und miteinander in Beziehung gesetzt werden müssen. Ergänzungen durch weitere eventuell noch aktuellere Artikel sind natürlich möglich. Hausaufgabe Als Hausaufgabe zur ersten Doppelstunde verfassen die Schülerinnen und Schüler einen Antwortkommentar zur Einstiegsfolie und beziehen so konkret Stellung. Botanische Gärten In der zweiten Doppelstunde dreht sich alles um botanische Gärten. Nach einer Internetrecherche zu einem Botanischen Gärten in der Nähe des jeweiligen Lernortes folgt die Auseinandersetzung mit Zielen der botanischen Gärten, wobei besonders die Arterhaltung und Wahrung der Biodiversität fokussiert wird. Hausaufgabe Diese Doppelstunde wird ergänzt durch die Hausaufgabe, in der sich die Schülerinnen und Schüler ausgehend von ihrem bis hierhin erworbenen Wissen Gedanken darüber machen, wie sie selbst im privaten Bereich für den Erhalt der Biodiversität eintreten können. Geocaching weckt Naturbegeisterung Ergänzt wird die Unterrichtseinheit durch einen speziell hierfür angelegten Geocache. Geocaching bezeichnet eine Art GPS-geführte Schnitzeljagd bei der es ursprünglich darum ging, Personen besonders sehenswerte oder besonders lehrreiche Orte innerhalb einer Stadt oder eines Landstrichs zu zeigen, die dem normalen touristischen Auge verborgen bleiben. Inzwischen ist Geocaching eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung mit weltweit knapp zwei Millionen versteckten Caches geworden. Forschungsrunde durch den Maximilianpark in Hamm Um die Auseinandersetzung mit dem Thema Biodiversität konkret innerhalb eines Botanischen Gartens zu ermöglichen, wurde für diese Unterrichtseinheit eine Forschungsrunde durch den Maximilianpark in Hamm mit besonderem Fokus auf Artenvielfalt und Biodiversität angelegt. Es ist also möglich, das Unterrichtsvorhaben durch eine Exkursion zu unterstützen, wobei in der Liste der Geocaches auch andere, nicht speziell für diese Unterrichtsreihe erstellte Geocaching-Runden durch Botanische Gärten im gesamten Bundesgebiet gelistet sind. Geocache: Biodiversität im Maximilianpark Hamm Über diesen Link gelangen Sie direkt zu dem Geocache im Botanischen Garten Hamm, der extra für diese Unterrichtseinheit angelegt wurde. Speziell für diese Unterrichtseinheit wurde ein Geocache im Maximilianpark in Hamm ausgelegt, der die Schülerinnen und Schüler beim Besuch des Botanischen Gartens für das Phänomen der Biodiversität sensibilisiert. Geocacher aus ganz Deutschland haben aber auch in vielen anderen botanischen Gärten Geocaches ausgelegt, die dazu einladen, den jeweiligen botanischen Garten zu erkunden. Berlin Dresden Freiburg Gießen Hannoversch Münden Karlsruhe Kassel Krefeld Minden Münster München Oberholz Oldenburg Osnabrück Rostock Solingen Weitere Geocaches, die bei der Erstellung dieser Unterrichtsmaterialien noch nicht online waren, können über die beiden Geocacheportale www.opencaching.de sowie www.geocaching.com gesucht und gefunden werden.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I

NaviNatur: Wir erstellen unsere eigene GPS-Bildungstour

Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit erstellen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene GPS-Bildungstour. So ist die Partizipation der Kinder und Jugendlichen viel höher als beim herkömmlichen Geocaching. Denn sie müssen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und lernen dabei den Zusammenhang zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem kennen.Der Unterschied zu den herkömmlichen GPS-Touren, dem sogenannten "Geocaching", besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler bei NaviNatur ihre "Points of Interest" (POI) als GPS-Bildungspunkte zur nachhaltigen Entwicklung selbst gestalten. Dazu entwickeln sie vom realen Naturerlebnis ausgehend für sie interessante Fragestellungen. Sie erstellen dazu eigene mediale Informationen mit Bildern und Audiobeiträgen. Diese werden anschließend auf GPS-Geräte geladen. Die Kinder und Jugendlichen leisten damit einen besonderen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung der Nachhaltigen Entwicklung in ihrer Region, selbstorganisiert und lebensweltnah. Denn wer wüsste besser, wie man die Schülerinnen und Schüler von heute für das Konzept einer Nachhaltigen Entwicklung begeistern kann, als die Schülerinnen und Schüler selbst. Selbstorganisiertes Lernen Projektunterricht ist eine lernzentrierte Unterrichtsform. Die Problemstellung wird hier situationsorientiert und praxisrelevant gewählt und berücksichtigt die Interessen der Schülerinnen und Schüler. Die Projektplanung ist durch selbstorganisiertes Lernen sowie durch die Selbstverantwortung der Lernenden gekennzeichnet. Darüber hinaus wird kooperativ gelernt, innerhalb der Schülergruppen, aber auch in Verbindung mit außerschulischen Akteuren wie Expertinnen und Experten der einzelnen Themenkomplexe. Der Arbeitsprozess ist handlungs- und zielorientiert: Das Ergebnis dieser Unterrichtsform ist ein Handlungs-Produkt, nämlich die POI zu einer GPS-Bildungsroute. Die Nachhaltigskeitsbrille Ziel des Unterrichts ist es, sich im sprichwörtlichen Sinne "eine Brille aufzusetzen", die nur bestimmte Aspekte eines Themas sichtbar macht. So lässt sich zu jedem Thema die Frage stellen: Was hat das Thema mit Ökologie zu tun? Was mit Wirtschaft? Was mit Sozio-Kulturellem? Auch die vier Themen des NaviNatur-Projekts "kulturelle Vielfalt", "nachhaltiges Wirtschaften", "Biodiversität" und "Energie für die Zukunft" lassen sich in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit betrachten - und das sollte auch das Ziel für den Unterricht sein. Ideal ist es, wenn die einzelnen Schülergruppen jeweils eine Expertin oder einen Experten für jede Dimension ihres Unterthemas festlegen. Im Zuge der Themenrecherche und -bearbeitung sollen sie dann diesen individuellen Schwerpunkt verstärkt verfolgen und in die Gruppenarbeit einbringen. Vorteil ist dabei auch, dass jeder Einzelne seinen eigenen Verantwortungsbereich im Rahmen der Projektarbeit erhält und sich so keiner nur auf den Rest der Gruppe verlassen oder sich auf der Leistung seiner Mitschülerinnen und Mitschüler "ausruhen" kann. Recherche und Themenfindung Im ersten Teil der Unterrichtseinheit informieren sich die Kinder und Jugendlichen über die Projektfragestellungen. Points of Interest: Die GPS-Route wird erstellt Im zweiten Teil der Unterrichtseinheit ermitteln und erstellen die Schülerinnen und Schüler ihre Points of Interest. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erwerben Wissen über aktuelle Fragen der nachhaltigen Entwicklung und können dieses Wissen anwenden. stellen eine Verbindung zwischen dem erlangten Wissen und ihrem Alltag her und hinterfragen diese kritisch. lernen die Verbindung zwischen den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales kennen. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler recherchieren mithilfe des Internets zu den Projektfragestellungen. lernen, wie eine GPS-Bildungsroute erstellt wird. erstellen Materialien wie Fotos oder Audioaufnahmen zu den Points of Interest, die auf die GPS-Geräte geladen werden. dokumentieren ihre Ergebnisse auf der NaviNatur-Homepage in Wikis und Karten. kommunizieren online mit anderen Schulklassen im Forum oder Chat über die Projektfragestellungen. Das UmweltBildungsZentrum (SCHUBZ) ist ein vom Land Niedersachsen anerkanntes regionales Umweltbildungszentrum in der Trägerschaft der Hansestadt Lüneburg. Es hat sich zum Leitbild gesetzt, "den großen Abstand, den viele junge Menschen heute zur Natur haben, verringern zu helfen und davon ausgehend zur nachhaltigen Gestaltung der Umwelt zu befähigen." Das SCHUBZ bietet derzeit zu 15 verschiedenen Projektthemen insgesamt 50 pädagogische Programme und Angebote der Bildung für nachhaltige Entwicklung an. Die Projekte werden vor allem von Schulklassen und Kita-Gruppen in der Metropolregion Hamburg genutzt. Schülerpartizipation In den Prozess der Themenfindung sollten die Schülerinnen und Schüler maßgeblich involviert werden: Es nützt niemandem etwas, wenn ihnen ein aus ihrer Sicht langweiliges Thema zugeordnet wird, das sie für ein halbes Schuljahr bearbeiten müssen. Entwickeln sie dagegen ihre Themenstellung selbst mit, wird das auch ihre Motivation stärken, sich mit dem Lerngegenstand auseinanderzusetzen. MindMap Planen Sie eine Ideen- und Assoziationsphase zum gewählten Oberthema Biodiversität, Nachhaltiges Wirtschaften oder Energie für die Zukunft ein. Als Methode bietet sich zum Beispiel an, mit der Gesamtklasse eine MindMap zu erarbeiten. Eine MindMap ist eine strukturierte Form des Brainstormings; dabei wird ein Baumdiagramm entwickelt: In der Mitte der Tafel oder eines Plakats steht das zentrale Thema. Es wird über Hauptlinien mit den Hauptthemen verbunden. Daran schließen sich in dünner werdenden Zweigen die zweite und dritte sowie weitere Gedankenebenen (Unterthemen) an. Um hierbei Zusammenhänge und Querverbindungen zu verdeutlichen, sollten beispielsweise verschiedene Farben für Äste oder Themen verwendet werden. Arbeitsgruppen Die Jugendlichen sind bei dieser Methode dazu aufgefordert, frei zu den vorgegebenen Schlüsselbegriffen zu assoziieren und das "Assoziationsnetz" auf diese Weise weiterzuknüpfen. Sie als Lehrkraft sollten bereits vor dem Unterrichtsgeschehen eine eigene MindMap entworfen und sich somit Gedanken über Ihre persönliche Vorstellung von einem Themen-Netz gemacht haben - auf diese Weise können Sie die Klasse aus etwaigen Sackgassensituationen wieder herausführen. Abschließend wird eine Auswahl thematischer Schwerpunkte und Fragestellungen getroffen. Es werden Projektarbeitsgruppen gebildet: Die Schülerinnen und Schüler ordnen sich in Dreier- oder Viererteams den thematischen Schwerpunkten zu. Kritische Recherche Die Schülerinnen und Schüler sollten nicht nur alte oder nur neue Medien für die Themenrecherche verwenden, sondern möglichst beides. Insbesondere in Bezug auf Internetquellen sollten sie reflektieren, woher die Informationen stammen, wer sie ins Netz gestellt hat und wozu. Die Jugendlichen sollten in jedem Fall nicht nur die für sie relevanten Informationen herausschreiben, sondern auch den Kontext angeben (URL-Adresse, Buchtitel, Flyer): Auf diese Weise können die Arbeitsprozesse später nachvollzogen und Informationen gegebenenfalls überprüft werden. Bild-Recherche Bei der Recherche nach Bildern sollte von vornherein bedacht werden, dass es Bildrechte gibt. Die Schülerinnen und Schüler sollten keine Bilder selektieren oder verwenden, die eindeutig urheberrechtlich geschützt sind oder deren Herkunft unbekannt ist. Idealerweise werden sie im Laufe des Projekts eigene Bilder von dem entsprechenden Lerngegenstand machen. Dies sollte von vornherein als Ziel gesetzt sein. Recherche im Freien Natürlich sollten auch Beobachtungen und Untersuchungen im Gelände Teil der Themenrecherche sein. Schließlich werden die Themen nicht unter einem rein theoretischen und abstrakten Aspekt beleuchtet, sondern sind in der Natur situiert. Auch das Projektprodukt, die GPS-Bildungsroute, bezieht sich konkret auf einen bestimmten Lebensraum. In den Projekt-Arbeitsgruppen sollten die Schülerinnen und Schüler das Untersuchungsgebiet daher in Hinblick auf ihr Thema erforschen und bereits multimedial (mit Digitalkamera und Aufnahmegerät) erfassen. Entscheidend ist dabei, dass die Jugendlichen selbst diese Exkursionen planen und sich darauf vorbereiten - sie sollten wissen (und vorher vielleicht auch schon formuliert haben), welche genauen Fragestellungen sie im Gelände untersuchen wollen. Ein POI ist zunächst einmal eine Koordinate im Gelände, an der irgendetwas Interessantes zu sehen ist. Im NaviNatur-Projekt ist ein POI ganz klar bildungsbezogen: An diesem Ort können die Schülerinnen und Schüler ihr jeweiliges Projekt-Thema besonders gut veranschaulichen. Dabei besteht ein POI aus drei Aspekten: einer Koordinate, einer Aufgaben- oder Fragestellung und multimedialen Informationen, die helfen können, die Frage zu beantworten. Alle drei Aspekte sollen in die GPS-Geräte einprogrammiert werden. Ein POI ist insofern ein Extrakt aus den bisherigen Lernergebnissen. Die Jugendlichen müssen also in der Lage sein, ihr Thema auf das Untersuchungsgebiet zu beziehen und geeignete Orte (Koordinaten) festzulegen. Sie müssen aus ihrem Gesamtwissen zu dem Thema eine kleine, aufgabenspezifische Auswahl treffen. Je Schülergruppe sollten ein bis drei POIs erarbeitet werden. Festlegung der Koordinaten Die Bestimmung von geeigneten Orten geschieht während einer Exkursion. Schon ehe die Schülerinnen und Schüler mit den GPS-Geräten arbeiten, können sie diese Punkte im Gelände eruieren. Eine digitale Bestimmung erfolgt dann später, wenn die GPS-Geräte zur Verfügung stehen. Mit dem GPS-Gerät kann auf einfache Weise die aktuelle Position in Form einer Koordinate abgespeichert werden. Bei der Auswahl eines geeigneten Ortes sollte folgendes bedacht werden: Die Schülerinnen und Schüler sollten in ihren Themen bereits so bewandert sein, dass sie schon vor der Exkursion eine gewisse Vorstellung davon haben, wonach sie suchen. Sie sollten dabei aber offen und wachsam für unerwartete Gegebenheiten vor Ort bleiben. Es könnte sonst sehr frustrierend sein, wenn das, wonach die Jugendlichen im Gelände Ausschau halten, nicht zu finden ist. Ein guter POI sollte sich direkt mit dem Thema und der Aufgabenstellung verbinden lassen. Es sollte dort etwas zu sehen oder zu beobachten sein, das möglichst auch immer dort zuverlässig vorhanden ist. Ideal aber kein absolutes Muss sind markante Punkte im Gelände: ein besonderer Baum, ein Haus oder Schild. Bei eher abstrakten Themen können sich aber auch Orte anbieten, die eher einen Aus- oder Überblick bieten. Die Schülerinnen und Schüler können bei der Exkursion erst einmal mehrere geeignete Koordinaten sammeln, um dann später eine Auswahl zu treffen. Dazu sollten sie aber protokollieren, was die einzelnen POI-Kandidaten auszeichnet. Eine gute Fragestellung zu erarbeiten ist nicht einfach. Folgende Aspekte zeichnen eine gelungene Frage aus: Sie bezieht sich auf die Gegebenheiten vor Ort und regt die Nutzerinnen und Nutzer der Bildungsroute zum Beobachten, Anfassen, Ausprobieren, Hören, Riechen, Schmecken... an. Sie fragt nicht bloßes Fachwissen ab, sondern ermöglicht den Nutzern der Bildungsroute eine erkundende Auseinandersetzung mit dem Thema. Beispiel: Lausche für eine Minute und zähle die verschiedenen Geräusche des Waldes. Welches sind natürliche Geräusche und welche sind vom Menschen gemacht? Eine spielerische, spannende, witzige Aufgabe ist oft besser als eine fachlich ausführliche, trockene Frage. Regen Sie die Schülerinnen und Schüler dazu an, ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. Ausarbeitung von multimedialen Informationen Um das Lösen der Aufgaben zu erleichtern, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich multimediale Informationen, die das GPS-Gerät bereitstellt, sobald die Nutzer der Bildungsroute an den entsprechenden POI gelangt sind. Insgesamt sollten die zur Verfügung gestellten Informationen pro POI knapp sein. Die Jugendlichen müssen sehr genau entscheiden, was unbedingt benötigt wird, um eine Frage beantworten zu können. Sie müssen aus ihren Bildersammlungen die wirklich besten Fotos auswählen und ihre ausführlichen Wikis auf wenige, entscheidende Sätze, die in Bezug auf die Fragestellung dienlich sind, zusammenkürzen. Zusammenführung In einem letzten Arbeitsschritt werden Koordinaten, Fragestellungen und Multimedia-Informationen im GPS-Gerät zusammengefügt. Bereits vor der eigentlichen Programmierung sollten die Schülerinnen und Schüler ihre Daten geordnet zusammenstellen. Falls Sie selbst nicht über die technischen Kenntnisse zur Programmierung eines GPS-Gerätes verfügen, lassen Sie sich von einer Expertin oder einem Experten beraten.

  • Geographie
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II

Unterrichtsmaterial "La COP 21"

Unterrichtseinheit

Die hier angebotenen Materialien unterstützen Sie dabei, den UN-Umweltgipfel abwechslungsreich im Französisch-Unterricht zu thematisieren und Ihre Schülerinnen und Schüler für das Thema "Environnement" zu begeistern.Der Pariser Umweltgipfel Cop 21 (30. November bis 11. Dezember 2015) wird oft als "Gipfel der letzen Chance" bezeichnet, geht es doch darum, im Anschluss an das Kyoto-Protokoll aus dem Jahre 1997 den weltweiten Temperaturanstieg bis zum Ende des 21. Jahrhunderts auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. 195 Länder plus die Europäische Union sowie Umweltverbände, Parteien und Vertreter aus Gemeindeverwaltungen ringen um einen Kompromiss, ohne den der Kampf gegen die Klimaerwärmung endgültig verloren scheint. Es geht auch darum, welche Auflagen und Belastungen man den weniger entwickelten Ländern überhaupt zumuten kann, ohne ihre Wirtschaft zu gefährden, und ob und in welchem Maße die großen Umweltverschmutzer (USA, Europa, China, Indien) ihre Umweltversprechen tatsächlich einlösen werden. Die hier vorliegenden Materialien unterstützen Sie sowohl bei der inhaltlichen Behandlung des Gipfels als auch bei der Aufarbeitung der Ergebnisse. Einführung in die Thematik Zur Einführung in die Stunde sehen sich die Lernenden ein Video an und bearbeiten die Fragen dazu in Arbeitsblatt 1. Anschließend bietet es sich an, mit den Schülerinnen und Schülern eine MindMap zu erstellen, in der sie festhalten, was sie in ihrem Alltag zum Umweltschutz beitragen können. Hierzu stehen das Gruppenpuzzle in Arbeitsblatt 2 und der entsprechende Zusatztext zur Verfügung. Vertiefung Im nächsten Schritt setzen sich die Lernenden mit der Situation in Paris nach den Attentaten vom 13. November 2015 auseinander. Zur Information lesen sie den Text in Arbeitsblatt 3 und bearbeiten eine "Vrai-Faux-Übung". Anhand von Arbeitsblatt 4 nehmen die Schülerinnen und Schüler einen interlingualen Vergleich zwischen einem französisch- und einem englischsprachigen Video vor und arbeiten die wichtigsten Aspekte heraus. Wenn anschließend noch Zeit ist, können Sie mit Ihren Lernenden ein internetbasiertes Miniprojekt mit Quiz durchführen. Alle Anweisungen dazu finden Sie in Arbeitsblatt 5. Reflexion der Ergebnisse Die Schülerinnen und Schüler lesen und hören zunächst den Text "La délégation de l'OFAJ à la COP21" in französischer Sprache (im Plenum oder in kleinen Gruppen). Zum Anhören des Textes können die Lernenden oberhalb des Fotos auf "Écouter" klicken. Bei Verständnisschwierigkeiten kann der Text auch auf Deutsch gelesen und gehört werden (in der oberen Leiste auf der Website kann zwischen den Sprachen FR / DE gewählt werden). Anschließend füllen die Schülerinnen und Schüler das Vokabelraster in Französisch/Deutsch aus (Arbeitsblatt 6). Der Text "Prends ta planète en main !" , der in mehreren Sprachen abgebildet ist, kann als Ergänzungstext hinzugezogen werden. Die Abschlussrede zum Gipfel von Präsident Hollande ist als Zuordnungsübung gestaltet (Arbeitsblatt 7). Die Lernenden ordnen die deutschen Textausschnitte den passenden französischen zu. Nach der Zuordnungsübung können die wichtigsten Informationen zusammengefasst und abschließend diskutiert werden. Ist noch Zeit übrig, bietet sich dieser Artikel aus "Le Monde" zur Vertiefung an.Die Schülerinnen und Schüler trainieren und ihr Hör-Seh-Verständnis sowie ihr Leseverständnis. erkennen, dass im englischen und französischen Sprachgebrauch bei vielen abstrakten Begriffen dieselben oder ganz ähnliche Vokabeln benutzt werden. präsentieren wichtige Inhalte. Thema Unterrichtsmaterial "La COP 21" Autor Axel Braun Fach Französisch Referenzniveau ab Referenzniveau A - Elementare Sprachverwendung Zeitraum eine bis zwei Schulstunden Technische Voraussetzungen Computer mit Internetzugang und Lautsprechern

  • Französisch
  • Sekundarstufe I, Sekundarstufe II