Bleiben Sie neugierig: Entdecken Sie unsere Fachartikel zu praxisnahen Themen und lernen Sie neue Methoden und Werkzeuge kennen, um die täglichen Herausforderungen im Schulalltag zu meistern. 

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Multiperspektivität fördern mit eTwinning

Fachartikel

Multiperspektivität ist eine der zentralen Kategorien der Geschichtsdidaktik. Dank der Möglichkeiten der digitalen Medien kann Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und besprochen werden: bei der Arbeit mit Partnerschulen. Ergänzend zu der Arbeit mit Quellen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie sie sich in den meisten Lehrbüchern und im Unterricht finden, entstehen seit einiger Zeit Schulbücher wie das bereits erschienene bilaterale, deutsch-französische Geschichtsbuch. Ein vergleichbares Unternehmen läuft momentan zwischen Deutschland und Polen. Besondere Aktualität bekommt das Thema durch die anhaltende Diskussion über ein mögliches europäisches Geschichtsbuch. Diese Diskussion soll hier weder geführt noch kommentiert werden. Allerdings könnte der Einsatz von webbasierten Kommunikationswerkzeugen die Quellenarbeit mit Buch oder Kopien in einer europäischen Perspektive sinnvoll ergänzen. Eines dieser Werkzeuge soll hier nun vorgestellt werden.

  • Geschichte / Früher & Heute / Pädagogik

WebQuests als Strukturierung für Hausaufgaben

Fachartikel

WebQuests bieten eine Möglichkeit der Nutzung des Internets für Hausaufgaben, die die Schülerinnen und Schüler zu geeigneten Seiten führt. Dabei wird die Medienkompetenz gefördert, ohne zu frustrieren, und allen Lernenden durch Bildung von Gruppen der Zugang gewährleistet. Gerade bei der Internetnutzung für Hausaufgaben besteht das Problem, dass Schülerinnen und Schüler oft orientierungs- und ziellos Informationen im Netz "ergoogeln" und diese ungeprüft verwenden. Neben den fragwürdigen Inhalten wird hier auch keine Kompetenz im Umgang mit den digitalen Medien geübt, sondern eher die Frustrationstoleranz der Lernenden geprüft. Leider wird manchmal versucht, den seltenen Umgang mit den digitalen Medien im Fachunterricht und den fehlenden spontanen Zugang zum Internet in der Schule durch Verweis auf zu Hause zu kompensieren. Im besten Fall sind die Lernenden in der Suche mit schülertauglichen Suchmaschinen geübt und können gezielt passende Informationen recherchieren. In der Regel werden Eltern die Suche ihrer Kinder im World Wide Web begleiten. Dies scheint einerseits erfreulich, entspricht aber keinesfalls der Absicht selbstständiger Bearbeitung der Hausaufgaben.

  • Pädagogik / Fächerübergreifend

Lehren und Lernen für die Zukunft

Fachartikel

Mit der Orientierung der Bildung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung werden neue Wege begangen, um die Lernenden auf das Leben und Wirtschaften im 21. Jahrhundert vorzubereiten. Die Anforderungen an die Schule von heute sind hoch. Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie PISA/TIMSS und IGLU hat sich die Kritik am deutschen Bildungssystem verstärkt. Die unterschiedlichsten Interessen- und Gesellschaftsgruppen tragen ihre Ansprüche an Schulen heran und fordern neue Wege und Inhalte des Lehrens und Lernens. Zudem sind die Schülerinnen und Schüler, die zukünftig Wirtschaft, Politik und Kultur mitbestimmen, vor schwierige Aufgaben gestellt. Wie werden sie umgehen mit den Herausforderungen der Globalisierung, der Klimaveränderung, den sozialen Spannungen vor der eigenen Haustür, aber auch mit der Armut in vielen Ländern der Erde? Eine Antwort bietet die Bildung für nachhaltige Entwicklung.

  • Pädagogik / Fächerübergreifend

Lieber einmal zu viel gefragt

Fall des Monats

Schulleiterin Frau Stolz sammelt alle Zeitungsartikel, in denen ihre Schule oder Schülerinnen und Schüler der Schule genannt werden und möchte sie auf der Schulhomepage veröffentlichen. Über das Marie-Curie-Gymnasium berichtet wegen besonderer Aktivitäten häufig die Lokalpresse: Regelmäßig finden an der Schule auch für die Allgemeinheit interessante Veranstaltungen und Projekte statt. Auch gewinnen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums immer wieder Preise bei unterschiedlichen Wettbewerben. Schulleiterin Frau Stolz sammelt alle Zeitungsartikel, in denen ihre Schule oder Schülerinnen und Schüler der Schule erwähnt werden. Sie möchte die Artikel vollständig einscannen, um sie in einer Rubrik "Das Marie-Curie in der Presse" auf der frei zugänglichen Schulhomepage zu veröffentlichen. Ist dies zulässig?

  • Fächerübergreifend

Blended-Learning in der Lehrerbildung für die Primarstufe

Fachartikel

In diesem Beitrag wird beispielhaft eine Lehrveranstaltung präsentiert, in der WebQuests für den Mathematikunterricht in Grundschulklassen gemeinsam von Studierenden und Lehrkräften erstellt und durchgeführt werden. Diese Lehrveranstaltung entstand im Rahmen des vom Kultusministerium Hessen in Kooperation mit der Universität Frankfurt initiierten Projekts Lehr@mt. Dieses hat die grundlegende Qualifikation im Bereich der Medienkompetenz für die Beteiligten aller Phasen der Lehrerbildung zum Ziel. Dazu sollen Produkte für Aus- und Fortbildung erstellt und Aus- und Fortbildungsangebote durchgeführt werden. Kooperationsstrukturen aller an der Lehrerbildung Beteiligten sollen ausgebaut und die mediendidaktische Unterrichtsforschung gefördert werden. Medienkompetenz erwerben und vermitteln In diesem Beitrag wird eine Lehrveranstaltung präsentiert, die im Rahmen eines der fünf Teilprojekte stattfindet. Unabhängig von der Fächerkombination sollen Lehramtsstudierende, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und Lehrerinnen und Lehrer grundlegende Fähigkeiten im Bereich der Medienkompetenz erwerben, die sie befähigt, Medien zu nutzen, diese im Unterricht zielgerichtet einzusetzen, Unterrichtsszenarien zu entwickeln und zu betreuen sowie die Kompetenzen auch den Schülerinnen und Schülern weiterzugeben. Es wird dabei beabsichtigt, die mediendidaktische Fachunterrichtsforschung in alle Phasen der Lehreraus- und Lehrerfortbildung zu integrieren. Das Teilprojekt am Institut für Didaktik der Mathematik Das Teilprojekt für die Ausbildung im Bereich Mathematik bezieht sich auf die Ausbildung im modularisierten Studiengang für das 1. bis 6. Schuljahr. Besonderer Wert wird dabei auf folgende vier Aspekte gelegt: Nutzung digitaler Medien für das Lehren und Lernen im Fach Erziehungs- und Bildungsaufgaben digitaler Medien im Mathematikunterricht der Grundschule Forschendes Lernen im Rahmen der Lehrerbildung Integrative Lehrveranstaltungsformen der drei Phasen der Lehrerbildung Pilotveranstaltung Die Umsetzung des Teilprojektes wird hier anhand einer praxisorientierten Veranstaltung illustriert. Die Nutzung digitaler Medien für das Lehren und Lernen, genauer für einen projektorientierten Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht der Grundschule, steht in dieser Veranstaltung im Vordergrund. Hierzu wurde in einer Pilotveranstaltung die WebQuest-Methode für den Mathematikunterricht in der Grundschule vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet. Der Veranstaltungstyp soll in kommenden Semestern forschungsorientiert umgesetzt werden und auf den Erfahrungen der bisherigen Veranstaltungen aufbauen. Einbindung des Projekts in die Aus- und Fortbildung Wahlpflichtmodul für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst Die Veranstaltungen werden als schulpraktische Projekte durchgeführt, die mit vier Semesterwochenstunden ab dem 4. Semester besucht werden können. In der neuen, modularisierten Studienordnung wird dieser Veranstaltungstyp zukünftig in einem Modul zur mathematikdidaktischen Vertiefung umgesetzt. Für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst handelt es sich um ein Wahlpflichtmodul mit einem Zeitvolumen von 30 Stunden. Für die Lehrerinnen und Lehrer im hessischen Schuldienst ist die Veranstaltung vom Hessischen Institut für Qualitätsentwicklung mit 40 Punkten akkreditiert. Optional: Erwerb eines Medienkompetenz-Zertifikates Inhalte der Veranstaltung wurden für mündliche Prüfungen im Rahmen des ersten Staatsexamens verwendet. Produkte aus der Veranstaltung dienen Studierenden als Grundlage für die Examensarbeit. Aus den Veranstaltungen gingen auch Arbeiten für die zweite Staatsprüfung hervor. Die Veranstaltung ist optionaler Teil für den Erwerb eines Medienkompetenz-Zertifikates für Studierende aller Lehrämter an der Universität Frankfurt. Das Gesamtkonzept, in dessen Rahmen die Schulpraktischen Projekte angeboten werden, wurde mit dem E-Learning Award 2006 der J. W. Goethe Universität Frankfurt ausgezeichnet. Zielgruppen Kooperationen mit den Studienseminaren An den Veranstaltungen nehmen Studierende des Fachs Mathematik, vorwiegend aus dem Lehramt für Grundschulen, aber auch für Haupt-, Real- und Förderschulen teil. Durch Kooperationen mit den Studienseminaren Frankfurt, Wiesbaden, Rüsselsheim und Hanau konnten Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst, deren Ausbilder und deren Mentoren gewonnen werden, an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Studierenden werden in der Veranstaltung einzelnen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst und ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern fest zugeordnet und bilden in der Veranstaltung eine Gruppe. Beide Seiten profitieren Wegen der unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, aber auch wegen der verschieden hohen Workloads, sind auch die Aufgaben der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlich. Gerade diese Mischung von Teilnehmenden aus den einzelnen Phasen bringt deutliche Vorteile: Die Studierenden haben einen engen Praxiskontakt und planen mit Unterstützung ein Unterrichtsprojekt für eine spezifische Klasse. Die Möglichkeit, schon vor dem Referendariat Einblick in die 2. Phase zu erhalten, macht die Veranstaltung für Studierende besonders attraktiv. Für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie für die Lehrerinnen und Lehrer ergibt sich der Vorteil aus der Zusammenarbeit mit den Studierenden, die viel Arbeit in die Erstellung der WebQuests einbringen und bei der Durchführung der WebQuests helfend und dokumentierend mitarbeiten.

  • Fächerübergreifend

Schöne Bescherung

Fall des Monats

Rechtsanwalt Nikolaus stellt Schulrektorin Frau König die für den Bildungsbereich relevanten Änderungen des Urheberrechtsgesetzes ab 1. Januar 2008 vor. Die Schulrektorin, Frau König, hat erfahren, dass zum 1. Januar 2008 neue Regelungen im Bereich des Urheberrechts gelten (so genannter 2. Korb). Sie plant daher noch vor den Weihnachtsferien eine schulinterne Fortbildungsveranstaltung für ihre Lehrkräfte zu diesem Thema. Hierzu bittet sie den ihr bekannten Urheberrechtsexperten Rechtsanwalt Nikolaus um eine Zusammenstellung und Bewertung der wichtigsten Änderungen im Urheberrechtsgesetz, welche für den Bildungsbereich von Interesse sind.

  • Fächerübergreifend

Modernes Fremdsprachenlernen mit Web 2.0-Anwendungen

Fachartikel

Englischunterricht und Fremdsprachenunterricht allgemein kann mit Werkzeugen des Online-Lernens so richtig interaktiv werden und Spaß machen: Blog und Wiki, Pod- und Videocast, game-based Vocabulary und Grammar Learning motivieren nicht nur Auszubildende der Glastechnik und Glasgestaltung. Weg von der passiven Medienrezeption, hin zu aktiver Mediengestaltung - das ist das Motto des Online-Lehr-Lernprogramms "English for Glass Professionals". Die Zielgruppe: Auszubildende, die eine Fachoberschulreife oder eine Fachhochschulreife anstreben in der Landesberufsschule (FOR) sowie der Berufsfachschule für Glastechnik und Glasgestaltung (FOR und FHR). Die Online-Werkzeuge sind aber flexibel und können vom beruflichen Kontext der Ausbildung problemlos auf andere inhaltliche Kontexte transferiert werden, ob allgemeinbildend oder berufsbildend.

  • Englisch / DaF / DaZ / Französisch / Italienisch / Latein / Polnisch / Spanisch

Regeln für Creative

Fall des Monats

Christoph will einen Text auf seiner Homepage illustrieren und ein CD-Cover gestalten. Er sucht dafür im Internet nach Fotos, die er kostenlos nutzen darf und findet Fotos, die unter der Creative-Commons-Lizenz stehen. Was hat es damit auf sich? Der Oberstufenschüler Christoph möchte sein gelungenes und gut benotetes Referat zum Thema Vulkanismus auf seiner Homepage veröffentlichen. Um den Text aufzulockern, sucht er noch nach geeignetem Bildmaterial. Bei einem Urlaub in Italien hat er selbst ein paar Fotos vom Vesuv geschossen, er möchte aber auch noch andere Vulkane und vor allem aktive Vulkane "in Aktion" zeigen. Er erinnert sich, dass er neulich etwas von "Creative Commons"-Lizenzen gelesen hat, mit denen es möglich sein soll, unter einer solchen Lizenz veröffentlichte Inhalte frei zu nutzen.

  • Fächerübergreifend

"Blue Card" für Europa? – Steuerung der Wirtschaftsmigration

Fachartikel

In diesem Fachartikel zum Thema Steuerung der Wirtschaftsmigration wird die Blue Card als ein Mittel diskutiert, mit dem die Europäische Union die Zuwanderung für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten erleichtern möchte. Eine so genannte Blue Card in der Europäischen Union soll die Zuwanderung für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten erleichtern. Das Ziel ist, den Facharbeitermangel in Europa zu beheben und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Am 23. Oktober 2007 wurde von der EU-Kommission ein erster Vorschlag für eine solche Steuerung der Wirtschaftsmigration verabschiedet. Bereits seit Jahren weisen Expertinnen und Experten immer wieder darauf hin, dass der demografische Wandel nicht nur die Sozialversicherungssysteme belaste, sondern auch schwerwiegende Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt haben werde. Wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung sei ab dem Jahr 2015 mit einem deutlichen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials zu rechnen, warnte die damalige Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA), Jutta Allmendinger, bereits Ende August 2005 in der Zeitung "Die Welt". Arbeitsmarkt der EU gerät unter Druck Eine Studie, die Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Auftrag gegeben hat, bestätigt diese Warnung: Im Jahr 2014 könnten nach Angaben der Studie bis zu 95.000 Ingenieurinnen und Ingenieure und 135.000 Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler fehlen. Dieser Mangel an Fachkräften koste Deutschland bis zu einem Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das sei für 2007 mehr als 20 Milliarden Euro. Doch nicht nur der deutsche Arbeitsmarkt gerät immer mehr unter Druck, auch auf die anderen EU-Mitgliedsländer werden in den nächsten Jahren massive Probleme zukommen. Vermittelte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler verstehen, worum es in der derzeitigen Diskussion um die Blue-Card und die Migration in die EU, geht. können die arbeitsmarkpolitischen und soziodemographischen Entwicklungen nachvollziehen und die einzelnen Standpunkte hierzu reflektieren. lernen die gesetzlichen Verhältnisse der Migration (das Zuwanderungsgesetz) und ihre kurzfristige Geschichte in Deutschland kennen. stellen Begrifflichkeiten, wie Migration, Zuwanderung und Einwanderung, gegenüber und diskutieren sie. recherchieren zum Thema online und nutzen das Internet als Informationsmittel.

  • Politik / WiSo / SoWi

WebQuests zur individuellen Förderung

Fachartikel

Dieser Fachartikel zum Thema WebQuests stellt den Aspekt der "Individuellen Förderung", eine der größten Herausforderungen für die schulische Bildung, in den Vordergrund. Die WebQuest-Methode ermöglicht es den Lehrenden, den Unterricht um die Komponente der fachspezifischen, materialgestützten Binnendifferenzierung zu erweitern. Mit Materialien und Aufgaben, die auf die individuellen Förderschwerpunkte abgestimmt sind, muss für eine konsequente Binnendifferenzierung gesorgt werden. Und diese muss gleichzeitig im Alltag leistbar sein. Für die individuelle Förderung im Englischunterricht ist diese Herausforderung besonders groß, da das Kompetenzprofil der oder des einzelnen Lernenden aus einer Fülle von unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten besteht. Deren Förderbedarf und Förderwürdigkeit müssen in den Blick genommen werden. Entsprechende Materialien müssen entworfen und bereitgestellt werden, die eine solche Individualisierung von Lernprozessen sicherstellen können. Eine derartige Möglichkeit, die zur individuellen Förderung notwendige Binnendifferenzierung zu gewährleisten, sind WebQuests.

  • Englisch / Fächerübergreifend

Was bedeutet "Globalisierung"?

Fachartikel

Als Erklärung für zahlreiche wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und soziale Prozesse ist die Globalisierung in aller Munde. Die einen verbinden damit steigende Chancen und Freiheiten, andere fürchten den "Terror der Ökonomie" und sehen die vielen Verlierer der globalen Prozesse. Wenn die Volkswirtschaft eines Landes ins Stocken gerät oder Unternehmen Arbeitsplätze abbauen, dann hört man häufig, die Globalisierung sei Schuld daran. Auch wenn sich Unternehmen über angeblich zu hohe Steuern oder Arbeitskosten beschweren und damit drohen, Teile der Produktion oder des Unternehmens ins Ausland zu verlagern, führen sie die Globalisierung als Argument ins Feld. Der Begriff wird inzwischen vielfältig und oft verwendet und ist immer aktuell, doch was darf man darunter eigentlich verstehen? Eine allgemeine Definition des Begriffes existiert nicht und in der wissenschaftlichen Diskussionen gibt es verschiedene Meinungen mit unterschiedlichen Erklärungsansätzen. Ulrich Beck, Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der London School of Economics and Political Science, ist daher der Meinung, Globalisierung sei "sicher das am meisten gebrauchte - missbrauchte - und am seltensten definierte, wahrscheinlich missverständlichste, nebulöseste und politisch wirkungsvollste (Schlag- und Streit-)Wort der letzten, aber auch der kommenden Jahre."

  • Politik / WiSo / SoWi / Wirtschaft

Potenziale von Audio-Podcasts

Fachartikel

Das Audio-Podcast gewinnt als eine von Sendezeiten unabhängige akustische Informationsquelle an Bedeutung und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung im Unterricht. Wurden bis vor zehn Jahren Informationen hauptsächlich aus Büchern, Radio, Zeitungen und dem Fernsehen gewonnen, so ergänzen und ersetzen die verschiedenen Varianten des sogenannten Web 2.0 die bisherigen Informationsquellen. Seit 2004 spielen bei der Informationsübermittlung auch Podcasts eine Rolle. Bis zum heutigen Tag haben sie sich rasant verbreitet und halten unlängst Einzug in Bildungseinrichtungen. So können beispielsweise Vorträge und Vorlesungen an einigen Universitäten als Audio-Podcasts auf den heimischen Computer heruntergeladen beziehungsweise online abgespielt werden. Bezogen auf die Unterrichtsgestaltung an Schulen scheint das Podcast immer noch weitgehend ein Fremdwort zu sein, dessen Potenziale bisher nicht ausgeschöpft werden. Podcasts im Unterricht Die einfache Handhabung und die vielfältigen Möglichkeiten des Audio-Podcasts machen es zu einem idealen Medium für den Unterricht und können für viele Fächer neue Perspektiven eröffnen: Zum einen durch die Nutzung des reichhaltigen Angebots vorhandener Audiodateien mit aktuellem Inhalt, zum anderen durch die eigenständige Erstellung von Podcasts, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, Unterrichtsthemen aktiv und kreativ zu erarbeiten und darzustellen. Die selbst produzierten Podcasts können auch an andere Klassen weitergegeben oder veröffentlicht werden. Nutzung bestehender Podcasts Förderung des verstehenden Hörens Audio-Podcasts können auf vielfältige Weise im Unterricht eingesetzt werden und bieten zudem eine willkommene Abwechslung. So können Podcasts beispielsweise in verschiedenen Unterrichtsphasen genutzt werden, wie etwa als Unterrichtseinstieg zu einem aktuellen Thema. Hierbei wird das Hörverständnis der Schülerinnen und Schüler geschult. Die Erfahrung zeigt, dass einige Lernende selbst nach dem wiederholten Hören eines auditiven Beitrags Schwierigkeiten haben, die wichtigsten Inhalte des Hörstücks wiederzugeben. Ein konkret formulierter Hörauftrag kann hier als Hilfestellung notwendig werden. Allein diese Tatsache unterstreicht die Notwendigkeit und Bedeutung einer verstärkten Einbindung von Audio-Podcasts in den Unterricht. Eine Vielzahl von aktuellen und kostenlosen Angeboten Darüber hinaus eignen sich Audio-Podcasts für das fächerübergreifende Lernen. Ein Beispiel für die Verzahnung mit anderen Fächern wäre der Einstieg in das Themengebiet "Beschaffung" mittels einer telefonischen Kundenanfrage in englischer Sprache. Im Internet findet sich eine Vielzahl an Podcasts, die für den Unterricht interessant sind. Sowohl Privatpersonen als auch Zeitungsverlage und Radiosender bieten unzählige kostenlose und aktuelle für den Unterricht verwertbare Podcasts an. Auch verschiedene Podcastportale helfen das unüberschaubare Angebot an Podcasts kategorisiert darzustellen. Die Erstellung von Podcasts Ein- und mehrdimensionale Podcasts Bei der Erstellung von Audio-Podcasts kann zwischen ein- und mehrdimensionalen (Audio-Blogging) Podcasts unterschieden werden. Eindimensionale Podcasts werden nur von einer Person erstellt und aktualisiert. Sie eignen sich zum Beispiel zur Präsentation von Arbeitsergebnissen. Mehrdimensionale Podcasts sind interakiv geführte Podcasts, bei denen mehrere Personen gemeinsam Inhalte online stellen wie bei einer Online-Diskussion. Die Erstellung von Audiodateien im Schulunterricht ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Weil diese sich von Schule zu Schule unterscheiden, sind einige Dinge im Vorfeld zu bedenken und abzuklären. Checkliste zur Podcasterstellung Die folgende Checkliste für Lehrerinnen und Lehrer spricht zentrale Punkte der Unterrichtsplanung an: Überlegungen im Vorfeld Gibt es Kolleginnen und Kollegen, die mich unterstützen könnten? Wie viel Zeit soll die Unterrichtseinheit beanspruchen? Ist die Zeitplanung realistisch? Sind die technischen Voraussetzungen vorhanden (Computer, Software, Mikrofon, Lautsprecher, Kopfhörer, eventuell Beamer)? Funktioniert die Aufnahme an allen Schülerrechnern? Kenne ich mich mit den Zugangsberechtigungen (Internet, Verzeichnis) am PC aus? Steht ein PC-Raum für die geplante Zeit zur Verfügung? Beherrsche ich die Aufnahme-Technik? Habe ich Literatur zu den Sendeformen im Radio/Podcast? Habe ich die folgenden Arbeitsschritte bei der Produktion von Podcasts mit Schülerinnen und Schülern berücksichtigt? Arbeitsschritte bei der Produktion von Podcasts mit Lerngruppen Themenfindung vertrautmachen mit der Aufnahmetechnik (Audioeditor) Probeaufnahme Recherche und Auswahl des Materials Texte schreiben falls Audiodateien veröffentlicht werden: Hinweis auf Urheber- und Nutzungsrechte Aufnahme und Bearbeitung Evaluation der Hörstücke Veröffentlichung im Intranet, Internet, Radio Bei der Erstellung von Podcasts werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt. So könnte etwa eine Betriebsbesichtigung (Podtour) vertont oder ein Hörspiel aufgenommen werden. Natürlich liegt es bei der "Verpackung von Wissensinhalten" immer nahe, sich an die üblichen Sendeformen des Radios anzulehnen. Ist das "Produkt" Podcast erst einmal erstellt, so kann es vielfältig verwendet werden. Beispielsweise könnten die Schülerpodcasts für den Unterricht in anderen Klassen verwendet oder im Internet veröffentlicht werden. Chancen und Risiken Ein Überblick über die neuen Möglichkeiten und die eventuellen Einschränkungen der Podcast-Nutzung: Die Frage des Mehrwerts in der Nutzung Neuer Medien Prinzipiell gelten viele der für die Neue Medien allgemein bekannten Chancen und Risiken auch für Podcasts. So haben Schülerinnen und Schüler unter anderem Spaß im Umgang mit Neuen Medien und arbeiten daher motivierter und engagierter im Unterricht mit. Andererseits gibt es beispielsweise kritisch anzumerken, dass durch den Einsatz von Neuen Medien die Gefahr besteht, dass die Unterrichtszeit nicht effektiv genutzt wird und kein Mehrwert im Vergleich zum konventionellen Unterricht geschaffen wird. Die besondere Qualität von Audio-Podcasts Das Besondere an Audio-Podcasts ist, dass sie das konzentrierte Zuhören fördern und zudem in einfacher Weise weitergegeben und verbreitet werden können. Dementsprechend können sie bei der Veröffentlichung im Internet, losgelöst von einem bestimmten Ort und einer bestimmten Zeit, abgerufen und verwendet werden. Gerade diese Flexibilität und Variabilität ist für den berufsbildenden Unterricht von besonderer Bedeutung, da die Lernenden mehrere Lernorte haben. Noch mehr Vorteile bietet der Einsatz von selbst erstellten Podcasts im Schulunterricht, denn sie erhöhen die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler, erweitern die Medienkompetenz, bieten Möglichkeiten Medien kritisch zu hinterfragen, fördern die Kooperationsfähigkeit der Lernenden untereinander, können selbstgesteuertes Lernen initiieren, bieten vielfältige Ansatzpunkte für fächerübergreifendes Lernen und öffnen die Schule nach außen, wenn die Ergebnisse beispielsweise im Internet veröffentlicht werden. Fazit Sicherlich wird für die Erstellung von Podcasts zunächst viel Zeit benötigt, vor allem weil die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem neuen Medium und der Aufnahmetechnik erst einüben müssen. Sind diese Schwierigkeiten aber erst überwunden, überwiegen die oben erwähnten Vorteile. Bei der Veröffentlichung selbst erstellter Podcasts muss beachtet werden, dass bei der Einbindung von fremdem Material in auditiver und schriftlicher Form in das selbst erstellte Podcast keine Urheber- und Eigentumsrechte verletzt werden.

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Fortbildungsangebot in Form von Fachartikeln

Lehrer-Online ist eine zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte, die eine umfassende Sammlung an Fachartikeln bereitstellt, um Lehrerinnen und Lehrern in ihrer täglichen Arbeit und Weiterbildung zu unterstützen. Mit einer breiten Palette an Themen, von Didaktik und Methodik über Klassenmanagement bis hin zu den neuesten Trends in der Bildungslandschaft, bietet Lehrer-Online wertvolle Einblicke und praktische Tipps, die direkt im Klassenzimmer angewendet werden können. Unsere Fachartikel sind von Expertinnen und Experten verfasst und auf die Bedürfnisse moderner Lehrkräfte zugeschnitten.

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