PISA 2025: Was die Ergebnisse für den Unterricht bedeuten

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veröffentlicht am 01.09.2026

Am 8. September 2026 sollen die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 veröffentlicht werden. Ein Blick auf PISA 2022 zeigt bereits, vor welchen Herausforderungen Schulen stehen: Besonders bei Mathematik und Lesekompetenz erreichten viele Jugendliche nur geringe Kompetenzniveaus. 

Die neue PISA-Studie 2025 soll am 8. September 2026 veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Naturwissenschaften. Zusätzlich wurden Kompetenzen für das Lernen in der digitalen Welt sowie erstmals Fremdsprachenkompetenzen untersucht. Die Erhebung fand im Frühjahr 2025 statt; weltweit nahmen 91 Länder und Volkswirtschaften teil.  

PISA 2022 zeigt Rückgänge bei Basiskompetenzen

Die bisher veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2022 verdeutlichen, wie wichtig eine systematische Förderung grundlegender Kompetenzen bleibt. In Deutschland erreichten 70 Prozent der 15-Jährigen mindestens die mathematische Kompetenzstufe II. Damit verfehlten 30 Prozent das Mindestniveau. Im Lesen erreichten etwa 75 Prozent die Mindestanforderungen, während 25 Prozent darunterblieben. In den Naturwissenschaften erfüllten 77 Prozent das Mindestniveau.  

Im Vergleich zu 2018 gingen die durchschnittlichen Leistungen in allen drei Bereichen zurück. Deutschland lag in Mathematik mit 475 Punkten und im Lesen mit 480 Punkten ungefähr auf dem Niveau des OECD-Durchschnitts. In den Naturwissenschaften erreichten die Jugendlichen 492 Punkte und lagen damit über dem OECD-Mittelwert von 485 Punkten. Die OECD weist zugleich darauf hin, dass die Leistungsrückgänge in vielen Ländern nicht ausschließlich mit den Schulschließungen während der Corona-Pandemie erklärt werden können. Auch längerfristige Entwicklungen spielen eine Rolle.  

Bildungschancen hängen stark von der sozialen Herkunft ab

Besonders deutlich fallen die Unterschiede nach dem sozioökonomischen Hintergrund aus. In Deutschland erzielten sozial privilegierte Jugendliche in Mathematik im Durchschnitt 111 Punkte mehr als sozial benachteiligte 15-Jährige. Der Abstand war damit größer als im OECD-Durchschnitt von 93 Punkten. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund erreichten im Mittel niedrigere Leistungen. Ein Teil dieses Unterschieds lässt sich durch die ungleichen sozioökonomischen Voraussetzungen erklären, der Abstand bleibt jedoch auch danach bestehen.  

Konsequenzen für Lehrkräfte und Schulen

Die Kultusministerkonferenz leitet aus den Ergebnissen einen verstärkten Handlungsbedarf bei der Sprach- und Leseförderung sowie bei der Sicherung mathematischer Basiskompetenzen ab. Sprachbildung betrifft dabei nicht nur den Deutsch-Unterricht: Auch im Fachunterricht können Lehrkräfte das Verstehen von Aufgaben, Fachbegriffen und Texten gezielt unterstützen.  

Für die Unterrichtspraxis sind regelmäßige Lernstandsdiagnosen, eine passgenaue Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler sowie anspruchsvolle Aufgaben für leistungsstarke Lernende zentrale Ansatzpunkte. Digitale Medien können den Unterricht ergänzen, wenn sie gezielt eingesetzt werden und nicht vom Lernen ablenken. Die PISA-Ergebnisse liefern dafür Anhaltspunkte, ersetzen jedoch keine eigene pädagogische Diagnostik und keine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Lerngruppe. 

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