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Hass hilft! Spendenaktion wandelt Hass in Hilfe um

Tool-Tipp

"Gefunden" haben wir diesmal eine großartige Aktion, die äußerst kreativ mit fremdenfeindlichen und rechtsradikalen Online-Kommentaren umgeht.Neben "Refugees welcome"-Rufen machen sich im Internet leider auch blanker Hass und Vorurteile gegen Flüchtlinge breit. Wie nett, dass die Hass-Posterinnen und -Poster jetzt immerhin Geld für Flüchtlinge sammeln - wenn auch unfreiwillig. "Hass hilft", die "erste unfreiwillige Online-Spendenaktion" verwandelt Hasskommentare gegen Flüchtlinge im Internet in Spenden für Flüchtlinge und Menschenwürde, gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus.

  • Politik / WiSo / SoWi

The Hero's Journey: Helden im Hollywood-Blockbuster

Tool-Tipp

In diesem Fundstück geht es in einem knapp zweiminütigen Film auf eine abenteuerliche Reise.Ob Harry Potter, Batman oder Indiana Jones, irgendwie sind sie doch alle gleich - zumindest in ihrer Entwicklung. Dass abenteuerliche Reisen in Erzählungen einem bestimmten Muster folgen, erkannte schon Joseph Campbell, der 1949 die Grundstruktur von Märchen und Mythen analysierte. In einem zweiminütigen Animationsfilm setzt sich Iskander Krayenbosch mit den Stationen der Heldenreise in Filmen auseinander. Er zeigt in zwölf Schritten, was die Helden aus bekannten Hollywood-Blockbustern gemeinsam haben.

  • Fächerübergreifend

Javier Pérez: Bleistiftzeichnungen gut kombiniert

Tool-Tipp

Der Grafikdesigner Javier Pérez ist sehr kreativ darin, Bleistiftzeichnungen mit Alltagsgegenständen zu kombinieren. In einem neuen Projekt integriert er seine Hände in Tierzeichnungen.Könnte die menschliche Hand das Geweih eines Hirsches sein? Der Stachel eines Skorpions? Der Kamm eines Huhns? In den Zeichnungen von Javier Pérez zumindest gelingt diese Zuweisung ganz gut. Die abfotografierte Hand oder die Finger des Künstlers harmonieren mit den Tierzeichnungen und vervollständigen diese. Das Endbild ist schlicht - und dennoch witzig anzusehen. So zeigt Pérez, dass sich mit ein bisschen Kreativität auch die einfachste Bleistiftzeichnung aufpeppen lässt.

  • Fächerübergreifend

Löschung der "Beschäftigungshindernisse" bei Schulverwaltung?

Fall des Monats

Manche Schulverwaltungen führen Listen, auf denen die Personen verzeichnet sind, die sich nicht für den Schuldienst eignen. Dies kann auch ehemalige Lehrkräfte treffen, etwa wegen eines Disziplinarverfahrens. Können Betroffene die Löschung aus der Liste der "Beschäftigungshindernisse" verlangen? Der konkrete Fall Der Kläger arbeitet als Lehrer für das Land Rheinland-Pfalz. Er hatte mehrfachen Kontakt zu Schülerinnen. Mit ihnen hatte er WhatsApp Nachrichten – auch intimen und sexuellen Inhalts – ausgetauscht. Deshalb leitete der Dienstherr ein Disziplinarverfahren gegen ihn ein. Der Vorwurf: Er habe mit seinem Verhalten insbesondere das Distanzgebot im Lehrer-Schüler-Verhältnis verletzt. Der Kläger habe das ihm als Lehrkraft obliegende Gebot zu einem verantwortungsvollen und vertrauensvollen Umgang mit Nähe und Distanz zu den in der schulischen Obhut stehenden Schülerinnen und Schülern schwerwiegend verletzt. Damit habe er das Vertrauen des Dienstherrn und der Eltern unwiederbringlich zerstört. Der Lehrer wurde auf eigenen Antrag aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Damit wurde auch das Disziplinarverfahren eingestellt. Die Schulverwaltung vermerkte in einer Liste den Kläger dahingehend, dass dieser den Schulfrieden gestört habe und für den Schuldienst persönlich nicht geeignet sei. Diese Liste hat allein den Zweck, den für die Einstellung zuständigen Bediensteten bei einer späteren Bewerbung eines Betroffenen für eine erneute Einstellung in den Schuldienst einen Hinweis auf eine möglicherweise problematische Einstellungssituation zu geben. Der Ex-Lehrer verlangte die Löschung aus der Liste, hilfsweise die Befristung ihrer Speicherung. Die Entscheidung des Gerichts Das Rechtsportal anwaltauskunft.de informiert über eine Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz vom 23. Juni 2020 (AZ: 2 A 10264/20.OVG): Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts in Koblenz hat der Kläger für seine Klage kein Rechtsschutzbedürfnis. Der Eintrag habe keine erkennbaren Nachteile für den Kläger. Zwar hatte er die Berufsfreiheit geltend gemacht, aber einen Nachteil hätte er erst, wenn er sich wirklich bewerben würde. Er hatte aber nichts dazu gesagt, dass er sich wieder für den Schuldienst bewerben wolle. Auch das Allgemeine Persönlichkeitsrecht sah das Gericht nicht tangiert. Es käme auch nicht zu einer "Stigmatisierung". Alleine der Vermerk, der Kläger habe den Schulfrieden gestört und damit sei seine persönliche Nichteignung für ein bestimmtes Amt nachgewiesen, sei im Dienstverhältnis weder ehr- noch persönlichkeitsverletzend. Das Gericht verwies auch darauf, dass der Eintrag mit Blick auf die Geschehnisse berechtigt ist. Der Eintrag bleibt zudem in einem beschränkten, innerbehördlichen Raum. Nur die, mit Einstellungsverfahren betrauten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung hätten Zugriff darauf. Daher droht dem Kläger auch vor diesem Hintergrund kein Nachteil aus dem Eintrag in der Liste. "Die Datenbank dient der Pflicht der Schulverwaltung, die in der Obhut der Schulen stehenden Schülerinnen und Schüler nicht sehenden Auges einer Gefährdung ihrer Entwicklung durch für das Lehramt ungeeignetes Personal auszusetzen", so das Gericht.

  • Fächerübergreifend

Grundwortschatz Frühling und Ostern: Wortschatzerweiterung und -training in DaF/DaZ

Interaktives / Kopiervorlage
0,00 €

Ostern und die Frühlingszeit bilden alle Jahre wieder einen Gesprächsanlass im Unterricht und bieten Anknüpfungspunke an die Lebenswelt der Lernenden. Die Schülerinnen und Schüler üben mithilfe der Arbeitsblätter, Vokabeln zum Thema Frühling und Ostern zu trainieren, thematische Sätze zu bilden und einen Text zu vervollständigen. Alle Jahre wieder läutet der Lenz wärmere und längere Tage ein. Dieses Arbeitsmaterial nutzt das Interesse der Kinder am Osterfest und am Frühling als Motivation für den DaF- und DaZ-Bereich: Anhand dieser Themen lässt sich der Wortschatz erweitern sowie Landeskunde vermitteln und interkulturelle Bildung fördern. Die Schülerinnen und Schüler lernen und vertiefen themenspezifisches Vokabular, um sich über die Jahreszeit, das Fest und passende Aktivitäten auszutauschen. Es bietet sich an, daran anzuknüpfen und es als Ausgangspunkt für einen Austausch zu nutzen. Dabei sollte auf kulturelle Unterschiede und Traditionen eingegangen werden. Welche Feste kennen beziehungsweise feiern die Kinder noch im Frühling? Wärme, Vogel, draußen spielen,...? Welche passenden Wörter assoziieren sie noch, wem fallen die meisten ein? :-) Kommunikation ist ein wichtiger Baustein beim Erlernen und Vertiefen einer Sprache – des Weiteren lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen besser kennen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Arbeitsblätter, um Vokabeln zum Thema Frühling und Ostern zu üben: Im ersten Schritt werden die Vokabeln des Themas vorentlastet, indem die Schülerinnen und Schüler den neuen Wörtern die passenden Artikel zuordnen. Im nächsten Schritt bringen die Schülerinnen und Schüler Buchstaben in die richtige Reihenfolge, um Wörter zu bilden. Anschließend ordnen sie Aktivitäten den passenden Bildern zu und bilden Sätze mithilfe von Satzbausteinen. Im letzten Schritt vervollständigen sie eine Postkarte zum Osterfest. Ergänzend bietet das Arbeitsmaterial interaktive Übungen an. Die Vokabeln und ihre Artikel sind Gegenstand von insgesamt fünf Aufgaben. Die Kinder können so spielerisch die gelernten Vokabeln festigen und ihren Lernfortschritt eigenständig überprüfen. Unter anderem sorgen ein Kreuzworträtsel und ein Quiz für Rätselspaß. Auf den Frühling folgt der Sommer und bringt die Sommerferien und weitere Lese- und Gesprächsanlässe für den DaF- und DaZ-Bereich mit sich. Das Arbeitsmaterial "Grundwortschatz: Sommer und Ferien" bietet sich damit als ideale Ergänzung für den Unterricht an. Auch über Kleidung und Farben kann mithilfe des Arbeitsmaterials "Grundwortschatz: Kleidung und Farben" im Zuge der Jahreszeiten gesprochen werden. "Frühling und Ostern" im Unterricht Die Themenbereiche Frühling und Ostern stellen unmittelbare Verbindungen zur kindlichen Lebenswelt dar. Die Kinder nehmen jahreszeitliche Veränderungen in der Natur wahr, in anderen Schulfächern werden der Frühling und das Osterfest behandelt, der Osterhase ist Thema bei Gesprächen auf dem Schulhof. Daran knüpft das Arbeitsmaterial an. Das Wortschatztraining gibt den Kindern Vokabeln an die Hand, um sich über Erlebnisse und Gedanken auszutauschen und sie zu versprachlichen. Didaktisch-methodische Analyse Der Lebensweltbezug, viele bunte Bilder und abwechslungsreiche Aufgaben motivieren die Kinder dazu, die Arbeitsblätter und interaktiven Übungen zu bearbeiten. Die Bilder unterstützen die Lernenden zudem dabei, die gelernten Vokabeln korrekt zu memorieren und ermöglichen die eigenständige Bearbeitung der einzelnen Übungen. Das Lösen der interaktiven Übungen erlaubt eine selbstständige Wiederholung des Gelernten. Fachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern und trainieren ihren Wortschatz im Bereich Frühling und Ostern. bilden Sätze mithilfe von Satzbausteinen. vervollständigen einen Lückentext mit dem thematischen Vokabular. Medienkompetenz Die Schülerinnen und Schüler ordnen themenbezogene Vokabeln mithilfe von Bildern zu. lernen verschieden Typen interaktiver Übungen kennen und bearbeiten sie selbstständig. Sozialkompetenz Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Selbstkomptenz durch das eigenständige Bearbeiten der Aufgaben. helfen sich gegenseitig. entwickeln ihre Ausdrucksfähigkeit, indem sie Sätze aus Satzbausteinen bilden.

  • DaF / DaZ
  • Primarstufe, Sekundarstufe I

Notyz: Kommunikation und Lern-Management in Zeiten von Homeschooling

Fachartikel

Dieser Fachartikel beleuchtet anhand des Erfahrungsberichts einer Lehrerin aus Sachsen die Potenziale der notyz-App für die Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern sowie für das Lern-Management in Zeiten von Corona und Homeschooling. Bedarf: schnelle, kostenlose Lösung für Kommunikation und Lern-Management Durch den Zusammensturz der Lernsax-Server in Sachsen aufgrund der gesteigerten Zugriffszahlen durch das Homeschooling während der Corona-Krise habe ich händeringend nach einer unkomplizierten Möglichkeit gesucht, meinen Schülerinnen und Schülern in den Fächern Informatik und Mathematik Informationen, Aufgaben und Videos an die Hand zu geben. Sofort war mir klar, dass mit notyz all meine Wünsche erfüllt werden. Vorteile der notyz-App Einrichtung der App Die Registrierung und Einrichtung der App können Schulen und Lehrkräfte über www.notyz.de durchführen. Das Team von notyz zeigte mir per Video-Konferenz, wie notyz funktioniert. Ich war begeistert! Aufbau, Funktionen und Handhabung In der Gestaltung der notyz-App kann ich als Autor meine Kreativität voll ausleben und den Kanal an die Bedürfnisse der eigenen Schule anpassen. Der Aufbau des gesamten Systems sowie die eigenen Kategorien, die man anlegen kann, sind einfach und übersichtlich. Da ich in der notyz-App neben Texten und Bildern auch Videos, Download-Dateien, interaktive Übungen, Formulare und Verlinkungen per Nachricht an meine Schülerinnen und Schüler senden kann, habe ich mit notyz eine Möglichkeit bekommen, einfach und schnell jegliche Art von Informationen an meine Lerngruppen zu verbreiten. Durch die Formular-Funktion erhalte ich in notyz sogar Rückmeldungen meiner Schülerinnen und Schüler: Seien es Fragen zum Video oder ihre Lösungen zum Arbeitsblatt, das sie im Hausaufgabenheft gelöst haben. Alles funktioniert einfach und schnell. Datenschutz Der Datenschutz für die Schülerinnen und Schüler ist gewährleistet, da diese für die Nutzung der App keine privaten Daten angeben müssen: Die Schule oder die einzelne Lehrkraft legt in der notyz-App einen Kanal für die gesamte Schule beziehungsweise für eine einzelne Lerngruppe an und generiert dabei einen Zugangscode für den jeweiligen Kanal. Mit der Eingabe dieses Codes verifizieren sich die Schülerinnen und Schüler und erhalten dadurch Zugang zum entsprechenden Kanal. Und dann geht es auch schon los! Zusätzliche Möglichkeiten mit dem Lehrer-Online-Kanal Notyz kooperiert mit Lehrer-Online, sodass auch die Inhalte des Bildungsportals über die App genutzt werden können: Schülerinnen und Schüler können über den Lehrer-Online-Kanal in notyz ganz einfach über das Smartphone oder ein Tablet Lernvideos anschauen und interaktive Übungen eigenständig durchführen. Dabei können sie auch ihre Kompetenzen auf die Probe stellen, indem sie zum Beispiel ein Online-Quiz bearbeiten. Lehrerinnen und Lehrer können über den Lehrer-Online-Kanal in notyz auf einfachstem Weg Informationen und Arbeitsmaterialien zu ihren Unterrichtsthemen aufrufen und in den eigenen Unterricht mit einbeziehen. Die Unterrichtsvorbereitung wird somit vereinfacht, da sie direkt in der notyz-App stattfinden kann. Die Unterrichtsmaterialien von Lehrer-Online sind durch den Einsatz digitaler Medien vielseitig und für die Lernenden teilweise auch direkt in der notyz-App nutzbar. Im Blog "Digitale Schule" können Lehrkräfte außerdem Erfahrungen austauschen und eigene Beiträge veröffentlichen. Wer die Fachzeitschrift gerade nicht zur Hand hat, kann sich in der App auch die Fachartikel von Lehrer-Online durchlesen. Und sogar Informationen zum Schulrecht und aktuelle Schulrechtsfälle erhalten Lehrkräfte im Lehrer-Online-Kanal! Den Lehrer-Online-Kanal können Sie mit dem Code Lehrer-Online1 in Ihrer notyz-App einrichten - entweder oben links über das Schlüsselsymbol oder unten rechts über die sechste Kachel. Fazit Die notyz-App ist kostenlos, einfach und genial! :-) Auch meine Schülerinnen und Schüler fanden sich sehr schnell in notyz zurecht und waren wie ich sofort begeistert. Egal ob am PC, Tablet oder Smartphone: Mit notyz können wir uns auch in Zeiten von Homeschooling und digitalem Unterricht jederzeit online austauschen.

  • Fächerübergreifend

Wolfensteins "Städter" (1914/1920) genau lesen

Fachartikel

Dieser sich auf das literaturdidaktische Modell des "genauen Lesens" (Chirollo/Schröder 2017) beziehende Fachartikel zu Wolfensteins Gedicht "Städter" (1914/1920) erläutert die fachdidaktischen Überlegungen, die der Unterrichtseinheit zu dem Gedicht zugrunde liegen. Eine ausführlichere Downloadversion des Fachartikels vertieft die hier skizzierten fachdidaktischen Darlegungen. Der Fachartikel vertieft die in der gleichnamigen Unterrichtseinheit formulierten fachdidaktischen Überlegungen und konkretisiert ein literaturdidaktisches Modell (Chirollo/Schröder 2017) , das darauf abzielt, literarische Texte zunächst genau auf die Reaktionen der Leserinnen und Leser hörend zu lesen. "Ausgangspunkt für die inhaltliche Erschließung" werden so, wie im Hessischen Referenzrahmen Schulqualität gefordert, die Fragen der Schülerinnen und Schüler . Von ihren Fragen ausgehend gilt es, literarische Texte textimmanent, kontext-und rezeptionsbezogen zu analysieren, um besser zu verstehen, was nicht spontan verstanden wird. Wolfensteins Gedicht, so die hier vertretene These, sollte als ein irritierendes Kunstwerk gelesen werden, das für unsere Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an Fragen aufwirft, weil es "Stutzpunkte" (Rosebrock 2019) enthält. Die Stutzpunkte gilt es in einem literarischen Gespräch als Ausgangspunkt von Lernprozessen wirksam werden zu lassen, um die vom Text für die Schülerinnen und Schülern aufgeworfenen Fragen dann textimmanent, kontext-und rezeptionsbezogen genau lesend zu klären. Auf diese Weise kann ein Literaturunterricht gestaltet werden, der seinen hermeneutischen Auftrag ernst nimmt. "Städter" – ein befremdlicher Text Im Zentrum des Unterrichtsmodells steht die thematische Fragestellung "Wieso eine so vehemente Ablehnung der Stadt?". Das Befremden beim Lesen dieses Textes zeigt sich an einer Reihe von Fragen, die bei einem involvierten Lesen zu der folgenden Sachanalyse führen: Wieso ist das alles so eng, dass sich die Städter wie gewürgt fühlen? Warum erzählt das lyrische Ich davon, dass es weint? Und warum weint es? Als Deutungshypothese wird die Annahme verfolgt, dass die Großstadt vom lyrischen Ich in paradoxer Weise als vereinsamend empfunden wird. Es gelingt ihm nicht, seine Bedürfnisse, das heißt seine innere Natur im Rahmen der äußeren (Stadt-)Natur-Umgebung in Einklang zu bringen. Inmitten der großen Zahl von Menschen, die in der Stadt leben, vermag es seine "Begierde", das heißt seinem Bedürfnis nach engem Kontakt mit anderen Menschen, nach der Überwindung seiner Einsamkeit nicht zu erfüllen, obwohl sich ja gerade hier die Möglichkeiten leicht ergeben würde, denn viele Menschen sind anwesend, es herrscht ja große Nähe. Unklar bleibt, der Text lässt offen, warum ihm dies nicht gelingt und wieso er die Stadt als seiner inneren Natur ganz und gar entgegengesetzt wahrnimmt. Im Gedicht drückt sich also eine harsche und in ihrer Radikalität befremdliche Ablehnung städtischen Lebens aus, die für uns sicher punktuell, aber nicht in ihrer Gesamtheit nachvollziehbar ist. Dies wirft die Frage nach dem Begründungszusammenhang auf: Wieso eine so vehemente Ablehnung der Stadt? Und wie sehen Schülerinnen, Schüler und Lernende, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen, die Stadt als Lebensraum? Der Text im Kontext Im Kontext erweist sich Städter als Ausdruck einer für die Epoche in Deutschland und Teilen Europas durchaus typische Zivilisationskritik in der Zeit einer spezifisch bürgerlichen Revolte gegen den technischen Fortschritt und die ihn begleitenden Rationalisierungstendenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Text als Gegenstand von schematischen Form-Inhalts-Analysen In der traditionellen schulischen Betrachtung des Gedichts überlagern Form-Inhalts-Analysen eine inhaltsbezogene hermeneutische Auseinandersetzung mit dem Text. Literatur/Internetadresse Chirollo, Natalie / Schröder, Achim (2017): Literarisches Verstehen durch "genaues Lesen": ein Drei-Phasen-Modell zur Planung von Literaturunterricht. Fachartikel. Wiesbaden: Lehrer-Online 2017, www.lehrer-online.de/artikel/fa/literarisches-verstehen-durch-genaues-lesen-ein-drei-phasen-modell-zur-planung-von-literaturunter (Abruf am 08.08.2022).

  • Deutsch / Kommunikation / Lesen & Schreiben

Der Bock. Das zum Gerät gewordene Unheil.

Blog

Sport-Unterricht. Jeder, der sich an seine eigene Schulzeit zurückerinnert, weiß, dass es im Sportunterricht diesen einen besonders fiesen Gegner gab: den Bock. Kein anderes Sportgerät sorgte für mehr Angstschweiß und besorgte Gesichter. Besonders hinterhältig war die Tatsache, dass man beim Beobachten des Scheiterns seiner Mitschülerinnen und -schüler am Gerät zwar einerseits herzlich und teilweise auch voller Spott lachte, dann aber selbst hilflos genau jenem Spott ausgesetzt war, wenn man selbst zum Anlauf ansetzte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Bock – ein scheinbar nicht zu bezwingender Hühne. Ein schmerzvoller Begleiter in jeder Turneinheit. Das zum Gerät gewordene Unheil.

  • Fächerübergreifend

Urheberrechtsverletzung

Fall des Monats

Verstößt eine Schule auf ihrem Internetauftritt mit einem Bild gegen das Urheberrecht, so haftet das jeweilige Bundesland für den Schadensersatzanspruch des Rechteinhabers - und nicht der Lehrer selbst, der die Internetseite erstellt hat. Das beschloss das Oberlandesgericht Celle (Az. 13 U 95/15). Ein Gymnasium wollte auf seinem Internetauftritt für einen Sprachkurs werben. Dafür erstellte ein Lehrer wie aufgetragen eine entsprechend gestaltete Webseite. Allerdings verwendete er dabei ein Foto, ohne die erforderlichen Rechte einzuholen. Dem Fotografen fiel der Urheberrechtsverstoß auf, und er verlangte Schadensersatz vom zuständigen Bundesland. Der Dienstherr fühlte sich aber gar nicht zuständig und sah vielmehr den Lehrer selbst in der Verantwortung.

  • Fächerübergreifend

Real or Photoshop: Welche Bilder sind (un)bearbeitet?

Tool-Tipp

Bildbearbeitungsprogramme machen scheinbar Unmögliches möglich. Wer kann da schon noch unterscheiden, ob ein Foto real oder "manipuliert" ist? Sie vielleicht?!Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop hat im Februar dieses Jahres seinen 25-jährigen Geburtstag gefeiert und zur Feier unter anderem den Test "Real or Photoshop" online gestellt. Hier klicken sich die Nutzerinnen und Nutzer durch 25 Fotos und müssen entscheiden, ob diese real oder digital bearbeitet sind. Gar nicht einfach! Manche Fotos sind so beeindruckend, dass man gar nicht glauben kann, dass diese "echt" sind - und manchmal ist die Bildbearbeitung wiederum so gut gelungen, dass man auch diese kaum erkennt. Aber testen Sie es selbst!

  • Kunst

Gummibärenforschung: Eine süße Wissenschaft

Tool-Tipp

Klein, bunt und fruchtig - so kennen wir die Gummibären aus Bonn. Doch in unserem Fundstück erfahren Sie Dinge über die kleinen Tierchen, die Sie wahrscheinlich noch nicht wussten.Denkt man an Gummibären, so lässt sich zunächst nicht vermuten, dass sich ein ganzes Forschungsgebiet mit den kleinen Süßigkeiten beschäftigt. Aber die Gummibärenforschung sammelt Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen: Haben Sie sich zum Beispiel beim Öffnen einer Gummibärentüte schon einmal über die verschiedene Verteilung der Farben gewundert? Dann erfahren Sie, welche Rolle die Verschiedenfarbigkeit für das Zusammenleben der Gummibären spielt. Finden Sie außerdem heraus, welchen Einfluss die Tütenzugehörigkeit auf das Sozialverhalten der Tierchen hat.

  • Chemie

#EncourageEveryoneIn4Words: Kleine Motivationsschübe

Tool-Tipp

An manchen Tagen geht einfach alles schief, die Luft ist raus und die Motivation geht flöten. Wir haben da ein paar digitale Motivationen gefunden, die gute Laune verbreiten.Stimmungstief? Unter dem Hashtag #EncourageEveryoneIn4Words motivieren sich momentan Twitter-Nutzerinnen und Nutzer untereinander. Vier nette Worte halten sie für diejenigen bereit, die gerade aufbauende Worte gebrauchen können: von "Tomorrow is not monday" über "You can do this" bis "We learn by failing" - für unterschiedliche Lebenslagen und mal mehr mal weniger originell. Wir finden das eine schöne Idee!

  • Fächerübergreifend
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